Population transfers
POPULARITY
Die Eskalation im Libanon folgt einem bekannten Muster: militärische Expansion, massenhafte Vertreibung und eine internationale Politik, die nicht eingreift. Von Sevim Dagdelen.Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar. Die israelische Armee hat nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums seit Beginn der jüngsten Invasion und Angriffe bereits mehr als 800 Menschen getötet, darunter über 100 Kinder.Weiterlesen
Die Ausstellung „Atlantis – Versunkene Welten“ beschäftigt sich mit Orten, die es - so wie sie waren - nicht mehr gibt. Im Zentrum stehen Minderheiten im Donauraum die ihre Heimat verlassen haben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von wirtschaftlichen Interessen über Vertreibung bis hin zum Klimawandel. Was bleibt, sind Überbleibsel der Zivilisation und Geschichten. Manche Orte werden so durch ihr Verschwinden sogar noch lebendiger.
Journalist und Nahost-Experte Karim El-Gawhary beschreibt die Situation im Gazastreifen als humanitäre Katastrophe mit zerstörter Infrastruktur, massiver Vertreibung und einer „Waffenruhe“, die diesen Namen kaum verdient. Er betont, dass die israelische Besatzung von Gaza und Westjordanland der zentrale Kernkonflikt ist und skizziert vier Optionen: Status quo, Vertreibung der Palästinenser, eine inzwischen fast unmögliche Zwei-Staaten-Lösung und eine schwer vorstellbare Einstaaten-Lösung mit gleichen Rechten für alle. El-Gawhary kritisiert die Rolle der USA und die „Glitzerpläne“ für Gaza, die die Lebensrealität der Palästinenser ausblenden, und warnt vor der politischen Dynamik unter Präsident Trump. Im Blick auf den Iran spricht er über ein reformunfähiges Regime, eine polarisierte Gesellschaft, mögliche Szenarien von Militärdiktatur bis Staatszerfall und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands inklusive Angriffen auf Öl-Infrastruktur und der Straße von Hormus. Er erklärt, wie begrenzt der Zugang von Journalist:innen nach Gaza ist, schildert seine Arbeitsweise mit lokalen Partnern vor Ort und warum er konsequent menschennahe Geschichten erzählt. El-Gawhary setzt sich mit Vorwürfen der Einseitigkeit und des Antisemitismus auseinander und verweist darauf, dass Begriffe wie „Besatzung“ und „besetzte Gebiete“ völkerrechtlich definiert und vom Internationalen Gerichtshof bestätigt sind. Persönlich spricht er über Shitstorms, die Nicht-Verlängerung seines ORF-Vertrags, die große öffentliche Wertschätzung und seine Motivation, als unabhängiger Journalist weiterzuarbeiten – unter anderem mit einem wöchentlichen Podcast „Nahost. Nah dran.“ und Live-Formaten. Zum Schluss erzählt er, wie ihn Geschichten extremer Gewalt und Ohnmacht belasten und warum „Ausladen“ – also Erzählen, Schreiben und Diskutieren – für ihn ein zentraler Weg ist, seelisch in Balance zu bleiben. Podcast-Empfehlung der Woche: Podcast "Freiwärts - Aus dem Trauma in die Kraft" Titelbild Folge: Sascha Osaka Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.atTranskripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at
Nach einem Putsch gegen den autoritär regierenden Präsidenten Omar al-Baschir im April 2019 wurde in Sudan eine zivile Übergangsregierung eingesetzt, mit der lang gehegte Hoffnungen auf eine politische Transformation verbunden waren. Bereits 2021 kam es jedoch zu einem erneuten Putsch, durch den die ohnehin einflussreichen militärischen Kräfte im Land die Kontrolle übernahmen. Als im April 2023 die Integration der stark bewaffneten paramilitärischen Rapid Support Force (RSF) in die reguläre sudanesische Armee (SAF) scheiterte, brachen in der Hauptstadt Khartum Kampfhandlungen aus, die in einen umfassenden Bürgerkrieg mündeten. Kämpfe und Gewalt halten bis heute an und führen zu einer der gegenwärtig größten humanitären Katastrophen. Wir nehmen die aktuellen Geschehnisse in Sudan zum Anlass, um mit Dr. Wibke Hansen über die Hintergründe des Konflikts, die lange UN-Präsenz vor Ort, mögliche Lösungsansätze sowie die Rolle Deutschlands zu sprechen. Inhalte Sudan im Überblick (03:57)Die Aktuelle Situation (07:53)Ursachen und Hintergründe des Konflikts (13:58)Die Rolle der UN im Konfliktmanagement (22:30)Die UN-Friedensmissionen in Sudan (34:54)Die Rolle Deutschlands (47:47)Shownotes (53:02)LinksDeutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen – Konflikte & Brennpunkte: Der Sudan-Konflikt und die UN: https://frieden-sichern.dgvn.de/konflikte-brennpunkte/sudanVolker Perthes – Ein Militärputsch war im Mandat nicht vorgesehen (Interview), in: VEREINTE NATIONEN, Heft 1/2024: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/artikel/ein-militaerputsch-war-im-mandat-nicht-vorgesehen Timon Mürer – Sudan am Abgrund: https://dgvn.de/meldung/sudan-am-abgrundGerrit Kurtz – Es fehlte dann nur noch das Streichholz, um dieses Pulverfass zu entzünden (Interview): https://dgvn.de/meldung/es-fehlte-dann-nur-noch-das-streichholz-um-dieses-pulverfass-zu-entzuendenWasil Schauseil – Ein Jahr Krieg im Sudan: Die Demokratiebewegung zwischen den Fronten: https://frieden-sichern.dgvn.de/meldung/ein-jahr-krieg-im-sudan-die-demokratiebewegung-zwischen-den-frontenRalph Mamiya, Wibke Hansen – Assessing the Effectiveness of the United Nations-African Union Hybrid Operation in Darfur (UNAMID): https://www.nupi.no/content/pdf_preview/28357/file/EPON_UNAMID_Report.pdf&ved=2ahUKEwj9tJ2EyfGSAxVLBdsEHaQePHMQFnoECBcQAQ&usg=AOvVaw2plKQXwwYAiX0bDKDhlw7s Wibke Hansen – United Nations Mission in Sudan (UNMIS), in: Joachim A. Koops, Thierry Tardy, Norrie MacQueen, Paul D. Williams (Hrsg.): The Oxford Handbook of United Nations Peacekeeping Operations: https://academic.oup.com/edited-volume/28122 Volker Perthes – Sudan's Transition to War and the Limits of the UN's Good Offices (SWP Research Paper 2024/RP 14): https://www.swp-berlin.org/10.18449/2024RP14/ Emergency Response Rooms (ERRs) sind ein sudanesisches Basisnetzwerk unter der Leitung von Gemeinden, das sich inmitten von Krieg, Vertreibung und Staatszerfall zum Rückgrat der humanitären Hilfe des Landes entwickelt hat. Hier kann man sich informieren und spenden (jeder Euro zählt!): https://www.mutualaidsudan.org/ sowie https://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende/sudan-krise Redaktion & Moderation: Steve Biedermann, Vorstandsmitglied des DGVN-Landesverbands Mitteldeutschland & Dr. Patrick Rosenow, Leitender Redakteur der Zeitschrift VEREINTE NATIONENPost-Produktion: mucks audio: Die Audio und Podcast Agentur
Die Christinnen und Christen im Land von Jesus von Nazareth sind unter Druck: Angriffe und Abwanderung machen ihnen zu schaffen, ebenso fundamentalistische Gruppierungen und die eigene Gespaltenheit. Die christliche Minderheit im Heiligen Land ringt ums Überleben und um Hoffnung. Nur noch ein bis zwei Prozent der Bevölkerung im Heimatland von Jesus von Nazareth sind Christinnen und Christen: schätzungsweise 180'000 in Israel, 40'000 im Westjordanland, und einige Hundert im Gazastreifen. Besonders bedrängt sind die einheimischen Christen in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten. Taybeh, das letzte christliche Dorf im israelisch besetzten Westjordanland, erlebt stetig mehr Angriffe von radikalen Siedlern. Wer diese Gewalt nicht klar verurteile, mache sich mitschuldig am Leiden und der Vertreibung der Palästinenser, und damit auch palästinensischer Christen, sagt ein einheimischer Pfarrer. Einflussreiche christliche Fundamentalisten widersprechen: Israel besetze kein Land. Gott habe das ganze Land dem jüdischen Volk gegeben, und damit verbunden sei ein messianisches Versprechen: das Wiederkommen von Jesus Christus. Wer sich gegen Gottes Willen wehre, werde bestraft: auch einheimische Christen. Solche Gruppierungen beeinflussen zwar die Politik im Heiligen Land. Aber zu schaffen machen den einheimischen Christinnen und Christen besonders ihre komplett unterschiedlichen, politisch bedingten Lebenswelten.
Neutral geht gar nicht - Debattenpodcast der Politischen Meinung
Zu Gast im Podcast Menschenrechte: nachgefragt der Zeitschrift Die Politische Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. h.c. Bernd Posselt MdEP a.D.. „Der Nationalismus ist die große Pest – leider auch des 21. Jahrhunderts“, so der christlich und antinationalistisch gesinnte Europapolitiker, der von 1994 bis 2014 dem Europäischen Parlament angehörte. Als Sprecher der Volksgruppe der Sudetendeutschen, Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft und als Präsident der Paneuropa-Union spricht er über den Kampf gegen Nationalismus in Europa und über die europäische Menschenrechtspolitik. Es geht um ein dunkles Kapitel der deutsch-tschechischen Beziehungen: um die Vertreibung von drei Millionen Sudetendeutschen nach Ende des 2. Weltkrieges. 80 Jahre später findet der 76. Sudetentag in diesem Jahr erstmals im tschechischen Brünn statt. Das Besondere: Er vereint Menschen aus Tschechien und Deutschland. Die mit dem sudetendeutschen Menschenrechtspreis 2025 ausgezeichnete Initiative Meeting Brno engagiert sich seit zehn Jahren für die Aufarbeitung der Vertreibungen und die damit in Zusammenhang stehenden Verbrechen. Sie hat das Treffen von tschechischer Seite initiiert. Im Gespräch mit Bernd Posselt geht es auch um die bis heute gültigen und nicht unumstrittenen Beneš-Dekrete, die die Sudetendeutschen nach Kriegsende kollektiv entrechteten. Als Vorsitzender Paneuropa Union, der ältesten europäischen Einigungsbewegung, ist Bernd Posselt auch Konrad Adenauer eng verbunden. Adenauer hatte sich bereits als Kölner Oberbürgermeister im Jahre 1926 der paneuropäischen Bewegung angeschlossen und in der Zeitschrift „Paneuropa“ geschrieben „Wir brauchen die Vereinigten Staaten von Europa“. Ein spannendes Interview mit einem engagierten Europäer und mutigen Streiter für Freiheit und Menschenrechte.
Die Christinnen und Christen im Land von Jesus von Nazareth sind unter Druck: Angriffe und Abwanderung machen ihnen zu schaffen, ebenso fundamentalistische Gruppierungen und die eigene Gespaltenheit. Die christliche Minderheit im Heiligen Land ringt ums Überleben und um Hoffnung. Nur noch ein bis zwei Prozent der Bevölkerung im Heimatland von Jesus von Nazareth sind Christinnen und Christen: schätzungsweise 180'000 in Israel, 40'000 im Westjordanland, und einige Hundert im Gazastreifen. Besonders bedrängt sind die einheimischen Christen in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten. Taybeh, das letzte christliche Dorf im israelisch besetzten Westjordanland, erlebt stetig mehr Angriffe von radikalen Siedlern. Wer diese Gewalt nicht klar verurteile, mache sich mitschuldig am Leiden und der Vertreibung der Palästinenser, und damit auch palästinensischer Christen, sagt ein einheimischer Pfarrer. Einflussreiche christliche Fundamentalisten widersprechen: Israel besetze kein Land. Gott habe das ganze Land dem jüdischen Volk gegeben, und damit verbunden sei ein messianisches Versprechen: das Wiederkommen von Jesus Christus. Wer sich gegen Gottes Willen wehre, werde bestraft: auch einheimische Christen. Solche Gruppierungen beeinflussten zwar die Politik im Heiligen Land. Aber seine grösste Sorge seien diese nicht, sagt ein christlicher Politologe. «Wir sind einfach sehr schlecht organisiert.»
Moderation Martin Gross/ Gesendet in Ö1 am 11.2.2026++Das EU-Parlament hat gestern mit zwei Beschlüssen den Weg für eine schnellere Zurückweisung von Asylwerbern geebnet, in sogenannte sichere Herkunftsländer und sichere Drittstaaten. Die österreichische Caritas warnt vor Lücken, die etwa vulnerable Asylsuchende betreffen könnten, und äußert zudem grundsätzliche Bedenken am neuen EU-Asyl-Pakt. Andreas Mittendorfer. ++ Die Zentralafrikanische Republik - das hat die Hilfsorganisation CARE ermittelt - ist jener Krisenherd, über den 2025 weltweit am wenigsten berichtet wurde. Anhaltende Kämpfe, schlechte Infrastruktur und Teile des Landes unter der Kontrolle von Rebellengruppen haben dort zu Hunger, Vertreibung und großer Abhängigkeit von internationaler Hilfe geführt.Maria Harmer
Die Christinnen und Christen im Land von Jesus von Nazareth sind unter Druck: Angriffe und Abwanderung machen ihnen zu schaffen, ebenso fundamentalistische Gruppierungen und die eigene Gespaltenheit. Die christliche Minderheit im Heiligen Land ringt ums Überleben und um Hoffnung. Nur noch ein bis zwei Prozent der Bevölkerung im Heimatland von Jesus von Nazareth sind Christinnen und Christen: schätzungsweise 180'000 in Israel, 40'000 im Westjordanland, und einige Hundert im Gazastreifen. Besonders bedrängt sind die einheimischen Christen in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten. Taybeh, das letzte christliche Dorf im israelisch besetzten Westjordanland, erlebt stetig mehr Angriffe von radikalen Siedlern. Wer diese Gewalt nicht klar verurteile, mache sich mitschuldig am Leiden und der Vertreibung der Palästinenser, und damit auch palästinensischer Christen, sagt ein einheimischer Pfarrer. Einflussreiche christliche Fundamentalisten widersprechen: Israel besetze kein Land. Gott habe das ganze Land dem jüdischen Volk gegeben, und damit verbunden sei ein messianisches Versprechen: das Wiederkommen von Jesus Christus. Wer sich gegen Gottes Willen wehre, werde bestraft: auch einheimische Christen. Solche Gruppierungen beeinflussten zwar die Politik im Heiligen Land. Aber seine grösste Sorge seien diese nicht, sagt ein christlicher Politologe. «Wir sind einfach sehr schlecht organisiert.»
Für Donald Trump ist die kubanische Regierung eine außerordentliche Bedrohung der USA. Nach dem Wegfall von Öllieferungen aus Venezuela setzt die US-Regierung Kuba nun unter heftigen Druck. Sie droht allen Ländern, die weiterhin Öl nach Kuba liefern, mit hohen Zöllen, und das zu einer Zeit, da in Kuba Tiefsttemperaturen zu verzeichnen sind. Auch hier also wird mit Kälte Politik gemacht. Trumps Ziel: Kubas Regierung zu stürzen und so das Land zu “befreien”. Was immer das bedeutet. Darüber wollen wir sprechen mit Prof. Bert Hoffmann vom GIGA-Institut Hamburg, Dr. Johannes Thimm, Leiter der Forschungsgruppe Amerika in der Stiftung Wissenschaft und Politik, der Politikanalystin Dr. Alexandra Sitenko und Prof. Ulrich Mücke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas an der Universität Hamburg. Podcast-Tipp: Freiheit Deluxe Fast täglich müssen wir uns mit neuen, oft negativen Weltnachrichten beschäftigen. Wie geht man damit um, wenn das zum Joballtag gehört? Darüber spricht Jagoda Marinić im Podcast „Freiheit Deluxe“ mit Marietta Slomka. Seit 25 Jahren moderiert sie das ZDF heute journal. Als Nachrichtenfrau, die schon lange die Entwicklungen verfolgt, weiß sie, dass früher nicht alles besser war. Marietta Slomka ist mit Erfahrungen von Krieg und Vertreibung groß geworden und macht sich seit der russischen Invasion der Ukraine massive Sorgen. Was ihr trotzdem Hoffnung gibt, ist der große Wunsch nach Freiheit, den sie bei den Menschen spürt. https://1.ard.de/FreiheitDeluxe_MariettaSlomka?dt
Mit Toni Zender, Projektreferent bei KIRCHE IN NOT International Äthiopien ist ein Land der Gegensätze. Modernen Großstädten, wie der Hauptstadt Addis Abeba, stehen große ländlich geprägte Gebiete, mit einer schlechten Infrastruktur, gegenüber. Und Äthiopien steht vor enormen Herausforderungen: politische Spannungen, Gewalt, Vertreibung und Armut haben tiefe Wunden hinterlassen. Auch die Kirchen sind gefordert als Orte der Versöhnung, Hoffnung und des Wiederaufbaus in einer fragilen Lage. Darüber sprechen wir mit Toni Zender, Projektreferent bei KIRCHE IN NOT International, der kürzlich selbst in Äthiopien war.
Wie lebt es sich, wenn schlechte Nachrichten zum Job gehören? Offenbar ganz gut, denn Marietta Slomka kann und will immer noch herzlich lachen. Seit 25 Jahren moderiert sie das ZDF heute journal und hat ihren präzisen und hartnäckigen Interviewstil zur Marke gemacht. Sie stellt sich in jeder Sendung aufs Neue dem Geschehen auf der Welt, vor dem viele inzwischen lieber die Augen verschließen. Als Nachrichtenfrau, die schon lange die Entwicklungen verfolgt, weiß sie, dass früher nicht alles besser war. Und dass es nicht hilft, nostalgisch in den Rückspiegel zu blicken. Marietta Slomka ist mit Erfahrungen von Krieg und Vertreibung groß geworden und macht sich seit der russischen Invasion der Ukraine massive Sorgen. Was ihr trotzdem Hoffnung gibt, ist der große Wunsch nach Freiheit, den sie bei den Menschen spürt. Bei Freiheit Deluxe spricht Marietta Slomka mit Jagoda Marinić darüber, warum Nachrichten machen heute aufwändiger ist als vor 25 Jahren, warum man 2016 nicht nachtrauern muss, obwohl es in Social Media gerade abgefeiert wird und wie sie in der Flut schlechter Nachrichten zuversichtlich bleibt. Hier hört ihr… dass 2 + 2 = 4 ist (02:50) warum 2016 nicht zurückkommen muss (08:48) was beim Nachrichtenmachen schwieriger ist als früher (13:35) wann Leute auch heute noch den Fernseher einschalten (22:52) welche Traumata ihre Familie erlebt hat (35:00) welches Interview sie mit Donald Trump führen würde (43:15) wann Faktenchecks an ihre Grenzen stoßen (49:24) dass 2 + 2 nicht immer 4 ist (52:27) warum 2026 anstrengend wird (01:02:35) dass schlechte Nachrichten sie nicht runterziehen (01:09:18) FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels. Redaktionsteam: Juliane Orth und Marit Tesar Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de Wollt Ihr noch mehr hören und erfahren? Hier unser Podcast-Tipp: https://1.ard.de/weltspiegel_podcast?cp
Allweiss, Marianne www.deutschlandfunk.de, Europa heute
Allweiss, Marianne www.deutschlandfunk.de, Europa heute
Allweiss, Marianne www.deutschlandfunk.de, Europa heute
Eine Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terror-Organisation wird wahrscheinlicher │ Drei Tote bei russischen Drohnenangriffen in der ukrainischen Region Saporischschja │ Setzt Russland Kälte als Waffe ein? Was sagt das Völkerrecht dazu? │ Im Jerusalemer Viertel Silwan müssen palästinensische Familien jüdischen Siedlern weichen
"Nicht nur Heidelberg und München!" – eine Rezension von Dirk Kaesler - Literaturkritik.de. Das Ehepaar Hübinger verortet Max Weber in Berlin(Hördauer ca. 11 min)Wien ist eine Stadt, die Erinnerung als Architektur baut, in Fassaden, Institutionen, Familiennamen – und in den Baulücken, die Vertreibung hinterlässt. Lange bevor Österreich Österreich hieß, setzt Olaf Links Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938 zu einem historischen Vorspann an, Ostarrichi um das Jahr 1000.Mit welcher deutschen Stadt verbindet man den Universalgelehrten und Soziologen Max Weber (1864-1920) am ehesten? Bisher waren es zwei deutsche Städte, die bei dieser Frage miteinander konkurrierten: Heidelberg und München.Obwohl er seinen ersten Lehrstuhl für „Nationalökonomie und Finanzwissenschaft“ an der Großherzoglich Badischen Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg erhielt und vor seiner Zeit in München an der Universität Wien die Lehrkanzel für „Politische Oekonomie“ vertrat, sind Freiburg und Wien aus diesem Konkurrenzspiel ausgeschieden. Immerhin erinnert in Freiburg eine Gedenktafel am Haus Schillerstraße 22 daran, dass er dort in den Jahren 1894 bis 1897 gewohnt hat.…“Eine Rezension von Silvio BartaDen Text der Rezension finden Sie hierHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese SendungKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in MünchenTechnik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation Uwe Kullnick
Mehr als 80 Prozent der Menschen in der Zentralafrikanischen Republik leben in Armut. Krieg und Vertreibung sind für viele dort Alltag. Habt ihr davon mitbekommen? Jedes Jahr veröffentlicht die Organisation Care einen Report und nennt zehn Krisen, über die besonders wenig berichtet wurde. Erneut stehen acht afrikanische Staaten auf der Liste. Warum wir aus den Ländern so wenig hören, wie es besser werden könnte und wie man bei so vielen Krisen noch Aufmerksamkeit leisten kann, hört ihr in dieser Folge von 55 Countries.
"Wiener Erinnerungsarchitektur und die Wiederkehr des Judenhasses" - eine Rezension von Silvio Barta - Literaturkritik.de. Olaf Links „Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938“ zeigt, wie Veränderung Ängste schürt und Judenhass mobilisiert(Hördauer 12 min)Wien ist eine Stadt, die Erinnerung als Architektur baut, in Fassaden, Institutionen, Familiennamen – und in den Baulücken, die Vertreibung hinterlässt. Lange bevor Österreich Österreich hieß, setzt Olaf Links Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938 zu einem historischen Vorspann an, Ostarrichi um das Jahr 1000. Entlang der Monarchen – beginnend bei Leopold I. aus dem Haus Babenberg – verdichtet sich in den Porträts von Herrschern und Befehlshabern ein wiederkehrendes Muster: ein Wechselbad aus Duldung und Ablehnung des Judentums, aus pragmatischer, für beide Seiten gewinnbringender Kooperation und immer neuen Wellen der Verfolgung. Phasen, in denen jüdisches Leben als ökonomisch und kulturell „nützlich“ gilt, kippen in Abwehr, Stigmatisierung und Gewalt. Dieses Spannungsverhältnis prägt das Zusammenleben von Menschen jüdischen und nichtjüdischen Glaubens in vielen europäischen Städten seit über tausend Jahren. Doch hier wird es als Wiener Geschichte erzählt. …“Eine Rezension von Silvio BartaDen Text der Rezension finden Sie hierHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese SendungKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation Uwe Kullnick
Als Kind flüchtete Christiane Eichler-Magdsick mit ihrer Mutter von Pommern nach Weimar und später in den Westen. Ihren Vater kannte sie nicht, er starb im Krieg. Wie die Erfahrung von Vertreibung, Flucht und dem Verlust des Vaters ihr ganzes Leben prägte, erzählt die Autorin, die heute in Aachen lebt, in ihrem Gedicht.
Minusgrade und eisige Nächte sind für Obdachlose lebensgefährlich. Der Leipziger Kältebus hilft und bringt Decken und warmes Essen. Initiator Sebastian Schauer fordert für Obdachlose mehr Schutzräume und Verständnis.
Nach dem 3. Teil mit Idun Lind und Calle Brand habe ich gleich den 4. gelesen – der sich um die Themen Flucht, Vertreibung und Geflüchtetenpolitik dreht. Ein junger Mann wird erschossen in einem Fluss gefunden. Er war Bewohner eines Abschiebelagers und hatte eigentlich eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Während Idun und Calle nach den Hintergründen der … „2446: Tina N. Martin – Sturmschreie“ weiterlesen
Der Wunsch nach einem entschleunigten Leben, nach Natur, nach Luft, aber auch nach einer gewissen Distanz trieben unsere Lifestyle-Autorin Rahel Empl aufs Land. Sie verliess Basel für das Glarnerland und lebt jetzt dort, wo sich Städter in der Regel Ferien machen."Quality over Quantity", könnte man ihr neues Lebensmotto nennen: Weniger Konsum, weniger Reize. Aber auch bei ihren Freundschaften stellt Empl fest, dass die Kontakte, die sich gehalten haben, tiefgründiger geworden sind, obwohl man sich weniger oft sieht.Warum ist die sogenannte Stadtflucht so trendy? Wie hat sich Rahel Empl auf dem Land eingelebt? Und warum musste sie sich vor allem auf die politische Ausrichtung ihrer neuen Nachbarschaft gewöhnen? Mehr Artikel zum Thema: Overtourism am Klöntalersee: Vertreibung aus dem ParadiesWenn das Leben im Fluss istWas ein dicker Schinken mit der Landsgemeinde in Glarus zu tun hat Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle WeilGast: Rahel EmplKontakt: podcast@chmedia.ch
Damals war ich fünf Jahre alt und glaubte, wenn auch mit leichter Skepsis, noch an den Weihnachtsmann. Das ist mir ziemlich deutlich in Erinnerung. Es war kurz nach dem Krieg, und wir lebten seit der Vertreibung aus unserer Heimat in einer Baracke in einem Flüchtlingslager. Anfang Dezember war es sehr kalt geworden, es begann heftigWeiterlesen
Stell dir vor, du lebst in einer provisorischen Bambushütte und alles ist nass. Deine Kleidung, dein Bett, alles. Es ist Monsunzeit und der Regen tropft durch das löchrige Dach. Die Luft ist nicht nur feucht, sie ist nass. Wenn du Wasser holst, oder zur Toilette musst, musst du raus in den Regen. Und du bist wieder bis auf die Knochen nass. So geht es über einer Million Rohingya im größten Geflüchtetencamp der Welt. In der 64. Folge der Notaufnahme berichtet die humanitäre Beraterin **Jana Ciernioch** von ihrer Arbeit im Camp Kutupalong in Bangladesch. Sie berichtet von willensstarken Kolleg:innen, die selbst geflohen sind und im Camp leben. Mit den Moderator*innen **Anna Dushime** und **Christian Katzer** spricht sie über Perspektivlosigkeit, Würde und kleine Hoffnungsschimmer. In der letzten Folge dieses Jahres möchten wir das Schicksal der Rohingya in den Mittelpunkt rücken. Neben vielen anderen Krisen weltweit, findet ihre Lebensrealität viel zu wenig Beachtung. **Lasst uns das ändern.** Teilt diese Podcastfolge, schaut auf unseren Social Media Kanälen vorbei und sprecht mit eurem Umfeld über das, was ihr hier Neues erfahren habt. **Gemeinsam können wir uns dafür einsetzen, dass die Rohingya nicht vergessen werden.** Das haben sich die Kolleg:innen von Jana bei ihrer Abreise aus Bangladesch von ihr gewünscht ... **In dieser Episode erfährst du...** ...warum über eine Million geflüchteter Rohingya im größten Geflüchtetencamp der Welt in Bangladesch leben. ...wie das Leben der Menschen im Camp aussieht. ...wer der motivierte Kollege ist, der unbeirrbar und willensstark an Janas Seite gearbeitet hat. ...warum es so wichtig ist, Krisen wie diese auch politisch zu adressieren. ...was wir, du und ich, tun können, damit die Rohingya von der Welt nicht vergessen werden. **LINKS** - Sieh dir an, wie uns Hares durchs Camp führt und vom Leben im Camp erzählt: https://www.youtube.com/watch?v=VmEPlwTF1ls - Unser Kollege Junaid hat seinen Alltag in der Klink mit einer Sofortbildkamera dokumentiert, schau mal rein: https://www.youtube.com/shorts/4bCtjjVP7W4 - Schau, über welche Straßen unsere Fahrerin Jinnathun zum und im Camp fährt: https://www.youtube.com/shorts/PDuncmEqOyw - Erfahre mehr über die Rohingya und das Leben im Camp auf unserer Website: https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden/flucht-ist-kein-zuhause - Du willst mehr von Jana hören und sehen? Schau dir hier ihren Vortrag über ihren Einsatz im Camp an: https://www.youtube.com/watch?v=zgR4lelj0Rk - Hör rein in die 46. Folge der Notaufnahme zum Weltflüchtlingstag. Da gehts vor allem um die Flucht der Rohingya und um Geflüchtete aus dem Sudan: “130 Millionen Menschen auf der Flucht. Wie hilft Ärzte ohne Grenzen?” https://www.youtube.com/watch?v=XVS5e8zpyAg **[JETZT SPENDEN](http://msf.de/spenden)** – Damit wir Menschen in unseren Projekten weltweit Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglichen können: **FRAGEN, FEEDBACK, THEMENWÜNSCHE?** Schreibt uns: notaufnahme@aerzte-ohne-grenzen.de Instagram: [@aerzteohnegrenzen](https://www.instagram.com/aerzteohnegrenzen/) Melde dich zum [Newsletter ](https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/newsletter-anmelden)an! Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freund*innen und deiner Familie! Hinterlasse uns auch gerne eine Bewertung, um uns zu helfen, mehr Menschen zu erreichen. Dieser Podcast wurde von Ärzte ohne Grenzen e.V. in Zusammenarbeit mit Christian Conradi produziert. Redaktion und Projektleitung: Clara Schneider, Andreas Koob und Regina Bischoff. Moderation: Anna Dushime, Christian Katzer. Aufnahme, Schnitt und Produktion: Christian Conradi. V. i. S. d. P. Jannik Rust, Ärzte ohne Grenzen e. V., Schwedenstr. 9, 13359 Berlin. Bild: MSF
Allweiss, Marianne www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Allweiss, Marianne www.deutschlandfunk.de, Informationen am Mittag
Allweiss, Marianne www.deutschlandfunk.de, Informationen am Mittag
Über 2 Millionen Palästinenser versuchen seit Monaten, einen erbarmungslosen Krieg zu überleben. Die Folgen der Bombardements und der Vertreibung, die Blockade von Hilfslieferungen erleben aber nicht nur sie. Auch UN-Mitarbeiter*innen, Pflegepersonal, Mediziner*innen und andere Mitarbeiter*innen von NGOs sind davon betroffen. Nicht als direkte Opfer – wohl aber als Zeugen. Jeden Tag müssen sie neue Prozeduren ersinnen, um den Mangel an lebensnotwendigen Materialien auszugleichen. Welche Prozeduren sind das? Was erleben sie? Was sehen sie? Von Dörte Fiedler und Gianmarco Bresadola SWR/DLF 2025
Das Theater Aalen bringt mit dem Stück „Die lichten Sommer“ eine Aufführung über Flucht, Vertreibung und Neuanfang auf die Bühne, nach einer Romanvorlage der Ellwanger Autorin Simone Kucher. Die Inszenierung will dabei auch die Fragen nach unserer heutigen Willkommenskultur aufwerfen. Der Roman von Simone Kucher erzählt vom Schicksal einer jungen Frau, deren Eltern 1945 als Deutsche aus der ehemaligen Tschechoslowakei vertrieben wurden. In ihrer neuen Heimat, einem Ort auf der Ostalb, kämpft die junge Frau gegen Vorurteile und für ein selbstbestimmtes Leben.
Die brasilianische Militärdiktatur endete 1985, doch ihre Aufarbeitung verläuft schleppend. Besonders Indigene wie die Krenak litten unter Gewalt und Vertreibung. Nun fordern sie ihr Land zurück – erste Gerichtsurteile geben ihnen Recht. Azade Pesmen, Anne Herrberg, Katrin Materna www.deutschlandfunkkultur.de, Weltzeit
Hungersnot, Vertreibung, Massaker – und ein boomendes Goldgeschäft: Der brutale Krieg im Sudan wird mit Gold gemacht. Über Dubai gelangt es in die Welt, auch nach Deutschland. Wer profitiert davon? Und was hat das mit unserem Schmuck zu tun?**********Ihr hört: Moderatorin: Ilka Knigge Gesprächspartnerin: Guya Merkle, Schmuckdesignerin und Gründerin der Stiftung "Earthbeat Foundation" Gesprächspartner: Moritz Behrendt, ARD-Korrespondent für den Sudan**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********Ihr habt Anregungen, Wünsche, Themenideen? Dann schreibt uns an Info@deutschlandfunknova.de
Von Christa Zöchling. An der Adresse der Wiener Arbeiterkammer stand einst das Palais Rothschild. Im Jahr 1938 wandelte es sich zu einem Ort der Todesangst. Von hier aus organisierte Adolf Eichmann die Vertreibung und Erpressung der österreichischen Juden und später die Deportationszüge in die Todeslager. Eine Ausstellung im Foyer der Arbeiterkammer erzählt, was damals geschah und durch wen. Vor dem Mikro: Christa Zöchling. Audio Post Production: Rainer Klement. // Die Dunkelkammer ist ein Stück Pressefreiheit. Unabhängigen Journalismus kannst Du mit einer Mitgliedschaft via Steady unterstützen https://steady.page/de/die-dunkelkammer/about Vielen Dank! Michael Nikbakhsh im Namen des Dunkelkammer-Teams
Kellermann, Florian www.deutschlandfunk.de, Europa heute
Die USA haben Waffenstillstände in Gaza und den östlichen Kivu-Provinzen der Demokratischen Republik Kongo ausgehandelt, doch das Töten, die Vertreibung und die Zerstörung gehen in beiden Gebieten weiter. Martin Luther Kings Klage, dass seine eigene Regierung „der größte Verursacher von Gewalt in der heutigen Welt“ sei, ist heute genauso wahr wie 1967. Diese „Friedensdeals“, dieWeiterlesen
Was bringen Videoüberwachung und Waffenverbote wirklich? Wie in vielen Städten hat auch in Münster die Polizei die Gegend zu ihrem Schwerpunkt gemacht, doch betrunkene, verwirrte oder aggressive Menschen sind nach wie vor präsent. Fachleute sind gegen eine Vertreibung dieser Szene, da sie dann von Sozialarbeitern und Polizei nicht mehr erreicht werden kann. Moderation: Judith Schulte-Loh und Katharina Zimmer Von WDR 5.
In der neuen Folge unseres Literaturpodcasts "Was liest du gerade?" diskutieren Iris Radisch und Adam Soboczynski dieses Mal auf der Frankfurter Buchmesse über das neue Buch des frisch gekürten Literaturnobelpreisträgers László Krasznahorkai "Im Wahn der Anderen". Die Erzählungen des ungarischen Autors lassen uns tief eintauchen in den Bewusstseinsstrom seltsamer Sonderlinge, mal in den Kopf eines irrlichternden Ungeheuers, mal in den Kopf eines verrückten New Yorker Bibliothekars, der gerne eine Bibliothek eröffnen würde, in der die Bücher mit sich alleine bleiben und nie ausgeliehen werden können: eine für immer geschlossene Bibliothek. Der diesjährige Nobelpreisträger ist ein Meister im Bau grotesker Labyrinthe, in denen man sich lustvoll verlieren kann. Außerdem geht es um den neuen Roman "Meine Mutter" der Kölner Fotografin Bettina Flitner. Nach ihrem Erfolg mit dem Erinnerungsbuch "Meine Schwester" geht es jetzt um das Leben ihrer Mutter, die genauso wie die Schwester freiwillig aus dem Leben schied. Gibt es einen Fluch in dieser Familie? Die Erinnerung führt die Autorin zurück nach Schlesien, wo die Urgroßeltern einst ein Sanatorium betrieben. Das eindringliche Buch steht in einer Reihe von aktuellen Erinnerungsbüchern über das Leben und die Vertreibung deutscher Familien aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Unser Klassiker ist in dieser Podcastfolge das legendäre Mutterbuch "Wunschloses Unglück" aus dem Jahr 1972 von Peter Handke. In der Erzählung erinnert sich der Literaturnobelpreisträger des Jahres 2019 ebenfalls an seine Mutter, die sich 1971 das Leben nahm. Unser Zitat des Monats stammt aus dem Roman "Huris" des franko-algerischen Autors Kamel Daoud. Das Team von "Was liest du gerade?" erreichen Sie unter buecher@zeit.de. Literaturangaben: - László Krasznahorkai: Im Wahn der Anderen. Drei Erzählungen. Übersetzung Heike Flemming. Mit 34 farbigen Zeichnungen von Max Neumann. S. Fischer Verlag. - Bettina Flitner: Meine Mutter. Kiepenheuer & Witsch. - Kamel Daoud: Huris. Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. Matthes & Seitz. - Peter Handke: Wunschloses Unglück. Suhrkamp Verlag. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Polen verlangt Reparationen für das Leid, das Deutschland im Zweiten Weltkrieg angerichtet hat. Die Vertreibung polnischer Bauern und die Ansiedlung von "Volksdeutschen" gehört dazu. Eine ganz persönliche Recherche.
Gaza-Wiederaufbau, Umsiedlungspläne, Israelische Protestbewegung: Die Zukunft des Nahostkonflikts zwischen Entwicklung und Vertreibung. In der heutigen Episode analysieren Philip Hopf und Kiarash Hossainpour den geleakten GREAT-Plan der Trump-Administration für Gazas Zukunft. Sie untersuchen die wirtschaftlichen Interessen hinter den Wiederaufbauplänen und beleuchten die massiven innerisraelischen Proteste gegen die Netanyahu-Regierung. Was bedeutet "freiwillige Migration" unter Kriegsbedingungen? Warum distanzieren sich 750.000 Israelis von ihrer eigenen Regierung? Welche Rolle spielen die Gasfelder vor Gazas Küste? Eine facettenreiche Diskussion über internationale Rechtsprechung, wirtschaftliche Interessen im Kriegsgebiet und die Differenzierung zwischen legitimer Regierungskritik und Antisemitismus.
Während die Lage in Gaza sich weiter zuspitzt, die Hungerblockade der Bevölkerung täglich neue Opfer fordert und die israelische Regierung die vollständige Zerstörung von Gaza City und die weitere Vertreibung der kompletten restlichen Bevölkerung des Gazastreifens in Camps im Süden des Landes beschlossen hat, mehren sich auch die Aktivitäten und Initiativen, die versuchen, sich schützendWeiterlesen
Während die Lage in Gaza sich weiter zuspitzt, die Hungerblockade der Bevölkerung täglich neue Opfer fordert und die israelische Regierung die vollständige Zerstörung von Gaza City und die weitere Vertreibung der kompletten restlichen Bevölkerung des Gazastreifens in Camps in den Süden des Landes beschlossen hat, mehren sich auch die Aktivitäten und Initiativen, die versuchen, sichWeiterlesen
Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die passende Ausgabe “Eine Stunde History” läuft am 25. August 2025 auf DLFnova.
Die absehbare Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands im Zweiten Weltkrieg setzt eine Flucht- und Vertreibungswelle in Gang. Der Vormarsch der Roten Armee bewegt viele Menschen dazu, ihre Heimat Richtung Westen zu verlassen. Eine Zeitzeugin blickt zurück.**********Ihr hört in dieser "Eine Stunde History":11:42 - Siegrid Krülle erinnert sich an ihre eigene Flucht24:28 - Mathias Beer, hat eine Studie zu Flucht und Vertreibung der deutschen Minderheiten aus Osteuropa geschrieben37:11 - Jan Ruhkopf, befasst sich mit dem ehemaligen Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Zweiter Weltkrieg: Die Strafdivision 999Zweiter Weltkrieg: Überfall auf PolenZweiter Weltkrieg: Was geschah am 8. Mai 1945? Geschichte ist eine Erzählung**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Markus Dichmann Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Gesprächspartnerin: Siegrid Krülle, die gebürtige Schlesierin erinnert sich an ihre eigene Flucht mit sechs Jahren Gesprächspartner: Mathias Beer, Historiker und Autor einer umfassenden Studie zu Flucht und Vertreibung der deutschen Minderheiten aus Osteuropa Gesprächspartner: Jan Ruhkopf, Historiker, der sich dem Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte befasst, das bis 1969 existierte und die Integration der Flüchtlinge in die westdeutsche Gesellschaft vorantrieb Gesprächspartnerin: Wiebke Lehnhoff, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin
Was plant die israelische Regierung für den Gazastreifen? Und wie sprechen wir angemessen über das, was im Krieg geschieht?
Resch, Hanna www.deutschlandfunk.de, Kommentare und Themen der Woche
Die Hauptinsel des Chagos-Archipels ist strategisch begehrt - die USA machten aus Diego Garcia einen ihrer wichtigsten Militärstützpunkte. Den Preis dafür bezahlte die kleine Inselgemeinschaft. Mitte der 1970er-Jahre wurde sie deportiert. Die Wunden dieser Vertreibung sind bis heute nicht verheilt. Diego Garcia gehörte zum Territorium von Mauritius. Doch Grossbritannien beanspruchte die Insel als Kolonie. Und stellte sie den USA zur Verfügung. Die Wende kam diesen Sommer: Nach langen Verhandlungen konnte Mauritius sein Eigentum endlich zurückerlangen. Dennoch bleibt Diego Garcia auch für nächsten 99 Jahre eine militärische Sperrzone, eine Basis für amerikanische Tarnkappen-Bomber und U-Boote. Dies ist besonders für jene schmerzhaft, die einst von dort deportiert wurden. «Wir wurden im Laderaum untergebracht hinter der Schiffsmesse, wo die Leute essen. Man hat uns zu den Geissen, Kühen und Schweinen gesteckt», erzählt Ariste Elysée, der damals 13 Jahre alt war. «Wir mussten auf Holzkisten schlafen. Ohne Toilette. Selbst wenn es nur vier Tage dauerte. Es war schrecklich.» Ihre Häuser und Möbel mussten die Bewohnerinnen und Bewohner von Diego Garcia zurücklassen. Die Deportation der Chagossians zählt nicht zu gewaltsamsten Kapiteln der Kolonialzeit. Doch an ihrem Schicksal lassen sich die Arroganz und der Rassismus der damaligen Kolonialherren im Kleinen illustrieren.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mussten viele Deutschsprachige ihre Heimat in der Tschechoslowakei verlassen. Tausende überlebten die Vertreibungen nicht. Erst allmählich wird von jüngeren Menschen in Tschechien an das dunkle Kapitel erinnert. Kirchgeßner, Kilian www.deutschlandfunk.de, Hintergrund
Eine der Folgen, die sich in den letzten Jahren am meisten Menschen gewünscht haben: Was ist da in Palästina eigentlich los? Muriel Asseburg erklärt Palästina vom osmanischen Reich bis heute. Warum man mit Schwarz-Weiß-Denken nicht weit kommt – und warum trotzdem klar ist, wer hier wen unterdrückt.
Außenminister Wadephul spricht sich gegen die Vertreibung der Palästinenser aus dem Gazastreifen aus, Ärzte fordern mehr und schnellere Hilfe für Menschen im Gazastreifen, Mindestens 13 Tote bei russischen Luftangriffen in der Ukraine, Großdemonstrationen vor Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen, NSU-Dokumentationszentrum in Chemnitz eröffnet, ARD-Recherche zu Dopingfällen von deutschen Top-Athleten, VfB Stuttgart gewinnt DFB-Pokalfinale gegen Arminia Bielefeld, Das Wetter Korrektur: Diese Sendung wurde nachträglich bearbeitet. Die Sendung wurde nachträglich bearbeitet, weil in der Anmoderation zum Thema NSU die Zahl der Mordopfer korrigiert wurde.