Was ist los in den nationalen, internationalen und südwestdeutschen Kulturszenen? Berichte, Rezensionen zu Premieren und Konzerten, Ausstellungen und Museen, Künstlern und Events! Aus den Kulturmagazinen "SWR2 am Morgen", "SWR2 Journal am Morgen", "SWR2 Journal am Mittag" und "SWR2 Kultur aktuell".

Bis zum 6. September 2026 sind im Kurgarten rund um das Casino Baden-Baden Skulpturen und Neon-Installationen des aus Esslingen stammenden Künstlers Tobias Rehberger zu sehen.

Die Kunsthalle Karlsruhe zeigt die erste Einzelausstellung der Basler Künstlerin Annette Barcelo. Die Werke der 83-Jährigen fesseln mit makaberem Humor.

Eine goldene Trump-Statue auf seinem Golfplatz in Florida sorgt für Aufsehen. Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann schlägt vor, überholte Denkmäler in „Statuenparks“ zu bewahren.

Tor aberkannt, rote Karten per Präsidentenanruf, Rassismus ohne Folgen – der WM-Titel ist sportlich wertlos, doch der Respekt bleibt groß. Wann boykottieren die Fans endlich diesen Scheinwettkampf? Eine Glosse.

Wer sein Handy entsperren oder Ländergrenzen überschreiten will, ist auf ihn angewiesen: den Fingerabdruck. In seinem Buch erzählt Geertjan de Vugt von Spuren und Identität.

Der Auftritt von Danger Dan und Igor Levit bei „Die Anstalt“ wird abgesagt – aus Angst vor einem angeblichen Gewaltaufruf. Dabei stellt ihr Lied die entscheidende Frage: Wer schützt uns vor einem neuen Rechtsruck?

Festspielintendant Nico Hofmann hatte es prophezeit: „Die Hunnenkönigin“ von Oliver Lansley und James Seager habe „Game of Thrones“-Potenzial. Doch das neue Bühnenstück der Nibelungenfestspiele ist sogar noch besser.

Das Theater Lindenhof feiert das Handwerk: „Das Glück der Tätigen“ zeigt echte Handwerker auf der Bühne. Eine beeindruckende Aufführung in der ehemaligen Pausa-Fabrikhalle.

Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt „Unordnung“, die Hauptausstellung des Fotosommer Stuttgart - eine inspirierende Bestandsaufnahme der Gegenwart durch die Brille künstlerischer Fotografie.

Der Südafrikaner William Kentridge gehört zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. In seinen Arbeiten setzt er sich mit den Themen Apartheid und Kolonialismus, Erinnerung und Vergessen auseinander. Bekannt sind vor allem seine Zeichnungen und filmischen Installationen. Jetzt sind im Heidelberger Skulpturenpark ganz andere Werke von ihm zu sehen.

Verdis „Macbeth“ in der selten gespielten Urfassung von 1847: Die Opernfestspiele Heidenheim begeistern mit einer düsteren Inszenierung und musikalischer Brillanz.

2026 erscheint das zweites Album von Tabea Kind. Sie erhält 2026 den Jazzpreis Baden-Württemberg für ihre künstlerische Eigenständigkeit.

Hermann Hesse ist ein weltberühmter Autor, weniger bekannt ist er als Maler. Nun sind Aquarelle, Gouachen und Zeichnungen von ihm im Fruchtkasten im Kloster Ochsenhausen zu sehen.

Für die Ludwigsburger Schlossfestspiele bringen die Abschlussklassen von vier verschiedenen Hochschulen die Oper „Der Freischütz“ auf die Bühne: eine frische Inszenierung, in der die Studierenden die Frage nach Gewalt und Waffen stellen.

Christopher Nolans Verfilmung der „Odyssee“ erzählt Homers Epos als psychologisches Drama über einen traumatisierten Kriegsheimkehrer. Filmkritiker Rüdiger Suchsland lobt den Film.

Nach einer Reise in die Heimat seines Vaters dreht Shammi Singh preisgekrönte Dokus. Seine neueste, „Ein Leben für den Tee“, feiert Premiere beim Indischen Filmfestival Stuttgart.

Veit und Dora leben getrennt; sie in der Großstadt, er am Land. Sie schreiben einander Briefe, angesichts der fortschreitenden Naturzerstörung finden sie Mut in der Gelassenheit.

Der Ehemann verschwunden, der Koffer voller Geld: In „Lucky“ wird Anya Taylor-Joy von FBI und Schwiegermutter gejagt. Nach „Damengambit“ ist sie wieder eine gnadenlose Spielerin.

Überraschendes Ergebnis einer neuen Studie: Viele Jugendliche wünschen sich ein Aufwachsen ohne TikTok und Co. Gleichzeitig sind Social Media die beliebteste Freizeitbeschäftigung von Jugendlichen.

Yahi Nestor Gahé will durch Tanz die Verbundenheit der Menschen mit sich selbst und innerhalb der Gesellschaft stärken.

Der Stuttgarter Künstler Georg Lutz zeigt im Kunstmuseum Reutlingen seine Rauminstallation „Green Fence“ über das NS-Vernichtungslager Sobibor. „Man kann dabei leicht Fehler machen“, sagt der Künstler, „aber wir müssen versuchen, über Antisemitismus ins Gespräch zu kommen.“

„Ich bin heute froh über die Entscheidung“, sagt Heike Wernz-Kaiser über die Rettungsmaßnahmen für das Kunstdepot der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler nach der Ahrtal-Flut vor fünf Jahren. Als Zuständige berichtet sie, dass von den 2.800 Objekten, die im Keller der Stadtverwaltung lagerten, 1.200 restauriert werden konnten.

Ein Krieg, dessen Geschichte von den Verlierern geschrieben wurde: Paul Ingendaay erzählt packend von der internationalen Bewegung zur Verteidigung der spanischen Republik.

Bei Sotheby's wird heute das T-Rex-Skelett versteigert. Fossilienpräparator Nils Knötschke erklärt in SWR Kultur, warum der Fund für Forschung und Handel so spannend ist.

Wer lacht – und wer wird ausgelacht? Eva Müllers und Isabel Schneiders Dokumentarfilm blickt auf die Unterhaltungskultur des deutschen Fernsehens der 1990er-Jahre und zeigt, wie eng Humor, Geschlechterrollen und Macht miteinander verknüpft waren. Zwischen Archivaufnahmen und Erinnerungen prominenter Komikerinnen entsteht eine kluge Mediengeschichte, die weit über Nostalgie hinausreicht.

Mit 55 Jahren hat die US-amerikanische Künstlerin Emil Ferris ihren ersten Comic veröffentlicht, der ein kleines Erdbeben ausgelöst hat: „Am liebsten mag ich Monster“. Der Comic ist nicht nur über 400 Seiten dick. Er ist vor allem ungewöhnlich gestaltet: gezeichnet mit Kugelschreiber auf liniertem Papier, erzählt er die Geschichte eines zehnjährigen Mädchens, das sich Ende der 1960er-Jahre in Chicago behaupten muss. Das Cartoonmuseum in Basel würdigt die Künstlerin jetzt erstmals mit einer umfassenden, sehr sehenswerten Ausstellung.

Beim Schultheaterfestival in Stuttgart (13.7.-17.7.) stehen Schülerinnen und Schüler auf der Bühne. Auch den Inhalt der Inszenierungen haben sie sich selbst ausgedacht. Dem Intendanten des Schauspiels Stuttgart, Burkhard Kosminski, war es wichtig, dass selbst Grundschüler schon eingebunden werden.

Eine Dichterin, die auf Affen schaut: Lara Rüter erzählt in „Affenliebe" von ihrer Zeit in einem Primatenforschungsinstitut und vom Ringen um eine gemeinsame Sprache mit den Affen.

Der Antisemitismus in Deutschland geht unvermindert weiter. Seit Anfang 2025 gibt es auch für Baden-Württemberg eine eigene Meldestelle der sogenannten RIAS, der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus. Am 13. Juli erscheint der erste Jahresbericht. Der Projektleiter Robert Ogman berichtet in SWR Kultur, dass es auch in Baden-Württemberg immer noch ein ausgeprägtes „Othering“ gegen Jüdinnen und Juden gebe, sie also ausgegrenzt würden.

Er startete seine Karriere in einem Hubschrauber – danach wurde Günther Jauch zum beliebtesten Fernsehgesicht der Deutschen. Ein Porträt zu seinem 70. Geburtstag.

Wie können Kinder und Jugendliche auf Social Media besser geschützt werden? Am 13. Juli überreichen Experten Empfehlungen an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Pädagogik-Professorin Mandy Schiefner-Rohs sagt dazun in SWR Kultur, dass länderübergreifende Regelungen zum Umgang mit Social Media für Jugendliche nötig seien.

Die österreichische Bühnenautorin und Performance-Künstlerin Florentina Holzinger hat am Bodensee vor Bregenz hunderte von Zuschauenden in den Bann gezogen. Als Variante Arbeit auf der Biennale in Venedig ließ sie nackte Frauen aus dem See emporsteigen und tanzen. Sie selbst wirkte wieder einmal als menschlicher Klöppel in einer riesigen Glocke.

Klaus Brinkbäumer hat sich einem ambitionierten Projekt hingegeben. Durch die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten wurde das Buch von Ereignissen überholt, kaum war es erschienen.

Er studierte Wirtschaftsrecht und arbeitete in einem Wirtschaftsprüferbüro. Vor einigen Jahren verabschiedete er sich von diesem Leben, zugunsten der freien Kunst. Die Ausstellung „Deer you, deer me“ im Mainzer Ausstellungsraum Apollo von Markus Hanke – im Mittelpunkt ein Hirsch und seine Familie – gibt einen guten Eindruck über die Motivation des Künstlers. Natali Kurth stellt ihn in unserer Sommerserie über junge Talente vor.

In den 1980-er und 1990-er Jahren hatte der Architekt Oswald Mathias Ungers (1926-2007) seine Glanzzeit: Er entwarf den Neubau der Kunsthalle Hamburg, die Residenz des Deutschen Botschafters in Washington, die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe und viele weitere Gebäude. Bis zuletzt blieb er seiner Heimatregion, der rheinland-pfälzischen Eifel, sehr verbunden.

Am Mannheimer Nationaltheater gibt es am Freitag die letzte Schauspielpremiere der Saison. Mit „Kampf der Titanen“ soll es zum Abschluss ein skurriles und augenzwinkerndes Theaterspektakel geben, bei dem es um nichts weniger als die gesamte griechische Mythologie geht. Dauer: vier Stunden in der kürzeren und sechs Stunden in der längeren Version. Das Publikum kann dabei aber aufstehen und Pause machen, wann es will.

Das Musical „Cabaret“ bringt das Berlin der 30er-Jahre auf die Freilichttreppe in Schwäbisch Hall. Ein Musical-Klassiker, der unterhält und zugleich Fragen an die Gegenwart stellt.

Die Ausstellung „Zu den Sternen!“ zeigt das Weltall als Projektionsfläche unserer Fantasien. Malerei, Skulpturen und Videos zeigen apokalyptische Ängste und himmelsstürmende Visionen.

Christine Wunnicke wird in diesem Jahr mit dem bedeutenden Büchner-Preis ausgezeichnet. Die Jury lobt ihren „unbekümmerten Eigensinn“.

„Foreign Tongues“, das 25. Album der Rolling Stones, hat jetzt schon jede Menge Verrisse geerntet. Wer das Alter hat, braucht im Pop-Business für die Häme nicht zu sorgen. Den Rock'n'Roll erfinden Mick Jagger, Keith Richards und Ron Wood zwar nicht neu, aber sie machen einmal mehr das, was sie am besten können. „Einfache Songs schreiben über ein Gefühl von Jugend und Freiheit, das auch im Alter nicht verschwindet. Es hätte nicht alle 14 Songs auf „Foreign Tongues“ gebraucht. Aber es sind einige Perlen dabei.“

Therapie-Plätze werden weniger, Psychotherapeuten verdienen weniger – und der Bedarf an Hilfe in psychischen Krisen wächst zunehmend. Da sei logisch, dass in vielen Fällen auch Künstliche Intelligenz als Hilfe in Anspruch genommen wird, erklärt Psycholoe Tobias Kleinert von der der Uni Freiburg. Aber: „Menschliche Seelsorger können wahrhaftig und wirklich nachempfinden, was wir fühlen.“ Das könne eine KI nur imitieren. Es wäre ein großer Fehler, menschliche Therapie durch künstliche Therapie zu ersetzen. „Die KI hat keine Psychotherapie-Ausbildung“.

Wer es ins Landesjugendjazzorchester, kurz LaJazzO, schafft, der muss schon richtig gut sein. Die jungen Musikerinnen und Musiker spielen auf sehr hohem Niveau - und sie entwickeln das gemeinsame Spiel in einer so großen Band weiter, genauso wie das Improvisieren. Seit 45 Jahren ist das Landesjugendjazzorchester eine Startrampe für junge Talente. Viele Landesjazzpreisträger sammelten dort ihre Erfahrungen. In diesem Jahr spielt das LaJazzO erstmals bei den Jazzopen in Stuttgart.