Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks - ist ein Bestandteil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Der Auslandsdienst bietet objektive Informationen über Polen und den polnischen Standpunkt zum Geschehen in diesem Teil Europas sowie in der Welt. Die Sendungen vermitteln ein Bild der polnischen Nation, ihrer Errungenschaften in Wissenschaft und Kultur.

Eine Mehrheit der Polen unterstützt die Abschiebung ukrainischer Männer im wehrpflichtigen Alter, wenn sie in Polen keiner legalen Beschäftigung nachgehen. Die Beziehungen zur Ukraine dürften damit zu einem wichtigen Thema des bevorstehenden Wahlkampfs werden. Gibt es bereits Anzeichen für eine negative Stimmungsmache gegen Ukrainer?

Heute erinnern wir an einen der berühmtesten und teuersten Tenöre des 20. Jahrhunderts: Jan Kiepura. Er stammt aus dem schlesischen Städtchen Sosnowiec und machte eine steile und kontinuierliche Karriere an den führenden Opernhäusern Europas und den USA. Er und seine Frau Marta Eggerth galten als Traumpaar von Bühne und Film der 30er Jahre. Da beide jüdischer Herkunft waren, emigrierten sie in die USA, und Jan Kiepura erwarb später die britische Staatsbürgerschaft. 1943 verabschiedete sich Kiepura von der Opernbühne und widmete sich fortan nur noch der Operette und dem Film.

Er war absoluter Weltstar. Der polnische Tenor Jan Kiepura- der wohl bekannteste und erfolgreichste Sänger der Vorkriegszeit in Europa. Er und seine Frau Marta Eggerth galten als Traumpaar von Bühne und Film der 30er Jahre. Kiepuras steile Weltkariere ist eines unserer Themen. Außerdem sprechen wir mit der Frauenrechtaktivistin Sarah Diel über ein in Polen weiterhin sehr umstrittenes Thema: Abtreibung.

Fast 19 Millionen Menschen in Polen könnten von einem massiven Datenleck betroffen sein. Nach einem Cyberangriff auf das Unternehmen MyDr könnten persönliche Daten von Patienten in die Hände der Angreifer gelangt sein. Die Behörden untersuchen den Vorfall. Was ist über den Cyberangriff bekannt? Welche Daten könnten betroffen sein – und was können Bürger jetzt tun?

Das Verhältnis zu den Ukrainern hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen – sei es verbal, aber auch körperlich. Doch wie konnte es dazu kommen – und gibt es einen Ausweg aus dieser schwierigen Situation?

Kürzlich haben wir ein Interview mit der Leiterin des Pilecki-Instituts in Berlin über Heinz Reinefarth ausgestrahlt. Der SS-General war für die Ermordung von mehr als 60.000 Polen im Warschauer Stadtteil Wola verantwortlich. Nach dem Krieg machte er auf der Insel Sylt eine politische Karriere und bekleidete dort ein wichtiges Amt. Das Interview hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Unter dem Beitrag entwickelte sich eine intensive Debatte, in der teilweise sogar die deutsche Verantwortung für die Verbrechen infrage gestellt wurde. Was steckt dahinter? Dazu gleich mehr.

Zwei Themen stehen heute auf dem Programm. Es geht um die Verfolgung der Täter aus der Zeit der deutschen Besatzung. Am Fall Heinz Reinefarth sprechen wir darüber, wie glaubwürdig die Aufarbeitung auf deutscher Seite war. Außerdem geht es um ein Projekt, das seit über 30 Jahren besteht, aber schon bald für immer zu Ende gehen könnte.

In den ersten Augusttagen, kurz nach dem Ausbruch des Warschauer Aufstands 1944, ermordeten die deutschen Besatzer innerhalb weniger Tage schätzungsweise 15.000 bis 60.000 Zivilisten.

Vor 82 Jahren erhoben sich die Soldaten der Polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzer. 63 Tage lang kämpften sie um die Freiheit Warschaus – in der Hoffnung, dass die Rote Armee der eingeschlossenen Stadt zu Hilfe kommen würde. Doch diese Hilfe blieb aus.

Heute vor genau einem Jahr wurde Karol Nawrocki als Präsident der Republik Polen vereidigt. Ein Jahr später fällt die Bilanz seiner Amtszeit in der Bevölkerung mehrheitlich positiv aus. Laut einer Umfrage im Auftrag des Nachrichtenportals Wirtualna Polska bewerten 56 Prozent der Befragten seine bisherige Präsidentschaft positiv, rund 40 Prozent äußern sich kritisch.

Der Warschauer Aufstand war die größte bewaffnete Erhebung einer Untergrundarmee im von Deutschland besetzten Europa. Anlässlich des 82. Jahrestags seines Ausbruchs erinnerte auch das Pilecki-Institut in Berlin mit einer Gedenkveranstaltung an den heldenhaften Kampf.

Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski ist bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes für seinen Spielfilm „Fatherland“ („Ojczyzna“) mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet worden. Das Drama erzählt, inspiriert vom Leben des deutschen Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, von dessen Rückkehr in das zerstörte Nachkriegsdeutschland. Die Hauptrolle spielt Hanns Zischler. „Es ist ein Film darüber, wie man einem Fremden begegnet“, sagt unser heutiger Gast Hanns Zischler, der im Film Thomas Mann verkörpert.

Gestern gedachte Polen des 82. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands. Um Punkt 17 Uhr – zur sogenannten „Stunde W“, dem Beginn des Aufstands am 1. August 1944 – heulten in der hauptstadt die Sirenen, Tausende Menschen standen auf Straßen und Plätzen für eine Schweigeminute still. Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen erinnerte die Hauptstadt an die Kämpfer der Heimatarmee und an die zivile Bevölkerung, die den höchsten Preis für den Freiheitskampf bezahlte. Auch das heutige Infomagazin widmen wir dem Warschauer Aufstand. Zunächst sprechen wir über die historischen Hintergründe, die militärischen und politischen Entscheidungen sowie über die Rolle der Sowjetunion.Anschließend besuchen wir das Museum des Warschauer Aufstands und gehen der Frage nach, wie der Alltag im kämpfenden Warschau aussah und wie das Museum die dramatischen Wochen des Sommers 1944 vermittelt.

Der Machtkampf innerhalb der PiS hat die übrige politische Agenda nahezu vollständig verdrängt. Unter anderem die Lage auf der politischen Szene kommentiert Dr. Marzenna Guz-Vetter, Politikwissenschaftlerin.

Das Thema Nummer eins ist seit gestern in Polen der Einschlag eines russischen Marschflugkörpers. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag im Zusammenhang mit russischen Angriffen auf die Ukraine. Ministerpräsident Donald Tusk sagte gestern, es gebe keine Anzeichen dafür, dass Polen gezielt angegriffen werden sollte. Der Vorfall hat auch eine Reaktion der NATO ausgelöst. Mehr dazu im Infomagazin. Wir berichten außerdem über die Vorbereitungen auf die morgigen Feierlichkeiten anlässlich des 82. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands. Anschließend senden wir einen Archivbeitrag über die Rolle des Untergrundradios während der Erhebung von 1944. Außerdem geht es um eine deutsch-polnische Wissenschaftsinitiative. Für wen ist sie gedacht? Mehr dazu im Infomagazin.

Nach der nächtlichen Verletzung des polnischen Luftraums im Osten des Landes hat die Regierung in Warschau ein Krisenverfahren aktiviert. Nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk handelte es sich dabei vermutlich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101. Mehr dazu in den Nachrichten. Doch das ist nicht unser einziges Thema heute. Die Krise innerhalb der größten Oppositionspartei PiS dominiert derzeit die politische Debatte in Polen. Während die Regierungskoalition das Chaos beim politischen Gegner mit Genugtuung verfolgt, wächst zugleich die Sorge, welche Folgen ein möglicher Machtwechsel an der Parteispitze haben könnte. Außerdem fragen wir: Warum bleiben die Menschen in Polen immer länger berufstätig – und wie schneidet das Land im Vergleich zu anderen EU-Staaten ab? Und schließlich erinnern wir an den polnischen Franziskaner Maximilian Kolbe. Vor 85 Jahren meldete er sich im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz freiwillig, um anstelle eines Mitgefangenen in den Tod zu gehen.

Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 galt Polen als Musterbeispiel der Solidarität. Das Land gehörte zu den ersten, die den aus der Ukraine Geflüchteten umfassende Hilfe anboten. Viele Polinnen und Polen nahmen sie in ihren eigenen Wohnungen auf, unterstützten sie im Alltag und litten mit ihnen. Polen wurde international als Vorzeigeland der humanitären Hilfe wahrgenommen. Vier Jahre später hat sich die Stimmung jedoch verändert. Das Verhältnis vieler Menschen zu den Ukrainern ist kritischer geworden. Immer häufiger kommt es zu Auseinandersetzungen und Angriffen auf Ausländer im öffentlichen Raum. Die zunehmende antiukrainische Stimmung in Polen ist eines unserer heutigen Themen.

Wir nehmen Sie mit in das Berlin der Goldenen Zwanzigerjahre. Die polnische Publizistin Dorota Danielewicz, die seit Jahrzehnten in der deutschen Hauptstadt lebt, streift gerne langsam durch Berlin und entdeckt dabei immer wieder neue Facetten der Stadt. Außerdem sprechen wir über Politik und Fußball. Denn jeder erfolgreiche Torschuss kann zur Metapher für Hoffnung werden – oder sogar einen militärischen Konflikt auslösen.

Es ist das politische Thema der letzten Tage in Polen: Der ehemalige Ministerpräsident Mateusz Morawiecki verlässt gemeinsam mit 44 Abgeordneten die konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Die Spannungen hatten sich zugespitzt, nachdem PiS-Vorsitzender Jarosław Kaczyński den früheren Bildungsminister Przemysław Czarnek als Kandidaten der Partei für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr nominiert hatte. Czarnek gilt als Vertreter eines nationalkonservativen und europaskeptischen Kurses. Morawiecki kündigte inzwischen an, eine eigene Partei gründen zu wollen.

Die "Berliner Trilogie" von Magdalena Parys ist eine preisgekrönte Krimi- und Thrillerreihe. Nun ist in Polen der dritte und letzte Teil der Trilogie erschienen.

Wir blicken zurück auf eine Zeit, in der die Kurzwelle weit mehr war als nur ein Übertragungsweg. Sie war Informationsquelle, Propagandainstrument und für Millionen Menschen ein Fenster zur Welt.

Im heutigen Infomagazin sprechen wir über die wachsenden Spannungen in der oppositionellen PiS-Partei und die Frage, ob ihr eine Spaltung droht. Außerdem geht es um neue Erkenntnisse aus der Wolfsschanze: Archäologen haben das Rätsel um menschliche Überreste unter dem ehemaligen Wohnhaus von Hermann Göring aufgeklärt. Und: Die Schriftstellerin Magdalena Parys erzählt, wie sie Deutschland mit dem Blick einer Beobachterin von innen und außen beschreibt – und was Identität und Literatur für sie bedeuten.

Die Ukraine erlebt die schwerste innenpolitische Krise seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Tausende Menschen demonstrieren gegen Präsident Wolodymyr Selenskyj, nachdem der populäre Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow aus der Regierung ausgeschieden ist. Gleichzeitig bemüht sich der Präsident um eine Entspannung der Beziehungen zu Polen. Steht die Ukraine vor einem politischen Wendepunkt? Außerdem blicken wir auf das Schicksal der Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ostpreußen nach Westdeutschland kamen.

Die Beziehungen zwischen Polen und der Ukraine stehen vor einer schwierigen Bewährungsprobe. Der Streit über die historische Erinnerung, die Debatte um Wolhynien und unterschiedliche Sichtweisen auf die gemeinsame Vergangenheit belasten das Verhältnis der beiden Nachbarländer zunehmend. Die Ankündigung, weitere Archive zu öffnen und die Exhumierungsarbeiten im Zusammenhang mit den Verbrechen in Wolhynien auszuweiten, sei jedoch ein „positives Signal“, betonte der Sprecher des polnischen Präsidenten. Mehr dazu gleich in den Nachrichten. Außerdem befassen wir uns mit den EU-Beitrittsverhandlungen der Ukraine und mit den Forderungen aus dem rechten politischen Lager, den ukrainischen EU-Beitritt wegen des Streits um Wolhynien zu blockieren. Experten ordnen diese Debatte ein. Sie erfahren auch, wie die Polinnen und Polen zur Wehrpflicht stehen.

Die größte Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) steht vor einer Krise, wie es sie in ihrer Geschichte noch nie gegeben hat. Der Partei droht der Zerfall. Bis zu 40 PiS-Abgeordnete könnten die Partei von Jarosław Kaczyński verlassen und gemeinsam mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki eine neue politische Formation gründen. Die Krise auf der rechten Seite des politischen Spektrums ist eines unserer heutigen Themen.

Vor 35 Jahren wurde das Deutsch-Polnische Jugendwerk gegründet. Seitdem haben mehr als 3,3 Millionen junge Menschen an Austauschprojekten teilgenommen. Wie hat sich der Jugendaustausch in dieser Zeit verändert und wie lässt sich auch künftig das Interesse junger Menschen am Nachbarland wecken? Das ist heute unser Thema. Außerdem erinnern wir an Jan Karski. In dieser Woche jährte sich sein Tod zum 26. Mal. Aus diesem Anlass senden wir ein Porträt des legendären Kuriers des polnischen Untergrundstaates, der als einer der ersten Augenzeugen den Holocaust dokumentierte.

„Putin ist verzweifelt und verliert.“ Außenminister Radosław Sikorski warnt erneut vor einer möglichen russischen False-Flag-Operation. Seiner Meinung nach könnte Moskau eine Provokation mit einer Desinformationskampagne verbinden, um eine Reaktion gegen ein NATO-Land oder gegen die Ukraine zu rechtfertigen. Mehr dazu gleich. Außerdem berichten wir über die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und die Haltung Polens dazu. Wir besuchen auch das Festival Forum Musicum in Wrocław und sprechen mit dem Organisator des Festivals für Alte Musik. Später hören Sie einen Ausschnitt aus einer Archivsendung aus dem Jahr 1965. Damals wurden Texte aus dem Essayband des polnischen Schriftstellers Kazimierz Brandys gelesen – Gedanken, die auch heute noch erstaunlich aktuell wirken.

Im heutigen Infomagazin berichten wir über die neue Raketenabwehrkoalition für Europa und internationale Militärübungen. Laut Premierminister Donald Tusk sollen die ersten gemeinsamen Übungen der Koalition der Willigen bereits im Herbst in Polen stattfinden. Daran sollen vor allem französische und britische Truppen teilnehmen. Außerdem berichten wir über eine aktuelle Umfrage zum Wiederaufbau der Ukraine. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob polnische Unternehmen dabei bevorzugt berücksichtigt werden sollten. Und noch ein Thema: Vor 35 Jahren wurde das Deutsch-Polnische Jugendwerk gegründet. Seitdem haben mehr als 3,3 Millionen junge Menschen an Austauschprojekten teilgenommen. Wie hat sich der Jugendaustausch in diesen 35 Jahren verändert? Vor welchen Herausforderungen steht er heute? Und wie kann es gelingen, auch künftig junge Menschen für Begegnungen mit dem Nachbarland zu begeistern? Darüber sprechen wir heute mit den beiden Geschäftsführern des Deutsch-Polnischen Jugendwerks.

Polen will in den kommenden Tagen ein Verhandlungsteam für Gespräche mit den USA über eine mögliche dauerhafte Stationierung amerikanischer Truppen bilden. Außerdem richtet die Europäische Weltraumorganisation ESA in Warschau einen neuen Sitz ihres polnischen Zentrums ein. Mehr zu diesen Themen erfahren Sie gleich im heutigen Infoteil. Außerdem erinnern wir an Jan Karski. Heute vor 26 Jahren starb der legendäre Kurier und Emissär des polnischen Untergrundstaates. Während des Zweiten Weltkriegs versuchte er, die Welt über den Holocaust zu informieren. Warum scheiterte seine Mission? Mehr dazu später im Infomagazin. Und zum Abschluss haben wir noch einen Reisetipp für Sie. Wir nehmen Sie mit in die Masurische Hütte, ein privates ethnografisches Museum im masurischen Dorf Sądry. Es beherbergt vermutlich eine der umfangreichsten volkskundlichen Sammlungen der Region. Die ältesten Exponate stammen aus dem frühen Mittelalter. Zu sehen sind historische Möbel, Haushaltsgeräte, Trachten, Spielzeug und Bücher. Wir sprachen mit dem Besitzer des Museums.

Wie bleibt gute Nachbarschaft lebendig? Welche Rolle spielt dabei die Kultur? Darüber sprechen wir heute mit dem deutschen Generalkonsul in Wrocław, Martin Kremer. Außerdem besuchen wir das Nationalmuseum in Warschau und erinnern an den berühmten polnischen Maler Józef Mehoffer. Zum Abschluss öffnen wir wieder unser Archiv der Deutschen Redaktion. Diesmal hören Sie einen Beitrag aus dem Jahr 1964 über Mieczysław Karłowicz, einen der bedeutendsten Symphoniker der polnischen Musik an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Erinnerung, Verantwortung und deutsch-polnische Beziehungen stehen heute im Mittelpunkt unseres Infomagazins. Wir berichten vom Gedenken an die Opfer des Pogroms von Jedwabne und blicken auf die Debatte um die Wolhynien-Massaker. Anschließend werfen wir einen Blick in die polnische Presse. Dort äußert sich der frühere Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski zum 85. Jahrestag von Jedwabne. UND wir sprechen mit dem deutschen Generalkonsul in Wrocław, Martin Kremer, über die Rolle von Kultur und persönlichen Begegnungen für die deutsch-polnischen Beziehungen – 35 Jahre nach dem deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag.

Wir berichten über Polens Erwartungen an das Bündnistreffen, besuchen das Nationalmuseum in Warschau und erinnern an den Maler Józef Mehoffer. Außerdem hören Sie einen Archivbeitrag über den Komponisten Mieczysław Karłowicz, der unter anderem in Berlin studierte.

Heute stehen zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten im Mittelpunkt unserer Sendung: die Physikerin und Chemikerin Maria Skłodowska-Curie und der Komponist Fryderyk Chopin. Beide verbrachten einen großen Teil ihres Lebens im Ausland. Und doch sind sie bis heute untrennbar mit Polen verbunden und prägen das Bild unseres Landes in der Welt. Mehr dazu im Infomagazin.

Die USA signalisieren Offenheit für einen möglichen Beitritt Polens zur nuklearen Teilhabe der NATO, während Donald Trump den Nutzen des Bündnisses erneut infrage stellt. In der Presseschau geht es um Forderungen deutscher Medien nach Entschädigungen für die noch lebenden Opfer deutscher NS-Verbrechen in Polen sowie um eine neue Umfrage zur Einstellung der Polen gegenüber den Ukrainern. Außerdem hören Sie die letzte Folge unserer Reihe „Chopin in Warschau“. Gemeinsam mit Dr. Aleksander Laskowski vom Chopin-Institut sprechen wir darüber, warum Fryderyk Chopin bis heute so präsent ist und weshalb er als wichtigstes kulturelles Symbol Polens gilt.

Der Streit zwischen Polen und der Ukraine über den Umgang mit der gemeinsamen Geschichte verschärft sich weiter. Auslöser ist die Entscheidung des ukrainischen Präsidenten, Mitglieder der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) in ein nationales Heldenpantheon aufzunehmen. In Polen stößt das auf scharfe Kritik. Auch in Tschechien regt sich Widerstand: Dort fordert eine der Regierungsparteien, Präsident Selenskyj den Orden des Weißen Löwen abzuerkennen. Mehr dazu gleich.

Der Streit zwischen Polen und der Ukraine über historische Fragen hat in den vergangenen Wochen deutlich an Schärfe gewonnen. Im Mittelpunkt steht die Aberkennung des Ordens des Weißen Adlers für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Inzwischen geht es um weit mehr als nur einen diplomatischen Konflikt. Mehr dazu gleich.

Ist es bei Ihnen auch so heiß wie derzeit bei uns in Polen? Am Wochenende wurde hier sogar ein neuer Hitzerekord gemessen – fast 41 Grad Celsius! Auch heute werden in Warschau Temperaturen zwischen 34 und 38 Grad erwartet. Die Klimaanlage läuft bei uns in der Redaktion auf Hochtouren. Im Studio selbst gibt es allerdings keine – das Geräusch würde auf der Aufnahme zu hören sein, und das möchten wir natürlich vermeiden. Deshalb kommen wir heute ganz schön ins Schwitzen, damit Sie eine klare Tonqualität ohne Rauschen und Brummen genießen können. Es könnte allerdings sein, dass Sie im Hintergrund heute den einen oder anderen Donnerschlag hören. Für große Teile Polens werden am Nachmittag schwere Gewitter mit Hagel und Sturmböen vorhergesagt.

Im heutigen Infomagazin diskutieren wir über die deutsch-polnischen Beziehungen, hören einen Archivbeitrag über private Geschäfte in der Volksrepublik Polen und besuchen gemeinsam mit Dr. Aleksander Laskowski den Alten Powązki-Friedhof in Warschau – auf den Spuren von Fryderyk Chopin.

Für die heutige Sendung besuchen wir Katarzyna Niewiedział in ihrem Büro – die Polonia- und die Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration. In Berliner Kreisen ist sie bekannt, aber wissen die im Rest Deutschlands lebenden Polen, wer sie ist? Arkadiusz Łuba sprach mit ihr über die Partizipation, Integration und Migration, auch der Polonia, im Land und in der Stadt Berlin.

Die vergangenen Tage und Wochen standen ganz im Zeichen des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Am 17. Juni 1991 unterzeichneten die damaligen Außenminister Krzysztof Skubiszewski und Hans-Dietrich Genscher in Bonn den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Welche Rolle die deutsch-polnische Erinnerungskultur heute spielt und wie sie die Beziehungen zwischen beiden Ländern beeinflusst, darüber sprechen wir in unserer heutigen Sendung.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges trifft sich die internationale Gemeinschaft jedes Jahr zur Ukraine-Wiederaufbaukonferenz. In diesem Jahr ist Polen Gastgeber. In der Hafenstadt Gdańsk beraten Vertreter aus mehr als 50 Ländern über den Wiederaufbau des Landes, milliardenschwere Hilfen und neue Investitionen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bleibt der Konferenz jedoch fern. Die Wiecderaufbaukonferzn und der jüngste Streit zwischen Warschau und Kiew ist DAS Thema heute.

Morgen beginnt in Gdańsk die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz. Die meisten europäischen Spitzenpolitiker haben ihre Teilnahme bestätigt. Doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seinen Besuch abgesagt. Hintergrund sind die jüngsten politischen Spannungen zwischen Polen und seinem östlichen Nachbarn. Mehr dazu gleich. Außerdem sprechen wir heute mit dem Historiker Basil Kerski. Warum braucht Europa gerade jetzt neue Visionen und mehr Mut zur Zusammenarbeit?