Wochenende: Endlich Zeit sich den Dingen des Lebens zu widmen, für die sonst keine Zeit im Alltag bleibt. SWR2 lädt Sie ein auf Entdeckungsreise zu gehen. Unsere Reporter besuchen Künstler, Schriftsteller und Musiker daheim oder am Arbeitsplatz. Unsere Fachreporter stellen Ihnen in der HörBar Litera…

Wer sich ein Zubrot zu seinem Gehalt oder seiner Rente verdienen möchte, kann einen Minijob annehmen. Für so eine Beschäftigung muss man keine Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge bezahlen. Aber egal, ob Mini- oder Midijob, beides ist nicht zu verwechseln mit dem Mikrojob. Wo dieser Begriff herkommt und was es damit auf sich hat, das erläutert Annette Klosa-Kückelhaus vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim.

Eva und Felix, Linn und Matze – die beiden Paare machen gemeinsam Urlaub. Eva und Felix haben ihre beiden kleinen Kinder dabei. Linn und Matze sind mit ihrem Kinderwunsch beschäftigt. Die ungleiche Konstellation gerät im Laufe weniger Tage ins Trudeln, um sich dann, vielleicht, wahrscheinlich, neu zu formieren. Dita Zipfel erzählt vor allem aus der Sicht der beiden Frauen eine komplexe Geschichte, von Lisa Hrdina mit souveräner Ruhe und Einfühlsamkeit umgesetzt.

„My Ex“ heißt die RomCom-Serie in ZDFneo, in der Helgi Schmid demnächst den besten Freund der Hauptfigur Ivy spielt. Über die Musik kam der „deutsche Brad Pitt“ zur Bühne und letztendlich zur Schauspielerei. Die kreativen Gene habe er von seiner isländischen Mutter, mutmaßt der Darsteller. Er schätze diese zweite Heimat sehr, finde aber den Gammelrochen – eine traditionelle Speise am 23. Dezember – „entsetzlich“. Zurzeit ist Helgi Schmid in Film und Fernsehen gefragt. Die gelegentliche Bühnensehnsucht stillt er erfolgreich als Mitglied der Mannheimer Improtheatergruppe „Drama light“.

Wilhelm Busch war ein eigenbrötlerischer Junggeselle mit einem gewissen Hang zu Tabak und Alkohol. Er, der gerne über verliebte Männer und die Ehe spottete, konnte aber auch sehr feinfühlige Gedichte schrieben. Die sanfte Seite des „Max und Moritz“-Autors ist weniger bekannt. Beide Seiten lassen sich aus den Gedichten „Bedächtig“ und „Der Einsame“ herauslesen.

Erst die Oma - dann die Enkelin. Den kleinen Hutladen gibt es schon seit 1953. Juliane Fischer übernahm ihn als gelernte Modistin und Meisterin ihres Fachs 2019 und führt damit das seltene Handwerk in der dritten Generation weiter. Ob extravagant oder sportlich - fürs Pferderennen oder eine Nachtwächter-Tour: Sie fertigt Hüte nach individuellem Wunsch an und bekommt auch schon mal Aufträge von Gemeinden der Umgebung. Schon als Kind kreierte sie hier in der alten Werkstatt ihren ersten Hut und dekorierte ihn im Schaufenster. Ein erster Verkaufserfolg für fünf Mark.

Schon im Titel seines aktuellen Albums stellt Schlagzeuger Gregory Hutchinson eine enge Verbindung zu Miles Davis her. Der schrieb 1959 mit „Kind of Blue“ Jazzgeschichte. Mit einem exzellent besetzten Sextett interpretiert er einige der größten Hits von Miles Davis neu und ergänzt sie durch Stücke von anderen Jazzgrößen oder Eigenkompositionen. Die Musiker schaffen es, mit bekannter Musik eigene Geschichten zu erzählen. Genau das wollte Hutchinson erreichen: Den Spirit der legendären Kollegen in Bewegung halten, aber keine Heldenverehrung betreiben. Vorzüglich gelungen – sagt unser Musikredakteur Georg Wasmuth.

Ein Streit um Frida-Kahlo-Werke bringt die mexikanische Künstlerin erneut in die Schlagzeilen. Warum ihre Kunst bis heute weltweit berührt – und was oft übersehen wird.

Die Erhaltung der Biodiversität: Dafür engagiert sich der Westerwälder DJ, Techno-Produzent und Ökologe Dominik Eulberg. In den letzten Jahren hat er sich als Sachbuchautor einen Namen gemacht. Nun hat Eulberg den Band „Prachtliebe & Wunderfakten“ herausgebracht. Das Buch bietet überraschendes Wissen über die heimische Fauna und ist ein Augen- und Ohrenschmaus.

Mit dem Roman „Ruf! Mich! An!“ landete Else Buschheuer vor rund 25 Jahren einen Bestseller. Danach hat Else Buschheuer weitergeschrieben, hat im Fernsehen moderiert und gebloggt. Und dem Leben immer wieder eine vollkommen neue Richtung gegeben. Davon erzählt nun auch das neue, autofiktionale Buch „ex@frau“, erschienen im Tübinger konkursbuch Verlag.

Den Kopf in den Sand stecken: Die Vogel-Strauß-Taktik ist eine Reaktion auf die Flut negativer Nachrichten, die immer mehr Menschen in Deutschland anwenden. Es gibt eine wachsende Gruppe von Mediennutzenden, die auf ein überforderndes Nachrichtenangebot und auf negative Schlagzeilen mit Abkehr reagieren. Das wird auch als News Avoidance bezeichnet.

Für den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal gab es trotz vieler Bemühungen kein Happy End. Was würde uns der gestrandete Ostseewal sagen wollen, wenn er könnte? Der Biologe Fabian Ritter ist einer der bekanntesten deutschen Wal- und Delfinexperte und hat sich auch mit der Sprache dieser Tiere befasst.

Gute Saucen herzustellen ist eine Kunst und hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Geradezu in Verruf geraten ist die klassische Mehlschwitze als Saucengrundlage. Unser Genussforscher und Physiker Thomas Vilgis hält allerdings an den unvergleichlichen Röstaromen dieser Schwitze fest, ersetzt das Mehl allerdings durch Milchpulver. Clever, lecker und ganz einfach nachzumachen.

„Redleaf“ heißt ein bemerkenswerter Jazz-Import aus Downunder. Dahinter steckt die Gitarristin Hilary Geddes. Sie hat die Stücke während der Coronapandemie geschrieben, als Sydney wie so viele andere Städte im Lockdown steckte und die Natur für viele besonders wichtig war. „Redleaf“ ist der Strand, an den sich Hilary Geddes gerne flüchtete, und die Musik des Albums klingt genauso: Die Melodien erinnern an Meer, Steppe, Himmelsspektakel. Die Gitarre hat eindeutig die Führung, gibt aber auch genügend Raum für die Interpretationen und Improvisationen der anderen drei Musiker. Hilary Geddes lässt in ihrem Spiel immer wieder Bluesklänge aufblitzen. Auch dadurch bekommt das Album eine besondere Note und wird von Musikredakteur Niklas Wandt unbedingt zum Hören empfohlen.

Ari ist siebzehn, macht eine Lehre zur Malerin und skatet. Jeden Tag trifft sie sich mit ihren Freunden im Park. Doch dann tauchen plötzlich zwei Menschen auf, die das ganze Gefüge ins Rutschen bringen: Tom, der besser skatet als alle anderen und ihr Mutter, die bislang in Aris Leben überhaupt keine Rolle gespielt hatte. Eva Rottmann liest ihren Roman, für den sie den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen hat, mit jugendlicher Hingabe: Schnodderig, abgeklärt und gleichzeitig verwundert über alles, was das Leben so zu bieten hat.

Nezilla faltet aus Papier Atombomben – als Mahnmal für den Frieden. Aus diesen „Paper Bombs“ sind zwei Meter große Skulpturen aus weißem Aluminiumblech geworden, die sie in Italien und Frankreich an geschichtsträchtigen Orten aufstellen durfte. Aber ihr Einsatz für Frieden und Versöhnung ist nicht das einzige gesellschaftspolitische Thema, mit dem sich die deutsch-italienische Künstlerin beschäftigt.

Im Orgel Art Museum in Windesheim in Rheinland-Pfalz kann man die Entwicklung der Orgel nachverfolgen – und dabei so manche Kuriosität entdecken.

Der Mannheimer Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano ist durch sein außergewöhnliches Projekt „Gegen das Vergessen“ bekannt geworden. Seit über 10 Jahren reist er durch die ganze Welt, um Überlebende des Holocaust zu porträtieren, ihre Schicksale festzuhalten und an die nächsten Generationen weiterzugeben. Jetzt hat Luigi Toscano zusammen mit der Autorin Silke Kettelhake seine eigene Lebensgeschichte unter dem provokanten Titel „Kanakenkind“ veröffentlicht. Darin erzählt er schonungslos von seiner Kindheit in äußerst prekären Verhältnissen, über tiefe Abstürze, bis hin zu seiner Rettung durch die Fotografie und der weltweiten Aufmerksamkeit für seine künstlerische Arbeit – eine Beeindruckende Lebensgeschichte.

Alain Delon, Peter Fonda, Robert Redford, Dennis Hopper oder Robert de Niro – ihnen allen hat der Rezitator und Synchronsprecher Christian Brückner seine Stimme geliehen. Zum 100. Geburtstage von Miles Davis widmet er jetzt dem Idol seiner Jugend eine musikalische Lesereise.

Es gibt nur wenige historische Quellen über die Ehefrau des Philosophen Sokrates. Antike Schriftsteller beschrieben sie als zänkisch und sie soll ihren Ehemann häufig kritisiert und provoziert haben. Vielleicht war sie aber einfach nur eine starke Frau, die sich nicht alles gefallen ließ. Heute wird „Xanthippe“ oft abwertend zur Beschreibung einer herrischen oder nörgelnden Frau verwendet. Was es mit dem Klischee auf sich hat, darüber hat Prof. Sandra Richter vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach nachgedacht.

Édouard Louis zählt zu den wichtigsten jungen Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur. Bekannt wurde er mit schonungslosen Texten über Herkunft, Gewalt und Klassenzugehörigkeit. Auch in „Absturz“ bleibt Louis diesem Zugriff treu: Sein Bruder stirbt, doch er als Erzähler empfindet nichts. Aus dieser Leerstelle entsteht eine präzise Analyse sozialer Bedingungen und familiärer Prägung. Louis verbindet autobiografisches Erzählen mit literarischer Soziologie. In der Hörbuchfassung verleiht Patrick Güldenberg dem Text über Herkunft und soziale Ungleichheit eine klare, eindringliche Stimme.

Berühmt geworden ist Heinrich Hoffmann als Autor von Kinderbüchern, die uns heutzutage ziemlich brutal und erzieherisch fragwürdig vorkommen: Struwwelpeter, Paulinchen mit den Schwefelhölzern oder der Zappelphilipp. Diese Geschichten schrieb der Kinderpsychiater vor rund 180 Jahren in bester Absicht für seine kleinen Patienten. Und sein Ostergedicht über fünf kleine Osterhasen sollten die Kinder darüber hinwegtrösten, wenn es an Ostern regnet.

Mit über 50 Alben als Solokünstler zählt der Saxophonist Benjamin Herman zu den produktivsten Musikern der Niederlande. Außerdem ist er bekannt dafür, dass er auf unkonventionelle Art und Weise Jazztraditionen mit modernen Einflüssen verbindet. Für sein neues Album ist Benjamin Herman mit dem Bassisten Thomas Pol und dem Schlagzeuger und Produzenten des Albums, Jimmi Jo Hueting, nach Tokio gereist. Dort haben sich die drei Musiker in der Underground-Musikszene umgesehen und zahlreiche Konzerte von Noise-Künstlern und Free-Jazz-Musikern besucht. Für die Produktion des Albums hat Herman dann einige japanische Musiker ins Studio eingeladen. Herausgekommen sind meisterhafte Kompositionen, die einen in sein Japan-Universum reinziehen, schwärmt unsere Jazzkritikerin Marlene Küster.

Der Kaiserschmarren zählt zu den bekanntesten Süßspeisen der österreichischen Küche und wird als Haupt- oder Nachspeise serviert. Die wichtigsten Zutaten sind Eier, Mehl und Milch. Ganz ähnlich wie beim Quarkschmarrn. Im Unterschied zur kaiserlichen Speise kann beim Quarkschmarrn allerdings weitgehend auf Mehl verzichtet werden. Denn luftig wird die Quark-Eigelbmasse durch die Luftbläschen des Eischnees. Wer es noch luftiger möchte, dem empfiehlt Thomas Vilgis Backpulver mit etwas Glucono-Delta-Lacton hinzuzugeben. Und was sich als Zutat noch eignet, das erfahren sie im Rezept des Genussforschers für sein Feiertagsdessert, das er Osterschmarrn nennt.

Ob Dorfkirche oder Dom, der Verleger Josef Fink aus Lindenberg im Allgäu macht da keinen Unterschied. Seine kleinen Kunstführer finden sich in den Auslagen vieler Gotteshäuser. Sie liefern Informationen und Fotos von Architektur und Kunstwerken, die in normalen Reiseführern oft nicht zu finden sind.

Die begnadete Entertainerin Gayle Tufts liebt Humor, der ehrlich ist. Das bringt sie auch auf der Bühne zum Ausdruck. Mit Feuer, Temperament und Lebensfreude. Zurzeit in ihrem aktuellen Programm „Please, don't stop the Music“, mit dem sie nun nach Stuttgart und Rheinfelden kommt.

Die Lyrik von Jürgen Nendza zeichnet sich durch eine dichte, oft reduzierte Sprache aus, die alltägliche Beobachtungen mit existenziellen Fragen verbindet. In seinen Gedichten beschäftigt er sich häufig mit Naturbildern und Landschaften, die ihm als Spiegel innerer Zustände dienen. Eine Gegend, die ihn besonders fasziniert und inspiriert hat, ist das Hohe Venn, eine 600 Quadratkilometer große Moorlandschaft, die teils auf belgischem, teils auf deutschem Gebiet liegt.

Sie ist für einen Film wohl fast so wichtig wie das Ensemble der Schauspieler. Filmmusik untermalt nicht nur, sie hat eine ganz eigene Macht, berührt uns und bleibt im Kopf. Leonard Küßner aus Offenburg ist erst 32, aber bereits ein renommierter und mit Preisen ausgezeichneter Filmkomponist. Er hat schon für internationale Größen wie Wim Wenders komponiert

Kopfsteinpflaster und Fußweg sind geläufige Begriffe aus dem Straßenbau, die mit einem Körperteil zusammenhängen. Doch die Gehwegnase ist eine recht unbekannte Bezeichnung für eine Erweiterung des Gehwegs an einer Straßenkreuzung, um Fußgängern und Radfahrern ein gefahrloses Überqueren der Straße zu ermöglichen. Aus der Vogelperspektive dehnt sich der Gehweg wie eine Nase in den Raum aus.

In den letzten Jahren haben eine Reihe Bands aus Großbritannien für Furore weit über die Jazzszene hinaus gesorgt - darunter auch Nubiyan Twist. Basis ihrer Musik ist ein zugänglicher, groove-basierter Sound, der sich aus einem reichen Fundus der Stile speist - neben Jazz, Fusion und Hiphop verarbeiten sie vor allem die Musiken der afrikanischen und afrokaribischen Diaspora.

Als Literaturübersetzerin aus dem Französischen hat sich Nicola Denis einen Namen gemacht. Jetzt hat sie sich mit einem neuen Roman in das Leben ihrer Eltern eingeschrieben, die 1953 als junges Ehepaar nach Kolumbien aufbrechen. Der lebhafte Briefwechsel in die Heimat wird zum Vermächtnis, aus dem Nicola Denis eine bunte Tragetasche voller Geschichten und Träume knüpft.

Schottische Eier (Scotch Eggs) sind ein traditionelles Gericht aus Großbritannien. Es besteht aus einem gekochten Ei, das mit Wurstbrät ummantelt, mit Semmelbröseln paniert und anschließend frittiert oder gebacken wird. Scotch Eggs gibt es eigentlich das ganze Jahr und nicht nur zu Ostern.

Wer entscheidet, was oder wie Familie sein soll? In Ulrike Draesners bisher persönlichsten Buch „zu lieben" geht es um die Adoption eines dreijährigen Mädchens aus Sri Lanka. Das Vorher und das Nachher. Die Umstände, Vorurteile und das, was zählt - sich nahe sein, Familie sein, zu lieben. Die sehr ehrliche, berührende Familiengeschichte ist auch als Hörbuch erschienen, einfühlsam gelesen von Nina Kunzendorf, die genau den richtigen Ton trifft für dieses besondere Buch.

Das Museum Tinguely zeigt die erste große Schweizer Ausstellung von Angelica Mesiti. Ihre Videoinstallationen erkunden, wie Rituale und Klänge Gemeinschaft und Identität formen.

Wenn die Guzheng einsetzt ist klar, hier geht es um Ostasien. Die Wölbbrettzither kommt aus China und wird auf dem Album „Waypeople“ meisterhaft gespielt von Jia Ling. Bandleader Jake Baxendale hat sie zu seinem Jazz-Sextett dazugeholt, um die Vertonungen von Laotse-Texten auch musikalisch eine asiatische Prägung zu geben. Die Stücke des Albums sind stilistisch sehr breit angelegt und reichen von der Pop-Ballade bis zum introvertierten Lied. Für Jia Ling war Improvisation eine völlig neue, aber sehr bereichernde Erfahrung. Sollte es Auftritte in China geben, plant sie schon, die philosophischen Texte aus dem Daudejing in Originalmandarin zu performen.

Der Begriff Quintenmacher wird in der Musik etwas abwertend und spöttisch für wenig kreative Komponisten und Musiker verwendet, die sich der Quinte bedienen. Jenem Intervall, das fünf Tonstufen einer Tonleiter umfasst. Wo sich dieser eher selten verwendete Begriff in der Literatur findet und wofür er dort steht, das weiß Sandra Richter vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach.

Eigentlich wollte er Winzer werden – zumindest waren es zunächst die Rüdesheimer Steillagen und nicht die Konzertbühnen, die seinen Alltag prägten. Doch die Musik ließ Biber Herrmann nicht los. Heute gilt er als einer der besten Blueser Deutschlands: ein Fingerpicking-Virtuose, der seine Songs am Waldrand vom Schindeldorf im Hunsrück schreibt – über Kettensägen, Krötenwanderungen und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Noah ist vierzehn und Taubenzüchter. Seine Tauben sind sein ganzer Stolz – und sie zu beobachten gibt ihm die nötige Ruhe in schwierigen Zeiten. Die Mudschahedin haben die Macht übernommen und Noahs Alltag ist bestimmt von Verboten, Einschränkungen und Regeln. Abbas Khider beschreibt in kurzen, klaren Sätzen und eindringlichen Bildern wie zerstörerisch eine Diktatur wirkt. Pascal Houdus verstärkt deren Wirkung durch seine zurückhaltende Interpretation.

Vier Frauen, drei Generationen, ein Verbrechen, über das Niemand spricht – und das ihr Leben miteinander verbindet. Judith Hoersch erzählt eine Geschichte über das Schweigen, wie uns Unausgesprochenes prägt und wie heilsam die Wahrheit sein kann.

Joab Nist sammelt Berlins witzigste, frechste und ehrlichste Botschaften. Was als Hobby begann, wurde zur Erfolgsgeschichte – und zeigt den Alltag der Hauptstadt.

Die meisten Deutschen leben nicht am Meer, und deshalb muss man sich mit Tiefkühlware oder Konserven behelfen. Da gibt es gewaltige Qualitätsunterscheide, und der Küchenphysiker Thomas Vlgis bringt Jahrgangssardinen aus Frankreich ins Spiel, die mit der Zeit immer besser werden. Mit Joghurt, Fischfond, Rauchöl und Stärke werden die Filets zu einer Creme geschlagen. Der geschmackliche Kick kommt durch Kalamansisaft. Der kommt aus einer philippinischen Frucht und ist mittlerweile in hiesigen Bioläden zu haben. Als gemüsige Ergänzung empfiehlt der Fachmann Mairübchen.

Ein Gedicht von Heinrich Heine kann durchaus auch einmal eine Anspielung auf die politischen Umstände zur Zeit des Romantikers enthalten. Selbst in einem auf den ersten Blick naiven kleinen „Frühlingslied“. Natürlich geht es vordergründig um den Frühling, doch dahinter steckt ein analytischer Blick auf die Politik.

New York feierte das Stuttgarter Ballett der 1960er Jahre als „Ballettwunder“. Das Stadtpalais Stuttgart zeigt wie John Cranko mit dem Ensemble den modernen Tanz nachhaltig veränderte.