Freie Meinung, kluge Gedanken: "Essay und Diskurs" präsentiert zu Fragen der Gesellschaft, die aktuell diskutiert werden, ein eigenes Radioformat. Die Sendung eröffnet neue Blickwinkel auf kulturelle Themen und intellektuelle Diskurse, hinterfragt aber auch den öffentlichen Diskurs und konterkariert…

Kriege vor der Haustür, steigende Preise, stagnierende Wirtschaft, von den Klimawandelfolgen ganz zu schweigen – wir blicken in eine unsichere Zukunft. Wo Krisen sich überlagern, entsteht das vielleicht unbeliebteste Gefühl: Angst. Von Charlie Stein www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Unsere Großstädte stehen unter enormem Druck. Es werden Flächen benötigt – für neue und bezahlbare Wohnungen, Grünräume, soziale Infrastrukturen und eine nachhaltige Mobilität. Doch wo sind diese zu finden? Von Sabine Tastel www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Populistische Diskurse verändern die kulturelle Dynamik von Gesellschaften: Cancel Culture und öffentliche Anprangerungen sind die Folge. Wenn Persönliches politisch instrumentalisiert wird, verschwinden Freiräume einer demokratischen Gesellschaft. Emmert, Claudia www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Wem gehört eigentlich die Tiefsee? Wer darf sie ausbeuten, wer muss sie schützen? Die globale Rohstoffgewinnung - von Kupferminen bis Offshore-Plattformen - hat die Tiefsee längst im Visier. Leggewie, Claus www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Die hierarchischen Arbeitsstrukturen verschwinden mehr und mehr aus den Unternehmen. Selbstorganisation und Agilität sind die Schlagworte der Stunde. Was heißt Führung in Zeiten postheroischen Managements? Von Stefan Kühl www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Die Folgen des Klimawandels scheinen vom Einzelnen zu fordern, sein Handeln daran auszurichten und sich der CO2-Moral unterzuordnen. Ist das wirklich so? Von Frauke Rostalski www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Wissenschaft auf der einen Seite, Irrationalismus auf der anderen? Hier regelbasierte Politik, dort autoritäres Machtstreben? Die Bruchlinien der Gegenwartsdeutung verlaufen offenbar entlang der Gegenüberstellung von Aufklärung und Romantik. Von Jürgen Kaube www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steckt in einer Legitimationskrise. Zu groß, zu behäbig, zu teuer, zu rot-grün. Zeit für eine trotzige Bestandsaufnahme. Von Mathias Greffrath: www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Barbie war immer schon mehr als ein Spielzeug. In ihr, ihrer Kleidung und ihren Accessoires spiegeln sich gesellschaftliche Klassenvorstellungen, Geschmacksprägungen und Konsumträume. Von Hilka Dirks www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Die Reichen werden immer reicher. Gleichzeitig diskutiert Deutschland diskutiert über Einschnitte im Sozialsystem. Krasse wirtschaftliche Ungleichheit fördert den Aufstieg der extremen Rechten, warnt der Philosoph Wolfgang Detel. Detel, Wolfgang; Jantschek, Thorsten www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Einst war er das Gespött der Leute, heute greift er nach der Macht: der Nerd. Der Sozialtypus des Digitalzeitalters, einst Schrauber, Bastler, Einzelgänger, ist nun machtvoller Unternehmer, wie Elon Musk, Mark Zuckerberg oder Peter Thiel. Von Roberto Simanowski www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Kaum ein anderes Kleidungsstück steht so sehr für Fürsorge, Unsichtbarkeit und weibliche Arbeit wie die Schürze. Merkwürdig, dass ausgerechnet sie ein Comeback zwischen Luxusmode und Social Media erlebt. Von Lea Sauer www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Kleidung ist Selbstausdruck und nicht selten das Ergebnis mühevoller Identitätsarbeit. Dresscodes gibt es selten, verbindliche Vorschriften noch seltener. Das macht die alles entscheidende Frage nicht leichter: Was soll ich bloß anziehen? Rubinroth, Johanna www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Mit Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident zerbricht die Nachkriegsordnung der Weltwirtschaft. Handelskriege und nationale Egoismen prägen Politik und Ökonomie. Zahlen die Bürger den Preis für Profite und Macht? Von Markus Metz und Georg Seeßlen www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

In einer Zeit, in der Kriege, Krisen und Katastrophen Schlag auf Schlag folgen, erlebt das Unheimliche in Kunst und Popkultur eine auffällige Renaissance. Wie uns fiktionale Inhalte das Fürchten lehren. Von Hannah von Sass www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Sobald es um die Erbschaftsteuer geht, steigt die gesellschaftliche Empörungskurve. Wachsende Ungleichheit bei steigendem staatlichem Finanzbedarf scheinen nach einer stärkeren Belastung der Erben zu rufen. Von Jens Beckert www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Kopfüber hineinspringen in eine der rot-weiß markierten, schnurgeraden Bahnen: Einen kräftigen Zug nach dem anderen, wenden und weitergleiten, fast so, als würde die Bahn nie enden. Für manche Menschen ist Schwimmen eine Lebensform. Von Andrea Gerk

Die Babyboomer bleiben ewig jung: Sie übernehmen Trends ihrer Kinder, konsumieren Jugendlichkeit und verwischen die Grenzen der Generationen. Was bedeutet dieser Wandel für Gesellschaft, Konsum und unser Bild vom Alter? Von Laura Ewert www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Fehlende Anerkennung, politische Entfremdung und ein entkernter Liberalismus bereiten den Boden für populistische Proteste. Was wäre, wenn der Boom des Populismus eine Antwort auf eine erschöpfte Demokratie ist? Von Jörg Baberowski www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Die Welt ist voller Krisen und Probleme. Zugleich gibt es zahlreiche Organisationen, die sich als Problemlöser präsentieren. Sie alle konkurrieren um Aufmerksamkeit, Ressourcen und politische Energie. Aber was tun die genau? Von Marc Mölders www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Vom rechten Straßenkampf zur Mutterikone im Palazzo Chigi: Giorgia Meloni vereint Macht, Mutterschaft und Nationalstolz. Wie verbindet sich die Inszenierung weiblicher Autorität mit dem Aufstieg einer neuen, emotional aufgeladenen Rechten in Italien? Albath, Maike www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Machtinstrument oder Maßstab für Qualität? Der literarische Kanon bleibt umstritten. Dennoch ist die Debatte um Kanones unverzichtbar – als Spiegel gesellschaftlicher Werte, Werkzeug ästhetischer Kritik und Motor lebendiger Literaturvermittlung. Pohl, Peter www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Mit der Sprache und dem Lesen kommen wir zur Welt und zur Gesellschaft. Welches Weltbild wird Kindern in der Schule vermittelt? Gilt die Kleinfamilie aus Vater, Mutter und Kind als Keimzelle der Gesellschaft? Oder Patchwork- oder Regenbogenfamilien? Von Patricia Görg www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Wie viel Vergangenheit steckt in der Gegenwart? Wer sich heute mit Geschichte beschäftigt, kann darauf eine Antwort finden. Allerdings darf die Geschichte nicht darauf reduziert werden, gegenwärtige Narrative nur zu bestätigen. Von Ralf Konersmann www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Alle sprechen vom Krieg, von der Rente, der Wehrpflicht, vom Stadtbild. Und das Klima? Eine seltsame Stille ist um dieses Thema entstanden. Wie konnte es passieren, dass die größte globale Zukunftsfrage kaum noch Gegenstand öffentlicher Debatten ist? Von Luisa Neubauer www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Müll ist mehr als nur Abfall – er spiegelt gesellschaftliche Ungleichheiten wider. Wer verursacht Müll, wer trägt die Verantwortung? Während Reiche ihre Abfälle unsichtbar machen, kämpfen benachteiligte Stadtteile mit stigmatisierter Verschmutzung. Von Henriette Hufgard www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Einen langen Atem zur haben, galt lange Zeit als Garant für Erfolg. Im Alltag, beim Sport, in der Politik. Heute leben wir in Zeiten der schnellen Erfolge und einer Politik der Kettensägen. Gibt es Auswege aus dieser Kurzatmigkeit? Von Solmaz Khorsand www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Khorsand, Solmaz www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Spurenlesen ist eine Schule der Wachsamkeit, eine Wahrnehmungskunst. In dieser Kunst entsteht ein besonderes Mensch-Natur-Verhältnis. Denn etymologisch ist das Spurenlesen verwandt mit dem „Spüren“. So öffnet sich ein besonderer Erlebnisraum. Von Anna Marie Goretzki www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Wie lebt man, wenn der Alltag zur kaum zu bewältigenden Herausforderung wird? Die chronische Erkrankung ME/CFS stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Und sie stellt das eigene Streben nach Selbstbestimmung in einem stillgestellten Körper auf die Probe. Petersen, Jana www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Das Lineare ist die Signatur der Moderne: Von der Vermessung der Welt bis zu linearen Wachstumsmodellen. Aber hat lineares Denken nicht eigentlich ausgedient? Gilt es, ein Lob Mäanders anzustimmen als Modell für Natur, Gespräch und Politik? Von Volker Demuth www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Wenn Krisen Demokratie und Markt erschüttern, feiern Technokratie-Visionen ihr Comeback. Zwischen TechBros, Elon Musk und Silicon-Valley-Utopien zeigt sich: Die Sehnsucht nach Expertenherrschaft ist so aktuell wie gefährlich. Von Markus Metz und Georg Seeßlen www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Wer behauptet nicht von sich, liberal zu sein? Trotzdem vegetiert die Partei, die den Liberalismus für sich reklamiert, vor den Toren der Parlamente dahin. Die Freien Demokraten erleben nicht nur Desinteresse, sondern brüske Ablehnung. Von Leander Steinkopf www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Scham ist ein durchdringendes Gefühl. Sie kommt mit leiser Stimme daher, lässt den Blick sinken, bindet die Füße, bringt Körper zum Erstarren - wie in unsichtbarem Treibsand. Doch wem dient sie? Was ordnet sie, was bewahrt sie? Und was verhindert sie? Von Ann Esswein und Sebastian van Vugt www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Essstörung, Binge Eating und Body Positivity: Ein Kreislauf aus Scham, Kontrolle und Rückfällen. Zwischen gesellschaftlichen Körpernormen, inneren Dämonen und der Hoffnung auf Heilung entfaltet sich der Kampf um Identität und Selbstbestimmung. Von Nastasja Penzar www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Wie gestalten wir unser Zusammenleben? Bei solchen Fragen geht es meist um Gleichheit oder Gerechtigkeit. Warum aber nicht darum, die Gesellschaft schöner zu machen? In Zeiten der Verwahrlosung gilt es, einen ästhetischen Republikanismus zu entdecken. Von Arnd Pollmann www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Umsätze gehen zurück, Galerien schließen. Der Kunstmarkt verändert sich radikal. Und die Kunst sowieso. Das Zeitalter, in dem Kunst sich autonom erklärte, scheint vorbei zu sein, wenn Kunst sich etwa moralischen oder politischen Fragestellungen zuwendet. Von Hilka Dirks www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Ein Smiley, ein Schmollgesicht oder ein achselzuckendes Shruggie. Schon ist in der digitalen Kommunikation scheinbar alles klar. Was aber lässt sich mit Emojis nicht sagen? Drückt sich in dieser putzigen Sprache womöglich eine krasse Ideologie aus? Von Holm Friebe www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Multiple Krisen und der Aufstieg neoimperialer und illiberaler Politik lassen neue Topographien des Ausnahmezustands entstehen. Alte Fragen treten neu auf den Plan - etwa die nach der Legitimität von Gewalt in politischen Kämpfen für Gerechtigkeit. Von Teresa Koloma Beck www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Künstliche Intelligenz lernt nicht nur Sprache, sondern auch Weltbilder. Zwischen „woken“ Maschinen, westlichem Werteexport und rechter Gegenwehr entbrennt ein Kulturkampf um die Frage: Wer bestimmt, was eine gerechte, neutrale KI ist? Von Roberto Simanowski

Der Staat ist ineffizient und schwerfällig, die Privatwirtschaft dagegen effizient und innovativ. So lautet eine weit verbreitete Ansicht. Ihr widerspricht Mariana Mazzucato. Die Ökonomin zeigt, wie innovativ und risikofreudig Staaten sein können. Andreas von Westphalen www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs

Die Erfahrung von Ohnmacht wird gern verdrängt. Schon Kinder erzählen nicht gern, wenn sie von Mitschülern verprügelt wurden. So beginnt die Karriere der Ohnmacht. Sie reicht bis hinein ins Politische, in die Erfahrung eigener Wirkungslosigkeit. Mathias Greffrath www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs