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Das Antoine Spranger Quartet um den deutsch-französischen Pianisten und Komponisten Antoine Spranger ist ein noch junges internationales Jazzensemble. Zur Band gehören außerdem Ludovic Ernault am Saxophon, Matis Regnault am Kontrabass und Tobias Frohnhöfer am Schlagzeug. Das Quartett verbindet Modern Jazz mit klassischer Musik, wobei die Harmonik stark vom musikalischen Impressionismus beeinflusst ist, sagt Antoine Spranger und verweist auf Claude Debussy und Maurice Ravel. Spranger hat an der Musikhochschule in Mannheim studiert und lässt nun mit seinem Debütalbum „Castle of Ice“ aufhorchen, das beim Bremer Label „Laika Records“ veröffentlicht wurde.
Mondschein mit Ohrwurm-Garantie: Claude Debussys „Clair de Lune“ gehört zu den berühmtesten Klavierstücken der Welt. Dabei vergessen wir schnell, dass der Mond nur ein Teil einer viel größeren Klanglandschaft ist. Von Dominik Mercks.
Dirks, Hilka www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Klinger, Josephine www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Herzlich willkommen in Folge 132 von Die Sucht zu SEHEN, dem Grisebach-Podcast. Alle zwei Wochen sprechen wir hier mit Menschen, die etwas in der Kunst – oder über sie – zu sagen haben. Jeder Berliner kennt die Alte Nationalgalerie, jenes architektonische Kleinod auf der Museumsinsel, das etwa 2000 Gemälde und nochmal ebenso viele Skulpturen beherbergt. Kommende Woche eröffnet dort eine neue Ausstellung. Sie handelt von Paul Cassirer, der einer jüdischen Unternehmerfamilie entstammte und Kunsthändler war. Anfang des 20. Jahrhunderts war er mitverantwortlich für den Durchbruch des Impressionismus in Deutschland, indem er Künstlern wie van Gogh, Renoir, oder Monet das erste Mal eine breite Bühne in Deutschland bot. Die Direktorin der Alten Nationalgalerie, Anette Hüsch, erzählt uns heute, warum wir die Ausstellung über ihn, seine Künstler und seinen Einfluss auf gar keinen Fall verpassen sollten, herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN!
Hat Debussy mit seinen "Images pour orchestre" etwa einen Ausflug in die Nachbarkunst der Malerei unternommen? Das könnte erklären, warum sein Stil häufig dem französischen Impressionismus zugerechnet wird - einem Begriff, der ursprünglich aus der bildenden Kunst stammt. In diesen musikalischen Bildern entführt der Komponist uns zunächst nach England, nach Spanien und dann nach Frankreich und lässt die Atmosphäre der Orte gleichermaßen vor dem inneren Auge wie im Ohr lebendig werden. Julius Heile führt in der kurzen Werkeinführung durch den musikalischen Drei-Länder-Trip.Schon gewusst? Zahlreiche Konzerte der NDR Ensembles finden Sie auf YouTube im Channel "ARD Klassik" oder in der ARD Mediathek.https://www.youtube.com/@ARDKlassik https://www.ardmediathek.de/kultur_klassikAbonnieren Sie "Klassik to Go" und finden Sie weitere spannende Angebote des NDR in der ARD Audiothek! https://www.ardaudiothek.de/sendung/klassik-to-go/10778959/
Angst vor Inflation - Fragen an den Energie-Experten Hendrik Diers; wie weiter mit Ungarn? Europas restliche Rechtspopulisten und: Die Faszination des Impressionismus aus Frankreich. "Denk' ich an Europa" mit dem Aachener Dombaumeister Jan Richarz; Mod.: Philipp Anft. Von WDR 5.
In dieser Folge von Berlin Unboxed dreht sich alles um zwei Ausstellungs-Highlights, die Licht, Farbe und große Kunst in den Berliner Sommer bringen. Den Auftakt macht „Constantin Brancusi“ in der Neuen Nationalgalerie. Die große Ausstellung läuft vom 20. März bis 9. August. Mit mehr als 150 Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Filmen und selten gezeigtem Archivmaterial aus dem Centre Pompidou sowie weiteren internationalen Sammlungen eröffnet sie einen eindrucksvollen Blick auf das vielseitige Schaffen eines der bedeutendsten Bildhauer der Moderne. Danach geht es in die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel. Dort ist vom 22. Mai bis 27. September die Ausstellung „Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus“ zu sehen. Anhand von mehr als 100 herausragenden Werken des Impressionismus und der klassischen Moderne zeigt sie das außergewöhnliche Engagement Paul Cassirers für die Kunst und erzählt von einer Zeit, in der Farbe und Licht die Malerei grundlegend veränderten. Zwei Ausstellungen, zwei künstlerische Welten und ein Sommer in Berlin, der zeigt, wie spannend Kunst heute erlebt werden kann. Im Interview: André Odier, Geschäftsführer der Freunde der Nationalgalerie
Willkommen bei der zweiten Folge unseres neuen Formats bei Berlin Unboxed: In unserer Monatsvorschau für den April geben wir euch die besten Tipps für Ausflüge, Events und Unternehmungen in Berlin – vom Must-See bis zum Geheimtipp. Der April macht ja bekanntlich was er will, in Berlin will er vor allem viel: Ostern und Baumblütenfeste feiern, Ritterspiele, Pferderennen, Kunstausstellungen und vieles mehr. Wir nehmen euch mit zu den schönsten #BerlinBlossom Orten, um die Kirschblüte in Berlin zu erleben und geben schon mal erste Einblicke in unsere kommende Podcastfolge zu den Highlight-Ausstellungen 2026 in Berlin: „Constantin Brancusi“ in der Neuen Nationalgalerie und „Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus“ in der Alten Nationalgalerie. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die weiteren Event-Highlights im April: Ob Kunst, Kino, Kirschblüten; Ritterspiele, Radfahren oder Riesenrad – der April ist der perfekte Monat, um Berlin zu entdecken. Alle Tipps und weitere Inspirationen findet ihr auf visitBerlin.de und im visitBerlin-Blog. Viel Spaß beim Hören!
Eine Malerin zwischen Alpen und Impressionismus trifft auf einen Arzt, der die Welt bereiste und Medizin neu dachte – Doris Windlin und Armin Koch im Gespräch in der Sendung «Persönlich». Doris Windlin, Malerin Nach dem Haushaltslehrjahr zog es Doris Windlin auf die Alp. Zwei Sommer lang hütete sie in der «Wildi» ob Kerns die Kühe, melkte sie und verarbeitete die Milch zu Käse. Aufgewachsen in einer Bauernfamilie mit sechs Geschwistern lernte sie früh, mit anzupacken. In Luzern besuchte die Obwaldnerin das Kunstseminar und traf dort auf ihren Mentor Radoslav Kutra. Der tschechische Maler war in den 1960er-Jahren nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in die Schweiz geflüchtet. Als Kutra 1994 an die Kunsthochschule in Brünn berufen wurde, folgte ihm Doris Windlin nach Tschechien und liess sich in einem kleinen Dorf nieder. In einer Zeit, in der sie die fremde Sprache noch kaum verstand, sprach sie mit Farben und Pinsel. Es entstanden Szenen aus tschechischen Beizen, stille Bilder von Wiesen und Weiden – Momentaufnahmen des Alltags, geprägt von unmittelbarer Nähe zu Menschen und Natur. Doris Windlin malt impressionistisch. Ihre Werke zeigen Strassenszenen aus San Francisco, Berlin, Irland, aber auch aus Luzern und Bern. Ihre Handschrift erinnert an Paul Cézanne und Claude Monet. Bis heute lebt sie in ihrer zweiten Heimat, bewirtschaftet mit ihrem Mann einen Bauernhof und stellt noch immer Käse her. Und wenn sie in die Schweiz zurückkehrt, gibt sie Malkurse – Begegnungen, die ihr viel bedeuten, wie die Kunst selbst. ________________________________________ Armin Koch, Arzt Der Grossvater war Arzt, der Vater war Arzt, und auch die fünf Onkel. Armin Koch aber schlug zunächst einen anderen Weg ein: Er wurde Sekundarlehrer. Doch bald merkte der Älteste aus einer Hergiswiler Arztfamilie, dass er weiterstudieren wollte – und so fand er sich doch noch im Medizinstudium wieder. Noch während des Staatsexamens kam das erste Kind mit seiner Frau Ruth zur Welt. Kurz darauf reiste er nach Sri Lanka, um sich in Akupunktur ausbilden zu lassen. Die junge Familie lebte in dieser Zeit in einer Garage – eine prägende Erfahrung, die sie enger zusammenschweisste. Es folgte ein zweijähriger Aufenthalt in Südafrika, wo Armin Koch operierte und sich sogar einmal von einem Schamanen in die Kunst des Knochenlesens erklären liess. Zurück in der Schweiz arbeitete er als Hausarzt und verband klassische Schulmedizin mit traditioneller chinesischer Medizin. Doch die Neugier und der Wunsch nach neuen Horizonten blieben: Mit ihren vier Kindern zog die Familie erneut ins Ausland, diesmal nach Santa Fe in den USA. Seine letzten Arbeitsjahre verbrachte Armin Koch wieder in der Heimat, in einer Praxis im Obwaldner Kantonshauptort. Nur wenige Tage vor der Sendung «Persönlich» hat der 69-Jährige seine Praxis geräumt und damit ein langes berufliches Kapitel abgeschlossen – erfüllt und bereit für das, was kommt. _________________ Moderation: Michèle Schönbächler ____________________ Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
Wheeler, Claudia www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Als die Welt der Moderne grauer wird, findet Pierre-Auguste Renoir im Impressionismus sein Glück in den Farben- und malt auch im Rollstuhl weiter. Von Laura Dresch.
Einmal die Woche spielen Hamburgs Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – und zwar mit einem Kunstwerk. Heute geht es um das Bild „Morgendlicher Ausritt im Bois de Boulogne“ von Pierre-August Renoir aus dem Jahr 1873. Live aus der Kunsthalle, zu Gast: Autorin Vera Fengler. 21. Februar
Einmal die Woche spielen Hamburgs Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – und zwar mit einem Kunstwerk. Heute geht es um das Bild „Selbstporträt in Rot“ von Anders Zorn aus dem Jahr 1915.
Fast wäre sein Traum geplatzt. Doch Paul Wittgenstein lässt sich nicht kleinkriegen, nur weil er im Krieg den rechten Arm verloren hat. Maurice Ravel schreibt ihm ein Klavierkonzert, das er – wortwörtlich – mit Links spielen kann ... Von Ben Süverkrüp.
Der Künstler dieser Folge schuf mit seinem Werk "Blick auf das Meer bei L'Estaque" einen buntgemischten Perspektiv-Cocktail. Paul Cézanne wirft in seiner Malerei die klassische Perspektive über den Haufen. Wieso der Künstler mehr Entwicklungsstufen als so manches Pokémon durchlief und warum er ein Kind vor seinem Vater geheim hielt, erzählt Kunstcomedian Jakob Schwerdtfeger in dieser Folge von " Kunstsnack".
Einmal die Woche spielen Hamburgs Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – und zwar mit einem Kunstwerk. Heute geht es um das Bild „Brot, Austern und Karaffe“ von Georges Braque aus dem Jahr 1937 und die Frage, ob große Künstler immer auch große Kunst machen.
Der Pianist Alexander Krichel liebt die Klaviermusik von Maurice Ravel. SWR Kultur Musikredakteur Malte Hemmerich kann dagegen nicht so viel mit diesen Werken anfangen. Im Gespräch versuchen sie zusammen hinter die Geheimnisse der Klavierzyklen und Konzerte zu kommen. Ist das Impressionismus? Und warum ist sein Stil mit ihm verschwunden?
Der Pianist Alexander Krichel liebt die Klaviermusik von Maurice Ravel. SWR Kultur Musikredakteur Malte Hemmerich kann dagegen nicht so viel mit diesen Werken anfangen. Im Gespräch versuchen sie zusammen hinter die Geheimnisse der Klavierzyklen und Konzerte zu kommen. Ist das Impressionismus? Und wie klingt das schwerste Stück der Welt?
Der Pianist Alexander Krichel liebt die Klaviermusik von Maurice Ravel. SWR Kultur Musikredakteur Malte Hemmerich kann dagegen nicht so viel mit diesen Werken anfangen. Im Gespräch versuchen sie zusammen hinter die Geheimnisse der Klavierzyklen und Konzerte zu kommen. Ist das Impressionismus? Und wie klingt das schwerste Stück der Welt?
Das Landesmuseum hat die jahrzehnte-währende Zusammenarbeit von Max Slevogt und Bruno Cassirer zum Thema einer Ausstellung gemacht. Slevogt, einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus verdankt seine Karriere zu einem nicht unerheblichen Teil seinem Verleger Bruno Cassirer, der wiederum der wahrscheinlich bedeutendste Verleger der Weimarer Republik war. Im Zentrum der Ausstellung steht Slevogts Werk im Bereich der Illustration und Grafik. In Zusammenarbeit mit Bruno Cassirer, einem der einflussreichsten deutschen Verleger des frühen 20. Jahrhunderts, realisierte er 51 Illustrationsprojekte. In Vorbereitung der Ausstellung wurde der umfangreiche Briefwechsel aus der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer und dem Saarlandmuseum Saarbrücken – Moderne Galerie erstmals wissenschaftlich erschlossen, wie die Kuratorin, Dr. Karoline Feulner im Gespräch mit Hans-Georg Moek erklärt. Auf Basis dieses und weiteren Quellenmaterials thematisiert die Schau die Beziehung dieser beiden bedeutenden Protagonisten der Berliner Kulturszene des frühen 20. Jahrhunderts und ihre Netzwerke. Gezeigt werden auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Arbeiten aus dem grafischen Nachlass Slevogts, die sich in der Sammlung des Landesmuseums Mainz befinden, die darüber hinaus den umfangreichsten Bestand an Werken des Wahlpfälzers verwahrt. 2014 hatte Rheinland-Pfalz mit Förderung der Kulturstiftung der Länder den graphischen Nachlass Max Slevogts erworben, ein Konvolut aus 6.000 Objekten. Das Gespräch ist eine Episode aus dem Podcast "Ausstellungstipps der Kulturstiftung der Länder", in dem die Kulturstiftung der Länder die von ihr geförderten Ausstellungen vorstellt und den Sie nicht nur auf YouTube, sondern auf allen Podcast-Plattformen abonnieren können.
Krone, Tobias www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Einmal die Woche spielen Hamburgs Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – und zwar mit einem Kunstwerk. Heute geht es um das Video „T for Time“ von Ho Tzu Nyen aus dem Jahr 2023.
Die Ausstellung „Seelenlandschaften“ im Bahnhof Rolandseck zeigt ein Panorama der belgischen und französischen Kunst vom Impressionismus bis zur Klassischen Moderne – herausragende Künstler wie James Ensor, Claude Monet oder Auguste Renoir.
Einmal die Woche spielen Hamburgs Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – und zwar mit einem Kunstwerk. Heute geht es um das Bild „Der Spülstein I“ von Louise (Lou) Loeber aus dem Jahr 1929.
„Eine der ersten Fragen in meinem Studium war, was denn das schwerste Stück sei, was je für Klavier komponiert wurde“, sagt der Pianist Alexander Krichel. Die Antwort, die er am Ende bekommt: Gaspard de la nuit von Maurice Ravel. Mittlerweile spielt der Künstler alle drei Zyklen des Franzosen und auch die Klavierkonzerte gerne. Im Gespräch beantwortet er Fragen zu Gefühl und Verstand in dieser Musik und: Was ist daran eigentlich Impressionismus?
Wie erkennen wir die Welt? Oft über Karten. Aber die sind auch nicht immer sicher, wie eine Ausstellung in London zeigt. Mehr von der Welt erkennen wir über Kunst. In Baden-Baden wird die Revolution des Sehens im Impressionismus zelebriert. Von Harald Asel
Einmal die Woche spielen Hamburgs Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – und zwar mit einem Kunstwerk. Heute geht es um das Bild „Portrait von Frances Folsom Cleveland“ von Anders Zorn aus dem Jahr 1899.
Einmal die Woche spielen Hamburgs Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – und zwar mit einem Kunstwerk. Heute geht es um das Bild „Omnibus I“ aus dem Jahr 1891 von Anders Zorn.
Hermann (1865-1942) und Antonie (genannt Toni, 1877-1950) Halberstam waren karitativ und kulturell besonders aktiv. Ihre umfangreiche Kunstsammlung umfasste Werke des deutschen und französischen Impressionismus. Sie förderten auch Leipziger Künstler, wie Eduard Einschlag (1879-1945), der selbst jüdisch war und im Konzentrationslager Treblinka ermordet wurde. Dem Ehepaar Halberstam gelang die Flucht, viele der Kunstwerke aus ihrer Sammlung gelten bis heute als verschollen.
1859 war sich Charles Baudelaire sicher, dass die «Kunst nichts anderes ist und sein kann als die genaue Wiedergabe der Natur». Er betont das, weil zu dieser Zeit eine neue Technik aufkommt: Die Fotografie bildet die Natur einfacher und genauer ab als jeder Künstler. Baudelaire spottet, die fotografische Industrie sei zur «Zuflucht aller gescheiterten Maler» geworden, der «Unbegabten und der Faulen». Die industrielle Bilderproduktion habe eine «allgemeine Überfütterung», eine «Verblendung und Verdummung» zur Folge. Tatsächlich schlug die Fotografie der Malerei ihre Aufgabe, die Welt abzubilden, aus der Hand. Die Kunstmaler reagierten darauf, indem sie nicht mehr das malten, was ihre Augen sahen, sondern das, was sie spürten und empfanden. So entstanden Impressionismus, Expressionismus und schliesslich die moderne, abstrakte Malerei. Heute stehen wir an einem ähnlichen Punkt: Die textgenerierende Künstliche Intelligenz erledigt, was früher nur Menschen konnten: Sie beschreibt, erklärt, argumentiert, fasst zusammen und formuliert auf Knopfdruck und in industriellem Massstab Texte. Welche Folgen hat das für das Schreiben? Wird ChatGPT jetzt zur «Zuflucht aller gescheiterten Autoren»? Muss sich das künstlerische Schreiben vom Transportieren von Informationen abwenden wie vor 150 Jahren die Malerei von der Wiedergabe der Natur? Wenn Maschinen besser Texte produzieren, was bleibt dem Schreiben?Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.Website: https://www.matthiaszehnder.ch/Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Die meisten verbinden mit dem Impressionismus farbige Sonnenaufgänge, Landschaften, Wetter- und Lichtstimmungen. Bilder wie das Schlüsselwerk dieser Kunstrichtung, das berühmte Gemälde „Soleil Levant“ des französischen Malers Claude Monet aus dem Jahr 1872. Es gibt aber, und das wissen die wenigsten, auch einen Impressionismus vor dem Impressionismus. Diesem widmet die Galerie Stihl in Waiblingen nun die Ausstellung „Der andere Impressionismus“, eine Kooperation mit dem „Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin“. Zu sehen sind rund 100 Werke von 40 Künstlerinnen und Künstlern aus Frankreich, England, den Niederlanden, den USA, Schweden und Deutschland.
Er stand seinen berühmten Kollegen Claude Monet oder Max Liebermann in nichts nach und war dennoch fast vergessen: Der Maler Philipp Klein. Der aus Mannheim stammende Autodidakt gehörte um die Jahrhundertwende zu den wichtigsten Vertretern des Impressionismus, verstarb aber schon mit nur 36 Jahren. Die Reiss-Engelhorn-Museen haben viele Werke aufgetan, auch über einen Aufruf auf Social Media, und zeigen die Bilder mit dem passenden Ausstellungstitel „Aufgetaucht“.
Everybodys Darling: Der Künstler dieser Folge ist ein richtiger Superstar. Zu Beginn seiner Karriere wurde er allerdings für seine Kunst ausgelacht. Es geht um Claude Monet, der vor allem für seine Seerosenbilder bekannt ist. Monet liebte das Wasser, eine Liebe, die in seinem Werk in der Kunsthalle deutlich wird. Welche Erfindung Monets Malerei veränderte und wieso uns diese bis heute vor Karies schützt, erzählt Kunstcomedian Jakob Schwerdtfeger in dieser Folge von Kunstsnack.
Dippel, Carsten www.deutschlandfunkkultur.de, Aus der jüdischen Welt
Lovis Corinth, geboren 1858 im ostpreußischen Tapiau, lässt sich kunsthistorisch nur schwer fassen. Lange als Impressionist gehandelt, zeigt sich sein Spätwerk deutlich vom Expressionismus beeinflusst und macht es den Museumskuratorinnen und -kuratoren unserer Tage nicht leicht, ihn den Sammlungen des 19. Jahrhunderts oder aber der Moderne zuzuordnen. 1925 stand Corinth als Mitsechziger eigentlich noch im Zenit seines Schaffens. Gerade erst war er in Berlin, Zürich und Königsberg mit Einzelausstellungen gewürdigt worden, und seine mehr als sechzig Gemälde vom Walchensee, wo er ein Haus besaß, waren große Verkaufserfolge. Um einmal wieder die Gemälde seiner Vorbilder Rembrandt und Frans Hals zu studieren, reiste Corinth im Sommer 25 in die Niederlande, wo er am 17. Juli an einer Lungenentzündung verstarb. Das Hamburger Echo gedachte seiner am 20. Juli mit einem ausführlichen Nachruf, den uns Frank Riede präsentiert.
Dass in der frühen Filmkunst auch Regisseurinnen eine wichtige Rolle spielten, ist zwischendurch in Vergessenheit geraten. Mittlerweile klingen die Namen Alice Guy, Luise Fleck oder Lotte Reiniger nicht mehr so fremd und ihr Anteil am Stummfilm wird geachtet. Vor genau 100 Jahren besuchte Paul Medina im Auftrage des Hamburgischen Correspondenten die Autorin und Regisseurin Germaine Dulac in Paris. Sie prägte wesentlich die französischen Filmavantgarden mit, ist in ihrem frühen Werk ab 1915 eher dem Filmimpressionismus zuzurechnen und drehte 1928 mit „La Coquille et le clergyman“ den vielleicht ersten surrealistischen Film überhaupt. Der Artikel ist ein gutes Beispiel dafür wie sich die damalige Zeitungslandschaft dem heute gängigen Interview, das klar in Frage und Antwort gegliedert ist, annäherte. Rosa Leu liest für uns aus der Ausgabe vom 7. Juni 1925.
Maurice Ravel war zwar Franzose, aber er hatte baskische Wurzeln und beschäftigte sich in vielen Werken mit Spanien. Ganz besonders in der spanischen Rhapsodie, seinem ersten großen Orchesterwerk von 1907, Die Suite verzaubert durch folkloristisches Kolorit, sinnliche Süße und einen Orchesterklang, der süchtig macht. Von Michael Lohse.
Biesinger, Gabi www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Claude Debussy hasste Auslandsreisen - er brach lieber auf zu imaginären Orten. So wie 1909 mit dem ersten Band seiner Préludes: Kühne Klavierstücke, die Raum lassen für eigene Bilder. Die poetischen Titel stehen erst am Schluss in Klammern. Mit seinen innovativen Harmonien stößt Debussy das Tor zur Moderne weit auf. Von Christoph Vratz.
Mit den Nachtstücken der Romantik haben die 3 Nocturnes nicht viel gemeinsam, die der Perfektionist Claude Debussy 1899 nach langem Ringen vollendet. In zarten Farben malt Debussy seine Seelenlandschaften und steigert die Klangmagie durch die Vokalisen eines Frauenchors. Von Michael Lohse.
Probst, Carsten www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Der US-Amerikaner Fred Hersch ist seit Jahren einer der führenden Jazzpianisten weltweit. Sein lyrisches und deutlich vom Impressionismus geprägtes Spiel ist so einmalig wie seine narrative Kunst der Improvisation. Im vergangenen Jahr wurde er zum ersten Mal von ECM Records eingeladen, eine Solo-CD für das Label aufzunehmen. Auf dem Album interpretiert Fred Hersch sieben eigene Kompositionen, die in meditative und zeitgenössische Klangwelten entführen. Aber auch bekannte Jazzstandards sind zu hören. Eine reizvolle Mischung, die den 1955 in Ohio geborenen Pianisten Fred Hersch auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft zeigen. „Silent, Listening" ist ein sehr anspruchsvolles, aber bereicherndes Soloalbum mit viel Wagniskapital - meint unser Jazzkritiker Georg Waßmuth.
Markert, Stefanie www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Tänze junger Männer im antiken Sparta inspirieren den 22jährigen Erik Satie zu drei melancholischen Klavierstücken. Sie begründen seinen Ruhm und fehlen heute auf keinem Sampler mit Klassik zum Träumen. Doch die gechillt meditativen Klänge des französischen Avantgardisten sind nicht so harmlos, wie sie scheinen. Von Martin Zingsheim.
Ein Telegramm wird 1909 zum Wendepunkt für den jungen Strawinsky: Der einflussreiche Impresario Sergej Diaghilew gibt ihm den Auftrag für ein Ballett zu einem russischen Märchen, das bald in Paris aufgeführt werden soll. Das ist die Chance, auf die der Komponist lange gewartet hat... Von Christoph Vratz.
In “Augen zu”, dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, geht es in der neuesten Folge um einen ganz besonderen Außenseiter der Kunst des französischen Impressionismus: um Pierre-Auguste Renoir (1841–1919). Selbst seine Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1871 und sein Erleben des Ersten Weltkrieges trübten nicht seine heitere, sinnenfrohe Weltsicht: Er wollte, anders als so viele Künstler seiner Zeit, nicht die Moderne vorantreiben oder die Gesellschaft umwälzen. Er wollte einfach nur Frauen malen, Licht in den Bäumen und Obst auf dem Teller. Aber wie er das machte, mit unglaublicher technischer Meisterschaft und größtem Einfühlungsvermögen – das brachte ihm den Respekt und die Liebe der größten Maler seiner Zeit ein. Seit Studientagen war er eng befreundet mit Monet und Manet – und Cézanne bewunderte ihn genauso wie der Schriftsteller Marcel Proust. Renoir wurde als Porzellanmaler ausgebildet und war deshalb von Anfang an dem Dekorativen zugetan, seine freie Zeit verbrachte er im Museum und im Garten, den Fortschritt hielt er für überbewertet. Florian Illies und Giovanni die Lorenzo fragen in ihrem Podcast “Augen zu”: Was kann uns diese vor Lebensfreude strotzende Kunst heute in einer Zeit der Verzagtheit schenken? Was hat Renoir zu tun mit dem Lebensgefühl des französischen Rokoko? Und was hatte er für ein Frauenbild? Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ein Telegramm wird 1909 zum Wendepunkt für den jungen Strawinsky: Der einflussreiche Impresario Sergej Diaghilew gibt ihm den Auftrag für ein Ballett zu einem russischen Märchen, das bald in Paris aufgeführt werden soll. Das ist die Chance, auf die der Komponist lange gewartet hat... Von Christoph Vratz.
Der einohrige Impressionist… Mach's dir bequem und kuschel dich ein! Hier findest du alle Infos und Angebote zu unseren Werbepartnern: https://linktr.ee/EinschlafenMitWikipediaPodcast Der Podcast ist unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 verfügbar. Zum Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Vincent_van_Gogh Folge Einschlafen mit Wikipedia auf Instagram: https://www.instagram.com/einschlafenmitpodcast/ Produziert von Schønlein Media: https://www.schonlein.media Cover-Artwork von Amadeus E. Fronk: https://amadeusamadeus.de/ Musik LAKEY INSPIRED - Better Days: https://soundcloud.com/lakeyinspired/better-days unter der Lizenz CC BY-SA 3.0
Seine Werke sind selten im gängigen Repertoire zu finden, und lange Zeit waren die skurrilen Umstände seines Todes mehr im allgemeinen Gedächtnis verhaftet als seine Kompositionen. Dabei gilt Ernest Chausson, der eigenwillige Komponist mit seiner unverwechselbaren Tonsprache, heute als Wegbereiter des Impressionismus. Katharina Neuschaefer hat ihn im heutigen ZOOM näher unter die Lupe genommen.