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Es sind schwierige Zeiten für die Wissenschaft in den USA. US-Präsident Trump setzt bei der Krebsforschung, den Universitäten und der Wissenschaft allgemein den Rotstift an. Zudem wurde das wichtigste Beratergremium in Sachen Wissenschaft, das National Science Board, entlassen. Viele Forschende warnen nun vor den drastischen Konsequenzen dieser Kürzungen. Doch warum greift die US-Regierung die Forschung so fundamental an? Als Grund wird ein politischer Feldzug genannt: Die Universitäten gelten in den Augen der Regierung als Nest für den Vokismus, und Professoren werden sogar als Feind bezeichnet. Welche fatalen Auswirkungen das auf die traditionsreiche Grundlagenforschung hat, zeigt der Blick in die Geschichte. Denn bahnbrechende Technologien wie der Laser oder das GPS basieren auf staatlich geförderter Forschung, die nicht sofort wirtschaftlich profitabel sein musste. Nun droht eine Abschottung, während China strategisch investiert und die USA bei den Forschungsausgaben bereits überholt hat. Heutiger Gast: Leonid Leiva Ariosa, Wissenschaftsredaktor NZZ Host: David Vogel [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
„Die Abschottung der Welt“ - Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen- Susanne Heim – in der ev. Stadtakademie MünchenHördauer: ca. 61 MinutenDeutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein“: Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie außer Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Sie führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang – bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte.Susanne Heim ist Historikerin und Politologin. Seit 2005 ist sie Mitherausgeberin und Koordinatorin der Quellenedition "Judenverfolgung 1933-1945". Sie publizierte u.a. über jüdische Emigration sowie über Wissenschaftsgeschichte im Nationalsozialismus. Fulda analysiert in seinem hypothetischem Zukunftsszenario die globalen Folgewirkungen eines Überfalls von China auf Taiwan und zeigt Wege der Konfliktvermeidung. Ein Weckruf zur Verteidigung der freien Welt!Moderatorin: Dr. Barbara HeppWenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, dann mögen Sie vielleicht auch diesen. Hörbahn on Stage - live in Schwabing Literatur und Ihre Autor*innen im Gespräch - besuchen Sie uns!Wir danken Frau Dr. Hepp und der evangelischen Stadtakademie für die Zurverfügungstellung der Aufnahmen und natürlich auch dem/der Vortragenden. Realisation Uwe Kullnick
Israels ultraorthodoxe Juden stehen unter Druck: Teils öffnen sie sich der Moderne, teils versuchen sie, ihre religiöse Identität zu bewahren. Doch der Streit um die Wehrpflicht für Strenggläubige ist in Israel mehr als nur eine Glaubensfrage. Julio Segador, Katja Bigalke www.deutschlandfunkkultur.de, Weltzeit
Digitale Souveränität ist mehr als Datenschutz, Compliance oder die Frage „Cloud oder On-Premises?“. Sie entscheidet darüber, ob Unternehmen auch in einer zunehmend vernetzten Welt selbstbestimmt, anpassungsfähig und wettbewerbsfähig bleiben.In dieser Folge spricht Axel Simon mit Marc Fischer, Sprecher der Geschäftsführung von Hewlett Packard Enterprise Deutschland, darüber, warum digitale Souveränität nicht mit vollständiger Unabhängigkeit oder Abschottung verwechselt werden darf. Entscheidend sind Wahlfreiheit, offene Architekturen und die Fähigkeit, technologische Abhängigkeiten bewusst zu steuern.Gemeinsam diskutieren sie:warum die Schwarz-Weiß-Debatte zwischen Public Cloud und On-Premises zu kurz greift,wie Unternehmen defensive Risikovorsorge mit offensiver Wettbewerbsstrategie verbinden,wo Europas Chancen in der nächsten Welle industrieller KI liegen,warum Unternehmen nicht nur auf Wertschöpfung, sondern auch auf Wertabschöpfung achten sollten,welche Daten, Fähigkeiten und Geschäftsprozesse strategisch unter eigener Kontrolle bleiben müssen,und weshalb hybride IT kein Kompromiss, sondern eine strategische Entscheidung ist.Das Fazit: Souverän ist nicht, wer alles selbst macht. Souverän ist, wer weiß, was er selbst beherrschen muss – und sich beim Rest echte Wahlfreiheit erhält.
Integration statt Abschottung und eine Strategie im Umgang mit den Herkunftsländern hat Papst Leo am Wochenende den EU-Verantwortlichen im Umgang mit Geflüchteten aufgetragen ++ 3 Generationen von Auslandsburgenländer:innen sind in Güssing zum 70. Picknick der "Burgenländischen Gemeinschaft" zusammengekommen ++ Mehrere christliche Dörfer im Süden des Libanon dürften eine Annexion durch Israel ablehnen ++Moderation: Susanne Krischkegesendet in Ö1 am 06.07.2026
Zehn Jahre Agora Verkehrswende – ein Jubiläum, das nach einer Bilanz ruft. Doch im Gespräch mit Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende, wird schnell klar: Die entscheidende Phase beginnt womöglich erst jetzt. Denn während die Elektromobilität und die kommunale Verkehrspolitik in den vergangenen Jahren sichtbar vorangekommen sind, wirkt die Verkehrswende heute verunsichert: neue Verbrenner-Debatten, unklare politische Signale, Kunden mit Zweifeln, eine Industrie unter Druck – und China auf der Überholspur. Anzeige: Diese Folge wird Ihnen präsentiert von Ohme – die Nummer 1 Ladelösung für zu Hause! Gleich zum Einstieg steht deshalb die zugespitzte Frage: Ist die Verkehrswende gescheitert? Hochfeld widerspricht klar, aber ohne Schönfärberei: „Wir haben zehn Jahre das Suboptimale optimiert.“ Die Fortschritte seien erheblich, doch viele falsche Anreize im System seien nicht abgeräumt, sondern durch zusätzliche Instrumente überlagert worden. Sein Befund: Kompass und Karte sind nicht verschwunden, aber der Mut fehlt, die nächsten Schritte wirklich zu gehen. Scheitern sei dabei keine Option – heute gehe es nicht mehr nur darum, die Mobilität von morgen zu sichern, sondern auch den Industriestandort Deutschland und Europa. Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist – klar, wir sind hier bei electrive – die Elektromobilität. Hochfeld sieht den Pkw-Markt am Wendepunkt: In den nächsten Jahren werde nicht mehr in erster Linie die Politik den Hochlauf treiben, sondern der Markt selbst. Trotz aller Debatten über Technologieoffenheit sei die Richtung aus seiner Sicht klar: „Die Zukunft des Straßenverkehrs ist in ganz, ganz großen Teilen Batterie-elektrisch.“ Gleichzeitig warnt er davor, den Übergang weiter zu verzögern. Sein Bild dafür ist der Sprung vom Zehn-Meter-Turm: „Je länger ich oben stehe, umso schwerer wird es zu springen.“ Auch die kommunale Verkehrswende bekommt Raum. Hochfeld sieht gerade in Städten und Gemeinden große Veränderungen – weniger als Parteiprojekt, sondern als pragmatische Aufgabe: lebenswertere Orte, gleichberechtigte Verkehrsträger, mehr Spielräume für Tempo 30, ÖPNV, Radverkehr und öffentlichen Raum. Die autogerechte Stadt habe ihren Alleinvertretungsanspruch verloren, auch wenn der Umbau insbesondere in Deutschland viel Zeit brauche. Zugleich geht es um das neue Erzählen der Elektromobilität. Klar ist: Klimaschutz bleibt wichtig, doch für die nächste Kundengruppe zählen auch Kosten, Alltagstauglichkeit, Bequemlichkeit und Unabhängigkeit. Hochfeld bringt es zugespitzt auf den Punkt: „Alle Narrative führen am Ende zum Elektroauto.“ Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf den Schwerlastverkehr, die Ladeinfrastruktur und China. Beim elektrischen Lkw sieht Hochfeld den Flaschenhals vor allem beim schnellen Aufbau von Depot- und Autobahn-Ladeinfrastruktur. „Der Schlüssel liegt auf dem Tisch“, sagt er – jetzt müsse er nur noch im Schloss umgedreht werden. Beim Umgang mit China plädiert er nicht für Abschottung, sondern für einen strategischen, kooperativen Ansatz – etwa über Joint Ventures. Wenn früher das Weltauto aus Europa kam, könne es künftig aus China kommen – durchaus auch von deutschen Herstellern. Am Ende steht die Frage, was jetzt politisch auf die Agenda gehört. Für Hochfeld ist das dickste Brett die Finanzierung des Verkehrs an sich: Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Schiene, Infrastrukturplanung und eine nutzungsabhängige Finanzierung. Der Weg müsse wegführen vom „Optimieren des Suboptimalen“ – hin zu einem echten Systemwechsel.
Auf der einen Seite treiben Innovationen wie die Künstliche Intelligenz die Wirtschaft voran. Auf der anderen Seite wachsen die Verunsicherung und das Risiko durch Cyberkriminalität, Deepfakes und geopolitische Abhängigkeiten. Wie gelingt der Spagat zwischen technologischer Spitzenleistung und gesellschaftlichem Vertrauen? In der aktuellen Folge des F.A.Z. Digitalwirtschaft Podcasts begrüßten wir einen Gast, der wie Perspektiven im Auge behalten muss. Ralf Wintergerst ist nicht nur Vorsitzender der Geschäftsführung des Münchner Traditions- und Sicherheitstechnologiekonzerns Giesecke+Devrient (G+D), sondern auch Präsident des Digitalverbands Bitkom. Europa sieht sich in der Zange zwischen den USA und China. Wie sensibel dieses Gleichgewicht ist, zeigte sich erst Mitte Juni, als der US-amerikanische KI-Anbieter Anthropic auf Anweisung der US-Regierung sein leistungsfähigstes Modell für ausländische Nutzer sperrte. Im Podcast plädiert Wintergerst für eine Stärkung der europäischen Digitalsouveränität – nicht als Abschottung, sondern als fundamentale Absicherung der eigenen Handlungsfähigkeit. Zugleich warnt er davor, stets schwierige Vergleiche mit Amerika und China anzustellen. Zudem geht es um den Digitaltag am kommenden Freitag, dem 26. Juni 2026. Das diesjährige Motto lautet: „Digitale Sicherheit: Verstehen. Vermitteln. Vertrauen.“ Getragen von der Initiative „Digital für alle“, in der sich auch der Bitkom stark engagiert, als Medienpartner unterstützt von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, soll der Aktionstag technische Komplexität abbauen und digitale Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen erreichbar machen. Der Bitkom flankiert den Digitaltag daher mit praxisnahen Formaten: Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werden Webinare zur Erkennung von KI-Betrug angeboten. Zudem öffnet der Verband seine Berliner Geschäftsstelle für ein Digitaltags-Festival, bei dem Ehrenamtliche praktische Technikhilfe leisten – bis hin zur Möglichkeit, im mobilen Bürgeramt spontan und ohne Termin einen neuen Reisepass zu beantragen.
Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass eine Vielzahl der Dinge, die wir täglich benutzen, den Stempel „Made in China“ trägt. Früher waren diese Haushaltsgegenstände günstig und meist von minderer Qualität. Das hat sich geändert: Inzwischen kommen hochwertige Elektroartikel bis hin zu E-Autos aus China und drängen auf den europäischen Markt, sodass die einheimische Industrie unter Druck gerät. Denn was dem chinesischen Binnenmarkt an Kaufkraft fehlt, versucht er durch Exporte auszugleichen - und die Abschottung der USA tut ihr Übriges. Worauf müssen wir uns in Deutschland einstellen, wenn zunehmend günstige Waren aus China zu uns kommen, aber dringend benötigte Rohstoffe wie Seltene Erden ausbleiben? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft, mit Prof. Aoife Hanley von der Kiel Institute China Initiative, mit unserem Brüssel-Korrespondenten Andreas Meyer-Feist und der Korrespondentin in Shanghai Eva Lamby-Schmitt. Podcast-Tipp: Welt.Macht.China Was macht China zur Weltmacht und was macht China mit der Welt? Wie funktionieren Politik, Wirtschaft, Kultur und Technik in der Volksrepublik? Und wie sieht der Alltag dort aus? Joyce Lee und Axel Dorloff sprechen darüber im ARD-Podcast „Welt.Macht.China“ mit aktuellen sowie ehemaligen China-Korrespondenten und -Expertinnen. Sie liefern tiefere Einblicke in das Land, Hintergründe, Analysen und Beobachtungen - und räumen nebenbei mit so manchem Vorurteil und Klischee auf. https://www.ardsounds.de/sendung/welt-macht-china/urn:ard:show:b5d8f07b1baa22d0/
Im Irankrieg bemühen sich beide Seiten um Deeskalation – fürs Erste. Berlins Regierender Bürgermeister will die Tennisaffäre hinter sich lassen. Und: Europa schottet sich noch stärker gegen Schutzsuchende ab. Das ist die Lage am Dienstagmorgen.Die Artikel zum Nachlesen: Mehr Hintergründe hier: Der Krieg flammt kurz wieder auf – hat Trump noch das Sagen? Mehr Hintergründe hier: »Ich weiß nicht, ob es einen Unterschied gemacht hätte, wenn ich eine Stunde joggen gewesen wäre«, sagt Wegner Mehr Hintergründe hier: Das ändert sich durch die Reform des EU-Asylsystems +++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Hier geht es zu unserem SPIEGEL Shop. Alle Newsletter vom SPIEGEL finden Sie hier. Hier geht es zur SPIEGEL Akademie. Sie möchten den SPIEGEL mitgestalten? Registrieren Sie sich bei SPIEGEL Perspektiven. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
Die Schweiz diskutiert über eine Bevölkerungsobergrenze. Die einen sprechen von Nachhaltigkeit, die anderen von Abschottung. Doch was passiert eigentlich, wenn die Schweiz tatsächlich bei 10 Millionen Einwohnern den Deckel draufmacht? In dieser Folge von «Dick im Gscheft» diskutieren Olivier Imboden und Michi Schnyder die Nachhaltigkeitsinitiative und analysieren die TV-Debatte zwischen Nationalrat Michael Graber und Olivier Imboden. Wer hatte die besseren Argumente? Was bedeutet die Initiative für das Wallis, die Wirtschaft, die Sozialwerke und unseren Wohlstand? Und weshalb ist die Frage viel komplexer als «zu viele Ausländer» oder «offene Grenzen»? Eine Folge über Zahlen, Emotionen und die Frage, wie viele Menschen ein Land überhaupt verträgt.
Grenzen setzen klingt einfach.In der Realität ist es das für viele nicht.In dieser Folge geht es nicht nur darum, warum es dir schwerfällt, Grenzen zu setzen.Sondern auch darum, warum das, was du für Grenzen hältst, oft eher Schutzmauern sind.Ich spreche darüber,woran du den Unterschied erkennst,warum beides aus einem ähnlichen inneren Ursprung entstehtund weshalb echte Grenzen nichts mit Rückzug oder Abschottung zu tun haben.—
Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 25. Mai 2026! Seit fast fünf Jahren werden im Abschiebegefängnis Glückstadt Menschen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern festgehalten – nicht wegen Straftaten, sondern um ihre Abschiebung sicherzustellen. Kritikerinnen und Kritiker sprechen von institutionellem Rassismus, Isolation und unmenschlichen Haftbedingungen. Berichtet wird von psychischem Druck, mangelnder medizinischer Versorgung, Hungerstreiks und Protesten gegen die Inhaftierung. Die Landesregierung bezeichnet das Modell als „Wohnen minus Freiheit“ – für Betroffene bedeutet es jedoch Stacheldraht, Überwachung und permanente Unsicherheit. Initiativen gegen Abschiebehaft sehen Glückstadt als Teil eines europäischen Grenzregimes, das Abschottung und Entrechtung weiter verschärft. Sie fordern die Abschaffung von Abschiebeknästen und rufen für den 7. Juni zu einer überregionalen Demonstration in Glückstadt auf. In Post-Timmy-Zeiten ist die Frage, wie eine Gesellschaft mit Menschen umgeht, die Schutz suchen, sehr berechtigt, wie ich finde, und deshalb weise ich schon einmal jetzt auf die bevorstehende Demonstration in Glückstadt hin. FREIHEIT FÜR ALLE INHAFTIERTEN! Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute: +++ Marktplatz Demokratie setzt Impulse auf dem Großflecken +++ „Natur retten statt Regeln schleifen“ zum Tag der Artenvielfalt +++ Schüler machen NS-Geschichte in Neumünster sichtbar Musik: Kurhaus (Bad Bramstedt) Escapado (Flensburg) angora club (Flensburg) Sendeschluss (Neunburg Vorm Wald)
Mann! – das Wort ist Diagnose und Verzweiflungsruf. Gegen den Selbstzweifel hilft Abschottung – die Pflege der eigenen Muskulatur, die Flucht in die Bro-Kultur, mit alten Idealen von Stärke, Stolz und Kameradschaft. Von Tom Schimmeck.
Mann! – das Wort ist Diagnose und Verzweiflungsruf. Gegen den Selbstzweifel hilft Abschottung – die Pflege der eigenen Muskulatur, die Flucht in die Bro-Kultur, mit alten Idealen von Stärke, Stolz und Kameradschaft. Von Tom Schimmeck.
Der auf dem Papier bürgerliche Bundesrat kommt mit einer linken AHV-Reform. Der EU-Asylpakt kommt auch in die Schweiz. Die EU würde besser ihre Grenzen für Güter öffnen, statt für Menschen schliessen. Der Bundesrat sollte die Mindeststeuer wieder abschaffen.
Vormweg, Christoph www.deutschlandfunk.de, Andruck - Das Magazin für Politische Literatur
«Jobs und Löhne verteidigen – Nein zur Abschottung» lautet das Motto des 1. Mai 2026. Das fordert auch Visarte, der älteste Berufsverband für bildende Kunst in der Schweiz. Im Zentrum steht die Forderung nach Solidarität & gerechter Entlohnung im Kulturbereich. von Mirco Kaempf
Vom Widerstand gegen Abschiebe-Razzien bis zum Ausweis für alle: Lokale Kämpfe für Bleibefreiheit gewinnen angesichts der brutalen Migrationsabwehr auf nationalstaatlicher Ebene an Bedeutung. In seinem Buch „Sichere Häfen" blickt Volker Heins darauf, wie in solidarischen Städten die Rechte und Freiheiten von Menschen ohne Aufenthaltsstatus verteidigt und erweitert werden. Ein Gespräch über Städte als Zuflucht, eine notwendige Erneuerung der Seebrücke-Bewegung in Deutschland und Hoffnung in Zeiten von Abschottung.
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Der deutsche Faschismus zwang einen Großteil deutscher & europäischer Künstler:innen & Intellektueller zur Flucht und ins Exil, Zehntausende suchten Zuflucht in Großbritannien. Viele dieser Exilant:innen waren ‚Doppeltgeflüchtete‘, oft hatten sie mindestens zwei Länder verlassen, bevor sie nach GB kamen. Es sind Biografien, die auch der „Geschichte von Revolutionen und Konterrevolutionen“ geschuldet sind: Die ungarischer Juden& Jüdinnen bspw., die nach der Zerschlagung der Sowjetrepublik 1919 aufgrund antisemtischer Progrome das Land verlassen hatten und nach Berlin oder nach Wien gegangen waren oder Biografien wie die von John Heartfield, der von Berlin über Prag und Paris nach London auswanderte. Hatherley argumentiert, dass diese Emigrantengeneration, obwohl ihr in Großbritannien misstraut, sie missachtet und oft verleumdnet und nach Kriegsbeginn auf der Isle of Man als „Enemy Aliens“ interniert wurde, letztendlich einen entscheidenden, transformativen Einfluss auf die britische Kultur hatte. (Denn) die Reaktion auf den Ersten Weltkrieg war in Großbritannien "eine Welle von Nostalgie, Fremdenfeindlichkeit und Abschottung" gewesen, es war "eines der kulturell dürftigsten Jahrzehnte in der Geschichte Großbritanniens – ein krasser Gegensatz zu den Entwicklungen auf dem Kontinent, insbesondere in Mitteleuropa." Der Schriftsteller Arthur Koestler beschrieb das 'menschliche' Klima Englands als angenehm und beruhigend, als „a kind of Davos for internally bruised veterans of the totalitarian age“. Diese Exilant:innen, von denen die meisten Juden und Jüdinnen und viele Kommunist:innen und Sozialist:innen waren, hinterliessen bleibende, wenn auch nicht unbedingt offensichtliche, Spuren in der britischen visuellen Kultur. Sie modernisierten, trotz aller Ablehnung und vieler Widerstände, den ästhetischen Konservatismus des ‚piefigen' Großbrittanniens der Zwischenkriegszeit. Hatherley beleuchtet Fotografie, Malerei, Architektur, Buchgestaltung und Verlagswesen. Dabei vermeidet er dennoch, in die Trope des 'good immigrants' zu verfallen, es geht ihm vielmehr um Ambivalenzen. Viele kulturelle Phänomene, die als durch und durch britisch gelten, von der Reihe ,Britain in Pictures" der 1940er-Jahre - produziert von einem Team überwiegend weiblicher Emigrant:innen - über James-Bond-Filmsets und das Pinguinbecken im Londoner Zoo sind Emigrant:innen zu verdanken. Ich spreche mit Owen u.a. über die Hintergründe der Entstehungsgeschichte seines tollen Buchs und seine Motivation, es zu schreiben. Über die Rezeption moderner Kunst in den Zwischenkriegsjahren in Großbritannien. Über die Architekten Naum Gabo, Erno Goldfinger und Berthold Lubetkin. Über die britische antifaschistische Antwort auf die Hetzkampagne in Form der Münchener Ausstellung Entartete Kunst' von 1937. Über Kurt Schwitters im Internierungslager und im Lake District. Über die eher konservativen Exilant:innen, wie Nikolaus Pevsner oder Friedrich Hayek. Unabhängig von ihrer jeweiligen politischen Ausrichtung glaubten sie alle an ,öffentliche Kultur und öffentlichen Luxus", stellt Owen Hatherley fest. My gratitude to Chris Povey to lending his voice to the poems of Kurt Schwitters. In der nächsten Folge: u.a.: Typografie & Buchdesign, Ruth Glass, Naum Gabo, Ernst Feibusch https://owenhatherley.co.uk/ https://www.penguin.co.uk/books/311898/the-alienation-effect-by-hatherley-owen/9780141989778
Moin und willkommen zum Fleckenhörer am Ostermontag, 6. April 2026! Der Wal liegt im Sterben und ganz Deutschland fiebert mit. In Wismar ist sogar eine Demo gewesen: „Laut und entschlossen für den Wal“ wollte man da auf die Straße gehen. Mit dem Blick auf den - ständig in allen Medien sichtbaren - Wal wollen die Menschen - ja, was eigentlich genau - ihre übrig gebliebene Portion Humanismus beweisen? Dem für die Rettung verantwortlichen Minister wird mit dem Tod gedroht. Wegen unterlassener Hilfeleistung wird er angezeigt. Das ist alles so absurd. Diese Menschen verdrängen dabei gekonnt die totale Abschottung an der gesamten Peripherie der EU, in Marokko, Algerien, Libyen, der Türkei, die von unseren Steuergeldern bezahlt wird. Im Mittelmeer sterben im Jahr etwa 5 bis 6 Menschen pro Tag. Es ist die tödlichste Fluchtroute der Welt. Erst letzte Woche brachte eine Randnotiz der Tagesschau zutage, dass 19 Geflüchtete an einem Tag starben. Im Vollbetrieb bzw. laut Unternehmensangaben werden bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück etwa 20.000–25.000 Schweine täglich geschlachtet. Das sind 800 bis 1000 Schweine pro Stunde oder anders gesagt, alle 3 bis 4 Sekunden wird dort ein Tier getötet. Tönnies ist wohl der tödlichste Schweineschlachtbetrieb Deutschlands. Insgesamt sterben in Deutschland pro Jahr 150.000 Schweine qualvoll. Sie werden vergast oder per Bolzenschuss getötet. Wale, Schweine, Menschen - am meisten Empathie bekommt der einzelne, sichtbare, emotional inszenierte Wal. Die Schweine und toten Geflüchteten liegen gleichauf. Sie sind Randnotizen. Denkt mal drüber nach. Das sind unsere Themen im Fleckenhörer heute: +++ BUND klagt gegen die A20 im Steinburger Abschnitt 7 +++ Mobilität für alle sichern: Deutsche Umwelthilfe fordert vergünstigtes 29-Euro-Ticket und lehnt jegliche Spritsubvention ab +++ Schreibwerkstatt für Frauen Musik: The NØ (Hamburg) Skinhead (New York/USA) Gentilesky (Italien) DEATHxSQUAD (Frankreich) Normahl (Winnenden)
Zölle, Abschottung und Sanktionen sind Hürden für den Außenhandel, die zuletzt immer höher wurden. Und auch die Folgen des Iran-Krieges trüben die Aussichten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Industrie und Handelskammer (DIHK). Von Annika Krempel
Es gab eine Zeit, in der sich Polen und Tschechien wirtschaftlich und gesellschaftlich ähnlich entwickelten. Heute jedoch hat sich das Bild gewandelt: In Tschechien blickt man zunehmend mit Respekt – aber auch mit Sorge – auf den Nachbarn Polen, der oft als „Tiger Europas“ bezeichnet wird. Doch es geht nicht nur um wirtschaftliche Dynamik. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, wie offen der akademische Diskurs geführt wird – und wo die Grenze zur ideologischen Abschottung verläuft. Und es gibt auch positive Nachrichten: Nach Jahren der Kritik verbessert sich die Luftqualität in polnischen Städten spürbar. Und wenn wir schon von Städten sprechen.
Miesenberger, Caren www.deutschlandfunk.de, Corso
Wie die Politik unsere Kinder entmündigtTikTok, Instagram, Facebook: Für unter 16-Jährige bald tabu. Die Politik verkauft das als Schutz, doch hinter der Maske lauern Zensur und digitale Kontrolle, die jeden Klick der Bürger registrieren könnte.Ein Kommentar von Janine Beicht.Deutschland steht an der Schwelle zu einem bislang beispiellosen Eingriff in die digitale Selbstbestimmung seiner Jugend. Die Christlich-Demokratische Union, angeführt vom Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, Daniel Günther, plant schon seit Dezember ein Social-Media-Verbot für alle unter 16-Jährigen. Dazu äußerte er:„Wer jetzt weiterhin die Augen verschließt, gefährdet damit vorsätzlich die Zukunft unserer Kinder. Es ist unsere Pflicht, Verantwortung zu übernehmen und klare gesetzliche Grenzen zu setzen, […] dass unter 16-Jährige Tiktok-frei und frei von Social Media aufwachsen können.“ Daniel Günther (1)Offiziell soll es also um Kinderschutz gehen und um die Abwehr von Hass, Mobbing und psychischem Druck. Wer jedoch zwischen den Zeilen liest, erkennt die wahre Agenda: Kontrolle, Überwachung und politisch gewünschte Indoktrination.Der Antrag, der auf dem CDU-Bundesparteitag am 20./21. Februar diskutiert werden soll (2), verlangt ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für offene Plattformen wie Instagram, TikTok und Facebook sowie eine verpflichtende Altersverifikation. Kinder unter 16 sollen demnach komplett ausgeschlossen werden. SPD-Politiker ergänzen das mit einem abgestuften Modell, das unter 14-Jährigen ein totales Verbot auferlegt und für 14- bis 16-Jährige eine eingeschränkte Version ohne Algorithmen und Endlos-Scrollen vorschreibt. (3)Internationale Vorbilder wie Australiens Verbot für unter 16-Jährige, das Millionen Konten löschte, oder Frankreichs Regelung unter Präsident Macron für unter 15-Jährige (4) werden als Blaupause herangezogen, auch Spanien und Portugal haben bereits gesetzliche Verbote beziehungsweise strenge Altersgrenzen eingeführt. Zahlreiche weitere Staaten, insbesondere in Europa, bereiten ähnliche Regelungen vor, alles ermöglicht durch EU-Anpassungen unter Ursula von der Leyen. Diese „Schutzgrenze“ wird als moralische Pflicht verkauft, doch sie ist ein elaborierter Vorwand für die Einschränkung von Meinungsbildung und digitaler Teilhabe, denn diese Pläne ignorieren, dass Jugendliche bereits mit 14 das Geschlecht oder die Religion wechseln dürfen und ab 16 wählen können, aber vor ihrem 16. Geburtstag von digitalen Informationsquellen abgeschnitten werden sollen. Solche Widersprüche offenbaren, dass es nicht um Schutz geht, sondern um die Abschottung junger Menschen von alternativen Perspektiven jenseits etablierter Medien und Schulen. ...https://apolut.net/digitale-sperrstunde-politik-entmundigt-unsere-kinder-von-janine-beicht/ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
„Souveränität ist Teil unserer DNA“, sagt Gerd Chrzanowski, CEO der Schwarz-Gruppe – und erklärt, warum sein Unternehmen schon früh aufgenommen hat. Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, betont: „Es geht nicht um Abschottung. Aber es geht darum, die Infrastrukturen der Zukunft zu beherrschen“ – von Cloud- und Rechenzentrumsinfrastruktur bis Open Source und Datenräumen für KI. Im Gespräch mit Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst geht es um Tempo, Skalierung und einen integrierten Ansatz für Staat, Wirtschaft und Forschung: „Geschwindigkeit zu gewinnen, ist das A und O.“ Das Gespräch fand bei Giesecke+Devrient im Rahmen der 10. Münchner Europakonferenz statt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Warum glauben so viele, ihr Vertrieb sei alternativlos?In dieser Folge beleuchten wir ein Phänomen, das man im Strukturvertrieb immer wieder beobachten kann:Wie es manche Systeme schaffen, ihre Vertriebspartner so stark von der eigenen Überlegenheit zu überzeugen, dass Vergleiche gar nicht mehr stattfinden.Wir sprechen über Abschottung, Narrative, Gruppendynamik -und über die feine Linie zwischen Aufklärung und Indoktrination.Warum hinterfragen so wenige das eigene Geschäftsmodell?Warum werden externe Impulse reflexartig abgewehrt?Und wie entsteht diese „Parallelwelt“, in der es scheinbar nur einen richtigen Weg gibt?Diese Folge ist für alle, die verstehen wollen, wie Meinungen entstehen und warum kritisches Denken im Vertrieb zur unternehmerischen Pflicht gehört.Hast du heute wertvolle Infos mitgenommen, die du noch nicht wusstest oder die dich weiterbringen?Vielleicht hat sich ja auch eine neue Perspektive bei dir aufgetan.Wenn du bereit bist, deinen Status quo zu hinterfragen und aufs nächste Level zu bringen, dann sichere dir dein kostenloses Kennenlerngespräch auf: stornofabrik.deSchreib' uns auf Instagram.Wenn du mindestens einmal lachen, weinen oder fluchen musstest, hinterlasse uns bitte eine 5-Sterne-Bewertung und ein Feedback auf iTunes, abonniere diesen Podcast und teile ihn mit anderen Kollegen.Das kostet dich maximal zwei Minuten und hilft uns dabei, den Podcast weiter zu verbessern und die Inhalte noch besser zuschneiden zu können.Vielen Dank vorab für dein Engagement!Natürlich darfst du uns auch konstruktives Feedback hinterlassen oder uns auf Instagram anschreiben, wenn du dich angesprochen oder provoziert fühlst und mit uns sprechen willst.Wir suchen immer den Austausch und entwickeln uns weiter durch neue Perspektiven!
Innerhalb von Scientology gibt es eine Abteilung, über die kaum offen gesprochen wird. Sie spielt aber eine Schlüsselrolle, wenn es um Kritik, Kontrolle und Abschottung geht: das „Office of Special Affairs”, kurz OSA. Es gilt als strategisches Zentrum im Umgang mit Medien, Aussteigern und allem, was für die Organisation gefährlich werden könnte. Was genau ist das OSA? Wie arbeitet diese Abteilung? Welche Strategien verfolgt sie – und warum wird sie von Beobachtern immer wieder mit einem privaten Nachrichtendienst verglichen? Eva-Maria Lemke spricht darüber mit dem ARD-Geheimdienstexperten Holger Schmidt. Welche Rolle das OSA in einem konkreten Fall gespielt haben könnte, erzählt die begleitende Folge „Der Sekten-Jäger und die Falle in der Schweiz”. Und noch ein Tipp zum Weiterhören: Jeden Freitag nimmt euch der „Weltspiegel Podcast” mit in ein neues Land. Im Gespräch mit den ARD-Korrespondentinnen geht es um Hintergründe und Zusammenhänge zu einem Auslandsthema, einmal die Woche, aus verschiedenen Perspektiven, damit ihr wisst, was die Menschen gerade bewegt. In der ARD Audiothek und überall, wo ihr gerne Podcasts hört. https://1.ard.de/weltspiegel_podcast?cp
Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse plädiert für eine offene Schweiz. Unser Land sei angewiesen auf möglichst freien Handel, betonten die Verantwortlichen an der Jahresmedienkonferenz in Bern. Dass nun auch die EU vermehrt auf Abschottung setzt, passt Economiesuisse gar nicht.
Mann! – das Wort ist Diagnose und Aufschrei. Gegen den Selbstzweifel hilft Abschottung – die Pflege der eigenen Muskulatur, die Flucht in die Bro-Kultur, mit alten Idealen von Stärke, Stolz und Kameradschaft. Ist das so?
Mann! – das Wort ist Diagnose und Verzweiflungsruf. Gegen den Selbstzweifel hilft Abschottung – die Pflege der eigenen Muskulatur, die Flucht in die Bro-Kultur, mit alten Idealen von Stärke, Stolz und Kameradschaft. Von Tom Schimmeck www.deutschlandfunkkultur.de, Feature
Mann! – das Wort ist Diagnose und Verzweiflungsruf. Gegen den Selbstzweifel hilft Abschottung – die Pflege der eigenen Muskulatur, die Flucht in die Bro-Kultur, mit alten Idealen von Stärke, Stolz und Kameradschaft. Von Tom Schimmeck www.deutschlandfunkkultur.de, Feature
Mann! – das Wort ist Diagnose und Verzweiflungsruf. Gegen den Selbstzweifel hilft Abschottung – die Pflege der eigenen Muskulatur, die Flucht in die Bro-Kultur, mit alten Idealen von Stärke, Stolz und Kameradschaft. Von Tom Schimmeck www.deutschlandfunkkultur.de, Feature
Die Abschottung des Paul-Ehrlich-Instituts durch die Gerichte kippt ins GroteskeEin Standpunkt von Norbert Häring.Seit Jahren nimmt das Verwaltungsgericht Darmstadt Klagen gegen das dortige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) an und schiebt sie auf die sehr lange Bank. Nun gelangte ein Eilverfahren vor den Hessischen Verwaltungsgerichtshof. Dieser urteilte, Darmstadt sei gar nicht für das PEI zuständig und gab der Behörde gleich noch einen Vorwand, sich bei Informationsfreiheitsanfragen für unzuständig zu erklären.Es war einmal, da sahen Verwaltungsrichter ihre vordringliche Aufgabe darin, Bürgern zu ihrem Recht gegenüber der Verwaltung zu verhelfen. Das ist vorbei. Heute sehen sie ihre Berufung darin, die Verwaltung gegen lästige Anfragen und sonstige Begehren der Bürger abzuschotten. Die Hemmschwellen dabei sinken in dramatischem Tempo.Anfang November hatte ich berichtet, wie das Verwaltungsgericht Darmstadt das PEI gegen Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz und dem Presserecht abschottet, indem es entsprechende Verfahren seit Jahren nicht terminiert. Keine einzige von 15 zum Teil seit Jahren anhängigen Klagen war zu diesem Zeitpunkt terminiert.Die nächste Instanz, der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel, setzt dieser Verweigerung von rechtlichem Gehör nun die Krone auf. Er erklärte den Eilrechtsschutzantrag der Anwältin Franziska Meyer-Hesselbarth, den das Verwaltungsgericht Darmstadt abgelehnt hatte, für von vorne herein unzulässig. Heesselbarth hatte gegen den Ablehnungsbeschluss des VG Darmstadt Beschwerde eingelegt. Der Verwaltungsgerichtshof urteilte, Darmstadt sei gar nicht zuständig gewesen. Denn der Klagegegner Bundesrepublik Deutschland werde in Sachfragen, die das PEI betreffen, prozessual nicht vom PEI vertreten, sondern vom Bundesgesundheitsministerium. Zuständig sei deshalb die Berliner Verwaltungsgerichtsbarkeit.Auch die Tatsache, dass es um Herausgabe von Daten des PEI nach dem Informationsfreiheitsgesetz ging, ändere daran nichts, meinte der Verwaltungsgerichtshof. Bei der Gelegenheit erklärt er es auch gleich noch für ungeklärt, ob man derartige Informationsfreiheitsanfragen an das PEI oder an das Bundesgesundheitsministerium richten müsse. Mehr als in die Luft werfen, wollte das Gericht diese Frage aber nicht. Eine Entscheidung hierüber sei im verhandelten Fall nicht notwendig.Das ist eine Einladung an PEI und Ministerium, die nächsten paar Jahre mit IFG-Anfragen Ping-Pong zu spielen, bis ein Gericht sich bemüßigt fühlt zu klären, an wen diese Anfragen zu richten sind.Kassel wirft mit seiner Entscheidung klagewillige Bürger und deren Anwälte auf den Stand von vor etwa vier Jahren zurück, als die Klagewelle gegen das PEI anrollte. Damals war weit offen, welches Gericht für solche Klagen zuständig ist. Ich führte selbst ein solches Verfahren. Dieses wurde vom Verwaltungsgericht Frankfurt an das in Darmstadt verwiesen und dort mit dem absurden Ergebnis entschieden, dass ich kein Recht hätte, am öffentlichen Leben teilzunehmen, weil mangels gültiger Ausnahmen vom Verbot niemand mehr ein Recht hierzu habe. Darmstadt als Gerichtsstand für Verfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das PEI, etablierte sich im Verlauf von 2022 als die Norm, wenn gegen das hoheitliche Handeln des PEI geklagt wurde.Der Hessische Verwaltungsgerichtshof entschied dabei nicht etwa, die Klage an das Verwaltungsgericht in Berlin zu verweisen, sondern er erklärte sie für unzulässig. Das ist an dreister Bürgerverachtung kaum noch zu überbieten. Gerichte sind sich nicht einig, wer zuständig ist. Der Gerichtshof fragte sogar extra noch beim PEI nach, wie die verwaltungsinterne Aufgaben- und Kompetenzverteilung im Verhältnis zum Bundesgesundheitsministerium sei. Dann urteilte es entgegen dem Votum des PEI, das sogar noch angeboten hatte, bei Bedarf eine Prozessführungsermächtigung vom Ministerium vorzulegen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA sorgt international für Entsetzen: Formulierungen über die drohende „zivilisatorische Auslöschung Europas“ und die scharfe Kritik an EU-Institutionen werden vielerorts als Abkehr von der jahrzehntelangen Partnerschaft zwischen Amerikanern und Europäern und als tiefster Bruch im transatlantischen Verhältnis seit dem Kalten Krieg verstanden. Zugleich versucht eine „Koalition der Willigen“ in Europa den Kurs von US-Präsident Donald Trump gegenüber Russland und der Ukraine zu beeinflussen – doch wie belastbar ist diese Einigkeit? Und welche strategischen Konsequenzen hätten die USA im Modus der Abschottung für NATO, Sicherheitspolitik und demokratische Stabilität? Welche Antworten muss Europa jetzt geben und welche Rolle kann Deutschland dabei übernehmen?
Anlässlich der COP30 in Belém haben 19 CEOs und Vorstandsmitglieder deutscher Unternehmen an die Bundesregierung appelliert: Wirtschaft und Klima dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.Organisiert hat den Appell Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung Klimawirtschaft.Die Wirtschaft warte auf einen Push, sagt sie. „Wir sehen da keine Signale. Es wurde der Herbst der Reformen angekündigt.“ Viele Dinge aber liefen in die falsche Richtung. Die Unterzeichner des Appells wollten in ihre erfolgreichen Geschäftsbereiche investieren. „Die erfolgreichen Geschäftsmodelle sind tatsächlich die, die auf erneuerbare Energien setzen, die auf Elektrifizierung setzen, die auf Klimaneutralität setzen.“[13:39]Der Aufstand der Jungen Gruppe in der Union gegen die schwarz-roten Rentenpläne ist nicht vorbei. Die jungen Abgeordneten wollen nicht nachgeben und fordern echte Reformen. Nach den bisherigen Plänen der Koalition soll erst einmal eine weitere Rentenkommission im Dezember mit den Beratungen beginnen. Erst später soll über Reformschritte entschieden werden.[01:11]Deutschland und Frankreich wollen die digitale Souveränität Europas voranbringen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Digitalminister Karsten Wildberger haben zu einem deutsch-französischen Digitalgipfel eingeladen. Wildberger sagt im Interview mit Leonard Schulz vom Berlin Table, es werde erwartet, dass Deutschland und Frankreich hier vorangehen; „Für mich heißt digitale Souveränität nicht Abschottung, heißt nicht Isolation, sondern wir werden natürlich weiterhin partnerschaftlich mit großen Unternehmen, auch aus den USA, zusammenarbeiten.“[06:44]Hier geht es zur Anmeldung für den Space.TableTable Briefings - For better informed decisions.Sie entscheiden besser, weil Sie besser informiert sind – das ist das Ziel von Table.Briefings. Wir verschaffen Ihnen mit jedem Professional Briefing, mit jeder Analyse und mit jedem Hintergrundstück einen Informationsvorsprung, am besten sogar einen Wettbewerbsvorteil. Table.Briefings bietet „Deep Journalism“, wir verbinden den Qualitätsanspruch von Leitmedien mit der Tiefenschärfe von Fachinformationen. Professional Briefings kostenlos kennenlernen: table.media/testenHier geht es zu unseren WerbepartnernImpressum: https://table.media/impressumDatenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerungBei Interesse an Audio-Werbung in diesem Podcast melden Sie sich gerne bei Laurence Donath: laurence.donath@table.media Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Am Gate des Flughafens in Los Angeles sprechen Thilo und Kosei über drei Wochen USA – und über das Gefühl, in Deutschland nie ganz dazuzugehören. Warum die Schulen nicht wegen Migrant:innen schlecht sind, sondern wegen fehlender Investitionen. Warum Ausgrenzung keine Lösung ist, sondern Menschlichkeit. Sie erzählen von New York, wo ICE-Agenten Menschen einschüchtern, und von dem, was passiert, wenn Politik auf Abschottung setzt. Wer „Remigration“ fordert, bekommt Unmenschlichkeit – das ist keine linke Haltung, sondern gesunder Menschenverstand. Außerdem geht's um Journalismus ohne Kalkül, Haltung in schwierigen Zeiten und die Frage, wie schnell Freiheit verschwinden kann. Zum Schluss beantworten die beiden Hörer:innenfragen: Wer bestimmt die Musik im Auto, was hat es mit ihrer Magic-Runde im Büro auf sich – und wann gibt's ein echtes Patreon-Treffen?
Bis zu 75% aller deutschen Unternehmen kämpfen mit dem gleichen Problem: Silo-Strukturen lähmen die Zusammenarbeit, machen Wissen zu isolierten Inseln und bremsen Innovation aus. Besonders Industrie und Mittelstand leiden unter dieser organisatorischen Abschottung, die Schnittstellen verteuert und die Reaktionsfähigkeit schwächt.Wie können wir diese Mauern niederreißen?Darüber spreche ich mit Yves-André Mahler, SalesLead von #MysteryMinds. Wir zeigen konkrete Wege auf, wie Unternehmen aus der Silo-Falle herauskommen und echte Kollaboration schaffen.
»Refugees Welcome« stand 2015 auf den Plakaten im Wiener Westbahnhof. Aus offenen Grenzen wurde jedoch schnell eine Politik der Abschottung. Wie es den Geflüchteten heute geht und was Österreich gelernt hat.Im »Sommer der Migration« flüchten 2015 Hunderttausende Menschen nach Europa, die meisten vor Krieg und Hunger. Auch in Österreich suchen viele Schutz. Sie hoffen, dass Angela Merkels Worte »Wir schaffen das« halten, was sie versprechen.Viele Österreicher und Österreicherinnen begegnen den Menschen mit Geschenken und offenen Armen. Diese »Willkommenskultur« haben viele in Erinnerung. Doch in Wahrheit ist bereits damals die Hälfte der Bevölkerung gegen die Aufnahme von mehr Geflüchteten, sagt Meinungsforscher Peter Hajek. Das hinterlässt Spuren – auch politisch.Im zweiten Teil dieser Doppelfolge von »Inside Austria« sprechen wir mit einem Mann, der 2015 aus Afghanistan nach Wien flüchtete. Wir wollen wissen, wie willkommen sich die Geflüchteten damals gefühlt haben – und ob sie es heute tun. Außerdem blicken wir darauf, welche Parteien von der Migrationskrise 2015 profitiert haben und welche politischen Lehren Österreich aus der Extremsituation gezogen hat. Wären wir heute besser für eine weitere Fluchtbewegung gewappnet? In der Podcast-Serie Inside Austria rekonstruieren der SPIEGEL und der österreichische STANDARD gemeinsam Fälle, Skandale und politische Abgründe in Österreich. Wenn Ihnen unser Podcast gefällt, folgen Sie uns doch und lassen Sie uns ein paar Sterne da. Kritik, Feedback oder Themenideen gerne an insideaustria@spiegel.de oder an podcast@derstandard.at Den Inside Austria Newsletter finden Sie hier: https://www.spiegel.de/thema/die-lage-inside-austria/ Mehr Infos zum Thema:Inside Austria »Sebastian Kurz‘ Aufstieg und Fall« Inside Austria mit Gerald Knaus: »Wie kommen deutsche Zurückweisungen in Österreich an?«+++ Alle Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier. Die SPIEGEL-Gruppe ist nicht für den Inhalt dieser Seite verantwortlich. +++ Den SPIEGEL-WhatsApp-Kanal finden Sie hier. Alle SPIEGEL Podcasts finden Sie hier. Mehr Hintergründe zum Thema erhalten Sie mit SPIEGEL+. Entdecken Sie die digitale Welt des SPIEGEL, unter spiegel.de/abonnieren finden Sie das passende Angebot. Informationen zu unserer Datenschutzerklärung.
Mehr als eine Million Geflüchtete kamen zwischen 2015 und 2016 nach Deutschland. Damals prägte Bundeskanzlerin Angela Merkel den berühmt gewordenen Satz: „Wir schaffen das“. Sie hatte über die langfristigen Herausforderungen gesprochen, die mit den gestiegenen Flüchtlingszahlen einhergingen: Zunächst eine menschenwürdige Unterbringung, dann Integration in Arbeit, Schule und Gesellschaft. Ihr Satz wurde zum Motto einer Willkommenskultur in Deutschland, über die Europa staunte. Davon ist heute, 10 Jahre später scheinbar nicht mehr viel übrig. Was haben wir geschafft? Haben wir ein Migrationsproblem? Oder haben wir ein Integrationsproblem? Darüber sprechen wir mit dem Historiker und Migrationsforscher Jochen Oltmer, mit Sulaiman Tadmory, Journalist, der vor 10 Jahren aus Syrien nach Deutschland flüchtete, Matthias Baaß, Hessischer Städte- und Gemeindebund und Bürgermeister der Stadt Viernheim, schließlich mit Raphaela Schweiger, Migrationsexpertin bei der Robert Bosch Stiftung. Podcast-Tipp: Die Entscheidung. Politik, die uns bis heute prägt Danke, Merkel?! Wir schaffen das Es ist der Abend des 4. September 2015. Angela Merkel steht unter Druck. Sie muss eine Entscheidung treffen. Denn von Ungarn aus haben sich tausende Menschen zu Fuß auf den Weg gemacht. Über die Autobahn wollen sie nach Österreich und Deutschland. Viele von ihnen sind vor dem Krieg aus Syrien geflohen. Unter ihnen ist auch Tareq Alaows, ein junger Syrer, Jurist und Mitarbeiter des roten Halbmonds. Für ein Leben in Sicherheit hat er eine lebensgefährliche Flucht auf sich genommen. Was soll mit diesen Menschen an der Grenze passieren? Angela Merkel muss entscheiden, ob Deutschland sie aufnimmt. Es ist eine Entscheidung, die sie mit dem Rücken zur Wand trifft. Die Menschen aufzuhalten und abzuweisen, das sei keine realistische Option gewesen, sagt Volker Kauder heute, damals Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und enger Merkel-Vertrauter. Doch das sehen nicht alle in der Union so. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:db5cdae8df85fd8e/
Mehr als eine Million Geflüchtete kamen zwischen 2015 und 2016 nach Deutschland. Damals prägte Bundeskanzlerin Angela Merkel den berühmt gewordenen Satz: „Wir schaffen das“. Sie hatte über die langfristigen Herausforderungen gesprochen, die mit den gestiegenen Flüchtlingszahlen einhergingen: Zunächst eine menschenwürdige Unterbringung, dann Integration in Arbeit, Schule und Gesellschaft. Ihr Satz wurde zum Motto einer Willkommenskultur in Deutschland, über die Europa staunte. Davon ist heute, 10 Jahre später scheinbar nicht mehr viel übrig. Was haben wir geschafft? Haben wir ein Migrationsproblem? Oder haben wir ein Integrationsproblem? Darüber sprechen wir mit dem Historiker und Migrationsforscher Jochen Oltmer, mit Sulaiman Tadmory, Journalist, der vor 10 Jahren aus Syrien nach Deutschland flüchtete, Matthias Baaß, Hessischer Städte- und Gemeindebund und Bürgermeister der Stadt Viernheim, schließlich mit Raphaela Schweiger, Migrationsexpertin bei der Robert Bosch Stiftung. Podcast-Tipp: Die Entscheidung. Politik, die uns bis heute prägt Danke, Merkel?! Wir schaffen das Es ist der Abend des 4. September 2015. Angela Merkel steht unter Druck. Sie muss eine Entscheidung treffen. Denn von Ungarn aus haben sich tausende Menschen zu Fuß auf den Weg gemacht. Über die Autobahn wollen sie nach Österreich und Deutschland. Viele von ihnen sind vor dem Krieg aus Syrien geflohen. Unter ihnen ist auch Tareq Alaows, ein junger Syrer, Jurist und Mitarbeiter des roten Halbmonds. Für ein Leben in Sicherheit hat er eine lebensgefährliche Flucht auf sich genommen. Was soll mit diesen Menschen an der Grenze passieren? Angela Merkel muss entscheiden, ob Deutschland sie aufnimmt. Es ist eine Entscheidung, die sie mit dem Rücken zur Wand trifft. Die Menschen aufzuhalten und abzuweisen, das sei keine realistische Option gewesen, sagt Volker Kauder heute, damals Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und enger Merkel-Vertrauter. Doch das sehen nicht alle in der Union so. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:db5cdae8df85fd8e/
Max Ahrens hat zusammen mit Maik Lüdemann den Dokumentarfilm „Kein Land für niemand“ gedreht. Darin schildern die Filmemacher eine Entwicklung in Deutschland, die für sie – so auch der Untertitel des Films – der „Abschottung eines Einwanderungslands“ gleichkommt.
Bundesinnenminister Dobrindt hat sich mit seinen Amtskollegen aus einigen Nachbarländern sowie dem EU-Innenkommissar vor illustrer Kulisse getroffen. Sie sind sich einig: Die Migrationspolitik soll noch strenger werden. Was bedeutet das Treffen für die EU? Das ordnet Gabi Gerlach gemeinsam mit Achim Wendler ein, Leiter der Redaktion Landespolitik.
Heute beginnt die Sommer-RS in der Schweiz. Während die junge Generation traditionell zu den armeekritischsten gehört, trifft das für die jungen Erwachsenen von heute nicht mehr zu. Studien in der Schweiz zeigen, dass Armee und Sicherheit bei ihnen hoch im Kurs stehen. Es gebe einen Wertwandel bei den jungen Menschen, sagt Militärsoziologe Tibor Szvircsev Tresch, der Experte in dieser Podcast-Folge. So seien die Jungen heute der Armee gegenüber positiver eingestellt und sympathisierten gleichzeitig mit einer gewissen Abschottung der Schweiz. Gründe dafür seien der russische Krieg gegen die Ukraine, aber auch generell die verschlechterte Sicherheitslage auf der Welt. Interessant ist dabei, dass die Jungen zwar armeefreundlicher sind als früher, aber nicht mehr Interesse daran haben, Dienst zu leisten. Das zivile Leben und die Gepflogenheiten im Militär klafften zunehmend auseinander, so Szvircsev Tresch. Hierarchien und Befehlsstrukturen wie im Militär seien in Elternhaus, Schule oder Lehrbetrieb so kaum mehr zu finden. Deshalb gebe es nicht mehr Interesse am Dienst, obwohl die Bedeutung der Armee höher eingschätzt werde als früher. Habt Ihr Fragen oder Themen-Inputs? Schreibt uns gerne per Mail an newsplus@srf.ch oder sendet uns eine Sprachnachricht an 076 320 10 37. ____________________ In dieser Episode zu hören: - Tibor Szvircsev Tresch, Militärsoziologe an der Militärakademie der ETH Zürich ____________________ Team: - Moderation: Isabelle Maissen - Produktion: Marc Allemann - Mitarbeit: Can Külahcigil ____________________ Das ist «News Plus»: In einer Viertelstunde die Welt besser verstehen – ein Thema, neue Perspektiven und Antworten auf eure Fragen. Unsere Korrespondenten und Expertinnen aus der Schweiz und der Welt erklären, analysieren und erzählen, was sie bewegt. «News Plus» von SRF erscheint immer von Montag bis Freitag um 16 Uhr rechtzeitig zum Feierabend.
Zurückweisungen an der Grenze und Stimmungsmache gegen Geflüchtete, die Abschottung spitzt sich weiter zu. Gegen die Entrechtung und Not an Europas Grenzen kämpfen Menschen in der zivilen Seenotrettung – und das seit einem Jahrzehnt. In der neuen Folge "Was tun?" sprechen Inken und Valentin mit Chris Grodotzki darüber, wie Europa das Recht auf Asyl immer weiter untergräbt und über die Arbeit der zivilen Seenotretter*innen im Mittelmeer. Chris hat Sea Watch seit der Gründung begleitet und hat miterlebt, wie die Organisation, die als kleiner Haufen verrückter Aktivist*innen begann, innerhalb weniger Jahre zu einer der größten humanitären Organisationen an der tödlichsten Grenze der Welt wurde. Er erzählt davon, wie der Prozess der Professionalisierung und der Institutionalisierung Sea Watch verändert hat, es geht um Konflikte zwischen der Gründer-Generation und den Mitarbeiter*innen und um die Frage, wie die zivile Seenotrettung auch in Zukunft Menschenrechte gegen die Attacken der globalen Rechten verteidigen kann.
Als Teil der neuen Bundesregierung setzen CDU/CSU um, was sie im Bundestagswahlkampf angekündigt hatten: Die Bundespolizei kontrolliert wieder an den deutschen Grenzen und weist Asylsuchende zurück - im Mai waren es offiziellen Angaben zufolge 160 Menschen. Die neue Bundesregierung verteidigt ihren strikteren Kurs in der Migrationspolitik. Ob und wie solche Sonderwege zur Idee eines gemeinsamen europäischen Asylsystems passen, erklärt ARD Brüssel Korrespondentin Kathrin Schmid in dieser 11KM-Folge. Was ist die jüngste Reform des Asylsystems noch wert, wenn immer mehr Länder auf Abschottung und Alleingänge setzen? Wie sieht angesichts rechtspopulistischer Töne die Zukunft der Asylpolitik in der Europäischen Union aus? Mehr Infos zur deutschen Asylpolitik findet ihr im FAQ von tagesschau.de: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/migration-zurueckweisungen-100.html Alle Meldungen und Entwicklungen zum Thema “Asylpolitik”: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/asylpolitik-104.html Eine frühere 11KM-Folge über die EU-Agentur Frontex – toleriert sie illegale Pushbacks?: https://1.ard.de/11KM_Frontex Hier geht's zu unserem Podcast-Tipp “punktEU - Der Europa-Podcast": https://www.ardaudiothek.de/sendung/punkteu-der-europa-podcast-von-wdr-5/75833082/ Diese und viele weitere Folgen von 11KM findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch hier in der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/12200383/ An dieser Folge waren beteiligt: Folgenautorin: Lisa Hentschel Mitarbeit: Charlotte Horn und Marc Hoffmann Host: Victoria Koopmann Produktion: Christine Frey, Jan Stahlmann, Pia Janßen und Hanna Brünjes Planung: Nicole Dienemann, Christian Schepsmeier und Hardy Funk Distribution: Kerstin Ammermann Redaktionsleitung: Fumiko Lipp und Lena Gürtler 11KM: der tagesschau-Podcast wird produziert von BR24 und NDR Info. Die redaktionelle Verantwortung für diese Episode liegt beim BR.
Hensel, Kerstin www.deutschlandfunkkultur.de, Politisches Feuilleton
Nach Jahren der Abschottung wirbt Saudi-Arabien für den Tourismus im Land. 2034 soll hier die Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden. Aber die Menschenrechtslage ist noch immer verheerend. Eine Reportage von Nina Amin, Anna Osius und Moritz Behrendt. Von Osius, Behrendt Amin.
Frauen werden im ÖPNV häufiger angegriffen. Die Berliner Grünen schlagen Waggons für Frauen vor. Kritiker sehen darin eine Kapitulation. Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit Grünen-Politikerin Antje Kapek! Moderation: Julia Schöning Von WDR 5.
Fatima Moumouni und Laurin Buser stehen als Spoken-Word-Duo auf der Bühne. Sie thematisieren das Bedürfnis, sich abzuschotten vom Weltgeschehen. Auch Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus sprechen sie an. Seit einem Jahrzehnt treten sie als Spoken-Word-Duo auf und wurden mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter dem Salzburger Stier im Jahr 2021. Durch ihre persönlichen Hintergründe spiegeln sie viele der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wider. Als Duo thematisieren sie in ihrem aktuellen Bühnenstück «Cold» die Abschottung vor dem Weltgeschehen und demonstrieren wie man der wachsenden Polarisierung begegnen kann: durch aufmerksames Zuhören.