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1. Vor dem CSD: Katholische Queers müssen immer noch kämpfen 2. Kommentar: Viel Geduld gehabt mit Ultra-Konservativen. Vatikan und Piusbrüder 3. Wer Bab war und warum Bahai ihn verehren 4. "Mission ist auch Kundenakquise" - Interview Prof. Michael Hochgeschwender, LMU, zu USA und Religion 5. Schwieriger Schulalltag. Verband jüdischer Lehrkräfte gegründet. Interview Vorstandsmitglied Mascha Kogan 6. Unsinn und Sinn Moderation: Gerald Beyrodt Von WDR 5.
Immer noch passiert es mir, dass mich ein Bibeltext, den ich im Gottesdienst höre, plötzlich völlig verblüfft und mir den Anschein erweckt, als hätte ich ihn noch nie gehört. So ging es mir dieser Tage in der Morgenmesse. Der Abschnitt aus dem Matthäusevangelium erzählt die bekannte Begebenheit, dass zwei Besessene, also von bösen Geistern Beherrschte, die Gegend eines Ortes so unsicher machen, dass es lebensgefährlich wird, ihnen übern Weg zu laufen. Als Jesus in die Gegend kommt, rennen beide auf ihn zu und die bösen Geister erkennen ihn sofort und bitten ihn, wenn er sie schon vertreiben will, sie in die Schweineherde zu schicken. Jesus kommt dem Wunsch nach.Schweine galten im Judentum als unrein und so scheint es logisch, dass die unreinen und bösen Gedanken mit den Schweinen im See untergehen. So weit, so bekannt. Die Schweinehirten rennen in die Stadt und erzählen alles. Aber dann kommt ein Vers, den ich noch nie so registriert habe. Da steht doch tatsächlich: "Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen." – Ich habe das noch nie bedacht. Für die nichtjüdische Bevölkerung war die Schweinezucht eine der Haupteinnahmequellen. Es ist ihnen ziemlich egal, dass durch die Austreibung der bösen Geister die beiden Männer geheilt und wieder in die Gemeinschaft aufgenommen werden konnten. Verständlich, aber auch eine Priorität, die nachdenklich macht.Und dann die Angst, die sie plötzlich haben, weil diese Macht und Autorität, die Jesus ausstrahlt und der sogar das Böse gehorcht, sie zutiefst verunsichert. Haben die Stadtbewohner Angst, dass dieser Jesus sogar die Macht über das Böse in ihnen haben könnte? Also Sorge vor dem Kontrollverlust über das eigene Leben und TreibenDen weiteren Verlauf des Gottesdienstes habe ich nicht mehr mitbekommen, so hat es mich beschäftigt. Mir scheint also bedenkenswert für heute: Kann ich zulassen, dass der Kontakt und der Glaube an Jesus Christus mein Leben mit der Zeit verändert oder habe ich eher Angst vor Kontrollverlust und materielle Einbußen? Spannende Frage!
Wer das Neue Testament richtig verstehen will, muss es in seinem jüdischen Kontext verstehen. Die Gleichnisse Jesu zum Beispiel sind Teil einer breiten Tradition jüdischer Erzählkunst, die auch von anderen großen Lehrern seiner Zeit praktiziert wurde. In den Schriften des rabbinischen Judentums finden wir viele Gleichnisse, die mit denen des Neuen Testaments eng verwandt sind: Gleichnisse von Arbeitern im Weinberg, von Gästen beim Hochzeitsmahl, von Bauern und ihrer Ernte, und auch von Vätern und verlorenen Söhnen. Das bekannte Gleichnis Jesu von den zwei Söhnen wurde in der Geschichte der Auslegung häufig dafür verwendet, das Christentum (als den jüngeren Sohn) gegen das Judentum (als den älteren Sohn) auszuspielen und eine Theologie der Verwerfung des Judentums zu begründen. Ein Blick auf die jüdischen Hintergründe des Gleichnisses zeigt, aber, dass solche Auslegungen wichtige Details des Gleichnisses übersehen.Teil 3 einer dreiteiligen Vortragsreihe zum Thema ”Jesus-Texte mit jüdischen Augen neu entdecken” in Seestraßengemeinde Ludwigsburg am 10.5.2026.Dr. Guido Baltes ist Dozent für Neues Testament am MBS Bibelseminar (Marburg) und lehrt außerdem Neues Testament an der Evangelischen Hochschule Tabor und der Philipps-Universität Marburg
Die Themen der Sendung:Koffer, Klavier und Kontinuität: Interview mit Marina Baranova über ihre jüdische Herkunft und HeimatMiron TenenbergThora-Auslegung:Rabbiner Daniel Alter, Hamburg
Im Mittelpunkt stehen diesmal Israel und Ungarn. Nethanel von Boxberg wanderte Ende der 1990er-Jahre nach Israel aus, trat zum Judentum über und lebt heute in einer Region, die als Judäa, Westjordanland oder Westbank bezeichnet wird. Er berichtet vom Alltag in einem der politisch und historisch spannendsten Gebiete der Welt. Außerdem erzählt Tanja Geissler von ihrem Neuanfang in Südungarn. Nach familiären Schicksalsschlägen, finanziellen Problemen und dem Verlust ihrer Wohnung entschied sie sich für einen radikalen Schnitt. Heute lebt sie in einem kleinen ungarischen Dorf – und hat dort nach eigener Aussage Ruhe, Respekt und Lebensqualität gefunden.
Wer das Neue Testament richtig verstehen will, muss es in seinem jüdischen Kontext verstehen. Aber wie gut kennen wir eigentlich die jüdische Kultur des ersten Jahrhunderts? Oft sind unsere Vorstellungen vom Judentum geprägt durch eine lange Geschichte von Judenfeindschaft: So werden die Juden zum düsteren Hintergrund, vor dem wir Jesus um so heller zum leuchten bringen. Aber eine Beschäftigung mit jüdischen Quellen kann dabei helfen, Vorurteile und Zerrbilder zu überwinden und Jesus groß zu machen, auch ohne vorher das Judentum schlecht zu machen.Die bekannte Erzählung von der Begegnung zwischen Jesus und einer samaritanischen Frau (Joh 4) wird in christlichen Predigten oft dazu verwendet, über die vermeintliche Frauenfeindlichkeit und Ausländerfeindlichkeit des Judentums zu sprechen, die dann von Jesus überwunden wird. Dabei werden jüdische Quellen oft selektiv verwendet oder sind gar nicht bekannt. Manchmal werden auch vermeintliche "kulturelle Hintergründe" einfach erfunden, z.B. die Vorstellung, dass Juden regelmäßig einen Bogen um das Land der Samariter machten, weil sie so fremdenfeindlich eingestellt waren. Aber was wäre, wenn es in der Geschichte um etwas ganz anderes geht? Wenn Mißverständnisse aus dem Weg geräumt werden, wird der Blick frei für das, was ein Bibeltext wirklich sagen will.Teil 2 einer dreiteiligen Vortragsreihe zum Thema ”Jesus-Texte mit jüdischen Augen neu entdecken” in Seestraßengemeinde Ludwigsburg am 10.5.2026.Dr. Guido Baltes ist Dozent für Neues Testament am MBS Bibelseminar (Marburg) und lehrt außerdem Neues Testament an der Evangelischen Hochschule Tabor und der Philipps-Universität Marburg
Während Judentum, Christentum und Islam von einem Schöpfergott erzählen, beginnt die nordische Mythologie mit einer gewaltigen Ur-Leere zwischen Eis und Feuer. Aus diesem Spannungsfeld entstehen Riesen, Götter und schließlich die Welt der Menschen. Was erzählen diese Mythen über den Ursprung der Welt? Wie unterscheiden sie sich von anderen Schöpfungs-Vorstellungen? Und warum sind die Helden des Nordens, Thor, Odin, Loki heute in der Popkultur so beliebt?
Ja wie eigentlich? Bzw. Wie hält Frau es mit der Religion? Das fragen wir uns in der aktuellen Popcorn Culture Folge zu der Dokumentation Girls & Gods von Arash T. Riahi und Verena Soltiz. Denn besonders die drei grossen monotheistischen Religionen, Islam, Judentum und Christentum sind aus feministischer Sicht nicht immer besonders frauenfreundlich. Lässt sich Glaube und Feminismus dann überhaupt gut miteinander vereinbaren? Im Film begleiten wir die Drehbuchautorin Inna Shevchenko, Femen Aktivistin und bekennende Atheistin auf dem Weg durch Europa und Amerika. Sie interviewt Frauen zu ihrem Glauben. Solche, die sich von ihren Glaubensgemeinschaften gelöst und distanziert haben. Und solche, die sich als Frau und für Frauen in ihrem Gemeinschaften einsetzen. Jay und Janna sprechen über Gottesbilder und Sexismus in kirchlichen Kontexten und die Frage: Was hält uns in unserer Gemeinschaft?
Praga heißt ein Stadtteil in Warschau, in dem die Armut groß und die Kriminalität hoch ist. Alkoholiker, Dealer und Hehler hängen vor heruntergekommenen Häusern ab, und nicht wenige Warschauer meiden diesen Bezirk. Von Johanna Rubinroth und Tanja Krüger.
Praga heißt ein Stadtteil in Warschau, in dem die Armut groß und die Kriminalität hoch ist. Alkoholiker, Dealer und Hehler hängen vor heruntergekommenen Häusern ab, und nicht wenige Warschauer meiden diesen Bezirk. Von Johanna Rubinroth und Tanja Krüger.
In dieser Folge sprechen wir ganz offen über Haare und warum sie in unseren Religionen, Kulturen und Lebensgeschichten so viel mehr bedeuten als bloße Äußerlichkeit. Wir erkunden die Vielfalt religiöser Haartraditionen bis hin zur besonderen Rasur von Kopf und - bei Männern natürlich - auch vom Bart. Ob mit Kopftuch, wilden Locken oder ohne alles – diese Folge lädt Dich ein, die eigene Perspektive einmal zu überdenken. Wir tauchen dazu auch ein in unsere heiligen Schriften: Was steht in Judentum, Christentum und Islam zur Pflege und Aufmachung von Haaren zu lesen? Was sind unabhängig davon unsere ganz eigenen Vorlieben als junge Frauen? Volles, langes Haar verbinden Menschen mit "Frausein", Schönheit oder manche auch mit Reinheit. Hört rein und erfahrt Lustiges, Lehrreiches und Haarsträubendes!
Wer das Neue Testament richtig verstehen will, muss es in seinem jüdischen Kontext verstehen. Aber wie gut kennen wir eigentlich die jüdische Kultur des ersten Jahrhunderts? Oft sind unsere Vorstellungen vom Judentum geprägt durch eine lange Geschichte von Judenfeindschaft: So werden die Juden zum düsteren Hintergrund, vor dem wir Jesus um so heller zum leuchten bringen. Aber eine Beschäftigung mit jüdischen Quellen kann dabei helfen, Vorurteile und Zerrbilder zu überwinden und Jesus groß zu machen, auch ohne vorher das Judentum schlecht zu machen.Die bekannte Erzählung von der Heilung einer mutigen Frau (Mk 5:25-34) wird in christlichen Predigten oft dazu verwendet, über die vermeintliche Menschenfeindlichkeit jüdischer religiöser Reinheitsgebote zu sprechen. Dabei kennen viele Christen diese Gebote gar nicht so genau. Jesus wird dann zum Überwinder von falscher Religosität und von jüdischer Engstirnigkeit und Ausgrenzung. Aber was wäre, wenn es in der Geschichte um etwas ganz anderes geht? Wenn Mißverständnisse aus dem Weg geräumt werden, wird der Blick frei für das, was ein Bibeltext wirklich sagen will.Teil 1 einer dreiteiligen Vortragsreihe zum Thema ”Jesus-Texte mit jüdischen Augen neu entdecken” in Seestraßengemeinde Ludwigsburg am 10.5.2026.Dr. Guido Baltes ist Dozent für Neues Testament am MBS Bibelseminar (Marburg) und lehrt außerdem Neues Testament an der Evangelischen Hochschule Tabor und der Philipps-Universität Marburg
1. Bilanz der Papstreise ins zunehmend säkulare Spanien 2. Kreativ gegen Antisemitismus - Bonner Ehepaar fertigt Krätzchen an 3. Wie Werte verbinden - Museen Köln zu Gast im Moschee-Forum Köln 4. Nyingma - älteste Linie des Tibetischen Buddhismus 5. Nyingma - Buddhistisches Zentrum 6. Unsinn und Sinn Moderation: Christina-Maria Purkert Von WDR 5.
Viele Fragen zu jüdischem Leben und dem Krieg in Nahost bleiben oft unausgesprochen. Die Kampagne "Fragemauer" setzt dort an und liefert Antworten. Auch Sachsen unterstützt das Projekt. Dazu Projektleiter Carsten Ovens.
1. Armenien wählt - Verhältnis Staat-Kirche 2. Ganesha Tempel Berlin - indische Einwanderer feiern ihr neues Zentrum 3. "Holy Hell" bei Kwasizabantu- Podcast Seeelenfänger 4. Vor der WM - Fankultur, Fußballer und jüdisch sein 5. Unsinn und Sinn Moderation: Christina-Maria Purkert Von WDR 5.
1. Was feiern Katholiken an Fronleichnam? 2. Was sind Prozessionen? Gespräch Prof. Barbara Stollberg-Rilinger 3. Der Unterschied zwischen Demo und Prozession 4. Was zeigen wir, wenn wir was zeigen? Gespräch Prof. Barbara Stollberg-Rilinger 5. Beten zum Himmel, Reportage von der Wallfahrt 5. Prozessionen im Judentum. Moderation: Wolfgang Meyer Von WDR 5.
1. Intelligenz? Kirchlich oder künstlich. Gespräch über die KI-Enzyklika 2. Fühlt ihr euch gesehen? WDR-Fragen an jüdische Besucher 3. Frieden, bitte! Eine Wallfahrt für Kinder? 4. Nach der Hadsch in die Pleite. 5. Unsinn und Sinn. Moderation: Wolfgang Meyer Von WDR 5.
Neubig, Magdalena www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag
Christen glauben an den einen Gott. Das haben sie gemeinsam mit den beiden anderen monotheistischen Religionen, dem Judentum und dem Islam. Alle glauben an einen Gott. In meinem Alltag im 2. und 20. Bezirk begegne ich vielen Muslimen und auch nicht wenigen Juden. Ich bin persönlich überzeugt, dass wir mehr gemeinsam haben als uns trennt.
Im Judentum werden Erfahrungen, Traditionen und Wissen von Generation zu Generation weitergereicht. Denn: Erinnerung wird als religiöses Gebot verstanden. Das prägt Feste und den Alltag jüdischer Menschen - der religiösen wie der säkularen. Dippel, Carsten www.deutschlandfunk.de, Aus Religion und Gesellschaft
Kath-Akademie Archiv: Paul Celan zum 100. Geburtstag – Jan-Heiner Tück, Markus May und Dominik Fröhlich versuchen den religiösen Dichter Paul Celan kennenzulernen(Hördauer: 110 Minuten)Viele Kenner der deutschen Lyrik halten Paul Celan für den bedeutendsten Poeten der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Gleichwohl steht Celans Dichtung – nach wie vor – in dem Ruf, schwierig und unzugänglich, ja beinahe geheimnisvoll zu sein. Ist Celans Werk also nur ein esoterischer Gegenstand akademischer Diskussionen? Celan selbst wehrte sich gegen solche Verkürzung und forderte von seinen Lesern: Wiederholung, Vertiefung, vor allem: Aufmerksamkeit. „Aufmerksamkeit ist das natürliche Gebet der Seele“ – so zitiert Celan den Philosophen und Oratorianer Nicolas Malebranche und deutet damit an, dass seine Gedichte nur vor dem Hintergrund des Religiösen wirklich zu erhellen sind. Diesem Fingerzeig wollen wir anlässlich von Paul Celans 100. Geburtstag nachgehen und gemeinsam mit unseren Gästen – dem Theologen Jan-Heiner Tück aus Wien und dem Literaturwissenschaftler Markus May aus München – den religiösen Dichter Paul Celan kennenlernen. Das einleitende Referat hält Dominik Fröhlich, Studienleiter der Katholischen Akademie in Bayern.Der abwesende Gott, die Opfer der Shoah, Spuren jüdischer Mystik und Anspielungen auf die Passion des Gekreuzigten werden dabei ebenso im Zentrum stehen wie Celans Auseinandersetzung mit dem Judentum und seiner jüdischen Identität.Unter Anleitung des Sprecherziehers Marcus Boshkow rezitieren die beiden Schauspielerinnen Nora Buzalka und Elna Lindgens einschlägige Gedichte – u.a. Benedicta, Tenebrae, Denk dir, Die Pole – und lassen so den Dichter selbst zu Wort kommen. Besondere Aufmerksamkeit ist also geboten, denn: „wir wissen ja nicht, weißt du, wir wissen ja nicht, was gilt.“ Prof. Dr. phil. Markus May, Institut für deutsche Philologie, LMU München; Prof. Dr. phil. Peter Goßens, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum; Jürgen Lehmann, em. Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft und Neuere Deutsche Literaturgeschichte, Universität Erlangen-NürnbergDominik Fröhlich: Schwerpunkte Philosophie, Literatur, Psychologie, und Romano Guardini. Mitarbeiter der Katholischen Akademie in Bayern.Jan-Heiner Tück studierte nach dem Abitur am Collegium Augustinianum Gaesdonck von 1987 bis 1994 Katholische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Tübingen und München. Anschließend wurde er bei Peter Hünermann in Tübingen zum Dr. theol. promoviert. Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, dann mögen Sie vielleicht auch diesen. Hörbahn on Stage - live in Schwabing Literatur und Ihre Autor*innen im Gespräch - besuchen Sie uns!Katholische Akademie in BayernKardinal Wendel HausMandlstraße 23, 80802 MünchenRealisation Uwe Kullnick
1. Pfingsten... was war das noch? Interview Pfarrerin Inga Waschke 2. Was Familien von der Kirche brauchen 3. Atmen: 100 Jahre Buber-Rosenzweig-Übersetzung Bibel. Interview Rabbinerin Ulrike Offenberg 4. Vor Düsseldorfer Prozess um mutmaßliche IS-Unterstützerin 5. Bücherverbrennung: Lesen gegen das Vergessen 6. Unsinn und Sinn Moderation: Beyrodt, Gerald Von WDR 5.
Wie entstand das Königreich Israel? Welche Rolle spielten Tempel, Exil und König David? Eine Spurensuche zwischen Altem Testament und Archäologie. Zwei Theologen, ein Historiker und eine Archäologin blicken auf dieses historische Kapitel.**********Ihr hört in dieser Folge "Eine Stunde History":00:05:19 - Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Veronika von Borries fasst zusammen, was über den Tempelbau durch Davids Sohn Salomo in der Bibel steht.00:10:43 - Die deutsch-israelische Archäologin Katharina Galor beschäftigt sich mit Mythos und Wahrheit beim ersten Tempelbau.00:20:45 - Der Tübinger Theologe und Leiter des Instituts für antikes Judentum, Michael Tilly, erläutert den Beginn des Judentums.00:31:37 - Der Berliner Theologe Bernd Schipper erklärt wesentliche Aspekte der vorchristlichen Geschichte Israels.**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:4.000 vor Christus: Die Hochkultur der Sumerer und die Erfindung der Keilschrift40.000 v. Chr.: Moderne Menschen hinterlassen Bilder in der Chauvet-HöhleKonflikt um Tibet: Die britisch-chinesische Tibetkonvention von 1906**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Steffi Orbach Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte
Im Dezember 1665 schreibt Henry Oldenburg, Sekretär der Royal Society, an Baruch Spinoza: Halb London spricht von der Rückkehr der Juden in ihr Land. Selbst Europas radikalster Philosoph zögert mit seiner Antwort. Denn in Smyrna hat ein Mann namens Sabbatai Zwi sich zum Messias erklärt, und die Nachricht erfasst die jüdische Welt wie ein Lauffeuer. Unser Teil 3 zur Geschichte der Kabballa.#kabbala #geschichte #allezeitderwelt #mystik #geschichtspodcast❤️ Patreon: patreon.com/allezeitderweltOder Youtube-Kanalmitglied werden und exklusive Vorteile erhalten: https://www.youtube.com/channel/UC8d09rKkWS5MkIdAuzUpkmA/joinDiese Episode erzählt die absurdeste, traurigste und folgenreichste Messias-Geschichte der jüdischen Neuzeit: von einem bipolaren Mystiker aus Smyrna, der den verbotenen Gottesnamen ausspricht und eine Tora-Rolle heiratet. Von Nathan von Gaza, dem jungen Kabbalisten, der zum Propheten wird, bevor er den Messias überhaupt trifft. Von Sara, der Frau aus dem Kloster, die sich selbst zur Braut des Erlösers erklärt. Von Glückel von Hameln, deren Schwiegervater in Hamburg Fässer mit eingesalzenem Fleisch für die Reise ins Heilige Land packt. Und von jenem Tag im September 1666, an dem Sabbatai Zwi vor dem Sultan steht, den jüdischen Hut absetzt und den weißen Turban aufsetzt.Aber die eigentliche Geschichte beginnt erst danach. Denn für Nathan von Gaza und Tausende Gläubige bestätigt die Konversion zum Islam alles: Der Messias muss in die tiefste Unreinheit hinabsteigen, um die letzten heiligen Funken zu bergen. Eine Theologie des Scheiterns entsteht, die das Judentum für Jahrhunderte spalten wird.QUELLENVERZEICHNISScholem, Gershom: Sabbatai Sevi: The Mystical Messiah, 1626–1676. Princeton University Press, 1973. Dt.: Sabbatai Zwi. Der mystische Messias. Jüdischer Verlag/Suhrkamp, 1992.Garb, Jonathan: A History of Kabbalah: From the Early Modern Period to the Present Day. Cambridge University Press, 2020.Goldish, Matt: The Sabbatean Prophets. Harvard University Press, 2004.Rapoport-Albert, Ada: Women and the Messianic Heresy of Sabbatai Zevi, 1666–1816. Littman Library, Oxford 2011.Nadler, Steven: Spinoza: A Life. Cambridge University Press, 1999.Ruderman, David: Early Modern Jewry: A New Cultural History. Princeton University Press, 2010.Coenen, Thomas: Ydele verwachtinge der Joden getoont in den persoon van Sabbathai Zevi. Amsterdam 1669.Glückel von Hameln: Die Memoiren der Glückel von Hameln. Übers. Bertha Pappenheim, Wien 1910. Neuausgabe: DTV, 1994.
Demokratiekirche auf dem Katholikentag; ZDK Gesprächskeis Juden und Christen; Weinprobe in Würzburg - Wein in Judentum und Christentum; Für Demokratie eintreten - ein großes Thema beim Katholikentag; Mit mehr Mut nach Hause. Reformgruppen auf dem Katholikentag Moderation: Christina- Maria Purkert Von WDR 5.
1. Demokratiekirche auf dem Katholikentag 2. ZDK Gesprächskeis Juden und Christen 3. Weinprobe in Würzburg - Wein in Judentum und Christentum 4. Für Demokratie eintreten - ein großes Thema beim Katholikentag 5. Mit mehr Mut nach Hause. Reformgruppen auf dem Katholikentag. Moderation: Christina- Maria Purkert Von WDR 5.
Die ersten Menschen lebten im Garten Eden, heißt es übereinstimmend in Judentum, Christentum und Islam. In allen drei Religionen gibt es die Sehnsucht, nach dem Tod in das Paradies zurückzukehren, das Adam und Eva nach dem Sündenfall verlassen mussten. Doch wer kommt nach muslimischer, christlicher und jüdischer Vorstellung überhaupt in den Himmel und was verstehen Gläubige von heute darunter?
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Beim Songcontest “Jewrovision” kommen jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, um gegeneinander anzutreten. Dabei lernen sie auch, laut und selbstbewusst zu sein. Von Nele Dehnenkamp www.deutschlandfunkkultur.de, Feature
Beim Songcontest “Jewrovision” kommen jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, um gegeneinander anzutreten. Dabei lernen sie auch, laut und selbstbewusst zu sein. Von Nele Dehnenkamp www.deutschlandfunkkultur.de, Feature
Beim Songcontest “Jewrovision” kommen jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, um gegeneinander anzutreten. Dabei lernen sie auch, laut und selbstbewusst zu sein. Von Nele Dehnenkamp www.deutschlandfunkkultur.de, Feature
Mit Sprechchören und Trillerpfeifen machen sich Beschäftige von Stanley Feinwerktechnik vor den Werktoren in Gießen-Rödgen Luft. Knapp 60 Mitarbeitende des Automobilzulieferers vom Standort Lahnau-Dorlar streiken seit einer Woche und sind am Montag nach Gießen gekommen, um für die Anerkennung des Tarifvertrags zu kämpfen. Also denselben Vertrag, den rund 1.000 Beschäftigte an den Standorten in Gießen und Linden auch haben. Die Stadt Wetzlar will das Friedhofsgebäude im Ortsteil Niedergirmes im nächsten Jahr neu bauen - und dann umsetzen, was sich viele Menschen schon seit Jahren wünschen: Einen interreligiösen Waschraum. Sowohl im Islam als auch im Judentum ist es üblich, dass vor der Beerdigung der menschliche Körper rituell gereinigt wird. Genau das soll in dem neuen Waschraum möglich sein. Im August 2025 brennt ein Haus in Gießen-Wieseck, die Feuerwehr muss vier Menschen retten, eine Frau erleidet eine Rauchgasvergiftung: Und der mutmaßliche Verantwortliche für diesen Vorfall, ein 44-jähriger Mann, ist am Montag am Landgericht Gießen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Wegen schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung.
Elishewa Patterson ist aktives Mitglied einer orthodoxen jüdischen Gemeinde in Frankfurt, Vorsitzende des Jüdischen Kulturvereins Ostend. Sie organisiert Demos gegen Antisemitismus, setzt sich ein für den interreligiösen Dialog mit Muslimen. Elishewa Patterson ist auch Teil der Initiative "Meet a Jew" und setzt sich ein für ein offenes, inklusives Judentum, in dem alle Menschen einen Platz haben ein.
Lange Zeit wurde die Bibel gelesen als ein Buch, das für uns, die christlichen Kirchen, geschrieben wurde. Gemeinsam mit der Pfarrerin und Neutestamentlerin Tania Oldenhage stellen Andi und Thorsten diese Selbstverständlichkeit in Frage. Denn das Alte Testament ist als Hebräische Bibel zugleich die Heilige Schrift des Judentums. Auch die Verfasser des Neuen Testaments waren zum grössten Teil Juden. Diese Verwurzelung im Judentum wurde nicht nur verdrängt. Allzu lange wurde das Judentum in der Bibelauslegung als eine Art Dunkelfolie des Christentums benutzt. Und schlimmer. Im Anschluss an einzelne Passagen im Neuen Testament wie die Passionsgeschichte wurden «die Juden» pauschal als «Gottesmörder» verurteilt, die von Gott verstossen wurden. Tania Oldenhage macht deutlich, wie tief die Wirkungsgeschichte solcher antijüdischer Stereotype in der Christentumsgeschichte war und ist. Und sie macht Mut, diese Sichtweisen konsequent zu hinterfragen und die biblischen Texte neu zu entdecken, auch wenn das bedeutet, sich auf eine intensive Auseinandersetzung mit den überlieferten Worten einzulassen. Im Gespräch kommen sie auf ihr neues Buch «Else Lasker-Schüler und der Flüchtlingssonntag» (2025), in dem Oldenhage zeigt, wie anregend der Bibelumgang einer jüdischen Schriftstellerin wie Lasker-Schüler (1869-1945) auch für uns sein kann. Oldenhage erzählt von der 1933 erfolgten Flucht der deutsch-jüdischen Autorin nach Zürich und ihren dortigen Erfahrungen. Bibeltexte waren für sie Halt und Inspirationsquelle, um ihr Geschick in Zeiten eines mörderischen Antisemitismus zu deuten. Wer sich für diese Erfahrungen öffnet, kann nicht übersehen, dass die Schweiz auch heute Ziel von Geflüchteten ist, die vielfach auf Vorurteile und Abwehr treffen. «Gott ist ein Flüchtling», so habe ihr ein Mann aus Eritrea einmal im Zusammenhang eines Gottesdienstes mit Geflüchteten gesagt. Bibeltexte voller Migrationserfahrungen erweisen sich bis heute als lichtvoll, wenn wir sie nicht als sicheren Besitz ansehen, sondern sie mit Erfahrungen unserer Zeit ins Gespräch bringen. Quellen: Tania Oldenhage (2025): Else Lasker-Schüler und der Flüchtlingssonntag. Impulse für eine biblische Migrationstheologie, Zürich: TVZ Videovortrag von Tania Oldenhage: «Selig sind die Unfruchtbaren». Tania Oldenhage zur Gerichtsandrohung an Jerusalem. https://www.eaberlin.de/themen/projekte/bildstoerungen/antisemitismuskritische-bibelauslegungen/selig-sind-die-unfruchtbaren/ In den nächsten Tagen erscheint von ihr ein Vortrag zum Kindermord des Herodes in der Reihe «Antisemitismuskritische Bibelauslegungen» der Evangelischen Akademie in Berlin. https://www.eaberlin.de/themen/projekte/bildstoerungen/antisemitismuskritische-bibelauslegungen/ Im März 2026 wurde die Handreichung «Kirche ohne Antisemitismus» von der Synode der Zürcher Landeskirche angenommen. Hier geht es zum Text und weiteren Materialien. https://fokustheologie.ch/stoffwelten-dossiers/kirche-ohne-antisemitismus/
Die international renommierte Publizistin und Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum sichtbar zu machen. Moderation: Jürgen Wiebicke Von WDR 5.
Wie die religiöse Vielfalt in Deutschland wächst – Viele katholische und evangelische Kirchen in Deutschland schließen; dafür entstehen überall Gotteshäuser anderer Religionen. Tempel, buddhistische Klöster und Moscheen sind längst keine Seltenheit mehr.
Dippel, Carsten www.deutschlandfunkkultur.de, Aus der jüdischen Welt
Wer über die Liebe schreiben will, verstellt sie, macht sie zu einer Ware, die sich erst bewerben muss, um verkauft zu werden. Entnommen aus: Ahmad Milad Karimi "Die Schönheit des Judentum", Patmos Verlag, Ostfildern 2026
Rosbach, Jens www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag
Auch im Judentum wird gefastet. 25 Stunden lang, zum Beispiel an Jom Kippur. Oder kürzer von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das Fasten dient im Judentum der Reinigung und soll mit Gott versöhnen.
Avidan, Igal www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag
Die Normalisierung von Antisemitismus hat ein Ausmaß erreicht, das für jüdische Menschen in Deutschland eine ständige Bedrohung zur Folge hat, erklärt unsere Gästin. Unser Host findet, die Union sollte ihren Umgang mit der Linkspartei überdenken. Und: Populismus in Teilzeit. Von WDR 5.
Am 14. Januar 2026 stellte der Berliner Autor Artur Abramovych sein Buch „Ahasvers Heimkehr – Lehren aus der Diaspora“ vor. Abramovych arbeitet heraus, inwieweit in den letzten gut hundert Jahren ein Mentalitätswandel im Judentum stattgefunden hat, der zu einer breiten Akzeptanz des Staates Israel geführt habe. * Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Bibliothek des Konservatismus mit einer Spende! * PayPal: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=QEPQL6C6EZW24 Banküberweisung: Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung IBAN: DE15 1009 0000 2125 2750 04 BIC: BEVODEBB * Einen Überblick über die Arbeit der Bibliothek und die nächsten Veranstaltungen finden Sie unter https://www.bdk-berlin.org/ * Facebook: https://www.facebook.com/bdk.bln Instagram: https://www.instagram.com/bdk_berlin/ Twitter: https://twitter.com/BdK_Berlin Gettr: https://gettr.com/user/bdk_berlin
Röther, Christian www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag
Detjen, Stephan www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag
In dieser abschließenden Episode der Staffel „Jesus, der Jude“ blickt Detlef Kühlein zusammen mit Assaf Zeevi dankbar auf drei intensive Wochen theologischer Auseinandersetzung zurück und reflektiert, wie sehr sich sein eigenes Verständnis von Jesus im jüdischen Kontext vertieft hat. Er erklärt, warum die Staffel notwendig war: um Missverständnisse über das Judentum zu korrigieren, Jesus als […]
Während in Berlin nahezu verzweifelt über das Schicksal der Ukraine verhandelt wird, sucht die jüdische Gemeinschaft in Sydney nach der schrecklichen Terrortat nach Trost und Halt. Im Gespräch mit dem F.A.Z. Podcast für Deutschland erhebt die israelische VIZE-Außenministerin schwere Vorwürfe gegen die australische Regierung.
In dieser Episode kritisiert Guido Baltes weitverbreitete christliche Zerrbilder über das Judentum der Zeit Jesu, besonders die Behauptung, Jesus habe Frauen revolutionär behandelt, weil jüdische Rabbis angeblich nicht mit Frauen redeten oder ihnen Bildung verweigerten. Er zeigt anhand jüdischer Quellen, dass solche Vorstellungen oft auf aus dem Zusammenhang gerissenen Einzelzitaten beruhen und tatsächlich viele Rabbis […]
Guido Baltes beschreibt in dieser Episode, wie viele Christen unbewusst ein verzerrtes Bild vom Judentum zur Zeit Jesu übernehmen – besonders die Vorstellung, kranke oder „unreine“ Menschen seien gesellschaftlich ausgeschlossen worden. Dieses Bild wird oft genutzt, um Jesus als menschenfreundlichen Regelbrecher darzustellen, während das Judentum als hart, gesetzlich oder grausam erscheint. Beim genauen Lesen des […]
In dieser Episode zeigt Guido Baltes, wie häufig Christen unbewusst antijüdische Bilder übernehmen, besonders wenn es um Jesu Heilungen am Sabbat geht. Oft wird Jesus als menschenfreundlicher Gesetzesüberwinder dargestellt – im Gegensatz zu einem angeblich strengen, unmenschlichen Judentum. Guido zeigt jedoch, dass die Tora das Heilen am Sabbat nicht verbietet und dass jüdische Rabbinen bereits […]