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Insgesamt 12 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dirigiert Michael Heinisch als vorsitzender Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe – dazu zählen Spitäler dazu wie St. Joseph in Wien der die barmherzigen Schwestern in Linz. Doch das Konzept eines Krankenhauses, wie wir es seit Jahrhunderten kennen, ist laut Heinisch nicht mehr zeitgemäß. Er hat aus der Gruppe kooperierender Ordensspitäler ein integriertes Gesundheitsunternehmen geschaffen. Was das bedeutet, warum wir in Zukunft vielleicht auch im Einkaufszentrum zum Arzt gehen können, und was das alles mit Hochspringern zu tun hat, erzählt er in der neuen Folge des CEO-Podcasts.
Obwohl ich kinder- und fahrzeuglos schuldfrei alle zwei Jahre zur Biennale nach Venedig fliegen könnte (und rein ökobilanziert locker mit dem Helikopter vom Arsenale zum Giardini dazu), hat sich als das perfekte Transportmittel in den letzten Jahren der Zug über die Alpen erwiesen. Man kommt entschleunigt, den Bauch voll gutem Espresso, direkt am Canale Grande an und auf dem Weg zurück kann man kiloweise Käse und Wurst mitnehmen. La dolce vita! Auf dem Weg zum Apartment, jedes Jahr ein Augenblick der Spannung, was Dir der gezahlte obszöne Preis diesmal an bescheidener Bettstatt beschert, spaziert man schon an vielen der Ausstellungsräume der Zwischenmächte vorbei, an den kleinen Galerien oder größeren Hallen der Länder, die vor hundert Jahren, als die Pavillons des Giardini gebaut wurden, noch nicht existierten, aber entweder genug Geld oder einen Fürsprecher haben, so dass sie nicht ins Ghetto des Arsenale müssen.Das ermöglicht, nach Gepäckabwurf, zum Beispiel einen Besuch der “Räume” von Äthiopien und Simbabwe, der uns Sterblichen einen Blick in das Leben in Venedig in den Jahrhunderten (oder das der Reichen und Schönen right now) ermöglicht, denn beide Staaten haben sich mal fix einen kompletten Palazzo gemietet, was man sich mit Diktatorenblutmoney halt so leistet. Beide Palazzi wurden komplett leergeräumt und mit korrekter Kunst gefüllt, zu 80% unpolitisch, so dass die immer noch korrupten Herrscher der Länder sich nicht despektiert fühlen und gleichzeitig auf ein bisschen Kunstfreiheit verweisen können.Weltpolitisch mit Augenmerk versehene Gewissensprojekte wie der Klimawandel im untergehenden Nauru im Pazifik oder das sich erstaunlicherweise seit Jahrzehnten mit dem Kinn gerade noch so über der Wasserkante haltende Cuba sind hingegen auf Gönner angewiesen und haben meist eines der vielen Ladengeschäfte der Lagunenstadt gemietet bekommen oder, wie im Fall der Karibik-”Kommunisten” Unterschlupf in einer Kirche gefunden. Nauru öffnete seine Location milde interessanten Gastinstallationen mit dem Thema “Verschwinden”, gestaltet von Künstlern aus aller Welt. Der kleine Inselstaat hat dabei in der Kuration nicht zu 100% aufgepasst und einen kleinen Film im Programm, der die Zeiten der Kolonialisierung von Nauru thematisiert und diesen herrlichen Kommentar im Feedbackbereich der Ausstellung produzierte: “AI Video at the Nauru Pavilion? Brother, you are sinking!” - denn tatsächlich war das schwarz-weiße im Zelluloid-Stil produzierte Stummfilmwerk der pure AI-Slop. Ich hab gelacht. Cuba kam wiederum bei der katholischen Kirche unter, was irgendwie passt. Ausgestellt waren recht eintönige Skulpturen ohne große Aussage in Räumen mit Türen voller mehrsprachiger Jesus-Sprüche, die sich brav alle Besucher durchlasen, um darunter einen kleinen angeklebten Zettel zu finden, der informiert, dass diese Texte kein Teil der Ausstellung seien (gehörten sie doch einfach nur zum Kircheninterieur). Auch wirklich funny.Beim Thema bleibend hatte ein paar Türen weiter der Heilige Stuhl, aka Vatikanstadt, eine gerade in Restauration befindliche Kirche als Ausstellungsraum okkupiert und überraschte mich enorm mit einer Performance ganz nach meinem Geschmack: Einer, nun leider retrospektiven, Alexander-Kluge-”Installation”. Diese war lange vor dem Tod von Kluge im März 2026 geplant und posthum von seinen Erben vollendet worden, was, wer das Œuvre des wilden Philosophen kennt, erwartbar zu einem himmlischen Chaos führte, no pun intended. Die Kluge-Familie durchforstete nach des Patriarchen Tod die Word-Dokumente des Genies und produzierten in fünf, sechs Räumen fragmentarische DCTP-artige Features aus Videos, Dokumenten, Fotos, Klängen, die fließend ineinander übergingen und zu einer audiovisuellen Hildegard-von-Bingen-Vatikan-Otto-Trojanische-Pferde-gleich-dreimal-Weltenseelen-alles-hängt-zusammen-Kakophonie führte, eine Orgie für Fans des heiligen Kluge-Sonntagabends-nach-Spiegel-TV in den Neunzigern oder kurz: der Papst outet sich als Alexander-Kluge-Gooner, what is not to like?Die alteingesessenen Nationen mit ihren fancy Pavillons im Giardini wiederum haben ein Problem: Es muss gespart werden. Für AI und so. Nun muss Kunst kein Geld kosten, Pinsel-Leim-Papier und fertig ist das Mondgesicht, aber wenn man alle zwei Jahre für sechs Monate die Nation präsentiert, war es eigentlich üblich, dass man etablierten Künstlern ein bisschen Raum samt Geld zur Entfaltung bietet und dem Besucher was für alle Sinne. So war vor zwei Jahren der britische Pavillon mit der besten Videoinstallation ever versehen worden, sicher ein Millionenprojekt und jeden Penny wert, um dieses Jahr ein paar großformatige Bilder aufzuhängen, sicher wertvoll, Kolonialbezug eingepreist, aber eben auch ein bisschen dünn. Frankreichs Pavillon, letztes Mal noch mit einer fünf Jahre hinter der Zeit hinkenden raumfüllenden quietschbunten Animation, dazu Franzosentechno, gefüllt, präsentierte sich mit unzusammenhängenden Objekten auf Drittsemesterniveau, regionale Schule der bildenden Künste. Peinlo. Deutschland hatte vor zwei Jahren noch Geld für wirklich nice Raumschiffästhetik und eine eindrucksvolle Installation zum Thema Gastarbeiter und erinnerte sich in diesem nach fünfunddreißig solchen daran, dass es auch Zonis mit Geschmack gibt. Und da diese schon immer aus nichts etwas machen konnten, gab es eine gelungene, preiswerte Installation ohne jede Multimediatechnik der leider vor der Eröffnung viel zu früh verstorbenen Henrike Naumann, geboren in Zwickau und in den Nebenflügeln dreierlei solche von Sung Tieu aus Freital, die frugal zu nennen, der Sache nicht gerecht wird. Materialaufwand Baumarktpreis 1000 EUR. Da freut sich der Finanzminister.So ging das weiter in allen Pavillons der alten Welt und obwohl das Motto der Biennale “In Moll” oder auf Englisch “In minor keys” war, einigten sich die Sparfüchse irgendwie darauf, in jedem Einführungstext von “Silence” zu reden, als ob das dasselbe wäre, und schon wieder hat man ein paar Tausender gespart für das Soundsystem.Inhaltlich fehlte diesmal der grobe Faden, wofür ich eher dankbar bin. Kunst kann auch mal ohne Aussage und speziell die nicht so schnurgeraden Demokratien, die die letzten Jahre unter Commitmentdruck standen, irgendwas zu Flucht, Vertreibung oder Klimawandel zu bringen, atmeten sichtbar erleichtert auf und gaben uns im Fall von Ägypten zum Beispiel, leicht kinetische Objekte in schwarzen Räumen mit Instruktionen, diese anzufassen, aber aufzupassen, sich nicht die Finger einzuklemmen. Ungarn war ob der Vorlaufzeit auch noch dankbar unpolitisch und ließ einen Künstler über die ideellen Überbleibsel eines abgerissenen Forschungsinstituts philosophieren, mit einer finalen und, wie sich herausstellen sollte, vorausschauenden Installation, in der er den tiefsten Seufzer ever versucht in ein Glas einzusperren - es war offenbar einer der Erleichterung.In all dem Sammelsurium aus dem McKunst stach einzig eine Installation aus unserem östlichen Nachbarland hervor. Polens Pavillon bestand aus zwei gigantischen Videoprojektionen, die miteinander kommunizierten und es war auf den ersten Blick klar, dass hier jemand eine brillante Idee hatte: Wir befinden uns in einer Point of View-Sicht im Schwimmbad, unter Wasser und sehen zwanzig Menschen bis zum Hals, der Kopf unsichtbar über dem Wasser, wie sie singen oder einfach nur chorhaft Geräusche von sich geben, das Ganze untertitelt mit nicht ganz sinnklarem Text. Gekleidet sind alle in scharlachroten Kleidern, think Handmaid's Tale, die Arme bewegend, aber weit weg von Unterwasserballett. Das ist ästhetisch schon mal hervorragend und geht eine ganze Weile so und, wenn man dann den Begleittext liest, eröffnet sich ausnahmsweise tatsächlich eine weitere Dimension: die Sängerinnen, so lesen wir, bestehen aus zwei Gruppen, Gehörlosen und Hörenden, und was wir an Bewegung unter Wasser sehen sind die gebärdensprachlichen Entsprechungen der Töne, die wir vernehmen! Der Clou und natürlich, Hand auf Stirnklatsch, unter Wasser können sich die der Gebärdesprache mächtigen unterhalten, wir anderen nicht. Ha! Und der Clou: Wer kann sich noch ganz wunderbar unter Wasser unterhalten? Wale!! Denn was wir an Chorgesang hören, ein seltsamer Mix aus Tönen und Sprache, sind die von Roger Payne im Jahr 1969 “entschlüsselten” Walgesänge, eine Entdeckung, die damals und bis heute dazu führt, dass Wale als intelligente Wesen wahrgenommen und naturgeschützt werden (außer in Japan und Norwegen, klar). Das alles ergibt einen wunderbaren Kreis an intellektuellem Augenmerk auf die vielen Dinge um uns herum, die wir erst im zweiten Anlauf als solche wahrnehmen und dann plötzlich auch ästhetisch grandios finden. 100 Punkte nach Warschau.Das eventuell zweite und letzte Highlight in den Pavillons kam aus Österreich. Der Pavillon, der in den letzten Jahren immer wieder zu gefallen wusste mit thematischen und dennoch nicht drögen Installationen (Einwanderung, Feminismus), war leider nicht besuchbar, weil sich eine Besucherwarteschlange von ein paar hundert Menschen durch den Giardino wand, die sich nur minimal bewegte. Ein solcher kuratorischer Autismus zur größten nationalen Präsentationsshow des Jahres ringt Respekt ab und ich unterstütze das Nachbarland, indem ich nicht google, was ich verpasst habe, am Ende war das österreichische Haus leer?! Davor gab es jedenfalls jeden Tag Punkt 12 eine Performance, bei der eine fitte Künstlerin an einem Seil in eine an einem Kran angebrachte Bronzeglocke klettert, sich mit dem Kopf nach unten, (OKF, obviously, Kunst!) aus dieser heraushängte und mit dem Körper die Glocke schlug, und zwar im Dialog mit den Kirchen der Stadt. Irre - aber eben auch ein bisschen Cirque du Soleil. Die Warteschlange war begeistert ob der kurzen Ablenkung und konzentrierte sich sofort wieder aufs Warten auf.. was wohl? Wir werden es nie erfahren.Aber wo waren die ganzen Beamer abgeblieben, die uns vor zwei Jahren noch so schön die Augen blitzten? Im Arsenale natürlich. Dieser zweite Ausstellungskomplex der Biennale besteht aus den alten Schiffswerften der Stadt (“alt” meint hier 14. Jahrhundert) und die Eingangshalle ist traditionell den von der Biennale-Kommission kuratierten länderunabhängigen Künstlern vorbehalten. Diese mussten dieses Jahr alle einen Beamer mehr nehmen, und wo zum letzten Event noch Hütten aus Ölfässern und Bäume aus Bambus standen, tanzt jetzt viel zu großflächig abstraktes oder konkretes vor unseren Augen und erzeugt ein leichtes Vertigo. Selten wird das Übermaß an Elektrizität sinnvoll eingesetzt; so wie sich AI in jede Dönerspeisekarte schleicht, ist es halt einfacher einen Film zu projizieren als eine Skulptur zu errichten. Es ist alles ein bisschen traurig.Eindrucksvoll, wenn auch nicht superkünstlerisch, wurden zwei der Lichtwurfgeräte in einer Installation eingesetzt, in der Aufnahmen von Telefonbüchern aus der Levante in 1938 in der Sichtlinie eines simplen Screencasts aus dem Jahr 2023 stehen, in dem die Yellow Pages für Gaza gescrollt und geklickt werden. Chirurgen, Optiker, Gärtner, Hotels, alle werden, ordentlich mit Bewertungssternen (meist 0) gescrollt gegen Seiten mit den Adressen von Chirurgen, Optikern, Gärtnern, Hotels aus Beirut, Tel Aviv etc. vor knapp hundert Jahren und die Aussage ist klar: Hier lebten Menschen wie Du und ich und jetzt halt nicht mehr. Der Titel “Between a River and a Sea” triggert alle Beteiligten ordentlich, so wie jeder andere Titel hier alle Beteiligten ebenso getriggert hätte, da kann man auch gleich sagen, worum es geht. Große Kunst ist es nicht, aber es steht für eine kräftige, unkuratierte Unterströmung unter all der schönen Kunst in Moll auf der diesjährigen Biennale: Das Thema Gaza war allgegenwärtig. Aber so ist es halt, wenn man, wie es den Kuratorinnen seit Jahren wichtig ist, den ehemals unterdrückt-kolonialisierten Stimmen Platz einräumt, kommen diese Dir jetzt nicht jedes Jahr mit Dankbarkeitshymnen, sondern sagen Dir, was schief läuft.Die anderen Hallen im Arsenale teilt sich der Rest der weltpolitisch zu spät gekommenen Länder und es setzte sich der Trend aus dem Giardini fort: Austerität wohin man nur schaut. Das ist natürlich mehrfach dumm, ist doch die Biennale in ihrem Ursprung eine Werbefläche für die Nationen der Welt und, da erfunden zur 20. Jahrhundertwende, ursprünglich die der westlichen Nationen. Diese haben nach einer kurzen Renaissance zur Mitte des letzten Jahrhunderts nicht mehr so viel positive Außenwirkung, wirtschaftlich, humanitär, und nun bekommt man nicht mal mehr die Energie auf, kulturell ein bisschen zu pransen. Es ist idiotisch.Ins Vakuum springt, na wer wohl: China, das kulturhistorisch dem Westen nicht besonders verständig gegenübersteht, wenn auch nicht wirklich feindlich, man gibt eher keinen S**t, und während man das in den letzten Jahren noch ein bisschen verborgen hat und das Spiel des “Wir haben den Größten” mit uns “jungen Nationen” (aus sineohistorischer Sicht) brav mitspielte, zeigen sie dieses Jahr, was sie von der ganzen Sache wirklich halten: Am Eingang der Halle steht ein zwanzig Meter breiter Videoscreen, auf dem der aktuelle chinesische Computergamehit “Black Myth: Wukong” läuft, davor ein Controller, wo man das Ding daddeln kann, no s**t. In der Halle ein bisschen Diorama, das aussieht wie die Konzeptkunst zum Game und am Ende der Halle, wirklich, I s**t you not, ein f*****g Roboter, der Dir auf weißem Karton eine Kalligrafie pinselt. Nein, nicht deinen Namen oder einen Slogan Deiner Wahl, nein, das könnte ja schief gehen, nein, jeder bekommt das Gleiche gemalt und natürlich stellen sich die Leute an. Klarer kann man die Kuratoren nicht beschämen, ohne sich angreifbar zu machen.Es scheint also retrospektiv, als wäre die Biennale 2024 vor zwei Jahren eine herausragende gewesen. Die diesjährige, so muss man befürchten, wird die letzte sein vor der großen AI-Slop-Welle, die auch die Kunstwelt nicht verschonen wird, und man hätte sich gewünscht, dass sie noch mal aus allen Rohren feuert. Leider erreicht mindestens zwei Jahrzehnte Austerität nun endgültig auch den im Verhältnis doch mikroskopisch kleinen Kulturhaushalt der Ausstellungsländer, das Geld wird schließlich gebraucht für Drohnenabwehr, damit die Rechenzentren geschützt werden, die uns die Memes erzeugen, die uns die Kunst ersetzen.Aber der Kunstbetrieb neigt zur Überraschung, vielleicht erleben wir in zwei Jahren eine Reaktion auf all diesen deprimierenden Quatsch, den wir uns aktuell so antun. Bis dahin gehen wir alle zu unseren lokalen Künstlerinnen, Künstlern und Musikern und all den anderen Verrückten und zahlen Eintrittspreise was das zeugt hält, damit Kunst wird!! This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Im Chorraum des Magdeburger Domes gibt es seit 1245 eine Statue, die als erste Darstellung eines Afrikaners in der christlichen Kunst des Abendlandes gilt. Sie zeigt den Heiligen Mauritius, der zu den Soldaten der thebäischen Legion um das Jahr 300 nach Christus gehört. Mauritius war der Überlieferung nach römischer Offizier und Anführer der Legion. Die Soldaten dieser Legion waren alle Christen. Aber dann haben sie sich geweigert, den alten Göttern zu opfern und sich an der Verfolgung der Christen zu beteiligen. Daraufhin ließ Kaiser Maximianus zunächst jeden 10. Soldaten umbringen, also die Legion dezimieren. Aber das hat die christlichen Soldaten nicht umgestimmt. Und so wurden am Ende alle Soldaten umgebracht. Die Verehrung dieser Heiligen Soldaten, die ihrem Gewissen gefolgt sind und lieber den Tod auf sich genommen haben, anstatt fremden Göttern zu folgen, begann sehr schnell und es gibt in ganz Europa viele hundert Moritzkirchen und in vielen Städten auch den Mohren im Stadtwappen, wie zum Beispiel in Coburg. Rund um Mauritius – oder Moritzkirchen gab es dann Mohrenstraßen und Apotheken, Cafes und Kneipen mit diesem Namen. In einer spannenden Geschichtsvergessenheit werden neuerdings Mohrenstraßen umbenannt, weil dieser Name angeblich rassistische und diskriminierende Hintergründe hat. Aber das ist nicht so, sondern Menschen haben in früheren Jahrhunderten die Verehrung eines Heiligen in ihr normales Umfeld eingefügt und Straßen und Gassen und Apotheken und so weiter so benannt. Aber dass man sich dieser Legion von Soldaten bis heute erinnert, ist natürlich auch der immer drängenden Frage geschuldet, ob man als Christ in einer Armee dienen darf und das Soldatsein, ein Beruf wie jeder andere sein kann, wenn man weiß, dass es gerade in den letzten Jahren immer mehr Kriege gibt und die Wahrscheinlichkeit, in Kriege verwickelt zu werden näher rückt.Eine Statue in einem Dom und der Gedenktag an einen Heiligen Soldaten, bringt diese Gedanken nach vorn und es ist klug, sich darüber eigene Gedanken zu machen.
Schon seit Jahrhunderten gehört zum Leben von Musiker*innen auch das Reisen: Mozart tingelt durch Europa, Mendelssohn sammelt Eindrücke in Italien, die Bach-Söhne landen an Fürstenhöfen in halb Europa. Bis heute gilt: Wer Musik studiert, profitiert enorm davon, andere Länder, andere Kulturen, andere Musiktraditionen zu erleben. Erasmus klingt dabei oft nach dem Idealbild: ein Semester im Ausland, neue Freundschaften, fremde Sprachen, inspirierende Konzerte. Aber was passiert, wenn der romantische Traum auf die Realität prallt – und zwar ziemlich hart? Elias Kieser studiert an der Musikhochschule in Stuttgart, und er war zum Studium für ein Semester in Barcelona. Sophie-Caroline Menges hat ihn in Barcelona getroffen.
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Ich denke, dass kennst Du auch. Ab und zu muss man all die Kleinigkeiten, die sich so auf dem Schreibtisch oder auf dem Regal stapeln, mal durchsehen und aufräumen. Bei so einer Aktion sind mir ein paar Kärtchen in die Hand gefallen, die mich sofort wieder erinnert haben. Beim Liborifest in Paderborn Ende Juli war eine Kirche von der Citypastoral Paderborn als Klangraum gestaltet, in dem es Musik und Klang, Konzerte, Lesungen, Gespräche und stille Zeiten gab. Es gab Liegestühle zum Verweilen und schöne Klänge und Farben. Das Ganze war den verschiedenen Klängen gewidmet und sehr eindrucksvoll dargestellt.Die erste Station hatte den spannenden Titel "Der Klang Gottes". Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. So steht es in der Bibel. Gott als schöpferische Kraft, die alle Existenz in Gang gebracht hat, aus dem Chaos, dem Nichts in die Unendlichkeit. Aber wie hat sich das angehört, wie klang der Beginn von allem? Der Soundtrack des Anfangs ist nicht mehr nachvollziehbar, aber der Klang der danach entstanden ist: der Klang der Natur, der Klang des Alltags, die Musik, die wir Menschen kreativ erschaffen, unsere Sprache und Laute. All das und noch viel mehr klingt in uns und um uns, weil es uns gibt, weil wir Teil dieser wunderbaren Schöpfung sind. Der Klang Gottes – wir alle sind Teil davon. Soweit diese Einleitung zur Ausstellung.Und wenn heute, am Montag, der Alltag wieder losgeht, ist natürlich der Klang des Alltags mit all seinen Geräuschen sehr präsent: eine Zugdurchfahrt oder das Klicken der Ampeln, lautes Motorraddonnern auf Kopfsteinpflaster, eine knarrende Tür oder eine tickende Uhr, das Muhen der Kühe im Stall, Telefonklingeln, Schritte im Flur, Geschirrklappern, Kinderlärm auf dem Spielplatz, Baustellenlärm oder Tastaturklappern und noch viel mehr. Ich finde es eine gute Idee, heute mal auf zwei oder drei dieser vielen Alltagsgeräusche zu achten, ihnen bewusster zuzuhören und mal nachzuspüren, welche Gefühle das jeweilige Geräusch in mir auslöst.Jedes Geräusch, jeder Klang ist Teil unseres Lebens und Umfeldes, das sich in Jahren, Jahrhunderten und Jahrtausenden entwickelt hat und in jedem von uns andere Gefühle und Emotionen auslöst. Und dann zu wissen, dass das alles im Klang Gottes verbunden ist, weil wir ein Teil dieser wunderbaren Klangschöpfung sind, ist schon wunderschön.
Andreas Reinicke, Direktor des Deutschen Orient-Instituts Berlin, erklärt, warum die Huthi-Rebellen die strategische Ölroute durch das Rote Meer blockieren und welche Rolle Iran und Saudi-Arabien spielen: "Also schon seit vielen Jahrhunderten ist der Eingang in dieses Rote Meer eine sehr zentrale Stelle gewesen, die man versuchte zu kontrollieren."
Maria ist zum Streitfall geworden. Erst Maria 2.0 als Titel für eine hervorragende Fraueninitiative, die um die Gleichberechtigung von Frauen in unserer Kirche kämpft und als Antwort darauf Maria 1.0, die besagt, dass die Gottesmutter kein Update braucht und so verehrt werden kann wie immer.Hm. Und nun? Wenn ich darauf schaue, wer dieses junge Mädchen war, das in dem Glauben aufgewachsen ist, dass ein jüdisches Mädchen den Messias zur Welt bringen wird, die zu dieser Ungeheuerlichkeit der Verkündigung durch den Engel ja gesagt hat, obwohl sie genau wusste, dass sie dafür gesteinigt werden könnte, dann sehe ich keine stumme, liebliche, demütige und im stillen Kämmerlein lebende Frau, sondern einen Ausbund an Mut und Courage. Wer sich in der damaligen patriarchalischen Gesellschaft als Frau zutraut, mehr auf Gott als auf die Menschen zu hören, hat mehr als Mut. Sie hat ein Gottvertrauen, das über den Tod hinausgeht. Und wenn man ihr Gebet liest, das wir als Magnificat kennen und das sie beim Besuch ihrer Base Elisabeth jubelt, dann kann man nicht nur zwischen den Zeilen eine sehr offene Gesellschafts- und Religionskritik heraushören.Sie preist Gott, der auf sie als nichtsbedeutende Frau ihrer Zeit schaut, und weiß schon da, dass man in Jahrhunderten und Jahrtausenden von all den männlichen Herrschern kaum noch etwas wissen wird, aber sie selbst von allen gepriesen werden wird. Sie weiß, dass Gott auf alle schaut, die als niedrig und nichtssagend in Welt und Kirche gelten, und dass er die hochhebt, die vor ihm Achtung haben. Sie ahnt, dass Gott die Hochmütigen in alle Winde zerstreut, weil er alle Machthaber, egal welcher Couleur, von ihren Thronen stürzen wird. Denen, die nach Ihm und seiner Gerechtigkeit hungern, wird er beschenken, und die, die glauben alles zu besitzen, werden mit leeren Händen dastehen. Eine solche Frau, die aus der Kraft des Heiligen Geistes so leben und beten und mit ihrem Sohn bis unters Kreuz gehen wird, ist es mehr als wert, sie zu beachten und zu feiern und als Vorbild für Frauen und Männer in unserer Kirche zu sehen.
Ich liebe diese klaren Nächte im Frühherbst. Es ist noch nicht kalt, der Himmel ist von diesem durchscheinenden Blau. Etwa um 22 Uhr steht im Nordwesten der Grosse Wagen. Verlängert man seine Hinterachse nach oben, kommt man zum Polarstern, der Jägern und Seeleuten über Jahrtausende den Weg gewiesen hat. Und dann, dann zieht, wie auf einer Perlenkette aufgereiht, ein Lichterzug aus vielen kleinen Sternen über den Himmel. Die Dutzenden von Lichtpunkten folgen derselben Spur hintereinander. Sie leuchten gleichmässig, etwa so hell wie Sterne und bewegen sich viel schneller als jedes Flugzeug, aber langsamer als Sternschnuppen. Es sind Satelliten. In den unendlichen Weiten über unseren Köpfen wird es in den nächsten Jahren ein ziemliches Gedränge geben. Die Rede ist von über einer Million Satelliten, die bald die Erde umkreisen sollen. Sie stören nicht nur den Grossen Wagen, sondern auch die Erd-Atmosphäre: In einigen Jahren, Jahrzehnten oder Jahrhunderten verglüht jeder dieser Satelliten. Schon 2022 brachten verglühende Satelliten fast 30 Prozent mehr Aluminiumoxid in die obere Atmosphäre als alle Meteoriten zusammen. Einer, der dort oben mitmischen will, ist Jeff Bezos. Der Gründer von Amazon hat mit seiner Firma Blue Origin längst in den Weltraum expandiert. Da will er die rund um die Uhr verfügbare Solarenergie ausnutzen und damit Rechenzentren betreiben. Er ist nicht der einzige. Die grosse Frage, die sich dabei stellt: Was richten die Herren der Satelliten im Weltraum an? Welche Probleme hinterlassen sie unseren Kindern und Kindeskindern? Wer übernimmt die Verantwortung für Schäden in der Zukunft?Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.Website: https://www.matthiaszehnder.ch/Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Eine Orangenverkäuferin verliebt sich in einen König. Ein britischer Nationalheld beginnt eine Affäre mit der Frau eines Diplomaten. Und zwei der bedeutendsten Dichter ihrer Zeit verlieben sich, bevor sie sich überhaupt richtig kennen. Die britische Geschichte ist voll von großen Liebesgeschichten. Manche romantisch, manche skandalös und manche mit einem ziemlich bitteren Ende. In dieser Folge BRITPOD – England at its best erzählen Alexander-Klaus Stecher und Claus Beling drei außergewöhnliche Love Stories aus mehreren Jahrhunderten britischer Geschichte. Wie schafft es Nell Gwyn aus den ärmsten Gassen Londons bis an die Seite von König Charles II.? Warum wird ausgerechnet Lady Emma Hamilton, die große Liebe des Seehelden Horatio Nelson, nach dessen Tod von der britischen Gesellschaft fallen gelassen? Und wie können mehr als 500 Briefe das Leben von Robert Browning und Elizabeth Barrett für immer verändern? Die beiden erzählen von einer Schauspielerin, die selbst den König mit ihrem Humor entwaffnet, von heimlichen Treffen, öffentlichen Skandalen und leidenschaftlichen Briefen. Sie reisen vom London des 17. Jahrhunderts über den Hof von Neapel und die Schlacht von Trafalgar bis ins viktorianische Florenz. Dabei zeigt sich: Große britische Liebesgeschichten hatten selten etwas mit perfekten Verhältnissen zu tun. Dafür umso mehr mit Mut, gesellschaftlichen Grenzen und Menschen, die sich von den Regeln ihrer Zeit nicht aufhalten ließen. WhatsApp: Du kannst Alexander und Claus direkt auf ihre Handys Nachrichten schicken! Welche Ecke Englands sollten die beiden mal besuchen? Zu welchen Themen wünschst Du Dir mehr Folgen? Warst Du schon mal in Great Britain und magst ein paar Fotos mit Claus und Alexander teilen? Probiere es gleich aus: +49 8152 989770 - einfach diese Nummer einspeichern und schon kannst Du BRITPOD per WhatsApp erreichen. BRITPOD – England at its best. ➡️ Mit dem Code BRIT erhaltet ihr bei unserem Podcast-Partner BRAINEFFECT immer den höchsten verfügbaren Rabatt. (mind. 20 %)
Pilze sind weit mehr als eine Zutat auf unserem Teller. Bestimmte Vitalpilze werden seit Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt – und zunehmend auch wissenschaftlich untersucht. Aber was können sie tatsächlich? Für wen sind sie geeignet? Und woran erkennt man hochwertige Präparate? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Thomas Falzone, TCM-Therapeut, Mykotherapeut und Gründer der Gesellschaft für Vitalpilzkunde Schweiz. Gemeinsam beleuchten wir, welche Bedeutung Vitalpilze für unsere Gesundheit haben können und warum ihre Qualität entscheidend ist. Das erfährst du in dieser Folge Was Vitalpilze sind und wodurch sie sich von gewöhnlichen Speisepilzen unterscheiden. Welche Rolle Reishi, Hericium, Cordyceps und andere Vitalpilze in der Mykotherapie spielen. Wie Vitalpilze das Immunsystem, den Darm und das Mikrobiom beeinflussen können. Warum sie auch bei stillen Entzündungen und chronischen Belastungen interessant sein können. Welche Verbindung zwischen Darmgesundheit, Mundgesundheit und dem Immunsystem besteht. Was Pulver, Extrakt, Fruchtkörper und Myzel voneinander unterscheidet. Worauf du bei der Qualität, Herkunft und Reinheit von Vitalpilzpräparaten achten solltest. Wo die Grenzen der Mykotherapie liegen und wann fachliche Begleitung wichtig ist. Eine spannende Folge für alle, die ihre Gesundheit ganzheitlich betrachten und erfahren möchten, welches Potenzial in der Welt der Pilze steckt. Ich wünsche dir gute und wertvolle Erkenntnisse. Alles Liebe Deine Annette Mehr über Thomas Falzone und seine Arbeit
Wie fühlt es sich an, mit dem Kajak durch den dänischen Lake District zu paddeln und dabei einem Eisvogel zu begegnen? Wo in Dänemark fühlt man sich wie im Auenland aus Der Herr der Ringe? Und warum zieht es so viele Outdoor-Fans nach Silkeborg?In dieser Reportage nimmt Miriam euch mit in den Osten Jütlands – in die Region Aarhus. Gemeinsam mit Bjørn und Manja erkundet sie den Nationalpark Mols Bjerge, spricht mit den beiden über ihr außergewöhnliches Leben mitten in der Natur und wandert durch eine Landschaft aus sanften Hügeln, Wäldern und weiten Ausblicken bis zur Ostsee. Außerdem geht es in den dänischen Lake District rund um Silkeborg: aufs Kajak, auf Wanderwege zwischen Seen und Wäldern und an Bord des ältesten noch aktiven kohlebetriebenen Raddampfers der Welt. Rund um Viborg folgt sie den Spuren eines historischen Heerwegs, der seit Jahrhunderten durch die eiszeitlich geprägte Landschaft Jütlands führt. Unterwegs trifft Miriam Menschen, die ihre Heimat mit großer Begeisterung zeigen, genießt selbstgemachte Pizza aus dem Holzofen mitten im Nationalpark, probiert dänischen Schaumwein aus Früchten und Beeren und erlebt, warum die Region Aarhus ein Paradies für alle ist, die gerne draußen unterwegs sind.Wart ihr selbst schon einmal in der Aarhus-Region unterwegs? Schreibt uns gerne auf Social Media oder direkt bei Spotify, was ihr dort erlebt habt. Weitere Folgen aus Dänemark:WW398: Lolland-FalsterWW424: NordjütlandWW435: LæsøWW449: Seeland Diese Folge entstand mit freundlicher Unterstützung von VisitDenmark. Weitere Informationen findet ihr unter visitdenmark.de.----------------------------------Redaktion & Postproduktion: Miriam Menz----------------------------------Dieser Podcast wird auch durch unsere Hörerschaft ermöglicht. Wenn du gern zuhörst, kannst du dazu beitragen, dass unsere Show auch weiterhin besteht und regelmäßig erscheint. Zum Dank erhältst du Zugriff auf unseren werbefreien Feed und auf unsere Bonusfolgen. Diese Möglichkeiten zur Unterstützung bestehen:Weltwach Supporters Club bei Steady. Du kannst ihn auch direkt über Spotify ansteuern. Alternativ kannst du bei Apple Podcasts UnterstützerIn werden.----------------------------------WERBEPARTNERhttps://linktr.ee/weltwach Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Wegen den tiefen Wasserständen von Seen und Flüssen tauchen Zeugen aus früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden auf - auch am Rhein in Schaffhausen. Weitere Themen: · Polizeiaffäre Uster: Neue Vorwürfe gegen ehemaligen Kommandanten · Wegen Trockenheit: Gemüsebauern im Unterland wehren sich gegen Bussen wegen hitzebedingten Qualitätsmängeln · Verstösse gegen Bewässerungsverbot wegen Japankäfer in Kloten
Der Ätna fasziniert Menschen seit Jahrhunderten. Historiker Holger Sonnabend erklärt, warum Vulkane trotz ihrer Gefahren Schaulustige anziehen und Gesellschaften bis heute prägen.
Musik aus den 80ern, Retro-Mode aus den 90ern: Manche junge Menschen sehnen sich zurück in eine Zeit, die sie selbst nicht erlebt haben. Was sie besonders fasziniert: Damals gab es noch keine Smartphones. Diese "historische Nostalgie" muss jedoch keine Flucht vor Heute sein. Ein Podcast von Christoph Drösser.
Moor, Fango oder Schlick gelten seit Jahrhunderten als natürliche Heilmittel. Doch was unterscheidet die verschiedenen Anwendungen eigentlich voneinander? Der Professor für Naturheilkunde André-Michael Beer erklärt, wie die verschiedenen Naturstoffe wirken und bei welchen Beschwerden sie helfen können. Außerdem geht es um die Frage: Hilft Anfeuern beim Sport wirklich? Produktion: Lilian Hoenen Redaktion: Fiona Wink "Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen" ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de. Impressum: https://www.welt.de/services/article7893735/Impressum.html Datenschutz: https://www.welt.de/services/article157550705/Datenschutzerklaerung-WELT-DIGITAL.html
1.248 UNESCO-Welterbestätten gibt es derzeit in 170 Ländern weltweit. Sachsen-Anhalt hat mit fünf UNESCO-Welterbestätten die meisten in einem ostdeutschen Bundesland aufzuweisen: Die mittelalterlich geprägte Stadt Quedlinburg, der Dom in Naumburg, die Lutherstätten in Wittenberg und Eisleben, das Gartenreich Dessau-Wörlitz und das Bauhaus in Dessau. Hinzu kommt das UNESCO Weltdokumentenerbe wie die Himmelsscheibe von Nebra aus der frühen Bronzezeit oder seit vergangenem Jahr der literarische Nachlaß des Philosophen Friedrich Nietzsche. Das 1994 als Welterbestadt aufgenommene Quedlinburg ist ein Gesamtkunstwerk. Hier treffen mittelalterliche Stadtstruktur und ein bemerkenswertes Denkmal der Stadtbaugeschichte aufeinander. An die 2.100 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten prägen noch heute das Bild der Stadt. In Quedlinburg wurde Dieter König 1949 geboren und da lebt er noch immer. Im Mai 1961, da war er elf Jahre alt, wurde zwischen Quedlinburg und der französischen Stadt Aulnoye-Aymeries eine Städtepartnerschaft geschlossen, zu der auch ein Schüleraustausch gehören sollte. Mit dem Mauerbau am 13.08.1961 war die nur noch teilweise und einseitig möglich. Anders im Westen Deutschlands, da unterzeichneten im Januar 1963 Bundeskanzler Konrad Adenauer und Präsident Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag, der bis heute den Grundstein der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich legte. Im Osten Deutschlands, nach der politischen Wende 1989/ 90, konnte in Quedlinburg erst 1991 diese Städtepartnerschaft vom Mai 1961 durch die Bürgermeister beider Städte erneuert werden. 1998 wurde der Verein zur Förderung der Freundschaft zwischen der deutschen Stadt Quedlinburg und der französischen Stadt Aulnoye-Aymeries gegründet. Dieter König ist Gründungsmitglied und seit 2000 im Ehrenamt Vorsitzender des Vereins. Seine Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland zu erhalten, sie mit Leben zu füllen und zu festigen. Dieter Königs erste Begegnung mit den Franzosen lag im Jahr 1994: Ein Staffellauf über 730 Kilometer in 5 Tagen von Aulnoye-Aymeries nahe der belgischen Grenze bis nach Quedlinburg. Er war dabei und organsierte 1996 den zweiten Lauf in umgekehrter Richtung. Neben dem Sport kamen Kulinarik und Kultur hinzu. Dieter König organisierte den fortan jährlichen Besuch der Franzosen zum Weihnachtsmarkt in Quedlinburg, zu Wein- und Käseverkostungen, zu Begegnungen am Tag des offenen Denkmals. Chöre beider Städte singen über Jahre zusammen und in jeder der beiden Städte gibt es eine Straße mit dem Namen der Partnerstadt. In diesem Jahr feierten sie zusammen 65 Jahre Bestehen dies Vertrags.Moderation Carsten TeschRedaktion: Angelika Zapf
Seit vielen Jahrhunderten schon bereitet „El Niño“, zu Deutsch „kleiner Junge“ oder auch „das Christkind“, Fischern in Südamerika große Sorgen. Heutzutage beschäftigt das Phänomen auch zahlreiche Forschende – wie Daniela Domeisen von der Universität Lausanne und der ETH Zürich, mit der wir für diese Folge gesprochen haben. *** Ein Beitrag von Julia Thomas, gesprochen von Elias Emken. Aufnahme: Das Hörspielstudio Kreuzberg, Tonbearbeitung und Schnitt: Daniel Lewy. Redaktion: Welt der Physik https://www.weltderphysik.de/ Welt der Physik wird herausgegeben vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. *** Die Website zum Podcast: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/el-nino/ Bei Fragen, Anmerkungen und Kritik schreibt uns: feedback@weltderphysik.de
Putin, 27 I Der Kaukasus gehört zu den faszinierendsten und zugleich unbekanntesten Regionen der Welt.In dieser Folge geht es um eine Reise durch raue Berglandschaften, abgelegene Dörfer und Kulturen, die seit Jahrhunderten zwischen Europa und Asien ihre eigene Identität bewahrt haben.Welche Begegnungen bleiben unvergessen? Welche Herausforderungen bringt eine Reise durch den Kaukasus mit sich? Und was macht diese Region so einzigartig?Eine Folge über Abenteuer, Gastfreundschaft und das Gefühl, abseits der bekannten Wege unterwegs zu sein.Keywords: Kaukasus, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Reise, Abenteuer, Berge, Roadtrip, Osteuropa, Zentralasien, Kultur, Podcast
Der Kohlmarkt, schon in der Zeiten Vindobonas einer der wichtigsten Handelswege nach Westen, hat seinen Namen vom Handel mit Holzkohle. Schon seit dem 12. Jahrhundert wurde er besiedelt, jedes Haus hat eine andere Geschichte zu erzählen. Der Kohlmarkt ist eigentlich gar keine Einkaufsstraße. Er ist ein Theater. Hier marschieren Flöhe. Hier spielt ein Pianist mit einer Hand. Man merkt schon in diesem ersten Teil, dass Wien seit Jahrhunderten eine Stadt ist, die Luxus und Humor wunderbar miteinander verbinden kann
Die Creepypasta "Das vergessene Grauen" von Martin Türke – ein Hörbuch auf deutsch. Zum Gruseln, Ablenken und Einschlafen. Vertont von Dr. Zargota.
Der Disput über Wissenschaft und Glaube hält schon seit Jahrhunderten an. Immer wieder wird behauptet, dass die Wissenschaft längst gezeigt habe, dass es keinen Gott gibt. Man meint, alles sei natürlich zu erklären. Die Naturwissenschaft kenne die Gesetze und die Zusammenhänge. Die Evolution könne uns erklären, wie das Leben entstanden ist. Wir bräuchten Gott nicht. Vor einigen Jahren gab es zu diesem Thema sogar eine öffentliche Debatte zwischen Richard Dawkins (Autor des Buches Der Gotteswahn) und John Lennox, einem anerkannten Mathematiker und christlichen Apologeten.Isaac Newton war ein bedeutender Naturwissenschaftler in der zweiten Hälfte des 17. und im beginnenden 18. Jahrhundert. Er hat sich mit der Ausbreitung des Lichts beschäftigt und den Welle-Teilchen-Dualismus erkannt. Auf ihn geht die Erfindung des Spiegelteleskops zurück, mit dem er die Bahnen der Planeten um die Sonne erforschte. Weltweit bekannt ist die Geschichte, der zufolge Newton unter einem Apfelbaum sitzt und ihm ein Apfel auf den Kopf und dann vor ihm zu Boden fällt. Das war der Auslöser für seine Studien zur Gravitation. Er beschrieb als Erster die Phänomene der Anziehung zwischen zwei Massen und war auch in der Lage, diese exakt zu berechnen. In Anerkennung seiner naturwissenschaftlichen Leistungen wurde er Präsident der Royal Society, der wichtigsten wissenschaftlichen Einrichtung Europas damaliger Zeit.Für Newton war es selbstverständlich, dass er Gottes Schöpfung erforschte. Überall erkannte er die Weisheit Gottes. Besonders in der Gravitation als der entscheidenden Kraft für die Planetenbahnen sah er Gottes Genialität. Folgender Satz zeigt seine tiefe Überzeugung von der Realität Gottes: »Wer oberflächlich Physik treibt, kann an Gott glauben. Wer sie bis zum Ende denkt, der muss an Gott glauben.« Das gilt auch heute.Bernhard VolkmannDiese und viele weitere Andachten online lesenWeitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Kaiser Nero, das Feuer von Rom und die brutale Verfolgung der Christen: Das gehört untrennbar zusammen. Doch der schlimmste Feind der noch jungen religiösen Minderheit in Rom war nicht Nero selbst. Es gab schlimmere römische Kaiser.**********Ihr hört in dieser Folge "Eine Stunde History":5:11 - Martin Krinner erinnert an den Brand in Rom im Sommer 64 n. Chr.10:13 - Klassische Philologin Verena Schulz beschäftigt sich mit dem Bild Kaiser Neros in der antiken Literatur19:42 - Theologe und Religionswissenschaftler Marco Frenschkowski beschreibt das Leben der Christen in den ersten beiden Jahrhunderten im antiken Rom30:32 - Althistorikerin Karen Piepenbrink erläutert die unterschiedlichen Begründungen für die Verfolgung der Christen zwischen Nero und Diokletian**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Circa 6 v. Chr.: Jesus von Nazareth und das Christentum58 v. Chr. - Julius Caesar und sein Gallischer Krieg2. Jh. v. Chr.: Die Seidenstraße als globaler Handelsweg**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Steffi Orbach, Matthias von Hellfeld Beitragsautor: Martin Krinner, Deutschlandfunk-Nova-Reporter Gesprächspartnerin: Verena Schulz, Professorin für Lateinische Philologie der Antike an der Ludwig-Maximilians-Universität München Gesprächspartner: Marco Frenschkowski, Professor für Neues Testament unter besonderer Berücksichtigung der Religionsgeschichte der Hellenistisch-Römischen Welt an der Universität Leipzig Gesprächspartnerin: Karen Piepenbrink, Professorin für Alte Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen Redaktion: Matthias von Hellfeld, Grit Eggerichs
Schickt uns eine Nachricht Arzneipflanzen werden seit Jahrhunderten eingesetzt, um Krankheiten bei Mensch und Tier vorzubeugen und zu behandeln. Auch heute setzen viele Landwirt*innen sie auf ihren Betrieben ein. In dieser Podcastfolge zeigen Michael Walkenhorst und Michelle Krügel, wie traditionelles Wissen und moderne Forschung zusammenwirken und welche Bedeutung Arzneipflanzen für die Tiergesundheit haben können. Arzneipflanzen enthalten nicht nur einen einzelnen Wirkstoff, sondern eine Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe. Diese können an unterschiedlichen Stellen im Körper wirken und sich gegenseitig ergänzen. Genau darin sehen Forschende einen wichtigen Vorteil gegenüber isolierten Wirkstoffen. Michael Walkenhorst erklärt, dass etwa bei Magen-Darm-Erkrankungen meist mehrere Beschwerden gleichzeitig auftreten. Deshalb sei es von Vorteil, wenn eine Arzneipflanze wie die Kamille nicht nur Krämpfe lindere, sondern zugleich entzündungshemmend wirke. Gleichzeitig machen diese komplexen Wirkstoffgemische die wissenschaftliche Untersuchung anspruchsvoll. Moderne Analysen tragen jedoch dazu bei, die Wirkmechanismen traditionell genutzter Arzneipflanzen immer besser zu verstehen.Bewährte Pflanzen für die landwirtschaftliche PraxisStudien des FiBL zeigen, dass auf Schweizer Tierhaltungsbetrieben vor allem bekannte Arzneipflanzen wie Kamille, Ringelblume, Johanniskraut oder Brennnessel verwendet werden. Viele Anwendungen werden innerhalb der Familie weitergegeben, andere stammen aus Fachbüchern oder Kursen. Gleichzeitig zeigen die Erhebungen, wie unterschiedlich Dosierungen und Anwendungen in der Praxis ausfallen können.Praktische Tipps für den EinstiegMichelle Krügel empfiehlt für den Einstieg insbesondere Thymian, Brennnessel und Bitterstoffpflanzen wie Löwenzahn. Letzteren bezeichnet sie im Podcast als «Omo der Körperzellen», weil er den Stoffwechsel unterstütze und den Körper beim «Putzen und Reinigen» helfe. Zudem erklärt sie, wie diese Pflanzen beispielsweise als Tee, Heu oder Inhalation eingesetzt werden können und worauf bei der Anwendung geachtet werden sollte. Sie gibt ausserdem Hinweise zur richtigen Lagerung von getrockneten Arzneipflanzen, damit ihre Qualität möglichst lange erhalten bleibt.Grenzen nicht vergessenSo vielfältig Arzneipflanzen eingesetzt werden können - sie ersetzen nicht in jeder Situation konventionelle Arzneimittel. Bei schweren Erkrankungen oder Notfällen bleibt die Schulmedizin unverzichtbar. Arzneipflanzen können jedoch dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, Tiere bei der Genesung zu unterstützen und den Einsatz bestimmter Medikamente sinnvoll zu ergänzen.Gäst*innenMichelle Krügel, Drogistin EFZ, Geschäftsinhaberin üsi drogerie in Münsingen, Tierheilpraktikerin, Spagyrikerin, Aromatherapeutin SfA, HormonberaterinMichael Walkenhorst, Tierarzt und Co-Leiter Departement Nutztierwissenschaften, FiBL, Experte in Ethnoveterinärmedizin und Phytotherapie Infos zum ThemaDie Grüne Dossier: Heilkräuter für Kuh und KalbFiBL-Faktenblatt: Kälber und Ferkel mit Arzneipflanzen stärkenFiBL-Merkblatt: Erfolgreiches Absetzen der Bioferkel»Podcast Folge FiBL Focus: Knoblauch – nicht für den Schweinebraten sondern in den SchweinebauchBuch: Kräuter für Nutz- und Heimtiere: Ratgeber für die Anwendung ausgewählter Heil- und GewürzpflanzenAktuelles europäisches Forschungsprojekt: COST Action CA22109 «MedPlants4Vet»Kursankündigungen in der FiBL-Agenda: Phytotherapie in der Stallapotheke | Arzneipflanzen und -kräuter im Stall einsetzenWorkshops, Abendveranstaltungen und Kräuterspaziergänge, üsi drogerie E-Mailpodcast@fibl.orgInstagram@fibl_focusWebsitewww.fibl.orgFiBL Focus ist der Podcastkanal des FiBL Schweiz, einem der weltweit grössten Forschungsinstitute für biologischen Landbau.
Gleich nachher setzen wir uns mit einer Handvoll Schwestern ins Auto und fahren nach Paderborn zum Liborifest. Wer es nicht kennt, dem kann man es auch kaum beschreiben.Es ist seit vielen Jahrhunderten eines der großen und ältesten Volksfeste in Deutschland. „Mittendrin – Libori 26!“ Unter diesem Motto lädt das Erzbistum Paderborn ein. Gemeinsam mit der Stadt feiert man den gemeinsamen Patron, den heiligen Liborius. Vor über 1000 Jahren überreichte der Bischof von Le Mans in Frankreich dem jungen Bistum Paderborn die Reliquien des Bischofs Liborius – seitdem wird sein Gedenktag mit Hingabe begangen. Damals wollte man versuchen, mit dieser Verbindung zu dem Heiligen Liborius, den Glauben der Menschen des jungen Bistums zu stärken und ihnen die universelle Kirche deutlich zu machen. Das Libori-Fest vereint Kirche, Kirmes und Kultur zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Gottesdienste und Gebetszeiten und die typischen Kirmesangebote sind einfach so herrlich verquickt, dass man merkt, dass es echt zusammengehört. Die Verbindung von Le Mans in Frankreich und Paderborn in Deutschland ist die weltweit älteste Städtepartnerschaft und sie hat unglaubliche Widerstände und Katastrophen in diesen 1000 Jahren erlebt und überstanden. Selbst die Erzfeindschaft der beiden Völker und die großen Kriege des 20. Jahrhunderts konnten dieser Partnerschaft nichts anhaben. Die einzelnen Tage des Festes sind einzelnen Gruppen zugeordnet und heute ist der Tag der Ordensleute und Missionare und der Missionare auf Zeit. Missionare und Missionare auf Zeit zeigen seit vielen Jahren, dass es ein wechselseitiges Geben und Nehmen ist, wenn Christen aus aller Welt zu uns kommen und junge Missionare auf Zeit hinaus in ferne Länder gehen, um miteinander zu arbeiten, zu leben, zu dienen und zu beten. Und Ordenschristen als die, die in der Kirche immer auch Vorreiter waren und sind: im Engagement für die Armen und Benachteiligten, für eine Liturgie, in der es um Christus geht, für eine Form des Zusammenlebens, die ihre Ämter und Dienste demokratisch und auf Zeit wählt, für unerschütterliches Stehen zur Kirche auch in nicht gerade begeisternden Zeiten und in der Treue zum Gebet und zur Anbetung Gottes die deutlich macht: Gott ist immer der Größere und immer mittendrin.
„Wie unser Viertel heißt? Das spielt keine Rolle. Wir nennen es: Sumpf. Unser Glück ist, dass Sümpfe mit hohem Torfgehalt konservierende Eigenschaften haben. […] So kann es geschehen, dass man in unserem Viertel noch nach Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden Dinge findet: Geschenke, Erinnerungen und Abfall, Träume und Namen.“ So heißt es in Şeyda Kurts Debütroman "Zeit der Monster" über den Schauplatz ihrer Geschichte. Was sich dort ankündigt, ist die Apokalypse. Das behauptet zumindest eine Prophezeiung, die im Internet viral geht. Durch den „Sumpf“ dieses Viertels streift die junge Sanya, im Rucksack eine Pistole und einen Silberbecher mit mysteriöser Keil-Inschrift… Was geschieht hier, in dieser „Zeit der Monster“, an diesem Ort, den es in jeder Großstadt geben könnte? Darüber spricht Andrea Geißler in dieser Sendung mit der Autorin Şeyda Kurt, die sich nun nach ihren Sachbuch-Bestsellern „Radikale Zärtlichkeit“ und „Hass“ einer epischen Erzähllust hingegeben hat. Dabei ist die Geschichte, die sie hier erzählt, zutiefst politisch und höchst aktuell - das macht schon der Titel „Zeit der Monster“ unmissverständlich deutlich. Im Gespräch erzählt Şeyda Kurt von dem Ort, der ihr Buch inspiriert hat: Das "Sumpf"-Viertel Köln-Kalk. Thema ist außerdem jene TikTok-Prophezeiung, die ihre Erzählung vorantreibt in die vermeintliche Apokalypse. Wir sprechen außerdem über die archäologischen Tiefen der Geschichte. Und Şeyda Kurt erzählt, wie ein Notizbuch sie während des Schreibens überallhin begleitete und nun ein neues Zuhause gefunden hat... Außerdem zu hören in der Sendung: Der Song „Gulê xewnê“ von Elif Küçük, Soundtrack des offiziellen Trailers zum Buch. Eine Sendung von und mit Andrea Geißler.
Wir diskutieren: Die emotionale Kraft religiöser Bilder und warum sie über Jahrhunderte so wirken Die Rolle von Buchdruck, Flugblättern und Spottbildern in der Konstruktion von Geschlechtern und Normen Die Intermedialität: Wie Texte, Bilder und Objekte in einzigartiger Weise miteinander verbunden sind Subversive und überraschende Bildmomente, die bestehende Rollenbilder hinterfragen Die Untersuchung von Bildtraditionen im konfessionellen Wandel zwischen Katholizismus und Protestantismus Schnittstellen zwischen historischen Bildtraditionen und modernen sozialen Medien Einblick in technische Analysen und Quellenvielfalt für zukünftige Forschungen Timestamps: Warum religiöse Bilder seit Jahrhunderten emotional mächtig sind – Ein Einblick in das Forschungsprojekt zwischen Bild und Text In dieser Episode tauchen wir ein in die faszinierende Welt der religiösen Bilder in der frühen Neuzeit und erforschen, warum bestimmte visuelle Narrative so stark auf unsere Emotionen wirken und wie sie noch heute Nachwirkungen haben. Mit Experten aus Theologie, Kunstgeschichte und intermedialer Forschung beleuchten wir die tiefgreifende Macht visueller Erzählungen in kirchlichen Kontexten, Propaganda und Geschlechterkonstruktionen. Wir diskutieren: Die emotionale Kraft religiöser Bilder und warum sie über Jahrhunderte so wirken Die Rolle von Buchdruck, Flugblättern und Spottbildern in der Konstruktion von Geschlechtern und Normen Die Intermedialität: Wie Texte, Bilder und Objekte in einzigartiger Weise miteinander verbunden sind Subversive und überraschende Bildmomente, die bestehende Rollenbilder hinterfragen Die Untersuchung von Bildtraditionen im konfessionellen Wandel zwischen Katholizismus und Protestantismus Schnittstellen zwischen historischen Bildtraditionen und modernen sozialen Medien Einblick in technische Analysen und Quellenvielfalt für zukünftige Forschungen Kapitelmarken: 00:00 – Ankommen und Aufnahme-Setup 03:03 – Beginn der Podcast-Anmoderation 06:05 – Warum religiöse Bilder emotional so mächtig sind 09:23 – Das Forschungsprojekt „Zwischen Bild und Text“ 11:22 – Bild-Text-Kombinationen in der Frühneuzeit 15:07 – Luther, Katharina von Bora und Spottbilder 20:02 – Bildtraditionen über Konfessionsgrenzen hinweg 27:34 – Überraschende subversive Bildmomente 37:34 – Kontinuitäten bis heute: Sexualisierung und Gewaltbilder 44:35 – Frauenbilder in katholischer und protestantischer Tradition Ressourcen & Links: Projekt: Zwischen Bild und Text. Intermediale Geschlechtskonstruktionen und religiöse Geschlechtsnormierungen in der Frühen Neuzeit Prof. in Martina Bär Torben Hanhart "Diesseits von Eden. Gespräche über Gott & die Welt" ist der Podcast der Theologischen Fakultäten in Österreich und Südtirol. Ziel des Podcasts ist es, Theologie als Rede von Gott in dieser Zeit und in dieser Welt sichtbar zu machen. Um zeitgemäß und zugleich kritisch zu sein, muss sich Theologie lernbereit auf gesellschaftliche Debatten und Themen einlassen.Dieser Herausforderung wollen wir uns in diesem Podcast stellen und dabei aufzeigen, dass die Rede von Gott nichts Verstaubtes, "Jenseitiges" darstellt, sondern ein ernsthaftes und ernst zu nehmendes Denk- und Handlungsangebot "Diesseits von Eden". "Wir", das sind die folgenden theologischen Fakultäten und Institute:Katholisch-Theologische Fakultät der Universität InnsbruckKatholisch-Theologische Fakultät der Universität GrazKatholisch-Theologische Fakultät der Universität SalzburgKatholisch-Theologische Fakultät der Universität WienEvangelisch-Theologische Fakultät der Universität WienInstitut für Islamisch-Theologische Studien der Universität WienKatholische Privat-Universität LinzPhilosophisch-Theologische Hochschule Brixen/Südtirol
Fünf Prioritäten Damit dein Leben gelingt, so lautet die Podcastfolge von Andreas Bormann und mir, die ursprünglich im Februar 2023 erschienen ist.Im Rahmen des aktuellen Highlightprogramms während der Sommerpause von GANZ SCHÖN MUTIG erscheint diese beliebte Folge hier erneut. Richtest du dein Leben bewusst aus? Was ist dir besonders wichtig? Aus dem Ordensleben werden seit Jahrhunderten fünf Prioritäten für ein gelingendes Leben überliefert: Schlaf, ausgewogene Ernährung und Bewegung, Ich-Zeit und Meditation, Beziehungen pflegen, Tätigkeit oder Arbeit. Bei uns steht häufig unbemerkt die Arbeit an erster Stelle und verdrängt alles andere. Doch es lohnt, die Prioritäten des eigenen Lebens nochmal neu zu überdenken. Denn nur wenn wir Ziele vor Augen haben, können wir unsere Lebenskraft bündeln und uns in jene Richtung bewegen, die uns wichtig ist.Mehr zum Thema der Episode:Zu den fünf Prioritäten: Melanie Wolfers, Zuversicht – Die Kraft, die an das Morgen glaubt, bene!, 5. Auflage, 2022, Seiten 67–70.Bronnie Ware, 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen – Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (Buch und Hörbuch)
„Kaum ein Pflanzenstoff wird derzeit so intensiv erforscht wie Berberin. Der Grund dafür liegt tief im Energiestoffwechsel unserer Zellen.“ Jede einzelne Zelle unseres Körpers muss permanent entscheiden, ob sie Energie speichert, verbraucht oder neu bereitstellt. Gesteuert wird dieser Prozess unter anderem durch AMPK, einen der wichtigsten Energiesensoren unseres Stoffwechsels. Genau hier setzt Berberin an. Der natürliche Pflanzenstoff wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin eingesetzt und steht heute im Fokus der Forschung, weil er Stoffwechselprozesse beeinflussen könnte, die für Blutzucker, Fettstoffwechsel und Insulinsensitivität entscheidend sind. In dieser Deep Dive Folge der artgerecht HEALTH NERDS erklären Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, was Berberin genau ist, wie es auf zellulärer Ebene wirkt und warum der Vergleich mit Abnehmmedikamenten wie Ozempic wissenschaftlich zu kurz greift. Im Mittelpunkt stehen die Aktivierung des Enzyms AMPK, die Regulation des Glukosestoffwechsels sowie die Frage, welche Effekte auf Prädiabetes, Typ 2 Diabetes und Fettstoffwechsel heute tatsächlich durch Studien gestützt werden und wo die Evidenz noch begrenzt ist. Außerdem geht es um die geringe Bioverfügbarkeit von Berberin, mögliche Einsatzgebiete bei Insulinresistenz und metabolischem Syndrom sowie um aktuelle Forschung zu Darmmikrobiom, Fettleber und Healthy Aging. Denn immer deutlicher zeigt sich: Hinter Themen wie Blutzucker, Gewichtsregulation oder Cholesterin stehen keine isolierten Prozesse, sondern Milliarden von Zellen, die ihren Energiehaushalt permanent neu organisieren. Genau dieses biologische Zusammenspiel besser zu verstehen, ist der Schlüssel zu einem besseren Verständnis unseres Stoffwechsels. HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Seit dem Tod von Queen Elizabeth II. zeigt sich das britische Königshaus nahbarer, persönlicher und weniger entrückt. König Charles zapft Bier im Pub, Camilla tritt mit ihren Hunden auf, William und Catherine gewähren bewusst natürlichere Einblicke in ihr Familienleben. Doch die neue Nähe wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie normal darf eine Monarchie werden, deren Wirkung seit Jahrhunderten auf Distanz, Ritual und außergewöhnlichen Bildern beruht? In dieser Folge BRITPOD – England at its best spricht Alexander-Klaus Stecher mit dem Journalisten und Adelsexperten Andy Englert über die Strahlkraft der Krone nach der Queen. Alexander vermisst die großen Royal-Übertragungen im deutschen Fernsehen und fragt: Hat das Interesse am Königshaus nachgelassen? Fehlen die großen Anlässe? Oder haben sich vor allem die Medien und ihre Prioritäten verändert? Trooping the Colour zeigt, dass es dem Königshaus keineswegs an Pomp und Tradition fehlt. Die historische Militärparade bringt bis heute Uniformen, Kutschen, königliches Zeremoniell und die Royal Family auf den Balkon des Buckingham Palace. Die Bilder existieren weiterhin. Doch erreichen sie außerhalb Großbritanniens noch dieselbe Aufmerksamkeit wie zu Lebzeiten der Queen? Auch aktuelle Royal-Schlagzeilen kommen auf den Prüfstand: Was ist an Berichten über angebliche Spannungen zwischen König Charles und Prinz William tatsächlich dran? Wie tief ist der Bruch mit Harry? Und was lässt sich über das Leben von Harry und Meghan in Kalifornien, ihre hohen Kosten und ihre wirtschaftliche Zukunft seriös sagen? Im Zentrum steht eine Institution, die zugleich nahbar und unantastbar, modern und traditionsbewusst sein muss. Denn möglicherweise liegt die größte Herausforderung des britischen Königshauses nicht in seinen Skandalen, sondern in der Frage, wie es seinen Zauber ohne die Queen bewahrt. BRITPOD – England at its best WhatsApp: Schick Alexander und Claus direkt eine Nachricht. Welche Ecke Großbritanniens sollten sie besuchen? Zu welchen Themen wünschst Du Dir eine Folge? Oder möchtest Du eigene Fotos und Reiseerlebnisse teilen? Speichere einfach die Nummer +49 8152 989770 und erreiche BRITPOD direkt per WhatsApp. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Ref.: Pfr. Helmut Epp, Immenstadt Der Rosenkranz begleitet Menschen seit Jahrhunderten auf ihrem Weg mit Gott. Heute wird er häufig unterschätzt. Aus Unwissenheit oder auch einfach, weil das Rosenkranzbeten schwer fällt. Der Kurs 0 mit Pfr. Helmut Epp will hier Abhilfe schaffen. Egal, ob Sie Rosenkranz-Anfänger sind oder schon Erfahrung haben - diese Sendung bietet Hilfestellungen, um durch das Rosenkranzgebet Gott tiefer zu begegnen.
Erdbeben und die Furcht vor einem Vulkanausbruch begleiten die Menschen in der süditalienischen Region Neapel seit Jahrhunderten. Die Millionenstadt liegt direkt am Vesuv, der einst die antike Stadt Pompeji unter seiner Asche begrub und 1944 das letzte Mal ausgebrochen ist. Doch unter dem Golf von Neapel schlummert mit den phlegräischen Feldern ein weiterer, viel größerer Vulkan - ein sogenannter Supervulkan. Mit Sorge registrieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunehmende seismische Aktivitäten unter der Erde Neapels und im Meer. ARD-Korrespondent Tilmann Kleinjung erzählt in dieser 11KM-Folge, wie groß das Risiko einer Supereruption tatsächlich ist, wie die Bewohner Neapels mit der Vulkangefahr leben und wie der italienische Katastrophenschutz versucht, die Stadt mit Evakuierungsplänen und Übungen auf einen möglichen Ausbruch vorbereiten. Tilmann Kleinjungs tagesschau.de-Artikel “Wie sich Neapel auf einen Vulkanausbruch vorbereitet”: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/italien-vulkan-evakuierungsuebung-100.html Alles News aus Italien bei tagesschau.de: https://www.tagesschau.de/thema/italien Hier geht's zur früheren 11KM-Folge „Das nächste große Beben: Ist Istanbul verloren?” https://1.ard.de/11KM_Erdbeben_Istanbul Hier geht's zu “Quarks – mal angenommen“, unserem Podcast-Tipp: https://1.ard.de/quarks_mal_angenommen Diese und viele weitere Folgen von 11KM findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch hier in der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/12200383/ An dieser Folge waren beteiligt: Folgenautor: Simon Laumayer Mitarbeit: Marc Hoffmann und Lukas Waschbüsch Host: Elena Kuch Produktion: Konrad Winkler, Jonas Teichmann, Christiane Gerheuser-Kamp, Lorenz Kersten, Lisa Krumme Planung: Caspar von Au und Hardy Funk und Nicole Dienemann Distribution: Kerstin Ammermann Redaktionsleitung: Yasemin Yüksel und Fumiko Lipp 11KM: der tagesschau-Podcast wird produziert von BR24 und NDR Info. Die redaktionelle Verantwortung für diese Episode liegt beim NDR.
Vor 250 Jahren haben sie sich losgesagt von einem König, den sie als Tyrannen empfanden. Sie haben ihre Unabhängigkeit erklärt, um politisch selbst zu bestimmen - über ihr Leben, ihre Freiheit und ihr Streben nach Glück. 13 englische Kolonien, aus denen dann die Vereinigten Staaten von Amerika hervorgingen. In den zweieinhalb Jahrhunderten danach haben die USA viel Wertvolles geschaffen bei sich und in anderen Teilen der Welt: Ein demokratisches System, viel wirtschaftlichen Reichtum und einen unverwechselbaren „way of life“. Nicht alle in und außerhalb der USA sind damit glücklich und frei geworden. Die indigene Bevölkerung, deren Geschichte viel weiter zurückreicht als schlappe 250 Jahre, wurde vertrieben und unterdrückt. Die Ahnen der heutigen afroamerikanischen Bevölkerung wurden versklavt und auch viele ihrer Nachfahren wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Fortschritte und Rückschläge haben die USA politisch und gesellschaftlich auf Gipfel und an Abgründe geführt. Unter ihrem jetzigen Präsidenten sollen sie nun „wieder groß“ und an erster Stelle stehen. Bei den einen ruft das so viel Jubel hervor wie vor 250 Jahren die Erklärung der Unabhängigkeit. Aber die anderen sehen ihre Freiheit und ihre Demokratie von einem „Tyrannen“ bedroht, und sie wehren sich dagegen - wie vor 250 Jahren bei der Erklärung der Unabhängigkeit. Was ist das für eine Nation, die nun mit Ecken und Kanten ihren runden Geburtstag feiert? Und was bräuchte sie auf ihrem Gabentisch, damit endlich mal alle mitfeiern können? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der US-amerikanischen Journalistin und Podcasterin Jiffer Bourguignon, der deutsch-US-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook (Bertelsmann-Stiftung), der Wirtschaftswissenschaftlerin Ulrike Malmendier (University of California) und dem Ethnologen Markus Lindner (Uni Frankfurt). Podcast-Tipp: Amerika, wir müssen reden! Ingo Zamperoni ist mit der US-Amerikanerin Jiffer Bourguignon verheiratet. Der Moderator der tagesthemen und die US-Journalistin haben Familie und viele Freunde in den Staaten, die sich ideologisch immer mehr voneinander entfernen. Das Rekord-Tempo und die weitreichenden Umbrüche, mit denen US-Präsident Donald Trump gerade die amerikanische Demokratie auf den Kopf stellt, betreffen die beiden daher persönlich. Ingo und Jiffer beobachten und analysieren die aktuellen Entwicklungen in der US-Politik und welche Auswirkungen sie auch auf uns in Deutschland und Europa haben. Der Podcast erscheint jede Woche neu. https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-wir-muessen-reden/urn:ard:show:4bc59488d0e4c9bb/
Ein Podcast zur Frage, was das Nationalgericht der USA eigentlich ist: Gastrosoph Peter Peter spricht über Fast Food, Jambalaya und Apple Pie. Ein Podcast von Der Pragmaticus.Das Thema:Die USA feiern ein Semiquincentennial. Wer nicht weiß, was dieses schwer auszusprechende Wort bedeutet: Im Grunde 250 Jahre. Am 4. Juli 1776 haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika von Großbritannien abgekoppelt und ihre Unabhängigkeit erklärt. Das wird gefeiert. Wir haben das für unsere Podcast-Serie machtHunger zum Anlass genommen, herauszufinden, ob es überhaupt ein amerikanisches Nationalgericht gibt.Wenig überraschend: Die Frage ist alles andere als leicht zu beantworten, denn die USA sind seit Jahrhunderten ein Einwanderungsland. Im Gespräch mit Karin Pollack dröselt Gastrosoph Peter Peter in dieser Folge auf, was es sonst noch alles so gibt. American Barbecue, Turkey oder One-Pot-Gerichte? Oder Brisket, Gumbo, Jambalaya oder Caesar Salad? Oder ist es doch Fast Food, weil Arbeit wichtiger als alles andere ist und es beim Essen deshalb schnell gehen muss. Gastrosoph Peter Peter und Host Karin Pollack zeigen in dieser Folge von machtHunger, im Schmelztiegel USA viele Traditionen zusammenkommen.Über Peter PeterDer Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischem Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für Der Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst. Über machtHungerIn unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind.machtHunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).Playlist dieser Folge The Hungry Food Band: Apple Pie. Motern Media Hank Williams: Jambalaya (on the Bayou). Mercury Nashville DJ Ötzi: Burger Dance. Electrola June Christy: Shoo Fly Pie and Apple Pan Dowdy. Blue Note Records Princess Nokia: Apple Pie. Princess Nokia Inc.Staffel I machtHunger I: Nationalgerichte machtHunger II: FrankreichmachtHunger III: ItalienmachtHunger IV: Das SchnitzelmachtHunger V: Globale KüchemachtHunger VI: Zucker!machtHunger VII: Slawische KüchemachtHunger VIII: Jenseits des FleischesStaffel IImachtHunger I: Die Geschichte der MuskatnussmachtHunger II: Der lange Weg zum BesteckmachtHunger III: Weltenlenkerin KartoffelmachtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten BrillemachtHunger V: Salz, Ursprung von fast AllemmachtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tischmachthunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kammachthunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom FettStaffel III machthunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchtemachthunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?machthunger III: Klasse Wein machthunger IV: Gurken für die Ewigkeitmachthunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antikemachthunger VI: Die Freiheit der Donauküchen Staffel IV: machtHunger I: Reis, das harte BrotmachtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kannmachtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums BiermachtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen machtHunger V: Gerichte mit Geschichten machtHunger VI: Von der Schnauze bis zum SchwanzStaffel V: machtHunger I: Unser Brot gib uns heutemachthunger II: Gehen wir ein Eis essen?
Wie sahen eigentlich die Konzerte vor einigen Jahrhunderten noch aus und warum sitzen Orchester heutzutage auf Bühnen? Viktoria Kassel über die Entwicklung des Konzerterlebnisses, wie wir es heute kennen.
Im Deutschen vollzieht sich gerade ein Sprachwandel vor unseren Augen: Das Präteritum schwindet und das Perfekt breitet sich immer weiter aus. Dieser Sprachwandel vollzieht sich bereits seit Jahrhunderten und wird wohl auch noch etwas dauern - das Beste ist: Wir können ihn live beobachten. Wie vollzieht sich der Wandel vom Präteritum zum Perfekt? Welche Faktoren spielen eine Rolle? Und woher kommen Präteritum und Perfekt überhaupt? Diese und andere Fragen klärt Jakob in der Folge.Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Podcast „Sprache und Gender(n) Episode 5. Historische Dimensionen“ bei der Jakob zu Gast war: https://spracheundgendern.de/episode/episode-5-historische-dimensionen/___Weiterführende Literatur: Wilhelm Braune/Frank Heidermanns (2023): Althochdeutsche Grammatik I. Phonologie und Grammatik, 17. Auflage, Berlin/Boston, S. 366-367 und S. 395-396.Hanna Fischer (2018): Präteritumschwund im Deutschen. Dokumentation und Erklärung eines Verdrängungsprozesses, Berlin/Boston.Hanna Fischer (2021): „Präteritumschwund im Deutschen. Neue Erkenntnisse zu einem alten Rätsel“, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 143.3, S. 331–363.Jürg Fleischer/Oliver Schallert (2011): Historische Syntax des Deutschen. Eine Einführung, Tübingen, Kap. 8.2.Melitta Gillmann (2016): Perfektkonstruktionen mit ‚haben‘ und ‚sein‘. Eine Korpusuntersuchung im Althochdeutschen, Altsächsischen und Neuhochdeutschen, Berlin/Boston.Sofie Nilsson (2016): Das perfektische Präteritum im Deutschen, Lund.Hans Ulrich Schmid (2023): Althochdeutsche Grammatik II. Grundzüge einer deskriptiven Syntax, Berlin/Boston, S. 142-143.Renata Szczepaniak (2011): Grammatikalisierung im Deutschen. Eine Einführung, 2. Auflage, Tübingen, Kap. 6.1 und Kap. 6.3.Alle Literatur ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6
Normalerweise geht in der Pod-Redaktion ja das Gestöhne los, wenn es um Crafting und Survival gibt. Aber diesmal trugen sich seltsame Dinge zu: Andre liebte „Subnautica 2“. Sebastian fand es furchtbar, aber dafür die seltsamen Ereignisse rund um den Entwickler Unknown Worlds und seinen Publisher Krafton umso spannender. Und JR hatte sogar schon „Subnautica 1“ ganz lang gespielt. Und so kam es, dass wir seit Jahrhunderten mal wieder an einem Sonntag über ein Early-Access-Spiel sprechen. Diese Episode gibt es auch als Video und zwar hier: https://www.youtube.com/watch?v=cv6oKURfkCs Timecodes: 00:00:00 - Einstieg 00:02:42 - Warum Subnautica 2? 00:08:58 - Streitigkeiten in der Entwicklung 00:27:09 - Öffentliche Statements und Entlassungen 00:45:23 - Eindrücke zum Spiel 01:04:17 - Worldbuilding & Story 01:23:19 - Crafting & Base Building 01:40:32 - Multiplayer 01:54:06 - Fazit In dieser Folge zu hören: Jochen Redinger, Sebastian Stange & Andre Peschke
Österreichisches Unternehmertum seit mehr als zwei Jahrhunderten (5): Zäsuren. Mit: Wolfgang Meixner, Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Universität Innsbruck. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 22.6.2026.
Österreichisches Unternehmertum seit mehr als zwei Jahrhunderten (4): adelige Unternehmer. Mit: Wolfgang Meixner, Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Universität Innsbruck. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 21.6.2026.
Österreichisches Unternehmertum seit mehr als zwei Jahrhunderten (3): beschränkte Aufstiegschancen. Mit: Wolfgang Meixner, Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Universität Innsbruck. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 20.6.2026.
Österreichisches Unternehmertum seit mehr als zwei Jahrhunderten (2): unterschiedliche Herkunft. Mit: Wolfgang Meixner, Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Universität Innsbruck. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 19.6.2026.
Österreichisches Unternehmertum seit mehr als zwei Jahrhunderten (1): frühe Unternehmen. Mit: Wolfgang Meixner, Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Universität Innsbruck. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 18.6.2026.
Ich erinnere mich daran, wie wir als Schulkinder im Religionsunterricht das christliche Glaubensbekenntnis auswendig lernen mussten. Dieses Glaubensbekenntnis war schon vor vielen Jahrhunderten von der frühen Kirche formuliert worden. Es gab ja noch keine Bücher und deshalb hat man die wichtigsten Punkte des christlichen Glaubens auswendig gelernt. Da heißt es von dem Sohn Gottes Jesus […]
Die international renommierte Pianistin und Autorin Susan Tomes zeichnet die faszinierenden Lebenswege von fünfzig Pianistinnen aus drei Jahrhunderten nach.
Stillen oder Flasche? Die Ernährung eines Säuglings wirkt auf den ersten Blick wie eine private Entscheidung. Doch zwischen Mutteridealen, medizinischen Empfehlungen und Marktinteressen wird Babynahrung seit Jahrhunderten zum Politikum. Von Nora Noll
Lass Dich mitnehmen nach Griechenland. Hoch über der kleinen Stadt Kalambaka thronen auf riesigen Felsplateaus die weltberühmten Klöster von Meteora. Zu einem dieser Klöster führt Dich derselbe wunderschöne Pfad, auf dem schon vor Jahrhunderten die griechisch-orthodoxen Mönche wandelten.Gelesen von Björn Landberg Text: Nitay Feigenbaum Regie: Silvan Oschmann Produktion: Tonstudio SprachraumMentioned in this episode:Spare 10% bei allnatura mit dem Code STRANDOhne Mindestbestellwert, einmalig einlösbar, nicht mit anderen Gutscheinen kombinierbar. Kann nicht rückwirkend auf eine Bestellung eingelöst werden. Gilt nicht auf Schnäppchenartikel, Wertgutscheine und Versandkosten. Klicke einfach auf den folgenden Link und nutze den Gutscheincode STRAND:www.allnatura.de
"The Fate of Ophelia" von Taylor Swift ist einer der erfolgreichsten Songs aller Zeiten. Im dazugehörigen Video zeigt sich die Sängerin selbst als Ophelia. Dazu hat sie ein Gemälde von Friedrich Heyser aus dem Jahr 1900 nachgestellt. Solche "lebenden Bilder" bzw. "tableaux vivants" waren in früheren Jahrhunderten ein beliebter Zeitvertreib. Ein Podcast von Julie Metzdorf
Sie nutzen Geheimzeichen und "lieben sich gegenseitig fast schon, bevor sie sich kennen". Den meisten Zeitgenossen gelten die frühen Christen als nicht geheuer. Und doch gelingt es den Christen innerhalb von drei Jahrhunderten, zur stärksten Religion des Imperiums zu werden. Ein Podcast von Thomas Morawetz (BR 2013)
5. Mai 1997: Beim Ausflug in den Gamma-Quadranten begegnet die Crew der Defiant ihren eigenen Nachfahren – geschaffen von einer Zeitschleife und nach zwei fruchtbaren Jahrhunderten auf 8000 Seelen angewachsen. Sie leben glücklich im Einklang mit der Natur, doch werden sie nie existiert haben, falls Sisko & Co. nicht freiwillig stranden. In diesem Dilemma hat Odos geheime Liebe zu Kira ein Wörtchen mitzureden. In Deutschland: Kinder der Zeit, ausgestrahlt am 19. März 1998.
Schon seit Jahrhunderten beherrschen Menschen die Kunst des Teppichknüpfens. Dabei diente ein Teppich nicht nur dazu die Zelte der Nomaden gegen die Kälte abzudichten. Teppiche können mehr. Sie erzählen Geschichten, sind Designobjekt, Kunsthandwerk und Geldanlage. Insbesondere traditionell hergestellte Perserteppiche sind teuer und die Herstellung eines größeren Teppichs kann bis zu 2 Jahre dauern. Feine Seidenteppiche tritt man nicht mit Füßen, man hängt sie an die Wand. Im Märchen kann man damit sogar fliegen. Wir schauen auf den roten Teppich, auf Knüpf- und Webtechniken, auf den Teppich als Vermittler von religiösen oder politischen Inhalten und humanistischer Bildung. Und natürlich auch auf den Teppich als prägendes Element, das einen Raum gemütlich macht. Darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit Tina Reitz vom Teppichmuseum Schloß Voigtsberg, mit dem Sachverständigen für orientalische Teppiche Stefan Drechsle, mit Rolf Sachsse, Prof. für Designgeschichte, mit der Kunsthistorikerin Dr. Katharina Weiler und der Architektin Dr. Luise Nerlich Podcast-Tipp: SWR Kultur - Matinee Abolfazl Gharany: schöner knoten Im Iran werden seit hunderten von Jahren Teppiche in einer besonderen Art und Weise geknüpft. Abolfazl Gharany träumte schon als Kind davon Teppiche zu knüpfen, inzwischen gehört er zu den Meistern seines Fachs. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:f0ddd8d229afa525/