Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks - ist ein Bestandteil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Der Auslandsdienst bietet objektive Informationen über Polen und den polnischen Standpunkt zum Geschehen in diesem Teil Europas sowie in der Welt. Die Sendungen vermitteln ein Bild der polnischen Nation, ihrer Errungenschaften in Wissenschaft und Kultur.

Warum kehren manche Polen aus Deutschland in ihre Heimat zurück – und warum entscheiden sich andere dagegen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Repolonia“ der Universität Warschau. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen darin die Erfahrungen, Perspektiven und Pläne von Polen, die in Deutschland leben. Über die Hintergründe des Projekts sprechen wir später im Programm.

Professor Jan Claas Behrends kennt die Geschichte Osteuropas wie kaum ein anderer. Seit Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den deutsch-polnischen Beziehungen – und genau deshalb kommt er an dieser Frage nicht vorbei - die deutsche Wiedergutmachung. Wie blickt ein Historiker auf ein Thema, das bis heute Emotionen weckt und politisch aufgeladen ist?

Welche Auswirkungen können die Wahlerfolge der Linkspartei und der AfD auf die politische Kultur der Bundesrepublik haben? Und sollten die Polen vor einer erstarkten Alternative für Deutschland Angst haben?

Fünfunddreißig Jahre nach der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags besuchen Polen häufiger ihr Nachbarland als Deutsche und pflegen auch häufiger direkte Kontakte zu dessen Bürgern. Die Studie „Deutsch-Polnisches Barometer 2026“ zeigt, wie Deutsche und Polen das jeweilige Nachbarland wahrnehmen.

„Sergej, sag deinem Chef, es reicht“ – mit diesen Worten hat sich der polnische Außenminister Radosław Sikorski gestern im UN-Sicherheitsrat an den russischen Außenminister Sergej Lawrow gewandt. Lawrow hatte den Saal zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Sikorski forderte Russland erneut auf, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. In der heutigen Sendung kommen wir auf die gestrigen Auftritte der polnischen Führung bei den Vereinten Nationen zurück: auf die Rede von Außenminister Sikorski im Sicherheitsrat und auf die Rede von Präsident Karol Nawrocki vor der UN-Generalversammlung. Nawrocki warf Russland dabei unter anderem imperiale Ambitionen vor und betonte, Polen suche keine Konfrontation mit Moskau. Außerdem im Infoteil: Nach dem Brand einer Starlink-Bodenstation im masowischen Kreis Grójec sieht Vizepremier und Digitalminister Krzysztof Gawkowski Hinweise auf ein mögliches weiteres Element hybrider Kriegsführung. Die Station ist auch für Datenverbindungen in die Ukraine von Bedeutung. Mehr dazu gleich. UND: „Das Wichtigste ist der Mensch. W

Vor wenigen Tagen, am 17. September, jährte sich zum 87. Mal der sowjetische Einmarsch in Polen. Warum ist dieses Datum in Polen so präsent, in Deutschland aber weniger? Und was kann der historische Dialog zwischen beiden Ländern leisten? Darüber sprechen wir mit unserem Gast Stephan Lehnstaedt, Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien am Touro College Berlin. Außerdem geht es um den Schulbeginn: neue Regeln, Smartphones, Gesundheitserziehung und das Interesse an Deutsch.

Inwieweit hat sich die Perspektive deutscher und polnischer Osteuropaexperten auf Russland in den mehr als vier Jahren seit Beginn des Krieges verändert? Und sind die sogenannten Russlandversteher wieder im Anmarsch?

Der 17. September 1939 ist für Polen ein Schlüsseldatum des Zweiten Weltkriegs. An diesem Tag marschierte die Sowjetunion in Ostpolen ein – wenige Wochen nach dem deutschen Überfall auf Polen. In Deutschland ist dieses Datum dagegen weit weniger präsent. Warum unterscheiden sich die deutsche und die polnische Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg so stark? Welche Lücken gibt es in der deutschen Erinnerungskultur? Und was kann der historische Dialog zwischen beiden Ländern leisten? Darüber sprechen wir mit Stephan Lehnstaedt, Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien am Touro College Berlin.

Russland droht Polen im Kriegsfall mit der Zerstörung. Außenminister Radosław Sikorski weist die Drohung zurück und verweist auf das Kräfteverhältnis zwischen der NATO und Russland. Mehr dazu gleich. Heute jährt sich zum 87. Mal der sowjetische Angriff auf Polen. Wir erinnern an den 17. September 1939 und daran, wie es zur sowjetischen Invasion von Osten kam. Und wir sprechen mit einem ehemaligen CIA-Offizier über die Ziele Wladimir Putins, die weit über die Ukraine hinausreichen könnten, und über die Gefahr einer weiteren Eskalation.

Eine russische Drohne sorgt an der polnischen Ostseeküste für Aufsehen. Das unbemannte Fluggerät war am Montag aus der Ostsee geborgen worden. Inzwischen wurden sie unschädlich gemacht. Außerdem geht es um die schlesische Sprache: Sie soll künftig den Weg zum UNESCO-Kulturerbe einschlagen. Und wir berichten über Ingeborg Bachmann. Für viele Leser gilt sie als die bedeutendste deutschsprachige Autorin des 20. Jahrhunderts. Doch nur wenige wissen, dass ihre letzte Lesereise sie nach Polen führte.

Eine russische Drohne hat auf der Bahnstrecke Kyjiw–Warschau einen Personenzug getroffen, rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Verletzt wurde niemand, der polnische Luftraum blieb unverletzt. Warschau warnt dennoch vor einer neuen Stufe der Eskalation.

Wir erinnern zunächst an einen der bedeutendsten polnischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts: Stanisław Lem. Der Autor von „Solaris“ und „Die Sterntagebücher“ war nicht nur ein international gefeierter Science-Fiction-Schriftsteller, sondern auch ein scharfsinniger Beobachter der menschlichen Natur und ein visionärer Denker. Gestern jährte sich sein Geburtstag zum 105. Mal. Aus diesem Anlass holen wir eine besondere Rarität aus unserem Archiv: das Hörspiel „Der Planet des Todes“ nach Lems Roman „Astronauti“ aus dem Jahr 1955. Eine Reise zur Venus – und zugleich ein Blick in eine Zukunft, wie man sie sich damals vorstellte. Später geht es um einen Ort, an dem sich Religion, Geschichte und nationale Identität auf besondere Weise verbinden: Jasna Góra in Częstochowa. Die Schwarze Madonna ist für Millionen Menschen ein religiöses Heiligtum. Doch die Geschichte des Paulinerklosters ist auch eng mit den dramatischsten Momenten der polnischen Geschichte verbunden – vom schwedischen Angriff im 17. Jahrhundert bis zum Sieg über die Bolschewiki 1920. Warum wurde J

Im heutigen Infomagazin berichten wir über das Bahnunglück, das sich gestern an einem Bahnübergang in der Woiwodschaft Masowien ereignete. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler fuhr ein Lastwagen trotz roter Ampel auf die Gleise. Der Zug der Eisenbahngesellschaft PKP Intercity war auf dem Weg nach Szczecin, Stettin. Bei dem Zusammenstoß entgleisten die Lokomotive und die beiden ersten Waggons. Mehr über das Unglück hören Sie gleich in den Nachrichten. Wir erinnern außerdem an den polnisch-belarussischen Aktivisten und ehemaligen politischen Gefangenen Andrzej Poczobut, der nach seiner Freilassung nach Belarus zurückgekehrt ist und bringen ein Gespräch mit der Schriftstellerin und Kulturmanagerin Dorota Danielewicz. Die Autorin von „Auf der Suche nach der Seele Berlins“ erzählt über ihre Ankunft in Westberlin im Jahr 1981, die deutsche Teilung, die Ostalgie und die deutsch-polnischen Beziehungen.

Die Sonntagswahlen in Sachsen-Anhalt bleiben weiterhin ein aktuelles Thema – auch in Polen. Wird der Triumph der AfD langfristig auch Polens Sicherheit gefährden? Hat Ministerpräsident Donald Tusk recht, wenn er die Alternative für Deutschland als eine „offen prorussische und offen antipolnische“ Partei bezeichnet?

Fast 44 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt – ein Wahlergebnis, das die politische Landschaft in Deutschland erschüttert. Die Partei ist damit stärkste Kraft, die CDU liegt weit abgeschlagen dahinter. Und während die AfD ihren Erfolg feiert, sorgt das Ergebnis auch in Polen für Unruhe. Ministerpräsident Donald Tusk beschimpft diejenigen, die sich über den AfD-Sieg freuen, als „Idioten oder Verräter“.

Der Film „Vaterland“ erzählt von der Odyssee Thomas Manns und seiner Tochter Erika durch das zerbombte Nachkriegsdeutschland, zwischen amerikanischen und sowjetischen Besatzungszonen.

Die Bundesregierung hatte mitgeteilt, Russland sei für einen versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig im vergangenen Monat verantwortlich. Deutschland reagierte darauf mit der Schließung des Russischen Hauses in Berlin. Welche Funktion hatte diese Einrichtung tatsächlich?

Die Sicherheitslage in Deutschland nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen bleibt weiterhin ein hochaktuelles Thema. Überhaupt hat sich die Sicherheitslage in Europa seit einigen Monaten sehr verschlechtert. Sabotage und Terrorakte kommen immer häufiger vor. Auch in Polen. Letztens wurde eine Drohnenfabrik in Brand gesetzt. Premierminister Tusk spricht von Sabotage.

Der Vorwurf wiegt schwer: Russland soll hinter einem Vorfall am Flughafen Leipzig stehen. Dort war neben einem ukrainischen Transportflugzeug eine Drohne mit Sprengstoff gefunden worden. Die Bundesregierung spricht von einem hybriden Angriff auf Deutschland, die EU sieht darin Züge eines staatlich unterstützten Terrorismus. Russlands hybrider Krieg ist eines unserer Themen.

Heute, vor genau 87 Jahren, um 4.20 Uhr, fielen ohne Vorwarnung Bomben auf die zentralpolnische Stadt Wieluń. Eine weitere Welle von Bomben folgte. Der Angriff auf Wieluń und die Beschießung der Halbinsel Westerplatte gelten als Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Die polnische Romantik – sie liegt fast zwei Jahrhunderte zurück und wirkt doch bis heute nach. In Politik, Gesellschaft und im Umgang mit der eigenen Geschichte sind ihre Spuren noch deutlich sichtbar. Das neue „Jahrbuch Polen 2026“ des Deutschen Polen-Instituts widmet sich deshalb dem romantischen Erbe Polens und fragt, warum es bis heute so prägend ist.

Warschau fordert von der EU-Kommission ein Verfahren gegen Meta wegen betrügerischer Werbung auf Facebook und Instagram. Außerdem will Warschau eine Diskussion über die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine anstoßen.

Vor genau 35 Jahren wurde das Weimarer Dreieck gegründet – ein Format, das Polen, Deutschland und Frankreich zusammenbringen sollte. Damals ging es vor allem darum, Polen auf seinem Weg in die Europäische Union zu unterstützen. Heute, 35 Jahre später, stellt sich die Frage: Welche Bedeutung hat das Weimarer Dreieck noch – und was erwarten die Gesellschaften von dieser Zusammenarbeit?

Ein Bericht über die polnische Gesellschaft sorgt derzeit für Aufsehen – und teilweise auch für Spott. In dem Dokument steht unter anderem, dass 95 Prozent der jungen Polen fließend Englisch sprechen und viele von ihnen zusätzlich Deutsch, Französisch oder sogar Mandarin beherrschen. Doch das ist nicht der einzige fragwürdige Punkt: In dem Dokument finden sich auch geografische Fehler – etwa bei der Lage von Kattowitz – sowie falsche Angaben zur Zahl polnischer Nobelpreisträger. Wie konnte ein solcher Bericht entstehen?

Nach ukrainischen Drohnenangriffen fehlt an fast 80 Prozent der russischen Tankstellen Benzin der Sorte 95 – das melden russische Branchenportale. Mehr als 20 von 34 großen Raffinerien mussten ihre Produktion stoppen. Polen wiederum übernimmt bei einem gemeinsamen Rüstungseinkauf im europäischen SAFE-Programm die Führung: Für rund acht Milliarden Zloty bestellt Warschau tragbare Piorun-Flugabwehrsysteme, auch für Litauen, Lettland und Norwegen.

Artur Becker wurde in Bartoszyce in Masuren geboren und verließ Polen als Jugendlicher in Richtung Deutschland. Seitdem lebt und arbeitet der Schriftsteller in der Bundesrepublik. Ein Gespräch über seine Erfahrungen mit dem Leben zwischen Polen und Deutschland, über unterschiedliche Sichtweisen auf Geschichte, gegenseitige Stereotype und Missverständnisse. Außerdem dürfen die aktuellen Nachrichten und die Presseschau nicht fehlen.

Die Regierungskoalition muss sich mit immer neuen Imageproblemen auseinandersetzen. Nach dem Skandal in einem Warschauer Krankenhaus sind nun auch Unregelmäßigkeiten bei der Auszahlung von Hilfsgeldern für die Flutopfer von 2024 ans Licht gekommen.

Nach dem neuesten russischen Großangriff ändert das Regierungszentrum für Sicherheit sein Warnsystem für Grenzregionen. In Kroatien wurde ein Ukrainer festgenommen, dessen Auslieferung nach Deutschland ein polnisches Gericht vor einem Jahr abgelehnt hatte – es geht um die Sprengung der Nord-Stream-Leitungen. Und: Wie tief reicht Pekings Blick nach Polen, über Windparks und Solaranlagen dicht an der russischen Grenze?

„Wir müssen auf das Schlimmste vorbereitet sein“, warnt Polens Innenminister. Seiner Meinung nach könnte Russland noch in diesem Herbst eine Provokation gegen ein NATO-Land starten. Doch ist Russland wirklich darauf vorbereitet? Und wie könnte eine solche Provokation aussehen?

Polen galt lange als der wirtschaftliche Nachzügler Europas – als Land, das vor allem durch niedrige Löhne und günstige Produktionsbedingungen attraktiv war und dessen Menschen auf der Suche nach besseren Chancen nach Westen gingen. Heute verändert sich dieses Bild grundlegend.

Eine Mehrheit der Polen unterstützt die Abschiebung ukrainischer Männer im wehrpflichtigen Alter, wenn sie in Polen keiner legalen Beschäftigung nachgehen. Die Beziehungen zur Ukraine dürften damit zu einem wichtigen Thema des bevorstehenden Wahlkampfs werden. Gibt es bereits Anzeichen für eine negative Stimmungsmache gegen Ukrainer?

Heute erinnern wir an einen der berühmtesten und teuersten Tenöre des 20. Jahrhunderts: Jan Kiepura. Er stammt aus dem schlesischen Städtchen Sosnowiec und machte eine steile und kontinuierliche Karriere an den führenden Opernhäusern Europas und den USA. Er und seine Frau Marta Eggerth galten als Traumpaar von Bühne und Film der 30er Jahre. Da beide jüdischer Herkunft waren, emigrierten sie in die USA, und Jan Kiepura erwarb später die britische Staatsbürgerschaft. 1943 verabschiedete sich Kiepura von der Opernbühne und widmete sich fortan nur noch der Operette und dem Film.

Er war absoluter Weltstar. Der polnische Tenor Jan Kiepura- der wohl bekannteste und erfolgreichste Sänger der Vorkriegszeit in Europa. Er und seine Frau Marta Eggerth galten als Traumpaar von Bühne und Film der 30er Jahre. Kiepuras steile Weltkariere ist eines unserer Themen. Außerdem sprechen wir mit der Frauenrechtaktivistin Sarah Diel über ein in Polen weiterhin sehr umstrittenes Thema: Abtreibung.

Fast 19 Millionen Menschen in Polen könnten von einem massiven Datenleck betroffen sein. Nach einem Cyberangriff auf das Unternehmen MyDr könnten persönliche Daten von Patienten in die Hände der Angreifer gelangt sein. Die Behörden untersuchen den Vorfall. Was ist über den Cyberangriff bekannt? Welche Daten könnten betroffen sein – und was können Bürger jetzt tun?

Das Verhältnis zu den Ukrainern hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen – sei es verbal, aber auch körperlich. Doch wie konnte es dazu kommen – und gibt es einen Ausweg aus dieser schwierigen Situation?

Kürzlich haben wir ein Interview mit der Leiterin des Pilecki-Instituts in Berlin über Heinz Reinefarth ausgestrahlt. Der SS-General war für die Ermordung von mehr als 60.000 Polen im Warschauer Stadtteil Wola verantwortlich. Nach dem Krieg machte er auf der Insel Sylt eine politische Karriere und bekleidete dort ein wichtiges Amt. Das Interview hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Unter dem Beitrag entwickelte sich eine intensive Debatte, in der teilweise sogar die deutsche Verantwortung für die Verbrechen infrage gestellt wurde. Was steckt dahinter? Dazu gleich mehr.

Zwei Themen stehen heute auf dem Programm. Es geht um die Verfolgung der Täter aus der Zeit der deutschen Besatzung. Am Fall Heinz Reinefarth sprechen wir darüber, wie glaubwürdig die Aufarbeitung auf deutscher Seite war. Außerdem geht es um ein Projekt, das seit über 30 Jahren besteht, aber schon bald für immer zu Ende gehen könnte.

In den ersten Augusttagen, kurz nach dem Ausbruch des Warschauer Aufstands 1944, ermordeten die deutschen Besatzer innerhalb weniger Tage schätzungsweise 15.000 bis 60.000 Zivilisten.

Vor 82 Jahren erhoben sich die Soldaten der Polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzer. 63 Tage lang kämpften sie um die Freiheit Warschaus – in der Hoffnung, dass die Rote Armee der eingeschlossenen Stadt zu Hilfe kommen würde. Doch diese Hilfe blieb aus.

Heute vor genau einem Jahr wurde Karol Nawrocki als Präsident der Republik Polen vereidigt. Ein Jahr später fällt die Bilanz seiner Amtszeit in der Bevölkerung mehrheitlich positiv aus. Laut einer Umfrage im Auftrag des Nachrichtenportals Wirtualna Polska bewerten 56 Prozent der Befragten seine bisherige Präsidentschaft positiv, rund 40 Prozent äußern sich kritisch.

Der Warschauer Aufstand war die größte bewaffnete Erhebung einer Untergrundarmee im von Deutschland besetzten Europa. Anlässlich des 82. Jahrestags seines Ausbruchs erinnerte auch das Pilecki-Institut in Berlin mit einer Gedenkveranstaltung an den heldenhaften Kampf.

Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski ist bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes für seinen Spielfilm „Fatherland“ („Ojczyzna“) mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet worden. Das Drama erzählt, inspiriert vom Leben des deutschen Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, von dessen Rückkehr in das zerstörte Nachkriegsdeutschland. Die Hauptrolle spielt Hanns Zischler. „Es ist ein Film darüber, wie man einem Fremden begegnet“, sagt unser heutiger Gast Hanns Zischler, der im Film Thomas Mann verkörpert.