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Die Gegenwart zwischen Polen und der Ukraine wird von der Vergangenheit eingeholt. Ukrainische Nationalisten verübten im Zweiten Weltkrieg Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung in Wolhynien und Galizien. Polnische Kämpfer übten ihrerseits Vergeltung an ukrainischen Zivilisten. Diese historischen Traumata wurden nie aufgearbeitet und brechen nun wieder auf. Denn der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Armeeeinheit geehrt, deren Name an eine Organisation erinnert, die für Verbrechen an der polnischen Bevölkerung steht: die Ukrainische Aufständische Armee (UPA). In der Ukraine werden deren Kämpfer als Freiheitshelden verehrt, in Polen gelten sie als Verbrecher. Längst hat der Streit die Politik beider Länder erfasst und greift auf die Gesellschaften über. Im Verhältnis Polens zur Ukraine droht etwas zu kippen. Rechte Politiker befeuern den Konflikt. In diesem »Ostcast« befassen sich Michael Thumann und Alice Bota damit, wie Erinnerungen politisch instrumentalisiert werden, warum historische Traumata bis in die Gegenwart wirken und die Macht haben, die Zukunft zu prägen. Sie beleuchten, warum die Nationalisten des Zweiten Weltkriegs heute ein so hohes Ansehen in der Ukraine genießen und wie die polnische Seite den Ukrainern zu Recht vorwirft, geschichtsvergessen zu sein, sich aber gleichzeitig nicht den eigenen historischen blinden Flecken stellt. Denn Täterschaft und Opferschaft existierten damals oft parallel. Wer Täter war, konnte zum Opfer werden und umgekehrt. Alle drei Wochen sprechen wir im »Ostcast« über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern. Literatur: - Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. C. H. Beck, 2024. - Martin Schulze Wessel: Die übersehene Nation. Deutschland und die Ukraine seit dem 19. Jahrhundert. C.H. Beck, 2025. Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier. Unter ostcast@zeit.de erreichen Sie das Team per Mail. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Send us Fan MailWir leben in spannenden und herausfordernden Zeiten. Das was um uns herum und in unseren Gesellschaften und in der Welt passiert ist aber nur zweitrangig im Vergleich dazu, wie wir innerlich auf diese Dinge vorbereitet sind. Wenn du innerlich stark bist, kannst du auch durch die Stürme des Lebens unbeschadet an dein Ziel gelangen. Was du dazu brauchst, erfährst du in der heutigen Folge.Seid gesegnet! Schalom!Music credit for podcast:Epic Cinematic Trailer | ELITE by Alex-Productions | https://onsound.eu/ Music promoted by https://www.free-stock-music.com Creative Commons / Attribution 3.0 Unported License (CC BY 3.0) https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en_USSupport the show
Eine neue Studie zeigt: Die Gemeinschaft ist der Schlüssel für gesellschaftliches Glück. Demnach sind Gesellschaften im Durchschnitt glücklicher, wenn sie fair und inklusiv sind. Autorin: Sara Taimouri Von Daily Good News.
#Dtalk #DNEWS24 #JanViebig #JVInvest #Japan #Demografie #YEN #Abenomics Die viertgrößte Volkswirtschaft hat eine der ältesten Gesellschaften der Welt. Rund 29,56 Prozent der Japaner sind aktuell in der Altersklasse 65 Jahre und älter. Laut Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung wird ihr Anteil bis zum Jahr 2050 auf rund 37,48 Prozent steigen. Welche Wirkung hat die Alterung der Gesellschaft auf die Volkswirtschaft? Was bedeutet die jüngste Stützung der USA der japanischen Währung Yen für den privaten Anleger?DTalk mit dem Finanzwirtschaftler Professor Dr. Jan Viebig.
In dieser Themenfolge spricht Heiko Gossen mit Dr. Jörg Friedrichs über Binding Corporate Rules, kurz BCR, und ihre Bedeutung für internationale Datentransfers innerhalb von Unternehmensgruppen. Binding Corporate Rules werden in Artikel 47 DSGVO als „verbindliche interne Datenschutzvorschriften“ bezeichnet. Sie können multinationalen Konzernen als dauerhaftes Instrument dienen, um personenbezogene Daten zwischen europäischen Gesellschaften und Konzerngesellschaften in Drittländern zu übermitteln. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Was genau sind Binding Corporate Rules und welche Funktion erfüllen sie bei internationalen Datentransfers? Wann lohnt sich der erhebliche Aufwand für die Einführung und Genehmigung von BCR? Welche Unterschiede bestehen zwischen BCR für Verantwortliche und BCR für Auftragsverarbeiter? Können Binding Corporate Rules die Standardvertragsklauseln ersetzen? Warum bleiben Transfer Impact Assessments, Verträge zur Auftragsverarbeitung und zusätzliche Schutzmaßnahmen weiterhin erforderlich? Wie lassen sich Binding Corporate Rules zugleich als konzernweite Datenschutzrichtlinie und Compliance-Instrument einsetzen? Dr. Jörg Friedrichs ist Senior Legal Counsel im Konzerndatenschutz der Deutschen Telekom und beschäftigt sich dort unter anderem mit den Binding Corporate Rules Privacy des Konzerns. Im Gespräch erläutert er, wie die Deutsche Telekom ihre BCR nutzt, um ein weltweit einheitliches Datenschutzverständnis, gemeinsame Prozesse und eine internationale Datenschutzorganisation zu etablieren. Die Folge macht deutlich: Binding Corporate Rules sind kein Freibrief für Datenübermittlungen in Drittländer. Sie ersetzen weder die Prüfung der Rechtmäßigkeit einer Verarbeitung noch die Bewertung der Rechtslage im Empfängerland. Auch ein Transfer Impact Assessment kann weiterhin notwendig sein. BCR schaffen vielmehr eine dauerhaft implementierte und von den Datenschutzaufsichtsbehörden genehmigte Struktur für konzerninterne Datentransfers. Besonders interessant kann dieses Instrument für Unternehmensgruppen sein, die regelmäßig aus mehreren europäischen Ländern in mehrere Drittländer übermitteln und bereits über eine reife Datenschutzorganisation verfügen. Neben den Vorteilen behandelt das Gespräch auch die erheblichen Anforderungen: Das Genehmigungsverfahren muss vorbereitet und mit der zuständigen federführenden Aufsichtsbehörde durchlaufen werden. Die Regeln müssen innerhalb des Konzerns verbindlich sein, Beschäftigte sind zu schulen und die Umsetzung ist regelmäßig zu kontrollieren. Hinzu kommen laufende Melde-, Dokumentations- und Aktualisierungspflichten. Themen im Überblick Grundlagen der Binding Corporate Rules nach Artikel 47 DSGVO BCR als Instrument für konzerninterne Drittlandtransfers Abgrenzung zu Angemessenheitsbeschlüssen und Standardvertragsklauseln Binding Corporate Rules als weltweite Konzerndatenschutzrichtlinie BCR für Verantwortliche und BCR für Auftragsverarbeiter Transfer Impact Assessment und zusätzliche Schutzmaßnahmen Voraussetzungen und Ablauf des Genehmigungsverfahrens Auswahl der federführenden Datenschutzaufsichtsbehörde Internationale Implementierung, Schulungen und Datenschutzorganisation Grenzen bei Übermittlungen an Unternehmen außerhalb der Gruppe BCR als Vertrauenssignal gegenüber Kunden, Investoren und Geschäftspartnern Jährliche Meldungen, Audits und laufende Pflege der Regeln Linkliste zu den erwähnten Quellen und weiterführenden Informationen EDPB Recommendations 1/2022 zum Antrag auf Genehmigung und zu den Bestandteilen von BCR-C (BCR für Controller) https://www.edpb.europa.eu/documents/recommendation/recommendations-12022-on-the-application-for-approval-and-on-the-elements_en EDPB Recommendations 1/2026 zum Antrag auf Genehmigung und zu den Bestandteilen von BCR-P (BCR für Processor) – nicht final https://www.edpb.europa.eu/public-consultations/recommendations-12026-on-the-application-for-approval-and-on-the-elements-and_en EDPB zum Kooperationsverfahren der Datenschutzaufsichtsbehörden bei der Genehmigung von BCR https://www.edpb.europa.eu/documents/procedure/edpb-document-setting-forth-a-co-operation-procedure-for-the-approval-of_en CNIL allgemein zu BCR https://www.cnil.fr/en/binding-corporate-rules-bcrs CNIL: Grundlagen und Voraussetzungen von Binding Corporate Rules https://www.cnil.fr/en/what-you-need-know-binding-corporate-rules-bcrs CNIL Self-Assessment Tool zur Einführung von BCR https://www.cnil.fr/en/binding-corporate-rules-bcr-cnil-publishes-self-assessment-tool CNIL: Einreichung und Genehmigungsverfahren https://www.cnil.fr/en/when-and-how-submit-your-bcrs-project-data-protection-authorities EDSA-Register genehmigter Binding Corporate Rules https://www.edpb.europa.eu/registers/register-of-consistency-and-of-accountability-tools/binding-corporate-rules_en Binding Corporate Rules Privacy der Deutschen Telekom https://www.telekom.com/resource/blob/1062630/7fa3e031c54a1bf06995f687d99a8552/dl-binding-corporate-rules-privacy-3-0-data.pdf Datenschutzorganisation der Deutschen Telekom https://www.telekom.com/de/konzern/datenschutz-und-sicherheit/news/datenschutzorganisation-596254 Weitere Informationen, Blog und Newsletter: https://migosens.de/newsroom/ X: https://x.com/DS_Talk Übersicht aller Themenfolgen: https://migosens.de/datenschutz-podcast-themenfolgen/ Eigener Feed der Themenfolgen: https://migosens.de/show/tf/feed/ddt/ Instagram: https://www.instagram.com/datenschutztalk_podcast/
Laut Marokko hätten Falschinformationen in den sozialen Medien dazu geführt, dass Zehntausende letzte Woche gleichzeitig in die benachbarte spanische Exklave Ceuta geflohen sind. Zudem sei ein Gerichtsurteil falsch interpretiert worden, bei dem es um die Rückführung von Geflüchteten geht. Weitere Themen: · Unbekannte haben im Fürstentum Liechtenstein bei einem Cyberangriff zehntausende Daten gestohlen: Sie hätten sich Zugriff auf eine staatliche Datenbank verschafft, sagt die Regierung. Darauf seien etwa Daten von Gesellschaften, Stiftungen und Treuhandschaften gespeichert. Die Regierung führt dieses Verzeichnis nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. · In Brasilien steigt der 80-jährige Präsident Lula da Silva offiziell wieder ins Rennen um die Präsidentschaft ein. Er möchte Anfang Oktober zum insgesamt vierten Mal zum Präsidenten gewählt werden. Seine linke Arbeiterpartei hat seine Kandidatur bestätigt.
Es freut mich sehr, dass ich für dieses Gespräch Oliver Gorus gewinnen konnte. Es fügt sich inhaltlich an das kürzliche Gespräch mit Prof. Konrad Paul Liessmann an, gibt aber einen anderen, sehr wesentlichen Blickwinkel wieder, den wir ebenfalls in der breiten Diskussion viel zu wenig hören. Oliver Gorus ist seit einem Vierteljahrhundert Unternehmer in mehreren Branchen. Er ist Gründer und Herausgeber des freiheitlichen Online-Magazins »Der Sandwirt«, Kolumnist und Kommentator bei den »Freiheitsfunken«, bei »eigentümlich frei«, beim Kontrafunk und auf X. Er ist glücklicher Familienvater, Schwabe und ungern auf Reisen. Er lebt in Südtirol und liebt die Freiheit. Es war geradezu erfrischend, mit jemandem zu sprechen, der Freiheit als Konzept und Lebenspraxis ernst und sehr persönlich nimmt. Die meisten Menschen, denen ich heute in Europa begegne, gerade auch formal Gebildete, scheinen mir eher einer Untertanen-Mentalität anzuhängen. Was kann der Staat für mich tun? Oder, noch schlimmer, was sagt mir der Staat oder ein beliebiger Vertreter einer Obrigkeit, was ich tun soll? Und wenn es kein Leitbild von oben oder einer beliebig banalen Bubble gibt, ist man verloren. Dieser Weg in die Sackgasse, in der wir uns in Europa befinden, beschleunigt sich täglich. Darum erscheint es mir so wichtig zu sein, Dinge und vor allem vermeintlich intellektuelle Ideen, die sich aber eher als Glaubenssätze herausstellen, fundamental zu hinterfragen. Wir beginnen mit der Grundfrage: Was ist Freiheit, besonders im Kontext der heutigen Zeit und der Veränderung über die Zeit? Verschiebt sich die Bedeutung »Freiheit von« (negativ) gegenüber »Freiheit zu« (positiv)? Hat sich auch die Bedeutung des Wortes Liberalismus vs. Libertarismus verschoben? Wie stehen Freiheit vs. Kollektivismus heute? Sind »links« und »rechts« noch zeitgemäße Einordnungen? Welche gesellschaftlichen Aspekte fallen überhaupt in diese Betrachtung? Ist Philip Pettits republikanische Definition von Freiheit relevant? Es ginge nicht um das Beherrschtwerden, sondern um das Potenzial, beherrscht zu werden. Was ist der Unterschied? Geht es dem Sklaven, der vom Herrn Champagnerfrühstück serviert bekommt, nicht gut? Was ist das Problem? Warum sind die Corona-Maßnahmen ein bedrohliches Beispiel für den Zustand der Freiheit in Europa und der westlichen Welt? Ein aktuelles Beispiel sind die immer totalitäreren Maßnahmen, die in der EU und Deutschland beschlossen werden, gerne während der Urlaubssaison oder während einer Fußball-WM, in der Hoffnung, dass die Menschen abgelenkt sind und Journalisten noch weniger kritisch arbeiten als sonst. »Ein Geheimdienst, der im Verborgenen arbeitet, bekommt operative Fähigkeiten, damit wird das alte Trennungsgebot — eine der Lehren aus dem Dritten Reich — missachtet. […] Das sind Strukturen, die hier gebaut werden, die an die dunkelsten Zeiten unserer Geschichte erinnern.« Dies ist aber nur eines von zahlreichen Beispielen. Wie sind wir in diese existenzielle Krise geraten, in der wir in Europa stecken, und besteht hier nicht ein Zusammenhang? Sind Menschen, die Freiheit wollen, nicht in der Minderheit? Sind wir Untertanennationen, lieben die meisten Menschen gar das betreute Denken? »Wir Freiheitlichen sind im deutschsprachigen Raum traditionell und schon immer in der Minderheit. […] Ich glaube, dass die Freiheit in Deutschland in den Köpfen der Menschen unterentwickelt ist und es nur eine Minderheit ist, die überhaupt bemerkt, dass hier solche Machtstrukturen aufgebaut werden.« Ist die Situation hoffnungslos, oder kann sich daran etwas ändern? Wird sich genug Druck im Lande für wesentliche Änderungen aufbauen oder werden die Fähigen und Klugen schlicht Deutschland, Österreich und Europa verlassen und damit die Situation wesentlich schlechter machen? Ist eine Zersplitterung der Gesellschaft zu vermeiden, oder erkennen wir gerade einen Trend ins Gegenteil? Ist der Begriff der »Krise« überhaupt anwendbar oder erleben wir eher Zusammenbruch als Krise? Entwickeln sich Gesellschaften in Zyklen? Wie wären diese zu denken? Was ist die Rolle von Kultur? Wer bestimmt, was zur Kultur wird? »Von dem Ich und dem Du geht es über in das Man. […] Da gibt es dann plötzlich dieses kollektive Wir.« Sind Individuen in der heutigen Phase, wenn eine Nation über den Zenit ist, noch eine Wirkmacht? Was oder wer dann? Wie endet der Zyklus aber dann und was geschieht danach? »We gave authority to the people who explained things. Not the people who built them.«, Marc Andreessen Und dazu passend: »The world you see everywhere around you, could never have been built by the people you see now living within it.«, Eric Weinstein Was ist davon zu halten? »Würde heute ein Ludwig Erhard leben, der Vater des Wirtschaftswunders, der würde verzweifeln, der wäre völlig machtlos.« Warum sind die USA trotz aller Probleme, die es dort gibt, deutlich erfolgreicher als Europa? Gibt es einen Technik-Zyklus, den die USA treiben und wir verpassen? Oder ist dies überhaupt ein Phänomen, das gar nicht mehr einzelnen Nationen leicht zuordenbar ist? Wie kann in einem Gemeinwesen überhaupt eine Entscheidungsfindung stattfinden, die zu konstruktiven Ergebnissen führt? Zentral oder dezentral? In welchem Verhältnis? Oder ist Anarchismus eine Variante? »Steckt in der Demokratie immer schon die Saat des Versagens?« Begegnen sich Extremisten im Kollektivismus? Kann man am Wesen des Menschen vorbei theoretisieren? Und was sind die Folgen davon? »In allen menschlichen Kulturen gibt es Strukturen.« Können und dürfen wir Menschen ändern? Auf welcher Ebene und in welcher Skalierung sollten und können Entscheidungen effektiv getroffen werden — was hat das für Konsequenzen? Braucht es die Kleinteiligkeit, den Flickenteppich? Leben wir aktuell gar in einer Fürstenherrschaft? »Diese ›unsere Demokratie‹ ist eine Aristokratie.« Was nun? Gibt es einen Ausweg? Im Grunde gibt es drei Möglichkeiten: Über das Danach nachdenken und entsprechende Konzepte vorbereiten auf emergente Phänomene hoffen Parallelstrukturen schaffen Warum ist der Volkswagen-Konzern ein gutes Spiegelbild für die deutsche Gesellschaft? »Die Leistungsfähigen werden bestraft und die Nicht-Leistungsfähigen oder Nicht-Leistungswilligen werden belohnt. Das führt dazu, dass immer mehr Leute die Seite wählen, wo sie alimentiert werden.« Wie kann es einen Neuanfang geben? Regional? Wenn wir in Europa über den Euro alle Fehler und alles Versagen über Nationen verteilen? Wie soll das funktionieren? Ist das nur eine Phase? Was wird zerbrechen? »Harte Zeiten produzieren gute Leute, gute Leute produzieren gute Zeiten, gute Zeiten produzieren schwache Leute, und schwache Leute führen alles wieder zum Zusammenbruch. […] Wir haben gerade sehr, sehr viele, sehr, sehr schwache Menschen.« Wie kann es aber gelingen, Schwache und Bedürftige weiter zu unterstützen ohne ein Sozialsystem, wie wir es heute haben, das völlig seinen Fokus verloren hat und in keiner Weise nachhaltig ist? Welche Rolle spielt Bildung? Warum ist unser aktuelles Bildungssystem trotz der enormen Kosten, die es verursacht, so dysfunktional? Führt staatliche Wohlfahrt und Bildungswesen zum Gegenteil des erwünschten Effektes? »Kinder lernen schon in den Familien, vom Staat abhängig zu sein. […] Echte professionelle Jugendarbeit und Sozialarbeit ist ein Kampf gegen Windmühlen.« Ein Bonmot, das ich kürzlich gelesen habe sagt: »Most jobs today are adult daycare.« Ist das zu polemisch? Wie ist das zu denken mit aktuellen Entwicklungen in künstlicher Intelligenz und Robotik — einige Jahre in die Zukunft gedacht? »Der Bildungssektor wird sich anpassen, sobald er nicht mehr staatlich ist. […] Es wird sich ein so bunter Strauß an Bildungsformen ausbilden, dass es auch für die unter Anführungszeichen Schwächsten hervorragende Bildungsmöglichkeiten geben wird.« Andere Episoden Episode 155: Freiheit oder Sicherheit? Ein Gespräch mit Prof. Konrad Paul Liessmann Episode 153: Potent Stuff, A Conversation with Prof. Jacob Howland Episode 152: Säkulare Glaubensbekenntnisse Episode 150: Wie kommt Neues in die Welt? Episode 144: Was ist Fortschritt? Ein Gespräch mit Dr. Daniel Stelter aus ökonomischer Perspektive Episode 141: Passagier oder Steuermann? Ein Gespräch mit Markus Raunig Episode 138: Im Windschatten der Narrative, ein Gespräch mit Ralf M. Ruthardt Episode 136: Future Brunels? Learning from the Generation that Transformed the World. A Conversation with Dr. Helen Doe Episode 131: Wot Se Fack, Deutschland? Ein Gespräch mit Vince Ebert Episode 130: Populismus und (Ordo)liberalismus, ein Gespräch mit Nils Hesse Episode 125: Ist Fortschritt möglich? Ideen als Widergänger über Generationen Episode 117: Der humpelnde Staat, ein Gespräch mit Prof. Christoph Kletzer Episode 114: Liberty in Our Lifetime 2: Conversations with Lauren Razavi, Grant Romundt and Peter Young Episode 113: Liberty in Our Lifetime 1: Conversations with Massimo Mazzone, Vera Kichanova and Tatiana Butanka Episode 108: Freie Privatstädte Teil 2, ein Gespräch mit Titus Gebel Referenzen Oliver Gorus auf X Der Sandwirt Philip Pettit, Republicanism. A Theory of Freedom and Government, Oxford University Press / Clarendon Press, Reihe Oxford Political Theory (1997) Ben Shapiro, Lions and Scavengers. The True Story of America (and Her Critics), Threshold Editions (2025) Ulf Poschardt, Shitbürgertum, Westend Verlag (2025) Ulf Poschardt, Bückbürgertum. Eine Geschichte verlorener bürgerlicher Kulturkämpfe, Westend Verlag (2026) Marc Andreessen Tweet Karl R. Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (Original: The Open Society and Its Enemies), Routledge (1945) David Graeber, Bullshit Jobs. A Theory, Simon & Schuster (2018) Balaji Srinivasan, The Network State. How to Start a New Country (2022)
Die Care Economy umfasst bezahlte und unbezahlte Sorgearbeit – von Kinderbetreuung und Pflege bis zur Unterstützung im Alltag. Der Podcast zeigt, warum diese Tätigkeiten ein zentraler Wirtschaftsfaktor sind und wie unterschiedlich USA und Europa damit umgehen. Während die USA stärker auf private Finanzierung und individuelle Verantwortung setzen, ist Care in Europa häufiger Teil öffentlicher Daseinsvorsorge. Beide Regionen stehen jedoch vor ähnlichen Herausforderungen: alternde Gesellschaften, Fachkräftemangel, hohe Kosten und die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit. Die Folge erläutert verständlich, warum Investitionen in Care zugleich Investitionen in Arbeitsmarkt, Gleichstellung und gesellschaftliche Stabilität sind. Euer Thomas Montag
Sein und Streit - Das Philosophiemagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
Trauma ist zu einem Schlüsselwort unserer Zeit geworden. Zu Recht, meint Maggie Schauer, denn psychische wie körperliche Auswirkungen von Gewalt prägen ganze Gesellschaften. Die Psychologin erklärt, wie Erzählen bei der Heilung helfen kann. Schauer, Maggie; Rohde, Stephanie www.deutschlandfunkkultur.de, Sein und Streit
Die Fußballweltmeisterschaft ist vorbei und jetzt gilt für die wirklichen Fußballfans die kurze Pause bis zum Bundesligastart Ende August zu überbrücken. Was bleibt von dieser Weltmeisterschaft? Vor allem – ehrlicherweise – Gott sei Dank, dass Spanien Weltmeister geworden ist und nicht Argentinien mit seiner Spielzerstörung und den vielen kleinen und großen Fouls und Unsportlichkeiten, die sich sogar noch nach Abpfiff des Finales weiter ereignet haben. Und es bleiben die Erinnerungen an manche kleine Mannschaft, die bei diesem Megaturnier die Chance hatten sich zu präsentieren. Und das hat beispielhaft Kap Verde wunderbar getan und mit Energie, Siegeswillen und Lust am Spiel, einige große Mannschaften an den Rand einer Niederlage gebracht. Deren Torwart hat so großartige Paraden gezeigt und war so ein großer Rückhalt seiner Mannschaft, dass er fast allein so viel möglich gemacht hat. Das ist es, glaube ich, was weltweit, trotz allem politischen Desaster um Infantino und Trump, so viele Milliarden Menschen am Fußball so begeistert: Man weiß nie, wie es ausgeht und die Hoffnungen der Fans und die Unterstützung für die eigene Mannschaft macht so vieles möglich.Wie ist das so – jenseits vom Fußball – bei Dir und mir? Wo fühle ich mich verbunden, begeistert, gesehen und unterstützt? Und wo unterstütze ich selbst Gruppen und Kreise, Vereine und Gemeinden? "Was Du von den anderen erwartest, dass tu ebenso für sie," ist die goldene Regel in der Bibel, in allen anderen Weltreligionen und im Zusammenleben der Völker, der Gesellschaften, der Nachbarschaften und Familien. Und das ist manchmal ganz groß und notwendend und friedensstiftend und manchmal kleiner aber ebenso notwendig für das Leben von benachteiligten Menschen.Ein schönes Beispiel war dafür am vergangenen Wochenende ein Ausflug in den Panoramapark hier im Sauerland für mehr als 100 alleinerziehende Elternteile und ihre Kinder, ausgerichtet und unterstützt vom Sozialdienst katholischer Frauen und dem Dekanat Siegen. Gefördert mit kirchlichen Finanzmitteln, einer Bank und einer Bürgerstiftung wurde möglich gemacht, dass Eltern und Kinder diese Auszeit vom Alltag erleben und einen Tag lang ihre schwierigen Lebensumstände mal hinter sich lassen konnten. Mit dem großem Engagement Einzelner ist so viel möglich und schenkt dem Leben vieler einen Lichtblick.Wo bist Du heute ein Lichtblick für Menschen in Deiner Umgebung?
Die Ernährung mit Kohlenhydraten (Weizen, Kartoffeln, Zucker etc.) hat es Gesellschaften ermöglicht, massive Leistungssprünge zu machen. Laufen wir hier in eine Sackgasse? Explore yourself – Thinking at the Edge Diese Audio-Anleitung führt dich in 15 Podcastfolgen (je ca. 30 Minuten Länge) Schritt für Schritt durch den TAE-Prozess, der von Gendlin und Hendricks entwickelt wurde: vom ersten, noch vagen Spüren einer Idee über sprachliche Schärfung, poetische Verdichtung und fallbasierte Exploration bis hin zur Modellbildung. Du lernst, implizites Wissen zugänglich zu machen, präzise und resonante Begriffe zu finden, Paradoxien produktiv zu nutzen, Muster in Erfahrungen zu erkennen und durch gezieltes Kreuzen frische Einsichten zu gewinnen. https://zks-medien.de/produkt/explore-yourself-thinking-at-the-edge/ Wissen & Werkzeuge für Menschen mit Feingefühl Veränderungsprozesse kreativ begleiten: Unsere Tools sind dafür geschaffen, aus einem soliden Freiraum heraus tief in Problematiken einzutauchen und den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen. So ermöglichen wir Arbeit mit Substanz – im indivduellen Alltag und im Training von Menschen, die im sozialen und im therapeutischen Feld tätig sind. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: von Konfliktmoderation über berufliche Profilbildung bis hin zur Klärung von Krisensituationen. Unsere Tools sind geeignet, um am Ball zu bleiben und das Gespür für die stimmige Spur zu behalten und zu vertiefen. https://zks-medien.de
Tipping Points schaffen neue Realitäten - was sich langsam anbahnte, definiert auf einmal Unternehmen, Märkte und Gesellschaften neu. Tipping Points pirschen sich leise an. Um dann auf einmal durchzustarten, oder auch eben manchmal nicht. Und plötzlich kippt alles gleichzeitig. Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen, Kundenbedürfnisse werden nicht mehr von Menschen, sondern von Agenten verhandelt, ganze Wertschöpfungsketten lösen sich auf, Plattformen kämpfen um Souveränität, und die Frage, wie viel Mensch in der Schleife noch nötig ist, wird drängender denn je. Vor zehn Jahren haben wir mit #digdeep begonnen, diese digitalen Veränderungen unter die Lupe unseres Podcasts zu nehmen. Wie ein Seismograph zu schauen, was und wer die Digitalisierung vorantreibt. Und wir haben einige Prognosen gewagt: Vor fünf Jahren haben wir in unserem Buch "Die digitale Herausforderung" fünf Tipping Points formuliert, die aus unserer Sicht die Zukunft verändern. Aber lagen wir mit unser Einschätzung richtig? Zeit also, einen Blick zurück und nach vorne zu werfen. Und wir haben fünf Podcast-Gäste eingeladen, uns einen kurzen Blick auf das zu werfen, was sich bei ihnen verändert hat und verändern wird. Irene Kilubi, Julia Urbahn, Manuel Eugster und Walter Rademacher melden sich mit persönlichen Botschaften - und die KI. Denn wir waren der erste deutschsprachige Podcast, der ChatGPT im Postcast als Gast hatte. Und da wollen wir doch wissen: Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch menschliche Podcast-Hosts wie uns? Wir sind gespannt, was euer Feedback dazu ist. Welche Themen wollt ihr in #digdeep hören?Was können wir besser machen? Welche Gäste sollen wir einladen? Wir freuen uns auf den Dialog mit euch - ihr seid der Grund für #digdeep!
Scheinbar unaufhaltsam formen Aufrüstung und Kriegsvorbereitung unsere Gesellschaften um. Der Sammelband "Verweigert Euch!" der Interventionistischen Linken (IL) spürt dem vielfältigen Widerstand gegen Krieg und Militarisierung nach. Wie lassen sich die Interessen hinter der vermeintlich alternativlosen Kriegsertüchtigung verstehen und kritisieren? Und warum braucht es jetzt einen antimilitaristischen Grundkonsens? Darüber sprechen wir im Dissens Podcast mit Chrissi aus dem Herausgeber*innen-Kollektiv der IL Frankfurt und Co-Autor Raul Zelik.
In dieser Episode spricht Philipp Strobl mit dem Zeithistoriker Oliver Rathkolb über die historischen Dimensionen und gesellschaftlichen Dynamiken von Migration in Österreich und Europa. Rathkolb zählt zu den renommiertesten Kennern der österreichischen Zeitgeschichte, seine Forschungsschwerpunkte umfassen österreichische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Nationalsozialismus und Erinnerungskultur sowie Demokratie- und Migrationsgeschichte. Ausgangspunkt des Gesprächs bilden seine aktuellen Bücher „Ökonomie der Angst. Die Rückkehr des nervösen Zeitalters" — ausgezeichnet mit dem Preis „Wissenschaftsbuch des Jahres 2026" — sowie „Die paradoxe Republik. Österreich 1945 bis 2025". Diskutiert werden u.a. die Frage, ob es eine spezifisch österreichische Form der Migrationsdebatte gibt, die durch die politische Kultur der Zweiten Republik und mitteleuropäische Erinnerungspolitik geprägt ist, sowie der Einfluss der zahlreichen Zu- und Abwanderungswellen des 20. Jahrhunderts auf die österreichische Gesellschaft. Rathkolb analysiert zudem, welche Rolle Medien und permanente Krisenkommunikation bei der emotionalen Aufladung von Migrationsdebatten spielen und warum Migration in gegenwärtigen europäischen Gesellschaften so stark als Projektionsfläche für Ängste vor Kontrollverlust, sozialem Abstieg und kultureller Veränderung dient. Abschließend geht er der Frage nach, warum das Thema seit 2015 gerade in Mitteleuropa zum zentralen Mobilisierungsinstrument populistischer Bewegungen geworden ist und was diese Entwicklung von früheren Migrationsdebatten unterscheidet.
Marco Mattes hat aus einer leerstehenden 8.000 qm Lagerhalle eine Immobilien-Gruppe mit 31 Objekten, 40 Gesellschaften und 25 Mitarbeitern gebaut. In diesem Refresh zeigt er, wie aus Notlagen Deals werden und warum Timing über deinen Erfolg als Immobilieninvestor entscheidet.Das nimmst du aus der Folge mit:Warum sein erstes Objekt ausgerechnet ein 8.000 qm Gewerbe-Leerstand war und was die Kernsanierung ihn über Projektentwicklung gelehrt hatWieso er zwei Jahre fast nichts kaufte und ab Ende 2022 antizyklisch auf 25 Bankpartner und starkes Wachstum skalierteWeshalb er zuerst die Downside minimiert und Wert zu Preis über die reine Mietrendite stelltMarco Mattes ist Gründer der Mattes Immobilien Unternehmensgruppe aus Bad Kreuznach und Autor des Buchs Erfolg durch Intuition.---
Kapitaldienstfähigkeit ist die eine Kennzahl, an der jede Immobilienfinanzierung steht oder fällt.In Teil 2 mit Nick wird es praktisch: wie du Objekte so entwickelst, dass die Bank mitgeht, und wie ein einziges Mietergespräch die Miete spürbar hebt.Darum geht es konkret:Warum die Bank zuerst auf die Kapitaldienstfähigkeit des Objekts schaut und wie du mit Track Record und 18 Monaten Tilgungsaussetzung trotzdem finanziert bekommstWie einvernehmliche Mietergespräche die Miete weit über die ortsübliche Vergleichsmiete heben, manchmal für rund 200 Euro MaterialeinsatzWarum Buchhaltung und Steuerthemen bei acht bis neun Gesellschaften zum größten Engpass beim Skalieren werdenNick hat neben dem Konzernjob über 150 Einheiten aufgebaut und ist zusätzlich als Berater bei mieteinander aktiv.---
260708PC Ich komm umsonst reinMensch Mahler am 8.7.2026Heute gehen wir in die Heilig-Geist-Kirche. Da kenn ich den Pfarrer, da komm ich umsonst rein. Alter Witz – neu aktualisiert. 12 Euro kostet der Eintritt in den Kölner Dom. Und er ist damit in guter Gesellschaft: Die Sagrada Familia in Barcelona und die Westminster Abbey in London nehmen über 20 Euro. Vergleichen mit den großen Museen dieser Welt wahre Schnäppchen. Und da sind wir am Kern: Kirchen sind nicht mehr nur Stätten der Anbetung Gottes. Sie gehören in säkularisierten Gesellschaften zum historischen Kulturgut und sind nichts anderes als Museen. Immerhin: der Gläubige darf in Köln noch in einer Seitenkapelle des Doms kostenlos beten oder so tun, als ob er beten würde. Das große Kirchenschiff ist dem zahlenden Publikum aus aller Welt vorbehalten. Am Tag sind es 20-30.000 Menschen. Vorwiegend Touristen aus der ganzen Welt, die Kosten für Wachdienste – so ein Selfie auf dem Altar kommt bei Insta gut – Putzdienste und diverse andere Dienste einfordern. 44.000 Euro pro Tag verschling der Unterhalt des Doms, den wir gerne in Kölle lasse. Was sagt das aus? Ich muss unwillkürlich an den peitschenschwingenden Jesus im Tempel in Jerusalem denken. „Mein Haus soll ein Bethaus sein – ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht“ ruft er den Händlern und Geldwechslern zu. Der als sanft geltende Jesus in unheiligem Zorn. Manchmal hilft eben nur die Sanftwut. Und ein anderes Wort fällt mir ein, wenn ich die kühlen, prunkvollen Museen kirchlicher Macht sehe; Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Erhalten der Glut. Mehr Glut in der Kirche! Das wäre das Gebot der Stunde. Da, wo die Glut gelebt wird, brummt es auch. In Afrika, Lateinamerika und in Freikirchen auch hierzulande. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Der Auftrag nach unserer 800. Sendung ist klar: Wir brauchen neuen Optimismus und frischen Zukunftsglaube. Darum stellen wir uns die Frage: Welche Technologien stehen in den Startlöchern, die den Lauf der Menschheit in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten in eine neue – nämlich bessere – Richtung lenken könnten? Wir unternehmen diesen Blick in die Zukunft nicht blauäugig. Die KI lehrt uns derzeit, dass selbst eine Technologie mit riesigem Potenzial nicht automatisch zum Nutzen aller eingesetzt wird. Nein, natürlich handeln manche Unternehmen ohne Rücksicht und Verantwortung, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Es gibt Oligarchen, die dank der neuen Möglichkeiten auch ihre politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen durchdrücken wollen. Neue Erfindungen können leicht zu einer Waffe im Kampf der Systeme werden. Und schliesslich müssen Gesellschaften, Arbeitsmärkte und wir alle die Veränderungen verkraften, die der Wandel mit sich bringt. Diesen berechtigten Einwänden zum Trotz bringen wir heute einen Toast auf den Fortschritt aus: auf die Genschere, die KI in der Medizin, die CO₂-Abscheidung als Mittel gegen den Klimawandel, die Fusionsenergie, neue Batterien und Nanobots, die uns von innen reparieren. Und hat jemand Quantencomputer gesagt? Und ja, natürlich ist es völlig unmöglich, all diesen wissenschaftlichen Feldern in einer Sendung gerecht zu werden. Weil uns das völlig bewusst ist, setzen wir noch einen drauf und liefern in den Shownotes nebst vielen Links zu den Themenfeldern auch knapp zwei Dutzend Kurztipps für Bücher, in denen der Fortschritt nicht unkritisch, aber dennoch positiv besprochen wird. PS: Der Titel der heutigen Sendung ist natürlich eine Anspielung an «The Future's So Bright, I Gotta Wear Shades» von Timbuk 3 von 1986. Und ja, wir wissen um die Ironie in diesem Song.
Herzlich willkommen zu Ihrem morgendlichen Newsletter! Machtfragen und historische Wendepunkte. Politische Ereignisse entfalten ihre Wirkung oft weit über den Moment hinaus. Auf dem AfD-Parteitag in Erfurt zeigte sich eine Partei im Umbruch: Programmatische Debatten traten in den Hintergrund, um Personalfragen für eine mögliche Regierungsbeteiligung zu klären. Alice Weidel festigte dabei souverän ihre Position als stärkste Figur, während die knappen Wahlausgänge das Ringen um künftigen Einfluss innerhalb der Partei offenbarten. Das Treffen wurde von Protesten und Angriffen auf Journalisten überschattet, die parteiübergreifend verurteilt wurden. Gleichzeitig blickten die USA am Vorabend ihres 250. Unabhängigkeitstages auf eine lange Tradition der Freiheit zurück. Präsident Donald Trump nutzte seine Rede am Mount Rushmore, um ein „Goldenes Zeitalter Amerikas” heraufzubeschwören und vor einer kommunistischen Bedrohung zu warnen. Beide Ereignisse, so unterschiedlich sie auch sein mögen, verdeutlichen, wie intensiv Gesellschaften derzeit über ihre Identität, ihre Werte und ihren zukünftigen Kurs debattieren.
Änderungen in den Altersstrukturen der westlichen Gesellschaften sowie die Entwicklung künstlicher Intelligenz ziehen neue Herausforderungen nach sich. Feinfühlige und insbesondere personzentriert-experienziell arbeitende Menschen sind heute mehr gefragt denn je. Explore yourself – Thinking at the Edge Diese Audio-Anleitung führt dich in 15 Podcastfolgen (je ca. 30 Minuten Länge) Schritt für Schritt durch den TAE-Prozess, der von Gendlin und Hendricks entwickelt wurde: vom ersten, noch vagen Spüren einer Idee über sprachliche Schärfung, poetische Verdichtung und fallbasierte Exploration bis hin zur Modellbildung. Du lernst, implizites Wissen zugänglich zu machen, präzise und resonante Begriffe zu finden, Paradoxien produktiv zu nutzen, Muster in Erfahrungen zu erkennen und durch gezieltes Kreuzen frische Einsichten zu gewinnen. https://zks-medien.de/produkt/explore-yourself-thinking-at-the-edge/ Wissen & Werkzeuge für Menschen mit Feingefühl Veränderungsprozesse kreativ begleiten: Unsere Tools sind dafür geschaffen, aus einem soliden Freiraum heraus tief in Problematiken einzutauchen und den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen. So ermöglichen wir Arbeit mit Substanz – im indivduellen Alltag und im Training von Menschen, die im sozialen und im therapeutischen Feld tätig sind. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: von Konfliktmoderation über berufliche Profilbildung bis hin zur Klärung von Krisensituationen. Unsere Tools sind geeignet, um am Ball zu bleiben und das Gespür für die stimmige Spur zu behalten und zu vertiefen. https://zks-medien.de
Nach der umsatzsteuerlichen Organschaft wird es diesmal ertragsteuerlich: Was passiert, wenn Gewinne und Verluste rechtlich selbständiger Gesellschaften beim Organträger landen? Wir erklären, wann eine Organschaft funktioniert, warum der Ergebnisabführungsvertrag der Dreh- und Angelpunkt ist – und weshalb vermeintliche Steuertricks oft an den Details scheitern.Und hier finden SIe weitere spannende Themen:Folge 049: So sparen Sie Einkommensteuer und Erbschaftsteuer mit einem Familienpool!Folge 006: Die Holding ist kein Statussymbol!Folge 143: Organschaft, aber freiwillig? Was sich bei der Umsatzsteuer ändern soll.Fischer & ReimannDu bist Steuerberater*in und willst Dich selbst verwirklichen? Dann informiere Dich auf https://kanzlei-pfalz.de/karriere.htmlSteuerberater gesucht?Von der Lohn- und Finanzbuchhaltung, über den Jahresabschluss und die Steuererklärungen bis hin zur Steuerberatung: Bei uns werden ausschließlich Steuerberater*innen tätig.Lernen Sie uns kennen und machen Sie künftig keine Kompromisse mehr: https://kanzlei-pfalz.de/index.html
Wie bleiben demokratische Gesellschaften handlungsfähig, wenn Unsicherheit zur Normalität wird? Darüber haben wir, im Rahmen der vierten Ausgabe unseres All-Female Panels als Side-Event der Münchner Sicherheitskonferenz, mit Dr. Katharina Schüller (KI-Expertin, Gründerin & CEO von STAT-UP), gesprochen. U.a. berät sie derzeit den Zoll bei der datenbasierten Risikoanalyse für die Kontrollen und unterstützt damit die Verwaltung KI einzusetzen, um wirksamer zu agieren. In dieser Folge thematisieren wir auch, warum Resilienz weit mehr ist als bloße Widerstandskraft – nämlich ein Mindset. Die Haltung, sich nicht als Opfer äußerer Umstände zu begreifen, sondern auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig zu bleiben und Zukunft aktiv mitzugestalten. “Datenkompetenz ist keine individuelle Aufgabe, sondern muss auf organisationaler und systemischer Ebene gedacht werden. Viel zu oft entscheiden diejenigen, die gerade an der Macht sind, darüber, welchen Teil der Realität wir eigentlich wahrnehmen. Das zieht unvorhersehbare Folgen nach sich”, stellt Dr. Katharina Schüller fest. Außerdem diskutieren wir, warum unser Verständnis von Wissen immer auf Wahrscheinlichkeiten basiert und weshalb wir lernen müssen, Unsicherheit als festen Bestandteil unserer Realität anzuerkennen. Hintergrund https://www.stat-up.com Die Wahrheit über Datenkultur – am Beispiel Zoll https://youtu.be/XZ7Ar35Fplg? Feedback, Gästewünsche: • Kommentare/Anregungen: https://www.instagram.com/ich.bin.so.frei/; https://www.linkedin.com/in/dr-zoé-von-finck-81b32857/ • Verein: www.ich-bin-so-frei.org • Spenden: Ich bin so frei e.V. IBAN: DE 24830654080005361192 BIC: GENO DEF1SLR Volksbank/Skatbank
Bevölkerungszahlen sind politisch. Ob zu viele oder zu wenige Menschen – oft wird die demografische Entwicklung mit Warnungen verbunden. Wie wir mit einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung in Deutschland umgehen können, darüber sprechen die Soziologin Michaela Kreyenfeld und die Politikwissenschaftlerin Kira Renée Kurz. Und die Rechtshistorikerin Dana Schmalz erklärt, wie die Angst vor demografischen Veränderungen gesellschaftliche Diskurse prägt. Moderiert von Sarah Zerback. Lesetipps auf bpb.de Michaela Kreyenfeld, Mehr als Zahlen. Zur politischen Dimension demografischer Daten, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 17/2026Kira Renée Kurz, Auf dem Weg in die Gerontokratie? Demografische Machtverhältnisse in alternden Gesellschaften, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 17/2026Martin Bujard, Weltbevölkerung – stoppt der Anstieg bei 11 Milliarden?, in: Informationen zur politischen Bildung Nr. 350/2022Dana Schmalz, Getrieben von Angst und Ungleichheit. Demografiediskurse vom 19. Jahrhundert bis heute, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 17/2026 url="https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/Transkript_Demografie_final.pdf">Transkript zur Folge InterviewgästeMichaela Kreyenfeld, Professorin für Soziologie, Hertie School BerlinDana Schmalz, Rechtswissenschaftlerin und AutorinKira Renée Kurz, Politikwissenschaftlerin, Universität Greifswald Redaktion Gina Enslin (hauseins), Lorenz Abu Ayyash, Julia Heinrich, Isabel Röder (alle bpb) ---------------- Wenn euch "Aus Politik und Zeitgeschichte" gefällt, abonniert uns und empfiehlt uns weiter. Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zum Podcast per Mail an apuz@bpb.de -------------- Podcast-Tipp Fühl' ich: Europa Gefühle, die haben wir alle. Wir fühlen Angst, Mut, Verbundenheit – aber was hat die EU mit unseren Gefühlen zu tun? In jeder Folge nehmen wir ein Gefühl in den Blick, das junge Menschen in Europa bewegt. Wir wollen die EU und ihre Auswirkungen auf unseren Alltag besser verstehen. Dafür fragen wir nach – bei Expertinnen und Experten, aber vor allem auch bei jungen Menschen in und außerhalb der EU.
Als die Journalistin Franziska Sittig erlebte, daß ein Konzert der US-Sängerin Taylor Swift im Sommer 2024 in Wien wegen einer islamistischen Terrordrohung abgesagt werden mußte, kam das für sie einer Zäsur gleich: In diesem Moment wurde sie persönlich mit dem konfrontiert, was sie zuvor nur theoretisch über Islamismus, Terrorismus und zur Unterwanderung westlicher Gesellschaften gehört hatte. Das Ereignis war für sie Anstoß, zusammen mit Noam Petri das Buch „Die intellektuelle Selbstzerstörung – Wie der Westen seine eigene Zukunft verspielt“ zu schreiben, das sie am 17. Juni 2026 vorstellte. * Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Bibliothek des Konservatismus mit einer Spende! * PayPal: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=QEPQL6C6EZW24 Banküberweisung: Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung IBAN: DE15 1009 0000 2125 2750 04 BIC: BEVODEBB * Einen Überblick über die Arbeit der Bibliothek und die nächsten Veranstaltungen finden Sie unter https://www.bdk-berlin.org/ * Facebook: https://www.facebook.com/bdk.bln Instagram: https://www.instagram.com/bdk_berlin/ Twitter: https://twitter.com/BdK_Berlin Gettr: https://gettr.com/user/bdk_berlin
Was bedeutet Schamanismus wirklich und ursprünglich? Worum geht's dabei? Und wie können schamanische Traditionen und Rituale zu mehr Frieden, Verbundenheit und menschlicher Reife beitragen? In dieser Episode spreche ich mit Gregor Hochleitner, der nach vielen Jahren als Zahntechniker seiner Berufung gefolgt ist und heute Menschen durch Schwitzhütten, Trommel- und Pfeifenbau und uralte Rituale begleitet. Er verbindet seinen bodenständigen und respektvollen Zugang zu uraltem Wissen mit einer tiefen Wertschätzung für Traditionen, die indigene Kulturen seit Jahrtausenden begleiten. Wir sprechen über Heilung, Schwellen- und Initiationsrituale, Naturverbindung, über unsere Verantwortung in einer sich wandelnden, modernen und schnelllebigen Welt und darüber, welche Rolle die schamanische Praxis in einem gelingenden und friedvollen Leben spielen kann. In diesem Gespräch mit Gregor erfährst du: Was Schamanismus ursprünglich bedeutet und warum er weit mehr ist als ein „spiritueller Trend“ Welche Rolle Schwitzhütten, Visionssuchen und Rituale für die persönliche Entwicklung spielen können Warum Übergangsrituale für Burschen und junge Männer in vielen modernen Gesellschaften fehlen und welche schwerwiegenden Folgen das hat Was wir von indigenen Kulturen über Gemeinschaft, Naturverbindung und Verantwortung lernen können Wie medizinische Meisterpflanzen und schamanische Methoden ganzheitliche Heilung bewirken Links zur Folge Webseite von Gregor: ritualpfeifen.com Instagram von Gregor: @ritualpfeifen Mann-Sein Retreat, 28. Juli bis 2. August 2026, Haarberghof in Eltendorf Wenn dich diese Folge einen Schritt weiter gebracht hat, dann abonniere den Podcast und meinen Newsletter, um über meine Arbeit auf dem Laufenden zu bleiben. Es gibt Infos zu neuen Podcastfolgen, meinen wöchentlichen Meditationen, Coaching-Angeboten und mehr.Ich freue mich auch sehr, von dir zu lesen – teile deine Gedanken mit mir auf Instagram (@jakob.horvat) oder schick mir ein E-Mail an mail@jakobhorvat.com.Wenn du mithelfen magst, dass noch mehr Menschen davon profitieren, kannst du Thousand First Steps eine Rezension auf iTunes schreiben, deinen Freunden und Bekannten davon erzählen oder einen Screenshot in deiner Insta-Story posten.Schau auch gerne vorbei auf www.jakobhorvat.com für mehr Infos, dort findest du auch Links zu meinem Buch WELTNAH – Raus aus der Komfortzone, rein ins Leben, Vorträgen, Interviews und wertvolle Impulse für deine persönliche und spirituelle Weiterentwicklung.
Im zweiten Teil unserer Reihe über die Indianerkriege wird aus einem Nebeneinander verschiedener Kulturen zunehmend ein erbitterter Kampf um Land, Einfluss und das Überleben ganzer Gesellschaften. Moritz und Dominik beginnen mit König Philips Krieg, einem der verlustreichsten Konflikte der nordamerikanischen Kolonialgeschichte, und verfolgen die Entwicklungen über die kolonialen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Großbritannien bis hin zum Franzosen- und Indianerkrieg. Dabei stehen die wechselnden Bündnisse zwischen europäischen Mächten und den verschiedenen indigenen Nationen ebenso im Mittelpunkt wie die immer weiter voranschreitende Expansion der Kolonisten. Den Abschluss bildet der Vertrag von Fort Stanwix im Jahr 1768, ein Abkommen, das aus britischer Sicht Frieden schaffen sollte, für viele indigene Völker jedoch den Beginn neuer Konflikte bedeutete. Eine Folge über Diplomatie, Gewalt und den schleichenden Verlust einer Welt.
Ferdinand Knauß spricht über den Zustand des Westens, den Streit um Meinungsfreiheit, den Wandel von Patriotismus und Wehrhaftigkeit seit dem Ukraine-Krieg und die Frage, ob westliche Gesellschaften innerlich instabiler werden. Im Zentrum steht sein Buch „Der gelähmte Westen“ und die These, dass Selbstverachtung, kulturelle Hegemonie und politische Polarisierung die liberale Demokratie unter Druck setzen.
Im zweiten Teil unserer Reihe über die Indianerkriege wird aus einem Nebeneinander verschiedener Kulturen zunehmend ein erbitterter Kampf um Land, Einfluss und das Überleben ganzer Gesellschaften. Moritz und Dominik beginnen mit König Philips Krieg, einem der verlustreichsten Konflikte der nordamerikanischen Kolonialgeschichte, und verfolgen die Entwicklungen über die kolonialen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Großbritannien bis hin zum Franzosen- und Indianerkrieg. Dabei stehen die wechselnden Bündnisse zwischen europäischen Mächten und den verschiedenen indigenen Nationen ebenso im Mittelpunkt wie die immer weiter voranschreitende Expansion der Kolonisten. Den Abschluss bildet der Vertrag von Fort Stanwix im Jahr 1768, ein Abkommen, das aus britischer Sicht Frieden schaffen sollte, für viele indigene Völker jedoch den Beginn neuer Konflikte bedeutete. Eine Folge über Diplomatie, Gewalt und den schleichenden Verlust einer Welt.
Der Papst knüpft sich in einer neuen Lehrschrift das Menschenbild des Silicon Valley vor. US-Vizepräsident J.D. Vance hat ein Buch geschrieben, indem er seine Konversion zum Katholizismus erklärt. Vor ein paar Jahren dachte man noch, Religion spiele in der Politik der westlichen Gesellschaften keine Rolle mehr. Aber es kam anders: Die Kirche steht aktuell im Zentrum der politischen Debatten über die großen Fragen unserer Zeit. Und prägende Köpfe auf der Rechten entdecken ihren Glauben neu. In der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts beschäftigen sich unsere Hosts Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch mit der Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV und diskutieren, wie es sein kann, dass J.D. Vance in Communion so anrührend von seiner Rückkehr zum Glauben erzählt, und gleichzeitig eine Politik macht, die sich so ganz und gar nicht mit der katholischen Soziallehre in Einklang bringen lässt. Shownotes Die Enzyklika des Papstes in deutscher Übersetzung "Freundlich im Ton, kompromisslos im Inhalt": ZEIT-Analyse zur Enzyklika The Atlantic über den Papst und die KI Carlotta Voß über den Wertewandel des JD Vance JD Vance über seine Konversion: "How I joined resistance" [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Warum scheitert Veränderung so oft – obwohl alle wissen, dass sie nötig ist? Mit Wolf Lotter, Mitgründer der brand eins und Autor von „Echt“ sowie „Digital erwachsen“, geht es um die unbequemen Fragen hinter Transformation, Digitalisierung und wirtschaftlichem Wandel. Ein Gespräch über Selbsttäuschung, Verantwortung und die Kunst, Zukunft nicht mit Planung zu verwechseln.Wir sprechen darüber, warum Unternehmen und Gesellschaften so schwer loslassen können, weshalb Effizienz oft mit Fortschritt verwechselt wird und welche Rolle KI tatsächlich spielt. Außerdem geht es um das „Echte“ in einer digitalen Welt, den Wert von Entscheidungen und die Frage, wie Menschen und Organisationen erwachsener mit Unsicherheit umgehen können.
Bei der Wehrdienstreform wird jetzt ein Kompromissvorschlag diskutiert // Der Landesrechnungshof sieht eine Überförderung bei landesnahen Gesellschaften
Wie schaffen wir es, in einer immer komplexeren Welt wieder echte Verbundenheit zu erleben? Für diese Episode der Flowgrade Show habe ich mit der Kulturanthropologin Bettina Ludwig gesprochen. Bettina erforscht seit vielen Jahren die großen Fragen des Menschseins und lebte mehrere Monate bei den Ju/'hoansi San in der Kalahari-Wüste Namibias, einer der letzten Jäger-und-Sammler-Gesellschaften der Welt.Wir sprechen darüber, warum Zugehörigkeit ein menschliches Grundbedürfnis ist, weshalb Einsamkeit zu den größten Herausforderungen unserer Zeit gehört und was moderne Gesellschaften von traditionellen Gemeinschaften lernen können.Außerdem geht es um bedingungsloses Geben, Gemeinschaft, den Umgang mit Zeit, künstliche Intelligenz und die Frage, wie wir wieder mehr Menschlichkeit in unseren Alltag bringen können.Für mich war dieses Gespräch eine Erinnerung daran, dass wir Menschen füreinander gemacht sind.Viel Freude beim Zuhören.Go for Flow!► Mehr zu Bettina:• Website: https://www.bettinaludwig.at• Instagram: https://www.instagram.com/bettinaludwig_at/► flowFEST 2026 powered by MITOcare & Quantum UpgradeCOME ALIVE 3.–5. Juli 2026 – Avalon Kraftwerk, München. Ein Festival für Menschen, die wieder lebendig sein wollen.
Wer durch Zukäufe wächst, steht früher oder später vor derselben Frage: integrieren und Synergien heben oder die übernommenen Firmen eigenständig weiterlaufen lassen? Die meisten Käufer entscheiden sich für Vereinheitlichung. Ein Konzern mit über 400 Gesellschaften und mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz macht es konsequent anders und hält sogar Töchter, die seit Jahren keine Gewinne mehr schreiben, ganz bewusst im Portfolio.Meine Gäste sind Noah Leidinger von OMR und Florian Adomeit, Co-Founder von DEALCIRCLE. Mit ihnen werfe ich den M&A-Blick auf WÜRTH, das Familienunternehmen aus Künzelsau. Wir sprechen über die radikal dezentrale Steuerung der Beteiligungen, über die Logik hinter den Verlustbringern im Konzern, über den vertrauensbasierten Einstieg bei LIQUI MOLY und über die Frage, welche Roll-up-Chance im C-Teile-Markt liegen geblieben sein könnte. Die ganze WÜRTH-Story hört ihr außerdem im Carrytale-Podcast: https://open.spotify.com/episode/1GUCE9OxaaR790Cv7bXyEy?si=8eCqwTO8TpuCLz1BM32DGQ.Wir beleuchten in dieser Episode:warum WÜRTH dezentral führt,wie Zukäufe auch vertrauensbasiert entstehen,weshalb WÜRTH schwache Töchter im Konzern behält,wie WÜRTH fast ohne Prozess bei LIQUI MOLY einstieg,warum der C-Teile-Markt von Investoren unterschätzt wird,und vieles mehr...Viel Spaß beim Hören!***Timestamps(00:00:00) Intro(00:02:12) Begrüßung & Carrytale(00:03:39) Warum WÜRTH(00:05:18) M&A-Fokus statt Firmengeschichte(00:06:34) Eckdaten WÜRTH(00:08:41) Konzernstruktur & Dezentralität(00:10:54) Kritik an Inhouse-Konkurrenz(00:13:32) Firmenpolitik oder Zufall(00:14:34) Zentralisierung & PAP-Handbuch(00:17:55) PE-Sicht auf Buy-and-Build(00:22:42) Dezentralität & Familienunternehmen(00:23:58) Verlustbringer als Trainingsground(00:27:34) Elektronik & Profitdruck(00:30:52) LIQUI-MOLY-Deal(00:34:46) Einstieg ohne Prozess(00:37:36) Verpasste Roll-up-Chance(00:39:56) C-Teile-Management erklärt(00:43:33) C-Teile als PE-Case(00:49:25) Takeaways für Käufer(00:51:42) Reinhold Würth als Dealmaker***Alle Links zur Folge:Kai Hesselmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kai-hesselmann-dealcircle/CLOSE THE DEAL auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/closethedeal-podcastNoah Leidinger auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/noah-leidinger-55737419b/OMR auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/officiallyomr/Florian Adomeit auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/florian-adomeit/DUB auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/deutsche-unternehmerb-rse/Carrytale Podcast: https://open.spotify.com/show/7vtyXbsQUzRp2kPDWyryVC?si=d8eed47178e24991Website CLOSE THE DEAL: https://dealcircle.com/ClosetheDeal/***DUB.de und AMBER sind die Plattformen für sichere Unternehmensnachfolgen. Schaut vorbei, wenn ihr euer Unternehmen schnell, sicher und kostenfrei zum Verkauf inserieren wollt oder als Käufer auf der Suche nach passenden Deals seid:www.dub.dewww.amber.deals***Du bist M&A-Berater im Small- oder Midcap-Segment und suchst einen Überblick über alle relevanten Deals? Jetzt schnell den
Wie sieht Buchhaltung aus, wenn man nicht nur einzelne Konten, sondern ganze internationale Gesellschaften betreut? Lea und Patrick geben im Jobcast Einblicke in ihren Alltag in die internationale Buchhaltung beim Süßwarenhersteller STORCK. Es geht um SAP, Prozessoptimierung, globale Steuervorgaben und darum, warum Buchhaltung heute deutlich mehr ist als reine Zahlenarbeit.welche Unterschiede internationale Steuervorgaben mit sich bringen, etwa zwischen Kanada und den USA und wie Projekte, wie die XML-Rechnungsumstellung, nach belgischem Recht umgesetzt werden Für wen ist das interessant?• Fachkräfte aus Buchhaltung, Rechnungswesen und Finance• Menschen mit Interesse an internationalem Accounting und globalen Prozessen• Personen, die sich für SAP, Prozessoptimierung und Automatisierung interessieren• Alle, die verstehen möchten, wie moderne Buchhaltung in einem international tätigen Industrieunternehmen funktioniertDein nächster Schritt:Über die STORCK-Karriereseite bekommst du weitere Infos.Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner persönlichen wie beruflichen Entwicklung!---Über den OHRBEIT Jobcast-Channel:Wenn du bis hier gelesen hast, bist du reif uns eine 5-Sterne-Bewertung dazulassen und dem Channel zu folgen :-)Unser Ziel: Jobs so zeigen, wie sie wirklich sind.Was Jobcasts möglich machen:• Ehrliche Einblicke statt Hochglanz• Bessere Entscheidungen für Bewerbende• Mehr Sichtbarkeit für Arbeitgeber• Verständliche Einblicke in echte Aufgaben• Recruiting ohne FloskelnDu bist selbst im Recruiting oder HR unterwegs?Dann schau auf unserer
Müssen wir wirklich zwischen Ethik und Rendite wählen? In dieser Folge von »Wandel mit Wirkung« spreche ich mit Lars Conrad, Chief Investment Officer von Arete Ethik Invest. Lars blickt auf mehr als 25 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten zurück und stellt eine provokante These auf: Die eigentliche Frage lautet nicht Ethik oder Rendite, sondern Zukunftsfähigkeit oder Zukunftsunfähigkeit.Wir sprechen darüber, warum Nachhaltigkeit und ESG in den vergangenen Jahren an Strahlkraft verloren haben, weshalb Greenwashing dem Thema geschadet hat und warum Unternehmen heute stärker denn je auf ihre langfristige Widerstandsfähigkeit achten müssen. Außerdem diskutieren wir die Rolle von Künstlicher Intelligenz, Rohstoffknappheit, Kreislaufwirtschaft und Energieunabhängigkeit. Lars erklärt, warum Recycling längst kein Umweltthema mehr ist, sondern eine wirtschaftliche und geopolitische Notwendigkeit. Besonders eindrücklich ist seine Überzeugung, dass wir als Gesellschaft meist nicht durch Weisheit, sondern durch Schmerz lernen. Ein Gespräch über Kapitalmärkte, Verantwortung, Ressourcen, Innovation und die Frage, wie wir Unternehmen und Gesellschaften zukunftsfähig gestalten können. Kapitel 02:16 Wer ist Lars Conrad? 08:15 Ethik oder Rendite – warum die Frage zu kurz greift 10:21 ESG, Kapitalmärkte und die Nullzinsphase 16:49 Warum Nachhaltigkeit Gegenwind bekam 19:02 Greenwashing und die Glaubwürdigkeitskrise 21:18 Zukunftsfähigkeit statt ESG 25:22 Was bedeutet Investmentethik? 30:38 Zukunftsfähigkeit und Künstliche Intelligenz 33:06 KI als Megatrend und Investmentthema 38:02 Klimarisiken und unternehmerisches Risikomanagement 42:03 Energieunabhängigkeit als Wettbewerbsvorteil 45:23 Recycling, Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft 52:02 Schlussfragen Empfehlungen Buch Material Matters von Thomas Rau und Sabine Oberhuber https://www.ullstein.de/werke/material-matters/hardcover/9783430210751 Kontakt Lars Konrad https://www.linkedin.com/in/konradlars/ Wandel mit Wirkung Der Newsletter zum Podcasts: https://www.trimpact.net/news/anmelden/ Das Booklet zum Podcast (gratis Download) https://www.trimpact.net/podcast/booklet/ Kooperationen https://www.trimpact.net/beratung/ Mein Gastbeitrag zur nachhaltigen Geldanlage im Buch Green Finance https://fazbuch.de/produkt/green-finance/ref/1485/?utm_campaign=green-finance Social-Media Linkedin: https://www.linkedin.com/in/stella-dombrowsky/ Instagram: https://www.instagram.com/stella_dombrowsky/ YouTube: www.youtube.com/@Podcast-WandelmitWirkung Musik: https://elements.envato.com/documentary-film-DR358CU Item License Code: 5AM8J6RLKQ https://app.envato.com/item/f73d3698-6015-4bb4-abeb-4479e4a26f2a Item License Code: 4B3D7YCP85 Botschafterin der Ecosign Erhalte einen Rabatt von 50 Euro mit dem Code Stella50! Hier ist der Link zu deiner Zukunft: https://www.ecosign.de/weiterbildung/?crmid=aBbOBocOcKaAaAaKRaA Das ist dein Kontakt für deine Zukunft: weiterbildung@ecosign.de Ich wünsche dir viel Erfolg! Kooperationsanfragen & Kontakt: Stella Dombrowsky sd@trimpact.net www.trimpact.net
Deep Dive - Folgen mit Tiefgang In dieser Folge begeben wir uns auf eine Reise durch die Geschichte des Satanismus – von den ersten Vorstellungen des Teufels als Gegenspieler Gottes über okkulte Zirkel des 19. Jahrhunderts bis hin zur Gründung der Church of Satan und den modernen satanistischen Bewegungen unserer Zeit. Wir werden dabei feststellen, dass Satanismus oft weniger mit dem Teufel zu tun hat, als viele Menschen glauben, und dass die Geschichte dieser Weltanschauung zugleich eine Geschichte von Angst, Projektion und gesellschaftlicher Panik ist. Die Frage ist also nicht nur, was Satanisten glauben. Sondern auch, warum Gesellschaften über Jahrhunderte hinweg immer wieder überzeugt waren, Satanisten überall dort zu sehen, wo es nie welche gegeben hat. Ist Satanismus vielleicht nur ein Symptom einer zunehmend säkularen Gesellschaft? ***ANZEIGE*** Alle Infos zu unseren Kooperationspartnern: https://linktr.ee/podcaststimmenimkopf Flaconi: Bei Flaconi sparen Hörerherzchen mit unserem Code STIMMEN10 bis zum 15.07.2026 10% auf ihren Einkauf. Das Angebot gilt natürlich auch für Österreich über flaconi.at und für die Schweiz über flaconi.ch – Code und Gültigkeit bleiben dabei genau gleich. KoRo: Mit unserem Code STIMMENIMKOPF erhaltet ihr bei Koro 5% Rabatt auf euren Einkauf. Hier geht's zum Angebot: https://serv.linkster.co/r/8PglNuMojL Erdnusssauce: Pro Portion ca. 30g Erdnussmus, mit Zitronensaft, einem EL Sojasauce, einem TL Reisessig und Salz abschmecken. Möhren, Avocado und Gurke raspeln oder in schmale Streifen schneiden. Tofu anbraten und Reisnudeln kochen. Anschließend das Reispapier mit allen Zutaten belegen und mit Minze, Koriander und der Erdnusssauce toppen. Fertig! :) Taxfix: Spart als Neukunden unter http://taxfix.de mit dem Code KOPF26 bis zum 30.08.2026 15% auf eure Steuererklärung mit Taxfix! // Kontakt // Denise Instagram: podcast.stimmenimkopf E-Mail: podcast.stimmenimkopf@gmail.com Pia Instagram: pia.liest_ Pia Web: www.pia-liest.de // Quellen // TBA
Diese Woche gab es viel Talk um Superreiche. Zum einen war da der Tech-Milliardär Elon Musk, der mit dem Börsengang seines Raumfahrt- und Technologie-Unternehmens SpaceX so viel Geld eingesammelt hat, dass er jetzt der erste Dollar-Billionär der Welt ist. Viele sagen, dass er damit der Allmacht noch ein Stück nähergekommen ist. Zumindest der Allmacht auf Erden; die Raketen, die er ins All schickt, stürzen regelmäßig ab. Doch nicht nur in den USA nimmt Musk immer häufiger Einfluss auf die ganz reale Politik. Und das kann er, weil er superreich ist. Es entsteht ein Kult um die Schamlosigkeit der Superreichen. Ich frage mich, ob demokratische Gesellschaften dem noch etwas entgegenzusetzen haben, oder ob am Ende alle sein wollen wie die Superreichen. Wie sie sind, das zeigte eine andere superreiche Familie. Das Ehepaar Ivanka Trump und Jared Kushner will die albanische Insel Sazan zu einem schicken Hotel-Ressort ausbauen. Das wollen ziemlich viele Albaner aber nicht und gehen deswegen Tag um Tag auf die Straße in der Landeshauptstadt Tirana. Weil in der Lagune vor der Insel Flamingos rasten, sind die Proteste als „Flamingo-Proteste“ weltweit in die Schlagzeilen geraten. Die Proteste werden bewundert, doch können die Demonstranten noch etwas bewegen gegen die Macht der Ultrareichen? Die albanische Regierung unter Rama schwärmt weiter über das Projekt und wie es Albanien voranbringen könnte - eine unheilige Allianz zwischen Oligarchen und Regierungen? Zum gemeinsamen Nachdenken habe ich Klimaaktivistin Luisa Neubauer eingeladen, die zuletzt gesagt hat, dass es "eine andere Art des Aktivismus" braucht, um zu gewinnen. Mich interessiert: Welche könnte das sein? Und kann man gegen die Macht der Superreichen überhaupt noch etwas ausrichten? Shownotes: Bücher, Studien, Texte, die ich erwähne: Julia Friedrichs: „Crazy Rich“ erschienen bei Piper 2024 Lea Ypi im Guardian am 8. Juni 2026: www.theguardian.com/commentisfree/2026/jun/08/albania-jared-kushner-protests-europe Gresa Hasa für die Rosa Luxemburg Stiftung über „Albaniens Flamingo-Revolution“ www.rosalux.de/news/id/54911/albaniens-flamingo-revolution MARINIĆs FREIHEIT mit Jagoda Marinić ist ein Podcast von hr, Radio Bremen, SWR und WDR. Redaktionsteam: Simone Thielmann, Jagoda Marinić und Lukas Fleischmann Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de
Wo es Menschen gibt, gibt es Müll. Dementsprechend unterschiedlich gingen im Laufe der Jahrhunderte die Gesellschaften mit Müll um. Ein Podcast von Martin Trauner.
Eine Hoffnung weckende Zeile las ich in einem Buch, welches ich vor einiger Zeit in den Händen hielt: „Warum Milliardäre zu wenig Steuern zahlen und wie wir das ändern.“ Der Satz stammt von Gabriel Zucman, ein französischer Ökonom, der in seiner Publikation „Reichensteuer – Aber richtig!“ die Verteilungsungerechtigkeit in den kapitalistischen, westlichen Gesellschaften kritisiert. ZucmanWeiterlesen
In dieser Folge sprechen Stephan und Manuel über die neue Religion der Sicherheit. Ausgangspunkt ist ein merkwürdiges Paradox: Moderne Gesellschaften sind in vieler Hinsicht sicherer geworden als frühere Generationen – und doch wächst das Bedürfnis nach noch mehr Absicherung, Kontrolle und Prävention. Je mehr Risiken wir erkennen, desto stärker scheint die Angst zu werden, dass etwas übersehen, falsch eingeschätzt oder nicht verhindert werden könnte. Dabei fragen wir, ob Sicherheit heute mehr ist als ein politisches Ziel oder ein persönliches Bedürfnis. Wird sie zu einem säkularisierten Heilsversprechen? Versuchen moderne Gesellschaften, mit Versicherungen, Präventionslogiken, Resilienzprogrammen und Schutzkonzepten etwas zu leisten, was früher religiös verhandelt wurde: Trost, Geborgenheit, Kontingenzbewältigung, vielleicht sogar Erlösung vom Bösen? Theologisch wird es dort spannend, wo der christliche Glaube nicht einfach zusätzliche Sicherheit verspricht. Im Gegenteil: Die reformatorische Tradition unterscheidet zwischen falscher Sicherheit und Glaubensgewissheit. Glaube bedeutet nicht, alles im Griff zu haben, sondern sich dem Unverfügbaren anzuvertrauen. Nicht Kontrolle steht im Zentrum, sondern Geborgenheit. Nicht die Vermeidung jedes Verlusts, sondern die Hoffnung, dass der Verlust nicht das letzte Wort hat. Eine Folge über Angst und Vertrauen, Prävention und Freiheit, Sicherheit und Geborgenheit – und über die Frage, ob eine Gesellschaft, die jedes Risiko vermeiden will, noch lieben, hoffen und gerecht handeln kann.
In dieser Folge unsere Soundshot-Podcasts sprechen Zeno Grabmayr und Markus Aigner aus den Bereichen Corporate sowie Banking & Finance über die rechtlichen Rahmenbedingungen von Cash Pooling im Konzern.Im Mittelpunkt steht die Funktion von Cash Pooling als Instrument des konzerninternen Liquiditätsmanagements. Dabei erläutern sie die Unterschiede zwischen effektivem und fiktivem Cash Pooling und zeigen auf, wie sich diese Modelle in der Praxis auf Liquiditätsflüsse, Risikoverteilung und Finanzierungsstrukturen innerhalb von Unternehmensgruppen auswirken.Ein besonderer Fokus liegt auf der gesellschaftsrechtlichen Zulässigkeit, insbesondere im Spannungsfeld der Kapitalerhaltungsvorschriften. Dabei wird hervorgehoben, dass stets das Interesse der einzelnen Gesellschaft maßgeblich ist und das Konzerninteresse allein nicht ausreicht.Darüber hinaus diskutieren Zeno Grabmayr und Markus Aigner zentrale Voraussetzungen für zulässige Cash-Pooling-Strukturen: etwa eine angemessene Verzinsung, die Einräumung von Kündigungs-, Kontroll- und Informationsrechten sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Liquiditätsnachteilen oder einer Existenzgefährdung einzelner Gesellschaften. Auch Fragen der Haftung, Organpflichten sowie der Einbindung von Gesellschafter:innen und Aufsichtsorganen werden beleuchtet.Erfahren Sie, worauf es bei der rechtssicheren Gestaltung von Cash-Pooling-Vereinbarungen ankommt – und welche Herausforderungen und Risiken in der Praxis besonders relevant sind.Die Episode ist auf Deutsch verfügbar – auf unserer Website sowie bei Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music unter dem Titel Wolf Theiss Soundshot.Für weitere Informationen oder individuelle Rückfragen erreichen Sie uns unter soundshot@wolftheiss.com.
Kultur lebt vom stetigen Austausch zwischen den Gesellschaften, sagt Martin Puchner. Er ist Professor für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft in Harvard und mehrfach preisgekrönter Buchautor. In seinem aktuellen Buch »Kultur – eine neue Geschichte der Welt« erklärt er anhand von detaillieren Beispielen, wie sich Kultur entwickelt, wandelt und vom Austausch profitiert. Brigitte Winkelmann vom Kortizes-Team sprach mit Puchner über Steinzeitmalerei, K-Pop und respektvolles Miteinander. Links: • Martin Puchners Homepage • Martin Puchners Substack • Das aktuelle Buch von Martin Puchner: »Kultur – eine neue Geschichte der Welt«, Klett-Cotta 2025. Der Beitrag Podcast-Gespräch • Martin Puchner • Augenhöhe (22): Kultur und ihre »Aneignung« – eine neue Geschichte der Welt erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Kriegsertüchtigung, Aufrüstung und Wehrpflicht: Konfrontiert mit Russlands verbrecherischem Krieg treiben weite Teile der Politik und der Medien eine unverhältnismäßige Militarisierung unserer Gesellschaften voran, sagt Johannes Varwick. In seiner Streitschrift “Stark für den Frieden” kritisiert der Sicherheitsexperte den Rüstungswettlauf und die Einstimmung der Menschen auf Krieg. Ein Gespräch über das einseitige Setzen aufs Militär, die Kopflosigkeit Europas in der Ukraine und Alternativen in der Sicherheitspolitik.
In einer Welt, die gleichzeitig gereizt, überfordert und brandgefährlich wirkt, stellt sich eine zentrale Frage: Wie behält man noch einen klaren Blick auf das, was gerade geschieht? In dieser Folge spricht t-online-Chefredakteur Florian Harms mit der Friedens- und Konfliktforscherin Nicole Deitelhoff darüber, was die aktuellen Kriege und Krisen über den Zustand der internationalen Ordnung verraten und warum nicht nur die Konflikte selbst Anlass zur Sorge geben, sondern auch die politische und gesellschaftliche Erschöpfung, die sie begleiten. Es geht um Donald Trump und die Folgen seiner Politik, um den Krieg in der Ukraine, um Iran, Israel und die USA — aber auch um die Frage, warum so viele Gesellschaften heute zwischen Kontrollverlust, Nostalgie und Überforderung schwanken. Nicole Deitelhoff erklärt, warum "Pflaster auf Wunden" nicht mehr reichen, was Europa und der Westen über Jahre versäumt haben und wo trotz allem noch Raum für Hoffnung bleibt. Eine Folge über Krieg, Ordnung, Angst, politische Lähmung und darüber, warum gerade jetzt Klarheit, Mut und ein längerer Atem gebraucht werden. Anmerkungen, Meinungen oder Fragen gern per Sprachnachricht an: podcasts@t-online.de Transkript: Alle Folgen der Diskussion am Wochenende finden Sie in einer Playlist auf Spotify hier: https://open.spotify.com/playlist/1d0dXXtJNcYAF7jQ3oRPg9?si=0f24794f3fe14a27 Den „Tagesanbruch“-Podcast gibt es immer montags bis samstags gegen 6 Uhr zum Start in den Tag – am Wochenende in einer längeren Diskussion. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie uns bei Spotify (https://open.spotify.com/show/3v1HFmv3V3Zvp1R4BT3jlO?si=klrETGehSj2OZQ_dmB5Q9g), Apple Podcasts (https://itunes.apple.com/de/podcast/t-online-tagesanbruch/id1374882499?mt=2), Amazon Music (https://music.amazon.de/podcasts/961bad79-b3ba-4a93-9071-42e0d3cdd87f/tagesanbruch-von-t-online) oder überall sonst, wo es Podcasts gibt. Wenn Ihnen der Podcast gefällt, lassen Sie gern eine Bewertung da.
In der 358. Episode von Irgendwas mit Recht spricht Marc mit Robin Eberle von Advant Beiten. Der Rechtsanwalt gibt Einblicke in seinen Weg zum Steuerrecht und den kombinierten Studiengang in Mannheim. Die beiden beleuchten die Besonderheiten der Besteuerung der öffentlichen Hand und die Abgrenzung zu privaten Unternehmen. Robin erklärt, weshalb Zucker steuerlich privilegiert ist und wie sich die Mehrwertsteuer in der Gastronomie auswirkt. Zudem thematisieren sie die Vorbereitung auf das Steuerberaterexamen und die Vorteile einer juristischen Vorbildung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Restrukturierung großer Konzerne und der Mitnahme steuerlicher Verlustvorträge. Wie gestaltet man komplexe Unternehmensstrukturen bei über einhundert beteiligten Gesellschaften optimal? Welche Rolle spielen politische Erwägungen neben rein rechtlichen Vorgaben bei großen Mandaten? Worauf achten Kanzleien im Bewerbungsgespräch und was macht ein pfiffiges Motivationsschreiben aus? Weshalb werden Soft Skills und Kommunikationsfähigkeit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz immer bedeutender? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!
Was hat der Feminismus eigentlich Gutes gezeitigt - schaut man sich die aktuelle Welt an? Geburtenschwund, sterbende Gesellschaften im Westen und eine offenbar politisch gewollte Frauen/Männer Apartheid. Heere von GenderwissenschaftlerINNEN arbeiten daran, Frauen einzureden, wie unterdrückt sie sind. Heute gelten die Frauen als "befreit", doch machen Quoten sie wirklich glücklicher und hilft es der Gesellschaft insgesamt? Und der woke Salon-Feminismus von heute, was bewirkt der eigentlich? Ilka Hein ist im Gespräch mit Gabriele Gysi und Bernhard Lassahn. Achgut unterstützen: https://www.achgut.com/seite/achgut_u... Mit Paypal unterstützen: https://www.paypal.com/paypalme/achgutAchgut Pate werden: https://paten.achgut.comAchgut Buch-Shop: https://shop.achgut.comAchgut Newsletter bestellen: https://newsletter.achgut.com
Weltweit verschlechtert sich die Lage der Frau dramatisch: Abtreibungsverbote, Bildungsverbote, brutales Vorgehen gegen Demonstrantinnen. Ausgerechnet in dem Moment, in dem Frauen besser ausgebildet sind und mehr Rechte einfordern, droht der antifeministische und autoritäre Backlash. Ob auf den Barrikaden, in geheimen Netzwerken oder mit leiser Beharrlichkeit – Frauen prägen weltweit Revolutionen. Und aktuell kämpfen sie vielerorts im Umfeld autoritärer, antifeministischer Gesellschaften: gegen Abtreibungsverbote in Teilen der USA und in Polen, gegen Bildungsverbote und massive Einschränkungen für Frauen in Afghanistan oder brutales Vorgehen gegen Demonstrierende im Iran. Zum Internationalen Frauentag rückt ihr oft übersehener Einfluss ins Zentrum. Die Frauen sind laut, vernetzt und unaufhaltsam. Die Autorin und Journalistin Shila Behjat («Frauen und Revolution») vermutet trotzdem einen Übergang in ein neues, ein weibliches Zeitalter. Überall dort, wo heute um Demokratie gerungen wird, sind Frauen an der Front. Und Autokraten scheinen die Freiheit der Frauen ebenso zu fürchten wie die Freiheit selbst. Die Historikerin, Journalistin und Autorin Leonie Schöler («Beklaute Frauen – Denkerinnen, Forscherinnen, Pionierinnen: Die unsichtbaren Heldinnen der Geschichte») zeigt zugleich, wie systematisch weibliche Geschichte verdrängt wurde. Wäre überliefert, was Frauen in Revolutionen, Wissenschaft, Kunst und Alltag tatsächlich geleistet haben, wäre das alte Bild vom überlegenen Mann und natürlichem Hausherrn so mächtig geblieben? Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März spricht Olivia Röllin mit den beiden darüber, was dieses weibliche Zeitalter sein soll, wie die Welt aussehen kann, wenn diese Freiheitsbewegungen erfolgreich wären, wo die solidarischen Männer sind und wie sich die Zukunft verändern würde, wenn Frauen sichtbarer wären.
Reisen Reisen - Der Podcast mit Jochen Schliemann und Michael Dietz
Der beste Sonnenuntergang, der leckerste Nachtmarkt, ein indigenes Dorf hoch in den Bergen und dazwischen die Geschichte einer jungen Demokratie. Taiwan ist eine hochspannende Insel und genau JETZT ist die Zeit, um sie zu entdecken. Die Stadt Kenting im Süden riecht nach Meer und Streetfood. Oolong Tee dampft in kleinen Holzhäusern, Eis schmeckt plötzlich nicht süß, sondern geröstet und frisch. Nur eine Stunde weiter ändert sich die Welt komplett. Die Straße windet sich durch grünes Bergland, Steinhäuser stehen zwischen Bananenstauden und Familien bewahren ihre indigene Tradition. Man sitzt zusammen, probiert Wildschwein und Hirse, hört alte Mythen und spricht am Ende plötzlich über Popmusik. Vergangenheit und Gegenwart liegen in Taiwan oft nur ein paar Meter auseinander. Außerdem bekommt ihr in dieser Folge die bewegte Geschichte eine der freiesten Gesellschaften im chinesischen Sprachraum. Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Gelassenheit, Widerstandskraft und Lebensfreude, die diese Reise so besonders macht. Kommt mit in den Süden Taiwans. Es lohnt sich.—Unsere Werbepartner findet ihr hier.Kommt zu unserer LIVE-Show:11.4.2026 Mannheim (SWR Podcastfestival)Tickets gibt es HIER.Mehr Reisen Reisen gibt es bei Instagram und in unserem Newsletter-Magazin.–Süden & KentingKentingEntspannter Küstenort im Süden Taiwans mit tropischem Flair, Surferszene und warmem Meer. Perfekter Ausgangspunkt für Strandtage und Nationalpark-Erkundungen.https://www.instagram.com/kenting.tw/Kenting National ParkTaiwans einziger tropischer Nationalpark mit Klippen, Regenwald, Palmenstränden und spektakulären Sonnenuntergängen. Ideal für Küstenwanderungen und Wassersport.https://www.instagram.com/kentingnationalpark/Baishawan BeachFeiner Sand, türkisfarbenes Wasser und entspannte Atmosphäre. Einer der schönsten Strände im Süden der Insel.https://www.instagram.com/baishawan_beach/Longpan ParkWindumtoste Klippenlandschaft mit weitem Blick aufs Meer. Perfekt für Sonnenuntergänge und Panoramaaufnahmen.https://www.instagram.com/longpanpark/Kenting Night MarketLebendiger Nachtmarkt mit Streetfood, kleinen Spielständen und Bars. Bunt, laut, gesellig – besonders am Wochenende ein Treffpunkt für Einheimische.https://www.instagram.com/kenting_nightmarket/Hido HostelUnkomplizierte Unterkunft mit Meerblick in Kenting. Ideal für Backpacker, die entspannt wohnen möchten.https://www.instagram.com/hidohostel/TeekulturLu Shui TangKleiner, atmosphärischer Teeladen mit traditioneller Oolong-Zubereitung und überraschend modern interpretierten Teekreationen wie Tee-Eis.https://www.instagram.com/lushuittang/AlishanBerühmte Hochlandregion für Oolong-Tee und spektakuläre Sonnenaufgänge über Nebelwäldern.https://www.instagram.com/alishan_nsa/Indigene KulturPaiwanEines der 16 anerkannten indigenen Völker Taiwans mit eigener Sprache, Symbolik und Hierarchiestruktur. Ihre Traditionen prägen bis heute Teile des Südens der Insel.Taiwan ToursAnbieter geführter Touren, unter anderem zu indigenen Dörfern und in die Bergregionen im Süden.https://www.instagram.com/taiwantours/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
In Sozialen Medien werden Menschen aufs übelste beschimpft und gedemütigt. Hier verbreiten sich Falschinformationen wie ein Lauffeuer und ganze Gesellschaften werden aufeinandergehetzt. In den Echo-Kammern radikalisieren sich Jugendliche und greifen teilweise im echten Leben zur Gewalt. All das und noch mehr spielt sich auf den weltweit bekannten und verwendeten Plattformen ab. Die Digitalisierungsexpertin Ingrid Brodnig hat ein neues Buch über Online-Hass gegen Frauen geschrieben. In „Feindbild Frau“ beschäftigt sie sich mit Politikerinnen und anderen bekannten weiblichen Persönlichkeiten, die im Netz bedrängt, beschimpft und ausgeschlossen werden. Von ihr wollen wir heute wissen, warum wir den Zustand, in dem sich Soziale Medien befinden, offenbar einfach akzeptieren, wie wir aus der Spirale aus Wut, Hass und Übergriffen wieder herauskommen und ob die Welt ohne diese Plattformen nicht besser dran wäre.