Ob Staatsgründung oder Machtverfall, Lebensdaten großer Frauen und Männer, Wendepunkte der Menschheitsgeschichte, Friedensverträge und Katastrophen, Erfindungen und Entdeckungen - im ZeitZeichen wird Geschichte lebendig.

Wie lässt sich auf der Erde das Nichts darstellen, das zwischen den Sternen liegt? Die Frage bewegt Otto von Guericke ein Leben lang. Am 21.5.1686 stirbt er als Begründer der experimentellen Physik. Von Stephan Beuting.

Am 20.5.1831 kehrt der Dichter Heinrich Heine Düsseldorf und Deutschland den Rücken. Antisemitismus, Nationalismus und Skandale haben ihn ins Pariser Exil gedrängt. Von Michael Richmann.

Am 19.5.2001 ist Schalke 04 für einen kurzen Moment gefühlt Deutscher Meister - bis ein Freistoß in Hamburg alles verändert. Kommentator Manni Breuckmann erzählt vom dramatischsten Tag seiner Reporterkarriere. Von Christian Gerdener.

Sie flieht aus adliger Enge in ein Leben voller Kunst, Literatur und unzählige Liebhaber. Franziska zu Reventlow, geboren am 18. Mai 1871, lebt radikal selbstbestimmt. Von Christian Kosfeld.

Erik Satie (geb. 17.5.1866) ist ein Außenseiter mit einem Leben voller schräger Anekdoten - und ein musikalischer Visionär. Er prägt mit radikal einfachen Klängen die Moderne. Von Philip Ritter.

Am 16.5.1916 unterzeichnen Großbritannien und Frankreich das Sykes-Picot-Abkommen. Sie haben heimlich den Nahen Osten unter sich aufgeteilt. Mit spürbaren Auswirkungen bis heute. Von Marfa Heimbach.

Auf den Kanaren erproben die Spanier ihre kolonialen Bestrebungen. Auf Teneriffa leisten die indigenen Guanchen aber unerwartet heftigen Widerstand - bis zum Jahr 1496. Von Tobias Sauer.

Karl IV. (geb. 14.05.1316) gilt als Verhandler, der lieber Geld als Waffen nutzte. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein anderes Bild über den Kaiser aus dem Mittelalter. Von Maren Gottschalk.

Am 13.5.1931 vergibt das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympischen Spiele 1936 nach Berlin. Das Sportfest wird eine Propaganda-Show für das NS-Regime. Von Ralph Erdenberger.

Sie kämpft für Frauenbildung und predigt rassistische Thesen: Ludendorff (gest. am 12.05.1966) ist eine Vordenkerin völkischer Ideologie - die bis heute in rechten Kreisen wirkt. Von Melahat Simsek.

Am Oberkörper verbunden - so kommen Chang und Eng am 11.5.1811 zur Welt. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein, doch sie bleiben bis zum Tod verbunden. Von Erik Hlacer.

Der Stellvertreter Hitlers fliegt am 10.5.1941 heimlich nach Schottland. Sein Plan: Frieden mit England. Das Unternehmen endet in Gefangenschaft und sorgt für Spott. Von Heiner Wember.

Am 9.5.1991 trifft Yokoi Shoichi endlich den Kaiser. 27 Jahre hatte er allein im Dschungel von Guam ausgeharrt - weil er Japans Kapitulation 1945 für eine Falle hielt. Von Kolja Sand.

Am 9.5.1991 trifft Yokoi Shoichi endlich den Kaiser. 27 Jahre hatte er allein im Dschungel von Guam ausgeharrt - weil er Japans Kapitulation 1945 für eine Falle hielt. Von Kolja Sand.

Vater der Naturdokus: Zum 100. Geburtstag von David Attenborough (geb. am 8.5.1926) blickt das Zeitzeichen auf ein Jahrhundert Staunen und Mahnen im Zeichen der Natur. Von Anne Preger.

Am 7.5.1866 schießt der Student Ferdinand Cohen-Blind auf Otto von Bismarck. Er sieht das Attentat als einzige Möglichkeit, um Frieden zu sichern. Von Murat Kayi.

Dennis Tito träumt vom All. An der Börse wird er reich - und kauft für Millionen ein Ticket ins Weltall. Am 6.5.2001 kehrt der erste Weltraumtourist auf die Erde zurück. Von Andrea Halter.

In der Weimarer Republik steht Schwarz-rot-gold für Deutschland. Aber die Kaiserfarben Schwarz-weiß-rot bleiben populär. Über den Flaggenstreit (5.5.1926) zerbricht die Regierung. Von Thomas Klug.

Am 4.5.1936 flieht Irmgard Keun vor den Nazis nach Ostende. Sie ist jung, modern und ein Literatur-Star. In Belgien beginnt ein Leben zwischen Freiheit, Angst und Verlust. Von Christiane Kopka.

Mehr als 20 Jahre bestimmt Ulbricht an der SED-Spitze über die DDR. Dann verliert er Moskaus Unterstützung. Erich Honecker steht am 3.5.1971 für die Übernahme bereit. Von Thomas Klug.

Zehn Jahre dauert die Suche nach Osama bin Laden, Führer der Terrorgruppe al-Qaida. und Drahtzieher von 9/11. Am 2.5.2011 tötet ihn ein US-Kommando beim Sturm auf sein Versteck in Pakistan. Von Martin Herzog.

Mitten in der Weltwirtschaftskrise blickt New York nach oben: Am 1.5.1931 öffnet das Empire State Building - und bleibt fast vier Jahrzehnte das höchste Gebäude der Welt. Von Erik Hlacer.

Michael Gartenschläger beweist die Existenz der DDR‑Selbstschussanlagen. Doch bei seiner letzten Aktion am 30.4.1976 wird er von einem Stasi-Kommando erwartet und erschossen. Von Ulli Schäfer.

Am Ostermontag 1916 starten irische Rebellen einen Aufstand gegen die britische Kolonialmacht. Er endet nach wenigen Tagen am 29. April 1916. Trotzdem stilisiert ihn Irland zur Geburtsstunde der Nation. Von Almut Finck.

Mary Read stirbt am 28. April 1721 in Haft auf Jamaika. Brutale Piratin, mutiger als viele Männer, angeblich Geliebte von Anne Bonny. Doch was ist historisch belegbar? Von Andrea Kath.

Am 27.4.1941 marschieren deutsche Truppen in Athen ein. Hinrichtungen, Plünderungen und Hunger werden Alltag. Aber es entsteht auch Widerstand gegen die Besatzer. Von Claudia Friedrich.

Aus Neugier erklimmt der Dichter den Gipfel. Sein Bericht vom 26.4.1336 beschreibt göttliche Erkenntnis, aber auch die schöne Aussicht - und gilt als kulturhistorischer Wendepunkt. Von Raoul Mörchen.

Zwei Epen, ein Mythos: Ilias und Odyssee prägen bis heute das Erzählen von Krieg, Heimkehr und Sinnsuche. Wer war Homer - und warum wirken diese Geschichten bis heute? Von Ralph Erdenberger.

Henri Philippe Pétain, geb. am 24.4.1856, wird als General im 1. Weltkrieg zum Nationalhelden. Im 2. Weltkrieg führt er das Vichy-Regime und kollaboriert mit Deutschland. Von Heinz, Joachim; Harmann, Markus.

Ein Versager, unbereit, unfähig gegen die Wikinger: So lautet das Urteil der Chronisten über Aethelred (gest. 23.4.1016). Dabei erzählt sein Beiname eigentlich eine andere Geschichte. Von Herwig Katzer.

Der Freibeuter Klaus Störtebeker gilt als eine Art Robin Hood auf hoher See - erst recht nach seiner Festnahme am 22.4.1401. Wieviel Wahrheit steckt in der Geschichte? Von Martina Meißner.

Am 21.4.2016 stirbt einer der innovativsten Künstler der Popgeschichte: Der US-Musiker Prince wird nur 57 Jahre alt. Sein Nachlass wird bis heute aufgearbeitet. Von Thomas Pfaff.

Wer mit Dollar-Noten bezahlt, der hält die Gesichter weißer Männer in der Hand. Die ehemals versklavte Harriet Tubman soll das ändern - seit dem Beschluss vom 20.4.2016 aber ist wenig passiert. Von Michael Marek.

Am 19.4.1961 scheitert die Invasion in der Schweinebucht. Kuba ist bis heute ein Stachel im Selbstbild der US-Amerikaner - was bedeutetet das für die Zukunft der Insel? Von Burkhard Hupe.

Am 18.4.1521 riskiert Martin Luther sein Leben. Statt zu widerrufen, verteidigt "der Erzketzer" in Worms seine Kritik an Kaiser und Kirche - und besiegelt damit deren Spaltung. Von Tobias Sauer.

Am 17. April 2001 stirbt Vera Brühne. Sie ist bekannt in der Münchner High Society, als sie Anfang der 1960er wegen Mordes verurteilt wird. Etwa 10 Jahre später machen neue Erkenntnisse den Fall zu einem Agenten-Thriller. Von Martina Meißner.

Immer wieder fährt Franklin (geb. 16.4.1786) ins Eis. Er will Karriere machen, die Nordwestpassage finden und wird schließlich berühmt - allerdings nicht nur als Entdecker. Von Joscha Seehausen.

Isaac Newton erzählt vom niederfallenden Apfel, der ihm am 15. April 1726 einen Geistesblitz bescherte - eingängig, aber wohl eher erfunden. Sein Weg zur Gravitation war deutlich länger. Von Marko Rösseler.

Im Jahr 1126 wird Averroes in Córdoba geboren. Der islamische Gelehrte übersetzt Aristoteles und prägt damit Europas Philosophie und das Werk Salman Rushdies. Von Uli Hufen.

Trevithick (geb. 13.4.1771) bringt sich selbst Ingenieurskunst bei, erfindet unter anderem die Dampflok. Doch ihm fehlt der Geschäftssinn. Berühmt werden mit seinen Ideen andere. Von Thomas Mau.

Es ist ein Propagandaerfolg für die UdSSR und eine wissenschaftliche Sensation: Am 12.4.1961 umkreist Juri Gagarin als erster Mensch die Erde in einem Raumschiff. Fast wäre er nicht zurückgekehrt. Von Christoph Tiemann.

Am 11.4.1961 steht erstmals auf einem Konzertplakat in New York dieser Name: Bob Dylan. Der Rest ist Musik-, Kunst- und Literaturgeschichte. Von Veronika; Biermann Bock.