Wochenende: Endlich Zeit sich den Dingen des Lebens zu widmen, für die sonst keine Zeit im Alltag bleibt. SWR2 lädt Sie ein auf Entdeckungsreise zu gehen. Unsere Reporter besuchen Künstler, Schriftsteller und Musiker daheim oder am Arbeitsplatz. Unsere Fachreporter stellen Ihnen in der HörBar Litera…

Gabrielle Cavassa singt bei einer Hochzeit, bei der die Managerin des Saxofon-Stars Joshua Redman als Gast mit dabei ist. Sie ist so begeistert, dass sie die beiden in Verbindung setzt. Joshua Redman holt die junge Sängerin kurzerhand in seine Band. Eine geradezu märchenhafte Entdeckung. Inzwischen gilt Gabrielle Cavassa als Shootingstar der Jazzszene. „Diavola“ heißt ihr Debütalbum, das jetzt beim legendären Label Blue Note erschienen ist.

Schon als Kind im Sandkasten war ihm klar: Spielen, das möchte ich auch als Erwachsener machen. Hat geklappt. Der Theater- und Fernsehschauspieler Aurel Manthei genießt es in neue Rollen zu schlüpfen. Ob als Kommissar im Thüringenkrimi, als Gründer des Open-Air Festivals Wacken oder als verlassener Ehemann. Privat hört der Vater von drei Kindern gerne Heavy Metal und fährt Motorrad.

Eine Schwarze Frau aus den 1970ern wird plötzlich in die Zeit der Sklaverei katapultiert. Octavia E. Butlers Roman „Verbunden“ gilt heute als Klassiker der afroamerikanischen Literatur. Jetzt ist der Roman als ungekürzte Hörbuchfassung erschienen, gelesen von Dela Dabulamanzi. Das Hörbuch erzählt nicht nur von historischer Gewalt, sondern auch davon, wie sich Geschichte in Körper und Sprache einschreibt und wie gegenwärtig sie bis heute geblieben ist.

Im 18. Jahrhundert war ein Freigeist jemand zwischen „nicht gläubig“ und „sich amoralisch verhalten“. Heute ist ein Freigeist eine eher positive Zuschreibung, eine Person mit Verstand und Moral, wie es der Philosoph Friedrich Nietzsche beschreibt. Sandra Richter, Leiterin des Literaturarchivs Marbach, stellt uns den Freigeist als Begriff im Wandel der Zeit vor.

Die deutsch-jüdische Lyrikerin Mascha Kaléko lebte lange in Berlin, wanderte 1938 jedoch aus Angst vor den Nationalsozialisten in die USA aus. Nach Berlin kam sie ein paar mal zurück, nur auf Besuch. Mit ihrem scharfen analytischen Blick nahm sie genau wahr, was sich in der Stadt und in den Menschen dort verändert hatte. Der Autor Volker Weidermann begleitet in seinem neuen Buch „Wenn ich eine Wolke wäre“ Mascha Kaléko auf ihrer Reise durch Berlin. Er liest aus seinem Buch bei der „Freinsheimer Lese“ am 30. Mai in Freinsheim.

Tofu hat den schlechten Ruf, nach „Nichts“ zu schmecken. Unverständlich für Genussforscher Prof. Thomas Vilgis, der mit einem leichten Trick Tofu sehr aufnahmefähig für alle möglichen Geschmacksrichtungen machen kann. Er schätzt ihn vor allem wegen seiner Textur und den wertvollen Proteinen. Dazu passt das Grün von Möhren und anderem Gemüse, das viel zu schade ist zum Wegwerfen.

Der Bahnhof Ahütte in der Vulkaneifel war jahrzehntelang verlassen. Heute ziehen dort Krimidinner, Theatervorstellungen und historische Schienenbusse wieder Besucher an. Museumsbahnhof-Leiter Andreas Kurth hat die frühere Station der Oberen Ahrtalbahn mit viel Originalinventar und kreativen Ideen wiederbelebt. Zwischen Stellwerk, Fahrkartenschalter und nostalgischen Zugabteilen können Gäste in die Atmosphäre vergangener Bahnreisen eintauchen. Ziel ist ein Ort, an dem Geschichte gemeinsam erlebt wird.

Janne liebt ihren Job bei der Post. Sie sieht sich als Briefdetektivin, die dafür sorgt, dass unzustellbare Briefe doch noch den Menschen erreichen, für den sie gedacht waren. Dafür darf Janne die Briefe öffnen und Nachforschungen anstellen. Doch dann wird sie daran erinnert, dass sie schon viel zu lange keinen Kontakt mehr zu ihrem eigenen Großvater hat. Ein an ihn adressierter Brief landet auf ihrem Schreibtisch. Die Adresse stimmt, aber warum ist er unzustellbar? Und wer ist Rieke Hubert, die den Brief geschrieben hat? Janne beschließt, das herauszufinden. Ein einfühlsames Buch darüber, wie schwer und wichtig es ist, die richtigen Worte zu finden.

In ihrem Roman „Alle meine Mütter“ erkundet Lena Gorelik die vielfältigen Facetten der Mutterschaft. Sie collagiert Geschichten von Müttern und Nicht-Müttern und zeigt Frauen, die in ihrer Rolle glücklich, überfordert, wütend und traurig sind. Schauspielerin Inka Löwendorf interpretiert den Text mit viel Feingefühl, wechselt gekonnt zwischen distanzierter Beobachtung und Empathie.

Im „Balladenjahr" 1797 traten Goethe und Schiller in einen freundschaftlichen Wettstreit und schrieben einige ihrer berühmtesten Balladen. Friedrich Schiller hinterfragt in seinen Werken oft gesellschaftliche Vorstellungen von Ehre und Tapferkeit und kritisiert Oberflächlichkeit und leere Moral. Besonders deutlich tritt diese Kritik in seiner Ballade „Der Handschuh" aus dem Jahr 1797 zutage.

Im kleinen Ort Saig unweit des Titisees im Schwarzwald gelegen, trafen sich ab den 1920er Jahren viele namhafte kreative und intellektuelle Geister. Darunter der Maler Otto Dix, der Historiker Gerhard Ritter, der im Widerstand gegen Hitler aktiv war, oder auch der Bildhauer Fritz Klimsch und sein Sohn, der Schriftsteller Uli Klimsch. Gunilla Eschenbach und Rainer Bayreuther haben in einer detaillierten Dorfstudie die überraschenden Begegnungen und den Austausch untereinander lebendig gemacht. Ein faszinierendes Portrait eines magischen Ortes.

Es gibt Menschen, die lieben Kutteln - der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil zum Beispiel thematisiert sie regelmäßig in seinen Texten. Für Vegetarier und Veganer gibt es aber auch eine pflanzliche Alternative. Der kulinarische Physiker Prof. Thomas Vilgis bereitet sie aus einem besonderen Edelpilz zu, aus dem Kräutersaitling. Dieser ist als Zuchtpilz quasi saisonunabhängig verfügbar und enthält viele gesunde Inhaltstoffe. Kulinarisch zeichnet er sich zudem durch eine besondere Textur aus, da er auch nach dem Garen seine Struktur behält, saftig bleibt und vom Kaugefühl an Fleisch erinnert. Zu den sauren Pilzkutteln serviert Thomas Vilgis als Reminiszenz an seine schwäbische Heimat Gaisburger Marsch-Gemüse.

„Ich bin Satiriker und mache Kabarett über Steuer-, Geld- und Wirtschaftsthemen", fasst Chin Meyer sein Berufsbild kurz zusammen. Er hat das Genre Finanzkabarett erfunden, begegnet der schillernden Welt des Geldes mit großem Humor - und ist damit seit vielen Jahren enorm erfolgreich. Zurzeit ist er mit seinem aktuellen Programm „Die Erotik des Geldes“ auf Deutschlandtour und kommt auch in den Südwesten.

Die französische Jazzmusikerin Hélène Duret liebt den satten Klang ihrer fünfköpfigen Band „Hélène Duret Synestet“. Es macht ihr Spaß, für das kleine Ensemble komplexe Stücke zu schreiben. Sie selbst spielt verschiedene Holzblasinstrumente: Saxophon, Querflöte, Klarinette und Bassklarinette. Ihre Kompositionen zeichnen sich durch eine Klangfarbenvielfalt aus und sind geprägt von einer großen Offenheit. Denn ihre Mitmusiker besitzen durchaus die Freiheit, eigene Ideen einzubringen. Trotzdem klingt diese Musik rund, stimmig und wie aus einem Guss – meint unser Jazzkritiker Johannes Kaiser.

Schwäbisch hat niemals besser geklungen – mit diesem humorvollen Spruch wirbt die Band HASA für sich. HASA steht für einen spacigen Sound. Leiter und Gründer der fünfköpfigen Formation, die es seit 2017 gibt, ist Heiner Reiff. Die Songs von HASA zeichnen sich durch stilistische Vielfalt, aber auch durch einen hintersinnigen Humor aus. Was der Band 2022 den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg einbrachte. Vor kurzem ist ihr zweites Album „Streik“ erschienen – und darauf klingt schwäbisch ziemlich sexy, wie Bandleader Heiner Reiff betont.

Vom Buchdeckel über den Mietpreisdeckel bis zum aktuellen Spritpreisdeckel – der „Deckel“ ist ein Wort mit vielen Bedeutungen, das ursprünglich eine Vorrichtung zum Verschließen, zum Abdecken bezeichnet. In der Zusammensetzung mit anderen Worten ergibt sich ein starkes, eingängiges Bild, das daher gern von der Politik aufgegriffen wird. Besonders faszinierend findet die Sprachwissenschaftlerin Kathrin Kunkel-Razum die vielen Redewendungen, die um den Deckel herum entstanden sind: „Jeder Topf findet seinen Deckel“ oder „einen auf den Deckel bekommen.“

Stephanie Wagner hat klassische und Jazz-Querflöte an der Musikhochschule Mainz studiert und als Stipendiatin ein Studium am Berklee College of Music in Boston (USA) absolviert. Zusammen mit dem Bassisten Norbert Dömling entstand die rein akustische Debüt-CD „Flute 'n' Bass“, die 2023 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. Nun hat das Duo ein neues Album nachgelegt, das sich in einer elektrifizierten, hochflexiblen Besetzung präsentiert: C-Flöte, Alt-Flöte und Bass-Flöte treffen auf E-Bass und 6-string fretless Bass. „Elektrolyte“ ist ein stimmiges Werk mit einfallsreichen innovativen Sounds, unkonventionellen sphärischen Klängen und einzigartigen Grooves, meint Musikkritikerin Marlene Küster.

Der Dichter Novalis verliebte sich schon sehr jung in das Mädchen Sophie. Die beiden verlobten sich, doch kurze Zeit darauf starb Sophie. Der Dichter war zutiefst erschüttert und er hat seinem Leid in „Hymnen an die Nacht“ einen bewegenden poetischen Ausdruck verliehen. Das Liebesleid wird zur christlich-romantischen Todessehnsucht, die dem Leben und dem Diesseits entgegengestellt wird.

Seit vielen Jahren lebt die Schriftstellerin, Essayistin und Übersetzerin in Reykjavik und schreibt regelmäßig Kolumnen zu Internetkultur und Technik. Auf dem Stuttgarter Zukunftskongress spricht sie darüber, warum man keine Angst vor allmächtigen intelligenten Maschinen haben muss.

Anne Pe findet die Inspiration für ihre Musik am Fuße der Weinberge in ihrer Heimat Offenburg. Ihre Songs sind eine Mischung aus Pop, Folk und Weltmusik. Ihre Texte drehen sich mal um das Leben in der Großstadt Berlin, wo ihre Karriere als Musikerin begann, mal um die geologische Entstehung des Schwarzwaldes als Hommage an ihren Vater – ein ehemaliger Geografie-Lehrer. Ihr jüngstes Album „Songs and Lines“ ist im Herbst 2025 erschienen. 2026 geht sie damit auf Tour und arbeitet bereits an einer neuen Platte. Für die Hausbesuche-Reihe ist Lukas Fleischmann mit ihr durch den Schwarzwald spaziert und hat ein kleines Privat-Konzert mit Akustikgitarre im Hof vor ihrem Fachwerkhaus bekommen.

Für Daniela Dröscher, aufgewachsen im Hunsrück zwischen Dialekt und Hochdeutsch, war Sprechen oft eine Frage von Schweigen. Ob sie ihre Stimme erhebt, sich traut, etwas zu sagen – auch auf die Gefahr hin, dass sie mehr preisgibt, als sie eigentlich wollte. Sprechen ist kein Informationsaustausch, es sagt viel mehr als die Bedeutung der Worte. Dies erkundet Daniela Dröscher in ihrem nachdenklichen Essay.

Judith Hermann reist auf den Spuren ihres Großvaters nach Polen. Ein Foto führt sie nach Radom, wo er stolz auf einem SS-Motorrad posiert. Viel ist es nicht, was sie herausfindet, aber allein ihren Gedanken, ihrem Ringen um Worte, Gefühle und Geschichten zuhören zu können, macht dieses Hörbuch sehr eindrücklich. Was bleibt, wenn wir gehen und womit müssen unsere Nachfahren zurechtkommen?

Isabel Allendes Bestseller „Das Geisterhaus“ ist vor allem als Film mit Jeremy Irons und Meryl Streep im Gedächtnis. Jetzt hat ein spanischsprachiges Team das Buch zur Serie umgearbeitet, die deutlich näher an den Roman heranrückt.

Die Berliner Künstlerin Andrea Pichl erhält der Vogelmann Preis für Skulptur 2026. Ihre Preisträgerausstellung in der Heilbronner Kunsthalle Vogelmann ist eine kühle Abrechnung mit deutsch-deutschen Absurditäten zwischen Ost- und West.

„Mir war so bang, und du kamst lieb und leise, ich hatte grad im Traum an dich gedacht.“ Zeilen aus dem Gedicht „Traumgekrönt“ von Rainer Maria Rilke. Auf dieses poetische und eher selten verwendete deutsche Kompositum ist Prof. Sandra Richter vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach nicht ganz ohne Grund aufmerksam geworden. Schließlich beherbergt das Archiv den Nachlass des "Klangzauberers" der deutschen Sprache.

Der von Björn Hayer herausgegebene Band „Aus einer geschützten Ecke heraus lässt du den Raum entstehen“ versammelt Stimmen der Gegenwartslyrik, die neue poetische Räume entwerfen. Im Zentrum stehen keine fernen Utopien, sondern Gegenentwürfe zum Hier und Jetzt – zwischen Rückzug, Widerstand und Aufbruch. Der Herausgeber ist selbst Lyriker und wichtig bei der Auswahl der Gedichte war ihm, dass sie einen Grundoptimismus vermitteln.

Henriette Sellin betreibt das einzige noch existierende Antiquariat in Mainz. Die Buchhändlerin ist gleichzeitig aber auch Papierkünstlerin: Aus alten Tapetenmustern und historischen Darstellungen von Tieren, Pflanzen und Menschen fertigt sie phantasievolle Collagen an, mit denen sie Dosen und Schachteln veredelt.

Das „Haus Himmelreich“ ist eine Kneipe und das Zuhause der Wirtin Rita, die dort praktisch aufgewachsen ist. Nun soll die Kneipe geschlossen werden – höchste Zeit für einen Abgesang, auch auf die vielen Menschen, die hier am Tresen ihre Weisheiten verbreitet haben. Frank Goosen erzählt mit großer Warmherzigkeit und einer guten Portion Nostalgie – und er ist dabei wie immer sehr unterhaltsam.

Die Bassistin Gina Schwarz, der Gitarrist Christoph Helm und der Schlagzeuger Chris Parker kennen sich aus verschiedenen Ensemble-Projekten des Wiener Konservatoriums. Im Jahr 2022 beschlossen die drei eine Band zu gründen, weil sie sich musikalisch geradezu perfekt ergänzen. Einen Eindruck davon vermittelt das Album „Perspectivity“ des Trios aus Österreich.

Die Schauspielerin Natalie O'Hara steht im Stück „Endstation Sehnsucht“ in der Rolle der Blanche Dubois auf der Bühne des Alten Schauspielhauses in Stuttgart. Die Rolle der Südstaatenschönheit im Drama von Tenesse Williams macht ihr große Freude, sie hat aber auch großen Respekt davor, weil die Figur sehr vielschichtig ist.

Der ehemalige Rennfahrer Adolf Rosenberger gehörte zu den Mitgründern von Porsche. Da ein jüdischer Mitgesellschafter das Missfallen der NS-Machthaber wecken musste, wurde er 1935 aus dem Unternehmen herausgedrängt. Zu diesem Schluss kommt der Bonner Historiker Joachim Scholtyseck in seiner umfangreichen Studie. Die Bedeutung Rosenbergers hatte in der Firmengeschichte jahrzehntelang keinen Platz.

Neben süß, sauer, salzig und bitter gibt es die Geschmacksrichtung umami. Sie wird als herzhaft und fleischig beschrieben und verstärkt den Eigengeschmack von Speisen, ohne ihn zu überlagern. Umami wird hauptsächlich durch die Aminosäure Glutaminsäure hervorgerufen, die als Bestandteil von Proteinen natürlicherweise in vielen tierischen Lebensmitteln vorkommt. Da Brokkoli und grüner Spargel eher weniger Glutaminsäure als tierische Produkte enthalten, empfiehlt Thomas Vilgis zur Verstärkung des Eigengeschmacks eine kräftige, sämige Umamisauce. Den „Rumms“, wie er es nennt, also den vollmundigen Geschmack, bekommt die Sauce unter anderem durch kernigen Harzer Käse oder den eher weichen Mainzer Handkäs - beide sind exzellente Proteinlieferanten.

Wer sich ein Zubrot zu seinem Gehalt oder seiner Rente verdienen möchte, kann einen Minijob annehmen. Für so eine Beschäftigung muss man keine Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge bezahlen. Aber egal, ob Mini- oder Midijob, beides ist nicht zu verwechseln mit dem Mikrojob. Wo dieser Begriff herkommt und was es damit auf sich hat, das erläutert Annette Klosa-Kückelhaus vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim.

Eva und Felix, Linn und Matze – die beiden Paare machen gemeinsam Urlaub. Eva und Felix haben ihre beiden kleinen Kinder dabei. Linn und Matze sind mit ihrem Kinderwunsch beschäftigt. Die ungleiche Konstellation gerät im Laufe weniger Tage ins Trudeln, um sich dann, vielleicht, wahrscheinlich, neu zu formieren. Dita Zipfel erzählt vor allem aus der Sicht der beiden Frauen eine komplexe Geschichte, von Lisa Hrdina mit souveräner Ruhe und Einfühlsamkeit umgesetzt.

„My Ex“ heißt die RomCom-Serie in ZDFneo, in der Helgi Schmid demnächst den besten Freund der Hauptfigur Ivy spielt. Über die Musik kam der „deutsche Brad Pitt“ zur Bühne und letztendlich zur Schauspielerei. Die kreativen Gene habe er von seiner isländischen Mutter, mutmaßt der Darsteller. Er schätze diese zweite Heimat sehr, finde aber den Gammelrochen – eine traditionelle Speise am 23. Dezember – „entsetzlich“. Zurzeit ist Helgi Schmid in Film und Fernsehen gefragt. Die gelegentliche Bühnensehnsucht stillt er erfolgreich als Mitglied der Mannheimer Improtheatergruppe „Drama light“.

Wilhelm Busch war ein eigenbrötlerischer Junggeselle mit einem gewissen Hang zu Tabak und Alkohol. Er, der gerne über verliebte Männer und die Ehe spottete, konnte aber auch sehr feinfühlige Gedichte schrieben. Die sanfte Seite des „Max und Moritz“-Autors ist weniger bekannt. Beide Seiten lassen sich aus den Gedichten „Bedächtig“ und „Der Einsame“ herauslesen.

Erst die Oma - dann die Enkelin. Den kleinen Hutladen gibt es schon seit 1953. Juliane Fischer übernahm ihn als gelernte Modistin und Meisterin ihres Fachs 2019 und führt damit das seltene Handwerk in der dritten Generation weiter. Ob extravagant oder sportlich - fürs Pferderennen oder eine Nachtwächter-Tour: Sie fertigt Hüte nach individuellem Wunsch an und bekommt auch schon mal Aufträge von Gemeinden der Umgebung. Schon als Kind kreierte sie hier in der alten Werkstatt ihren ersten Hut und dekorierte ihn im Schaufenster. Ein erster Verkaufserfolg für fünf Mark.

Schon im Titel seines aktuellen Albums stellt Schlagzeuger Gregory Hutchinson eine enge Verbindung zu Miles Davis her. Der schrieb 1959 mit „Kind of Blue“ Jazzgeschichte. Mit einem exzellent besetzten Sextett interpretiert er einige der größten Hits von Miles Davis neu und ergänzt sie durch Stücke von anderen Jazzgrößen oder Eigenkompositionen. Die Musiker schaffen es, mit bekannter Musik eigene Geschichten zu erzählen. Genau das wollte Hutchinson erreichen: Den Spirit der legendären Kollegen in Bewegung halten, aber keine Heldenverehrung betreiben. Vorzüglich gelungen – sagt unser Musikredakteur Georg Wasmuth.

Ein Streit um Frida-Kahlo-Werke bringt die mexikanische Künstlerin erneut in die Schlagzeilen. Warum ihre Kunst bis heute weltweit berührt – und was oft übersehen wird.

Die Erhaltung der Biodiversität: Dafür engagiert sich der Westerwälder DJ, Techno-Produzent und Ökologe Dominik Eulberg. In den letzten Jahren hat er sich als Sachbuchautor einen Namen gemacht. Nun hat Eulberg den Band „Prachtliebe & Wunderfakten“ herausgebracht. Das Buch bietet überraschendes Wissen über die heimische Fauna und ist ein Augen- und Ohrenschmaus.

Mit dem Roman „Ruf! Mich! An!“ landete Else Buschheuer vor rund 25 Jahren einen Bestseller. Danach hat Else Buschheuer weitergeschrieben, hat im Fernsehen moderiert und gebloggt. Und dem Leben immer wieder eine vollkommen neue Richtung gegeben. Davon erzählt nun auch das neue, autofiktionale Buch „ex@frau“, erschienen im Tübinger konkursbuch Verlag.

Den Kopf in den Sand stecken: Die Vogel-Strauß-Taktik ist eine Reaktion auf die Flut negativer Nachrichten, die immer mehr Menschen in Deutschland anwenden. Es gibt eine wachsende Gruppe von Mediennutzenden, die auf ein überforderndes Nachrichtenangebot und auf negative Schlagzeilen mit Abkehr reagieren. Das wird auch als News Avoidance bezeichnet.