Ein 30-minütiger Überblick über die Nachrichten des Tages.

Die Themen des Tages mit dem Fahrplan der CDU zur Wahl des neuen Fraktionsvorsitzenden, dem Gedenken an den Widerstand gegen Adolf Hitler und die Weltmeisterfeier in Spanien.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den zurückgetretenen Unions-Fraktionshef Spahn für dessen Informationspolitik kritisiert. Er habe die Partei und die Fraktion erst sehr, sehr spät über alles in Kenntnis gesetzt, so Merz im ZDF. Mit mehr Zeit hätte man alles in Ruhe besprechen können, aber die Zeit habe es nicht gegeben. Dass die Elternschaft über eine Leihmutter aus den USA eine solche Empörung auslöse, habe er aber nicht erwartet, so Merz. Nun wolle er sich mit CSU-Chef Markus Söder besprechen und relativ bald über eine Nachfolge entscheiden. In Berlin kursieren mehrere Namen: Kanzleramtschef Frei, Bundesinnenminister Dobrindt, Gesundheitsministerin Warken und CDU-Generalsekretär Linnemann könnten demnach den Unionsfraktionsvorsitz übernehmen. Merz denkt nach eigenen Worten auch über eine Regierungsumbildung nach.

Nach der Geburt des Sohnes von Jens Spahn und seinem Ehemann per Leihmutter wächst die Kritik. Grünen-Chef Banaszak forderte Spahn auf, sich zu erklären.

Die Bundesregierung will härter gegen Steuerbetrüger vorgehen. Dazu haben Finanzminister Klingbeil und Justizministerin Hubig heute angekündigt, ein Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität einzurichten. Dort sollen Analyse, Ermittlung und Verfolgung von Geldwäsche und Steuerbetrug gebündelt werden. Vorgesehen ist zudem, die Straffreiheit bei einer Selbstanzeige in heutiger Form abzuschaffen und in besonders schweren Fällen der Steuerhinterziehung das Strafmaß auf bis zu 15 Jahre Haft zu erhöhen. Der Staat verliert jedes Jahr mehrere Milliarden Euro durch Steuerbetrug.

Drehende Winde haben den Waldbrand am Dienstagabend im Müritz-Nationalpark erneut angefacht. Inzwischen sind auch Drohnen im Einsatz.

Erneut gab es Angriffe der USA auf den Iran sowie iranische Reaktionen. Im Streit über den Zugang zur Straße von Hormus fordert US-Präsident Trump eine hohe Maut zugunsten der USA.

Zahlt ein Elternteil keinen Unterhalt für gemeinsame Kinder, springt der Staat ein. Laut Familienministerin Prien sind die Kosten aber zu hoch - jetzt soll gespart werden.

Die US-Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Iran offenbar fort. Die Führung in Teheran meldete neue Attacken auf der Insel Qeschm. Die Insel ist die größte im Persischen Golf, auf ihr leben etwa 150.000 Menschen. Meldungen über Opfer oder größere Schäden liegen bislang nicht vor. Von Seiten der USA gibt es noch keine Stellungnahme. Erst in der vergangenen Nacht hatten die amerikanischen Streitkräfte 140 militärische Ziele im Iran angegriffen. Sie reagierten damit nach eigener Darstellung darauf, dass die iranische Revolutionsgarde ein Handelsschiff gewaltsam an der Durchfahrt der Straße von Hormus gehindert hat. Nach den amerikanischen Angriffen in der Nacht attackierte der Iran mehrere Staaten - unter anderem Bahrain und Katar, wo die Amerikaner Militärbasen unterhalten.

Die Reform enthält einerseits Ausgabenbremsen und andererseits höhere Zuzahlungen unter anderem für Medikamente. Bundestag und Bundesrat haben dem Gesetz zugestimmt.

Der VW-Aufsichtsrat ist in Wolfsburg zusammengekommen, um über einen weiteren Stellenabbau für den Autobauer zu beraten. Konzernchef Blume hat angekündigt, dass der Sparkurs deutlich verschärft werden soll. Medienberichten zufolge könnten dadurch bis zu 100.000 Arbeitsplätze weltweit wegfallen - doppelt so viele wie bisher geplant. Auch die Schließung von vier VW-Werken in Deutschland ist im Gespräch, unter ihnen die Werke in Hannover und Emden. An vielen VW-Standorten gab es heute Proteste gegen die Sparpläne. Die IG Metall kündigte an, den Druck weiter zu erhöhen, sollte der Vorstand an seinen Vorhaben festhalten.

Nato-Generalsekretär Rutte sieht das Gipfeltreffen in Ankara trotz der verbalen Attacken von Donald Trump als Erfolg. Das Bündnis sei geschlossen und stärker als je zuvor, so der Niederländer. Als Beleg wertete Rutte, dass die NATO-Partner in ihrer Gipfelerklärung das Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 des Bündnisvertrags nochmal bekräftigt haben. US-Präsident Trump hatte die NATO in Ankara scharf kritisiert und mehreren Partnerländern vorgeworfen, sich kaum einzubringen. Im Fall von Spanien kündigte er an, die US-Handelsbeziehungen zu dem südeuropäischen Land zu beenden.Am Rande des Nato-Gipfels hat US-Präsident Trump weitere Angriffe auf den Iran angekündigt. Das US-Militär werde das Land in der kommenden Nacht hart treffen, sagte Trump. Bereits am Vormittag hatte der US-Präsident die vereinbarte Feuerpause für beendet erklärt und angekündigt, nicht länger mit dem Iran zu verhandeln.

Ukraine, Iran und vor allem das Geld: Die Themen des NATO-Gipfels in der Türkei bergen Konfliktpotenzial. Kanzler Merz hofft auf den "Geist von Ankara" - aber die Ausgangslage ist schwierig.

Der Bundeshaushalt und die Finanzplanung bis 2030 sind für Schwarz-Rot ein Kraftakt. Auf der einen Seite stehen stark gestiegene Verteidigungsausgaben und hohe Investionen, auf der anderen Seite ein strenger Sparkurs. Wie kann das zusammengehen?

Zum Abschluss des Bundesparteitags in Erfurt haben die AfD-Parteichefs Chrupalla und Weidel die Delegierten auf die Landtagswahlen im September in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern eingestimmt.

Nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann als Fußball-Bundestrainer wird Jürgen Klopp als Nachfolger gehandelt. Nach Angaben des DFB hat Klopp schon seine Bereitschaft signalisiert, den Posten zu übernehmen. Man werde nun das Gespräch mit dem 59-Jährigen suchen, hieß es. Julian Nagelsmann hatte am Mittag seinen Rücktritt bekanntgegeben. Der 38-Jährige erklärte, die National-Mannschaft habe nach so einer herben Enttäuschung bei der WM einen unbelasteten Neuanfang verdient.

Die Koalition will Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen entlasten und hat dabei vor allem Familien im Blick.

Bringt der Koalitionsausschuss den Durchbruch bei den großen Themen wie Arbeit, Steuerreform und Pflege? Die Spitzen von Schwarz-Rot arbeiten an einer Paketlösung.

Deutschland ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft im ersten Spiel der K.O.-Phase gescheitert. Die National-Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann verlor das Sechzehntelfinale gegen Paraguay mit 3:4 im Elfmeterschießen. Nagelsmann betonte direkt nach der Niederlage, er wolle als Bundestrainer weitermachen. Die Entscheidung liegt beim DFB. Der Deutsche Fußball-Bund will sich noch nicht zur Zukunft von Bundestrainer Nagelsmann äußern. Weitere Analysen soll es erst nach der Rückkehr des Teams aus den USA geben. Das sagte DFB-Präsident Neuendorf.

In Stade in Niedersachsen sind sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung erschossen worden. Innenministerium und Polizei haben auf einer Pressekonferenz Details bekanntgegeben. Demnach waren alle Getöteten Mitarbeitende der Jugendhilfe und des Jugendamtes. In der Einrichtung selbst werden junge Mütter und ihre Kinder betreut. Sie blieben unverletzt. Der festgenommene Tatverdächtige ist ein Deutscher mit türkischen Wurzeln aus Hannover. Laut Polizei hatte er keine Erlaubnis für die Tatwaffe. Als Motiv wird ein Streit ums Sorgerecht vermutet. Der Mann hatte in Stade einen Termin, bei dem es ums Sorgerecht für die drei Monate alte Tochter ging. Auch die Mutter war vor Ort. Mutter und Tochter blieben unverletzt.

Wir blicken zurück, was die Hitze mit uns gemacht hat, denn es wird nicht die letzte schweißtreibende Woche dieses Sommers gewesen sein.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge will der Konzern weltweit bis zu 100.000 Stellen streichen. Zudem seien mittelfristig vier Werke in Deutschland in Gefahr: Hannover, Emden, Zwickau und der Audi-Standort Neckarsulm. Gewerkschaften protestieren.

Die Ministerpräsidenten der Länder fordern vom Bund mehr finanzielle Entlastungen für die Kommunen. Bei einem Treffen der Regierungschefs mit Kanzler Merz geht es um Leistungen, über die auf Bundesebene entschieden wird, für die aber die Städte und Gemeinden aufkommen müssen. Dazu zählen etwa Eingliederungshilfen für Menschen mit Handicap und Unterhaltsvorschüsse für Alleinerziehende.

Kinder und Jugendliche sollen im Internet besser geschützt werden - eine Expertenkommission nimmt dabei vor allem die Plattformen, Schulen, Eltern und auch den Staat in die Pflicht.

Alle Vorschläge für die Reform der Rente sollen laut Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) umgesetzt werden. Eine Expertenkommission hat das Konzept erarbeitet. Es sieht zum Beispiel vor, die Altersgrenze für den Renteneintritt langsam anzuheben, angepasst an die Lebenserwartung. Die Rente ohne Abschläge für besonders langjährig Versicherte soll wegfallen. Außerdem sollen mehr Menschen in die Rentenversicherung einzahlen, etwa Selbstständige und Abgeordnete.Die Reaktionen sind gemischt: Wirtschaftsverbände sehen die Vorschläge überwiegend positiv, Gewerkschaften üben Kritik. Widerstand zeichnet sich auch in den Ländern ab. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig zum Beispiel hält es für falsch, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Die SPD-Politikerin spricht sich im "Tagesspiegel" dafür aus, nach Beitragsjahren zu gehen. Das sei gerechter.

Nach innerparteilichem Druck hat der britische Premierminister Starmer seinen Rücktritt als Chef der Labour-Partei bekanntgegeben. Andy Burnham kündigte darauf an, dass er als Nachfolger bereitsteht.

Nach katarischen Angaben sitzen Vertreter beider Länder in einem Luxushotel bei Luzern zusammen. Auch Katar ist als Vermittler dabei. Grundlage für die Gespräche ist ein vereinbartes Rahmenabkommen.

Beim EU-Gipfel der 27 Staats- und Regierungschefs in Brüssel zeichnet sich ein Streit über den mehrjährigen Haushalt ab.

Die USA und der Iran haben ein Rahmenabkommen über ein Ende des Krieges unterschrieben. Die iranische Fühung zeigt sich zufrieden, in den USA gibt es Unmut.

Mit einem Freundschaftsvertrag haben sich Deutsche und Polen vor genau 35 Jahren für Partnerschaft statt für Feindschaft entschieden. Sie wurden zu engen Verbündeten in EU und NATO, aber das Verhältnis ist bis heute belastet.

Die Verhandlungen über ein umfassendes Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sollen nach Angaben aus Teheran voraussichtlich am Freitag beginnen.

Die Aussicht auf einen Iran-Deal sorgt zum Start des G7-Gipfels für Hoffnung. Jetzt beginnt die Arbeit - auch für die EU.

Rund 10 Jahre hat die EU um neue Asylregeln gerungen - heute sind sie in Kraft getreten.

Erstmals nehmen an der Fußball-WM 48 statt 32 Nationen teil, es gibt eine Rekordzahl von 104 Spielen in 16 verschiedenen Stadien.

Drei Stunden lang wollen heute Arbeitgeber, Gewerkschaften und Koalitionsspitzen über mögliche Reformen sprechen. Die Erwartungen an das Treffen sind groß, es gibt aber auch Kritik.

Die meisten politisch motivierten Straftaten wurden von Rechten oder Rechtsextremisten verübt. Bei linksmotivierten Straftaten gab es aber einen besonders großen Anstieg.

Israel und der Iran haben sich erstmals seit April wieder gegenseitig beschossen. Auch wenn die Angriffe vorerst für beendet erklärt wurden, wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten.

Der ukrainische Präsident Selenskyj will mit dem britischen Premierminister Starmer, Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron über mögliche Verhandlungen mit Russland über ein Kriegsende sprechen. Eine Lösung ist bisher nicht in Sicht.

Den Pflegekassen droht in den kommenden Jahren eine immer größer werdende Finanzlücke. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will mit einer Reform gegensteuern. Doch die dafür vorgelegten Vorschläge stoßen auf deutliche Kritik.

Im Rennen um einen nicht-ständigen Sitz im mächtigsten UN-Gremium geht Deutschland erstmals leer aus. Bei der Wahl in New York unterlag die Bundesrepublik Portugal und Österreich deutlich.

Deutschland will in den UN-Sicherheitsrat - aber der Ausgang der Wahl ist offen. Österreich und Portugal bewerben sich ebenfalls auf die beiden Plätze für Europa.

Die EU steht vor einer Verschärfung ihrer Asylpolitik. Neben härteren Regeln sollen abgelehnte Bewerber auch in Drittstaaten gebracht werden können.

Hamburg hat sich bei einem Referendum wie schon 2015 gegen Olympische Spiele in der Hansestadt entschieden. Für den Senat eine große Enttäuschung - die Olympia-Gegner jubeln.