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Friedrich Merz reist nach China. Mit einer 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation und klaren Worten im Gepäck. Kurz vor dem Abflug hat der Kanzler das Land als globalen Machtfaktor beschrieben, der Abhängigkeiten ausnutzt, Taiwan unter Druck setzt und die internationale Ordnung in seinem Sinne neu deutet. Gordon Repinski analysiert, wie der Kanzler die kritische Perspektive darauf und wirtschaftspolitische Interessen Deutschlands auf seiner Reise in Einklang bringen will. Im 200-Sekunden-Interview spricht BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner über Wettbewerb mit China, De-Risking, Exportkontrollen bei Seltenen Erden und die Balance zwischen strategischer Eigenständigkeit und wirtschaftlicher Kooperation. Bei den Grünen steht eine weitreichende Parteireform an. Maximilian Stascheit über ein neues Präsidium, Generalsekretär, weniger basisdemokratische Elemente. Die Partei will ihre Strukturen stärker an Union und SPD angleichen. Zwei Jahre POLITICO Deutschland. Beim Jubiläum im Axel-Springer-Hochhaus diskutieren u.a. Julia Klöckner, Karsten Wildberger, Ricarda Lang, Tim Klüssendorf und Florence Gaub über Debattenkultur, Reformfähigkeitg in der Politik. Das Berlin Playbook als Podcast gibt es jeden Morgen ab 5 Uhr. Gordon Repinski und das POLITICO-Team liefern Politik zum Hören – kompakt, international, hintergründig. Für alle Hauptstadt-Profis: Der Berlin Playbook-Newsletter bietet jeden Morgen die wichtigsten Themen und Einordnungen. Jetzt kostenlos abonnieren. Mehr von Host und POLITICO Executive Editor Gordon Repinski: Instagram: @gordon.repinski | X: @GordonRepinski. POLITICO Deutschland – ein Angebot der Axel Springer Deutschland GmbH Axel-Springer-Straße 65, 10888 Berlin Tel: +49 (30) 2591 0 information@axelspringer.de Sitz: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRB 196159 B USt-IdNr: DE 214 852 390 Geschäftsführer: Carolin Hulshoff Pol, Mathias Sanchez Luna Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Ein Kommentar von Paul Clemente.Die Berlinale teilt das Schicksal aller Kulturfestivals im 21. Jahrhundert: Die Präsentation der Werke ist zweitrangig. Das eigentliche Interesse, die großen Schlagzeilen gehören dem politischen Skandal. Kein Leinwand-Spektakel wird sehnsuchtsvoll erwartet, sondern der Tritt in den Fettnapf. Man wartet darauf: Irgendeinem armen Wicht, ob Regisseur, Darsteller oder Jury-Mitglied, rutscht der „falsche“ Satz raus. Und los geht's: Die Aussage wird skandalisiert und der Journalist zum Raubtieren, das seine Beute genüsslich zerfetzt.Dieses Jahr bot sich Wim Wenders als Opfer an. Gleich zu Beginn des Festivals. Dabei ist der achtzigjährige Regisseur null auf Krawall gebürstet. Aber auf der Pressekonferenz der Jury fragte ein Aktivist: ob der Anwesende den Kurs der Bundesrepublik zum Gaza-Krieg unterstütze. Wenders ungeschickte Antwort: „Wir müssen uns aus der Politik raushalten. ... Wir sind das Gegengewicht zur Politik, wir sind das Gegenteil der Politik.“ Damit war der Skandal perfekt. Die publizistische Schlacht konnte beginnen.So erklärte die indische Autorin Arundhati Roy Wenders Replik für „unfassbar“. Konsequenz: Sie sagte ihre Teilnahme an der Berlinale ab. Es folgte ein offener Brief, von 80 Künstlern unterschrieben: Darunter Regisseur Mike Leigh, Fotografin Nan Goldin und Schauspielerin Tilda Swinton. Die empörten sich über das „institutionelle Schweigen“ des Festivals. Mehr noch, sie beschuldigten die Jury der „Beteiligung an der Zensur von Künstlern, die Israels andauernden Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen ablehnen“. Hier ist eine Zwischenfrage fällig: Weshalb die sofortige Eskalation? Wieso ist Frau Roy nicht zur Berlinale geflogen, um ihren Standpunkt vor Ort zu diskutieren? Wozu ein sofortiger Boykott? Das Erzwingen einer bestimmten Positionierung wird die Debattenkultur kaum verbessern.Während des Wenders-Bashings trat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer auf den Plan: Der Regisseur werde „von Pali-Aktivisten", also anti-israelischen, pro-palästinensischen Aktivisten bedrängt. O-Ton: „Ich würde ihn da gerne in Schutz nehmen, weil ich finde, er hat genau die richtigen Worte gefunden." Die Berlinale sei immer eine politische Veranstaltung gewesen: „Es werden die heiklen Themen alle angesprochen." Tatsächlich haben die Autoren des Offenen Briefes das Berlinale-Programm nicht gelesen. Darin hätten sie die Ankündigung des Films „Chronicles From the Siege“ gefunden. Das Kinodebut des syrisch-palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib zeigt den Alltag, die Überlebensstrategien der Menschen in Gaza. Eine Szene spielt in einer Videothek, wo Filmfans überlegen, ob sie ihre Kultfilme als Brennmaterial verwenden sollen, um nicht zu erfrieren. Alkhatib erhielt den GWFF-Preis für das Beste Spielfilmdebüt. Bei seiner Dankesrede brachte er eine Palästinenser-Flagge auf die Bühne und beschuldigte die Bundesregierung, „Partner des Völkermords in Gaza zu sein". Umweltminister Carsten Schneider verließ daraufhin den Saal. Berlins regierender Bürgermeister Wegner kommentierte: Den Pro-Palästina-Aktivisten gehe es nicht um Menschenrechte, sondern um Hasserzeugung gegen Israel. Politische Inhalte dürften auch die Wahl des Gewinners, die Verleihung des Goldenen Bären mitbestimmt haben. Den erhielt der deutsche Film „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak. Das letzte Mal, dass ein Film aus hiesigem Lande diese Auszeichnung erhielt, war 2004: „Gegen die Wand“ von Fatih Akin. Mancher wird sich fragen: Ist es Zufall, dass beide Bären-Filme von türkischstämmigen Regisseuren gedreht wurden? Wohl kaum. Denn beide, Akin und Çatak, haben Mut zum Ungeschönten, zum Aufzeigen von Missständen. Ohne Rücksicht auf modische Diskurse. Ein Mut, der vielen ihrer deutschen Kollegen fehlt. Nehmen wir „Gelbe Briefe“: Präsentiert wird ein Ankara, wo Opposition zum sozialen Tod – zu Jobverlust und Isolierung führt....https://apolut.net/die-berlinale-skandale-gewinner-und-vampire-von-paul-clemente/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Sanktionen statt Diskussionen – Der neue brutale Ton der Macht Eine bemerkenswerte Woche in Sachen Meinungsfreiheit: Im Hamburger Thalia-Theater wird ein „Prozess gegen Deutschland“ inszeniert – mit echten Kontroversen und scharfen Wortgefechten. Influencer Feroz Khan gerät ins Kreuzverhör, argumentiert mit offiziellen Zahlen – und wird dennoch moralisch gemaßregelt. In Bochum stürmt ein Zuschauer die Bühne, weil er offenbar nicht mehr zwischen Rolle und Realität unterscheiden kann. In Brüssel wird der Schweizer Bürger Jaques Baud für vogelfrei erklärt. Und in Berlin sorgt ein Regierungssprecher für Aufsehen: Sanktionen gegen Einzelpersonen sollen abschreckend wirken – als „erzieherisches“ Mittel. Diskutiert wird auch über EU-Sanktionspraxis ohne klassisches Gerichtsverfahren, Klarnamenpflicht in sozialen Medien und die Frage: Wie stabil ist die Debattenkultur noch? Eine Woche, die zeigt, wie angespannt das Verhältnis zwischen Staat, Bühne und öffentlicher Rede geworden ist. Ein Gespräch mit Maximilian Tichy über seine Interviews in dieser Sache in dieser Woche. Wenn Ihnen unser Video gefallen hat: Unterstützen Sie diese Form des Journalismus: https://www.tichyseinblick.de/unterstuetzen-sie-uns
Seit fast acht Jahren steht Renate Anderl an der Spitze der Arbeiterkammer. Mit vielen Themen muss sie sich zumindest so lange beschäftigen: „Gleiche Arbeit, gleiche Bezahlung“ ist einer der Dauerbrenner. Eine aktive Arbeitsmarktpolitik erhofft sich Anderl von der Regierung, trotz Inflationsrückgang. Der Industriestrategie steht Anderl positiv gegenüber, bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer:innen sei aber Luft nach oben. Wie steht es um die Gesprächsbasis zwischen Arbeiterkammer und Regierung? Wie sieht Anderl die Arbeit der eigenen Partei und wie die Debattenkultur innerhalb der SPÖ? Und kehrt in der Diskussion um die Parteispitze und Andreas Babler wieder Ruhe ein?“Die Fragen stellen: Annette Gantner "Oberösterreichische Nachrichten" und Peter Unger ORF.
Innovation entsteht selten im harmonischen Raum: Fortschritt erfordert Reibung, Mut und den Impuls, Bestehendes herauszufordern. Wirtschaftspsychologe Oliver Hoffmann erklärt im Fidelity Kapitalmarkt Podcast, warum Wirtschaft und Kapitalmärkte eine gewisse Angriffslust brauchen, um Wandel anzustoßen. Er zeigt, wie entschlossene Impulse Neues ermöglichen – und warum eine offenere Debattenkultur entscheidend für Innovation ist. Folgen Sie Carsten Roemheld auf LinkedIn.Hören Sie hier Teil 1 zum Thema 'Methode Trump'. Disclaimer: Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge und Ergebnisse. Der Wert von Anteilen kann schwanken und wird nicht garantiert. Anleger werden darauf hingewiesen, dass insbesondere Fonds, die in Schwellenländern anlegen, mit höheren Risiken behaftet sein können. Die dargestellten Standpunkte spiegeln die Einschätzung des Herausgebers wider und können sich ohne Mitteilung darüber ändern. Daten und Informationsquellen wurden als verlässlich eingestuft, jedoch nicht von unabhängiger Stelle überprüft. Eine detaillierte Beschreibung der mit den jeweiligen Fonds verbundenen Risiken finden Sie in den entsprechenden Fondsprospekten. Fidelity übernimmt keine Haftung für direkte oder indirekte Schäden und Verluste. Weitere Informationen finden Sie unter www.fidelity.de.See omnystudio.com/listener for privacy information.
Immer am Wochenende: Die beiden meist gehörten Folgen des F.A.Z. Podcast für Deutschland vom Wochenende. Heute: Inmitten der Wirtschaftskrise geraten Reformdebatten ins Stocken, während Lifestyle-Themen hohe Wellen schlagen. Die CDU sieht sich im Wahlkampf mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert, ausgelöst durch umstrittene Anträge und Missverständnisse. Wir beleuchten, wie sich die politische Landschaft in Rheinland-Pfalz formiert und welche Rolle die Debattenkultur dabei spielt.
Alle meckern nur noch rum. Alles ist ungerecht und fremdgesteuert, jeder und vor allem "die da oben" sind korrupt. Und die Demokratie kannst du sowieso vergessen...
Der hr lädt dazu ein damit einander fremde Menschen über kommunale Themen ihrer Region sprechen. „Eine Stunde reden“ stärkt so die demokratische Debattenkultur, die Menschen hören einander wieder zu, jeder wird gehört, und das in einem sicheren Raum. Die Debatte wird nicht aufgezeichnet. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren und kostenlos. Eingeladen ist jeder, der Lust hat zu diskutieren. Bewusst soll dies ein Raum für die Bürger und Bürgerinnen der Regionen sein und keine Bühne für Mandats- und Funktionsträger bieten. Vielmehr wollen wir im Vorfeld der Kommunalwahl die Themen der Regionen mit den Menschen vor Ort untereinander besprechbar machen. Ohne Vorkenntnisse und ohne Bewertung. Lerne neue Menschen aus deiner Stadt kennen und tausche dich mit ihnen über die Themen aus, die euch vor Ort beschäftigen. Du erlebst, wie wertvoll es ist, gehört zu werden, andere Sichtweisen kennenzulernen – ohne Druck, ohne Urteil. “Eine Stunde reden” ist komplett Off-Air. Die Menschen sollen hier einen geschützten Raum vorfinden, wo sie frei und ohne Mikrofone oder Kameras ihre Meinung sagen und sich austauschen können. Es wird jedoch im Vorfeld und Nachgang eine Berichterstattung geben. Auch an dem Abend soll Content für die hessenschau entstehen, wichtig ist nur: Während der eigentlichen Diskussion, der zeitlich festgelegten eine Stunde, gibt es keine Mikros oder Aufzeichnungen. Termine: Jeweils 15:00 und 19:00 Uhr an: Südhessen/Darmstadt: 10.02.2026 (Bürgerhaus „Zum Goldenen Löwen“) Nordhessen/Kassel: 18.02.2026 (hr Funkhaus, TV-Studio) Osthessen/Fulda: 20.02.2026 (Kulturkaufhaus Karl)
In dieser Folge treffe ich @MarcFriedrich7 zu einem Gespräch. Wir gehen sofort in die Tiefe: Kindheit, Außenseitersein, die Suche nach Wahrheit, der Preis von Klarheit – und warum Marc sagt, dass er lieber unbequem ist, als angepasst. Wir sprechen über Spiritualität, über Angst vs. innere Führung, über Cancel Culture, Debattenkultur und die Frage, die sich viele nicht trauen zu stellen: „Was, wenn ich falsch liege – und was, wenn genau dieser Zweifel meine größte Stärke ist?“ Marc erzählt, warum er sich als MINDPUNK versteht, wie er gelernt hat, gegen den Strom zu schwimmen, und weshalb er glaubt, dass echte Veränderung nicht im Außen beginnt – sondern im Inneren. Und ja: Bitcoin kommt vor – aber als Symbol für Freiheit, Verantwortung und Bewusstsein.
Zum Auftakt des neuen Jahres spricht PD Dr. Julia Schwanholz im Politischen Pausen Podcast mit Dr. Volker Wissing über politische Führung und den Zustand der demokratischen Debattenkultur. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Wissings neues Buch „Verantwortung“, in dem er seine Zeit in der Ampelkoalition reflektiert und grundsätzliche Fragen an das politische System Deutschlands stellt. Im Zentrum steht die gescheiterte Ampel(bundes)regierung im Kontrast zur Ampel in Rheinland Pfalz. Wissing beschreibt öffentlichen Streit, fehlende Loyalität und mangelnde Verbindlichkeit in gemeinsam getroffenen Entscheidungen. Er erachtet parteipolitische Taktik als zentrale Ursache des Vertrauensverlusts. Darüber hinaus diskutieren Schwanholz und Wissing, was politische Führung in Zeiten multipler Krisen leisten muss und warum Verantwortung mehr bedeutet als strategische Profilierung. Die Folge widmet sich außerdem der Frage, wie politische Lagerbildung, soziale Medien und eine eskalierende Aufmerksamkeitsökonomie demokratische Aushandlungsprozesse verändern. Wissing plädiert für einen Freiheitsbegriff, der individuelle Rechte und gesellschaftliche Verantwortung zusammendenkt. Ein nachdenkliches Gespräch über Verantwortung im Amt, die Grenzen parteipolitischer Überzeugung und die Frage, wie demokratische Zusammenarbeit unter schwierigen Bedingungen gelingen kann.
„Tagesschau“ und „Heute“ berichten gar nicht über die inakzeptablen Sanktionen gegen Jacques Baud und deren zerstörerische Wirkung für die Debattenkultur. Und die Beiträge in privaten Mainstream-Medien vollführen einen grotesken Eiertanz zwischen Phrasen zur Meinungsfreiheit einerseits und Forderungen nach Zensur von „Desinformation“ andererseits. Es ist ein Trauerspiel. Ein Kommentar von Tobias Riegel. Dieser Beitrag ist auchWeiterlesen
Nach monatelangen Verhandlungen und endlosen Rückschlägen gab es im Oktober die lang ersehnte Verkündung einer Waffenruhe in Nahost. Wir diskutieren, wie es in der Region nun weitergehen und ob Deutschland dabei eine Rolle spielen kann. Von WDR 5.
Weihnachten ist für viele auch ein Fest der Familie, die man sich bekanntlich nicht immer aussuchen kann. Unter dem Weihnachtsbaum werden viele mit Meinungen konfrontiert, mit denen sie innerhalb ihrer Blase selten in Kontakt kommen – oftmals ein Anlass für Konflikt und für viele eine Belastung. Online tobt dieser Kulturkampf zwischen Links und Rechts ganzjährig, gleichzeitig ziehen sich dort viele Menschen in soziale Räume zurück, in denen sie keinem Widerspruch ausgesetzt sind. Sind wir sensibler geworden, was abweichende Meinungen betrifft? Hat sich die Grenze des Sagbaren verschoben – und wenn ja, in welche Richtung? Wie weit geht „Cancel Culture“ heute und von wem geht sie aus? Gäste: **Sebastian Hotz** alias „El Hotzo“, Comedian, Gagautor u.a. für Jan Böhmermann, Autor und Podcaster **Birgit Kelle**, Autorin von u.a. „Gendergaga“, „Dann mach doch die Bluse zu“ **Veronika Bohrn Mena**, Polit-Aktivistin und Autorin **Thomas Eppinger**, Publizist u.a. beim Magazin „Pragmaticus“ Moderation: **Corinna Milborn**
Mateo regt sich heute über alles auf: Debattenkultur im Internet, Sunrise, Helvetia und über sein Einkaufsverhalten.Mehr Podcast hier:Tickets für die Tour hier:
In dieser Folge spreche ich mit Karsten Kammholz, ehemaliger Chefredakteur des Mannheimer Morgen. Wir reden offen über Only Fans, Verantwortung & Reichweite, Demokratie, Medien, Friedrich Merz, AfD, Mamdani, Trump – und darüber, wie unsere politischen Debatten sich verändert haben. Ausgangspunkt war eine Rede von Karsten bei meinem Event „Dinner im Schloss“. Seitdem wollte ich ihn unbedingt im Podcast haben, um genau die Fragen zu stellen, die viele denken, aber selten laut aussprechen. Wir sprechen unter anderem darüber: * warum ein Panel mit einer OnlyFans Creatorin und einem Old Money Business Guy mehr über unsere Gesellschaft verrät als viele Talkshows * ob man Persönlichkeiten aus „schwierigen“ Branchen (Erotik, Tabak, Rüstung) eine Bühne geben sollte – oder ob das zu viel glorifiziert * wie es dazu kommen konnte, dass CDU/CSU die meisten Stimmen geholt haben, aber die SPD als kleinerer Partner trotzdem massiv die Politik mitbestimmt * warum die Idee „Lass die AfD doch mal regieren, dann sehen wir schon“ so gefährlich ist * was der Satz von Friedrich Merz zum „Stadtbild“ ausgelöst hat – zwischen gefühlter Realität, Rassismusvorwurf und eigener Wahrnehmung * ob es demokratisch oder respektlos ist, wenn 30 Stipendiaten beim Auftritt des Kanzlers demonstrativ den Saal verlassen * wie ein sozialistischer Muslim Bürgermeister von New York wird, warum Mandani Trump im Oval Office „Faschist“ nennt – und was das über den Zustand des Westens sagt * könnte im Gegenzug zu Mamdani ein christlicher Kapitalist Bürgermeister von Mekka werden * wieso Trump Europa gerade zwingt, sich unabhängiger aufzustellen und ernster über Sicherheit, Verteidigung und eigene Souveränität nachzudenken Wenn dich Themen wie Demokratie, Debattenkultur, politische Extreme und die Rolle der Mitte in einer lauter werdenden Gesellschaft interessieren, ist diese Folge für dich. Schreib mir gerne in die Kommentare: Wie nimmst du die aktuelle politische Stimmung in Deutschland wahr – und was macht dir dabei am meisten Sorgen? Wenn dir diese Folge Mehrwert liefert:
Eigentlich wollte Friedrich Merz alles anders machen als die Ampel – doch es gibt ständig Streit. Das liegt an der polarisierten Debattenkultur, sagt Politologe Johannes Steup. Aber auch daran, dass der Kanzler immer ein Außenseiter geblieben sei. May, Philipp www.deutschlandfunk.de, Informationen am Morgen
Medien funktionieren heute anders als früher und politische Formate müssen sich darauf einstellen. Im zweiten Teil des Gesprächs mit Nikolaus Blome spricht Christian Jakubetz über die Zukunft des politischen Journalismus: Welche Rolle spielen lineares Fernsehen, Social Media und neue Talkshows? Wie verändern Influencer, parteigebundene Kanäle und YouTube die öffentliche Debatte? Blome spricht in diesem Teil auch über seine journalistischen Stationen und über Karrierewege heute.
„Was wir weniger können als früher, ist einander zuhören – oder uns von guten Argumenten der Gegenseite beeindrucken lassen.“ Mit dieser Beobachtung beschreibt Nikolaus Blome, Ressortleiter Politik und Gesellschaft in der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL Deutschland sowie Online-Kolumnist beim SPIEGEL, den Zustand unserer Debattenkultur. In dieser Episode spricht er – im ersten Teil eines zweiteiligen Gesprächs – mit Gastgeber Christian Jakubetz darüber, wie sich politischer Streit und das Verständnis von „konservativ“ in den vergangenen Jahren verschoben haben. Blome erklärt, wie sehr traditionelle politische Zuordnungen bröckeln, weshalb Vertrauen in Medien fragiler geworden ist und wie soziale Netzwerke Konflikte zuspitzen. Er ordnet ein, wie wichtig es ist, dass sich Menschen mit ihren Ansichten in den Medien wiederfinden, warum alte Gewissheiten immer weniger tragen und weshalb Medien neu lernen müssen, gesellschaftliche Stimmungen realistischer abzubilden.
Friedrich Merz' Satz über das „Stadtbild“ hat eine Debatte entfacht, die weit über ein einzelnes Zitat hinausgeht. In dieser Folge sprechen Jule und Sascha darüber, warum seine Worte so viele Menschen bewegen – und was sie über unsere Gesellschaft verraten. Es geht um Angst, Empörung und die Frage, ob wir noch in der Lage sind, ehrlich über Probleme zu sprechen. Eine Folge über Migration, Sicherheit, Integration – und den Zustand unserer Debattenkultur.
Sein ganzes Leben hat der Schauspieler, Komiker, Satiriker und Parodist in den Medien und mit Medien verbracht. Oliver Kalkofe hat Figuren und Formate für Radio, Bühne und Film entworfen und ganze Generationen zum Lachen gebracht oder auch zum Nachdenken. Aber manches findet der bekennende Boomer heute nicht mehr witzig: Die Überpräsenz von Social Media, der Druck zur Selbstdarstellung und vor allem eine fehlende Debattenkultur mit stark ausgeprägtem Falsch-Richtig-Denken. Und vor allem fehlt ihm der Humor und die Bereitschaft, nicht alles so ernst zu nehmen. Bei Freiheit Deluxe mit Jagoda Marinić gesteht der Medienprofi: Wäre er heute jung, wäre er medial überfordert. Trotzdem war früher nicht alles besser, erkennt er im Gespräch mit Jagoda und in seinem aktuellen Buch „Nie war Früher schöner als Jetzt“. Die beiden diskutieren über die Grenzen des Sagbaren, warum Denken eine super Sache ist und dass Satire in der aktuellen Weltlage an ihre Grenzen gerät. Hier hört ihr… dass Oliver Kalkofe ein Problem mit Autoritäten hat (4:07) dass das Mittelmaß besser ist als sein Ruf (9:48) warum Durchwursteln früher ein gutes Lebenskonzept war (13:48) wann sich der Boomer angegriffen fühlt (25:06) Geschmacksverirrungen seiner Jugend (33:17) den guten Kern an „Das darf man nicht mehr sagen“ (35:01) wann rassistische Bezeichnungen in historischen Büchern bleiben sollten (50:56) warum er bewusst einen Shitstorm riskiert (59:10) dass das Gehirn benutzen eine super Sache ist (1:06:02) warum Satire dabei helfen kann, die Welt zu verstehen (1:12:16) Kalkofes letzte Worte Deluxe (1:19:43) FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels. Redaktionsteam: Andrea Geißler, Juliane Orth und Christoph Scheffer Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de Wollt Ihr noch mehr hören und erfahren? Hier unser Podcast-Tipp: Der zweite Gedanke · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!
Sein ganzes Leben hat der Schauspieler, Komiker, Satiriker und Parodist in den Medien und mit Medien verbracht. Oliver Kalkofe hat Figuren und Formate für Radio, Bühne und Film entworfen und ganze Generationen zum Lachen gebracht oder auch zum Nachdenken. Aber manches findet der bekennende Boomer heute nicht mehr witzig: Die Überpräsenz von Social Media, der Druck zur Selbstdarstellung und vor allem eine fehlende Debattenkultur mit stark ausgeprägtem Falsch-Richtig-Denken. Und vor allem fehlt ihm der Humor und die Bereitschaft, nicht alles so ernst zu nehmen. Bei Freiheit Deluxe mit Jagoda Marinić gesteht der Medienprofi: Wäre er heute jung, wäre er medial überfordert. Trotzdem war früher nicht alles besser, erkennt er im Gespräch mit Jagoda und in seinem aktuellen Buch „Nie war Früher schöner als Jetzt“. Die beiden diskutieren über die Grenzen des Sagbaren, warum Denken eine super Sache ist und dass Satire in der aktuellen Weltlage an ihre Grenzen gerät. Hier hört ihr… dass Oliver Kalkofe ein Problem mit Autoritäten hat (4:07) dass das Mittelmaß besser ist als sein Ruf (9:48) warum Durchwursteln früher ein gutes Lebenskonzept war (13:48) wann sich der Boomer angegriffen fühlt (25:06) Geschmacksverirrungen seiner Jugend (33:17) den guten Kern an „Das darf man nicht mehr sagen“ (35:01) wann rassistische Bezeichnungen in historischen Büchern bleiben sollten (50:56) warum er bewusst einen Shitstorm riskiert (59:10) dass das Gehirn benutzen eine super Sache ist (1:06:02) warum Satire dabei helfen kann, die Welt zu verstehen (1:12:16) Kalkofes letzte Worte Deluxe (1:19:43) FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels. Redaktionsteam: Andrea Geißler, Juliane Orth und Christoph Scheffer Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de Wollt Ihr noch mehr hören und erfahren? Hier unser Podcast-Tipp: Der zweite Gedanke · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!
Gold & Silber | Podcast für Investoren, Krisenvorsorger und Sammler | Kettner-Edelmetalle
Professor Dr. Ulrike Guérot über ihr brisantes Gespräch mit Björn Höcke, ihre Eindrücke aus Russland und warum die deutsche Debattenkultur am Ende ist. Ein schonungsloses Plädoyer für echten Dialog statt Brandmauern – und die Frage, ob Europa noch zu retten ist.
„Haben wir verlernt, in der Gesellschaft Debatten zu führen?“ fragt Carsten Linnemann seine Gäste im Podcast ‚Einfach mal machen‘. „Wie kommen wir als Gesellschaft weg von einer emotionalen, manchmal ideologischen, vor allem moralisierenden Debatte?“ Die 25te Folge von ‚Einfach mal machen‘ ist eine Jubiläumssendung. Die Moderatorin und Geigerin Dorothea Schupelius sowie der Gastronom und TV-Koch Alexander Herrmann sind zu Gast. „Kultur-Genies“ nennt der CDU-Generalsekretär sie. Die Moderatorin und Geigerin Schupelius empfiehlt, zu ent-moralisieren und kritisiert: „Debattieren heiße nicht, dass wir uns ankreischen müssen.“ TV-Koch Herrmann habe sein Verhalten auf social Media zum Teil an die neue Debattenkultur angepasst, sagt er und fordert: „Einfach mal akzeptieren, dass jemand eine Meinung hat.“ Nach der Debatte muss man einfach mal machen, stellt Gastgeber Linnemann fest: Dann muss man immer versuchen, die angesprochenen Probleme wirklich zu lösen. Aber ist es so einfach?
Kretschmer attackiert Norbert BolzEin Kommentar von Paul Clemente.Endlich wieder eine Hausdurchsuchung. Wurde auch Zeit. Der Abgang von Innenministerin Nancy Faser und Thomas Haldenwang trieb Zensur- und Cancel-Fans in qualvolle Ungewissheit: Wer schickt jetzt die Polizei zu den Oppositionellen? Bundeskanzler Friedrich Merz? Eher nicht. Der jagt sozial Schwache und sponsert die Ukraine mit Feuerwerkskörpern. Darüber hinaus erklärt er: Der Erhalt von Meinungsfreiheit zähle zu seinen „Hauptaufgaben“. Ist die Cancel Culture damit erledigt?! Ach wo. Auch die CDU mag auf Schock-Pädagogik nicht verzichten. Hausdurchsuchung am frühen Morgen als Mittel gegen publizistische Frechheit: Das hat sich bewährt. Das gibt man nicht einfach so auf. Letzte Woche traf es den Medien- und Kommunikationswissenschaftler Professor Norbert Bolz.Der begann vor 44 Jahren als Pop-Theoretiker. Seine philosophischen Paten-Onkel: Gilles Deleuze und Felix Guattari. Als postmoderner Denker analysierte Bolz den Zwiespalt der Moderne. In jüngerer Zeit konvertierte er zu neoliberalen Positionen: Mehr „Selbstverantwortung“ des Einzelnen, Kritik am Sozialstaat. Den Medien attestierte er die Zerstörung der Debattenkultur, O-Ton Bolz:In „Feuilletons und Talkshows wird längst nicht mehr diskutiert, sondern nur noch emotionalisiert.“Wiederholt schoss der Professor gegen Verengung des Meinungskorridors. Schlimmer noch: Er publizierte bei bösen Alternativ-Medien: Darunter Die Achse des Guten und die Wissensmanufaktur. Beim Mainstream sprang die Alarmanlage an: Bolz hat ideologisches Feindesland betreten.Dann kam der Januar 2024. Die Taz feierte die Bekämpfung der AfD mit dem Tweet: „AfD-Verbot und Höcke-Petition: Deutschland erwacht“. Bolz kommentierte:„Gute Übersetzung von woke: Deutschland erwache!“Anderthalb Jahre später: 23. Oktober 2025, Tatort Berlin Zehlendorf. Um 8:50 Uhr klingelt die Polizei bei Norbert Bolz. Hausdurchsuchung! Vorwurf laut Amtsgerichts Tiergarten: Verstoß gegen § 86a des Strafgesetzbuches (StGB): Die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. „Deutschland erwache!“ war einst Losung der SA. Bolz habe das gewusst und sie trotzdem getweetet. In aller Öffentlichkeit. Daraus folgerte der zuständige Amtsrichter: Eine Durchsuchung sei verhältnismäßig und erforderlich, ergo legal. Nun haben die Beamten nicht die ganze Bude durchgewühlt. Der Grund: Die Staatsanwaltschaft hatte den Amtsrichter vorab gebeten, die Durchsuchung mit einer Abwendungsbefugnis zu mildern. Das bedeutet: Wenn der Beschuldigte kooperiert, wenn er freiwillig die gesuchten Beweise übergibt, wird auf Durchsuchung verzichtet. Bolz nutzte diese Option: Auf seinem Smartphone zeigte er den Beamten, dass er der Autor war. Damit galt die Durchsuchung als beendet. Ihnen kommt die Aktion seltsam vor? Trösten Sie sich. Dem Verfassungsrechtler Josef Franz Lindner ergeht es ebenso. Der fragt sich: Bolz war als Autor des Tweets doch bekannt. Er hatte ihn nicht anonym gepostet. Was suchten die Beamten also? Rechtsanwalt Udo Vetter hält die Durchsuchung für „krass rechtswidrig“. Ein Anhörungsbogen hätte vollkommen ausgereicht. Oder war die Aktion als Schocktherapie intendiert? Immerhin riet ein Beamter dem Professor:„Sie sollten in Zukunft vorsichtiger sein, was Sie posten.“...https://apolut.net/hat-mit-meinungsfreiheit-nichts-zu-tun-von-paul-clemente/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Der "Leugner" ist seit der Corona-Pandemie in der öffentlichen Wahrnehmung ein verbohrter Wissenschaftsfeind, beim Thema Klimawandel ist es ähnlich. Doch das wird jenen, die den Stand der Wissenschaft in Frage stellen, nicht gerecht. Ein Standpunkt von Hans-Martin Schönherr-Mann www.deutschlandfunkkultur.de, Politisches Feuilleton
Thomas und Wolfgang sprechen über die richtige Versorgung einer Blase am Zeh, die fünf Formen einer Debatte und Reaction Videos auf Social Media. Außerdem geht es darum, wie jung Physiotherapie und Personal Training tatsächlich sind – und warum Ad-hominem-Debatten sinnlos sind.
Das Bild, das in vielen deutschen Medien von dem konservativen Influencer Charlie Kirk gezeichnet wird, steht in starkem Kontrast zu zahlreichen anderen Darstellungen, die ihn als Vertreter der Debattenkultur, des Austausches und der traditionellen Werte zeigen. Ein Blick auf einige von Kirks Debatten an amerikanischen Universitäten.
Das Bild, das in vielen deutschen Medien von dem konservativen Influencer Charlie Kirk gezeichnet wird, kollidiert hart mit zahlreichen anderen Darstellungen, die ihn als Vertreter der Debattenkultur, des Austausches und der traditionellen Werte zeigen. Ein Blick auf einige von Kirks Debatten an amerikanischen Universitäten.
Das Bild, das in vielen deutschen Medien von dem konservativen Influencer Charlie Kirk gezeichnet wird, kollidiert hart mit zahlreichen anderen Darstellungen, die ihn als Vertreter der Debattenkultur, des Austausches und der traditionellen Werte zeigen. Ein Blick auf einige von Kirks Debatten an amerikanischen Universitäten.
Das Bild, das in vielen deutschen Medien von dem konservativen Influencer Charlie Kirk gezeichnet wird, steht in starkem Kontrast zu zahlreichen anderen Darstellungen, die ihn als Vertreter der Debattenkultur, des Austausches und der traditionellen Werte zeigen. Ein Blick auf einige von Kirks Debatten an amerikanischen Universitäten …
„Wir haben alle Verantwortung dafür, wie gute Debatten gelingen können“, sagt Julia Reuschenbach in dieser Podcast-Folge. Wir sprechen über die Grundlagen einer funktionierenden Debattenkultur, als Grundlage einer lebendigen Demokratie. Was haben soziale Medien bei unseren Debatten zum Schlechten, aber auch zum Guten verändert? Wie könnten notwendige Regulierungen sozialer Plattformen aussehen? Wäre eine Klarnamenpflicht eine Gefahr für die Meinungsfreiheit? Debatten brauchen einen Wertekompass, dazu gehört das Anerkennen von Fakten und die Verständigung auf eine Wahrheit. Mit Deepfakes stellt sich radikal die Frage nach Echtheit. Welche Regeln braucht es hier? Wie können wir besser streiten, damit der Streit nicht nur Energie entlädt, sondern auch Erkenntnis erzeugt? Gibt es heute verstärkt einen „Bekenntniszwang“, also den Druck, sich immer sofort eindeutig zu positionieren, entweder für oder gegen etwas zu sein? Gehört zur Meinungsfreiheit auch das Recht auf Schweigen? Es geht außerdem um Cancel Culture und die Frage, warum woke sein, also wachsam und achtsam gegenüber Verletzungen und Diskriminierung, immer häufiger als Schimpfwort benutzt wird. Was sind die wichtigsten Schritte hin zu einer besseren Debattenkultur? Antworten darauf und viele Denkanstöße gibt Julia Reuschenbach in dieser Podcast-Folge. Julia Reuschenbach ist Politikwissenschaftlerin an der Freien Universität Berlin und forscht zu Parteien und politischer Kommunikation. Gemeinsam mit Korbinian Frenzel, Journalist und Moderator beim Deutschlandfunk, hat sie das Buch „Defekte Debatten – Warum wir als Gesellschaft besser streiten müssen“ geschrieben.
Das tödliche Attentat auf den rechtskonservativen Polit-Influencer Charlie Kirk hat in den USA eine hitzige Debatte über politische Gewalt und Meinungsfreiheit ausgelöst. Verschärft der Mord die politische Debatte weiter? Und was bedeutet die Polarisierung für die Demokratie? Charlie Kirk wurde vergangene Woche während einer Rede auf dem Universitätsgelände in Utah getötet. Der mutmassliche Täter sitzt in Haft. Der 31-jährige Kirk war eine prägende Stimme der US-Rechten und Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Sein Tod entfaltet in den USA enorme politische Schlagkraft. War der Anschlag auf Charlie Kirk auch ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit? Verschärft der Mord die politische Debatte weiter? Und wie wirkt sich das auf die Schweizer Politik aus? Wie umgehen mit politischen Gegnern? Gerade in den USA sind die politischen Gräben tief, die Polarisierung stark. Diese Entwicklung wirft auch hierzulande grundlegende Fragen auf: Wie soll man mit politischen Gegnern umgehen? Gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit? Und welchen Einfluss hat der Aufstieg der Rechten in Europa und den USA auf die Debattenkultur? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 19. September 2025 in der «Arena»: – Cédric Wermuth, Co-Präsident SP; – Michael Graber, Mitglied Parteileitung SVP; – Tiana Moser, Ständerätin GLP/ZH; und – Peter Hossli, Journalist und Leiter Ringier Journalistenschule.
Der Historiker Heinrich August Winkler bilanziert in seinem neuen Buch "Warum es so gekommen ist. Erinnerungen eines Historikers" sein Leben als Geschichtsforscher und politisch aktiver Zeitgenosse. Im Gespräch mit SWR Kultur spricht der 1938 in Ostpreußen geborene und in Württemberg aufgewachsene Gelehrte über den Antrieb für seine rastlose Arbeit in der Wissenschaft und im öffentlichen Leben. "War Hitler vermeidbar?" als Leitfrage Den Titel seines Buches - eine Anleihe bei dem Historiker Leopold Ranke - begründet Winkler mit seinem frühen Interesse am Aufstieg des Nationalsozialismus und die daraus folgende Katastrophe für Deutschland: "Für mich und für viele Angehörige der Generation der so genannten 45er lautete die Frage aller Fragen: War Hitler vermeidbar?" Dem Osten fehlt die Debattenkultur In seinem neuen Werk reflektiert Winkler auch über seine Hoffnung, Deutschland habe seinen "Sonderweg" hinter sich und sei in der westlichen Wertegemeinschaft aufgegangen. Über den Hintergrund seiner "Selbstkorrektur" in dieser Hinsicht sagt Winkler im Gespräch: "Was wir unterschätzt haben, war die psychologische Langzeitwirkung der deutschen Teilung." Dem Osten Deutschlands fehle die Debattenkultur, die die alte Bundesrepublik im Laufe der Jahre entwickelt habe. "Vielleicht haben wir die Breitenwirkung dieser Kontroversen unterschätzt. Das Erstarken nationalistischer Parteien, zuletzt der AfD ist ein deutlicher Hinweis darauf." Die SPD und ihre Ostpolitik als Problem Winkler, der seit über 60 Jahren ein SPD-Parteibuch hat, äußert sich gegenüber SWR-Kultur auch zum aktuellen Zustand der Sozialdemokratie. Der derzeitige SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil habe sich ein großes Verdienst erworben, glaubt Winkler, weil er der Partei außenpolitisch von der Parole "Sicherheit mit Russland" zur Parole "Sicherheit vor Russland" verholfen habe. Dahinter steckt, analysiert der 86-jährige, eine Revision der Ostpolitik der Partei: "Willy Brandt sollte nicht als Pazifist angesehen werden, das wäre eine Verfälschung." Es sei notwendig, die fehlgeleitete Politik einer Sicherheitspartnerschaft mit den Staaten des Warschauer Pakts aufzuarbeiten, "damit die SPD mit ihrer eigenen Geschichte ins Reine kommt." Seit den Jugendjahren ein Aufklärer Zu seinem Interesse, an der öffentlichen Debatte zu politischen Themen mitzuwirken, berichtet Winkler, er sei seit seinen Jugendjahren in Ulm an politischer Bildungsarbeit interessiert. Das habe er als Historiker fortgesetzt: "Ich hatte immer das Gefühl, wir müssen politische Aufklärungsarbeit leisten."
Der Mord an Charlie Kirk erschüttert die USA – Politiker beider Parteien reagieren mit Entsetzen, Präsidenten von Biden bis Obama mahnen zur Einheit. In Deutschland aber wird der konservative Influencer oft nicht nur als Opfer gesehen, sondern vor allem als „Rechtsradikaler“ porträtiert. Die mediale Berichterstattung wirft Fragen nach Fairness und journalistischer Verantwortung auf.
In diesem AMR Extra sprechen Thilo Mischke und Martin Lautwein darüber, wer Charlie Kirk war und wie seine Debattenformate Social Media geprägt haben. Dabei geht es selten um echte Diskussion, sondern um Inszenierung, Bloßstellung und polarisierende Best-of-Clips. Martin und Thilo ordnen Kirks Weg vom Campus-Aktivisten und Gründer von Turning Point USA zum reichweitenstarken Podcaster ein, diskutieren die religiösen Bezüge in seiner Rhetorik und seine Nähe zum Trump-Lager – und warum diese Art von „Debattenkultur“ inzwischen auch in Deutschland Nachahmer findet. Ausgehend von der Ermordung Kirks sprechen Thilo und Martin über politische Instrumentalisierung, Verschwörungserzählungen und die Frage, wem in den USA überhaupt noch zu trauen ist, wenn Fakten politisch gefiltert werden. Thilo berichtet von Begegnungen an US-Universitäten, Martin von der spürbar veränderten Stimmung im Land. Beide sprechen über gefährliche Mythenbildung, Märtyrer-Narrative und darüber, was all das über den Zustand der amerikanischen Demokratie verrät. Am Ende steht die offene Frage: Wie können Demokratien auf Gewalt reagieren – ohne sich selbst zu verlieren? Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an [amr@pqpp2.de](mailto:amr@pqpp2.de) oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
Kaum eine Journalistin hat in den vergangenen Jahren so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie Nena Brockhaus. Die 33-Jährige hat sich als eloquente Politikexpertin einen Namen gemacht und zählt zu den profiliertesten Journalistinnen Deutschlands. Woche für Woche liefert sie beim Fernsehsender WELT scharfe Analysen zur deutschen Innenpolitik.In Talkshows wie Maischberger brilliert sie mit klaren Positionen, mit Mut zur Kontroverse und mit dem Selbstbewusstsein, unbequeme Thesen auszuhalten.Auch als Autorin hat Brockhaus Maßstäbe gesetzt: fünf SPIEGEL-Bestseller in fünf Jahren. Ihr jüngstes Werk Mehr Geld als Verstand stürmte direkt auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste und bestätigt damit, was längst klar ist: Nena Brockhaus ist eine der prägendsten Stimmen ihrer Generation.Ihre FOCUS-Kolumne Nena und die andere Meinung sorgt regelmäßig für Aufsehen, weil sie dort nicht nur ihre eigenen Standpunkte zuspitzt, sondern den Schlagabtausch mit Gästen sucht, die ganz bewusst anderer Meinung sind. Sie kultiviert, was in der Debattenkultur selten geworden ist: echte Streitkultur. Business Punk kürte Brockhaus zu einer der 101 wichtigsten Köpfe des Jahres 2025. Bei der Preisverleihung in Berlin sprach sie mit Unternehmer Carsten Puschmann im How to Hack-Live-Podcast über das Thema Netzwerk. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
bto - beyond the obvious 2.0 - der neue Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter
bto#316 – 62 Prozent der Deutschen erwarten eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, nur 14 Prozent haben Hoffnung auf Besserung und 22 Prozent rechnen mit Stagnation, so lautet das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage. Dabei steckt das Land nach den kürzlich aktualisierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes schon seit Jahren in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent gesunken, 2024 schrumpfte Deutschland um 0,5 Prozent. Die Politik der letzten Jahrzehnte und die Parteien, die sie getragen haben, sind die Hauptverantwortlichen für diese Entwicklung. Die über Jahre falsche Politik hat die Grundlagen der deutschen Wettbewerbsfähigkeit zerstört. Beispiele dafür sind unter anderem die marode Infrastruktur, ein schwaches Bildungssystem und die gescheiterte Energiepolitik. Statt die Probleme mit Reformen anzugehen, wollen sich die Verantwortlichen aber schon wieder mit immer mehr Schulden durchmogeln. Warum? Ist es fehlende politische Finesse oder Angst vor den Wählern, denen man die Reformbotschaften nicht vermitteln zu können glaubt? Daniel Stelter diskutiert mit Vince Ebert, Physiker, Kabarettist und Autor des Buches „Wot Se Fack, Deutschland?“, wie man in einer Zeit wachsender Unsicherheit das Wahlvolk überhaupt noch erreichen kann – jenseits von Schlagworten, ideologischen Gräben und einer zunehmend emotionalisierten Debattenkultur. Dabei geht es auch um die Frage, wie Deutschland wieder mehr Rationalität und Mut zur Veränderung findet.HörerserviceGutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen: https://is.gd/tgQdXX beyond the obviousNeue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter www.think-bto.com.NewsletterDen monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.RedaktionskontaktWir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt“-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Oder lesen Sie das Handelsblatt ein Jahr lang mit 30 % Rabatt und erhalten Sie tiefgehende Einblicke in Wirtschaft, Politik, Finanzwelt und Technologie. Zum Angebot: handelsblatt.com/bto30Werbepartner – Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach nennt die Debatte um die Verfassungsrichterwahl einen „Autounfall in Zeitlupe“. Warum, erzählt sie im Podcast.
Schütz, Martin www.deutschlandfunk.de, Campus & Karriere
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Christopher & Jobst im Gespräch mit Steffi. Wir reden über Eisenpimmel & Billy Idol, KI in produktionsnahen Bereichen, ganz schön viel Handarbeit, Flyer verteilen vs. Handy-Verbreitung, Steffis unglaublich guter Musik-Geschmack, ausschließlich Vinyl-Single, klassisch Essen-Altenessen, Peters Pop Show in der Dortmunder Westfalenhalle, der Boss zieht sich durch Vaters Leben, hartes Klassenbewusstsein, fehlende Strukturen von früher, Omas Kneipe, sozialdemokratische Bildungsoffensive, Streit um Ordnung und Sauberkeit, angeblich original wie Robert Smith aussehen, relativ früh bei den Falken landen, tote Sprachen aufm ehemaligen Jungs-Gymnasium, Bravo-Text-Übersetzungen, Jugendzentrum Hüweg & Papestrasse, eine extrem große Vielfalt an bunten Leuten, kein alkoholfreier Weißwein für Jobst, United We Stand, die krassen Pixies-Punker, das Gefühl 5 Jahre zu spät zu sein, Mixtapes als Liebesbeweis, stundenlang vor WDR1 hängen, Malibu & 2001-Kataloge, die berühmte DJ Daggi, Standard-Tanz bis Gold, Sehnsuchtsort Kalei, Christiane F. als DTV Pocket, immer durchzählen, das tragische 1000. Konzert von Die Toten Hosen, am ersten Tag in die Gewerkschaft, permanent sexistische Sprüche, zum Arbeiten nach England, maximal unabhängig sein wollen, die Brücke zwischen Theorie & Praxis machen, der Ruf des Juzi, der schwierige Start in Göttingen, ein Konzert von No Respect, erstes Konzert mit Inner Conflict, sich selbst ermächtigen und Strukturen schaffen, etwas Gewerkschaftsgeschichte, die Facebookisierung der Debattenkultur, Kompromiss ist nicht immer das Schlechteste, Angelic Upstarts auf ner Werft-Demo, Debatten um Life-Life-Balance, Umverteilen statt mehr Arbeiten, Rentner:innen durchfüttern, nicht nur in Blasen leben, Scheindebatte über Feiertagsrückgaben, ein Betrieb mit 100% Gewerkschaftszugehörigkeit, uvm. Drei Songs für die Playlist1) Ein Lied, das beim Auflegen immer funktioniert: THE CURE - Boys Don´t Cry 2) Der beste Gewerkschafts-Song ever: BILLY BRAGG - Which Side Are You On3) Ein richtig gute musikalische Neuentdeckung von Steffi: 100 BLUMEN - World of Grief
Kriege, Katastrophen, Seuchen, Finanzcrashs: Demokratien befinden sich im Dauerstress. Ständiger Handlungsdruck, kaum Debattenkultur - das Vertrauen der Bürger leidet. Doch das muss frühzeitig erworben werden, damit in der Krise alle mitgehen. Elfering, Marius www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen. Feature
Ich und meine Bubble beschäftigen mich gerade sehr. Und so richtig noch mal seit der Bundestagswahl dieses Jahr. Aber auch weil Kirche ja so ne Bubble ist mit ihren Pros und Cons. Jemand der die Probleme von Bubblen kennt, sie finde ich ganz schön meistert und mit mir am Ende ne coole Idee und Inspiration in Richtung Evangelisation teilt ist Josephine. Mit ihr habe ich über Ost, West, konservativ, liberal, AFD und schwierige Gespräch gesprochen. Dabei trinken wir koffeinhaltige Lieblingsgetränke und würden uns sehr für eure Meinungen und Ideen interessieren. Kommentiert doch mal hier, was ihr so denkt zu all dem Bubbletrouble in unserer Welt! #immersommer #bubbeltrouble #seasonsix #podcast
In dieser Folge geht es um einen erschütternden Fall, der viele Fragen aufwirft: Ein 21-jähriger schwarzer Jugendlicher namens Lorenz wird von der Polizei erschossen. Was danach folgt, ist eine Berichterstattung und vor allem eine Debatte in den sozialen Medien, die viele als kalt, voreingenommen oder entmenschlichend empfinden – und ein gesellschaftlicher Umgang mit dem Fall, der tief blicken lässt. Thilo spricht mit dem Content Creator und Autor Stève Hiobi über Rassismus, Polizeigewalt, mediale Verantwortung und das Gefühl, gegen eine Mauer aus Hass und Gleichgültigkeit zu reden. Wie verändert sich die digitale Debattenkultur? Welche Verantwortung tragen Journalist:innen, Creator, aber auch wir alle als Gesellschaft? Und: Wie behalten wir den Mut, trotzdem weiterzumachen? Ein Gespräch über Hoffnung, Wut, persönliche Erfahrungen – und die Frage, ob wir nicht längst einen neuen Raum für echten Austausch brauchen. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an [amr@pqpp2.de](mailto:amr@pqpp2.de) oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus“ werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-
Die Linke ist mit unerwarteter Stärke zurück im Bundestag. Doch wer sind die neuen Abgeordneten, die jetzt unverhofft ins Parlament einziehen, welchen Plan hat die Linke, um die vielen neuen Mitglieder in die Partei einzubinden und wie geht es insgesamt weiter mit der Partei? Im Gespräch mit Liza Pflaum im Karl-Liebknecht-Haus blicken Inken und Valentin vom "Was tun?"-Podcast hinter die Kulissen der Linkspartei, analysieren die Erfolgsstrategie und sprechen darüber, ob jetzt alte Flügelkämpfe wieder aufbrechen oder der Aufbruch zur sozialen Alternative gelingt. Außerdem fragen wir ob die Debattenkultur in der Partei nun auch im Alltagsstress "revolutionär freundlich" bleibt - so, wie es der Vorstand der Partei im letzten Leitantrag verordnet. Die Folge ist der dritte und letzte Teil unserer Miniserie zum Comeback der Linkspartei.
Öffentliche Debatten eskalieren zunehmend zum giftigen Streit. Droht das Ende von Respekt und Vernunft? Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen plädiert für eine Ethik des Miteinander-Redens als Schule der Demokratie und des guten Miteinander-Lebens. Thorsten Jantschek www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Die Sexbesessenheit der AfDIn ihrem Buch, "Die Sexbesessenheit der AfD" analysiert Daniela Rüther die Fragestellungen rund um Geschlecht und Sexualität, die von der AfD instrumentalisiert werden, um politische Macht zu erlangen. Sie zeigt, dass die mediale Aufmerksamkeit für solche Kernanliegen der AfD oft zu deren Vorteil gereicht und wie sie entlang von "Genderwahn" immer wieder Schlagzeilen generieren und viral gehen kann.Im Gespräch mit Katrin erklärt Daniela Rüther, dass die AfD keine konstruktiven politischen Ideen hat, sondern stattdessen versucht, inhaltliche Debatten durch destruktive und widersprüchliche Argumentationen zu untergraben. Ihr Lieblingsthema? Alles rund um Gender.Danke an alle, die uns unterstützen!Dennoch reichen die Crowdfunding-Einnahmen noch nicht aus, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Du willst unabhängigen, feministischen Journalismus unterstützen? Hier findest du alle Infos dazu."Antigenderismus" als politische StrategieWir besprechen außerdem, wie das Thema "Gender" als strategisches Instrument in der politischen Kommunikation eingesetzt wird und wie enttäuschend es ist, dass sogar etablierte Parteien wie die CDU Elemente der AfD-Rhetorik übernehmen. Das ist eine problematische Tendenz in der deutschen Politik, denn es verschiebt das ideologische Spektrum weiter nach rechts.Außerdem trägt der Diskurs zu einer wachsenden Wissenschaftsfeindlichkeit bei, insbesondere gegenüber den Gender Studies, die als akademische Disziplin in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geraten sind. Wir zeigen, dass diese Disziplin nicht nur wichtig für das Verständnis von Geschlechterverhältnissen ist, sondern auch einen erheblichen Beitrag zur medizinischen, sozialen und kulturellen Wissenschaft leistet.Wurzeln im NationalsozialismusDie Effekte der Anti-Gender-Politik führen zu einer Verrohung in der Debattenkultur und stellen die Grundlagen liberaler Demokratie in Frage. Die Historikerin zeigt: Diese Taktiken sind nicht neu, sondern finden ihre Wurzeln in der Geschichte des Nationalsozialismus, was Rüther mit zahlreichen Beispielen und historischen Bezügen untermauert.Links und HintergründeYoutube: Eingangs-O-Ton aus br "quer" Daniela Rüther: Die Sexbesessenheit der AfD Wikipedia: Anti-Gender-Bewegung FAZ: „Gender Mainstreaming“ : Politische Geschlechtsumwandlung von Volker Zastrow Wikipedia: HB-Männchen Wikipedia: Marc Jongen tagesspiegel: Queer weiß das (26): Gibt es eine Homo-Lobby? Wikipedia: Gender Wikipedia: Gender Studies DLF: Treffen mit RechtsextremenKritik am „Verein Deutsche Sprache“ Suhrkamp: Steffen Mau, Thomas Lux, Linus Westheuser: Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Vladimir Balzer www.deutschlandfunk.de, Kommentare und Themen der Woche
Als dritter Gast in der Wahlkampfarena ist Olaf Scholz im “Deep dive” zu Gast. Mit dem Bundeskanzler und Spitzenkandidat der SPD spricht Verena über sein Zielbild für Deutschland, warum er Frauenquoten wichtig findet und wie er den Lehrermangel bekämpfen möchte. Im “Catchup” geht es um hybride Meetings, Online-Wahlhilfen, Leas Lebensorganisation und Verenas Abhängigkeit von anderen Menschen. Bei “Was bewegt uns” sprechen die Beiden über die vergangene ereignisreiche Woche im Bundestag und unsere aktuelle Debattenkultur. [Hier](https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wahl-o-mat-2025-diese-alternativen-sind-bereits-jetzt-verfuegbar/30193140.html) findet ihr zusätzliche Alternativen zum Wahl-O-Mat Zum Kandidatencheck kommt ihr [hier](https://www.kandidierendencheck.de/bundestag) Die KI Zukunftsbilder, welche aus den Wahlprogrammen generiert wurden könnt ihr [hier](https://bundestagswahl.ai/) sehen [Hier kommt ihr zu den Fast & Curious Tour Tickets 2025](https://www.myticket.de/de/fast-curious-tickets) [Hier findet ihr unsere aktuellen Werbepartner](https://linktr.ee/fastandcuriouspodcast)
Schauspieler Jan Josef Liefers über Kunst, Konformismus und eine offene Debattenkultur.