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In dieser Episode geht es um die Jury-Teilnehmer*innen 2026. Wir sind schon sehr gespannt, welche Bücher auf dem Tisch liegen werden. Martin Rosner und Andy Scholz haben zwar keine Stimme in der Jury, stellen aber jedes Jahr eine hochkarätige Jury mit renommierten Foto-Kunst-Buch-Expert*innen zusammen. In alphabetischer Reihenfolge: Laura Ettel ist Fotografin und Kamerafrau sowie Kuratorin für die Leica Galerie Wien. Sie studierte Bildtechnik und Kamera an der Filmakademie Wien und Fotografie an der Akademie der bildenden Künste Wien. https://leica-camera.com/ Dr. Katharina Günther studierte Kunstgeschichte und wurde 2019 mit einer Arbeit über Francis Bacons fotografische Quellen von der Universität zu Köln promoviert. Gegenwärtig arbeitet sie als Kuratorin am »Zentrum für verfolgte Künste« in Solingen. https://katharinaguentherfineart.com/ Hans-Michael Koetzle ist seit den 1990er Jahren immer wieder in der Fotobuchpreis-Jury sowie Autor zahlreicher Publikationen und Essays über Fotografie. 2022 erhielt er den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Er lebt in München. https://www.instagram.com/dgph_ev Uta Kopp studierte an der FH Mainz und an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 2003 arbeitet sie im Bereich der Buchgestaltung und begleitet Publikationen von der konzeptionellen Entwicklung bis zur Herstellung. Sie lebt in Köln. https://www.utakopp.de/aktuell.html Prof. Lotte Reimann (they/them) studierte an der Fachhochschule Bielefeld und an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam. Seit 2025 hat Lotte die Professur für »Fotografie und Identität« an der Hochschule München inne und lebt in Berlin sowie München. https://www.lottereimann.de Prof. Dr. Bernd Stiegler ist Professor für »Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt 20. Jahrhundert im medialen Kontext« an der Universität Konstanz. Er ist insbesondere zuständig für die Kategorie »Fototheorie und Essayistik«. https://www.litwiss.uni-konstanz.de/germanistik/personen/personen-a-z/prof-dr-bernd-stiegler/ - - - Episoden-Cover-Gestaltung: Andy Scholz Episoden-Cover-Foto: Andy Scholz - - - Link zu unserem Newsletter: https://deutscherfotobuchpreis.de/newsletter/ - - - Idee, Produktion, Redaktion, Moderation, Schnitt, Ton, Musik: Andy Scholz Der Podcast ist eine Produktion von STUDIO ANDY SCHOLZ 2020-2026. Andy Scholz wurde 1971 in Varel geboren. Er studierte Philosophie und Medienwissenschaften an der Universität Düsseldorf, Kunst und Design an der HBK Braunschweig und Fotografie/Fototheorie an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er ist freier Künstler, Autor und Dozent. Seit 2012 unterrichtet er an verschiedenen Instituten, u.a.: Universität Regensburg, Fachhochschule Würzburg, North Dakota State University in Fargo (USA), Philipps-Universität Marburg, Ruhr Universität Bochum, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. 2016 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter und Kurator vom INTERNATIONALEN FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER, das er gemeinsam mit Martin Rosner gründete. Im ersten Lockdown im Juni 2020 begann er mit dem Podcast und seit 2022 ist er Organisationsleiter vom Deutschen Fotobuchpreis, der ins INTERNATIONALE FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER in Regensburg integriert wurde. Er lebt und arbeitet in Essen-Rüttenscheid (Ruhrgebiet). https://fotografieneudenken.de/ https://www.instagram.com/fotografieneudenken/ https://festival-fotografischer-bilder.de/ https://www.instagram.com/festivalfotografischerbilder/ https://deutscherfotobuchpreis.de/ https://www.instagram.com/deutscher_fotobuchpreis/ https://andyscholz.com/ https://www.instagram.com/scholzandy/
Vom 11. bis zum 27. Juni findet in Zürich etwas Besonderes statt: das KIN Festival. Ein Thema beschäftigt Gesamtleiterin Marah Rikli dabei besonders: das Leben mit Behinderung. Sie ist Autorin, Kuratorin und Aktivistin sowie Mutter eines Kindes mit einer kognitiven Entwicklungsstörung. Sie weiss aus eigenem Erleben, was es bedeutet, eine Behinderung zu haben, aber auch was es heisst, behindert zu werden – durch die Ausgrenzung von anderen. Aber Behindertenrechte sind Menschenrechte, und Menschenrechte gehen alle an, auch diejenigen, die meinen, nicht oder noch nicht betroffen zu sein. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen einiges verbessert. Aber diese Fortschritte bedroht – durch Kosten-Debatten und durch Angriffe von rechts aussen. Deshalb ist es wichtig, sich politisch für Behindertenrechte einzusetzen. Eine Grundlage dafür ist ein Menschenbild, das Vielfalt zulässt und begrüsst. Es ist also auch notwendig, neue und bessere Menschen-Bilder zu malen. Was die Kunst dazu beiträgt, darüber kann Marah Rikli begeisternd erzählen. Das hat bei mir so einige theologischen Assoziationen ausgelöst. Das RefLab ist Partnerin des KIN-Festivals, insbesondere für ein Podiumsgespräch: Verbundenheit in Gesellschaft, Kultur- und Glaubensräumen: Gemeinsam sprechen die Autorin Ivna Žic, Geneva Moser (Co-Redaktionsleiterin der Zeitschrift «Neue Wege») und Hannan Salamat. Fr, 19. Juni 2026, 19-20.10 Uhr. Mehr Infos zum KIN-Festival: https://kinshipfestival.ch/
Wir haben uns mal wieder einen Gast in den Podcast eingeladen und sprechen diese Folge mit Filmemacherin, Kuratorin und Kulturschaffenden Sandra Riedmair über das Konzept und Projekt der “Faulen Frauen”. Zusammen mit ihren Kolleg:innen Johanna Pigors (Filmemacherin), Carla Gesthuisen (Filmemacherin & Schauspielerin) und Lotta Hench (Bühnenbildnerin) erforscht sie, was die faule Frau eigentlich ist oder seien kann, wieso die Begriffe “faul” und “Frau” so schwer zusammenzudenken sind und warum es in der Kunst kaum Repräsentation von faulen Frauenfiguren gibt. Wir sprechen über diese (fehlenden) Filmräume, über Märchen, Literatur und die Gesellschaftsstrukturen, die das Bild der (faulen) Frau durch die Geschichte geprägt haben und noch heute tun.
Jenni Zylka, Jahrgang 1969, ist eine Allrounderin. Journalistin, Autorin, Moderatorin, Jurorin, Kuratorin, unter anderem bei der Berlinale und einiges mehr. Jetzt hat sie ein Buch über einen der größten Filmstars des 20.Jahrhunderts geschrieben: Marylin Monroe, die am 1.Juni 100 Jahre alt würde, wäre sie nicht schon 1962 mit gerade mal sechsunddreißig gestorben.
Die Ausstellung „Horizontal. Das Krankenbett und die Welt im Liegen“ ist vom 29. Mai 2026 bis zum 2. Februar 2027 im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité zu sehen. Neben der kulturhistorischen Betrachtung des Krankenbetts beschäftigt sich die von der Kulturstiftung der Länder geförderte Ausstellung auch mit den Erfahrungen chronisch kranker Menschen. Monika Ankele, Direktorin des Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité und Kuratorin der Ausstellung, spricht im Interview mit Hans-Georg Moek über die Hintergründe der Ausstellung, über die veränderte Wahrnehmung von Welt und Selbst im Liegen, über Protestformen im Liegen, Liegen als Therapie, das Krankenbett als Ort der sozialen Interaktion und gesellschaftlichen Teilhabe oder die medizinhistorische Dimension des Krankenbettes.
Die australische Performer:in, Flötist:in und Komponist:in Phoebe Bognár prägt die experimentelle Musikszene in Basel. International spielt sie an Festivals sowie mit namhaften Ensembles. Ihre multimedialen Performances verbinden Klang, Körper, Raum und Bewegung. Talk (03:17): Ich treffe Phoebe Bognár am Hundestrand im Basler Quartier St. Alban. Sie liebt Hunde und das Sitzen am Rhein – zu jeder Jahreszeit. Das Ufer passt zu ihr. Als Performer:in an der Flöte und mit Elektronik beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit mit Fluss, Luft und Strom. Sie erzählt, dass sie ursprünglich gar nicht Flöte spielen wollte und dass ihre Kompositionen immer mit Texten beginnen, die Menschen gewidmet sind. So auch zwei Stücke für ihre Grossmütter in Hongkong und Ungarn. Wochenrückblick (25:22): Ein Blick auf Richard Wagner und seine Zeit in Luzern. Ausserdem: der Zürcher Kunstpreis geht an die Musikerin und Performancekünstlerin Erika Stucky. Im Filmbereich sorgt der neue Kinofilm «Primavera, Vivaldi und ich» für Aufmerksamkeit – eine poetische Auseinandersetzung mit Musik, Erinnerung und Identität. Neu in meiner Playlist (40:25): Die Basler Singer-Songwriterin Cori Nora präsentiert ihr neues Album «Pleasure and Focus». Darin verbindet sie Jazz-Einflüsse mit Indie-Pop und versteht Musik als offenen, gemeinsamen Raum – intim, atmosphärisch und zugleich kraftvoll. Mit ihrer ruhigen, klaren Stimme und verspielten Beats schafft sie ein musikalisches Mantra: sich Zeit nehmen, durchatmen und den Fokus nach innen richten. Konzerttipp (45:36): Der niederländische Pianist Joep Beving, eine feste Grösse der Neoklassik, bringt seine minimalistisch-poetischen Klavierstücke in die Tonhalle Zürich. Ein Abend der leisen Töne – am Dienstag, 19. Mai. Musikfrage der Woche (48:58): Was ist das lauteste Instrument der Welt? Schlagzeug, Orgel, Trompete oder Piccolo? Eine Frage rund um Lautstärke, Klangphysik und Wahrnehmung von Musik. Jaronas Scheurer mit Isabel Münzner, Kuratorin der Musikinstrumentensammlung des historischen Museums Basel.
Künstler und Secessionsmitglied Peter Sandbichler spricht mit Angela Stief (Direktorin der Albertina Modern), die seine Arbeit seit den frühen 2000er-Jahren intensiv begleitet und mehrfach mit ihm gearbeitet hat. Im Gespräch widmen sie sich Sandbichlers skulpturaler Praxis, die sich, wie Stief formuliert, „einer eindeutigen Kategorisierung entzieht“ und zugleich von einem tiefen Interesse an Architektur und öffentlichem Raum geprägt ist. Unter anderem spricht Sandbichler darüber, wie ihn Denken und Werk von Buckminster Fuller beeinflusst haben, sowie über sein Interesse an Kunst im öffentlichen Raum, die unmittelbare Begegnungen mit Kunst ermöglicht, große Sichtbarkeit schafft und die Chance bietet, ein sehr vielfältiges Publikum zu erreichen – verbunden mit einem Moment des Zufalls und der Unkontrollierbarkeit. Das Gespräch wurde am 22. Jänner 2026 in der Secession aufgezeichnet. Peter Sandbichler, geboren 1964 in Kufstein, lebt in Wien. Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien bei Wander Bertoni, anschließend Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Bruno Gironcoli sowie Neue Medien an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main bei Peter Weibel. 1995 Österreichischer Pavillon auf der Biennale di Venezia. Sandbichler ist ein konzeptueller Bildhauer, der gesellschaftspolitische Themen mit grundlegenden Fragen nach der skulpturalen Ästhetik, nach Fläche, Raum und Zeit genauso wie nach Material, Form und Verfahren verknüpft. Mit unterschiedlichen Medien erzeugt er raumgreifende Objekte, Installation wie auch architektonische Interventionen im öffentlichen Raum. Dabei agiert der Künstler an der Schnittstelle von Deformation und Perfektion. Er operiert mit Strukturen, Ornamenten und Rastern, zerlegt diese und generiert neue Ordnungen. www.petersandbichler.com Angela Stief, geboren 1974 in Augsburg (D) ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kulturpublizistin. Sie studierte Kunstgeschichte und Philosophie. Von 2002 bis 2013 war sie Kuratorin in der Kunsthalle Wien. 2020 übernahm sie die Gastprofessur für kuratorische Praxis an der Universität Linz. Seit 2020 arbeitet sie in der Albertina und wurde 2021 zur Direktorin der Albertina Modern und Chefkuratorin für Kunst der Gegenwart in der Albertina berufen. Sie verfasst zahlreiche Beiträge über Gegenwartskunst für Monografien, Kataloge und Magazine. Ausgewählte Ausstellungen: KAWS. Art&Comix, Franz West (2026), Jenny Saville, Brigitte Kowanz (2025), Eva Beresin, The Beauty of Diversity (2024), Katharina Grosse (2023), Ways of Freedom. Jackson Pollock bis Maria Lassnig (2022), The 80s (2021), Anna Zemánková (2020), Josef Karl Rädler (2018), Leigh Bowery (2013), POWER UP – Female Pop Art (2010), Wangechi Mutu (2008). Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher & Bettina Spörr
Die Jury ist zurückgetreten, eine Künstlerin und eine Kuratorin verstorben, und Florentina Holzingers Team badet im Urin der Besucher: Dennoch hat die Biennale von Venedig alles zu bieten, was man von Kunst erwarten darf und sorgt zudem für Aufsehen. Seidel, Änne www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
So wenig Koyo Kouoh der breiten Öffentlichkeit bekannt ist, so gross ist sie in der Kunstwelt. Koyo Kouoh aus Neuenhof im Kanton Aargau hat die zeitgenössische Kunst entscheidend geprägt. Während Jahren hat sie eines der wichtigsten Kunstmuseen in Afrika geführt: das Zeitz-MOCAA-Museum in Kapstadt. Sie hätte auch die Kunstbiennale in Venedig leiten sollen – als erste Schwarze Frau überhaupt. Diesen Lebenstraum konnte sie nicht mehr verwirklichen. Vor einem Jahr ist Koyo Kouoh überraschend verstorben. Trotzdem steht die Biennale, die dieses Wochenende eröffnet, ganz im Zeichen ihres Wirkens. Warum das so ist, erzählt Barbara Achermann, stellvertretende Chefredaktorin beim «Magazin». Sie kannte Koyo Kouoh gut und hat die Kunstkuratorin kurz vor ihrem Tod eine Woche lang begleitet. Heute ist sie zu Gast in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos». Host: Philipp Loser Produzentin: Jacky Wechsler Der Text von Barbara Achermann: Die sieben Weisheiten der Koyo Kouoh Unser Tagi-Spezialangebot für Podcast-Hörer:innen: tagiabo.chHabt ihr Feedback, Ideen oder Kritik zu «Apropos»? Schreibt uns an podcasts@tamedia.ch Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.
Gabriele Heins ist Chefredakteurin eines der prägendsten und einflussreichsten kulinarischen Magazine unserer Republik. Der Titel klingt nach Büro, nach Redaktionskonferenz, nach dem Geruch von kaltem Kaffee und überhitzten Druckern. Und doch eines vorweg: Der Titel lügt, denn vielmehr ist sie eine Architektin von Momenten, eine Kuratorin des Unübersehbaren, eine Frau, die den Unterschied zwischen Leben und Lebensqualität nicht akademisch versteht, sondern physisch – mit allen verfügbaren Sinnen gleichzeitig, gefühlt rund um die Uhr, ohne Grenzen. Ihr Magazin ist kein Heft. Es ist ein Argument. Das Argument lautet: Genuss ist keine Dekadenz, sondern Demokratie. Und wer behauptet, keine Zeit für das Gute im Leben zu haben, hat schlicht die falschen Prioritäten. Du hättest Dir Gabriele Heins sehr wahrscheinlich, falls Du sie nicht persönlich kennst, anders vorgestellt. Vermutlich schärfer. Vermutlich kälter. Eine Frau, die seit 25 Jahren durch die Katakomben des deutschen Gourmet-Journalismus marschiert, Wettbewerbe juriert und Chefköche interviewt, sollte nach der Erwartung vieler die freundliche Wärme einer Schiefergrube ausstrahlen. Nach der Episode weißt Du: Du lagst falsch. Das kommt vor. Gabriele Heins ist seit März 2024 Chefredakteurin des Feinschmecker – Deutschlands stilprägendem kulinarischen Lifestyle-Magazin des Jahreszeiten Verlags – und das ist ungefähr so, als würde man sagen, Keith Richards spiele ein bisschen Gitarre. Technisch korrekt. Fundamental unzureichend. Sie ist in Bremen aufgewachsen, studierte Germanistik, Romanistik, Publizistik und Geschichte in Göttingen, Bordeaux und Hamburg. 1999 wechselte sie zum Jahreszeiten Verlag – zunächst als Reiseredakteurin, später als Ressortleiterin Food, Wein & Lifestyle. Fünfundzwanzig Jahre. Das bedeutet: Sie hat den Feinschmecker nicht übernommen. Sie hat ihn von innen heraus verstanden – Ausgabe für Ausgabe, Verkostung für Verkostung, Druckfahne für Druckfahne – bis zu dem Moment, wo die Leitung des Magazins keine Beförderung mehr war, sondern eine logische Konsequenz. Nicht als Bürotier. Nicht als Konzeptverwalterin. Als Frau, die ihren Beruf als Feldarbeit versteht, als fortlaufende, niemals abgeschlossene Recherche in dem größten und chaotischsten Labor der Welt: dem menschlichen Appetit. Und dabei langweilt sie Mittelmäßigkeit auf eine Weise, die sie körperlich anstrengt. Sie sucht das Echte, das eine Reportage über die Sardinenkonservenfabriken mit derselben Begeisterung vermittelt wie ein Profil über einen Drei-Sterne-Koch. Und irgendwo zwischen der ersten und zweiten Seite, zwischen dem zweiten und dritten Schluck, zwischen dem Ende eines langen Tages und dem Beginn einer neuen Idee – lächelt sie.
Kann Kunst demokratisch sein? Ja, meint die Kuratorin und Wandgestalterin Meike Schade. Anfang 2026 hat sie in der Drostei die Ausstellung "Faces of Urban Art" kuratiert und damit einen Meilenstein gesetzt. Gästebucheinträge von "skeptisch gekommen, begeistert gegangen" bis "übelstkrassgeil" zeugen von generationsübergreifender Begeisterung. Darüber spricht sie in dieser Folge mit Stefanie Fricke. Aber auch darüber, dass Urban Art im ländlichen Raum keinen Widerspruch darstellt, über Kollateralgewinne von künstlerischer Wandgestaltung und vieles mehr. Hier die in der Folge erwähnten Links:https://rural-mural-kunstprojekt.jimdosite.com/https://wandkunst.my.canva.site/
Ein verschwundenes Original, eine täuschend echte Fälschung und drei Ermittler, die im Dunkeln tappen – zumindest teilweise. In dieser Episode von Playthrough führt Toby unsere drei Ermittler Daniel, Peter und Philipp durch den zweiten Akt des Nagaraja-Falls des innovative Rätselspiel Perspectives von Matthew Dunstan und Dave Neale (auf Deutsch im Vertrieb von Asmodee).Ein unbezahlbares Artefakt wurde gegen eine Fälschung ausgetauscht, und alle Augen richten sich auf eine Hauptverdächtige: Anjali Yadav. Die Beweislage im Museum von Neudehli scheint erdrückend – ein roter Mantel auf den Überwachungskameras und eine dunkle Vergangenheit in der Kunstfälschung machen die Kuratorin zur perfekten Zielscheibe.In dieser Folge stürzen sich Toby, Daniel, Phil und Pete in den zweiten Akt des Krimi-Spiels Perspectives. Doch während die Ermittler die Akten wälzen, stoßen sie auf Ungereimtheiten, die nicht ins Bild passen. Was hat ein indischer Wetterbericht mit der Glaubwürdigkeit einer Videoaufnahme zu tun? Warum spielt ein digitaler Grafikfehler auf „PC6“ plötzlich eine Schlüsselrolle? Und wie konnte ein banaler Versandkatalog zur wichtigsten Spur werden?Das Team muss heute messerscharf kombinieren, um zwischen manipulierten Daten und echten Alibis zu unterscheiden. Erleben Sie eine investigative Achterbahnfahrt zwischen 7-Segment-Anzeigen und kryptischen E-Mails. Wird Anjali Yadav zu Recht beschuldigt, oder zieht im Hintergrund jemand ganz anderes die Fäden? Rätselt mit und findet heraus, ob unser Team den Zeitstempel-Trick rechtzeitig durchschaut!Jetzt reinhören und mitkombinieren!
Nein, es geht in diesem Podcast nicht um TRIO (da hieß es "Da da da"), sondern um Dadaismus. Dr. Katharina Günther ist Kuratorin im Solinger Zentrum für verfolgte Künste, wo vom 09.05.13.09.2026 die Ausstelliung "Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!" sich der Kunstbewegung Dada widmet. Die war vor 110 Jahren antibürgerlich, anarchistisch und pazifistisch und nahm damit von der Attitüde her durchaus schon Punk vorweg. In diesem Podcast erfahrt ihr, was genau es mit Dada auf sich hatte – und wo und wie Dada heute weiterlebt. Das ist der Podcast des Ox Fanzine. Das ist ein gedrucktes Magazin für Punkrock, Hardcore und andere spannende Musik. Das Heft gibt es seit 1989, und alle zwei Monate erscheint eine neue Ausgabe. Neugierig? Hier findest du alle Infos: https://wonderl.ink/@oxfanzine
Seit über 20 Jahren setzt sich die Zürcher Sängerin, Komponistin und Elektronikkünstlerin Joana Aderi mit dem Vertonen von psychischen Störungen auseinander. Nur in der Musik kann sie die Widersprüchlichkeiten ausdrücken, die sich hinter Schlagworten wie Trauma, Depression und Isolation verbergen. Ihre tiefe Faszination für seelische Abgründe hat Aderia dann auch zu ihrem zweiten beruflichen Standbein der Musiktherapeutin geführt. Mehr noch: die knapp 50jährige hat nun auch noch ein Psychologiestudium angefangen. Trotz ihres dichten Zeitplans hat Aderi die Zeit gefunden, als Kuratorin des diesjährigen «Taktlos» in Zürich drei Tage Musik zu programmieren. Warum sie diese Arbeit ganz besonders liebte, wie sie ihre Tätigkeit als Musiktherapeutin zu Musik inspiriert und warum sie leidenschaftlich gerne klettert, davon erzählt Joana Aderi bei einem Spaziergang im Zürcher Stadtwald. 00:32 – Talk Ein vorwitziger Specht, Schonzeit im Frühlingswald und spontaner Blütenregen: mit Joana Aderi unterwegs im Stadtwald hoch über Zürich 27:01 – Neu in meiner Playlist Elina Duni bringt die albanischen Volkslieder ihrer Kindheit zusammen mit Chanson und Jazz. Ihr neues Album beginnt sie überraschend mit einem US-Klassiker: Im Duo mit dem Gitarristen Rob Luft gelingt ihr eine intime Weiterentwicklung von «Reaching for The Moon». 33:17 – Wochenrückblick (Zeitpunkt der Aufnahme: Freitag, 24.04., 12 Uhr) Hunderte Statuen von Mozart in Salzburg, eine Geigensolistin mit Nerven aus Stahl und 40'000 Vinylplatten zum Stöbern: ein Kloster im Unterwallis verkauft seine Sammlung an einem Flohmarkt. 45:03 – Musikfrage Beim Stimmen zu Beginn eines Konzerts: Warum gibt da ausgerechnet die Oboe den Ton an, Matthias Arter? 51:58 – Konzert-Tipp Ein wiederentdeckter Leuchtturm der Schweizer Romantik: ein Konzert zum 200. Jubiläum des Winterthurer Komponisten Johann Carl Eschmann.
40 Jahre Tschernobyl (5): Zukunftstechnologie oder Sackgasse? Mit: Susanne Rehn-Taube, Kuratorin der Abteilung Chemie und Frank Dittmann, Kurator der Abteilung Energietechnik, Starkstromtechnik und Automation, Deutsches Museum München. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 24.4.2026.
40 Jahre Tschernobyl (4): Hoffnungen und Widerstand. Mit: Susanne Rehn-Taube, Kuratorin der Abteilung Chemie und Frank Dittmann, Kurator der Abteilung Energietechnik, Starkstromtechnik und Automation, Deutsches Museum München. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 23.4.2026.
40 Jahre Tschernobyl (3): Probleme und Katastrophen. Mit: Susanne Rehn-Taube, Kuratorin der Abteilung Chemie und Frank Dittmann, Kurator der Abteilung Energietechnik, Starkstromtechnik und Automation, Deutsches Museum München. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 22.4.2026.
Kuratorin Kathrin Dünser zu "Museum auf Rezept". Kultur auf Krankenschein oder Kunst als Medikament? Zahlreiche Sudien belegen: ein Museumsbesuch kann heilende Wirkung entfalten. Deshalb hat das vorarlberg museum das Projekt "Museum auf Rezept" ins Leben gerufen und damit ein vielbeachtetes österreichweites Pilotprojekt gestartet. Vorarlberger Ärztinnen und Ärzte können seither ihre Patientinnen zwecks Erholung, Stressabbaus und Sinnstiftung ins Museum schicken. Initiiert hat dieses Projekt Kathrin Dünser, Kuratorin am vorarlberg museum. In diesem Podcast spricht sie über ernüchternde Anfänge, euphorische Resonanz und mögliche Zukünfte. Sendehinweis: ORF Radio Vorarlberg am 22.04.2026.
40 Jahre Tschernobyl (2): Anlaufschwierigkeiten. Mit: Susanne Rehn-Taube, Kuratorin der Abteilung Chemie und Frank Dittmann, Kurator der Abteilung Energietechnik, Starkstromtechnik und Automation, Deutsches Museum München. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 21.4.2026.
40 Jahre Tschernobyl (1): Pionierzeit. Mit: Susanne Rehn-Taube, Kuratorin der Abteilung Chemie und Frank Dittmann, Kurator der Abteilung Energietechnik, Starkstromtechnik und Automation, Deutsches Museum München. Gestaltung: Andreas Wolf. Sendung vom: 20.4.2026.
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Bei Tamizdat-Radio spricht Lösha mit der Kuratorin der Ausstellung „WAHRHEIT ODER PFLICHT. Militarisierung und Sinnlichkeit“, Marina Gerber. Die Ausstellung war am vergangenen Wochenende in der Gallery Frappant in Altona zu sehen. Im Mittelpunkt standen Fragen nach der Militarisierung der deutschen Gesellschaft, Wehrpflicht und Desertion. Beteiligt waren die Künstler:innen Julian Angermann, Leonid Kharlamov, Stewart Martin, Jakob Offermann, Jannick Piskorski, Raquel Sainz de Recalde und Luis Gal Iglesias sowie die Wissenschaftler:innen Alexandra Fedorenko und Alexey Markin. Im Radiobeitrag hört ihr außerdem ein Musikstücks „Military Studies after Ludwig van B.“ von Jannick Piskorski, das im Rahmen der Ausstellung aufgeführt wurde. https://frappant.org/en/artikel/news/wahrheit-oder-pflicht-militarisierung-und-sinnlichkeit/ https://drapolave.de/tamizdat-radio/
Wie immer in unter 10 Minuten stellen dir die beiden Hosts des plazy-Podcasts "places to go", Kathrin Sander und Inka Schmeling, einen ganz besonderen Ort vor: diesmal das St. Annen-Museum in Lübeck. Im Kreuzgang eines mehr als 500 Jahre alten Klosters kannst du hier Kunstschätze aus dem Mittelalter anschauen. Und ein Stockwerk drüber gibt's Einblicke in das Alltagsleben hinter den ehrwürdigen Backsteinfassaden der Häuser hier auf der Lübecker Altstadtinsel. Was für Trinkrituale es damals gab, wie vor 500 Jahren ein Kühlschrank aussah oder was auf dem Speisezettel eines Armenhauses im 18. Jahrhunderts stand: All das erfährst du in dieser Episode. Interview-Gast ist Anna Lena Frank, Kuratorin des Museums – sie verrät uns u.a., welches Exponat man hier im Haus unbedingt gesehen haben sollte.
March, Leonie www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Jana PuglierinWER VERTEIDIGT EUROPA?Ohne Schutzschild der USA braucht Europa Ideen für die eigene (Selbst-)SicherheitZiehen sich die USA mittelfristig aus Europa zurück, wie es unter Donald Trump den Anschein hat? Dann werden sich die Europäer gegen einen Angriff kaum effektiv verteidigen können. So lautet die Analyse von Jana Puglierin, Leiterin des Berlin-Büros des European Council for Foreign Relations ECFR. In ihrem Buch „Wer verteidigt Europa?“ zeigt die Außenpolitik-Expertin die Bedrohungen, mit denen Europa konfrontiert ist: konventionell, hybrid, atomar. Davon ausgehend rät sie, was jetzt dringend geschehen muss, damit Europa verteidigungsfähiger wird – und warum genau das der richtige Weg ist, um von vornherein zu verhindern, dass ein russischer Angriff Realität wird.Im Gespräch mit Jana Puglierin werden folgende Fragen diskutiert: Welche militärischen und nicht-militärischen Fähigkeiten die Europäer brauchen, um im Ernstfall Europas Verteidigung garantieren zu können. Nach Jahrzehnten pazifistischen Denkens stellen sich 2026 erschreckende, aber auch notwendige Fragen: Sollten EU-Staaten ein stehendes Heer finanzieren? Muss der Wehrdienst verlängert werden? Was bedeuten hybride Kriegsführung und Drohnenkriege für Staatshaushalte? Und: Brauchen friedliche Demokratien wie Deutschland Atomwaffen zur Abschreckung? Jana Puglierin, ist Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations und eine der profiliertesten deutschen Expertinnen zum Thema Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland. Seit 2023 ist sie Mitglied des Beirats der Bundesregierung für zivile Krisenprävention und Friedensförderung. In ihrer Handelsblatt-Kolumne «Geoeconomics» sowie in Talkshows und Beiträgen für diverse Medien kommentiert sie regelmäßig das Zeitgeschehen.Tessa Szyszkowitz ist eine österreichische Journalistin, Autorin und Historikerin („Trauma und Terror“, Böhlau, 2008). Ihr jüngstes Buch: „Echte Engländer – Britannien und der Brexit“, (Picus, 2018) Sie ist Distinguished Fellow am britischen Verteidigungs-ThinkTank Royal United Services Institute RUSI in London und Kuratorin des Kreiskyforums.
Nachdem zwei Terroristen das Hanukkah-Fest am Bondi Beach überfielen und 15 Menschen töteten, schickte die Welt Blumen. Jetzt verwandeln eine jüdische Künstlerin und eine Kuratorin diese Sträuße – Blatt für Blatt – in ein Mahnmal, das die Tragödie überdauern soll.
In der Kunsthalle Tübingen ist aktuell die Ausstellung „Dancing with Reality“ von Alex Katz zu sehen. Im Gespräch mit Dr. Nicole Fritz, Direktorin der Kunsthalle und Kuratorin der Ausstellung, entsteht ein klarer Zugang zu einem Werk, das seit über sieben Jahrzehnten entsteht und heute aktueller wirkt denn je. Im Mittelpunkt stehen zentrale Aspekte der Malerei von Alex Katz: die Konzentration auf den flüchtigen Moment, die Reduktion auf klare Formen und die besondere Spannung zwischen Oberfläche und Wahrnehmung. Seine Bilder wirken unmittelbar und entwickeln ihre Wirkung oft erst im zweiten Blick. Ausgehend von der vorherigen Ausstellung zu Joseph Beuys und „Bewohnte Mythen“ wird ein Spannungsfeld sichtbar zwischen gesellschaftlichem Anspruch und unmittelbarer Wahrnehmung. Beide Positionen eröffnen unterschiedliche Wege, sich mit Gegenwart und Menschlichkeit auseinanderzusetzen. Die Folge verbindet Ausstellung, Kunstgeschichte und aktuelle Fragen unserer Zeit und macht nachvollziehbar, warum Alex Katz heute eine so große Relevanz hat.
Der Künstler Hans Schabus, der in der Secession zweimal ausstellte und im Vorstand tätig war, und die dort langjährig tätige Kuratorin Kathrin Rhomberg sprechen über die Secession als Bezugsraum der eigenen Arbeit, über die Bedeutung der konfrontativen, provokanten Energie der Kunst als Ort der Handlung – und den Ausstellungsraum als Ort der die unmittelbare Erfahrung dieser Kraft ermöglicht. Sie sprechen auch über Schabus' Ausstellung im Grafischen Kabinett 1996, die er in das darunterliegende Ver-Sacrum-Zimmer erweiterte und – sichtbar nach außen durch das Vernageln der Fenster der beiden Räume an der Fassade – verband, sowie über seine mittlerweile legendäre Ausstellung Astronaut (Komme gleich), bei der er 2003 den Zugang zum Hauptraum zugemauert hat. Seine intensive Beschäftigung mit dem Untergrund als Verkörperung einer verkehrten Utopie führte damals nicht nur dazu, die Repräsentationsidee des vermeintlich ersten White Cubes zu brechen und zum Verschwinden zu bringen. Sie mündete auch in mehreren Kurzfilmen, darunter Western, den er 2002 in der Wiener Kanalisation drehte und Astronaut (2003), im von ihm errichteten Tunnelsystem in der Secession. Das Gespräch wurde am 28. Jänner 2026 in der Secession aufgezeichnet. Hans Schabus wurde 1970 in Watschig / Österreich geboren und lebt in Wien. Von 1991 bis 1996 studierte er Bildhauerei bei Bruno Gironcoli an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seit 2012 unterrichtet er an der Universität für angewandte Kunst, wo er die Abteilung für Skulptur und Raum leitet. Hans Schabus zeigt seine Arbeiten seit 1992 im nationalen wie internationalen Kontext. Kathrin Rhomberg ist eine in Wien ansässige Kuratorin. Seit 2014 ist sie Vorstandsvorsitzende und künstlerische Leiterin der Kontakt Sammlung. Zuvor war sie Kuratorin und Leiterin des Ausstellungsbüros der Secession Wien sowie Direktorin des Kölnischen Kunstvereins in Köln. Sie kuratierte unter anderem 2009 den tschechisch-slowakischen Pavillon (Roman Ondak) bei der 53. Biennale von Venedig, die 6. Berlin Biennale 2010, den Pavillon der Republik Kosovo (Petrit Halilaj) bei der 55. Biennale von Venedig 2013 und war 2000 Ko-kuratorin der Manifesta 3 in Ljubljana, von Projekt Migration, Köln (2002–06), Former West—Documents, Constellations, Prospects, HKW, Berlin (2012), Das Bauhaus in Kalkutta im Bauhaus Dessau (2013), der Retrospektive von Július Koller im Museum Moderner Kunst in Warschau (2015) und im Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien (2016) sowie der Retrospektive von Edi Hila im Museum Moderner Kunst in Warschau (2018) und in der Nationalgalerie in Tirana (2018). Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher
In diesem Gespräch mit der Kuratorin und Kunsthistorikerin Lisa Ortner-Kreil spricht Hans Kupelwieser über seine langjährige Verbindung zur Secession, wo seine Arbeiten bereits 1981 in der von Peter Weibel und Anna Auer kuratierten Ausstellung Erweiterte Fotografie [Extended Photography] gezeigt wurden—ein Ereignis, das er als Beginn seiner künstlerischen Laufbahn betrachtet. Seit mehr als vier Jahrzehnten schafft er Werke in einer Vielzahl von Medien, vor allem Skulpturen, aber auch Fotografien sowie großformatige Installationen. Darüber hinaus spricht der Künstler über Methoden der Verfremdung, Prozesse der Verzerrung, die Rolle des Zufalls in der künstlerischen Produktion, die unvorhersehbaren Ergebnisse der Arbeit mit Fotogrammen sowie Farbe als Bedeutungsträger; nicht zuletzt verweist er auf die Bedeutung der Wahrnehmung, die Erweiterung unserer Sehgewohnheiten und den sogenannten „Kupelwieser-Effekt“. Das Gespräch wurde am 16. Jänner 2026 in der Secession aufgezeichnet. Hans Kupelwieser wurde 1948 in Lunz am See geboren, besuchte Anfang der 1970er-Jahre die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt Wien und studierte von 1976 bis 1982 bei Herbert Tasquil, Bazon Brock und Peter Weibel an der Hochschule (heute Universität) für angewandte Kunst Wien. Von 1995 bis 2014 war er Professor am Institut für Zeitgenössische Kunst an der TU Graz. Er lebt in Wien und in Lunz am See. Er hatte Einzelausstellungen unter anderem bei Giese & Schweiger, Wien (2023), Kunsthalle Krems (2022), Wienerroither & Kohlbacher, Wien (2020), Galerie 422, Gmunden (2019), smolka contemporary, Wien; Galerie rauminhalt, Wien (beide 20218), Art Box, MQ Wien; Haus der Kunst, Brünn (beide 2016), Kunsthalle Nexus, Saalfelden (2015), Zeit.Kunst.Niederösterreich, St. Pölten (2012). Kupelwieser hat einige Projekte im öffentlichen Raum realisiert, darunter Kugelhaufen, Musiktheater Linz (2013), Seebühne, Lunz am See (2004), Denkmal für den jüdischen Friedhof, Krems (1998) und Hohlkopfwand, St. Pölten (1996). Arbeiten des Künstlers sind aktuell in seiner Einzelausstellung in der Stadtgalerie Klagenfurt zu sehen (bis 10. Mai). Lisa Ortner-Kreil ist Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin. Von 2013 bis 2025 war sie als Kuratorin am Bank Austria Kunstforum Wien tätig, wo sie mehrere vielbeachtete Ausstellungen organisierte, darunter Gerhard Richter: Landschaft (2020/21, in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich), Kiki Kogelnik: Now Is the Time (2023/24, in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Brandts und dem Kunsthaus Zürich) und Anton Corbijn: Favourite Darkness (2025). Seit 2026 ist Lisa Ortner-Kreil Kuratorin bei der Kunstmeile Krems, wo sie für die strategische Entwicklung und Umsetzung von Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in mehreren Institutionen verantwortlich ist. Zuvor war sie unter anderem an der Albertina in Wien sowie am Königlichen Museum der Schönen Künste in Brüssel tätig. Lisa Ortner-Kreil hat an der Universität Wien promoviert. Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher
In dieser Folge spricht der Künstler und Filmemacher Josef Dabernig mit Kuratorin und Kunsthistorikerin Fanny Hauser über seine künstlerischen Anfänge mit Druckgrafik und Kleinplastik, das Verhältnis von Film, Skulptur, Fotografie und Text in seinem Werk sowie über seine langjährige Beziehung zur Secession, wo er mehrmals ausgestellt hat, als Vorstandsmitglied tätig war und wo er nach dem Studium im Rahmen eines Akademikertrainings Mitte der 1980er-Jahre die frische, internationale Ausrichtung der Institution unmittelbar miterlebte. Das Gespräch wurde am 12. Dezember 2025 in der Secession aufgenommen. Josef Dabernig, geb. 1956 in Lienz. Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Filme seit 1994, lebt in Wien. Beteiligungen an der der Manifesta 3 in Ljubljana (2000), 49. und 50. Venedig Biennale (2001, 2003), 6. Gyumri Biennale (2008), 9. Gwangju Biennale (2012), 1. Bergen Assembly (2013), 6. Contour Biennale, Mechelen (2013), Manifesta 10 in St. Petersburg (2014), steirischer herbst '20 und '22 sowie der 15. Baltic Triennial, Vilnius (2024). Festivalteilnahmen u.a. an Locarno International Film Festival, Mar del Plata International Film Festival, Melbourne International Film Festival, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, International Film Festival Rotterdam, Toronto International Film Festival und Internationale Filmfestspiele Venedig. https://dabernig.net/ Fanny Hauser ist Kuratorin und Direktorin der Kunsthalle Zürich. Zuvor war sie als stellvertretende Direktorin am Ludwig Forum für internationale Kunst in Aachen tätig. 2015 gründete sie gemeinsam mit Carolina Nöbauer, Denise Helene Sumi und Franziska Sophie Wildförster den in Wien ansässigen Kunstverein Kevin Space, wo sie zahlreiche Einzelausstellungen und künstlerische Neuproduktionen mitverantwortete. Bevor sie von 2019 bis 2021 gemeinsam mit Viktor Neumann kuratorische Stipendiatin der Gebert Stiftung für Kultur in Rapperswil war, arbeitete sie als kuratorische Assistentin für die documenta 14 in Athen und Kassel. Sie studierte Kunstgeschichte und Komparatistik in Wien und Paris und war bis 2022 Lehrbeauftragte an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher
Das Wagnis der Verantwortlichkeit – Häusliche Carearbeit und schwindende Dienstleistungen. Daniela Egger ist Absolventin der Modeschule Hetzendorf Wien und der Drehbuchwerkstatt München. Anschließend fünf Jahre Flight Attendant auf dem Privatflugzeug eines arabischen Sheikhs. 2005 – 2017 Mitbegründerin und Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift miromente seit 2008 Initiatorin des Literaturhaus Vorarlberg (eröffnet 2025) Obfrau des Trägervereins literatur.ist. Sie schreibt Erzählungen, Theaterstücke und Drehbücher und ist Kuratorin für Ausstellungen. Seit 2012 Leiterin der Aktion Demenz, einer Initiative der connexia. Sendehinweis: ORF Radio Vorarlberg am 28.02.2026.
Alles in dieser Familie kreist um den selbstvergessenen Georg und seine Krankheit. Niemand kann wissen, wie lange sein trauriges Sterben dauern wird. Eine familiäre Ausnahmesituation, die Mutter und Tochter emotional herausfordert und strapaziert. Dann ändert sich plötzlich das Setting, Georg verwandelt sich … Nefeli Kavouras schreibt in ihrem Roman "Gelb, auch ein schöner Gedanke" über eine zärtliche Beziehung, über das Sterben und die extremen Situationen im Leben, über Trauer und Verlust. Für einen Auszug aus diesem Roman erhielt sie bereits den Hamburger Literaturpreis. Nefeli Kavouras ist fest im Literaturbetrieb verankert, arbeitet u.a. als Kuratorin, Podcasterin und Mitarbeiterin des mairisch Verlags. In NDR Kultur à la carte spricht die Schriftstellerin mit Lisa Kreißler über ihre verschiedenen Wirkungsbühnen, über Literatur und das Schreiben.
Tücher und BücherEr druckte, was die Nazis verbrannten. Bericht von der Sonderausstellung im Brechthaus Augsburg mit Ingvild RichardsenDie Ausstellung, Tücher und Bücher, kuratiert von Ingvild Richardsen erzählt die Familiengeschichte von Hein Kohn.Interview mit Rupert Grübl - Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (Hördauer 12 Minuten)Begrüßung und Einführung in die Ausstellung (Jürgen Enninger, Rupert Grübl, Ingvild Richardsen) (Hördauer 60 Minuten)Interview mit Menno Kohn - Sohn von Hein Kohn und Linda Kohn, Tochter von Menno Kohn (Hördauer 12 Minuten)Hören Sie als Erstes ein kurzes Interview, das Uwe Kullnick, vom Literatur Radio Hörbahn mit Rupert Grübl, dem Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Dem folgt ein Auszug aus der Eröffnungsansprache durch den Kulturreferenten von Augsburg, Jürgen Enninger, und anschließend, eine kurze Würdigung durch Rupert Grübl. Dann erklärt die Kuratorin Ingvild Richardsen die Entstehung der Ausstellung und gibt eine Einführung in die Ausstellung selbst. Im Anschluss folgt ein Interview mit dem Sohn von Hein Kohn, Benno Kohn und dessen Tochter Linda Kohn. Ingvild Richardsen war 2018 Kuratorin der Ausstellung "Evas Töchter. Münchner Schriftstellerinnen und die moderne Frauenbewegung 1894-1933" in der Monacensia im Hildebrandhaus und der Ausstellung „Die modernen Frauen des Atelier Elvira“ 2022 in den Kunstsammlungen in Augsburg. Sie forscht über die Frauenbewegungen und vergessenen Autorinnen des 19. und 20. Jahrhunderts, jüdisches Erbe und NS-Zeit. Sie lehrt und forscht an der Universität Augsburg- 2019 veröffentlichte sie bei S. Fischer das Buch «Leidenschaftliche Herzen, feurige Seelen.Wie Frauen die Welt veränderten», in der sie die Entstehung der deutschen Emanzipationsbewegung und des Jugendstils neu erzählt. 2022 gab sie im Beck Verlag das von ihr entdeckte Typoskript „Der Weg zur Grenze“ heraus. 2023 erschien das Buch bereits auf Niederländisch.Sie forscht und lehrt an der Universität Augsburg und am Literaturschloss Edelstetten e.V. Zusammen mit Prof. Klaus Wolf führt sie Pilotprojekte zur Erinnerungskultur durch.Mit Prof. Dr. Waldemar Fromm (Arbeitsstelle für Literatur in Bayern) gibt sie die Reihe Vergessenes Bayern heraus. Realisation: Uwe Kullnick (ukullnick)
Tharaka Sriram ist Meereschützerin, Gründerin von "Ocean Education" und Kuratorin verschiedener Filmfestivals. Bei Halbe Katoffl spricht sie über ihr strenges tamillisches Elternhaus, körperliche häusliche Gewalt und ihre Rebellion dagegen. Wie sie sich gegen Zwangsheirat wehrte, warum ihr Therapie anfangs nicht half und wieso sie sich für den Schutz der Meere einzusetzen begann. Über Weltkarten-Schreibtischunterlagen, eine tatsächliche Weltreise auf Kredit, Schwimmunterricht mit 32, Jack-Wolfskin-Jacken – und nervige aber notwendige E-Mails gegen Gatekeeping. INSTAGRAM: https://www.instagram.com/OE_OceanEducation/ MARINE CONSERVATION INSTITUTE: https://marine-conservation.org/ (04:30) Passkontrolle (12:30) Klischee-Check (31:30) Einzige braune Familie, Kriegserklärung an Eltern und Bibliotheksausweis als Rebellion (49:35) Extreme häusliche Gewalt, Kontaktabbruch (1:14:20) Fernweh, Weltkarte und wenn Women of Color alleine reisen (1:26:15) Meeresschutz, Selbstdiskriminierung und Weltreise-Kredit (1:43:20) Filme aus dem "globalen Süden" und Offene Tabs SUPPORT: Halbe Katoffl unterstützen: https://halbekatoffl.de/unterstuetzen/ Paypal: frank@halbekatoffl.de Steady: https://steady.page/de/halbekatoffl/about Überweisung/ Dauerauftrag: Schreib an frank@halbekatoffl.de | Stichwort: KONTO PODCAST WORKSHOP & BERATUNG https://halbekatoffl.de/workshops/ KONTAKT: frank@halbekatoffl.de
Erst vor wenigen Monaten war Henrike Naumann als Mitgestalterin des Deutschen Pavillons auf der Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgesucht worden.
In sehr regelmäßigen Abständen zieht es mich ins Dommuseum neben dem Stephansdom in Wien. Denn die Ausstellungen, die dort zu sehen sind, sprechen mich auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen an. Wieso das so ist, versuche ich mit der Direktorin des prämierten Hauses zu erforschen. Johanna Schwanberg steht schon seit den ersten Stunden des Podcast auf meiner Wunschliste. Jetzt hat es geklappt. In der vergleichsweisen ruhigen Zeit haben wir uns zusammengesetzt und über das breite Spektrum ihres Tuns gesprochen. Neben ihrer Tätigkeit im Museum, vermittelt sie im Radio und in den Hörsälen dieses Landes. Sie ist eine vertraute Stimme auf Ö1 geworden und die Vorlesungen an der Uni sprengen regelmäßig die Kapazitätsgrenze. Was macht sie richtig? Für mich ist das eindeutig zu erklären: sie entfacht Leidenschaft für die Kunst. Und dafür ist ihr gar nicht genug zu danken. Viele Spaß beim Hören und bis demnächst ... https://dommuseum.at Foto: Marlene Fröhlich Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at; Website: https://www.gieseundschweiger.at/ ; Redaktion: Fabienne Lubczyk, Lara Bandion; Musik: Matthias Jakisic; Sprecherin: Sarah Scherer; Grafische Gestaltung: Studio Riebenbauer
In der Sendereihe über die Farbe Weiß geht es heute um die Bedeutung der Farbe in Religion und Spiritualität. Wir sprechen über das weiße Brautkleid, liturgische Gewänder im katholischen Gottesdienst oder den jüdischen Kittel. Es geht um moralische Ansprüche, Heiligkeit und Erleuchtung. Veronika Bonelli im Gespräch mit dem Theologen, Mediziner und Autor Matthias Beck, der Kuratorin im jüdischen Museum Gabriele Kohlbauer-Fritz und dem Präsidenten der Buddhistischen Religionsgemeinschaft Gerhard Weissgrab.
Die Porzellanmanufaktur Meissen war in der DDR weit mehr als ein Traditionsbetrieb. Als Devisenbringer, Exportmarke und kulturelles Aushängeschild nahm sie eine Sonderstellung ein – wirtschaftlich privilegiert, gesellschaftlich hoch angesehen und zugleich eingebunden in die politischen und sozialen Strukturen des Systems. Was dabei oft im Hintergrund blieb, sind die Menschen, die dieses Porzellan hergestellt haben – und dabei vor allem die Frauen. Denn Meissen war, gerade in der DDR, in vielen Bereichen ein Betrieb mit überwiegend weiblicher Belegschaft. Ihre Arbeit, ihre Lebensrealitäten und ihre beruflichen Möglichkeiten zwischen Förderung, Erwartung und Anpassung stehen deshalb im Mittelpunkt dieser Folge. Interviewpartnerin der Podcastfolge ist Dr. Julia Weber, Direktorin der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und gleichzeitig Kuratorin der Sonderausstellung Die Blauen Schwerter – Meissen in der DDR. Disclaimer: Bei Fragen zu den Quellen wenden Sie sich bitte an das Podcasteam. Shownotes: Ines Hommann: www.ineshommann.de Werde Pionier: www.patreon.com/Pioniergeistderdeutschenwirtschaft Unterstütze uns: www.paypal.de/pioniergeistddw produced by C90: www.c90-studio.de
Jakob Fugger gilt als der reichste und erfolgreichste Geschäftsmann seiner Zeit. Nun jährt sich sein 500. Todestag. Die Fuggerei in Augsburg zeigt dazu die Ausstellung „Kult und Kommerz. Jakob Fugger im kollektiven Gedächtnis“. Medial wird Jakob Fugger oft mit Elon Musk verglichen. Heike Peller ist Kuratorin der Ausstellung. Sie findet den Vergleich eher unpassend.
In Zeiten von Fake News, Rechtsruck und Vielfachkrisen erlebt die politische Denkerin Hannah Arendt eine beispiellose Popularität. Ihre pointierten Analysen der bedrohten demokratischen Gesellschaft finden in den sozialen Medien reißenden Absatz und inspirieren auch Politiker. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat ihr jüngst gar ein ganzes Buch gewidmet: „Der Sinn von Politik ist Freiheit – Warum Hannah Arendt uns Zuversicht in schwieriger Zeit gibt“. Doch was genau verbirgt sich hinter Arendts zentralen Begriffen von Freiheit und politischem Handeln? Und wieso ist sie, rund 50 Jahre nach ihrem Tod am 4. Dezember 1975, aktueller denn je? Wie lässt sich der anhaltende Hype um ihre Person und Philosophie erklären? Eva Röder diskutiert mit Dr. Monika Boll –Philosophin, Publizistin, Kuratorin; Prof. Dr. Thomas Meyer – Philosoph an der Ludwig-Maximilians-Universität München; Dr. Maike Weißpflug – Autorin und Journalistin
Hören Sie in dieser Folge den Architekten, Ausstellungskurator, Architekturhistoriker, kritischen Beobachter und Kommentator seiner gebauten Umgebung Otto Kapfinger im Gespräch mit der Architektin Claudia Cavallar. Kapfinger ist seit Mitte der 1970er-Jahre Secessions-Mitglied und hat Mitte der 1980er-Jahre mit Adolf Krischanitz und Oskar Putz die umfassende Sanierung des Hauses verantwortet. In diesem lebendigen Gespräch teilt Kapfinger sein geradezu lexikalisches Wissen über Architektur, Stadtplanung, bildende Kunst, Fotografie und Kulturpolitik, nicht nur im historischen Wien um die Jahrhundertwende, sondern auch aus der Perspektive eines aktiven Gestalters. Diese Folge wurde am 17. Oktober 2025 in der Secession aufgenommen. Otto Kapfinger (*1949) lebt als freier Architekturwissenschaftler in Wien. Er ist Autor von etwa 50 Büchern zur Baukunst in Österreich und Kurator zahlreicher Ausstellungen. 1970 gründete er mit Angela Hareiter und Adolf Krischanitz die Experimental-Architekt*innengruppe Missing Link, die bis zu ihrer Auflösung 1980 künstlerische Aktionen, Performances und Experimentalfilme realisierte. 1985/86 unternahm er im Rahmen der Sanierung der Secession von Adolf Krischanitz umfassende architekturhistorische Recherchen für die Renovierung des Olbrich-Baus. Von 1978 bis 1992 war Kapfinger im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Architektur und von 1980 bis 84 im Vorstand der Secession Wien. 1981 bis 1991 schrieb er regelmäßig Rezensionen und Essays für die Tageszeitung Die Presse. 2019 wurde ihm der Ehrendoktor der Technischen Universität Wien verliehen. Zuletzt leitete er das Forschungsprojekt Anatomie einer Metropole. Bauen mit Eisenbeton in Wien 1890–1918 (Ausstellung im Wien Museum 2025). Claudia Cavallar studierte Architektur bei Hans Hollein und Greg Lynn. Nach Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros, unter anderem bei the next ENTERprise, ist sie seit 2010 selbstständig. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit dem Unauffälligen, Zufälligen und Gewohnten in der Architektur auseinander, mit dem Verhältnis zwischen Tradition und Erfindung, Ortsspezifischem und Allgemeinem und dem Einfluss, den Produktionsmethoden der Architektur auf das Ergebnis haben. Seit 2008 beschäftigt sie sich mit der Arbeit von Josef Frank, insbesondere seiner Innenräume, Stoffmuster und Möbel. Sie ist außerdem für Gestaltung und Display sowie als Kuratorin von Ausstellungen tätig. 2025 wurde Claudia Cavallar mit dem Hans Hollein Kunstpreis für Architektur ausgezeichnet. www.claudiacavallar.at Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher
Goldstaub war für euch unterwegs in Berlin, Frankfurt und Mannheim. Wir stellen vier Ausstellungen vor, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der 1920er Jahre beschäftigen und durften dafür mit den Kuratorinnen sprechen. Unsere Reise beginnt im Jüdischen Museum Berlin. Die Ausstellung „WIDERSTÄNDE. Jüdische Designerinnen der Moderne“ würdigt das Schaffen von 60 deutsch-jüdischen Kunsthandwerkerinnen. Eine jahrzehntelange Arbeit mündet in dieser fantastischen Ausstellung mit zahlreichen bisher nie gezeigten Exponaten. Kuratorin Michal Friedlander stellt uns einige der größtenteils unbekannten Frauen vor. Ebenfalls in Berlin befindet sich die Berlinische Galerie. „Inszeniertes Selbst“ heißt die Ausstellung über die ebenfalls wenig bekannte Künstlerin Marta Astfalck-Vietz (1901–1994), die neben vielen faszinierenden Selbstinszenierungen auch Akt- und Tanzfotografien sowie experimentelle Bilder hinterlassen hat. Kuratorin Mette Kleinsteubner erzählt uns, wie humorvoll die Künstlerin Geschlechterrollen hinterfragt. Die nächste Ausstellung ist gleichzeitig eine Geburtstagsfeier: 100 Jahre Neues Frankfurt, 100 Jahre revolutionäres Stadtplanungsprogramm, 100 Jahre Gemeinwohlorientierung. Grit Weber, die stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Design, Kunst und Medien des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main, zeigt uns, dass nicht nur in Berlin damals ein äußerst moderner Wohnungsbau stattfand. Ihr Museum hat gleich mehrere Ausstellungen zu diesem Thema zu bieten. Unsere Ausstellungsreise endet in Mannheim, wo Kuratorin Dr. Manuela Husemann uns einen Fotografen präsentiert, der äußerst erfolgreich in der Weimarer Republik war, bevor er vergessen wurde: „Berlin, Paris und anderswo. Mario von Bucovich Fotografien 1925–1947“ ist der Titel einer Ausstellung, in der auch besondere Fotos von Marlene Dietrich zu entdecken sind. Viel Spaß mit den Gesprächen und hoffentlich eine schöne Ausstellungsreise auch euch! Gäste: Michal Friedlander, Kuratorin der Ausstellung “WIDERSTÄNDE. Jüdische Designerinnen der Moderne“ im Jüdischen Museum Berlin. https://www.jmberlin.de/ausstellung-widerstaende-juedische-designerinnen-der-moderne Mette Kleinsteubner, Kuratorin der Ausstellung „Inszeniertes Selbst“ in der Berlinischen Galerie, https://berlinischegalerie.de/pressemitteilung/marta-astfalck-vietz/ Grit Weber, stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Design, Kunst und Medien des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main, https://www.museumangewandtekunst.de/de/besuch/ausstellungen/100-jahre-das-neue-frankfurt/ Dr. Manuela Husemann, Kuratorin der Ausstellung „Berlin, Paris und anderswo. Mario von Bucovich Fotografien 1925 – 1947“ der Kunsthalle Mannheim
Im Gespräch mit der Medien- und Filmkünstlerin Constanze Ruhm geht es insbesondere um Werke aus den letzten 20 Jahren, ausgehend von kuratorischen Tätigkeiten, zu denen die Ausstellung Fate of Alien Modes (2003) im Auftrag der Secession zählt, die Diskurszusammenhänge zwischen Film und Kunst ins Licht rückte. Von der Konzeptkunst und vom Interesse für digitale Technologien und mediale Dispositive entwickelten sich die künstlerischen Projekte nach dem Studium Visueller Mediengestaltung bei Peter Weibel hin zur Rekonstruktion filmischer Räume und zur Kritik männlich kodierter Blickregime und Szenarien. Constanze Ruhm erläutert Appropriationsgesten, die sie im Rahmen ihrer Beschäftigung mit weiblichen Figuren der Filmgeschichte entwickelte. Im Laufe ihrer Recherchen, die sie von Filmarchiven zu historischen Orten führen, deutet sie antike Mythen feministisch um und verknüpft sie mit den Rollen realer Figuren, sowie mit zeitgenössischen Kontexten. Ins Zentrum des Gesprächs rückt in diesem Zusammenhang Ruhms Arbeit zum italienischen Feminismus, die ihrer Auseinandersetzung mit Carla Lonzi entspringt. Dies wird unter anderem an ihrem Interesse an Gesten der Unterbrechung und des Widerständigen deutlich, als Möglichkeiten des politischen Handelns, aber auch als Strategien der Selbstermächtigung und des Sichtbarmachens von weiblicher Arbeit und Solidarität. Der Figur der Probe kommt in Ruhms filmischen Essays über Formen des Reenactments und des Castings eine besondere Rolle zu. Sie führt zu einer wesentlichen Frage hin: wie kann der historische Feminismus der 1970er-Jahre aus der Gegenwart heraus betrachtet werden, und was kann er jüngeren Generationen heute sagen? Diese Episode wurde am 17. Juli 2025 in der Secession aufgenommen. Constanze Ruhm ist Künstlerin, Filmemacherin, Autorin und Kuratorin. In ihren Installationen, Filmen, fotografischen Serien und Publikationen untersucht sie die Beziehungen unterschiedlicher zeitbasierter Formen zwischen Film, bildender Kunst und Neuen Medien. Dabei erforscht sie deren jeweilige Geschichten und Theorien, oft mit einem Fokus auf Probenprozesse und Strategien des Re-Enactments. Ihre thematischen Schwerpunkte liegen auf Fragen des filmischen Blicks sowie der filmischen Narration und der damit verbundenen Machtverhältnisse, auf feministischen Dramaturgien und Theorien des Films sowie auf der Rolle von Archiven innerhalb einer zeitgenössischen filmisch-künstlerischen Praxis. Ihre zwischen Essay, Fiktion und Dokumentation angesiedelten Werke nehmen insbesondere weibliche Filmfiguren in den Blick, um deren Narrationen aus zeitgenössischer, feministischer Perspektive neu zu erzählen. Die Arbeiten werden sowohl auf der Kinoleinwand als auch in installativen Ausstellungsformaten gezeigt. Sie studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien und an der Städelschule in Frankfurt am Main. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter der Efebo d'Oro Città di Palermo for New Languages, der Outstanding Artist Award für Dokumentarfilm (2021), der Preis für Innovatives Kino der diagonale (2020), der Würdigungspreis für Medienkunst des Landes Niederösterreich (2009), der Würdigungspreis für Bildende Kunst der Stadt Wien (2009), der Frauenkunstpreis für Medienkunst (2000) u.v.m. Seit 1996 geht Constanze Ruhm einer internationalen Lehrtätigkeit nach: als Professorin für Video an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und von 2003 bis 2006 an der Merz Akademie Stuttgart; von 2006-2011 im Rahmen eines Residency Programs am Art Institute Boston an der Lesley University. Seit 2006 ist sie Professorin für Kunst und Medien an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Internationale Ausstellungstätigkeit; zahlreiche kuratorische Projekte (z.B. Fate of Alien Modes, Secession Wien 2003; Putting Rehearsal to the Test in Zusammenarbeit mit Sabeth Buchmann und Ilse Lafer (VOX - Centre de l'image contemporain / Leonard and Bina Ellen Gallery / SBC Gallery, Montréal 2016 ); kuratorische Programme im Rahmen verschiedener Festivals und Ausstellungen. Ihre Arbeiten werden regelmäßig auf internationalen Festivals (Berlinale, FID Marseille, Era New Horizons, Jeonju International Film Festival, Mar del Plata, Essay Film Festival London, Diagonale, Viennale…) gezeigt. Von 2017 gründete sie gemeinsam mit Florian Paul Ebner den queer-feministischen Konzept-Chor MALA SIRENA, den sie bis 2023 leitete. Christa Blümlinger ist Professorin für Filmwissenschaft an der Universität Paris 8 Vincennes-Saint-Denis. Zahlreiche Publikationen über Essay- und Dokumentarfilm, Avantgarde, Medienkunst und Filmästhetik, sowie zum österreichischen Film; Beiträge u.a. zu Zeitschriften wie Trafic, Radical Philosophy und Cargo. Auf Deutsch veröffentlichte sie u.a. Kino aus zweiter Hand. Zur Ästhetik materieller Aneignung im Film und in der Medienkunst (2009), auf Englisch u.a. Morgan Fisher, Off-Screen Cinema, hrsg. mit Jean-Philippe Antoine (2017). Jüngste Buchpublikationen: Harun Farocki. Du cinéma au musée (P.O.L. 2022) und Horizontes documentales. Escritos selectos sobre cine (La Fuga / Ediciones Metales, 2025). Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher & Bettina Spörr
Sophie Emile Beha erzählt über ihren Weg in die neue Musik und wie sie Musikjournalistin und Kuratorin wurde. Sie berichtet von in ihrer sechsmonatigen Konzertreihe „ritual“ in Köln und freut sich auf die Ausgabe am 1.9.2025 mit der Komponistin Maria de Alvear und dem Ensemble hand werk. Irene und Sophie sprechen über Werte, Authentizität, Zuhören, Kritik, Pippi Langstrumpf, Gemeinschaft, Mut und Macht.
Luisa Ziaja spricht mit Oliver Ressler über seine künstlerische Praxis, insbesondere über seine Videos und Videoinstallationen der letzten Jahre. Diese setzen sich mit dem Klimakollaps und aktivistischer Organisierung dagegen aus, geben Einblicke in Klimaaktivismen und laden ein zu einem Nachdenken darüber, wie Gesellschaft demokratischer und inklusiver gestaltet werden könnte. Luisa Ziaja kuratierte 2024 die Einzelausstellung "Dog Days Bite Back" von Oliver Ressler im Belvedere 21. Oliver Ressler war von 2007–2013 Mitglied im Vorstand der Secession. Das Gespräch wurde am 16. Mai 2025 aufgenommen. Oliver Ressler lebt in Wien und arbeitet an Installationen, Projekten im Außenraum und Filmen zu Ökonomie, Demokratie, Klimakollaps, Formen des zivilen Ungehorsams und gesellschaftlichen Alternativen. Seine 44 Filme wurden in tausenden Veranstaltungen von sozialen Bewegungen, Kunstinstitutionen und Filmfestivals gezeigt. Ressler hatte Überblickseinzelausstellungen im MNAC – National Museum of Contemporary Art, Bukarest; SALT Galata, Istanbul; Centro Andaluz de Arte Contemporaneo, Sevilla; Museo Espacio, Aguascalientes, Mexiko and Belvedere 21, Wien. Er nahm an über 480 Gruppenausstellungen teil, wie im Museo Reina Sofía, Madrid; Centre Pompidou, Paris; Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco und an den Biennalen in Prag, Sevilla, Moskau, Taipeh, Lyon, Gyumri, Venedig, Athen, Quebec, Helsinki, Jeju, Kiew, Göteborg, Istanbul, Stavanger, Istanbul and an der Documenta 14, Kassel, 2017. Von 2019-2023 arbeitete Ressler an einem Forschungsprojekt über die Klimagerechtigkeitsbewegungen, "Barricading the Ice Sheets", das vom Wissenschaftsfonds FWF finanziert wird und in sechs Einzelausstellungen mündete: Camera Austria, Graz (2021); Museum of Contemporary Art, Zagreb (2021); Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.), Berlin (2022); Tallinn Art Hall, Tallinn (2022); LABoral Centro de Arte y Creación Industrial, Gijón (2023); The Showroom, London (2023). www.ressler.at Luisa Ziaja ist Kunsthistorikerin, Kuratorin, Universitätslektorin und Autorin. Sie ist Chefkuratorin und Sammlungsleiterin der Österreichischen Galerie Belvedere, wo sie von 2013 bis 2022 als Kuratorin für zeitgenössische Kunst tätig war. Rezente Ausstellungen: Hans Haacke. Retrospektive (2025), Dara Birnbaum. Bruckner: Symphonie Nr. 5 B-Dur, Oliver Ressler. Dog Days Bite Back (2024), Renate Bertlmann. Fragile Obsessionen, Über das Neue. Wiener Szenen und darüber hinaus, Public Matters. Zeitgenössische Kunst im Belvedere-Garten (2023), Das Belvedere. 300 Jahre Ort der Kunst (2022), Avantgarde und Gegenwart. Die Sammlung Belvedere von Lassnig bis Knebl (2021). Von 2004 bis 2012 setzte sie als freie Kuratorin mehrjährige Forschungs- und Ausstellungsprojekte um; von 2000 bis 2004 war sie als Assistenzkuratorin in der Generali Foundation Wien tätig. Luisa Ziaja ist Co-Leiterin des postgradualen Studienprogramms für Ausstellungstheorie und -praxis /ecm – educating, curating, making an der Universität für angewandte Kunst Wien (seit 2006) und unterrichtete darüber hinaus u.a. an der Zürcher Hochschule der Künste, der Technischen Universität Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie ist Mitglied des Universitätsrates der Akademie der bildenden Künste Wien (seit 2023) und war und ist Teil zahlreicher Fachjurys und Beiräte. In ihrer kuratorischen und diskursiven Arbeit beschäftigt sie sich u.a. mit dem Verhältnis von Gegenwartskunst, Gesellschaft und (Geschichts-)Politik sowie mit der Geschichte und Theorien des Ausstellens. Luisa Ziaja ist Mitherausgeberin des peer-reviewed Belvedere Research Journal, sowie Autorin und Mitherausgeberin zahlreicher Ausstellungskataloge und Sammelbände zu zeitgenössischer künstlerischer und kuratorischer Praxis, Kunst- und Ausstellungstheorie, darunter die Publikationsreihe curating. ausstellungstheorie & praxis in der Edition Angewandte, zuletzt Nicht einfach ausstellen. Kuratorische Formate und Strategien im Postnazismus, Berlin/Boston 2024. Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher & Bettina Spörr
Eva Schlegel spricht mit der Kuratorin Antonia Hoerschelmann über ihre künstlerischen Anfänge, die prägende Zeit in New York und auch über biografische Einflüsse auf ihr Werk. Gemeinsam beleuchten sie entlang ihrer zahlreichen unverwechselbaren Werkserien die Rolle von Raum und Wahrnehmung in ihrem Schaffen und wie diese mittels künstlerischer Strategien wie Licht, Spiegelung und Unschärfe erweitert und in Frage gestellt werden können. Eva Schlegel ist seit langem mit der Secession verbunden: Seit 1995 ist sie Mitglied und 2005 realisierte sie im Hauptraum der Secession in eine beeindruckende ortsspezifische Installation mit Bleiwänden und Spiegelflächen, die von den Parametern der Architektur ausging, um diese neu zu interpretieren. Mit Antonia Hoerschelmann arbeitete sie zuletzt an ihrer umfassenden Ausstellung in der Landesgalerie Burgenland, die bis 5. Oktober 2025 zu sehen ist. Landesgalerie Burgenland Eva Schlegel. Reflexionen 14.06.2025 - 05.10.2025 Secession Eva Schlegel 5.5. – 26.6.2005 Eva Schlegel studierte Kunst bei Oswald Oberhuber an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Nach einigen Auslandsaufenthalten war sie von 1997 bis 2006 Professorin für Kunst und Fotografie an der Akademie der bildenden Künste Wien und von 2009 bis 2018 Vorsitzende des Universitätsrats der Kunstuniversität Linz. 2011 war sie als Kommissärin für den österreichischen Pavillon auf der 54. Biennale di Venezia verantwortlich. Schlegels Installationen, Fotografien und multimedialen Arbeiten werden seit 1985 in zahlreichen Galerien- und Museumsausstellungen im In- und Ausland gezeigt. 1988 und 1992 nahm sie an der Biennale Sydney teil, 1990 an Aperto in Venedig, 2017 an der Kochi-Muziris Biennale in Indien; 1995 gestaltete sie im Rahmen der Biennale di Venezia den österreichischen Pavillon zusammen mit Coop Himmelb(l)au. Zahlreiche permanente architektonische Interventionen realisierte sie u.a. für den Novartis-Campus in Basel, am Rigshospitalet in Kopenhagen, für die „Libelle“ am Dach des Leopold Museum im Wiener Museumsquartier und für das 2023 renovierte Parlamentsgebäude in Wien. Mehrere Publikationen zu ihren Arbeiten liegen vor, darunter Eva Schlegel, Museum Moderner Kunst (1991), L.A. Women (2004), Eva Schlegel, In Between anlässlich der Ausstellung im Wiener Museum für angewandte Kunst 2010 und Eva Schlegel, Spaces zur Ausstellung in der Kunsthalle Krems 2018. Schlegel befasst sich in ihrer künstlerischen Arbeit vorrangig mit Raum, sowohl dem architektonischem wie auch dem mathematischen und physikalischen. Ihre Werke umfassen Fotografien und Objekte, aber auch Rauminstallationen, die sie in einem experimentellen Prozess mit diversen Medien wie Fotografie auf Blei, Spiegelglas oder Glass verwirklicht. Courtesy of Galerie Krinzinger, Wien Eva Schlegel, geb. 1960 in Hall in Tirol, lebt und arbeitet in Wien. www.evaschlegel.com Antonia Hoerschelmann studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Archäologie an der Universität Wien und war von 1992 bis 2025 Kuratorin für moderne und zeitgenössische Kunst an der Albertina Wien. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen im In- und Ausland mit Werken u.a. von Edvard Munch, Egon Schiele, Alfred Kubin, Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Georg Baselitz, Jim Dine, Martha Jungwirth, Anselm Kiefer, Hubert Scheibl, Herbert Brandl, Jean-Michel Basquiat. Jurytätigkeit im In- und Ausland. Secession Podcast: Members ist eine Gesprächsreihe mit Mitgliedern der Secession. Das Dorotheum ist exklusiver Sponsor des Secession Podcasts. Programmiert vom Vorstand der Secession. Jingle: Hui Ye mit einem Ausschnitt aus Combat of dreams für Streichquartett und Zuspielung (2016, Christine Lavant Quartett) von Alexander J. Eberhard. Schnitt: Paul Macheck Produktion: Jeanette Pacher & Bettina Spörr
Mit der Ausstellung „Alison Bechdel – The Essential“ zeigt das Cartoon Museum Basel die erste Retrospektive der amerikanischen Comic-Künstlerin in Europa. Kuratorin und Museumsleiterin Annette Gehrig nennt Bechdel eine „Pionierin, die ganz früh gezeigt hat, wie vielfältig man mit dem Medium Comic umgehen kann“.
Fischer, Karin www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Hunde, Katzen, Schweine oder Ratten haben einen, und auch die meisten Affen sind damit ausgestattet: einem Schwanz. Uns Menschen aber und unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, fehlt dieses tüchtige Teil am hinteren Ende. Die menschliche Wirbelsäule endet in einem kurzen Steissbein, ein zusammengestauchter Rest früherer Schwanzknochen. Man weiss heute, dass das Gen, das bei allen Säugetieren das Wachstum des Schwanzes steuert, bei Menschen und Menschenaffen verändert ist. Dieser Wandel liegt weit, weit zurück in der Vergangenheit. Rund 25 Millionen Jahren vor unserer Zeit kam unseren tierischen Vorfahren der Schwanz abhanden. Warum? Das Ende. Die letzte Sommerserie der Radio-Wissenschaftsredaktion. Folge 1/7 In der Sendung zu Wort kommen: - Anne-Claire Fabre, Kuratorin für Säugetiere am Naturhistorischen Museum Bern und Professorin für funktionelle Morphologie an der Universität Bern - Bo Xia, Genforscher am Broad Institute des MIT und der Harvard University, Cambridge, Massachusetts USA - Carel van Schaik, emeritierter Professor für evolutionäre Anthropologie der Universität Zürich und erfolgreicher Buchautor
Was bedeutet künstlerische Freiheit, wenn Kulturtätige zwar physisch in Sicherheit sind, sie aber weiterhin unter Druck stehen? Wie können verschiedene Positionen aus diversen künstlerischen Disziplinen, aus unterschiedlichen Herkunftsländern und auch Konfliktregionen in einer gemeinsamen Ausstellung gezeigt werden? In dieser Folge von Die Kulturmittler:innen spricht Host Amira El Ahl darüber mit der Kuratorin und Autorin Anna Karpenko. Anna Karpenko, geboren in Minsk, lebt in Berlin und Leipzig. In dieser Episode berichtet sie von der Lage und (Un-)Sichtbarkeit von Künstler:innen in und außerhalb Deutschlands, der Bedeutung künstlerischer Freiheit und transnationalen Netzwerken. Anna Karpenko ist auch Kuratorin der Ausstellung Once we were trees, now we are birds. Die Gruppenausstellung zeigte bis zum 8. Juni 2025 in der ifa-Galerie Berlin Werke von Stipendiat:innen der Martin Roth-Initiative. Sie ist eines der weltweit größten Schutzprogramme für bedrohte Künstler:innen. Das Gemeinschaftsprojekt vom ifa – Institut für Auslandsbeziehungen und dem Goethe-Institut schützt Künstler:innen und Kulturtätige, die sich in ihrem Herkunftsland für die Freiheit der Kunst, Demokratie und Menschenrechte engagieren, indem es temporäre Schutzaufenthalte in Deutschland oder in Drittstaaten ermöglicht. *Die in diesem Podcast geäußerten Ansichten sind ausschließlich die der jeweiligen Sprecher:innen. Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wieder. Shownotes • Ausstellung Once we were trees, now we are birds - https://www.ifa.de/en/exhibition/once-we-were-trees-now-we-are-birds-ifa-berlin/ • ifa Studie The Fragile Triangle of Artistic Freedom - https://culturalrelations.ifa.de/en/research/results/artistic-freedom/ • ifa-Podcastfolge “Silencing Creativity – Self-Censorship in the Arts. Mit Sverre Pedersen – ifa-Podcast English Edition“ • Freemuse State of Artistic Freedom 2025 - https://www.freemuse.org/state-of-artistic-freedom-2025 • Martin Roth-Initiative - https://www.martin-roth-initiative.de/de • Goethe-Institut im Exil - https://www.goethe.de/prj/gex/de/index.html
Zwischen 1180 und 1185 kämpften die Samurai-Clans Minamoto und Taira gegeneinander im Genpei-Krieg. Sie gehen aus Familienmitgliedern der Kaiserdynastie hervor. Der Konflikt eskaliert, als des Kaisers Enkel den Thron besteigt.**********Ihr hört in dieser "Eine Stunde History":00:10:00 - Reinhard Zöllner erläutert die Bedeutung des Genpei-Krieges für die japanische Geschichte00:20:11 - Wolfgang Schwentker über den Einfluss der Samurai auf die Entwicklung Japans00:35:06 - Alexandra Weber ibeschreibt die Attraktivität der Samurai in Deutschland**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Steffi Orbach Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Gesprächspartner: Reinhard Zöllner, Bonner Japanologe Gesprächspartner: Wolfgang Schwentker, deutscher Historiker und Samurai-Experte Gesprächspartner: Alexandra Weber, Kuratorin des Samurai Museum Berlin Gesprächspartner: Martin Krinner, Deutschlandfunk-Nova-Reporter