POPULARITY
Geschätzte Lesedauer: 12 Minuten Deutschland ist ein Hightech-Land. Aber ist das auch im Vertrieb so? Wenn ich mir die meisten Vertriebsorganisationen anschaue, dann sieht das Organigramm aus wie vor 20 oder 30 Jahren. Im Jahr 2026, wo alle von KI im Vertrieb, Social Media und Digitalisierung sprechen, kann das eigentlich gar nicht sein. Genau darüber spreche ich in dieser Folge mit Markus Milz, einem der profiliertesten Vertriebsexperten Deutschlands. Wir zeigen dir fünf konkrete Hebel, mit denen du deinen Vertrieb fit für die Zukunft machst – ohne dabei dein Unternehmen auf den Kopf zu stellen. Es geht um echte Praxisbeispiele, neue Tools und eine ehrliche Bestandsaufnahme, warum gerade der deutsche Mittelstand beim Thema digitale Transformation oft hinterherhinkt. Du erfährst, was Jeff Bezos mit seinem Projekt Prometheus vorhat, warum Social Listening dein Cold Calling ersetzt und wie ein digitaler Assistent dir den Vertriebsalltag dramatisch erleichtert. Warum Deutschland im Vertrieb (noch) kein Hightech-Land ist Wir reden so gerne über unsere Ingenieurskunst, unsere Maschinen, unseren Hidden Champions. Und ja, in der Produktion und teilweise in der Logistik sind wir wirklich vorne dabei. Aber wenn ich mir den Vertrieb in den meisten Unternehmen anschaue – Software ausgenommen, und auch da gibt es Licht und Schatten – dann müssen wir ehrlich sein: Im Vertrieb sind wir kein Hightech-Land. Und das ist verrückt, denn Vertrieb ist die wichtigste Funktion im Unternehmen. Sales solves everything. Wenn der Umsatz nicht da ist, sind alle anderen Themen meistens auch nicht mehr viel wert. Markus Milz bringt es auf den Punkt: Er fragt in seinen Keynotes regelmäßig sein Publikum, wer der Meinung sei, dass sich die Welt in den letzten sechs Jahren drastischer geändert habe als in den 25 Jahren davor. 95 Prozent heben die Hand. Dann fragt er, wer das super findet. Da heben nur noch zögerlich 10 Prozent die Hand. Die meisten finden das eher doof – aber kannst du nicht ändern. Die entscheidende Frage ist die nächste: Hast du in den letzten sechs Jahren deinen Vertrieb, deine Strategie, dein Geschäftsmodell drastischer geändert als in den 30 Jahren davor? Da gucken die Leute meistens betreten auf den Boden. Nicht so richtig. Und genau das ist das Problem. Die Geschwindigkeit der Veränderung wird massiv unterschätzt Schau dir an, wie lange Technologien historisch gebraucht haben, sich durchzusetzen. Die Elektrizität: Edison erfand 1880 die Glühbirne. Erst 40 Jahre später war die Welt halbwegs elektrisch. Innovationen brauchten in der Regel fünf bis zehn Jahre, um sich durchzusetzen. Und dann kam ChatGPT. Zwei Monate bis zu 100 Millionen Usern. Heute, keine drei Jahre später, sind wir bei 1,2 Milliarden Usern. Das ist eine Geschwindigkeit, die alles, was wir bisher kannten, in den Schatten stellt. Wenn ich dann ins Publikum frage, wer KI auf dem Handy hat, melden sich 90 bis 95 Prozent. Frage ich, wer es richtig beruflich nutzt, sind es nur noch 20 Prozent. Die meisten nutzen es für Kochrezepte oder ihr Fitnessprogramm. Beruflich – oder gar im Sales – herrscht große Zurückhaltung. Vielleicht mal eine E-Mail schreiben lassen, mal etwas zusammenfassen. Aber dann ist meistens Schluss. Und das ist schade. Denn da fängt es ja erst an. Warum der deutsche Mittelstand zögert: Das Klopapier-Phänomen Markus erzählt eine wunderbare Anekdote von seinem Kollegen Professor Clemens Gewittke: Warum haben die Menschen während Corona eigentlich Klopapier gekauft? Weil Menschen aktionistisch getrieben sind. Wenn etwas Neues kommt und ich nicht weiß, was zu tun ist, mache ich irgendwas. In Frankreich kauften die Leute Rotwein und Kondome. In Amerika wahrscheinlich Waffen. In Deutschland eben Klopapier. Genau das beobachten wir aktuell beim Thema KI im Vertrieb: Es wird Klopapier gekauft. Irgendwas wird ohne Sinn und Verstand probiert. Das hat strukturelle Gründe. Deutschland hat in den letzten 80 Jahren enormen Wohlstand aufgebaut. Drei Millionen Unternehmen, viele Hidden Champions. Und wer viel hat, hat auch viel zu verlieren. Hinzu kommen die etablierten Sätze: „Es hat noch immer gut gegangen." Oder: „Das dürfen wir nicht wegen DSGVO." „Wo werden die Daten gespeichert?" „Das halluziniert doch." „Da gibt es Risiken und Nebenwirkungen." Und vor allem: „Ich will keine Fehler machen." Die deutsche Fehlerkultur als Bremse Eine durchschnittliche Buying-Center-Größe hat sich in den letzten 40 Jahren von drei auf 13 Personen erhöht. 10 Menschen mehr, die in eine Entscheidung eingebunden sind. Warum? Weil keiner mehr Risiken übernehmen will. Aus Angst, Fehler zu machen und damit die Karriere zu ruinieren, wird lieber gar nichts entschieden als das Falsche. Ich habe einen Kunden, der hat die Handynummern seiner Kunden aus dem CRM gelöscht, weil er sie ja nicht besitzen darf. Juristisch vielleicht korrekt – aber bringt das wirklich nach vorne? Eine Statistik bringt es auf den Punkt: 65 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben schon einmal eine Investitionsentscheidung wegen DSGVO nicht getroffen. Das läuft möglicherweise nicht ganz in die richtige Richtung. Während wir hier diskutieren, ob Daten auf deutschen oder amerikanischen Servern liegen, baut Jeff Bezos gerade einen 102-Milliarden-Dollar-Fonds auf, um genau diese zögerlichen Unternehmen zu kaufen. Projekt Prometheus: Wenn Bezos vor der Tür steht Jeff Bezos hat einen Fonds aufgelegt, den er Projekt Prometheus genannt hat. 102 Milliarden Dollar. Nicht nur er, ein paar andere sind auch dabei. Der Plan: Gute deutsche und europäische Unternehmen kaufen, bei denen echtes Know-how vorhanden ist – Ingenieurskultur, gute Hardware, tolle Maschinen –, die aber digital und vertrieblich schwach aufgestellt sind. Diese Unternehmen werden gekauft, in die Digitalisierung gebracht und ihr Wert wird auf das 10-, 20-, 50- oder 100-fache skaliert. Deutschland mit dem größten Mittelstand und den meisten Hidden Champions ist für Bezos ein Traumland. Und jetzt hast du als mittelständischer Unternehmer zwei Möglichkeiten: Du wartest, bis Bezos anruft. Oder du nimmst das Thema selbst in die Hand. Stell dir vor, Bezos ruft dich an und sagt: „Ich habe gerade zehn Unternehmen gekauft. Mach die mal fit. Digital, vertrieblich." Wenn du wartest, kauft er deinen Wettbewerber – und dann hast du ein echtes Problem. Das Gute: Du kannst heute mit relativ geringen finanziellen Mitteln sehr viel erreichen. KI ist ein Meister darin, Massendaten zu verarbeiten, zu aggregieren und zu intelligenten Strukturen zusammenzufassen. Was früher Konzernen vorbehalten war, kann heute auch ein 50-Mann-Mittelständler nutzen. Du musst es nur tun. Hebel 1: Inspiration tanken – die Reise nach Aarhaus Wie alles im Leben beginnt auch die Veränderung mit einer Emotion. Mit dem Gefühl: Worüber rede ich eigentlich? Wo will ich hin, wenn ich von Digitalisierung spreche? Wenn du heute zehn Unternehmen fragst, ob sie eine Digitalstrategie haben, sagen alle ja. Bittest du sie zu definieren, was sie meinen, bekommst du zehn komplett unterschiedliche Antworten. Markus empfiehlt einen Besuch in Aarhaus im Münsterland. Eine 40.000-Einwohner-Stadt direkt an der holländischen Grenze, die als digitalste Stadt Deutschlands gilt. Die Idee dort: Alles ist mit allem vernetzt. Du brauchst eine einzige App auf deinem Handy. Damit gehst du in den Supermarkt – ohne Geld, ohne Personal. Du gehst ins Hotel, ins Restaurant, ins Fitnessstudio. Du leihst dir Fahrräder oder Autos aus. Eine App, eine Verbindung. Lohn- und Gehaltsabrechnung, Personaldisposition – alles funktioniert ohne menschlichen Einsatz. KI macht uns wieder menschlicher Jetzt denkst du vielleicht: Total entmenschlicht. Ich sehe das anders. KI ist die Chance, dass wir Menschen wieder menschlicher werden. Wir werden von all dem Mist entlastet, auf den niemand Lust hat – Besuchsberichte schreiben, CRM pflegen, Buchhaltungsbelege sortieren. Stattdessen können wir uns auf das konzentrieren, was nur Menschen können: miteinander reden, Mittagessen gehen, ein Bier trinken, echte Beziehungen aufbauen. Gerade im Vertrieb ist das der eigentliche Wertbeitrag. Hinter Aarhaus steht Tobias Groten, der Chef von Tobit. Das Unternehmen hat in den 80ern und 90ern mit Fax-Software begonnen und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Heute haben sie eine eigene KI namens Sidekick. Immer wenn in Aarhaus ein Supermarkt, ein Kiosk, ein Hotel oder ein Restaurant pleite ging, hat Tobias gesagt: „Dann nehme ich das." Und weil er kein Hotelier oder Gastronom ist, sondern Techie, hat er das Konzept Hotel komplett neu gedacht. Das ist Disruption: nicht kontinuierliche Verbesserung, sondern radikales Neudenken. Hebel 2: Social Listening – Leads auf dem Silbertablett Wenn ich in einen mittelständischen Maschinenbauer komme und frage, was seine fünf Hauptvertriebskanäle für neue Projekte sind, höre ich in 95 Prozent der Fälle: Messen, Anfragen, Ausschreibungen, internationale Handelsvertreter und ein bisschen Cold Calling. Das war vor 20 oder 30 Jahren genauso. Wir sind aber im Jahr 2026. Schau dir das Organigramm an: Hier ist Marketing, das macht ein bisschen Homepage und Social Media. Hier ist Vertrieb, der geht raus oder macht das, was er immer gemacht hat. Das kann doch im Zeitalter von KI im Vertrieb nicht mehr sein. Ein konkretes Beispiel von Markus: Er hat einen Catering-Anbieter betreut. Was macht so ein Unternehmen normalerweise? Cold Calling. 100 Anrufe: „Brauchst du eine Kantine?" – „Nein." – „Brauchst du eine Kantine?" – „Nein." Mit etwas Glück sagen zwei oder drei „Lass uns mal sprechen" und am Ende gewinnst du vielleicht einen Kunden. Streuverlust: 98 Prozent. Demotivierend für jeden Vertriebler. So funktioniert modernes Social Listening Jetzt der neue Weg: Massenhaft Daten sind in Social Media verfügbar. Menschen gehen jeden Tag in Kantinen und schreiben auf Facebook oder Instagram, ob es geschmeckt hat oder nicht. KI aggregiert diese Daten. Du stellst fest: Bei Unternehmen XY haben sich in den letzten 12 Monaten 47 Mitarbeiter negativ über das Essen geäußert. Das ist ein klares Signal. Gleichzeitig schaut die KI in Pressemitteilungen: 2022 wurde ein Vierjahresvertrag mit dem aktuellen Caterer abgeschlossen. Der läuft 2026 aus. Die KI identifiziert das Buying Center und liefert dir den Hauptentscheider Peter Mayer inklusive Persönlichkeitsprofil: faktenbasiert, braucht erst Vertrauen, am besten Testimonials einsetzen. Das ist, als würde ein Freund anrufen und dir den perfekten Lead servieren – nur dass du diesen Freund nicht mehr brauchst. Du bekommst es systematisch jeden Tag, jede Woche geliefert. Statt 100 unqualifizierten Calls hast du fünf bis sieben hochwertige Leads. Du bist deutlich effizienter, weil du dich mit mehr interessierten Kunden beschäftigst. Und dein Team muss mental nur noch fünf statt 97 Absagen verarbeiten. Das Thema Resilienz spielt plötzlich eine ganz andere Rolle. Die Konsequenz: Sales und Marketing wachsen zusammen. Marketing liefert dem Vertrieb vorqualifizierte Leads. Du brauchst neue Strukturen – eine aggregierte Abteilung, die Datenmanagement, Sales, Marketing, KI und Digitalisierung unter einem Hut vereint. Mit alten Strukturen geht das nicht. Hebel 3: Das externe Lab – raus aus der Lähmung Warum wird das alles in deutschen Unternehmen so selten systematisch angegangen? Weil zehn Leute mitzureden haben. Weil der Betriebsrat viele Sachen nicht will. Wegen DSGVO, Compliance, Governance. Wegen der Fehlerkultur: Hier sind 100.000 Euro, berichten Sie in drei Monaten. Wenn dann noch keine richtigen Erfolge da sind – zack, ist die Karriere ruiniert. Aus diesen Gründen passiert intern relativ wenig. Oder es wird Klopapier gekauft. Markus' Lösung: ein externes Lab, analog zum Fraunhofer-Prinzip. Du lagerst die Entwicklung aus. Dort gelten komplett andere Spielregeln als im Mutterunternehmen: So baust du ein externes Innovationslab für deinen Vertrieb auf: 30-Tage-Entscheidungsregel: Innerhalb von 30 Tagen muss eine Entscheidung über jede Idee getroffen sein. Kein endloses Hin und Her. 90-Tage-Pilot: Innerhalb von 90 Tagen ist der Use Case pilotiert. Geschwindigkeit ist alles. Datenschutz extern lösen: Das Lab kümmert sich um DSGVO, Betriebsrat und Compliance – nicht deine interne IT. Use Cases systematisch bewerten: Wie groß ist der Impact? Wie hoch der Aufwand? Was ist das beste Verhältnis? Zurück ins Unternehmen: Wenn die Lösung läuft, holst du sie zurück und skalierst sie. Mit diesem Ansatz externalisierst du das, was du intern nicht hinbekommst. Im Lab sitzen Dienstleister, Kollegen vom Kunden und Experten. Sie definieren Use Cases, erstellen eine Roadmap und bringen die Themen schnell auf die Straße. Nach 90 Tagen hast du mega qualifizierte Leads, mega qualifizierte Tools und mega qualifizierte Prozessoptimierungen. Nicht nur im Vertrieb, sondern auch im Einkauf, in HR, in der Unternehmenskommunikation. Hebel 4: Schnittstellenprobleme mit KI lösen Jeder, dem ich das erzähle, sagt zunächst: „Bei uns ist das aber anders. Unsere Branche ist speziell. Unsere Kunden sind anders." Die grundlegenden Dinge bleiben aber gleich. Was sich in fast allen Branchen findet: eine Branchensoftware als zentrales System, dazu DATEV, Excel-Listen, diverse Spezialtools – und die reden kaum miteinander. Ein Beispiel aus der Sicherheitsbranche: Bei einem Großeinsatz wird zuerst ein Angebot an den Kunden erstellt. Dann folgt die Planung für das konkrete Event. Anschließend kommt die Zeiterfassung mit den Logins der eingesetzten Mitarbeiter. Glaubst du, es gibt einen vernünftigen Abgleich zwischen diesen Systemen? Fehlanzeige. Genau hier kommt KI ins Spiel: Sie führt verschiedene Systeme über Schnittstellen zusammen, die vorher nicht miteinander gesprochen haben. Vom analogen Mist zum optimierten Prozess Wichtig: Wenn du einen schlechten analogen Prozess einfach nur digitalisierst, hast du einen schlechten digitalen Prozess. Das bringt nichts. Die Zeitenwende ist der optimale Zeitpunkt, dein Unternehmen neu zu denken. Erst optimierst du die Prozesse und Strukturen. Dann digitalisierst du sie. Dann bringst du KI ins Spiel. Und wenn du das gemacht hast, hast du im Zweifel ein Tool, das du 1.000 anderen Unternehmen deiner Branche auch verkaufen kannst. Riesige Vertriebschancen. Ein konkretes Beispiel aus meinem Alltag: Früher war meine Kreditkartenabrechnung ein Riesenthema. Belege sammeln, am Ende des Quartals kam der Buchhalter, fragte nach fehlenden Belegen – mit wem warst du wann essen? Riesenaufwand. Heute habe ich eine App. Beim Bezahlen geht sofort ein Fenster auf: Beleg fotografieren, Gesprächspartner eintragen. Das CRM greift zu, ordnet einen Buchungssatz zu und schiebt alles automatisch in DATEV. Digitalisierter Prozess. Schneller, besser und am Ende auch billiger – weil die Buchhaltung hinten raus weniger Arbeit hat. Hebel 5: Dein digitaler Vertriebsassistent – treffe Alfred Die fünfte und letzte Stufe ist die Königsdisziplin: ein agentic AI-System, das wirklich für dich arbeitet. Markus und sein Sohn sind beide Batman-Fans. Bekanntlich heißt Batmans Butler Alfred. Genau so haben sie ihren neuen Kollegen genannt. Alfred basiert auf Open-Source-Architektur und hat alle großen Large Language Models angebunden: Gemini, Claude, Perplexity, ChatGPT, Grok. Alfred entscheidet selbst, welches Modell für welche Aufgabe am besten geeignet ist – oder am kostengünstigsten arbeitet. So sieht ein typischer Arbeitstag aus: Markus ist beim Kunden, auf dem Rückweg spricht er über WhatsApp in sein Handy: „Alfred, ich bin in 20 Minuten im Büro. Bestell beim Inder über Lieferando ein Chicken Tikka Masala. Und ich habe mit dem Kunden gerade ein größeres Projekt besprochen – Bedarfsanalyse, Workshop, Mitarbeiterinterviews, dann Training. Erstell schon mal das Angebot, du hast alle Daten." Wenn Markus im Büro ankommt, ist das Angebot zu 90 Prozent fertig. Die menschliche Verbesserungskompetenz bleibt entscheidend Wir Menschen haben eine sehr überschaubare Erstellungskompetenz. Wenn ich vor einem leeren Blatt Papier sitze und ein Marketingkonzept entwickeln soll, brauche ich Stunden. Eine KI liefert mir mit dem richtigen Befehl in Minuten eine 80-Prozent-Lösung. Was Menschen aber wirklich gut können, ist die Verbesserungskompetenz. Aus der 80-Prozent-Lösung machst du mit deiner Expertise eine 100-Prozent-Lösung. Genau deshalb glaube ich übrigens fest, dass das Thema KI im Vertrieb nicht den Tech-Companies gehört, sondern den Experten, die das Unternehmen, den Mittelstand, den Kunden verstehen. Programmieren musst du heute nicht mehr können. Das macht die KI für dich. Aber du musst das Geschäftsmodell verstehen, Erfahrungswissen mitbringen und die Kunden kennen. Auf dieser Basis bauen wir saubere Strukturen und saubere Prozesse. Mein Tipp aus dem Alltag: Wann immer mir jemand eine Aufgabe stellt, über deren Beantwortung ich länger als fünf Sekunden nachdenken müsste, mache ich das sofort mit meinem KI-Agenten. Die 5-Sekunden-Regel ist Gold wert. Quick Takeaways: Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick Geschwindigkeit als entscheidender Faktor: ChatGPT erreichte in 3 Jahren 1,2 Milliarden Nutzer – Veränderungen geschehen heute exponentiell schneller als früher. Klopapier-Falle vermeiden: Aktionismus ohne Strategie schadet mehr, als er nützt. Erst Vision, dann Struktur, dann Tools. Social Listening schlägt Cold Calling: Hochqualifizierte Leads auf dem Silbertablett statt 98 Prozent Streuverlust. Externes Lab nutzen: Was intern nicht geht, kannst du auslagern – mit 30-Tage-Entscheidungen und 90-Tage-Piloten. Strukturen neu denken: Marketing, Sales, Datenmanagement und KI gehören in eine integrierte Einheit – nicht in Silos. Digitaler Assistent als Game Changer: Ein agentic AI-System wie „Alfred" erledigt 80 Prozent der Vertriebsadministration für dich. Experten schlagen Techies: Wer Unternehmen, Mittelstand und Kunden versteht, schafft mit KI nachhaltigen Mehrwert. Fazit: Jetzt ist die Goldgräberzeit Wir reden viel von Krise, Unsicherheit und schwierigen Zeiten. Ein Historiker hat es kürzlich treffend formuliert: Die letzten 50 bis 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren eine absolute Ausnahmesituation. Das, was wir jetzt erleben, ist eigentlich die Normalzeit der Menschheitsgeschichte. Und schau dir an, wann die wirklich großen Unternehmen gegründet worden sind: meistens nicht in den guten Zeiten, sondern in Krisenzeiten. Weil ihre Gründer Trends erkannt haben, die andere übersehen haben. Genau deshalb ist jetzt eine Goldgräberzeit. Es gibt überall Chancen, wenn du sie sehen willst. Den Kopf in den Sand zu stecken hilft nicht – die anderen laufen dann an dir vorbei. Stell dir die Bezos-Frage: Wenn Bezos morgen dein Unternehmen kaufen würde, was würde er anders machen? Welche Stärken hat dein Unternehmen, die mit Digitalisierung und KI im Vertrieb auf das Zehnfache skaliert werden könnten? Mein Call to Action: Buche dir ein Strategiegespräch mit Markus und mir. Wir nehmen uns eine Stunde Zeit, schauen uns deine aktuellen Herausforderungen an und zeigen dir aus unserem Erfahrungshintergrund, wie du schnell zum Hightech-Vertrieb wirst. Die ersten drei, die sich anmelden, bekommen außerdem zwei Bestsellerbücher von Markus obendrauf. FAQ: Die wichtigsten Fragen rund um KI im Vertrieb Was bedeutet Hightech-Vertrieb im Mittelstand konkret? Hightech-Vertrieb bedeutet, dass deine Vertriebsorganisation modern aufgestellt ist – mit aktueller Technologie, intelligenten Prozessen und einer Struktur, die zur heutigen Zeit passt. Es geht darum, KI im Vertrieb, Social Listening, datenbasierte Lead-Qualifizierung und digitale Assistenten so einzusetzen, dass dein Team mehr Umsatz und Marge generiert – und sich gleichzeitig auf das Menschliche konzentrieren kann. Wie kann ich meinen Vertrieb digitalisieren, ohne riesige Budgets zu haben? Das Schöne an aktueller KI-Technologie ist, dass du mit überschaubaren finanziellen Mitteln viel erreichen kannst. Starte mit einem Erkenntnis-Workshop, identifiziere die größten Hebel und beginne mit konkreten Use Cases statt mit Großprojekten. Ein externes Lab kann helfen, schnell Ergebnisse zu liefern, ohne deine interne IT zu blockieren. Was ist Social Listening und wie hilft es im B2B-Vertrieb? Social Listening bedeutet, dass KI öffentlich verfügbare Daten aus Social Media, Pressemitteilungen und Bewertungen analysiert und daraus Verkaufschancen identifiziert. Im B2B kannst du so gezielt Unternehmen finden, die gerade mit ihrem aktuellen Anbieter unzufrieden sind oder deren Verträge auslaufen – inklusive der relevanten Entscheider. Wie überwinde ich interne Widerstände wie DSGVO oder Compliance? Diese Themen sind real, aber lösbar. Ein externes Innovationslab kümmert sich um diese Hürden, weil dort andere Spielregeln gelten als im Mutterunternehmen. So kannst du innerhalb von 90 Tagen pilotieren, was intern jahrelang dauern würde – und holst die fertige Lösung dann zurück ins Unternehmen. Ersetzt KI den Vertriebsmitarbeiter? Nein, im Gegenteil. KI nimmt dir die Routinearbeit ab – CRM-Pflege, Besuchsberichte, Angebotserstellung. Damit kannst du dich auf das konzentrieren, was nur Menschen können: echte Beziehungen aufbauen, Vertrauen schaffen, komplexe Verhandlungen führen. KI macht Vertrieb wieder menschlicher. Sag mir deine Meinung Ich bin echt gespannt: Wo stehst du gerade beim Thema KI im Vertrieb? Bist du schon mitten in der Umsetzung oder noch im Klopapier-Modus? Schreib mir deine Erfahrungen, deine Herausforderungen oder deine Erfolgsgeschichten in die Kommentare. Und wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, dann teile sie gerne mit deinem Netzwerk. Welcher der fünf Hebel ist für dich der spannendste?
digital kompakt | Business & Digitalisierung von Startup bis Corporate
Titelbingo statt Klarheit – wenn Startups und Ausgründungen Rollen nach Nähe, nicht nach Passung verteilen, entstehen Unsicherheit und Überforderung. Judith Andresen zeigt, wie Engpassdenken, DNA-Übertragungen und Überkomplexität dem Wachstum schaden und warum Verantwortungsdiffusion, Unterlast, Überlast sowie lähmende Konsenssuche Organisationen ausbremsen. Eine Episode für alle, die mutig wachsen wollen, ohne sich in Strukturen und theoretischen Zielgruppen zu verlieren. Du erfährst... …wie Judith Andresen die fünf größten Wachstumsfehler in Organisationen enthüllt …welche Strategien helfen, Titelbingo und überbordende Rollen zu vermeiden …wie Unternehmen Unsicherheit überwinden und mutige Entscheidungen treffen __________________________ ||||| PERSONEN |||||
Aus eins mach zwei oder mehrere Unternehmen. Wer profitiert, wer verliert? Dazu muss man erst einmal eruieren, warum eine Aufspaltung passiert. Das kann sein, weil eine Sparte nicht zum Rest des Unternehmens passt. Oder dass sich eine Sparte ohne Mutterunternehmen besser entwickeln kann wie beim Cornflakes-Produzent Kellogg´s die gesündere zuckerfreie Sparte. Oder man spaltet ein Sorgenkind ab, das der Reputation schadet. Das könnte beim deutsche Chemiekonzern Bayer die Monsanto-Sparte sein. Natürlich hofft jedes Unternehmen und deren Aktionäre, dass die Einzelteile zusammen mehr wert sind als das bisherige Gesamtunternehmen. Studien zeigen, dass tatsächlich eine Überrenditen von 20 Prozent bei getrennten Wegen drin ist. Deshalb sind Mischkonzerne an der Börse auch nicht so beliebt, man spricht von einem Konglomeratsabschlag. Und deshalb ist die Alibaba-Aktie auch gleich um 11 Prozent zugelegt nachdem bekannt wurde, , dass der E-Commerce-Riese sich in mindestens sechs Unternehmen aufspalten will. Die Aufteilung von Alibaba kommt auch deshalb so gut an, weil man so der Regulierungsbehörde entkommt. Aus dem Grund spekuliert man auch bei Baidu und Tencent auf Abspaltungen In der Regel erhalten Altaktionäre nämlich bei einer Abspaltung den Gegenwert als Gratisaktien des abgespalteten Unternehmens und hoffen sich in Summe auf mehr Wert im Portfolio und das anfangs zurecht. Doch der Startvorteil für die abgespaltete Unternehmen kann dann auch schnell verpuffen wie das Beispiel des Mischkonzerns Siemens zeigt. Alteigentümer haben schon einige Abspaltungen miterlebt von Infinion, Osram, Siemens Healthineers bis zuletzt Siemens Energy. Alle habe, vorerst kräftig an Wert verloren. Gegen Aufspaltungen kann man eigentlich nur seine Stimme bei der HV erheben, aber wozu, wenn man wertmäßig in Summe meist profitiert. Wenn Alibaba sich erfolgreich filitiert, wird es mit Amazon womöglich auch bald so weit sein… Und wenn Euch die Episode der Börsenminute gefallen hat, ja dann empfehle ich den Podcast auf der Plattform Eurer Wahl gratis zu abonnieren oder auch den Börsenminuten-Gruppen auf Facebook und LinkedIn beizutreten oder auch beim Insta-Kanal der Geldmeisterin vorbeizuschauen. Ich freue mich über den persönlichen Austausch! Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. #Abspaltungr #Alibaba #Siemens #Baidu #Tencent #Börse #Kursgewinn #SiemensHealthineers #SiemensEnergy #Osram #Infineon #Gratisaktioen #podcast #investieren #Monsanto #Kellogg´s #Bayer #Konglomeratsabschlag #Mischkonzern Foto: Unsplash
In der Nachmittagsfolge begrüßen wir heute Fabian Wesemann, Co-Founder und CFO von Wefox, und sprechen mit ihm über die erfolgreiche Series-D-Finanzierungsrunde in Gesamthöhe von 400 Millionen Euro. Wefox ist ein digitales Versicherungsunternehmen und das Mutterunternehmen des hauseigenen Versicherungsträgers Wefox Insurance. Die Versicherungspolicen des InsurTechs sind in Deutschland, Österreich, Polen, Italien und der Schweiz erhältlich. Das Unternehmen wirbt damit, dass Versicherungen für die Endkunden durch Einsatz modernster Technologie vereinfacht wird. So verspricht das Versicherungs-Startup, dass Schadensersatzansprüche schneller bezahlt und Probleme in Rekordzeit gelöst werden. Wefox wurde im Jahr 2015 von Julian Teicke, Fabian Wesemann und Dario Fazlic in Berlin gegründet. Die Vision der Founder ist es, Versicherungen 10-mal besser zu machen, als der Status Quo. Mittlerweile beschäftigt das Versicherungsunternehmen mehr als 1.300 Mitarbeitende an 8 Standorten. 2021 erreichte der Digitalversicherer 320 Millionen US-Dollar Umsatz. Die ersten vier Monate des Jahres 2022 erzielte Wefox bereits einen Umsatz von über 200 Mio. US-Dollar und hat bis Jahresende das Umsatzziel von 600 Millionen US-Dollar. In einer Series-D-Finanzierungsrunde hat das Berliner Startup 400 Millionen US-Dollar eingesammelt, welches sich aus Eigen- und Fremdkapital zusammensetzt. Damit steigt die zuletzt 2021 ermittelte Unternehmensbewertung des Unicorns von 3 Milliarden US-Dollar auf 4,5 Milliarden US-Dollar. Seit der ersten Finanzierungsrunde im Jahr 2016 hat das Unternehmen 1,3 Milliarden US-Dollar an Finanzierungen erhalten. Die Serie D wurde von Mubadala Investment Company angeführt. Mubadala ist ein staatlicher Investor der Regierung Abu Dhabi. Das Unternehmensportfolio umfasst ein verwaltetes Vermögen in Höhe von 284 Milliarden US-Dollar in Form eines Staatsfonds. Bekannte Beteiligungen sind AMD, Ferrari und Piaggio Aerospace. Die VCs Eurazeo, LGT, Horizons Ventures und Omers Ventures haben sich ebenfalls an der Runde beteiligt. Mit dem frischen Kapital möchte Wefox seine Plattform weiterentwickeln und in weitere Länder expandieren. One more thing wird präsentiert von OMR Reviews – Finde die richtige Software für Dein Business. Wenn auch Du Dein Lieblingstool bewerten willst, schreibe eine Review auf OMR Reviews unter https://moin.omr.com/insider. Dafür erhältst du einen 15€ Amazon Gutschein.
Diese Woche in der Zukunft: Worin liegt der Zauber des Metaversums? Warum lassen wir uns hineinziehen in eine digitale Welt und warum geben wir die sichere Überzeugung, dass diese digitale Welt nicht handfest real sein kann, bereitwillig an der Pforte ab? An der Anziehungskraft digitaler Welten besteht ja kein Zweifel – nicht erst, seit Facebook sein Mutterunternehmen in Meta umbenannt hat und voll auf die Entwicklung eines Metaversums setzt. Was ein Metaversum werden kann, war Thema von https://carls-zukunft.de/folge-58-how-to-build-a-metaversum-in-three-simple-steps/ (Episode 58) unseres Podcasts. https://www.linkedin.com/in/christian-wessely-48907312/?originalSubdomain=at (Christian Wessely) ist Professor für Fundamentaltheologie und forscht seit vielen Jahren zu Games, Medien und Religion. Er sagt: Es ist nicht die Technik allein. Das System entscheidet – und zum System tragen neben der schlichten Technologie auch die Stoffe, die Avatare, das Verhalten der anderen Gamer bei. Am Ende kann uns ein verpixeltes uralt-Game genauso in den Bann schlagen wie Zuckerbergs Visionen einer volldigitalisierten und maximal realitätsnahen Umgebung. Für Christian ist der Gedanke der menschlichen Ohnmachtserfahrungen zentral. Wir alle erleben immer wieder: Das, was wirklich wichtig ist, steht nicht in unserer Verfügung. Viele entscheidende Aspekte unseres Lebens können wir nicht kontrollieren. Christian sagt: Das betrifft sogar die Mehrheit der Themen unseres Lebens. Auch deshalb ist Gaming so anziehend. Gaming ist letztlich eine Verhaltensweise, Gaming tröstet, baut auf, hilft mir beim Verorten in der Welt. Hier kann der Gamer Kontrolle erfahren. Ist Gaming damit eine Form der Erlösung? Es wirkt so, zugleich: Auch die großartigste Spielwelt lebt vom Unverfügbaren. Fallen SSD und Internetanschluss aus, fällt die Erfahrung der Macht. Zu Gast in dieser Woche: https://www.linkedin.com/in/christian-wessely-48907312/?originalSubdomain=at (Christian Wessely), Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Graz, Gamer, Landwirtschaftsmeister, Diakon, Betriebsrat, Donaldist Christian ist einer der Herausgeber des Journal for Religion, Film and Media. http://www.jrfm.eu/ (www.jrfm.eu)
Viele Unternehmen setzen inzwischen auf eine Zusammenarbeit zwischen Inkubatoren oder Start-ups und dem internen IT-Management. Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim hat mit dem Inkubator BI X Digital Lab einen Weg gefunden, innovative Arbeitsprozesse für das eigene Unternehmen nutzbar zu machen. Christoph Witte hat dazu mit Clemens Utschig-Utschig, dem CTO bei Boehringer Ingelheim, darüber geredet, wie sich unterschiedliche Arbeitsweisen und -kulturen unter einen Hut bringen lassen. Dabei betont Utschig-Utschig besonders die Zusammenarbeit mit der Business-Seite des Unternehmens. Letztlich fungiere der Product Owner als stabiles Bindeglied zwischen Mutterunternehmen und Inkubator. Der Inkubator zeigt, wie ein zukunftsträchtiges Modell aussehen kann, um die Transformation im Unternehmen voranzutreiben. Neugierig geworden? Dann hören Sie unbedingt rein. Kapitelmarken: 0:15 Intro 01:25 CTO und Inkubator – wie passt das zusammen? 03:10 Warum der Inkubator ins Leben gerufen wurde 06:07 Die Übertragung von MVPs auf das gesamte Unternehmen 07:30 Die Aufgaben der verschiedenen Teams 09:17 Verschiedene Prozesse beim Hand Over 10:17 One Way of Work 11:20 Einschränkungen bei Frameworks, nicht bei Technologien 13:05 Die Geschwindigkeit der Skalierung 14:08 Trial & Error mit dem Inkubator 15:12 Macht die Cloud das Leben leichter? 16:34 Das Verhältnis zwischen Enterprise-IT und Inkubator 17:54 Die Zusammenarbeit mit der Business-Seite 18:45 Der Inkubator als Modell der Zukunft 19:35 Die wichtigsten Tipps zum Schluss 21:11 Outro
Wir befinden uns im September des Jahres 2020 und in einer außergewöhnlichen und überaus bedrohlichen Situation. Wir haben es zurzeit auf der einen Seite mit der schärfsten Rezession der Neuzeit zu tun und auf der anderen Seite mit Finanzmärkten, die so boomen, als sei alles in bester Ordnung. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein Widerspruch, ist aber keiner, dafür aber der Vorbote einer für uns alle höchst gefährlichen Entwicklung. Sehen wir uns zuerst einmal an, wie wir in diese Lage geraten sind. Das globale Finanzsystem ist nach der Krise von 2007/08 nur durch das Eingreifen der Zentralbanken am Leben erhalten worden, die Hunderte von Milliarden in das System hineingepumpt und anschließend weltweit mehr als 700 Mal die Zinsen gesenkt haben. Das Geld ist allerdings nicht in die Realwirtschaft geflossen oder an die gegangen, die von der Krise am schwersten betroffen waren, sondern fast ausschließlich in die Spekulation an den Finanzmärkten gewandert und hat dazu geführt, dass wir über 12 Jahre trotz schleppender Wirtschaftsentwicklung einen durchgehenden Aufwärtstrend an den Finanzmärkten erlebt haben. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres zeichnete sich dann immer deutlicher eine Rezession ab, die diesen Trend ins Stocken brachte. Und im März dieses Jahres ist der Ölpreis stärker eingebrochen als je zuvor und hat die Märkte mit sich nach unten gerissen. Daraufhin hat man aber nicht etwa gegengesteuert und versucht, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, sondern genau das Gegenteil getan: Man hat sie durch den Lockdown zum ersten Mal überhaupt rund um den Globus fast komplett abgewürgt – mit der Folge, dass die Aktienmärkte schneller und stärker abgestürzt sind als 1929. Diesen bewusst herbeigeführten Absturz haben die Zentralbanken dann zum Anlass genommen, um die bis dahin größten Summen aller Zeiten ins globale Finanzsystem zu pumpen. Das wiederum hat dazu geführt, dass die sechs größten Digitalkonzerne der Welt ihre ohnehin monopolartige Stellung sowohl im Wirtschaftssektor als auch an den Finanzmärkten weiter ausbauen konnten. Hier ein paar Zahlen: Der Aktienkurs von Alphabet (dem Mutterunternehmen von Google) ist zwischen Januar und Ende Juli 2020 um 17 Prozent, der von Microsoft um 38 Prozent und der von Facebook um 45 Prozent gestiegen. Netflix hat es auf 66, Apple auf 68,5 und Amazon auf 81 Prozent gebracht. Dazu haben wir mehrere Weltrekorde erlebt: Apple ist seit vergangener Woche der erste Konzern der Welt mit einem Börsenwert von über 2 Billionen Dollar. Nach seiner Gründung 1976 hat es 42 Jahre gedauert, bis Apple die 1-Billion-Marke geknackt hat. Für die zweite Billion reichten ganze zwei Jahre. Elon Musk hat es in kürzerer Zeit als irgendein anderer Mensch auf ein Vermögen von 100 Milliarden Dollar gebracht, und Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, ist seit einigen Tagen der erste Mensch, dessen Vermögen die 200-Milliarden-Grenze überschritten hat. Auch die Geldgeber im Hintergrund haben kräftig profitiert. Jeder fünfte seit März von der FED geschaffene Dollar ist in die Tasche US-amerikanischer Milliardäre geflossen und hat dafür gesorgt, dass das Vermögen der 12 reichsten von ihnen seit Mitte August auf mehr als 1 Billion Dollar angewachsen ist. All das ist passiert, während gleichzeitig Millionen von Menschen sowohl in den USA als auch in den übrigen Industrieländern ihren Arbeitsplatz und viele von ihnen ihre Existenzgrundlage verloren haben. Noch schlimmer sieht es in den Schwellenländern aus: Nach Auskunft der International Labour Organisation ist das Einkommen von 1,6 der zwei Milliarden Menschen, die irregulär, also ohne Verträge arbeiten, im weltweiten Durchschnitt um 60 Prozent eingebrochen, in Afrika und Lateinamerika sogar um mehr als 80 Prozent. Der von den Regierungen bewusst herbeigeführte Lockdown und die anschließende Geldpolitik der Zentralbanken haben also am einen Ende der Gesellschaft einen historischen Prozess der Vermögens- und Machtkonzentration zugunsten der großen IT-Konzerne und am anderen Ende der Gesellschaft eine humanitäre Katastrophe von unvorstellbarem Ausmaß ausgelöst... Weiterlesen:https://kenfm.de/the-wolff-of-wall-street-spezial-corona-pandemie-endziel-digitaler-finanzfaschismus/ Jetzt KenFM unterstützen: https://www.patreon.com/KenFMde https://de.tipeee.com/kenfm https://flattr.com/@KenFM Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/ Du kannst uns auch mit Bitcoins unterstützen. BitCoin-Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/ KenFM ist auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommst Du zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/ https://www.kenfm.de https://t.me/KenFM https://www.twitter.com/TeamKenFM https://www.instagram.com/kenfm.de/ https://www.youtube.com/KenFM https://soundcloud.com/ken-fm See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.
Vor sieben Jahren reichte Max Schrems, damals ein österreichischer Jura-Student, eine Beschwerde beim irischen Datenschutzbeauftragten ein: Er wollte nicht, dass seine persönlichen Daten von Facebook Ireland, dem europäischen Sitz von Facebook, an das Mutterunternehmen in die USA übermittelt werden. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden ging es Schrems unter anderem darum, dass Geheimdienste aus den USA auch ohne richterlichen Beschluss personenbezogene Daten ausländischer Nutzerinnen und Nutzer durchforsten dürfen. Er wollte das verhindern. Im Kern prallen in diesem Fall die Datenschutzgesetze der EU, die einen Schutz der Privatsphäre vorsehen, und die Überwachungsgesetze der USA aufeinander. Schrems' Fall zog sich seitdem von irischen Gerichten bis hin zum Europäischen Gerichtshof (EuGH). Der fällte heute sein Urteil im Sinne von Schrems und erklärte eine Vereinbarung zwischen der EU und den USA für ungültig. Lisa Hegemann, Redakteurin im Digitalressort, ordnet das Urteil ein. Wie wird künftig mit regionalen Corona-Ausbrüchen umgegangen? Die ganze Woche über debattierte Kanzleramtschef Helge Braun mit den Staatskanzleien der Bundesländer. Vor allem die Frage nach regionalen Ausreisebeschränkungen war umstritten. Heute einigten sich Bund und Länder auf neue Regeln. Außerdem Thema im Podcast: das Urteil gegen Deniz Yücel. Was noch? Möglicherweise ist die Obergrenze der Hot Dog Esskapazitäten erreicht, die ein Mensch innerhalb von zehn Minuten essen kann. Moderation: Erica Zingher Redaktion: Fabian Scheler Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de Weitere Links zur Sendung: Was das EuGH-Urteil für meine Daten bedeutet: https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-07/eu-us-privacy-shield-usa-daten-uebertragung-unternehmen-facebook
Immer wieder sprechen wir davon, dass wir schon Unternehmen gegründet haben, aber wie so eine Unternehmensgründung eigentlich funktioniert, wie sie abläuft und wie lange sie in etwa dauert, darüber spricht kaum jemand. Da es ein wichtiges Thema ist, mit dem sich jeder Gründer früher oder später einmal auseinandersetzen muss, wollten wir gern mal über den Prozess der Unternehmensgründung sprechen. Es passt auch zeitlich gerade gut rein, da Chris mitten im Prozess einer Gründung steckt. Wenn ihr Fragen zu dem Thema habt, schickt sie uns wie immer sehr gern zu! Korrektur: In der Folge sagt Tobi, dass die neue Firmenstruktur von Chris mit der Holding dann praktisch ein Konzern ist. Der Punkt ist nicht richtig, da ein Konzern immer erfordert, dass alle Tochterunternehmen vom Mutterunternehmen (also hier der Holding) abhängig sind. Das ist bei Chris aber nicht gegeben, sorry! Gründer Garage – Business Talks in Wohnzimmer Atmosphäre. Ein Podcast von Tobias Kossmann und Christian Goossens. Die in der Folge gegebenen Infos sind natürlich ohne Gewähr. ;)
Thema heute: Bauma-Premiere für Faurecia Faurecia, ein weltweit führendes Technologieunternehmen in der Automobilbranche, ist in diesem Jahr erstmals auf der bauma in München vertreten. Noch. bis 14. April 2019 präsentiert das Unternehmen in München sein Produktportfolio für emissionsarme und emissionsfreie Mobilität im Nutzfahrzeugbereich. Mit der Premiere auf der globalen Leitmesse für Baumaschinen unterstreicht Faurecia seine strategische Zielsetzung, eine Marktführerrolle für nachhaltige Lösungen im Nutzfahrzeug- und Großmotorenmarkt einzunehmen. Das Unternehmen entwickelt Technologien zur Emissionsreduzierung für alle Arten von Motoren, von Straßenfahrzeugen (3,5 Tonnen) über Geländewagen mit über 75 PS bis hin zu Großmotoren mit über 750 PS (Marine, Züge und Industrie). Ziel ist, dass die fortschrittlichen Lösungen nicht nur neuen Vorschriften wie CARB und Euro VII entsprechen, sondern auch zukünftige Abgasnormen erfüllen. Produkte und Innovationen am Messestand Auf dem Messestand in Halle A2, der in den Business France Salon eingebettet ist, präsentiert Faurecia mehrere Innovationen zur Schadstoffoptimierung und Steigerung der Energieeffizienz von Nutzfahrzeugen. Dazu gehört auch eine Produktpremiere: Der On- und Off-Highway U-MIX bietet eine kompakte und integrierte Mischlösung, die speziell entwickelt wurde, um den benötigen Bauraum zu reduzieren. Er zeichnet sich durch eine leistungsstarke Harnstoffmischung aus und hält gleichzeitig den niedrigen Druckabfall durch eine optimierte Abgasströmungskonditionierung aufrecht.Darüber hinaus können Besucher sich vor Ort über die Lösungen zur Abgasreinigung von Großmotoren informieren, die von der Faurecia-Tochter HUG Engineering entwickelt wurden. Im Bereich der alternativen Antriebe stellt das Mutterunternehmen am Messestand mit Wasserstoff-Hochdrucktanks und Brennstoffzellenstacks seine Innovationen für Elektromobilität auf Brennstoffzellenbasis vor. Erst im März 2019 bekräftigte das Unternehmen seine Ambitionen, einen starken europäischen Wasserstoffindustriezweig zu schaffen: Gemeinsam mit Michelin verkündete der Hersteller die Gründung eines Joint Ventures, das die Kompetenzen beider Unternehmen im Bereich Brennstoffzellentechnologie bündelt. Der Automobilzulieferer treibt weiterhin die laufende Entwicklung einer Reihe von Batterieabdeckungen und kompletten Batteriegehäuselösungen mit integriertem Thermomanagement für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge voran. Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
00:00 - Intro - Was macht Hanna bei comspace / talee / Spende dein Talent? 03:55 - Wie ist talee / Spende dein Talent entstanden? 06:35 - Was machen talee Methode und Plattform? 08:27 - Was ist Intrapreneurship? 10:30 - Was sind die Unterschiede zwischen Startup und Intrapreneurship? 13:44 - Wie funktioniert das zurück transferieren vom Entrepreneur-Know ins Mutterunternehmen? 21:57 - Was ist ein MVP und warum sind KMU so wenig experimentierfreudig? 29:15 - Wie kommen T-shaped Skills zum Einsatz bei talee? 36:55 - Welche Arbeitsweisen unterscheiden sich im Startup vom Corporate? 39:35 - Wird die Unternehmenskultur bei talee gepflegt und beeinflusst? 46:40 - Wieviel ist vom 130 Seiten Businessplan noch übrig? 49:56 - Hannas Rat an Unternehmen, die Intrapreneurship für sich ausprobieren wollen 56:25 - Wo können sich Leute tiefer mit Digitalen Arbeitsweisen beschäftigen? 59:36 - Die nützlichste und überraschendste Erfahrung? 1:01:00 - Wo kann man mehr über talee.de & Hanna erfahren