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Gottes Wort hat sowohl in der Liturgie als auch im ganzen christlichen Leben einen hohen Stellenwert. Montags bis samstags legen wöchentlich wechselnd im domradio ab kurz vor 8 Uhr Menschen unterschiedlicher Herkunft und Zugangsweise das Evangelium vom Tage aus. Dabei erfahren die Hörer im Laufe der…

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    "Die Welt ist von Gott gewollt" - Gespräch mit Norbert Bauer

    Play Episode Listen Later Oct 1, 2026 11:41


    Das Evangelium nach Lukas klingt zunächst befremdlich: Jünger sollen ohne Geldbeutel und Schuhe und ohne zu grüßen aufbrechen, Häuser betreten und dort schlicht sagen: „Friede diesem Haus.“ Für Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, steckt darin jedoch eine wichtige Botschaft: „Ihr sollt nicht alleine sein.“ Jesus schickt die Jünger zu zweit los. Christlicher Auftrag ist demnach kein einsamer Weg, sondern gemeinsames Unterwegssein.Zugleich begegnen die Jünger den Menschen mit grundsätzlichem Vertrauen. „Friede diesem Haus“ bedeutet: Ich komme in guter Absicht. Gerade im Umgang mit Fremden könne man daraus heute lernen, so Bauer, zunächst davon auszugehen, dass auch der andere das Gute will.Auch die Aufforderung, unterwegs niemanden zu grüßen, versteht Bauer nicht als Aufruf zur Unhöflichkeit. Vielmehr gehe es darum, sich nicht vom eigenen Auftrag ablenken zu lassen. Jesus spricht dabei durchaus streng: Die Welt ist nicht frei von Gefahren. Dennoch widerspricht Bauer der Vorstellung, die Welt sei grundsätzlich böse. Schließlich habe Gott seinen Sohn gerade in diese Welt gesandt. Darin liege das grundlegende Vertrauen: Diese Welt ist von Gott gewollt – und deshalb lohnt es sich, in ihr Frieden zu bringen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe! Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann geht auf die Straße hinaus und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher ergehen als dieser Stadt. (Lk 10,1-12)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Jesu Nachfolge ist eine Herausforderung" - Norbert Bauer im Gespräch

    Play Episode Listen Later Sep 30, 2026 9:30


    Jesus erscheint in Lukas 9,57–62 als ein ungewöhnlich strenger Lehrer. Drei Menschen wollen ihm folgen, doch seine Antworten sind zunächst einmal irritierend. Dem ersten sagt er: „Der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Für Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, wird darin deutlich: Nachfolge Jesu ist keine bequeme Veranstaltung. Wer sich zu Jesus bekennt, muss damit rechnen, dass dieser Weg herausfordernd und unbequem sein kann.Besonders verstörend ist die Aufforderung an einen anderen, die Beerdigung des eigenen Vaters zurückzustellen. Gerade für eine Kirche, der eine würdige Trauer- und Erinnerungskultur wichtig ist, bleibt diese Aussage schwer verständlich. Bauer sieht darin einen Hinweis darauf, dass Jesus den Blick nach vorn lenkt: Die Vergangenheit soll nicht das Entscheidende sein, wenn eine neue Zukunft beginnt. Zugleich, so Bauer, lässt sich die Sperrigkeit des Textes nicht einfach auflösen. Die Evangelien seien häufig nicht eins zu eins in die Jetztzeit zu übertragen, sondern wurden für Menschen geschrieben, die unter anderen Bedingungen lebten. Die Herausforderung besteht deshalb darin, diese alten Worte ernst zu nehmen und zugleich auszuloten, was sie uns heute sagen können.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger auf ihrem Weg nach Jerusalem weiterzogen, sagte ein Mann zu Jesus: Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst weggehen und meinen Vater begraben! Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich Abschied nehmen von denen, die in meinem Hause sind. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes. (Lk 9,57-62)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Gott sei Dank ist der Himmel offen" - Norbert Bauer im Gespräch

    Play Episode Listen Later Sep 29, 2026 9:22


    Jesus erkennt Nathanael, der unter einem Feigenbaum sitzt und betet. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie in Köln sagt, der Feigenbaum könne für den Ort stehen, an dem fromme Menschen die Tora studierten. Nathanael erscheint so als ein Mensch, der tief in der jüdischen Tradition verwurzelt ist. Überhaupt, betont Bauer, darf die Szene nicht aus dem Blick verlieren, dass Jesus und seine ersten Jünger Juden waren.Am Ende der Begegnung spricht Jesus von Engeln, die über dem Menschensohn auf- und niedersteigen. Das erinnert Bauer an die Himmelsleiter aus dem Alten Testament: ein Bild dafür, dass der Himmel offen und die Erde nicht alles ist. Für Bauer liegt darin auch eine persönliche Botschaft: „Gott sei Dank ist der Himmel nach oben offen.“ Denn der Blick nach oben könne helfen, sich nicht ausschließlich an das Diesseits zu binden, sondern die Hoffnung auf eine Wirklichkeit wachzuhalten, die über diese Welt hinausweist.Aus dem Johannes Evangelium: In jener Zeit sah Jesus Natánaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Sieh, ein echter Israelit, an dem kein Falsch ist. Natánaël sagte zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philíppus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natánaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah; du wirst noch Größeres als dieses sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn. (Joh 1,47-51)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Wer der Kleinste ist, der ist groß" - Norbert Bauer im Gespräch

    Play Episode Listen Later Sep 28, 2026 9:18


    Wer ist wirklich groß? Das fragen die Jünger im Tagesevangelium – und damit sind sie uns erstaunlich nah. Auch heute geht es oft darum, wer wichtig ist, wer gesehen wird, wer etwas zu sagen hat. Jesus beantwortet die Frage nicht mit einer langen Erklärung. Er stellt ein Kind neben sich. Für Norbert Bauer, Leiter der Kölner Karl Rahner Akademie, liegt darin eine starke Botschaft: „Das Neben-sich-Stellen eines Kindes finde ich so ein schönes Bild.“ Jesus macht damit aufmerksam, wie wichtig Kinder für unsere Gesellschaft sind. Wahre Größe zeigt sich deshalb nicht darin, selbst möglichst groß zu werden, sondern darin, sich den Kleinen und Schwachen zuzuwenden.„Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns, sagt Jesus. Karl Rahner habe diese Einstellung als "anonymes Christentum" verstanden, sagt Norbert Bauer, und er habe damit Menschen gemeint, die im Sinne des Evangeliums handeln, auch ohne sich selbst als Christen zu verstehen. So öffnet das Evangelium den Blick – auf die Kinder und auf alle, die anderen Freiheit, Zuversicht, Mitmenschlichkeit und Hoffnung schenken.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit kam unter den Jüngern der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte sei. Jesus sah den Gedanken in ihren Herzen. Deshalb nahm er ein Kind, stellte es neben sich und sagte zu ihnen: Wer dieses Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist groß. Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit uns zusammen nachfolgt. Jesus antwortete ihm: Hindert ihn nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. (Lk 9,46-50)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Was, wenn wir Gott nicht verstehen?" - Gespräch mit Sandra Schnell

    Play Episode Listen Later Sep 26, 2026 9:17


    Zum letzten Mal in dieser Woche ist Sandra Schnell zu Gast bei "Blick in die Bibel". Die Pfarrbeauftragte aus Altena erzählt in der Samstagsfolge, wie sie am Wochenende Kraft tankt: mit ihrer Familie, beim Spaziergang in der Natur und bei kreativen Hobbys. Dazu gehört auch ihre Hobby-Imkerei. Von den Bienen können wir lernen, was Gemeinschaft bedeutet: Jede hat ihren Platz, jede ihre Aufgabe – und alle arbeiten zusammen. Im Evangelium kündigt Jesus seinen Jüngern seinen Tod an. Sandra Schnell versteht seine Worte als Einladung, die gemeinsame Zeit bewusst zu nutzen. Doch wie gehen wir damit um, wenn wir Gottes Wege nicht verstehen? Musik, Stille und Gebet helfen Sandra, zur Ruhe zu kommen und ihr Leben in Gottes Hände zu legen. Auch die Gemeinschaft kann stärken. Zum letzten Mal gibt sie den Zuhörerinnen und Zuhörern eine "Frage des Tages" mit auf den Weg: Was hilft dir, auf Gott zu vertrauen, wenn du Gott und die Welt nicht mehr verstehst? Ein berührender Abschluss der Woche mit Sandra Schnell – und ein Impuls, der vielleicht noch lange nachklingt. Ab Montag geht es mit einem neuen Gast weiter.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit staunten alle Leute über das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen Jüngern: Behaltet diese Worte in euren Ohren: Der Menschensohn wird nämlich in die Hände von Menschen ausgeliefert werden. Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, sodass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte. (Lk 9,43b-45)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Bist du offen für Gottes Überraschungen?" - Gespräch mit Sandra Schnell

    Play Episode Listen Later Sep 25, 2026 10:30


    Nachhaltig und fair – dafür steht die Pfarrei St. Matthäus in Altena. Die Pfarrbeauftragte Sandra Schnell erzählt am Freitag im Podcast "Blick in die Bibel", welche Regeln ihre Gemeinde deswegen eingeführt hat: kein Einweggeschirr, fairer Bio-Kaffee und Recyclingpapier. Dazu kommen Tauschbörsen, gemeinsame Gartenaktionen und Ideen, wie Dinge weiterverwendet werden können. Auch privat lebt Sandra Schnell Nachhaltigkeit. Aus alten Handtüchern macht sie waschbare Küchenrollen, aus Jeans Taschen und aus Papier Grußkarten. Im Tagesevangelium fragt Jesus seine Jünger: Für wen halten mich die Leute? Petrus erkennt in ihm den Christus Gottes. Sandra Schnell erklärt, dass Jesus anders kam, als die Menschen erwartet hatten – nicht als mächtiger Herrscher, sondern als Wegbegleiter. Vielleicht zeigt sich Gott auch heute anders, als wir denken. Das erlebt sie insbesondere beim "Matthäus-Treff" in ihrer Gemeinde, einem Angebot für bedürftige Menschen. Die Begegnungen dort haben sie auch zu ihrer heutigen "Frage des Tages" inspiriert: Würdest du es merken, wenn Gott ganz unerwartet in dein Leben tritt? Eine Folge über Überraschungen, Nachhaltigkeit und die Frage, wo uns Gott begegnet.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Christus Gottes. Doch er befahl ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen. Und er sagte: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden. (Lk 9,18-22)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    "Ich würde mit Jesus tanzen" - Gespräch mit Sandra Schnell

    Play Episode Listen Later Sep 24, 2026 9:30


    Wie erreicht man Menschen, wenn die Kirche vor Ort geschlossen wurde? Sandra Schnell, Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena, berichtet darüber am Donnerstag im Podcast "Blick in die Bibel". Sie setzt dafür auf aufsuchende Pastoral. Mit einer quietschgrünen Ape fahren sie und ihr Team auf Wochenmärkte und zu Veranstaltungen. Bei Kaffee und Waffeln kommen die Menschen ins Gespräch, erzählen von ihrem Leben und bringen ihre Fragen mit. Auch der "Segen to go" gehört zu ihrem Angebot: Menschen lassen ihre Tiere, Fahrräder oder Rollatoren segnen. Im Evangelium fragt Herodes: Wer ist dieser Jesus? Sandra Schnell erklärt: Für Christen ist Jesus der Sohn Gottes. Viel wichtiger sei aber die Frage, wer Jesus für jeden und jede persönlich ist. Für die Gemeindereferentin des Bistums Essen ist Jesus ein Wegbegleiter, der ihr Kraft und Mut gibt. Und worüber würde mit ihm sprechen, wenn sie ihn treffen könnte? Darauf gibt Sandra Schnell eine ungewöhnliche Antwort - zu hören im Podcast "Blick in die Bibel". Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit hörte der Tetrárch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden. Andere meinten: Elíja ist erschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Herodes aber sagte: Johannes habe ich enthaupten lassen. Wer aber ist dieser, von dem man mir solche Dinge erzählt? Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen. (Lk 9,7-9)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Vertraust du auf Gottes Wege?" - Gespräch mit Sandra Schnell

    Play Episode Listen Later Sep 23, 2026 8:09


    Wie wird man Gemeindereferentin – und was hält einen nach vielen Jahren im Beruf? Sandra Schnell erzählt am Mittwoch im Podcast "Blick in die Bibel", dass sie schon nach dem Abitur spürte: Das ist mein Weg. Sie versteht ihre Arbeit als Berufung und begleitet Menschen jeden Alters – von der Taufe bis zur Beerdigung. Dabei möchte sie nicht nur über Gott sprechen, sondern den Glauben auch im eigenen Leben zeigen. Im Tagesevangelium sendet Jesus seine Jünger aus, um Gottes Liebe zu verkünden und Menschen zu heilen. Sandra Schnell erklärt, dass die Heilungen damals ein Zeichen waren: Gott liebt dich, du bist ihm wichtig. Die Aufforderung, ohne Vorräte loszuziehen, versteht sie heute als Einladung, Gott zu vertrauen. Denn nicht alles im Leben lässt sich planen oder kontrollieren. Auch in ihrem Alltag setzt sie diesen Gedanken um: Mit ihrem Kinderchor besucht sie ein Altenwohnheim und schenkt den Bewohnern eine schöne Stunde. Auch heute gibt Sandra Schnell den Zuhörerinnen und Zuhörern wieder eine "Frage des Tages" mit auf den Weg: Vertraust du darauf, dass Gott deine Wege lenkt und dich begleitet? Ein Impuls, der durch den Tag begleiten kann.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und um Krankheiten zu heilen. Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen. Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd! Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst! Wenn euch aber die Leute nicht aufnehmen, dann geht weg aus jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie! Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall. (Lk 9,1-6)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Wer gehört zu Jesu Familie?" - Gespräch mit Sandra Schnell

    Play Episode Listen Later Sep 22, 2026 7:02


    Was bedeutet die Bibel für Sandra Schnell? Die Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena erzählt in der Dienstags-Folge des Podcasts "Blick in die Bibel", dass sie das Sonntagsevangelium oft durch die ganze Woche begleitet. Besonders schätzt sie das Bibelteilen, seit sie eine Zeit in Brasilien verbracht hat: Gemeinsam über einen Satz nachdenken und überlegen, was er für den eigenen Alltag bedeutet. Im Evangelium des Tages spricht Jesus über seine Familie. Als seine Mutter und seine Brüder ihn sehen wollen, sagt er: Seine Familie sind alle, die Gottes Wort hören und danach handeln. Sandra Schnell erklärt, dass Jesus damit die Glaubensgemeinschaft als eine große Familie beschreibt. Christsein zeigt sich für sie nicht nur im Gottesdienst, sondern auch darin, für andere da zu sein. In ihrer Gemeinde engagieren sich viele Ehrenamtliche – beim Helfen im Alltag, in der Gemeinde oder an ganz anderen Orten. Doch hören wir Gottes Ruf auch selbst? Und gelingt es uns, danach zu handeln? Die heutige Folge lädt dazu ein, genau darüber nachzudenken – und vielleicht einen eigenen Vorsatz für den Tag mitzunehmen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten jedoch wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun. (Lk 8,19-21)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Wem schenke ich meine Zeit?" - Gespräch mit Sandra Schnell

    Play Episode Listen Later Sep 21, 2026 11:05


    Beim Podcast "Blick in die Bibel" ist diese Woche Sandra Schnell die Gesprächspartnerin. Sie ist Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus in Altena. Was bedeutet das? Sie leitet die Pfarrei gemeinsam mit einem "moderierenden" Priester und übernimmt viele Aufgaben, die sonst beim Pfarrer liegen – von der Organisation bis zur Seelsorge. Dabei setzt sie besonders auf das Engagement der Ehrenamtlichen und neue Gottesdienstformen. In der Montagsfolge spricht Sandra Schnell über den Apostel Matthäus, den die katholische Kirche heute feiert und der zugleich Patron ihrer Gemeinde ist. Im Evangelium geht es um Jesus und den Zöllner Matthäus. Jesus ruft ihn, obwohl er von vielen ausgegrenzt wird. Sandra Schnell sieht darin eine wichtige Botschaft für heute: Auch wir sollten Menschen nicht vorschnell verurteilen, sondern ihnen mit Barmherzigkeit begegnen. Für jeden Tag dieser Woche hat die Gemeindereferentin eine "Frage des Tages" im Gepäck. Ihre Frage für den Montag lautet: Wem schenken wir unsere Zeit? Und wer steht vielleicht am Rand und braucht unsere Aufmerksamkeit? Eine Frage, die zum Nachdenken einlädt – und die ihr im Podcast gemeinsam mit Sandra Schnell entdecken könnt.Aus dem Evangelium nach Matthäus:In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach. Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer! Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder. (Mt 9,9-13)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    "Gott lässt wachsen, wir dürfen vertrauen" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB

    Play Episode Listen Later Sep 19, 2026 10:10


    Im Podcast "Blick in die Bibel" reflektiert Pater Maximilian Krenn über seine Begegnungen im Kloster: "Ich habe gelernt, dass wir gemeinsam auf der Suche sind – ich bin genauso ein Lernender wie die anderen." Sein Lieblingsvers (Psalm 37,5) – "Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue ihm" – begleitet ihn auf seinem eigenen Weg, der oft überraschend und unplanbar war. "Gott kennt meinen Weg, und ich darf mich ihm anvertrauen", betont er.Im Gleichnis vom Sämann im Lukasevangelium erklärt Jesus seinen Jüngern die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same, der auf guten Boden fällt, bringt Frucht. Pater Maximilian erklärt: "Es ist ein Mysterium, warum Gott manche auserwählt – doch jeder Mensch ist zum Leben in Fülle berufen." Der "Teufel" reißt das Wort aus dem Herzen – "das tut weh, wenn gute Gedanken wie Vertrauen oder Nächstenliebe wieder verschwinden". Die Aufgabe des Sämanns ist es, das Wort Gottes auszusäen – "ob es aufgeht, liegt nicht in unserer Hand. Wachsen lässt Gott."Warum wir trotz aller Unsicherheiten weiter aussäen sollen – und wie das Wort Gottes in uns Wurzeln schlägt, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als sich eine große Volksmenge versammelte und Menschen aus allen Städten zu Jesus kamen, sprach er in einem Gleichnis: Ein Sämann ging hinaus, um seinen Samen auszusäen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und wurde zertreten und die Vögel des Himmels fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf Felsen, und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte. Ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie. Und ein anderer Teil fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht.Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! Seine Jünger fragten ihn, was das Gleichnis bedeute. Da sagte er: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen. Zu den anderen aber wird in Gleichnissen geredet; denn sie sollen sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen.Das bedeutet das Gleichnis: Der Samen ist das Wort Gottes. Auf den Weg ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und nicht gerettet werden. Auf den Felsen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, doch in der Zeit der Prüfung werden sie abtrünnig. Unter die Dornen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort hören, dann aber hingehen und in Sorgen, Reichtum und Genüssen des Lebens ersticken und keine Frucht bringen. Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und Frucht bringen in Geduld. (Lk 8,4-15)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Gott nimmt uns mit all unseren Fehlern an" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB

    Play Episode Listen Later Sep 18, 2026 8:08


    Am heutigen Freitag spricht Pater Maximilian Krenn über die Spannung zwischen menschlicher Schwäche und göttlicher Annahme. Er betont, dass sich zu blamieren für ihn eine heilsame Erfahrung war: "Es geht nicht um das Bild, das ich vor mir hertrage, sondern darum, wer ich wirklich bin – und dass Gott mich so annimmt." Benediktinische Freiheit bedeutet für ihn: "Nicht ausweichen müssen – weder vor anderen noch vor mir selbst oder Gott." Auch ein "Nein" kann aus Gewissen und Ehrlichkeit kommen.Im Evangelium zieht Jesus durch Städte und Dörfer und verkündet das Reich Gottes, begleitet von den zwölf Aposteln und Frauen wie Maria Magdalena, Johanna und Susanna, die ihn mit ihrem Vermögen unterstützen. Pater Maximilian erklärt: "Das Reich Gottes ist in Jesus selbst gegenwärtig – und wird erfahrbar, wenn wir uns um ihn versammeln, nicht um unsere eigenen Programme." Die Verwirklichung des Reiches geschieht durch lebendige Steine – Menschen, die an Gott glauben und in Gemeinschaft leben. "Unser Vermögen ist nicht nur materiell, sondern das, was wir selbst sind." Die Witwe in einem anderen Evangelium, die ihr Letztes gibt, zeigt: "Es geht darum, sich selbst zu schenken."Warum Gottes Reich uns alle braucht – und wie wir es im Alltag leben können, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn und auch einige Frauen, die von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susánna und viele andere. Sie unterstützten Jesus und die Jünger mit ihrem Vermögen (Lk 8,1-3)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Wem viel vergeben wird, der liebt viel" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB

    Play Episode Listen Later Sep 17, 2026 9:51


    Im Podcast "Blick in die Bibel" erklärt Pater Maximilian Krenn heute, dass Menschen mit Lebensfragen ins Kloster kommen: "Wer bin ich? Wie lebe ich meinen Glauben?" Seine Methode der Bibelbetrachtung: "Erst den Text auf sich wirken lassen – dann erst die eigenen Gedanken einbringen."Im Evangelium salbt eine "Sünderin" Jesus die Füße. Pater Maximilian betont: "Es geht nicht darum, mehr zu sündigen, um mehr zu lieben – sondern um die Sünde bewusst zu bereuen." Jesus sagt: "Wem viel vergeben wird, der liebt viel." Die Botschaft von Pater Maximilian: "Wir sind alle Sünder – und doch bedarf jeder Gottes Barmherzigkeit."Warum Vergebung uns demütig macht, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit hatte einer der Pharisäer Jesus zum Essen eingeladen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und begab sich zu Tisch. Und siehe, eine Frau, die in der Stadt lebte, eine Sünderin, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers zu Tisch war; da kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat von hinten an ihn heran zu seinen Füßen. Dabei weinte sie und begann mit ihren Tränen seine Füße zu benetzen. Sie trocknete seine Füße mit den Haaren ihres Hauptes, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sagte er zu sich selbst: Wenn dieser wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, die ihn berührt: dass sie eine Sünderin ist. Da antwortete ihm Jesus und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denáre schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, schenkte er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr geschenkt hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht geurteilt.Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser für die Füße gegeben; sie aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und sie mit ihren Haaren abgetrocknet. Du hast mir keinen Kuss gegeben; sie aber hat, seit ich hier bin, unaufhörlich meine Füße geküsst. Du hast mir nicht das Haupt mit Öl gesalbt; sie aber hat mit Balsam meine Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie viel geliebt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der liebt wenig.Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da begannen die anderen Gäste bei sich selbst zu sagen: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt? Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! (Lk 7,36-50)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Nicht immer unzufrieden sein" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB

    Play Episode Listen Later Sep 16, 2026 8:02


    Seit rund 30 Jahren gehört das Pilgern zu den Leidenschaften von Pater Maximilian Krenn. Besonders fasziniert ihn daran die Freiheit: "Das Leben ist nicht einfach nur die Wiederholung desselben, sondern jeder Tag ist anders." Auch im Kloster gehe es darum, offen zu bleiben für Gottes Führung.Im Evangelium vergleicht Jesus die Menschen seiner Zeit mit Kindern, die mit nichts zufrieden sind: Zu Johannes dem Täufer ist er ihnen zu streng, Jesus selbst ist ihnen zu gesellig. Pater Maximilian kennt dieses Verhalten auch aus der Benediktsregel: "Das Murren" könne die Begegnung mit Jesus verhindern. Stattdessen gehe es darum, sich auf Gott einzulassen und seine Stimme zu hören. Denn Christentum sei "nicht ein Programm in erster Linie zu befolgen", sondern bedeute, "mich der persönlichen Liebe Gottes zu öffnen".Wie gelingt es, aus dem eigenen Murren herauszufinden und Gottes Stimme wahrzunehmen? Jetzt reinhören!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich die Menschen dieser Generation vergleichen? Wem gleichen sie? Sie gleichen Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte gespielt und ihr habt nicht getanzt; wir haben die Totenklage angestimmt und ihr habt nicht geweint.Denn Johannes der Täufer ist gekommen, er isst kein Brot und trinkt keinen Wein und ihr sagt: Er hat einen Dämon. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt und ihr sagt: Siehe, ein Fresser und Säufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch alle ihre Kinder Recht bekommen. (Lk 7,31-35)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Wenn die Seele schmerzt" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB

    Play Episode Listen Later Sep 15, 2026 6:36


    Jugendhaus, Wallfahrtsseelsorge, Stiftsleitung und heute Prior und Novizenmeister – Pater Maximilian Krenn hat in seinen Klosterjahren ganz unterschiedliche Aufgaben übernommen. Gesucht habe er sie nicht, sagt er: "Sie kamen auf mich zu, und ich habe gelernt, Ja zu sagen, aber auch Nein." Darin erkennt er Gottes Führung. Seine eigentliche Berufung sieht er aber im Mönchsleben: "Das Wichtigste ist, in einer Gemeinschaft mit Brüdern Gott zu suchen."Am Gedenktag der Schmerzen Mariens geht es im Evangelium um die Worte des greisen Simeon: "Deine Seele wird ein Schwert durchdringen." Pater Maximilian deutet dieses Schwert als das Kreuz und spricht darüber, warum Leid und Schmerz zum Weg mit Jesus dazugehören. Denn Hoffnung bedeutet für ihn nicht, "dass etwas gut ausgeht", sondern "die Gewissheit, dass etwas Sinn hat".Aber wie kann gerade im Leid eine solche Hoffnung wachsen? Jetzt reinhören!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit staunten sein Vater und seine Mutter über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Símeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, – und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden. (Lk 2,33-35)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Menschen ins Leben helfen" - Gespräch mit Pater Maximilian Krenn OSB

    Play Episode Listen Later Sep 14, 2026 6:42


    Pater Maximilian Krenn ist Prior und Novizenmeister der Benediktinerabtei Maria Laach. Geboren in Wien, führte ihn eine persönliche Glaubenserfahrung schließlich ins Kloster: "Die große Liebe, die kommt von Gott – und die will ich suchen gehen." Heute begleitet er junge Männer auf der Suche nach ihrer Berufung. Für ihn bedeutet das, "Menschen ins Leben zu helfen, in das Leben der Berufung zu hören".Am Fest Kreuzerhöhung geht es im Evangelium um den Blick auf Jesus am Kreuz. Wie die von Mose erhöhte Schlange in der Wüste zum Zeichen der Heilung wurde, wird auch das Kreuz zum Zeichen der Rettung. "Die große Rettung kommt von Gott", sagt Pater Maximilian.Was das für unseren eigenen Blick auf das Kreuz bedeutet, darüber sprechen wir in dieser Folge. Jetzt reinhören!Aus dem Evangelium nach Johannes:In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. (Joh 3,13-17)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Es geht um die Frage unserer Grundüberzeugung" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber

    Play Episode Listen Later Sep 12, 2026 7:42


    Heute feiert die Kirche das Fest Mariä Namen. Monsignore Wolfgang Hubers Lieblingsfigur in der Bibel ist Maria, die Mutter Gottes. Ihn fasziniert, wie sie als einfache Frau in einer schwierigen Zeit offen für Gott ist. In unserer schnelllebigen Zeit könnten wir von Maria lernen, innezuhalten und in Ruhe zu überlegen, wie wir angemessen auf bestimmte Situationen reagieren. Jesus spricht im Evangelium zu seinen Jüngern und sagt: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt. Hierbei gehe es laut Monsignore Huber nicht darum, dass wir im Vorhinein festlegen, ob jemand gut oder schlecht ist. "Es geht um die Frage unserer Grundüberzeugung, die sich in der Realität bewähren muss", sagt er. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt. Denn jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln pflückt man keine Feigen und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor und der böse Mensch bringt aus dem bösen das Böse hervor. Denn wovon das Herz überfließt, davon spricht sein Mund. Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr! und tut nicht, was ich sage? Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er gleicht einem Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. Als ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen jenes Haus prallte, konnte sie es nicht erschüttern, weil es gut gebaut war. Wer aber hört und nicht danach handelt, gleicht einem Mann, der ein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Die Flutwelle prallte dagegen und sofort stürzte es ein; und der Einsturz jenes Hauses war gewaltig. (Lk 6,43-49)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Kritik aus liebender Geste heraus" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber

    Play Episode Listen Later Sep 11, 2026 8:28


    Wenn das Wochenende vor der Tür steht, sind Monsignore Wolfgang Huber Rituale und feste Zeiten sehr wichtig. Gerade die Gebetszeiten erlebt er als Möglichkeit, zu entdecken, dass gerade die Dinge, die uns stressig und wichtig vorkommen, nach einem kurzen Innehalten deutlich besser von der Hand gehen. Der Bibeltext erzählt von einem Gleichnis Jesu. Darin fragt er: Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Monsignore Huber denkt, dass eine gut gemeinte Kritik trotzdem erlaubt ist, wenn sie aus liebender Geste heraus ausgesprochen wird. "Wenn ein anderer spürt, dass das, was ich ihm jetzt sage, deshalb geschieht, weil ich ihn gerne mag, dann kann man solche Dinge leichter annehmen", so Huber. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen. (Lk 6,39-42)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Schubladendenken vermeiden" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber

    Play Episode Listen Later Sep 10, 2026 8:59


    Monsignore Wolfgang Huber ist in den Bergen zu Hause. Geboren in Reit im Winkl fühlt er sich den Bergen verbunden und verbringt seine Freizeit gerne mit Skifahren und Bergwandern. Man könne die Schönheit unserer Welt in ganz besonderer Weise entdecken, findet er. Im Evangelium spricht Jesus von der Feindesliebe. Der Text lädt zum Nachdenken ein, findet Huber: Wo können wir barmherzig sein? Wo können wir nicht nur auf uns schauen, sondern anderen entgegenkommen? Den anderen Menschen ins Gebet einschließen kann uns dabei helfen - und natürlich das bekannte Schubladendenken vermeiden. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euch, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen! Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen! Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd! Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück! Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen! Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr denen Geld leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern, um das Gleiche zurückzubekommen. Doch ihr sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, wo ihr nichts zurückerhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden. (Lk 6,27-38)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Die Verheißung Gottes leuchtet allen Menschen" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber

    Play Episode Listen Later Sep 9, 2026 6:51


    Monsignore Wolfgang Huber hat eine Zeit lang als Religionslehrer an einem Gymnasium gearbeitet. Ihn freut es, wenn er sieht, dass Kinder und Jugendliche aus dem Religionsunterricht etwas mitnehmen können. Besonders schön ist es dann, wenn Erwachsene anrufen, die er damals unterrichtet hat, und ihn fragen, ob er sie kirchlich trauen könnte, erzählt Huber.Jesus spricht im Evangelium mit seinen Jüngern und sagt: Selig sind die Armen, die Hungernden und Weinenden, die Ausgestoßenen. Ihr Lohn im Himmel würde groß sein. "Selig sein" ist hier kein moralischer Aufruf, sagt Huber. Es ist eher eine Feststellung von Jesus. Er will uns mitteilen, dass "die Verheißung Gottes allen Menschen leuchtet" - insbesondere denen, die im Schatten stehen.Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausstoßen und schmähen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; denn siehe, euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht. (Lk 6,20-26)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Was kann der Wille Gottes für uns und für unser Leben sein?" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber

    Play Episode Listen Later Sep 8, 2026 8:36


    Überall auf der Welt gibt es Kriege. Monsignore Wolfgang Huber denkt, dass die Menschen häufig nur auf sich selbst schauen und dadurch eine abgrenzende Haltung einnehmen. Die Würde des Menschen steht oft nicht im Mittelpunkt, auch aus machtpolitischen Gründen. Christinnen und Christen haben hier ein verbindendes Moment, sagt Huber, weil sie über Ethnien und Territorien hinweg überall auf der Welt miteinander verbunden sind. Im Evangelium wird der Ursprung Jesu Christi dargelegt. Die Aufzählung der vielen Namen - von Abraham bis hin zu Jesus selbst - zeigt uns die Geschichte Israels und wie Jesus in diesem Gottesvolk verwurzelt ist, sagt Monsignore Huber. Am Ende des Textes wird erzählt, dass Josef Maria eigentlich verlassen wollte. Ein Engel hält ihn davon ab und erzählt ihm, dass Maria ein Kind vom Heiligen Geist erwartet. Heute lädt uns dieser Text dazu ein, aufmerksam zu sein, so Huber. "Was kann der Wille Gottes für uns und für unser Leben sein?"Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Matthäus:Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Juda und seine Brüder. Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar. Perez zeugte den Hezron, Hezron zeugte den Aram, Aram zeugte den Amminadab, Amminadab zeugte den Nachschon, Nachschon zeugte den Salmon. Salmon zeugte den Boas mit der Rahab. Boas zeugte den Obed mit der Rut. Obed zeugte den Isai, Isai zeugte David, den König. David zeugte den Salomo mit der Frau des Urija. Salomo zeugte den Rehabeam, Rehabeam zeugte den Abija, Abija zeugte den Asa, Asa zeugte den Joschafat, Joschafat zeugte den Joram, Joram zeugte den Usija. Usija zeugte den Jotam, Jotam zeugte den Ahas, Ahas zeugte den Hiskija, Hiskija zeugte den Manasse, Manasse zeugte den Amos, Amos zeugte den Joschija. Joschija zeugte den Jojachin und seine Brüder; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft. Nach der Babylonischen Gefangenschaft zeugte Jojachin den Schealtiël, Schealtiël zeugte den Serubbabel, Serubbabel zeugte den Abihud, Abihud zeugte den Eljakim, Eljakim zeugte den Azor. Azor zeugte den Zadok, Zadok zeugte den Achim, Achim zeugte den Eliud, Eliud zeugte den Eleasar, Eleasar zeugte den Mattan, Mattan zeugte den Jakob. Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. (Mt 1,1-16.18-23)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Die Gestaltung des Sonntags im Blick haben – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber

    Play Episode Listen Later Sep 7, 2026 7:33


    Monsignore Wolfgang Huber ist im oberbayerischen Reit im Winkl geboren und schon mit Mitte 20 zum Priester geweiht worden. Als Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in München sieht er viel von der Welt und zieht Kraft aus den Begegnungen mit den Menschen, denen er begegnet. Im Evangelium lehrt Jesus am Sabbat in einer Synagoge und heilt dort auch einen Mann. Die Pharisäer sehen das als Grund zur Anklage, denn der Sabbat soll der Tag der Ruhe sein - auch Heilen ist verboten. Monsignore Huber findet, dass das eher eine falsche Auffassung ist. "Ein Heilen an und für sich wird von den Schriftgelehrten als Möglichkeit gesehen, dass jemand tätig wird", sagt er. Die Zuwendung Gottes zu den Menschen an einem Sabbat zu verkünden sei eigentlich nicht verboten. Wenn es um unseren Ruhetag, um den Sonntag, geht, sollten wir weniger den Fokus auf die Ruhe legen, sondern eher auf die Gestaltung des Sonntags, sagt Huber. Wo kann der Sonntag eine Möglichkeit sein, dass auch wir uns der Vollendung der Schöpfung bewusst werden? Außerdem sollten wir am Sonntag auch dankbar auf die vielen Menschen schauen, die an diesem Ruhetag für uns arbeiten, beispielsweise in Krankenhäusern. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber kannte ihre Gedanken und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und stellte sich hin. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es und seine Hand wurde wiederhergestellt. Sie aber in ihrem Unverstand berieten sich untereinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten. (Lk 6,6-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Dem Anderen mit Wohlwollen begegnen - Gespräch mit Katharina Sichla

    Play Episode Listen Later Sep 5, 2026 12:32


    "Was ihr tut, das geschehe in Liebe" – dieser Bibelvers begleitet Katharina Sichla durch ihren Alltag. So versucht die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes im Erzbistum München-Freising, Menschen mit Wohlwollen zu begegnen. Ein praktischer Tipp hilft ihr dabei: Vor einem schwierigen Gespräch drei Dinge überlegen, die man am anderen Menschen schätzt. Auch der Sonntag ist für sie eine besondere Zeit. Nicht funktionieren müssen, keine Leistung bringen – sondern auf die eigenen Bedürfnisse hören und neue Kraft sammeln. Das passt auch zum Evangelium des heutigen Tages: Jesus erinnert daran, dass (religiöse) Regeln und Vorschriften den Menschen dienen sollen und nicht umgekehrt. Außerdem verrät Katharina Sichla, wie kreative Methoden wie „Blackout Poetry“ oder das Gestalten von Bibelseiten helfen können, einen ganz neuen Zugang zu den alten biblischen Texten zu finden.Eine Folge über Liebe, Pausen und neue Zugänge zur Bibel – jetzt reinhören!Aus dem Evangelium nach Lukas:Als Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder ging, rissen seine Jünger Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie. Da sagten einige Pharisäer: Was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat verboten! Jesus erwiderte ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie er in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote nahm, die nur die Priester essen dürfen, und wie er sie aß und auch seinen Begleitern davon gab? Und Jesus fügte hinzu: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat. (Lk 6,1-5)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    Was darf sich verändern? - Gespräch mit Katharina Sichla

    Play Episode Listen Later Sep 4, 2026 12:41


    Katharina Sichla sammelt die schönen Momente ihres Lebens – auf kleinen Zetteln in einem Glas. Ob eine kühle Cola, ein gutes Gespräch oder eine kleine Begegnung im Alltag: Für die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes in München ist Dankbarkeit ein Weg, den Blick immer wieder auf das Positive zu richten. Gleichzeitig weiß sie: Zum Leben gehören auch die traurigen Dinge. Im Evangelium geht es an diesem Freitag um neuen Wein und neue Schläuche – und damit um die Frage, was passiert, wenn Neues auf Bewährtes trifft und wie wir mit dieser Herausforderung im Sinne Jesu umgehen sollten.Katharina Sichla erzählt, warum sie bei Veränderungen zunächst einmal neugierig bleiben und nicht sofort bewerten möchte. Und sie spricht darüber, was das für die Kirche bedeutet – auch mit Blick auf ihre Erfahrungen mit dem Synodalen Weg der Katholischen Kirche. Einander zuzuhören, ist aus ihrer Sicht schon ein erster, wichtiger Schritt.Was kann bleiben – und was muss sich verändern? Reinhören und mitdenken!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten zu Jesus: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die Jünger der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken. Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; in jenen Tagen werden sie fasten. Und er erzählte ihnen auch noch ein Gleichnis: Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Kleid ab und setzt es auf ein altes Kleid; denn das neue Kleid wäre zerschnitten, und zu dem alten Kleid würde das Stück von dem neuen nicht passen. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; er läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen. Und niemand, der alten Wein getrunken hat, will neuen; denn er sagt: Der alte Wein ist besser. (Lk 5,33-39)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    Du bist die Bibel, die die Menschen lesen werden - Gespräch mit Katharina Sichla

    Play Episode Listen Later Sep 3, 2026 12:58


    Was bleibt, wenn alle Anstrengungen scheinbar nichts bringen? Im Evangelium haben Petrus und seine Gefährten die ganze Nacht gearbeitet – ohne Erfolg. Katharina Sichla entdeckt darin eine tröstliche Botschaft: Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, was er leistet. Auch sie kennt den beruflichen Druck, am Ende eines Tages das Gefühl zu haben, nicht genug geschafft zu haben. Vertrauen kann helfen, sich trotzdem noch einmal auf etwas Neues einzulassen. Und „Nachfolge“ muss für Katharina nicht gleich bedeuten, alles stehen und liegen zu lassen. Sie zeigt sich vielmehr im Alltag: darin, wie wir mit anderen umgehen und welche Entscheidungen wir treffen.Eine Folge über Leistung, Vertrauen und gelebte Werte – jetzt reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach. (Lk 5,1-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Neugierig bleiben, bei sich bleiben - Gespräch mit Katharina Sichla

    Play Episode Listen Later Sep 2, 2026 13:46


    Katharina Sichla ist neugierig – und das hält sie offen für Neues. Ob Kraftsport, Marathon, Gravelbike oder Eisbaden: Sie liebt es, sich selbst herauszufordern und die eigene Komfortzone zu verlassen. Im Evangelium begegnen Menschen Jesus, weil sie bei ihm Heilung und Hilfe suchen. Katharina versteht das auch als Frage an die Kirche heute: Sie kann Ansprechpartnerin sein und Menschen unterstützen, aber sie kann nicht alle Probleme lösen. Eigenverantwortung bleibt wichtig.Und noch etwas beschäftigt Katharina: Jesus zieht sich immer wieder zurück. Für sie gehören das Dasein für andere und die Sorge um sich selbst zusammen.Was das mit guter Führung und dem eigenen Gleichgewicht zu tun hat? Reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge von Kafarnaum und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen. Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr, und sie stand sofort auf und sorgte für sie. Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle. Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da fuhr er sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Messias war. Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern wegzugehen. Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und er predigte in den Synagogen Judäas. (Lk 4,38-44)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Wenn Worte etwas bewegen - Gespräch mit Katharina Sichla

    Play Episode Listen Later Sep 1, 2026 11:13


    Katharina Sichla wollte nicht schon immer Journalistin werden. Nach einem begonnenen Jurastudium und dem Wechsel zur Germanistik führten sie Praktika und erste Erfahrungen schließlich zum Radio – und dort war sie sofort begeistert. „Das ist immer noch mein liebstes Medium. Da hängt mein Herz dran.“ Bis heute fasziniert sie am Journalismus, dass man immer wieder neuen Menschen und Themen begegnet und dadurch selbst neue Perspektiven gewinnt. Zwei besonders bewegende Begegnungen haben sie dabei geprägt: mit einer jungen Palliativpatientin und mit einer Mutter, die nach dem Unfalltod ihrer Tochter dem Unfallverursacher vergeben hat.Im Bibeltext von heute geht es schließlich um Jesu Wort mit Vollmacht. Für Katharina bedeutet diese Vollmacht vor allem Überzeugungskraft: Worte können etwas in Menschen bewegen und sogar befreiend wirken – etwa wenn Leistungsdruck und die Angst, nicht gut genug zu sein, einen Menschen belasten. Entscheidend ist für sie dabei, dass Wort und Tat übereinstimmen.Neugierig geworden? Dann Reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Lukasevangelium:Jesus ging hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht. In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliegen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend. (Lk 4,31-37)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebie

    Wahrheit braucht Empathie - Gespräch mit Katharina Sichla

    Play Episode Listen Later Aug 31, 2026 14:05


    Katharina Sichla ist in Köln geboren, lebt aber seit über 20 Jahren in München. Als leitende Redakteurin beim Sankt Michaelsbund, dem Katholischen Medienhaus der Erzdiözese München -Freising, verbindet sie in ihrer Arbeit Radio, Online, Print und Fernsehen. Zum Auftakt der Woche spricht sie über Jesus in seiner Heimatstadt Nazareth – und darüber, warum seine Botschaft dort auf Ablehnung stößt. Katharina findet den Text zunächst schwierig, weil Jesus wenig empathisch wirkt. Seine Botschaft ist zwar richtig, aber vielleicht hätte er sie anders vermitteln können?! Katharina vergleicht das mit alltäglichen Situationen, die wir alle selbst kennen und in denen wir zunächst einfach nur etwas Mitgefühl brauchen. Denn manchmal brauchen wir zunächst Verständnis – und erst später die Wahrheit.Hör rein und entdecke mit Katharina, warum die Wahrheit manchmal den richtigen Moment braucht. Aus dem Evangelium nach Lukas: In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesája. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Alle stimmten ihm zu; sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen, und sagten: Ist das nicht Josefs Sohn? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafárnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elíja, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elíja gesandt, nur zu einer Witwe in Sarépta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elíscha. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Náaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg. (Lk 4,16-30)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebie

    "Für Menschlichkeit eintreten." - Gespräch mit Tobias Schrörs

    Play Episode Listen Later Aug 29, 2026 17:20


    Im DOMRADIO.DE-Podcast „Blick in die Bibel“ spricht der Theologe, Religions- und Lateinlehrer Tobias Schrörs über seinen Weg zum Diakon mit Zivilberuf befindet und erzählt er die Geschichte eines Kirchenliedes, das er als Student zur Seligsprechung von Kardinal Clemens August Graf von Galen geschrieben hatte. Das Lied wurde zunächst bei Feierlichkeiten in Rom aufgeführt und später sogar im Petersdom bei der Seligsprechung gesungen. Zu seiner großen Überraschung fand es schließlich ohne vorherige Rücksprache Eingang in den Münsteraner Regionalteil des Gotteslobs.Anschließend wenden sich die Gesprächspartner dem Tagesevangelium aus Markus 6,17–29 zu, das von der Enthauptung Johannes des Täufers berichtet. Schrörs hebt hervor, wie wichtig Menschen sind, die unbequeme Wahrheiten aussprechen und Missstände benennen, selbst wenn sie dadurch Nachteile erfahren. Er verweist auf Kardinal von Galen, der während der Zeit des Nationalsozialismus öffentlich gegen die Euthanasiepolitik Stellung bezog. Auch heute brauche es Menschen, die sich gegen Unrecht, Menschenfeindlichkeit und die Verletzung der Menschenwürde aussprechen.Auf die Frage, was Menschen den Mut gibt, gegen Widerstände Haltung zu zeigen, betont Schrörs die Bedeutung gegenseitiger Unterstützung und des Vertrauens darauf, dass Gott an der Seite der Menschen steht. Das Christentum sei selten ein einfacher Weg gewesen; immer wieder habe es Zeiten der Verfolgung und des Widerstands gegeben. Gerade deshalb sei es wichtig, sich auf die Botschaft des Evangeliums zu besinnen. Alle Menschen seien von Gott geliebt und besäßen dieselbe Würde, unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status. Daraus erwachse die Verantwortung, für Menschlichkeit einzutreten und sich nicht aus Angst oder Bequemlichkeit zurückzuhalten.  EvangeliumHerodes hatte Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen. Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen, denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu. Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein. Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben. Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre. Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes. Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt. Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen. Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes. Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter. Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab. (Mk 6,17-29)

    "Die richtigen Momente erkennen und nicht verstreichen lassen." - Gespräch mit Tobias Schrörs

    Play Episode Listen Later Aug 28, 2026 11:05


    Im DOMRADIO-Podcast „Blick in die Bibel“ spricht Tobias Schrörs aus Xanten, der sich auf die Diakonenweihe im November vorbereitet.Im Evangelium geht es um eine Hochzeit. Zehn Jungfrauen warten auf den Bräutigam. Im Gleichnis haben 5 Frauen Lampen mit Öl dabei, 5 weitere haben kein Öl für ihre Lampen. Wie bereits im Gleichnis des Vortages gehe es um Wachsamkeit. Christen seien aufgerufen, ihr Leben bewusst zu gestalten und auf die Wiederkunft Jesu Christi vorbereitet zu sein. Die klugen Jungfrauen hätten an alle Eventualitäten gedacht und ausreichend Öl mitgenommen, während die törichten dies versäumten. Daraus ergebe sich die Aufforderung, die Chancen des Lebens nicht zu verpassen und die Gelegenheiten zu nutzen, die Gott schenkt. Für Schrörs kann das Öl symbolisch für die Liebe stehen, die Menschen ihren Mitmenschen schenken. Er verweist auf Jesu Wort, dass Christen das Licht der Welt seien. Dieses Licht könne nur brennen, wenn Menschen durch gute Taten und gelebte Nächstenliebe immer wieder neues „Öl“ sammeln. Auf die Frage, warum die klugen Jungfrauen ihr Öl nicht einfach mit den anderen teilen, verweist Schrörs auf einen Gedanken Mutter Teresas. Die guten Taten eines Menschen seien etwas Persönliches. Jeder müsse selbst Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Liebe, Hilfsbereitschaft und gelebter Glaube könnten nicht stellvertretend für andere geleistet werden. An einem aktuellen Beispiel macht Tobias dies deutlich: Er habe den Besuch bei einer unheilbar kranken Frau im Altenheim mehrere Wochen aufgeschoben und sei nun froh, ihn endlich nachgeholt zu haben. In den nächsten Tagen wolle er ihr außerdem die Kommunion bringen. Solche Begegnungen seien Chancen, die man leicht verstreichen lassen könne. Würde man sie immer weiter hinausschieben, könne es irgendwann zu spät sein. Genau darum gehe es im Evangelium: die richtigen Momente zu erkennen und sie nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. EvangeliumIn jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde. (Mt 25,1-13)

    "Ich nehme mir die Zeit für Gott." - Gespräch mit Tobias Schrörs

    Play Episode Listen Later Aug 27, 2026 13:39


    Im Gespräch über das Evangelium Matthäus 24,42–51 betont Tobias Schrörs, Weihekandidat zum Diakon mit Zivilberuf, die Bedeutung einer lebendigen und persönlichen Auseinandersetzung mit der Bibel. Daraus entwickelt sich ein Austausch darüber, was Gottes Wort jedem Einzelnen in seiner aktuellen Lebenssituation sagen möchte. Im Mittelpunkt des Evangeliums steht der Aufruf Jesu zur Wachsamkeit. Schrörs erläutert, dass damit nicht gemeint sei, auf Planung zu verzichten. Vielmehr gehe es darum, Gott bewusst in den Alltag einzubeziehen und offen für sein Wirken zu bleiben. Das Leben lasse sich nicht vollständig kontrollieren oder vorausplanen, wie auch seine eigene Erfahrung einer schweren Erkrankung gezeigt habe. Deshalb sei es wichtig, so zu leben, dass man jederzeit bereit sei, Gott zu begegnen. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Treue in den kleinen Dingen des Alltags. Kleine Entscheidungen, Gewohnheiten und Handlungen prägen langfristig den Charakter eines Menschen. Wer nachlässig werde, laufe Gefahr, wichtige Beziehungen und geistliche Grundlagen zu verlieren. Das gelte auch für die Beziehung zu Gott: Gebet, Gottesdienst und Zeiten der Besinnung seien vergleichbar mit den kleinen Gesten der Aufmerksamkeit, die jede menschliche Beziehung lebendig halten. EvangeliumIn jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr eingesetzt hat, damit er dem Gesinde zur rechten Zeit gibt, was sie zu essen brauchen? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt. Amen, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen. Wenn aber der Knecht schlecht ist und denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht, und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, wenn er mit Trinkern Gelage feiert, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Heuchlern zuweisen. Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. (Mt 24,42-51)

    "Echter Glaube muss im Herzen verwurzelt sein." - Gespräch mit Tobias Schrörs

    Play Episode Listen Later Aug 26, 2026 14:33


    Im Podcast "Blick in die Bibel" vom 26. August spricht Tobias Schrörs, Religionslehrer, Diplom-Theologe und Weihkandidat aus dem Bistum Münster, zunächst über seine persönlichen Vorbilder und Glaubensquellen. Besonders gern hätte er den Schriftsteller Karl May kennengelernt. Tobias bewundert dessen bewegte Lebensgeschichte, die von Krisen, Gefängnisaufenthalten und einem Neuanfang geprägt war. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht anschließend das Evangelium aus Matthäus 23,27–32. Darin vergleicht Jesus die Schriftgelehrten und Pharisäer mit „getünchten Gräbern“, die äußerlich schön erscheinen, innerlich jedoch voller Unreinheit sind. Schrörs erklärt, dass diese Kritik auch heute noch hochaktuell sei, insbesondere im Zeitalter der sozialen Medien. Viele Menschen würden dort eine idealisierte Version ihrer selbst präsentieren, die oft wenig mit ihrer tatsächlichen Lebenswirklichkeit zu tun habe. Gerade junge Menschen würden sich an solchen Bildern orientieren, sich mit ihnen vergleichen und dadurch häufig unter Druck geraten oder an Selbstzweifeln leiden.Für Schrörs macht das Evangelium deutlich, dass echter Glaube nicht nur äußerlich sichtbar, sondern vor allem im Herzen verwurzelt sein muss. Christsein bedeute mehr als die Teilnahme an religiösen Traditionen oder kulturellen Veranstaltungen. Entscheidend sei die persönliche Beziehung zu Gott und zu Jesus Christus. Diese könne durch das Lesen der Bibel, die Beschäftigung mit dem Tagesevangelium, die Feier der Eucharistie und das persönliche Gebet wachsen. Dabei gehe es nicht nur um das Sprechen fester Gebete, sondern auch darum, Gott am eigenen Alltag teilhaben zu lassen, Dankbarkeit auszudrücken und mit ihm in einen persönlichen Dialog zu treten.EvangeliumIn jener Zeit sprach Jesus: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung. So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unser Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden. Damit bestätigt ihr selbst, dass ihr die Söhne der Prophetenmörder seid. Macht nur das Maß eurer Väter voll! (Mt 23,27-32) 

    "Du bist geliebt!" - Gespräch mit Tobias Schrörs

    Play Episode Listen Later Aug 25, 2026 15:43


    Tobias Schrörs ist Weihekandidat im Bistum Münster und wird im November 2025 zum Diakon mit Zivilberuf geweiht. In dieser Woche ist der Dipl. Theologe und Religionslehrer aus Xanten unser Gesprächspartner im Podcast "Blick in die Bibel".Im Gespräch über das Tagesevangelium aus Matthäus 23,13–22 betont Schrörs, dass Jesu scharfe Kritik an den Schriftgelehrten und Pharisäern auch heute aktuell bleibt. Menschen können sich selbst und anderen den Zugang zu Gott erschweren, wenn sie den Glauben zu eng auslegen und vorschnell über andere urteilen. Jesus hingegen stellt die Annahme des Menschen und die befreiende Botschaft des Reiches Gottes in den Mittelpunkt.Schrörs hebt hervor, wie wichtig Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Fehlern ist. Christlicher Glaube bedeute nicht, sich moralisch über andere zu erheben, sondern die eigene Bedürftigkeit anzuerkennen und Gottes Barmherzigkeit anzunehmen. Wer sich selbst von Gott geliebt und getragen weiß, könne anderen Menschen glaubwürdig von diesem Glauben Zeugnis geben.Als Kern des christlichen Glaubens nennt er drei einfache Sätze: „Du bist gewollt. Du bist geliebt. Du bist begnadet.“ Darin sieht er die zentrale Botschaft des Evangeliums. Nicht die strenge Befolgung von Regeln stehe im Vordergrund, sondern die lebendige Beziehung zu Gott und die Erfahrung seiner Liebe und Barmherzigkeit.  EvangeliumIn jener Zeit sprach Jesus: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr lasst auch die nicht hinein, die hineingehen wollen. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler. Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist wie ihr selbst. Weh euch, ihr seid blinde Führer! Ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, so ist das kein Eid; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist an seinen Eid gebunden. Ihr blinden Narren! Was ist wichtiger: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst heilig macht? Auch sagt ihr: Wenn einer beim Altar schwört, so ist das kein Eid, wer aber bei dem Opfer schwört, das auf dem Altar liegt, der ist an seinen Eid gebunden. Ihr Blinden! Was ist wichtiger: das Opfer oder der Altar, der das Opfer erst heilig macht? Wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt. Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt. (Mt 23,13-22)

    "Du bist gewollt, geliebt, begnadet." - Tobias Schrörs im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 25, 2026 15:43


    Im Gespräch über das Tagesevangelium aus Matthäus 23,13–22 betont Tobias Schrörs, dass Jesu scharfe Kritik an den Schriftgelehrten und Pharisäern auch heute aktuell bleibt. Menschen können sich selbst und anderen den Zugang zu Gott erschweren, wenn sie den Glauben zu eng auslegen und vorschnell über andere urteilen. Jesus hingegen stellt die Annahme des Menschen und die befreiende Botschaft des Reiches Gottes in den Mittelpunkt. Schrörs hebt hervor, wie wichtig Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Fehlern ist. Christlicher Glaube bedeute nicht, sich moralisch über andere zu erheben, sondern die eigene Bedürftigkeit anzuerkennen und Gottes Barmherzigkeit anzunehmen. Wer sich selbst von Gott geliebt und getragen weiß, könne anderen Menschen glaubwürdig von diesem Glauben Zeugnis geben. Als Kern des christlichen Glaubens nennt er drei einfache Sätze: „Du bist gewollt. Du bist geliebt. Du bist begnadet.“ Darin sieht er die zentrale Botschaft des Evangeliums. Nicht die strenge Befolgung von Regeln stehe im Vordergrund, sondern die lebendige Beziehung zu Gott und die Erfahrung seiner Liebe und Barmherzigkeit. EvangeliumIn jener Zeit sprach Jesus: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Denn ihr selbst geht nicht hinein und lasst die nicht hinein, die hineingehen wollen. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr selbst. Weh euch, ihr seid blinde Führer! Ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, gilt es nicht, wenn er aber beim Gold des Tempels schwört, gilt es. Ihr blinden Narren! Was ist wichtiger: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst heilig macht? Auch sagt ihr: Wenn einer beim Altar schwört, gilt es nicht, wenn er aber bei dem Opfer schwört, das auf dem Altar liegt, gilt es. Ihr Blinden! Was ist wichtiger: das Opfer oder der Altar, der das Opfer erst heilig macht? Wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt. Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt. (Mt 23,13-22)

    "Den Glauben wirklich leben" - Tobias Schrörs im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 24, 2026 12:11


    Tobias Schrörs ist Weihekandidat im Bistum Münster und wird im November 2025 zum Diakon mit Zivilberuf geweiht. In dieser Woche ist der Dipl. Theologe und Religionslehrer aus Xanten unser Gesprächspartner im Podcast "Blick in die Bibel".Eine Glaubenskrise in seiner Jugend und die Erfahrung, wie wichtig der Glaube für sein Leben ist, motivierten ihn, Religion zu studieren und seinen Glauben an junge Menschen weiterzugeben. Er betont, dass Religionsunterricht mehr sei als reine Wissensvermittlung: Er beschäftige sich mit Sinnfragen und dem Menschen selbst.Im Mittelpunkt steht das Evangelium Johannes 1,45–51, in dem Nathanael zunächst skeptisch auf Jesus reagiert und fragt: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Schrörs sieht in Nathanaels Aussage ein Beispiel für menschliche Vorurteile. Er berichtet von einer eigenen Erfahrung, bei der er einen asiatischen Mann vorschnell falsch einschätzte. Im Evangelium geht es auch um Philippus, der nicht versucht, Nathanaels Vorbehalte durch Argumente zu widerlegen, sondern ihn einlädt: „Komm und sieh.“ Schrörs deutet dies als Vorbild für Christen heute. Glauben werde oft überzeugender durch gelebtes Beispiel als durch theoretische Diskussionen vermittelt. Anhand einer Franziskus-Geschichte erläutert er, dass christliche Verkündigung nicht nur durch Worte geschieht. Entscheidend sei, wie Menschen miteinander umgehen und ihren Glauben im Alltag sichtbar machen. Besonders als Religionslehrer sei Glaubwürdigkeit wichtiger als reine Fachkenntnis. EvangeliumIn jener Zeit traf Philippus Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs. Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn. (Joh 1,45-51)

    "Wahre Größe zeigt sich im Dienst am Mitmenschen" - Georg Müller-Glunz im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 22, 2026 11:52


    Zum Abschluss der Woche blickt Georg Müller-Glunz auf seine persönlichen Vorbilder in der Bibel und spricht über die Bedeutung des Sonntags als Tag der Ruhe und Besinnung. Das Evangelium (Mt 23,1-12) thematisiert die Spannung zwischen Worten und Taten. Jesus kritisiert Menschen, die andere belehren, selbst aber nicht entsprechend handeln. Müller-Glunz überträgt diese Botschaft auf Kirche, Gesellschaft und Politik und unterstreicht die Bedeutung von Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstreflexion. Im Mittelpunkt steht die christliche Tugend der Demut: wahre Größe zeigt sich nicht in Macht oder Ansehen, sondern im Dienst am Mitmenschen.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi – Meister – nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt 23,1-12)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Gottesliebe und Nächstenliebe gehören zusammen" - Georg Müller-Glunz im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 21, 2026 12:03


    Im Fokus der Auslegung steht das Doppelgebot der Liebe aus dem Matthäusevangelium (Mt 22,34-40). Der Weihekandidat Georg Müller-Glunz erklärt, warum Gottesliebe und Nächstenliebe untrennbar zusammengehören und sich gegenseitig bedingen. Christlicher Glaube zeige sich nicht nur im Gebet oder Gottesdienst, sondern ebenso im Umgang mit anderen Menschen. Die Folge macht deutlich: Das Fundament des Christseins ist die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen. Aus ihr entstehen Glaubwürdigkeit, Barmherzigkeit und das konkrete Handeln im Alltag.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten. (Mt 22,34-40) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Ruf Gottes bewusst annehmen" - Georg Müller-Glunz im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 20, 2026 14:54


    In dieser Ausgabe erzählt Georg Müller-Glunz von den Erfahrungen, die ihn geprägt haben, und von seiner Motivation, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Anschließend steht das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Mt 22,1-14) im Mittelpunkt. Er deutet die Einladung zur Hochzeit als Bild für Gottes Ruf an alle Menschen. Die entscheidende Frage sei, wie jeder Einzelne auf diese Einladung reagiert. Das Hochzeitsgewand versteht er als Symbol für Glauben, Umkehr und die Bereitschaft, das eigene Leben von Christus prägen zu lassen. Die Folge betont Gottes Offenheit gegenüber allen Menschen und die Verantwortung, den Ruf Gottes bewusst anzunehmen.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert eingeladen zu werden. Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt. (Mt 22,1-14) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Neid überwinden" - Georg Müller-Glunz im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 19, 2026 14:30


    Georg Müller-Glunz spricht im "Blick in die Bibel" heute über seine bevorstehende Diakonenweihe und persönliche Wege, mit Nervosität umzugehen. Zudem gewährt er Einblicke in Freizeit, Familie und prägende Lebenserfahrungen. Im Zentrum steht das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16a). Dabei geht es um Gottes Gerechtigkeit, die sich nicht an menschlichen Leistungsmaßstäben orientiert. Er ist überzeugt, dass Gottes Gnade allen offensteht, unabhängig vom Zeitpunkt der Berufung. Das Evangelium lädt dazu ein, Neid zu überwinden, dankbar auf das eigene Leben zu schauen und sich über das Gute zu freuen, das anderen geschenkt wird.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in  meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die Ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin? So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten. (Mt 20,1-16a) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen." - Georg Müller-Glunz im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 18, 2026 11:15


    In dieser Folge von „Blick in die Bibel" spricht Georg Müller-Glunz aus Münster über seinen Weg zum Diakonat mit Zivilberuf. Er erzählt von seiner Berufung, seinem kirchlichen Engagement und seinen Vorstellungen vom künftigen Dienst, insbesondere in der Begleitung von Menschen am Lebensende. Im Mittelpunkt der Bibelauslegung steht das Evangelium vom Kamel und dem Nadelöhr (Mt 19,23-30). Müller-Glunz erläutert, warum Besitz nicht das Problem ist, wohl aber die Gefahr, sein Vertrauen auf Reichtum statt auf Gott zu setzen. Die Botschaft: Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen, doch Gottes Gnade macht möglich, was menschlich unmöglich erscheint.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich. Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein. (Mt 19,23-30) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Was hält uns davon ab, Jesus nachzufolgen" - Georg Müller-Glunz im Gespräch

    Play Episode Listen Later Aug 17, 2026 12:08


    Im heutigen „Blick in die Bibel“ geht es um die Begegnung Jesu mit dem reichen Jüngling (Mt 19,16-22). Georg Müller-Glunz aus Münster, Finanzexperte und angehender Diakon, spricht über die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben, das über die bloße Einhaltung von Geboten hinausgeht. Im Zentrum steht die Frage: Was hält uns davon ab, Jesus wirklich nachzufolgen? Dabei geht es nicht nur um Geld und Besitz, sondern auch um Dinge wie Anerkennung, Bequemlichkeit, Erfolg oder den Wunsch, Recht zu behalten. Müller-Glunz deutet Jesu Aufforderung zum Loslassen als Einladung, innere Freiheiten zu gewinnen und Gott mehr zu vertrauen. Nachfolge bedeutet nicht unbedingt, alles aufzugeben, wohl aber zu prüfen, woran das eigene Herz hängt.Aus dem Matthäus Evangelium: In jener Zeit kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist 'der Gute'. Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote! Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir jetzt noch? Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach. Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. (Mt 19,16-22) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Was bedeutet das Fest Mariä Himmelfahrt - Gespräch mit Matthias Drobinski

    Play Episode Listen Later Aug 15, 2026 16:38


    Für den Chefredakteur von Publik-Forum, Matthias Drobinski, steht am Hochfest Mariä Himmelfahrt viel mehr Maria als Person im Mittelpunkt - weniger das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Mit den Jahren habe er sich der biblischen Frau angenähert: einer jungen, mutigen Mutter, die Ja zu Gottes Plan sagt, Leid aushält und bis unter das Kreuz ihres Sohnes geht. Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel sei biblisch nicht belegt, könne aber als Hoffnungsbild verstanden werden – als Zeichen dafür, dass Gottes Erlösung den ganzen Menschen umfasst.Das Tagesevangelium von der Begegnung Marias mit Elisabeth gehört für ihn zu den schönsten Texten der Bibel. Im Magnificat klinge die Hoffnung auf eine gerechtere Welt an: Mächtige werden gestürzt, Niedrige erhöht, Hungrige beschenkt. Diese Verheißung sei keine Beschreibung der Gegenwart, sondern eine Vision Gottes für die Zukunft. Gerade die poetische Kraft des Lobgesangs und die innige Begegnung der beiden Frauen machten den Text bis heute lebendig und tröstlich.Aus dem Evangelium nach LukasIn jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück. (Lk 1,39-56)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    Die Sehnsucht nach Sinn und Trost bleibt - Gespräch mit Matthias Drobinski

    Play Episode Listen Later Aug 14, 2026 16:42


    Religion verliert in Westeuropa an Bedeutung – doch die Sehnsucht nach Sinn, Trost und Orientierung bleibt. Für den Chefredakteur von Publik-Forum Matthias Drobinski beschreibt der Begriff der „religiösen Indifferenz“ zwar treffend, dass viele Menschen Gott nicht mehr aktiv suchen. Gleichzeitig verschwinden grundlegende Fragen des Lebens nicht, sondern richten sich auf andere Bereiche wie Familie, Gemeinschaft oder gesellschaftliches Engagement. Glauben lasse sich deshalb vor allem durch gelebte Erfahrungen weitergeben, weniger durch Belehrung. Auch wenn viele junge Menschen der Kirche den Rücken kehren, blieben Werte wie Solidarität oder Verantwortung oft erhalten.Mit Blick auf das Tagesevangelium vom 14. August plädiert er für eine zeitgemäße Auslegung biblischer Texte. Die Forderung nach lebenslanger Treue gelte auch für gleichgeschlechtliche Paare und spreche nicht gegen deren Segnung. Jesu Worte zur Scheidung versteht er vor allem als Schutz der damals rechtlosen Frauen – nicht als starres Verbot für Menschen, deren Beziehungen gescheitert oder zerstörerisch geworden sind. Entscheidend sei, den Geist der Botschaft ernst zu nehmen, statt einzelne Bibelstellen wörtlich zu verabsolutieren.Aus dem Matthäusevangelium In jener Zeit kamen Pharisäer zu Jesus, um ihn zu versuchen, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer den Menschen am Anfang männlich und weiblich erschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Sie sagten zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, der Frau eine Scheidungsurkunde zu geben und sie aus der Ehe zu entlassen? Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch gestattet, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so. Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch. Da sagten seine Jünger zu ihm: Wenn das Verhältnis des Mannes zur Frau so ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer es erfassen kann, der erfasse es. (Mt 19,3-12)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Die Spirale der Eskalation durchbrechen - Gespräch mit Matthias Drobinski

    Play Episode Listen Later Aug 13, 2026 17:27


    Mit dem Faltboot findet Matthias Drobinski einen entspannenden Ausgleich zum Alltag. In dieser Woche schauen wir mit dem Chefredakteur von Publik-Forum auf das jeweilige Evangelium vom Tage. Im Vorgespräch zum Evangelium am Mittwoch, den 13.08, erzählt Drobinski, dass er am liebsten auf stillen Flüssen und Seen unterwegs ist – etwa in Masuren oder auf der Peene. Für ihn ist das Paddeln mehr als ein Hobby: Es ist eine persönliche Form der Einkehr. Allein in der Natur, begleitet vom Rauschen des Wassers und dem Anblick von Seeadlern, erlebt er Gottes Schöpfung unmittelbar. Gleichzeitig erfüllt ihn die Klimakrise mit Sorge. Er rechnet damit, dass sich die Erderwärmung nicht mehr vollständig aufhalten lässt. Hoffnung schöpft er dennoch aus der Solidarität der Menschen. Niemand müsse die Welt allein retten, sagt Drobinski, aber jeder könne seinen Beitrag leisten.Im Tagesevangelium vom 13. August sieht Drobinski die Aufforderung, die Spirale der Eskalation zu durchbrechen. Jesus sagt: "nicht siebenmal solle man vergeben, sondern siebzigmal siebenmal". Vergebung bedeute dabei nicht, Unrecht zu verschweigen oder Gewalt hinzunehmen. Barmherzigkeit lade vielmehr dazu ein, dem anderen seine Menschlichkeit nicht abzusprechen. Gerade in einer Zeit, in der Debatten oft unversöhnlich geführt werden, sei Barmherzigkeit kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Haltung, die Versöhnung möglich macht.Aus dem MatthäusevangeliumIn jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt. Und es geschah, als Jesus diese Reden beendet hatte, verließ er Galiläa und zog in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan. (Mt 18,21)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

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