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Gottes Wort hat sowohl in der Liturgie als auch im ganzen christlichen Leben einen hohen Stellenwert. Montags bis samstags legen wöchentlich wechselnd im domradio ab kurz vor 8 Uhr Menschen unterschiedlicher Herkunft und Zugangsweise das Evangelium vom Tage aus. Dabei erfahren die Hörer im Laufe der…

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    • Apr 18, 2026 LATEST EPISODE
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    Lassen wir Jesus ins Boot? - Gespräch mit Thorsten Giertz

    Play Episode Listen Later Apr 18, 2026 9:32


    In der Podcast-Folge "Blick in die Bibel" am Samstag sprechen Diakon Thorsten Giertz und Moderator Mathias Peter zum Abschluss der Woche darüber, wie man Ostern im Alltag weiterleben kann: indem man jeden Tag neu Hoffnung zulässt und offen auf andere zugeht. Im Bibeltext des Tages geht es dann um Jesus, der über das Wasser zu seinen Jüngern läuft, die im Boot auf dem See sind und zunächst große Angst vor ihm haben. Giertz erklärt: Es geht nicht darum, dass Jesus mit dem Laufen auf dem Wasser etwas beweisen wil, sondern um Vertrauen. Jesu Worte "Habt keine Angst" gelten auch heute. Oft merken wir gar nicht, dass Jesus schon längst "mit im Boot" ist. Die Botschaft: Er ist immer da – auch in schwierigen Momenten. Eine Folge, die Mut macht und lange nachklingt – unbedingt anhören!Aus dem Johannesevangelium: Als es Abend geworden war, gingen die Jünger Jesu zum See von Galiläa hinab, bestiegen ein Boot und fuhren über den See, auf Kafárnaum zu. Es war schon dunkel geworden und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. Da wurde der See durch einen heftigen Sturm aufgewühlt. Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren, sahen sie, wie Jesus über den See kam und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich. Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht! Sie wollten ihn zu sich in das Boot nehmen, aber schon war das Boot am Ufer, das sie erreichen wollten. (Joh 6,16-21)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Wenn Gott Wunder wirkt. Was gibst du dazu?" - Gespräch mit Thorsten Giertz

    Play Episode Listen Later Apr 17, 2026 12:30


    Im Podcast "Blick in die Bibel" sprechen Diakon Thorsten Giertz aus dem Erzbistum Köln und Moderator Mathias Peter zunächst über den Alltag von Giertz zwischen Job, Aufgaben als Diakon und Familie: Auch am Wochenende ist er oft im Einsatz, doch die Zeit mit seiner Familie ist ihm besonders wichtig. Danach geht es im Evangelium vom Tag um das Wunder der Brotvermehrung, das Jesus wirkt. Giertz sagt: Das Wunder ist für ihn nicht nur ein Symbol. Wichtig ist vor allem der Junge, der seine wenigen Brote und Fische teilt. Daraus wird für ihn klar: Wenn wir geben, was wir haben, kann daraus viel wachsen. Die Botschaft für heute: Veränderung ist möglich – auch bei uns selbst. Eine Folge, die zum Nachdenken anregt und neugierig macht!Aus dem Johannesevangelium: In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele! Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teile an die Leute aus, soviel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein. (Joh 6,1-15)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Was zählt wirklich? - Gespräch mit Thorsten Giertz

    Play Episode Listen Later Apr 16, 2026 15:42


    In der Donnerstags-Folge vom „Blick in die Bibel“ erzählt Diakon Thorsten Giertz, wie ihn Priester in seiner Jugend geprägt haben und er zuerst selbst Priester werden wollte. Stattdessen wurde er Lehrer und sogar Schulleiter, bevor er den mutigen Schritt wagte, alles aufzugeben und als Diakon ins Erzbistum Köln zurückzukehren. Im Evangelium vom Tag geht es um „oben“ und „unten“ – für Giertz steht das für Gottes andere Maßstäbe: Nicht Macht und Erfolg zählen, sondern Liebe und Beziehung. Glauben heißt für ihn, Jesu Botschaft nicht nur zu kennen, sondern im Alltag zu leben und anderen mit offenen Augen zu begegnen. Wer sich darauf einlässt, kann echtes Leben erfahren – hier und jetzt. Eine Folge, die zeigt, wie Glaube ganz praktisch werden kann und neugierig macht, tiefer einzusteigen.Aus dem Johannesevangelium: Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen. Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an. Wer sein Zeugnis annimmt, hat besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist. Denn der, den Gott gesandt hat, spricht die Worte Gottes; denn ohne Maß gibt er den Geist. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm. (Joh 3,31-36)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Glaube, der wirklich verändert - Gespräch mit Thorsten Giertz

    Play Episode Listen Later Apr 14, 2026 13:11


    Im Podcast "Blick in die Bibel“ sprechen DOMRADIO-Redakteur Mathias Peter und Diakon Thorsten Giertz aus dem Erzbistum Köln am Mittwoch darüber, wie der christliche Glaube heute Menschen erreichen kann. Es geht weniger um große Aktionen, sondern darum, den Glauben im Alltag zu leben und glaubhaft zu bezeugen. Viele Menschen suchen nach einem Sinn im Leben, ist Giertz überzeugt. Hoffnung machen neue kleine Gruppen, z. B. auf Pfarreiebene, die die Menschen mit der Glaubensbotschaft gut erreichen.Im Johannesevangelium vom Mittwoch wird betont: Jesus kommt nicht, um zu verurteilen, sondern um zu retten. Wer nach Liebe handelt, lebt im "Licht“. Glaube zeigt sich im Tun und verändert das Leben schon jetzt.Eine Folge, die Mut macht und zeigt, wie aktuell Glaube heute sein kann – unbedingt anhören!Aus dem Johannesevangelium:Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. Denn darin besteht das Gericht: Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind. (Joh 3,16-21)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Wie wirkt Gottes Geist? - Gespräch mit Thorsten Giertz

    Play Episode Listen Later Apr 14, 2026 13:42


    Zu Beginn der Dienstags-Folge vom "Blick in die Bibel" erzählt Diakon Thorsten Giertz von seinem Beruf im Erzbistum Köln. Er hilft Pfarreien dabei, sich neu zu organisieren, etwa wenn mehrere Gemeinden zu größeren Einheiten zusammengelegt werden. Das ist oft herausfordernd, macht aber auch Mut, weil so Kirche langfristig funktionieren kann.Im Evangelium spricht Jesus mit Nikodemus über Glauben und das "Geborenwerden von oben“. Giertz erklärt das so: Gottes Geist ist wie der Wind – man kann ihn nicht sehen, aber seine Wirkung spüren. Wichtig ist, sich bewusst für Gott zu entscheiden und Vertrauen zu haben. Auch wenn manches schwer zu verstehen ist, lohnt sich das Nachdenken darüber.Eine Folge, die zeigt, wie Glaube heute verständlich werden kann – hör unbedingt rein!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus: Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist. Nikodémus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen? Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? Amen, amen, ich sage dir: Was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, das bezeugen wir und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. Wenn ich zu euch über irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch über himmlische Dinge spreche? Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. (Joh 3,7-15)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    Neu geboren werden? - Gespräch mit Thorsten Giertz

    Play Episode Listen Later Apr 13, 2026 14:15


    Zu Beginn der Folge von "Blick in die Bibel" am Montag erzählt Diakon Thorsten Giertz von seiner beruflichen Tätigkeit im Erzbistum Köln: Er hilft dabei, die Veränderungen auf der Pfarreiebene zu gestalten. Als ständiger Diakon hat er zusätzliche seelsorgliche und liturgische Aufgaben. Die Bibel ist für ihn tägliche Orientierung und gibt ihm Halt. Im Johnnesevangelium begegnet an dieem Montag Jesus Nikodemus, der ehrlich nach Antworten sucht. Jesus spricht davon, neu geboren zu werden – nicht körperlich, sondern innerlich durch Gottes Geist. Giertz erklärt: Wer sich auf Jesus einlässt, kann sich im Denken und Handeln verändern. Ein Impuls, der zeigt, wie viel Bewegung im Glauben steckt – und Lust macht, tiefer reinzuhören.Aus dem Johannesevangelium:Es war da einer von den Pharisäern namens Nikodémus, ein führender Mann unter den Juden. Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodémus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Kann er etwa in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und noch einmal geboren werden? Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist. (Joh 3,1-8)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Die ganze Schöpfung verkündet Hoffnung" - Gespräch mit Miriam Pawlak

    Play Episode Listen Later Apr 11, 2026 9:14


    Im Podcast "Blick in die Bibel" verrät Miriam Pawlak heute, warum der Sonntag ihr liebster Tag ist: "Eucharistie, Natur, Kaffee – und die Seele füttern."Im Bibeltext aus dem Markusevangelium erscheint Jesus den Jüngern – doch sie glauben nicht. "Markus zeigt: Der Glaube ist eine Schule des Sehens", erklärt Miriam Pawlak. Die Aufforderung "Geht in die ganze Welt!" gilt der ganzen Schöpfung. "Verkündigung heißt nicht nur reden, sondern mit Taten der Liebe zeigen, woran wir glauben."Warum Jesu Auftrag uns alle angeht – und wie wir ihn im Alltag leben können, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Markusevangelium:Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Mágdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammengewesen waren und die nun klagten und weinten.Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht. Später erschien Jesus den Elf selbst, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung! (Mk 16,9-15)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "153 Fische und ein Frühstück mit Jesus" - Gespräch mit Miriam Pawlak

    Play Episode Listen Later Apr 10, 2026 9:34


    Im Podcast "Blick in die Bibel" erklärt Miriam Pawlak heute, warum Lektoren mehr tun als vorlesen: "Verkündigung braucht Vorbereitung – sonst wird der Text zur leeren Hülle."Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium erscheint Jesus den Jüngern am See Tiberias. "Werft das Netz rechts aus!" – und plötzlich ist es voll mit 153 Fischen. Miriam Pawlak deutet: "Die Sieben steht für die Vollzahl der Kirche, der Fisch für die Menschenfischer-Berufung." Petrus springt ins Wasser, "um Jesus würdig zu begegnen". Brot und Fisch erinnern an die Brotvermehrung – "eine Mahlgemeinschaft, die uns heute noch verbindet".Warum Jesus‘ Kommen unseren Alltag verändern kann, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war. (Joh 21,1-14)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Jesus isst Fisch und öffnet die Herzen" - Gespräch mit Miriam Pawlak

    Play Episode Listen Later Apr 9, 2026 11:24


    Im Podcast "Blick in die Bibel" erklärt Miriam Pawlak heute, warum die Bibel mehr als ein "Alles-Erklärer" ist: "Sie gibt keine schnellen Antworten, aber Orientierung – wie ein Kanon, der zeitlos bleibt."Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium erscheint Jesus den Jüngern – und isst Fisch, um zu beweisen: "Ich bin kein Geist!" Miriam Pawlak lacht: "Die Szene ist fast humoristisch – aber sie zeigt: Jesus lebt wirklich!" Doch die Jünger zweifeln. "Ihr Herz, der Ort von Verstand und Gefühlen, muss es erst begreifen.“ Jesus öffnet ihnen die Schrift – und sendet sie als Zeugen aus. "Heute können wir das tun, indem wir im Alltag von kleinen 'Auferstehungsmomenten' erzählen."Warum Jesus‘ Humor und Geduld uns Mut machen, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Lukasevangelium:Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und die mit ihnen versammelt waren, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sagte er zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften. Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür. (Lk 24,35-48)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Maria Magdalena hört ihren Namen und erkennt ihn" - Gespräch mit Miriam Pawlak

    Play Episode Listen Later Apr 8, 2026 9:46


    Im Podcast "Blick in die Bibel" schwärmt Miriam Pawlak heute von Maria Magdalena, ihrer Lieblingsfigur: "Sie geht den ganzen Weg mit Jesus, bis ans Kreuz und als erste Zeugin der Auferstehung." Lange galt sie fälschlich als "Sünderin", doch Papst Franziskus würdigte sie als "Botin des Lebens".Im heutigen Bibeltext aus dem Johannesevangelium erkennt Maria Magdalena Jesus erst, als er ihren Namen ruft – "eine Millisekunde voller Vertrauen". Doch er sagt: "Halte mich nicht fest." Miriam Pawlak erklärt: "Es geht um den Übergang von der irdischen zur himmlischen Beziehung – sie wird zur ersten 'Tochter Gottes'." Heute können wir die Auferstehung verkünden – "im Alltag, auf Social Media oder beim Fußball".Warum Maria Magdalenas Glaube uns Mut macht, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit stand Maria von Mágdala draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben.Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbúni!, das heißt: Meister.Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria von Mágdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. (Joh 20,11-18)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Auferstanden und doch derselbe" - Gespräch mit Miriam Pawlak

    Play Episode Listen Later Apr 7, 2026 8:20


    Im Podcast "Blick in die Bibel" erzählt Miriam Pawlak heute, wie sie von der Romanistik zur Theologie kam: "Ein Priester entdeckte meine Leidenschaft für die Bibel – und seitdem bin ich dabei."Zum Bibeltext aus dem Matthäusevangelium erklärt sie, warum Jesus den Jüngern in Galiläa begegnen will: "Er hält sein Versprechen – und zeigt: Die Sendung geht weiter!" Doch viele zweifeln an der Auferstehung. Miriam Pawlak erklärt den Unterschied zwischen "Auferweckung" (Gottes Handlung) und "Auferstehung" (Jesu aktive Macht). "Beides ist wahr: Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch."Warum diese Begegnung bis heute Mut macht, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Matthäusevangelium:Nachdem die Frauen die Botschaft des Engels vernommen hatten, verließen sie sogleich das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt. Sie gingen auf ihn zu, warfen sich ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.Noch während die Frauen unterwegs waren, siehe, da kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohepriestern alles, was geschehen war. Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. Und dieses Gerücht verbreitete sich bei den Juden bis heute. (Mt 28,8-15)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Jesus bricht das Brot und öffnet die Augen" - Gespräch mit Miriam Pawlak

    Play Episode Listen Later Apr 6, 2026 10:47


    Im Podcast "Blick in die Bibel" stellt sich in dieser Woche Miriam Pawlak vor, Bibelreferentin im Erzbistum Köln. In der "Erzbischöflichen Bibel- und Liturgieschule" – kein klassisches Schulgebäude, sondern ein Ort für Kurse, Lektorenausbildung und Bibelgespräche – vermittelt sie, wie man die Heilige Schrift versteht und im Alltag lebt.Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium begegnet der auferstandene Jesus den enttäuschten Jüngern von Emmaus. Erst beim Brotbrechen erkennen sie ihn. Miriam Pawlak erklärt: "Jesus geht mit uns, hört zu, erschließt die Schrift und wird im Mahl gegenwärtig." Sein Tod und seine Auferstehung sind untrennbar: "Ohne Kreuz keine Erlösung."Warum diese Begegnung bis heute Hoffnung schenkt, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Lukasevangelium:Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah: Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen.Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Sie sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. (Lk 24,13-35)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Wir stehen kurz vorm Licht"- Gespräch mit Irmela Preissner

    Play Episode Listen Later Apr 3, 2026 14:06


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO.DE-Moderator Mathias Peter mit Irmela Preissner, Geschäftsführerin bei "Biblische Reisen" über den Karsamstag. Zum Einstieg erzählt sie persönlich, wie sie die Kartage und Ostern erlebt: ruhig, oft mit Spaziergängen oder Gottesdienst – eine Zeit zum Innehalten. Auch Familie, gutes Essen und Gemeinschaft gehören für sie dazu.Im Evangelium geht es um die Grablegung Jesu. Preissner erklärt, warum die vielen Details wichtig sind: Sie sollen zeigen, dass alles wirklich so passiert ist. Der Glaube basiert für sie nicht auf Geschichten, sondern auf echten Ereignissen.In ihrer Auslegung beschreibt sie die besondere Stimmung dieses Tages: Leere, Zweifel und Warten. Gott scheint fern, nichts passiert. Genau das sei schwer auszuhalten. Doch ihre Botschaft ist klar: Auch in den dunkelsten Momenten ist man nicht allein – und das Ende ist nicht der Tod.Eine ruhige, tiefgehende Folge, die Hoffnung schenkt und neugierig macht.Aus dem Johannesevangelium:Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten – dieser Sabbat war nämlich ein großer Feiertag –, baten die Juden Pilatus, man möge ihnen die Beine zerschlagen und sie dann abnehmen. Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der es gesehen hat, hat es bezeugt und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres sagt, damit auch ihr glaubt. Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben. Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur im Verborgenen. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. Es kam auch Nikodemus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist. An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei. (Joh 19,31-42)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Karfreitag ist nicht das Ende" - Gespräch mit Irmela Preissner

    Play Episode Listen Later Apr 3, 2026 14:11


    Am Karfreitag spricht Irmela Preissner von "Biblische Reisen" über die Heilige Woche in Jerusalem, wie sie verläuft, wenn Friedenszeiten sind. Gerade der Karfreitag ist zwar dann sehr voll in Jerusalem, aber für viele Gläubige ein unvergessliches Erlebnis!Das Evangelium schilder, wie sich Jesus am Kreuz noch um seie Mutter und Jünger sorgt. Er kümmert sich bis zum Schluss um die Menschen, die ihm nahe sind, und wünscht sich, dass sie zukünftig aufeinander achten, sagt sie.Eine Folge, die trotz des Todes am Kreuz die Hoffnung bringt, dass mit dem Tod doch nicht alles aus ist!Aus dem Johannesevangelium: Sie übernahmen Jesus. Und er selbst trug das Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgota heißt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte aber Jesus. Pilatus ließ auch eine Tafel anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden. Diese Tafel lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefasst. Da sagten die Hohepriester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Nachdem die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen Teil, und dazu das Untergewand. Das Untergewand war aber ohne Naht von oben ganz durchgewoben. Da sagten sie zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies taten die Soldaten. Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn. Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, da Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: Mich dürstet. Ein Gefäß voll Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm voll Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund. Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. (Joh 19,16-30)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Liebe zeigt sich im Dienen" - Gespräch mit Irmela Preissner

    Play Episode Listen Later Apr 2, 2026 15:27


    Im Podcast "Blick in die Bibel" am Gründonnerstag spricht Irmela Preissner, Geschäftsführerin von "Biblische Reisen", mit DOMRADIO-Redakteur Mathias Peter über die aktuelle Lage im Nahen Osten. Sie erklärt, dass ihr Reiseunternehmen in Krisen schnell reagiert, Infos sammelt und sich eng mit Partnern austauscht, um die Sicherheit der Kunden zu gewährleisten. Wenn nötig, werden Reisen abgesagt oder Gäste sogar ausgeflogen. Dabei hilft ein starkes Netzwerk vor Ort.Im Evangelium zum Gründonnerstag wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße. Für Preissner ist das ein Zeichen von Demut und echter Liebe. Jesus zeigt, dass es nicht um Macht geht, sondern darum, anderen zu dienen. Dieses Beispiel soll auch heute Mut machen, im Alltag füreinander da zu sein, zu helfen und das eigene Ego zurückzustellen.Die Folge macht deutlich, wie man diese Botschaft heute leben kann – und warum sie gerade in schwierigen Zeiten so wichtig ist. Wer wissen will, was das konkret für den eigenen Alltag bedeutet, sollte unbedingt reinhören.Aus dem Johannesevangelium:Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung. Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. Jesus, der wusste, das ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. (Joh 13,1-15)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Judas‘ Verrat – warum lässt Jesus das zu? - Gespräch mit Irmela Preissner

    Play Episode Listen Later Apr 1, 2026 10:41


    In dieser Folge vom „Blick in die Bibel“ erzählt Irmela Preissner, Geschäftsführerin bei „Biblische Reisen“, wie ihre Reiselust schon in der Kindheit begann: Durch die Trennung ihrer Eltern reiste sie in den Sommerferien meist mehr als andere Kinder und entdeckte früh die Welt. Heute fasziniert sie am Reisen vor allem, wie ähnlich sich Menschen überall sind – egal aus welchem Land oder welcher Kultur. Danach geht es um das Evangelium vom Verrat des Judas. Für Geld liefert er Jesus aus, doch seine Motive bleiben unklar. Preissner erklärt, dass Jesus den Verrat kennt und zulässt, weil er Teil eines größeren Plans ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie frei der Mensch ist, sich auch für das Falsche zu entscheiden. Eine nachdenkliche Folge über Vertrauen, Schuld und Menschlichkeit – die neugierig macht, tiefer einzutauchen.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskáriot zu den Hohepriestern und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie boten ihm dreißig Silberstücke. Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern. Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote   gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern. Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern. Da wurden sie sehr traurig und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr? Er antwortete: Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt, wird mich ausliefern. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Da fragte Judas, der ihn auslieferte: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus antwortete: Du sagst es. (Mt 26,14-25)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Verleugnen wir heute Jesus auch?" - Gespräch mit Irmela Preissner

    Play Episode Listen Later Mar 31, 2026 15:08


    In dieser Podcast-Folge von „Blick in die B ibel“ erzählt Irmela Preissner zuerst, wie sie durch ihre Familie und ihre Arbeit einen engen Bezug zur Bibel entwickelt hat. Sie berichtet, dass sie im Alltag immer wieder kurze Momente nutzt, um darin zu lesen. Außerdem erklärt sie, was „Biblische Reisen“, von dem sie die Geschäftsführerin ist, besonders macht: Es geht nicht nur ums Besichtigen, sondern vor allem um Begegnungen mit Menschen vor Ort und darum, andere Kulturen und Religionen besser zu verstehen. Danach geht es um das Johannesevangelium, das berichtet, wie Judas Jesus verrät und Petrus ihn verleugnet. In ihrer Auslegung sagt Preissner, dass "Verherrlichung" hier nicht Macht bedeutet, sondern Liebe und Hingabe. Sie macht deutlich, dass es eine Art Jesus zu verleugnen auch heute noch gibt – oft in kleinen Momenten, wenn wir wegschauen oder nicht helfen. Eine Folge, die zum Nachdenken anregt und den eigenen Alltag neu beleuchtet – unbedingt reinhören!Aus dem Johannesevangelium: In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Geiste erschüttert und bezeugte: Amen, amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern. Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte. Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte. Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche. Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es? Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskáriot. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tue bald! Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte. Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen! oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht. Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. Simon Petrus fragte ihn: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen. Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben. Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, ich sage dir: Noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. (Joh 13,21-33.36-38)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    "Liebe ohne Maß" - Gespräch mit Irmela Preissner

    Play Episode Listen Later Mar 30, 2026 13:17


    In der Karwoche spricht DOMRADIO.DE-Moderator Mathias Peter im Podcast "Blick in die Bibel" mit Irmela Preissner vom Reiseveranstalter "Biblische Reisen“. Sie erklärt, dass ihr Unternehmen seit den 1960ern Menschen die Orte der Bibel näherbringt. Reisen nach Israel sind aktuell nahezu unmöglich, doch in friedlichen Zeiten ist besonders Jerusalem zur Karwoche ein eindrucksvoller Ort, an dem verschiedene Religionen gleichzeitig ihre Feste feiern. Im Evangelium an diesem Montag in der Karwoche geht es um Maria, die Jesus mit kostbarem Öl salbt. Preissner deutet das als große Geste von Liebe und Dankbarkeit. Im Gegensatz dazu steht Judas, dessen Kritik an der vermeintlichen Ölverschwendung unehrlich ist. Auch die Faszination der Menschen für Jesus und Lazarus sowie die Angst der Mächtigen werden deutlich. Eine Folge, die zeigt, wie aktuell und bewegend biblische Geschichten heute noch sein können – unbedingt reinhören!Aus dem Johannesevangelium:Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betánien, wo Lázarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente und Lázarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren. Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihren Haaren. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskáriot, der ihn später auslieferte, sagte: Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denáre verkauft und den Erlös den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte. Jesus jedoch sagte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt! Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer. Eine große Menge der Juden hatte erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lázarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. Die Hohepriester aber beschlossen, auch Lázarus zu töten, weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten. (Joh 12,1-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Demut wächst im Garten und im Glauben“ - Gespräch mit Pfarrer Ekkehard Schmid

    Play Episode Listen Later Mar 28, 2026 11:20


    Im Podcast "Blick in die Bibel" verrät Pfarrer Ekkehard Schmid, warum er im Garten "therapeutische" Ruhe findet: "Wer selbst sät, erntet Demut – und schmeckt die Früchte anders." Als Beichtvater schätzt er den "Raum auf Augenhöhe", in dem Menschen ihr Leben vor Gott reflektieren können.Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium beschließen die Hohenpriester, Jesus zu töten: "Besser, einer stirbt, als das ganze Volk." Pfarrer Schmid deutet: "Es geht um Machtangst – und die Suche nach Sündenböcken." Sein Fazit für die Karwoche: "Komplexe Probleme brauchen keine einfachen Lösungen."Hört rein, um zu verstehen, warum Jesus‘ Passion uns heute noch herausfordert – und was Gärtnern mit Glauben zu tun hat!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit kamen viele der Juden, die zu Maria, der Schwester des Lázarus, gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, zum Glauben an ihn. Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern und sagten ihnen, was er getan hatte. Da beriefen die Hohepriester und die Pharisäer eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen.Einer von ihnen, Kájaphas, der Hohepriester jenes Jahres, sagte zu ihnen: Ihr versteht nichts. Ihr bedenkt nicht, dass es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht. Das sagte er nicht aus sich selbst; sondern weil er der Hohepriester jenes Jahres war, sagte er aus prophetischer Eingebung, dass Jesus für das Volk sterben werde. Aber er sollte nicht nur für das Volk sterben, sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln. Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu töten.Jesus ging von nun an nicht mehr öffentlich unter den Juden umher, sondern zog sich von dort in die Gegend nahe der Wüste zurück, zu einer Stadt namens Éfraim. Dort blieb er mit seinen Jüngern. Das Paschafest der Juden war nahe und viele zogen schon vor dem Paschafest aus dem ganzen Land nach Jerusalem hinauf, um sich zu heiligen. Sie suchten Jesus und sagten zueinander, während sie im Tempel zusammenstanden: Was meint ihr? Er wird wohl kaum zum Fest kommen. Die Hohepriester und die Pharisäer hatten nämlich angeordnet, wenn jemand wisse, wo er sich aufhält, solle er es melden, damit sie ihn festnehmen könnten. (Joh 11,45-57)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Gott im Menschen – ein Skandal?" - Gespräch mit Pfarrer Ekkehard Schmid

    Play Episode Listen Later Mar 27, 2026 11:07


    Im Podcast "Blick in die Bibel" erklärt Pfarrer Ekkehard Schmid den Blutritt in Weingarten: Seit 1525 ziehen knapp 2.000 Pferde mit der Heilig-Blut-Reliquie durch die Stadt – ein Fest der Einheit, das selbst Aufklärung und Weltkriege überdauerte. Die Verbindung zu Mantua (Italien) zeigt: "Das Blut Jesu verbindet und versöhnt."Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium werfen die Juden Jesus Gotteslästerung vor, weil er sich als "Gottes Sohn" bezeichnet. Pfarrer Schmid deutet: "Im Sohn ist der Vater – Gott teilt sich im Menschen mit." Johannes der Täufer wird als erster Zeuge genannt, der Jesus als "Lamm Gottes" verkündet.Hört rein, um zu verstehen, warum Jesus‘ Anspruch die Menschen damals wie heute herausfordert – und was der Blutritt mit Versöhnung zu tun hat!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit hoben die Juden Steine auf, um Jesus zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.Jesus erwiderte ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott – weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht! Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt! Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin.Wieder suchten sie ihn festzunehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff. Dann ging Jesus wieder weg auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte; und dort blieb er. Viele kamen zu ihm. Sie sagten: Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes über diesen gesagt hat, erwies sich als wahr. Und viele kamen dort zum Glauben an ihn. (Joh 10,31-42)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Ich bin vor aller Zeit" - Gespräch mit Pfarrer Ekkehard Schmid

    Play Episode Listen Later Mar 26, 2026 9:31


    Im Podcast "Blick in die Bibel" schwärmt Pfarrer Ekkehard Schmid von Johannes dem Täufer: "Er ist kein absoluter Vorläufer, sondern zeigt, dass auch Propheten unvollkommen sind – und trotzdem konsequent." Schmid liebt direkte Worte und Lösungsorientierung, etwa als Dekan, wo er immer wieder improvisieren muss.Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium provoziert Jesus mit "Bevor Abraham war, bin ich". Die Juden werfen ihm vor, von einem Dämon besessen zu sein – für sie ist seine göttliche Anspruchshaltung Gotteslästerung. Pfarrer Schmid erklärt, dass das Johannesevangelium Jesus als präexistenten Sohn Gottes zeigt, der alles weiß.Hört rein, um zu verstehen, warum Jesus‘ Worte damals wie heute polarisieren – und was wir von Johannes dem Täufer lernen können!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Amen, amen, ich sage euch: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen. Da sagten die Juden zu ihm: Jetzt wissen wir, dass du von einem Dämon besessen bist. Abraham und die Propheten sind gestorben, du aber sagst: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht erleiden. Bist du etwa größer als unser Vater Abraham? Er ist gestorben und die Propheten sind gestorben. Für wen gibst du dich aus?Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst verherrliche, ist meine Herrlichkeit nichts. Mein Vater ist es, der mich verherrlicht, er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. Doch ihr habt ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn, und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner wie ihr. Aber ich kenne ihn und halte an seinem Wort fest. Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich.Die Juden entgegneten: Du bist noch keine fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben? Jesus erwiderte ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin ich. Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und verließ den Tempel. (Joh 8,51-59)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Ja sagen – und durchhalten!" - Gespräch mit Pfarrer Ekkehard Schmid

    Play Episode Listen Later Mar 25, 2026 9:02


    Im Podcast "Blick in die Bibel" erzählt Pfarrer Ekkehard Schmid, wie er durch ein kirchlich geprägtes Umfeld und organische Schritte zum Priesterberuf fand – nicht durch plötzliche Erleuchtung, sondern durch Vertrautheit und Gemeinschaft. Doch der Alltag als Pfarrer ist oft ermüdend: Bürokratie, Missbrauchsfälle und Kirchenaustritte fordern ihren Tribut.Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium ringt Maria mit der Botschaft des Engels: "Wie soll das geschehen?" Schmid betont, dass ihr "Ja" kein blinder Gehorsam, sondern eine gereifte Entscheidung nach innerem Ringen ist. Ihr Vorbild liegt im Durchhalten – neun Monate und ein Leben lang.Hört rein, um zu verstehen, warum wahre Hingabe oft mit Zweifeln beginnt – und wie Maria uns zeigt, wie man zu seiner Entscheidung steht!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit wurde der Engel Gábriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel. (Lk 1,26-38)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Jesus – von oben oder unten?" - Gespräch mit Pfarrer Ekkehard Schmid

    Play Episode Listen Later Mar 24, 2026 10:38


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Pfarrer Ekkehard Schmid über die Herausforderungen der riesigen Basilika in Weingarten. Sie ist ein Festsaal für große Feste, aber für Alltagsgottesdienste manchmal zu überwältigend. Heute steht bei einem Termin die 600 Jahre alte Hosanna-Glocke im Fokus – ein historisches Juwel, das seit Kolumbus‘ Zeiten läutet.Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium wirkt Jesus rätselhaft: "Ihr seid von unten, ich von oben." Pfarrer Schmid erklärt, dass das Johannesevangelium für Glaubensfortgeschrittene geschrieben ist – es geht um die klare Entscheidung: Glaube ich an Jesus als Sohn Gottes oder nicht? Die Dreifaltigkeit bleibt eine Herausforderung, doch Jesus selbst ist der Schlüssel: "Wer mich sieht, sieht den Vater."Hört rein, um zu verstehen, warum Jesus manchmal so schwer verständlich scheint – und wie der Glaube trotzdem einfach sein kann!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern: Ich gehe fort und ihr werdet mich suchen und ihr werdet in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. Da sagten die Juden: Will er sich etwa umbringen? Warum sagt er sonst: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen? Er sagte zu ihnen: Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt. Ich habe euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Jesus antwortete: Warum rede ich überhaupt noch mit euch? Ich hätte noch viel über euch zu sagen und viel zu richten, aber er, der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das sage ich der Welt. Sie verstanden nicht, dass er damit den Vater meinte. Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, dass Ich es bin. Ihr werdet erkennen, dass ich nichts von mir aus tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat. Und er, der mich gesandt hat, ist bei mir; er hat mich nicht alleingelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt.Als Jesus das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn. (Joh 8,21-30)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Steinige nicht – hinterfrage dich!" - Gespräch mit Pfarrer Ekkehard Schmid

    Play Episode Listen Later Mar 23, 2026 10:47


    Im Podcast "Blick in die Bibel" stellt sich in dieser Woche Pfarrer Eckhard Schmid aus Weingarten vor. Seit 17 Jahren leitet er die Seelsorge in der berühmten Basilika, wo Wallfahrt, Tourismus und spirituelle Angebote zusammenkommen. Früher war das Kloster noch aktiv, heute gestaltet er das geistliche Leben neu – auch mit kreativen Formaten nach Corona.Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium bringen Pharisäer Jesus eine Ehebrecherin: "Soll sie gesteinigt werden?" Jesus antwortet: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." Ekkehard Schmidt erklärt, dass es damals um klare Abstammung und Besitzrechte ging. Doch Jesus lenkt den Blick auf die eigene Schuld und schenkt der Frau eine neue Chance.Hört rein, um zu verstehen, warum wir oft zu schnell über andere urteilen – und wie Jesus uns zum Umdenken bringt!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit ging Jesus zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es. Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen.Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten.Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr! (Joh 8,1-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Warum hat Galiläa einen so schlechten Ruf? - Gespräch mit Gunther Fleischer

    Play Episode Listen Later Mar 21, 2026 12:24


    Im Podcast am Samstag spricht Dr. Gunther Fleischer zuerst über die Fastenzeit. Sein Tipp: weniger nur an Fehler denken, sondern bewusst den Glauben stärken. Die Bibel zu lesen kann dabei helfen, Gott im Alltag wieder neu zu entdecken. Danach geht es um den Bibeltext: Die Menschen im Johannesevangelium streiten darüber, wer Jesus ist. Manche glauben an ihn, andere zweifeln – auch wegen seiner Herkunft aus Galiläa, die einen schlechten Ruf hat. Fleischer erklärt, dass Jesus provoziert, weil er anders ist als erwartet und sich besonders den Schwachen zuwendet. Am Ende stellt sich die Frage, worauf wir wirklich vertrauen. Eine spannende Folge, die zum Weiterdenken einlädt – unbedingt anhören!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit sagten einige aus dem Volk, als sie die Jesu Worte hörten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. Andere sagten: Dieser ist der Christus. Wieder andere sagten: Kommt denn der Christus aus Galiläa? Sagt nicht die Schrift: Der Christus kommt aus dem Geschlecht Davids und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte? So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge. Einige von ihnen wollten ihn festnehmen; doch keiner legte Hand an ihn. Als die Gerichtsdiener zu den Hohepriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht? Die Gerichtsdiener antworteten: Noch nie hat ein Mensch so gesprochen. Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen? Ist etwa einer von den Oberen oder von den Pharisäern zum Glauben an ihn gekommen? Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es. Nikodémus aber, einer aus ihren eigenen Reihen, der früher einmal Jesus aufgesucht hatte, sagte zu ihnen: Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, bevor man ihn verhört und festgestellt hat, was er tut? Sie erwiderten ihm: Bist du vielleicht auch aus Galiläa? Lies doch nach und siehe, aus Galiläa kommt kein Prophet. Dann gingen alle nach Hause. (Joh 7,40-53)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    Hatte Jesus leibliche Brüder? - Gespräch mit Gunther Fleischer

    Play Episode Listen Later Mar 20, 2026 14:26


    In der Podcast-Folge am Freitag berichtet der Bibeltheologe Gunther Fleischer zuerst locker aus seinem Ruhestand: feste Tagesstruktur, gemeinsames Frühstück mit seiner Frau, viel Lesen und Engagement, etwa in der Altenarbeit, sorgen dafür, dass er nach den vielen Jahren im Beruf nicht in ein "Loch" mit Eintritt in den Ruhestand gefallen ist. Danach spricht der ehemalige Leiter der erzbischöflichen Liturgie- und Bibelschule im Erzbistum Köln über den Bibeltext des Tages: Die Menschen, die auf Jesus treffen und ihn erleben, sind unsicher, wer er wirklich ist. Gunther Fleischer erklärt, dass "Brüder" auch Verwandte oder Anhänger bedeuten kann – sicher weiß man es nicht. Entscheidend ist: Selbst seine Verwandten zweifeln an ihm. Auch die Frage nach dem Messias bleibt schwierig, weil die Erwartungen unterschiedlich sind. Jesu "Stunde" steht für seinen besonderen Weg, der noch bevorsteht. Eine Folge, die Alltag und Glauben spannend verbindet – unbedingt reinhören!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden ihn zu töten suchten. Das Laubhüttenfest der Juden war nahe. Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern im Verborgenen. Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? Und doch redet er in aller Öffentlichkeit und man lässt ihn gewähren. Sollten die Oberen wirklich erkannt haben, dass er der Christus ist? Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Christus kommt, weiß niemand, woher er stammt. Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht von mir ausgekommen, sondern er, der mich gesandt hat, ist wahrhaftig. Ihr kennt ihn nur nicht. Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat. Da suchten sie ihn festzunehmen; doch keiner legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. (Joh 7,1-2.10.25-30)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Wo gehöre ich wirklich hin?" - Gespräch mit Gunther Fleischer

    Play Episode Listen Later Mar 19, 2026 13:37


    Im Podcast spricht der Bibeltheologe Dr. Gunther Fleischer zunächst über seine große Leidenschaft: das Komponieren. Weil er als Kind kein Klavier lernen durfte, fand er einen eigenen Weg zur Musik. Durch das Hören klassischer Werke begann er, Noten zu lesen und schließlich selbst Stücke zu schreiben. Inspiration bekommt er oft aus religiösen Texten oder aus musikalischen Formen. Danach geht es um eine Bibelstelle aus dem Lukas-Evangelium: Der zwölfjährige Jesus bleibt im Tempel zurück, ohne dass seine Eltern es merken. Als sie ihn nach drei Tagen finden, erklärt er, dass er dort sein müsse, wo sein Vater ist – bei Gott. Dr. Gunther Fleischer deutet die Szene so: Jesus wird sich hier bewusst, wohin er wirklich gehört. Eine überraschende und spannende Auslegung – die neugierig macht, die ganze Folge des Podcasts zu hören.Aus dem Lukasevangelium:Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der Knabe Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten nach ihm. Da geschah es, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie voll Staunen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Doch sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. (Lk 2,41-51a)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Der Liebe Beine machen" - Gespräch mit Dr. Gunther Fleischer

    Play Episode Listen Later Mar 18, 2026 15:13


    Zu Beginn des Podcasts erzählt Dr. Gunther Fleischer, warum er katholische Theologie studiert hat. Schon als Kind wurde er durch seine Familie, seinen Pfarrer und engagierte Lehrer geprägt. Besonders diese Menschen weckten seine Begeisterung für Glauben und Kirche. Später studierte er unter anderem in Paris – eine Zeit, die ihn sehr geprägt hat, nicht nur durch das Studium, sondern auch durch Kultur, Musik und das Leben in der Stadt. Danach geht es in "Blick in die Bibel" um eine schwierige Stelle aus dem Johannesevangelium. Jesus spricht dort viel über seinen "Vater" und den "Sohn", was schnell verwirrend wirken kann. Fleischer erklärt: Das Evangelium will zeigen, dass Jesus ganz eng mit Gott verbunden ist. Gleichzeitig geht es nicht darum, Menschen Angst vor dem Gericht zu machen. Die Botschaft ist vielmehr: Der Glaube soll die Menschen dazu bewegen, liebevoll zu handeln. Eine spannende Erklärung, die den Bibeltext plötzlich ganz neu verständlich macht – und Lust auf die ganze Podcastfolge macht.Aus dem Johannesevangelium: In jener Zeit entgegnete Jesus den Juden: Mein Vater wirkt bis jetzt und auch ich wirke. Darum suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichmachte. Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, sodass ihr staunen werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will. Auch richtet der Vater niemanden, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben. Wenn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben. Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, werden zum Gericht auferstehen. Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es vom Vater höre, und mein Gericht ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen suche, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. (Joh 5,17-30)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    "Ein Wunder – ohne Glauben?" - Gespräch mit Dr. Gunther Fleischer 

    Play Episode Listen Later Mar 17, 2026 11:43


    Der Bibeltheologe Gunther Fleischer erzählt in der Dienstagsepisode vom „Blick in die Bibel“ zunächst von seiner langen Zeit an der Bibel- und Liturgieschule im Erzbistum Köln. Vormittags ging es viel um Organisation und Planung von Kursen, während nachmittags und abends Vorträge und Treffen stattfanden. Viele Interessierte, Ehrenamtliche und auch Hauptamtliche aus der Kirche nahmen an Kursen und Veranstaltungen teil, um mehr über die Bibel zu lernen. Fleischer selbst entdeckte seine besondere Liebe zur Bibel schon früh – geprägt u. a. durch einen Pfarrer aus seiner Jugend und später durch sein Studium, unter anderem in Paris. Danach geht es um eine Bibelstelle, in der Jesus einen Kranken heilt – ausgerechnet am Sabbat, was damals verboten war. Doch im Mittelpunkt steht etwas anderes: Der geheilte Mann erkennt nicht, wer Jesus wirklich ist, und verrät ihn sogar. Das wirft die Frage auf, wie Menschen mit Gottes Zeichen umgehen. Eine überraschende Deutung, die zum Weiterdenken einlädt – und neugierig macht auf die ganze Podcastfolge. Aus dem Johannesevangelium: Es war ein Fest der Juden und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf Hebräisch Betésda. In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte. Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war. Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein. Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Liege und geh! Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Liege und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat. Da sagten die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, du darfst deine Liege nicht tragen. Er erwiderte ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm deine Liege und geh! Sie fragten ihn: Wer ist denn der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Liege und geh? Der Geheilte wusste aber nicht, wer es war. Jesus war nämlich weggegangen, weil dort eine große Menschenmenge zugegen war. Danach traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Sieh, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt! Der Mann ging fort und teilte den Juden mit, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte. (Joh 5,1-16)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    "Mehr als ein Wunder" - Gespräch mit Gunther Fleischer

    Play Episode Listen Later Mar 16, 2026 12:18


    Zum Start der Woche ist der Bibeltheologe Dr. Gunther Fleischer zu Gast im Podcast. Fast 25 Jahre leitete er die Bibel- und Liturgieschule im Erzbistum Köln. Er erzählt, warum ihn die Bibel bis heute fasziniert: Obwohl die Texte Jahrtausende alt sind, greifen sie Fragen auf, die Menschen immer noch bewegen. Wenn er einen Bibeltext auslegt, schaut er zuerst in den Urtext in der jeweiligen Sprache. Im Evangelium des Tages bittet ein königlicher Beamter Jesus um Hilfe für seinen sterbenskranken Sohn. Jesus spricht nur ein Wort – und der Junge wird gesund. Für Fleischer zeigt die Geschichte: Ein Wunder ist eine überraschende Wendung zum Guten, die man nicht "machen" kann. Im Johannesevangelium sind solche Wunder "Zeichen" für Gottes Wirken. Eine überraschende Perspektive, die neugierig auf die ganze Podcastfolge macht.Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit ging Jesus von Samária nach Galiläa. Er selbst hatte bezeugt: Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte; denn auch sie waren zum Fest gekommen. Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafárnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben. Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg. Noch während er hinabging, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen. Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus. So tat Jesus sein zweites Zeichen, nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war. (Joh 4,43-54)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Groß sein – demütig bleiben" - Gespräch mit Kristell Köhler

    Play Episode Listen Later Mar 14, 2026 8:12


    Im letzten Podcast "Blick in die Bibel" dieser Woche verrät Kristell Köhler, warum sie vom ewigen Eis fasziniert ist und warum sie gerne mit Angela Merkel über Glauben und Politik oder mit Joshua Kimmich über Führung sprechen würde. Dann geht es um das neue Exerzitienhaus in Altenberg – ein Ort, um Gott zu suchen.Im Evangelium warnt Jesus vor Selbstgerechtigkeit: Ein Pharisäer dankt Gott, dass er nicht so ist wie der "schlechte" Zöllner. Doch Jesus sagt: "Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt." Kristell Köhler erklärt, dass es nicht um falsche Demut geht, sondern darum, sich selbst und andere nicht abzuwerten.Hört rein, um zu verstehen, warum wahre Größe im Anerkennen der eigenen Unvollkommenheit liegt!Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Gleichnis: Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Lk 18,9-14)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Liebe – fragend leben" - Gespräch mit Kristell Köhler

    Play Episode Listen Later Mar 13, 2026 9:36


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Kristell Köhler über die Offenbarung des Johannes: Trotz aller Untergangsszenarien steckt darin eine große Hoffnung – dass Gott eines Tages mitten unter den Menschen sein wird. Diese Vision stärkt sie auch in ihrer Arbeit, die Kirche neu aufzustellen.Dann geht es um Frauen in der Kirche: Köhler plädiert nicht für Ämter, sondern für mehr weibliche Perspektiven – in Leitungsteams, Predigten und Seelsorge.Im Evangelium fragt ein Schriftgelehrter Jesus nach dem wichtigsten Gebot. Seine Antwort: "Liebe Gott und deinen Nächsten!" Köhler erklärt, dass beides zusammengehört – wenn wir den anderen fragen: "Was willst du, dass ich dir tue?"Hört rein, um zu verstehen, warum Nächstenliebe manchmal mit Zuhören beginnt!Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr und es gibt keinen anderen außer ihm und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen. (Mk 12,28b-34)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Entscheide dich – für Gott!" - Gespräch mit Kristell Köhler

    Play Episode Listen Later Mar 12, 2026 10:50


    Im Podcast "Blick in die Bibel" schwärmt Kristell Köhler vom Apostel Paulus: Er hatte Mut zur Schwäche, blieb aber klar in der Botschaft – genau das braucht die Kirche heute im Umbruch. Paulus würde wohl sagen: "Haltet euch an die Botschaft und vergesst die Menschen nicht!"Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium treibt Jesus einen Dämon aus. Doch statt Beifall gibt es Zweifel: "Tut er das mit Hilfe des Teufels?" Jesus kontert: "Ein gespaltenes Reich geht unter." Kristell Köhler erklärt: Jesus fordert uns auf, uns zu entscheiden – für Gott oder gegen ihn. Heute wären "Dämonen" vielleicht Egoismus oder Selbstzweifel.Hört rein, um zu verstehen, warum Jesus uns auffordert, klar Stellung zu beziehen!Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon ausgefahren war, da konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beélzebul, dem Herrscher der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich selbst gespalten ist, wird veröden und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan in sich selbst gespalten ist, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beélzebul austreibe. Wenn ich aber die Dämonen durch Beélzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Söhne sie aus? Deswegen werden sie eure Richter sein. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen.Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere seine ganze Rüstung, auf die er sich verlassen hat, und verteilt seine Beute. Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. (Lk 11,14-23)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Gottes Wille – mutig leben" - Gespräch mit Kristell Köhler

    Play Episode Listen Later Mar 11, 2026 9:06


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Kristell Köhler über die Kraft der Kirchenmusik: Sie verbindet Menschen, schafft Gemeinschaft – besonders für Kinder und Jugendliche – und öffnet Türen zu neuen Erfahrungen. Doch nicht nur Musik, auch die Jugend selbst steht im Fokus: Wie findet sie in der Kirche Heimat? Köhler betont, dass es auf das Zusammenspiel von Gemeinden, Verbänden und Jugendzentren ankommt.Im heutigen Bibeltext aus dem Matthäusevangelium geht es um Gesetze: Jesus sagt, er sei nicht gekommen, um sie abzuschaffen, sondern zu erfüllen. Köhler erklärt, dass es darum geht, Gottes Willen von menschlichen Auslegungen zu unterscheiden – manchmal bedeutet das, Regeln zu hinterfragen oder sogar zu brechen.Hört rein, um zu verstehen, warum Glauben manchmal bedeutet, mutig eigene Wege zu gehen!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. (Mt 5,17-19)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Vergebung ist grenzenlos" - Gespräch mit Kristell Köhler

    Play Episode Listen Later Mar 10, 2026 10:01


    Im Podcast "Blick in die Bibel" erzählt Kristell Köhler, wie sich die Kirche verändert hat: Früher war man fest an seine Heimatgemeinde gebunden, heute kann man sich freier bewegen – und das ist nicht immer schlecht. Sie berichtet auch, wie sie als Kind für ihren Ministrantinnen-Wunsch den Kirchort wechselte und warum sie Theologie studierte, obwohl sie anfangs keine klare Berufsvorstellung hatte.Im heutigen Bibeltext aus dem Matthäusevangelium geht es um Vergebung: Petrus fragt Jesus, wie oft man verzeihen soll – "siebzigmal siebenmal", antwortet Jesus. Kristell Köhler erklärt, dass es dabei nicht um Rechnerei geht, sondern um Barmherzigkeit, die größer ist als unsere Vorstellung von Gerechtigkeit.Hört rein, um zu verstehen, warum Vergebung manchmal bedeutet, über den eigenen Schatten zu springen!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld.Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war.Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe.Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt. (Mt 18,21-35)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Gott holt die Fernen näher" - Gespräch mit Kristell Köhler

    Play Episode Listen Later Mar 9, 2026 8:00


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO-Redakteur Jan Hendrik Stens mit Kristell Köhler vom Erzbistum Köln über ihren Job. Sie leitet im Erzbischöflichen Generalvikariat den Bereich Glaubensorte & Verkündigung. Im Gespräch erzählt sie, wie Büchereien, Chöre und Treffpunkte zu "Glaubensorten" werden – Orte, wo Glauben gelebt und weitergegeben wird.Dann geht es um Jesus in Nazareth: Warum er in seiner Heimat auf Ablehnung stößt, obwohl er Gutes tut. Köhler erklärt, wie Jesus mit seiner Botschaft provoziert – nicht aus Bosheit, sondern um zum Nachdenken anzuregen. Das Ende der Szene bleibt rätselhaft: Statt Gewalt geht Jesus einfach durch die Menge hindurch. Ein spannender Blick darauf, warum Propheten oft "zu Hause" nicht ernst genommen werden – und was das heute bedeutet.Hört rein, um zu verstehen, warum manchmal nur ein Blick von außen die Wahrheit zeigt!Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elíja, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elíja gesandt, nur zu einer Witwe in Sarépta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elíscha. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Náaman.Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg. (Lk 4,24-30)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Der Vater steht mit offenen Armen in der Tür" - Gespräch mit Pfarrer Lothar Anhalt

    Play Episode Listen Later Mar 7, 2026 11:23


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO-Moderator Matthias Peter mit Pfarrer Lothar Anhalt aus der Pfarrei St. Marien in Linz am Rhein.Anhalt gibt Einblick, wie Gebet im Alltag gelingen kann. Für ihn gehören feste Zeiten am Morgen und am Abend dazu, um den Tag Gott anzuvertrauen und ihn später noch einmal bewusst zu betrachten. Gerade kleine Rituale und kurze Gebete könnten helfen, auch dann ins Beten zu finden, wenn man damit noch wenig Erfahrung habe.Im Evangelium nach Lukas steht das Gleichnis vom verlorenen Sohn im Mittelpunkt. Der ältere Bruder spiegele die Haltung der Pharisäer wider, die sich schwer damit tun, dass auch Sünder wieder dazugehören sollen. Anhalt betont jedoch: Gott lasse den Menschen frei und verliere selbst den nicht aus dem Blick, der sich von ihm entfernt hat. Entscheidend sei die Freude über die Rückkehr.Für den Pfarrer ist das die eigentliche Botschaft des Evangeliums: Gott empfängt den Heimkehrenden ohne Vorwürfe und mit offenen Armen. Eine gute Nachricht, die auch heute Hoffnung macht – unbedingt reinhören!Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er begann Not zu leiden. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf. Der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen, aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid; er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die Füße; bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn dieser mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen ein Fest zu feiern. Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot übertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Gott wartet mit offenen Armen" - Gespräch mit Pfarrer Lothar Anhalt

    Play Episode Listen Later Mar 7, 2026 11:23


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Pfarrer Lothar Anhalt mit DOMRADIO-Host Mathias Peter über das Beten im Alltag. Er erzählt, wie ihm feste Zeiten am Morgen und Abend helfen, den Tag bewusst zu beginnen und abzugeben. Sein Tipp: klein anfangen, mit einem kurzen, festen Ritual. Danach geht es um das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus dem Lukasevangelium. Anhalt erklärt, warum Gott den Menschen Freiheit lässt und warum die Freude über einen Neuanfang im Mittelpunkt steht. Eine Folge, die Mut macht und zeigt, wie nah Gottes offene Arme wirklich sind – unbedingt reinhören!Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht! Da teilte der Vater das Vermögen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er begann Not zu leiden. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner! Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die Füße! Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein Fest zu feiern. Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot übertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. (Lk 15,1-3.11-32)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Spiegel für unser Herz"- Gespräch mit Pfarrer Lothar Anhalt

    Play Episode Listen Later Mar 6, 2026 10:24


    Im Podcast "Blick in die Bibel" erzählt Pfarrer Lothar Anhalt aus Linz am Rhein zuerst von seiner Kindheit: Großfamilie, Dorfleben, viel Betrieb im Elternhaus – und ein Glaube, der einfach dazugehörte. Heute in seiner Freizeit liebt Pfarrer Anhalt Blumen, er gestaltet den Pfarrgarten und ist gern mit dem Rad unterwegs. Dann geht es um ein Gleichnis aus dem Matthäus-Evangelium: Die darin beschriebenen Winzer verpassen ihre Chance. Anhalt sagt: Der Text ist kein Fingerzeig auf andere, sondern ein Spiegel für uns selbst. Wie offen sind wir für Gottes Reich? Eine persönliche und nachdenkliche Folge, die Lust macht, weiterzuhören.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seine Früchte holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, wieder einen anderen steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn umbringen, damit wir sein Erbe in Besitz nehmen. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt: Was wird er mit jenen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diese bösen Menschen vernichten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt. Als die Hohepriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach. Sie suchten ihn zu ergreifen; aber sie fürchteten die Menge, weil sie ihn für einen Propheten hielt. (Mt 21,33-43.45-46)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    "Reichtum rettet nicht“ - Gespräch mit Pfarrer Lothar Anhalt

    Play Episode Listen Later Mar 5, 2026 12:08


    Im Podcast "Blick in die Bibel“ spricht Mathias Peter mit Pfarrer Lothar Anhalt aus Linz am Rhein über den Alltag in der Kirche 2026. Seelsorge ist herausfordernder geworden. Viele Menschen kommen nur noch zu besonderen Momenten. Neue Gottesdienstformen wie die Sommerkirche im Pfarrgarten machen Mut, doch einfache Lösungen für leere Kirchen gibt es nicht. Im Evangelium nach Lukas-Evangelium erzählt Jesus vom reichen Mann und dem armen Lazarus. Pfarrer Anhalt betont: Problematisch ist nicht der Besitz, sondern fehlendes Mitgefühl. Am Ende zählt, was im Leben wirklich trägt. Eine ehrliche, nachdenkliche Folge, die Mut macht und zum Weiterhören einlädt.Aus dem Lukaevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lázarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und Lázarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lázarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, Lázarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest große Qual. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht. (Lk 16,19-31)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Groß ist, wer dient" - Gespräch mit Pfarrer Lothar Anhalt

    Play Episode Listen Later Mar 4, 2026 10:03


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Pfarrer Lothar Anhalt aus Linz am Rhein über seinen ungewöhnlichen Weg: erst Kaufmann, dann Kloster auf dem Michelsberg in Siegburg, schließlich Priester im Bistum Trier. Er erzählt offen, warum das Ordensleben nicht sein Weg war. Danach geht es um die Bibelstelle des Tages aus dem Matthäus-Evangelium: Die Jünger wollen Plätze der Macht, doch Jesus stellt alles auf den Kopf. Groß ist, wer dient. Anhalt erklärt: Machtstreben ist menschlich, aber Jesus zeigt eine andere Haltung – demütig, echt und nah bei den Menschen. Eine Folge, die Mut macht, den eigenen Blick auf Erfolg neu zu prüfen – unbedingt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit, als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er die zwölf Jünger beiseite und sagte unterwegs zu ihnen: Wir gehen nach Jerusalem hinauf; und der Menschensohn wird den Hohepriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden ausliefern, damit er verspottet, gegeißelt und gekreuzigt wird; und am dritten Tag wird er auferweckt werden. Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus, fiel vor ihm nieder und bat ihn um etwas. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen! Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Meinen Kelch werdet ihr trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es mein Vater bestimmt hat. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Großen ihre Vollmacht gegen sie gebrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. Wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. (Mt 20,17-28)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 

    "Glaubwürdig statt scheinheilig" - Gespräch mit Pfarrer Lothar Anhalt

    Play Episode Listen Later Mar 3, 2026 9:34


    Im Podcast "Blick in die Bibel“ spricht DOMRADIO-Moderator Mathias Peter mit Pfarrer Lothar Anhalt aus der Pfarrei St. Marien in Linz am Rhein. Anhalt erzählt, wie sich Kirche verändert hat: weniger Personal, mehr Verwaltung, viele Aufgaben – von Erstkommunion bis Beerdigungen. Seelsorge sei heute herausfordernd, aber wichtig. Im Evangelium nach Matthäusevangelium kritisiert Jesus Heuchelei und Machtdenken. "Der Größte soll euer Diener sein." Für Anhalt heißt das: echt bleiben, auf Augenhöhe leben, Glauben glaubwürdig vorleben. Eine klare Botschaft, die auch heute mitten ins Herz trifft – unbedingt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zum Volk und zu seinen Jüngern und sagte: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach ihren Taten; denn sie reden nur, tun es aber nicht. Sie schnüren schwere und unerträgliche Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, selber aber wollen sie keinen Finger rühren, um die Lasten zu bewegen. Alles, was sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, sie lieben den Ehrenplatz bei den Gastmählern und die Ehrensitze in den Synagogen und wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt und die Leute sie Rabbi – Meister – nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt 23,1-12)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Raus aus der Vergeltung" - Gespräch mit Pfarrer Lothar Anhalt

    Play Episode Listen Later Mar 2, 2026 8:38


    Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO-Host Mathias Peter mit Pfarrer Lothar Anhalt aus Linz am Rhein im Bistum Trier. Zuerst erzählt der Pfarrer von seiner Pfarrei zwischen Rhein und Westerwald. Dann erklärt er, wie er an Bibeltexte herangeht: erstmal lesen, im Alltag mitlaufen lassen, Fragen zulassen – auch wenn manches sperrig bleibt. Im Tagesevangelium aus dem Lukasevangelium ruft Jesus zur Barmherzigkeit auf: nicht richten, vergeben, aus der Spirale von Hass und Vergeltung aussteigen. Gott ist für ihn vor allem barmherzig – selbst wenn wir Fehler machen, sagt Pfarrer Anhalt.Eine Folge, die Mut macht, anders zu handeln – und die man unbedingt hören sollte.Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden. (Lk 6,36-38)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

    "Mehr Liebe geht nicht" - Gespräch mit Martin Kürble

    Play Episode Listen Later Feb 28, 2026 9:45


    Im Podcast „Blick in die Bibel“ spricht Host Mathias Peter mit dem Theologen Martin Kürble über seine Woche im DOMRADIO. Von Montag bis Samstag hat der Düsseldorfer Pastoralreferent das Evangelium vom Tag ausgelegt. Kürble erzählt in seiner letzten Folge, wie er Arbeit, Familie, Fußball im Borussia-Park und Konzerte verbindet – und wie ihm sein Glaube Kraft gibt. Dann geht es um das Evangelium nach Matthäus. Darin fordert Jesus: "Liebt eure Feinde.“ Für Kürble ist das die größte Herausforderung überhaupt. Doch nur so könne echter Frieden wachsen. Ein ehrliches, lebensnahes Gespräch, das Mut macht – unbedingt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist! (Mt 5,43-48)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

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