Die wichtigsten Neuigkeiten am frühen Morgen mit Ausblick auf den aktuellen Tag – börsentäglich aus der Feder unserer Handelsblatt-Autoren Hans-Jürgen Jakobs und Sven Afhüppe.
Sven Afhüppe, Hans-Jürgen Jakobs und die Handelsblatt Redaktion

Berlin benennt Moskau als Verursacher eines hybriden Krieges. Die Worte sind stark, die Konsequenzen so mittel – das liegt auch an den fadenscheinigen Sanktionen Europas.

Beim G20-Finanzministertreffen trifft die alte Welt auf Trumps Machtshow - und muss sich mit dem Finanzier des Ukrainekriegs auseinandersetzen. Womöglich nicht der letzte Schlag.

Die Krankheitskosten in deutschen Unternehmen haben ein Rekordlevel erreicht. Und die zuständige Ministerin? Ignoriert die neuen Zahlen – und verhindert so eine sachliche Debatte.

Nicht nur die USA stecken gerade im Schulden-Schlamassel fest: Auch in Deutschland gibt es Orte, vor denen der schwäbischen Hausfrau graut. Einer treibt es besonders schillernd.

Der Kanzler verspricht ein Land, das nur noch optimistisch nach vorn schaut. Das muss man vielleicht nicht so prosaisch ausdrücken wie Friedrich Merz – einige Fakten aber sprechen für ihn.

115000 Jobs auf der Kippe, vier Werke ohne Perspektive und Fixkosten weit jenseits der Konkurrenz – VW bräuchte dringend einen Reformplan. Doch drei Lager drohen den Konzern zu lähmen.

Das Kabinett von Kanzler Merz trifft sich ab heute zur Klausur. Vorrang sollen Wachstum und Beschäftigung haben. Wichtiger wäre, dass die Regierenden etwas ganz anderes lernen.

Das Handelsdefizit zwischen China und Europa ist so hoch wie nie. Vor allem die deutsche Industrie leidet darunter. Doch eine Antwort der Regierung fehlt - aus einem peinlichen Grund.

Die Bundeswehr gibt so viel Geld aus wie seit Jahrzehnten nicht. Doch der Verdacht wächst: Dafür kauft sie vor allem Material von gestern. Doch so einfach ist das nicht.

Moderna und Merck erfreuen nicht nur Patienten mit guten Ergebnissen eines Krebsimpfstoffs - sondern auch ihre Aktionäre. Um 176 Prozent sprang die Moderna-Aktie gestern. Auch, weil es hier um mehr als einen Impfstoff geht.

Langlaufende Staatsanleihen geraten bei Investoren unter Druck. Dahinter stehen die Furcht vor einer Überschuldung vieler Industriestaaten - und härtere Konkurrenz um Bond-Investoren.

Eine Idee des ehemaligen Vorstandschefs klingt rückblickend nicht nur waghalsig - sie belastet den Konzern auch bis heute. Zahlen könnte dafür ein Werk in Niedersachsen.

In der Schuldenpolitik braut sich Ungemach in der Unionsfraktion zusammen. Es geht um die Frage: Wie viel Schulden verträgt ein Staat – und zwei Probleme von Friedrich Merz.

Der OpenAI-Chef im großen Interview. Außerdem: Der Osten Europas wird zum stillen Retter des deutschen Exports und die Dax-Konzerne steuern auf einen Rekordgewinn in diesem Jahr zu.

Der Gewinn-Boom bei den US-Konzernen geht weiter. Außerdem: Wie ein kleines Steuergesetz großen Koalitionsstreit auslöst und Thyssenkrupp seine eigene Zerschlagung finanziert.

Analysten warnen, die Geschäfte könnten die Chipnachfrage verzerren. Außerdem: Deutschlands möglicher Rating-Verlust lässt Anleger kalt und die Bundesbank streicht kostenlose Konten.

Eine Architektin will in der Ukraine eine Abfangrakete produzieren, die wie eine Göttin heißt. Nvidia und die Wall Street sammeln 500 Milliarden für KI ein – und Flugtickets werden immer teurer.

Der Tunnelbau-Unternehmer findet lobende Worte für Bahnchefin Evelyn Palla. Von der Politik fordert Herrenknecht volle Rückendeckung für sie – die kann sie gut gebrauchen.

Kurzfristig sollen dringliche Transporte auf Straße und Schiene ausweichen. Allein im Einzugsgebiet des Rheins könnten in diesem Sommer Produktionsverluste von rund 913 Millionen Euro drohen.

Innenminister Dobrindt spricht nach dem Drohnenfund von einem „hybriden Anschlagsszenario“. „Fremde Mächte“ dahinter schließt er nicht aus – und warnt vor einem hochprofessionellen Vorgehen.

SpaceX wächst rasant und übertrifft die Erwartungen – doch unterm Strich bleibt ein hoher Verlust. Anleger reagieren entsprechend kühl, während Musk mit noch größeren Versprechen gegenhält.

Der Dax steigt auf Rekordniveau, doch ausgerechnet Deutschlands Vorzeigeindustrie gerät ins Schlingern: BMW, Mercedes und VW verlieren den Anschluss.

Nach dem Ansturm auf Ceuta sucht die EU eine gemeinsame Linie: Ab heute beraten die Botschafter, am Dienstag die Innenminister – mit Folgen für das Verhältnis zu Rabat und Washington.

Trotz überraschend starker Quartalszahlen zeigen sich die Anleger ernüchtert. Für das nächste Quartal bleibt die Umsatzprognose unter den Erwartungen der Analysten.

Die amerikanische Zentralbank lässt die Zinsen unverändert. Aber das macht die Märkte nervös. Anleger befürchten, dass das die Inflation anheizt.

Mit der Wahl von Thorsten Frei zum neuen Fraktionschef steht Friedrich Merz (CDU) vor einem Stimmungstest. Markus Söder wirbt um Ruhe, doch im Kabinett ist die Personaldebatte nicht beendet: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bleibt unter Druck. Entscheidend wird, ob Merz nun die Personalfragen abräumt und mit Reformen liefert.

Europa zeigt Solidarität im Kampf gegen die Waldbrände – doch die Gefahr bleibt. Die Schäden reichen weit über zerstörte Wälder hinaus und treffen zunehmend auch Unternehmen und Volkswirtschaften.

Nach dem Terroranschlag am Wochenende kocht die Debatte über den Umgang mit islamistischen Gefährdern hoch. Nicht nur die CDU fordert einen härteren Kurs.

Nina Warken wird Kanzleramtsministerin, Carsten Linnemann Gesundheitsminister. Gute Lösungen. Aber nach einer Woche Personalrochade steht fest: der Kanzler lässt eine Sache außer Acht.

Die Ernennung von Thorsten Frei löst nicht gerade Begeisterung in der Unionsfraktion aus. Dabei bietet sie für den Bundeskanzler womöglich mehr Vor- als Nachteile.

Kimi K3 aus China begeistert auch westliche Nutzer künstlicher Intelligenz. Doch dem chinesischen Staat ist der eigene Erfolg im Ausland ungeheuer – und könnte zu Restriktionen führen.

Der Chef der Barclays-Bank warnt vor übertriebenen Aktienwerten: Die Fundamentaldaten widersprächen vor allem der Rekordlaune an der Wall Street. Er empfiehlt Anlegern ein anderes Marktsegment.

Nutzt der Kanzler den Abgang von Jens Spahn als Chance zum Neustart? Und mit welchem Personal könnte der gelingen? Der Montag wird erste Hinweise geben.

Der größte deutsche Industriekonzern beschäftigt das Land viel zu sehr. Viel wichtiger als der Kampf um Jobs beim Autobauer wäre Unterstützung für wirklich zukunftsfähige Branchen.

Nach dem spektakulären Börsenstart ist die SpaceX-Aktie wieder auf dem Boden der Realität angekommen. Mit dem Kursrückgang geraten nicht nur euphorische Anleger unter Druck.

Zulagen, Mondgehälter und sonstige Privilegien: Ab wann müssen sich Arbeiter eigentlich an der Krise ihrer Unternehmen beteiligen? Bei ZF suchen sie nun nach einer Antwort.

In Paris beschwören Europäer und Verbündete die Unterstützung für die Ukraine. Gleichzeitig scheitert in Brüssel ein Sanktionspaket gegen Russland. So verliert der Westen vor allem eins.

Angriff von beiden Seiten, die Straße von Hormus wieder gesperrt – und keine Sicht auf ein Ende des Konflikts: Die USA haben im Iran nur noch schlechte Optionen.

Werksschließungen und Jobabbau: Der VW-Aufsichtsrat hat sich nicht zu den radikalen Vorschlägen des Vorstands durchgerungen. Der Konzern bleibt wie sein Heimatland - eine Reformbaustelle.

Der US-Präsident hat den NATO-Gipfel nach Belieben dominiert. Doch Schaden angerichtet hat er kaum. Vielleicht sollte man ihn nicht mehr so Ernst nehmen.

Marine Le Pen wagt den vierten Anlauf auf den Élysée-Palast. Wir lernen: Wer Rechtspopulisten juristisch bekämpfen will, sollte sich das gut überlegen.

Kanada sucht den engen Kontakt zur Bundesrepublik und ordert ein Dutzend U-Boote bei der Thyssenkrupp-Tochter TKMS. Dahinter stecken ein gutes Geschäft – und handfeste geopolitische Überlegungen.

Die deutsche Wirtschaft ist immer weniger innovativ. Damit droht das Land, mittelfristig den Anschluss zu verlieren. Das Reformpaket von Schwarz-Rot dürfte daran wenig ändern – dabei gäbe es Vorschläge.

Schwarz-Rot hat ein Reformpaket. Doch wird es die Wirtschaft in Schwung bringen? Wenn, dann wegen eines ungewöhnlichen Effekts.

Bei Daimler haben sie es geschafft, den GLC mit elektrischem Motor so zu konzipieren, dass die Leute ihn auch wollen. Dennoch gehen Kundinnen und Kunden derzeit leer aus.

Vor dem Koalitionsgipfel zum großen Reformpaket kommen aus der Wirtschaft Hinweise, wie sich der Standort verbessern ließe. Nicht alles davon schont die Nerven von Gewerkschaftern.

Die großen Autokonzerne streichen ihre Elektro-Pläne für den US-Markt zusammen – schon allein, weil Präsident Donald Trump gegen die Technik kämpft. Doch ein Konzern aus Deutschland hält dagegen.

VW, Mercedes, Bosch: Der Strukturbruch der Industrie wird immer offensichtlicher – doch politisch passiert nichts. Ein Denkfehler hemmt dabei besonders.

Wie viele ökonomisch sinnvolle, aber unbequeme Reformen vertragen die Menschen, ohne zur AfD überzulaufen? Nicht viele, fürchtet die Regierung. Mehr als man denkt, sagt ein Experte.

Die Superpanne mit bundesweitem Zugstillstand zeigt: Der Bahnkonzern ist noch maroder, als die Chefin ohnehein sagt. Was, wenn immer mehr Geld für das Unternehmen der falsche Weg ist?

Die Regierung will die Rentenreform zum Wendepunkt ihrer Amtszeit machen. Friedrich Merz kündigt sogar eine Neuauflage Ludwig Erhards an – wenn da nicht ein Problem wäre.