Podcasts about weimarer republik

German state in the years 1918/1919–1933

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weimarer republik

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Klassik aktuell
Kritik "Cabaret" im Theater an der Rott

Klassik aktuell

Play Episode Listen Later Jun 20, 2026 3:45


In "Cabaret" geht es um das Ende der Weimarer Republik und den damit verbundenen fiebrigen Taumel, der Berlin erfasste. Doch persönliche (und sexuelle) Freiheiten sind auch heute wieder von ganz rechts bedroht, so diese engagierte Inszenierung im niederbayerischen Eggenfelden.

Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg | rbb24
Crime History: Pelz, Protz und Posten - Korruption im Roten Rathaus

Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg | rbb24

Play Episode Listen Later Jun 13, 2026 49:23


Ein sündhaft günstiger Nerzmantel, gefälschte Rechnungen und ein Millionenschaden - Berlin ist Schauplatz des größten Korruptionsskandals in der Weimarer Republik. Selbst Oberbürgermeister Gustav Böß ist verwickelt. Das sorgt für Wut und Demokratieverdrossenheit bei den Wählern.

WDR ZeitZeichen
Menschen im Zoogehege: Kölns vergessene "Völkerschau" 1931

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later Jun 12, 2026 14:31


Sie werden in der Südsee angeworben und dann im Kölner Zoo als angebliche "Menschenfresser" ausgestellt - am 12.6.1931 eröffnet im Kölner Zoo eine rassistische Show... Von Christoph Vormweg.

Geschichte der kommenden Welten
GKW63 Liebe und Widerstand zweier Tänzerinnen

Geschichte der kommenden Welten

Play Episode Listen Later Jun 11, 2026 82:26


Eine Folge über die lesbische Subkultur der Weimarer Republik, die Liebe zwischen Margot Liu und Marta Halusa und ihre Verfolgung im Nationalsozialismus.In den Zwanzigern gibt es in Berlin mehr Treffpunkte für Lesben als heute. Damenklubs laden zum Ball, in Tanzdielen spielen Frauen in Smoking Jazz auf. Als die beiden Tänzerinnen Margot Liu (geborene Holzmann) und Marta Halusa sich 1932 kennenlernen, ist diese Welt schon dem Untergang geweiht. Die Nationalsozialisten kommen an die Macht und zerstören die lesbische Subkultur der Weimarer Republik. Verfolgt werden die beiden Tänzerinnen jetzt nicht nur wegen ihrer Lieben zueinander. Sondern auch, weil Margot Jüdin ist, beide wegen Sexarbeit kriminalisiert werden und sie Antifaschistinnen sind. Aber Margot und Marta halten zueinander und werden sich allen Widerständen zum Trotz ein Leben lang lieben.ContentwarningAn keiner Stelle wird explizite Gewalt szenisch beschrieben, sie wird aber behandelt.1:11:33 - 1:35:22 In dem Teil geht es um die antisemitische, homophobe und sexarbeiterinnenfeindliche Verfolgung von Marta und Margot während des NS. Immer wieder geht es um Gestapo Haft und Verhöre. 1:20:25 - 1:21:12 Hier geht es um sexualisierte Gewalt.1:27:33 - 1:27:55 Hier wird ein Zitat vorgelesen, das antisemitisch und homophob ist.1:32:59 - 1:34:32 Hier geht es um Folter und Misshandlung in der Gestapohaft.Literatur:Marta Halusa und Margot Liu: Die lebenslange Liebe zweier Tänzerinnen von Ingeborg BoxhammerJahre des Glücks, Jahre des Leids. Gespräche mit älteren lesbischen Frauen von Ilse KokulaLila Nächte: Die Damenklubs in Berlin der 20er Jahre von Adele Meyer (hrsg.)Die online Ausgaben der Zeitschrift "Die Freundin" sind hier zu findenSupport the showLive Podcasts:15.8.2026 in Berlin im Freiluftkino fmp1. Einlass 14, Beginn 15 Uhr.Tickets gibt's für 0-20 € hier: https://pretix.eu/Muenzenberg/GKW-2/Die Musik unseres Spenden-Einspielers hat beo-beo für uns produziert: www.beo-beo.de Werbepartner:https://ews.jetzt/gkwSchickt uns Feedback an hallo-gkw@riseup.netSchickt uns Postkarten, Bücher und was immer ihr wollt an Geschichte der kommenden Welten c/o Radio BlauPaul-Gruner-Straße 6204107 LeipzigAbonniert unseren Telegram-Kanal @linkegeschichte um die Fotos zu sehen und keine Folge zu verpassen: https://t.me/linkegeschichteFolgt uns auf Instagram: https://www.instagram.com/linkegeschichte/Unterstützt diesen Podcast mit einer Spende: https://steadyhq.com/de/linkegeschichte/about 

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast
Kurt Tucholsky: Kochrezepte (1926)

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Play Episode Listen Later Jun 10, 2026 2:31 Transcription Available


Ungleicher "Kochwettbewerb" zwischen drei Parteien der Weimarer Republik - Tucho bevorzugt dagegen sein Privatrezept... (Weltbühne, 20.7.1926)

L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG
Hamburger SV – Fußballvereine im Nationalsozialismus (3)

L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG

Play Episode Listen Later May 28, 2026 68:08


Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meister­titeln der Vereins­ge­schich­te. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten auslän­di­schen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolg­reichste Torschütze des HSV ist. Doch mit der Macht­über­nahme der National­sozia­listen trennten sich ihre Wege radikal: Halvorsen verließ Deutschland, Harder wurde KZ-Aufseher. Am Ende des Zweiten Welt­kriegs kreuzten sich die Wege von „Tull“ und „Assi“ 1945 noch einmal – unter völlig veränderten Vorzeichen. In dieser Folge von „Zeitlupe“ sprechen wir mit Paula Scholz, Mitarbeiterin der KZ-Gedenk­stätte Neuengamme und Mitglied des „Netz­werks Erinne­rungs­arbeit“, über den Hamburger SV im National­sozia­lis­mus, die Biografien von Harder und Halvorsen sowie die Frage, wie der Verein und die Fan­szene des HSV heute mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte umgehen. Die Expertin: Paula Scholz ist wissen­schaft­lich-päda­go­gische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Studien­zen­trum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort ver­ant­wor­tet sie die Organisation und kon­zep­tio­nel­le Weiter­­ent­wick­lung der Erwachsenen­bildung. Die Politologin und Kriminologin begann 2014 als studentische Hilfskraft an der Gedenkstätte und initiierte unter anderem die Sonderausstellung „Hamburger Fußball im National­sozia­lis­mus“. Sie engagiert sich in verschiedenen Kontexten der histo­risch-poli­tischen Bildungs- und Erinnerungs­arbeit, unter ande­rem im „Netzwerk Erinne­rungs­arbeit“ des Hamburger SV. Ihre Master­arbeit widmete sie dem Fußball in der Weimarer Republik. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_hamburger_sv_fussball_nationalsozialismus_hsv

Stalingrad Podcast
Folge 316: Verfolgung homosexueller Menschen in der NS-Zeit

Stalingrad Podcast

Play Episode Listen Later May 22, 2026 36:24


In dieser Folge beleuchten wir ein oft vernachlässigtes Kapitel der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft: die systematische Entrechtung und Ermordung sexueller Minderheiten. Während die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung heute fest im kollektiven Gedächtnis verankert ist, blieb das Schicksal tausender homosexueller Männer, lesbischer Frauen und transgeschlechtlicher Personen lange Zeit im Schatten der Geschichte. Wir blicken zurück auf die lebendige queere Szene der Weimarer Republik und analysieren, wie das NS-Regime durch die Verschärfung des Paragrafen 175 und die Ideologie des „gesunden Volkskörpers“ Liebe und Identität kriminalisierte. Anhand erschütternder Einzelschicksale wie dem von Karl Gorath, der sowohl die Konzentrationslager Neuengamme als auch Auschwitz überlebte, zeigen wir auf, wie tief die Verfolgung in das Privatleben reichte – von Denunziationen durch Nachbarn bis hin zu grausamen medizinischen Experimenten im Lager. Besonders bedrückend ist die Erkenntnis, dass das Unrecht für viele Betroffene mit dem Jahr 1945 nicht endete: Der Paragraf 175 blieb in Deutschland noch Jahrzehnte bestehen, und ehemalige KZ-Häftlinge wurden weiterhin als Straftäter ausgegrenzt, statt als Opfer anerkannt zu werden. Diese Folge ist eine Mahnung an die Gegenwart und ein Plädoyer für die Würde und Freiheit jedes Einzelnen.

hr-iNFO Kultur
ALLES über Fränze

hr-iNFO Kultur

Play Episode Listen Later May 22, 2026 26:18


Fränze Roloff, das war DIE Hörspiel-Regisseurin der Nachkriegszeit. Ein Begriff. Eine Institution. Und: ein Rätsel. Wer war Fränze Roloff als Mensch? Das hat sich Redakteurin und Hörspiel-Autorin Andrea Geißler oft gefragt. Denn wer sich ein bisschen für die Geschichte des Hörspiels interessiert, kommt an Fränze Roloff nicht vorbei. An über 170 Produktionen hat sie von 1946 bis Anfang der 1970er mitgewirkt. Aber nicht die Menge ist auffällig, sondern eine besondere Qualität: Fränze Roloffs‘ Stücke sind auf eine subtile Art feministisch. Während in vielen Hörspielen der 50er und 60er Jahre Frauen in unterwürfigen Mädchenrollen auftreten und sprechen, klingt das bei Fränze Roloff anders. Bei ihr finden sich vielschichtige und eigensinnige Frauenfiguren. Fränze Roloff erreichte mit diesen Hörspielen im Radio regelmäßig ein Millionenpublikum und ihr Einfluss auf Gespräche im Wohnzimmer dürfte beträchtlich gewesen sein. Warum aber ist sie derart in Vergessenheit geraten? Oder wollte sie am Ende selbst ihre Spuren verwischen? Auch darauf deutet einiges hin, das stellt Andrea Geißler während ihrer Recherche fest. Für diese Sendung ist sie ihren Spuren trotzdem nachgegangen und hat alles zusammengetragen, was sie finden konnte - ALLES über Fränze. Unterstützt haben sie dabei die pensionierte Tontechnikerin Ulla Götz, der einstige Literatur- und Hörspielleiter des Hessischen Rundfunks Hans Sarkovicz - und Hörspiel-Enthusiast Bastian Pastewka.

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast
Kurt Tucholsky: Südfrüchte (1926)

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Play Episode Listen Later May 20, 2026 2:16 Transcription Available


Ob vom Oberkellner oder Chef-"Dippelmaten": "Saure Jurke is keen Kompott!" (Weltbühne, 11.5.1926).

Kultur heute Beiträge - Deutschlandfunk
"Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik" - Ausstellung in München

Kultur heute Beiträge - Deutschlandfunk

Play Episode Listen Later May 13, 2026 5:14


Ignatowitsch, Julian www.deutschlandfunk.de, Kultur heute

Lesungen
Kurt Tucholsky: Man sollte mal mitstenographieren …

Lesungen

Play Episode Listen Later May 13, 2026 53:55


Lesung und Gespräch. Sprache ist eine Waffe, sagt Tucholsky - seine Sprachglossen zeigen, warum. Gültig heute wie vor 100 Jahren. Im Gespräch das Team der Ausstellung "Szenen aus der Weimarer Republik".

Forum
Horst Möller: Wie sinnvoll sind historische Vergleiche?

Forum

Play Episode Listen Later May 12, 2026 73:22 Transcription Available


Bei seinem Vortrag „Wie sinnvoll sind historische Vergleiche? – Brüche der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert“ am 6. Mai 2026 sprach der bekannte Münchner Historiker Horst Möller über die Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik und fragte, ob durch sie die gegenwärtigen Krisen besser verstanden werden könnten. * Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Bibliothek des Konservatismus mit einer Spende! * PayPal: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=QEPQL6C6EZW24 Banküberweisung: Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung IBAN: DE15 1009 0000 2125 2750 04 BIC: BEVODEBB * Einen Überblick über die Arbeit der Bibliothek und die nächsten Veranstaltungen finden Sie unter https://www.bdk-berlin.org/ * Facebook: https://www.facebook.com/bdk.bln Instagram: https://www.instagram.com/bdk_berlin/ Twitter: https://twitter.com/BdK_Berlin Gettr: https://gettr.com/user/bdk_berlin

Apokalypse & Filterkaffee
Heimspiel: “Deutschland ist wütender geworden” (mit Katja Hoyer)

Apokalypse & Filterkaffee

Play Episode Listen Later May 10, 2026 45:20


Katja Hoyer ist Historikerin und Journalistin, lebt seit mehr als 15 Jahren in Großbritannien und arbeitet als Dozentin am King's College in London. Immer wieder erklärt sie den Briten Deutschland und manchmal auch Deutschland sich selbst. Mit ihrem DDR-Bestseller “Diesseits der Mauer” ist sie in der deutschen Kritik angeeckt. Jetzt ist ihr neues Buch, “Weimar. Glanz und Grauen der deutschen Geschichte”, erschienen. Weimarer Republik, Bauhaus, Buchenwald, all das kam hier zusammen. Hoyer erzählt von Geschichten, die uns etwas über die Gefährdung – und die möglicherweise die Rettung – unserer Demokratie heute erzählen. Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio

RONZHEIMER.
ZEITREISE: Das unheimliche Scheitern von Deutschlands Demokratie. Mit Katja Hoyer

RONZHEIMER.

Play Episode Listen Later May 9, 2026 79:42 Transcription Available


In der ersten Folge spricht ZEITREISE-Host Filipp Piatov mit der Historikerin Katja Hoyer über das Scheitern der ersten deutschen Demokratie: Warum entschieden sich die Deutschen gegen die Weimarer Republik und für die Nazi-Diktatur?

Zeitfragen-Magazin - Deutschlandfunk Kultur
Der Streit um die Flagge der Weimarer Republik

Zeitfragen-Magazin - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later May 6, 2026 7:35


Klug, Thomas www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen

WDR ZeitZeichen
Weimarer Flaggenstreit: Drei Farben, die die Republik entzweien

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later May 5, 2026 14:22


In der Weimarer Republik steht Schwarz-rot-gold für Deutschland. Aber die Kaiserfarben Schwarz-weiß-rot bleiben populär. Über den Flaggenstreit (5.5.1926) zerbricht die Regierung. Von Thomas Klug.

Déjà-vu Geschichte
Pakt mit dem Teufel. Die wahren Mörder der Weimarer Republik

Déjà-vu Geschichte

Play Episode Listen Later May 5, 2026 19:11


2,6 Prozent holte die NSDAP 1928. Fünf Jahre später war Hitler Kanzler. Was in diesen fünf Jahren passierte und wer es zuließ – in Teil 3 von "Die Steigbügelhalter".

Stalingrad Podcast
Folge 313: Schwarze Stimmen im Schatten des Reiches

Stalingrad Podcast

Play Episode Listen Later May 1, 2026 44:21


Anmeldung zur kostenfreien Online-Lesung mit Christoph Fromm am 7. Mai um 19 Uhr    Ausgrenzung und einer tiefen Tradition des Schweigens geprägt ist. In dieser Folge von  beleuchten wir die Lebensrealität einer Community, die bereits vor 1933 fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens war, bevor die nationalsozialistische Rassenideologie sie als „fremd“ konstruierte und gezielt aus der sogenannten Volksgemeinschaft ausschloss. Wir zeichnen den Weg von der urbanen Sichtbarkeit der Weimarer Republik bis hin zur juristischen Entrechtung durch die Nürnberger Gesetze nach, die rassistische Vorurteile in staatlich organisierte Verfolgung verwandelten. Dabei blicken wir tief in den Alltag: von Schulhöfen, die zu Orten der Isolation wurden, über die pseudowissenschaftliche „Vermessung des Menschen“ bis hin zu den existenziellen Herausforderungen während des Zweiten Weltkriegs. Doch die Erzählung handelt nicht nur von Unterdrückung, sondern auch von leisen Formen des Widerstands, von Überlebensstrategien und dem mutigen Beharren auf Menschlichkeit unter extremen Bedingungen. Diese Folge bricht das lange Schweigen der Nachkriegszeit und macht deutlich, dass eine ehrliche Erinnerungskultur nur dort beginnt, wo wir auch die Stimmen hören, die lange unsichtbar gemacht wurden.

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast
Kurt Tucholsky: Keinen Mann und keinen Groschen - ! (1926)

Wrobel - Der Tucholsky-Podcast

Play Episode Listen Later Apr 29, 2026 8:33


"Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen keine sinnlosen Milliardenausgaben... und wir arbeiten nicht für den Mord." Engagiertes politisches Plädoyer gegen die vom Chef der Heeresleitung, Hans von Seeckt, im Parlament durchgesetzte Anhebung des Militäretats ("Das Andere Deutschland", 1.5.1926).

Ganz offen gesagt
#28 2026 SPEZIAL Demokratie sucht Zukunft - Teil 4

Ganz offen gesagt

Play Episode Listen Later Apr 28, 2026 136:52


Christoph Chorherr gestaltet die vierte Folge der Sonderserie zur „Zukunft der Demokratie“ mit einem Gespräch über das neue Buch von Götz Aly „Wie konnte das geschehen?“, das den Untergang der Weimarer Demokratie und die Entstehung des Nationalsozialismus aus der Perspektive der Mehrheitsgesellschaft beleuchtet. Aly schildert biografisch, wie er als Nachkriegskind über NS‑Prozesse, Filme über Konzentrationslager und das Schweigen der Eltern zur Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Shoah kam und warum er darin weniger ein Staats- als ein Gesellschaftsversagen erkennt. Er kritisiert das gängige Gedenkstättenkonzept, das Täter als „SS‑Monster“ auslagert und die Identifikation mit Opfern erleichtert, während die Beteiligung der „halbwegs normalen“ Deutschen und Österreicher an Arisierung, Zwangsarbeit und Deportationen weitgehend ausgeblendet bleibt. Ausführlich erklärt Aly, wodurch die NS‑Regierung bis 1938 so populär wurde: durch radikale soziale Maßnahmen zugunsten von Mietern, Bauern, Arbeitslosen und Kriegsversehrten, finanziert durch Schulden, höhere Steuern für Vermögende und Unternehmen sowie eine Politik der materiellen „Bestechung“ breiter Schichten. Ebenso zeigt er, wie moderne Massenmedien – vor allem Radio, Kino-Wochenschau und Unterhaltungsfilme – mit 85 Prozent Unterhaltung und wohldosierter Propaganda kombinierte, um Zustimmung zu Hitler, zur Aufrüstung und später zum Krieg emotional abzusichern. Am Beispiel der „Euthanasie“-Morde an psychisch Kranken und Behinderten und der späteren Judendeportationen beschreibt Aly, wie Verwaltung, medizinische Profession, Nachbarschaften und Familien stufenweise in ein System des Mitwissens, Mitprofitierens und opportunistischen Schweigens hineingezogen wurden. In einem zweiten Schwerpunkt vergleicht er die Endphase der Weimarer Republik mit heutigen Demokratien: Die damalige Zersplitterung und Selbstblockade der Parteien der Mitte, das Ausweichen in Symbolpolitik und die Angst, Wählerinnen und Wählern unangenehme Wahrheiten zu zumuten, erkennt er in abgeschwächter Form auch in Berlin, Wien, Paris und Washington. Aly warnt jedoch vor inflationären Faschismus‑Vergleichen, plädiert dafür, von Nationalsozialismus bzw. „Hitlerismus“ zu sprechen und die konkreten sozialen und politischen Mechanismen von Stabilisierung und Radikalisierung genau zu analysieren, statt alles mit einem Schimpfwort zu überdecken. Abschließend reflektiert er seine eigene 68er‑Biografie („Unser Kampf“), zeigt die langen Schatten elterlicher NS‑Biografien und formuliert einen Satz, den er auf ein großes Plakat am Potsdamer Platz schreiben würde: „Bildet euch nicht ein, ihr würdet auf der besseren Seite der Geschichte stehen.“ Links zur Folge: Götz Aly auf Wikipedia Buch "Wie konnte das geschehen?" (S. Fischer Verlag) Buch "Unser Kampf" (S. Fischer Verlag) Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

Bern einfach
Spezial mit Historiker Jörn Leonhard über Parallelen und Unterschiede zwischen Gegenwart und Zwischenkriegszeit

Bern einfach

Play Episode Listen Later Apr 21, 2026 57:06


Prof. Dr. Jörn Leonhard ist Dozent für Neuere und Neuste Geschichte an der Universität Freiburg im Breisgau in Deutschland.  Für seine Forschung erhielt der Historiker bereits mehrere wichtige Preise. Im Gespräch mit Kaspar Schwarzenbach spricht Leonhard über Parallelen und Unterschiede zwischen der Weimarer Republik der Zwischenkriegszeit und den gegenwärtigen Herausforderungen in Europa. Weitere Themen des Gesprächs waren Krieg, Frieden, Demokratie und der Aufstieg der AfD.

Zeitgeschichte erleben. Der Podcast der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934 mit Jens Bisky

Zeitgeschichte erleben. Der Podcast der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung

Play Episode Listen Later Apr 21, 2026 85:28


Der Aufstieg radikaler Kräfte in Deutschland begann nicht erst 1933. Der Tod des Außenministers Gustav Stresemann und die Weltwirtschaftskrise läuteten bereits 1929 den Anfang vom Ende der Weimarer Republik ein und ermöglichten Hitlers Aufstieg. Demokratische Republik oder faschistischer Staat – so lautete ab Sommer 1930 die Alternative. Was folgte – die Pulverisierung der bürgerlichen Milieus, der Aufruhr der Mittelschichten, die Selbstüberschätzung der Konservativen und Nationalisten, die sich einbildeten Hitler zähmen zu können, Verelendung und Bürgerkriegsfurcht – mündete in der verbrecherischsten Diktatur des 20. Jahrhunderts. Der Autor Jens Bisky beschreibt in „Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934“ (Rowohlt 2024) wie die Weimarer Republik in einem Wirbel aus Not und Erbitterung zerstört wurde. Am 15. April 2026 ging er im Gespräch mit der Journalistin Frauke Hamann der Frage nach, wie eine demokratische Republik im Faschismus enden konnte. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite: www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/ Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook: www.facebook.com/BundeskanzlerWillyBrandtStiftung/ YouTube: www.youtube.com/@BWBStiftung Bildnachweis: Olaf Malzahn

Studio B - Lobpreisung und Verriss (Ein Literaturmagazin)

„Das Sein bestimmt das Bewusstsein!” Wer hat's gesagt? Na? Wieder keiner? Der olle Marx war's!Das wussten natürlich alle Lob und Verriss-Leserinnen aber vor hundert Jahren wusste das so ziemlich jeder, denn Karl Marx war noch ein bestimmender Philosoph und keine versubstantivierte Ideologie. Man baute seine politischen Bewegungen um, gegen oder für seine Schriften. Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten gegen Nationalisten, Zentrums- und Volksparteien – das waren nur ein Bruchteil der neuen politischen Bewegungen. Das endete in den Auswüchsen der Weimarer Republik mit ihren siebzehn Parteien im Reichstag und der daraus folgenden Lähmung des Parlamentarismus, aber auch die Nachbarländer kamen in den Strudel dieses Chaos, es war die Zeit. Ins polnische Parlament, den Sejm, kamen und gingen über die jahre gar zweiunddreißig Parteien. Politik, so kommt es einem mit dem Blick von heute vor, war Lebenszweck, war Sport, war Theater. Nach der Erstarrung des Lebens in den immergleichen Kreisläufen des Mittelalters, aufgebrochen durch die industrielle Revolution, die den Reichtum nur vom Adel zum Bürgertum verteilte, gab Marx den Habenichtsen Ideen (und Wege, diese zu verwirklichen!) an die Hand, um die Gesellschaft zu ihren Gunsten zu verändern. Der Erste Weltkrieg hatte zudem die Verkrustungen auf nationaler Ebene brutal aufgebrochen, mit dem Nebeneffekt zwei Dutzend Monarchien zu beenden. Neue Länder entstanden, alte vereinigten sich wieder und all diese Staaten brauchten neue Gesellschaftsmodelle.Die Unordnung war aufregend für alle, die nach vorn wollten, (ver-)störend für alle, die wollten, dass sich nichts verändere oder die einfach keine Chance sahen, am großen Rennen in die Zukunft teilzunehmen. Für alle, die gar nicht durchsahen oder durchsehen wollten, gab es natürlich immer die Alternative, auf die Basics zurückzufallen - der gute alte Rassismus: die dort zu braun, der zu blond, dem seine Nase zu platt und die andere zu hakelig. Das erdet und reduziert die Komplexität und die Juden haben eh schon immer gestört. Da können wir Deutsche mitreden, da sind wir Experten. Weshalb wir da eben eher nicht mitreden sollten und im Gegenteil recht dankbar sind, wenn andere die Stories erzählen vom Leben vor der Shoah: vom Überleben, vom Sterben und vom Töten. Über all das ist intensiv, gewalttätig und unendlich faszinierend zu lesen in “Der Boxer”, einem Roman, im Warschau der dreißiger Jahre spielend, in dem der polnische Autor Szczepan Twardoch uns die schwere Arbeit abnimmt, ein Bild von jüdischem Leben zu zeichnen in und außerhalb dessen, was von den Deutschen nur wenige Jahre später zum “Warschauer Ghetto” gemacht wurde – nicht, dass die polnische Mehrheit in der Stadt viel dagegen gehabt hätte. Aber das Buch hat eben nichts mit solchem Schwarz-Weiß-Holzschnitt zu tun, der herauskommen müssen, wenn das Tätervolk vom Opfervolk berichtet.Die Erzählerstimme im Buch ist Mojżesz, ein zur Handlung 1937 siebzehnjähriger Junge, streng jüdisch erzogen, lebend in Warschau, und da es damals nicht “ein” Warschau gab, braucht es die Qualifizierung: “links der Weichsel”, zwischen Nalewki und Zamenhofstraße, in Mirów und Muranów, dort, wo Warschau nicht wie Paris roch, sondern wie der Orient, wie uns Twardoch erzählt. Wir sind nicht wirklich lange im Buch, als wir erfahren, das Mojżesz Halbwaise ist. Sein Vater Naum Bernstein wurde umgebracht, gerade eben erst, zwei Tage vorm Pessachfest, und eigentlich müsste er in den Tempel, und wer bestellt eigentlich das Kaddisch, seine Mutter weint den ganzen Tag, sein Bruder ist zu klein dafür, also eigentlich sein Job, aber er hat Karten bekommen für den Boxkampf in der Stadt, das Team von Legia vs. dem von Makkabi, und wir lernen bald, wenn wir nicht ganz so firm sind in den ethnischen Hintergründen beider Teamnamen, hier kämpfen Polen gegen Juden, hier ist Prestige im Spiel oder sagen wir einfach: Rassismus. Die Eintrittskarte hat er von seinem Helden bekommen, Jakub Shapiro, dem Boxmeister des Viertels, ein schöner Mann, ein starker, ein reicher zudem, Frauen lieben ihn, Männer beneiden ihn und ausgerechnet der hat dem kleinen Mojżesz ein Ticket geschenkt und er darf mit ihm hinterher im Auto fahren, einem roten Chrysler, der aber nicht dem Boxer selbst gehört (der hat “nur” einen Buick), sondern seinem Chef, der unverholen “Der Pate” genannt wird und genau das ist, ein Pate, Chef der jüdischen Unterwelt: Schutzgeld, Prostitution, Drogen, das ganze Programm, der Boss im Viertel, der vor genau zwei Tagen Jakub, dem Boxer, den Auftrag gab, Mojżesz' Vater umzubringen. Und mit den beiden sitzt Mojżesz jetzt im Auto. Oha. Ok. Jesus… Sorry. Falscher Zungenschlag.Das alles weiß in dem Augenblick nur der erzählende Mojżesz, der das als fast Siebzigjähriger aufschreibt. Wir erfahrne das immer wieder in Zwischensätzen, kurz herausgerissen aus der Geschichte vom jungen Mojżesz, wie der alte kurz von der Schreibmaschine aufsteht und auf die Dizengoff Street in Tel Aviv runterschaut, aus seinem Apartment, das er viel zu selten verlässt.Warum schenkt der Mörder dem Sohn des Opfers Tickets zum Boxkampf? Warum, wie es sich entwickelt, nimmt er ihn in seine Obhut, lässt ihn bei sich leben, trainiert mit ihm, macht ihn zu seiner rechten Hand? Schuldgefühle? Scham? Nach einem Jahrzehnt im Dienst des “Paten” eigentlich unwahrscheinlich, wird uns dieses Rätsel bis zum Ende des Romans begleiten, ja, es ist das zentrale Thema des Buches und am Ende ein Baustein für so manche Wendung.Nicht nur mit dem Mord, sondern mit der Art und Weise desselben setzt das Buch den Ton für eine Gangsterstory, einen politischen Thriller, ein Moralitätenstück angesiedelt im Polen zwischen 1918 und 1939. Denn der Mord war brutal, Naum Bernstein wurde nicht einfach umgebracht, weil er seine Schulden nicht bezahlen konnte, er wurde gevierteilt und in die verschiedenen Seen in und um Warschau verteilt, in Teile zerhackt wie der weiße Hahn, den man zu Pessach über dem Kopf schwenkt und dem man hinterher den Kopf abschlägt auf dass man von allen Sünden erlöst sei. Religion, you know.So brutal ging es in der gesamten zweiten polnischen Republik zu, wie sie genannt wurde. Entstanden war sie aus den Wirren des ersten Weltkrieges und der Oktoberrevolution, nach denen Polen die Chance zur Wiedervereinigung ergriff und verspielte. Wie sich Polen mit wem wiedervereinigte? Frag Chat. Wer sich in Polen politisch mit wem stritt, zoffte, intrigierte, putschte: versuch es zu verstehen, überlies es, lies den hervorragenden Anhang des hervorragenden Übersetzers Olaf Kühl zuerst oder: Frag Chat. Es ist endlos kompoliziert.Derart verworrene politische Chaosjahre künstlerisch zu verarbeiten kann enorm abturnend sein, wie ich kürzlich lernen musste, in einem dreistündigen Theaterstück, geschrieben nur ein paar Jahre vorm Handlungszeitraum des “Boxer” vom doch großen Hans Fallada. Das Stück “Bauern, Bonzen und Bomben” wurde gegeben am Dresdner Staatsschauspiel und es wurde einzig durch die Schauspieler und vor allem das Bühnenbild herausgerissen. Denn ob die Sozis, der Bauernpartei oder den Nationalen gerade im Bürgermeisteramt einer holsteinischen Kleinstadt Demonstrationen erlauben oder verbieten, interessierte die Theatergängerin 1931 sicherlich, eventuell, hundert Jahre später aber eher nicht. Denn so etwas spannend zu erzählen braucht es keinen begnadeten und innovativen Autoren der “Neuen Sachlichkeit” wie Hans Fallada, da braucht es einen Punk, einen atemlosen, rücksichtslosen Schreiber wie Szczepan Twardoch der uns die politischen Wirren des Warschau zwischen den Weltkriegen in einer Brutalität, Schmutzigkeit und oft kaum auszuhalten schmerzevoll in einem Stakkato von Szene zu Szene zu Szene um die Ohren haut - wir kommen oft genug nicht hinterher. Nicht nur wegen der real existierenden polnischen Politikernamen, die wir nur anhand der Diakritika an den Buchstaben ausseinanderhalten können, jeder Ausspracheversuch muss scheitern. Der mit P und durchgestrichen I ist Präsident (Ja, war Józef Piłsudski nicht wirklich, it's complicated), der mit L und durchgestrichenem T der Staatsanwalt, wer war nochmal der mit D und dem Schwänzchen unter dem E?Geschrieben ist das Ganze in einem mir sonst eher unangenehmen wilden Herumgespringe in der Zeit, von 1929 nach 1918 nach 1926 nach 1988 und wieder zurück, dazu die vielen Namen, die nur mit hartem Training bei Ellroy oder Pynchon zu durchsteigen (oder zu ignorieren) sind – es ergibt sich ein Vertigo, wie es die Zeitzeugen der Epoche selbst erlebt haben müssen und welches wir Szczepan Twardoch mal als gewolltes Stilmittel unterstellen. Nach ein paar Seiten Eingewöhnung wandelt sich das leicht verwirrte Lesen in manisches Pageturnen – man legt das Buch nicht mehr weg, man will die nächste Episode, die nächste kleine Backstory eines Charakters (oft im Sinne von “was ein Charakter!”) lesen. Ja, das Buch ist lang, aber es ist brillant und unglaublich gut übersetzt.Und so hangelt man sich also durch den politischen Urwald der 2. polnischen Republik und lernt doch viel, wenn man sich drauf einlässt, und es wird nicht einfacher dadurch, dass praktisch alle handelnden Personen permanent Wodka trinken, koksen, Frauen vergewaltigen, politische Gegner misshandeln, einsperren, umbringen – oder sich im allerbesten Fall nur mit ihnen prügeln. Wir sind nach spätestens hundert Seiten so abgestumpft, dass wir erschrocken Mitleid mit Mördern haben, Sympathie für Rechtsradikale entwickeln, Geldeintreiber als wertvolle Ordnungsmacht der Gesellschaft akzeptieren. Nur Vergewaltiger bleiben geradeso außerhalb unseres Verständnishorizontes, aber auch nur, weil Twardoch sich entscheidet, diese am Ende doch eindeutig als Bösewichte zu belassen. Alle anderen bekommen eine schwere Kindheit, ein Kriegstrauma, eine körperliche Missbildung (und was für eine, Herrgott, wurde mir schlecht!) als mildernde Umstände in die Story geschrieben, damit wir uns ja nicht zu sicher sind in unseren Urteilen.Über allem hängt die Fata Morgana eines jüdischen Staates in Palästina. Manche träumen von einem Neuanfang in Eretz Jisra'el andere warnen davor, denn ist das nicht die endgültige Niederlage, die Viertel in die man verbannt wurde freiwillig zu verlassen? Und was ist, wenn das wieder nur ein Ghetto, diesmal von Brittanias Gnaden ist? "Und was ist eigentlich mit den Palästinensern die dort leben?”, fragen besonders Weitsichtige.Das sind sie also, die berühmten Umstände, dieses “Sein”, das das Bewusstsein prägt, welches Menschen in harten Situationen hart werden lässt und in brutalen brutal. In ihren Vierteln lebend seit Jahrhunderten, chancenlos auszubrechen, entwickeln die Warschauer Juden Codes, Verhaltensmuster, “Coping Mechanisms” würde man heute sagen; es bilden sich brutale Machtstrukturen heraus wie in allen zu engen Gesellschaften, Schutz wird geboten und bezahlt und, wenn nicht, entzogen, es entstehen innerhalb der Unterdrückten Unterdrücker und Unterdrückte, innerhalb der Verlierer Verlierer und Gewinner. Druck von außen, in Warschau der fast prähistorische Antisemitismus, erzeugt kaum Gegendruck nach außen, sondern einen inhumanen solchen nach innen.“Der Boxer” ist eine Betrachtung dieser Mechanismen aus mindestens drei Perspektiven: Da ist die Erfolgsgeschichte des Gangsters Jakub Shapiro, dem Boxer, wie er zurückgekehrt aus dem Krieg der Polen gegen die Sowjetunion, bei dem er als Soldat auf der Siegerseite stand (was eher Zufall war), zu etwas bringt: im Sport, im Leben, in der Unterwelt. Bei all seiner Brutalität fiebern wir mit ihm mit und halten zum Schläger, zum Mörder.Da ist die traurige Geschichte von Mojżesz Bernstein, der seinen Vater verliert und einen Vater gewinnt, in Jakub, der Junge, der, hätte man nicht seinen Vater ermordet, wohl nicht das geworden wäre, was er heute ist.Und da ist die Perspektive des alten Mojżesz, unseres Erzählers mit erfüllter Vergangenheit, Brigadegeneral a.D. in Tel Aviv, Ende der 80er.Alle drei haben ein Leben gelebt, das nicht einfach war und Kompromisse erforderte. Jeder der drei stellt sich moralisch nicht frei. Jakub, der Boxer, der Mörder, leistet Buße, indem er Mojżesz annimmt. Dieser, der Junggangster, hat am Ende keine Wahl. Was soll er machen, fragt er sich? Nicht mit seinem Helden mitrennen, zurück in das ärmliche vaterlose Haus? Er lässt seine Mutter und seinen Bruder im Stich, bewusst. Und derselbe Mojżesz, am Ende seines Lebens, der Brigadegeneral in der israelischen Armee war, hatte doch auch keine Wahl, so sagt er sich immer wieder, was soll man machen als Israeli mit Arabern um einen herum? Die Araber nicht erschießen?Wir entwickeln Verständnis und merken genauso zu spät wie unsere Protagonisten, dass man irgendwann auf dem Weg zum Monsterwerden nicht stehen geblieben ist. Nicht “Neyn! Nie! Lo!” gesagt hat und dass man all seine moralistischen Begründungen in die Tonne treten kann, wenn man sich nicht zeitig genug wiederfindet, sich nicht zeitig genug selbst widerspricht, eine Grenze zieht, nicht mehr jedes Mittel zum Zweck erklärt und sich selbst und andere belügt.P.S. Für eine mildere und differenziertere Geschichte aus dieser Zeit sei (ungelesen) dieses nagelneuer Buch empfohlen: “Here Where We Live Is Our Country: The Story of the Jewish Bund” von Molly Crabapple (klingt wirklich vielversprechend) und dieser Klassiker aus dem Jahr 1941 “Who Goes Nazi?” by Dorothy Thompson. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com

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SWR2 Zeitwort
25.03.1930: Das Gesetz zum Schutze der Republik wird erlassen

SWR2 Zeitwort

Play Episode Listen Later Mar 25, 2026 4:34


Gewaltexzesse und Mordanschläge waren in der jungen Weimarer Republik an der Tagesordnung. Die Demokratiefeinde sollten mit einem Gesetz bekämpft werden, das später stark abgeschwächt wurde.

SWR2 Kultur Info
Unterschätzt: „Rechtsextremer Terror“ in einer Ausstellung im Stuttgarter Erinnerungsort Hotel Silber

SWR2 Kultur Info

Play Episode Listen Later Mar 19, 2026 4:34


Die ausgewählten Fälle zeigten in einem Querschnitt von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart, dass Anschläge und Gewalttaten von den Ermittlungsbehörden oft nicht als politische motivierte Aktion wahrgenommen werden. DIe Ausstellung stellt deutlich heraus: Rechtsextremer Terror richtet sich gezielt gegen Demokratie, Menschen- und Freiheitsrechte.

Dark Matters – Geheimnisse der Geheimdienste
Der Maulwurf vom Dienst und sein Netz der Lügen

Dark Matters – Geheimnisse der Geheimdienste

Play Episode Listen Later Mar 10, 2026 48:12


Im Jahr 2014 wird Deutschland Fußball-Weltmeister, aber sonst ist die Lage auf der Welt, vorsichtig ausgedrückt: schwierig. In Deutschland warnt das Bundeskriminalamt u. a. davor, dass die Zahl der islamistischen Gefährder deutlich ansteigt. All das beunruhigt die deutsche Politik und die Geheimdienste. Die Sicherheitsbehörden sollen so schnell wie möglich mehr Geld und vor allem mehr Personal bekommen. Dazu greift das Bundesamt für Verfassungsschutz erstmals zu einem für die Behörde ungewöhnlichen Mittel: Zeitungsannoncen. Genau so eine Stellenanzeige weckt das Interesse von „Thomas”, einem Familienvater aus einer Kleinstadt. Möglicherweise träumt er davon, Verbrecher zu jagen oder in schnellen Autos umher zu rasen. Er bewirbt sich – und schafft es tatsächlich rein in den Inlandsnachrichtendienst. Damit beginnt ein neues Kapitel – sowohl für „Thomas”, als auch für den Verfassungsschutz. „Dark Matters – Geheimnisse der Geheimdienste“ erzählt die Geschichte eines Mannes, der sein Leben etwas aufregender machen wollte und schließlich nicht nur sein eigenes Leben vollkommen verändert hat. Und wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie so ein Quereinstieg in die Agentenlaufbahn konkret abläuft, welche Aufgaben es gibt und was man mitbringen sollte, hört die begleitende Hintergrundfolge „Welche Jobs gibt es beim Verfassungsschutz?”. Und das ist „Dark Matters”: Eva-Maria Lemke öffnet im Podcast die Tür zu einer Welt, die eigentlich im Verborgenen bleiben soll – Woche für Woche mit einer neuen Geschichte, die zeigt, wie Nachrichtendienste arbeiten. In der vierten Staffel geht es um eine neue Zeit, in der alte Fragen von Krieg und Frieden, von Verbündeten und Feinden nicht mehr eindeutig zu beantworten sind. Wie stellen sich Staaten, Dienste und Agenten darauf ein? Die ARD-Geheimdienstexperten Michael Götschenberg und Holger Schmidt geben Antworten. Eine neue Folge „Dark Matters – Geheimnisse der Geheimdienste” gibt es mittwochs – immer zuerst in der ARD Sounds App. Und noch ein Tipp zum Weiterhören: Im Podcast „Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg” präsentiert euch Uwe Madel aktuelle Kriminalfälle aus der Region und Janna Falkenstein und Florian Prokop ergänzen das Ganze noch mit spannenden historischen Verbrechen aus der Zeit der Weimarer Republik. „Im Visier” findet ihr in der ARD Sounds App. https://www.ardaudiothek.de/sendung/im-visier-verbrecherjagd-in-berlin-und-brandenburg/urn:ard:show:35c2ce5b4dc78575/

Goldstaub - Der Zwanziger Jahre  Podcast
Folge 54 - Blumen, Barrikaden und Verfassung. Weimar und der Beginn der Republik

Goldstaub - Der Zwanziger Jahre Podcast

Play Episode Listen Later Feb 6, 2026 60:26


Blumen, Barrikaden und Verfassung. Weimar und der Beginn der Republik Die kleine Stadt Weimar ist mit Fahnen des Deutschen Reiches beflaggt. Im Nationaltheater zieren Lorbeerbäume und Blumensträuße den Saal. Am 6. Februar 1919 um 15:15 Uhr ergreift Friedrich Ebert das Wort und eröffnet feierlich die Nationalversammlung. Die Republik beginnt ihre Arbeit. Doch von der „Weimarer Republik“ spricht damals noch niemand. In dieser Folge richten wir den Blick auf das erste halbe Jahr der Republik: Wie kam die Nationalversammlung in das verschlafene Nest Weimar? Welche anderen Städte wurden ausgestochen? Und wie ging man mit den immensen logistischen Herausforderungen um? Was sagten eigentlich die Weimarer dazu, dass plötzlich die Reichshauptstadt mit Tausenden Beamten und Journalisten vor der Tür stand? Und dass sie plötzlich Schwierigkeiten hatten, zum Bäcker zu gehen? Unser Experte auf dem Goldstaub-So fa ist Stephan Zänker vom Verein Weimarer Republik e. V., Leiter des Hauses der Weimarer Republik. Mit ihm sprechen wir über diese intensiven Anfangsjahre – und klären, ob auch in Weimar auf dem Vulkan getanzt und gefeiert wurde, was genau Friedrich Ebert nachgesagt wurde und wer in dieser Zeit besonders profitierte. Es geht um die Bedeutung des Telefons, um die Würdigung von Apfelsinen, um Mobiliar aus dem Berliner Reichstag, um einen nächtlichen Gang von Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann bewaffnet mit Pistolen durch das Schloss und vieles mehr. Und natürlich würdigen wir, was die Weimarer Republik inhaltlich alles auf den Weg gebracht hat. Wir enden mit Friedrich Ebert: „Besonders herzlich begrüße ich die Frauen“. • Goldstaub-Gast: Stephan Zänker, Vorsitzender des Vereins Weimarer Republik e.V. und Leiter des Hauses der Weimarer Republik o Verein: https://www.weimarer-republik.net/verein/ o Museum: https://www.hdwr.de • Danke an Holger Thurm, den rasenden Reporter aus Weimar und Experten für Podcast und Storytelling: https://podactive.fm/#team • Verlosung: Stummfilmkonzert des Metropolis Orchester Berlin am 22.03.2026 im Theater im Delphi: https://www.metropolis-orchester-berlin.eu/termine/ • Veranstaltungstipp: „5 Jahre Fassadengeflüster“. Lesung und Empfang mit Arne im Romanischen Café am 10.03.2026 https://romanisches-cafe.berlin/event/fassadengefluester/ • Link zu Reichstagsprotokollen: https://www.reichstagsprotokolle.de

Frauen von damals
Die Frauen von damals im Gespräch mit Susanne Goga

Frauen von damals

Play Episode Listen Later Feb 6, 2026 63:25


In dieser Folge spreche ich mit der Autorin Susanne Goga über ihre jüngsten Projekte und über ihre Leib- und Magen-Ära für historische Romane und Krimis: den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik. Anhand ihrer neuesten Bücher, Die wilden Jahre (2025) und Die Geister von Beelitz (Erscheinungstermin: 19.2.2026) sprechen wir sprechen über Rechercheprozesse und über historische Themen und Personen, die in ihre Bücher einfließen: vom Düsseldorfer Schauspielstudent Gustav Gründgens über die ersten Berliner Polizistinnen Martha Mosse und Friederike Wieking bis hin zum legendären obersten Mordermittler der Weimarer Republik, Kriminalrat Ernst Gennat. Es geht um Frauenfiguren, Männlichkeitsbilder im Krimi-Genre, um queere Dimensionen und Familienbeziehungen. Freut euch auf eine Folge, in der wir (Geschlechter-)Geschichte mal aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten!Transparenzhinweis: Für die Erwähnung der Bücher ist keine Gegenleistung geflossen.***Hast du Lust, die Frauen von damals zu unterstützen? Auf Steady findest du drei freiwillige Abo-Modelle zur Auswahl. Vielen Dank für deinen Support!***Bild Susanne Goga: Thomas Rabsch***historische Krimis, Frauenbewegung, Leo Wechsler, Susanne Goga, 1920er Jahre, queere Literatur, Polizei, Nationalsozialismus, Weimarer Republik, Kriminalromane, Geschichte, Literatur, Schreiben

SWR2 Kultur Info
Erinnerungen des großen Historikers Heinrich August Winkler

SWR2 Kultur Info

Play Episode Listen Later Jan 27, 2026 4:09


Mit Studien zur Weimarer Republik und zur „Geschichte des Westens“ schuf Heinrich August Winkler Standardwerke. Nun blickt der Nestor der Geschichtswissenschaft auf sein Leben zurück.

Literatur - SWR2 lesenswert
Erinnerungen des großen Historikers Heinrich August Winkler

Literatur - SWR2 lesenswert

Play Episode Listen Later Jan 27, 2026 4:09


Mit Studien zur Weimarer Republik und zur „Geschichte des Westens“ schuf Heinrich August Winkler Standardwerke. Nun blickt der Nestor der Geschichtswissenschaft auf sein Leben zurück.

11KM: der tagesschau-Podcast
"Neue Rechte": Wie groß ist ihr Einfluss auf Deutschland?

11KM: der tagesschau-Podcast

Play Episode Listen Later Jan 12, 2026 28:10


Die AfD steht in Umfragen so erfolgreich da wie nie zuvor – und im Hintergrund arbeiten Vertreter der sogenannten “Neuen Rechten” daran, ihre Ideen und Vorstellungen im politischen Alltag unterzubringen. Wie viel Anteil haben sie am Erfolg der AfD? NDR-Journalist Sebastian Friedrich beobachtet die “Neue Rechte” schon lange und erzählt in dieser 11KM-Folge von einflussreichen rechten Vordenkern, ihren großen Plänen zwischen Revolution und Vernetzung und, welchen Einfluss sie bei der AfD wirklich haben. Hier geht's zum Feature “ „Deutsches Denken – Rechte Intellektuelle der Bundesrepublik“” von Sebastian Friedrich und Nils Schniederjann: https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:d167a26e35e3d625/ In dieser früheren 11KM-Folge geht es um Björn Höcke und sein rechtsextremes Weltbild: https://1.ard.de/11KM_Bjoern_Hoecke Hier geht's zu "Kunstverbrechen”, unserem Podcast-Tipp: https://1.ard.de/kunstverbrechen-staffel-5?cp  Diese und viele weitere Folgen von 11KM findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch hier in der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/12200383/ An dieser Folge waren beteiligt: Folgenautorin: Eva Münch Mitarbeit: Lukas Waschbüsch, Sebastian Schwarzenböck und Marc Hoffmann Host: Elena Kuch Produktion: Christine Frey, Timo Lindemann, Konrad Winkler, Hanna Brünjes und Marie-Noelle Svihla. Planung: Caspar von Au und Hardy Funk Distribution: Kerstin Ammermann Redaktionsleitung: Yasemin Yüksel und Fumiko Lipp 11KM: der tagesschau-Podcast wird produziert von BR24 und NDR Info. Die redaktionelle Verantwortung für diese Episode liegt beim NDR.

Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg | rbb24
Crime History: Das Wessel-Attentat – politische Tat oder private Fehde?

Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg | rbb24

Play Episode Listen Later Jan 10, 2026 67:32


Januar 1930: Nach einem Streit mit seiner Vermieterin wird der Student Horst Wessel von Unbekannten angeschossen. Die Polizei ist sicher: Das war eine politische Tat. Denn Anhänger von KPD und NSDAP liefern sich regelmäßig blutige Straßenkämpfe. Ein folgenreicher Kriminalfall, der den Zerfall der Weimarer Republik ankündigt.   Hinweis: In einer früheren Version dieser Folge gab es eine missverständliche Formulierung zum Verbot der SA. Richtig ist - die SA wurde während der Weimarer Republik zwei Mal verboten, dann wieder legalisiert und erst 1945 endgültig verboten. Wir haben die missverständliche Formulierung entfernt. Danke für die kritischen Hinweise.

SWR2 Forum
Kanzler mit Kompass – Was lehrt uns Adenauer heute?

SWR2 Forum

Play Episode Listen Later Jan 5, 2026 44:27


Der „Alte von Rhöndorf“ war ein Spitzname Konrad Adenauers, des ersten Kanzler der Bundesrepublik. Am 5. Januar 1876, vor 150 Jahren, wurde er in Köln geboren. Als er 74-jährig sein Amt antrat, hatte er schon eine beachtliche politische Karriere und einen Lebensweg hinter sich. Er kam aus dem Kaiserreich, erlebte die Weimarer Republik, wurde von den Nazis abgesetzt und nach dem Krieg für vierzehn Jahre Kanzler. Wie erzog er die Deutschen zur Freiheit? Wie wandelte sich sein Demokratieverständnis? Wie restaurativ war er? Wie schauen wir heute auf ihn? Wie modern war der „Alte“? Michael Köhler diskutiert mit Prof. em. Dr. Jost Dülffer – Historiker, Köln; Prof. Dr. Friedrich Kießling – Historiker Universität Bonn; Prof. Dr. Elke Seefried – Historikerin, RWTH Aachen

Auf den Tag genau
Beginn der Sendepause

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Jan 2, 2026 2:04


Liebe treue Hörer*innen dieses Podcasts. Leider gehen wir heute nach 2055 Folgen und über 100000 Downloads in eine Sendepause. Ihr könnt also nicht mehr der Weimarer Republik täglich in Echtzeit folgen und werdet auf keine Trouvaillen wie den Vortrag von Agathe Lasch zur Sprache der Hamburger, oder die Texte zur Rezeption von Kafka stoßen. Wir bleiben dran, behaltet das Abonnement dieses Kanals und erfahrt hoffentlich demnächst, wann es hier weitergeht. Noch bleiben ja mehr als 7 Jahre der Weimarer Republik vor 100 Jahren. Unabhängig davon ob es weitergeht, danken wir auf jeden Fall allen, die mitgemacht haben, Thomas, Steffen, Stephanie, Sabine, Delilah, Andreas, Cristina, Stefan, Martin, Ralf. Rosa und Frank ihr seid phantastisch! Seit eineinhalb Jahren gibt es uns nur dank der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, herzlichen Dank an Mojib Latif und Andrea Raap, ganz besonders an Wolfgang Grala. Dank an die Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg, an die Zeitstitung Bucerius und an die Hapag-Lloyd-Stiftung. Im Zentrum steht aber Ihr alle. Wir danken Euch fürs Zuhören, Kommentieren, Anschreiben. Durchforstet weiterhin unser Folgen-Archiv.

Auf den Tag genau
Geplanter Mordanschlag auf Stresemann

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Dec 19, 2025 8:24


Dass politisch motivierte Gewalttaten zum Alltag der Weimarer Republik gehörten, wird auch immer wieder in unserem Podcast deutlich: Putschversuche, Fememorde, Straßenschlachten, aber auch die Ermordungen von Politikern… Sollte nun auch einer der Nachfolger von Walther Rathenau im Amt des Außenministers Gustav Stresemann einem Attentat zum Opfer fallen? Sollten rechte paramilitärische Kreise wegen seiner Rolle bei der Verhandlung der Locarno-Verträge nach seinem Leben trachten? Eine solcher Anschlagplan ist Ende des Jahres 2025 publik geworden und die Harburger Anzeigen und Nachrichten beklagten in ihrer Ausgabe vom 19. Dezember die andauernde “Mord-Atmosphäre”. Wie wir wissen, sollte Stresemann das Amt bis zu seinem natürlichen Tode behalten, wobei die wiederholten rechten Hetzkampagnen gegen ihn sicherlich ihren Teil zu den Schlaganfällen und dem finalen Herzinfarkt am 3. Oktober 1929 beitrugen. Es liest Frank Riede.

Auf den Tag genau
Erwartungen von Zentrum und DDP an eine neue Regierung

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Dec 18, 2025 9:50


DVP, Zentrum, DDP und SPD – aus diesem Kreis musste sich nach dem Locarno-bedingten Ausstieg der DNVP aus der Regierungsverantwortung ein neues Kabinett bilden. Vor Wochenfrist richteten wir unseren Blick auf die Erwartungen und Bedingungen von Volkspartei und Sozialdemokraten, in dieser Folge schauen wir mit dem Hamburgischen Correspondenten vom 18. Dezember 1925 auf die verbleibenden beiden Parteien; wobei vom Zentrum nur eine kurze offizielle Mitteilung abgedruckt wird, von den ‘Demokraten‘ hingegen ein Richtlinienplan für die neue Regierung mit 18 Punkten vorliegt. Er stammte aus der Feder ihres Vorsitzenden Erich Koch, der zu den prägenden Köpfen des deutschen Liberalismus in der Weimarer Republik zählte. Sohn einer jüdischen Mutter, wanderte er 1933 mit seiner Familie nach Brasilien aus, wo er nicht nur die dortigen Regierung beriet, sondern sich bis zu seinem Tod 1944 auch vielfältig publizistisch betätigte, u.a. mit einem Verfassungsentwurf für eine nach dem Ende des NS-Regimes neu zu errichtende zweite deutsche Republik. Es liest Rosa Leu.

WDR ZeitZeichen
Paul Löbe: Ein Leben für Demokratie - und gegen die Extreme

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later Dec 14, 2025 14:44


Paul Löbe (geb. 14.12.1875) kann davon berichten, wie eine parlamentarische Demokratie aufgebaut wird, wie sie funktioniert und wie schnell sie zu Grunde gehen kann. Von Rüdiger Weidenfeld-Kramer.

WDR ZeitZeichen
Skandal und Sensation: Bertolt Brechts "Die Maßnahme"

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later Dec 13, 2025 14:50


Revolutionäre Klänge, Arbeitersänger und ein Theaterskandal: Am 13.12.1930 wird Brechts Stück "Die Maßnahme" uraufgeführt, als Sensation gefeiert - und dann jahrzehntelang verboten. Von Christian Kosfeld.

hr2 Der Tag
Zwischen Macht und Missbrauch – Gewalt bei der Polizei

hr2 Der Tag

Play Episode Listen Later Dec 2, 2025 54:42


Die Polizei, Dein Freund und Helfer. Die Imagekampagne aus der Weimarer Republik ist 100 Jahre alt. Die Polizei wollte als bürgernah und hilfsbereit wahrgenommen werden. Und das will sie auch heute noch, aber das Bild hat Risse. Insbesondere in Frankfurt wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Missstände bei der Polizei aufgedeckt: eine gewaltverherrlichende, sexistische und rassistische Chatgruppe zum Beispiel. Erst im Oktober war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen 17 Polizistinnen und Polizisten ermittelt. Andererseits: Für extremistische Kreise ist die Polizei zum Feindbild geworden. Regelmäßig werden Polizisten bei Einsätzen rund um Demonstrationen gezielt angegriffen und verletzt, wie jüngst in Gießen. Dann eskaliert die Gewalt auf beiden Seiten. Raues Umfeld, rauer Umgang? Wie werden die angehenden Polizisten auf den Job und seine speziellen Herausforderungen vorbereitet? Was tut die Polizei, um Gewalt zu vermeiden? Wieviel Gewalt gehört zur Polizeiarbeit? Darüber wollen wir reden. Mit unserem Reporter Danijel Majic, mit Jens Mohrherr, dem hessischen Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft, mit dem Journalisten und Autor Mohamed Amjahid, und mit dem Kriminologen Tobias Singelnstein. Podcast-Tipp: rbb24 Inforadio - Forum Zwischen Gewaltmonopol und Bürgerrechten: Wo steht die Polizei? Berlin macht immer wieder mit Gewalt gegen Polizisten Schlagzeilen. Doch es sterben auch Menschen durch Dienstwaffen. Wie gut ist die Polizei auf Extremsituationen eingestellt? Darüber diskutiert Mirjam Meinhardt mit ihren Gästen. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:a45583a4e1ba02a1/

hr2 Der Tag
Zwischen Macht und Missbrauch – Gewalt bei der Polizei

hr2 Der Tag

Play Episode Listen Later Dec 2, 2025 54:42


Die Polizei, Dein Freund und Helfer. Die Imagekampagne aus der Weimarer Republik ist 100 Jahre alt. Die Polizei wollte als bürgernah und hilfsbereit wahrgenommen werden. Und das will sie auch heute noch, aber das Bild hat Risse. Insbesondere in Frankfurt wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Missstände bei der Polizei aufgedeckt: eine gewaltverherrlichende, sexistische und rassistische Chatgruppe zum Beispiel. Erst im Oktober war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen 17 Polizistinnen und Polizisten ermittelt. Andererseits: Für extremistische Kreise ist die Polizei zum Feindbild geworden. Regelmäßig werden Polizisten bei Einsätzen rund um Demonstrationen gezielt angegriffen und verletzt, wie jüngst in Gießen. Dann eskaliert die Gewalt auf beiden Seiten. Raues Umfeld, rauer Umgang? Wie werden die angehenden Polizisten auf den Job und seine speziellen Herausforderungen vorbereitet? Was tut die Polizei, um Gewalt zu vermeiden? Wieviel Gewalt gehört zur Polizeiarbeit? Darüber wollen wir reden. Mit unserem Reporter Danijel Majic, mit Jens Mohrherr, dem hessischen Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft, mit dem Journalisten und Autor Mohamed Amjahid, und mit dem Kriminologen Tobias Singelnstein. Podcast-Tipp: rbb24 Inforadio - Forum Zwischen Gewaltmonopol und Bürgerrechten: Wo steht die Polizei? Berlin macht immer wieder mit Gewalt gegen Polizisten Schlagzeilen. Doch es sterben auch Menschen durch Dienstwaffen. Wie gut ist die Polizei auf Extremsituationen eingestellt? Darüber diskutiert Mirjam Meinhardt mit ihren Gästen. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:a45583a4e1ba02a1/

WDR ZeitZeichen
Reichskanzler und Totengräber der Demokratie: Heinrich Brüning

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later Nov 26, 2025 14:30


Heinrich Brüning, geboren am 26.11.1885, regiert als Reichskanzler der Weimarer Republik ab 1930 mit Notverordnungen - und wird zum Symbol für das Ende der Demokratie. Von Thomas Klug.

Auf den Tag genau
Hjalmar Schacht in den USA

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Nov 13, 2025 7:12


Hjalmar Schacht – Reichsbankpräsident sowohl in der Weimarer Republik, als auch später wieder bei den Nazis, bei diesen aber 1939 in Ungnade gefallen und in den letzten Monaten des Regimes erst Gestapo-Häftling, dann in verschiedenen Konzentrationslagern interniert – war der einzige Angeklagte beim Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess, der in allen Punkten freigesprochen wurde. Von dieser biographischen Wendung konnte naturgemäß niemand etwas ahnen, als Schacht genau zwanzig Jahre zuvor in seiner Eigenschaft als höchster deutscher Banker ausgiebig die USA bereiste und dort intensiv um Kredite warb, die der durch die Kriegsfolgen nach wie vor gebeutelten deutschen Wirtschaft wieder Schwung verleihen sollten. Das Pinneberger Tageblatt vernahm seine Bemühungen mit Wohlwollen, wie der von Frank Riede gelesene Artikel vom 13. November 1925 verrät.

Zeitfragen-Feature - Deutschlandfunk Kultur
Die Fromms-Story - Das nahtlose Kondom machte ihn reich

Zeitfragen-Feature - Deutschlandfunk Kultur

Play Episode Listen Later Nov 12, 2025 31:47


Im Ersten Weltkrieg wurde seine Erfindung Massenprodukt: Das Kondom aus vulkanisiertem Naturkautschuk machte den aus armen Verhältnissen stammenden Julius Fromm zum Großunternehmer der Weimarer Republik. Doch die Nazis bemächtigten sich seiner Firmen. Sander, Martin www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen. Feature

NDR Info - Echo des Tages
Licht und Schatten des 9. November: Bundespräsident mahnt Demokratie zu stärken

NDR Info - Echo des Tages

Play Episode Listen Later Nov 9, 2025 26:06


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute am Jahrestag eine Grundsatzrede zum 9. November gehalten, bei einer Matinee im Berliner Schloss Bellevue.

Auf den Tag genau
2000 Folgen Auf den Tag genau und das Hollywood Deutschlands

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Nov 6, 2025 6:42


Ganz großes Kino! Sie hören gerade die 2000ste Folge von „Auf den Tag genau“. Vom 1. Januar 1920 an haben wir, mit einer kleinen Unterbrechung, täglich, an Wochenenden, in den Ferien und an Feiertagen gesendet und dabei einen einzigartigen Blick auf die Weimarer Republik geboten. Ob es im Januar 1926 weitergeht, ist ungewiss, aktuell eher unwahrscheinlich. Wir warten also immer noch auf Enthusiast*innen und Mäzen*innen oder Institutionen, die uns ein Weiterleben ermöglichen. Das wäre wahrlich größtes Kino….womit wir beim Thema der heutigen Folge wären. Die Harburger Anzeigen und Nachrichten, die von ihrem Glück, uns den Stoff für die Jubiläumsfolge zu liefern, nichts ahnten, trieben sich am 6. November 1925 in der deutschen Antwort auf Hollywood herum, gelegen in Neubabelsberg. Rosa Leu führt uns also über das UFA-Gelände mit seinen Kulissen, Lagern und einem eigenen Zoo. Dabei gibt es auch erste Bauten für den kommenden Filmklassiker Metropolis zu entdecken. Mögen wir auch noch 1927, also 2027, in unserer 2500 Folge von dessen Premiere berichten.

Alles Geschichte - History von radioWissen
WAHR ODER GELOGEN - Die Dolchstoßlegende

Alles Geschichte - History von radioWissen

Play Episode Listen Later Oct 31, 2025 23:08


Ein Dolchstoß von hinten - Verrat an den kämpfenden Soldaten? Am Ende des Ersten Weltkrieges verschleierte die kaiserliche Militärführung ihr Scheitern. Rechte Verschwörungslegenden machten stattdessen die demokratischen Politiker der Weimarer Republik für die Kriegsniederlage verantwortlich. Und zur Zielscheibe rechter Gewalt. Von Renate Eichmeier (BR 2024)

Eine Stunde History  - Deutschlandfunk Nova
Nachkriegszeit - Die Gründung der deutschen Polizei nach 1945

Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

Play Episode Listen Later Aug 15, 2025 43:50


Nach der NS-Diktatur mussten plötzlich auch die Polizisten irgendwie demokratisch sein – jedenfalls in der westlichen Zone. Im Osten ging aus der neuen Polizei sogar die neue Armee hervor.**********Ihr hört in dieser "Eine Stunde History":5:20 - Patrick Wagner, Historiker und Spezialist für die Geschichte der Polizei, beschreibt, wie sich die Polizei in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus entwickelt hat.22:52 - Gundula Gahlen vom der Deutschen Hochschule der Polizei fasst den Neuanfang der Polizei im Westen nach 1945 zusammen.32:53 - Der Historiker Thomas Lindenberger beschäftigt sich mit der Polizei der DDR und der kasernierten Volkspolizei.**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Polizeikritik: Sicherheit ohne Staatsgewalt?Nationalsozialismus: "Mein Kampf" veröffentlicht 1925Nationalsozialismus 1925: Die Gründung der SS – Hitlers "Leib- und Prügelgarde"**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Steffi Orbach Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte

WDR ZeitZeichen
"Mein Kampf": Sammelband rechtsextremer Verschwörungstheorien

WDR ZeitZeichen

Play Episode Listen Later Jul 18, 2025 14:43


Das Buch ist harte Kost für den Leser. Voller Hass und kruder Thesen. Auch stilistisch ist es schwer zu ertragen. Am 18.7.1925 erscheint Band 1 von Hitlers "Mein Kampf". Von Heiner Wember.