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Long Story Short - Der Buch-Podcast mit Karla Paul und Günter Keil
Der Literaturherbst kann kommen: Karla und Günter sind zurück aus der Sommerpause und haben vier Bücher dabei, die von Aufbruch, Haltung und Zugehörigkeit erzählen. Es geht um junge Frauen auf der Suche nach ihrem Platz, um ein Leben unter patriarchalem Druck und um die Frage, wie wir lernen können, im richtigen Moment Nein zu sagen.Louise K. Böhm: „Kaskaden“: Jojo studiert Molekularbiologie, kämpft mit Geldsorgen und dem Gefühl, als Arbeiterkind unter privilegierten Kommilitoninnen nicht dazuzugehören. Als die Vergangenheit rund um ihre frühere beste Freundin Yara wieder auftaucht, muss sie herausfinden, wer sie ohne diese enge Verbindung ist. Louise K. Böhms „Kaskaden“ ist ein emotionsgeladenes Coming-of-Age-Debüt über Freundschaft, Klassismus und Selbstfindung.Leh-Wei Liao: „Glaszeit“: Leh-Wei Liaos „Glaszeit“ führt mitten hinein in das flirrende Taipei: Nach einer Trennung wagt die Ärztin Novana dort einen Neuanfang und begegnet der Aktivistin Shihan. Gleichzeitig holt sie die komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter ein und zwischen ihrem verantwortungsvollen Klinikalltag und der politischen Bedrohung Taiwans, versucht die Protagonistin ihren Platz zu finden. Ein atmosphärisches Debüt zwischen Liebe, Familie und Verantwortung.Verena Dolovai: „Dorf ohne Franz“: Maria wächst in den 1960er Jahren auf einem österreichischen Bauernhof auf und erlebt früh, wie wenig für sie zwischen den bevorzugten Brüdern, patriarchalen Zwängen und katholischer Moral vorgesehen ist. Verena Dolovais „Dorf ohne Franz“ erzählt direkt, nüchtern und mit großer Wucht von einem Leben unter Druck – und von der Chance, sich selbst zurückzuholen.Sunita Sah: „Standhaft. Warum es sich lohnt, Nein zu sagen“: Sunita Sah geht in „Standhaft. Warum es sich lohnt, Nein zu sagen“ einer alltäglichen Frage nach: Warum widersprechen wir so oft nicht, obwohl wir es eigentlich wollen? Die Wirtschaftspsychologin verbindet Forschung zu Gehorsam, Autorität und Rebellion mit eigenen Erfahrungen und konkreten Handlungsmöglichkeiten. Ein Sachbuch, das Mut macht, die eigenen Werte ernst zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen.Alle Titel dieser Folge:Louise K. Böhm: „Kaskaden“ (Penguin)Leh-Wei Liao: „Glaszeit“ (Luchterhand)Verena Dolovai: „Dorf ohne Franz“ (Blessing)Sunita Sah: „Standhaft. Warum es sich lohnt, Nein zu sagen“ (btb)+++Viel Spaß mit dieser Folge. Wir freuen uns auf euer Feedback an podcast@penguinrandomhouse.de!”+++Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Salonkolumnist und City-on-the-Hill-Co-Host Hannes Stein hat einen Spionageroman geschrieben. In "Das Messias-Komplott" geht es um eine alternative Geschichte des Nahen Ostens. Mit dem deutsch-britischen Journalisten und Autor Alan Posener spricht Stein über sein Werk, Israel und seine Nachbarschaft und die Protagonistin seines Buchs, Maya Goldschein.Hannes Stein, "Das Messias-Komplott", Edition Faust, 272 Seiten, 24 EuroUnterstützen Sie uns einmalig oder regelmäßig hier.Unser Schwesterpodcast: Der Ostausschuss der SalonkolumnistenDie Website der SalonkolumnistenProducer: David HarnaschPostproduction: Chris GruberTitle track: Elias Daisuke
Die deutsche Autorin Ilona Hartmann hat einen neuen Roman veröffentlicht: In „Junk“ muss eine namenlose Protagonistin eine Woche lang auf eine ärztliche Diagnose warten. Um sich die Wartezeit besser zu vertreiben, beginnt sie ihren Keller aufzuräumen und entdeckt dabei einige Erinnerungsstücke und eben auch jede Menge Junk. Der Keller wird zu einer Art Schutzraum für die Hauptfigur, das geht so weit, dass sie sich im Laufe des Romans dazu entschließen wird im Keller zu übernachten. FM4 Literaturredakteur Christian Pausch hat Autorin Ilona Hartmann am Telefon interviewt und mit ihr über diesen kurzweiligen und auch sehr witzigen Roman gesprochen. Sendungshinweis: FM4, Morning Show, 01.09.2026, 6 Uhr
Sie gilt als erfolgreichste junge deutschsprachige Autorin: Nach "22 Bahnen", "Windstärke 17" und "Die Assistentin" erscheint heute Caroline Wahls viertes Buch in nur vier Jahren. "1999 Meter über dem Meer" handelt ausnahmesweise mal nicht von der Liebe zum Wasser, sondern zu den Bergen. Der Road-Trip der Protagonistin - eine gerissene Junior-PR-Beraterin und Hochstaplerin - führt dabei von Indonesien über Berlin, ins Allgäu und in die engadiner Alpen. Unser radio3 Literaturkritiker Arno Orzessek hat den Roman bereits gelesen.
Eine junge Frau verschanzt sich sieben Tage in ihrem Keller und mistet Kisten voller Erinnerungen aus - genau die sieben Tage, die sie auf eine medizinische Diagnose warten muss, deren Ergebnisse ihr Leben komplett verändern könnten. In "Junk", dem dritten Roman von Ilona Hartmann, erfährt man mit Hilfe von aussortierten Gegenständen viel über das Leben der Protagonistin und über ihre Beziehung zu Mutter und Schwester. Das Buch erscheint heute. Marlen Hobrack hat es bereits gelesen.
Der Sommer neigt sich schon langsam wieder dem Ende zu und das Studio B Kollektiv ist aus dem Urlaub zurück, den ich für meinen Teil dazu genutzt habe, endlich eine lang geplante Reise zu unternehmen. Das Ziel: die Vereinigten Staaten von Amerika. Vor nunmehr fast drei Jahren entschlossen sich zwei mir sehr lieb gewonnene Menschen, Deutschland den Rücken zu kehren und ihr Leben in den USA fortzusetzen. Damit stand für mich schnell fest, dass ich sie eines Tages dort besuchen würde und so begann ich – mit den ersten fünf Dollar, die ich als Trinkgeld bekam – meine Spardose allmählich zu füllen, um mir diesen Traum zu verwirklichen. Schon längst hätte ich bzw. hätten wir diese Reise angetreten, wenn nicht äußere Umstände dies immer wieder verzögert hätten. Doch Anfang August war es endlich soweit und die Frage nach der Urlaubslektüre war ebenfalls so gesetzt wie das Reiseziel. Heiko Schramm, auch bekannt als Hesh, geschätzter Freund und ehemaliges Studio B Mitglied empfahl nicht nur mir, sondern auch Irmgard Lumpini und Herrn Falschgold, einen Roman der Autorin Jeanine Cummins und ich dachte mir, was könnte passender sein, als nach Amerika zu reisen und ein Buch mit dem Titel American Dirt zu lesen.Im Jahr 2020 erschien Jeanine Cummins Roman American Dirt sowohl im englischen Original als auch in deutscher Übersetzung im Rowohlt Taschenbuch Verlag. Während ich in den Flieger steige und es mir bequem mache, mir noch einen Schal und eine Strickjacke aus dem Handgepäck zurecht lege, damit ich während des Fluges nicht friere und dem Beginn einer komfortablen Reise entgegenblicke, beginnt für die Protagonisten in Cummins' Roman ein Albtraum, der ihr Leben komplett verändern und sie ebenfalls auf eine Art Reise schicken wird, die sich grundlegend von der meinigen unterscheidet, bis auf die Tatsache, dass unser Ziel das Selbe ist: Amerika.Die Reise der Protagonisten Lydia und ihres 8-jährigen Sohnes Luca beginnt in Acapulco, Mexiko. Unvermittelt befinden sich Cummins' Leserinnen und Leser in einem Kugelhagel, ausgelöst durch ein mexikanisches Kartell, dass während eines Grillnachmittags innerhalb kürzester Zeit Lydias und Lucas Familie auslöscht, genauer gesagt 16 Angehörige, darunter auch Lydias Mann Sebastián und ihre Mutter, während sie es schafft, sich und Luca im Bad vor den Killern zu verstecken und somit ihr Leben zu retten. Nachdem sich die Mörder zurückgezogen haben und das ganze Ausmaß des Schreckens deutlich wird, wird Lydia aber auch schnell bewusst, dass ihr Sohn und sie fliehen müssen, da sie von der Polizei – die ohnehin korrupt ist – keine Hilfe zu erwarten haben und das Kartell so lange nach ihnen suchen wird, bis sie auch sie getötet haben. Während Lydia ihre Flucht organisiert, weiß sie nicht, wie knapp sie dem Kartell entgeht, bevor sie sich mit ihrem Sohn Luca auf den Weg nach el norte macht, wie der Norden im Roman genannt wird.Wir sind inzwischen im Bundesstaat Washington angekommen, der als Evergreen State seinem Namen alle Ehre macht und mit seinem vielen Grün, den Wäldern, den Bergen, aber auch dem Meer ideal ist, um viel Zeit in der Natur zu verbringen. Auch der kleine Ort, in dem meine Freunde leben, hat es mir angetan und könnte mit seiner Beschaulichkeit und seinen kleinen Häuschen glatt einer amerikanischen Serie entsprungen sein.Auch Lydias Leben ist einmal beschaulich gewesen. Sie führte einen kleinen Buchladen in Acapulco durch den sie auch Javier Crespo Fuentes kennenlernt, mit dem sie sich anfreundet und von dem sie zunächst nicht weiß, dass er der Chef des Los Jardineros Kartells ist. Er ist kultiviert und über seine regelmäßigen Besuche, gemeinsame literarische Vorlieben und Gespräche, entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. Problem ist nur, dass Lydias Mann Sebastián Journalist ist, dessen Steckenpferd es ist, über Kartelle zu berichten und der eine große Story über Javier und Los Jardineros zu veröffentlichen plant. Was er schließlich auch tut und damit eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt, die letztlich dazu führen, dass er selbst tot in seinem Garten liegt und seine Frau und sein Sohn auf der Flucht sind.Im weiteren Verlauf des Romans wird Lydias und Lucas beschwerliche Reise beschrieben, deren Ziel es ist, dem langen Arm des Kartells zu entkommen und sich gezwungenermaßen in den Strom anderer Flüchtlinge einzureihen. Dabei lernen sie die beiden Schwestern Rebeca und Soledad aus Honduras kennen, die ihnen auch dabei helfen, die Fahrten auf dem berüchtigten Todeszug La Bestia – langen Güterzügen, die das Land durchqueren – zu überstehen. Denn sie sind die einzige Möglichkeit, den langen Weg von Mexiko in die USA nicht zu Fuß bestreiten zu müssen. Doch das Aufspringen auf die Züge ist gefährlich und auf ihnen tummeln sich meist schon viele Migranten. Daher versuchen sie stets so unauffällig wie möglich zu bleiben, denn jeder Mitreisende könnte ein Gesandter des Kartells sein, der nach ihrem Leben trachtet. Und auch die spontanen Einsätze der Polizei sind ein Faktor, der die Flucht jederzeit in Gefahr bringen und scheitern lassen kann.Wir sind mittlerweile in San Diego angekommen und Dank eines Mietwagens können wir nicht nur problemlos die Stadt und das dazugehörige Umland, wie die wunderschöne Coronado-Halbinsel erkunden, sondern finden auch einen höher gelegenen und beliebten Aussichtspunkt rund um einen alten Leuchtturm, von dem aus man bei guter Sicht bis nach Mexiko blicken kann. An diesem Tag herrscht leichter Nebel, doch ich blicke in die Richtung, in der Mexiko liegt und denke unwillkürlich an das von mir gelesene American Dirt und bin mir dessen bewusst, dass ich mich gerade an einem Ort befinde, der das Ziel von vielen ist.Während des Lesens wird man immer wieder Zeuge unfassbarer Gewalt und Grausamkeiten die den Migranten, die meist ohnehin schon traumatisiert sind, angetan werden und die alles über sich ergehen lassen, wenn sie nur überleben und damit ihrem Ziel – ein besseres Leben zu führen – etwas näher kommen. Wir lesen aber auch von Momenten der Nächstenliebe durch beispielsweise Außenstehende, die den Migranten Wasser und Essen zur Verfügung stellen und der gegenseitigen Hilfe der Migranten untereinander, ohne die es vermutlich ein aussichtsloses Unterfangen wäre.Schließlich führt der unbändige Wunsch, dass alles bisher Geschehene nicht sinnlos war, das Gefühl seinem Ziel näher und näher zu kommen und die Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit und ohne Angst, einen Teil der Menschen, deren Geschichte Jeanine Cummins erzählt, auf die letzte Etappe einer beschwerlichen Reise. Es ist der Weg durch die Wüste, den die Migranten mittels eines Cojoten zurücklegen und der sie all ihre Ersparnisse und Kraft kostet.Während wir selbst, auf unserem Weg von San Diego zum Grand Canyon, in einer 9-stündigen Autofahrt die Wüste und ständig wechselnde Landschaften durchqueren, muss ich oft an American Dirt denken. Ich hoffe die ganze Zeit, dass wir mit dem Mietwagen nicht mitten im Nirgendwo liegen bleiben – obwohl die Landschaften beeindruckend sind – und gleichfalls hoffe ich, dass die Klimaanlage nicht ausfällt, denn die Außentemperaturen liegen wahrscheinlich bei 45 Grad. Ich frage mich, wie es Menschen möglich ist, solch höllische Torturen auf sich zu nehmen. Frage mich, wie groß deren Leidensdruck oder deren Angst ist und wie es der menschliche Körper schaffen kann, solche Strapazen zu überstehen, was ebenfalls bedeuten muss, dass es Menschen möglich ist, ein unbändiges Maß an Hoffnung zu empfinden, das sie weitergehen lässt.Auch wenn Jeanine Cummins Roman eine fiktive Geschichte ist, ist es doch sehr real, dass täglich Menschen aus verschiedenen Ländern flüchten, dass sie Unglaubliches auf sich nehmen und viele von ihnen dabei sterben oder einfach spurlos verschwinden. Wie sie selbst in ihrem Nachwort erwähnt, gibt es dazu kaum belastbare Statistiken. Was Cummins' mit ihrem Roman für mich schafft ist, dass sie mich als Leserin unvermittelt in ihre Geschichte zieht, deren Tempo äußerst rasant ist und einem genauso wenig Zeit gibt zu überlegen, wie der Protagonistin selbst, die einfach nur handelt, um das Leben ihres Sohnes und ihr eigenes zu retten. Bis dato hatte Lydia kein schlechtes Leben geführt, im Gegenteil, und nun zeigt uns Cummins, auch anhand der vielen anderen Figuren in ihrem Roman, wie unterschiedlich die Beweggründe sein können, dass Menschen sich solcher Gefahren aussetzen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Damit nehmen wir sie nicht nur als gesichtslose Masse von Migranten wahr, sondern bekommen die Möglichkeit, unsere eigenen Ressentiments zu erkennen, zu überdenken und in ihnen die Individuen zu sehen, die sie sind. In meinem Fall ist Jeanine Cummins das sehr wohl gelungen und für mich besticht ihr Roman neben allem Schrecken auch durch sein Mitgefühl und den Wunsch, den Menschen gerecht zu werden und stellvertretend für die zu stehen, die ihre Geschichte nicht selbst erzählen können. Eine Reise geht zu Ende. Für mich war es eine wunderbare Reise, auf der ich so viel Schönes erleben und entdecken konnte, auch deshalb, weil ich den richtigen Pass und das nötige Kleingeld hatte. Auf der mir aber auch die Schattenseiten des Landes, der unbegrenzten Möglichkeiten nicht entgangen sind. Für Lydia und Luca endet eine Tortur, aber zumindest lässt uns Jeanine Cummins hoffen, dass sie nun ein friedlicheres Leben führen können. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Die namenlose Erzählerin führt ein scheinbar normales Leben, bis ein Ereignis sie völlig aus der Bahn wirft. Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung. Der Roman „Aus dem Dunkel“ von Naja Marie Aidt schildert sehr berührend, wie sich die Protagonistin zurück ins Leben kämpft.
Die namenlose Erzählerin führt ein scheinbar normales Leben, bis ein Ereignis sie völlig aus der Bahn wirft. Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung. Der Roman „Aus dem Dunkel“ von Naja Marie Aidt schildert sehr berührend, wie sich die Protagonistin zurück ins Leben kämpft.
Quälend langweilig und höllisch sinnlos! So erlebt die Protagonistin in Fien Veldmans Debütroman "Xerox" ihren Büroalltag in einem Startup. Immer lauter werden ihre Gedanken, immer stärker ihre Zweifel. Wo ist ihr Platz, wo gehört sie hin? **********Weitere BeiträgeLiteratur: "Das Schwarz an den Händen meines Vaters" von Lena SchätteLiteratur: "Das gute Benehmen" von Molly KeaneLiteratur: "Pina fällt aus" von Vera Zischke**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .
Cleo ist Ingenieurin bei einem deutschen Automobilkonzern. Ambitionen hat sie eigentlich keine. Doch als ein Konkurrenzkampf zwischen Cleo und ihrem Kollegen Martin entbrennt, stellt sich die Frage: Wie weit ist sie bereit zu gehen, um zu gewinnen? Das Hörbuch zu Mercedes Spannagels Roman „Crashtest Dummies“ zeichnet ein schonungsloses Bild des monotonen Büroalltags und der scharfen, teils bitterbösen inneren Kommentare seiner Protagonistin. Gelesen von Eva Meckbach, die mit ihrer nuancierten und wandelbaren Stimme tief in Cleos Gedankenwelt hineinzieht.
Auch wenn wir uns dem Sommer mit großen Schritten nähern, ist bei meiner heutigen Rezension von Sommerlektüre keine Spur. Dabei könnte man doch meinen, dass es in einem Roman der, zumindest zu einem großen Teil, in einer von Männern bewohnten WG oder besser gesagt Kommune im Berlin der DDR recht freiheitlich und locker-leicht zugehen müsste und man beschwingt in die Lektüre starten könnte. Und hat nicht Rosa Luxemburg schon gesagt: „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.“? Ich behalte diesen Gedanken im Kopf und komme später darauf zurück.Im Aufbau Verlag erschien dieses Jahr der Roman Mit beiden Händen den Himmel stützen der gebürtigen Berlinerin Lilli Tollkien, die damit ihr literarisches Debüt gab. Darin begleiten wir ihre Protagonistin Lale, die wir quasi schon vor ihrer Geburt kennenlernen, als sie uns beschreibt wie es sich anfühlt im Bauch ihrer Mutter, diesem geschützten und gleichzeitig ungeschützten Raum zu sein, denn der Schutz des Kindes hängt maßgeblich vom Verhalten der Mutter ab. Durch deren vorgeburtlichen Drogenkonsum entwickelt jedoch auch ihr Baby, Lale, unsere Protagonistin, eine Abhängigkeit und startet in ihr Leben mit einem Drogenentzug und es ist das Jahr 1980. Einige Zeit später, Lale ist circa anderthalb Jahre, wird ihrer Mutter das Sorgerecht entzogen und der Vater, der ohnehin nicht auf der Geburtsurkunde erscheint, fährt wegen eines Banküberfalls ins Gefängnis ein. Daraufhin kommt sie ins Heim, eine Zeit die sowohl für die Leserin als auch die Protagonistin eine Leerstelle bilden und ein Jahr später, Lale ist zweieinhalb wird sie von Karlheinz, einem Freund von Lales Vater, als Pflegekind aufgenommen und findet so ihren Weg in seine Wohngemeinschaft. Dies ist jedoch kein bloßer Akt der Nächstenliebe, sondern ein Freundschaftsdienst für Lales Vater, der Karlheinz beim letzten Bankraub nicht verpfiffen hat und die 700 Mark, die er zusätzlich für sein Pflegekind bekommt, tun ihr Übriges. In der WG wohnen neben Karlheinz noch drei weitere Männer, nämlich Wolfgang, Ansgar und Frank und, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, schließlich auch Lales Vater.In diesem Umfeld wächst Lale ohne feste Strukturen und Regeln auf. Was für andere Kinder eher die Ausnahme wäre, nämlich viele Süßigkeiten zu essen, lange wach zu bleiben und ständiges Fernsehen, ist für sie der Normalzustand. Doch es wird schnell deutlich, dass dieses Leben nichts begehrenswertes für sie darstellt. Es sind ihre Bewunderung für das zu Hause ihrer Freundin Lina, das aufgeräumt ist und in dem es gut riecht, aber vor allem die Schule und die damit verbundenen Regeln und Abläufe die ihr Halt geben.„Die Schule ist mein Anker. Alle Abläufe wiederholen sich, und es gibt eindeutige Regeln. Die Klassenlehrerin ist immer nüchtern, und alles scheint einem beruhigenden Plan zu folgen, die Stuhlkreise, die Schulmilch, die Hofpausen und das Lesen in der bunten Fibel. Das Beste aber ist die Normalität der anderen oder dass, was ich mir darunter vorstelle.“ (S.33/34)Ihre Sehnsucht nach Regeln, Ordnung und Stabilität scheinen nicht verwunderlich, stehen sie doch im starken Gegensatz zu ihrer tatsächlichen Lebenswelt, die geprägt ist von Männern, die unter dem Deckmantel der Freiheit ein Leben jenseits von Konventionen führen, die revolutionär sein wollen und über Philosophien schwadronieren, in deren Leben aber Alkohol, Drogen und Machtmissbrauch an der Tagesordnung stehen und denen Lales Wohlbefinden egal ist.Als Lale mit 14 Jahren aus der Männer WG auszieht, zunächst in eine betreute Mädchen WG, hat sie längst ihre Erfahrungen mit Alkohol und Drogen und was noch viel schlimmer ist, mit sexuellem Missbrauch gemacht und musste aufgrund schulischer Probleme auf eine Hauptschule wechseln. Mit 16 Jahren bezieht sie zum ersten Mal alleine eine Wohnung. Auch von diesem Punkt aus begleiten wir sie weiter durch ihr Leben, dass durch ihre Kindheit so negativ geprägt ist, dass es für sie unendlich schwer ist erwachsen zu werden, herauszufinden was sie wirklich möchte – in beruflicher wie persönlicher Hinsicht – aber auch ihre Traumata zu verarbeiten. Wir begleiten Lale auf der Suche nach sich selbst, immer umgeben von der Frage, wer sie eigentlich ist, wer sie sein möchte. Diese tiefgreifenden persönlichen Fragen rühren vor allem auch vom quasi nicht vorhandenen elterlichen Schutz und der Vernachlässigung, die sie durch ihre Eltern erfahren musste. Während ihre Mutter aufgrund ihrer Heroinabhängigkeit nicht in der Lage ist für ein Kind zu sorgen und im Leben ihrer Tochter nur selten und unzuverlässig auftaucht und schließlich auch an ihrer Sucht stirbt, ist der Vater aufgrund seiner politischen Aktivitäten und Raubüberfälle oft physisch nicht vorhanden. Wenn doch, scheint seine Aufmerksamkeit dann eher seinen wechselnden Partnerinnen denn seiner Tochter zu gelten. Dieses Fehlen der Eltern und damit auch das Fehlen von Vorbildern oder Leitfiguren zusammen mit dem fehlenden elterlichen Schutz sowie der Tatsache, dass Lale sich nahezu allein in einer grenzenlosen und gefährlichen Erwachsenenwelt behaupten muss, prägen und traumatisieren sie. Dem chronologischen Erzählstrang, mit dem Lilli Tollkien uns dabei durch die Handlung führt, sind aber auch immer wieder Auslassungen und Vorausschauen auf Lales späteres Leben eingestreut.Die Freiheit der Andersdenkenden beschränkt sich dabei auf ihre eigene ganz persönliche Freiheit, durch deren Ausleben sie Grenzen anderer überschreiten, in denen es vor allem zu Vernachlässigung und Missbrauch kommt und somit ein Umfeld entsteht, in dem Gewalt verharmlost und normalisiert wird. Die Mitglieder der Kommune, die sich nach außen progressiv geben, werten Frauen zu Objekten ab, die vor allem zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse, sei es sexueller Natur oder der Erledigung häuslicher Pflichten, dienen. Empathie, Gleichberechtigung, Respekt oder Schutz erfahren die Frauen, zu denen auch Lale – ein Kind – gehören nicht. Rücksichtsloses Verhalten wird als politisches Ideal getarnt.„Der Geruch meiner Kindheit setzt sich zusammen aus Schwarzer-Krauser-Tabak, Bier und stockiger Wäsche. Aus Sperma, Haschisch und Überbackenem.“ (S.67)Und später beschreibt die Protagonistin:„Mit Genugtuung beobachte ich, wie die Erwachsenen mit sich ringen, wenn ich ein Schnapsglas leere, wenn ich am Joint ziehe, die Schule schwänze oder betrunken auf irgendeinem Schoß in der Kneipe sitze, wie sie zu spüren scheinen, dass etwas an der Situation falsch ist und sie dennoch Teil davon sind und nichts sagen.“ (S.118)Dennoch sind Lilli Tollkiens Sprache und Beschreibungen nicht anklagend. Es ist aber schmerzhaft zu lesen, wie Lale versucht, Halt und Sinn, ja sich selbst in ihrem Leben zu finden. Es ist eine Geschichte über Suche und Kampf um Selbstermächtigung und Emanzipation, die die Frage aufwirft, wer man hätte sein können und wer man ist. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Der Roman „Ellbogen“ (2017) war Fatma Aydemirs literarisches Debüt. Er handelt von der Wut einer jungen Deutsch-Türkin in Berlin, die sich von der Mehrheitsgesellschaft ausgeschlossen fühlt. Für das Hörbuch ist Schauspielerin Aysima Ergün die perfekte Besetzung. Sie verleiht der Protagonistin eine authentische Stimme, auch wenn der trotzige Grundton des Romans leicht monoton wirkt.
Ami Chong ist herausragend in ihrer Rolle aus liebevolle und etwas schräge Sexarbeiterin, die zuhause ihren alten Schwiegervater pflegt und zwischendurch im heimischen Schlafzimmer Kunden empfängt. Die fühlen sich bei ihr wie zuhause. Was auf den ersten Blick wie eine überraschend freizügige, sehr gut getimte Komödie wirkt, wirft eine ganze Menge gesellschaftlicher Fragen auf: Arbeitet sie als Sexarbeiterin, um noch einmal schwanger werden zu können? Gibt es einen Ausweg aus der abgrundtiefen Einsamkeit der Nachbarin? Und welche Rolle spielt die starke Abneigung unserer Protagonistin gegen den ermordeten ehemaligen Regierungschef Shinzo Abe? Die Gleichzeitigkeit von Heiterkeit und Relevanz macht diesen Film aus – zurecht hat er auf dem Festival NIPPON VISIONS JURY AWARD gewonnen. Einen Preis verdient hätte auch die ungeheuer sympathisch wirkende Ami Chong, die im Q&A sehr gut die Hintergründe des Films erläuterte. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Karoline (DieMelanie), Markus Mäurer von translate or die und Thomas.
In der heutigen Folge tauchen Micha und Lara in Motorslice ein, ein Parkour‑Action‑Spiel des kleinen Indie-Teams Regular Studio, das sich ganz bewusst von Prince of Persia (2008) und Mirror's Edge inspirieren lässt, ohne sich nur als Hommage zu verstehen. Die beiden sprechen über das Tempo der Bewegung, den Flow und die Art, wie Motorslice zwischen glatten Parkour‑Mechaniken und einer kantigen, industriellen Megastruktur balanciert, die sich teils an die riesigen Architekturen von Titeln wie Lorn's Lure oder den Manga "Blame!" anlehnt. Dazu trägt vor allem der Soundtrack bei, der einen deutlichen PS1‑Demo-CD‑Vibe aufbaut: synthetische Pads, leicht verwaschene Texturen im Klang und eine Mischung aus Verträumtheit und Neugier.Micha und Lara widmen sich außerdem der Beziehung zwischen P und Orbie: P ist unsere Protagonistin, die springt, klettert und mit ihrer Kettensäge gegen Maschinen kämpft, während Orbie als schwebende Drohne zugleich die Spielkamera und die Gegenwart der Spieler*innen verkörpert. Orbie ist klar verliebt in P, was zu peinlichen, oft unangenehmen Dialogen führt - die Lara als problematische, aber teils groteske Komponente des Spiels beschreibt. Micha und Lara fragen sich, ob diese Dynamik als störender Werbegag, als unangenehmer Nebeneffekt oder als bewusst eingesetztes, ambivalentes Motiv gemeint ist, und wie sie die „Slice of Life“‑Momente zwischen den Parkour‑Sprints verändert.So oder so ist Motorslice einer der Geheimtipps des Jahres, der droht zwischen den vielen aktuellen Release unterzugehen. Nicht verpassen, Leute! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Der Podcast über die Montags (OV) Sneak in Frankfurt am Main und in euren Wohnzimmern und die Bücher auf euren Nachttischen. In Ausgabe 11 unseres Bücherpodcasts begeben wir uns auf einen wunderschönen Urlaub an der süditalienischen Küste um über die Unmöglichkeit der Erwartungen an Frauen und vor allem das Muttersein oder nicht Muttersein zu sinnieren. Dabei sind wieder einmal alle recht angetan außer Dan, dem wie ebenfalls üblich die Protagonistin sehr unsympathisch war. Wem die eingangs erwähnten Fragestellungen sehr unangenehm sind, der bzw. vor allem die sei gewarnt, wobei wir finden, dass der Diskurs, wie auch das Buch selbst genau für euch sehr relevant sein könnten. Ach ja das Buch, wie im Titel erwähnt, die Frau im Dunkeln, mitgebracht von Maike, geschrieben von Elena Ferante und verfilmt durch Maggie Gyllenhal. Über all dies sprechen, Helena, Dan, Sam, Maike, Malte und Chrissi und der nächste Buchtipp bzw. Buchtipps WTF! sind von Sam und werden am Ende verraten.
Han Kang: Die VegetarierinLiebe Leserinnen und Leser,in meiner letzten Rezension “Heaven” von Mieko Kawakami hatte ich formuliert: Das heute hier vorgestellte Werk ist zwar zunächst leicht und ruhig, dann aber grausamer als vieles, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.Anstatt das in zunehmendem Alter die Ausschläge immer weiter abnehmen, die Highs nicht mehr so hoch sind, die Tiefen nicht mehr so verschlingend - wenn man sich ab und zu die Zeit zum Innehalten und Nachdenken nähme, würde man doch drauf kommen, dass die generellen Erzählungen, die uns Richtlinie, Beispiel und Vorbild sein sollen einfach nicht stimmen: Ideologien der Kindheit, Anforderungen der Gesellschaft, die zurichtet bis alles passt, der verächtliche Blick aufs Alter, in dem außer Krankheiten nichts mehr passiert: geschenkt.Und so ist die Einführung der letzten Rezension schon wieder angesagt, denn die heute vorgestellte Novelle ist - surprise - grausamer als vieles, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Das ist eigentlich schon mehr Spoiler, als dieses Werk verdient: Lest es, seid überrascht, und lest dann gerne hier weiter.Na gut, das haben vermutlich nicht alle Leser*innen geschafft. Es ist aber wirklich anempfohlen, den schmalen Band, eher eine Novelle denn ein Roman zu lesen, ohne vorher etwas darüber zu wissen. Auch wenn dann wieder jemand sagt, ich würde mir einen schmalen Fuß machen. Also, wir sind hier bei Lob und Verriss, “Die Vegetarierin” von Han Kang fällt eindeutig in die 1. Kategorie, auch wenn die ausgelösten Gefühle, die Wucht der Beschreibungen, die beschriebene psychische und physische Gewalt nicht so positiv sind, starke negativ konnotierte Gefühle hervorrufen.Wir gehen rein: eine Frau, Yeong-hye, entschließt sich eines Tages, kein Fleisch mehr zu essen. Auslöser dafür sind grausame Albträume voller Gewalt, Kadaver und Blut.Nun hat man vielleicht vergessen, dass es vor 20 Jahren hierzulande das Nicht-Fleisch-Essen in gewissen Landstrichen und einigen heute noch ein gesellschaftlicher Affront war und ist. Die Gründe sind vielfältig, aber eigentlich wissen auch alle, unter welch grausamen Bedingungen Fleisch hergestellt wird und lassen einen Fleischkonsum guten Gewissens eigentlich schlicht nicht zu. Eine doch hohe Ignoranz ist dafür also unabdingbar. Inwieweit die Novelle durch die Gesellschaft ihres Herkunftslandes Südkorea geprägt ist, wird in der Studio B-Diskussion besprochen werden.“Die Vegetarierin” ist in einer Sprache erzählt, die knapp, kühl und präzise beschreibt, welche Grausamkeiten Patriarchat, eine rigide Gesellschaft anrichten.Im Verlauf lesen wir über verschiedene Sichtweisen auf die Ausgangslage: Eine Frau hört auf, Fleisch zu essen und alle drehen durch. Ihre Entscheidung stürzt ihr konkretes Umfeld, also ihren Ehemann und ihre Ursprungsfamilie, hier: die Eltern, Bruder und Schwester in große Konflikte und hat so weitreichende Konsequenzen, dass man sich den Kopf (und später das Herz) halten muss. Dabei führt die erste Entscheidung (kein Fleisch mehr zu essen) zu weiteren - sie entledigt sich zunächst ihres BHs, später auch ihrer anderen Kleidungsstücke und stellt radikal das Mensch-Sein in Frage.Empathie, Zugewandtheit, Akzeptanz, Respekt gar: im Roman eine große Leerstelle. Die ersten Beschreibungen der neuen Situation liefert der Ehemann von Yeong-hye, der ihre Durchschnittlichkeit preist, ihren Mangel an hervorstechenden Eigenschaften. Er betrachtet sie als verfügbar und seinen Besitz. Ihre Familie empfindet den unbedingten Fleischverzicht ebenfalls als Kontrollverlust und versucht mit allen Mitteln (ja wirklich), sie zum Fleischessen zu zwingen. “Die Vegetarierin” beschreibt den weitreichenden Verfall dieser Familie als geradezu zwangsläufig, der immer höhere Wellen schlägt und den Einflusskreis nach außen vergrößert. Dabei scheint der größte Konflikt die riesige Diskrepanz zwischen inneren Verwerfungen, Begierden, Sehnsucht und der äußeren Gleichgültigkeit, Stille, Abstand, der geradezu eskalieren muss. Der Abstand zwischen den eigenen Wünschen und den Konventionen belastet Yeong-hye zwar mit den weitreichendsten Folgen, zeigt sich aber auch in anderen Figuren, wie dem Schwager. Für den sind die handelnden Frauen aber auch nur Objekte, Verständnis hat er nur für seine eigene - zunehmend prekäre - Situation.Die Abwesenheit von Empathie ist eines der vorherrschenden Motive und nur ihre Schwester zeigt sie, hier sind aber auch Schuldgefühle stark, denn sie ist diejenige, die Yeong-hye in eine Klinik einweisen lässt. Größerer Zwang durch Familie, Gesellschaft und Institutionen führt aber - so das Kalkül und in der Vergangenheit wohl auch öfter zumindest dem äußeren Schein nach erfolgreich - nicht zur Wiedereingliederung der Protagonistin, sondern zu einer immer größer werdenden Entfernung von gesellschaftlichen Konventionen. Der Tod als ultimativer Bruch mit der Gesellschaft - von Yeong-hye als Umwandlung in einen Baum (und damit des Sterbens als Mensch) angestrebt: Ist er erstrebenswert? Nachvollziehbar? Die Leser*in wird mit vielen Fragen und viel Gewalt konfrontiert.Die Protagonist*innen in “Die Vegetarierin” verweigern dabei jede Identifikation des Lesenden mit einer der Personen.Der Abstand ist so groß, dass immer wieder die Frage neu gestellt wird: ist es besser zu sterben als so zu leben? Muss man Menschen zwingen zu leben? Ist dies eine nachvollziehbare Reaktion auf die Gewalt und Zwänge? Vieles ist schockierend, dann aber auch eigentlich gar nicht, ein Blick in die Welt und die aktuellen Debatten reicht.“Die Vegetarierin” von Han Kang erschien 2007 - also vor knapp 20 Jahren - in Südkorea. 2016 gewann sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Deborah Smith den renommierten Man Booker International Prize. Dies half natürlich mit der Verbreitung des Werks, entfachte aber auch eine Debatte, inwieweit die englische Übersetzung korrekt oder treffend sei, war es doch eine der ersten Übersetzungen von Deborah Smith, die erst wenige Jahre zuvor mit dem Studium der koreanischen Sprache begonnen hatte. Dass ihr Han Kang beim gesamten Übersetzungsprozess zur Seite gestanden hatte, geriet während dieser Aufregung schnell in den Hintergrund.Die deutsche Fassung “Die Vegetarierin” wurde aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee geschaffen, also nicht über den Umweg des Englischen, wie öfter bei asiatischen Werken und stammt aus dem Jahre 2016. Vor 2 Jahren wurde Han Kang dann als erster koreanischer Schriftstellerin der Nobelpreis für Literatur zugesprochen.Ein hartes Werk, trotzdem eine Empfehlung, vielleicht ist jetzt der Frühling mit seinem hellen Licht eine gute Zeit für diese Lektüre. This is a public episode. 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Ina Ivanceanu ist Filmemacherin, Aktivistin und Erfinderin des Protestformats „Stillgelegt“. Für ihren neuen Film, „Take Care“, der Anfang 2027 ins Kino kommt, hat sie gemeinsam mit Elisabeth Sechser, einer Vordenkerin der Caring-Economy und Unternehmerin ausprobiert, wie es wäre, mit Nichtstun zu protestieren. Protagonistin des Films ist die profilierte Denkerin, Feministin und Aktivistin Silvia Federici, die sich in ihren Schriften und ihrem Leben seit mehr als 60 Jahren mit Sorgearbeit beschäftigt – jetzt ist sie 83 Jahre alt. Sie pflegt ihren an Parkinson erkrankten Mann. Ines Mitterer im Gespräch mit Ina Ivanceanu.
Falls ihr es nicht nach Köln geschafft habt oder alles nochmal nachhören wollt: wir freuen uns, dass wir am Sonntag endlich den live-Mitschnitt von Rashas Gespräch mit der grandiosen Terézia Mora in der Comedia in Köln mit euch teilen können. Dort haben die beiden am 26. Februar vor einem voll besetzten Publikum im Rahmen des Literaturfestivals ‚kindly invited‘ über das Werk der Schweizer Schriftstellerin Adelheid Duvanel gesprochen. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön für die Einladung und Organisation an das ganze ‚kindly invited‘-Team und das Literaturhaus Köln! Die Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Ungarischen Terézia Mora hat schon mehrere viel gelobte Romane geschrieben. Auch ihr letzter 2023 erschienener Roman „Muna oder Die Hälfte des Lebens“, in dem die junge Protagonistin aus der ostdeutschen Provinz einem Mann verfällt, der nicht gut für sie ist, wurde für die Shortlist des Deutschen Buchpreises ausgewählt. Neben ihren Romanen hat Terézia Erzählungen, Essays und Drehbücher verfasst, bereits zwei Poetik-Vorlesungen veröffentlicht und sie wurde schon mit so ziemlich jedem Preis, mit dem man im deutschsprachigen Literaturbetrieb ausgezeichnet werden kann, geehrt. Darunter sind der Ingeborg-Bachmann-Preis, der Georg-Büchner-Preis für ihr Gesamtwerk und der Deutsche Buchpreis für ihren 2013 erschienen Roman „Das Ungeheuer“. Für ihr Gespräch mit Rasha hat sich Terézia gewünscht, über die 1936 geborene und 1996 verstorbene Schweizer Autorin und Journalistin Adelheid Duvanel zu sprechen. Ähnlich wie die Beziehung Munas, der Protagonistin von Terézias letztem Roman und wie ihr in der Folge hören werdet, hatte die Ehe der Schweizer Autorin Adelheid Duvanel toxische Züge. So soll ihr Mann, ein Maler, sie davon abgebracht haben, selbst in seiner Disziplin künstlerisch tätig zu werden. Das Schreiben hat sie jedoch nicht aufgegeben, sodass wir heute ihre jüngst vom Limmat Verlag in einer Gesamtausgabe gesammelten sehr kurzen, dafür aber sehr dichten Erzählungen, Feuilletons, Kolumnen und Briefe nachlesen können. In der Folge widmen sich Rasha und Terézia besonders der Entschlüsselung einiger von Duvanels Erzählungen, die Rasha als „dunkle, kleine Diamanten“ bezeichnet, sprechen über das Verhältnis von Biografie und Text, die Voraussetzungen fürs Schreiben sowie über das Entdecken, Wiederentdecken und Vergessen von Autorinnen. Als Produzentinnen standen Rasha auch für diese Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
„Nelka“ von Svenja Leiber – eine Rezension von Constanze Matthes - Zeichen und Zeiten(Hördauer 08 Minuten)"Man hat aufgehört, die Leben zu zählen.“In nur wenigen Momenten nimmt ihre unbeschwerte Jugend ein bitteres Ende. Nach dem Einmarsch deutscher Soldaten 1941 wird Nelkas Vater an einem Julitag in Lemberg auf offener Straße erschossen. Sie selbst wird wenige Tage später auf dem Weg zur Bäckerei „einkassiert“ und mit nur 16 Jahren und zahlreichen weiteren Mädchen nach Norddeutschland verschleppt, wo sie fortan als Zwangsarbeiterin auf einem Gutshof schuften muss. Svenja Leiber erzählt in ihrem neuen Roman am Beispiel ihrer Protagonistin von der Ausbeutung und dem Leid unzähliger Frauen während des Zweiten Weltkriegs. Unsere Live-Sendungen in Schwabing Den Volltext dieser Rezension findest Du hierWenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
Hier die Shownotes:Magmakammer unter dem Kikai-Supervulkan füllt sich wieder – Spektrum der Wissenschaft https://share.google/hODVJBzPFB9Iq0hHeVerpasster Smart-Meter-Rollout: Bundesnetzagentur droht Netzbetreibern mit Zwangsgeldern | FAZ https://share.google/ME0XXqtx3QpxGbMC4Digitale Souveränität: Tech-Allianz startet Gegenentwurf zu Microsoft Office https://share.google/7nouobl7v4ucaiFt0Neobanken-Check: Darum scheitert Revolut an Trade Republic – FOCUS online https://share.google/L8wqBFcPrSIAKhujhQuelle: BRhttps://share.google/G9eQFtTX9xJMl9XWsGolem https://share.google/1sGbnllsY0cHaJ6Johttps://news.rice.edu/news/2026/plasma-and-lemon-juice-milder-method-retrieves-nearly-95-critical-minerals-battery-waste?utm_source=perplexityGlasfaserausbau: Wenn der Tiefbauer pfuscht – teltarif.de News https://share.google/V5kSDGPiSkuPQs2JDVariante 2 ca 60 bis 90 SekundenHier eine rund 60–90 Sekunden‑lange, locker‑erzählte Einleitung im Stil deiner Podcast‑Nummer (mit etwas True‑Crime‑Hauch, aber ohne zu sehr ins Pathos zu rutschen):******Wenn du magst, kann ich im nächsten Schritt daraus noch eine **strukturierte 3‑Abschnitts‑Story** bauen (Intro → Fakten‑Block → Schlussreflexion mit Meta‑Blick auf Logistik/True‑Crime), die du direkt ins Script übernehmen kannst. Soll das eher **nüchterner‑journalistisch** oder **leicht ironisch‑erzählerisch** bleiben?„Falsches Spiel“ von Ralph Peter ist ein Krimi, der sich angenehm klassisch gibt und gleichzeitig genug Wendungen bietet, um die Spannung konstant hochzuhalten. Besonders reizvoll ist, wie sich ein zunächst eindeutig wirkender Fall nach und nach als deutlich vielschichtiger entpuppt. Im Mittelpunkt steht eine hartnäckige Protagonistin, die nicht locker lässt und genau dadurch die entscheidenden Impulse setzt.Ohne zu spoilern: Es ist vor allem das Verhalten der Figuren, das die Geschichte vorantreibt und die Wahrheit Stück für Stück ans Licht bringt. Dadurch entsteht eine sehr natürliche Dynamik, bei der sich die Puzzleteile fast wie von selbst zusammenfügen.Für mich hat das Buch auch eine persönliche Bedeutung: Ralph Peter war vor einigen Jahren mein Chef, und ich habe miterlebt, wie er nach seinem Ruhestand begonnen hat zu schreiben. Umso mehr freut es mich, wie überzeugend ihm mit „Falsches Spiel“ ein stimmiger und spannender Krimi gelungen ist.Eine klare Empfehlung für alle, die gut konstruierte Kriminalgeschichten mit starken Figuren mögen.Glasfaser im Haus: Gegen den „ökonomischen Wahnsinn“ | heise online https://share.google/INSqSeYBAbBVyyGsahttps://industriemagazin.at/logistik/humanoide-roboter-logistik-marktreife-studien/?utm_campaign=Magazin-NL_Industriemagazin&utm_medium=email&_hsenc=p2ANqtz–GqgvqgIcrG5shJnMyv7YBZoFBKWNCYbSMDhFMH6120dPPDhGWtmu9qVo8tjqQz0-SDDytKOu0S5G80LMTKNnvTtt-6w&_hsmi=410906023&utm_content=410906023&utm_source=hs_emailTrade Republic Girokonto: Taugt es als Hausbank? https://share.google/f3QUbEKkLz4ozQLMQUnd vorallem wenn man wie ich von Revolut verwöhnt ist wirkt das eher nicht interessantSmartbroker, Trade Republic und das Altersvorsorgedepot Seite 2 | wallstreetONLINE – 30.03.2026 https://share.google/hPmKaqGdEIuL0JcD4Und von Ute MündleinDer Reiche Poet: Von wegen nichts ist umsonst https://share.google/woXhxjQ1rYaHaieDA„Welcome back my friends to the Show that never ends.“
(00:57) Bei den Salzburger Festspielen brodelt es schon länger. Jetzt ist klar: Karin Bergmann wird Interims‑Intendantin der Festspiele. Das hat das Kuratorium gestern mitgeteilt. Bergmann war früher Direktorin des Wiener Burgtheaters. Kann sie die Lage beruhigen? Weitere Themen: (05:31) Kindheit im Ausnahmezustand – in ihrem Roman «Ilaria» erzählt Gabriella Zalapì die Geschichte einer Kindesentführung konsequent aus der Perspektive der achtjährigen Protagonistin. (09:55) Kunst als Collage – das St. Galler Open Art Museum zeigt Kunstwerke von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern, die auf einem Teppich verewigt worden sind. (13:51) Liebe als Naturereignis – in seinem Roman «Liebe» beschreibt Thomas Hettche eine späte Leidenschaft, die im Alter an Kraft gewinnt.
In dieser Folge von „For Professional Investors Only" reden wir über unser eigenes Heft. Die aktuelle Ausgabe von DAS INVESTMENT ist ein Female Special – mit vielen Frauen, wenigen Krawatten und einer Redaktionsidee, die am Anfang auch intern für Diskussionen gesorgt hat. Christoph Fröhlich spricht mit den Kolleginnen Birte Penshorn und Christin Jahns darüber, wie das Heft entstanden ist, warum eine Protagonistin erst Nein sagte, was 15 Coverentwürfe über Redaktionskultur verraten – und warum Sichtbarkeit das eigentlich richtigere Wort ist als Vorbilder. Ein Gespräch über Journalismus, Branchenkultur und die Frage, ob man sowas vor zehn Jahren auch schon hätte machen können.
Seitdem die Buchmesse am Mittwochabend in der vergangenen Woche eröffnet wurde gab es 3.000 Veranstaltungen an über 300 Leseorten in Leipzig - unter anderem in der LVZ-Kuppel. Bei „LVZ liest“ wurden Autorinnen und Autoren eingeladen und interviewt. Am Sonntagabend lasen Martina Hefter, Verena Keßler, Heike Geißler und Domenico Müllensiefen aus ihren Büchern. In dieser Sonderfolge „Thema in Sachsen“ können Sie die Lesung mit den drei Leipziger Autorinnen und dem Autor nachhören. Reporter Josa Mania-Schlegel spricht mit ihnen über den Schreibprozess, Erfolge, darüber, wie Autobiographisches und Fiktion zusammenfinden und das Dichten und Denken. Martina Hefters Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ wurde 2024 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. In die Kuppel brachte sie ihr 2018 erschienenes Buch „Es könnte auch schön werden“ mit. Darin setzt sie sich innerhalb von Gedichten und Texten mit dem Altern und dem Tod auseinander. Verena Keßlers Roman „Gym“ handelt von Optimierungswahn und Body Horror. Keßlers Protagonistin bekommt mithilfe einer Lüge einen Job im Fitnessstudio „MEGA GYM“. Im Laufe des Romans trainiert diese hart und der Leser findet heraus, dass es noch mehr Lügen gibt, die nicht an die Oberfläche sollen. „Aber die Verzweiflung, das wissen alle, die sie kennen, ist eine Unsterbliche, eine energische Wiedergängerin, ein expandierendes Gewächs mit Fadenwurzeln aus Garn, Spucke oder Schleim“, schreibt Heike Geißler in ihrem Essay „Verzweiflungen“. Darin widmet sich die Autorin den Ausprägungen von Menschenfeindlichkeit. Dennoch soll der Essay ermutigend sein. 2025 hat sie dafür unter anderem den Bayrischen Buchpreis erhalten. Domenico Müllensiefen brachte seinen kürzlich erschienenen dritten Roman „Manchmal muss man sich entscheiden” in die LVZ-Kuppel. Es handelt von der Lkw-Fahrerin Sandra, die sich entscheiden muss, ob sie ihre Fracht oder die Zukunft ihrer Tochter rettet. Als Leser steigt man mit in die Fahrerkabine und lange nicht mehr aus. Mehr Autoren-Interviews mit Lukas Rietzschel und Julia Quinn finden Sie hier: https://kurz.lvz.de/aphf Mehr Büchervorstellungen finden Sie hier: https://kurz.lvz.de/2p1g Sie haben Fragen, Anregungen oder möchten etwas mit uns teilen? Dann schreiben Sie uns doch über podcast@lvz.de.
Die schrecklichsten Kindheiten bringen die kreativsten Menschen hervor - könnte man zumindest bei unserer Protagonistin aus Folge 75 meinen. Sie wächst unter einer gewalttätigen Mutter auf und wird die bedeutendste Performance-Art-Künstlerin der Welt. Nicole erzählt heute von ihrem verstörendsten Werk und seinen Auswirkungen bis heute.Die Links zur Folge:Zum Anschauen: https://youtu.be/ZkizLG75b9Q?si=t7M3C4a6KN3o0peGhttps://www.youtube.com/watch?v=xTBkbseXfOQ&rco=1Quellen:https://de.wikipedia.org/wiki/Rhythm_0Museum of Modern Art (MoMA) - Offizielle Audio-Guides: https://www.moma.org/audio/playlist/243/3118 (Rhythm 0)https://www.moma.org/audio/playlist/243/3125 (The Great Wall Walk)Tate Gallery - Werkdokumentation: https://www.tate.org.uk/art/artworks/abramovic-rhythm-0-p82847Marina Abramović offizielle Website: http://www.marinaabramovic.com/bio.htmlBritannica Encyclopedia:https://www.britannica.com/biography/Marina-Abramovichttps://www.modernamuseet.se/stockholm/en/exhibitions/marina-abramovic/biography-marina-abramovic/Harvard Crimson - Analyse von Rhythm 0: https://www.thecrimson.com/article/2023/3/30/maria-abramovic-performance-art-rhythm0-article/CNN (2024) - Aktuelle Ausstellung über Great Wall Walk: https://www.cnn.com/2024/10/09/style/marina-abramovic-great-wall-shanghai-exhibition-intl-hnkUnser Instagram und damit die Bilder zur Folge findet ihr hier: https://www.instagram.com/higolipodcast#wissen #geschichte #dokumentation #kunst #abramowitsch #performancekunst
In dieser Folge spreche ich mit Sarah Lorenz über ihr Buch »Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken« und stelle ihr eure Fragen. Warum hat sie sich für die Form eines Romans entschieden? Wie viel steckt von ihr selbst in der Protagonistin? Sie verrät uns außerdem, wie sehr sie das Schreiben und das Buch verändert haben und welche Bedeutung der Titel für sie trägt. Am Ende gibt sie uns sogar einen kleinen Ausblick auf ihr aktuelles Buchprojekt.
Sommelière Isabel hat genug vom feinen Restaurant in São Paulo, dessen Besitzer ihre Auswahl echter brasilianischer Weine nicht zu schätzen weiß. Sie stiehlt heimlich Abend für Abend kistenweise Flaschen aus dem kaum angerührten Bestand ihres Arbeitsplatzes und plant, ihre eigene Weinbar zu eröffnen. Trotz vieler Hürden für die Protagonistin, deren Traum sich immer wieder mit den vor allem finanziellen Grenzen der Realität konfrontiert sieht, ist Isabel für Daniel und den Kaffeemann ein sehr willkommener, unkomplizierter, schön gefilmter und vor allem stark geschauspielerter Feel-Good-Film in authentischen Kulissen auf der Berlinale 2026 gewesen.
Für die zweite, wunderbare Folge der neuen Staffel hat Rasha sich Meral Kureyshi zu einem Gespräch eingeladen. Die schreibende Protagonistin über deren Werk sich Meral gewünscht hat, mit Rasha zu sprechen ist die ungarisch-schweizerische Schriftstellerin Ágota Kristóf. Außerdem möchten wir nochmal auf die Fempire-Liveshow aufmerksam machen: am 26. Februar, von 18:00-19:30 Uhr wird Rasha beim Literaturfestival 'kindly invited' mit der wundervollen Terézia Mora über eine ihrer liebsten Schriftstellerinnen sprechen. Tickets gibt es auf der 'kindly invited' Website zu erwerben. Kommt zahlreich! Wie ihre Wahlheldin für diese Folge schreibt auch Meral nicht in ihrer Erstsprache. 1983 in Prirzen im damaligen Jugoslawien, heute Kosovo, geboren, kam sie 1992 mit ihrer Familie in die Schweiz. Dort lebt sie in Bern als freie Autorin von kürzeren Prosatexten und bereits drei Romanen. Sowohl ihr Debüt „Elefanten im Garten“ (2015) als auch ihr zweites Buch „Fünf Jahreszeiten“ (2020) wurden hoch gelobt und ausgezeichnet. „Im Meer waren wir nie“, Merals dritter Roman über Freundschaft, Fürsorge und Familie, der erst letztes Jahr erschienen ist, hat es auf die Shortlist des Schweizer Buchpreises geschafft. Ihr umfangreiches Werk von Romanen, Theaterstücken, Novellen und Gedichten hat die 1935 in Ungarn geborene Ágota Kristóf hauptsächlich auf Französisch verfasst, nachdem sie 1956 im Zuge der Revolution in die Schweiz floh. Für ihre Romane und ihr Gesamtwerk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, bevor sie 2011 in Neuchâtel verstarb. Rasha und Meral widmen sich besonders den Romanen „Die Analphabetin“ (2004 im französischen Original erschienen) und „Das große Heft“ (im französischen Original 1986 veröffentlicht), in denen es, wie die Unterhaltung von Meral und Rasha zeigen wird, auch immer wieder um zu überwindende Distanzen geht, von einer zur anderen Sprache, von Gedachtem zu Geschriebenem, von einem Land zum anderen. Daneben geht es um Wahrheit und Lüge im Schreiben und über die Erfahrung in der Öffentlichkeit, auf einer Bühne zu sein. Als Produzentinnen standen Rasha auch in dieser Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
In dieser Episode werfen wir einen tiefen Blick auf das Buch "König und Meister" von Theresa Hannig, das uns in eine fesselnde Welt voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen entführt. Die Geschichte folgt Ada König, die nach einem verheerenden Autounfall auf der Suche nach der Wahrheit über die vergangenen Ereignisse ist. Ihr Vater, der bei diesem Unfall schwer verletzt wurde, wollte ihr kurz vor dem Chaos etwas Wichtiges mitteilen, das Ada nun unbedingt herausfinden möchte. Diese Suche nach der Wahrheit wird durch mysteriöse Erscheinen eines verbrannten Mannes begleitet, der Ada nicht nur verfolgt, sondern ihr auch Aufgaben überträgt. Das Buch entfaltet sich in einem atmosphärischen Rahmen, in dem die Protagonistin in das Haus ihres Vaters zurückkehrt, um sich mit den Schatten ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Der eindrucksvoll gewachsene Walnussbaum, der den Garten ihrer Kindheit dominiert, wird schnell zu einem Symbol für die Geheimnisse, die sich um die Familie ranken. Ada muss sich nicht nur mit ihren eigenen Ängsten und Fragen auseinandersetzen, sondern auch mit der düsteren Vergangenheit ihres Vaters, die sich in Formen von Erinnerungen und Träumen offenbart. Besonders interessant wird die Dynamik zwischen Ada und dem mysteriösen Bettler Elvis, der sich als Soziologiestudent entpuppt und mit dem Ada eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt. Die Figur der alten Frau Else fügt dem narrativen Gefüge eine weitere Schicht hinzu, ihre skurrilen Gedanken bieten sowohl humorvolle als auch nachdenkliche Einsichten, während Ada zunehmend in die verworrene Geschichte ihrer Familie eintaucht. Die Autorin Theresa Hannig versteht es, vielschichtige Charaktere zu kreieren, die eine faszinierende Erzählung bilden. Der Leser wird mit der Frage konfrontiert, wie gut wir wirklich unsere Liebsten kennen und welche Geheimnisse in jeder Familie schlummern. Hannig schafft es, das Genre mit Elementen des Mystery und Thrillers kreativ zu verknüpfen, auch wenn die Handlung nicht immer die gewünschten Spannungshöhen erreicht. Trotz einer soliden Erzählstruktur hätte ich mir in einigen Passagen etwas mehr Tiefe gewünscht, besonders im Hinblick auf die Rolle des verbrannten Mannes und die Geheimnisse des Meisters. Dennoch bleibt "König und Meister" ein fesselndes Werk, das dem Leser die Möglichkeit gibt, über die dunklen Seiten des menschlichen Lebens nachzudenken. Ich bin schon gespannt auf Theresa Hannigs nächste literarische Entdeckung und hoffe, dass wir beim nächsten Mal noch tiefer in die Geheimnisse eintauchen dürfen, die sie zu erzählen hat. Der Roman ist 2021 in der Edition Roter Drache erschienen und kann für 15 Euro erworben werden.
Melania Trump ist erneut First Lady der USA. Der Dokumentarfilm „Melania“ begleitet Trumps Gattin zwanzig Tage lang bei ihren Vorbereitungen für den erneuten Einzug ins Weiße Haus. Mit der Inauguration endet der Film, der seine Protagonistin inszeniert wie in einen Hollywood-Star. Makellos muss jedes Bild sein, Weichzeichner und warmes Licht überall – das Leben als Blockbuster, untermalt mit einem Soundtrack wie aus einem Märchenfilm. „Melania“ von „Rush Hour“-Regisseur Brett Ratner ist ein groteskes Propaganda-Dokument der zweiten Trump-Amtszeit, dennoch übersehen viele Kritiker des Films entscheidende Punkte: Wir müssen zwischen dem Besonderen und dem Allgemeinen unterscheiden. Ja, Melania klingt roboterhafter als jede KI, ja, es ist eine Ansammlung größter Belanglosigkeiten, aber wir sehen auch, wie Herrschaft generell funktioniert. Der Film lässt offenbar werden, was sonst verdeckt bleibt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Den DeepDive „Mein traurigstes Kinoerlebnis (können wir bitte die 90er wiederhaben?)“ gibt es mit einem Filmanalyse +Abo.Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutBei Steady kann man die Filmanalyse für ein Jahr verschenken:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plansDie Filmanalyse +ABO gibt es bei Apple-Podcast als Monats- und vergünstigtes Jahresabo:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Abo via Patreon abzuschließen, jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft:https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
Ein Streit um fairen Kaffeehandel gefährdet die Nachbarschaft zwischen dem Stadttaubenpärchen Obermüller und Gurrletta Steinhöfl. Doch unsere Protagonistin versteht sich auf Diplomatie ...
Glutenfreie Ernährung: Kann das auch „gesunde“ Sportler sinnvoll sein? In dieser neuen Folge #VisionWeltspitze sprechen wir mit Profi-Triathlet Jonas Hoffmann, wie und wann er glutunfreie Produkte isst und was es ihm bringt.Jetzt an unserer Verlosung für eine von drei Glutenfreien-Paketen von Schnitzer teilnehmen (Link zu Instagram / werbung) – Frage: Wie heißt unsere #MissionMitteldistanz Staffel 2 Protagonistin? Schreibt ihren Vornamen in die Kommentare des Insta-Posts. Wenn der Name richtig ist und ihr ihn kommentiert habt, werdet ihr in den Lostopf für unsere Verlosung geschmissen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen losen wir die drei Gewinner für jeweils ein Schnitzer-Paket aus.
Sharon Battiste ist Model und Fernsehpersönlichkeit. Mehrere Jahre war sie Teil des Hauptcasts der RTL-II-Seifenoper „Köln 50667“. 2022 stand sie als Protagonistin der RTL-Realityshow „Die Bachelorette“ im Mittelpunkt. Im selben Jahr nahm sie an „Let's Dance“ teil. Ihre Präsenz im Fernsehen und in den sozialen Medien nutzt sie für eine wichtige Botschaft. Sharon Battiste leidet an kreisrundem Haarausfall und gibt dieser Krankheit Sichtbarkeit. Inzwischen trägt sie eine Glatze. Ihr offener Umgang damit soll anderen Betroffenen Mut machen. In diesem Podcast erzählt sie, wie schwer es für sie selbst war, den Haarausfall zu akzeptieren und öffentlich dazu zu stehen. Für ihr Outing wählte sie einen ganz besonderen Moment: mitten in der Staffel von Die Bachelorette. Auch von der großen Angst davor berichtet sie sehr ehrlich. Natürlich spricht sie auch über den Moment, in dem sie sich zur Rasur entschlossen hat. Ein besonderer Tag, der für sie einen Neuanfang markierte und wieder Leichtigkeit in ihr Leben brachte. Eine warmherzige, offene und humorvolle Begegnung. Podcasttipp: „Schicksal - der SR 1-Podcast über das Leben“ https://www.ardaudiothek.de/sendung/schicksal-der-sr-1-podcast-ueber-das-leben/urn:ard:show:dc54d19fb19eeec1/
Immer wieder gibt es Künstlerinnen oder Künstler, die als Geheimtipp gehandelt werden. Oder als Newcomer. Irritierenderweise zieht sich das manchmal über Jahre! So auch bei unserem heutigen Gast. Die 1983 in Köln geborene Schauspielerin Caroline Frier erhielt ein paar Nominierungen und Auszeichnungen als Newcomerin - in einem Zeitraum von sechs Jahren. Da war sie ja eigentlich schon längst in ihrem Beruf angekommen, wie man ihrer sogenannten Filmografie, also der Liste ihrer Projekte, entnehmen konnte. Was insbesondere auch deshalb erwähnenswert ist, zumal eine ihrer älteren Schwestern, Annette Frier, ebenfalls seit Jahren sehr erfolgreich in diesem Metier arbeitet. Da muss man schon ganz schön Biss haben, um dranzubleiben und den Vergleichen standzuhalten, erst als Anfängerin, dann als Newcomerin und längst als eigenständige Persönlichkeit, Protagonistin eigener Serien und Reihen. Und wie viel Spaß muss es dann machen, gemeinsame Projekte umzusetzen wie jetzt, "Frier & 50", wo sich Caro und Annette in acht Episoden selbst spielen und darüber hinaus sehr humorvoll das Thema "Wechseljahre" im Mittelpunkt steht. Playlist: The Temptations - My Girl Münchener Freiheit - Ohne Dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein) Michael Jackson - Remember the time Kenny Loggins - Footloose Spice Girls - Wannabe NEA - Some Say Christina Perri - A Thousand Years De Höhner - Vivia Colonia Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Immer wieder gibt es Künstlerinnen oder Künstler, die als Geheimtipp gehandelt werden. Oder als Newcomer. Irritierenderweise zieht sich das manchmal über Jahre! So auch bei unserem heutigen Gast. Die 1983 in Köln geborene Schauspielerin Caroline Frier erhielt ein paar Nominierungen und Auszeichnungen als Newcomerin - in einem Zeitraum von sechs Jahren. Da war sie ja eigentlich schon längst in ihrem Beruf angekommen, wie man ihrer sogenannten Filmografie, also der Liste ihrer Projekte, entnehmen konnte. Was insbesondere auch deshalb erwähnenswert ist, zumal eine ihrer älteren Schwestern, Annette Frier, ebenfalls seit Jahren sehr erfolgreich in diesem Metier arbeitet. Da muss man schon ganz schön Biss haben, um dranzubleiben und den Vergleichen standzuhalten, erst als Anfängerin, dann als Newcomerin und längst als eigenständige Persönlichkeit, Protagonistin eigener Serien und Reihen. Und wie viel Spaß muss es dann machen, gemeinsame Projekte umzusetzen wie jetzt, "Frier & 50", wo sich Caro und Annette in acht Episoden selbst spielen und darüber hinaus sehr humorvoll das Thema "Wechseljahre" im Mittelpunkt steht. Playlist: The Temptations - My Girl Münchener Freiheit - Ohne Dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein) Michael Jackson - Remember the time Kenny Loggins - Footloose Spice Girls - Wannabe NEA - Some Say Christina Perri - A Thousand Years De Höhner - Vivia Colonia Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Jugendliche sind nicht gut aufgeklärt. Selbst dort, wo Sexualaufklärung in Schulen gesetzlich vorgeschrieben ist, hakt es oft an der Qualität: Themen werden gar nicht erst aufgegriffen oder verkürzt wiedergegeben, Fakten verdreht, und Schüler*innen wie Lehrkräfte von Schamgefühlen gehemmt. Nicht nur deshalb können digitale Spiele ein interessantes Instrument sein, um Inhalte zu vermitteln bzw. im Idealfall sogar interaktiv erlebbar zu machen. Das deutsche Point-and-Click-Adventure „Sibel's Journey“ versucht genau das und setzt auf Vielfalt: Die titelgebende, 13-jährige Protagonistin erfährt im Spielverlauf eine ganze Menge über sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten, Konsens, Bedürfniskommunikation und ihre eigenen Vorbehalte. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Der Boulevard des Italiens, im 2. und 9. Pariser Arrondissement gelegen, gehört zu den vier Grand Boulevards des Rive droite und ist eine eher gediegen-großbürgerliche Adresse. Die dort lebenden Familien hatten, zumindest vor einhundert Jahren, häufig Gouvernanten und von einer solchen handelt die nachfolgende Begebenheit, die es am 28. September 1925 aus der französischen Hauptstadt bis in die Altonaer Nachrichten schaffte. Ungewöhnlich an ihr war nicht nur der Aufzug der Protagonistin, sondern auch die Umstände, der Ort und die Dauer ihres Auftritts. Als Nebendarsteller wirken mit etliche Feuerwehrleute sowie, glaubt man dem aufgeregten Bericht, gleich mehrere 1000 Schaulustige. Kleiner weiterer Spoiler: Das Dramolett endet an einem Ort, den man damals noch wenig achtsam Irrenhaus nannte. Es liest Rosa Leu.
Anja Kampmann nimmt ihre Leser:innen mit auf die Reeperbahn in den 1930er Jahren. Hier nimmt die Protagonistin einen Job als Artistin in einem Varieté an. Von Denis Scheck.
Jane Campion ist nicht nur eine der erfolgreichsten Regisseurinnen weltweit, sondern hat auch seit ihren zaghaften Anfängen in Neuseeland nie den Mut zu herausfordernden Filmstoffen verloren. Dies zeigt sich schon mit SWEETIE (1989), durch den sich Dennis und Patrick wahrlich hindurchbeißen müssen, um etwas Unterhaltungswert darin zu entdecken. Aber Kunst muss eben auch mal weh tun. Davon weiß Janet Frame (Kerry Fox), die Protagonistin von EIN ENGEL AN MEINER TAFEL (An Angel at My Table, 1990) ein Lied zu singen– oder ein Gedicht zu schreiben. So oder so sind die beiden Herren vom melodramatischen Biopic sehr angetan und finden mehr Humor darin, als erwartet. Das gilt im Übrigen auch für DAS PIANO (The Piano, 1993), Campions großer internationaler Durchbruch und einer von Patrick all-time-Lieblingsfilmen. Es wird romantisch!
Im Late Night Studio begrüßen Simon & Sebastian heute Pia, ihres Zeichens Podcast-Kollegin in Sachen Augsburger Puppenkiste (Kiste auf) – ein gemeinsames Kindheitsthema, auf das noch vor dem üblichen Star-Trek-Programm eingegangen wird. Doch Pia ist vor allem Literaturwissenschaftlerin und daher ist es besonders spannend, sie über die Rezeption des Franchises zu befragen – und in welchem Spannungsfeld sich Spaß vs. Pflichtlektüre oder auch Hochkultur vs. Popkultur bewegen. Zu allem Überfluss war Pia neulich Protagonistin in einem von Sebastians Lieblingspodcasts, Telephobia.
Suchsland, Rüdiger www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Ein Wanderfilm auf Basis realer Begebenheiten, dazu noch mit erfolgreicher Romanvorlage einer Autorin, die selbst auch Protagonistin ist. Und dennoch gibt es rund um den Kinostart von Der Salzpfad einen Investigativreport, welcher die Authentizität der Erzählung stark infrage stellt. Ein Problem für die Adaption? Ja - weil diese kleine Reise trotz Gillian Anderson und Jason Isaacs in den Hauptrollen auch so gar nicht sehr spannend ist.
“Ich will ein Glanz werden!” Das nimmt sich die Protagonistin in Irmgard Keuns Roman “Das kunstseidene Mädchen” vor. Eine junge Frau zieht kurz vor dem Niedergang der Weimarer Republik nach Berlin, um ein Star zu werden. Sie versucht, sich von der Familie und ihrer Herkunft zu emanzipieren – und stößt immer wieder an die Grenzen einer patriarchalen Gesellschaft.Wo der große Erfolg winkt, da kann auch schnell der Abstieg drohen – im schlimmsten Fall sogar bis hin zum Straßenstrich. Das zeigt uns Irmgard Keun in ihrem hochpoetischen Roman.Mehr dazu in der neuen Folge von WfA-Literatur mit Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt! Literatur: Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen, Ullstein. Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
(00:54) Der 24-jährige Österreicher JJ gewinnt mit seinem Song «Wasted Love» den Eurovision Song Contest in Basel. Der Zürcher Produzent Pele Loriano war für Konzept, Produktion und Performance zuständig. Weitere Themen: (05:36) Vor 100 Jahren kam der US-Amerikaner zur Welt: Malcolm X, der kompromisslose Kämpfer gegen Rassismus. (10:15) Zwischenbilanz Filmfestival Cannes: Der Horror der Gegenwart auf der grossen Leinwand. (14:23) «Le Sommet» von Christoph Marthaler über den Sprachverlust der Gesellschaft und wie die Kunst einen gemeinsamen Raum schafft, in dem sich Menschen treffen. (18:13) Machtmissbrauch – davor ist in «Der Einfluss der Fasane», im neuen Roman von Antje Ravik Strubel, auch die Protagonistin nicht gefeit.
Diese Folge ist das vollständige Interview mit Sabrina Bousbar im englischsprachigen Original. Die Politikerin der Demokraten und Aktivistin aus Florida hat uns erzählt, welche Entscheidungen Trumps vor Ort ankommen, wie für ihre Partei der Weg nach vorne ausschauen könnte – und vor allem verrät sie uns, wieso sie die Hoffnung und den Kampf nicht aufgibt. Übersetzte Auszüge aus dem Gespräch gibt es in unserer regulären Folge „Krawall in Washington – Hoffnung in Florida“. Sabrina Bousbar bei Ballotpedia: https://ballotpedia.org/Sabrina_Bousbar Und ihre Campaign-Webseite: https://sabrinaforflorida.com/ Bastians Doku mit ihr als Protagonistin: https://www.youtube.com/watch?v=7lGpql1aFiw&t=3s Fragen, Wünsche, Anregungen? Her damit: beiburgerundbier@gmail.com
Bei Burger und Bier gibt es diese Woche eine Doppel-, beinahe eine Triple-Folge. In dieser Episode sprechen wir über den historischen Besuch von Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus und die Eskalation durch Donald Trump und seine Regierung. Resigniert fragen wir uns: Hätte das anders laufen können, hätte der ukrainische Präsident das geschickter navigieren können? Besser wird die Stimmung im zweiten Teil dieser Episode. Da sprechen wir mit Sabrina Bousbar, einer Politikerin der Demokraten und Aktivistin aus Florida. Sie hat uns erzählt, welche Entscheidungen Trumps vor Ort ankommen, wie für ihre Partei der Weg nach vorne ausschauen könnte – und vor allem verrät sie uns, wieso sie die Hoffnung und den Kampf nicht aufgibt. Sabrina Bousbar bei Ballotpedia: https://ballotpedia.org/Sabrina_Bousbar Und ihre Campaign-Webseite: https://sabrinaforflorida.com/ Bastians Doku mit ihr als Protagonistin: https://www.youtube.com/watch?v=7lGpql1aFiw&t=3s Als dritten Teil der Folge koppeln wir das vollständige Interview mit Sabrina separat im englischsprachigen Original aus – das kommt als Einzelfolge in eure Feeds. Fragen, Wünsche, Anregungen? Her damit: beiburgerundbier@gmail.com
Yousuf Mirzad und Minh Thu Tran hosten den neuen Podcast "German Dreams". In der ersten Folge geht es um Mazlum Coşkunsu, der sich als Sachse mit kurdischen Wurzeln beschreibt. Als sein Vater plötzlich stirbt, muss er seine Mutter und den pflegebedürftigen Bruder versorgen. Er muss sich entscheiden: Studieren oder den Dönerladen des Vaters weiterführen?Alle Folgen von "German Dreams" gibt es in der Deutschlandfunk App und überall da, wo es Podcasts gibt.**********Mitwirkende: Hosts: Minh Thu Tran, Yousuf Mirzad**********Mehr zum Thema bei Deutschlandfunk Nova:Migrantische Identität: Wie viele Zuhause haben wir?Kulturelle Revolution: So verändern Menschenrechte die Migrationsdebatte"Wissen unplugged": Menschenrechte und Migration – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit**********Wir erzählen Eure Geschichten Habt ihr etwas erlebt, was unbedingt erzählt werden sollte? Dann schreibt uns! Storys für die Einhundert sollten eine spannende Protagonistin oder einen spannenden Protagonisten, Wendepunkte sowie ein unvorhergesehenes Ende haben. Im besten Fall lernen wir dadurch etwas über uns und die Welt, in der wir leben. Wir freuen uns über eure Mails an einhundert@deutschlandfunknova.de**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok auf&ab , TikTok wie_geht und Instagram .
Die Kleinstadt als Mikrokosmos. Der zweite Teil des Feature aus Texas gibt Raum für eine einzige Biografie. Wie die Protagonistin sich als Kind drogenabhängiger Eltern durchschlug, kann man sich erst vorstellen, wenn man es gehört hat. Von Sonya Schönberger www.deutschlandfunkkultur.de, Feature
In dieser Episode trifft Ricarda auf Autorin Laura Naumann, die über ihr Debüt Haus aus Wind spricht – ein Surfroman ohne Surferboys und mit jeder Menge Emoción (bitte mit starkem portugiesischem Akzent aussprechen). Johanna, die Protagonistin, bleibt nach ihrem Sommerurlaub einfach an der Algarve hängen, verliebt sich gleich in zwei Frauen und versucht, in den Wellen nicht nur das Surfen, sondern auch ihr Leben zu meistern. Aber der Herbst kommt – und mit ihm die alten Dämonen...Aber es bleibt nicht nur beim Roman. Ricarda und Laura sprechen in dieser Folge über Beziehungen als Entwicklungsprojekte (ja, da gibt's einiges zu lernen!), offene Beziehungen, die Needs queerer Millennials, Baristakurse – und natürlich die ewige Angst davor, eine zu große Welle zu machen.MERCH & more: www.busen-freundin.de I www.diverses.online____________________Werbung⏐ Jetzt bis zum 23.10.24 mit dem Code BUSENFREUNDIN5 für 6 Monate monatlich 5 GB on top sichern. Der Code kann ganz einfach auf der Website oder in der App eingelöst werden. Alle weiteren Infos gibt's auf: simon.link/busenfreundinHAKA – Seit 1946 steht HAKA für nachhaltige, wirksame und hautfreundliche Reinigungsprodukte. Weniger ist mehr: Hochkonzentriert, vegan und ohne kritische Inhaltsstoffe für ein umweltschonendes Zuhause. Spare 15% auf das gesamte Sortiment mit dem Code „BUSENFREUNDIN15“. https://haka.com/pages/wenigeristmehr Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Am 23.09.2024 fiel der Startschuss der „BRCA Awareness Week“, die in Anlehnung an die „National Hereditary Cancer Week“ darauf abzielt, das Bewusstsein für BRCA 1/2- assoziierten Brustkrebs zu schärfen. Wusstet ihr, dass jede*r diese Gene in sich trägt, aber eine Mutation auf diesen Genen zu einem erhöhten Krebsrisiko führt? Protagonistin dieser Folge ist Nicole Kultau: Brustkrebsaktivistin, Bloggerin und selbst Betroffene Frau. Wir erfahren von ihr, wie es war, als sie den positiven Befund bekommen hat, welche Risiken diese Mutation birgt, aber auch, welche Möglichkeiten es gibt. Wir bedanken uns herzlich bei AstraZeneca und MSD Sharp und Dohme für die Unterstützung dieser Folge.