Was ist los in den nationalen, internationalen und südwestdeutschen Kulturszenen? Berichte, Rezensionen zu Premieren und Konzerten, Ausstellungen und Museen, Künstlern und Events! Aus den Kulturmagazinen "SWR2 am Morgen", "SWR2 Journal am Morgen", "SWR2 Journal am Mittag" und "SWR2 Kultur aktuell".

Vom US-Armeechor zum internationalen Gesangsensemble: geprobt wird auf Englisch, gesungen mehrsprachig. Im Fokus steht pure Singfreude, fern von Ideologie und Politik.

Multitalent Ivo Puhonný prägte mit Werbeplakaten für große Marken wie Palmin, Kupferberg-Sekt, Meßmer-Tee oder die Zigarettenmarke Batschari im frühen 20. Jahrhundert die Kurstadt.

Der Angst vor einem Kahlschlag in der Kulturszene sei groß, sagt Anett Krause: „Es herrscht absolute Fassungslosigkeit, pures Entsetzen“, so die Leiterin des Netzwerks „Musikland Sachsen-Anhalt“ in SWR Kultur.

Michael Kleeberg begleitet einen von Hemingway besessenen Forscher bei seinen obsessiven Recherchen. Diese zeigen einen Mann voller Widersprüche jenseits gängiger Mythen und Klischees.

Fast tausend Jahre jüdische Geschichte liegen auf dem Mainzer Judensand. Lange war der historische Friedhof kaum zugänglich. Nun soll ein neues Besuchszentrum den besonderen Ort aus seinem „Dornröschenschlaf“ holen.

Wie persönliche Beziehungen eine Kunstsammlung prägen können, zeigt die Ausstellung „Freundschaft, Sammeln, Kunstsinn“ im Kunstmuseum Basel.

Mine wollte für „Killer“ keine B-Version ihrer bisherigen Alben machen. Herausgekommen ist eine vielseitige Platte zwischen Synthies, großen Gefühlen und klaren Botschaften.

Alphaville sorgt beim Glücksgefühle Festival für einen Eklat: Ausladung, Entschuldigung und Absage. Der Streit wirft grundsätzliche Fragen zur Kunstfreiheit auf.

Das Glücksgefühle Festival am Hockenheimring erklärt sich selbst als „komplett unpolitisch“ – und hat Alphaville nach einem Streit über politische Bühnenäußerungen kurzfristig ausgeladen. Die Band spricht von einem „Maulkorberlass“, im Netz wird heftig diskutiert. Doch lässt sich eine Festivalbühne überhaupt von Politik freihalten? Gerade Livekultur besteht nicht nur aus Songs, sondern auch aus Ansagen, Haltung und direkter Publikumsansprache. Punk, Hip-Hop oder Reggae wären ohne Protest und gesellschaftliche Konflikte kaum denkbar. Was passiert, wenn Künstler zwar politische Positionen haben dürfen, sie auf der Bühne aber möglichst nicht äußern sollen? Und bedeuten „Good Vibes Only“ am Ende mehrals nur gute Stimmung?

Erwartbar aber dennoch schockierend: Die Goethe-Institute in Russland werden geschlossen. Obwohl die drei Häuser seit dem russischen Großangriff auf die Ukraine nur noch auf Sparflamme arbeiten konnten, waren sie eine wichtige Brücke in die Zivilgesellschaft, sagt Kulturjournalist Vladimir Balzer.

Sampling, Pastiche und künstliche Intelligenz: Der Streit zwischen Kraftwerk und Moses Pelham zeigt, wie schwer das Urheberrecht kreative Wiederverwendung heute noch fassen kann.

Die AfD will bei einem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt den Rundfunkstaatsvertrag kündigen. Das würde die Medienwelt ins Chao stürzen, so Antonia Groß vom MDR Medienblog „Altpapier“.

Das Glücksgefühle-Festival lädt Alphaville wegen politischer Statements aus – und entfacht damit eine Debatte. Wie viel Kunst bleibt, wenn jede Reibung unerwünscht ist?

Karlsruhes Innenstadt wird zur Freiluft-Galerie: 15 Medienkunst-Installationen sind rund um die Uhr zugänglich. Eine weiße Pyramide auf dem Marktplatz beispielsweise lädt als Videospiel zur Zukunftsgestaltung ein.

Der Politikwissenschaftler Philip Manow hält links und rechts für ungeeignet, heutige Konflikte zu erklären. Er empfiehlt auf die Haltung der Parteien zu Europa zu schauen.

Lügen sind Teil unserer Gesellschaft und lassen sich nicht verhindern. Auch in seinem zweiten Buch widmet sich Michael Saller dieser Thematik. Bislang habe man noch nicht die Pinocchio-Nase gefunden, also eine unbewusste Geste, die Lügner eindeutig entlarve, so der Vernehmungsexperte in SWR Kultur.

Antisemitismus in Kunst und Kultur zeigt sich nicht nur in offenen Anfeindungen, sondern auch in Boykottaufrufen, Shitstorms und Bedrohungen. Wie können Kulturinstitutionen damit umgehen, ohne aus Angst vor Konflikten den Diskurs zu vermeiden? Darum geht es heute bei einer Fachtagung in Berlin, mitorganisiert von Eva Marburg vom Institut für Neue Soziale Plastik. Im Gespräch mit SWR Kultur sagte sie, Antisemitismus werde jetzt sichtbarer, stehe aber in keinem Verhältnis zum Handeln von Jüdinnen und Juden. Sie seien nicht selbst für den Anstieg von Anstisemitismus verantwortlich.

„Schule, aber stabil“: Gina Waibel schreibt über Diskriminierung im Schulalltag, das Neutralitätsgebot und warum Lehrkräfte gegen Menschenfeindlichkeit eintreten sollten.

In Hermeskeil setzt sich die Schriftstellerin Shida Bazyar mit der NS-Vergangenheit ihres Heimatorts auseinander. Warum Literatur und Demokratiearbeit für sie zusammengehören.

Ein israelischer Lehrer erfährt vom Tod eines ehemaligen Schülers im Gaza-Krieg. Cedrick, Sohn philippinischer Gastarbeiter, war Reservist der Armee - keine Selbstverständlichkeit.

Notizbücher, Skizzen und bisher unveröffentlichtes Material, darunter alternative oder verworfene Strophen zu Songs von Freddie Mercury. Fotos und Anekdoten über den Künstler und seine Band Queen. Aufgeschrieben und zusammengestellt von seiner langjährigen Freundin Mary Austin.

Gar nicht altmodisch: Carola Jaeckel verschickt Gedichte in echten Briefen. Bei ihrem Start-Up „Poetry & Pulse“ erhalten Abonnenten viermal im Jahr „Poetenpost“. Die Mission: Lyrik in den Alltag der Menschen bringen. Das Konzept geht auf, die Abonnentenzahlen steigen.

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist hart. Shannon, Giuseppa und Julian sprechen im ARD Podcast über ihre Erfahrungen mit Experten.

Sie sind berühmt und fürchten den Absturz. Ex-Präsident Dan Lehmann ist schon im freien Fall, die Frauen um ihn kämpfen noch. Davon erzählt Karine Tuil in „Die Liebeshungrigen“.

Vor 75 Jahren erschien das erste Micky-Maus-Heft in Deutschland – zu einer Zeit, in der Comics von vielen Erwachsenen noch als schädliche „Schundliteratur“ betrachtet wurden. Bernd Dolle-Weinkauff, ehemaliger Leiter des Archivs am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt, erklärt im Gespräch mit SWR KULTUR die damalige Ablehnung mit dem verbreiteten Vorwurf des „Bild-Idiotismus“: „Es galt eigentlich nur die Schriftlektüre als angemessene Lektüre für Kinder und für Jugendliche.“ Die jungen Leserinnen und Leser ließen sich davon jedoch nicht abschrecken und sorgten bereits in den 1950er-Jahren für einen regelrechten Comic-Boom. Spätestens mit anspruchsvolleren und vielschichtigeren Werken wie „Asterix“ begann sich in den 1960er- und 1970er-Jahren die Wahrnehmung zu verändern, sodass Comics zunehmend als Kulturgut anerkannt wurden. Auch wenn Micky Maus dem Magazin seinen Namen gab, war für Dolle-Weinkauff schon früh eine andere Figur der eigentliche Publikumsliebling: der ewige Pechvogel Donald Duck.

Cornelia Funke über ihr neues Wimmelbuch, ihr Artist-in-Residence-Programm in Italien und die geplante Serie zu den „Wilden Hühnern“.

Sie wurden zu Meilensteinen der Rockgeschichte: Fast zeitgleich veröffentlichten Pearl Jam, Nirvana, Metallica, Guns N' Roses und die Red Hot Chili Peppers vor 35 Jahren bis heute legendäre Alben. Bloßer Zufall? Nicht ganz. Der Rock stand damals an einem Wendepunkt.

In diesem Jahr feiert das älteste Netzwerk für Künstlerinnen 100. Geburtstag. Gegründet wurde es 1926 von der Kunstmäzenin Ida Dehmel aus Bingen am Rhein.

Aus dem Forschungsprojekt zur Neugestaltung solcher Objekte ist eine Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt entstanden.

Norbert Winkelmayer ist fasziniert von dem Werk des Pop-Art-Künstlers und sammelt seine Werke seit Jahren. Was macht die Kunst des Amerikaners für ihn so besonders?

Von der Antike bis heute: Der bibliophile Band „Die hohe Kunst des Schimpfens“ versammelt virtuose, bösartige und witzige Beschimpfungen und zeigt die Sprachkunst des Fluchens.

Wie dem Rechtsextremismus begegnen? Eine Frage, die angesichts der Wahl in Sachsen-Anhalt aktueller scheint denn je. Polit-Influencer, Speaker und YouTuber Daniel Rensing hat sich in seinem Buch „Make Nazis afraid again“ intensiv mit der Verteidigung der Demokratie im Internet beschäftigt.

500 Jahre gewaltsame Kulturkontakte: Karin Harrasser erzählt selbstreflexiv und herausfordernd „Verschlingungsgeschichten“ zwischen Südamerika und Europa.

Grass bei der SPD, Böll bei den Grünen, Augstein bei der FDP: Über Jahrzehnte suchten Kanzler und Parteien den Austausch mit Intellektuellen. Peter André Alt erzählt die Geschichte einer ebenso engen wie unbequemen Beziehung.

In Köln startet die Gamescom, die weltweit größte Computer- und Videospiele-Messe. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Lust auf Zukunft“.

Die ukrainische Schriftstellerin nutzt Fotos, um von Gewalt zu erzählen – und verwandelt sie in nüchterne deutsche Prosa. In Deidesheim hat sie nun ein Schreibstipendium angetreten.

Nach einem rassistischen Brandanschlag auf ihr Leben zieht die Staatsanwältin Seyo Kim in eigener Sache vor Gericht. Damit stellt sie sich gegen ihre eigene Behörde, die Rechtsextremismus verharmlost. „Staatsschutz“ von Faraz Shariat („Futur Drei“) ist ein beunruhigender Film über strukturellen Rassismus und rechte Umtriebe in staatlichen Behörden.

Mental Load und Care-Arbeit dominieren den Diskurs über Mutterschaft. Marlen Hobrack schreibt in ihrem Buch „Stolz und Zweifel“ gegen das negative Image von Muttersein an.

Wie sah das Leben im Sudan bis in die 1980er Jahre hinein aus? Stella Gaitano verbindet in ihrem klugen Roman „Eddos goldenes Lächeln“ Familien- mit Zeitgeschichte.

Wie lassen sich historische Gärten trotz Hitze erhalten? In den Hohenheimer Gärten kommen Drohnen zum Einsatz, mit denen gemessen wird, wie sehr Bäume unter Trockenstress leiden.

In Sachsen-Anhalt stehen in knapp zwei Wochen Wahlen an. Besonders bei Kunst- und Kulturschaffenden ist die Sorge vor einem Erfolg der AfD groß. Denn diese hat eine neue, „patriotische“ Kulturpolitik angekündigt. Die Initiative „Kultur ist Vielfalt und Heimat“ wehrt sich dagegen.

Wo wir Freunde finden, warum und wie Freundschaften halten und was solche Kontakte für unser Leben bedeuten, zeigt die aktuelle Ausstellung in der Mainzer Kunsthalle.