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In der neuen Folge von BACKSPIN Love'n'Hate sprechen Niko, Emma und Base wie jedes Mal über Hip-Hop Nostalgie und ihre persönlichen Highlights aus der Kultur. Emma war bei DLTLLY, während Base mit der „Salzstadt Marmelade“ einen ungewöhnlichen Hip-Hop-Moment erlebt. Niko nimmt uns mit nach Stuttgart zu „30 Jahre 0711“, einem emotionalen Klassentreffen deutscher Hip-Hop-Geschichte mit Torch, Toni L, Cora E, den Stieber Twins, den Beginnern und vielen weiteren Legenden. Außerdem sprechen die drei über den Verein Each One Teach Two e.V., der in Lüneburg Hip-Hop-Kultur für die nächste Generation zugänglich macht, über das neue „Eine Stadt wird bunt“-Flashback-Buch und darüber, warum kulturelle Erinnerungsarbeit wichtiger denn je ist. Zum Schluss geht der Blick nach vorne: Die Tapefabrik kündigt ihr Graffiti-Special in Wiesbaden an, das DNA Festival bringt Breaking zurück auf die große Bühne und die Runde diskutiert, warum lokale Initiativen und Community-Projekte oft die wichtigste Arbeit für die Kultur leisten. Mehr Hip-Hop geht wie immer kaum. Viel Spaß mit der Folge!
In dieser Folge meines Podcasts "Bosses Bundesliga Blog" stelle ich euch den außergewöhnlichen Fußballverein FC Ente Bagdad vor – einen Club, bei dem es um weit mehr geht als Tore und Tabellen. Seit den 1970er-Jahren verbindet der Verein Fußball mit Haltung, Menschlichkeit und gesellschaftlichem Engagement. Ich spreche darüber, warum bei den „Enten“ Menschen aus unterschiedlichsten Ländern gemeinsam spielen, wie Integration hier ganz praktisch gelebt wird und weshalb das Motto „You'll never watschel alone“ perfekt zu diesem besonderen Team passt. Außerdem geht es um Erinnerungsarbeit, Solidarität und die Frage, wie Fußball Brücken bauen kann. Eine Geschichte über Zusammenhalt, Vielfalt und einen Verein, ... Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude.
Am 7. Februar 2025 fand in den Räumen der Sinti Union Schleswig-Holstein in der Feldstraße aus Anlass des 27. Januar eine Buchlesung zu den Erinnerungen von Agnes Geisler geborene Laubinger statt. Die Sintizza wurde am 11. März 1943 im Alter von zehn Jahren in das KZ Auschwitz deportiert. Im selben Viehwaggon befand sich auch Frieda Kaikoni aus Neumünster, zu der wir hier im Freien Radio berichtet haben, sowie ihre Kinder Heinrich, Irmgard und Käthe sowie ihr Partner, Franz Mirosch. Veranstalter der Lesung war die Sinti Union Schleswig-Holstein Toleranz und Zivilcourage e.V. und Holger Artus. Holger engagiert sich in Hamburg in der Erinnerungsarbeit. Agnes Laubinger lernte er Ende 2024/Anfang 2025 kennen. Kurz zuvor hatte Louis Pawellek, ein junger Lehrer, ihre Erinnerungen aufgezeichnet. Gemeinsam mit ihm will Holger in Norddeutschland aus ihrer Erzählung über die Deportation, den Terror in Auschwitz, die Todesmärsche und die Befreiung im KZ Bergen-Belsen lesen. Neumünster war dabei ein wichtiger Ort, da ein Teil ihrer Familie dort lebt. Leider verstarb Agnes Laubinger im Januar 2025 im Alter von 92 Jahren.
Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 2. Februar 2026! Der Runde Tisch in Neumünster, der angeblich für Toleranz und Demokratie steht, möchte zukünftig nicht mehr mit Akteuren aus HH zusammenarbeiten. Ich denke, das ist eine wichtige Information, die Neumünster wissen sollte und die insbesondere auch Akteure aus HH wissen sollten, die in unsere Stadt reisen, um Neumünster zu unterstützen. Das sind autonome Antifa-Zusammenhänge, antifaschistische Gruppen in Stadtteilen wie Altona und Bergedorf, Recherche-Kollektive, VVN-BdA Hamburg (die klassische antifaschistische Erinnerungs-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit leisten), die Geschichtswerkstätten Hamburg, die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme, der DGB Hamburg & Einzelgewerkschaften (ver.di, IG Metall, GEW), die Antifaschismus als Teil gewerkschaftlicher Bildungs- und Erinnerungsarbeit verstehen, Linksjugend ['solid] Hamburg, SDAJ, Jusos Hamburg, Rote Flora, Stadtteilzentren & Infoläden. Wie der Runde Tisch zu dieser Einschätzung kommt, ist mir nicht bekannt. Im Versammlungsfreiheitsrecht SH kann die Untersagung der Teilnahme oder Anwesenheit und Ausschluss von Personen nur erfolgen, wenn von ihr nach den erkennbaren Umständen bei Durchführung der Versammlung eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. Laut Polizeiangaben demonstrierten am 18. Januar rund 500 Menschen friedlich gegen eine AfD-Veranstaltung in Neumünster. Im Awareness-Zelt wurden laut Anmelder keinerlei Fälle gemeldet, die mit dem Auftreten von Demonstrant*innen in Zusammenhang stünden. Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute: +++ Landesregierung will neue Grundlage für Alkoholverbotszonen – Stadt Neumünster begrüßt das Vorhaben +++ Jüngere und Ältere sind die Verlierer auf dem Wohnungsmarkt in Neumünster - Schleswig-Holstein braucht pro Jahr 2.800 neue Sozialwohnungen +++ Schnee und Frost locken mehr Menschen ans Futterhaus, aber weniger Vögel: Stunde der Wintervögel mit Rekord / große Rückgänge bei Spatzen Musik: Blitz (UK) Deine Nachbarn (Berlin) Nord.End (Frankfurt am Main) Bödel (Schweden) Big Clown (USA)
Traumlogik und Erinnerungsarbeit: Martina Läubli, Judith von Sternburg und Christoph Schröder diskutierten in der Bühler Mediathek vier Werke, die auf der SWR Bestenliste im Februar verzeichnet sind. Auf dem Programm standen mit „Vaim“ der neue Roman von Literaturnobelpreisträger Jon Fosse (Platz 5), mit „Ein Jahr in der Natur“ von Josephine Johnson eine Erstübersetzung aus dem Jahre 1969 (Platz 3), mit „Trag das Feuer weiter“ der Abschluss einer Familientrilogie von Leïla Slimani (Platz 2) und mit „Abschied(e)“ von Julian Barnes ein Buch über Erinnerungsarbeit angesichts des nahenden Todes. Begeistert zeigte sich die Jury von Jon Fosses „Vaim“ in der deutschen Fassung von Hinrich Schmidt Henkel aus dem Rowohlt Verlag. Drei Männer erzählen, eine Frau entscheidet. Fosses Prosa in kapitellangen Sätzen, die von Einsamkeit in der norwegischen Provinz erzählen, von Freundschaften und fatalen Beziehungen, überzeugte selbst einen ehemaligen Kritiker des Autors. Ein Text, getragen von einer melancholischen „Traumlogik“, erklärte Jury-Mitglied Christoph Schröder. Fosse-Kennerin Martina Läubli ordnete die Geschichte, in der am Ende fast alle Figuren gestorben sind, in das Gesamtwerk des Nobelpreisträgers ein. Die bislang jüngste Pulitzer-Preisträgerin wird in Deutschland wiederentdeckt, dank einer hochwertigen Edition in der Anderen Bibliothek. Josephine Johnsons „Ein Jahr in der Natur“ in der Übersetzung von Bettina Abarbanell und mit Illustrationen von Andrea Wan wird von der Bestenliste-Jury aber durchaus kontrovers diskutiert. Die Genauigkeit der Naturbeschreibungen, die niemals zu sprachlichen Überhöhungen der Flora und Fauna führen, wird gelobt. Doch die jahreszeitlichen Naturbetrachtungen seien zuweilen etwas erwartbar, sagt Judith von Sternburg. Auch die Schärfe und Aktualität der politischen Analyse ist Gegenstand des Gesprächs, webt die Autorin in ihre Chronik doch immer wieder Kommentare zum damaligen Vietnam-Krieg ein. Je länger der Abend, desto schärfer die Diskussion der Jury. Leïla Slimanis „Trag das Feuer weiter“ in der Übersetzung von Amelie Thoma aus dem Luchterhand Verlag wurde von Judith von Sternburg vorgestellt. Nach der Lesung aus dem Roman, in der es um die Zerrissenheit der Hauptfigur zwischen Marokko und Frankreich ging, kam Christoph Schröder auf die sprachlichen Schwächen zu sprechen. Während Läubli und von Sternburg ein Buch mit ambivalent gezeichneten Figuren gelesen haben wollen, kritisierte Schröder die seiner Meinung nach offensichtliche Schwarz-Weiß-Malerei, den willkürlichen Perspektivwechsel und die auf „Thrill“ angelegte Ästhetik selbst in einer Missbrauchsszene: „An diesem Buch stört mich so gut wie alles.“ Der Spitzenreiter der SWR Bestenliste im Februar ist Julian Barnes vermutlich letztes Buch „Abschied(e)“, das Gertraude Krueger für Kiepenheuer und Witsch ins Deutsche übertragen hat.
Wie soll im 21. Jahrhundert das Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust aussehen? Susanne Siegert (@keine.erinnerungskultur in den Sozialen Medien) liefert in ihrem neuen Buch "Gedenken neu denken" viele anregende Überlegungen dazu. Sie will weg vom "Gedächtnistheater" hin zu einer demokratischen Erinnerungsarbeit für jedermann und -frau. Über die Einzelheiten habe ich mit Susi gesprochen! Melde dich und unterstütz mich doch auf Patreon oder mit Paypal: https://linktr.ee/deutschland33_45pod Link zum Buch von Susi https://www.piper.de/buecher/gedenken-neu-denken-isbn-978-3-492-06545-0 E-Guide der Arolsen Archives https://eguide.arolsen-archives.org/was-ist-der-e-guide Link zum Rechercheantrag im Bundesarchiv (Familiengeschichte) https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/personen-und-familienforschung/personenbezogene-unterlagen-militaerischer-herkunft/ Links zum Thema Bücherverbrennung: Karte: https://verbrannte-orte.de/ Podast "Wenn Bücher brennen" von Stefanie Schuster: https://wenn-buecher-brennen.podigee.io/ Digitalisierung von Lokalzeitungen aus NRW: https://zeitpunkt.nrw/ © Foto: Ina Lebedjew/Piper
10,12, 13.14 quälende Jahre, bis man endlich einen Haken ans Thema Schule machen kann. Warum sollte man sich also 10 Jahre später in einer WhatsApp-Gruppe zur Wiederaufnahme dieses Traumas verabreden? Vektorrechnung, Tafeldienst, der alte Socken-Geruch in der Umkleide sind jetzt nicht unbedingt gute Argumente für eine vierstündige Heimreise im verspäteten ICE. Auf der anderen Seite könnte das vielleicht eine dankbare Bühne sein, sich zu präsentieren. Und was ist eigentlich aus den anderen geworden? Lässt sich ja bedauerlicherweise nicht alles ergoogeln. Springt da was fürs Ego raus? Oder sogar fürs Herz? Für die mentale Gesundheit? Wir haben Micky Beisenherz gefragt. Er ist jetzt unseres Wissens kein ausgewiesener Experte für Sozialexperimente und Bildungsfragen, allerdings hat er ein Bonusjahr Schule drangehängt, und er war erst kürzlich bei einem großen Schultreffen und ist immer noch Feuer und Flamme. Für die Psychologin Julia Onken ist ein Klassentreffen wie ein Buffet, an dem sich jeder großzügig bedienen sollte, der etwas über sich erfahren will. Sorgfältige Vorbereitung wäre allerdings angebracht, meint Julia Onken. Ihr Buch „Klassentreffen: Einladung in die unaufgeräumte Vergangenheit“ ist die eine Möglichkeit, oder ihr hört diese Folge. Auch für den Erziehungswissenschaftler Thorsten Fuchs sind Klassentreffen mehr als ein nostalgisches Besäufnis. Vielmehr ist so ein Event ein „biografisches Treffen mit sich selbst“. Und davon gibt's ja nicht so viele. Frohe Weihnachten! Anne und Steffi flexikon@ndr.de Und noch ein Tipp ( die Feiertage ziehen sich ja): Too many tabs – der Podcast https://www.ardaudiothek.de/sendung/too-many-tabs-der-podcast/urn:ard:show:f9729e4506b88ae3/
Sagen Sie uns Ihre Meinung!Wie kann ich Erinnerungen an einen geliebten Menschen oder an mich selbst in digitale Formate überführen? Ist ein digitaler Erinnerungsraum ein fester Ort für meine Trauer – oder ist nicht schon der Weg hin zu diesem Raum ein Teil meiner Trauerarbeit?In Folge #24 sprechen wir mit Lilli Berger, Bestatterin, Producerin und Gründerin der VYVYT Innovations GmbH. Was hat sich seit ihrem letzten Besuch bei uns im Podcast getan? Welche Rolle spielt KI bei der Verwaltung und Aufbereitung von Daten, auf denen Erinnerungen an Menschen aufbauen? Wer kuratiert diese Erinnerungen – und wie können Hinterbliebene heute schon mittels KI mit Erinnerungen interagieren? Lilli spricht mit uns über die Möglichkeiten und Herausforderungen generativer KI in der Trauer- und Erinnerungsarbeit, über die Lebensgeschichte ihrer Urgroßmutter und über die Resonanz von Angehörigen, Unternehmenspartnern und Medien. Mehr über Lilli und VYVYT erfährt man hier:https://lilliberger.de/https://www.linkedin.com/in/lilli-veneta-berger/https://www.vyvyt.com/ Hier geht es zu den Virtuellen Meetups, die Lilli organisiert: https://www.vyvyt.com/events
In dieser Kooperationsfolge treffen ein konstruktiv kritischer Blick auf Schule und Bildung und Gedanken rund um plurale Erinnerungskultur(en) auf die vielseitige Expertise von Gilda Sahebi. Die in Berlin lebende Politikwissenschaftlerin, Ärztin und freie Journalistin vereint in ihrer Arbeit viele gesellschaftlich relevanten Themen. In ihrem neuen Buch „Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung“ entlarvt sie die (medial) erzeugte Erzählung von Spaltung und zeigt, wie gesellschaftliche Mythen zu Sozialleistungen, Migration, Gender‑Debatten, Corona oder dem sog. Nahen Osten funktionieren. Im Gespräch verknüpfen wir die Themen des Kleine Pause Podcasts mit dem Kern von Erinnerungsfutur: die Untersuchung pluraler Erinnerungskulturen in Deutschland und Europa. Gilda erklärt, warum Erinnerungsarbeit nicht nur Vergangenheit bewahrt, sondern aktiv dazu beiträgt, verbindende Narrative zu stärken und autoritären Spaltinstrumenten die Kraft zu nehmen. Sie gibt konkrete Impulse, wie wir im eigenen Leben und im öffentlichen Diskurs bewusst Verbindungen schaffen und der Spaltung weniger Raum geben können, indem wir uns stets auch selbst in den Blick nehmen.
Der amerikanische Comic-Künstler Art Spiegelman hat mit seiner Graphic Novel „Maus“ als einer der ersten gezeigt, dass man auch komplexe Geschichten wie den Holocaust mit Bildern erzählen kann. Nach anfänglicher Skepsis ist der besondere Beitrag, den Comics zur Erinnerungsarbeit leisten, heute unumstritten. Die Konstanzer Ausstellung, die der Kurator Jakob Hoffmann zusammengestellt hat, zeigt an vier ausgewählten Beispielen, wie ästhetisch unterschiedlich Künstlerinnen und Künstler Zeitgeschichte beleuchten.
Unser Gedenken an den Nationalsozialismus sollte sich verändern - weg von ritualisierten Gedenktagen, hin zu einer Erinnerungsarbeit , findet zumindest die Autorin und Influencerin Susanne Siegert,
Erinnerungsarbeit vermittelt Zukunft „Erinnern ist kein Blick zurück, sondern ein Kompass nach vorn.“ Im Gespräch mit Mag. Martin Hagmayr wird klar, wie Geschichte zur Zukunftsgestaltung beiträgt.
Sprachlosigkeit in Literatur übersetzen – das war Jehona Kicajs Impuls, um diesen Roman zu schreiben. Sprachlosigkeit über die Gräuel des Kosovo-Krieges. Den wollte sie aus der Perspektive einer Kosovarin im Exil erzählen. Der Roman beginnt mit einer Szene beim Zahnarzt – Er findet heraus, dass die Protagonistin mit den Zähnen knirscht. Die Traumata der eigenen Familie, eines ganzen Landes arbeiten in ihrem Mund in der Nacht. Sie beginnt zu forschen: Was ist damals passiert? Stephan Ozsváth war als Südosteuropa-Korrespondent selbst viel im Kosovo. Er sprach mit Jehona Kicaj über Literatur als Erinnerungsarbeit, den Widerstand der Kosovaren gegen die serbische Unterdrückung und den Buchstaben Ë – der ihr als Titel "perfekt" vorkommt, um die vererbten Traumata zu beschreiben. Das Buch Jehona Kicaj: "Ë", Wallstein-Verlag, 176 Seiten, 22 Euro Stephan Ozsváth empfiehlt – mit Abstrichen Nelio Biedermann: "Lázár", 336 Seiten, Rowohlt Berlin, 24 Euro Jehona Kicaj empfiehlt Lukas Bärfuss: "Die Krume Brot", 224 Seiten, Rowohlt Taschenbuch, 14 Euro Der Ort Universität Hannover und der Weg vom Hauptbahnhof dorthin Die Autorin Jehona Kicaj, 1991 in Suhareka im Kosovo geboren, in Göttingen aufgewachsen. Hat Germanistik, Philosophie und Literaturwissenschaft studiert. Hat den Verlag re:sonar mitgegründet, der "junge Literatur" herausbringt, darunter auch von Deutschen mit Migrationsbiographie. "Ë" ist Jehona Kicajs Debütroman. Sie hat dafür den Hanna-Preis der Stadt Hannover bekommen. Nominiert war sie auch für den Deutschen Buchpreis und den ZDF Aspekte Literaturpreis.
“Eine der größten Ängste von Menschen mit Demenz ist es, ihre Identität zu verlieren”, sagt Jeanette Kießling. Dem kann Biografieorientierung entgegenwirken – schon mit kleinen Dingen im Alltag und in jeder Phase der Erankung. In dieser Folge “Leben. Lieben. Pflegen. Der Desideria-Podcast zu Demenz und Familie” spricht Podcast-Host Peggy Elfmann mit ihrem Gast Jeanette Kießling über Biografiearbeit. Jeanette erklärt, wie Angehörige und Pflegende die Erinnerungen und die Lebensgeschichte von Menschen mit Demenz einsetzen können und wie dies Lebensqualität fördern und den Pflege-Alltag erleichtern kann.
Das Ende des Zweiten Weltkriegs jährt sich 2025 zum 80. Mal. Zugleich schwindet zunehmend das öffentliche Bewusstsein für die ehemaligen deutschen Ostgebiete, ihre kulturellen Besonderheiten und die Vertreibung nach 1945. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Erinnerung an dieses Kapitel deutscher und europäischer Geschichte an Bedeutung – nicht zuletzt, da eine zentrale Einrichtung der Erinnerungsarbeit nun vor dem Aus steht. In der neuen Folge unseres Podcasts „Mit Polen auf Du und Du“ spricht Tim Tobias mit Dr. David Skrabania, dem Direktor des Oberschlesischen Landesmuseums in Ratingen, über die Rolle von Museen, die Zukunft der Erinnerungskultur und ihre Bedeutung für den europäischen Dialog. Oberschlesisches Landesmuseum Folge direkt herunterladen
Die Landung der Alliierten in der Normandie markiert den Anfang vom Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein französischer Museumsmitarbeiter und ein deutscher Punkmusiker gehen auf Spurensuche, die zu einer deutsch-französischen Erinnerungsarbeit wird. Bei der Kellen, Ralf www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen. Feature
Der Arbeitskreis Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der Katholischen Universität in Eichstätt verleiht am Sonntag, den 29. Juni, den Shalompreis 2025. In diesem Jahr wird die Casa Social Cultural y Memoria aus Buenaventura, Kolumbien ausgezeichnet. Die Initiative schafft inmitten von Armut und Gewalt kreative Bildungsräume für Kinder, Jugendliche, Frauen und afrokolumbianische Gemeinschaften – durch Wandmalerei, Theater, Erinnerungsarbeit und politische Bildung. Carmen Rocío Murillo und Marvin Castro werden den Preis entgegennehmen. Bernhard Löhlein hat mit ihnen gesprochen.
Wer und was in Deutschland erinnert wird, bestimmt mit, wer in diesem Land dazu zählt und wer nicht. Erinnerungsarbeit kann also beides sein: ausschließend und ein Instrument des Empowerments, wenn wir sie uns aneignen und anfangen, sie mit zu bestimmen. Aber wer entscheidet in diesem Land, wie die Vergangenheit erinnert wird? Und welche Kämpfe wurden gekämpft, damit die Opfer der Gewalt nicht vergessen werden? In dieser Folge fragen Hadija und Max, in welcher Beziehung die unterschiedlichen Erinnerungskämpfe zueinander stehen. Geprägt von ihren biografischen Erfahrungen und der Bindung zu den Communities, mit denen sie zu tun haben, setzen sie den Fokus auf ausgegrenzte Perspektiven und Akteur*innen der aktiven Erinnerungsarbeit. Ein Gespräch über Ausschluss, Selbstbestimmung und Widerständigkeit.Mehr zum Thema dieser Episode:Gilda Sahebi, Hadija Haruna-Oelker, Max Czollek. Wer entscheidet wie erinnert werden darf? (Artikel in der ZEIT) Tribunal Unraveling the NSU Complex (Forensic Achictecture) Initiative OEZ München ErinnernMehr zu Max und HadijaHadija Haruna-Oelker und Max Czollek. Alles auf Anfang (Buch)Hadija Haruna-OelkerMax CzollekCreditsDer Podcast Trauer & Turnschuh ist im Rahmen der Initiative “Wissen. Erinnern. Fragen” des S. Fischer Verlags entstanden.Konzeption: Hadija Haruna-Oelker und Max CzollekProduzentin: Jenny HäschelSchnitt & Sounddesign: Spotting ImageGrafik: Konstantin GramallaDie Folge ist in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek entstanden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Von Berlin ins vorpommersche Dorf, weiter nach Görlitz/Zgorzelec, Potsdam, Frankfurt, Posen und zurück in die deutsch-polnische Grenzregion. In der 54. Folge von Stettinum, dem europäischen Podcast aus Szczecin, berichtet uns Josefa Baum von ihrem Engagement für Lokalgeschichte und Erinnerungsarbeit in Rothenklempenow. Hier erfahren Sie, was es mit dem Verein "Q-Dorf" auf sich hat, in dem es um viel mehr geht als um Kühe! Zapraszamy! Wir laden ein!
Portfolio- und Erinnerungsarbeit in der Kita macht Spaß, deckt alle Bildungsziele ab und ist wichtig. Im Kindergarten "Wilde Wiese" arbeitet man dazu mit dem eigenen "Schatzbuch"- ein Projekt, das Team und Kinder begeistert. Wir haben uns "Mein Schatzbuch" zeigen lassen.
Wie kann man sich den Alltag im KZ Mauthausen vorstellen? Der Historiker Alexander Prenninger hat mit hunderten Überlebenden gesprochen. Über den Alltag im KZ, Gewalt, Freizeit und kleine Akte der Solidarität. Erschütternde Einblicke in ein System organisierter Unmenschlichkeit – und wie sich manche trotzdem ihr Menschsein nicht nehmen ließen.
Drawing Radio (dr) ist ein Format bei Radio Woltersdorf (rwd), produziert von Frank Diersch aka Flakenberg Jeannette Brabenetz spricht in der zehnten Ausgabe von BETRIEBSGELÆNDE mit der Leiterin des FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Natalie Bayer. Das FHXB Museum ist ein Berliner Bezirksmuseum und versteht sich mit seinem Ausstellungs-, Veranstaltungsprogrammen, Sammlungs-/Archiv- und Vermittlungsangebot als Forum und bewegtes Gedächtnis des Bezirks. Das FHXB Museum ist ein öffentlicher Raum für alle Menschen, unabhängig von jeglichen Herkunfts- und Sozialzuschreibungen. Im Fokus der Museumsarbeit stehen soziale Bewegungen, die Stadtentwicklungs-, Industrie- und Migrationsgeschichte. Zudem ist das Museum fachlich für die Erinnerungsarbeit und Gedenkkultur in dem vielfältig geprägten Stadtteil zuständig. Ein zentrales Anliegen der Museumsarbeit ist die Aufarbeitung von bisher unterrepräsentierten Themen und Perspektiven. Dabei zielt das Museum darauf, marginalisierte Positionen in den Mittelpunkt zu stellen, den Protagonismus von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen sichtbar zu machen und dadurch Empowerment zu ermöglichen. Ausgehend von einer geschichtskritischen Position prägt das FHXB Museum seit mehreren Jahrzehnten die Repräsentationskritik, den musealen Migrationsdiskurs und die postkoloniale Museologie mit. Das Museum ist in aktuelle soziale und politische Entwicklungen des Bezirks involviert und schmiedet immer wieder neue Kollaborationen mit Bewohner*innen sowie mit lokalen, städtischen und überregionalen Akteur*innen. Dafür entwickelt es neue Methoden, Ansätze und Formate, wodurch sich das Museum in ständiger Auseinandersetzung und Veränderung befindet. * Text: https://www.fhxb-museum.de # Drawing Radio dr ist interessiert an aufzeichnungen + dr arbeitet an themen + dr sendet akkustisches material + dr findet orte + dr sendet texte + dr stellt akteure vor + dr sendet interviews + dr lädt gäste ein + dr ist gut + ## Community Radio Woltersdorf Nichtkommerzielles, freies Radio aus Berlin Brandenburg, direkt an der Woltersdorfer Schleuse, aus dem Umfeld der Spielerei auf Pi Radio in Berlin. * https://radio-woltersdorf.org/
Er ist Gärtner von Beruf, Imker aus Passion und gesellschaftspolitisch aktiv seit über 40 Jahren, u.a. beim Umweltschutz, aber vor allem in der Erinnerungsarbeit an die NS-Zeit. So hat er viele Veranstaltungen mit Zeitzeugen und Überlebenden der Lager der NS-Zeit organisiert und war Mitorganisator der Gedenk-Namenslesungen am Mahnmal am Bielefelder Hauptbahnhof.
Im Stuttgarter Theater Rampe will Künstlerin Ülkü Süngün bei einer Hanau-Gedenkwoche untersuchen, wie sich die Erinnerungsarbeit vor dem Hintergrund aktueller politischer Krisen verändern müsste.
Das Interview mit der Autorin Helke Dreier, die zusammen mit ihrer Kollegin ein Buch über die Trümmerbeseitigung in Kassel zwischen 1942 und 1955 verfasst hat, beleuchtet die Hintergründe der Trümmerräumung und die Rolle der Trümmerfrauen im Wiederaufbau der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Idee für das Buch entstand aus einer Anfrage des Kasseler Stadtparlaments bezüglich der Errichtung eines Denkmals für die Trümmerfrauen. Es zeigte sich, dass es bisher kaum wissenschaftliche Studien zu diesem Thema gab, insbesondere speziell für Kassel. Die Stadt förderte daraufhin das Projekt, was zur Entstehung des Buches führte. Dreier erklärt, dass die Erfahrungen und das Engagement der Trümmerfrauen in Deutschland und den unterschiedlichen Besatzungszonen stark variieren. Während in der sowjetischen Besatzungszone Frauen zur Trümmerräumung eingesetzt wurden, um ihre Lebensmittelmarken zu verbessern, war das in den westlichen Zonen nicht der Fall. Kassel sticht hier als besondere Ausnahme hervor, da zahlreiche Frauen zur Trümmerräumung herangezogen wurden, was in anderen Städten oft nicht der Fall war. Die Diskrepanz in den Erfahrungen wird auch durch fehlende einheitliche Gesetze zur Trümmerräumung nach dem Krieg deutlich. Im weiteren Verlauf des Gesprächs beleuchten Dreier und Eggert die Komplexität der Erinnerungsarbeit und die unterschiedliche Wahrnehmung der Trümmerfrauen. Dreier beschreibt, wie emotional aufgeladene Erinnerungen von Zeitzeugen oft narrativ verschieden sind und historische Fakten überlagern können. Zudem wird eingegangen auf die Schwierigkeiten der Aufarbeitung, insbesondere wenn Zeitzeugen, die Kinder oder Jugendliche während des Krieges waren, über ihre Erlebnisse berichten. Viele erinnern sich lebhaft an Bilder und Gefühle, die nicht immer mit der systematischen Organisation der Trümmerräumung übereinstimmen. Die Gespräche über die Gefahren der Trümmerbeseitigung bringen interessante Aspekte ans Licht. Dreier erzählt von Bombentrichtern, die damals eine ernsthafte Gefahrenquelle darstellten, da sie oft nicht detonierte Munition oder Wasser beinhalteten. Diese Aspekte stehen im Kontrast zu den Erinnerungen der Interviewpartner, die sich mehr an die Vegetation und die neuen Lebensbedingungen der Trümmergebiete erinnern, was auf eine ambivalente Beziehung zwischen Zerstörung und Wiederaufbau hinweist. Ein weiterer wichtiger Punkt der Diskussion ist die Frage nach den Eigentumsverhältnissen der Trümmer und die damit verbundenen rechtlichen und bürokratischen Herausforderungen. Dreier beschreibt, dass Trümmer als wertvolle Ressourcen betrachtet wurden und die städtische Verwaltung sich mit Fragen der Zuständigkeit und Haftung auseinandersetzen musste. Im Verlauf des Gesprächs wird auch die Rolle von Zwangsarbeitern bei der Trümmerräumung angesprochen. Dreier schildert, dass es in Kassel viele Arbeitslager gab und Zwangsarbeiter zur Reinigung der Trümmer herangezogen wurden. Besonders die Erinnerungen von Zeitzeugen an italienische Zwangsarbeiter waren überraschend positiv und bringen eine weitere Dimension in die Diskussion über Erinnerungen und Trauma. Die Kontinuitäten in der Stadtverwaltung von Kassel, die durch den Erhalt bestimmter Mitarbeiter aus der NS-Zeit gekennzeichnet sind, werden ebenfalls angesprochen. Dreier erläutert, dass einige Stadtbeamte, trotz ihrer früheren Verstrickungen im Nationalsozialismus, während des Wiederaufbaus unverändert blieben, weil sie als besonders kompetent angesehen wurden. Das Gespräch endet mit einem Blick auf das Archiv der Deutschen Frauenbewegung, in dem Dreier arbeitet. Sie beschreibt das Archiv als eine wichtige Institution für die Sammlung und Erforschung von Frauenbewegungsgeschichte. Es zeigt sich, dass das Archiv nicht nur historische Dokumente bewahrt, sondern auch aktiv Bildungs- und Veranstaltungsarbeit leistet, um Themen der Frauenbewegung in der Gesellschaft zu verankern. Das Interview reflektiert darüber hinaus die Bedeutung von Erinnerungskultur und
Folge 11: Nie wieder ist jetzt - Erinnerungsarbeit beim HSV Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Dieser Tag ist in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, und auch im Fußball findet seit einigen Jahren rund um das Datum von Fußballvereinen und Fanszenen ein Gedenken statt. Das war nicht immer so. Jahrzehntelang wurde die Geschichte verdrängt und Biografien von Verfolgten gerieten in Vergessenheit. Wir schauen in dieser Folge auf unseren Verein: Was ist in den letzten 80 Jahre Erinnerungsarbeit beim HSV passiert? Wir haben uns dafür mit verschiedenen Person vom Verein, aus Gremien und von der Fanszene getroffen, aber hört am besten selbst! (00:00) Einleitung (07:00) Kriegerdenkmal (16:52) Traditionspflege (22:28) Politische Situation in den 1980ern (25:35) Fanprojekt als wichtiger Akteur (28:24) Gründung Supporters Club (31:40) HSV-Museum (37:08) Gründung Netz E (40:14) Gedenktafel (45:23) Antidiskriminierungsparagraph (48:32) Aktuelle Situation (56:54) Wie geht es weiter? Nie Wieder ist jetzt - Ankündigung der Förderkreis Nordtribüne: https://nordtribuene-hamburg.de/nie-wieder-ist-jetzt-erinnerungstag-beim-hsv/ Kampagnentext zum 21. Erinnerungstag von !Nie Wieder: https://niewieder.info/aktivieren/download/Erinnerungstag20250127_Kampagnentext Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zum Hamburger Fußball im Nationalsozialismus: https://www.lernwerkstatt-neuengamme.de/de/weitereausstellungen/weitereausstellungen_rathausausstellungen_startseite/rathausausstellung_2016_fussball_startseite Ankündigung zur Ausstellung “Ins rechte Licht gerückt - Der Einfluss von rechts auf die HSV-Fanszene der 1980er Jahre”: https://www.hsv.de/news/eroeffnung-der-sonderausstellung-ins-rechte-licht-gerueckt Mehr zur Geschichte des HSV im Nationalsozialismus erfahrt ihr unter anderem in der Vereinschronik „Mit der Raute im Herzen“ von Werner Skrentny und Jens R. Prüß und im (leider vergriffenen) Ausstellungskatalog „Die Raute unter dem Hakenkreuz“. Jingle: slow groove.wav by THE_bizniss -- https://freesound.org/s/58193/ -- License: Attribution 3.0
„Das Leid ist gewissermaßen tradiert worden.“ Ob als Trauma von Opfern wie Tätern bis in die 4. Generation oder als antisemitisches wie rassistisches Gedankengut – das Grauen in deutschen Konzentrationslagern hat bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Diesen Schluss zieht Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, aus ihrer täglichen Arbeit. Sie ist unter anderem Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen und hält als solche für ihre Erinnerungsarbeit Kontakt mit den letzten Zeitzeugen: „Wir wissen, dass die seltene Möglichkeit mit Überlebenden zu sprechen von sehr, sehr hohem Wert ist.“ Da die Zeitzeugen altersbedingt aber immer weniger werden, übernähmen nach Ansicht Gryglewskis authentische Gedenkstätten die Aufgabe der Erinnerungsarbeit. „Wir merken es an unserem Publikum, dass es wichtig ist dort zu sein, wo es geschehen ist. Was immer dieses ‚wo-es-geschehen-ist‘ auch bedeutet.“ Im Gespräch mit Jürgen Deppe betont Elke Gryglewski, dass vor dem Gedenken aber das Schließen von Bildungslücken stehe – bei jüngeren wie bei älteren Menschen, zumal sich die Diversität von Antisemitismus in der Vergangenheit erweitert habe: Er komme von rechts wie von links, aber auch aus muslimischen Communities. „Diese Phänomene müssen wir sehr ernst nehmen.“
Tragische Lovestorys gehören zu den Urstoffen des Kinos. Und stehen oft auch unter Kitschverdacht. „We Live in Time“, von Regisseur John Crowley, steuert zumindest mit einer fantastischen Besetzung entgegen. Florence Pugh spielt eine Küchenchefin, die mit Krebs kämpft, Andrew Garfield ihren besorgten Ehemann. Pia Reiser und Christian Fuchs sprechen über den Film, der große Gefühle köcheln lässt. Und widmen sich dann ausführlich der neuen Regiearbeit von Jesse Eisenberg, der in „A Real Pain“ auch in eine Hauptrolle schlüpft. Eigentlicher Star der Odyssee zweier ungleicher New Yorker Cousins durch Polen ist aber „Succession“ Darsteller Kieran Culkin mit einer manischen Performance. Für Pia Reiser gehört die Tragikomödie rund um jüdische Erinnerungsarbeit bereits zu den Filmen des Jahres. Bonus: Kurzkritiken zu „Queer“ und „A Better Man“. Sendungshinweis: FM4 Film Podcast, 20.01.2024, 0 Uhr
"Inside Pogromnacht". Schüler des St.-Anna-Gymnasiums in München testen einen neuen Weg in der Erinnerungsarbeit.Von Barbara Weiss
SWR Bestenliste erstmals in Ladenburg Über drei extreme Frauenfiguren, vermeintlich blässliche Männercharaktere und einen Videofilm versessenen Erzähler sprachen die Jury-Mitglieder Sandra Kegel, Dirk Knipphals und Christoph Schröder. Die erstmal in Ladenburg aufgezeichnete Diskussion der SWR Bestenliste verlief vor allem bei zwei Büchern kontrovers: Uneins war die Runde beim neuen Roman von Nora Bossong und der Frage, worum es in „Reichskanzlerplatz“ überhaupt geht und welche Figur im Mittelpunkt der Geschichte steht: Die Frau, aus der Magda Goebbels wurde? Oder doch der schwer zu fassende Ich-Erzähler, ein ministerialer Mitläufer im NS-Reich? Zukunft der Literatur? Außerdem entzündete sich bei David Wagners biografischem Portrait „Verkin“ die Diskussion, ob es sich dabei überhaupt um einen Roman handelt oder nicht. Dirk Knipphals, der die taz-Kultur leitet, sieht in Wagners Darstellung komplizierter Figuren die „Zukunft der Literatur“, während Sandra Kegel, Chefin des FAZ-Feuilletons, dramaturgische Schwächen in dem Text sieht, weil die „übergriffige“ Titelfigur das gesamte Textgeschehen dominiere, indem sie ohne Widerspruch zu viele und zu überdrehte Anekdoten erzähle. Einhelliges Lob für „Videotime“ Unter der Leitung von SWR-Literaturredakteur Carsten Otte lobte die Runde in der ausverkauften Ladenburger Zehntscheune außerdem die verstörenden Wendungen in dem Agrarepos „Brennende Felder“ von Reinhard Kaiser-Mühlecker sowie den unheimlichen Familienroman „Videotime“ von Roman Ehrlich. Christoph Schröder, freier Literaturkritiker unter anderem für den Deutschlandfunk, lobte das Ehrlichs Werk als eine formal wie inhaltliche gelungene Vatersuche und Erinnerungsarbeit, die sich mit der Gewaltgeschichte der alten Bundesrepublik beschäftigt. Aus den vorgestellten Büchern lasen Isabelle Demey und Johannes Wördemann.
Wie lassen sich die Gräuel der NS-Zeit auf Plattformen wie Tiktok erklären? Was bedeutet das für die Art und Weise, wie heute sogenannte "Erinnerungsarbeit" abläuft? Journalistin Susanne Siegert klärt im Netz über den Holocaust und Nazi-Verbrechen auf. Von WDR5.
Noch immer gibt es Themen, die in der Erinnerungsarbeit im Hintergrund stehen: So haben die Nationalsozialsten über 26 Millionen Männer, Frauen und Kinder als Zwangsarbeiter eingesetzt. Was wenig bekannt ist: Einige dieser Arbeiter durften auch Fußball spielen. Von Ronny Blaschke www.deutschlandfunk.de, Sport am Sonntag
Noch immer gibt es Themen, die in der Erinnerungsarbeit im Hintergrund stehen: So haben die Nationalsozialsten über 26 Millionen Männer, Frauen und Kinder als Zwangsarbeiter eingesetzt. Was wenig bekannt ist: Einige dieser Arbeiter durften auch Fußball spielen. Von Ronny Blaschke www.deutschlandfunk.de, Sport am Sonntag
Ein Projekt das seit sechs Jahren in St. Pölten wichtige Erinnerungsarbeit an jüdische Mitbewohner setzt.
Über das Engagement für die Erinnerung an jüdische MitbürgerInnen in St. Pölten.
Paula Scholz arbeitet bei der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und hat die Ausstellung Hamburger Fußball im Nationalsozialismus mit angestoßen. Im Podcast spricht sie über Erinnerungsarbeit im Fußball, die Rolle der Vereine und Gegenwartsbezüge. Außerdem geht es ums Netzwerk F_in FLINTA im Fußball, Räume für Frauen, den Wert von Sichtbarkeit und Ambivalenzen in der Fußballliebe. Die Folge mit Paula Scholz im Überblick 00:33 Begrüßung Paula 01:35 Fußball und Nationalsozialismus 06:56 Sport im KZ und die Rolle der Häftlinge 11:57 Wie Themen wieder verschwinden 15:29 Für die Gegenwart lernen 20:33 Netzwerk Erinnerungsarbeit 26:18 Erinnern an Ramazan Avc 32:01 Rau | te, die: ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude.Gern unterstützen wir dich bei deiner Podcast-Produktion.
Drübergehalten – Der Ostfußballpodcast – meinsportpodcast.de
Paula Scholz arbeitet bei der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und hat die Ausstellung Hamburger Fußball im Nationalsozialismus mit angestoßen. Im Podcast spricht sie über Erinnerungsarbeit im Fußball, die Rolle der Vereine und Gegenwartsbezüge. Außerdem geht es ums Netzwerk F_in FLINTA im Fußball, Räume für Frauen, den Wert von Sichtbarkeit und Ambivalenzen in der Fußballliebe. Die Folge mit Paula Scholz im Überblick 00:33 Begrüßung Paula 01:35 Fußball und Nationalsozialismus 06:56 Sport im KZ und die Rolle der Häftlinge 11:57 Wie Themen wieder verschwinden 15:29 Für die Gegenwart lernen 20:33 Netzwerk Erinnerungsarbeit 26:18 Erinnern an Ramazan Avc 32:01 Rau | te, die: ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude.Gern unterstützen wir dich bei deiner Podcast-Produktion.
Paula Scholz arbeitet bei der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und hat die Ausstellung Hamburger Fußball im Nationalsozialismus mit angestoßen. Im Podcast spricht sie über Erinnerungsarbeit im Fußball, die Rolle der Vereine und Gegenwartsbezüge. Außerdem geht es ums Netzwerk F_in FLINTA im Fußball, Räume für Frauen, den Wert von Sichtbarkeit und Ambivalenzen in der Fußballliebe. Die Folge mit Paula Scholz im Überblick 00:33 Begrüßung Paula 01:35 Fußball und Nationalsozialismus 06:56 Sport im KZ und die Rolle der Häftlinge 11:57 Wie Themen wieder verschwinden 15:29 Für die Gegenwart lernen 20:33 Netzwerk Erinnerungsarbeit 26:18 Erinnern an Ramazan Avc 32:01 Rau | te, die: ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude.Gern unterstützen wir dich bei deiner Podcast-Produktion.
Noch gibt es Überlebende, die von den Schrecken der Shoa erzählen können. Doch sie sorgen sich, wer daran erinnert, wenn sie nicht mehr da sind. Und die Zeit drängt. Wie ist Erinnerungsarbeit möglich, wenn keiner mehr lebt, der überlebt hat?
Die Verstrickungen des Sports zu Zeiten der Nationalsozialist*innen werden auf ganz unterschiedliche Weise historisch untersucht. Das Projekt Ort des Jubels, Ort des Unrechts erforscht, welche Sportstätten zu Lagern für Zwangsarbeitende gemacht wurden. Historiker Bastian Satthoff spricht im Podcast über das Projekt. Die Folge mit Bastian Satthoff im Überblick 00:08 Begrüßung 02:42 Erinnerungsarbeit 09:00 Erinnern im Fußball 15:47 Zwangsarbeit: Datenlage 22:54 Widerständige Aufarbeitung 29:13 Fußball: Jubel und Unrecht 35:27 Zeitzeug*innen im Gespräch 39:06 Thema in die Breite tragen 42:06 Verstrickung des Fußballs 51:45 Aufarbeitung als Chance Bastian Satthoff Profil LinkedIn Instagram Bluesky Ort des Jubels, Ort des Unrechts Projektbeginn beim VfL Osnabrück Von einem Ort des Jubels ...Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen? Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich. Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude.Gern unterstützen wir dich bei deiner Podcast-Produktion.
Das Musikdrama "Die Kinder der toten Stadt" wurde als Schulprojekt entwickelt, um Jugendlichen einen kreativen Zugang zum Thema Holocaust und NS-Zeit zu ermöglichen. Mehr als zehn Schulen in NRW wollen am Ende dieses Schuljahres das Stück auf die Bühne bringen. Autorin: Silke Tornede Von Silke Tornede.
Hizarci, Derviswww.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Als sich die Armenierinnen aus Verzweiflung zu Tode stürzten, trug die Großmutter der Enkelin auf, die Frauen nicht zu vergessen. Das Mädchen Sevgi machte eine Liste und zählte die Toten. Heute erzählt die Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar deren Geschichten: die der Griechen, die man aus ihrer Heimat in Kleinasien vertrieb; die der Armenier, die vor der Staatsgründung der modernen Türkei 1923 in den Tod getrieben wurden. Özdamars Lebensroman „Ein von Schatten begrenzter Raum“ öffnet einen Erinnerungsraum, der die Kontinente verbindet. Man kann darin spazieren gehen, mit Brecht sprechen und sich menschlicher Solidarität vergewissern. Mit 12 stand Emine Sevgi Özdamar zum ersten Mal in Istanbul auf der Bühne. Und ging später in Deutschland zum Theater. Als Dramaturgin, Stückeschreiberin und Romanautorin lebt und arbeitet sie zwischen den Kulturen - und verkörpert hier wie dort das menschliche Gewissen. 2022 wurde Emine Sevgi Özdamar mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. (Produktion WDR 2023)
Nicht erinnerlich: Warum der Diskussion über das Hetzflugblatt von Hubert Aiwanger jetzt erst recht Erinnerungsarbeit folgen sollte. Ein Gespräch mit den Gedenkstättenleiter und Historiker Jens-Christian Wagner. / Exstase und Spiritualität: das Album Tarapzade des deutsch-türkischen Musikers Tayfun Guttstadt. / Togetherness: die Comic-Publikation SPRING erkundet den großen Zusammenhalt in der Welt und im eigenen Arbeiten, denn es gibt Zeichnerinnen-Kollektiv seit genau 20 Jahren.
Kuhlmann, Michaelwww.deutschlandfunk.de, Andruck - Das Magazin für Politische LiteraturDirekter Link zur Audiodatei
Ein Gespräch mit Jazzpianist Michael Wollny zu führen ist nicht ganz leicht - weil man nicht weiß wo man anfangen soll und schon am Anfang Angst hat, dass man auch wieder aufhören muss, so viel gibt es oder gäbe es zu erzählen. Vom sehr begabten Kind in Würzburg bis zum sehr begabten, sehr jungen Studenten zum sehr erfolgreichen Jazzmusiker und Professor an der Musikhochschule Leipzig über immer neue internationale musikalische Begegnungen und Abenteuer. Zum Beispiel derzeit im Rahmen der Jazz-Residenz der Alten Oper Frankfurt. (Wdh. vom 28.09.2022)
Ein Gespräch mit Jazzpianist Michael Wollny zu führen ist nicht ganz leicht - weil man nicht weiß wo man anfangen soll und schon am Anfang Angst hat, dass man auch wieder aufhören muss, so viel gibt es oder gäbe es zu erzählen. Vom sehr begabten Kind in Würzburg bis zum sehr begabten, sehr jungen Studenten zum sehr erfolgreichen Jazzmusiker und Professor an der Musikhochschule Leipzig über immer neue internationale musikalische Begegnungen und Abenteuer. Zum Beispiel derzeit im Rahmen der Jazz-Residenz der Alten Oper Frankfurt.
Wiederholen wird hier als psychologische Erinnerungsarbeit bei Kierkegaard oder als literarische Schreibästhetik bei Robbe-Grillet oder in Refrains eines Popsongs bei Prince variantenreich durchgespielt. | Live-Hörstück nach Motiven von Kierkegaard, Robbe-Grillet und Prince
Ludwig Spaenle - Was macht der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe? Auf Länderebene gibt es so einen Beauftragten nur in Bayern.
Brink, Nanawww.deutschlandfunk.de, Dlf-MagazinDirekter Link zur Audiodatei