Die wichtigsten Neuigkeiten am frühen Morgen mit Ausblick auf den aktuellen Tag – börsentäglich aus der Feder unserer Handelsblatt-Autoren Hans-Jürgen Jakobs und Sven Afhüppe.
Sven Afhüppe, Hans-Jürgen Jakobs und die Handelsblatt Redaktion

Friedrich will die Zweite: Der Kanzler lässt durchblicken, dass er bei der kommenden Bundestagswahl noch einmal antreten möchte – und führt das Alter seines Vaters ins Feld.

Nach Monaten des Rückzugs verzeichnet die ukrainische Armee Geländegewinne. Hat Milliardär Musk mit der Starlink-Abschaltung für Russland eine Wende im Krieg ausgelöst? Zweifel bleiben.

Die Spitzenkandidaten von CDU und Grünen werben im Landtagswahlkampf für eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. So etwas kann wohl auch nur in Baden-Württemberg funktionieren.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz zeichnete sich zwischen Europäern und den USA ein neuer Konsens in der Verteidigungspolitik ab – sofern Trump nicht wieder querschießt.

Das KI-Start-up Anthropic ist jetzt mehr wert als SAP. Gleichzeitig sacken an den US-Börsen die Kurse ab. weil Investoren die Folgen von KI fürchten. Kurios: Auch Gold und Bitcoin fallen.

Bundeskanzler Merz erwägt eine „Verschiebung“ des europäischen Emissionshandels. Das zeigt: Dieses hocheffiziente Klimaschutz-Instrument scheitert regelmäßig an der politischen Realität.

Die Sozialdemokraten wollen Reiche bei der Krankenversicherung stärker zur Kasse bitten - und dafür eine neue Gesundheitsabgabe erheben. Dieses Ziel ließe sich wirklich einfacher erreichen.

Bei der Wahl im Ländle müssen die Grünen beweisen, dass sie noch regieren können – und für die FDP geht es darum, sich eine Überlebenschance zu bewahren. Der Ausgang wird immer knapper.

Lange hieß es, der US-Aktienmarkt werde von sieben Technologieriesen dominiert. Doch Tesla gehört nicht mehr in diese Kategorie: Die Börsenbewertung des Unternehmens hat eher religiöse Züge.

Der Münchener Konzern galt lange als bürokratischer Kramladen. Doch auf lange Sicht hat tatsächlich keine Aktie unter den Dax-Veteranen mehr Rendite eingefahren als die von Siemens.

Die Edelmetall-Kurse fahren Achterbahn. Das liegt offenbar maßgeblich an spekulativen Privatanlegern. Viele Analysten bleiben in ihren Goldprognosen erstaunlich optimistisch.

Der letzte Regierungsstillstand in den USA hatte 43 Tage gedauert, nun war bereits nach vier Tagen Schluss: Eine Haushaltseinigung im US-Kongress beendet den jüngsten Teil-Shutdown.

Die jüngsten Rekordverluste beim Gold sind offenbar auf gehebelte Kurswetten und Spekulation auf Pump zurückzuführen. Dann reichen kleine Ereignisse für große Kursausschläge.

Kritik an der „Lifestyle-Teilzeit“ war gestern, jetzt geht es um Zahnbehandlungen auf Kassenkosten: nicht leicht, bei den Forderungen unionsnaher Unternehmergruppen die Übersicht zu wahren.

Fünfjährige wollen Limo und Eis gleichzeitig. Der US-Präsident will zugleich die Vorzüge eines starken und eines schwachen Dollar. Dafür könnte Trump zu einem vertrauten Mittel greifen: Zwang.

Dass die US-Notenbank den Leitzins unverändert lässt, beeindruckt die Finanzmärkte kaum. Wichtigstes Thema ist dort der niedrige Dollarkurs. Sogar der Kanzler meldet sich deswegen zu Wort.

Für ihre Pläne, Sozialleistungen zusammenzulegen und zu vereinfachen, bekommt die zuständige Kommission reichlich Lob. Doch bei der Umsetzung will sich die Bundesregierung viel Zeit lassen.

Bund, Länder und Kommunen planen eine Mammutreform: Sozialleistungen sollen zusammengelegt und von einer einzigen Behörde ausgezahlt werden. Für die Bundesrepublik wäre das eine Revolution.

Der Investor Christian Angermayer wirbt um Verständnis für die Positionen der US-Regierung. Sich auf seine Argumente einzulassen, ist zumindest ein spannendes Gedankenexperiment.

Der Konflikt zwischen den USA und Dänemark dürfte keineswegs beigelegt sein. Helfen können jetzt Fähigkeiten, in denen Brüssel ganz groß ist: Verschleppen, verschleiern, verkomplizieren.

Keine Invasionsdrohung mehr und keine Strafzölle: Trump ist offenbar zufrieden mit einer Kompromissidee des Nato-Generalsekretärs. Dabei enthält die kaum Zugeständnisse an die USA.

Die Angst vor einem Handelskrieg hat die US-Börsen ins Minus gedrückt. Aus europäischer Sicht ist das eine gute Nachricht – auf Aktienkurse hört der US-Präsident eher als auf Verbündete.

Wirksamer als Gegenzölle: Eine noch nie genutzte EU-Verordnung ermöglicht Strafmaßnahmen, die US-Unternehmen wirklich wehtun würden. Doch zunächst setzt Europa auf ein anderes Instrument.

Der US-Präsident ist schon mit Vielem durchgekommen. Die Zoll-Drohung gegen Deutschland und andere Staaten könnte nun einen Wendepunkt markieren. Entscheidend ist die Stimmung in den USA.

Die Bundeswehr ist unterwegs nach Grönland – der Verteidigungsminister bestreitet einen Zusammenhang mit den gescheiterten Gesprächen in Washington. Er glaubt nicht an eine US-Annexion.

Ein Gespräch über die Zukunft der Arktisinsel zwischen Dänemark und den USA brachte keine Annäherung. Nun sendet die Bundesregierung ein deutliches Signal an Washington.

Lange hat sich die AfD schwergetan mit einer Position in Sachen Venezuela. Jetzt geht die AfD-Vorsitzende in die Offensive – mit einer Gleichsetzung, die viel über ihre Partei verrät.

Die SPD fordert eine Reform der Erbschaftsteuer: Für große Firmenvermögen sollen weniger Ausnahmen gelten. Kleinbetriebe könnten sich sogar besser stellen. Aus der Union kommt Kritik.

Der Autokonzern mit einer Zulassung für echtes autonomes Fahren will das System vorerst nicht mehr anbieten. Dahinter steht eine BWL-Logik, nach der wir immer noch in Höhlen hausen müssten.

Präsidentensohn Eric Trump sieht im Handelsblatt-Interview „30 Leute, die es könnten“ als Nachfolger für seinen Vater. Längst hängt die Zeitenwende in den USA nicht mehr an einer Person.

Eine Partie Tennis mitten im Berliner Stromausfall bringt den Regierenden Bürgermeister in Bedrängnis. Einmal mehr zeigt sich: Katastrophen formen politische Karrieren – oder zerstören sie.

Erst der Waffenstillstand, dann reden wir über einen Bundeswehr-Einsatz zu dessen Absicherung: Diese deutsche Linie hat der Kanzler gestern aufgegeben. Und er kann sich noch mehr vorstellen.

Ausgerechnet ein Vordenker des Nationalsozialismus erlebt derzeit eine Renaissance als Welterklärer: Wie der Staatsrechtler Carl Schmitt dabei helfen soll, Trumps Politik zu verstehen.

Die US-Aktion gegen Venezuelas Präsidenten raubt uns eine der wenigen Gewissheiten, die wir in Bezug auf Donald Trump zu haben glaubten. In der US-Außenpolitik scheint jetzt alles möglich.

In den Chefetagen der deutschen Wirtschaft geht es erstaunlich gelassen zu. Vermutlich haben sich Viele an die Dauerkrisen gewöhnt und sind deshalb gut gewappnet.

Handelskriege, Zolldrohungen und die Angst vor einer KI-Blase konnten die Märkte in diesem Jahr kaum verunsichern. Vor allem eine Region war dabei überraschend erfolgreich.

Einige Branchen blicken vorsichtig optimistisch auf das nächste Jahr. Dennoch wollen viele Unternehmen weiter Personal abbauen – wenn sie sich trauen.

Die Wirtschaft lahmt, der Standort kränkelt. Doch es gibt auch viele gute Nachrichten aus der Wirtschaft. Etwa für den deutschen Export und ein einst kriselndes Unternehmen.

Immer mehr Gründer zieht es weg von Europa in die USA. Sie suchen dort die Nähe zur Zukunft - vor allem zu den nachgefragtesten Start-ups und dem großen Geld.

Europa fällt es schwer zu realisieren, dass alte Gewissheiten nicht mehr gelten. Doch im neuen Jahr wird entscheidend, wer sich an die neue Welt anpassen kann.

Eigentlich sollte sich die Industrie nach und nach von China emanzipieren. Doch die günstigen Chips aus Fernost sind einfach zu verführerisch für die deutsche Autobranche.

Brüssel beschließt das Aus des Verbrenner-Aus und die deutsche Autobranche jubelt. Doch schon jetzt verliert sie mit ihrer fossilen Strategie weltweit stetig Marktanteile.

Die USA und Europa haben der Ukraine gestern weitreichende Sicherheitsgarantien versprochen – bis hin zu multinationalen Truppen. Doch das letzte Wort hat immer noch Wladimir Putin.

Der deutsche Chemiekonzern hat sich mit dem Kauf von Monsanto milliardenschwere Klagen aufgehalst. Doch mittlerweile zeigt sich auch, welche Macht Bayer damit erhalten hat.

Auch an deutsche Polizeibehörden liefert die US-Firma Palantir Fahndungssoftware. Im Handelsblatt-Interview schwingt ihr Chef verstörend rechte Sprüche. Ist die Firma ein Sicherheitsrisiko?

Vor zehn Jahren wären sie fast aus dem Euro geflogen, jetzt haben die Griechen gute Chancen, das Ministergremium der Währungsunion zu leiten. Wenn das möglich ist, was dann noch alles?

Russland rückt militärisch vor, die USA haben die Seiten gewechselt, die Europäer können oder wollen militärisch nicht mehr helfen. Warum sollte sich Moskau jetzt auf Kompromisse einlassen?

Der Kanzler lehnt sich mit einem Bekenntnis zu stabilen Kassenbeiträgen gefährlich weit aus dem Fenster. Denn schon zum Jahreswechsel drohen Erhöhungen.

Die Bundesregierung will die Körperschaftsteuer für Unternehmen senken – aber erst ab 2028. Zu spät, sagen jetzt die ersten Spitzenpolitiker. Sie kommen aus höchst unterschiedlichen Lagern.

Viele junge Menschen scheinen gar nicht mehr daran zu glauben, im Alter eine auskömmliche Rente zu erhalten. Dabei ist die Rentenversicherung schon einmal erfolgreich saniert worden.

Eine Umfrage zeigt: Viele arbeitsfähige Bürgergeldempfänger bekommen keine Jobangebote, bemühen sich aber auch kaum darum. Weil sie zu krank sind – oder sich Arbeiten für sie nicht lohnt.