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1989 standen Autoren noch einmal auf der großen Bühne: Die Demonstranten in Ost- Berlin erwarteten Orientierung. In den Skandalen danach, z.B. um Wolf, Walser oder Grass, veränderte sich die Öffentlichkeit von Grund auf.
Annekathrin Kohout ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und freie Autorin. Sie ist Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ im Wagenbach‑Verlag und der Zeitschrift „POP. Kultur und Kritik“ und schreibt für die taz eine Kolumne über Internetkultur. Zu ihren jüngsten Texten zählen Titel zu Netzfeminismus, Nerd‑Kultur und K‑Pop. Im Gespräch wirft sie auf Basis ihres Buches Hyperreaktiv einen kritischen Blick auf die „Reaktionskultur“ der sozialen Medien: Warum Online‑Kommunikation häufig von Überreizung, Missverständnissen und gegenseitigem Misstrauen geprägt ist und wie Bilder gezielt politisch eingesetzt werden. Sie erklärt, dass Algorithmen Beiträge belohnen, die starke Reaktionen hervorrufen, ein System, das Deutungsmacht konzentriert und gleichzeitig Polarisierung fördert. Anhand aktueller Beispiele, etwa dem umstrittenen Instagram‑Post von Greta Thunberg, zeigt sie, wie Nutzer*innen durch ständiges Bewerten, Kommentieren und Teilen Einfluss auf die öffentliche Debatte gewinnen, aber gleichzeitig das Risiko besteht, dass falsche Informationen und Lagerdenken verstärkt werden. Abschließend diskutiert sie, welche Verantwortung jede und jeder Einzelne im Netz trägt und welche einfachen Strategien helfen können, einen konstruktiven, demokratischen Diskurs trotz der Tendenz zur Spaltung aufrechtzuerhalten.
Nachhaltigkeit steht unter Druck: Politische Unsicherheit, regulatorische Veränderungen und eine spürbare Ermüdung im öffentlichen Diskurs verunsichern viele Unternehmen. Gleichzeitig sind die Auswirkungen dieser Entwicklungen für die Menschen am Anfang globaler Lieferketten unmittelbar spürbar.Im news aktuell Podcast sprechen wir mit Christina Ben Bella, die bei der Aid by Trade Foundation für die Kommunikation verantwortlich ist, darüber, was Nachhaltigkeit für diese Menschen konkret bedeutet und wie sich ihre Realität glaubwürdig kommunizieren lässt. Es geht um Storytelling auf Augenhöhe, das „Year of the Woman Farmer”, politische Verunsicherung rund um das Lieferkettengesetz und darum, wie Kommunikation zwischen Wirkung, Wirtschaft und Öffentlichkeit Orientierung schaffen kann.Gliederung: Einleitung: ab Minute 00:00 Christinas persönlicher Weg zur Aid by Trade Foundation: ab Minute 01:52 Was die Aid by Trade Foundation ausmacht: ab Minute 03:52 Was sind eigentlich die Standards der Foundation? ab Minute 06:20 Der Weg von Baumwolle zu Kaschmir: ab Minute 07:41 Zertifikat vs. Siegel vs. Standard: ab Minute 09:23 Die Menschen, die am Anfang unserer Lieferketten stehen: ab Minute 11:38 Realitäten greifbar machen: ab Minute 13:42 Persönliche Erfolgsgeschichten: ab Minute 16:35 Kommunikation auf Augenhöhe: ab Minute 18:50 Year of the Woman Farmer: ab Minute 20:33 Ermüdung im Nachhaltigkeits-Diskurs: ab Minute 23:21 Gehör finden im Jahr 2026: ab Minute: 25:48 Abschwächungen im EU-Lieferkettengesetz: ab Minute: 27:34 Glaskugelfrage: ab Minute: 30:28 Schlussworte: ab Minute 32:26 Christina Ben Bella auf LinkedIn Aid by Trade Foundation im WebAid by Trade Foundation auf LinkedInAid by Trade Foundation auf InstagramAid by Trade Foundation auf Presseportal.de Am Host-Mikrofon: Marissa Neureiter und Beatrix TaFragen, Anregungen oder Feedback? Schreibt uns: podcast@newsaktuell.de Hashtag für Social Media: #napodcastIn unserem news aktuell Podcast begrüßen wir regelmäßig Gäste aus den Bereichen PR, Kommunikation und Marketing. Mit ihnen sprechen wir über aktuelle Themen und Trends ihrer Branche sowie über ihren individuellen Werdegang. Der Podcast ist eine Produktion der dpa-Tochter news aktuell. Weitere Informationen zu news aktuell: www.newsaktuell.de. Vita Christina Ben Bella Mit ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften, Internationalen Politik und Französisch in Deutschland und Frankreich im Gepäck, startete Christina Ben Bella 2010 bei der Aid by Trade Foundation. Nach verschiedenen Stationen im Marketing, Vertrieb und Kommunikation übernahm sie 2021 die Leitung des Kommunikationsbereichs der Stiftung.
Fehlende Anerkennung, politische Entfremdung und ein entkernter Liberalismus bereiten den Boden für populistische Proteste. Was wäre, wenn der Boom des Populismus eine Antwort auf eine erschöpfte Demokratie ist? Von Jörg Baberowski www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Freizügigkeit, Nacktheit und Selbstbestimmung in der Mode stehen im Fokus dieser Podcast Episode von Lost On Planet Fashion, in der wir über die Grammy Looks von Chappell Roan und Heidi Klum sprechen und die gesellschaftliche Bedeutung entblößter Fashion analysieren. Nach der Grammy Verleihung 2026 sprach die Modewelt vor allem über zwei Auftritte: Chappell Roan und Heidi Klum. Beide sorgten mit radikal körperbetonten Looks für Diskussionen, weil sie auf sehr unterschiedliche Weise mit Nacktheit spielten. Während Heidi Klum in einer skulpturalen Lederkreation von Marina Hoermannseder immerhin noch klar bekleidet war, setzte Chappell Roan in Mugler fast vollständig auf Entblößung. Für uns war das der perfekte Anlass, das Thema Freizügigkeit und Nacktheit in der Mode einmal grundsätzlich zu betrachten. Ein Thema, das uns in unserem Mode Podcast Lost On Planet Fashion immer wieder begegnet, dem wir uns diesmal jedoch besonders intensiv widmen wollten. In dieser Podcast Episode klären wir, woher der Wunsch kommt, den eigenen Körper öffentlich so stark zu zeigen. Nadine hat dafür einen historischen Abriss vorbereitet, der zeigt, wie eng Mode, Gesellschaft und Selbstbestimmung miteinander verbunden sind. Bereits in den sechziger und siebziger Jahren begannen Modemacherinnen und gesellschaftliche Bewegungen, den weiblichen Körper neu zu denken. Frauen kämpften um Rechte, Sichtbarkeit und Kontrolle über den eigenen Ausdruck. Mit wachsender Freiheit veränderte sich auch der Umgang mit Kleidung. Je mehr sich konservative Vorstellungen lösten, desto selbstverständlicher wurde die Enthüllung des Körpers als Teil von Mode und Überzeugung. Parallel dazu entwickelte sich jedoch ein problematischer Gegeneffekt: die zunehmende Objektifizierung durch Männer. Spätestens in den neunziger und frühen zweitausender Jahren wurde der nackte Körper zur Werbefläche. In dieser Folge sprechen wir über ikonische, aber auch kritische Beispiele wie die Tom Ford Kampagnen für Gucci, in denen weibliche Körper medial verwertet wurden. Medien begannen, über Frauen zu urteilen, sie zu bewerten und Stück für Stück zu Objekten der Begierde zu formen, oft ohne Respekt, Scham oder wirkliche Wertschätzung. Heute erleben wir eine vielschichtige Gegenwart. Einerseits wächst das Selbstverständnis und die Emanzipation von Frauen weiter, was sich auch modisch ausdrückt. Chappell Roans Auftritt kann als Akt der Selbstermächtigung gelesen werden, als bewusste Entscheidung, den eigenen Körper öffentlich zu kontrollieren und sichtbar zu machen. Gleichzeitig gibt es ebenso viele Frauen, die genau diese Form der Darstellung ablehnen. Sie empfinden Freizügigkeit nicht als Befreiung, sondern als Verstärkung alter Rollenbilder, weil Frauen noch immer häufig auf Sexualität reduziert werden. Hinzu kommt eine neue gesellschaftliche Spannung. Gerade in den USA erstarkt eine konservative Gegenbewegung, die auch von jungen Frauen mitgetragen wird. Diese Entwicklung spiegelt sich zunehmend in Mode und Kleiderordnungen wider. Zwischen Selbstbestimmung, Schutz, Provokation und politischer Haltung entsteht ein komplexes Spannungsfeld, das Mode heute stärker prägt als viele Trends. Mit dieser Podcast Episode möchten wir genau diesen Diskurs anstoßen. Wir sprechen offen über Nacktheit in der Mode, über Macht, Projektion, Freiheit und Verantwortung. Wir teilen unsere persönliche Sicht, stellen Fragen und laden dazu ein, Mode nicht nur als Oberfläche, sondern als gesellschaftliches Statement zu verstehen. Diese Folge hat uns besonders viel Freude gemacht, weil sie emotional, kontrovers und ehrlich ist. Und genau das möchten wir mit dir teilen. Alle besprochenen Looks, findest du natürlich wie immer auf unseren Social-Media-Kanälen bei Instagram und TikTok unter @lostonplanetfashion. Und ab sofort auch unter www.lostonplanetfashion.de.
Im Jahr 2025 wurde ein junger Mann ermordet, der an Universitäten den offenen Diskurs suchte, um von seinem Glauben zu erzählen. Charlie Kirk war zwar in der politischen Welt bekannt, doch es war sein Glaube, der seine öffentlichen Aktivitäten antrieb. Auf Anfrage setzen sich Aaron und Willi zusammen und sprechen über das Vermächtnis von Charlie Kirk.„Wenn Menschen aufhören zu reden, beginnt die Gewalt.“„Ich glaube, jeder Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes geschaffen, heilig und einzigartig. Und wenn wir uns, wie wir es getan haben, von diesem Prinzip entfernen, erleben wir nicht nur einen moralischen Verfall … sondern auch die Einzigartigkeit dieses Wesens selbst. Dieses Wesen hat Rechte.“ „Ich möchte für meinen Mut zum Glauben in Erinnerung bleiben. Das wäre das Wichtigste – das Wichtigste in meinem Leben ist mein Glaube.“ „Jesus hat mein Leben gerettet. Ich bin ein Sünder. Ich habe mein Leben Christus übergeben – die wichtigste Entscheidung meines Lebens.“ „Einer der Gründe, warum wir uns in einer Verfassungskrise befinden, ist, dass wir keine christliche Nation mehr haben, sondern eine christliche Regierungsform, und beides ist unvereinbar. Freiheit ist ohne eine christliche Bevölkerung nicht möglich.“Apg 17:2-3, 17, 22-232 Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften,3 indem er erläuterte und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste, und [sprach]: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus! 17 Er hatte nun in der Synagoge Unterredungen mit den Juden und den Gottesfürchtigen, und auch täglich auf dem Marktplatz mit denen, die gerade dazukamen. 22 Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr in allem sehr auf die Verehrung von Gottheiten bedacht seid!23 Denn als ich umherging und eure Heiligtümer besichtigte, fand ich auch einen Altar, auf dem geschrieben stand: »Dem unbekannten Gott«. Nun verkündige ich euch den, welchen ihr verehrt, ohne ihn zu kennen. 1 Petrus 2:13-17 13 Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt14 oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun.15 Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt;16 als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes.17 Erweist jedermann Achtung, liebt die Bruderschaft, fürchtet Gott, ehrt den König!
Die Welt ist voller Krisen und Probleme. Zugleich gibt es zahlreiche Organisationen, die sich als Problemlöser präsentieren. Sie alle konkurrieren um Aufmerksamkeit, Ressourcen und politische Energie. Aber was tun die genau? Von Marc Mölders www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Die preisgekrönte Journalistin Julia Friedrichs beschäftigt sich mit der Schicht in unserer Gesellschaft, die einerseits am wenigsten erforscht ist und andererseits auch selbst gern diskret auftritt: Hochvermögende.
Achtung: Instant Classic! In dieser Folge nehmen wir es mit einem der ganz großen Begrifflichkeiten, vielleicht sogar der größten im kulturellen Diskurs auf: Klassiker. An welche Filme denken wir bei diesem Wort zuerst? Welche Faktoren und wer genau bestimmen eigentlich darüber, was zum Klassiker wird? Und welche Filme der letzten Jahre haben das Zeug zum Klassiker? All das und mehr in Folge 314 der Kinotagesstätte. Viel Spaß beim Reinhören! Timecodes: 00:00:00 Intro 00:05:02 An welche Filme denken wir bei "Klassiker"? 00:13:22 Definition laut Filmlexikon und Diskussion 00:28:58 "Den muss man mal gesehen haben" 00:35:50 Kultfilm vs. Klassiker 00:53:50 Definiert sich jeder seine eigenen Klassiker? 01:00:50 Beeinflusst das Wissen um einen Klassiker unsere Wertung? 01:08:27 Welche Filme werden mal Klassiker?
Sie werden Screen-Teens genannt – von einer digitalen Pubertät ist die Rede. Das Smartphone ist heute fester Lebensbestandteil nahezu aller Kinder und Jugendlicher. Mehr noch: Ein nicht unbeträchtlicher Teil ihres Lebens spielt sich im virtuellen Raum ab. Nichts ist daher gefürchteter als die Strafe aller Strafen: das Handyverbot. Die Sorgen von Eltern, Wissenschaftler*innen und pädagogischen Fachkräften sind entsprechend groß, dass das Smartphone allzu übermächtig ist und sich negativ auf die Entwicklung unserer Kinder auswirkt. Teils sind diese Sorgen auch berechtigt. Doomscrolling, Cybermobbing und Sexting sind längst ebenso fester Bestandteil des Alltags. Aber kann ein Smartphone-Verbot per Gesetz für bestimmte Altersgruppen – so wie es gerade erst in Australien umgesetzt wurde – wirklich die Lösung sein? „Nein!“, sagt die Wissenschaftlerin, Medien- und Sexualpädagogin Madita Oeming. Heute diskutiert sie mit uns zum Thema und spricht darüber, was Eltern wirklich benötigen, um ihre Kinder durch diese vulnerable Lebensphase zu begleiten. Ganz klar: Diese Episode ist eine Pflichtausgabe für alle Eltern, enthält aber auch viele wertvolle Erkenntnisse rund um den gesellschaftlichen Diskurs zum Umgang mit dem Thema Sexualität. Also hört alle rein!
Paul und Hannah haben über Foucault und sein Projekt einer Analyse des Diskurses gesprochen. Dabei haben sie nicht nur eine Kritik der Folge von Michael Kuhn zu Foucault gebracht, sondern auch mal versucht, Foucaults Projekt anhand des Textes "Die Ordnung des Diskurses" auf den Punkt zu bringen: Was ist Diskurs? Was ist Macht? Und was redet der da eigentlich? Ein paar grundlegende Bemerkungen zum Umgang mit theoretischen Texten kamen auch noch bei rum. Hier geht es zum Text, "Ordnung des Diskurses" zum Nachlesen: https://www.kulturanalyse.uzh.ch/dam/jcr:00000000-7943-5e91-ffff-ffffbc77cf97/Foucault_DieOrdnung_1970.pdf Hier zu Michael Kuhns Text auf unserem Blog: https://99zueins.de/mastermind-reihe-99-zu-eins-foucault-wahnsinnige-einsichten-aus-der-und-ueber-die-seele-wissen-ist-gewalt-leben-ist-diskurs/ Und hier zu Michaels Video: https://www.youtube.com/watch?v=M1n5-EFHD64 Wir sind 99 ZU EINS! Ein Podcast mit Kommentaren zu aktuellen Geschehnissen, sowie Analysen und Interviews zu den wichtigsten politischen Aufgaben unserer Zeit.#leftisbest #linksbringts #machsmitlinks Wir brauchen eure Hilfe! So könnt ihr uns unterstützen: Bitte abonniert unseren Kanal und liked unsere Videos. Teil unseren content auf social media und folgt uns auch auf Twitter, Instagram und FB Wenn ihr Zugang zu unserer Discord-Community, sowie exklusive After-Show Episoden und Einladungen in unsere Livestreams bekommen wollt, dann unterstützt uns doch bitte auf Patreon: www.patreon.com/99zueins Wir empfangen auch Spenden unter: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=NSABEZ5567QZE
Von Platzkämpfen, Zombie-Töchtern und einem religiösen Albtraum Von Knie-Fetischen über Schuh-Etikette im Kino bis hin zu einem echten Festival-Highlight! Nach einem kleinen, aber feinen Diskurs über die Ästhetik von Knien (ja, wirklich!) und der Frage, ob man im Kino die Schuhe ausziehen darf, tauchen Timo und Zeljko tief in das Fantasy Filmfest ein. Die Dauerkarten waren diesmal heiß begehrt, was zu einer interessanten neuen Dynamik im Kinosaal und einem kleinen Kampf um die besten Plätze führte. Die beiden lassen ihre Festival-Erlebnisse Revue passieren: Zeljko hat sich den Metal-Splatter-Spaß Deathgasm 2: Goremageddon angesehen, der zwar den Humor des Vorgängers trifft, ihn aber nicht mehr ganz so sehr vom Hocker haut wie damals. Timo hat den Film aufgrund einer drohenden Schneewalze (und vielleicht auch wegen der schlechten Kritiken) lieber ausgelassen. Einig waren sich beide bei Every Heavy Thing, einem experimentellen Film mit Barbara Crampton, der für beide eher eine Enttäuschung war – zu wirr, zu wenig greifbar. Ganz anders sah es bei Dust Bunny aus. Der Fantasy-Horrorfilm mit Mads Mikkelsen über ein Mädchen, das einen Monsterjäger anheuert, um das Wesen unter ihrem Bett zu töten, hat beide begeistert. Ein charmantes, düsteres Märchen mit tollen Kostümen und einem Hauch von Die fabelhafte Welt der Amélie, auch wenn Timo die Dialoglastigkeit etwas kritisiert. Überrascht wurden sie von der koreanischen Horrorkomödie My Daughter is a Zombie. Was nach einem billigen Klamauk aussah, entpuppte sich als herzliche und witzige Geschichte über eine Vater-Tochter-Beziehung im Zombie-Setting – inklusive einer großartigen Katze! Timo wirft noch The Turkish Coffee Table in den Ring, ein Remake des spanischen Schockers The Coffee Table. Ein Film, der mit schwarzem Humor beginnt und dann in eine beklemmende Tragödie umschlägt – definitiv nichts für schwache Nerven! Das absolute Highlight für beide war aber The Holy Boy (La Valle dei Sorrisi). Der italienische Folk-Horrorfilm über einen Judolehrer, der in ein mysteriöses Dorf voller lächelnder Menschen kommt, hat sie mit seiner dichten Atmosphäre, den starken Bildern und der tiefgründigen Geschichte komplett umgehauen. Ein Film, der ohne billige Effekte auskommt und lange nachwirkt – für Zeljko sogar ein Anwärter auf die Top 3 des Jahres. Eine Folge voller Festival-Feeling, skurriler Momente und echter Filmperlen, die man sich vormerken sollte. Und für alle Fans: Die Termine für die nächsten Fantasy Filmfest Nights im April stehen schon! Also, Ohren auf und ab in die Welt von "Once Upon A Time In Cinema - Der Filmpodcast" - jeden Sonntag um 10:00 Uhr, überall wo es Podcasts gibt! Inhalt:(00:00) Intro (19:00) Deathgasm 2: Goremageddon (26:15) Every Heavy Thing (30:30) Dust Bunny (44:40) My Daughter is a Zombie (52:40) The Turkish Coffee Table (1:00:15) The Holy Boy ____ Der Film-Podcast mit Zeljko und Timo Anfragen: ouatic@gmx.de https://letterboxd.com/OuaticPodcast https://instagram.com/onceuponatimeincinema_
Vom rechten Straßenkampf zur Mutterikone im Palazzo Chigi: Giorgia Meloni vereint Macht, Mutterschaft und Nationalstolz. Wie verbindet sich die Inszenierung weiblicher Autorität mit dem Aufstieg einer neuen, emotional aufgeladenen Rechten in Italien? Albath, Maike www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Was wollen die Tech-Milliardäre wirklich? Ist es Macht, ist es Geld, ist es die totale Kontrolle über Informationen? Oder ist es gar die Weltherrschaft? Darüber haben wir nicht nur in unserer gestrigen Folge von "Thema des Tages" gesprochen, sondern auch kürzlich im Rahmen einer STANDARD-Veranstaltung namens “Europa im Diskurs". Das sind hochkarätige Diskussionsrunden, die im Burgtheater stattfinden. Und wir dachten, das könnte euch auch als Podcast zum Nachhören interessieren. Über die Macht der Techbros haben die italienische Innovationsökonomin Francesca Bria, die niederländische Politikerin Marietje Schaake, die österreichische Wissenschaftlerin Helga Nowotny und die britische Filmemacherin Beeban Kidron diskutiert. Moderiert hat IWM-Rektor Misha Glenny. Die Diskussion wurde auf Englisch geführt. Sagt uns gerne in den Kommentaren, wie euch unsere Diskurs-Reihe “Europa im Dikurs” zum Nachhören gefällt und ob ihr an weiteren Ausgaben interessiert seid. Die nächste Ausgabe zum Thema “Meinungsfreiheit unter Druck” findet am 8. März statt. Karten dazu findet ihr im Vorfeld über die Webseite des Burgtheaters. STANDARD-Abonnenten erhalten einen Rabatt. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
In dieser Folge ist der Schauspieler und Kabarettist Simon Schwarz zu Besuch. Mit im Gepäck hat er sein neues Buch “Geht's noch? Betrachtungen eines Überforderten”, das er gemeinsam mit Co-Autorin Ursel Nendzig verfasst hat. Darin blickt er zurück auf seine Kindheit und Jugend, die geprägt waren von einer umweltbewussten Mutter und dem Dasein als “schwarzes Schaf” ohne Matura in einer intellektuellen Familie.Schwarz übt im Gespräch mit Podcast-Host Petra Hartlieb Kritik an der wachstumsorientierten Gesellschaft und plädiert für einen wissenschaftsbasierten Diskurs, der über ideologische Bubbles hinausgeht. Warum das Vollkorn-Jausenbrot in der Jugend uncool, die Hainburg-Besetzung und die Ausflüge ins Mühlviertel zum Gemüse-Kaufen aber umso cooler waren, erzählt er in dieser Folge.Zu den Büchern dieser Folge:“Geht's noch? Betrachtungen eines Überforderten” von Simon Schwarz und Ursel Nendzig"Hitlers queere Künstlerin. Stephanie Hollenstein. Malerin und Soldat" von Nina Schedlmayer"Die Republik der Irren. Ein historischer Roman über den verrücktesten Staat der Geschichte" von Dirk Stermann Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Machtinstrument oder Maßstab für Qualität? Der literarische Kanon bleibt umstritten. Dennoch ist die Debatte um Kanones unverzichtbar – als Spiegel gesellschaftlicher Werte, Werkzeug ästhetischer Kritik und Motor lebendiger Literaturvermittlung. Pohl, Peter www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Das Kulturhauptstadtjahr war für Chemnitz und die Region ein Erfolg. Nun heißt es, den Spirit weiterzutragen. Wie kann das gelingen? Dazu im Gespräch: Christoph Dittrich, Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz
Der Begriff stammt aus George Orwells Roman „1984“, in dem er die Vision einer Welt entwirft, in der Überwachung und Propaganda an der Tagesordnung sind. Die Sprache New Speak - zu Deutsch Neusprech - wird dabei von einer kleinen Elite als Herrschaftsinstrument verwendet, um das Denken und Handeln der Menschen zu beeinflussen. Über Parallelen zum Sprachgebrauch im aktuellen politischen Diskurs hat sich der Tübinger Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen Gedanken gemacht.
In dieser Folge sind Steen Thomsen und Jakob Fischer von Stressdesign zu Gast. Sie sprechen über ihre studentische Kampagne, die auf das hohe Stresslevel bei Designstudierenden aufmerksam machen möchte. Eine Umfrage mit mehr als 80 anonymen Antworten macht die hohe Arbeitslast sichtbar und zeigt, wie sich Leistungsdruck, Vergleichbarkeit und berufliche Identifikation auf Gesundheit und Lernprozesse auswirken. Stressdesign lenkt die Aufmerksamkeit darauf, wie isoliert sich Studierende mit ihrem Stress fühlen können – und wie befreiend es sein kann, Erfahrungen zu teilen. So entsteht ein offener Diskurs über Verantwortung, Vorbilder und Grenzen der Designlehre.
Mit der Sprache und dem Lesen kommen wir zur Welt und zur Gesellschaft. Welches Weltbild wird Kindern in der Schule vermittelt? Gilt die Kleinfamilie aus Vater, Mutter und Kind als Keimzelle der Gesellschaft? Oder Patchwork- oder Regenbogenfamilien? Von Patricia Görg www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Ein Klassenzimmer im Norden Londons. Ein deutsches Mädchen absolviert hier die elfte Klasse im britischen Schulsystem. Neben dem Unterricht lernt sie eine andere Art zu denken, miteinander umzugehen, Traditionen zu leben. In dieser Zeit entsteht Franca Lehfeldts Verbindung zu England - eine Prägung, die bis heute wirkt. In dieser Folge BRITPOD – England at its best spricht Alexander-Klaus Stecher mit der Journalistin, Unternehmerin und Bestsellerautorin Franca Lehfeldt über ihre Stationen auf der Insel. Mit London verbindet sie mehr als dieses Schuljahr. Die Stadt wird später zu ihrem zweiten Lernort, als sie ihr praktisches Semester im Landmark Hotel im Herzen Londons verbringt - einem Haus, in dem Afternoon Tea nicht nur serviert wird, sondern als festes Ritual gelebt wird: als Treffpunkt für Familie, Freunde und Generationen. Das Gespräch führt weiter in die Welt des Journalismus. Franca Lehfeldt beschreibt die BBC als Vorbild für eine klare Trennung von Nachricht und Kommentar und als Gegenentwurf zu einer Medienlandschaft, in der Meinung, Aktivismus und Berichterstattung zunehmend ineinandergreifen. Es geht um Glaubwürdigkeit als journalistische Haltung, um Verantwortung und um die Frage, warum Neutralität heute oft missverstanden wird. Auch London nach dem Brexit kommt zur Sprache: veränderte Dynamiken, hohe Lebenshaltungskosten und Orte, die dennoch bleiben. Traditionelle Cafés, Harrods Food Hall, das Beobachten von Menschen als Teil der Stadt. Franca Lehfeldt spricht außerdem über ihre Entscheidung, den tagesaktuellen Journalismus zu verlassen, und über ihr Leben als Unternehmerin. Wie geht sie mit Verantwortung für ein Team um? Was hat England ihr jenseits von Ausbildung und Karriere mitgegeben? Warum wirkt britische Kultur in vielen Bereichen stabiler als der deutsche Diskurs? Und welche Orte in London erzählen mehr über das Land als jede Hochglanzkulisse? WhatsApp: Du kannst Alexander und Claus direkt auf ihre Handys Nachrichten schicken! Welche Ecke Englands sollten die beiden mal besuchen? Zu welchen Themen wünschst Du Dir mehr Folgen? Warst Du schon mal in Great Britain und magst ein paar Fotos mit Claus und Alexander teilen? Probiere es gleich aus: +49 8152 989770 - einfach diese Nummer einspeichern und schon kannst Du BRITPOD per WhatsApp erreichen. BRITPOD – England at its best. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
"Pogofähigkeit" von Gitta Peyn … .. das ist u.a. ein Buch, das sich mit der Fähigkeit beschäftigt, in komplexen, polarisierten und ideologisierten Gesellschaften konstruktiv und mutig zu kommunizieren. Der Begriff "Pogofähigkeit" steht dabei für die Fähigkeit, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sie aktiv und offen anzugehen – ähnlich wie beim Pogo-Tanzen, bei dem es um Bewegung, Aus-druck und das Aushalten von Kontakt und auch "blauen Flecken" geht. Gitta Peyn, eine deutsche Kybernetikerin und Systemforscherin, entwickelt im Buch einen kybernetischen Ansatz, um Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Organisationen zukunftsfähig zu gestalten. Es geht darum, echten Austausch zu fördern, Kritik zuzulassen und die eigene Komfortzone zu verlassen, ohne in oberflächliche "Wertschätzungskulturen" zu verfallen. Das Buch wird als herausfordernd, aber auch als inspirierend und praxisnah beschrieben, das zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Also ein Buch, das keine einfache Anleitung, sondern als Einladung zum Mitdenken und Ausprobieren konzipiert ist. Es fordert die Lesenden heraus, eigene Denkmuster zu hinterfragen und neue Wege für Dialog und Diskurs zu finden und vor allem zu wagen, d.h. auch zu begehen …. In diesem Podcast ist Gitta Peyn mein Gast und wir sprechen über Pogofähigkeit, Pogo-Herzen, Pogo-Tanz und Konfliktsysteme … Neugierig? Na dann, ab in den Podcast, Ohren auf, Hirn an … und lassen Sie sich von Gitta Peyns Antworten & Gedanken inspirieren! Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
Wie viel Vergangenheit steckt in der Gegenwart? Wer sich heute mit Geschichte beschäftigt, kann darauf eine Antwort finden. Allerdings darf die Geschichte nicht darauf reduziert werden, gegenwärtige Narrative nur zu bestätigen. Von Ralf Konersmann www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Können Sie sich noch erinnern, wie das chinesische KI-Unternehmen Deepseek die Tech-Welt schockte? Wie ein Modell aus Fernost infrage stellte, ob wirklich noch mehr Daten und Rechenleistung nötig sind, um noch bessere Sprachmodelle zu konstruieren? Beine ein Jahr ist inzwischen vergangenen seitdem die Deepseek-Ingenieure auch in Europa neue Hoffnung auslösten, in der KI mithalten zu können, die häufig Milliardeninvestitionen erfordert. Das vergangene Jahr stand technologisch, wirtschaftlich, aber zunehmen auch politisch im Zeichen der KI. Niemand kommt an dieser Schlüsseltechnologie noch vorbei. Die gute Nachricht für die Nutzer: Der Wettbewerb ist groß. Es gibt eine ganze Reihe kompetenter KI-Modelle, kein einzelnes Unternehmen oder KI-System dominiert den Markt oder droht, ihn auf sich zu vereinen. Abgesänge auf Google haben sich als verfrüht erwiesen, Open AI verfügt über Spitzenmodelle, Microsoft, Meta und Anthropic konkurrieren. Und dann sind da eben auch die Anbieter aus China und manche aus Europa, die mithalten können. In unserem Jahresrückblick diskutieren wir aber nicht nur über KI. Der Fortschritt in diesem Bereich führte auch zu wachsender Sorge über Desinformation, Datenschutz und soziale Auswirkungen. Staaten reagierten unterschiedlich: Australien reguliert sozialer Medien deutlich strenger und schützt gerade Kinder und Jugendliche. Andere Länder, nicht zuletzt in Europa, denken über ähnliche Schritt nach. Und schließlich sprechen wir auch über digitale Souveränität und was das heute bedeutet. Denn auch dieser Diskurs geht weiter - und bleibt wichtig. Einen guten Start ins neue Jahr.
Alle sprechen vom Krieg, von der Rente, der Wehrpflicht, vom Stadtbild. Und das Klima? Eine seltsame Stille ist um dieses Thema entstanden. Wie konnte es passieren, dass die größte globale Zukunftsfrage kaum noch Gegenstand öffentlicher Debatten ist? Von Luisa Neubauer www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Müll ist mehr als nur Abfall – er spiegelt gesellschaftliche Ungleichheiten wider. Wer verursacht Müll, wer trägt die Verantwortung? Während Reiche ihre Abfälle unsichtbar machen, kämpfen benachteiligte Stadtteile mit stigmatisierter Verschmutzung. Von Henriette Hufgard www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Einen langen Atem zur haben, galt lange Zeit als Garant für Erfolg. Im Alltag, beim Sport, in der Politik. Heute leben wir in Zeiten der schnellen Erfolge und einer Politik der Kettensägen. Gibt es Auswege aus dieser Kurzatmigkeit? Von Solmaz Khorsand www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Khorsand, Solmaz www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Einen langen Atem zur haben, galt lange Zeit als Garant für Erfolg. Im Alltag, beim Sport, in der Politik. Heute leben wir in Zeiten der schnellen Erfolge und einer Politik der Kettensägen. Gibt es Auswege aus dieser Kurzatmigkeit? Von Solmaz Khorsand www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Spurenlesen ist eine Schule der Wachsamkeit, eine Wahrnehmungskunst. In dieser Kunst entsteht ein besonderes Mensch-Natur-Verhältnis. Denn etymologisch ist das Spurenlesen verwandt mit dem „Spüren“. So öffnet sich ein besonderer Erlebnisraum. Von Anna Marie Goretzki www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
In welch atemberaubendem Tempo der technische Fortschritt sich vor einhundert Jahren bisweilen gleichsam selbst überholte, bringt auf schlagende Weise der Hamburgische Correspondent vom 22. Dezember 1925 zur Anschauung. Unmittelbar und unverbunden hintereinander finden sich dort zwei Artikel über Bauprojekte des Self-Made-Ingenieurs und Erfinders Hermann Honnef. Der Mittelturm des Senders Königs Wusterhausen, von dem der erste Text handelt, war soeben in Betrieb gegangen und mit seiner Höhe von knapp 300 Metern stählernes Zeugnis der Rasanz, mit der sich das noch blutjunge Medium Rundfunk seinerzeit entwickelte. Sage und schreibe sogar doppelt so hoch hinaus wollte Honnef indes mit einem Vorhaben, bei dem es um ganz andere Wellen ging und von dem die anschließende Meldung kündet: In der Nähe von Leipzig sollte ein Rotorturm der Superlative entstehen, der die gesamte Region perspektivisch kostengünstig mit Strom aus Windenergie versorgen sollte. Da wir sowohl das Aufkommen der Radiotechnik als auch den intensiven Diskurs der 1920er Jahre über den Ausbau erneuerbarer Energien in den zurücklegenden Jahren hier im Podcast kontinuierlich dokumentiert haben und beide Nachrichten hier, wenn auch unkoordiniert und Fakten teilweise wiederholend, miteinander korrespondieren, haben wir uns gegen unsere sonstigen Maßgaben dafür entschieden, beide zu Gehör zu bringen. Das Wort dabei hat Frank Riede.
Wie lebt man, wenn der Alltag zur kaum zu bewältigenden Herausforderung wird? Die chronische Erkrankung ME/CFS stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Und sie stellt das eigene Streben nach Selbstbestimmung in einem stillgestellten Körper auf die Probe. Petersen, Jana www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Das Lineare ist die Signatur der Moderne: Von der Vermessung der Welt bis zu linearen Wachstumsmodellen. Aber hat lineares Denken nicht eigentlich ausgedient? Gilt es, ein Lob Mäanders anzustimmen als Modell für Natur, Gespräch und Politik? Von Volker Demuth www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Australian artist Meyrick Kaminski spent twelve years in Germany. This experience has shaped him not only as a person, but even more so as an artist. In an interview, the Melbourner explains why he chose Braunschweig over the art capital Berlin. He also talks about the question of whether German history prevents healthy discourse and about German vans in West Africa. - Meyrick Kaminski ist Künstler. Der Australier hat zwölf Jahre in Deutschland verbracht. Diese Erfahrung hat ihn nicht nur als Person, sondern vor allem als Künstler geprägt. Im Interview erzählt der Melbourner, warum er Braunschweig der Kunsthauptstadt Berlin vorzog. Es geht auch um die Frage, ob die deutsche Geschichte einen gesunden Diskurs verhindert und um deutsche Kleintransporter in Westafrika.
Wenn Krisen Demokratie und Markt erschüttern, feiern Technokratie-Visionen ihr Comeback. Zwischen TechBros, Elon Musk und Silicon-Valley-Utopien zeigt sich: Die Sehnsucht nach Expertenherrschaft ist so aktuell wie gefährlich. Von Markus Metz und Georg Seeßlen www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Wie sinnvoll oder problematisch es ist, wenn Medienschaffende ihre private Meinung äußern, darüber diskutieren Dlf-Hörer Paul Stoop, Medienjournalist Steffen Grimberg und Elena Gorgis (Dlf - Meinung & Diskurs). Von Sören Brinkmann
Wer behauptet nicht von sich, liberal zu sein? Trotzdem vegetiert die Partei, die den Liberalismus für sich reklamiert, vor den Toren der Parlamente dahin. Die Freien Demokraten erleben nicht nur Desinteresse, sondern brüske Ablehnung. Von Leander Steinkopf www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Gefühle, soziales Verhalten, Empathie – alles, was ein gutes Leben ausmacht, kann technisch nicht simuliert werden, sagt die Computerwissenschaftlerin Anne Foerst im Podcast. Ein Podcast von Pragmaticus.Das ThemaMenschliche Intelligen ist kein Gedankenkonstrukt, sondern wurde in der Evolution vom Körper geprägt. Ohne Körper, keine Intelligenz, sagt die Computerwissenschaftlerin Anne Foerst, die in den 1990er-Jahren am Massachusetts Institute of Technology an der Entwicklung der ersten humanoiden Robotermodelle mitgewirkt hat. Menschliches Verhalten ist hochkomplex und erfordert mehr als technische Machbarkeit, erzählt sie in diesem Podcast und setzt der kalten, technikgeprägten Welt von Machbarkeit das gute Leben entgegen.Durch die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 kamen die ambitionierten Pläne von humanoiden Robotern zum Erliegen. Künstliche Intelligenz, wie sie heute die Large Language Models wie ChatGPT simulieren, ist reine Statistik und null intelligent im menschlichen Sinne. Wenn Menschen ihre Entscheidungskraft an die Maschinen abgeben, ist das selbstverschuldet und kann auf lange Sicht der gesamten Spezies schaden, ist Foerst überzeugt. Statt Technik-Euphorie fordert sie einen breiten gesellschaftlichen Diskurs. Europa sei den USA in dieser Hinsicht voraus. Ein Gespräch über Roboter, ChatGPT und das, was Menschsein ausmacht. Unser Gast in dieser Folge: Anne Foerst, geboren 1966 in Wuppertal, ist Theologin und Computerwissenschaftlerin. Sie studierte in Bonn und ging Mitte der 1980er-Jahre für einen Studienaufenthalt nach Harvard, wo sie bei der Entwicklung von humanoiden Robotern beteiligt war. Sie leitete unter anderem das Forschungsprojekt „God and Computers“. Bis heute setzte sich für den Dialog zwischen Naturwissenschaften und Technik ein. Seit 2003 ist sie Professorin an der Bonaventura University und leitet den Lehrstuhl für Theologie und Computerwissenschaften.Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
Scham ist ein durchdringendes Gefühl. Sie kommt mit leiser Stimme daher, lässt den Blick sinken, bindet die Füße, bringt Körper zum Erstarren - wie in unsichtbarem Treibsand. Doch wem dient sie? Was ordnet sie, was bewahrt sie? Und was verhindert sie? Von Ann Esswein und Sebastian van Vugt www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Essstörung, Binge Eating und Body Positivity: Ein Kreislauf aus Scham, Kontrolle und Rückfällen. Zwischen gesellschaftlichen Körpernormen, inneren Dämonen und der Hoffnung auf Heilung entfaltet sich der Kampf um Identität und Selbstbestimmung. Von Nastasja Penzar www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar diskutieren wir zunächst über Konsumkritik und die wahren Zahlen: Vor allem in linksliberalen Kreisen wird gern so getan, als würden alle Bürger wie wild konsumieren, aber das deckt sich nicht mit der Realität. Für die USA haben wir konkrete Zahlen: Die obersten 10 Prozent sind für 50 Prozent des gesamten Konsums verantwortlich. Wir sehen daran auch, wie es um die Reallöhne steht: sehr schlecht.Anschließend diskutieren wir Fragen aus dem Publikum: Warum liegen Donna Haraway und Bruno Latour falsch? Was waren die Beweggründe für Wolfgangs Auftritt bei Ben ungeskriptet? Darf die Geschichte als Kronzeugin herbeigerufen werden, um vor einem Sozialismus zu warnen? Wird der politische Diskurs debiler? Außerdem geht es um den Hype um True-Crime-Podcasts, Buchhandlungen mit immer weniger Büchern und um das Thema Klasse mit den konträren Positionen von Hanno Sauer und Nicole Meyer-Ahuja.Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Speakeasy-Bar!Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank!Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/aboutAlle Fragen:1: Warum war Wolfgang bei Ben ungeskriptet?2: Lehrt die Geschichte, dass der Sozialismus nicht funktioniert?3: Was halten wir von Dimitri Kochenovs Kritik der Staatsbürgerschaft?4: Wo bleiben eigentlich die 68er 2.0?5: Wie erklärt sich der Krimi-Hype?6: Was halten wir von Kritischer Pädagogik?7: Was denken wir über Hanno Sauer und seinen Bestseller "Klasse"?8: Wieso gibt es in Buchhandlungen immer weniger Bücher zu kaufen?9: Warum halten wir nichts von Donna Haraway und Bruno Latour?10: Wie gewinnt man ein realistisches Bild des modernen China – fernab von anti-kommunistischer Propaganda?11: Wie kommt es, dass zuletzt so viele Frauen Literaturpreise gewinnen?12: Wie stellt man sein Leben am besten in den Dienst einer linken Sache?
Diese Low Budget Kurzfilmdoku von Anna Zhukovets & Karen Abel wurde zwischen 2021 ( Karen hatte gerade die Untersuchungsergebnisse bekommen 3 Jahre mit einem Medikament stabil zu sein) und 2022 ( mitten im 2. Progress, das heißt der Tumor und die Metastasierung breiten sich aufgrund der Resistenz gegenüber der Behandlung aus) gefilmt. Inzwischen hat Karen schon den 4. Progress hinter sich:Die Regisseurin, Editorin, Fotografin und Journalistin Anna Zhukovets (Geboren 1997 in Mariupol; Vita unter https://www.hff-muc.de/de_DE/studente... ) schafft es innerhalb eines Jahres das Leben einer Frau – die niemals aufgibt - mit dem Lungenkrebs einzufangen. Dabei unterstützt Karen Anna inhaltlich und auch kreativ im gesamten Filmprozess.Wissbegierde, Offenheit, Loyalität und eine unermüdliche Selbstarbeit: Das ist Karen Abel. Gerade im Dokumentarfilm lernt man von jedem Menschen etwas. Von Karen lerne ich, mich mehr in Dankbarkeit und Optimismus zu üben. Von Anfang an, lehnt Karen Mitleid ab. Mitgefühl statt Mitleid. Das wünscht sie sich. Offene Fragen statt Stille. Zuhören. Wie hört man empathisch zu? Wie wird man einem persönlichen Portrait gerecht? Indem ich mich als Filmemacherin zurücknehme. Nur so kann man zuhören. Lungenkrebs, das ist die Krankheit der Zukunft. Sie betrifft uns alle. Familie, Freunde und Partner: Die Stigmata des rauchenden alten Mannes hemmt oft einen offenen Diskurs. Und es stimmt nicht. Immer mehr junge Nicht- und Nie Raucher sind betroffen. Ein Film, der die Vorurteile über Lungenkrebs entkräftet. Und gleichzeitig sichtbar macht. Nämlich: Die Geschichte von Karens und Vesnas '' Wie Phönix aus der Asche'' soll sich der eigenen Lebenskraft und Endlichkeit nähern.''Wie Phönix aus der Asche'' ist eine Film-Odyssee. Anna Zhukovets und Karen Abel machen sich auf die Suche nach den Tiefen der Krebsforschung. Sprechen mit Experten und Betroffenen, ohne zu erahnen, dass es sich bei dieser Reise durch die Wissenschaft um die eigene Reflexion dreht. Um den Tod und das Leben. ''Wie Phönix aus der Asche'' ist eine Erzählung einer Frau, die scheinbar dem Tod geweiht ist. Und dennoch: Nicht aufhören will die bestehenden Regeln der Medizin zu hinterfragen. Die Geschichte von Karen Abel, sie zeigt, wie sehr es sich lohnt, zu hinterfragen. Nach anderen Wegen zu suchen. Die Geschichte trägt die Erkenntnis mit sich, dass die Krebsforschung mehr kann als nur Strahlen- und Chemotherapie. Für Karen Abel muss sie ganzheitlich sein. Sie muss den Menschen im Kern mitdenken. Dafür muss die Ärzte-Patient: innen-Kommunikation auf Augenhöhe bleiben.Chapters00:00 Der Weg zur Selbstakzeptanz02:38 Stigmatisierung und die Realität von Lungenkrebs06:11 Die Entstehung von Lungenkrebs08:45 Die Herausforderungen der Diagnose12:03 Die Bedeutung von Lebensqualität und Achtsamkeit14:49 Der Umgang mit dem Tod und die Rolle der Ärzte
Wie gestalten wir unser Zusammenleben? Bei solchen Fragen geht es meist um Gleichheit oder Gerechtigkeit. Warum aber nicht darum, die Gesellschaft schöner zu machen? In Zeiten der Verwahrlosung gilt es, einen ästhetischen Republikanismus zu entdecken. Von Arnd Pollmann www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Umsätze gehen zurück, Galerien schließen. Der Kunstmarkt verändert sich radikal. Und die Kunst sowieso. Das Zeitalter, in dem Kunst sich autonom erklärte, scheint vorbei zu sein, wenn Kunst sich etwa moralischen oder politischen Fragestellungen zuwendet. Von Hilka Dirks www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Der US-Präsident hat viel dazu getan, dass Fakten sich im politischen Diskurs auflösen. Das verfolgt ihn nun im Fall Jeffrey Epstein. Die Lage am Sonntag. Der Artikel zum Nachlesen: Der Epstein-Fluch +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
Ein Smiley, ein Schmollgesicht oder ein achselzuckendes Shruggie. Schon ist in der digitalen Kommunikation scheinbar alles klar. Was aber lässt sich mit Emojis nicht sagen? Drückt sich in dieser putzigen Sprache womöglich eine krasse Ideologie aus? Von Holm Friebe www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Multiple Krisen und der Aufstieg neoimperialer und illiberaler Politik lassen neue Topographien des Ausnahmezustands entstehen. Alte Fragen treten neu auf den Plan - etwa die nach der Legitimität von Gewalt in politischen Kämpfen für Gerechtigkeit. Von Teresa Koloma Beck www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Nach der Infrastruktur treffe es auch den traditionell höflichen, respektvollen und toleranten politischen Diskurs der britischen Gesellschaft. Sichtbar im Anschlag auf eine Synagoge und zu beobachten an den Parteikongressen. Sagt Patrik Wülser, SRF-Grossbritannienkorrespondent. In der Conference Season treffen sich in Grossbritannien Tories, Labour und Reform UK zu ihren Parteitagen. Es sind Mega-Events in riesigen Kongresshallen mit viel Show. Die drei Veranstaltungen zeigen auch den Zustand und Befindlichkeit der jeweiligen Parteien. Reform UK auf dem Aufstieg, Labour mit Premierminister Starmer, der mit Patriotismus seine Politik zu erklären versucht. Die jahrhundertelang dominanten Tories kämpfen momentan gegen das Verschwinden. Welche Veränderungen vollziehen sich da im bisherigen politisch massgebenden Zweiparteiensystem? Während der Parteitag-Kaskade wird eine Synagoge in Manchester angegriffen. Der Schock sitzt tief. Zeigen sich in den folgenden Schuldzuweisungen die Brüche in der Gesellschaft? Patrik Wülser berichtet für SRF aus Grossbritannien und ist zu Gast im Tagesgespräch mit Karoline Arn.