Täglich die wichtigsten Gespräche: aktuell und hintergründig. Mit Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben - Experten und Entscheider. Ganz exklusiv, hochkarätig und prominent. Die Themen sind breit gefächert: Von Politik, Gesellschaft und Kultur über Wirtschaft und Wissenschaft bis hin zu Sport.

Der Linken-Politiker Bodo Ramelow hat das starke Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als Warnsignal für die deutsche Einheit bezeichnet. "Deutschland hat jetzt eine neofaschistische Partei in großer Stärke", sagte Ramelow.

Die Heim-WM in Berlin bringt viel Druck und einen engen Spielplan mit sich, ist aber zugleich eine große Chance für den Frauenbasketball: Alina Hartmann von Alba Berlin über das deutsche Team und starker Vorbilder. "Alles neu, alles irgendwie so ein bisschen Geschichte schreiben."

Die Co-Vorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht, Amira Mohamed Ali, bekräftigt, dass das BSW die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt nicht unterstützen wird: "Wir werden nach der Wahl das tun, was wir vor der Wahl gesagt haben; wir werden Herrn Siegmund nicht wählen. Nein, wir möchten stattdessen einen anderen Weg gehen."

Hilfsbereitschaft der Menschen ist schon länger spürbar gesunken. Mr. Wheelchair - Gabor Schneider, über die Sorgen von Menschen mit Behinderung nach der Wahl in Sachsen-Anhalt.

Beate Küpper ist Professorin für Soziale Arbeit in Mönchengladbach und erklärt im Gespräch mit Ulrike Ostner, welche Rolle Bildung und Emotionen bei antidemokratischen Einstellungen spielen.

Andre Brodocz, Professor für politische Theorie in Erfurt, analysiert die neue Rolle von AfD und BSW als Machtfaktoren. "Jetzt haben sie wirklich eine Königsmacher Position mit einem sehr, sehr knappen Ergebnis", sagte Prof. Brodocz.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder sieht den AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt als tiefen Einschnitt für Deutschland: "Das ist eine echte Zäsur und ein Stück weit auch ein Epochenbruch. (...) Aber, das ist jetzt Demokratie, deswegen gilt es das zunächst einmal anzuerkennen dieses Wahlergebnis und die richtigen Folgen daraus zu ziehen.", so Söder.

Jan Schönherr, Literaturübersetzer aus München, über Teamarbeit, Stipendien und die Liebe zum Beruf: "Das sind alles hochqualifizierte, gut ausgebildete Menschen, die diesen Beruf ausüben, diese Kunst ausüben. Und die könnten wahrscheinlich relativ gut anderswo besser verdienen, tun es aber trotzdem."

Am Welttag der sexuellen Gesundheit gibt die Therapeutin Tipps, wie es sich leichter über Sex, Liebe und Verhütung reden lässt.

Vom Funkbetrieb zum Ausflugsziel: Emanuel Höger, Pressesprecher der Messe Berlin, erklärt, warum der Berliner Funkturm für viele zum Heimat-Symbol wurde: "Dann gibt es das Spiel, was sicher viele Berliner kennen, wer sieht zuerst den Funkturm."

Karin Mußner, Sprecherin aller bayerischen Schwangerschaftsberatungsstellen der freien Träger im Gespräch mit Ulrike Ostner über die Gründe, warum der Kinderwunsch bei Männern und Frauen abnimmt.

Nach den Angriffen auf die Stromversorgung in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hat Johannes Rundfeldt von der AG KRITIS deutliche Kritik an der Bundesregierung geübt. Nach Ansicht der unabhängigen Expertengruppe fehle es an physischem Schutz der kritischen Infrastruktur: "Es gibt seit dem 17. März das Kritis-Dachgesetz (...) dieses Gesetz ist bisher zahnlos."

Martin Grubinger, Professor am Mozarteum und Vorsitzender der Schlagzeugjury beim ARD-Musikwettbewerb, über Höchstleistung, Emotion und Nachwuchs: "Der Musikwettbewerb ist natürlich toll, weil es kann so ein richtig toller Kickstart sein."

Über die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Jugoslawien/Kroatien und Deutschland erzählt Ilija Matusko in "Jugo". Dabei geht es auch um die Frage: Wo gehöre ich hin? Was prägt mich bis heute?

Fernsehmoderator Tobias Krell, bekannt als "Checker Tobi", sieht Social-Media-Verbote kritisch, aber klare Regeln für Schulen als Chance: "Allen ging es am Ende des Experiments nach eigener Aussage besser."

Der SPD-Politiker Hubertus Heil befürwortet die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Russland: "Solche Attacken müssen ihren Preis haben [...] und deshalb finde ich die Maßnahmen richtig."

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordert einen neuen Ansatz in der deutschen Russland-Politik: "Hier müssen wir einen Paradigmenwechsel machen und den hatten wir bisher nicht".

Die Vorsitzende des Deutschen Mieterbunds in Bayern, Beatrix Zurek, unterstützt die Petition für einen bundesweiten Mietendeckel. "Wenn man sich überlegt, dass ungefähr ein Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner in Deutschland über 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete bezahlen, ist das zu viel und da muss gehandelt werden", sagte sie.

Veit Didczuneit vom Museum für Kommunikation Berlin, über die Erfolgsgeschichte der Postkarte und ihre Tradition: " Ich [...] schreibe mir selber sogar Postkarten, weil ich das als Erinnerungsstück so schön finde [...]"

Sie sind 16 Jahre und jünger, die Vertreter der Generation Alpha. Was unterscheidet sie von ihren Vorgängern, der Generation Z? Hat der Corona Lockdown ihr Leben geprägt?

Trotz des gescheiterten Referendums in Island, zeigt sich der Botschafter des Landes in Deutschland Auðunn Atlason zuversichtlich: "Wir bleiben ein solider europäischer Partner, wir bleiben im europäischen Wirtschaftsraum, im Binnenmarkt und im Schengen."

Prof. Dr. Niels Hovius, Geomorphologe am Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, ordnet die Katastrophe in Nepal ein und warnt vor künftigen Extremereignissen: "Es hat solche Sturzfluten immer gegeben, es wird sie auch in der Zukunft immer wieder geben."

Lissy Drechsel und Helmut Bachschmid aus Kelheim haben zusammen mit ihren KollegInnen aus ihrer Laufgruppe einen Spendenlauf nach Rom organisiert. 1200 Kilometer für die Sternstunden. Ulrike Ostner hat mit ihnen kurz vor den Toren Roms telefoniert.

Wirtschaftsexperte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), fordert mehr Zuverlässigkeit von der Bundesregierung: "Also sie muss an ihrer Glaubwürdigkeit arbeiten". Von der schwarz-roten Koalition habe man immer wieder gesehen, "dass sie zurückrudert, dass sie die Sachen, die sie versprochen hat, nicht umsetzt".

Stefan Kolev, Professor für Wirtschaftspolitik in Zwickau, sieht das Vertrauen junger Menschen in den Staat in Gefahr: "Mit diesen neuen Auswanderungsplänen bekunden sie die Bereitschaft, den Generationenvertrag auch aktiv zu kündigen."

Billi Bierling, bayerische Bergsteigerin und Nepal-Kennerin, beschreibt die Zerstörung und die enorme Resilienz der Menschen vor Ort in Nepal. "Es kriegt immer wieder was ab und ich weiß nicht, wie sich die Leute da wieder erholen können."

Paula Piechotta, Gesundheitspolitikerin (Grüne) und Fachärztin für Radiologie, fordert angesichts des Defizits in der gesetzlichen Pflegeversicherung ein Umdenken: "Wir müssen bei der Pflege endlich ernst machen mit Prävention."

Beatrix Keim, Direktorin für Business Development und China-Projekte am Center Automotive Research in Duisburg, fordert einen verschlankten VW-Konzern mit klarer Zukunftsstrategie: "Komplexität zu bereinigen, das ist eigentlich das große Stichwort."

Christoph Ahlhaus, Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbandes BVMW, sieht kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem der Politik: "Eine Regierung muss handeln können."

Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall, kritisiert geplante VW-Werksschließungen und sieht das Management in der Pflicht. "Das ist keine gute Führung! Wir erwarten da Klarheit und Perspektiven und keine Verängstigung."

Gabriel Zuchtriegel, Generaldirektor des Archäologischen Parks Pompeji, über erstaunliche Parallelen zu heute - und große Unterschiede: "Auf der einen Seite ist es so unheimlich ähnlich und es ist ja auch dieselbe Menschheit seit 2000 Jahren."

Im Gespräch mit Ulrike Ostner erzählen die zwei jungen Männer, wie sie sich von Cannabis entwöhnt haben und warum sie jetzt zufriedener sind.

Im Krieg im Sudan wird selbst Hilfe zur Waffe. Professor Volker Perthes, bis 2023 Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs im Sudan, beschreibt Belagerungen, Hunger und die Rolle ausländischer Unterstützer. "Es gibt nach wie vor eine Zivilgesellschaft im Sudan [...]."

Ronja Hofmann engagiert sich seit Jahren bei Fridays for Future und sieht die aktuellen Hitzewellen als Chance, den Druck auf die Politik zu erhöhen.

Dr. Ivonne Weiler-Rahnfeld, zuständig für Bodendenkmalpflege im Rheinland, ordnet die Funde im Rhein ein, von Meilensteinen bis Ankern: "Vieles kennen wir noch nicht, da müssen wir auch selber noch lange recherchieren."

Prof. Dr. Gerlinde Groitl, Politikwissenschaftlerin sowie Leiterin und Gründerin des Instituts für Sicherheit und Strategie in München, ordnet Trumps Drohungen gegen den Iran ein und blickt auf die Midterms: "Insofern sind die Drohungen dann zum Teil eben auch hohle Drohungen, leere Drohungen, weil so eine gewisse Verzweiflung daraus spricht."

Baden verboten! Flüsse und Seen sind während der Hitzewelle teilweise "gekippt", weil sich Blaualgen massiv vermehrt hatten. Über die Belastung unserer Gewässer und den Schutz vor Blaualgen hat David Gartner mit Anna Brehm gesprochen, Referentin für Ökologie und Nachhaltigkeit bei der Heinrich-Böll-Stiftung.

Die Ukraine baut schon im Krieg ihre Zukunft auf. Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, setzt auf Infrastruktur und Transparenz: "Das ist wichtig, damit die Menschen eine Zukunftsperspektive in der Ukraine haben."

Die frühere Ton Steine Scherben-Managerin und Ex-Kulturstaatsministerin Claudia Roth würdigt Rio Reiser als "ganz, ganz, ganz großen Künstler" und kritisiert den Umgang des Publizisten Ulf Poschardt mit Songzeilen seiner Band Ton Steine Scherben: "Es ist richtig widerwärtig, was Poschardt betreibt, wenn ich das mal so sagen darf."

CDU auf Tinder, AfD im Parfümrausch, der Bundestag beim Beauty-Contest: Wenn die Koalition vor allem ihren Teint in den Griff kriegen muss. Eine Glosse von Peter Jungblut.

Simone Bueb, Referentin für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Bayern, warnt vor vermeintlich deutschen Online-Shops und rät zum Impressums-Check. Fehlt eine Rücksendeadresse, sagt sie: "Dann auf jeden Fall die Finger davon lassen."

Wie soll Europa auf Itamar Ben-Gvirs Hassrede reagieren? Nach den Aussagen des rechtsextremen israelischen Ministers zu "gezielten Tötungen" fordert Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, EU-Sanktionen. Dulde Israel solche Äußerungen, "entfremdet" es sich laut Hardt "ein Stück weit von Europa und von unseren gemeinsamen Werten".