Täglich die wichtigsten Gespräche: aktuell und hintergründig. Mit Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben - Experten und Entscheider. Ganz exklusiv, hochkarätig und prominent. Die Themen sind breit gefächert: Von Politik, Gesellschaft und Kultur über Wirtschaft und Wissenschaft bis hin zu Sport.

Obwohl die Pandemie schon länger vorüber ist, leiden junge Menschen unter psychischen Erkrankungen. Der Kinder- und Jugendpsychiater Professor Jörg Fegert plädiert für mehr Prävention an Schulen und mit Hilfe der Kommunen.

Oleksii Makeiev, ukrainischer Botschafter in Deutschland, mahnt am vierten Jahrestag des Kriegsbeginns zur europäischen Geschlossenheit. Europa müsse geeint bleiben, "denn unsere Einheit ist der beste Schutzschild gegen russische aggressive Pläne", so Makeiev, der schärfere Sanktionen und die Nutzung russischer Vermögen fordert und betont: "Alle sind in Gefahr, wenn Russland nicht in die Schranken gewiesen wird."

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will an Integrationskursen für Menschen mit Migrationshintergrund sparen. Mit negativen Folgen für die Integration, findet die Flucht und Migrationsforscherin Professorin Yuliya Kosyakova.

Wie finden wir die Liebe? Wie stärken wir unsere Zuversicht? Wie halten wir es mit der Wahrheit und warum ist Freiheit im Leben so wichtig? Auf seiner unterhaltsamen Suche nach Antworten reist der Schmidt Max durch Bayern und trifft auf inspirierende Menschen.

Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Otto Fricke, hat eine durchwachsene Bilanz des deutschen Teams gezogen. Mit Blick auf den fünften Platz im Medaillenspiegel sagte Fricke: "Es ist keine Katastrophe, wie manche Couchsportler immer sehr gerne sagen. Aber es ist auch keine Glanzleistung."

Sprachwissenschaftlerin Dr. Christine Möhrs erklärt, warum die Muttersprache Identität prägt, und bilinguales Aufwachsen bereichert. In ihrem Projekt "Sprach-Checker" entdecken Kinder in Mannheim ihren mehrsprachigen Schatz.

Der Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU, Dennis Radtke, hat erneut die Debatte in seiner Partei über die Reform des Sozialstaats kritisiert. "Die Diskussionen der letzten drei Wochen haben uns auch in der öffentlichen Wahrnehmung nicht genutzt, ganz im Gegenteil", sagte Radtke vor dem ersten CDU-Parteitag seit dem Amtsantritt von Kanzler Friedrich Merz.

In München und in Gmund am Tegernsee gibt es sogenannte Zuhörräume, denen geschulte Menschen anderen einfach zuhören. Was dabei alles passieren kann, hat Arzt Neurowissenschaftler Prof. Tobias Esch untersucht.

Die Amadeu Antonio Stiftung hilft Opfern rechtsextremer Gewalt. Im Gespräch erklärt Anne Warda, wie jeder in der Gesellschaft Angehörige von Opfern rechtsradikaler Anschläge unterstützen kann.

Wenn die letzte Frau den Raum verlässt - was machen dann die Männer? Was reden sie? Verändert sich etwas? Ja, sagt Autor Martin Speer und unterscheidet 10 verschiedene Männertypen. Siehe auch www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/gleichstellungstelle/aktuelles

Lustig sein, kann man lernen. Zum Komisch-Sein gehört ein solides Handwerk, sagt Arnd Schimkat und hat ein Buch über die Grundlagen der Komik geschrieben. Im Gespräch mit Ruslan Amirov erklärt er, was dazu gehört.

Fasching, das bedeutet Feiern und dazu gehört natürlich der Faschingskrapfen. Der, so der Ernährungssoziologe Professor Stefan Wahlen, für uns den Übergang zur Fastenzeit markiert.

Die große Zahl der Teilnehmenden an der Münchener Sicherheitskonferenz, ist auch eine Chance. Das große Interesse von Staatsführungen und Amtsträgerinnen zeigt, dass Standards, wie das Völkerecht immer noch ernst genommen werden.

Was sollte in der Schule passieren? Oft sind Gebäude marode, die Kinder gehen nicht gerne hin, die Lehrer sind gefrustet. "Schule gegen Kinder" heißt die Streitschrift von Bildungsexpertin Silke Müller. Was müsste sich ändern?

Peter Schaar, früherer Bundesdatenschutzbeauftragter und Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz, warnt vor den geplanten verschärften US-Einreiseregeln. "Man gibt ziemlich viel von sich preis", sagt er mit Blick auf die geforderten Social-Media-Profile, E-Mail-Adressen und Telefonnummern der vergangenen Jahre und sieht eine bedenkliche Annäherung an autoritäre Überwachungspraxis.

Daniel Haas hat sich seine familiären Traumata und Belastungen von der Seele geschrieben und macht Mut, sich seiner Einsamkeit nicht zu schämen.

Konstantin Grcic, Industriedesigner und Kurator einer Ausstellung zu Design und Wintersport auf der Mailand Triennale, zeigt, wie eng Sport und Gestaltung zusammenhängen. "Design in Verbindung mit Sport ist natürlich sehr funktionsbezogen", sagt er mit Blick auf Schutzkleidung, Rückenpanzer und schnittfeste Hightech-Stoffe, und betont zugleich, wie experimentierfreudig die Sportindustrie bei Farben, Formen und Grafik agiert.

Nur noch wenige Zeitzeugen aus der NS-Zeit leben noch. Damit die Folgen der Verbrechen des NS-Regimes nicht in Vergessenheit geraten, hat sich der Verein "Zweitzeugen" gegründet. Gespräch mit Nina Taubenreuter.

Demokratie ist keine Komfortzone, sondern braucht Menschen, die sich für wirklich für die Gemeinschaft, für Menschenrechte, für Grundgesetzwerte etc. einsetzen, also demokratische Helden, meint Philosoph Dieter Thomä. Siehe Tagung der Akademie für Politische Bildung Tutzing 13.-15. März.

Rennrodlerin Anna Berreiter hat das Outfit der deutschen Olympia-Mannschaft bei der Eröffnungsfeier gegen Kritik verteidigt: "Ich finde es mega. Ich fand, es hat im Pulk, wie wir da eingelaufen sind, echt super ausgeschaut."

Anlässlich des Beginns der Baumaßnahmen auf der Strecke Nürnberg-Regensburg bemängelte der stellvertretende Bundesvorsitzende Lukas Iffländer, dass die Auswirkungen "eigentlich in ganz Bayern" zu spüren seien. "Sogar noch zwischen Augsburg und Donauwörth fallen deswegen Züge aus, weil Güterzüge umgeleitet werden müssen. Das ist ein Punkt, den wir durchaus kritisieren, weil wir da von der Bahn erwartet hätten, dass sie bei diesen Umleitungsstrecken früher kleine Ausbaumaßnahmen macht", sagte Iffländer.

Wir sollen alle länger und mehr arbeiten, weniger krankfeiern und weniger Lifestyleteilzeitler sein. Aber wie viel Arbeit ist gesund? Karolina De Valerio ist Gesundheitsbegleiterin beim "Münchner Bündnis gegen Depression".

Martin Burkert, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, fordert nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter mehr Personal in den Zügen. "Die Fälle haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt", sagt er und drängt vor allem im Nahverkehr auf eine Doppelbesetzung sowie bessere Schutzausrüstung wie Bodycams oder Notrufknöpfe, weil Sicherheit für das Zugpersonal nicht verhandelbar sei.

"Wir sind Menschen, keine Maschinen" - Soziologe Hartmut Rosa über den Verlust unseres Handlungsspielraumes, wenn wir uns zu sehr von Apps oder technischen Helfern durchs Leben navigieren lassen.

Gerade noch gefeiert, im Kampf gegen den IS und die Ausbreitung von islamistischem Terror, jetzt von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen? Wie fühlen sich die Menschen in den von der syrischen Armee eroberten kurdischen Städten?

Marc Henrichmann, CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, warnt vor einer stark unterschätzten Spionagebedrohung. "Die Bedrohung durch Spionage ist sehr viel größer als die meisten denken", sagt er mit Blick auf hybride Angriffe aus Russland, China, Nordkorea und Iran und fordert dafür eine enge internationale Zusammenarbeit, damit die Sicherheit gestärkt wird, ohne Freiheit und Transparenz einzuschränken.

Fast doppelt so viele Frauen wie Männer sterben an einem Herzinfarkt. Nur ein Beispiel von vielen, bei denen Frauen in der falsch diagnostiziert bzw. behandelt werden, weil sie Frauen sind. Was sich in Kliniken, im Studium, aber auch der Forschung ändern muss, erklärt Professorin Vera Regitz Zagrosek.

Bisher gibt es enge Grenzen für sogenannte Lebendspenden. In Zukunft sollen Nierenspenden zwischen unterschiedlichen Paaren "über Kreuz" möglich werden. Was ist davon zu erwarten? Fragen an den Mediziner Bernhard Banas.

Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, begrüßt die geplanten Reformen des Sozialstaates. "Wir brauchen den Sozialstaat, gerade auch in schweren Zeiten", sagt sie und verurteilt den Generalverdacht gegen die Arbeitsmoral der Beschäftigten als "unverfrorene Frechheit". Statt Kürzungen fordert Fahimi mehr Investitionen in Infrastruktur und einen verlässlichen Industriestrompreis.

Man muss die Tech-Oligarchen des Silicon Valley als Avantgarde verstehen. Eine Handvoll Männer mit Milliardenvermögen, futuristischer Technologie und einer Vorliebe für Science-Fiction sieht sich berufen, die Welt nach ihren Vorstellungen zu formen. Und hat sich hinter einem Mann versammelt, der diese Ideen durchsetzen kann: Donald Trump.Uli Knapp hat mit dem Digitaljournalisten Jannis Brühl gesprochen.

Die geplante Reform des Sozialstaats wird von Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, grundsätzlich positiv bewertet: "Tatsächlich ist unser Sozialstaat durch viele Reformen so kompliziert geworden, dass es dringend wünschenswert ist, hier mal etwas zu vereinfachen."

Echte Arguemente, ein kontruktiver Streit - das fehlt in der Debatte über Klimamaßnahmen, meinen die Autorinnen und Autoren von "Besser um die Zuknft streiten" (Hanser Verlag): Im Gespräch Philosophin Barbara Bleisch.

Maria Papakyriakou, Botschafterin der Republik Zypern in Deutschland, erläutert die Schwerpunkte der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft unter dem Motto "Eine autonome Union, offen für die Welt". "Die Unterstützung der Ukraine ist eine absolute Priorität", sagt sie und verweist auf die Bedeutung eines handlungsfähigen EU-Haushalts sowie einer stärkeren gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat neulich die Frage aufgeworfen, ob sich Arbeitnehmer in Deutschland zu oft krankmelden. Welche Rolle spielt das Geld bei der Gesundheit bzw. wie oft jemand krank ist? Der Soziologe Professor Marvin Reuter von der Universität Bamberg sagt, Menschen mit geringem Einkommen melden sich weniger krank, obwohl sie das müssten.

Was macht eine gerechte Gesellschaft aus? Ethiker und Ungleichheitsforscher Hanno Sauer spricht über konkurrierende Gerechtigkeitsvorstellungen und den menschlichen Drang nach Überlegenheit und die Frage, warum Gerechtigkeit so schwer umzusetzen ist.

Die regelbasierte Ordnung gerät ins Wanken. Politologe Herfried Münkler analysiert Trumps Verhandlungstaktik und warnt eindringlich: Wenn Europa jetzt nicht handelt, droht die Marginalisierung in einer Welt der Großmächte USA, China und Russland.

Klimakrise, Demokratien unter Druck - und die Deutsche Bahn hat ständig Verspätung. Wie soll man da optimistisch bleiben in diesen Zeiten? Dirk Steffens - bekannt aus der ZDF-Reihe "Faszination Erde" - sagt: Es gibt reichlich Grund zu Optimismus.

Thomas Hildebrandt, führender Panda-Experte in Europa, ordnet das Panda-Projekt im Münchner Tierpark Hellabrunn ein. Er betont, dass die Leihgebühren in den Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume in China fließen und verteidigt die Haltung in westlichen Zoos: Pandas seien wichtige "Botschafter der Biodiversität", die vor allem bei Kindern die Liebe zur Natur wecken.

Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, kritisiert die Entscheidung des Europaparlaments, das Mercosur-Abkommen dem Europäischen Gerichtshof vorzulegen. "Das war jetzt kein Glanzstück", sagt sie und betont, Europa brauche in Zeiten einer bröckelnden Weltordnung mehr Freihandel mit verlässlichen Partnern und neue Bündnisse. Zugleich reagiert sie auf die Kritik von Unionsfraktionschef Jens Spahn, der den Grünen "Doppelmoral" vorwirft.

In Deutschland sind ca. jeder vierte Erwachsene und jedes sechste Kind von Adipositas betroffen. Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutieren seit langem Maßnahmen, Adipositas zu vermeiden. In einem Policy Brief in der Reihe "Leopoldina Fokus" der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina schlagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Handlungsoptionen für die Prävention und Therapie von Adipositas vor. Verena Fiebiger hat mit Prof. Iris Pigeot vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie darüber gesprochen.

BR Journalist Simon Plentinger ist diesem rätselhaften Phänomen nachgegangen - von Seglern in Seenot bis zu Wissenschaftlern, die den Orcas auf dem Meer folgen.

Andreas Storm, Chef der Krankenkasse DAK Gesundheit, hat seinen Vorschlag einer Teilkrankschreibung als Mittel zur Senkung des Krankenstands konkretisiert. "Das ist ein Instrument, das es mittlerweile schon in vielen Ländern gibt, insbesondere in skandinavischen Ländern hat sich das bewährt", sagte Storm.