LOGON ist ein Magazin für innere Transformation. Für Menschen, die mitten im Leben stehen und sich in diesem Lebendigsein von innen heraus tieferen religiösen und spirituellen Fragen zuwenden. LOGON richtet sich an diese Hörer und Lesergruppe durch spirituelle Texte zu aktuellen Themen, durch Interviews mit Musikern, Autoren oder Repräsentanten verschiedener religiöser und spiritueller Strömungen oder auch durch die Besprechung von zeitlosen philosophischen Texten. Weitere Infos auf: https://www.logon.media

Uralte Mythen und symbolische Erzählungen berichten von der Existenz des geheimnisvollen Landes Belowodje im Altai-Gebirge, das mit dem indischen Mythos von Shambala in Beziehung steht. Es bildet einen Schnittpunkt zwischen östlicher und westlicher Weisheit. An der Grenze zu Belowodje erhebt sich der Berg Belucha, der als Tor zur Urheimat des Friedens und der Völkerverständigung angesehen wurde. Spirituelle Sucher haben sich immer wieder vom Altai-Gebirge angezogen gefühlt, unter ihnen der russische Maler Nicholas Roerich (1874-1947); er unternahm mit seiner Ehefrau Elena Roerich eine mehrjährige Expedition vom Himalaya aus über Tibet in die Altai-Berge. Letztlich sind es innere Wege, die erforscht werden durch Reisen zu besonderen Orten der Erde.

Wahrer Frieden ist in der „Welt der Schatten” nicht zu finden. Zwischen Argwohn, Macht und Misstrauen herrscht ewig Krieg. Nur zwischen Glauben und Vertrauen ist Friede.

Die Menschheit muss wählen: Sie kann ihre Zivilisation auf Einheit neu gründen oder dunklen Zeiten entgegengehen. Jeder, der sich bewusst zur Einheit wendet, wirkt an dieser großen Transformation mit.

Unser Bewusstsein hat sich irgendwann in tiefer Vergangenheit von der Einheit abgewandt und den Fokus auf eine Welt der Gegensätze gerichtet, der Polarität, aus der alle unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen resultieren. Das Ergebnis ist ein gespaltenes Bewusstsein, das in Konflikten lebt, in einem fortwährenden Ringen, sowohl individuell als auch kollektiv. Es ist ein Drama, an dem wir festhalten und das doch Schmerz und Leid bedeutet, von dem wir uns lösen wollen, da wir einst die Einheit gekannt haben.

Die Europahymne beschreibt ein besonderes Menschenbild, dass tief in der europäischen Geistesgeschichte verankert ist.

Vom Weg des Lichts im Menschen – einem Kampf auf der Basis des Friedens.

Sind wir bereit, das Leben vollständig und bedingungslos anzunehmen? Oder spielen wir verhalten damit, führen eine Art halbes Leben, bei dem wir das tun, was alle anderen tun und uns der Wahrnehmung dessen verschließen, was wirklich auf dem Spiel steht?

Das „Wort“, das „am Anfang war“, wie es im Johannesevangelium heißt, ist nicht einfach ein Ausspruch, es ist ein Ton, eine Bewegung, eine Schwingung des Geistes, ein Ausatmen von Leben in die Form hinein. Ein inneres Sprechen des Geistes, ein Hall „oberhalb“ der Gegensätze unserer Welt.

In Mozarts Musik wird der Klang der Schöpfungsdynamik hörbarals eine lebendige, rhythmisch-melodische Harmonie des Geistes.

Musik kann den Pulsschlag göttlichen Willens durch die Welt fluten lassen – und kann mit ihren so besonderen Mitteln zugleich auch großes Unheil bewirken. Bereits auf Grund der Struktur seines Körper- und Nervensystems hat der Mensch eine starke Entsprechung zur Musik. Hätte er nicht in seinem tiefsten Wesen verborgen Anteil an der göttlichen Welt, so könnte Musik niemals Botschafterin höherer Sphären oder die Erweckerin der Geheimnisse der Seele sein.

Wenn wir begreifen, dass Sprache bestimmt, was wir denken (und sagen) können, dann werden wir bemüht sein, dieses Werkzeug zu pflegen und zu schärfen – und das zu bewahren, was strebende Menschen vor uns damit erreicht haben. Und während wir Welt und Mensch mithilfe der Sprache immer besser verstehen (was nicht ohne Mitwirkung des Herzens gelingen wird) nähern wir uns einer Grenze. Die Grenze des Sag- und Denkbaren ist die Grenze einer Welt – aber danach kommt noch etwas.

Alles ist Schwingung. Und Schwingung ist magisch, wenn Bewusstsein und Schöpferkraft in ihr wirken, wenn Leben sich in ihr äußert, wenn das von ihr Erzeugte „lebensecht“ ist.

Das Göttliche und das Menschliche gehen in uns einen Weg. Jedoch bis die zwei zu einem geworden sind, können wir die Perspektive des göttlichen Anderen in uns nicht verstehen, auch wenn wir seine Berührung immer wieder erfahren.

Der Mensch, zum Ebenbild Gottes reifend, betritt seinen Weg der Entwicklung mit dem Mut des Unwissenden, dessen Vollendung in der Demut des Herzens stattfindet.

Die Wahrheit kann nicht eingefangen werden in den Schleifen der Zeit. Du weißt und ahnst, dass sie existiert und dich ruft. Es ist ein seltsamer Magnetismus. Er fühlt sich als Notwendigkeit an und nicht als Raum für eine freie Entscheidung.

Was ist eigentlich Tapferkeit? Um das zu ermitteln, schlägt Sokrates eine Gesprächstechnik vor, die auf die Überlieferung eines Wissens abzuzielen scheint, das vom Lehrer auf den Schüler übergeht und sich durch Werke manifestiert. Unmerklich geht das Gespräch dann aber dahin, dass jeder einzelne sich als Sachkundiger seiner selbst erkennen soll. Sokrates führt die Gesprächspartner zu dem Punkt, an dem jeder von ihnen sich selbst Rechenschaft ablegen und zeigen muss, welche Beziehung zwischen ihm und seinem inneren Logos (der Vernunft) besteht.

Sich von der Bewegtheit der Menge zu lösen und um den eigenen Weg zu ringen, ist die primäre Aufgabe eines Menschen, der sein Leben der seelischen Verwandlung weiht. Hierbei entsteht eine neue, eine besondere Beziehung zum Ganzen. Der Weg beruht auf den Impulsen der Vernunft und des Herzens – und die letzteren sind Impulse der Liebe. Sie führen zu einer tief empfundenen Verbindung mit allen Menschen und dem Gefühl der Mitverantwortung für den künftigen Weg der Menschheit.

Oft liegt fast so etwas wie ein Zauber in der Luft, in den Farben des Meeres, des Himmels. Manchmal habe ich das Gefühl, was die Menschen machen, kommt nicht ran an diese Größe, diese Schönheit. Und vor allem auch, wenn es so still ist, wie gerade jetzt, ein feiner Abendwind, die Sonne gerade untergegangen, das Abendrot …

Schönheit ist für mich etwas, was sich aus der künstlerischen Arbeit heraus destilliert als eine wirksame Kraft. Sie ist für mich kein Begriff, den ich auf bestimmte Objekte oder Kunstgegenstände anwende. Ich sehe sie als eine Ausdrucksform von Stimmigkeit, in der gegensätzlichste Kräfte, die die Tendenz haben, auseinanderzubrechen oder sich zu befeinden, miteinander zusammenwirken, zusammenspielen.

Schönheit zeigt sich auf die unterschiedlichste Weise im Menschen selber und in seiner Umgebung. Das Erkennen der Schönheit beschreibt einen Weg, der im Äußeren beginnt und sich bis in die Tiefen des menschlichen Wesens fortsetzt.

Durch den alchymischen Prozess des Auflösens, Verdünnens und Entleerens, wonach wir nicht mehr der sind, der wir waren, treten Seine Strahlen und Sein Antlitz als Urbild und Prototyp der schöpferischen Urkraft hervor. Seine Schönheit breitet sich ins Unermessliche aus, sie kennt keine Grenzen; sie ist so überwältigend, dass wir vor ihr in Stille verharren.

Schönheit ist für mich etwas, was sich aus der künstlerischen Arbeit heraus destilliert als eine wirksame Kraft. Sie ist für mich kein Begriff, den ich auf bestimmte Objekte oder Kunstgegenstände anwende. Ich sehe sie als eine Ausdrucksform von Stimmigkeit, in der gegensätzlichste Kräfte, die die Tendenz haben, auseinanderzubrechen oder sich zu befeinden, miteinander zusammenwirken, zusammenspielen.

Oft liegt fast so etwas wie ein Zauber in der Luft, in den Farben des Meeres, des Himmels. Manchmal habe ich das Gefühl, was die Menschen machen, kommt nicht ran an diese Größe, diese Schönheit. Und vor allem auch, wenn es so still ist, wie gerade jetzt, ein feiner Abendwind, die Sonne gerade untergegangen, das Abendrot …

Der Weg der Individuation schließt ein Leben in der Welt nicht aus, sondern fügt ihm eine neue Qualität hinzu. Sie integriert, indem sie das Außen mit dem Innen zusammenführt, sie vereinigt die Gegensätze miteinander, so dass das Wesenhafte dahinter zutage tritt.

Können wir die Dinge und die Welt einfach so sehen, wie sie (wirklich) sind – und nicht, wie wir sie uns vorstellen? Können wir die eigenen Schleier beiseite schieben?

Sind wir nicht wie Puzzleteile? Jeder, jede von uns ist anders „gestrickt“, hat eine andere Form und andere Inhalte, andere Gefühle und Gedanken. Gelingt es uns, trotz unserer Individualisierung ein schönes, neues Gesamtbild zu formen? Ein gemeinsames Ziel ist vorgegeben, aber die Entwicklung dorthin ist ein Schöpfungsprozess, bei dem Freiheit vorgesehen ist, freiwilliges Mitwirken.

Monaden sind metaphysische Substanzen, die nicht in Teile zerlegt werden können. Es gibt unendlich viele von ihnen. Alle Dinge und alle Wesen besitzen Monaden, die ihre Eigenschaften festlegen. Das gilt für ein Sauerstoffatom ebenso wie für die Seele eines Menschen. Die Monaden bilden eine Hierarchie. Gott ist die höchste Monade. Das Meer der Monaden ist der eigentliche Stoff, der unser Universum erzeugt und existent erhält. Dieses Meer kann man sich auch als das gnostische Pleroma vorstellen.

Der göttliche Geist ist nichts Fertiges, sondern etwas Tätiges. Hegel sagt: „Er ist [...] die Tätigkeit, zu sich zu kommen und so sich hervorzubringen, sich zu dem zu machen, was er an sich ist.“ Im Denken des Menschen findet die Selbstwerdung des Absoluten statt.

Jakob Böhme sagte: „Ich bin im Wissen tot um des willen, der in mir wissen will.“ Und ferner: „Der einfache, göttliche Weg, auf dem man Gott in seinem Wort, Wesen und Willen schauen kann, ist der, dass der Mensch in sich selbst einfach wird und in seinem eigenen Willen alles verlässt, was er selbst ist und hat.“

In einer Welt, die von einer Vielzahl von Meinungen, Überzeugungen und Identitäten geprägt ist, wird Vielfalt oft als höchstes Gut gefeiert. Doch benötigen wir nicht auch die Einfalt des Herzens? Nicht im Sinne einer Verarmung, sondern als eine tiefe Besinnung auf das Wesentliche, das aller Vielfalt zugrunde liegt, einer spirituellen Transformation, die zur Essenz des Menschseins führt.

Es mag den Anschein haben, dass Kafka in seinen Schriften nur die Sinnlosigkeit aufdeckt und die Leere meisterhaft beschreibt. Aber er öffnet dadurch die Tür zu existenziellen Fragen

Der Glaube der Transhumanisten an die Technologien fällt mit einer neuen Art von Religion zusammen, die darauf basiert, unsterblich zu werden. Ihr Menschenbild beschränkt sich auf das Dasein in dieser Welt. Darüber hinausreichende Dimensionen des Menschseins gehören nicht dazu.

Wundernase ist ein schweizerdeutscher Begriff, der eine neugierige Person bezeichnet und freundlicherweise nicht auf Gier, sondern auf Wunder baut. Beginnen wir mit dem Wunder, denn am Anfang war das Wunder, dann kam die Wissenschaft, am Anfang war der Baum des Lebens, dann kam der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Eine Reise im Außen kann eine Reise im Innern sein

Da du dir selbst zu folgen wagst, wirst du zum Fremden in dieser Welt, doch stehst du nun vor der Türe zum Geheimnis.

Sich fremd fühlen kann nur, wer eine Ahnung von Heimat hat. Erst der Verlust der Heimat weckt die Sehnsucht, lehrt uns, das Verlorene zu schätzen und wieder zu suchen.

Wir Menschen sind grundsätzlich Fremde, denn wir kennen uns selbst nicht. Sind wir auch in der Fremde? Ein Versuch, einander überlagernde Fremdheiten zu sichten

Mein Lied ist eine ewige Melodie der Freude. Wer die Freude nicht kennt – die reine, grundlose freudige Gewissheit, die ursachlose: Ich bin, der ich bin, der ich war und immer sein werde – der ist ein Sünder am heiligen Geist.

LOGON sprach mit Mukesh Gupta über Gewahrsein. Mukesh Gupta ist ein weltweit eingeladener Redner und Pädagoge aus Indien, der sich seit 25 Jahren dem Thema „Selbsterforschung“ widmet. Er fühlt sich besonders von Jiddu Krishnamurti und dem Buddha inspiriert. Er hat weltweit über zweihundert Vorträge, Retreats und Seminare gehalten. Vor seiner internationalen Vortragstätigkeit arbeitete er zwei Jahrzehnte lang bei der Krishnamurti Foundation of India (KFI). Mukesh ist der Gründer der School for Self-Inquiry.

Wenn sich das Herz klärt, tritt eine Sehnsucht zutage, ein tiefes, heiliges Verlangen nach Regeneration. In der Klarheit des Herzens können Liebe, Weisheit und Intuition wirken. Sie führen zu Einsicht und Freude.

Wie düster wir die Zeit, in der wir leben, empfinden, hat etwas Subjektives an sich und ist sehr mit den jeweiligen Lebensumständen verknüpft. Und die Empfindung ist eng damit verbunden, ob wir in dem, was wir tun, einen Sinn erkennen können.

Der Clown durchlebt alle Rollen. Die Seelenruhe wird ihm zum Begleiter: ein kleiner, heiterer Raum im Herzen, in den er sich mitten in der Hektik jeder Rolle zurückziehen kann. Ein kleiner heiterer Raum, aus dem Frequenzen der Stille in alles hineinwirken, ganz gleich, was geschieht, ganz gleich, wie unfrei er sich auf seinem Weg gerade erleben mag.

Heiterkeit im scheinbar Aussichtslosen? Heiterkeit in der heutigen Menschheitssituation? Sehr viel wartet auf uns, wenn wir auf die Welt kommen. Aber unser Blick richtet sich am Anfang nicht auf Einzelnes, nicht auf etwas Bestimmtes, sondern geht ins Weite, ins Offene.

Wahre Heiterkeit kann nicht auf der Verdrängung gegenläufiger Gefühle beruhen. Man wünscht sich und anderen möglichst viel Glück. Aber wie, wenn die höchste Glücksempfindung, wenn wahre Heiterkeit einen Menschen voraussetzte, der auch Allertiefstes gelitten haben muss? Wenn Glücksgefühl überhaupt erst möglich wäre in einem durch Lust und Unlust gereiften Herzen?

Die Seele kommt aus einer unendlichen Weite und Freiheit und wird im Körper sozusagen gefangen, und das fühlt sich beengend an. Beim Tod ist es genau umgekehrt, da verlässt die Seele den Körper und es wird erlebt als eine enorme Befreiung und eigentlich als sehr, sehr schön.

Ein von außen betrachtet schwieriger Krankheitsprozess kann auch ein Segen für die ganze Umgebung sein, für die Familie, für den Freundeskreis. Lieber Jo! Vielleicht ist es etwas merkwürdig, dass ich dir heute einen Brief schreibe. So wie früher, als ich dir eine Postkarte aus dem Urlaub oder einen Brief zum Geburtstag geschickt habe. Postkarten und Geburtstagsbriefe sterben heutzutage aus. Aber du, mein lieber Schwager, bist keinesfalls „ausgestorben“, auch wenn du uns im letzten Herbst verlassen hast. In deinem „Weggehen“ hast du uns mit intensivster Lebendigkeit beschenkt.

Der Bardo Thödol, das Tibetische Totenbuch, begleitet den Sterbenden vom Tod zur Reinkarnation. Es ist aber auch ein Wegweiser für das Leben und für das Überwinden von Wiedergeburten. Die aus dem 8. Jahrhundert stammende Schrift Bardo Thödol, die etwas unpassend als das Tibetische Totenbuch bekannt wurde, ist nach einer neueren Definition von Lama Anagarika Govinda … nicht ein Führer für die Toten, sondern für solche, die den Tod überwinden und den Vorgang des Sterbens in einen Akt der Befreiung verwandeln wollen. Mit der englischen Übersetzung des Tibetischen Totenbuchs durch Evans-Wentz im Jahr 1927 wurde dieses Buch im Westen weit verbreitet und in verschiedene Sprachen übersetzt. Der Bardo Thödol wird Padmasambava, der im 8. Jahrhundert den Buddhismus nach Tibet brachte, zugeschrieben. Er galt bis ins 14. Jahrhundert als verschollen und wurde entsprechend der Überlieferung durch Karmalingpa wiederentdeckt und schriftlich fixiert. Die verschiedenen Übersetzungen des Tibetischen Totenbuchs verbreiteten sich in Amerika und Europa schnell, und das nicht nur unter Interessierten an östlicher Religion, Mystik und Theosophie, sondern auch in der westlichen Wissenschaft, hauptsächlich der Psychologie, der Medizin, Physik und der Forschung über Nahtoderfahrungen.

Unser Leben ist ein farbiger Abglanz. Der, der sich in unserem Dasein abbildet, möchte von uns gefunden werden. Wenn das nicht geschieht, sind wir im Außen verloren. Manchmal ändern Ströme ihren Lauf. Die Quelle bleibt am selben Ort und ebenso das Meer, aber der Weg zwischen beiden verläuft anders. Wo früher Wasser strömte, bleiben tote Arme zurück, Tümpel, Teiche, Seen. Sie werden weiter gespeist, von unten durch das Grundwasser, von oben durch den Regen. So bleiben sie indirekt mit dem Strom verbunden, aber zugleich werden sie zu etwas Eigenem. Hierzu schmückt sie die Zauberin Natur, stattet jedes auf seine Weise aus. Ein Auenland entsteht mit herrlichen Orten, Artenvielfalt und wundervollen Biotopen, „Abbildern des Lebens“

Seit Adam gefragt wurde „Adam, wo bist du?“, sind wir auf der Flucht. Wir verstecken uns hinter schönen Worten und Philosophien, verstecken unsere Gefühle und Wünsche vor uns selbst, tun so, als ob uns Andere, die Wirklichkeit und die Tatsachen nichts angingen, schämen uns unserer Handlungen und schöpfen im Verborgenen. Es gibt aber keinen Fluchtweg vor der Wahrheit, vor dem Leben, vor dem Unbekannten, vor Gott. Schließlich stellen wir uns tot. Das ist unser letztes Versteck. Aber das Leben lässt sich nicht täuschen, es ruft und stupst und streichelt und kitzelt und stichelt uns. Dann lachen oder weinen oder verzweifeln oder leiden wir oder wir werden unruhig. Vielleicht stehen wir auf und suchen. Immer werden wir es finden, was wir auch suchen. Tot stellen funktioniert nicht. Tot sein noch weniger. Es gibt nur das Leben.