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Ulrike Kuborn ist seit vielen Jahren als Künstlerin aktiv, mit einem Weg, der sie von Fulda an die Folkwang Hochschule und die Kunstakademie Düsseldorf geführt hat. In dieser Folge sprechen wir über prägende Stationen, über internationale Einflüsse und darüber, warum Bewegung, Präsenz und Körperwahrnehmung zentrale Elemente ihrer Arbeit sind. Es geht um interdisziplinäre Kunst, um Workshops im eigenen Atelier und um die Frage, wie sich eine künstlerische Haltung über die Jahre entwickelt.
Es summt – Bees beings beans in der Kunsthalle Basel Bees beings beans von Diambe in der Kunsthalle Basel macht Bienenwachs zum Speicher von Zeit, Erinnerung und Transformation. Skulpturen, Malerei und Film zeigen Veränderung als fortlaufenden, kollektiven Prozess. Die Ausstellung wirkt weniger wie eine Erzählung als wie ein Zustand – vibrierend, organisch, in Bewegung.
Landschaften, Stillleben, Gesichter, Kinderbilder – Paula Modersohn-Becker hat gemalt, wie sie die Welt sah. In ihrer Zeit war die junge Künstlerin eine Ausnahmegestalt. Stur und willensstark hat sie sich als Frau mit ihrer Leidenschaft für die Kunst und Malerei, auch gegen familiäre Skepsis, durchgesetzt. Ihre Bilder zeigen Menschen und Natur neu, modern, anders, schonungslos und ungeschönt. Bahnbrechend wurde ihr weiblicher Selbstakt von 1906. Bereits 1907, kurz nach der Geburt ihrer Tochter, starb die junge Künstlerin im Alter von 31 Jahren.Wer war diese unangepasste, selbstbewusste Pionierin des deutschen Expressionismus? Das Landesmuseum Hannover beherbergt eine der weltweit größten Sammlungen von Werken Modersohn-Beckers. Aus Anlass des 150. Geburtstages der Künstlerin, am 8. Februar 2026, ist Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums, zu Gast in NDR Kultur à la carte. Sie hat als Archäologin und Ägyptologin auch einen besonderen Blick auf die weniger bekannten Zeichnungen und Skizzen von Paula Modersohn-Becker, die während ihrer Paris-Aufenthalte im Louvre entstanden.
Der Schwerpunkt der art Karlsruhe liegt eindeutig auf der Malerei. Aber auch Skulpturen wird dort schon immer viel Platz eingeräumt. Ein Streifzug durch die Hallen.
Schweighöfer, Kerstin www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Heute zu Gast ist Jina Khayyer. Jina wuchs als Tochter eines persischen Ehepaars in Wiesbaden auf, studierte Malerei in Dessau und Journalismus in München. Außerdem ist sie Schriftstellerin, und zwar mehr und mehr, seit ihr Debütroman letztes Jahr auf der Longlist des Deutschen Buchpreises landete. In »Im Herzen der Katze« beschreibt sie drei Frauengenerationen im Iran; ihren Alltag, ihren Mut und ihren Kampf um die Freiheit. Die Kritik war voll des Lobes, wir sind es auch und freuen uns, dass sie heute bei uns ist, um uns davon zu erzählen, herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN - liebe Jina Khayyer!
Vereinbare jetzt dein kostenloses Erstgespräch mit Judith unter https://judithhoffmann.info/ In dieser Folge begrüßen wir Femke Brömmekamp, Rechtsanwältin, Mutter und kreative Unternehmerin, die ihren beruflichen Weg radikal verändert hat. Sie erzählt offen von ihrem Leben zwischen Kanzleialltag im Insolvenzrecht und ihrem Mut, ihren künstlerischen Traum zu verfolgen. Femke nimmt uns mit auf ihre persönliche Reise, wie sie das handwerkliche Upcycling von Möbeln mit abstrakter Malerei verbindet und daraus ihr Herzensprojekt Femis Furniture & ART aufgebaut hat – künstlerisches Möbel-Upcycling und Contemporary Art mit Seele. Dabei spricht sie ehrlich über Selbstzweifel, gesellschaftliche Erwartungen und die Kraft, den eigenen Weg zu gehen – auch gegen Widerstände im Umfeld. Ein inspirierender Einblick in Transformation, Kreativität und die Frage: Was passiert, wenn man dem eigenen Herzen folgt? Hier findest Du Femke auf Instagram: https://www.instagram.com/femis.art/ Website von Femke: https://www.femisart.com/ Lets Rock Deine Judith, Dein Ben *** - Vereinbare jetzt dein kostenloses Erstgespräch: https://www.judithhoffmann.info - kostenloser Live & Onlineworkshop: https://www.rockyourbusinessworkshop.de - Onlinekurs "Mut zur Sichtbarkeit": https://www.judithhoffmann.info/sichtbarkeitskurs - Hier lernen wir uns auf Instagram besser kennen: https://www.instagram.com/judithhoffmann_official/
Köln Calling.Die gebürtige Düsseldorferin Laura Koerver hat in ihrer Heimatstadt 2015 das Restaurant und die Health Food Brand „Laura's Deli“ gegründet. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in Köln in einer mehrstöckigen Jugendstil-Villa – altes Holz, imposantes Treppenhaus, hohe Räume – die sie mit viel Farbe, moderner Kunst und einer coolen Edelstahlküche renoviert und zu ihrem Zuhause gemacht hat.Die Kochbuchautorin (Kiss the Cook, 2017 & Keep it easy, 2023) hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studiert und in der Modebranche gearbeitet, bevor sie den Quereinstieg in die kulinarische Szene wagte.Inzwischen ist Laura Mutter geworden, hat die Marke Laura's Deli verkauft und lebt in Köln ihre kreative Energie anders aus. Sie schreibt ihren unterhaltsamen wie informativen Substack-Newsletter „Laura's List“, hat mit dem Cashmere Label Anna von Berg eine Capsule Kollektion kreiert und erzählt, wie man ein altes Haus wiederbelebt und warum ihr Home-Office, neben der Küche, ihre Lieblingsorte sind.Laura's Listhttps://lauraslist.substack.com/@laurakoerver---Laura's WeltArt Cologne | 5.–8.11.2026https://www.artcologne.de/Galerie Sies & Hökehttps://www.sieshoeke.com/de/---Künstler/innenNatalie CzechFotografie eines Bleistifts in 3 Teilen mit GedichtszitatenTitel: A Response / Response• Mehrfarbige Spiegelarbeit auf Holz von Alexander Deubl• Pinkfarbene Spiegelarbeit nach dem Vorbild einer verspiegelten Ray-Ban Sonnenbrille von Louisa Clement• Großformatige, abstrakte Malerei auf Glas von Julio Rondo---RestaurantsDas Veltri – Italiener in der Innenstadthttps://www.veltri.koeln/La Fondahttps://www.lafonda.koeln/L'imprimerie (Kachelbude)https://www.limprimerie-restaurant.de/site/Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Diese Woche erscheint der neue Roman von Alena, „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“, und das feiern wir im Podcast mit einer Menge Fragen: Wie geht's Alena jetzt? In welcher Reihenfolge kann, darf, soll man die Trilogie lesen, die mit „Junge Frau, am Fenster stehen, Abendlicht, blaues Kleid“ begann? Warum ist der Schluss so toll (die Fragen stammen wie die Shownotes von Till), und könnte es trotzdem eines Tages weitergehen? Welche Rolle hat Alenas Onkel, der Maler Wolfgang Schröder, für Alenas Biografie und ihre Malerei- und Atelier-Prägung gespielt? Wie hat sich Hannah in den letzten Jahren entwickelt? Wie hat Alena die Wiedervereinigung erlebt? Und, schöner Moment für Till, um bei Alenas Antwort endlich wieder einen Aha-Moment im Podcast zu haben: Wie schreibt man Freundschaftsgeschichten? Alles über „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ hier: https://www.dtv.de/buch/mein-ganzes-leben-oel-auf-leinwand-ohne-titel-28528 Alles über das Schaudepot Beeskow, von dem Alena erzählt, hier: https://www.utopieundalltag.de/ausstellungen/schaudepot-beeskow/
Bitte denken Sie jetzt nicht an einen Elefanten. Sie kennen das. Funktioniert natürlich nicht. Ebensowenig wird es Ihnen gelingen, den Namen Joop vom Modedesigner Wolfgang abzukoppeln. Eine Tatsache, mit der unser heutiger Gast schon ein Leben lang zu tun hat, aber klar - die Eltern gehören zu einem, ob sie nun prominent sind oder nicht. Florentine Joop kam 1973 als 2. Tochter des Ehepaares Joop in Hamburg zur Welt. Ihre Ferien verbringt über viele Jahre in Potsdam, da gibt’s die DDR noch, schöne Zeiten sind das für das Mädchen, und sie stehen im harten Kontrast zu den heftigen und lauten Trennungsszenen ihrer Eltern im heimatlichen Hamburg. Florentine will Fotografin werden und schwenkt dann doch um zur Malerei, sie schreibt Kinderbücher und Romane, illustriert und zieht als erwachsene Frau genau dort hin, wo sie damals, als die Mauer noch stand, so glücklich war: nach Potsdam. Dort arbeitet und lebt sie mit ihrem Mann und insgesamt 4 Kindern, heute allerdings musste sie mal wieder nach Berlin reinfahren, um unserer Einladung in die Hörbar Rust zu folgen.
Im Zentrum des Romans ist eine Insel. Dort gibt es hängende Gärten und botanische Zeichnungen. So versucht eine Gemeinschaft von Lehrern und Schülern die Artenvielfalt zu retten. Um sie herum sind die Elemente außer Rand und Band: Feuer, Überschwemmungen, vom Menschen gemachte Umweltverschmutzung setzen dem Planeten zu. Und auch die Inselbewohner tragen ihr persönliches Päckchen mit sich herum. Sarah Kuratles Roman wurde das Label "Climate Fiction" aufgeklebt. Stephan Ozsváth hat sie inmitten von Pflanzen und Lieblingstieren im Wiener Botanischen Garten getroffen und mit ihr über Literatur, Sprachspiele, Inspiration durch Malerei und ihr Lesepublikum gesprochen. Das Buch von Sarah Kuratle, über das wir im Podcast reden Sarah Kuratle: "Chimäre", Otto-Müller-Verlag, 23 Euro, 160 Seiten. Stephan Ozsváth empfiehlt José Lezama Lima: "Paradiso", Suhrkamp Taschenbuch. 648 Seiten. Antiquarisch. Marie-Luise Kaschnitz: "Der alte Garten", Suhrkamp Taschenbuch, Antiquarisch Maria Bidian: "Das Pfauengemälde", Zsolnay, 320 Seiten, 24 Euro. Sarah Kuratle empfiehlt Andreas Unterweger: "Das gelbe Buch", Literaturverlag Droschl, 240 Seiten. 20 Euro Leta Semadeni: "Amur, großer Fluss", Atlantis Literatur, 192 Seiten, 26 Euro Der Ort Botanischer Garten Wien Die Autorin Sarah Kuratle ist 1989 in Bad Ischl geboren. Sie wuchs diesseits und jenseits der Schweizer Grenze auf. Sie studierte in Graz Germanistik und Philosophie, arbeitet heute in einer Bibliothek in Dornbirn (Vorarlberg), wo sie auch mit ihrer Familie lebt. Ihre Lyrik und Prosa wurden vielfach ausgezeichnet. Mit ihrem Romandebüt "Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren" stand sie auf der Shortlist für den Literaturpreis Text & Sprache 2022. "Chimäre" ist ihr zweiter Roman. Er stand monatelang auf der ORF-Bestenliste. Sie habe das "Nature Writing" neu erfunden, schrieb die NZZ über "Chimäre".
Übergänge sind oft eine Herausforderung, das gilt für die Malerei bzw. für die Kunst generell ebenso wie im alltäglichen Leben. Künstler empfehlen, für besondere Herausforderungen ein besonderes Vertrauen mitzubringen - Gottvertrauen!
KAP Podcast über Kunst, Kultur, Architektur, Wissenschaft und Forschung
Die österreichische Künstlerin Ursula Hübner studierte am Mozarteum in Salzburg Bühnenbild bevor sie die Malerei-Klasse von Maria Lassnig an der Universität für Angewandte Kunst in Wien absolvierte. Für ihre Bühnenbilder in Europa und den USA erhielt Hübner zahlreiche Auszeichnungen, prägte mit ihren Ausstattungen die bekannte Theatertruppe "Sparverein die Unz Ertrennlichen" von Kurt Palm und unterrichtete als Professorin 26 Jahre lang Malerei an der Kunstuniversität Linz. Im Zentrum ihres Lebens stand immer die Malerei, die Hübner in vielen Werkserien und über Jahre entwickelt. Von kraftvollen Ölgemälden, die von der Zerbrechlichkeit des Körpers und des Planeten erzählen bis zu imaginierten Welten in ihren vielschichtigen Collagen. Im KAP Podcast erzählt uns Hübner von ihrer Begegnung mit dem Schauspielstar Helmut Berger, in welchen Song der Autor Max Goldt sie verewigt hat und was es mit ihrem ehemaligen Mitbewohner Tex Rubinowitz und den Höflichen Paparazzi auf sich hat. Nicola Eller ist Kapitän der Folge 110 von KAP Podcast. Links zur Folge https://ursulahuebner.com/ https://www.hoeflichepaparazzi.de/forum/archive/index.php/f-6.html Das KAP Team unterstützen: werde unser Patreon und hilf mit einem Betrag deiner Wahl unsere Arbeit zu finanzieren. Vielen Dank an alle aktuellen Patreons. Hier findest du den Link: patreon.com/kap_podcast Apply to be a KAP guest: https://www.kapture.ch/contact Get in touch with KAP: https://www.kapture.ch/contact KAP Homepage: www.kapture.ch Foto Credit: Lukas Dostal
Seit 2007 lebt Barbara El Nimra Gerber in Kairo, wo sie Bauchtanz und Kunst frei auslebt und ihre neue Heimat sie täglich inspiriert. El-Nimra bedeutet «Kleiner Tiger», sagt die 72-Jährige: «Der Name passt zu mir, ich war schon immer eine Kämpferin!» Als Barbara Gerber 2007 in ein altes Stadtviertel von Kairo zog, fand sie endlich den Raum, den sie suchte. Einen Ort, an dem sie sich ganz ihrer Kunst widmen konnte. Seit 1993 prägt der Bauchtanz ihr Leben, später kamen Malerei und das kunstvolle Verarbeiten von Materialien aus den Basaren hinzu. Bevor sie in Ägypten heimisch wurde, reiste sie durch Europa, lebte in Nidau am Bielersee und wurde erst sesshaft, als ihre Kinder zur Schule gingen. Doch als diese ausflogen, kehrte das Gefühl der Enge zurück. «Es hat mich fast erdrückt», sagt sie. Auf der Suche nach authentischem ägyptischem Bauchtanz führte ihr Weg sie nach Kairo, wo sie sich sofort willkommen fühlte und sogar eine Wohnung angeboten bekam. Für Ausländer ein seltenes Privileg: «Hier fühle ich mich frei und kann tun und lassen, was ich will.» Zwischen zwei Kulturen leben Barbara Gerber beachtet die gesellschaftlichen Regeln des muslimisch geprägten Landes doch ihre farbigen Fingernägel, Kettchen und Ringe liess sie sich nie nehmen. «Künstlerinnen und Künstler haben in der arabischen Welt einen hohen Stellenwert. Darum akzeptieren mich die Einheimischen so wie ich bin.»
Der Künstler dieser Folge schuf mit seinem Werk "Blick auf das Meer bei L'Estaque" einen buntgemischten Perspektiv-Cocktail. Paul Cézanne wirft in seiner Malerei die klassische Perspektive über den Haufen. Wieso der Künstler mehr Entwicklungsstufen als so manches Pokémon durchlief und warum er ein Kind vor seinem Vater geheim hielt, erzählt Kunstcomedian Jakob Schwerdtfeger in dieser Folge von " Kunstsnack".
Einmal die Woche spielen Hamburgs Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – und zwar mit einem Kunstwerk. Heute geht es um das Bild „Am Baumwall“ von Paul Kayser aus dem Jahr 1924 und die Frage, ob der Hamburger Hafen wirklich einmal so schön war.
Olivier Messiaen macht in „La Nativité du Seigneur“ das Weihnachtsmysterium mit seinen schwebenden Orgelklängen hörbar. Dem berühmten Werk widmen sich nun der schwedische Organist, Komponist und Maler Hans-Ola Ericsson, der Messiaen jahrelang bis zu seinem Tod 1992 begleitete, und die Organistin und Lyrikerin Katrin Bibiella. Gemeinsam schufen sie das Orgelwerk rahmende Bilder und Gedichte. Kerstin Bachtler hat die Künstler in Oppenheim besucht und ihnen in der Katharinenkirche gelauscht.
„Mit dem Sammeln beginnen sofort Tätigkeiten des Klassifizierens, Sortierens und Einteilens“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Struck. Wir sammeln Dinge, sie werden aufgehoben, geordnet und archiviert. Doch Sammeln ist keine neutrale Praxis. Es entscheidet darüber, was erinnert und aufbewahrt werden soll – und was verschwindet. Es ist eine Kulturtechnik, die auf Auswahlprozessen beruht, Machtverhältnisse impliziert und Ausschlüsse generiert, mit der Wissen entsteht und Geschichte erzählt wird. Doch was passiert, wenn Sammlungen zu groß werden – in Museen, Archiven, aber auch in der eigenen Forschung? „Museen sind verpflichtet, alle einmal aufgenommenen Sammlungsgegenstände für alle Zeiten zu bewahren – das ist eine Wahnsinnsforderung“, sagt Wolfgang Struck. Ob kommende Generationen unser Bewahrenswertes noch immer für so bewahrenswert finden werden, stellt er in dieser Folge in Frage und weist daraufhin, dass Museen sich dringend der Tatsache stellen müssen, „dass sie selber Teil eines Prozesses sind, Neuverhandlungen darüber zu führen, was relevant ist und was nicht.“ Überhaupt ließen sich doch gerade erst im Loslassen neue Perspektiven eröffnen. „In dem Moment, in dem ich aussortiere, entsteht eine Sammlung“, sagt Dr. Jana Mangold. Neben klassischen und neueren Sammlungstheorien geht Jana Mangold in dieser Folge auch auf gegenwärtige Debatten um Deaccession, also das Entsammeln in der Museumspraxis, ein – auch im Kontext kolonialer Fragen: „Objekte aus Unrechtskontexten können nicht einfach Eigentum von Kolonialmächten sein.“ Sammeln und Entsammeln versteht Mangold nicht als gegensätzliche Handlungen, sondern als miteinander verschränkte Prozesse. Zusammen mit Wolfgang Struck spricht sie sich aus für das geordnete Chaos, aber auch das bewusste Begrenzen, Reduzieren und Loslassen von Material als einer zentralen Voraussetzung wissenschaftlicher Erkenntnis – und verrät, weshalb sich das notwendige Gespür für Relevanz weder formal noch algorithmisch ersetzen lässt. Dass der Wert einer großen und bislang kaum erschlossenen Sammlung erheblich gesteigert werden kann, berichtet Nadine Fechner. In dem semesterübergreifenden Seminar „Die kleine Freiheit“ konnten durch sie erschlossene Fotos, die öffentliche Feste in Gotha zu DDR-Zeiten zeigen, mit den persönlichen Erinnerungen durch Gothaer Bürger*innen verbunden werden. Damit hätten „die Studierenden die Lücke zwischen dem, was offiziell überliefert wurde und dem, was individuell erinnert wird, analysiert und damit Geschichte als etwas Dynamisches erfahren“, erklärt Fechner und ergänzt, dass „das Archiv so wieder zu einem partizipativen Ort des Forschens und Erinnerns wurde.“ Geschichte, haben die Studierenden gelernt, sei „kein abgeschlossenes und feststehendes Narrativ“, die Studierenden hätten vielmehr verstanden, dass die Realität in der DDR aus Grauzonen bestand und „so auch im Kontrast zu den großen Staatsnarrativen stehen, wie hier der offiziellen Geschichte der DDR.“ Prof. Dr. Wolfgang Struck ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt. Sein Interesse gilt den vielfältigen Überlagerungen von Literatur, Wissen und Wissenschaft. Dr. Jana Mangold ist wissenschaftliche Koordinatorin der Forschungsgruppe „Kulturtechniken des Sammelns“. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Materialität und Formaten der Popkultur, in Gebrauchsweisen reproduzierter Abbildungen und Formen des Archivs. Nadine Fechner ist Projektmitarbeiterin im Kooperationsprojekt „Kulturtechniken des Sammelns“ mit der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Sie forscht zu Stadtdarstellungen in Malerei, Grafik und Fotografie. Forschungsprojekt „Kulturtechniken des Sammelns“: https://www.uni-erfurt.de/philosophische-fakultaet/forschung/netzwerke/kulturtechniken-des-sammelns Lesetipp: Ursula Le Guin „The Carrier Bag Theory of Fiction“, 2019 Alle Podcastfolgen auch unter: https://www.uni-erfurt.de/forschung/aktuelles/wissenschaftspodcast-wortmelder
Wenn es dem Ende des Jahres zugeht, kann man ohne weiteres darüber nachdenken, was denn so die außergewöhnlichen Ausstellungserlebnisse des Jahres waren. Für uns gehören die Besuche der aktuellen Ausstellung in der Albertina absolut dazu, denn mit Gothic Modern werden neue Maßstäbe gesetzt. Eine klug kuratierte Ausstellung, die viel Neues bringt. Für uns alte Hasen ist das natürlich eine Herausforderung. Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Jänner 2026. Wer sie also noch nicht gesehen hat, der sollte sich sputen, denn es handelt sich um eine "must see" Ausstellung. Bei uns geht es zum Jahreswechsel dann mit dem bewährten Jahresrückblick mit der Parnass Chefredakteurin Silvie Aigner weiter. Keine Pause also - wir senden durch! Eine schöne Adventzeit wünscht das Podcast Team aus dem Hause Giese & Schweiger... https://www.albertina.at Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at; Website: https://www.gieseundschweiger.at/ ; Redaktion: Fabienne Lubczyk, Lara Bandion; Musik: Matthias Jakisic; Sprecherin: Sarah Scherer; Grafische Gestaltung: Studio Riebenbauer
Herzliche Willkommen im PowerLicht Podcast- Klar sehen. Klar fühlen. Klar handeln. In dieser Folge geht es darum, was passiert, wenn von einem Tag auf den anderen nichts mehr ist, wie es war?Hausbau, Jugendliebe, 20 Jahre Beziehung und dann plötzlich Trennung, allein, Ende 30, ohne Plan, wer du ohne den anderen eigentlich bist.In dieser Folge habe ich die wundervolle Gabriela Koschel zu Gast.Sie nimmt dich ehrlich und berührend mit in eine Lebensphase, in der sie sich gefühlt hat, als würde sie barfuß über Glas laufen und zeigt dir, wie aus dieser Krise Schritt für Schritt ein neues, kraftvolles Leben entstanden ist.Du erfährst in dieser Folge unter anderem:wie es ist, von „am Sonntag noch verheiratet“ zu „am Montag das erste Mal Single“ katapultiert zu werdenwarum Krisen sich anfühlen können wie eine enge Stromschnelle und trotzdem voller Wachstum steckenwie Gabriela an einem Punkt bewusst entschieden hat: „Ich werde Schöpferin meines Lebens – nicht Opfer der Umstände.“warum du nicht den ganzen Weg kennen musst, sondern nur den nächsten kleinen Schrittwie Reiten, Fitness, Yoga und Meditation ihr geholfen haben, sich selbst wiederzufindenwie aus dem Glaubenssatz „Ich bin unsportlich“ eine Fitnesstrainerin mit 1,0 wurde und was das mit deinen eigenen Geschichten über dich zu tun hatwarum Rückzug, Stille und Journaling so wichtig sind, wenn du wieder klar spüren willst, was du wirklich möchtestwieso es okay ist, wenn du in einer Krise erstmal einfach „funktionierst“ und ab wann du anfangen darfst, dein Leben aktiv neu zu gestaltenIm zweiten Teil der Folge sprechen wir darüber, wie Gabriela heute ihre Erfahrungen und ihre Kreativität verbindet:wie sie aus Human Design, Design-Know-how und Malerei individuelle Energiebilder und Chart-Gemälde erschafftwie daraus die „Human Design Art Cards“ entstanden sind , ein handgemaltes Kartenset zu allen 64 Torenwie diese Kunstwerke Menschen täglich daran erinnern, wie einzigartig und großartig sie sindZum Schluss teilt Gabriela eine Frage, die dein Herz tief berühren kann:„Wofür möchte ich Beitrag sein auf dieser Welt?“Wenn du gerade selbst in einer Krise steckst, im Funktionsmodus festhängst oder spürst, dass da mehr in dir ist, als du gerade lebst, dann wird dich diese Folge ermutigen, deinen eigenen Weg in deine Klarheit, Energie und Kraft zu gehen, einen Schritt nach dem anderen.Wenn dich diese Folge berührt hat, teile sie gern mit anderen Menschen, die gerade im Funktionsmodus feststecken. Abonniere den Podcast und schenke mir, wenn du magst, eine ⭐⭐⭐⭐⭐-Bewertung, damit noch mehr Menschen den Mut finden, klar zu sehen, klar zu fühlen und klar zu handeln.Danke, dass du heute für dich losgehst.Deine Andrea
In dieser zweiten Folge spreche ich erneut mit Paul Landerl – Künstler, Fotograf, Gitarrist und langjähriger kreativer Kopf aus Wien.Nachdem wir in Teil 1 über Pauls Gitarrenreise gesprochen haben, geht es jetzt um ein Thema, das viele Musiker oft unterschätzen:
Wilhelm Busch "Fipps der Affe für Kinder" - Vergessen?Heinrich Christian Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Wiedensahl geboren und starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen.Er war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Zwischen 1862 und 1888 hielt er sich oft in Wolfenbüttel auf, der Heimatstadt des Sprechers, was letzterem von Kindheit an ein besonderes Verhältnis zum Werk Wilhelm Buschs ermöglichte.Wohl jeder kennt die Streiche von Max und Moritz. Auch die Bildergeschichten wie Hans Huckebein und Die fromme Helene sind immer noch in Erinnerung. Aber es gibt noch andere Seiten im Wirken von Wilhelm Busch, die weitgehend unbekannt sind. Seine große Leidenschaft war die Malerei und er schuf unzählige Zeichnungen und Gemälde, die er aber nie veröffentlichte, da er sie für nicht gut genug hielt.Er war auch Dichter, aber die Gedichte und Erzählungen, die er veröffentlichte, sind von seinen Lesern nie wirklich angenommen worden. Die Menschen wollten nur seine lustigen Bildergeschichten lesen. Seine vom Stil Heinrich Heines und der Philosophie Arthur Schopenhauers beeinflusste Lyrik und Prosadichtung stießen beim Publikum, das mit seinem Namen nur komische Bildergeschichten verband, auf Unverständnis. Sprecher und Realisation Uwe Kullnick
TEASER Kunst und Heilung - das Frankfurter ARTEMIS-Projekt ARTEMIS am Frankfurter Städel Museum startet eine neue Ära des Kunstentdeckens Im Städel Museum in Frankfurt erleben Menschen mit Demenz gemeinsam mit ihren Angehörigen Kunst auf eine neue, einfühlsame Weise - behutsam, ohne Leistungsdruck und im eigenen Tempo. Sie betrachten Meisterwerke, tauschen sich aus, begreifen und setzen Eindrücke kreativ um - von Malerei über Collage bis Tonarbeit. Unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Pantel und dem Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität Frankfurt belegt das Programm: Kunst fördert nicht nur das emotionale Wohlbefinden, sondern stärkt auch die Beziehung und Kommunikation zwischen Erkrankten und Begleitpersonen. Mit der neuen digitalen Erweiterung ARTEMIS Digital öffnen sich die Türen zur Kunst nun auch für jene, die nicht ins Museum kommen können. Vier „Kunstreisen“ führen durch Werke der Städel-Sammlung - ergänzt durch Workshops, die auch zu Hause kreativ umgesetzt werden können. Damit richtet sich ARTEMIS Digital gezielt an Menschen mit leichter bis mittelgradiger Demenz und ihre Pflegenden oder Angehörigen, um gemeinsam neue Erlebnisse zu ermöglichen. Ziel des digitalen Angebots ist es, Selbstwirksamkeit zu fördern, emotionalen Austausch anzuregen und die Lebensqualität beider Seiten langfristig zu verbessern. ARTEMIS zeigt eindrucksvoll: Kunst kann mehr als Kunst sein - sie kann verbinden, erinnern lassen und das Miteinander stärken. Von Natascha Pflaumbaum
Lisa Kränzler malt und schreibt, das eine ist bei ihr nicht ohne das andere zu denken. Maler-Dichter nennt sich die Wahl-Dresdenerin deshalb. Überhaupt: Eine Trennung von Kunst und Leben ist für Lisa Kränzler nicht vorstellbar. In ihrem neuesten Roman "Individualverkehr" erzählt sie von der Künstlerin K, die durch einen Führerscheinentzug aus ihren geliebten Routinen gerissen wird. Kurzerhand engagiert sie einen Fahrer für die Fahrten zwischen Wohnung und Atelier. Dabei entstehen Gespräche über das Leben und das Wesen von Kunst. "Individualverkehr" ist im wahrsten Sinne des Wortes eine "Auto-Fiktion". Große Teile des Romans spielen in Lisa Kränzlers Auto. Nadine ist mitgefahren, nachdem sie die Autorin im Atelier einer Berliner Künstlerin abgeholt hat. Das Buch Lisa Kränzler: "Individualverkehr", Verbrecher Verlag, 200 Seiten, 22,00 Euro. Nadine Kreuzahler empfiehlt Margaret Atwood: "Book of Lives. So etwas wie Memoiren", aus dem Englischen von Helmut Krausser und Beatrice Renauer, 768 Seiten, Piper Verlag. Lászlo Krasznahorkai: "Herrscht 07769", aus dem Ungarischen von Heike Flemming, 412 Seiten, S. Fischer. Lisa Kränzler empfiehlt Rolf Dieter Brinkmann: "Rom, Blicke", 452 Seiten, Rowohlt Taschenbuch, (Erscheinungstermin: 1.9. 1979) Der Ort Das Atelier der Malerin Anna Steinert in Berlin-Neukölln. Ein Frühstückscafé um die Ecke. Das Auto von Lisa Kränzler. Die Autorin Lisa Kränzler, geboren 1983, ist bildende Künstlerin und Autorin. Sie studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Ihr Debütroman "Export A" erschien 2012. "Individualverkehr" ist ihr siebter Roman. Für ihr Schreiben ist sie vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Fontane-Literaturpreis 2025 für "Mariens Käfer". Lisa Kränzler lebt in Dresden.
Die Geschichte von Kathrin Lorenz beginnt in einem kleinen Ort namens Gillersdorf, an der Grenze zum Burgenland. „Ich bin mit Hühnern, Hasen und Maulwürfen aufgewachsen“, erzählt sie lachend. „Wir hatten wenig, aber unendlich viel Freiheit.“ Als sie sieben Jahre alt ist, stirbt ihre Mutter – ein Einschnitt, der vieles verändert und sie früh selbstständig werden lässt. „Ich war eine brave Schülerin, aber vor allem, um meinem Vater gute Noten zu schenken“, sagt sie. Der Wunsch, hinaus in die Welt zu gehen war trotzdem immer da und nach der Matura zieht es sie über den Atlantik – als Au-pair in die USA. Tagsüber kümmert sie sich um Kinder, abends besucht sie die University of Arts in Allentown. So lebt sie schon damals zwei Themen die sie ihr Leben lang begleiten: die Kunst und ihre soziale Ader. Zurück in Österreich folgt sie ihrem inneren Ruf – und besteht die Aufnahmeprüfung an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie landet in der Klasse von Christian Ludwig Attersee. „Er hat immer gesagt: Nur drei Prozent leben später wirklich von der Kunst. Da hab ich mir gedacht – gut, dann bin ich halt bei diesen drei Prozent.“ Die Jahre an der Angewandten sind geprägt von Freiheit, Nachtarbeit und intensiven Begegnungen. Kathrin reist mit ihrer Klasse nach Italien und Belgien, trifft Hermann Nitsch und Daniel Spoerri – und lernt, dass Leben und Kunst nicht zu trennen sind. „Er hat uns gezeigt, dass Kunst nur funktioniert, wenn man sich selbst ins Leben wirft.“ Nach dem Studium lebt Kathrin zehn Jahre ausschließlich von ihrer Malerei. Sie stellt aus, verkauft ihre Werke, arbeitet nebenbei beim Film – zuerst vor, dann hinter der Kamera – und schreibt Artikel für eine Tageszeitung. „Ich war an einem Sonntagnachmittag am Himmel in Wien und erzählte jemandem, dass ich Kurzgeschichten schreibe. Eine Woche später hatte ich einen Job als Journalistin.“ Es sind diese scheinbar zufälligen Wendungen, die sich wie ein roter Faden durch ihr Leben ziehen – immer begleitet von Offenheit und Vertrauen. Dann kommt die Liebe – und mit ihr die Entscheidung, Wien zu verlassen. Gemeinsam mit ihrem Mann zieht sie in die Steiermark, auf einen alten Bauernhof, den sie renovieren – Stein für Stein, Ziegel für Ziegel. Heute ist der ehemalige Pferdestall ihr Atelier. Der Raum, in dem einst Tiere standen, ist jetzt erfüllt von Licht, Leinwänden und Farben. Kathrin malt dort nicht nur für sich, sie öffnet ihr Atelier auch für andere. „Ich male, indem ich höre“, sagt sie über ihre Arbeit. „Ich lasse mich von meinem Inneren führen.“ Diesen Zugang möchte sie teilen. In Formaten wie Sunrise Painting oder Moon Painting begleitet sie Menschen dabei, in ihre eigene Kreativität zu finden. Ihre Arbeit verbindet Kunst, Heilung und Achtsamkeit. Neben Malabenden bietet sie auch Sitzungen am Tonfeld an – einer Methode, bei der Menschen mit geschlossenen Augen im Ton arbeiten und ihre inneren Bilder in Bewegung bringen. Besonders am Herzen liegen ihr schwangere Frauen, die sie mit Mal- und Gestaltungstherapie begleitet: „Ich durfte erleben, wie kraftvoll es ist, in dieser Zeit über den Körper mit dem Kind in Verbindung zu gehen.“ Kathrin ist überzeugt, dass Kunst immer Ausdruck des Lebens ist – und dass beides nur dann gelingt, wenn man dem eigenen Herzen folgt. Oder, wie sie es am Ende des Gesprächs sagt: „Frauen müssen auf sich hören. Dein Herz kennt deinen Weg.“
Zu Gast ist diesmal Maris Rauch – Künstlerin, Illustratorin und Entwicklerin des „Volanismus“. Schon bevor die Aufnahme überhaupt startet, verbinden uns Technikhürden und eröffnen ein erstaunlich ehrliches Gespräch. Maris erzählt, warum sie Kitsch und Kunst nicht trennt und weshalb in ihrem Leben alles untrennbar mit ihrer Malerei verwoben ist. Eine Hausparty, eine Kündigung und ein radikaler Neubeginn führen sie endgültig zur Kunst – autodidaktisch statt klassisch, denn eine Kunsthochschule kam für sie nie infrage.Wir sprechen darüber, was Volanismus eigentlich bedeutet und warum ChatGPT es überraschend treffend beschrieben hat. Es geht um Zigaretten auf Sushi, Tampons wie Blumen und Hoden an Wasserhähnen – Bilder, in denen Absurdität, Ekel, Schönheit und Ernst zu einer kraftvollen künstlerischen Sprache verschmelzen. Maris zeigt, wie Social Media für sie Werkzeug, Bühne und Kampfzone zugleich ist: Reaktionsvideos, Misogynie und digitale Machtstrukturen prägen ihren Alltag, ebenso wie Bedrohungen, Anzeigen und fehlender Polizeischutz – der Preis der Sichtbarkeit.Trotzdem bleibt ihre Kunst tief emotional und ambivalent: Ironie und Ernst existieren für sie nebeneinander, weil es beides braucht. Und sie erklärt, warum gute Kunst Schmutz braucht, welche Momente ein Bild wirklich stark machen und weshalb Arbeit, Mut und Urvertrauen oft weit wichtiger sind als Talent.
Wheeler, Claudia www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Stefes, Annemarie www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Der 95-jährige Schauspieler schafft mit seinen Gemälden eine eindrucksvolle Verbindung aus Malerei und Film.
So hab' ich mir das vorgestellt. Redaktionsplan hin oder her. Da trifft mich etwas mitten ins Herz und ich muss darüber sprechen. Als mir vor knapp zwei Wochen eine angenehme Stimme über eine neue Kollaboration zweier mir bekannter Künstler im Stile von Warhol und Basquiat erzählt hat, wusste ich was zu tun ist. Das Gespräch mit Michael Ornater und Clemens Wolf hat viele meiner Fragen beantworten können. Nicht nur über die KI und ihren Einsatz in meinem Betätigungsfeld, sondern auch über Glaube, Vertrauen, Freundschaft und junge Liebe. Seid Ohr jetzt neugierig geworden? Dann hört Euch doch gleich erstmal das Gespräch an. Und dann setzt Euch in den Zug und reist nach Neulengbach, denn dort hat sich Ursula Fischer auf dieses "Experiment" eingelassen. In der Galerie am Lieglweg zeigt sie Arbeiten der beiden! Viel Spaß beim hören und schauen und bitte lasst mich wissen, ob Ihr Euch vor der KI fürchtet... https://www.galerieamlieglweg.at Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at; Website: https://www.gieseundschweiger.at/ ; Redaktion: Fabienne Lubczyk, Lara Bandion; Musik: Matthias Jakisic; Sprecherin: Sarah Scherer; Grafische Gestaltung: Studio Riebenbauer
Heute vor 100 Jahren stellte die Pariser "Galerie Pierre" einige Künstler aus, die die Kunstwelt nachhaltig veränderten – zur ersten Gruppen-Ausstellung des Surrealismus gaben unter anderem Picasso, Miró, Ernst und Klee einen Eindruck dieser neuen Richtung in der modernen Malerei.
Patti Smith gilt als "Godmother of Punk", auch dank ihres 1975 erschienenen Albums "Horses". Bis heute gilt das Album als eines der einflussreichsten der Rockgeschichte. "Ungezügelter Rock, aber mit Köpfchen – das war die Idee hinter 'Horses'", so beschreibt Meilensteine-Host Frank König das Debütalbum von Musiklegende Patti Smith. Dass dieses Album in den Meilensteinen besprochen wird, haben sich auch viele der Podcast-Hörer gewünscht – zurecht. Als Patti Smith im November 1975 ihr Album "Horses" rausbringt, mit dem rohen und "garagigen" Rocksound hat die Welt von Punkbands wie den Sex Pistols, The Clash oder den Ramones noch nichts gehört. Neben der Musik wurde Patti Smith selber auch stark von Dichtern und Künstlern der Beat Generation beeinflusst. Sie selber kommt eigentlich auch aus der Dichtkunst und der Malerei, wodurch sich schnell erklärt, warum vor allem ihre Texte so stark sind. Inzwischen ist "Horses" Teil des US-Kulturerbes und wurde auch in die Rock'n'Roll-Hall-Of-Fame aufgenommen. Große Rockstars, das waren damals fast ausschließlich Männer. Für junge Frauen, die sich für Rock und ähnliche Spielarten interessierten, gab es keine wirklichen Vorbilder, an denen sie sich orientieren konnten. Für viele junge Musikerinnen wurde Patti Smith eben zu genau diesem Vorbild. Sie hat gezeigt, dass man auch als Mädchen oder Frau rocken kann und darf. Sängerin Viv Albertine von The Slits hat in einem Interview gesagt, Patti Smith sei ihre eigene Seele, die sichtbar gemacht wurde. "Ich habe noch nie eine Frau wie sie gesehen. Sie ist meine Seele, die sichtbar geworden ist, all das, was ich tief in mir verberge und nicht ans Licht bringen kann [...]. Ich möchte mich nicht wie sie kleiden oder ihren Stil kopieren, aber sie gibt mir das Selbstvertrauen, mich auf meine eigene Weise auszudrücken", sagte Viv Albertine, Punk-Musikerin im Interview mit dem "Far Out" Magazine. Nachdem Katharina Franck "Horses" von Patti Smith gehört hatte, "war alles anders", erklärt die Musikerin im Meilensteine-Podcast: "Patti Smith hat mich auf einen neuen Weg gebracht, der aber schon als Sehnsucht in mir drin war." Im Podcast sprechen Frank König, Katharina Franck und Katharina Heinius auch über konkrete Beispiele, wie die Kunst von Patti Smith auch den Weg in die Musik der Rainbirds geschafft hat, zum Beispiel in dem Songzyklus "Sea Of Time" vom zweiten Album der Rainbirds. Patti Smith versteht sich selber eher als Lyrikerin als als Musikerin. Für sie ist die Musik ein Medium, mit dem ihre Texte mehr Menschen erreichen können, erklärt Katharina Heinius im Meilensteine Podcast. Erste Konzerte von Patti Smith fanden im New Yorker Szeneclub "CBGB" statt, wo sie von Clive Davis entdeckt worden ist. Patti Smith hat einen Plattenvertrag über sieben Alben bekommen, was sehr ungewöhnlich war, und damit ein Beweis, wie groß das Vertrauen in ihr Talent war. Patti Smith hat mit ihrem Album "Horses" Generationen von Musikern, und vor allem Musikerinnen, beeinflusst, inspiriert und ermutigt, selbst zum Instrument zu greifen und darüber hinaus. Meilensteine Gast Katharina Franck hat selbst über den Einfluss von "Horses" auf ihr – nicht nur musikalisches Leben – einmal geschrieben, dass die Musik von Patti Smith (in diesem Beispiel der Song "Birdland") ihr gezeigt hat, dass "sich auch andere Menschen fremd fühlen in der Welt und man sich seinen Platz darin selber nehmen muss". Und sowas schaffen mit Sicherheit nur ganz wenige Künstlerinnen. __________ Über diese Songs vom Album "Horses" wird im Podcast gesprochen (21:30) – "Gloria"(35:55) – "Redondo Beach"(44:25) – "Birdland"(01:02:32) – "Land"__________ Alle Shownotes und weiterführenden Links zur Folge "Horses" findet ihr hier: https://1.ard.de/patti_smith_horses __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie diesen? Abonniert die Meilensteine! Fragen, Kritik, Anregungen? Meldet euch gerne per WhatsApp-Sprachnachricht an die (06131) 92 93 94 95 oder schreibt uns an meilensteine@swr.de
Der Künstler dieser Kunstsnack-Folge war ein richtiges Schlitzohr. Ernst Ludwig Kirchner betrieb gezielte Imagepflege, um erfolgreich zu sein. So datierte er seine Werke zurück oder lobte unter anderem Namen als Kritiker in den höchsten Tönen seine eigene Kunst. Ob der Künstler damit aufflog und was es mit dem Viertelstunden-Akt der Brücke-Künstler auf sich hat, erzählt Kunstcomedian Jakob Schwerdtfeger in dieser Folge.
Wenn wir eine Ausstellungsbesprechung machen, dann setzen wir uns vor die Mikros und legen los. Wir sagen, was uns in den Sinn kommt und versuchen dabei eine gewisse Objektivität einzubringen. Wenn wir über unsere eigene Ausstellung sprechen, dann wird das schwierig mit der Objektivität. Es sei uns also verziehen, wenn wir uns selber belobigen. Denn es war schon ein schönes Stück Arbeit. 53 Bilder auswählen, bearbeiten, darüber schreiben, fotografieren, drucken lassen usw. Aber man wird ja nur einmal 45 Jahre alt. Denn ja, Herbert und Harry haben den Kunsthandel Giese & Schweiger im Herbst 1980 gegründet. In all den Jahren gab es eigentlich nur eine - in Stein gemeisselte - Vorgabe: die Qualität muss passen. So gesehen hat sich nicht sehr viel geändert. Und das ist gut so! Wir gehen also mit guten Vorsätzen in die nächste Dekade und freuen uns auf all die tollen Bilder, die wir bearbeiten dürfen... https://www.gieseundschweiger.at Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at; Website: https://www.gieseundschweiger.at/ ; Redaktion: Fabienne Lubczyk, Lara Bandion; Musik: Matthias Jakisic; Sprecherin: Sarah Scherer; Grafische Gestaltung: Studio Riebenbauer
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Wolfgang Hollegha schießt mir regelmäßig mitten hinein ins Herz. Und mit Guenther Holler-Schuster habe ich mit einem Menschen gesprochen, dem es offenbar ähnlich geht. Er hat die nun bald endende Ausstellung an der Neuen Galerie in Graz kuratiert und stand mit Hollegha oft im Austausch. Ich glaube nicht, dass ich einen besseren Gesprächspartner hätte finden können. Dass wir immer wieder beim schöpferischen Prozess landeten war schon auffällig. Aber die Wucht, mit der die Bilder über uns hereinbrechen ist schon außergewöhnlich. Wer sie nicht schon gesehen hat, die Ausstellung "Es gibt allerdings Unaussprechliches", der sollte sich sputen. Am 2. November bietet sich die letzte Chance. Es zahlt sich aus... https://www.museum-joanneum.at/neue-galerie-graz Foto: Neu Galerie Graz, UMJ/ Niki Lackner Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at; Website: https://www.gieseundschweiger.at/ ; Redaktion: Fabienne Lubczyk, Lara Bandion; Musik: Matthias Jakisic; Sprecherin: Sarah Scherer; Grafische Gestaltung: Studio Riebenbauer
+++ Infos zu unseren Sponsoren, Links zu Rabattaktionen etc.: lnkfi.re/einfachganzleben +++ Wieso sprechen wir nicht aus, was uns bewegt? Wer leise bleibt und seine Bedürfnisse und Gefühle unterdrückt, verliert den Kontakt zu sich selbst, wird einsam und manchmal sogar krank. Tabea Farnbacher, Psychotherapeutin in Ausbildung und Schriftstellerin, möchte uns ermutigen, die eigene Stimme zu finden und sie lautstark und kreativ zu erheben. Im Gespräch mit Jutta Ribbrock gibt uns Tabea viele Werkzeuge an die Hand, die helfen können, uns auf unsere ganz persönliche, zu uns passende Art auszudrücken – sei es durch Sprache, Malerei, Tanz, Mode oder auch politischen Aktivismus. Tabea zeigt uns, wie wir Sprachlosigkeit und Gehemmtheit überwinden und für uns selbst einstehen – wie wir, im wahrsten Wortsinn, echt sein können und das auch nach außen zeigen.Zum Weiterhören und Stöbern:www.tabeafarnbacher.deTabea Farnbacher, Lautstark sein – Die eigene Stimme finden durch kreativen Selbstausdruck (Buch)Tabeas Kolumne in der Psychologie Heute: Psychotherapeutin in Ausbildung (www.psychologie-heute.de)Tabea Farnbacher, überwintern (Gedichtband)Die Titelmelodie dieses Podcasts findet ihr auf dem Album balance moods – Ein Tag in der Natur.Noch viel mehr Tipps zu einem bewussten Lebensstil findet ihr auf einfachganzleben.de.Besucht uns auch bei Facebook und Instagram.Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: einfachganzleben@argon-verlag.deIhr könnt Jutta auch direkt schreiben: jutta@juttaribbrock.deUnd ihr findet sie bei Instagram: @jutta_ribbrock Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Berthold Ecker brennt für die Kunst. So habe ich ihn kennengelernt und so habe ich ihn auch im Gespräch erlebt. Alternativlos war sein Weg in die Kunst und niemals wich er von seinem Weg ab. Dass das MUSA in Wien heute so dasteht, ist hauptsächlich ihm und seinem Team zu verdanken. Wir haben über besondere Momente gesprochen und auch über die Würze, die das Leben ausmacht. In unser beider Fälle ist das nunmal die Kunst und die Beschäftigung mit ihr. Seine Begeisterung ist ansteckend. Bei mir hat es funktioniert. Ich hoffe, bei Euch auch. Viel Spaß beim Hören und bitte meldet Euch, wenn es einen Grund dazu gibt... Fotocredit: Dietrich Sattmann Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at; Website: https://www.gieseundschweiger.at/ ; Redaktion: Fabienne Lubczyk, Lara Bandion; Musik: Matthias Jakisic; Sprecherin: Sarah Scherer; Grafische Gestaltung: Studio Riebenbauer
Anlässlich seiner Einzelausstellung Shh, die im September 2025 im mumok eröffnet wird, spricht die Kunsthistorikerin Sophia Roxane Rohwetter mit dem Künstler Tobias Pils. Sie unterhalten sich über die Entstehung der Ausstellung, seine ortsspezifische Installation in der Secession im Jahr 2013, die Präsenz historischer Formen in der zeitgenössischen Malerei sowie über seine Freundschaft mit Friederike Mayröcker. Diese Folge wurde am 30. Mai 2025 in der Secession aufgenommen. mumok Tobias Pils Shh 27.9.2025 – 12.4.2026 secession Tobias Pils Secession 23.11.2013 – 24.1.2014 Tobias Pils, 1971 in Linz geboren, zählt zu den spannendsten malerischen Positionen der Gegenwart. Unter Verwendung einer stark reduzierten Farbpalette schafft er Gemälde und Zeichnungen, die abstrakte und gegenständliche Momente zu assoziativen Bildwelten verweben. Was sich auf motivischer Ebene als eine Auseinandersetzung mit ebenso elementaren wie persönlichen Themen wie Geburt und Tod, Werden und Vergehen lesen lässt, verhandelt zugleich zentrale Fragen der Malerei: In Pils' Bilderkosmos führt eine malerische Markierung zur nächsten, ein Bild zu einem weiteren, so als würde auch die Malerei unausgesetzt ihren Tod und ihre Wiedergeburt inszenieren. Tobias Pils lebt und arbeitet in Wien. Sophia Roxane Rohwetter ist Autorin und Kunsthistorikerin und lebt in Wien. Derzeit lehrt und promoviert sie am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien. Zuvor war sie Kunstvermittlerin an der Secession. Ihre Texte erschienen unter anderem in Texte zur Kunst, Spike Art Magazine, Brand New Life, disclaim und re:visions. 2024 erhielt sie den erstmals vergebenen AICA-Preis für junge Kunstkritik. Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher & Bettina Spörr
(00:41) Zwischen Mensch und Maschine: Schweizer Museen loten die Rolle von Künstlicher Intelligenz aus. Weitere Themen: (05:18) «In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied»: Usama al Shahmani nimmt uns in seinem neuen Buch mit in den Irak. (10:08) Treibstoff Theatertage Basel: Das Nachwuchs-Festival bringt frische Theaterideen auf die Bühne. (14:44) Otto Waalkes zeigt den Künstler hinter dem Komiker – ein neues Buch gibt Einblick in seine Malerei.
Was macht eine tolle Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis? Wenn man mit jemandem unterwegs ist, der einem ein paar Rutschen legt, das Feuer der Begeisterung in einem entfacht. Sie sind auf der Suche nach so einem Menschen? Voilá: Suche beendet. Manuel Kreiner gehört zu den profiliertesten Kunstvermittlern des Landes. Vertrauen Sie mir. Türen werden sich öffnen und die Liebe zur Kunst wird wachsen. Ich selbst hatte schon einige Male das Vergnügen und eigentlich möchte ich ihn gar nicht mehr missen an meiner Seite. Also: gönnen Sie sich eine Führung mit Manuel Kreiner! Sie werden es nicht bereuen... kultur@mkreiner.at Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at; Website: https://www.gieseundschweiger.at/ ; Redaktion: Fabienne Lubczyk, Lara Bandion; Musik: Matthias Jakisic; Sprecherin: Sarah Scherer; Grafische Gestaltung: Studio Riebenbauer
Wenn es einen wie ein Blitz trifft, dann kann man nicht aus. So ergangen ist es mir vor ein paar Monaten in Linz. Ich stand inmitten wunderbarer, großer Keramiken von Elmar Trenkwalder. Und ich wollte mehr wissen. Ob mir das Gespräch mit dem Erschaffer dieser Skulpturen dabei geholfen hat? Natürlich. Denn jeder Gedanke bringt einen weiter auf dem Weg der Erkenntnis. Und wenn man jemandem lauschen kann, der den kompletten Zyklus vom ersten Gedanken hin zum fertigen Objekt durchgemacht hat, dann muss man nur genau zuhören und lernen. Viel Spaß Euch allen beim Lernen! Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at; Website: https://www.gieseundschweiger.at/ ; Redaktion: Fabienne Lubczyk, Lara Bandion; Musik: Matthias Jakisic; Sprecherin: Sarah Scherer; Grafische Gestaltung: Studio Riebenbauer
Ein Trierer Forscher entdeckt 1866 vermeintlich sensationelle römischer Funde an der Obermosel. Fake, wie sich herausstellt. Doch Heinrich Schaeffer bleibt auch nach Aufdeckung seines Handelns "erfolgreich" in seinem Wirken - allerdings diesmal am Mittelmeer. Der Historiker Alexander Hilpert kann im Podcast "Porta" von volksfreund.de mehr zum Trierer Fälscher erzählen.
Einst jagte er als jüngster Bundesanwalt der Schweiz Mafiosi, heute malt er monumentale Alpenpanoramen, die wie dreidimensionale Naturwunder erscheinen. Valentin Roschacher arbeitet mit meditativer Präzision: Bis zu zwölf Schichten trägt er mit einem Einhaarpinsel auf, 70 bis 80 Stunden pro Woche verbringt er in seinem Zürcher Atelier. Am Tag schafft er gut fünf Quadratzentimeter Fläche. Seine Lebensqualität sei heute deutlich höher, niemand mische sich mehr ein. Roschacher lebt von der Malerei: Seine Bilder erzielen beachtliche Preise auf dem Kunstmarkt. «Die Juristerei war immer meine mindere Fähigkeit», sagt der ehemalige Bundesanwalt, der stets wusste: «Sterben will ich als Kunstmaler.» Welche Musik Rochschacher beim Malen hört, warum die Malerei das grosse Drama seiner Familie ist und warum seine Arbeitsgwändli von Armani, Cerutti und Boss stammen, erzählt er Simon Leu in «Musik für einen Gast». Die Musiktitel: 1. Mezzoforte - Garden Party 2. Frédéric Chopin - Polonaise As-Dur op. 53 Maurizio Pollini, Klavier 3. Gustave Charpentier - Depuis le jour, aus der Oper «Louise» Anna Netrebko, Sopran; Prague Philharmonie; Emmanuel Villaume, Leitung 4. Michael Ball - Empty Chairs at Empty Tables, aus dem Musical «Les Misérables» 5. Sergei Rachmaninov - Variation 18, Rhapsodie über ein Thema von Paganini Andrei Gavrilov, Klavier; Philadelphia Orchestra; Riccardo Muti, Leitung
Probst, Carsten www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Schildbach, Linda www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Eigentlich war ihr Weg vorgezeichnet. Schließlich stand Ameli Neureuther schon als Zweijährige auf Ski. Doch die Tochter der Skilegenden Christian Neureuther und Rosi Mittermaier tauschte Bretter gegen Mode und Malerei. Heise, Katrin www.deutschlandfunkkultur.de, Im Gespräch
Hondl, Kathrin www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
In ihrer Abschiedssendung trifft Eva Wannenmacher eine der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen: Katharina Grosse inszeniert in diesem Jahr ein Werk auf dem Messevorplatz der Art Basel. Farbenprächtig und so schillernd wie die Highlights der letzten 21 Jahre «Kulturplatz» mit Eva Wannenmacher. Es ist womöglich das grösste Bild, dass Katharina Grosse jemals hergestellt hat. Die Deutsche ist zur diesjährigen Art Basel eingeladen, um den Messevorplatz in ein übergrosses Kunstwerk zu verwandeln. Typisch für Grosse sind Farbflächen, die sie über Häuser und Landschaften sprayt und die dabei oft einen Sog erzeugen. Katharina Grosse zählt zu den einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit. Wenn Katharina Grosse loslegt, dann ist das – trotz der gigantischen Flächen, ein kleiner, beinah intimer Akt. Dabei lässt sie sich nicht gerne über die Schulter gucken. Für den «Kulturplatz» macht sie eine Ausnahme und lässt sich über die Schulter schauen. Für Eva Wannenmacher ist es die letzte Moderation für den «Kulturplatz». 21 Jahre prägte sie die Sendung mit. Zum Abschied ein paar Highlights aus dem Archiv.