Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks - ist ein Bestandteil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Der Auslandsdienst bietet objektive Informationen über Polen und den polnischen Standpunkt zum Geschehen in diesem Teil Europas sowie in der Welt. Die Sendungen vermitteln ein Bild der polnischen Nation, ihrer Errungenschaften in Wissenschaft und Kultur.

Die Geschichte der Deutschen in Polen ist lang – und für viele von ihnen endete sie abrupt. Der Publizist Maciej Falkowski begibt sich in seinem Buch „Nasi Niemcy“ – „Unsere Deutschen“ – auf Spurensuche. Was dieses gemeinsame, oft verdrängte Erbe über unseren Blick auf Geschichte und aktuelle Gefahren in Europa verrät, darüber sprechen wir heute mit dem Historiker Marcin Wiatr. Und wir berichten über den neuen Zyklus „Berlin w Warszawie / Berlin in Warschau“. Die Reihe versteht sich als Forum für schwierige, aber notwendige Gespräche über Vergangenheit und Gegenwart

Der Kabarettist Steffen Möller wirft seit über drei Jahrzehnten einen humorvollen Blick auf das deutsch-polnische Verhältnis. Mit seinem aktuellen Programm „Polschland“ erzählt er vom Leben zwischen zwei Ländern – und davon, warum gerade dieser Zwischenraum seine Heimat ist. Wie sieht er das heutige Polen? Darüber sprach er mit Wojciech Osiński.

Als „Tiger Europas“ wird Polen in Presseberichten immer wieder bezeichnet. Und tatsächlich: Durch gezielte Investitionen, seine Größe und eine konsequente Politik hat das Land ein wirtschaftliches Niveau erreicht, das Anfang der 1990er-Jahre kaum vorstellbar gewesen wäre. Ein Blick auf die Skyline der polnischen Hauptstadt genügt – glänzende Hochhäuser stehen sinnbildlich für eine offensive und erfolgreiche Investitionspolitik. Polen wird heute nicht nur von seinen osteuropäischen Nachbarn beneidet, sondern auch von westeuropäischen EU-Staaten mit wachsendem Respekt betrachtet. Doch worauf basiert dieser Erfolg genau? Und welche Risiken könnten die weitere Entwicklung bremsen? Darüber spricht Kuba Kukla mit Prof. Martin Dahl von der Łazarski-Universität in Warschau.

Es gab eine Zeit, in der sich Polen und Tschechien wirtschaftlich und gesellschaftlich ähnlich entwickelten. Heute jedoch hat sich das Bild gewandelt: In Tschechien blickt man zunehmend mit Respekt – aber auch mit Sorge – auf den Nachbarn Polen, der oft als „Tiger Europas“ bezeichnet wird. Doch es geht nicht nur um wirtschaftliche Dynamik. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, wie offen der akademische Diskurs geführt wird – und wo die Grenze zur ideologischen Abschottung verläuft. Und es gibt auch positive Nachrichten: Nach Jahren der Kritik verbessert sich die Luftqualität in polnischen Städten spürbar. Und wenn wir schon von Städten sprechen.

Heute im Infomagazin: Die Grundgehälter von Lehrern in Polen werden leicht angehoben. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán bekräftigt sein Veto gegen eine geplante EU-Finanzhilfe für die Ukraine. Und: polnische Stimmen zum europäischen Emissionshandel (ETS). Das und mehr im Infoteil. Außerdem bei uns: Steffen Möller. Viele kennen seine Geschichte: Mitte der 1990er Jahre kam er für einen Polnisch-Sprachkurs nach Krakau. Es folgten eine Tätigkeit als Sprachlehrer an der Universität Warschau und Auftritte auf Kabarettbühnen. So wurde er im polnischen Fernsehen bekannt. Heute – fast drei Jahrzehnte später – ist er mit einem neuen Programm unterwegs.

Polens Regierung kann sich beim umstrittenen SAFE-Programm weiterhin auf starken Rückhalt im eigenen Lager stützen – unabhängig vom Präsidentenveto. Deutschland verlängert die Grenzkontrollen zu Polen, was für Reisende spürbare Folgen haben dürfte. Die Konservativen wettern gegen die europäische Klimapolitik, haben aber – wie sich herausstellt – selbst Solaranlagen auf ihren Dächern. Polnische Rentner haben weniger Geld als deutsche, sind finanziell aber trotzdem besser dran. Und: Millionen Polen haben weiterhin keinen Zugang zu öffentlichen Toiletten. Im Magazinteil der Sendung hören Sie die Erzählung „Wunschkonzert" von Stanisław Wygodzki – ein eindringlicher Text über die Erfahrung der Shoah, gelesen von dem polnischen Schauspieler Aleksander Bardini. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1964 und wird in der Sendereihe „Aus dem Archiv der Deutschen Redaktion" präsentiert.

Polen wird keine Soldaten in den Iran entsenden. Ministerpräsident Donald Tusk stellte klar, das Land habe andere Aufgaben im Rahmen der NATO. Präsident Nawrocki fordert unterdessen den Ausstieg aus dem europäischen Emissionshandelssystem und erntet Kritik für sein Veto gegen das EU-Verteidigungsprogramm SAFE. Eine neue Analyse des Portals Onet sieht die Bürgerkoalition mit rund 33 Prozent deutlich vor der PiS. Vor allem am rechten Rand könnten neue Kräfte ins Parlament einziehen – mit Folgen für mögliche Mehrheiten. In der Presseschau außerdem: Immer mehr Polen müssen auch im Ruhestand arbeiten, und ein neuer Bericht warnt vor wachsendem Druck auf Polens Jugend. Im Magazinteil erinnern wir zum 125. Jahrestag der Uraufführung an Stanisław Wyspiańskis „Die Hochzeit" – ein Stück, das als schonungsloser Spiegel der polnischen Gesellschaft bis heute auf den Bühnen des Landes gespielt wird.

Das Veto des Präsidenten gegen das europäische Verteidigungsprojekt SAFE erhitzt weiterhin die Gemüter in Polen. Am Wochenende fand sogar eine große Demonstration vor dem Präsidentenpalast gegen seine Entscheidung statt. Die Regierung will sich jedoch nicht so einfach geschlagen geben und sucht nun nach einem Ausweg, um die Blockade zu umgehen. UND: Mehr als 130 polnische Historiker und Wissenschaftler haben in einem offenen Brief an deutsche Kultureinrichtungen gegen die Präsentation eines Buches protestiert, das polnischen Beamten eine Mitverantwortung am Holocaust zuschreibt. Es geht um das Buch von Grzegorz Rossoliński-Liebe über polnische Bürgermeister im besetzten Polen.

Heute, aus Anlass des 90. Jubiläums unseres Programms, machen wir eine kleine Reise zurück in die 80er Jahre. Wie arbeitete damals – in einer Zeit des Kriegsrechts und strenger Medienkontrolle – die deutsche Redaktion? Gab es Spielräume für Journalisten? Darüber sprechen wir gleich mit Marzenna Guz-Vetter. Sie war damals selbst Journalistin in unserer deutschen Redaktion. Und außerdem in der Sendung: Das Jahr 2026 wurde vom polnischen Senat zum Andrzej-Wajda-Jahr erklärt. Die Stadt Łódź feiert den 100. Geburtstag des Regisseurs und hat damit auch während der größten Tourismusmesse der Welt – der ITB Berlin – für sich geworben. Was Łódź und Andrzej Wajda miteinander verbindet? Dazu mehr im heutigen Infomagazin.

Boris Giltburg gehört zu den herausragenden Pianisten seiner Generation. Geboren in Moskau, wuchs er nach der Auswanderung seiner Familie in Israel auf. Trotz der politischen Spannungen fühlt er sich der russischen Kultur und Musik weiterhin eng verbunden. Besonders die Werke von Sergej Rachmaninow liegen ihm am Herzen – ihnen hat er in den vergangenen Jahren mehrere viel beachtete Soloaufnahmen gewidmet. Jetzt ist eine neue CD erschienen, diesmal mit frühen Kompositionen seines Lieblingskomponisten. Vor seinen Konzerten mit dem Orchester der Warschauer Philharmonie hat Jakub Kukla den Pianisten getroffen.

Präsident Nawrocki hat das EU-Verteidigungsprogramm SAFE per Veto blockiert – und damit eine hitzige Debatte in der polnischen Presse ausgelöst. Während konservativ-liberale Kommentatoren dem Präsidenten vorwerfen, die Sicherheit des Landes politischer Loyalität geopfert zu haben, sehen oppositionsnahe Medien die polnische Souveränität verteidigt. Außerdem: Einschränkungen beim Sprittourismus für deutsche Autofahrer. Im Magazinteil geht es zunächst um Tourismus: Auf der weltweit größten Tourismusmesse ITB Berlin hat Arkadiusz Łuba mit dem neuen Leiter des polnischen Fremdenverkehrsamtes in Berlin, Marcin Płachno, über Strategien zur Stärkung Polens als Reiseziel gesprochen. Abschließend blicken wir auf ein vergessenes Meisterwerk der polnischen Literatur: Zum 50. Todestag von Józef Wittlin würdigt Wojciech Osiński den Antikriegsroman „Sól ziemi" – einst für den Nobelpreis nominiert, in Polen bis heute zu wenig bekannt.

Heute vor 27 Jahren trat Polen der NATO bei – ein historischer Schritt für die Sicherheit des Landes und für die Einbindung Mittelosteuropas in das westliche Bündnis. Angesichts der aktuellen Debatte über Europas Sicherheit und die Initiative „SAFE“ gewinnt dieses Thema erneut an Bedeutung. Mehr dazu im Infomagazin. Das Jahr 2026 wurde vom polnischen Senat zum Andrzej-Wajda-Jahr erklärt. Auch die Stadt Łódź erinnert an den berühmten polnischen Regisseur. Was verbindet Andrzej Wajda mit dieser Stadt ? UND anlässlich des 90. Jubiläums des Auslandsdienstes des Polnischen Rundfunks greifen wir in der Sendereihe „Aus dem Archiv“ auf die ältesten Aufnahmen der Deutschen Redaktion zurück, die erhalten geblieben sind. Das heutige Tondokument stammt aus dem Jahr 1957. Damals besucht der deutsche Journalist Ludwig Zimmerer zum zweiten Mal die Volksrepublik Polen. Diplomatische Beziehungen zwischen Warschau und Bonn gibt es zu dieser Zeit noch nicht.

Sport verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Doch auch der Sport bleibt nicht unberührt von den politischen Spannungen unserer Zeit. Immer öfter stellt sich daher die Frage: Kann Sport wirklich unpolitisch sein? Darüber sprechen wir gleich mit dem Vizepräsidenten des Polnischen Olympischen Komitees, Marian Kmita. Er hat die Tigerente erfunden, Kaspar Mütze auf Reisen geschickt und mit Tiger und Bär eines der berühmtesten Freundschaftsduos der Kinderliteratur geschaffen – und damit die Kindheit von Millionen geprägt. Zumindest in Deutschland. In Polen ist er weniger bekannt. Janosch wird heute 95 Jahre alt.

Die Ölpreise steigen, die Spannungen im Nahen Osten wachsen – und die Folgen sind auch in Polen zu spüren. Premier Tusk weist jede Verantwortung für steigende Spritpreise zurück und kündigt Maßnahmen gegen übermäßige Preisanstiege an. Zugleich stellt US-Präsident Trump nach einem Telefonat mit Putin eine Lockerung der Ölsanktionen in Aussicht. Und: Trotz Evakuierungen aus dem Nahen Osten fliegen jede Woche über tausend Menschen aus Polen in die Vereinigten Arabischen Emirate. Im Magazinteil erinnert sich die Politikwissenschaftlerin Dr. Marzenna Guz-Vetter anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Auslandsdienstes an ihre Jahre in der deutschen Redaktion – zwischen Kriegsrecht und Aufbruch.

Roderich Kiesewetter ist unser Gast heute. Der prominente CDU-Politiker warnt: Deutschland muss seine sicherheitspolitische Haltung grundlegend überdenken. Der deutsche Grundsatz „Nie wieder Krieg“ muss heute auch „Nie wieder wehrlos“ bedeuten. Außerdem geht es um den Krieg im Nahen Osten und die deutsch-polnischen Herausforderungen.

Heute sprechen wir mit der polnischen Schriftstellerin Magdalena Parys. Sie lebt seit den 80er-Jahren in Berlin. Jetzt war sie zu Besuch in Warschau. Denn der dritte Teil ihrer preisgekrönten „Berliner Trilogie“ ist nun auch in Polen erschienen. Wie war es, als Kind nach Deutschland auszuwandern? Und wie prägen diese Erfahrungen ihr literarisches Schreiben? Mehr dazu im Infomagazin. Außerdem erinnern wir an einen Gottesdienst in Warschau im Jahr 1957 – einen frühen kirchlichen Schritt im deutsch-polnischen Dialog.

Der Blick der Öffentlichkeit richtet sich in den letzten Tagen auf den Iran und die Golfstaaten. Doch die russische Armee greift weiterhin täglich ukrainische Städte an. Wird der neue Konflikt im Nahen Osten die Lage der Ukraine beeinflussen? Seit Samstagmorgen bombardieren die USA und Israel den Iran. Hunderte Ziele wurden getroffen, der Iran schlägt mit Raketen auf US-Basen und Golfstaaten zurück. Wie reagiert die polnische Politik? Frankreichs Vorschlag eines europäischen nuklearen Abschreckungsprogramms sorgt in der polnischen Politik für eine lebhafte Debatte. Wird nach dem SAFE-Streit auch die französische Nuklearinitiative zur neuen Bruchlinie zwischen Regierung und dem Präsidentenpalast? Unter anderem über diese Tehemen sprechen wir mit Małgorzata Kopka-Piątek vom Institut für Öffentliche Angelegenheiten (ISP) in Warschau.

Die Debatte über Europas Sicherheit und Polens Verteidigungsstrategie bestimmt heute die Nachrichtenlage. Washington würde polnische Atompläne ablehnen, erklärt das Pentagon. In Warschau geht das Tauziehen um das EU-Rüstungsprogramm SAFE weiter – Präsident Nawrocki schlägt eine zinsgünstige Alternative aus Mitteln der Nationalbank vor, Regierungschef Tusk äußert Zweifel. Im Magazin ein Gespräch mit dem CDU-Verteidigungs- und Außenexperten Roderich Kiesewetter über Deutschlands fehlende strategische Kultur und die Frage, warum Russlands Absichten so lange falsch eingeschätzt wurden. Außerdem: das Projekt „Polkopedia" – eine Online-Enzyklopädie über Polinnen im Ausland, deren Geschichten in Vergessenheit zu geraten drohen.

Die Lage im Nahen Osten verschärft sich. Tausende polnische Staatsbürger sind dort – und in anderen Teilen der Welt – wegen der Schließung des Luftraums gestrandet. Heute früh hat die polnische Regierung zwei Militärflugzeuge entsandt. Sie sollen polnische Staatsbürger aus der Region evakuieren. Wir bringen außerdem Kommentare zum Vorschlag des Präsidenten für ein alternatives Rüstungsfinanzierungsmodell statt des EU-Programms SAFE. Im zweiten Teil der Sendung geht es um Geschichte. Sie erfahren, wie aus dem Fischerdorf Gdynia eine bedeutende Hafenstadt wurde. Außerdem erinnern wir an den Besuch des evangelischen Pastors Martin Niemöller in Warschau im Jahr 1957 – im Rahmen unserer Reihe „Aus dem Archiv der Deutschen Redaktion“.

Es ist erst der Anfang – das sagt US-Präsident Donald Trump über den Krieg im Nahen Osten. Man werde bis zum bitteren Ende kämpfen, versichert er und zeigt sich siegessicher. Doch viele Experten widersprechen und warnen: Dieser Krieg könnte kaum zu gewinnen sein. Darüber sprechen wir gleich. Außerdem bei uns: die bekannte Autorin Magdalena Parys. Mit ihr reden wir über ihr Leben, ihre Literatur und darüber, wie persönliche Erfahrungen das Schreiben prägen.

Polen spricht mit Frankreich über nukleare Abschreckung. Staatspräsident Nawrocki kritisiert das EU-Verteidigungsprogramm SAFE scharf, Ex-GROM-Kommandeur General Polko hält es für absolut notwendig. Und: Kommt die Wahl von Nawrocki vor allem den radikalsten Gruppierungen zugute? Mehr dazu und zur ungewissen Zukunft des iranischen Machtgefüges im Infoteil. Außerdem: Zuletzt konnte man in der westeuropäischen Presse immer wieder euphorische Artikel über die polnische Wirtschaft. Aber wie viel Substanz steckt dahinter? Und: In welchen Bereichen hat Polen auch heute noch den meisten Nachholbedarf? Darüber sprechen wir mit Leo Mausbach, Berater im deutsch-polnischen Wirtschaftsaustausch.

Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Khamenei, ist bei einem amerikanisch-israelischen Luftangriff auf Teheran ums Leben gekommen. Seit Samstagmorgen bombardieren die USA und Israel den Iran im Rahmen der Operation „Epic Fury“. Hunderte Ziele wurden getroffen, der Iran schlägt mit Raketen auf US-Basen und Golfstaaten zurück. Flughäfen in Dubai und Abu Dhabi sind lahmgelegt, der Ölpreis steigt. Wie reagiert die polnische Politik auf diese Eskalation? Welche Folgen hat der Krieg am Golf für die Ukraine – politisch, militärisch und wirtschaftlich? Und was bedeutet die neue Lage für Reisende und für die europäische Wirtschaft? Außerdem blicken wir auf die Literatur: Walter Kempowski zählt in Deutschland zu den bedeutendsten Erzählern des 20. Jahrhunderts – in Polen jedoch ist er bislang kaum bekannt. Neue Übersetzungen seiner Romane sollen das nun ändern. Wir sprechen darüber, warum Kempowski hierzulande erst jetzt entdeckt wird – und was seine Bücher heute zu sagen haben.

Zum 90-jährigen Jubiläum des Auslandsdienstes des Polnischen Rundfunks melden wir uns heute mit der Hörerpostsendung zurück. Hörerinnen und Hörer berichten, seit wann sie uns hören, warum sie uns treu bleiben - und was ihnen an unseren Sendungen besonders wichtig ist. Außerdem bringen wir ein Archivgespräch mit Karl Dedecius. Der Übersetzer und große Polenfreund verstarb vor zehn Jahren. Hatte Dedecius unter den polnischen Dichtern eigentlich einen Favoriten? Und welche Werke der polnischen Lyrik haben aus seiner Sicht weltliterarische Bedeutung? Dies und mehr erfahren Sie im Infomagazin.

Die Zahl 3 hatte in der gesamten Menschheitsgeschichte stets eine besondere Bedeutung. In der Antike galt sie als die vollkommene Zahl, die Zahl der Harmonie, Weisheit und Erkenntnis. In der Astrologie ist sie mit Jupiter verbunden, dem Planeten der Freude, des Überflusses, des Erfolgs, des Glücks und der Weisheit. Unterm Strich symbolisiert sie Göttlichkeit, Vollständigkeit, Harmonie... Das müssten Krystyna Koziewicz, Ewa Maria Slaska und Elżbieta Kargol – drei Freundinnen, die als „My trzy – Wir drei“ seit vier Jahren auftreten – wissen, als sie ihre informelle Gruppe gegründet haben. Die Kulturanimateurinnen sind wie drei alte Hexen die verzaubern, Magie schaffen und Künstlerisches ermöglichen. Arkadiusz Łuba hat sie für diese Sondersendung kurz vor einer Ausstellungseröffnung in Berlin getroffen.

Neue Runde im diplomatischen Tauziehen um die Ukraine: Die nächsten Gespräche sollen Anfang März in Abu Dhabi stattfinden. Viktor Orbán wirft der Ukraine einen „Angriff“ auf Ungarns Wirtschaft vor – es geht um die Ölversorgung über die Druschba-Pipeline. Und: Das Pilecki-Institut setzt auf eine neue Qualität im deutsch-polnischen Dialog. Mehr zu diesen Themen heute im Infoteil. Außerdem: Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind Geschichte – und aus polnischer Sicht ein Erfolg. Vier Medaillen, drei davon im Skispringen. Über den kometenhaften Aufstieg von Kacper Tomasiak und die Bedeutung dieser Spiele sprechen wir mit dem Sportjournalisten Michał Białoński. Und im zweiten Teil unseres Gesprächs mit dem US-Ökonomen Michael Burda von der Humboldt-Universität zu Berlin geht es unter anderem um das Mercosur-Abkommen, das europäische Rüstungsprogramm SAFE – und um die Frage, ob Donald Trump den Friedensnobelpreis verdient.

Sicherheit – kaum ein Wort prägt die politische Debatte derzeit so sehr wie dieses. In seinem jährlichen Exposé im Parlament hat Außenminister Radosław Sikorski es dutzende Male betont. Sicherheit als Priorität. Sicherheit als Auftrag. Sicherheit als Zukunftsfrage. In diesem Zusammenhang steht auch das SAFE-Programm der Europäischen Union: Milliarden sollen nach Polen fließen, um die Aufrüstung voranzutreiben. Doch das Programm ist nicht unumstritten – Kritik kommt aus verschiedenen Richtungen. Und dann haben wir noch eine Überraschung für Sie: Nach jahrelanger Pause kehrt eine beliebte Rubrik zurück. Unsere Hörerpostecke ist wieder da! Bleiben Sie bei uns.

Russland betrachte Polen und die NATO als Feind in einem „zivilisatorischen Krieg" gegen den Westen, sagt Präsident Nawrocki bei einer Beratung mit Militärkommandeuren. Und positioniert sich auch zum EU-Programm SAFE. Außerdem: Welche Schlüsse sollte Polen daraus, was Trump bei seiner Rede zur Lage NICHT gesagt hat, für seine Sicherheitsstrategie ziehen? Und: Bricht Polens Waffenexport in die Ukraine ein? Mehr zu diesen Themen heute im Infoteil. Außerdem: Der Oberste Gerichtshof der USA hat Trumps Zölle für rechtswidrig erklärt – doch der Präsident droht mit neuen Abgaben. Über die Folgen für Europa und die Stimmung in den USA sprechen wir mit dem US-Ökonomen Michael Burda von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Vor vier Jahren begann mit dem russischen Angriff auf die Ukraine eine neue Phase des Krieges in Europa. Seit dem 24. Februar 2022 erschüttern Gefechte, Raketenangriffe und diplomatische Krisen den Kontinent. Zehntausende Menschen wurden getötet oder verletzt, Millionen sind auf der Flucht. Wie wird heute an den Jahrestag erinnert, wie stellt sich die Lage in der Ukraine dar - und wie beeinflusst der Krieg im Nachbarland die Innenpolitik Polens? Mehr dazu im heutigen Infomagazin. UND: Eine Bahnverbindung kann weit mehr sein als nur Gleise zwischen zwei - mehr oder weniger - weit entfernten Punkten. Besonders dann, wenn sie zwei Großstädte miteinander verbindet. Wie sieht der Alltag eines Passagiers auf der Strecke Berlin-Warschau aus?

Welche Stellung hat das Polnische heute in Deutschland? Wie verändert sich das Bild Polens? Und was bedeutet es, zwischen zwei Sprachen und Kulturen aufzuwachsen? Etwa zwei Millionen Menschen mit biografischen Verbindungen zu Polen leben heute in Deutschland – und rund die Hälfte von ihnen spricht auch zu Hause Polnisch. Eine beeindruckende Zahl. Und doch ist das Prestige der beiden Sprachen, Polnisch und Deutsch, nicht immer gleich verteilt. Die asymmetrische Wahrnehmung ist eines unserer Themen heute.

Im Mittelpunkt unseres ersten Beitrags steht die polnische Sprache und ihre Besonderheiten. Später unternehmen wir einen sporthistorischen Exkurs zu den Erfolgen der polnischen Skispringer UND wir bringen eine Archivsendung aus dem Jahr 1963. Die dort präsentierten Briefe von Frédéric Chopin zeigen eine ganz andere Seite des großen Komponisten. Zwischen den Zeilen spürt man seine Sehnsucht nach der Heimat und seine enge Bindung an Familie und Freunde. Mehr dazu im Infomagazin

Der russische Präsident Wladimir Putin habe kein Interesse an einem Ende des Krieges. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Den russischen Staatschef bezeichnete er als „Sklaven des Krieges“. Zugleich forderte Selenskyj weitere Unterstützung durch Europa – auch im eigenen Interesse des Kontinents. In München rief der ukrainische Präsident die westlichen Partner zu Geschlossenheit und enger Zusammenarbeit auf. Russland versuche, diesen Zusammenhalt zu untergraben, sagte Selenskyj. Putin sei nicht an einem Kriegsende interessiert. Vor diesem Hintergrund erneuerte er seine Forderung nach anhaltender Unterstützung durch Europa und die USA. Über die Münchner Sicherheitskonferenz, die russisch-ukrainischen Gespräche in Genf sowie die Lage in der Ukraine vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs sprechen wir mit Krista-Marija Läbe, Vorstandsmitglied der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft.

Polens Präsident Nawrocki blockiert die Justizreform der Regierung mit einem Doppel-Veto. Die E5-Verteidigungsminister beraten in Krakau über europäische Sicherheit und Ukraine-Unterstützung. Kiews Bürgermeister Klitschko warnt vor den weiterreichenden Zielen des Kremls. Und: Sollte für Gotteslästerung weiterhin Gefängnis drohen? Mehr zu diesen Themen heute im Infoteil. Außerdem: Ist der Stereotyp, Polnisch sei eine der schwierigsten Sprachen der Welt, tatsächlich gerechtfertigt? Mehr dazu, zur Einstimmung vor dem morgigen Tag der Muttersprachen, im Magazinteil.

Polens Außenminister Radosław Sikorski fordert eine stärkere Rolle Polens in der Europäischen Union. Europa könne seiner Meinung nach nicht allein von Deutschland und Frankreich geführt werden. Mehr zu Sikorskis Interview im Spiegel im Infomagazin. Der europäische Verteidigungsfonds SAFE sorgt weiterhin für politische Kontroversen in Polen. Wie bewerten Wirtschaftsexperten dieses Instrument? Dazu mehr im Infoteil der Sendung. Außerdem berichten wir von einer Veranstaltung in Berlin, bei der der polnische Literaturnobelpreisträger Czesław Miłosz geehrt wurde. UND wir unternehmen einen sporthistorischen Exkurs zu den Erfolgen der polnischen Skispringer.

Die Temperaturen liegen weiterhin unter null, und seit Tagen schneit es ununterbrochen. Heiß hingegen geht es im Parlament zu. Dort ist es zu einer politischen Spaltung gekommen: Der Koalitionspartner Polen 2050 ist auseinandergebrochen, eine neue Partei soll entstehen. Droht nun ein Bruch der Regierungskoalition? Außerdem wird bei uns heute das Tanzbein geschwungen – zu Tangomusik. Doch nicht alle wissen, dass nicht Buenos Aires die Hauptstadt dieses heißen Tanzstils ist, sondern … Chemnitz. Ja, Sie haben richtig gehört. Und wir tauchen ein in die 60er-Jahre – mit einer Sendung, in der aus den Briefen von Frédéric Chopin gelesen wird. Es wird persönlich. Es wird intim.

Der US-Außenminister Marco Rubio beendet seine Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Das Publikum bedankt sich mit stürmischem Applaus. Eine spürbare Erleichterung liegt im Saal – anders als Donald Trump oder J.D. Vance hat Rubio den Europäern harsche oder beleidigende Worte erspart. Doch hat er im Kern wirklich etwas anderes gesagt als seine Vorgesetzten?

In München stand am Wochenende die Zukunft der europäischen Sicherheit im Mittelpunkt. Polens Ministerpräsident Tusk warnte vor einer Politik, die sich nur an Geschäften orientiert. Doch trotz versöhnlicher Töne von US-Außenminister Marco Rubio - im Kern die Kluft zwischen Europa und den USA ist nach der Sicherheitskonferenz nicht kleiner geworden, urteilen nach der Konferenz die polnischen Medien. Mehr zu diesen Themen heute im Infoteil. Außerdem: Heute vor 107 Jahren endete der Großpolnische Aufstand – die einzige siegreiche Erhebung in der polnischen Geschichte. Inwiefern hat gerade die preußische Prägung der großpolnischen Bevölkerung dazu beigetragen? Unter anderem darüber sprechen wir mit dem Historiker Janusz Tycner.

Am 13. Februar wurde der Welttag des Radios begangen. Aus diesem Anlass erinnern wir an die Anfänge des Radios in Polen und des Polnischen Rundfunks, der im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat. Außerdem sprechen wir über das neue Buch „Magiczna rana“ von Dorota Masłowska, das unter dem Titel „Im Paradies“ in deutscher Übersetzung im Rowohlt Verlag erschienen ist. Und zum Schluss besuchen wir das Fryderyk-Chopin-Institut in Warschau: Wie wird dort das musikalische Erbe Chopins jenseits des berühmten Wettbewerbs gepflegt – und wie leicht lässt sich Chopin dem deutschen Publikum näherbringen? Mehr dazu im Infomagazin am Sonntag.

Der US-Außenminister hat auf der diesjährigen Sicherheitskonferenz die Freundschaft zwischen den USA und Europa betont. Friedrich Merz setzte in München auf eine neue Rhetorik gegenüber den USA. Er forderte zudem eine stärkere Führungsrolle Deutschlands in Europa. Sollte sich Polen eine stärkere Rolle der Bundesrepublik in der Sicherheitspolitik wünschen? Das Parlament in Warschau hat am Freitag die gesetzliche Grundlage für die Nutzung des EU-Programms SAFE verabschiedet. Polen kann daraus nahezu 44 Milliarden Euro abrufen und ist damit der größte Profiteur. Die Regierung plant, den Großteil der Mittel im heimischen Rüstungssektor einzusetzen. Welche Bedenken äußern die Oppositionsparteien und der Präsident? Über diese Themen sprechen wir mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Marzenna Guz-Vetter, Expertin bei Visegrad Insight und Team Europe Direct.

Der US-Außenminister hat auf der diesjährigen Sicherheitskonferenz die Freundschaft zwischen den USA und Europa betont. Im vergangenen Jahr hatte US-Vizepräsident J. D. Vance Europa noch scharf angegriffen. War der Unterschied diesmal jedoch wirklich so groß? Friedrich Merz setzte in München auf eine neue Rhetorik gegenüber den USA. Zudem forderte er eine stärkere Führungsrolle Deutschlands in Europa. Sollte sich Polen eine stärkere Rolle der Bundesrepublik in der Sicherheitspolitik wünschen? Das Parlament in Warschau hat am Freitag die gesetzliche Grundlage für die Nutzung des EU-Programms SAFE verabschiedet. Polen kann daraus nahezu 44 Milliarden Euro abrufen und ist damit der größte Profiteur. Die Regierung plant, den Großteil der Mittel im heimischen Rüstungssektor einzusetzen. Welche Bedenken äußern die Oppositionsparteien und der Präsident? Unser Gast ist Politikwissenschaftlerin Dr. Marzenna Guz-Vetter, Expertin bei Visegrad Insight und Team Europe Direct.

Heute beginnt die Münchner Sicherheitskonferenz – aus Polen reisen der Regierungschef und Außenminister nach Bayern, US-Außenminister Rubio kündigt indes ein Treffen mit Selenskyj an. Der Sejm ebnet den Weg für Milliarden aus dem EU-Verteidigungsprogramm SAFE. Und: Polnische Unternehmen übernehmen immer häufiger etablierte Marken in Deutschland. Mehr zu diesen Themen heute im Infoteil. Außerdem: Das Fryderyk-Chopin-Institut in Warschau ist vor allem durch den berühmten Chopin-Wettbewerb bekannt. Doch die Institution leistet weit mehr. Über die Mission des Instituts und darüber, wie sich Chopins Erbe dem deutschen Publikum nahe bringen lässt, sprechen wir mit Dr. Aleksander Laskowski. Und: Mehr zum Programm des Europäischen Filmfestivals im Wiener Stadtkino und zum Film „Brat“, der für Polen ins Rennen geht, verrät Magdalena Bielecka vom Polnischen Institut in Wien.

Heute ist Fettdonnerstag in Polen. An diesem Tag gehören Pączki – also Krapfen – einfach dazu. Worauf geht diese süße Tradition zurück? Wir kommen außerdem auf das gestrige Treffen des Nationalen Sicherheitsrates zurück. Welche Themen wurden dort behandelt – und warum wird das Treffen der polnischen Spitzenpolitiker so breit kommentiert? UND: Nach 1945 spielten Auslandshörfunksendungen für polnische Emigranten eine wichtige Rolle. Sie waren oft die einzige Quelle unverfälschter Informationen. Doch wo gab es sonst noch polnischsprachige Sendungen? Mehr dazu im Infomagazin.

Er war das Gesicht der konservativen PiS-Regierung. Nun wird Zbigniew Ziobro mit einem Europäischen Haftbefehl gesucht. Wo er sich genau aufhält, bleibt ungewiss, doch allem Anschein nach ist es Ungarn. Außerdem erinnern wir an die Hafenstadt Gdynia, die ihren 100. Geburtstag feiert. Literarisch wird es ebenfalls: Wir werfen einen Blick in das neue Buch von Dorota Masłowska – und schauen, was die Autorin diesmal bewegt. Und in unserer Reihe „Aus dem Archiv“ hören Sie neue Aufnahmen rund um den beliebten Kinderbuchautor Kornel Makuszyński.