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«Da ist ein Airliner ins World Trade Center geflogen». In der 10vor10-Redaktion sitzt Stephan Klapproth mit dem Rücken zum Fernseher, als er zum ersten Mal von den Anschlägen in den USA hört. Kurze Zeit später geht der Moderator selbst auf Sendung. Hier erzählt er, wie er um passende Worte rang. · Wo früher das World Trade Center stand, befinden sich heute keine neuen Gebäude – sondern eine Gedenkstätte. Dafür hat unter anderem Monica Iken-Murphy gesorgt. Am 11. September 2001 verlor sie ihren Mann Michael. Danach wandelte sich ihre Trauer in Aktivismus: Monica Iken-Murphy wollte verhindern, dass über den Toten wieder gebaut wurde. Die Reportage von ARD-Korrespondent Martin Ganslmeier. · Neben der Strasse von Hormus ist im Nahen Osten eine weitere Schifffahrtsroute gestört. Im Jemen haben die Huthi-Rebellen die Hafenstadt Mokka eingenommen und kontrollieren so eine für den Ölhandel wichtige Meerenge. Was die Miliz damit bezweckt, erklärt Nahost-Korrespondent Thomas Gutersohn. · Der spanische Geheimdienst hat die Behörden vor der Massenankunft von Migrantinnen und Migranten in der Exklave Ceuta gewarnt. Das geht aus geheimen Unterlagen hervor, die die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez freigegeben hat. Sanchez hatte stets bestritten, etwas gewusst zu haben. Wir haben die freie Journalistin Julia Macher gefragt, was die Veröffentlichung für ihn bedeutet.
Die Verschwörer vom 20. Juli 1944 wollten Hitler töten und waren zugleich auf unterschiedlichste Weise in Angriffskrieg und Unrecht verstrickt. Können sie militärische Vorbilder sein? Eine Debatte, der sich die Bundeswehr verschließt, meint Sönke Neitzel. Sönke Neitzel ist Militärhistoriker an der Universität Potsdam. Seinen Vortrag mit dem Titel "Die Bedeutung des 20. Juli 1944 für die Traditionsbildung der Bundeswehr in Zeiten neuer sicherheitspolitischer Herausforderungen" hat er am 19. Juli 2026 auf Einladung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Museum für Kommunikation in Berlin gehalten.Eingangs bezieht er sich in seinem Vortrag auf die Abhörprotokolle, die im britischen Gefängnis für deutsche Wehrmachts-Offiziere in Trent Park, London, entstanden sind. Er hat diese Protokolle übersetzt und dazu publiziert (Sönke Neitzel, Abgehört: Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942-1945, 2007). ********** +++ Hörsaal +++ Deutschlandfunk Nova +++ Wissenschaft +++ Geschichte +++ Militärgeschichte +++ Geschichtswissenschaft +++ Adolf Hitler +++ 20. Juli 1944 +++ Hitler-Attentat +++ NS-Zeit +++ Drittes Reich +++ Bundeswehr +++ Traditionserlass +++ Erinnerungskultur +++ **********In dieser Folge mit: Moderation: Katja Weber Vortragender: Sönke Neitzel, Militärhistoriker, Universität Potsdam**********Hörtipp:1001 Nacht**********Ihr hört in diesem Hörsaal:4:29 - Beginn des Vortrages: Reaktionen auf den 20.Juli 1944 und die Gedenktradition in der Bundesrepublik18:09 - Zwei unterbeleuchtete Aspekte: Die Widerständler als Militärs. Und: Die Widerständler im Vernichtungskrieg32:30 - Was folgt daraus für das Gedenken heute innerhalb der Bundeswehr?**********Quellen aus der Folge:Der TraditionserlassGDW-Berlin: 11 Der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944"Eine gewissenlose Clique frontfremder Parteiführer" – Der 20. Juli 1944**********Empfehlungen aus der Folge:Sönke Neitzel, Abgehört: Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942-1945, 2007Sönke Neitzel, Die Bundeswehr. Von der Wiederwaffnungs bis zur Zeitenwende, 2025 **********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Bundeswehr: Die Geschichte der Wehrpflicht und die ihrer AussetzungDDR: Die psychischen und physischen Folgen der Einführung der NVA-WehrpflichtBundeswehr: Brauchen wir jetzt wieder die Wehrpflicht?**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
Der erste indigene Widerstandskrieg Nordamerikas endet mit dem Tod von Metacomet, Häuptling der Wampanoags, am 12.08.1676. Ein Bierfabrikant errichtet Jahre später eine Gedenkstätte gegen das kollektive Vergessen der Verbrechen an den Indianern. Sobich, Nora www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen. Feature
Zehn Millionen Euro zusätzlich will der Bund im kommenden Jahr an NS- und SED-Gedenkstätten verteilen. Der Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Markus Pieper, spricht von einer tollen Nachricht.
Dr. Leo Ensel sieht sein „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit" als fortlaufendes Sammelprojekt, in dem dokumentiert wird, wie verharmlosende und militarisierte Sprache uns auf einen Krieg vorbereiten soll. Seine Vorbilder sind Victor Klemperer, Dolf Sternberger und vor allem Günther Anders, der von „Apokalypse-Blindheit" spricht, mit dem die Unfähigkeit bezeichnet wird, sich die Folgen der von Menschen geschaffenen Zerstörungsmittel wirklich vorzustellen. Als Kind der Friedensbewegung der 1980er-Jahre erzählt Leo Ensel von einem bewegenden Versöhnungserlebnis an der Gedenkstätte Chatyn in Weißrussland. Er plädiert für persönliche Begegnungen und Dialoge über Grenzen hinweg als konkrete Friedensarbeit frei nach seinem an Politiker gerichteten „friedensfrechen“ Motto: „Zankt euch weiter – wir lieben uns weiter."
In dieser Folge Leipzig Weekly geht es um die erneute Extremhitze in Leipzig und welche Auswirkungen das auf Natur, Menschen und die Straßenbahnen der LVB hatte. Außerdem sprechen wir über die Entlassung von Tobias Hollitzer, dem ehemaligen Ausstellungsleiter der Gedenkstätte "Runde Ecke". Und: Stellenabbau bei BMW. Wie stark ist Leipzig betroffen? Redaktion: Mattis Dinkelaker, Lena Herrmann und Klara Binning Moderation: Jana Kieseyer Falls ihr mehr von uns hören wollt, schaut gerne auf unseren Social-Media-Kanälen vorbei: Instagram: www.instagram.com/mephisto976 Threads: www.threads.com/@mephisto976 Mastodon: www.mastodon.social/@mephisto976 Bluesky: www.bsky.app/profile/mephisto976.bsky.social
Moritz, Alexander www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Die Weimarer Republik war keinesfalls eine Demokratie ohne Demokraten. Viele Menschen erkannten rechtzeitig die wachsende faschistische Gefahr und riskierten ihr Leben im Kampf zur Abwehr einer Hitlerdiktatur. Dazu gehörten die Angehörigen einer zu Unrecht vergessenen, parteiübergreifenden Organisation, des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, das sich selbst als „Schutztruppe der Republik“ verstand. Der Historiker Hans-Rainer Sandvoß von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand hat sich in jahrelanger akribischer Forschungsarbeit mit deren Wirken in Berlin und Brandenburg befasst und nun eine beeindruckende Monografie vorgelegt, die aufrechte Antifaschisten und Antifaschismus würdigt, der auch heute wieder dringend notwendig ist. Moderation: Karlen Vesper
Ottersbach, Niklas www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Langer, Kai www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Gedenkstätten wollen erinnern, dafür braucht es Publikum. Deshalb will die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt diese Orte des Erinnerns bekannter machen. Über das Konzept sprechen wir mit Korrespondentin Doreen Jonas.
Was bedeutet Widerstand heute? In „Nein sagen“ blickt Matthias Brandt auf die Erfahrungen seiner Eltern Willy und Ruth Brandt im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Das Hörbuch entstand aus einer Rede, die der Schauspieler 2025 zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee hielt.
Gedenktafel und Erinnerungsorte gibt es viele. Doch eine zentrale Gedenkstätte für die RAF-Opfer fehlt bis heute. Historikerin Annette Vowinckel erklärt die Hintergründe.
Bernhard, Henry www.deutschlandfunkkultur.de, Länderreport
Mit der Klasse auf eine Burg oder ins Museum – in Thüringen ist der Topf für solche Fahrten zu außerschulischen Lernorten fast leer. Nur Fahrten zu Gedenkstätten werden noch gefördert. Und in Sachsen und Sachsen-Anhalt?
Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Andrea Genest und Maite Billerbeck "Die Jugendlichen einbeziehen mit Emotionen." (Maite Billerbeck) Das US-Nationalarchiv hat Millionen von Mitgliederkarteien der NSDAP ins Internet gestellt, für alle frei zugänglich. Mehrere deutsche Wochen- und Online-Magazine haben aus diesem Datenwust ein digitales Tool gebaut. Seitdem recherchieren Millionen Deutsche, ob die eigenen Familienangehören in Hitlers Partei waren. Verändert das Recherchetool unsere Erinnerungskultur? "Immer mehr Menschen fragen, wie konnte es dazu kommen, wie konnten Menschen im Nationalsozialismus mitmachen, Das lernen wir über die Biografien und die Sozialgeschichte der Täterschaft, so Gedenkstättenleiterin Andrea Genest. "Wenn wir Erinnerungskultur lebendig machen wollen, müssen wir die Jugendlichen einbeziehen mit Emotionen, mit ihrem Gefühl", betont Maite Billerbeck, Psychologin und Gründerin des Vereins zur Förderung der Erinnerungskultur. Dr. Andrea Genst ist Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.Zuvor hat sie u.a. in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin gearbeitet. Maite Billerbeckist Psychologin und Gründerin des Vereins zur Förderung der Erinnerungskultur e.V., nach Recherchen in der eigenen Familiengeschichte. Der Dokumentarfilm "Das vergessene Massaker - Tikun Olam 2025: ein deutsch-italienischer Schüleraustausch“ (Regie: Richard Moritz Schmidt) wurde im April 2026 uraufgeführt. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:02:26 Die persönlichen Familiengeschichten 00:07:48 Die Morde am Lago Maggiore 00:09:41 Die neuen Recherchetools 00:14:28 Tikkun Olam 00:17:23 Mauer des Schweigens und transgenerationelles Trauma 00:22:50 Wandel der Erinnerungskultur? 00:24:40 Jugendprojekt zwischen Berlin und Mailand 00:30:56 Herausforderungen der Gedenkstätten 00:35:52 Begegnung der Nachkommen von Opfern und Tätern 00:39:15 Baseballschlägerjahre haben Kinder bekommen 00:45:27 Der Zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de Hörtipp: Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast https://www.ardsounds.de/sendung/wie-wir-ticken-euer-psychologie-podcast/urn:ard:show:be34348e7e107ac6/ Darin besonders: Traumata der NS Zeit - Wie sie Kinder und Enkel belasten https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:bd2bb39edaa22434/
"[...] ich habe eher gemischte Gefühle bei dem ganzen Vorgang", sagt Historiker Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Er begrüßt zwar die Stärkung der Holocaust-Bildung, kritisiert aber die mangelnde Transparenz und fehlende Einbindung bestehender Gedenkstätten bei der Planung der neuen Yad-Vashem-Außenstelle in München.
Libanon: Menschen fliehen vor Angriffen, USA: Wieder Angriffe gegen Iran, Yad Vashem: Neue Orte für Gedenkstätte, Kliniken: Protest gegen Sparpläne, Blatten: Ein Jahr nach Sturz von Gletscher, Das Wetter
Libanon: Menschen fliehen vor Angriffen, USA: Wieder Angriffe gegen Iran, Yad Vashem: Neue Orte für Gedenkstätte, Kliniken: Protest gegen Sparpläne, Blatten: Ein Jahr nach Sturz von Gletscher, Das Wetter
Ein harmloser Apfelbaum brachte Svenja Leiber auf die Geschichte einer jungen NS-Zwangsarbeiterin. Aus ihren Recherchen ist ihr Roman "Nelka" entstanden. Eine fiktive Geschichte mit erfundenen Figuren, aber tief verwurzelt in der gewaltvollen Historie des 20. Jahrhunderts. Basierend auf dem Schicksal von Millionen zwangsverschleppter Frauen aus Osteuropa während der Nazi-Zeit. Svenja und Nadine besuchen die Gedenkstätte und lassen sich zeigen, unter welchen Bedingungen Zwangsarbeiter in den Baracken leben mussten. Sie reden über Svenjas Recherchen und aktuelle Lieblingsbücher. Das Buch Svenja Leiber: "Nelka", Suhrkamp, 200 Seiten Svenja empfiehlt Lena Gorelik: "Alle meine Mütter", Rowohlt, 272 Seiten Nadine empfiehlt Jaqueline Scheiber: "Schwimmen / Schweben", Leykam, 144 Seiten Die Autorin Svenja Leiber lebt in Berlin. 1975 wurde sie in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. 2005 veröffentlichte sie ihren ersten Erzählungsband: "Büchsenlicht", seit 2010 hat sie fünf Romane veröffentlicht, zuletzt "Staub" (2018), "Kazimira" (2021) und nun "Nelka". Der Ort Dokumentationszentrum und Gedenkstätte NS-Zwangsarbeit in Berlin Schöneweide. https://www.ns-zwangsarbeit.de/
Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meistertiteln der Vereinsgeschichte. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten ausländischen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolgreichste Torschütze des HSV ist. Doch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten trennten sich ihre Wege radikal: Halvorsen verließ Deutschland, Harder wurde KZ-Aufseher. Am Ende des Zweiten Weltkriegs kreuzten sich die Wege von „Tull“ und „Assi“ 1945 noch einmal – unter völlig veränderten Vorzeichen. In dieser Folge von „Zeitlupe“ sprechen wir mit Paula Scholz, Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Mitglied des „Netzwerks Erinnerungsarbeit“, über den Hamburger SV im Nationalsozialismus, die Biografien von Harder und Halvorsen sowie die Frage, wie der Verein und die Fanszene des HSV heute mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte umgehen. Die Expertin: Paula Scholz ist wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort verantwortet sie die Organisation und konzeptionelle Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung. Die Politologin und Kriminologin begann 2014 als studentische Hilfskraft an der Gedenkstätte und initiierte unter anderem die Sonderausstellung „Hamburger Fußball im Nationalsozialismus“. Sie engagiert sich in verschiedenen Kontexten der historisch-politischen Bildungs- und Erinnerungsarbeit, unter anderem im „Netzwerk Erinnerungsarbeit“ des Hamburger SV. Ihre Masterarbeit widmete sie dem Fußball in der Weimarer Republik. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_hamburger_sv_fussball_nationalsozialismus_hsv
Lena Lehmann ist eine Liedermacherin aus Leipzig, die auf über 20 Jahre Bühnenerfahrung zurückblickt. Außerdem engagiert sie sich im Vorstand des Leipziger Liederszene e.V.. Lenas aktuelles Projekt „Blumen und Brot“ ist ein Konzertprogramm mit Liedern und Gedichten aus der Shoah. Die Idee zu diesem Projekt ist ihr nach einem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz gekommen. Über ein Jahr der Planung, Recherche, des Arrangierens und der intensiven Auseinandersetzung mit der Shoah, mit jüdischer Kultur und Musik sind in dieses Konzertprogramm geflossen. Unter anderem davon erzählt Lena Lehmann im Backstage Podcast. Webseite: www.blumen-und-brot.de „Blumen und Brot“ im Rahmen der Jüdischen Woche Leipzig: 22. Juni 2026, 19 Uhr, Pöge-Haus Leipzig 24. Juni 2026, 18 Uhr, Budde-Haus Leipzig Leipziger Liederszene: https://leipziger-liederszene.de/ RSS-Feed: https://backstage.podcaster.de/BackstagePodcast.rss Blog: https://backstage.podcaster.de Instagram: https://www.instagram.com/backstage_podcast Mastodon: https://troet.cafe/@lenibohrmann Kontakt: backstagepodcast@gmx.de Über Leni Bohrmann: https://www.lenibohrmann.de
Ottersbach, Niklas www.deutschlandfunkkultur.de, Länderreport
Geschichte hat Konjunktur. Auch im Internet, wo inzwischen mit wenigen Klicks viele bewusst konstruierte Falschdarstellungen über die Vergangenheit abrufbar sind. Insbesondere die radikale Rechte nutzt verfälschende Umdeutungen der Vergangenheit erfolgreich für Agitation und Mobilisierung. In dieser Folge schauen wir beispielhaft auf geschichtsrevisionistische Narrative vom ganz rechten Rand und auf dahinterliegende politische Strategien. Woran können auch Laien problematische Umdeutungen der Vergangenheit erkennen? Warum sind sie nicht nur für die Wissenschaft oder Memory Workers in Gedenkstätten herausfordernd, sondern auch gefährlich für die Demokratie? Das besprechen wir mit dem Historiker und freien Publizisten Volker Weiß. Und fragen ihn, warum bestimmte revisionistische Positionen in Deutschland aktuell auf besonders fruchtbaren Boden fallen. Moderation: Katja Fausser
Pełny tekst opisu zamieściliśmy na stronie internetowej naszego projektu: https://2historykow1mikrofon.pl/wizytownik-wystawowy/ Wymienione w czasie audycji publikacje i materiały: - Spiegel Geschichte, 3/2025: Ein neuer Blick aufs Mittelalter https://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/index-2025-3.html - Daniel Siemens, Der Fotograf Fred Stein. Ein deutsch-jüdisches Leben 1909 bis 1967, Berlin 2026, https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/der-fotograf-fred-stein/978-3-96289-251-7 - Gedenkstätte Ploetzensee, https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/ - Film: Der Kyffhäuser, https://www.ardmediathek.de/video/der-osten-entdecke-wo-du-lebst/der-kyffhaeuser/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MC81NDM0MDctNTIzMDE5 - Wystawa: Ans Licht! Objekte und Geschichte(n) aus der Sammlung des Oberschlesischen Landesmuseums, https://oberschlesisches-landesmuseum.de/blog/2026/04/21/ans-licht-objekte-und-geschichten-aus-der-sammlung-des-oberschlesischen-landesmuseums/ - Katalog: „Dem Regiment zur Ehr, dem Vaterland zur Wehr“. Preußische Regimenter in der Provinz Schlesien 1871–1914: Zwischen Militarismus und Alltagsleben, https://oberschlesisches-landesmuseum.de/produkt/dem-regiment-zur-ehr-dem-vaterland-zur-wehr-preussische-regimenter-in-der-provinz-schlesien-1871-1914-zwischen-militarismus-und-alltagsleben/ - Wystawa: "Du bist Teil der Geschichte”, https://www.hdg.de/haus-der-geschichte/ausstellungen/dauerausstellung ... Krzysztof Ruchniewicz Blog: www.krzysztofruchniewicz.eu Facebook: www.facebook.com/krzysztof.ruchniewicz.3 Instagram: www.instagram.com/ruchpho/ Przemysław Wiszewski Blog: www.przemysławwiszewski.pl Facebook: www.facebook.com/przemyslaw.wiszewski Instagram: www.instagram.com/przewisz/ Twitter: twitter.com/wiszewski Do nagrania intro i outro wykorzystaliśmy utwór RogerThat'a pt. „Retro 70s Metal” (licencja nr JAM-WEB-2020-0010041) oraz Source: BBC Sound Effects: Clocks: Striking - Merton College, Oxford - 1/2 hour (https://sound-effects.bbcrewind.co.uk/search?q=Chapel%20bells%20-%20Magdon%20College%20Oxford)
Mit Fokus auf NS-Zeit und SED-Diktatur: Im neuen Bundes-Gedenkstättenkonzept von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sollen die Verbrechen des deutschen Kolonialismus ausgeklammert werden. Daran gibt es Kritik. Nun ist ein eigenes Konzept geplant. Pizzato, Lucca www.deutschlandfunk.de, Hintergrund
Christoph Chorherr gestaltet die vierte Folge der Sonderserie zur „Zukunft der Demokratie“ mit einem Gespräch über das neue Buch von Götz Aly „Wie konnte das geschehen?“, das den Untergang der Weimarer Demokratie und die Entstehung des Nationalsozialismus aus der Perspektive der Mehrheitsgesellschaft beleuchtet. Aly schildert biografisch, wie er als Nachkriegskind über NS‑Prozesse, Filme über Konzentrationslager und das Schweigen der Eltern zur Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Shoah kam und warum er darin weniger ein Staats- als ein Gesellschaftsversagen erkennt. Er kritisiert das gängige Gedenkstättenkonzept, das Täter als „SS‑Monster“ auslagert und die Identifikation mit Opfern erleichtert, während die Beteiligung der „halbwegs normalen“ Deutschen und Österreicher an Arisierung, Zwangsarbeit und Deportationen weitgehend ausgeblendet bleibt. Ausführlich erklärt Aly, wodurch die NS‑Regierung bis 1938 so populär wurde: durch radikale soziale Maßnahmen zugunsten von Mietern, Bauern, Arbeitslosen und Kriegsversehrten, finanziert durch Schulden, höhere Steuern für Vermögende und Unternehmen sowie eine Politik der materiellen „Bestechung“ breiter Schichten. Ebenso zeigt er, wie moderne Massenmedien – vor allem Radio, Kino-Wochenschau und Unterhaltungsfilme – mit 85 Prozent Unterhaltung und wohldosierter Propaganda kombinierte, um Zustimmung zu Hitler, zur Aufrüstung und später zum Krieg emotional abzusichern. Am Beispiel der „Euthanasie“-Morde an psychisch Kranken und Behinderten und der späteren Judendeportationen beschreibt Aly, wie Verwaltung, medizinische Profession, Nachbarschaften und Familien stufenweise in ein System des Mitwissens, Mitprofitierens und opportunistischen Schweigens hineingezogen wurden. In einem zweiten Schwerpunkt vergleicht er die Endphase der Weimarer Republik mit heutigen Demokratien: Die damalige Zersplitterung und Selbstblockade der Parteien der Mitte, das Ausweichen in Symbolpolitik und die Angst, Wählerinnen und Wählern unangenehme Wahrheiten zu zumuten, erkennt er in abgeschwächter Form auch in Berlin, Wien, Paris und Washington. Aly warnt jedoch vor inflationären Faschismus‑Vergleichen, plädiert dafür, von Nationalsozialismus bzw. „Hitlerismus“ zu sprechen und die konkreten sozialen und politischen Mechanismen von Stabilisierung und Radikalisierung genau zu analysieren, statt alles mit einem Schimpfwort zu überdecken. Abschließend reflektiert er seine eigene 68er‑Biografie („Unser Kampf“), zeigt die langen Schatten elterlicher NS‑Biografien und formuliert einen Satz, den er auf ein großes Plakat am Potsdamer Platz schreiben würde: „Bildet euch nicht ein, ihr würdet auf der besseren Seite der Geschichte stehen.“ Links zur Folge: Götz Aly auf Wikipedia Buch "Wie konnte das geschehen?" (S. Fischer Verlag) Buch "Unser Kampf" (S. Fischer Verlag) Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at
Biesler, Jörg www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Vor einer Verengung von Kunst und Kultur auf nationalistische Leitbilder warnen 27 Kulturinstitutionen in Sachsen-Anhalt. Sie fürchten nach der Landtagswahl um die Freiheit von Theatern, Museen und Gedenkstätten und verweisen auf das AfD-Wahlprogramm. Philipsen, Christian www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Rekordbeteiligung bei Parlamentswahl in Ungarn, US-Präsident Trump kündigt Seeblockade der Straße von Hormus an, Spitzen der Koalition führen Gespräche über Entlastung wegen hoher Spritpreise, Klausurtagung der AfD-Fraktion in Cottbus, Gedenkstätte Buchenwald erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 81 Jahren, Fußball-Bundesliga, Marie-Louise Eta wird als erste Frau Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga, Das Wetter Hinweis: Der Beitrag zum Thema Fußball-Bundesliga darf aus rechtlichen Gründen nicht auf tagesschau.de gezeigt werden.
Rekordbeteiligung bei Parlamentswahl in Ungarn, US-Präsident Trump kündigt Seeblockade der Straße von Hormus an, Spitzen der Koalition führen Gespräche über Entlastung wegen hoher Spritpreise, Klausurtagung der AfD-Fraktion in Cottbus, Gedenkstätte Buchenwald erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 81 Jahren, Fußball-Bundesliga, Marie-Louise Eta wird als erste Frau Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga, Das Wetter Hinweis: Der Beitrag zum Thema Fußball-Bundesliga darf aus rechtlichen Gründen nicht auf tagesschau.de gezeigt werden.
Wirtschaftsweise Grimm schlägt wegen hoher Spritpreise Tempolimit vor, USA bombardieren wichtige Brücke im Iran, Krieg in Nahost wirkt sich auf Osterfeierlichkeiten in Jerusalem aus, Papst Leo XIV. leitet erstmals Osterfeierlichkeiten in Rom, Traditionsreich zieht die Karfreitags-Prozession durch Lohr, Die veränderte Rolle der Kirchen in Deutschland, Russland attackiert Ukraine täglich mit hunderten Raketen und Drohnen, Chiles Regierung stoppt Gedenkstätte für Opfer der Colonia Dignidad, Verhaftung nach ICE-Vorfall bei Siegburg, Mondmission "Artemis 2" startet in nächste wichtige Phase, Das Wetter
Schmierereien, Hitlergrüße, Gaza-Parolen: Gedenkstätten in Deutschland geraten zunehmend ins Visier politisch motivierter Attacken. Nahezu täglich wird eine Straftat gegen einen Gedenkort angezeigt, die Zahl hat einen neuen Höchststand erreicht. Seit dem 7. Oktober 2023, dem Terroranschlag der Hamas auf Israel und dem Gaza-Krieg, kommen auch Vorfälle mit Nahost-Bezug dazu. Panorama hat 130 Erinnerungsorte und Gedenkstätten befragt. Steht die deutsche Erinnerungskultur unter neuem Druck?
Die vorübergehende Festnahme des britischen Ex-Spitzenpolitikers Peter Mandelson im Zuge der Epstein-Affäre wird zum Damoklesschwert über der Regierung. Informationen dazu liefert Korrespondentin Sabine Beppler-Spahl. Der Mord an einem Studenten in Frankreich durch Linksextremisten wird zum globalen Politikum. Petr Drulák, Tschechiens Ex-Botschafter in Paris, analysiert die Auswirkungen. Eine Initiative will die Gebühren für den öffentlichen Rundfunk in der Schweiz senken. Welche Rolle dabei die Jugend spielt, erläutert Leroy Bächtold vom Schweizer Team Freiheit. Und Thomas Hartung kommentiert den Versuch, die Gedenkstätte des KZ Buchenwald für Kritik an Israel zu missbrauchen.
Moritz, Alexander www.deutschlandfunkkultur.de, Länderreport
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das deutsche KZ- und Vernichtungslager Auschwitz – Birkenau. An diesem Datum wird international der Opfer des Holocaust gedacht Abseits dieses Gedenktagtags erinnern Gedenkstätten an die Vergangenheit und leisten zudem Demokratie- und Bildungsarbeit. Drohungen und Anfeindungen von rechts nehmen zu. Gleichzeitig wissen laut Umfragen viele junge Menschen in Deutschland nicht, was während des Holocaust passiert ist. Muss sich das gesellschaftliche Erinnern verändern? Wie sollte Gedenken künftig aussehen? Andrea Beer diskutiert mit Susanne Siegert –Journalistin mit Schwerpunkt digitale Erinnerungskultur; Alexander Estis –Schriftsteller; Elke Gryglewsky – Geschäftsführerin Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Leiterin Gedenkstätte Bergen-Belsen
Wie kann man die Erinnerungskultur an die menschenverachtende NS-Zeit wachhalten und weiterentwickeln? Die Gedenkstätte KZ Osthofen geht dabei unkonventionelle Wege. Zum 40-jährigen Jubiläum ihres Fördervereins hat das Künstlerkollektiv „Kon5“ eine Mischung aus Performance und Installation entwickelt: „InKontakt – Ein Stück Kunst“ versucht, sich der NS-Verbrechen auf abstrakte Weise zu nähern.
Mirjam Zadoff leitet das NS-Dokumentatitionszentrum in München. Für die Historikerin soll es keine Gedenkstätte sein, sondern ein Ort der Diskussion. "Wie wir überwintern" heißt ihr neues Buch über Lebensmut in harten Zeiten.
Wadephul erwartet friedliche Lösung im Streit um Grönland / Bundesregierung will mehr Pflegekräfte aus Indien anwerben / Iran verurteilt 26-jährigen Demonstranten nach regimekritischen Protesten zum Tode / Hundert Jahre alte Fußgängerbrücke in Bondi könnte für Gedenkstätte abgerissen werden / Autorin Randa Abdel-Fattah droht Premier von South Australia mit Verleumdungsklage / Untergetauchter Unterwelt-Boss mit Verbindungen zu den Tabak-Kriegen in Victoria festgenommen
Vor 85 Jahren begann die sogenannten „T4-Aktion“ der Nationalsozialisten, die systematische Ermordung geistig behinderter und psychisch erkrankter Menschen. Von Januar bis Dezember 1940 wurden über 10.000 Menschen in Grafeneck ermordet. Die Opfer kamen aus Kliniken und Heimen der heutigen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Rheinlad-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Gedenkstätte Grafeneck ist die zentrale Erinnerungsstätte für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen in Südwestdeutschland. Wie jede Erinnerungsstätte muss man sich auch in Grafeneck mit der Frage nach der „Zukunft der Erinnerung“ auseinandersetzen. Dr. Michael Blume spricht in Folge 65 des Podcasts „Verschwörungsfragen“ hierzu mit Thomas Stöckle, dem Leiter der Gedenkstätte. Weiterer Gast ist Gohdar Alkaidy von der „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“. Die Religionsgemeinschaft der Jesiden wurde 2014 Opfer eines brutalen Genozids des sog. Islamischen Staates im Irak. Baden-Württemberg hatte 2015 insgesamt eintausend Überlebende dieses Völkermordes aufgenommen. Auch hier stellt sich die Frage nach der Rolle und den Formen von Erinnerung. Gohdar Alkaidy startete 2022 eine erfolgreiche Petition zur Anerkennung des Völkermordes an den Jesiden durch den Deutschen Bundestag. Seit der Anerkennung ist es allerdings in der Bundespolitik wieder stiller geworden, wenn es um die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses geht. Unter anderem sieht der Beschluss vor, ein Dokumentationszentrum und einen Erinnerungsort in Deutschland zu fördern. Hinweis: Diese Podcastfolge wurde in der Bibliothek der Gedenkstätte Grafeneck aufgenommen, die Aufnahme kann daher von der Tonqualität anderer Folgen abweichen.
van Laak, Claudia www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
2025 neigt sich dem Ende zu – und damit auch das Gedenkjahr zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Ein Jahr, in dem auch daran erinnert wurde, wie schwer sich Österreich lange mit dem eigenen Anteil an den NS-Verbrechen tat. Lieber sah man sich als »erstes Opfer« statt als aktiver Teil eines Regimes, das Millionen Menschen ermordete. Verantwortung daran trugen aber nicht nur österreichische Parteigänger und Wehrmachtssoldaten. Auch viele Zivilistinnen und Zivilisten wurden zu Tätern. Besonders deutlich wird das an einem Verbrechen, das von den Nationalsozialisten zynisch als »Mühlviertler Hasenjagd« bezeichnet wurde. Im Kriegswinter 1945 gelang mehr als 400 Häftlingen des Konzentrationslagers Mauthausen – fast alle sowjetische Offiziere – die Flucht. Die extrem geschwächten Männer versuchten verzweifelt, die nahende russische Front zu erreichen. Doch Lager-SS und große Teile der lokalen Bevölkerung jagten sie erbarmungslos. Innerhalb weniger Tage wurden nahezu alle Geflohenen getötet. Nur wenige Menschen im Mühlviertel widersetzten sich der angeordneten Verfolgung. Zu ihnen gehörte die Familie Langthaler, die zwei sowjetische KZ-Flüchtlinge unter Lebensgefahr bis Kriegsende versteckte. In einer dreiteiligen Miniserie erzählen wir die Geschichte dieser Rettungsaktion. Dazu besuchen wir die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen. Und wir treffen die 94-jährige Anna Hackl, deren Familie damals zwei Flüchtlinge versteckte. Im Podcast »Inside Austria« rekonstruieren der SPIEGEL und der österreichische STANDARD gemeinsam Fälle, Skandale und politische Abgründe in Österreich. Wenn euch unser Podcast gefällt, folgt uns doch und lasst uns ein paar Sterne da. Kritik, Feedback oder Themenideen gerne an insideaustria@spiegel.de oder an podcast@derstandard.at Den Inside Austria Newsletter findet ihr hier: https://www.spiegel.de/thema/die-lage-inside-austria/+++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
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Die Parteispitze der AfD ist sich uneins, ob sie Russland als Partner oder als Bedrohung sehen soll. Co-Partei-Chefin Alice Weidel hat diese Woche eine Russland-Reise von AfD-Abgeordneten kritisiert. Gleichentags sagte ihr Co-Parteichef Tino Chrupalla, Russland sei für Deutschland keine Bedrohung. Das Gespräch mit Claudia Kade, Politik-Chefin der deutschen Tageszeitung «Die Welt». Ausserdem: · Schweizer Forschende belegen erstmals: Die Spermaqualität variiert je nach Region. Das zeigt eine neue Studie, die «SRF Investigativ» exklusiv vorliegt. Welche Faktoren haben einen Einfluss auf die Spermienqualität? Das Gespräch mit der Toxikologin Ellen Fritsche vom Zentrum für angewandte Humantoxikologie SCAHT in Basel. · Das EU-Parlament stimmt heute über Änderungen bei den Nachhaltigkeitsregeln ab. Ganz allgemein geht es da etwa um die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards. Und diese Nachhaltigkeitsregeln betreffen auch Schweizer KMU, auch wenn die Schweiz diese nicht übernommen hat. Wann genau diese Regeln für KMU relevant werden und wie sie damit umgehen, hat eine Studie der Fachhochschule Graubünden im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO gezeigt. Studienleiter Christian Hauser erläutert die Studie im Gespräch. · Ein riesiges freistehendes Kreuz und darunter eine in den Fels gehauene Klosteranlage. Das ist «Valle de Cuelgamuros» - die Gedenkstätte des spanischen Dikators Francisco Franco. Sie ist umstritten, deshalb will die Regierung sie umgestalten. Kurz vor dem 50. Todestag von Franco hat die Regierung das definitive Bauprojekt dazu vorgestellt. Das Gespräch dazu mit Auslandredaktor Beat Vogt.
Die Bundesregierung will Gedenkstätten sanieren und neue Formen der Erinnerung an den Holocaust und die SED-Diktatur fördern. Im neuen Konzept bleibt die Kolonialgeschichte außen vor. Kritiker fordern eine breitere Aufarbeitung der Geschichte. Balzer, Vladimir www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Antikommunistische Organisationen wie die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ standen für Widerstand gegen die SED-Diktatur – und zugleich für hybride Kriegführung im frühen Kalten Krieg. Der Vortrag beleuchtet die Verflechtung von humanitärem Engagement, politischer Strategie und nachrichtendienstlicher Instrumentalisierung und behandelt die Frage, wie Infiltration, Sabotage und psychologische Operationen als Mittel systematischen Widerstands eingesetzt wurden. Referent Dr. Enrico Heitzer ist Historiker, der sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte der Scharnierzeit zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem frühen Kalten Krieg sowie Memorialkultur beschäftigt. Seit 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.
Vor Jahrzehnten umgebracht und anonym vergraben: Noch immer ruhen in spanischen Massengräbern tausende Überreste von Menschen, die dem Regime des Diktators Franco zum Opfer fielen. Ihre Exhumierung bleibt umstritten. Spanien tut sich schwer im Umgang mit der eigenen Geschichte. Eigentlich könnte dieses Jahr in Spanien als Jubiläumsjahr der Demokratie gelten. Denn genau vor 50 Jahren starb Diktator Francisco Franco, der das Land während fast vier Jahrzehnten mit harter Hand regiert hatte. Sein Tod am 20. November 1975 ebnete den Weg zu einer demokratischen Ordnung. Trotzdem herrscht in Spanien heute nicht durchgehend Feierlaune. In Sachen Aufarbeitung der eigenen Geschichte zieht sich ein weiter Graben durch die Gesellschaft. Stellvertretend dafür stehen die nach wie vor pendenten Exhumierungen von Opfern des Regimes. Viele Angehörige warten noch immer darauf, dass die Gebeine ihrer Grossväter oder Grossmütter in den Massengräbern identifiziert werden. Währenddessen streitet die Politik darüber, wie das Land mit dem Erbe der Diktatur umgehen soll. Wie soll es weitergehen mit den Ausgrabungen? Oder: Was soll mit dem gigantischen Monument «Valle de los Caídos» geschehen, das Francisco Franco im nordmadrilenischen Bergland errichten liess?
Die Polizeiaktion gegen die slowenische Gedenkstätte Peršmanhof und die mutige Ausstellung „Hinschaun! Poglejmo!“ im Landesmuseum Kärnten lösen neue Debatten aus. Zu hören: Ausstellungsmacher Andreas Krištof, die Schriftstellerin Ana Grilc sowie die Journalisten Wolfgang Fercher (Chef der Kleinen Zeitung Kärnten) und Gerhard Stöger (FALTER) Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.