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Der kommende Sommer bringt auch so manches Problem wieder zurück. Wie in den letzten Jahren sitzt der Eichenprozessionsspinner wieder in den Eichen und wirft seine kleinen Härchen ab, die für Mensch und Tier gefährlich sein können. Aber auch so manches Bauprojekt steht auf der Kippe. Ein möglicher Neubau der Kita Heinersdorf soll verschoben werden, wahrscheinlich um ein Jahrzehnt. Seltsam, dass diese Arbeitsbedingungen die Gemeindevertretung dort zulassen. Der Podcast ist kostenlos. Du kannst Episoden anhören, herunterladen oder abonnieren. Wir machen alles in unserer Freizeit, kostenlos für Euch. Wir nerven Euch außerdem nicht mit bezahlter Werbung oder Sponsoring. Wenn ihr Fragen, Kritik oder Anregungen habt, dann könnt ihr mich gerne ansprechen, wenn nicht persönlich, dann gern auch per Mail unter info@grossbeereninside.deFolge uns gern auf Facebook….Folgt unserem Sprecher Dirk Steinhausen beiTwitter https://twitter.com/dirksteinhausen/Instagram https://www.instagram.com/dirksteinhausen/Facebook https://www.facebook.com/dirk.steinhausen
Wer putzt, wenn alle anderen längst zuhause sind? «Input»-Host Beatrice Gmünder schrubbt als Bademeisterin selbst Duschen und Toiletten. Eine Folge über eine Arbeit, die alle brauchen und Menschen, die dabei oft übersehen werden. «Solange alles sauber ist, denkt kaum jemand darüber nach, wer dafür sorgt», sagt Beatrice Gmünder. Für diese Folge trifft sie Reinigungskräfte, die ihren Beruf mit Stolz ausüben und dank ihrer Arbeit in der Schweiz gut leben können. Gleichzeitig erklärt Reta Barfuss: «Sauberkeit soll möglichst günstig und unsichtbar bleiben», sie untersucht in ihrer Doktorarbeit die Reinigungsbranche. Eine Folge über Wertschätzung, Arbeit und die Menschen hinter der Sauberkeit. ________________________ In dieser Episode zu hören: - Heidi, langjährige Bademeisterin - Helena, Vorarbeiterin bei der Reinigungsfirma Willi - Reta, schreibt Doktorarbeit über die Arbeitsbedingungen in der Reinigungsbranche ________________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ________________________ - Autorin: Beatrice Gmünder; @beatricegmunder - Publizistische Leitung: Anita Richner ________________________ Das ist «Input»: Dem Leben in der Schweiz auf der Spur – mit all seinen Widersprüchen und Fragen. Der Podcast «Input» liefert jede Woche eine Reportage zu den Themen, die euch bewegen.
Es gibt Momente im Berufsleben eines Reisejournalisten, da schaut man auf den Stapel neuer Bücher, Pressemappen und wohlmeinender Branchenliteratur und spürt, wie die innere Gangway langsam hochgezogen wird… Besonders zuverlässig passiert das bei Kreuzfahrtbüchern. Denn seien wir ehrlich: Die Welt ist nicht arm an Berichten über schwimmende Ferienanlagen, an hymnischen Beschreibungen von Sonnenuntergängen über dem Lido-Deck oder an literarisch ambitionierten Schilderungen jener existenziellen Grenzerfahrung, die darin besteht, am Seetag zwischen drei Buffets und zwei Shows wählen zu müssen. Meine Begeisterung war also überschaubar, als das nächste Manuskript über die große weite Welt auf See auf meinem Schreibtisch landete. Brauchen wir wirklich noch einen Reisebericht über „Abenteuer“ auf einem 6.000-Betten-Pott? Noch eine salzige Liebeserklärung an Balkonkabinen, Captains Dinner und das große Glück, morgens in einer anderen Destination aufzuwachen, während im Hintergrund die Klimaanlage summt und die Landstrom-Frage diskret über die Reling geworfen wird? Denn leider viel, was über Kreuzfahrten publiziert wird, ist ungefähr so gehaltvoll wie Instant-Milchreis in der Crew-Messe: süßlich, klebrig und ohne nennenswerten Nährwert für den kritischen Geist… Dann allerdings sah ich den Namen auf dem Cover: Christofer Knaak. Damit war das Interesse bei mir doch geweckt. Christofer ist, wie auch Franz Neumeier von Cruisetricks, keiner jener Autoren, die Kreuzfahrt vor allem als Kulisse für Selbstbegeisterung missverstehen. Er kennt die Branche. Er konsumiert sie nicht nur aus der Perspektive des Champagnerglases, sondern betrachtet sie mit journalistischem Handwerkszeug, historischem Bewusstsein und einem Blick für jene Details, die in PR-Texten gern hinter Adjektiven wie „einzigartig“, „exklusiv“ oder „unvergesslich“ versenkt werden. Sein neues Buch „Vorm Bug die Welt“ ist deshalb keine Broschüre im Hardcoverformat, sondern eine angenehm wache, kenntnisreiche und mitunter wunderbar entromantisierende Vermessung der Seereise. Seereise statt Bettenburg mit Schornstein Knaak interessiert sich nicht für die üblichen Rennstrecken des Massenmarkts, auf denen die Branche ihre Kapazitäten durchoptimiert wie ein Logistikunternehmen mit Showbühne. Sein Blick gilt der eigentlichen Seereise: kleineren Einheiten, besonderen Routen, Schiffen mit Charakter und Situationen, in denen das Meer nicht nur Hintergrundbild für Selfies ist, sondern tatsächlich eine Rolle spielt. Drei Stationen seines Buches zeigen sehr schön, worum es ihm geht. Da ist zunächst die Antarktis, bereist auf der *Sea Explorer*. Schon die Drake-Passage, jene berüchtigte Wasserstraße zwischen Südamerika und der Antarktischen Halbinsel, liefert die dramaturgische Fallhöhe gleich mit. Bei der Anreise zeigt sie sich als beinahe zahmer „Drake Lake“, auf der Rückfahrt dann als veritabler „Drake Shake“ mit acht Meter hohen Wellen und der freundlichen Einladung an die Passagiermägen, ihre bisherige Ordnung zu überdenken. Wer danach noch Energie, Mut oder eine leicht problematische Neigung zur Selbstprüfung besitzt, springt wie Knaak bei rund einem Grad Wassertemperatur ins Südpolarmeer. Sein Fazit ist ebenso schlicht wie richtig: Dort unten steht der Pinguin über dem Homo sapiens. Eine Erkenntnis, die man einigen Produktentwicklern der Branche gelegentlich auf die Tischvorlage drucken möchte. Ganz anders, aber nicht weniger aufschlussreich, ist die Passage über den schwedischen Göta Kanal an Bord der *MS Juno*, Baujahr 1874. Hier wird Luxus radikal neu definiert. Die Kabinen messen ungefähr 1,5 mal 2 Meter – ein Format, das heutigen Suite-Kunden vermutlich als begehbarer Kleiderschrank mit historischem Charme verkauft würde. Doch genau in dieser Reduktion liegt der Reiz. Kein schwimmendes Einkaufszentrum, keine Wasserpark-Architektur, keine LED-getränkte Erlebnisüberforderung. Stattdessen: Entschleunigung, Handwerk, Nähe zum Wasser. Um den historischen Rumpf in den engen Schleusen zu schützen, nutzt die Crew keine Plastikfender, sondern Birkenstämme. Manchmal ist Nachhaltigkeit eben keine Powerpoint-Folie, sondern ein Stück Holz. Und dann ist da noch die *Sea Cloud Spirit* vor den Kanaren: 138 Meter Schiff, 28 Segel, von Hand gesetzt. Während die Passagiere mit jener Mischung aus Andacht und leichter Ungläubigkeit nach oben blicken, arbeitet die Crew in schwindelerregender Höhe. Hier wird sichtbar, was in der Kreuzfahrtindustrie zunehmend selten geworden ist: maritimes Können, das nicht vollständig durch Hotelmanagement, Yield-Optimierung und Entertainmentdramaturgie ersetzt wurde. Mit Salzgehalt gegen Seemannskitsch Schon im Vorwort, das Knaak passend „Einschiffung“ nennt, macht er klar, dass er der Romantik nicht unbewaffnet begegnet. Er nimmt sich ein beliebtes Bild vor: die angebliche Nähe des Menschen zum Meer, weil Tränen und Ozean denselben Salzgehalt hätten. Ein hübscher Satz, bestens geeignet für Kalenderblätter, Taufreden und die sentimentalen Absätze in Kreuzfahrt-Katalogen. Nur leider falsch. Meerwasser enthält im Durchschnitt etwa 3,5 Prozent Salz. Eine menschliche Träne kommt auf rund 0,9 Prozent. Die Verbindung zwischen Mensch und Meer liegt also nicht in dieser poetischen Gleichung, sondern tiefer: in den Bausteinen unseres Körpers, in Natrium, Chlorid, Kalium und Calcium. Es ist typisch für dieses Buch, dass Knaak den Zauber nicht zerstört, sondern präzisiert. Er nimmt dem Meer nicht seine Faszination. Er befreit es nur vom schlechten Marketing. Für Touristiker ist genau das interessant. Denn die Branche steht seit Jahren vor der Frage, wie viel Mythos sie braucht – und wie viel Wirklichkeit sie erträgt. Kreuzfahrt lebt von Sehnsuchtsbildern, keine Frage. Aber eine Industrie, die weiter wachsen will, kann sich nicht dauerhaft in Sonnenuntergangslyrik einrichten, während Häfen über Overtourism klagen, Umweltverbände Messwerte vorlegen und die Crew unter Bedingungen arbeitet, die im Gästebereich kaum jemand sehen möchte. Versenker: Umwelt, Overtourism, Flaggenstaaten Der eigentliche Wert von „Vorm Bug die Welt“ liegt darin, dass Knaak genau diese Schattenseiten nicht ausblendet. In Kapiteln wie „Auf grünem Kurs“ und „Crew only“ verlässt er konsequent das Sonnendeck der Behauptungen und steigt hinab in die Maschinenräume der Realität. Cruise-Fachjournalist Christofer Knaak Er schreibt über Umweltaspekte, über die komplizierte Transformation einer Branche, die gern von Zukunft spricht, aber in der Gegenwart noch reichlich schwere Altlasten mitführt. Er thematisiert Overtourism, etwa in Venedig, wo die Kreuzfahrt jahrelang als besonders sichtbares Symbol für die Überforderung fragiler Stadträume stand. Und er blickt auf die ökonomischen und juristischen Konstruktionen hinter den Kulissen: Flaggenstaaten wie Bahamas oder Malta, steuerliche Optimierungen, Arbeitsregime, Verantwortlichkeiten, die sich je nach Bedarf erstaunlich elastisch anfühlen. Dabei verfällt Knaak nicht in pauschale Verdammung. Das ist wichtig. Denn die Kreuzfahrt ist nicht nur ein Problem, sie ist auch ein Produkt mit enormer Nachfrage, hoher Wertschöpfung, großer emotionaler Bindung und beträchtlichem Innovationsdruck. Wer sie verstehen will, muss mehr können als empört winken. Knaak kann das. Er ordnet ein, statt nur zu urteilen. Auch historisch liefert er Substanz. Die Branche beginnt bei ihm nicht mit Wasserrutschen und Spezialitätenrestaurants, sondern unter anderem mit Albert Ballin und der Hapag. Die erste „Lustreise“ der *Augusta Victoria* im Jahr 1891 erscheint dabei nicht als romantischer Geistesblitz, sondern als das, was sie auch war: ein klug kalkuliertes Geschäftsmodell, um Schiffe im Winter nicht ungenutzt herumliegen zu lassen. Kreuzfahrt war von Anfang an Sehnsucht und Auslastungsmanagement. Wer heute Revenue Management betreibt, darf sich also durchaus in einer langen Tradition sehen – wenn auch nicht zwingend in einer edlen. „Passenger Area – Start Smiling!“ Besonders lesenswert ist das Kapitel „Crew only“. Es sollte Pflichtlektüre für alle sein, die glauben, das Lächeln des Stewards sei im Preis der Balkonkabine selbstverständlich enthalten. Knaak beschreibt die Grenze zwischen Gästewelt und Arbeitswelt nicht abstrakt, sondern anhand eines Schildes: „Passenger Area – Start Smiling!“ Mehr muss man über emotionale Dienstleistungsarbeit eigentlich kaum wissen. Hinter dieser Tür beginnt die Performance. Müdigkeit, Heimweh, Rückenschmerzen, schlechte Laune – alles bleibt draußen. Drinnen wartet der Gast, und der hat schließlich Urlaub. Auf der *MS Europa*, so erzählt Knaak, zählen Crewmitglieder die Zeit bis zum Abmustern nicht in Wochen, sondern in Schnitzeltagen. Jeden Sonntag gibt es Schnitzel. Ein Kalender aus Panade. Man kann darüber lächeln, sollte aber nicht übersehen, was dahintersteckt: lange Verträge, wenig Privatsphäre, harte Routinen. Ein Arbeitstag kann bis zu 14 Stunden dauern. Das See-Arbeitsübereinkommen erlaubt monatliche Arbeitszeiten, die an Land vermutlich jeden Betriebsrat in Schnappatmung versetzen würden. Während der Gast über Servicequalität urteilt, stemmt die Crew ein System, das auf perfekter Freundlichkeit bei maximaler Effizienz beruht. Dass Reedereien Teile der Vergütung über Service-Entgelte faktisch an den Kunden delegieren, ist aus Unternehmenssicht elegant. Aus moralischer Perspektive wirkt es eher wie ein Taschenspielertrick mit Bordkarte. Buch als Branchenlektüre „Vorm Bug die Welt“ ist kein Anti-Kreuzfahrt-Buch. Zum Glück. Davon gibt es ebenfalls genug, und viele sind ungefähr so differenziert wie ein Shitstorm mit Seekrankheit. Knaak schreibt aus Sympathie zur Seereise, aber nicht aus Blindheit gegenüber der Industrie. Das macht sein Buch wertvoll – gerade für Profis im Tourismus. Er zeigt, dass eine Reise auf kleineren, charaktervollen Schiffen wie der *Artania*, der *MS Europa* oder historischen und spezialisierten Einheiten etwas anderes sein kann als das standardisierte Dahingleiten auf anonymen Megalinern. Er zeigt aber auch, dass diese Differenz nicht von selbst entsteht. Sie braucht Haltung, Produktintelligenz, gute Routenplanung, faire Arbeitsbedingungen, glaubwürdige Nachhaltigkeit und Gäste, die mehr erwarten dürfen als Quadratmeter, Buffetmeter und Showminuten. Für jemanden wie mich, der die angekündigten Neubauten der kommenden Jahre eher mit hochgezogener Augenbraue als mit Champagnerlaune betrachtet, ist dieses Buch eine wohltuende Erinnerung daran, was Seefahrt sein könnte: Begegnung mit Natur, Technik, Menschen und Geschichte. Nicht bloß ein schwimmendes Konsumversprechen mit Hafenblick. Die Empfehlung lautet daher: kaufen, lesen, Verstand einschalten. Und den PR-Kitsch bitte an der Gangway abgeben. Wer mehr über die Macher, Mechanismen und Zumutungen dieser Branche hören möchte: Im Reiseradio-Podcast, den Sie mit einem kleinen Klick auf das Kopfhörer-Symbol im Titelbild abrufen können, haben wir auch Christofer Knaaks Buch analysiert (mit Hilfe der Redaktions-KI-Tools) und daraus ein munteres Gespräch produziert – für die, die lieber nebenbei hören als nicht nebenbei zu lesen Bis dahin: immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Und gelegentlich auch eine Handbreit Skepsis im Kopf. Das Buch bei Amazon – hier klicken Um den Podcast anzuhören, bitte auf das Kopfhörer-Symbol im Titelbild klicken Der Beitrag Kreuzfahrt-Buch mit Biss Christofer Knaak blickt hinter die Bordkulissen erschien zuerst auf Was mit Reisen.
Blumen vor dem Spital und Applaus von den Balkonen: Während der Corona-Pandemie war die Wichtigkeit der Pflege unbestritten. Doch hat sich die Arbeitsbelastung für das Pflegepersonal seitdem wirklich gross verändert? Mehr über die SP Motion zur nicht umgesetzten Pflegeinitiative vom Februar 2021 hörst du in diesem Beitrag.
Der Projektierungskredit für die Erweiterung der Schulanlage Hofmatt in Gelterkinden wurde vom vom Stimmvolk abgelehnt. Wie weiter? Ebenfalls nicht auf Gegenliebe gestossen ist unser Antrag an der SIA-GV für eine offene Arbeitsgruppe über die Arbeitsbedingungen in unserer Branche. Zudem im ArchiBasel-Pocast: Ist Basel die ReUse-Architekturstadt der Schweiz? WEBSITE www.architekturbasel.ch INSTAGRAM www.instagram.com/architekturbasel FACEBOOK www.facebook.com/archibasel YOUTUBE www.youtube.com/channel/UC6hTXmiATFx-Pp6NodIBLvQ
In Kalabrien verbrannten vier Erntehelfer aus Afghanistan und Pakistan in einem Auto, das mutwillig angezündet wurde. Offenbar hatten sich die ermordeten Erntehelfer gegen die schlechten Arbeitsbedingungen gewehrt. Die Täter stammen aus dem Umfeld des organisierten Verbrechens. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:51) Nachrichtenübersicht (07:11) Italien: Festnahmen nach brutaler Tötung von Erntehelfern (13:25) Peru vor den Präsidentschaftswahlen (19:47) Wie steht es um Jungunternehmen in der Schweiz? (24:49) So will Armenien unabhängiger von Russland werden (31:08) Von überdosierten Krebsmedikamenten (36:35) Der Fall Bruel und die Machtlosigkeit der Musikfestivals
Schauspiel-Helden, der Podcast des Bundesverbands Schauspiel e.V.
In dieser Podcastfolge spricht Moderatorin Isabel Lamers mit Dominick Luquer, Generalsekretär der FIA – der Internationalen Föderation der Schauspielgewerkschaften. Die FIA vertritt rund 85 Gewerkschaften und Berufsverbände darstellender Künste weltweit und setzt sich für die Rechte von Schauspieler*innen, Tänzer*innen und Synchronschauspieler*innen ein. Wie ist Dominick Luquer zur FIA gekommen und welche Aufgaben übernimmt er? Vor welchen Herausforderungen steht die Organisation aktuell? Sie sprechen über den Umgang mit sensiblen Situationen am Set, die Rolle von Intimacy Coordinators sowie Best Practices im Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Film- und Fernsehbranche. Außerdem geht es um die Bedeutung von internationaler Solidarität innerhalb der Branche, um die Auswirkungen des SAG-AFTRA-Streiks und darum, welche positiven Veränderungen durch die Zusammenarbeit von Gewerkschaften erreicht werden können. Ein interessantes Gespräch über Zusammenhalt, Geduld, Arbeitsbedingungen und die Zukunft der darstellenden Künste.
In dieser Folge sprechen Sabrina Müller und Aline Knapp mit Dr. Andrea Löther über strukturellen Sexismus in der Wissenschaft, Phänomene wie die „Gläserne Decke" und die „Leaky Pipeline" sowie die Ursachen für das Ausscheiden von Frauen aus dem Wissenschaftssystem. Prof. Dr. Sabrina Müller, Lehrstuhlinhaberin für Praktische Theologie, Universität Bonn und Projektleiterin am UFSP Digital Religion(s), Universität ZürichInstagram: @sabrinamueller25 Aline Knapp, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Praktische Theologie, Universität Bonn und assoziierte Forscherin am UFSP Digital Religion(s), Universität ZürichInstagram: @aline.knapp Dr. Andrea Löther ist seit 2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft (CEWS) bei GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. Sie hat Geschichtswissenschaft, Europäische Ethnologie und Soziologie in Marburg und Bielefeld studiert und in Geschichtswissenschaft promoviert. Ihre Expertise zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft spiegelt sich in zahlreichen Publikationen wider: Sie hat sowohl zur Gleichstellungspolitik auf europäischer Ebene als auch zu intersektionalen Geschlechterungerechtigkeiten in Organisations- und Arbeitsbedingungen an Hochschulen sowie zu Evaluationen einzelner Hochschulen im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit gearbeitet. ShownotesWebsite des CEWS (u.a. mit Statistiken, Informationsseiten zu einzelnen Themen wie Gender Bias o. geschlechtsbasierte Gewalt)Frauen in der Wissenschaft, ARD-Audiothek 2024Podcast: Zweimal 2x, Folge zu Rassismus in der Hochschule und DekolonialisierungLiteratur:Auferkorte-Michaelis, N., & Latta, M. (2025). Geschlechterbezogene Hochschulforschung - Hochschulbezogene Geschlechterforschung. In: P. Pasternack, G. Reinmann, & C. Schneijderberg (Hg.), Hochschulforschung. Forschung über Hochschule und Wissenschaft. Nomos. (S. 669–678). Schwerpunkt Gleichstellung, in: Forschung & Lehre, Heft 6/2026Lipinsky, A., Löther, A., Steinweg, N., & Weber, L. (2025). Nachgefragt beim Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS). In: Soziopolis. Gesellschaft beobachten, 14.10.25.Leopoldina-Berichte:1. Bericht zur EntbürokratisierungKrieg, T., Auer, M., Barner, A., & Broer, F. (2025). Mehr Freiheit – weniger Regulierung. Vorschläge für die Entbürokratisierung des Wissenschaftssystems. (Leopoldina Diskussionen, Nr. 36).Kritische Auseinandersetzung mit diesem Bericht:Dahmen, B. (2025). Wohin der Diskurs sich dreht: Narrative und Diskursverschiebungen zu Gender Studies, diskriminierungssensibler Sprache, Chancengerechtigkeit an Hochschulen in Deutschland. In: Journal Netzwerk Frauen und Geschlechterforschung NRW (56), S. 32–34. 2. Bericht zu Gleichstellung in der WissenschaftDeutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (2022). Frauen in der Wissenschaft. Entwicklungen und Empfehlungen: Halle (Saale). Literaturempfehlungen:Weber, L., Gruhlich, J., Langer, A., & Mahs, C. (Hg.). (2025). Geschlecht und Gerechtigkeit. Aktuelle Perspektiven auf die Entstehung, Reproduktion und Transformation geschlechtlicher Ungleichheiten in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Springer VS.Franzke, A., & Springsgut, A. (Hg.). (2024). Gleichstellung im Wandel. Neue Herausforderungen und Wege der Karriereentwicklung von Frauen in der Wissenschaft. Ulrike Helmer Verlag.O'Connor, P., & White, K. (Hg.). (2021). Gender, Power and Higher Education in a Globalised World. 1st ed. 2021. Springer International Publishing; Imprint Palgrave Macmillan. Praktische Theologie Universität Bonn: https://www.etf.uni-bonn.de/de/fakultaet/praktische-theologie-religionspaedagogik/praktische-theologieInstagram: @pt_unibonn Gleichstellung der Universität Bonn: https://www.gleichstellung.uni-bonn.de/de Evangelische Hochschule Hessen: https://www.eh-hessen.deInstagram: @eh_hessen Transformationsstudien: https://transformationsstudien.deInstagram: @transformationsstudien
Schauspiel-Held*innen, der Podcast des Bundesverbands Schauspiel e.V.
In dieser Podcastfolge spricht Moderatorin Isabel Lamers mit Dominick Luquer, Generalsekretär der FIA – der Internationalen Föderation der Schauspielgewerkschaften. Die FIA vertritt rund 85 Gewerkschaften und Berufsverbände darstellender Künste weltweit und setzt sich für die Rechte von Schauspieler*innen, Tänzer*innen und Synchronschauspieler*innen ein. Wie ist Dominick Luquer zur FIA gekommen und welche Aufgaben übernimmt er? Vor welchen Herausforderungen steht die Organisation aktuell? Sie sprechen über den Umgang mit sensiblen Situationen am Set, die Rolle von Intimacy Coordinators sowie Best Practices im Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Film- und Fernsehbranche. Außerdem geht es um die Bedeutung von internationaler Solidarität innerhalb der Branche, um die Auswirkungen des SAG-AFTRA-Streiks und darum, welche positiven Veränderungen durch die Zusammenarbeit von Gewerkschaften erreicht werden können. Ein interessantes Gespräch über Zusammenhalt, Geduld, Arbeitsbedingungen und die Zukunft der darstellenden Künste.
„Sport has the power to change the world.“ Von dem Optimismus dieser Worte des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela (1918–2013) scheint inzwischen nur noch wenig übrig zu sein. Bereits bei den Fußballweltmeisterschaften der Männer 2018 in Russland und 2022 in Katar stellte sich die Frage, wie geeignet die jeweiligen Gastgeberländer angesichts der Unterdrückung queerer Menschen sowie der teils katastrophalen Arbeitsbedingungen auf den Stadionbaustellen überhaupt sind. Dies geschieht, obwohl die FIFA sich laut ihren Statuten „zur Einhaltung aller international anerkannten Menschenrechte“ bekennt und „sich für den Schutz dieser Rechte“ einsetzen will (Art. 3 FIFA-Statuten 2024, eigene Übersetzung). Mit Blick auf die anstehende Fußballweltmeisterschaft der Männer, deren Austragung mit den Vereinigten Staaten zumindest eine umstrittene Gastgebernation umfasst, stellen wir uns im Podcast die Frage: In welchem Verhältnis stehen Sport und Menschenrechte zueinander?Dafür haben wir uns mit Björn Schiffbauer unterhalten, der in seiner wissenschaftlichen Karriere die Themenschwerpunkte dieser Folge vereint hat – Völkerrecht, Menschenrechte und Sport. Im Jahr 2025 gab er auch einen Sammelband zu dieser Thematik heraus. Ergänzend beleuchtet Deborah Peters im Grundlagenteil die Rechte von Athlet*innen und stellt Fälle vor dem Internationalen Sportgerichtshof (Court of Arbitration for Sport, CAS) vor.Eine automatische Transkription der Folge findest du hier auf dem Völkerrechtsblog. Für die Richtigkeit der automatischen Transkription übernehmen wir keine Gewähr.Wir sind gespannt auf eure Rückmeldungen! Lob, Anmerkungen und Kritik sind herzlich willkommen an podcast@voelkerrechtsblog.org. Abonniert unseren Podcast via RSS, über Spotify oder überall dort, wo es Podcasts gibt. Es gibt die Möglichkeit, auf diesen Plattformen den Völkerrechtspodcast zu bewerten, wir freuen uns über 5 Sterne! Hintergrundinformationen:Antoine Duval und Mark James, Is the International Olympic Committee's Decision to Disqualify Vladyslav Heraskevych Legal?, Verfassungsblog. 12.02.2026.Björn Schiffbauer, Der Wettkampfausschluss von Nationen aus politischen Gründen – Grundzüge einer Ausschlussdogmatik in der Schnittmenge zwischen Völkerrecht und Sportrecht, in: Schiffbauer (Hrsg.), Menschenrechte und Werte im Sport (2025), S. 43-80.Livia Hinz, The ECtHR's Final Ruling in Semenya v Switzerland: A Missed Opportunity to Uphold Human Rights in Sports?, European Papers Vol. 10, No. 3 (2025), pp. 687-707.James AR Natziger, International Sports Law, Max Planck Encyclopedia of International Law (2015).Paul Ziegler, Game Over Israel: Why UEFA Is Legally Obliged to Suspend the Israel Football Association IFA from Its Competitions, Völkerrechtsblog, 19.01.2026.Sahra Simay Günalp, Reactive justice: how FIFA and CAS co-construct child protection in football: A legal analysis of Article 19 of the FIFA RSTP through CAS jurisprudence, International Journal of Sports Law (2026). Moderation: Marie-Christin Manke & Salman KhanGrundlagen: Deborah PetersInterview: Prof. Dr. Björn Schiffbauer & Salman KhanSchnitt: Daniela RauCredits für den O-Ton zu Beginn: https://www.whitehouse.gov/videos/president-donald-j-trump-wins-the-inaugural-2025-fifa-peace-prize/, The White House, abgerufen am 04.06.2026, Minute 00:00-00:21, verwendet unter der CC BY 3.0 US Lizenz, wie in der White House Copyright Policy niedergelegt. Außer des Zuschnitts auf den angegebenen Bereich wurden keine Veränderungen vorgenommen.
Sollen in der Schweiz neu zwölf statt nur vier Sonntagsverkäufe möglich sein? Hilft das der Wirtschaft? Oder ist das unnötig und belastet das Verkaufspersonal? In der Schweiz ist Sonntagsarbeit grundsätzlich verboten, mit Ausnahmen für Branchen wie Spitäler, Restaurants oder den ÖV. Im Detailhandel sind maximal vier Sonntagsverkäufe pro Jahr erlaubt. Der Bundesrat unterstützt eine Standesinitiative aus dem Kanton Zürich, welche die Zahl der möglichen Sonntagsverkäufe von vier auf zwölf pro Jahr erhöhen will. Nun diskutiert der Ständerat in der aktuellen Sommersession über eine mögliche Gesetzesänderung. Befürworter sehen darin die Chance, den Detailhandel gegenüber der Online-Konkurrenz zu stärken und den Einkaufstourismus im Ausland einzudämmen. Sie argumentieren, dies sei auch eine Anpassung an den heutigen Lebensstil, da viele Berufstätige unter der Woche wenig Zeit zum Einkaufen hätten. Zudem könnte Sonntagsarbeit für Studierende oder Eltern eine willkommene Möglichkeit sein, ihr Einkommen aufzubessern. Der Schweizer Detailhandelsverband Swiss Retail Federation betont, dass genügend Personal an Sonntags- und Abendarbeit interessiert sei. Zudem bleibe die Entscheidung über zusätzliche Sonntagsöffnungen auch künftig bei den Kantonen – und bei den jeweiligen Geschäften. Gewerkschaften, Frauenverbände und kirchliche Organisationen warnen vor den negativen Folgen einer Liberalisierung. Sie befürchten eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für das Verkaufspersonal. Sie zweifeln auch am positiven Effekt für die Wirtschaft, da der Konsum primär vom verfügbaren Einkommen und nicht von den Ladenöffnungszeiten abhänge. Kritiker warnen zudem vor der Erosion des Sonntags als gemeinsamen Ruhetag für Familie, Vereine und soziale Kontakte. Das Volk habe solche Vorhaben schon mehrmals an der Urne verworfen. Eine Ausweitung der Sonntagsverkäufe könnte auch den Fachkräftemangel im Detailhandel verschärfen. Braucht es mehr Sonntagsverkäufe in der Schweiz? Im FORUM diskutieren Gäste mit Hörerinnen und Hörern: · Pro: Patrick Erny, Direktor Swiss Retail Federation, Dachverband des Detailhandels · Contra: Serge Gnos, Co-Geschäftsleiter Unia Zürich, Präsident Gewerkschaftsbund Kanton Zürich
In dieser Folge spreche ich mit Brigitte Zelger, Mitinhaberin des Green Luxury Hotel Pfösl im Südtiroler Eggental. Das Pfösl gehört zu den wenigen Hotels in der Region, die nach dem GSTC-Standard zertifiziert sind – einer der anspruchsvollsten Nachhaltigkeitsauditierungen in der gesamten Hospitality-Branche. Ich hatte die Möglichkeit, das Gespräch direkt vor Ort zu führen, was nochmal einen ganz anderen Einblick gibt als jedes Remote-Interview. Wir sprechen darüber, wie das Pfösl seinen CO2-Fußabdruck pro Gast von rund 29 auf etwa 15 Kilogramm gesenkt hat – nicht durch einen einzigen großen Umbau, sondern durch viele kleine Entscheidungen über Jahre. Ein Beispiel, das hängen bleibt: Als das Hotel sein Salatbuffet durch eine frisch servierte Salatbowl ersetzte, sank die Menge an Biomüll innerhalb von drei Wochen auf 30 Prozent des vorherigen Wertes. Kein Invest, keine große Kampagne – nur eine andere Entscheidung in der Küche. Ein weiterer Schwerpunkt im Gespräch ist das Netzwerk aus regionalen Produzent:innen, das das Pfösl in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Gemüse, Fleisch, Wein, Obst – das Hotel weiß bei jedem Produkt, woher es kommt und wie es angebaut wird. Diese Nähe zu den Lieferant:innen ist keine Kommunikationsstrategie, sondern Teil des täglichen Betriebs. Zuletzt waren verschiedene Erzeuger:innen direkt im Hotel zu Gast und haben den Gästen ihre Produkte vorgestellt. Wir reden auch über die Arbeitsbedingungen im Betrieb. Das Pfösl hat die Fünf-Tage-Woche eingeführt, arbeitet mit einem jährlichen "Audit Familie und Beruf" und hat eine Führungsebene unterhalb der Inhaberfamilie aufgebaut. In einer Branche mit traditionell hoher Fluktuation ist das kein Selbstläufer. Und wir sprechen ganz offen über die Kosten: Nachhaltigkeit ist nicht günstig. Brigitte schildert aber auch, wie schnell sich konkrete Einsparungen gezeigt haben – angefangen bei der Mülltrennung bis hin zum Wassermanagement, das monatlich gemessen wird. Was man nicht misst, kann man nicht verändern – das zieht sich als Grundprinzip durch das gesamte Gespräch. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie Nachhaltigkeit im Alltag eines Familienbetriebs wirklich aussieht – jenseits von Labels und Hochglanzbroschüren.
Antje Heimsoeth Podcast - Erfolg I Motivation I Leadership I Mentale Stärke im Verkauf
In dieser Episode wird die Parallele zwischen Spitzensportlern und Führungskräften gezogen, um zu verdeutlichen, wie Führungskräfte ihre Leistung und ihr Wohlbefinden verbessern können. Es wird betont, dass sowohl Sportler als auch Führungskräfte nach Höchstleistungen streben, aber nur die Sportler konsequent in Training, Regeneration und Selbstverbesserung investieren. Die Episode gibt praktische Tipps, wie Führungskräfte diese Prinzipien in ihren Arbeitsalltag integrieren können, um ihre eigene Leistungsfähigkeit und die ihres Teams zu steigern. Key Takeaways Leistungsprinzipien von Spitzensportlern: Spitzensportler investieren gezielt Zeit in Training und Regeneration, um konstant Höchstleistungen abrufen zu können. Sie wissen, dass ohne diese Vorbereitung keine nachhaltige Performance möglich ist. Dieses Prinzip wird in der Arbeitswelt oft vernachlässigt, was zu Stress und Burnout führt. Eigenverantwortung statt Schuldzuweisung: Während Sportler aktiv ihre Erholung gestalten, neigen viele im Berufsleben dazu, die Verantwortung auf das Unternehmen zu schieben. Die Erwartung, Unternehmen müssten allein für gesunde Arbeitsbedingungen sorgen, greift in meinen Augen zu kurz. Führungskräfte müssen auch selbst aktiv werden, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu steigern. Üben und Vorbereitung für Auftritte: Ähnlich wie Sportler sich auf Wettkämpfe vorbereiten, müssen auch Führungskräfte ihre Präsentationsfähigkeiten üben. Das bloße Erstellen einer Präsentation durch einen Mitarbeitenden reicht nicht aus. Es geht um Körpersprache, Wirkung und die Fähigkeit, auf der Bühne oder vor Kunden zu überzeugen, was kontinuierliches Üben der Präsentation erfordert. Kontinuierliche Selbstverbesserung: Führungskräfte und Spitzensportler teilen das Ziel, die Besten sein zu wollen. Während Sportler ständig an ihrer Form und ihren Erfolgsfaktoren arbeiten, tun dies viele Führungskräfte zu wenig. Sie sollten sich auf ihre Stärken konzentrieren, Schwächen gezielt angehen und offen für neue Techniken und Lösungen sein. Praktische Schritte zur High Performance: Um High Performance zu fördern, sollten Führungskräfte wöchentlich Zeit für das Erlernen oder Verbessern von Fähigkeiten blockieren. Dies beinhaltet die Erstellung einer Liste von Erfolgsfaktoren, deren Skalierung (auch durch Fremdeinschätzung) und die Festlegung konkreter Prozessziele. Selbstreflexion: Regelmäßige Selbstreflexion ist unerlässlich, um Fortschritte, Gedanken, Verhalten, Wirkung zu überprüfen und die täglichen Handlungen mit den Zielen abzugleichen. Experimentieren und Feedback nutzen: Es ist ratsam, neue Ansätze auszuprobieren, wie z.B. Meetings anders zu gestalten bzw. anders zu eröffnen oder Feedback-Ansätze zu variieren. Statt nur auf jährliche Gespräche zu warten, sollten Führungskräfte aktiv und ad hoc Feedback einholen. Dies fördert nicht nur die eigene Entwicklung, sondern auch eine offene Kommunikationskultur im Team. Vorbildfunktion und Teamentwicklung: Führungskräfte sind Vorbilder für ihre Teams. Indem sie selbst Erholung und kontinuierliche Verbesserung vorleben, schaffen sie Raum für ihre Mitarbeiter, ähnliche Themen anzugehen. Wenn Mitarbeiter sehen, dass ihre Führungskräfte sich bemühen und weiterentwickeln, werden sie eher selbst um Unterstützung für ihre Entwicklung bitten, was zu einem positiven Kreislauf des Erfolgs führt. Wenn Ihnen die Podcastfolge gefallen hat, teilen Sie diese bitte in Ihren Netzwerken, dadurch unterstützen Sie meine Arbeit enorm! Danke!!! Wem die Folge gefallen hat – mein Podcast und ich freuen sich über eine ⭐⭐⭐⭐⭐-Bewertung, Abos und/oder eine Rezension auf Apple Podcasts. Danke! Der Beitrag High Performance im Alltag: Konkrete Strategien für Führungskräfte aus dem Spitzensport erschien zuerst auf Heimsoeth Academy.
Rolling Pin Talks - Der Podcast über Helden aus Gastronomie und Hotellerie
Der gebürtige Steirer hat bei Gordon Ramsay in London, im Arzak in San Sebastián und im Steirereck gelernt. Seit 2013 baut Konstantin Filippou gemeinsam mit Ehefrau Manuela an einem kleinen Imperium in Wien – zunächst das „Konstantin Filippou", dann das Bistro „o boufes", und schliesslich Feinkostprojekt „Mama Konstantina". Zwei Sterne, volle Häuser, große Anerkennung. Und dann kam das Jahr 2025, das alles auf den Kopf stellte. Berichte über Arbeitsbedingungen, Vorwürfe über falsch deklarierte Zutaten, ein Mediensturm, der sich gewaschen hatte. In dieser Folge der Rolling Pin Talks sprechen Manuela und Konstantin Filippou gemeinsam und ungeschönt über Fehler, Konsequenzen und die Frage, was einen als Paar und als Unternehmer zusammenhält, wenn es wirklich brennt.
Die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz ist beschlossen - doch warum fällt die Umsetzung in der Praxis so schwer? In dieser Folge spreche ich mit Alexandra Kammer, CEO und Gründerin von Beyond Bias Consulting, über die psychologische Seite fairer Vergütung. Denn hinter ungleichen Gehältern stecken oft keine bösen Absichten, sondern unbewusste Denkmuster, die unser Gehirn täglich nutzt, um schnelle Entscheidungen zu treffen. Das erwartet dich: – Was Bias bedeutet und warum er jeden betrifft, der ein Gehirn hat. – Welche konkreten Verzerrungen bei Gehaltsentscheidungen eine Rolle spielen (Status-quo-Bias, Ähnlichkeits-Verzerrung, Halo-Effekt, Anker-Effekt). – Warum Entgelttransparenz so viel Emotionalität auslöst und wie du damit umgehst. – Wie eine gute Change-Kommunikation den Unterschied macht. – Welche einfachen Maßnahmen helfen, Denkmuster zu durchbrechen. – Warum strukturierte Prozesse und objektive Kriterien der Schlüssel zu fairen Gehaltssystemen sind. Entgelttransparenz ist eine Chance - für mehr Gleichheit, bessere Arbeitsbedingungen und ein System, auf das alle vertrauen können. Diese Folge zeigt dir, wie du den Weg dorthin bewusst und mutig gestaltest.
Wie fühlt sich Arbeit an, wenn das Gehirn Reize anders verarbeitet? In dieser Folge spricht Moderator Ralf Podszus mit Prof. André Frank Zimpel über Neurodiversität im Arbeitsalltag und darüber, warum Lärm, Pausen, Großraumbüros oder vermeintlich harmlose Routinen für manche Menschen zur echten Belastung werden können. Es geht um Reizüberflutung, Misophonie, Masking, Meltdowns und Shutdowns, aber auch um Potenziale: Warum neurodivergente Menschen Teams kreativer, ehrlicher und leistungsfähiger machen können. André Frank Zimpel erklärt, weshalb Kontrolle über Reize oft entscheidend ist, warum Rückzugsräume so wichtig sind und was Unternehmen konkret tun können, um Arbeitsbedingungen neurodiverser zu gestalten. Außerdem geht es um Selbstbewusstsein als Schlüssel für Bildung und Entwicklung, um New Work, KI, Gen Z und die Frage, ob es überhaupt so etwas wie „normal“ gibt, wenn jedes Gehirn anders tickt.
Mit ihrem Poetry-Slam-Text "Ungepflegt" wird sie über Nacht zum Social Media-Star und berichtet danach erstmals bei 3nach9 von ihrem plötzlichen Erfolg: Leah Weigand. Die einstige Gesundheits- und Krankenpflegerin prangert in dem Text die schlechten Bedingungen an, unter denen Pflegende aktuell arbeiten, spricht dem Beruf aber gleichzeitig eine Liebeserklärung aus. Mit ihrem Gedicht berührt die 29-Jährige Tausende, spricht vielen Pflegekräften aus der Seele. Mittlerweile studiert Leah Weigand Medizin und möchte später als Ärztin dazu beitragen, dass sich die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern auch und vor allem im Bereich der Pflege verbessern. Das Schreiben hat Leah Weigand neben ihrem Studium beibehalten – und nun ein Buch mit Gedichten über Wut und Liebe, Losgehen und Ankommen verfasst. Bei 3nach9 berichtet sie über ihr Leben als Autorin und Studierende und erzählt von ihren Erfahrungen als Pflegekraft.
Lieferplattformen stehen zunehmend in der Kritik. Das betrifft vor allem die Arbeitsbedingungen der Essenskuriere: Immer mehr sind bei Subunternehmen beschäftigt, die sich oft staatlicher Kontrolle entziehen. Die Politik ist aufgefordert zu handeln. Scholz, Nina www.deutschlandfunk.de, Hintergrund
Niedrige Löhne, Zeitdruck, prekäre Anstellungsverhältnisse - darüber klagen Beschäftigte bei Essenslieferungsdiensten schon seit Jahren. Sie nennen sich Rider. Gut 200 von ihnen haben in Mitte für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Von Paul Welch Guerra
Der Tag in NRW: Neuer, riesiger Batteriespeicher in Metelen; Reitturnier: Tschio statt CHIO in Aachen; Landesbehindertenrat kritisiert neue Landesbauordnung; Urlaubs-Boom: Sauerland ist Campingland; So sind die Arbeitsbedingungen in NRW-Gefängnissen; Stadtgespräch: Notruf aus der Pflege - System am Limit; Moderation: Wolfgang Meyer Von WDR 5.
In der neuen Folge des Wandelwerker Podcasts spricht Anna mit Prof. Dr. Anke Kahl über den Deutschen Arbeitsschutzpreis. Anke ist Professorin für Arbeitssicherheit an der Bergischen Universität Wuppertal, Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und Jurymitglied beim Deutschen Arbeitsschutzpreis. Die beiden sprechen darüber, wer sich bewerben kann, welche Lösungen gesucht werden und warum nicht nur große Konzepte, sondern auch einfache betriebliche Ideen eine wichtige Bühne verdienen. Anke erklärt, welche Rolle Best-Practice-Beispiele für die Weiterentwicklung des Arbeitsschutzes spielen, warum Auszubildende, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Führungskräfte mit ihren Ideen mutig sichtbar werden sollten und wie Unternehmen gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Sicherheitskultur, Fachkräftesicherung und gesunde Arbeitsbedingungen zusammendenken können. Außerdem geht es um technische Lösungen, Sicherheitskultur in kleinen und großen Unternehmen sowie den Bewerbungsprozess für den Deutschen Arbeitsschutzpreis.
Es ist ein Blick auf die Schattenseiten hinter den pompösen Fassaden von Gstaad: Ein serbisches Ehepaar und deren Tochter (resp. Stieftochter) soll 40 Frauen jahrelang ausgebeutet haben. Die mutmasslichen Täter stehen aktuell vor Gericht. Der Prozess öffnet ein Fenster in eine andere Welt. In das System Gstaad, das auf Diskretion beruht. Und auf einem Machtgefälle zwischen jenen mit Unmengen von Geld und jenen, die für diese Menschen arbeiten. Am Prozess vor dem Regionalgericht Oberland in Thun wird nun über den Fall verhandelt. Wie genau soll das System funktioniert haben? Wussten die Auftraggeber von den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen? Und wie könnte der Prozess ausgehen? Bundeshausredaktor Quentin Schlapbach gibt Einblicke in den Fall. Er berichtet seit Jahren über Gstaad und nun auch über den Prozess in Thun. In der neusten Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erzählt er davon. Host: Philipp Loser Produzentin: Jacky Wechsler Prozess zu Menschenhandel in Gstaad Die serbischen Putzfrauen arbeiteten auch für Madonna – für 5.50 Franken pro Stunde «Die Frauen waren zufrieden und wollten immer wiederkommen» Sie putzten für die Reichsten der Schweiz – 7 Tage pro Woche, 16 Stunden am Tag, für 1500 Franken im Monat «Wenn es nötig war, habe ich sogar zum Staubsauger gegriffen» Sie mussten zehn Freier am Tag bedienen – vom Lohn sahen sie nur die Hälfte Die Top 50 in der Oase der Superreichen Unser Tagi-Spezialangebot für Podcast-Hörer:innen: tagiabo.chHabt ihr Feedback, Ideen oder Kritik zu «Apropos»? Schreibt uns an podcasts@tamedia.ch Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.
Saubere Luft in der Industrie: Warum es jetzt um mehr geht als nur Filter und Ventilatoren Wenn Du glaubst, Luftreinigung sei nur für Flughäfen oder Raucherräume, denk nochmal neu. Christian Dittmayer und Andreas Hackenbroch von Clean Air enthüllen, warum innovative Lufttechnik in der Industrie ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist – von der Zerspanung bis zur Lebensmittelproduktion. Hast Du dich schon einmal gefragt, wie viel deine Betriebsluft tatsächlich wert ist? In diesem aufschlussreichen Gespräch zeigt das Experten-Duo, warum saubere Luft nicht nur Gesundheit schützt, sondern auch Firmenkosten senkt, die Mitarbeitermotivation steigert und die Arbeitsqualität nachhaltig verbessert. Darum gehts: Wie mobile und stationäre Luftreinigungssysteme in Industriehallen für optimale Luftqualität sorgen – selbst bei extremsten Bedingungen wie heißen Gießereien oder rauchigen Schweißbetrieben. Warum Luftqualität in der Produktion direkt mit Energieeinsparungen in Verbindung steht – und wie saubere Luft bei der Wärmerückgewinnung hilft. Die neuesten IoT-gestützten Technologien, die automatische Überwachung und Steuerung der Luftqualität in Echtzeit ermöglichen. Wie eine ganzheitliche Luftstrategie den Facharbeitermangel bekämpft und den Arbeitsplatz zukunftssicher macht. Warum die Investition in saubere Luft eine der klügsten Entscheidungen für nachhaltige Produktion, Mitarbeitermotivation und Risikominimierung ist. Dieses Interview ist essenziell für Industrielle, Gesundheitsverantwortliche und Entscheidungsträger, die den Wandel hin zu gesünderen, produktiveren Arbeitsumfeldern aktiv gestalten wollen. Verpasse nicht die Chance, Deine Luftqualität auf das nächste Level zu heben – für bessere Arbeitsbedingungen und eine starke Wettbewerbsposition. Kontaktiere die Experten von Clean Air, um herauszufinden, wie maßgeschneiderte Luftlösungen Deine Produktion revolutionieren können. Weil gute Luft nicht nur ein Umweltthema ist, sondern eine direkte Investition in die Zukunft Deiner Firma. Egal ob kleine Werkstatt oder große Halle – saubere Luft lohnt sich immer.
Die Pflege leidet weiterhin unter Personalmangel. Die Knappschaft Kliniken Westfalen haben das Arbeitszeitmodell "Ferienfreizeit" eingeführt, um für Mitarbeitende attraktiv zu sein. Pflegeleiter Klaus Böckmann berichtet von den bisherigen Erfahrungen. Von WDR 5.
Auf einem Hof in Bornheim baut Claus Ritter jahrelang ein landwirtschaftliches Imperium auf: Spargel, Erdbeeren, hunderte Saisonkräfte, Folientunnel – ein Betrieb, der in der Region weithin bekannt ist. Als 2020 die GbR des Ehepaars Ritter insolvent wird, geraten nicht nur Finanzen, Müllentsorgung und Arbeitsbedingungen in den Blick, sondern auch der Fuhrpark. Wir rekonstruieren, wie es zu dem Ermittlungsverfahren kommt, welche Punkte die Insolvenzunterlagen liefern – und welche Konflikte rund um die Saison 2020, Lohnfragen und Unterbringung der Erntehelfer den Fall zusätzlich öffentlich machen. Außerdem sprechen wir über die zwei Prozesse, die das Verfahren nach sich zieht. Zu Gast sind die diesmal GA-Reporter Sven Westbrock und Tobias Al Shomer vom WDR. Berichterstattung zum Fall (beispielhaft): https://ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/bornheim/ex-spargelkoenig-claus-ritter-erneut-verurteilt_aid-143010581 https://ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/bornheim/spargel-aus-bornheim-claus-ritter-vor-gericht-insolvenzverwalter-sagt-aus-v1_aid-100798481 Feedback, Themenvorschläge und Fragen an podcast@ga.de oder via Instagram-DM an @akterheinland. Akte Rheinland bei YouTube: https://www.youtube.com/playlist?list=PLKxR-1mH7nhxNVq2lgMresq3FpSykqAID Unser Podcast zum Fall Michael Winterhoff: https://cdn.audiorella.com/podcasts/1465-akte-winterhoff/feed.rss General-Anzeiger Bonn: https://ga.de
Im Frühjahr kam es in Oberösterreichs Ordensspitälern zu massiven Arbeitskämpfen, rund 1.700 Beschäftigte haben als Reaktion auf die Kollektivvertragsverhandlungen gestreikt. Die Streikenden forderten aufgrund hoher Arbeitsbelastung eine Arbeitszeitverkürzung und einen Gehaltsausgleich.Worum ging beim Streik? Wie schauen die Arbeitsbedingungen aktuell in. den Krankenhäusern aus? Welche konkreten Forderungen haben die Beschäftigte? Und wie siehst es mit der politischen Ebene dabei aus – Stichwort Sozialdemokratie?Das alles bespricht Alisa in der neuen folge “Über Politik” mit Christine Höllesberger. Christine ist Krankenpflegerin im Ordensklinikum Linz und hat die Streiks mitorganisiert.
Eine effiziente Baulogistik als integraler Bestandteil der Baustelleninstallation ist ein zentraler Erfolgsfaktor für einen körperschonenden Lastentransport. In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Cristina Schaffner vom Dachverband Bauenschweiz sowie mit dem Bauexperten Martin Kunz über Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze auf Schweizer Baustellen. Im Zentrum steht die frühzeitige Planung der Baustelleninstallation und die Koordination zwischen Bauleitung, Baumeister und Ausbaugewerbe. Die beiden Experten zeigen auf, weshalb gerade kleine und mittlere Baustellen von einer optimalen Baulogistik profitieren. Denn durch klar definierte Organisation und ausreichend lang bereitgestellte Baustelleninstallation ergeben sich nebst verbessertem Gesundheitsschutz auch wirtschaftliche Vorteile durch effizientere Abläufe. Du erfährst, wie Bauenschweiz die relevanten Akteure zusammenbringt, um Schwachstellen heutiger Instrumente und Prozesse zu identifizieren. Entscheidend ist, bereits in der Planungsphase die gemeinsam genutzte Baustelleninstallationen vorzusehen. Darüber hinaus macht Cristina Schaffner deutlich, wie wichtig attraktive Arbeitsbedingungen für die Nachwuchsgewinnung in der Baubranche sind. Diese Folge liefert wertvolle Impulse, warum es sich für Bauherren, Planer, Bauleiter und Unternehmer lohnt, den frühen Planungsprozess aktiv zu gestalten und den Dialog zu suchen. Kontaktangaben Suva: https://www.suva.ch/de-ch/praevention/nach-gefahren/gefaehrliche-materialien-strahlungen- und-situationen/koerperliche-belastung-und-ergonomie/optibau
Der Arbeitgeberverband kritisiert «Lifestyle-Teilzeit» bei Menschen ab 50. Sie könnten mehr arbeiten, tun es aber nicht. Ist das verständlich, wenn man genug verdient und mehr Freizeit will? Oder unfair, weil der Schweiz Arbeitskräfte fehlen? Die Jungen seien faul, hiess es lange. Jetzt zeigt der Schweizerische Arbeitgeberverband auf eine andere Gruppe: Menschen über 50, die weniger arbeiten, obwohl sie mehr arbeiten könnten. Der Arbeitgeberverband spricht von «Lifestyle-Teilzeit». Gemeint sind Menschen, die ihr Pensum nicht wegen Kindern, Weiterbildung oder Krankheit reduzieren, sondern weil sie mehr Zeit für sich wollen. Der Verband betont aber: Teilzeit an sich sei wichtig, etwa für Vereinbarkeit, Bildung und Gesundheit. Kritisch sieht er freiwillige Teilzeit dort, wo Menschen mehr arbeiten könnten, es aber nicht tun. Laut Arbeitgeberverband steckt darin ein grosses ungenutztes Arbeitskräftepotenzial, gerade in einer Zeit, in der der Schweiz Fachkräfte fehlen. Daniel Kopp vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund hält dagegen: Viele Menschen reduzierten nicht einfach aus Bequemlichkeit, sondern weil Druck, Stress und ständige Erreichbarkeit in der Arbeitswelt zugenommen hätten. Wer die Erwerbstätigkeit fördern wolle, müsse deshalb zuerst bei den Arbeitsbedingungen ansetzen. Teilzeit ab 50: «Lifestyle» oder gutes Recht? Ist es problematisch, wenn Menschen weniger arbeiten, obwohl sie mehr könnten? Oder ist Freizeit ein guter Grund, wenn man dafür auf Lohn verzichtet? In der Diskussionssendung «Forum» debattieren: · Patrick Chuard-Keller, Chefökonom Schweizerischer Arbeitgeberverband · Daniel Kopp, Zentralsekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds Moderation und Redaktion: Sandra Schiess Online: Eric Dauer
Seit anfangs Jahr leitet Jennifer Diedler das Universitätsspital in Bern. Ihr Vorgänger musste gehen, das Klima war schlecht, Mitarbeitende sprachen von einem Klima der Angst. Was will Diedler in Bern verändern? Jennifer Diedler ist zu Gast bei Simone Hulliger. Der Fall des Unispitals Zürich macht auch Diedler betroffen. Wegen schweren Fehlen kam es zu einer Übersterblichkeit in der Herzchirurgie. Es sei wichtig, dass alles Spitäler Lehren daraus ziehen. Es müsse ein Umdenken stattfinden, sagt Diedler, eine gute Fehlerkultur sei zentral. Im Tagesgespräch erzählt Diedler, wie sie die Inselgruppe führen will, wie sie die Arbeitsbedingungen der Pflegenden verbessern will und wie ein digitales Spital der Zukunft aussehen soll. Jennifer Diedler leitete vorher rund vier Jahre das Universitätsklinikum des Saaralandes.
Merz zieht Bilanz zu einem Jahr Wirtschaftspolitik seiner Regierung beim Unternehmertag in NRW. Räumungsklage gegen 100-Jährige vor Gericht. Von Caro Köhler.
Im KZ Sachsenhausen zwang die SS ausgewählte jüdische Häftlinge zur massenhaften Produktion täuschend echter britischer Pfundnoten, um die Wirtschaft Großbritanniens zu destabilisieren. Einer von "Hitlers Geldfälschern" war Adolf Burger, dessen Autobiographie die extremen Arbeitsbedingungen, die technische Präzision der Fälschungen und die moralischen Konflikte der Gefangenen dokumentieren. Die Operation zeigt exemplarisch, wie Fachwissen im NS-Staat unter Zwang für strategische Kriegsziele instrumentalisiert wurde. Vielen Dank an Florian Schimikowski, wissenschaftlicher Leiter des Spionagemuseums in Berlin (https://www.deutsches-spionagemuseum.de/).
Der internationale Hebammentag findet jedes Jahr am 5. März statt. Er steht in diesem Jahr bei uns unter dem Motto "Starker Anfang, starkes Leben". Tatsächlich fühlen sich Hebammen heute oft eingeengt durch Bürokratie, sagt Sissi Rasche. Sie ist Hebamme, Influencerin und Podcasterin: "Ich liebe meinen Beruf. Aber gleichzeitig werden die Arbeitsbedingungen immer schlechter." Fast jede zweite Hebamme denkt ans Aufhören. "Es wird zunehmend zum Privileg für Frauen, eine gute Betreuung bei der Geburt zu bekommen." So werde es immer schwerer, mit den Kassen abzurechnen. "Es wird so viel gestrichen, es ist super-kompliziert. Die Bürokratie hat enorm zugenommen." Warum sie meint, dass die Geburtsbetreuung in Deutschland schlechter geworden ist und die Zahl der Geburten per Kaiserschnitt steigt, hat Sissi Rasche mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
«Eigenverantwortung» predigen die Liberalen gerne – solange es um die Wirtschaft geht. Wenn ältere Arbeiter:innen jedoch Teilzeit arbeiten, um mehr Freizeit zu haben, wird das plötzlich zum Problem: Arbeitgeberpräsident Severin Moser wirft ihnen «Lifestyle-Teilzeit» vor, während die Erwerbsarbeitszeit vor allem wegen Erschöpfung und Krankheit sinkt. Gleichzeitig drängen die Bürgerlichen auf eine Ausweitung der Sonntagsarbeit, ignorieren Care-Arbeit und blockieren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Pflege. Doppelmoral oder System? In der heutigen Folge Meyer:Wermuth diskutieren wir, wer wirklich Verantwortung übernimmt und wer sie nur fordert.Ausserdem besprechen wir die ersten Umfragen zur gefährlichen SVP-Initiative (10-Millionen-Schweiz) und das Fazit zur Roadmap gegen häusliche und sexuelle Gewalt.((03:16)) Lifestyle-Teilzeit, Sonntagsarbeit: Doppelmoral der Liberalen((13:59)) Umfrage SVP-Initiative: Was gibt es noch zu tun?((22:06)) Geschlechtsspezifische Gewalt: Wie weit ist die Roadmap?((27:30)) Kurze Antworten auf komplexe Fragen (HSG Symposium, Massnahmen gegen patriarchaler Gewalt in Apotheken, rechtsextreme Demo in Luzern, prepare when she says no Trend)
In der Mitte des 20. Jahrhunderts sah es für Frauen in der IT-Branche nicht besonders rosig aus. Sie wurden vorwiegend für Hilfstätigkeiten eingestellt, erhielten oft geringere Gehälter als Männer und stießen gegen gläserne Decken. Außerdem kam es gar nicht selten vor, dass berufstätige Frauen mit ihrer Heirat oder der ersten Schwangerschaft die Arbeitswelt verließen. In der 62. Folge von Informatik für die moderne Hausfrau geht es um Stephanie 'Steve' Shirley, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, die Arbeitsbedingungen für Frauen in der IT-Branche zu verbessern, und eines der ersten Softwareunternehmen in Großbritannien aufbaute. Dort stellte sie nicht nur lange Jahre ausschließlich Frauen ein, sondern etablierte flexible Arbeitszeitmodelle, die es gerade Frauen mit Care-Verpflichtungen ermöglichten, trotzdem Geld zu verdienen. Wir blicken in dieser Folge auf Shirleys Weg von ihrer Geburt in Dortmund, über ihre Emigration in der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu ihrem philanthropischen Wirken zum Wohl der Gesellschaft. Die offizielle Webseite über Steve Shirley findet ihr hier: https://www.steveshirley.com/ Einen TED-Talk von Shirley könnt ihr euch hier ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=Ftow7dSpaiY Auch das Computer History Museum hat Shirley eine Seite gewidmet: https://computerhistory.org/profile/dame-stephanie-shirley/ Zu einem ausführlichen Interview mit ihr gelangt ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=iOeb8DZeoF0 Mehr über Shirleys Großmutter Rosa Buchthal erfahrt ihr hier: https://www.juedische-heimat-dortmund.de/rosa-buchthal/ Informationen zum Rosa-Buchthal-Preis erhaltet ihr auf dieser Seite: https://www.dortmund.de/themen/stadtbezirke/innenstadt-west/stadtbezirksmarketing/rosa-buchthal-preis/ In dieser Folge wurde auf zwei andere Folgen verwiesen: - Folge 34 ("Margaret Hamilton und die Software, die die erste Mondlandung möglich machte"): https://informatik-hausfrau.de/2025/02/06/folge-34-margaret-hamilton-und-die-software-die-die-erste-mondlandung-moeglich-machte/ - Folge 59 ("Wie Erna Schneider Hoover verhinderte, dass Telefonsysteme überlastet werden"): https://informatik-hausfrau.de/2026/03/04/folge-59/ Hinweise in eigener Sache: 1. In Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik findet Rahmen des Informatik-Festivals in Dresden am 23.09.2026 ein Live-Podcast von Informatik für die moderne Hausfrau statt. Alle Infos und Tickets gibt es hier: https://informatik2026.gi.de/ 2. Ich spreche am 26.06.2026 auf der ITCS in Hamburg: https://it-cs.io/events/hamburg/ 3. Im Onlinemagazin DNIP (Das Netz ist politisch) ist am 22.04.2026 ein Artikel von mir zum Thema Internetsperren erschienen, in dem ich verständlich erkläre, was dahinter steckt und inwieweit uns in Europa auch etwas Entsprechendes passieren kann. Zum Artikel (ohne Paywall) geht es hier: https://dnip.ch/2026/04/22/filtern-sperren-abschalten-wie-sich-das-internet-kontrollieren-laesst/ Alle Informationen zum Podcast findet ihr auf der zugehörigen Webseite https://www.informatik-hausfrau.de. Zur Kontaktaufnahme schreibt mir gerne eine Mail an mail@informatik-hausfrau.de oder meldet euch über Social Media. Auf Instagram und Bluesky ist der Podcast unter dem Handle @informatikfrau (bzw. @informatikfrau.bsky.social) zu finden. Wenn euch dieser Podcast gefällt, abonniert ihn doch bitte und hinterlasst eine positive Bewertung oder eine kurze Rezension, um ihm zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Rezensionen könnt ihr zum Beispiel bei Apple Podcasts schreiben oder auf panoptikum.social. Falls ihr die Produktion des Podcasts finanziell unterstützen möchtet, habt ihr die Möglichkeit, dies über die Plattform Steady zu tun. Weitere Informationen dazu sind hier zu finden: https://steady.page/de/informatikfrau/ Falls ihr mir auf anderem Wege etwas 'in den Hut werfen' möchtet, ist dies (auch ohne Registrierung) über die Plattform Ko-fi möglich: https://ko-fi.com/leaschoenberger Dieser Podcast wird gefördert durch das Kulturbüro der Stadt Dortmund.
Das Parlament ringt um die Umsetzung der Pflegeinitiative. Umstritten sind diverse Massnahmen, welche die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals verbessern sollen. Parallel dazu sucht die Politik seit Jahren nach Lösungen, um den Anstieg der Gesundheitskosten zu dämpfen. Mehr als vier Jahre sind vergangen, seit die Stimmbevölkerung die Pflegeinitiative mit 61 Prozent Ja-Stimmen angenommen hat. Mit der Ausbildungsoffensive ist die erste Etappe der Umsetzung mittlerweile in Kraft. Stark umstritten ist derweil die zweite Etappe. Der bundesrätliche Vorschlag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege wurde diese Woche im Nationalrat in mehreren Punkten abgeschwächt. Entspricht die vom Parlament geplante Umsetzung der Pflegeinitiative dem Volkswillen? Kann damit der Fachkräftemangel beim Pflegepersonal reduziert werden? Gesundheit kostet fast 100 Milliarden pro Jahr Derweil steigen die Kosten des Schweizer Gesundheitswesens weiter an – auf 97 Milliarden Franken im Jahr 2024, wie das Bundesamt für Statistik jüngst mitteilte. Mehr als 60 Prozent dieser Kosten finanzieren die Haushalte direkt oder über die Krankenkassenprämien. Wie soll die Politik reagieren? Braucht es mehr Prämienverbilligungen? Oder muss der Leistungskatalog in der Grundversicherung angepasst werden? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 1. Mai 2026 in der «Arena»: – Rémy Wyssmann, Nationalrat SVP/SO; – Sarah Wyss, Nationalrätin SP/BS; – Lorenz Hess, Nationalrat Die Mitte/BE; und – Patrick Hässig, Vizepräsident GLP.
Der erste Mai ist ein Feiertag, aber auch ein politischer Tag, an dem unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen gekämpft wird. Das ist vor allem daran erkennbar, dass viele Forderungen in den Raum gestellt werden, zahlreiche Diskussionen stattfinden und politisch-kommunikative Aushandlungen zu beobachten sind. Aber welche Macht auf die politischen Entscheidungsprozesse hat eigentlich Sprache? In dieser Folge geht es um die Wirkung der Sprache und ihre Rolle in unserem sozialen und politischen Zusammenleben. Anhand sprachphilosophischer Exkurse zu Theorien von Austin und Searle, Habermas und Arendt beleuchten wir, wie Sprechen Wirklichkeit formt, politische Handlungen ermöglicht und zur Aushandlung eingesetzt wird. Gleichzeitig schauen wir auf die „dunkle Seite der Sprache“, da sie auch ein mächtiges strategisches Werkzeug ist, welches zur Entmächtigung und Abwertung eingesetzt werden kann. Anhand von drei konkreten sprachwissenschaftlichen Phänomenen untersuchen wir genauer, wie dieser Prozess tatsächlich ablaufen kann. Viel Spaß beim Hören!Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ---Grundlageliteratur: Henning, Tim, Nikola Anna Kompa & Christian Nimtz. 2025. Die dunkle Seite der Sprache. C.H.BECK.Lobenstein-Reichmann, Anja. 2017. Eigenes und Fremdes konstruieren. In Thomas Niehr, Jörg Kilian & Martin Wengeler (Hrsg.), Handbuch Sprache und Politik, Band 2, 811–832. Helmut Buske Verlag.Meints-Stender, Waltraud. 2020. Politik und Sprache – Anmerkungen zum Verständnis von Handeln und Sprechen bei Hannah Arendt. In Ingo Juchler (Hrsg.), Politik und Sprache: Handlungsfelder politischer Bildung, 23–30. Springer Fachmedien. Nöllke, Matthias. 2019. Die Sprache der Macht: Wie man sie durchschaut. Wie man sie nutzt. 3. Auflage. Haufe-Lexware.Süßebecker, Katrin. 2022. Zum Zusammenhang von Macht und Sprache. In Nico Leonhardt, Anne Goldbach, Lucia Staib & Saskia Schuppener (Hrsg.), Macht in der Schule. Wissen – Sichtweisen – Erfahrungen. Texte in Leichter Sprache, Einfacher Sprache und Fachsprache, 100–110. Verlag Julius Klinkhardt. Literatur zur Vertiefung:Brunkhorst, Hauke, Regina Kreide & Cristina Lafont (Hrsg.). 2009. Habermas-Handbuch. J.B. Metzler. Searle, John R. 2004. Ausdruck und Bedeutung: Untersuchungen zur Sprechakttheorie (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 349). Suhrkamp.Searle, John R. 2019. Sprechakte: ein sprachphilosophischer Essay (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 458). 13. Auflage. Suhrkamp. Links aus dem Internet:DGB. 2026. Tag der Arbeit: Geschichte des 1. Mai. https://www.dgb.de/mitmachen/erster-mai/geschichte-des-ersten-mai/. (15 April 2026).Klein, Josef. 2010. Sprache und Macht. Aus Politik und Zeitgeschichte. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/32949/sprache-und-macht/. (15 März 2026).Röder, Andreas & Silvana Rödder. 2022. Sprache und Macht. Aus Politik und Zeitgeschichte. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/geschlechtergerechte-sprache-2022/346076/sprache-und-macht/. (15 März 2026).Yours!, Linguistically. 2026. Hannah Arendt and Public Speech. Substack newsletter. LinguisticallyYours' Substack. https://linguistically.substack.com/p/hannah-arendt-and-public-speech?utm_medium=reader2. (12 April 2026). Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ---Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6
Militärisch erfolgreich, politisch aber im Stillstand gefangen: Mit Ultimaten und Drohungen versucht der US-Präsident weiterhin, den Iran politisch unter Druck zu setzen. Doch fehlende Reaktionen aus Teheran bringen Trumps Kurs zunehmend ins Wanken. Zwischen Druck und Diplomatie stellt sich die Frage: Gibt es eine langfristige Strategie oder reagiert Washington lediglich auf aktuelle Entwicklungen? Außerdem geht es um Starbucks-Mitarbeiter im Rust Belt, die sich in alter Gewerkschaftstradition gegen schlechte Arbeitsbedingungen organisieren wollen. Amerika-Effekt – Donald Trump und die neue Weltordnung“ nimmt jede Woche unter die Lupe, wie die USA – und vor allem Donald Trump – die globale Politik neu vermessen. WELT-USA-Korrespondentin Stefanie Bolzen spricht mit den WELT-Redakteuren Antonia Beckermann und Wim Orth sowie internationalen Korrespondenten über Machtverschiebungen, Allianzen und Konflikte. Ob harte Handelspolitik und neue Zölle, der veränderte Umgang mit NATO-Partnern oder der Druck auf internationale Institutionen – der Podcast zeigt, wie Trumps Kurs bereits konkrete Folgen für Europa, China und den Nahen Osten hat. Analytisch, nah dran und verständlich erklärt, ordnet „Der Amerika-Effekt“ das tägliche Washington-Rauschen ein und macht klar, warum Entscheidungen im Weißen Haus die Welt weit über die USA hinaus verändern. Wenn Euch der Podcast gefällt, dann lasst gerne eine Bewertung für uns da. Feedback gerne auch an usa@welt.de Impressum: https://www.welt.de/services/article7893735/Impressum.html Datenschutz: https://www.welt.de/services/article157550705/Datenschutzerklaerung-WELT-DIGITAL.html
(00:44) Das Theaterstück «Die weisse Madonna von Einsiedeln» zeigt rechtspopulistische Strömungen im Kleinen. Mit Alice Weidel und Einsiedeln als Projektionsflächen. Weitere Themen: (05:23) Kooperation statt Konkurrenz – im Sachbuch «Soft Power» plädiert Clar Gallistl für faire Arbeitsbedingungen im Kunst- und Kulturbereich. (10:07) Mit Klöppelspitze Korallen retten – der französische Künstler Jérémy Gobé hat eine Technik entwickelt, mit der sich Korallenriffe schneller regenerieren. (14:39) Mit ihrem Roman «Brandung» setzt die französische Autorin Maylis de Kerangel der Hafenstadt Le Havre ein literarisches Denkmal.
12-Stunden-Tage, extrem niedrige Löhne und eine Sechs-Tage-Woche: Diese «Kassensturz»-Reportage deckt die dunkle Seite der italienischen Textilindustrie auf. Und zeigt: Das begehrte Label «Made in Italy» ist längst keine Garantie für faire Arbeitsbedingungen. Das Label «Made in Italy» steht oft für Qualität und Luxus. Doch das täuscht: Besonders in Prato, einem Zentrum der Textilproduktion, arbeiten viele chinesische und pakistanische Migranten unter prekären Bedingungen für «Fast Fashion». Gewerkschaften kämpfen für die Rechte der Arbeiter, die sich gegen diese Missstände wehren und deswegen ihre Anstellung verlieren. Und auch die italienische Justiz verstärkt ihre Massnahmen gegen die systematische Ausbeutung von Arbeitskräften.
Der Himmel über Afghanistan ist voll. Wegen des Iran-Kriegs fliegen derzeit viel mehr Airlines über das Land als üblich. Das bringt den Taliban, die in Afghanistan an der Macht sind, zusätzliche Einnahmen. Wirtschaftsredaktor Manuel Rentsch mit den Einzelheiten. · Erstmals seit Jahrzehnten haben Israel und der Libanon auf politischer Ebene Gespräche geführt. In Washington trafen sich die Botschafter der beiden Länder. Die beiden Länder einigten sich darauf, weitere Gespräche zu führen. Nahost-Experte Simon Wolfgang Fuchs ordnet das historische Treffen ein. · Es sollte ein grosses Jubiläumsfest werden. Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa feiert heute ihren 100. Geburtstag. Doch ausgerechnet jetzt erlebt die Airline einen der grössten Streiks ihrer Geschichte. Das Personal kämpft für bessere Arbeitsbedingungen. Hunderte Flüge sind ausgefallen oder werden noch ausfallen. Zehntausende Passagiere sind betroffen. Wirtschaftsredaktor Klaus Ammann erklärt, warum gerade jetzt bei der Lufthansa gestreikt wird. · Eigentlich leben Nilpferde in Afrika. Doch seit der Drogenbaron Pablo Escobar die Tiere nach Kolumbien importiert hat, gibt es auch eine kleine Population in dem südamerikanischen Land. Diese bringt aber einheimische Tierarten Bedrängnis. Katharina Wojczenko, Journalistin in Bogotá über die Hippos des Don Pablo.
Unbürokratisch geschützt: Das gilt nicht mehr für alle, die aus der Ukraine in die Schweiz geflüchtet sind. Seit November gilt der Schutzstatus S nicht mehr für Geflüchtete aus dem Westen der Ukraine. Nun zeigen erste Zahlen, dass die meisten Betroffenen in ein anderes europäisches Land ausweichen. Weitere Themen: · Israel will direkt mit dem Libanon verhandeln. Es wären die ersten solchen Gespräche seit Jahrzehnten und sie sollen so rasch wie möglich beginnen, teilt das Büro des israelischen Regierungschefs Netanjahu mit. Dabei soll es um friedliche Beziehungen gehen zwischen den beiden Ländern und um die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz. Am Abend beschoss die mit dem Iran verbündete Miliz den Norden Israels erneut mit Raketen, auch Israel griff nach eigenen Angaben erneut die Hisbollah-Miliz im Libanon an. · Melania Trump hat sich dazu geäussert, in welcher Beziehung sie mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein stand, oder eben nicht stand: Die First Lady der USA sagte im Weissen Haus, dass sie nie mit Epstein befreundet oder auf seiner Privatinsel gewesen sei. Von seinen Verbrechen habe sie nichts gewusst und sei selbst kein Opfer gewesen. Warum sich Melania Trump gerade jetzt dazu äussert, ist nicht klar. · Seit Mitternacht streikt das Kabinenpersonal der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa. Zum Streik aufgerufen wurden mehr als 20'000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter. Sie sollen laut der Gewerkschaft bis 22 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Das Personal verlangt bessere Arbeitsbedingungen und einen Sozialplan für die Angestellten der Lufthansa Cityline. Diese soll nächstes Jahr den Betrieb einstellen.
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Im Streit um die Arbeitsbedingungen beim Winterthurer Buspersonal zeichnet sich eine Lösung ab. Die Arbeitsbedingungen für die Busfahrerinnen und Busfahren sollen definitiv verbessert werden. Darauf haben sich Stadtbus und Gewerkschaft geeinigt. Ein Streik ist damit vom Tisch. Weitere Themen: · Die Rechnung 2025 der Stadt Winterthur schliesst deutlich besser ab als angenommen. · Der Stadtrat von Uster stellt den Kommandanten der Stadtpolizei frei. · Der Kanton Zürich zeigt Schülern, wie sie sich bei Hundeangriffen verhalten sollen.
In Zürich sollen rund 80 private Kitas verstaatlicht werden. Die linke Mehrheit im Stadtparlament hat dies nach einer hitzigen Debatte mit Mitte‑Rechts beschlossen. Ziel sind bessere Arbeitsbedingungen und eine verlässlichere Kinderbetreuung. Weitere Themen: - Glatttalbahn erhält erstes grünes Licht im Kantonsparlament. - Nora Ernst möchte für die GLP in den Zürcher Regierungsrat. - Winterthur soll altersfreundlicher werden
Im Nahen Osten konnte der Sanitärtechnik-Konzern Geberit im letzten Jahr um 25 Prozent wachsen. Neben den höheren Rohmaterialpreisen und Lieferkettenschwierigkeiten würden derzeit auch die erschwerten Arbeitsbedingungen das Geschäft vor Ort belasten, sagt Christian Buhl, CEO Geberit. SMI -0.9%
Hebammen betreuen Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett. Die UNESCO hat den Hebammenberuf gar als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Doch in Deutschland blicken viele Hebammen derzeit wenig positiv in die Zukunft. Viele denken offenbar darüber nach, aus dem Job auszusteigen. Hintergrund ist der neue Hebammenhilfevertrag: Er regelt Vergütung und Arbeitsbedingungen und soll unter anderem die 1-zu-1-Betreuung von Schwangeren verbessern. In dieser 11KM-Folge erzählt die BR-Journalistin Sophie Morár, was dieser Vertrag konkret für Tausende freiberufliche Hebammen in Kliniken bedeutet, wie sich ihr Arbeitsalltag im Krankenhaus verändert hat und warum viele gegen die Neuerung protestieren. Hier geht's zur BR-Reportage “Geburtshilfe - Warum Hebammen aufgeben” von Sophie Morár, Jonas Breitner und Josef Schön: https://www.ardmediathek.de/video/mehr-wert/geburtshilfe-warum-hebammen-aufgeben/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDIxMzM5QTA In dieser früheren 11KM-Folge geht es um das "Risiko Geburt: Wenn Frauen der falschen Klinik vertrauen”: https://1.ard.de/11KM_Geburtskliniken 11KM ist am 9. Mai beim ARD Sounds Festival dabei. Alle Infos und Tickets hier: https://www.ardsoundsfestival.de/#/ Unser Podcast-Tipp ist "Tatsächlich schwanger – Alles, was ihr jetzt wissen müsst”: https://www.ardaudiothek.de/sendung/tatsaechlich-schwanger-alles-was-ihr-jetzt-wissen-muesst/urn:ard:show:b9f5dbedd4792a81/ Diese und viele weitere Folgen von 11KM findet ihr auch hier in ARD Sounds: https://www.ardaudiothek.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/12200383/ An dieser Folge waren beteiligt: Folgenautor: Jakob Müller Mitarbeit: Marc Hoffmann Host: David Krause Produktion: Christine Frey, Laura Picerno, Christine Dreyer Planung: Nicole Dienemann und Hardy Funk Distribution: Kerstin Ammermann Redaktionsleitung: Yasemin Yüksel und Fumiko Lipp 11KM: der tagesschau-Podcast wird produziert von BR24 und NDR Info. Die redaktionelle Verantwortung für diese Episode liegt beim NDR.
Die israelische Armee hat weitere Ziele im Iran angegriffen, darunter den Hauptsitz des staatlichen Radio und Fernsehens in Teheran. Auch Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon griff Israel erneut an. Der Iran schlägt derweil zurück. Wir ordnen ein, wie sich der Konflikt weiterentwickeln könnte. Weitere Themen: · Schlägt die Schweiz bei den Zöllen den Weg von US-Präsident Trump ein? Darüber entscheidet heute der Nationalrat im Rahmen des grossen Sparprogramms. Eine Mehrheit der Finanzpolitikerinnen und Finanzpolitiker will die Zölle auf Lebensmittel und Futtermittel aus dem Ausland erhöhen. Das soll mehr Geld in die Staatskasse spülen, ganz nach dem Vorbild des US-Präsidenten. Warum das Vorgehen umstritten ist, erklärt unser Beobachter im Bundeshaus. · Durch den neuen Krieg in Nahost sind auch zehntausende Touristinnen und Touristen in der Golfregion blockiert: Die Flughäfen in den Golfstaaten bleiben weitgehend geschlossen. Der Flughafen Dubai meldet aktuell zwar «kleine Zahl von Flügen». Normalerweise fertigt Dubai aber über 1000 Flüge pro Tag ab. Mehrere Länder haben angekündigt, ihre Staatsbürger zu evakuieren. Auch 4000 Schweizerinnen und Schweizer sind blockiert, eine Rückholung durch den Bund ist nicht vorgesehen. · Pendlerinnen und Pendler brauchen in Winterthur Geduld: Heute morgen fahren nur wenige Stadtbusse, weil die Busfahrerinnen und Busfahrer streiken. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen, zum Beispiel höhere Zuschläge für die Nacht- und Sonntagsarbeit. Einige Linien fallen ganz aus, andere verkehren reduziert, wie Stadtbus Winterthur mitteilt. Der Streik soll laut der Gewerkschaft bis um 8:30 dauern.
Wir schauen in die Türkei: Dort wurde der für die Deutsche Welle tätige Journalist Alican Uludağ in Ankara festgenommen. Vorwurf: Präsidentenbeleidigung wegen eines kritischen Posts auf X. Wir sprechen mit ARD-Korrespondent Benjamin Weber über die Hintergründe – und über die Arbeitsbedingungen ausländischer Journalist*innen im Land. Außerdem: KI-Panne beim ZDF. Im heute-journal lief ein nicht gekennzeichnetes KI-Video, weiteres Material war veraltet. Die Studioleiterin in New York wurde abberufen. Ist das ein konsequentes Signal – oder ein Bauernopfer? Einschätzungen von Journalismusforscherin Prof. Wiebke Loosen. Und: Die Deutsche Welle muss 21 Millionen Euro einsparen. Das griechischsprachige Angebot wird eingestellt, rund 160 Stellen stehen auf dem Spiel. Welche Folgen hat das für Deutschlands Stimme im Ausland? Dazu äußert sich der Geschäftsführer des Deutsch-griechischen Jugendwerks Gerasimos Bekas und die DW-Intendantin Barbara Massing.
Julius Dorsel ist Teil des dreiköpfigen Teams von Mucks!, ein Indie-Studio mit Sitz in Ludwigsburg, das 2023 von dem Trio mit einem gemeinsamen Mission gegründet wurde: Emotional tiefe Geschichten erzählen, ihre SpielerInnen nachhaltig berühren und "Auteur-Werke" schaffen. "Was ist das denn?", fragen sich womöglich nun einige von euch - und die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Auteur-Spiele heißen so, weil man in ihnen den Einfluss vor allem einer prominenten Figur herauslesen kann (oder es zumindest glaubt), die Teil des Entwicklungsteams war. Beispiele sind Peter Molyneux oder Hideo Kojima, die in der Berichterstattung zuweilen so dargestellt werden, als wären nur sie alleine verantwortlich für die Spiele, die sie mit viel Charisma nach außen hin vertreten. Dass in Wirklichkeit immer auch ein Team an diesen Spielen mitarbeitet, gerät beim Konzept des "Autorenwerks" häufig in den Hintergrund. Menschen wie Dom Schott halten auch aus diesem Grund das Auteur-Prinzip für überholt und sehen die Gefahr eines Türöffner-Effekts, der toxische Arbeitsbedingungen in einem Studio rechtfertigen könnte Der Entwickler Julius Dorsel hingegen sieht in dieser Arbeitsform einen großen Vorteil - und genau darum geht es mitunter in diesem Gespräch. Außerdem erzählt Julius von den spannenden Arbeiten an Frieda is Changing, dem kommenden Titel von Mucks!, das die Konventionen des Point'n'Click-Adventures einfach mal so im Vorbeigehen modernisiert - und extrem vielversprechend aussieht.
Helen Begovic ist Entwicklerin bei Playing History, einem der erfolgreichsten Spielestudios im deutschsprachigen Raum, wenn es um Serious Games geht. Halt, Stopp, nein nein, damit sind nicht die trockenen EDV-Produktionen gemeint, die ihr noch aus eurer Stadtbücherei kennt, sondern hochwertig produzierte Spiele, die oft ernste und komplexe Themen unterhaltsam aufbereiten. Helens Weg zu Playing History ist so kurvenreich und spannend, dass er hier als roter Faden für das Gespräch mit Dom Schott dient. Gemeinsam sprechen sie über Auslandsjahre in Indien, Prakti-Erfahrungen unter berüchtigten Arbeitsbedingungen bei Daedalic und schließlich den Sprung nach Berlin. Und entlang des Weges warten immer wieder Einblick in die Arbeitsrealitäten der Spielebranche, die man sich manchmal doch ganz anders vorstellen würde.