Musik für einen Gast

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«Musik für einen Gast» – die besondere Talkshow auf SRF 2 Kultur: Ein Mensch und seine Musik. Persönlichkeiten – ob aus Kultur, Wissenschaft, Sport, Politik oder Wirtschaft – erzählen über ihr Leben, ihren Beruf, ihre Träume und Visionen und vor allem über die Musik, die sie geprägt hat und ihnen wi…

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)


    • Jan 8, 2023 LATEST EPISODE
    • weekly NEW EPISODES
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    Luca Koch - Künstler:in

    Play Episode Listen Later Jan 8, 2023 62:15


    Luca Koch beschreibt sich als «Weltenbürger:in auf diesem Planeten».  Nach einer Kindheit als Junge im Kanton Schwyz studierte Luca Koch Jazzgesang, lebt heute genderfluid und fühlt sich in verschiedenen Milieus zu Hause - bei avantgardistischen Auftritten mit der Band «Paper Crane» ebenso wie bei der musikjournalistischen Arbeit oder beim Dirigieren des Männerchors «Frohsinn».

    Thomas Hürlimann, Schriftsteller

    Play Episode Listen Later Dec 25, 2022 60:34


    Seit Jahrzehnten gehört Thomas Hürlimann zu den führenden Schriftstellern der Schweiz. Seine Stücke, Romane und Erzählungen gehören zum Kanon der deutschsprachigen Literatur. Die Essays und Wortmeldungen im Feuilleton zeugen von einem unabhängigen und der Freiheit des Denkens verpflichteten Geist. Geboren wir Thomas Hürlimann 1950 in Zug. Sein Vater ist der Zuger Regierungsrat und spätere Bundesrat Hans Hürlimann, seine Mutter entstammt einer St. Galler CVP-Dynastie. Mit elfeinhalb Jahren tritt er in die Stiftschule des Klosters Einsiedeln ein und erlebt dort «saure Jahre» als «kahlrasiertes Mönchlein in knöchellanger Kutte». Beides, die Herkunft aus dem katholisch-konservativen Elternhaus wie die langen Jahre der Klosterschule prägen später seine Literatur, dazu der frühe Tod seines Bruders Matthias an Knochenkrebs, den er später in mehreren Werken verarbeitet. Nach der Matura studiert Thomas Hürlimann Philosophie an der Universität Zürich und ab 1974 dann an der FU in Westberlin, wobei ihm das dortige dogmatische Klima das Studium vergällt. So bricht er es ab, geht zum Theater, arbeitet als Regieassistent und Produktionsdramaturg am Schillertheater Berlin und beginnt seine Laufbahn als freischaffender Schriftsteller. Erste Erfolge hat er als Dramatiker mit «Grossvater und Halbbruder» und «Stichtag». Sein Erfolgsstück «De Franzos im Ybrig» erlebt bis zum Ausbruch von Corona über 50 Inszenierungen. 1981 macht er mit «Die Tessinerin», dem ersten Buch des neugegründeten Amman-Verlags, dessen erster Autor er wird, auch als Prosaautor zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Spätestens aber seit dem Roman «Der grosse Kater» von 1998 gibt er als einer der führenden Schweizer Schriftsteller überhaupt. Von seiner katholischen Prägung und seinem Verhältnis zum Politikervater, von der Klosterschule und dem frühen Tod des Bruders, von seiner Haltung zur Schweiz und seinem Interesse an Mystik und natürlich auch von seinem Weg zum Schriftsteller und seinem Bezug zur Musik erzählt der Thomas Hürlimann im Gespräch mit Michael Luisier.

    Reto Camenisch, Fotograf

    Play Episode Listen Later Dec 18, 2022 58:52


    Seit mehr als vierzig Jahren macht sich Reto Camenisch ein Bild der Welt.Der preisgekrönte Fotograf über Menschen, Berge und sich selbst. Mit zwanzig Jahren eröffnet Reto Camenisch sein erstes Atelier. Heute, 44 Jahre später, blickt der preisgekrönte Fotograf auf ein schier unfassbares Werk: Porträts von Künstlern wie Franz Gertsch, karge Berglandschaften des Himalayas oder Alltagsszenen aus dem Süden der USA. Nebst seinem Schaffen als Fotograf hat Camenisch den Blues-Professor Walter Liniger filmisch verewigt. Zudem war der gebürtige Thuner über zwanzig Jahre als Studienleiter Fotografie am MAZ, der Schweizer Journalistenschule in Luzern, tätig. In «Musik für einen Gast» erzählt Reto Camenisch davon, wie er die Welt sehend entdeckt und welche Musik er dazu und danach hört.

    Andreas Vollenweider, Musiker

    Play Episode Listen Later Dec 11, 2022 64:21


    Der Mann, der einst die Harfe in die Popmusik einführte, wurde für seine Kreativität und seine Beharrlichkeit mit weltweitem Erfolg belohnt.Vor mehr als 40 Jahren ist Andreas Vollenweider mit dem Instrument der Engel ins Musikbusiness eingestiegen und hat damit die Welt erobert. Heute tut er noch immer das, was seiner Leidenschaft entspricht: Er schart Musiker und Musikerinnen um sich – gerne auch bisher unentdeckte – und macht gemeinsam mit ihnen Musik. Die Tourneen sind zwar inzwischen weniger strapaziös als früher, aber neue Alben mit frischen Ideen erscheinen in schöner Regelmässigkeit. Andreas Vollenweider hat im Verlauf seiner Karriere mehr als 15 Millionen Tonträger verkauft, ist durch alle Kontinente getourt und stand mit den Grossen der Musikszene auf der Bühne, von Bobby McFerrin über Bryan Adams bis Luciano Pavarotti. Zudem wurde er als bisher einziger Schweizer mit einem Grammy ausgezeichnet. Die Musikwünsche von Andreas Vollenweider geben einen Eindruck seines akustischen Universums wieder. Luciano Pavarotti wird zu hören sein, Björk, Mariza, Joni Mitchell und eine Komposition von Ludwig van Beethoven.

    Beni Huggel, Spitzenfussballer, Unternehmer, TV-Experte

    Play Episode Listen Later Dec 4, 2022 62:33


    Beni Huggel hat alles erlebt, was der Schweizer Fussball zu bieten hat. Sieben Meistertitel, fünf Cupsiege, unvergessliche Nächte in der Champions-League mit dem FC Basel, dazu Auftritte an WM und EM mit der Nationalmannschaft. Unterdessen ist er Unternehmer und hat seinen Weg auch als das gefunden. Dass Beni Huggel Fussballprofi wird, ist nicht vorgesehen. Im Gegenteil. Zwar spielt er als Jugendlicher gern und gut Fussball, tut dies aber als Amateur neben der Schule oder der Lehre als Landschaftsgärtner in Dorfvereinen. Erst beim FC Münchenstein, dann beim FC Arlesheim. Doch dann klopft der grosse FC Basel an und bietet dem 21-jährigen einen Profivertrag. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten und einer hartnäckigen Verletzung setzt er sich durch, wird Stammspieler und später Teamstütze beim FC Basel, dann in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt und in der Nationalmannschaft. 2012 tritt Beni Huggel, der 2009 zum «Nationalspieler des Jahres» gewählt worden ist, als Fussballer zurück. Er braucht eine Weile, sich neu zu orientieren. Der Weg als Fussballtrainer scheint zwar vorgegeben, entspricht ihm aber nicht. Schliesslich wird er Unternehmer und gründet neben seiner Coaching-Firma «Beni Huggel bewegt» auch die Plattform «Athletes Network», die die Erfahrungen aus dem Spitzensport mit den Anforderungen aus der Wirtschaft verbindet. Dem Fussball bleibt er trotzdem verbunden. Seit einiger Zeit als TV-Experte bei SRF, als das er gerade an der WM in Katar weilt. Von seiner Leidenschaft für den Fussball und seiner aussergewöhnlichen Karriere, von der Zeit danach und dem Neuanfang als Unternehmer und natürlich auch von der Musik, die er mit Cello und als in einer Schülerband auch aktiv betrieben hat, erzählt Beni Huggel im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.

    Historische Reprise: Kurt Früh und seine Tochter Katja Früh

    Play Episode Listen Later Nov 27, 2022 62:57


    Drehbuchautor und Regisseur Kurt Früh und seine Tochter Katja FrühKurt Früh, der mit schweizerdeutschen Filmen wie Oberstadtgass oder Bäckerei Zürrer bekannt wurde, war am 19. März 1967 von Roswitha Schmalenbach in die Sendung Musik für einen Gast eingeladen worden.  55 Jahre später hört sich seine Tochter Katja Früh jenes Gespräch an und spricht mit Röbi Koller über ihren Vater und wie es dazu kam, dass sie praktisch denselben Beruf ausübt wie er damals. Es sei nicht einfach gewesen, dem Vater zu genügen, gibt Katja Früh heute zu, denn dieser habe durchaus einen gewissen Druck ausgeübt. Sehr gerne sah er seine Töchter in ähnlichen Bereichen arbeiten wie er. Kurt Früh hatte als Kinderdarsteller angefangen, leitete später Theaterproduktionen, machte sich dann aber vor allem einen Namen als Autor und Regisseur von inzwischen unvergesslichen schweizer Filmen. Der Spagat zwischen Qualität und Erfolg hat ihm dabei immer zu Schaffen gemacht. Er könne nur zu wenigen seiner Filme vorbehaltlos stehen, sagte Kurt Früh in der historischen Sendung von 1967. Zu Unrecht, wie seine Tochter heute entgegnet, denn mehrere seiner Werke würden heute zu den besten des Genres gezählt: Polizischt Wäckerli, Hinter den sieben Gleisen oder Dällebach Kari, um nur einige zu nennen. Auch Katja Früh hat für das breite Publikum geschrieben. Ihr grösster Erfolg war ihre Tätigkeit als Headwriter der TV-Serie Lüthi und Blanc, die sie selber erfunden hat. Heute schreibt und inszeniert sie Theaterstücke, unter anderem für das Theatercasino Winterthur. Historische Reprise vom 19. März 1967

    Historische Reprise: Anne-Marie Blanc, Schauspielerin

    Play Episode Listen Later Nov 20, 2022 59:43


    Sie war der erste weibliche Filmstar der Schweiz, die Schauspielerin Anne-Marie Blanc (1919-2009). Mit der Rolle der «Gilberte» im Film «Gilberte de Courgenay» von Franz Schnyder gelang ihr als 21-Jährige der Durchbruch als Schauspielerin. Nach dem Kriegsende folgten dann Filmrollen auch im Ausland und Gastspiele in verschiedenen Theatern der Schweiz sowie auf deutschen und österreichischen Bühnen. Insgesamt spielte Anne-Marie Blanc in über 250 Theater-, Film- und Medienrollen von «Wachtmeister Studer» bis «Lüthi und Blanc». Sie war mit dem Filmproduzenten Heinrich Fueter verheiratet. 1986 erhielt sie den Hans-Reinhart-Ring, die höchste Theaterauszeichnung der Schweiz. Anne-Marie Blanc war 1969 bei Roswitha Schmalenbach zu Gast. Dort erzählt sie u.a. wie sie als Jugendliche Medizin studieren wollte, wie sie im Garten beim Jäten ihre Emotionen ausleben kann, und sie spricht über ihre Liebe zur Musik. Historische Reprise vom 21. Dezember 1969

    Historische Reprise: Johannes Mario Simmel, Schriftsteller

    Play Episode Listen Later Nov 13, 2022 62:00


    Der österreichische Schriftsteller Johannes Mario Simmel (1924-2009) war einer der bekanntesten Bestsellerautoren im deutschsprachigen Raum - mehr als 70 Millionen Bücher wurden von ihm verkauft. Zudem schrieb er zahlreiche erfolgreiche Drehbücher. International bekannt wurde er 1960 mit seinem Roman «Es muss nicht immer Kaviar sein». Die Literaturkritik warf ihm in den frühen Jahren vor, Trivialliteratur zu schreiben, später hat sie sich versöhnlicher über sein Schaffen geäussert. Die Nazizeit und der Rechtsextremismus waren zentrale Themen in Simmels Büchern, nicht zuletzt aufgrund seiner Familiengeschichte, denn seine Verwandten väterlicherseits waren fast alle dem Holocaust zum Opfer gefallen. Simmel setzte sich sein Leben lang gegen Rassismus und für soziale Gerechtigkeit ein. 1968 war Johannes Mario Simmel bei Roswitha Schmalenbach zu Gast. Er erzählt, wie er in Zeiten, in denen er an einem Roman arbeitet, ganz diszipliniert um 6 Uhr aufsteht, sich hinsetzt und schreibt und dabei alles um sich herum vergisst. Er erzählt aber auch über seine Kindheit, über seinen ersten Berufswunsch Gärtner zu werden, wie er dann aber Chemie studiert hat, bei Kriegsende als Dolmetscher und später als Kulturredaktor gearbeitet hat. Und er spricht über seine Liebe zur Musik. Historische Reprise vom 18. Februar 1968

    Historische Reprise: Trudi Gerster, Schauspielerin, Märchenerzählerin

    Play Episode Listen Later Nov 6, 2022 60:05


    Sie war die berühmteste Märchenerzählerin der Schweiz – Trudi Gerster. Mit ihrer unverkennbaren Stimme hat sie Kinder und Erwachsene begeistert. Von klassischen Märchen bis zu Volksmärchen und Sagen reichte ihr Repertoire. Trudi Gerster war zudem als Schauspielerin tätig und hat mehrere Kinderbücher verfasst. 1968 wurde sie als eine der ersten Frauen ins Parlament gewählt und setzte sich für Kulturförderung und Frauenrechte ein. Trudi Gerster war 1964 bei Roswita Schmalenbach zu Gast. Sie erzählt, wie sie schon als Zehnjährige gerne Märchen erfunden hat und mit ihren Schauergeschichten ihrer Schwester Angst eingejagte. Sie spricht darüber, wie sie als Mädchen mit einer Sängerinnenkarriere liebäugelte und welche Erinnerungen sie mit Puccinis Oper Madame Butterfly verbindet. Die verstorbene Schauspielern, Märchenerzählerin und Politikerin Trudi Gerster zu Gast bei Roswitha Schmalenbach am 3. November 1964

    Esther Jenny-Keshava, indische Tänzerin

    Play Episode Listen Later Oct 30, 2022 61:06


    Esther Jenny-Keshava – als Tänzerin erzählt sie ihre Geschichten mit dem Körper, während ihre Mutter, die berühmte Märchenerzählerin Trudi Gerster, die Sprache als Ausdrucksmittel gewählt hatte. Esther Jenny wollte schon als kleines Mädchen tanzen. Als sie dann mit 18 zum ersten Mal eine indische Tänzerin sah, wusste sie, genau das wollte sie lernen. Sie reiste nach Indien und studierte intensiv den indischen Tanzstil Bharatanatyam. Dort lernte sie auch ihren späteren Ehemann, den Tanzmeister und Choreographen Vidvan Keshava kennen. 1976 gründeten die beiden in Basel eine Schule für indischen Tanz und Yoga und traten gemeinsam international als Tänzerpaar auf. In Musik für einen Gast erzählt Esther Jenny-Keshava von ihrer Kindheit voller Märchen und ihrer lehrreichen Zeit in Indien, sie spricht über ihre Faszination für indischen Tanz und Yoga und über ihre Liebe zum portugiesischen Fado.

    Urezza Famos – Kultur- und Unternehmensberaterin, Verlegerin

    Play Episode Listen Later Oct 23, 2022 60:44


    Urezza Famos versteht sich als Brückenbauerin zwischen Wirtschaft und Kultur oder zwischen Geld und Geist, wie sie sagt, und hat schon eine Menge Projekte aus Kultur und Tourismus realisiert. Gleichzeitig ist sie Herausgeberin des «piz Magazin», des Magazins für das Engadin und die Bündner Südtäler. Geht es um ihre Biografie, so spricht Urezza Famos von vier Leben. Eins als Kind und Jugendliche im östlichsten Zipfel der Schweiz, eins als Geschäftsleiterin, CEO und Verwaltungsrätin des elterlichen Betriebs in Samnaun, eins als Kulturförderin im Engadin und eins als Co-Präsidentin der Lia Rumantscha in Chur. Geboren wird Urezza Famos in Martina GR. Ihr Vater stammt aus Süditalien und vererbt ihr die vielen Ideen und ein Bewusstsein dafür, auf sich selbst zu hören. Ihre Mutter stammt aus Genf und bringt das Mondäne und Weltoffene mit, was den Menschen in der Zollfreiregion Samnaun ohnehin im Blut liegt. Nach einem Studium in Zürich kehrt sie in den elterlichen Betrieb zurück, wo sie 18 Jahre lang bleibt. Dann folgen die Jahre im Engadin, die von unzähligen Projekten und innovativen Ideen geprägt sind, unter anderem die Gründung des Kulturzentrums und Künstlerhaus Nairs in Scuol. Heute lebt Urezza Famos am Zürichsee und pendelt zwischen dem Unter- und dem Oberland hin und her, wobei sie sich derzeit viel in Chur aufhält, wo die «Lia Rumantscha» ihren Sitz hat. Von ihrer Kindheit an der Grenze und ihrer Zeit im elterlichen Betrieb, von ihren Projekten im Engadin und den strukturellen Veränderungen ihrer Heimat, von ihrer Arbeit als Verlegerin und ihrer Liebe für die romanische Sprache und Kultur und natürlich auch ihrer Musik erzählt Urezza Famos im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.

    Sol Gabetta, Cellistin

    Play Episode Listen Later Oct 16, 2022 64:31


    Sol Gabetta ist eine der gefeiertsten Cellistinnen weltweit. Die gebürtige Argentinierin lebt seit längerer Zeit im aargauischen Dorf Olsberg, in der Nähe von Basel, wo sie seit 2006 ihr eigenes Musikfestival betreibt. Ein Weltstar mit Sinn fürs Lokale. Die Reiserei hat für Sol Gabetta früh angefangen: Bereits als 8jährige wurde sie von ihrem Vater im Zweiwochenrhythmus von Cordoba ins 800km entfernte Buenos Aires gefahren, nur um sich von einer bestimmten Cellistin unterrichten zu lassen. Seither ist sie über mehrere Stationen stets ihren Lehrern nachgereist: nach Spanien, Frankreich und schliesslich in die Schweiz. Die Cello-Virtuosin strahlt bei ihren Konzerten eine Leidenschaft aus, die ansteckend ist. Rund 120 Konzerte pro Jahr spielte die international gefragte Musikerin vor der Corona-Pandemie, derzeit sind es bereits wieder rund 80. Dabei ist es ihr ein Anliegen, den Klassikbetrieb aufzumischen und mit neuen Ideen zu bereichern. So ist es kein Zufall, dass sie in Lugano für das neu ins Leben gerufene experimentelle Festival Presenza die künstlerische Leitung übernehmen durfte. Auf Sol Gabettas Playlist sind ausschliesslich Stücke zu finden, die von befreundeten Musikerinnen und Musikern eigespielt wurden, darunter Kompositionen von Messiaen, Schumann, Sibelius, Beethoven und Bach.

    Koni Frei, Gastronomieunternehmer

    Play Episode Listen Later Oct 9, 2022 59:23


    Vom Protestlied anlässlich der Besetzung des Kaiseraugst-Areals, zum rotzigen Punk der Jugendunruhen, hin zum Eklektizismus des Heute - Der Soundtrack zum Leben von Koni Frei ist gleichsam Ausdruck seines bewegten Lebens. «Das Rechts-Links-Schema passt nicht mehr zu mir. Ich bin ein Resistenzler, immer zuerst einmal ein bisschen dagegen, skeptisch gegenüber jeder Autorität», sagt Koni Frei. Der ehemalige Hausbesetzer und heutige Gastrounternehmer war und ist vom Globuskrawall, den Jugendunruhen, den Anfängen der Clubszene, bis hin zur Unterhaltungsindustrie der Jetztzeit stets ganz vorne mit dabei. Frei gilt als Strippenzieher im Nachtleben der grössten Schweizer Stadt und scheut auch vor unkonventionellen Ideen nicht zurück. Über sein bewegtes Leben und die Musik dazu, spricht Koni Frei in «Musik für einen Gast».

    Marcus Weiss – Saxophonist und Hochschullehrer

    Play Episode Listen Later Oct 2, 2022 60:26


    Markus Weiss ist einer der führenden klassischen Saxophonisten überhaupt. Er hat mit den besten Musiker:innen zusammengearbeitet und unzählige Uraufführungen zeitgenössischer Werke gespielt. Gleichzeitig gibt er als Professor für Saxophon und Kammermusik sein Wissen an junge Menschen weiter. Schon mit neun Jahren weiss Marcus Weiss, dass er eines Tages Saxophonist werden will. Saxophonist und Professor für Saxophon. Doch weil das Saxophon kein klassisches Instrument ist und damals auch noch eher ein Schattendasein fristete, lernt er erstmal Klarinette. Erst mit 15 erinnert ihn seine Mutter daran, dass er eigentlich mal Saxophon spielen wollte. Ab dann beginnt Marcus Weiss Saxophon-Karriere. Er nimmt Unterricht und studiert in Basel und in Chicago, spielt bald schon als Solist mit führenden europäischen Orchestern und Ensembles und als Kammermusiker mit dem Trio Accanto und dem Saxophonquartett Xasax in Paris, arbeitet mit zeitgenössischen Komponisten wie John Cage, Giorgio Netti, Helmut Lachenmann, Karlheinz Stockhausen und anderen zusammen und wird schon 1995 Professor für Saxophon und Kammermusik an der heutigen Hochschule für Musik an der FHNW, wo er mit grosser Leidenschaft junge Musikerinnen und Musiker unterrichtet. Von seiner musikalischen Prägung und seinen Anfängen als Musiker, von seinem Studium in Basel und seiner Begegnung mit Jimmy Carter in Chicago, vom Wesen des Saxophons und einer Musik, die sehr viel reicher und vielfälliger ist, als man es sich das als Nichtmusiker vorstellen würde, erzählt Marcus Weiss im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.

    Jakob Zinsstag, Tierarzt und Epidemiologe

    Play Episode Listen Later Sep 25, 2022 60:50


    Jakob Zinsstag ist Professor für Epidemiologie am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel.Seit vielen Jahren setzt er sich u.a. für eine bessere Gesundheitsversorgung von Mensch und Tier ein, gerade auch in den armen Ländern. Mehrere Jahre lebte Zinsstag mit seiner Familie in Westafrika und forschte dort u.a. zur Gesundheit der Nomaden. Dies hat seine Forschungskonzeption nachhaltig geprägt. So plädiert er seither für «One Health», einen integrativen Ansatz der Human- und Tiermedizin aber auch Lebensmittelproduktion und Umweltbedingungen berücksichtigt. In Musik für einen Gast bei Eva Oertle blickt Jakob Zinsstag zurück auf sein Leben als Tierarzt und seine Zeit in Gambia, er erzählt über seine Forschungstätigkeit sowie über die Gefahr von Epidemien und über seine Liebe zur Musik.

    Annedore Neufeld - Dirigentin

    Play Episode Listen Later Sep 18, 2022 64:31


    Annedore Neufeld ist Chefdirigentin der Basler Münsterkantorei, des Zürcher Bach Chores und des Kammerorchesters des Musik-Collegiums Schaffhausen. Zudem hat sie kürzlich das Sinfonische Orchester Schweiz SOS gegründet. In Süddeutschland geboren wuchs Annedore Neufeld in einer musikalischen Familie auf. Bereits als junges Mädchen war sie als Organistin tätig, ihre kirchenmusikalische Ausbildung schloss sie mit nur 15 Jahren ab. Später fokussierte sie auf die Fächer Chor- und Orchesterdirigieren und studierte in Stuttgart, Tübingen, Berlin und Zürich. In zahlreichen Workshops und Meisterkursen im In- und Ausland sammelte sie Erfahrungen und verfeinerte ihr Können. Zu den Sternstunden ihrer beruflichen Karriere zählt sie ihre erste h-Moll-Messe mit dem Københavns Bachkor, Mendelssohns Reformationssinfonie mit dem Kammerorchester Basel, Bachs Matthäuspassion zum 1000-Jahr-Jubiläum des Basler Münsters, sowie die Zusammenarbeit mit musikalischen Grössen wie Fazil Say oder Miriam Feuersinger, die an ihrem Festival «5 x Bach um 5» mit dabei war. Mit der Gründung des Sinfonischen Orchesters Schweiz möchte Neufeld jungen Musikerinnen und Musikern zwischen Studium und Beruf zu Auftrittsmöglichkeiten verhelfen. Annedore Neufelds Musikwünsche umfassen Werke von J. S. Bach, Sergej Rachmaninow, Einojuhani Rautavaara, Frank Martin und Keith Jarrett.

    Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk – Historiker

    Play Episode Listen Later Sep 11, 2022 60:33


    Frithjof Benjamin Schenk ist Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Basel. Zu seinem Fach ist er über sein Interesse an Russland und die Aufbruchstimmung der Gorbatschow-Jahre gekommen. Heute stehen für ihn auch andere osteuropäische Länder im Fokus. Mitunter auch die Ukraine. Frithjof Benjamin Schenk wächst als jüngstes von vier Kindern im Süden Münchens auf. Sein Vater ist Volksschullehrer, seine Mutter Buchbinderin und Blockflötenlehrerin. Ein Musiker wird trotzdem nicht aus ihm. Er interessiert sich mehr für den Natur- und Umweltschutz und die damals entstehende Umweltbewegungen. Später folgen das Studium und schliesslich die Entscheidung, sich auf osteuropäische Geschichte zu fokussieren. Eine gute Zeit für dieses Fach, denn zu Beginn der 90erjahre befindet sich ganz Osteuropa im Um- und Aufbruch. Mittlerweile ist Frithjof Benjamin Schenk Professor an der Universität Basel und spricht angesichts der jungen Leute, die er ins Wissenschaftlerleben begleiten darf, vom «schönsten Beruf der Welt». Doch die Aufbruchstimmung der frühen Jahre ist aktualitätsbedingt etwas in den Hintergrund getreten. Und auch der selbstverständliche Zugang über Russland als Türöffner zu Osteuropa wird angesichts des Krieges in der Ukraine hinterfragt. Und so hat Frithjof Benjamin Schenk vor einiger Zeit schon ein Forschungsprojekt zur Ukraine ins Leben gerufen und grad neulich auch noch damit begonnen, Ukrainisch zu lernen. Von der Prägung durch die Familie und den frühen Jahren in Bayern, von seiner Entdeckung Russlands und der Zeit in St. Petersburg, vom Studium an der FU und dem Leben in Berlin, vom Beruf des Universitätsprofessors und dem Leben in der Schweiz und natürlich auch von der Musik als ständiger Begleiter erzählt Frithjof Benjamin Schenk im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.

    Yannick Aellen, Direktor Mode Suisse

    Play Episode Listen Later Sep 4, 2022 60:10


    Seit elf Jahren macht sich Yannick Aellen mit dem Bespielen der Modeplattform «Mode Suisse» um das einheimische Modeschaffen verdient. Über Musik als Gestaltungselement, Stimmungsbild und Traumkulisse spricht der umtriebige Fashion-Netzwerker in «Musik für einen Gast». In den Nullerjahren hat Yannick Aellen das Luzerner «Gwand Fashion Festival» vom handgestrickten Stelldichein zum Event mit internationaler Ausstrahlung mitgestaltet. Beim Nachfolger «Stella Fashion Award» verantwortete der 45jährige die Showproduktion. Aellen hat sich in der Modemetropole Paris seine Sporen abverdient und ebenda für Louis Vuitton und Alexis Mabille gewirkt. Seit 2011 bespielt der gebürtige Steffisburger die Modeplattform «Mode Suisse», welche Modedesigner:innen, Modeschulen, die Textilindustrie und den Modehandel verbindet. Über den schönen Schein der Oberfläche und sein Streben nach Tiefgang im schnelllebigen Modezirkus, spricht Yannick Aellen in «Musik für einen Gast».

    Fiona Coors, Schauspielerin

    Play Episode Listen Later Aug 28, 2022 64:53


    Schon als Kind liebte es Fiona Coors, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Als knapp 16-jährige bekam sie ihre erste Fernsehrolle.  Heute ist sie einem grossen Publikum vor allem als Kriminalhauptkommissarin Kerstin Klar in der erfolgreichen Krimiserie «Der Staatsanwalt» bekannt, eine Figur, die sie seit 17 Jahren spielt und die sich mit ihr auch entwickelt hat. Doch ihrer erfolgreichen Fernsehkarriere vorausgegangen ist eine anstrengende Schulzeit, denn Fiona Coors ist Legasthenikerin, was sie selbst lange Zeit nicht wusste. Ihr Defizit wurde weder von ihren Eltern noch in der Schule erkannt. Und sie selbst versuchte jahrelang, ihre Schwäche zu überspielen und zu verstecken. Nun tritt sie mit ihrer Autobiografie «Darf ich vorstellen: Legasthenie – Die Rolle meines Lebens» damit an die Öffentlichkeit. In Musik für einen Gast bei Eva Oertle erzählt Fiona Coors über ihre Liebe zum klassischen Ballett, über die Beziehung zu ihrer englischen Mutter, die viel zu früh verstorben ist, über ihren Umgang mit der Legasthenie und was sie an der Musik des norwegischen Sänger Einar Selvik mag.

    Andrea Zogg, Schauspieler und Regisseur

    Play Episode Listen Later Aug 21, 2022 60:34


    Andrea Zogg hat sich als junger Mann bei mehreren Schauspielschulen beworben. Sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland lehnte man ihn jedoch ab, angeblich weil er zu wenig führ- und formbar sei. Dass Andrea Zogg als Schauspieler ohne Diplom trotzdem reüssiert hat, verdankt er seiner Leidenschaft und Spielfreude. Aber die Arbeit an etablierten Bühnen im deutschsprachigen Raum schränkten ihn zu stark ein, gab er schon vor Jahren zu. Oder er war mit dem Honorar einer Produktion nicht einverstanden. Den schweizer Tatort musste er nach wenigen Folgen wieder verlassen, angeblich wegen zu hoher finanziellen Forderungen. Die kantigen Figuren des Volksschauspielers sind uns aus Filmen wie Sennetuntschi, Schellen-Ursli oder Zwingli in bester Erinnerung. Und Zoggs Schaffenskraft ist wenige Monate vor dem Pensionsalter noch lange nicht am Ende. Als Gast bei Röbi Koller wird er deshalb nicht nur auf biografische Schlüsselstellen zurückschauen, sondern auch über zukünftige Projekte reden. Musik ist für den Bündner Schauspieler in seiner zweiten Lebenshälfte immer wichtiger geworden. Seit 2016 hat er mehrere Opern inszeniert. Zudem steht er nach wie vor im Solostück Georg Friedrich Händels Auferstehung als Erzähler und Sänger auf der Bühne. Aktuell probt Andrea Zogg ein Stück, das seine Frau Eva Roselt geschrieben hat: «WOM White Old Men – Eine Totenmesse», mit Musik von Henry Purcell bis Nina Hagen. Premiere ist am 4. September in Chur. Auf Andrea Zoggs Playlist finden sich Songs wie «Als der Zirkus in Flammen stand» von Georg Kreisler, das in ihm, als er 6-jährig war, die Sehnsucht nach einem Leben im Scheinwerferlicht weckte. Auch ein Stück von Johann Sebastian Bach, seinem Lieblingskomponisten, ist dabei: die Arie «Erbarme dich» aus der Matthäus Passion. Diese kommt nämlich im Stück «White Old Men» vor.

    Bobby A. Leiser - die Roadielegende

    Play Episode Listen Later Aug 14, 2022 60:54


    Wenn die Rollings Stones auf Tournee sind und die Sommerfestivals ihre Tore öffnen, erinnert sich einer an unzählige Konzerte, bei denen er mithalf, Sound-Anlagen bereitzustellen: Bobby Leiser, Roadie-Pionier und Backline-Spezialist der ersten Stunde. Der pensionierte Unternehmer erzählt aus seinem Leben an der Seite von Rock- und Jazzgrössen und lässt in seine Playlist hineinhören. Stars, die Konzerte geben, bringen nicht ihr ganzes Equipment selber mit. Drums, Hammondorgeln, Verstärker, Effektgeräte – was zur sogenannten Backline gehört, wird meist vom Veranstalter gestellt. Bobby Leiser war sein Berufsleben lang dafür besorgt, dass Künstler wie Miles Davis oder die Stones auf der Bühne genau das vorfanden, was sie vertraglich bestellt hatten. Aus der Arbeit für die Stars sind im Laufe der Jahre einige Freundschaften entstanden. Bobby Leiser hat seine Firma Swiss Cheese and Chocolate Backline Ltd inzwischen einem Partner und seiner Tochter weitergegeben. Der umtriebige Unternehmer (Markenzeichen: dicker Schnauz, Zylinder, kurze Hosen) hat aber nichts an Emotionalität verloren. Mit Begeisterung wühlt er in Anekdoten und präsentiert Geschichten, die nur ein Backstage-Insider erlebt haben kann. Für den Talk mit Röbi Koller hat Leiser Musik von Spooky Tooth, Jeff Beck, Roy Orbison und natürlich von Miles Davis und den Rolling Stones ausgesucht.

    Dina König – von der Konzertbühne in den Tramführerstand

    Play Episode Listen Later Aug 13, 2022 62:33


    «Als Sängerin schrieb niemand über mich, jetzt plötzlich interessiert sich die Presse für mich», sagt Dina König. Der ungewöhnliche Jobwechsel der 30-Jährigen hat das öffentliche Interesse an ihr geweckt.  Vor Corona war sie als freischaffende Sängerin unterwegs, hatte schon erste Auftritte als Solistin am Theater Basel und in der Berliner Philharmonie. Und dann waren von einem Augenblick auf den andern alle Engagements weg. Doch anstatt zu verzweifeln beschloss Dina König, einen neuen Job zu suchen. Bei der BVB hat sie ihn gefunden: seit einem Jahr arbeitet sie in Basel als Tramfahrerin. Ein radikaler Wechsel, den sie bis heute nicht bereut, denn er hat viel Positives in ihr Leben gebracht: eine sichere finanzielle Situation, geregelte Arbeitszeiten, Freizeit und ein Ende des Konkurrenzkampfs, unter dem sie als Sängerin gelitten hatte. Denn in der Musikszene musste sie sich täglich neu beweisen und hatte das Gefühl, nie gut genug zu sein. In Musik für einen Gast bei Eva Oertle erzählt Dina König über ihre Kindheit in Kasachstan, über die Gründe für ihren radikalen Berufswechsel und über die Musik, die sie gerne hört. Erstsendung: 20. Februar 2022

    Sam Burckhardt - Saxofonist, Sänger und Komponist

    Play Episode Listen Later Aug 7, 2022 62:12


    Sam Burckhardt ist einer der erfolgreichsten Bluesmusiker der Schweiz. Seit vierzig Jahren lebt er in den USA, wo er mit den besten Musikern Chicagos zusammengespielt hat. Jetzt ist er für kurze Zeit in der Schweiz und macht auch einen Zwischenhalt in «Musik für einen Gast». Geboren wird Sam Burckhardt als Samuel Balthasar Burckhardt in Sursee. Sein Vater arbeitet damals als wissenschaftlicher Assistent an der Vogelwarte Sempach. Zwei Jahre später kehrt die Familie nach Basel zurück, wo Samuel mit der Musik in Kontakt kommt. Bei der Knabenkantorei (damals «Singbuebe» genannt) erhält er eine klassische Gesangsausbildung, beim Blues-, Jazz- und Soulmusiker Chester Gill lernt er Schlagzeug und Saxofon. Mit 14 spielt er im Berner Gaskessel mit dem amerikanischen Bluesmusiker Eddie Boyd zusammen, was ihn dank eines schönen Zufalls auch zu Sunnyland Slim führt. Dieser wiederum holt den mittlerweile 25-jährigen Saxofonisten nach Chicago und in seine Band. Unterdessen sind vierzig Jahre vergangen. Aus dem Ethnologiestudenten Samuel Burckhardt ist der Bluesmusiker Sam Burckhardt geworden, der eine höchsterfolgreiche Karriere gemacht hat und mittlerweile auch das amerikanische Bürgerrecht besitzt. Von seinem langen Weg von Basel nach Michigan, wo er mittlerweile lebt, erzählt Sam Burckhardt im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier. Erstsendung: 21. November 2021

    Ruedi Häusermann, Musiker, Komponist und Regisseur

    Play Episode Listen Later Aug 6, 2022 60:54


    Der Theatermacher Ruedi Häusermann ist bekannt dafür, Neues auszuloten und angstfrei zu experimentieren. Aber sein Werk war auch stets in einen vergnügt kindlichen Humor eingebettet. Publikum und Kritiker belohnen Häusermanns Schaffen seit Jahren mit einer beispiellosen Treue. Geboren, getauft, eingeschult und sozialisiert in Lenzburg: Ruedi Häusermann ist nie von seinem Heimatstädtchen weggezogen. Gedanklich bricht er aber jederzeit aus Konventionen und Korsetten aus. Regeln waren für ihn schon als Kind eine Einladung, dieselbigen zu brechen, voller Neugierde, was man damit auslöst. So gaben er und sein Bruder ihr erstes Hauskonzert mit je einem einbandagierten Arm, um nur die linke beziehungsweise die rechte Hand der Haydn Sonate spielen zu müssen. Einige von Häusermanns musikalischen Projekten lassen schon vom Namen her Ungewöhnliches erwarten: «Jerry Dental Kollekdoof», «Tanto Pressanto» oder «Früher war ich sehr ruhig, jetzt ists etwas besser». Seine Bühnenstücke sind mit Heiterkeit durchzogen und von Nonsense geprägt. Nach Robert Walser, dessen Werk er intensiv studiert hat, hiess eines seiner Projekte «Unterricht in der Kunst, die Fröhlichkeit nicht einzubüssen». Aber der Eindruck täuscht: Hinter der gespielten Leichtigkeit in Projekten wie «Kapelle Eidg. Moos» oder «Randolphs Erben. Blas- und Streichinstrumente An- und Verkauf» steckt akribische Detailarbeit. Aktuell arbeitet Ruedi Häusermann mit Gerhard Polt und den Biermösl Blosn zusammen. Die gemeinsam erarbeitete Inszenierung soll «A scheene Leich» heissen – ein Stück über das Geschäft mit dem Tod. Ruedi Häusermann bringt Musik zur Sendung mit, die ihn durchs Leben begleitet hat: ein Ländler von Kasi Geiser, ein Violinkonzert von Johann Sebastian Bach, eine Ballade von Chet Baker und mehr. Röbi Koller stellt die Fragen dazu. Erstsendung: 5. September 2021

    Katja Brunner, Autorin

    Play Episode Listen Later Jul 31, 2022 62:16


    Sie schreibe die «schönste Nahkampfliteratur Europas», wird von Katja Brunner gesagt. Weshalb sie näher am Nahkampf ist, als an der Schönheit, erklärt die Autorin und Dramatikerin in «Musik für einen Gast». Hörspiele, Sprechtexte, Theaterstücke – das Schaffen von Katja Brunner sucht stets den direkten Weg zum Publikum. Ihre Arbeiten zielen auf die Magengrube, gehen ans Herz und geben zu denken. Sie schreibe aus Empörung über eine vereinfachende Sicht auf die Welt in gut und böse, schwarz und weiss, richtig und falsch, sagt Brunner über sich selbst. Wie sie zu Worten findet und wann aus Sprache Musik in ihren Ohren wird, verrät Katja Brunner im Gespräch mit Hannes Hug. Erstsendung: 12. Dezember 2021

    Richard Wherlock: Choreograf

    Play Episode Listen Later Jul 30, 2022 59:29


    Der Lebenslauf von Richard Wherlock erinnert an den Film «Billy Elliot – I will dance», wo ein englischer Junge aus dem Bergbaumilieu gegen den Willen seines Vaters ein erfolgreicher Tänzer wird. Auch Richard Wherlock stammt aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater arbeitete im Bergbau, die Verwandten mütterlicherseits waren Seeleute. Seine Eltern hatten keinerlei Bezug zum Tanz, deshalb hatten sie kein Verständnis für Richards Berufswunsch, Tänzer zu werden. Allen Widrigkeiten zum Trotz schaffte er es dank seinem Talent und seiner Leidenschaft an die renommierte Rambert Ballett School in London. Bereits während seiner internationalen Karriere als Tänzer begann er, Choreografien zu entwickeln. Sein Weg führte ihn dann als Ballettdirektor nach Hagen, Luzern, Berlin und schliesslich nach Basel. Und hier hat er seine zweite Heimat gefunden: seit 20 Jahren ist Richard Wherlock Ballettdirektor und Chefchoreograf am Theater Basel. In Musik für einen Gast bei Eva Oertle erzählt er, warum er Tänzer werden wollte, wie er seine Frau, ebenfalls eine Tänzerin, kennenlernte und was er mit Francis Lais Filmmusik zu «Un homme et une femme» verbindet. Erstsendung: 9. Januar 2022

    Eva Menasse - Schriftstellerin

    Play Episode Listen Later Jul 24, 2022 58:33


    Zum Erscheinen ihres Romans «Dunkelblum» unterhält sich Gastgeber Michael Luisier mit der Eva Menasse über eine Kindheit zwischen Tennis und Klavier, über Journalismus und Schriftstellerei, über die Gefahren der Digitalisierung und natürlich über den neuen Roman. «Dunkelblum» behandelt eines von Eva Menasses Lebensthemen: Die Schuld und Mitverantwortung Österreichs an den nationalsozialistischen Verbrechen und das Schweigen und Leugnen zu Beginn der Zweiten Republik. Konkret geht es um ein Massaker an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern während der letzten Kriegstage, dessen Hergang nie ganz genau aufgeklärt werden konnte. Aus der Sicht des Jahres 1989 schaut die Autorin zurück auf das Kriegsende und die Zeit danach zurück und deckt in ihrem gewohnt humoristischen Ton die Verlogenheit und Falschheit der damaligen Zeit auf. Im Gespräch mit Michael Luisier erzählt die Schriftstellerin von ihrer eigenen Kindheit als Tochter eines jüdischen Vaters, der im englischen Exil aufgewachsen ist und später einer der renommiertesten österreichischen Fussballer wurde. Sie erzählt von ihrer frühen Liebe zum Klavier und ihrer späten Liebe zum Gesang. Sie erzählt von ihrem Werdegang als Journalistin und Schriftstellerin. Und sie äussert sich einmal mehr dezidiert zu den Gefahren der Digitalisierung für Gesellschaft und Demokratie. Erstsendung: 29. August 2021

    Rebecca Clopath, Köchin und Bergbäuerin

    Play Episode Listen Later Jul 23, 2022 61:12


    Was in Rebecca Clopaths Gaststube auf den Teller kommt, stammt fast ausschliesslich vom Bio-Bauernhof, den sie zusammen mit ihren Eltern bewirtschaftet. Was es dort nicht gibt, besorgt sie aus der Region.  Wer sich von ihr bekochen lassen möchte, hat eine kurvenreiche Anreise in die Berge vor sich: nach Lohn, hoch über der Viamala und dem Bündner Hinterrhein. Sie hat bei Chrüter Oski die Lehre gemacht und sich danach bei Stefan Wiesner, dem »Hexer aus dem Entlebuch« weitergebildet. Und sie sucht in der Küche das Aussergewöhnliche. Rebecca Clopath hat es aber nicht darauf angelegt, möglichst ausgefallene Menüs mit exotischen Zutaten zu erfinden, sondern den Gästen in sogenannten »Esswahrnehmungen« den echten Geschmack der Rohstoffe zu zeigen. Clopath plädiert für einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln und wünscht sich, dass wir unseren Konsum wieder vermehrt der Natur anpassen. Inzwischen ist Rebecca Clopath durch ihre Auftritte in der TV-Sendung »Gesichter und Geschichten« einem breiten Publikum bekannt. Weit davon entfernt, eine gewöhnliche Fernsehköchin zu sein, stellt sie in ihrer Rubrik »Vom Feld auf den Teller« Produzenten vor, die mit einer ähnlichen Philosophie arbeiten wie sie, sei es ein Schnapsbrenner, ein Metzger oder eine Kräuterspezialistin. Da Rebecca Clopath mit wenigen Ausnahmen alle Speisen unter freiem Himmel auf dem Feuerring brät, steht in ihrer Küche kein Kochherd. Eine Lautsprecherbox darf allerdings nicht fehlen. Aus ihr ertönt während des Rüstens meistens Technosound. Welche Lieder sie früher mit ihrer Mutter beim Kochen gehört hat und was sie auflegt, wenn sie ganz alleine ist, verrät sie Röbi Koller im Gespräch. Erstsendung: 22. August 2021

    Tobi Müller - Journalist und Autor

    Play Episode Listen Later Jul 17, 2022 58:51


    In seinem aktuellen Buch «PLAY PAUSE REPEAT» verquickt Tobi Müller die Popmusik und ihre Trägermedien zur Geschichte unserer musikalischen Prägung. In «Musik für einen Gast» schlägt der Autor und Journalist den Bogen von der selbst bespielten Audiokassette aus seinen Jugendjahren zur gestreamten Musikauswahl, welche seine Laufrunden in Berlin untermalt. Tobi Müller schreibt und berichtet als freier Journalist (u.a. für ZEIT Online, Deutschlandfunk Kultur und republik) über Theater, Pop und digitale Medien. Müller lebt in Berlin und gestaltet ebenda den «Popsalon» im Deutschen Theater. Der gebürtige Oltner ist Ko-Autor von drei semi-dokumentarischen Theaterstücken gemeinsam mit seinem Bruder, Mike Müller. Zudem ist er als freier Autor für Theater und Film tätig. Welchen Einfluss die Popmusik und ihre Medien auf sein Leben und seine kulturelle Prägung haben und wie er sich die Entdeckerfreude für neue Klänge und Ungehörtes bewahrt, verrät Tobi Müller im Gespräch mit Hannes Hug Erstsendung 7.11.2021

    Elsbeth Gugger – langjährige SRF-Niederlande-Korrespondentin

    Play Episode Listen Later Jul 10, 2022 60:36


    Nach dreissig Jahren in Amsterdam geht Elsbeth Gugger jetzt in Pension. Im «Musik für einen Gast» schaut sie auf ein intensives und erfüllendes Berufsleben zurück und erzählt von ihrem genauso intensiven und erfüllenden Leben in den Niederlanden. Aufgewachsen ist Elsbeth Gugger aber erstmal in der Schweiz. In Konolfingen im Emmental und in einer Familie, in der viel gesungen und viel politisiert wird. Weitere prägende Jahre verbringt sie in Bern, wo sie mitunter die erste Managerin von «Züri West» wird. Vor allem aber findet sie den Weg zum Radio. Sie arbeitet zuerst bei Extra BE, dann bei Radio Förderband und bekommt dort eine erste Chance zu lernen und sich auszuprobieren. Nach einem Zwischenhalt bei der Nachrichtenagentur SRD und einer berufsbegleitenden Weiterbildung an der Journalismus-Schule MAZ wechselt sie nach Amsterdam, wo es ihr gelingt, den «blinden Flecken Niederlande» auf der Korrespondentenlandkarte für Radio DRS / SRF zu gewinnen. Von ihrer Kindheit im Emmental und ihren frühen Jahren in Bern, von ihren ersten Schritten ans Radio und ihrer mitunter auch belastenden Berichterstattung vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, von einem kurzen Abstecher nach Berlin und ihrem Leben in Amsterdam und natürlich auch von ihrer Liebe zur Musik erzählt Elsbeth Gugger im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.

    Marie-Claire Graf, Umweltaktivistin

    Play Episode Listen Later Jul 3, 2022 62:28


    Aufgewachsen in Gelterkinden realisierte Marie-Claire Graf als Teenager noch nicht, dass Umweltanliegen und Politik eng miteinander verknüpft sind. Trotzdem verschaffte sie sich bereits mit 14 Jahren als Mitglied des Jugendrates Baselland Achtungserfolge.  Heute ist sie UNO-Klimabotschafterin für Kinder- und Jugendanliegen und lobbyiert an internationalen Umweltkonferenzen. Wer sich mit Marie-Claire Graf unterhalten will, muss hellwach und aufmerksam sein. Ihre Anliegen, die sie mit spürbarer Begeisterung vertritt, sind glasklar, ihre Ideen unmissverständlich. Die junge Frau, die als Tochter eines Schulleiters und einer Lehrerin in ländlichen Verhältnissen aufwuchs, erlebte ihre Eltern als naturverbunden und umweltbewusst, «ohne, dass sie dies als Label hervorstreichen wollten», wie sie betont. Durch ihre Studien in Umwelt- und Naturwissenschaften sowie in Politikwissenschaften stellte sie aber bereits die Weichen für ihr Engagement als Kilmaaktivistin. Denn sie will nicht nur reden und fordern, sondern Veränderungen erreichen – auf globaler Ebene. Marie-Claire Grafs Musikliste vereint Pop von der Britischen Band The Muse mit Filmmusik von Hans Zimmer und einem Cellokonzert von Joseph Haydn. In schöner Erinnerung geblieben ist ihr die Zeit als Cellistin beim Jugendsymphonieorchester Baselland, mit dem sie Tourneen durch Italien, Spanien, Österreich und Ungarn machen durfte.

    Richard Dorfmeister, DJ/Produzent

    Play Episode Listen Later Jun 26, 2022 58:52


    Als die eine Hälfte von «Kruder & Dorfmeister» gestaltete Richard Dorfmeister den Soundtrack zum gepflegten Herumfläzen in den Neunzigerjahren. Unter dem Namen «Tosca» kreiert der DJ und Produzent neue Klangwelten.  Richard Dorfmeister über das Erzeugen von Atmosphäre und seine musikalischen Lieblinge. Benebelte Langsamkeit, gepaart mit entspannter Lässigkeit – «Kruder & Dorfmeister» etablierten vor dreissig Jahren den Gegenentwurf zum nervös zuckenden Techno. Sie nannten ihren Stil «Downbeat» und brachten damit etliche Nachahmer auf den Plan. Die attraktive Klangtapete mutierte zu klebriger Loungemusik und die hedonistischen Neunzigerjahre wichen der Ernsthaftigkeit der Nullerjahre. «Kruder& Dorfmeister» gingen getrennte Wege und Richard Dorfmeister wendete sich neuen Abenteuern zu. Unter dem Namen «Tosca» gestaltet er, gemeinsam mit dem Pianisten und Komponisten Rupert Huber, neue Klangwelten. In «Musik für einen Gast» verrät der studierte Flötist und Gitarrist, wieso er nicht für die irische Rockband «U2» tätig sein mochte, und wann seine Ohren Augen machen.

    Aeham Ahmad, «Der Pianist aus den Trümmern»

    Play Episode Listen Later Jun 19, 2022 65:18


    Der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad ist im Flüchtlingslager Yarmouk bei Damaskus aufgewachsen. Sein Vater, ein blinder Instrumentenbauer, hat ihm die Liebe zur Musik mitgegeben und ihn zum Klavierspielen ermutigt. Während des Bürgerkriegs in Syrien hat Aeham Ahmad begonnen, auf Strassen und öffentlichen Plätzen aufzutreten und mit den Kindern aus dem Quartier Musik zu machen. Videos von seinen Auftritten wurden in sozialen Netzwerken geteilt und das Bild mit dem Pianisten, der inmitten der Trümmer Klavier spielt, ging um die Welt. Seit seiner Flucht 2015 lebt er in Deutschland und gibt Konzerte. 2017 erschien seine Autobiografie «Und die Vögel werden singen». In Musik für einen Gast bei Eva Oertle erzählt Aeham Ahmad über seine glückliche Kindheit in Syrien, über seine Flucht nach Deutschland, aber auch darüber, warum er heute lieber eigene Musik macht als Beethoven zu spielen.