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Der Anschlag auf den Berliner CSD hinterlässt eine Frage: Ist Homophobie ein Problem des Islam? Oder nur eines der Extremisten? Wir haben zwei Moscheen besucht. Bei Seyran Ateş hängen Pride-Flaggen im Gebetsraum. In der Khadija-Moschee dürfen Queere nicht Mitglied werden.Ateş führt die einzige queerfreundliche Moschee in Deutschland. Der IS nannte sie in Chatgruppen als Anschlagsziel. Ihre These: Der Islam sei zwar friedlich, aber der Islamismus speise sich aus dem Islam. Imam Scharjil Khalid widerspricht. Im Islam gebe es keinen einzigen Anhaltspunkt für Extremismus. Eine Reportage.--------------------------------------------------------------------Heute am Mikro: Dominik SteffensRedaktion: André LauberUnterstütze uns auf Paypal oder werde Patreon und erhalte Exklusiv-Content!Folgt uns auf Instagram, um nichts zu verpassen: @based_medien
Nach dem Anschlag auf den CSD läuft die Debatte darüber, wie die Radikalisierung des mutmaßlichen Attentäters Abdul B. verlief und ob sie hätte verhindert werden können. Jamuna Oehlmann ist Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx). Im Gespräch bei SWR Kultur am Morgen sagt sie: „Der IS geht bei der Rekrutierung konsequent und gezielt vor. Er spricht junge Männer an, die sich in einer Krise befinden.“ Beim IS fänden sie einen vermeintlichen Ort der Selbstverwirklichung. Konsequente Bekämpfung radikalisierender Inhalte Von der Politik fordert Oehlmann eine konsequentere Umsetzung des Digital Services Act der EU, der illegale Inhalte auf Plattformen bekämpfen soll. „Viele islamistische Inhalte sind nicht eindeutig als solche zu erkennen.“ Dennoch habe der Gesetzgeber Möglichkeiten, diese einzuschränken. Auch KI-generierte Inhalte würden zunehmend zur Radikalisierung junger, verunsicherter Männer genutzt. Langfristige Prävention statt Präventivhaft Zu Forderungen, künftig das Jugendstrafrecht bei Terrorismusverdächtigen grundsätzlich auszusetzen oder Verdächtige in Präventivhaft zu nehmen, sagt Oehlmann: „Das ist nicht mein Verständnis von Prävention. Ich kann den Impuls in der Politik verstehen, neue Maßnahmen zu fordern.“ Zielführender sei es, auf langfristige Präventionsarbeit zu setzen, die auch nach Attentaten oder Anschlägen die Aufmerksamkeit auf das Thema lenke.
Am Samstagabend beim Christopher Street Day in Berlin fährt ein Auto in die Menschenmenge. Eine Frau stirbt, 16 weitere werden verletzt, drei schweben in Lebensgefahr. Ein junger Mann wird zur Fahndung ausgeschrieben – radikalisiert, bereit. Im Teamwagen auf dem Weg zum Hotel in Tokio spricht Thilo mit Martin Lautwein über das, was passiert ist: über den Täter und seine Verbindung zum Islamischen Staat, über die Psychologie des Traumas für Menschen, die dabei waren, und über die Radikalisierung in sozialen Medien, die längst nicht nur Islamisten betrifft. Aber vor allem über Solidarität – konkret, jetzt, nicht in einer Woche. Wie geht ihr damit um? Schreibt in die Kommentare, wie ihr das Wochenende erlebt habt. FAKTENCHECK Diese Episode enthält mehrere überprüfbare Faktenbehauptungen zu den Auswirkungen des Anschlags und der Rolle des Islamischen Staates. Der Faktencheck fokussiert auf Zahlenangaben, historische Bezüge und organisatorische Informationen. Anzahl Verletzte und Todesfälle ✅ Das Transkript nennt „mindestens 16 Verletzte" und eine Tote – Martin präzisiert später: drei davon seien „in Lebensgefahr", acht „schwer verletzt", fünf „leicht verletzt". Die Berliner Polizei und die Feuerwehr bestätigten bereits am Sonntagmorgen genau diese Zahlen, weshalb keine Korrektur erforderlich ist. Abdul B., Alter und Herkunft ✅ Das Transkript identifiziert den Tatverdächtigen als „Abdul B.", „21-jähriger deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln". Die Polizeimitteilung und alle Qualitätsmedien (Tagesspiegel, taz, Berliner Zeitung) bestätigen die Identität, das Alter und die Staatsbürgerschaft. Libanesische Wurzeln sind ebenfalls dokumentiert. Verhaftung im Libanon und Syrien-Versuch ✅ Martin sagt: Der Tatverdächtige „wurde im Libanon festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert, als er sich von dort nach Syrien wollte, sich dem IS anzuschließen." Das Rechercheergebnis: Ende 2025 wurde Abdul B. bei der Rückkehr aus dem Libanon am Flughafen BER festgenommen; er hatte nach Syrien ausreisen wollen, um sich dem IS anzuschließen. Kern richtig, Timing im Transkript minimal ungenau („Monate lang wird man das nicht geplant haben" — es war eher wenige Wochen davor), aber nicht faktisch falsch. Charlie Hebdo und Bataclan als komplexe Anschläge ✅ Martin nennt die Anschläge „in den 2015er, 2016er, 2017er Jahren". Tatsächlich fanden beide Anschläge 2015 statt: Charlie Hebdo am 7. Januar 2015, Bataclan am 13. November 2015. Die Aussage ist zeitlich imprecise, bezieht sich aber korrekt auf zwei zentrale IS-gesteuerte Terroranschläge in Frankreich. Islamischer Staat aktiv in Irak, Syrien, Somalia und Sahel-Zone ✅ Martin sagt: „Der Islamische Staat ist immer noch als Terrororganisation aktiv. Nicht nur im Irak und in Syrien, sondern vor allen Dingen auch auf dem afrikanischen Kontinent. Wir beobachten das gerade in Somalia, wir beobachten das aber auch in der Sahel-Zone." Multiple aktuelle Quellen (2024–2025) bestätigen: Der IS ist tatsächlich in Somalia, der Sahel-Zone (Mali, Burkina Faso, Niger), dem Lake Chad Basin sowie in Afghanistan präsent und operiert als dezentrales Netzwerk. Die Aussage ist korrekt. Zusammenfassung:
Der Messerangriff in Solingen, bei dem drei Menschen getötet und mehrere schwer verletzt wurden, hat die Frage der Inneren Sicherheit in Deutschland erneut in den Fokus gerückt. Der IS reklamiert die Tat für sich. Der tatverdächtige Syrer hätte bereits Mitte 2023 abgeschoben werden sollen. Der Anschlag verstärkt, insbesondere eine Woche vor den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen, die Frage, ob der deutsche Rechtsstaat tatsächlich alle Mittel ausschöpft, um seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Caren Miosga diskutiert mit ihren Gästen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um der Bevölkerung Sicherheit zu garantieren, ohne dabei Grundrechte zu verletzen. Was bringen verschärfte „Anti-Messer-Gesetze“ tatsächlich? Wie können Abschiebungen schneller und konsequenter umgesetzt werden, um derartige Vorfälle zu verhindern?
Der IS bleibt gefährlich. Ermittlern gelang es, eine Terrorzelle in Nordrhein-Westfalen rechtzeitig aufzudecken und sieben Mitglieder festzunehmen. Sie stehen seit Ende Juli in Düsseldorf vor Gericht. BR-Recherchen zeigen, wie der IS-Ableger ISPK mit Zentrale in Afghanistan sein Netzwerk in Europa gezielt auszuweiten versucht - mit dem Ziel Anschläge zu begehen. So mischten sich die in Düsseldorf angeklagten mutmaßlichen IS-Terroristen im Frühjahr 2022 unter die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und kamen getarnt als Asylbewerber nach Deutschland. Nach BR-Recherchen kam mindestens eine mittleren zweistellige Zahl von Personen mit Bezug zum islamistischen Terrorismus seit Februar 2022 auf diesem Weg ins Land. Terrorismus-Experten gehen davon aus, dass der ISPK den russischen Angriffskrieg gezielt dafür nutzt, um Mitglieder nach Europa zu schmuggeln.
Als der selbsternannte "Islamische Staat" 2014 in den êzidischen Şengal einfällt, flüchtet die staatliche Armee und lässt die Êzid*innen schutzlos zurück. Der IS (auch Daesh genannt) beginnt einen Genozid-Feminizid, dessen Grausamkeit kaum in Worte zu fassen ist.Doch im benachbarten Rojava (Westkurdistan / Nordostsyrien) gibt es bereits demokratische Strukturen mit Selbstverteidigungseinheiten, die sich Daesh entgegen stellen. Obwohl sie auch in Syrien an zahlreichen Fronten kämpfen, ziehen sie los zum Şengal, der von Daesh eingenommen und umzingelt ist. Sie kämpfen einen Korridor frei, durch den Hunderttausende Êzid*innen nach Rojava flüchten können.Seit dem Beginn des Genozid-Feminizids am 3.8.2014 sind nun fast 10 Jahre vergangen. Shingal ist heute vom Daesh befreit und es findet ein beeindruckender Aufbau demokratischer Selbstorganisation statt - mit den Ideen des demokratischen Konföderalismus von Abdullah Öcalan und unter Vorreiterinnenschaft êzidischer Frauen.Erwähnte Quellen & Links:Flucht der Pêşmerga aus Şengal am 3.8.2014: https://www.youtube.com/watch?v=7d1TSuaHF4ARonya Othman - Ferman 74Projekt "Ferman" der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten: https://www.ferman.eu/ Salim Hajy - Der Begriff des Genozids und die Geschichte der Fermane (aus dem Sammelband "Ferman 74 - Der Genozid an den Jesiden 2014/2015", Hg. Gatzhammer, Hafner, Khatari)Çira Report: https://m.youtube.com/playlist?list=PL6P1E13_gg5ke8eLPi41dRQFuIGvNBtMoÇira Fokus: https://m.youtube.com/playlist?list=PL6P1E13_gg5kmaL3iSN_xQcANh0xZT6RVDas Episodenbild ist aus der Broschüre von https://gemeinsam-kaempfen.de/Schickt uns Feedback an hallo-gkw@riseup.net Abonniert unseren Telegram-Kanal @linkegeschichte um die Fotos zu sehen und keine Folge zu verpassen. t.me/linkegeschichte Unterstützt uns auf Steady: https://steadyhq.com/de/linkegeschichte/aboutWarum es besser ist, die Begriffe versklavte Menschen und Maafa zu benutzen, haben wir von Zade Abdullah und Tsepo Bollwinkel gelernt. Mehr Infos zu Tsepos Arbeit findet ihr hier: https://tsepo-bollwinkel-empowerment.de/
Von Anna Wallner. Der IS bekennt sich zum Anschlag in Moskau, bei dem mehr als 130 Menschen getötet wurden. Auch Putin macht „radikale Islamisten“ verantwortlich, spekuliert aber darüber, die Ukraine sei ebenso involviert. Was haben die Terrormilizen des Islamischen Staates gegen Putins Russland? Wie könnte der Anschlag Russland nützen? Und warum ist Frankreich so nervös? Wieland Schneider gibt im Podcast Antworten. All diese Fragen beantwortet Wieland Schneider, Vize-Chef der Außenpolitik der "Presse", in dieser Folge. Redaktionsschluss: 25.3., 13 Uhr.
Der IS hat sich zum Anschlag in Moskau bekannt. Entsprechende Warnungen im Vorfeld habe Putin ignoriert, so Politologe Nico Lange. Russland sei immer wieder Ziel islamistischer Anschläge, auch wegen der eigenen Unterdrückungspolitik. Von WDR 5.
Der Politikwissenschaftler Nico Lange sieht den Terroranschlag des IS in Moskau als eine Art Racheakt. Russland sei schon länger auf dem Radar des inzwischen sehr starken IS-Ablegers ISPK, vor allem wegen des russischen Vorgehens in Syrien. Putin selbst habe den Militäreinsatz in Syrien als einen Kampf gegen den Islamischen Staat bezeichnet und in Russland dies auch als Begründung für Russlands Vorgehen dort angeführt. Der IS sei nie „weg“ gewesen, so Lange, es habe nur in den letzten Jahren keine größeren Anschläge im Westen gegeben. Man müsse nun überlegen, ob man die deutschen Sicherheitsbehörden besser ausstatten müsse.
Der Islamwissenschaftler und Terrorismus-Experte Guido Steinberg sieht derzeit keine Anhaltspunkte für eine Verbindung zwischen Attentaten der Terrororganisation Islamischer Staat in Europa und dem Terrorangriff der Hamas auf Israel. Der IS habe seit der militärischen Niederlage in Syrien 2014 immer wieder Attentate auf Zivilisten in Europa verübt. Einzeltäter-Anschläge wie kürzlich in Brüssel und Paris gehörten fast schon zur Normalität, sagte Steinberg im SWR2 Tagesgespräch. Die Taten seien schrecklich, aber nichts im Vergleich zu dem, was Hamas und die libanesische Hisbollah anrichten könnten, so Steinberg. "Ich sehe die größere Gefahr ausgehen von Anhängern der Hamas oder der Hisbollah. Die haben sich bisher nicht entschlossen, in Europa vorzugehen. Wenn sie sich allerdings entschließen sollten, dann wird es wirklich gefährlich, weil das starke Organisationen sind, mit einer Massenbasis und einem Staat, nämlich dem Iran, im Hintergrund. Diese Gruppierungen sind ungleich gefährlicher und effizienter als der IS", so Steinberg.
WERTcast - Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben
Journalistin Azadê Peşmen war Gast in unserer neusten, unglaublich spannenden WERTcast-Folge mit Düzen Tekkal. Hört jetzt die ganze Folge überall, wo ihr Podcasts hören könnt! Azadê und Düzen reden über Azadês Podcast „Deso – Der Rapper, der zum IS ging”: Sie berichtet, wie es für sie war sich mit dem sogenannten „IS” auseinanderzusetzen und mitzuerleben, wie sich jemand radikalisiert, den sie noch als Berliner Gangster-Rapper kennt. Deso Dogg war jemand, der bei Azadê um die Ecke am Kotti in Berlin gewohnt hat und dann den Weg aus Deutschland zur Terrormiliz IS einschlägt. Beide tauchen ein in Azadês spannende Recherche, während der sie das Archivmaterial mit den gewaltvollen Videos von Denis Cuspert (Deso Dogg) beim sogenannten „IS” gesehen hat. Azadê erzählt Düzen auch, wie ihr Kontakt mit einer ehemals engen Freundin Cusperts ablief und wie sie sehr tiefe Einblicke in sein Familienleben durch den Bruder bekam. Düzen Tekkal gibt darüber hinaus im Gespräch Einblick über die politische und humane Lage in den ehemaligen Gebieten der Terrormiliz Islamischer Staat und was aktuell passiert. Deso Doggs Geschichte ist erschreckend faszinierend - und die Terrormiliz IS ist eine andauernde Gefahr. Offiziell und militärisch gilt der sogenannte „IS” seit 5 Jahren als besiegt. Doch Düzen Tekkal ermahnt: „Der IS ist und war nie weg. Wer ist denn der IS, der ist ja nicht verschwunden von heute auf morgen. Das sind ja Menschen, das waren Familien.” Hört euch jetzt die ganze spannende Folge des WERTcasts mit Düzen Tekkal und Azadê Peşmen auf allen Plattformen an, wo man Podcasts finden kann!
Damit die Versorgungssicherheit in der Schweiz nicht gefährdet wird, will Energieministerin Simonetta Sommaruga den grossen Energieunternehmen im Notfall unter die Arme greifen. Doch bei diesen kommt dieser staatliche Rettungsschirm nicht gut an, wie die Vernehmlassung zeigt. Weitere Themen: (01:44) Stromfirmen wollen nicht «gerettet» werden (10:14) Vom Einfluss russischer Talkshows (16:38) Spitze des Seco bleibt in Frauenhand (20:27) Export von Getreide aus der Ukraine harzt (24:58) Finnland und Schweden stellen die Weichen Richtung Nato (30:32) USA: Das mögliche Ende des liberalen Abtreibungsrechts (34:26) Der IS erstmals als Fernsehereignis
Wir haben corona, wir hatten die US-Wahlen und... es gab einen Terror Anschlag in der Wiener Innenstadt. Der IS hat die Tat für sich erklärt aber wer ist wirklich Schuld an dem Anschlag? Hat es überhaupt einen Sinn, einen Schuldigen zu suchen? Was sagt Terror von einem Österreicher über die Österreichische Bevölkerung und das Leben in Wien aus? Dazu teile ich jetzt meine paar kleinen Gedanken. Alles liebe!
Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle
Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erstmals mehr als 90.000 neu registrierte Corona-Fälle in den USA In den USA sind erstmals mehr als 90.000 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages registriert worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 91.295 neue Ansteckungsfälle erfasst. Die Gesamtzahl der verzeichneten Ansteckungsfälle in den Vereinigen Staaten stieg nach Angaben der Universität inzwischen auf 8,94 Millionen. In absoluten Zahlen sind die USA das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Auf Platz zwei folgt Brasilien mit mittlerweile fast 5,5 Millionen Fällen und knapp 160.000 Toten. Neuer Höchstwert: 18.681 Corona-Neuinfektionen in Deutschland Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11.242 Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit knapp 500.000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 77 auf insgesamt 10.349. Bundestag beschließt neues Mandat für Bundeswehreinsatz im Irak Der Deutsche Bundestag hat den Bundeswehr-Einsatz im Irak um 15 Monate bis Januar 2022 verlängert. Die Höchstzahl der eingesetzten Soldaten wird um 200 auf nun 500 verringert. 431 Abgeordnete stimmten dafür. Schwerpunkt des deutschen Einsatzes ist die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte für den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Der IS hatte zwischen 2014 und 2017 weite Teile des Nordirak blutig erobert, wurde dann aber mit einer international unterstützten Offensive in die Flucht geschlagen. Argentinische Polizei räumt gewaltsam Obdachlosen-Camp bei Buenos Aires In Argentinien hat die Polizei ein riesiges Obdachlosen-Lager in einem Vorort der Hauptstadt Buenos Aires geräumt. Auf dem 100 Hektar großen Gelände hatten zeitweise mehr als 1400 Familien in behelfsmäßigen Unterkünften gelebt. Viele verließen das Lager friedlich. Die Verbliebenen wehrten sich gegen ihre Vertreibung durch die mehr als 4000 Polizisten, die Tränengas und Gummigeschosse einsetzten. Die Polizei nahm 30 Besetzer fest. Wegen der Corona-Krise geraten im wirtschaftlich angeschlagenen Argentinien immer mehr Menschen in Arbeits- und Wohnungslosigkeit. Angriffe auf Regionalhauptstadt Stepanakert in Berg-Karabach In der Südkaukasus-Region Berg-Karabach haben die Behörden die heftigsten Angriffe von aserbaidschanischer Seite seit Beginn der Gefechte vor vier Wochen gemeldet. Die Regionalhauptstadt Stepanakert war demnach mehrere Stunden lang unter Beschuss. Die selbsternannte Republik Berg-Karabach wird bis heute international nicht anerkannt. Offiziell ist sie Teil Aserbaidschans, wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Beobachter befürchten, dass der aktuelle Konflikt um Berg-Karabach zwischen Armenien und Aserbaidschan zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der Türkei werden könnte. Zehntausende Oppositionsanhänger demonstrieren vor Parlamentswahl in Georgien Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Georgien haben Zehntausende Anhänger der Opposition gegen die Regierung protestiert. Bei der Kundgebung auf dem zentralen Freiheitsplatz der Hauptstadt Tiflis meldete sich auch Ex-Präsident Michail Saakaschwili per Video-Schalte aus seinem Exil in der Ukraine zu Wort. Umfragen zufolge könnte die zunehmend unbeliebte Regierungspartei Georgischer Traum des Milliardärs Bidsina Iwanischwili die Wahl am Samstag knapp verlieren. Dazu müssten Oppositionsparteien unter der Führung von Saakaschwilis Partei Vereinte Nationale Bewegung (UNM) eine Koalition bilden.
Kleinere Geschäfte sollen unter Auflagen wieder öffnen, die ersten Schülerinnen und Schüler dürfen ab Anfang Mai zurück in die Schulen, aber die Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst bestehen. Die Bundesregierung und die Landesregierungen suchen nach einem gemeinsamen Weg, um ein Stück Normalität in den Alltag zurückzubringen. Bei Redaktionsschluss dieses Podcasts liefen die Gespräche noch. Deswegen fassen wir zusammen, was im Vorfeld schon bekannt war. Die neuesten Entwicklungen können Sie außerdem in unserem Liveblog nachlesen. Am Mittwochmorgen hat der Generalbundesanwalt Peter Frank vier mutmaßliche Islamisten in Nordrhein-Westfalen festnehmen lassen. Die Männer stammen aus Tadschikistan und sollen unter anderem Anschläge auf amerikanische Einrichtungen in Deutschland geplant haben. Weil die Männer eine IS-Zelle gebildet haben sollen, belegt das nur die Einschätzung des ZEIT-Journalisten Yassin Musharbash, der schon vor einiger Zeit warnte: Der IS ist nicht besiegt. Seine Reportage dazu: https://www.zeit.de/2020/13/islamischer-staat-dschihadismus-rueckkehr-islamismus Außerdem sprechen wir über den bisher ältesten Corona-Überlebenden und wir beantworten die Fragen einer Hörerin: Kann man sich mit dem Coronavirus infizieren, wenn man ein Spenderorgan erhält? Und kann man spenden, obwohl man infiziert ist? Moderation: Fabian Scheler Redaktion: Ole Pflüger Sie erreichen uns per Mail an wasjetzt@zeit.de
Der Irak hat im besonderen Maße unter der Herrschaft und den Angriffen des sog. Islamischen Staats gelitten. Der IS wurde zwar vor knapp zwei Jahren militärisch besiegt und die Sicherheitslage in der Region hat sich stark verbessert. Doch der politische und wirtschaftliche Wiederaufbauprozess ist noch im Gange. Jonas Koll unterhält sich darüber mit Helena Merks, die bis vor Kurzem noch die stellvertretende Generalkonsulin in Erbil war, der Hauptstadt der Region Kurdistan-Irak im Norden des Landes. In der Folge geht es darum, was unsere Kollegen am Generalkonsulat für Aufgaben haben, welche Rolle Deutschland im Wiederaufbauprozess spielt und was die Menschen in der Region über Deutschland denken. Folgen Sie dem Generalkonsulat auf Twitter @GermanyinKRI
Der von Donald Trump angekündigte Rückzug der USA aus Syrien hinterlässt ein Machtvakuum. Das syrische Regime und die Türkei beanspruchen es je für sich. Wahrscheinlichstes Opfer sind – einmal mehr – die Kurdinnen und Kurden. Ohne grosses Blutvergiessen hatten die Kurden im Norden Syriens zu Beginn des Bürgerkriegs ihre Autonomie von Damaskus abgerungen. Unter dem Schutz der kurdischen Milizen YPG und YPJ wurden drei selbstverwaltete «Kantone» eingerichtet: Cizire, Kobane und Afrin. Zusammengefasst nennen die Kurden das Gebiet «Rojava» - übersetzt «Sonnenuntergang» oder West-Kurdistan. In der vom «Islamischen Staat» eingekesselten Stadt Kobane begann Ende 2014 der Siegeszug kurdischer Milizen gegen den IS. Unterstützt wurden sie dabei von einer westlichen Allianz, inbesondere aus der Luft, am Boden auch von US-amerikanischen und französischen Spezialeinheiten. Der IS beherrscht inzwischen nur noch ein einziges Dorf an der Grenze zum Irak. US-Präsident Trump will seine Truppen deshalb abziehen – und die bisherigen Verbündeten schutzlos den türkischen Drohungen aussetzen. Den ehemaligen Kanton Afrin haben islamistische Rebellen mit tatkräftiger Unterstützung der Türkei bereits besetzt. Jetzt will Erdogan mit seiner Armee östlich des Euphrats 32 Kilometer tief in syrisches Territorium eindringen und dort einen «Sicherheitsgürtel» schaffen. Die kurdische Forderung nach einem international überwachten Flugverbot scheint chancenlos. Das Ergebnis ist ein Wettlauf zwischen der Türkei und den Kurden um die Gunst von Syriens Präsident Assad. Wer wird ihn gewinnen und sind die Kurden überhaupt bereit, ihre Autonomie wieder aufzugeben? Florian Inhauser spricht in #SRFglobal mit * Ismail Küpeli, Historiker und Politologe, Uni Bochum * Taha Khalil, Journalist Ronahi TV, Qamishli * und Pascal Weber, SRF-Korrespondent Naher Osten, Beirut.
Der von Donald Trump angekündigte Rückzug der USA aus Syrien hinterlässt ein Machtvakuum. Das syrische Regime und die Türkei beanspruchen es je für sich. Wahrscheinlichstes Opfer sind – einmal mehr – die Kurdinnen und Kurden. Ohne grosses Blutvergiessen hatten die Kurden im Norden Syriens zu Beginn des Bürgerkriegs ihre Autonomie von Damaskus abgerungen. Unter dem Schutz der kurdischen Milizen YPG und YPJ wurden drei selbstverwaltete «Kantone» eingerichtet: Cizire, Kobane und Afrin. Zusammengefasst nennen die Kurden das Gebiet «Rojava» - übersetzt «Sonnenuntergang» oder West-Kurdistan. In der vom «Islamischen Staat» eingekesselten Stadt Kobane begann Ende 2014 der Siegeszug kurdischer Milizen gegen den IS. Unterstützt wurden sie dabei von einer westlichen Allianz, inbesondere aus der Luft, am Boden auch von US-amerikanischen und französischen Spezialeinheiten. Der IS beherrscht inzwischen nur noch ein einziges Dorf an der Grenze zum Irak. US-Präsident Trump will seine Truppen deshalb abziehen – und die bisherigen Verbündeten schutzlos den türkischen Drohungen aussetzen. Den ehemaligen Kanton Afrin haben islamistische Rebellen mit tatkräftiger Unterstützung der Türkei bereits besetzt. Jetzt will Erdogan mit seiner Armee östlich des Euphrats 32 Kilometer tief in syrisches Territorium eindringen und dort einen «Sicherheitsgürtel» schaffen. Die kurdische Forderung nach einem international überwachten Flugverbot scheint chancenlos. Das Ergebnis ist ein Wettlauf zwischen der Türkei und den Kurden um die Gunst von Syriens Präsident Assad. Wer wird ihn gewinnen und sind die Kurden überhaupt bereit, ihre Autonomie wieder aufzugeben? Florian Inhauser spricht in #SRFglobal mit * Ismail Küpeli, Historiker und Politologe, Uni Bochum * Taha Khalil, Journalist Ronahi TV, Qamishli * und Pascal Weber, SRF-Korrespondent Naher Osten, Beirut.
Der IS scheint im Irak besiegt. Das Trauma der Flüchtlinge, besonders der Jesiden, bleibt. SOS-Kinderdörfer versuchen auch spielerisch das schwere Schicksal von Kindern und Jugendlichen anzugehen.
Paris hat tiefe Narben hinterlassen. Der IS hat den Krieg in den Freitagabend getragen. Trauer, Wut, Hysterie – all das muss jetzt verarbeitet werden. Für uns als Vaterblog stellt sich... Der Beitrag Terror und Erziehung – Interview mit Arye Sharuz Shalicar, Presseoffizier der Israelischen Armee erschien zuerst auf Ich Bin Dein Vater.
Paris hat tiefe Narben hinterlassen. Der IS hat den Krieg in den Freitagabend getragen. Trauer, Wut, Hysterie – all das muss jetzt verarbeitet werden. Für uns als Vaterblog stellt sich... Der Beitrag Terror und Erziehung – Interview mit Arye Sharuz Shalicar, Presseoffizier der Israelischen Armee erschien zuerst auf Ich Bin Dein Vater.