Was ist los in den nationalen, internationalen und südwestdeutschen Kulturszenen? Berichte, Rezensionen zu Premieren und Konzerten, Ausstellungen und Museen, Künstlern und Events! Aus den Kulturmagazinen "SWR2 am Morgen", "SWR2 Journal am Morgen", "SWR2 Journal am Mittag" und "SWR2 Kultur aktuell".

In Lindau am Bodensee werden rund 100 Originalgrafiken von Friedensreich Hundertwasser präsentiert. Der österreichische Künstler kombiniert in seinem druckgrafischen Werk Techniken wie Radierung, Siebdruck, Lithografie, japanischen Farbholzschnitt mit Glanzfolien, Glasstaub und fluoreszierende Farben. Es ist die zweite Ausstellung des deutschlandweit einmaligen „Kunstforums Hundertwasser“, das 2025 von der Stadt Lindau und der Hundertwasser-Privatstiftung in Wien gegründet wurde. Ziel des Forum ist es, das Gesamtwerk des im Jahr 2000 verstorbenen Malers zu zeigen, der vor allem auch durch seine bunten Häuserfassaden in Städten in Österreich und Deutschland bekannt ist.

Die Connection Machine „CM2“ gilt als Meilenstein der Computertechnik. Künstlerin Tamiko Thiel erklärt, warum Design und KI hier untrennbar verbunden sind.

Friedmann Eißler, Islam-Beauftragter der evangelischen Landeskirche, fordert eine differenzierte Debatte über Moscheebauten und deren Verknüpfung mit der türkischen Politik.

Die Geschichte der Ärztinnen und Ärzte im "Sacred Hearts Hospital" geht weiter: Für die 10. Staffel der Kultserie kehrt John Dorian, genannt JD, für einen Besuch in die Klinik zurück. Dort trifft er auf alte Bekannte, wie seinen besten Freund Turk, der mittlerweile zum Chefchirurgen kurz vor dem Burnout aufgestiegen ist. Der sarkastische Mentor Dr. Cox lästert als neuer Chefarzt über die neuen Assistenzärztinnen- und Ärzte aus der Gen Z, die den alten Haudegen mit Achtsamkeitsbotschaften aus der Fassung bringen. Nach 16 Jahren Pause ist die neue Staffel auf der Streaming Plattform Disney+ zu sehen.

Hat Kleinstadt-Anwalt Simon Latch die 85-jährigen Witwe Eleanor Barnett aus Habgier mit vergifteten Ingwer-Keksen ermordet? Für die Öffentlichkeit steht das Urteil fest: schuldig.

Der Musiker und preisgekrönter Schauspieler Alexander Scheer hat besonders viel Erfahrung darin, in die Haut bekannter Musiker zu schlüpfen. Keith Richards spielte er im Film "Das wilde Leben", im Film "Gundermann" den ostdeutschen Liedermacher, Rockmusiker und Baggerführer Gerhard Gundermann. In der Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" spielte er David Bowie. Und in die Rolle David Bowie ist er auch für das Programm "HEROES" auf der Berliner Volksbühne geschlüpft. Jetzt geht er mit diesem Programm sogar auf Deutschlandtournee.

Wie wird Antisemitismus auf YouTube verbreitet? Ein Projekt der Universität Trier untersucht die Plattform, die bislang kaum im Fokus der Forschung stand.

Helle Aquarelle auf Leinwand und auf Buchseiten statt der bekannten Monumentalwerke: In seinem ehemaligen Elternhaus bei Rastatt zeigt sich Anselm Kiefer von einer anderen Seite.

Noch lange Zeit nach den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes hielt sich in Nachkriegsdeutschland hartnäckig eine Aussage: Man habe nichts gewusst. Dem widerspricht Christian Schmittwilken, Kurator der Ausstellung „Der Holocaust – Was wussten die Deutschen?“ im „Dokumentationszentrum Topografie des Terrors“ in Berlin. Die Forschung gehe davon aus, dass relativ viele Leute „zumindest mal eine grobe Idee davon hatten, was da passiert“.

Angesichts der steigenden Gewalt gegen Frauen, braucht es vor allem ein Umdenken der Männer und einen Ausstieg aus dem Teufelskreis von Maskulinität, schreibt Ole Liebl in seinem neuen Buch.

Von der DDR über die Wende bis zur Corona-Zeit: In Sanditz zeichnet Lukas Rietzschel das Panorama einer ostdeutschen Familie – und einer Gesellschaft im Wandel.

Das Museum Tinguely zeigt die erste große Schweizer Ausstellung von Angelica Mesiti. Ihre Videoinstallationen erkunden, wie Rituale und Klänge Gemeinschaft und Identität formen.

Jaana Felicitas ist Zauberkünstlerin in Stuttgart – zur Zeit tritt sie in der Live-Show „A Kind of Magic“ im Friedrichsbau Varieté auf.

Eine Ausstellung im Haus Mies van der Rohe rückt Otto Lossen ins Rampenlicht – den fast vergessenen Fotografen, der 1927 Bau und Einweihung der Weißenhof-Siedlung dokumentierte.

Die zwölfköpfige Theatergruppe hat persönliche Geschichten und Gedanken zu unserem Verhältnis zu den USA gesammelt und zeigt sie in einer Performance am Nationaltheater Mannheim.

Haare symbolisieren Schönheitsideale, seien aber auch Ausdruck von Macht, sagt Juliane Aue von der Kunsthalle München, wo derzeit die Ausstellung „Haar – Macht – Lust“ zu sehen ist.

Bei der Leipziger Buchmesse stehen eigentlich Bücher im Vordergrund. Doch in diesem Jahr drehen sich die Diskussionen um Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Sein Ausschluss linker Buchhandlungen vom Buchhandlungspreis sorgt für scharfe Kritik. Verleger und Buchhändler fordern dessen Rücktritt.

Mit Rose Marie Schnorrenberg verstarb vor 5 Jahren das letzte Mitglied und die letzte Zeitzeugin der berühmten Künstlerkolonie auf der Höri. Nun gibt es eine Ausstellung.

Eva Mattes, deren Stimme und Schauspielkunst vielfach ausgezeichnet wurde, hat gerade eine Liederabend-Reihe gestartet, in der sie Verse von Mascha Kaléko auf die Bühne bringt.

Die ausgewählten Fälle zeigten in einem Querschnitt von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart, dass Anschläge und Gewalttaten von den Ermittlungsbehörden oft nicht als politische motivierte Aktion wahrgenommen werden. DIe Ausstellung stellt deutlich heraus: Rechtsextremer Terror richtet sich gezielt gegen Demokratie, Menschen- und Freiheitsrechte.

Das Kunstmuseum Stuttgart lädt „Prompt Battle“, einer Game Show zum Thema KI und Kunst - ein nur ganz leicht überdrehter Spaß, bei dem es nebenbei so einiges zu lernen gibt.

Die Künstlerin Marianne Aue ist in Deutschland nahezu unbekannt. Sie wirkte im Umkreis der bekannten Künstlergruppe „ZERO“. Diese wollte Anfang der 1960-er Jahre die Kunst neu erfinden und bei „null“ anfangen. Marianne Aue schuf aus feinen Holzstäbchen Kompositionen, die an Silhouetten einer Großstadt, an weite Landschaften oder an musikalische Kompositionen erinnern. Eine Entdeckung!

Die Stuttgarter Künstlerinnen Kim Hoss und Lise van Wersch sammeln anonyme Berichte von Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Bald sind 10.000 Einträge erreicht. Dann soll die Sammlung an den Bundeskanzler gehen.

„Bored Teenagers“ versammelt Stimmen zu Punk als Protestkultur. Herausgeber Jonas Engelmann zeigt, wie die Bewegung auch auf dem Land ein Ventil für Rebellion bot.

New York feierte das Stuttgarter Ballett der 1960er Jahre als „Ballettwunder“. Das Stadtpalais Stuttgart zeigt wie John Cranko mit dem Ensemble den modernen Tanz nachhaltig veränderte.

Gift ist tödlich und faszinierend zugleich. Das zeigt eine neue Ausstellung im Museum Wiesbaden, die Gifte in Wissenschaft und Kultur erkundet.

Der Zeithistoriker Oliver Rathkolb zeigt in seinem hellsichtigen Epochenvergleich Wege aus der aktuellen Polykrise.

Hella Jongerius ist bekannt durch ihre innovativen Designs für große Marke wie IKEA, KLM oder Camper. Das Vitra Design Museum zeigt mit der ersten Retrospektive die faszinierende Vielfalt ihres Schaffens.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien gehört zu den ikonischen Momenten der deutschen Fußballgeschichte. Die Doku „Ein Sommer in Italien“ lässt sie wiederaufleben und hat dafür fast alle WM-Helden vor die Kamera bekommen.

In „La vie en rose“ nimmt uns Christoph Sator mit auf eine Reise durch die Geschichte des Chansons von Aznavour bis Zaz. Der Journalist, der lange in Frankreich gelebt und gearbeitet hat, erzählt unzählige Geschichten und Anekdoten über das Land des savoir-vivre.

Sie sind einzigartig in ihrer Kultur und zugleich bedroht: Inseln stehen für Exotik und Umweltzerstörung, für Offenheit und Isolation, für Reichtum und Armut. Das Festival „Ars Mondo“ der Opéra National du Rhin in Straßburg, Colmar und Mulhouse widmet sich in diesem Jahr diesen Gegensätzen. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Oper „Le Roi d'Ys“ („Der König von Ys“).

Die Badische Landesbibliothek zeigt in einer Ausstellung, wie diese Literatur den Blick auf andere Länder und Kulturen prägte. Kurator Henning Ohst im Gespräch mit SWR Kultur.

Dominik Schmitt erzielte zuletzt 2012 mit einer Ausstellung in der Villa Böhm einen Besucherrekord. Seine großflächigen Collagen sind nichts für Eilige: Sie fordern optisch wie inhaltlich heraus.

„Ich hatte nie den Wunsch etwas anderes zu malen als Menschen“, sagt Christian Brandl. Die Bilder des 55-jährigen Künstlers wirken oft wie Film-Stills alter Hitchcock-Filme. Welches Geheimnis verbergen sie?

Der Rassismusforscher Karim Fereidooni sagt in SWR Kultur, dass Alltagsrassismus in Deutschland kein Randphänomen ist. „Deswegen sollte sich die gesamte Gesellschaft damit auseinandersetzen.“

Die Journalistin Maike Winnemuth hat sich in ihrem Buch „Eine Seite noch. Warum Lesen uns so glücklich macht“ intensiv mit der Faszination des Lesens beschäftigt.

Jürgen Habermas prägte die politische Philosophie über Jahrzehnte. Markus Gabriel spricht über Begegnungen mit dem Denker – und über ihren Streit um die Frage der Wirklichkeit.

Der Dirigent Rudolf Lutz bringt seit 20 Jahren das Vokalwerk Bachs mit der J.S. Bach-Stiftung auf die Bühne. 2028 endet das Projekt, das die Leipziger Bach-Medaille 2026 erhält.

Der Mannheimer Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano hat mit seinem Projekt „Gegen das Vergessen“ weltweit Aufmerksamkeit erregt, für das er mehr als 600 Überlebende des Holocaust porträtiert hat. In seiner neuen Autobiografie „Kanakenkind“, die er gemeinsam mit Silke Kettelhage geschrieben hat, blickt er nun auf seine schwierige Kindheit und seinen ungewöhnlichen Weg zur Fotografie zurück. „Als Kanakenkind bin ich in meiner Kindheit, in meiner Jugend ziemlich oft beschimpft worden“, sagt Toscano über den bewusst provokanten Titel seines Buches. Trotz einer von Armut, Gewalt und Drogen geprägten Jugend fand er über einen Volkshochschulkurs zur Fotografie, die für ihn zum künstlerischen Ausdrucksmittel schlechthin wurde. Heute sagt Toscano über diesen Weg: „Ich war wirklich Tag und Nacht manchmal mit der Kamera unterwegs und habe getan und gemacht und fotografiert und ausprobiert und das war genau richtig!“

Der öffentliche Diskurs wird zunehmend von destruktiven Kräften heimgesucht. In ihrem neuen Buch zeigen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, warum eine politische Affektanalyse wichtig ist.

Rheinland-Pfalz belegt mit seinen Kulturausgaben im Ländervergleich den letzten Platz. Etwa 74 € waren es 2021, der Durchschnitt lag fast doppelt so hoch. Doch viel ist passiert.-Pfalz liegt mit seinen Pro-Kopf-Kulturausgaben im Ländervergleich auf dem letzten Platz. Nur etwa 74,00 € sind es, der Länderdurchschnitt liegt fast doppelt so hoch. Allerdings sind diese Zahlen aus dem Jahr 2021 – und das Kulturministerium hat in den vergangenen Jahren eine ordentliche Schippe draufgelegt. Auch in Sachen Kulturentwicklungsplanung hat sich eine Menge getan.

„One Battle After Another“ mit Leonardo DiCaprio gewann sechs Oscars. Die Jury-Entscheidung war dabei nicht politisch motiviert, glaubt ARD-Korrespondent Reinhard Spiegelhauer.