Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks - ist ein Bestandteil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Der Auslandsdienst bietet objektive Informationen über Polen und den polnischen Standpunkt zum Geschehen in diesem Teil Europas sowie in der Welt. Die Sendungen vermitteln ein Bild der polnischen Nation, ihrer Errungenschaften in Wissenschaft und Kultur.

Nach Tagen voller widersprüchlicher Signale rund um die US-Truppen in Polen versichert das Pentagon: Es handelt sich nur um eine Verzögerung, von einem Abzug könne keine Rede sein. Zwei polnische Vize-Minister reisen kurzfristig nach Washington, um Antworten zu verlangen. Der polnische Geheimdienst ABW nimmt drei mutmaßliche Spione Russlands fest. Und Osteuropa gewinnt als Reiseziel weiter an Beliebtheit – mit kräftigen Zuwächsen für Gdańsk und Krakau. Im Magazin nehmen wir Sie mit nach Wien: Der kleine Verlag Polente bringt seit Ende 2024 polnische Spannungsliteratur ins Deutsche – von Zygmunt Miłoszewski bis Magdalena Parys. Verleger Markus Schnabel erklärt, warum Streamingdienste gezielt nach Stoffen aus Polen suchen und was den polnischen Krimi so besonders macht. Außerdem in unserer Archivreihe: ein Gespräch aus dem Jahr 1988 mit dem CDU-Politiker Volker Rühe über die Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen – im Jahr des 35. Jubiläums des Nachbarschaftsvertrags.

Die Entscheidung des Pentagon, die Rotation amerikanischer Truppen nach Polen auszusetzen, dominiert die polnischen Medien. Wie verlässlich ist Amerika noch als Verbündeter? Wer trägt die politische Verantwortung in Warschau? Ist der Ball noch im Spiel? Und welche Optionen hat Warschau jetzt? Außerdem besucht der neue ungarische Premierminister Peter Magyar Polen. Es ist Magyars erste Auslansreise – kein Wunder, dass Experten von einer „neuen Ära“ sprechen.

Nach 35 Jahren seit der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags und angesichts der zunehmend instabilen geopolitischen Lage wäre es an der Zeit, das Verhältnis zwischen Warschau und Berlin neu zu denken. Welche Bedeutung hatte die Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrags im Jahr 1991 in Bonn für die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern? Wie haben sich beide Staaten und Gesellschaften seitdem entwickelt, und inwieweit hat diese Entwicklung die bilateralen Beziehungen beeinflusst? Wie wichtig sind effektive Kontakte zwischen Warschau und Berlin für die Europäische Union in Zeiten globaler Spannungen? Unter anderem darüber sprechen wir in der heutigen Sendung. Unser Gast ist Prof. Waldemar Czachur, Germanist an der Universität Warschau und stellvertretender Direktor der Staatlichen Hochschule für Öffentliche Verwaltung (KSAP).

Nach 35 Jahren seit der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags und angesichts der zunehmend instabilen geopolitischen Lage wäre es an der Zeit, das Verhältnis zwischen Warschau und Berlin neu zu denken. Welche Bedeutung hatte die Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrags im Jahr 1991 in Bonn für die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern? Wie haben sich beide Staaten und Gesellschaften seitdem entwickelt, und inwieweit hat diese Entwicklung die bilateralen Beziehungen beeinflusst? Wie wichtig sind effektive Kontakte zwischen Warschau und Berlin für die Europäische Union in Zeiten globaler Spannungen? Unter anderem darüber sprechen wir in der heutigen Sendung. Unser Gast ist Prof. Waldemar Czachur, Germanist an der Universität Warschau und stellvertretender Direktor der Staatlichen Hochschule für Öffentliche Verwaltung (KSAP).

1991 unterschrieben Deutschland und Polen den Nachbarschaftsvertrag. Die Oder-Neiße ist die anerkantn worden. Die beiden Länder versprachen sich eine friedliche und enge Zusammenarbeit. Heute wirkt das Verhältnis zwiespältig. Warum Deutschland und Polen nach 35 Jahren noch immer Nachbarn mit Hindernissen sind ist eines unserer Themen. Außerdem bringen wir die dritte Folge unserer neuen Sendereihe über den jungen Frederic Chopin.

Was bedeutet im Grunde genommen liberale Demokratie? Worin unterscheidet sie sich von einer Demokratie ohne Adjektiv? Und steckt das demokratische System in einer Krise? Diese und weitere Fragen beantwortet der Politikwissenschaftler Philip Manow.

Die NATO-Ostflanke berät heute im B9-Format mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj, NATO-Generalsekretär Rutte und nordischen Partnern über Sicherheit und weitere Unterstützung für die Ukraine. Die EU stoppt ab September bestimmte Fleischimporte aus Brasilien. Und: Verlernen junge Leser den Sinn für Ironie? Im Magazinteil sprechen wir mit dem in Polen tätigen Unternehmensberater Leo Mausbach über das Mercosur-Abkommen: Polen will den Deal vor dem höchsten EU-Gericht anfechten, Berlin sieht darin dagegen vor allem eine Chance für die eigene exportorientierte Industrie. Woraus resultiert diese unterschiedliche Bewertung beiderseits der Oder? Und im Rahmen unserer Archiv-Reihe zeichnen wir den Lebensweg des letzten Anführers des Januaraufstands von 1863 nach: Romuald Traugutt. Ein Archivbeitrag aus dem Jahr 1963, entstanden zum 100. Jahrestag des Aufstands.

Die Flucht des ehemaligen Justizministers Zbigniew Ziobro in die USA beherrscht weiterhin die Schlagzeilen. Wie ist Ziobro überhaupt aus dem Schengen-Raum verschwunden? Wer profitiert politisch von seiner Flucht – und wer wird beschädigt? UND: Vor 15 Jahren öffnete Deutschland seine Grenzen für die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Wir ziehen eine Bilanz.

Seit genau einem Jahr liegt vor dem Bundestag ein Findling, der an die polnischen Opfer des Dritten Reiches erinnert. Doch der Stein soll nur ein Anfang sein: Er gilt als Platzhalter für ein dauerhaftes Denkmal. Wie geht es nun weiter und welche Visionen setzen sich durch? Darüber sprechen wir mit den Initiatoren des Denkmals, Leo Mausbach und Peter Oliver Loew.

Polen und Deutschland feiern bald den 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Aus diesem Anlass werfen wir einen Blick auf die deutsch-polnischen Beziehungen aus verschiedenen Perspektiven. Darüber haben wir bereits mit dem deutschen Botschafter in Polen, Miguel Berger, gesprochen. Heute hören Sie ein Gespräch zum selben Thema mit einer polnischen Expertin. Warum ist sie nicht so optimistisch? Und danach? Danach senden wir zwei Folgen unserer neuen Reihe über Fryderyk Chopin und die Orte seines Lebens in Warschau. Wir beginnen im Sächsischer Garten – dort, wo der junge Chopin als Kind Zeit mit seiner Familie und Freunden verbringt. Danach besuchen wir den Kazimierzowski-Palast, den Sitz des Warschauer Lyzeums, in dem die Familie Chopin lebt und sein Vater unterrichtet. Wer war Chopin, bevor er zur Legende wurde?

Deutschland will die bestehenden Grenzkontrollen vorerst beibehalten. An den Grenzen zu allen neun Nachbarstaaten – auch zu Polen – ist daher weiterhin mit Verzögerungen zu rechnen. Europatag unter Grenzkontrollen? US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt angekündigt, die Zahl der in Deutschland stationierten US-Soldaten zu reduzieren. Könnte Polen diese Truppen aufnehmen? Polens Präsident Karol Nawrocki hat am Nationalfeiertag, dem 3. Mai, eine grundlegende Verfassungsreform gefordert. Wie realistisch sind seine Pläne? Die Ereignisse der vergangenen Tage kommentiert Małgorzata Kopka-Piątek vom Institut für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau.

Polen unterzeichnet als erstes EU-Land den SAFE-Kreditvertrag. Die von Russland angekündigte Waffenruhe zum 9. Mai hält nach ukrainischen Angaben nicht, Selenskyj rät von einer Teilnahme an der Siegesparade in Moskau ab. Und: Warum sieht der Sicherheitsexperte Edward Lucas die Ukraine im Krieg gegen Russland weiterhin im Vorteil? Mehr zu diesen Themen heute im Infoteil. Außerdem in der zweiten Folge unserer Chopin-Reihe: Warschau, Anfang des 19. Jahrhunderts. Ein Land ohne Staat, eine Stadt unter russischer Herrschaft – und ein Genie, das hier aufwächst. Kamila Lutostańska nimmt uns mit in den Kazimierzowski-Palast, den damaligen Sitz des Warschauer Lyzeums. Hier unterrichtet Chopins Vater Mikołaj, hier wohnt die Familie, hier knüpft Fryderyk Freundschaften, die ein Leben lang halten werden.

Polens Premier Donald Tusk ist heute erstmals zu Gast bei Papst Leo dem Vierzehnten — im Mittelpunkt stehen die Ukraine, der Nahe Osten und Afrika. Knapp 44 Milliarden Euro Kredit nimmt Polen für die Aufrüstung im Rahmen des EU-Programms SAFE auf — kauft die Regierung damit eine Katze im Sack, fragt das Online-Portal biznesalert. Und: Was die Flucht eines früheren russischen Vizeministers in die USA über die Stimmung in den russischen Eliten verrät. Im zweiten Teil unseres Gesprächs zum 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags spricht Dr. Marzenna Guz-Vetter von Visegrad Insight über das geplante Verteidigungsabkommen, wie die Kooperation im Sicherheitsbereich mit der ausbleibenden humanitären Geste zusammenhängt und darüber, was sie sich für das nächste runde Jubiläum des Nachbarschaftsvertrags wünschen würde.

Die Ukraine wirft Russland vor, die von Kiew ausgerufene Waffenruhe unmittelbar nach ihrem Inkrafttreten verletzt zu haben. Gleichzeitig kündigt Polen einen weiteren Ausbau seiner Streitkräfte an. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte, Polen wolle bis 2030 über die stärkste Armee Europas verfügen. Mehr dazu in den Nachrichten. Außerdem berichten wir darüber, dass russische Dienste verstärkt auf Sabotageakte in Polen setzen, und wir schauen auf die Debatte über mögliche Änderungen der polnischen Verfassung. Die Einzelheiten dazu im Infoteil. Und außerdem: Das Jahr 2026 wurde zum Jahr des polnischen Dichters und Dramatikers Stanisław Grochowiak erklärt. Einer der prägenden Autoren der Nachkriegszeit steht heute im Mittelpunkt unseres Kulturbeitrags. Und aus unserem Archiv: Eine Aufnahme aus dem Jahr 1954 mit dem Schriftsteller und DDR-Diplomaten Franz Carl Weiskopf. Seine Eindrücke aus Polen spiegeln die Sprache und Sichtweise der frühen Nachkriegsjahre im Ostblock wi

27 Grad in Warschau – und das ist wohl erst der Anfang. Wie heiß es im Juli noch wird, lässt sich kaum abschätzen. Nicht nur wettertechnisch steht uns ein heißer Sommer bevor – auch politisch. Denn am 17. Juni jährt sich der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag zum 35. Mal. Ein Anlass, der Fragen aufwirft: Wo stehen die Beziehungen heute? Und wohin entwickeln sie sich? Der deutsche Botschafter in Warschau, Miguel Berger, der kürzlich bei uns zu Gast war, sprach von einem Neuanfang und neuen Impulsen. Doch nicht alle teilen diesen Optimismus. Unsere heutige Gesprächspartnerin sieht das differenzierter. Sie kennt die deutsch-polnische Grenzregion gut und beobachtet die Entwicklungen seit Jahren sehr genau. Marzenna Guz-Vetter ist heute bei uns im Studio – und wir wollen mit ihr darüber sprechen, ob das Verhältnis zwischen Deutschland und Polen nach 35 Jahren tatsächlich noch in Bewegung?

US-Präsident Donald Trump plant, deutlich mehr als 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Ein Teil von ihnen könnte möglicherweise nach Polen verlegt werden. Doch wie ist dieser Schritt zu erklären – gerade jetzt, wo Deutschland seine Verteidigungsausgaben spürbar erhöht hat und sich auch im Iran-Konflikt kooperativ zeigt, etwa bei Überflugrechten? Warum also dieser Kurs aus Washington? Darüber sprechen wir gleich. Und: Wir werfen einen Blick in die Geschichte. Zu Gast ist der Historiker und Autor Hubertus Knabe. In seinem neuen Buch beschreibt er das Vorgehen sowjetischer Truppen in den östlichen Gebieten Deutschlands – ein Kapitel, das bis heute nachwirkt.

Heute feiert Polen den Verfassungstag. Vor genau 235 Jahren verabschiedete das polnische Parlament im Warschauer Königsschloss die erste Verfassung Polens. Die Verfassung vom 3. Mai 1791 gilt als die erste moderne Verfassung Europas im Sinne der Aufklärung – und weltweit als die zweite überhaupt, nach der Verfassung der Vereinigten Staaten. Doch die im Dokument vorgesehenen Neuerungen – darunter religiöse Toleranz und die Gewaltenteilung – stießen bei den Nachbarstaaten auf Misstrauen. Vor dem Hintergrund der Französischen Revolution sahen Russland, Österreich und Preußen in den polnischen Reformen eine Bedrohung für den europäischen Status quo. Bis heute wirft diese Geschichte grundlegende Fragen auf: Sind Tradition, Geschichte und Glaube eine Last auf dem Weg in die Moderne? Wo verläuft die Grenze zwischen Patriotismus und Nationalismus? Eine Debatte, die Polen bis heute immer wieder bewegt. Darüber sprechen Joachim Ciecierski und Janusz Tycner.

In knapp sieben Wochen unterzeichnen Deutschland und Polen ein neues Verteidigungsabkommen — voraussichtlich am 17. Juni, dem Jahrestag des Nachbarschaftsvertrags von 1991. Ein Vertrag, der vor 35 Jahren unter ganz anderen Vorzeichen entstand: nach dem Ende des Kalten Krieges, vor dem EU-Beitritt Polens, vor allem, was heute die geopolitische Lage prägt. Was ist in diesem Kontext vom deutsch-polnischen Sicherheitsabkommen zu erwarten? Wie laufen die Vorbereitungen? Und: Wie stehen die Chancen auf einen Durchbruch bei der Frage der humanitären Geste für die etwa 50.000 noch lebenden Opfer der deutschen Besatzung? Ein Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Warschau, Miguel Berger.

Polen feiert Anfang Mai gleich drei wichtige Tage hintereinander: den Tag der Arbeit, den Tag der Flagge und den Verfassungstag. Für viele ist das die Gelegenheit für ein verlängertes Maiwochenende – doch diese Tage stehen vor allem für Geschichte, Identität und nationale Tradition. Am 1. Mai erinnert der „Tag der Arbeit“ an die Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Es folgt der „Tag der Flagge“ am 2. Mai – ganz im Zeichen der weiß-roten Nationalfarben. Den Höhepunkt bildet der 3. Mai: der Verfassungstag, einer der wichtigsten Feiertage des Landes, der an die Verfassung von 1791 erinnert – die erste moderne in Europa. Für uns ist das der perfekte Moment, eine neue Sendereihe zu starten. Wir nehmen Sie mit ins 19. Jahrhundert nach Warschau: in eine Stadt ohne eigenen Staat, unter russischer Herrschaft. Hier wächst ein Junge auf, der später zur Legende wird – Fryderyk Chopin. Wer war Chopin, bevor ihn die Welt kannte? Und was ist von ihm geblieben?

Polen begeht Anfang Mai gleich drei Feiertage hintereinander: den Tag der Arbeit, den Tag der Flagge und den Verfassungstag. Für viele bedeutet das ein verlängertes Maiwochenende. Mehr dazu gleich im Infomagazin. Außerdem in der Sendung: Ein neuer Blick auf die deutsch-polnischen Beziehungen – jenseits der politischen Schlagzeilen. Eine aktuelle Studie aus Polen zeigt, wie die Bevölkerung wirklich über Deutschland denkt – und warum dieses Bild oft widersprüchlich ist. Darüber sprechen wir heute mit der Mitautorin der Studie, Dr. Ryszarda Formuszewicz vom Westinstitut in Poznań.

Das polnische Parlament hat das Jahr 2026 zum „Jahr der Gesundheitsvorsorge“ erklärt. Aus diesem Anlass blicken wir in einer neuen Serie auf die Gesundheit der Polen und die Vorsorgemöglichkeiten im Land. Außerdem berichten wir über den polnischen Aktivisten Andrzej Poczobut, der nach drei Jahren im belarussischen Gefängnis gestern freigelassen wurde. Wir unternehmen auch eine Zeitreise ins Jahr 1957, als der polnische Rundfunk vom westdeutschen Regisseur Boleslaw Barlog besucht wurde.

Premier Donald Tusk zweifelt öffentlich an der Verlässlichkeit der NATO-Beistandsgarantie — das Präsidialamt fordert nun einen Geheimdienstbericht und spricht von einer Schwächung Polens. Brüssel bereitet Sanktionen gegen mehr als 20 Personen und Organisationen vor, die an der Verschleppung und Indoktrination ukrainischer Kinder beteiligt sein sollen. Außerdem: Warum lassen sich Polen leichter für spontane Spendenaktionen gewinnen als für eine progressive Besteuerung? Und: Jakub Kukla spricht mit dem Historiker und Politikwissenschaftler Dr. Johannes von Thadden über das Polenbild in deutschen Holocaust-Debatten, über die Grenzen des Begriffs „Wiedergutmachung" — und über die Frage, was es eigentlich heißt, einander noch etwas schuldig zu sein.

Ein polnischer YouTuber sorgt derzeit für Schlagzeilen: Innerhalb weniger Tage sammelt er rund 60 Millionen Euro für krebskranke Kinder – eine beispiellose Hilfsaktion, die Millionen Menschen bewegt. Doch die Welle der Solidarität bringt auch gesellschaftspolitische Debatten mit sich. Außerdem schauen wir auf ein Thema, das in Polen zunehmend für Diskussionen sorgt: Immer mehr Ausländer kaufen Wohnungen – was bedeutet das für den Immobilienmarkt und die Einheimischen? Und: Wir sprechen mit dem deutschen Historiker Stephan Stach über kontroverse Fragen der Geschichte und darüber, warum sie bis heute so emotional diskutiert werden.

Im heutigen Magazin laden wir Sie zuerst nach Wien ein - dort beginnen morgen die Polnischen Tage. Später sprechen wir über polnische Literatur: Warum sind polnische Autorinnen und Lyriker in Deutschland kaum bekannt? Sind polnische Gedichte wirklich so schwer zu verstehen? Und wer sind die Menschen hinter den Texten, die in polnischen Schulen zur Pflichtlektüre gehören? Außerdem stellen wir Ihnen ein Buch vor: „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“ - und sprechen mit seiner Autorin.

Nach 16 Jahren wurde Viktor Orbán abgewählt. Die Gestaltung der europäischen Russlandpolitik könnte daher leichter fallen. Oder etwa nicht? Soeben hat die Partei des moskaufreundlichen Rumen Radev die Parlamentswahl in Bulgarien gewonnen. Vielleicht wird es also doch nicht so einfach sein, eine härtere Politik gegen Putin zu führen. Außerdem wird die innenpolitische Lage in Polen immer dynamischer. Die Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit ist erneut in Turbulenzen geraten. Das freut den Regierungschef Tusk. Ob er aber wirklich einen Grund zum Jubeln hat? Unter anderem diese Themen erörtern wir in der heutigen Sendung. Unser Gast ist die Politikwissenschaftlerin und stellvertretende Direktorin des Deutschen Polen-Instituts, Dr. Agnieszka Łada-Konefał.

Premierminister Donald Tusk hat in einem Interview mit der „Financial Times“ offene Zweifel an der Zuverlässigkeit der NATO geäußert. Haben wir es mit einer kopernikanischen Wende in Polens Sicherheitspolitik zu tun – oder mit einer gefährlichen Untergrabung des transatlantischen Bündnisses? Weniger politisch wird es bald in Wien zugehen, denn dort beginnen in Kürze die Polnischen Tage. Außerdem sprechen wir mit Professor Theodor Kanitzer, der sich seit über 50 Jahren für die österreichisch-polnische Freundschaft einsetzt.

Die EU billigt heute Abend auf Zypern einen 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine. In Warschau wächst die Sorge um US-Patriot-Lieferungen – der hohe Munitionsverbrauch Washingtons im Krieg gegen den Iran könnte sie verzögern. Und: Ein massenhafter Wegzug ukrainischer Arbeitskräfte könnte Polens Wirtschaft erheblich belasten. Dazu in der Presseschau: eine Debatte über Smartphone-Nutzung, die weit über die Schulen hinausreicht, und wachsender Druck in der Zondacrypto-Affäre. Im Magazin nehmen wir den Welttag des Buches zum Anlass für eine Reise durch die polnische Literatur: Josephine Schwark spricht mit Matthias Kneip vom Deutschen Polen-Institut Darmstadt über Różewicz, Tokarczuk, Mickiewicz – und darüber, warum polnische Klassiker in Deutschland oft unentdeckt bleiben. Anschließend porträtiert Arkadiusz Łuba Tadeusz Różewicz als Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland – im Zentrum: die Berliner Regisseurin Janina Szarek.

Nach monatelanger Blockade durch Ungarn steht die Freigabe eines milliardenschweren EU-Kredits für die Ukraine offenbar kurz bevor. Und: Polen kehrt in die europäische „Panzerliga“ zurück. Mehr dazu gleich im Infoteil. Am 22. April 1945, vor genau 81 Jahren, erreichten polnische und sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin und befreiten die verbliebenen Häftlinge. Unter den Inhaftierten stellten Polinnen und Polen die größte Gruppe. Viele von ihnen gehörten zur intellektuellen Elite des Landes – darunter Universitätsprofessoren, Geistliche und Offiziere. Das Thema greifen wir im Gespräch mit dem Historiker Prof. Axel Drecoll auf. Und in unserer Reihe „Aus dem Archiv der deutschen Redaktion“ senden wir den zweiten Teil einer Sendung aus dem Jahr 1961 über polnische Volksinstrumente. Beim letzten Mal ging es um den Dudelsack – ein Instrument, das man eher mit Schottland verbindet. Heute stehen die gęśle im Mittelpunkt – ein Instrument, das man auf Deutsch

Tusk und Macron demonstrieren in Danzig europäische Geschlossenheit und sprechen von Beziehungen auf historischem Niveau. In Brüssel beraten die EU-Außenminister über ein 20. Sanktionspaket gegen Russland, während Warschau einen Überflugantrag für Robert Ficos Moskau-Reise am 9. Mai prüft. Innerhalb der Partei Recht und Gerechtigkeit ist der Streit zwischen Kaczyński und Morawiecki vorerst beigelegt — doch Beobachter zweifeln am innerparteilichen Frieden. Im Magazin begrüßen wir den Historiker Rainer Zitelmann. Er hat Hitlers Reden und interne Aufzeichnungen systematisch ausgewertet und meint: Hitler verstand sich weder als links noch als rechts, sein Nationaler Sozialismus war klar antikapitalistisch — und mit zunehmendem Alter bewunderte er sogar die sowjetische Planwirtschaft. Zitelmanns Buch „Sozialismus in Uniform" ist jetzt auf Polnisch erschienen. Mit dem Autor sprach Wojciech Osiński.

Während ihr Vater als Mitglied der polnischen Untergrundarmee im Gulag ums Überleben kämpfte, ringt Kaśka Bryła Jahrzehnte später mit Krankheit, Einsamkeit und der Suche nach einem selbstbestimmten Leben. Kraft geben ihr dabei die Erinnerungen an den Vater – und ein kleines Krähenbaby, um das sie sich kümmert. Über dieses außergewöhnliche Buch und die Verbindung zwischen persönlicher Geschichte und Gegenwart sprechen wir in unserem Podcast.

Am 19. April jährt sich der Aufstand im Warschauer Ghetto – ein Symbol für Mut und Widerstand unter aussichtslosen Bedingungen. Wir sind heute in Warschau, im Stadtteil Muranów – an einem Ort, der lange Zeit einfach ein Wohnviertel war und doch eine der größten Tragödien der europäischen Geschichte in sich trägt – als Teil der Geschichte dieser Stadt. In dieser Sendung gehen wir diesen Spuren nach: Es geht nicht nur um den Aufstand selbst, sondern um das Leben der Jüdinnen und Juden in Polen vor dem Krieg, um den Alltag im Ghetto – und um den Moment, in dem aus Verzweiflung Widerstand wurde. Gemeinsam mit Anita Borkowska - Museumsführerin des Museums POLIN begeben wir uns auf einen Rundgang durch die Geschichte – von Jahrhunderten jüdischen Lebens in Polen bis zu den Ereignissen des Jahres 1943.

Steht die Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit vor dem Zerfall? Oder versucht die Gruppierung eine breitere Wählerschaft anzusprechen? Die Gründung des Vereins „Rozwój Plus“ durch den ehemaligen Premierminister Mateusz Morawiecki hat in der Führung der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) erhebliche Unruhe ausgelöst. Wird es zu einem Zerfall der Partei kommen? Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán bekam im Wahlkampf Unterstützung aus der Slowakei und Tschechien. Auch die PiS-Partei in Polen hoffte auf seinen Sieg. Es ist jedoch anders gekommen. Wird diese Unterstützung einen Imageschaden hinterlassen? Unter anderem über diese Themen sprechen wir mit der Journalistin Aleksandra Rybińska.

Frankreichs Präsident Macron reist am Montag nach Gdańsk. Im Gepäck: Atomkraft, Rüstung und ein neues Kapitel französisch-polnischer Sicherheitspolitik. Polen sitzt in Washington erstmals als Vollmitglied am Tisch der G20-Finanzminister. Und: Ex-Premier Morawiecki bereitet der PiS-Führung mit einer Vereinsgründung Kopfzerbrechen. Im Magazin nehmen wir Sie mit nach Ermland und Masuren und werfen einen genaueren Blick auf die Literatur einer Region, die bis 1945 zu Ostpreußen gehörte und bis heute als verlorenes Paradies nachwirkt. Arkadiusz Łuba trifft die Literaturwissenschaftlerin Magdalena Sacha, die Wiechert, Kirst und Lenz analysiert hat, sowie den Literaturprofessor Zbigniew Chojnowski. Und: Schon im 15. Jahrhundert stand der polnische König im Parlament – nicht davor. Was den polnischen Parlamentarismus in Europa einzigartig machte, erfahren Sie in einer Archivsendung aus dem Jahr 1962.

Nach dem Wahlsieg von Péter Magyar erwartet Polen eine mögliche Neuausrichtung der ungarischen Politik und bekommt Polen ein neues Staatswappen? Mehr dazu im Infoteil. Außerdem: Am Vortag des 83. Jahrestags des Aufstands im Warschauer Ghetto berichten wir über die Initiative „Gelbe Narzissen“. Und: Vor wenigen Tagen, kurz nach seinem 94. Geburtstag, ist Wiesław Myśliwski gestorben – einer der bedeutendsten Prosaiker des 20. Jahrhunderts. Sein Roman „Stein auf Stein“ wurde bereits vor seiner Veröffentlichung als Meisterwerk gefeiert. Das vielfach ausgezeichnete Buch „Der helle Horizont“ festigte schließlich seinen Ruhm. Ein Nachruf.

Polens Regierungschef Donald Tusk hat in Tokio für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Japan geworben und japanische Investoren aufgerufen, sich an polnischen Energieprojekten zu beteiligen. Warschau verlangt von Budapest Aufklärung darüber, ob zwei ehemalige PiS-Minister dort politisches Asyl erhalten haben. Die EU will zollfreie Stahlimporte deutlich kürzen und verschärft die Regeln gegen russische Umgehungsgeschäfte. In der Presseschau geht es um den Konflikt zwischen US-Präsident Trump und Papst Leo XIV. sowie um mögliche russische Provokationen gegen die baltischen Staaten. Im Magazin spricht Cornelius Ochmann, Leiter der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, über die Folgen des Machtwechsels in Ungarn. Die demokratische Opposition hat mit einer Zweidrittelmehrheit die Ära Orbán beendet. Ochmann ordnet ein, was das für die Europäische Union, die Ukraine und die polnisch-ungarischen Beziehungen bedeutet.

Wird der neue ungarische Premier Péter Magyar wirklich den in vielen europäischen Hauptstädten erhofften Kurswechsel bringen? Erste Stimmen zweifeln bereits – und warnen, dass er Brüssel enttäuschen könnte. Außerdem sprechen wir mit der renommierten polnischen Übersetzerin Slawa Lisiecka, die seit vielen Jahren deutsche Literatur ins Polnische überträgt. Und wir besuchen das Pilecki-Institut in Berlin.

Ungarn steht vor einem politischen Wendepunkt: Nach 16 Jahren an der Macht hat Ministerpräsident Viktor Orbán die Parlamentswahl verloren. Die Opposition unter Péter Magyar konnte einen deutlichen Sieg erringen – mit möglichen Folgen weit über die Landesgrenzen hinaus. Was bedeutet dieses Ergebnis für Ungarn selbst? Kehrt das Land auf einen proeuropäischen Kurs zurück? Und welche Auswirkungen hat der Machtwechsel auf die Beziehungen zur Europäischen Union, zur NATO und zu den Nachbarländern, insbesondere zu Polen? Außerdem sprechen wir mit dem österreichischen Autor Franzobel über seinen neuen Roman „Hundert Wörter für Schnee”

Zum Auftakt der neuen Sendereihe des Auslandsdienstes des Polnischen Rundfunks „Botschafter ohne Krawatte“ hören Sie heute ein Gespräch mit Miguel Berger, dem deutschen Botschafter in Polen. Es geht um Perspektivwechsel in der Diplomatie, um seine Leidenschaft für Fotografie – und darum, warum man in einer schnellen Medienwelt nicht auf jede Provokation reagieren sollte. Außerdem hören Sie eine Archivsendung aus dem Jahr 1961 über polnische Volksinstrumente. Im Mittelpunkt steht der Dudelsack – ein Instrument, das man eher mit Schottland verbindet. Doch auch in Polen hat es eine lange Tradition.

Vor 16 Jahren, am 10. April 2010, stürzte eine polnische Regierungsmaschine nahe dem russischen Smolensk ab. Alle 96 Insassen, darunter der polnische Präsident, kamen ums Leben. Teilt dieses Ereignis die polnische Gesellschaft bis heute?

Donald Trump erwägt laut Reuters einen Teilabzug von US-Truppen aus Europa. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, doch Hintergrund seien Spannungen mit europäischen Verbündeten. Gleichzeitig spricht Warschau mit Washington über eine verstärkte amerikanische Präsenz in Polen. Russland und die Ukraine haben für das orthodoxe Osterfest eine befristete Feuerpause angekündigt. Beobachter verweisen auf frühere Verstöße gegen ähnliche Zusagen. In der Presseschau: Vor den Parlamentswahlen in Ungarn am Sonntag fordert die Rzeczpospolita, Viktor Orbán das Stimmrecht im EU-Rat zu entziehen und kommentiert den Streit um die Ernennung von Richtern am polnischen Verfassungsgericht. Im Magazin ist in der Reihe „Botschafter ohne Krawatte" Miguel Berger zu Gast, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen.Er erzählt von seiner Kindheit zwischen Spanien und Deutschland, dem Traum von der Filmhochschule und der Evakuierung aus Kabul.

Die Regierung von Donald Trump prüft laut einem Bericht des Wall Street Journal Maßnahmen gegen einzelne Mitglieder der NATO. Hintergrund ist die Unzufriedenheit in Washington über die geringe Unterstützung einiger Bündnispartner im Krieg mit dem Iran. Polnischen Medien zufolge erwägen die USA sogar, ihre Truppen innerhalb der NATO zu verlegen. Es ist der schärfste Wahlkampf in Ungarn seit Jahren. Am 12. April wählen die Bürger ein neues Parlament. Wie ist die Stimmung kurz vor der Wahl? Wir haben uns in Budapest umgehört. Und: Aus Anlass des 58. Todestages der Schriftstellerin Zofia Kossak erinnern wir an diese Gerechte unter den Völkern.

Trump verkündet eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran. Grundlage der geplanten Verhandlungen soll ausgerechnet ein Zehn-Punkte-Plan Teherans sein. In Polen sorgt ein bekannt gewordenes Telefonat zwischen Viktor Orbán und Wladimir Putin für scharfe Reaktionen. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem Berichte über mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Kryptobörse Zondacrypto. In der Presseschau: Kann sich Teheran trotz schwerer Verluste als Sieger fühlen? Worum ging es beim polnischen Osterstreit über die Straße von Hormus? Und: Was wurde aus Trumps lautem Theater? Im Magazin spricht Jakub Kukla mit dem Germanisten und Übersetzer Rafał Pokrywka über den Philosophen Byung-Chul Han, dessen radikale Zivilisationskritik in Polen zunehmend rezipiert wird. Außerdem: Ein Ausflug ins Archiv der deutschen Redaktion mit Gedichten von Władysław Broniewski, Konstanty Ildefons Gałczyński und Julian Tuwim aus einer Sendung von 1963.