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Was mit Reisen
Überleben am Büffet Reisejournalismus muss man sich leisten können

Was mit Reisen

Play Episode Listen Later Jan 15, 2026 18:45


Manchmal kann das Leben eines Reisejournalisten schon verdammt hart sein: „…Für unsere Suite im 56. Stock zahlen wir noch einmal 7000 € und sind maßlos enttäuscht. Das Essen ist schlecht (500 € für eine trockene Languste), die Technik versagt überall. Ein Zwischenstopp, den wir uns besser erspart hätten…“ Kommentar: Jürgen Drensek Na, da stellt man sich doch gerne die strenge Mine der Reisekosten-Sachbearbeiterin vor, bei der der kritische Kollege und Hoteltester (übrigens lange Jahre Ressortleiter einer renommierten deutschen Sonntags-Zeitung) hinterher seine Undercover-Recherche abrechnete. Solche unlängst tatsächlich gedruckten Kleinodien deutscher Dichtkunst sind nicht ganz unschuldig am Ruf der Reisejournaille, immer die ersten am Kaviarstand und die letzten an der Champagner-Bar zu sein. Dabei ist es doch ein Bild, das mittlerweile nur noch zum manchmal amüsanten Klischee taugt. Das Gros der Fachjournalisten, die sich dem Thema Reise und Tourismus widmen, dürfte sich weniger um angebrannte Schalentiere im arabischen Luxus-Märchenschloss sorgen, als um die Honorar-Abrechnung am Monatsende. Die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) hat sich bei den Kolleginnen und Kollegen, die vorwiegend die weite Welt in die Tageszeitungen bringen, einmal umgehört. Das Ergebnis erschreckt: knappe 1700 € beträgt das durchschnittliche Monats-Einkommen bei freiberuflichen Print-Journalisten. Vor Steuer und Renten-Versicherung wohlbemerkt. Das ist weniger, als ein Berufsanfänger tariflich nach dem Volontariat verdient; dabei sind die meisten Reisejournalisten schon weit jenseits der 40. Wer tut sich das an? Vordergründig möchte man sagen Lebenskünstler, Entdecker-Naturen, unruhige Geister, die es nicht am heimischen Redaktionsschreibtisch hält. Oder vielleicht doch eher Masochisten, denen es nichts ausmacht, im journalistischen Standesdünkel nur mit Näschen-Rümpfen als zugehörig zur Zunft akzeptiert zu werden? In einer Branche, in der Politikredakteure oder eitle Fernsehmoderatoren den Platz in der ersten Reihe beanspruchen – die sogar, wenn sie selbst das „Guten Abend“ vom Teleprompter auf der Kamera ablesen müssen… Wer sich heute mit professionellem Anspruch auf das Gebiet des Reisejournalismus begibt, braucht ein dickes Fell – und möglichst einen Partner, der das Geld verdient. Eine reiche Erbtante, die den Drang in die Ferne post mortem unterstützt, ist allerdings auch ganz hilfreich… Zwischen „Rudel-Verhalten“ und Redaktions-Alltag Aber man sollte auch durchaus selbstkritisch sein: Der anonym bleiben wollende Pressesprecher erinnert sich mit Grausen. Neulich auf Ibiza habe er bei einer typischen Journalistengruppe mal etwas „ganz Revolutionäres“ versucht: Abends sollten sich die Kollegen alleine „für die Recherche“ ins Nachtleben der Partymetropole stürzen. Sogar gegen Quittung auf Kosten des Veranstalters… Er hat sie dann doch eine halbe Stunde später alle am Anfang von Eivissas „Rennbahn“ mit der vielleicht europaweit höchsten Entertainment-Dichte wieder getroffen. Etwas hilflos als Gruppe zusammenstehend. Und mit der Bitte, ob er denn nicht einen Tipp hätte, wo man hier am besten hingehen sollte… Gemeinsam. „Wenn unsere Studienreise-Gäste in der Fremde nur halb so unbeholfen wären, wie ein Rudel verwöhnter Journalisten…“, resigniert der PR-Mann, dem nach vielen Jahren Pressebetreuung nichts Menschliches mehr fremd ist, und lässt die Antwort lieber offen… Ein Einzelfall? Wer schon einmal auf Journalistenreise dabei war – also bei der klassischen Form der „Recherche“ vor Ort – wird Dutzende ähnlicher Geschichten erzählen können. Kein Wunder, dass frustrierte Fachkollegen manchmal den Eindruck haben, der Reisejournalismus entwickele sich immer mehr zum Tummelplatz des Dilettantismus. Das Problem ist erkannt, aber nicht gebannt. Im Gegenteil. Zwar rangieren Reiseberichte gleich nach dem Sport auf einem Spitzenplatz des Leser-, Hörer- oder Zuschauerinteresses, aber in der Redaktionshierarchie sind die Tourismus-Fachleute nach wie vor die Kellerkinder. Die meisten Chefredakteure betreiben die Geringschätzung mit System: Über Reisen könne jeder schreiben. Alle sind schließlich Urlaubs-Fachleute aus eigener Erfahrung… Was bei der Beschickung selbst von langweiligen Parteitagen undenkbar wäre und zu einem Aufstand der politischen Redaktion führen würde, ist bei Presse-Einladungen touristischer Veranstalter Redaktionsalltag: Die Journalistenreise als Belohnungs-Zückerchen. Mal fünf Tage in die Sonne – aber bitte als freie Tage anmelden… So kommt es denn, dass in solchen Gruppen nicht selten fleißige Lokal-Journalisten oder uninspirierte Mikrophon-Hinhalter der Privatradios und Freizeit-Blogger in der Mehrheit sind. Dem einen oder anderen Veranstalter mag das gar nicht so unrecht sein – trotz heimlicher Frustration der begleitenden PR-Kollegen: wer die Hintergründe eines Zielgebietes nicht kennt und „eigentlich auf Urlaub“ ist, wird bei der luxuriösen Rundum-Sorglos-Betreuung auf solchen Trips wohl eher geneigt sein, schwärmerisch die schräge Palme am weißen Pudersand zu beschreiben… So geben sich alle zufrieden: der Einladende, der fachfremde aber willige Strandtester, der endlich mal weg vom Schreibtisch kam, und zähneknirschend auch der Verantwortliche für den Etat der Reiseredaktion – wieder billig ein Umfeld für den Werbeblock gefüllt. Die eigentlich Leidtragenden in diesem System der kollektiven Ignoranz sind – neben dem Leser, Hörer oder Zuschauer – aber vor allem die freiberuflichen, qualifizierten Fach-Journalisten. Nicht nur, dass auch sie mit dem Vorurteil des unreflektierten SchönwetterJournalismus fertig werden müssen; die immer weiter um sich greifende Tendenz der Austauschbarkeit und Beliebigkeit der Reise-Häppchen vor allem in den Tageszeitungen wird für sie zu einem existenziellen Problem. Da scheint kein Platz mehr für die aufwendige Reportage oder den detailverliebten Bericht. Zumindest dann nicht, wenn es ein anständiges Honorar kostet. Gar nicht zu reden von der KI, die heute schon, professionell bedient und mit guten Quellen gefüttert, Reiseberichte und Bucket-Listen ausspuckt von erstaunlicher Qualität, die kaum noch vom geschwurbelten Einheitsbrei zu unterscheiden sind, aus dem viele Reiseteile, vor allem in Magazinen, zusammengeklöppelt werden. Die betriebswirtschaftliche Analyse des „Traumberufs“ Ohne die Einladungen der Tourismus-Industrie wären die freien Schreiber aus Fleisch und Blut beruflich schon längst nicht mehr überlebensfähig. Da mag man die Lippenbekenntnisse von Chefredakteuren nur noch mit Sarkasmus zur Kenntnis nehmen, dass man frei von Sponsoring und Einflussnahme der Reisebranche sei und deshalb kritische Auseinandersetzungen mit dem Thema Urlaub erwarte. Insider sind sich einig, dass es so gut wie keine Redaktion in Deutschland gibt, die sich nicht – wenn immer möglich – die Reisekosten für einen touristischen Bericht bezahlen lässt. Nur reden darf man nicht darüber. Die Freiberufler werden dagegen immer häufiger gezwungen, solche wegen der Realität unsinnigen Redaktionsrichtlinien zu unterzeichnen, die Kostenübernahmen von dritter Seite ausschließen. So hat man zwar als Redaktion eine weiße Weste. Aber wie ein Bericht zustande kommt – so genau möchte man es dann doch nicht wissen bei oft noch nicht mal einem Euro pro Zeile… Reisekosten natürlich inklusive. „Viele Reisejournalisten sind betriebswirtschaftlich schon längst pleite und haben es nur noch nicht gemerkt.“ Da die überwiegende Zahl der Reisejournalisten in den Listen der touristischen Anbieter als Einzelkämpfer-„Redaktionsbüros“ firmieren (was für eine euphemische Bezeichnung für eine mühsam freigeräumte Ecke auf dem Wohnzimmer-Sekretär), hier mal eine kleine betriebswirtschaftliche Analyse, warum der Drang in die Sonne finanziell in der Regel keinen Platz an der Sonne hervorbringt. Wie sieht der berufliche Alltag des vulgo Freien Journalisten aus? Auf der Habenseite mag die in vielen Jahren erworbene Perfektion im Kofferpacken stehen; ein Reisepass, dessen vollgestempelte Seiten einen ähnlichen Protzwert haben, wie das klimpernde Lametta am Bändchen eines Kriegsveteranen beim Vertriebenen-Treffen, und die unbedingte Small-Talk-Tauglichkeit bei Stehempfängen, wo selbst die Stützen der Gesellschaft mittlerweile pauschal verreisen. Die dosiert eingestreute Globetrotter-Attitüde über die leider, leider nachlassende Traumziel-Qualität von Bora-Bora, sobald man endlich da ist, beeindruckt jeden Sparkassen-Filialleiter bis ins Mark. Hoffentlich aber auch so lange, bis der nächste Antrag auf Erhöhung des Dispokredits bei ihm auf dem Tisch liegt… Denn wirtschaftlich gesehen sind Reisen eher kontraproduktiv. Permanent braungebrannte Kolleginnen und Kollegen sind keineswegs die Großverdiener der Zunft – sondern haben eher die Gold-Karte des heimischen Sonnenstudios „Tamara“. Die Bilanz ist sehr einfach. Noch nicht einmal einen Taschenrechner braucht man dafür: Eines Morgens findet unser Musterjournalist eine Einladung in seinem Postfach. Hui! oder Tommy Koch Reisen laden ein: fünf Tage Nilkreuzfahrt auf den Spuren von Agatha Christie oder so. Erste Hürde: den Redaktionen dieses Thema schmackhaft machen. Abgesehen davon, dass es mittlerweile bei manchen Themen da durchaus der rhetorischen Fertigkeiten eines Goldenen Blatt Drückers an der Haustür bedarf, muss der Autor schnell sein. Die Einladung ging schließlich auch noch an andere Freie, und der Abdruck-Kuchen in den Tageszeitungen bröselt derzeit dramatisch. Zeitaufwand für alle Vorbereitungen: einen Tag. Die Recherche-Reise im Pool (und nicht am Pool) dauert in der Regel fünf Tage. Vollgepacktes Programm von Seiten des Veranstalters. Kaum Zeit für eigenes Entdecken und damit die Chance auf einen exklusiven Einstieg. Trotzdem zu Hause mit viel Einfühlungsvermögen und vorhandenem Basiswissen eine nette Geschichte geschrieben; konzentriert auf 200 Zeilen, denn mehr wird eh nicht mehr gedruckt. Und jetzt kommt die ernüchternde Abrechnung: das Blatt mit dem Erstdruckrecht zahlt dafür 200 Euro. Vielleicht sind zwei andere Regionalzeitungen interessiert. Die Mehrfachverwertung bringt noch einmal 150 Euro. Und sogar ein Foto konnte verkauft werden für, sagen wir, 75 Euro. Ergibt zusammen? 425 Euro… Wohlbermerkt für mehr als eine Woche Arbeit. Brutto. Kein Wunder, dass da selbst Finanzbeamte misstrauisch werden und naiv nachfragen, ob so viel finanzielle Selbstaufgabe nicht eher in den Bereich des Hobbys eingestuft werden müsse, denn als seriöser Broterwerb. Abhängigkeiten und die Frage der Glaubwürdigkeit Auch wenn es sich grotesk anhört: für manche Freie ist die Pressereise nicht mehr Mittel, sondern Zweck. Dabei umschwärmen beileibe nicht nur ältere Journalistinnen mit Dauerwelle die PR-Verantwortlichen der Veranstalter wegen der Einladungsliste für den nächsten Trip. Der alimentierte Jet-Set spart die Lebenshaltungskosten zuhause… Eine immer weitere Diskrepanz zwischen dem eigenen beruflichen Dasein und dem diskreten Luxus-Charme der VIP-Betreuung tut sich auf. Auch psychologisch. Eine Spirale der Abhängigkeit – selbst wenn sie gar nicht beabsichtigt gewesen sein sollte. Die Pressereise wird zum eigentlich geldwerten Vorteil. Zum „Gewinn“, so lange eben auch alles bezahlt wird. Aber die Schlinge zieht sich für die Print-Journalisten noch enger zu. Obwohl man annehmen müsste, dass der Tageszeitungs-Reiseteil das Verlegerherz entzückt – schließlich generiert er direkt Anzeigen – wird auch hier die Sparschraube brutalstmöglich angezogen. Vor allem qualitätsbewusste Redakteure sehen die Vorgaben der Geschäftsführung mit Grausen: bei fast allen Tageszeitungen wird derzeit der Honoraretat im günstigsten Fall eingefroren; wenn nicht gar reduziert. Was das bedeutet? Immer mehr Raum muss mit Agenturmaterial wie dem dpa-Themendient oder gar kostenfreien Textangeboten der PR-Schmieden gefüllt werden. Und die wenigen freien Hausschreiber wurden mit geradezu sittenwidrigen Änderungsverträgen traktiert, die noch rechtzeitig vor Inkrafttreten der überfälligen Urheberrechtsreform die Autoren im Endeffekt völlig rechtlos stellen sollten, nach dem Erstabdruck noch irgend etwas mit ihrer geistigen Arbeit tun zu können. Die entsetzten Juristen der Journalisten-Vereinigungen warnten zwar entschieden, die einseitig begünstigenden Vereinbarungen zu unterschreiben, aber viele Freie befürchteten, eh nur die Wahl zwischen Pest und Cholera zu haben: entweder die vertragliche Zumutung akzeptieren; mit der Folge, selbst bei Mini-Honoraren gleichzeitig fast alle weiteren Nutzungsrechte abtreten zu müssen, oder von den Verlagen auf die schwarze Liste gesetzt zu werden. Wer da nicht zu den Edelfedern zählt, auf die kein Verlag verzichten möchte, kann nur auf die Kollegialität und das Engagement der Redaktion hoffen, sich für die freien Kollegen „oben“ einzusetzen. So viel zum Thema Traumberuf. Es sind wahrscheinlich keine pessimistischen Annahmen, dass mittelfristig etwa die Hälfte der auf den wirtschaftlichen Ertrag angewiesenen freien Tageszeitungs-Autoren ihr Fachgebiet werden aufgeben müssen. Manche mögen sich in die – natürlich heimliche – Lohnschreiberei für PR-Agenturen begeben; mit schlechtem Gewissen, aber wenigstens anständigen Honorarerlösen. Andere akzeptieren zähneknirschend den Übergang in den „Amateurstatus“, wo der Weg zum Ziel wird. Will heißen, die Reise ist groteskerweise der Gewinn, und nicht mehr der Erlös des Abdrucks. Und es sind keineswegs nur gelangweilte Hausfrauen und rüstige Rentner, denen mittlerweile das Belegexemplar wichtiger ist als Bares. Und jetzt müssen wir die Betrachtung noch erweitern auf die – mittlerweile gar nicht mehr neuen – Player in unserem Fachgebiet: Blogger und Influencer. Letztere sollen hier keine Rolle spielen. Denn die Bastion, dass Journalismus nie etwas mit (Schleich)-Werbung zu tun haben sollte, darf einfach nicht geschliffen werden. Influencer sind im Bereich Marketing unterwegs und nicht in der professionellen, hinterfragenden Berichterstattung – auch wenn etliche touristische PR-Player das anders sehen möchten. Die vielleicht einzige Reputation, die Journalisten – und auch journalistisch tätige Blogger – noch verteidigen können und müssen, ist ihre Glaubwürdigkeit. Und die kann man nicht verteidigen, wenn es zwischen Berichterstatter und Objekt Geldflüsse und Publikations-Absprachen gibt. „Fakt ist, in immer mehr Reiseteilen von Tageszeitungen wird Alltours bestellt, aber Airtours erwartet.“ Ein wunderbares Thema für journalistische Seminare über Qualität und Ethik. Dann dürfen die Verfechter der reinen Lehre wieder salbungsvoll das weise Haupt schütteln über die vermutete unheimliche Nähe zwischen der Reisebranche und ihren journalistischen Beobachtern. Und Chefredakteure werden wieder ins Mikrophon lügen, dass Autoren in ihrem Blatt selbstredend unabhängig und frei von wirtschaftlichen Abhängigkeiten berichten – ganz ohne rot zu werden. Fakt ist, in immer mehr Reiseteilen von Tageszeitungen wird Alltours bestellt, aber Airtours erwartet. Und welche Erleichterung in der Verlagsetage, wenn sich herausstellt, dass das trockene Langusten-Würgen dann doch auf Einladung des arabischen Hoteliers erfolgte… Um das Studio-Gespräch zu hören, bitte auf das Kopfhörer-Symbol im Titelbild klicken Der Beitrag Überleben am Büffet Reisejournalismus muss man sich leisten können erschien zuerst auf Was mit Reisen.

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Podcast Bistum Passau
Kleinodien: Wallfahrtskirche Tann

Podcast Bistum Passau

Play Episode Listen Later Aug 21, 2024 4:07


Die Geschichte über den Herrgott von Tann ist eine Mischung aus Legende und Fakten. Auf dem heutigen Marktplatz befand sich ein Sumpfgebiet mit einem Steg hin zu einem Kruzifix. Mehr dazu in unserem Radiobeitrag. #bistumpassau #kleinodien

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Podcast Bistum Passau
Kleinodien: Wallfahrtskirche Gartlberg

Podcast Bistum Passau

Play Episode Listen Later Aug 9, 2024 4:22


Die Geschichte der Wallfahrtskirche am Pfarrkirchener Gartlberg beginnt Mitte des 17. Jahrhunderts. Seither pilgern – damals wie heute – zahlreiche Gläubige zur „Schmerzhaften Muttergottes“, dem Gnadenbild in der prächtigen Barockkirche. Welche Schätze sie noch birgt hat Thomas Hill von Dekan Wolfgang Schneider und Dr. Bastian Ach vom Förderverein Gartlberg erfahren.

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OUR HOUSE - Der SALON Podcast
#26 - Die Rudolf Diesel Villa, München - mit Marie Aigner

OUR HOUSE - Der SALON Podcast

Play Episode Listen Later Jan 18, 2024 29:31


Antje Wewer hat die Münchner Architektin und Produktdesignerin Marie Aigner in der denkmalgeschützten Rudolf Diesel Villa in München-Bogenhausen besucht.Der Bauherr: Rudolf Diesel - reich geworden mit der Erfindung des Dieselmotors - hat die imposante Villa bauen lassen, um sich selbst und sein Genie zu feiern. Stolzer Neobarock, durchsetzt mit Kleinodien im Jugendstil, erbaut zwischen 1899 und 1901. Amt Ende seines Lebens ist Diesel durch Spekulation in finanzielle Schieflage geraten und 1913 auf einer Schiffspassage über den Ärmelkanal unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Alle lange her und um so charmanter, dass eine kreative Frau der alten Villa zu neuem Glanz verholfen hat. Marie Aigner lebt mit ihrem Sohn Oscar in der Beletage, sowie im ersten Stockwerk. Den Hogwarts-Flair (viel dunkles Holz!) hat sie mit reichlich Farben, Kunst und originellen Designideen gebrochen. Im Gespräch erzählt Marie Aigner, wie sie sich der alten Villa mit Respekt und Humor genähert hat, warum es nachhaltiger ist, wenn man beim Einrichten auf seine innre Stimme hört und wie sie zu ihrem Herzenprojekt, den Knockout Acoustics, gefunden hat. Neben ihre Arbeit als Innenarchitektin entwirft Marie Akustikmöbel die den Lärm im Büro oder zu Hause auf geschmackvolle Art und Weise aufnehmen: Ein Kaktus, der Schall dämpft, eine Leuchte, die Licht spendet und Lärm schluckt oder eine raumgreifende Deckeninstallation, die für Ruhe sorgt.Studio Marie Aigner https://www.aigner-architecture.com/@studiomarieaignerKnockout Acoustics @knockout_acousticsknockout-acoustics.comUnsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Jan & Uli vs. Evil
Hölle Alaaf! - Die Flucht vor den Jecken

Jan & Uli vs. Evil

Play Episode Listen Later Feb 21, 2023 42:42


Uli liegt darnieder und kann nicht raus, Jan mag Karneval nicht so wirklich - und will nicht raus. Da bietet es sich ja an, wieder ein paar Genreperlen auszubuddeln und fachgerecht darüber zu schwadronieren. Vom guten Mainstream bis zu fast vergessenen Kleinodien ist alles dabei.

Auf den Tag genau
Die Eröffnung des Renaissance-Theaters

Auf den Tag genau

Play Episode Listen Later Oct 19, 2022 7:28


Das Renaissance-Theater an der Charlottenburger Hardenbergstraße zählt bis heute zu den architektonischen Kleinodien der Berliner Kulturlandschaft und gilt als ikonischer Bau der 1920er Jahre in Berlin. Dabei ist dieser ursprünglich deutlich älter und wurde anfangs auch gar nicht als Theater, sondern erst als Verbindungshaus, dann als Kino genutzt und erst 1922 zum Theater umgebaut – zunächst allerdings auch noch nicht in der legendären, bis heute gepflegten hölzernen Ausstattung von Oskar Kaufmann. Die sehr kulturaffine Boulevardzeitung B.Z. am Mittag zeigt sich am 19. Oktober in ihrem Bericht von der Eröffnungspremiere zumindest ein paar Sätze lang dennoch durchaus angetan von der architektonischen Gestaltung des Hauses, um im weiteren Verlauf des Textes dann aber doch eher zu den klassischen Fragen des Rezensionsfeuilletons zurückzukehren. Bei Lessings damals wie heute selten gespielter Miß Sara Sampson war Paula Leu.

Lesung
Émile Zola: «Die Muschelkur des Monsieur Chabre» (1/2)

Lesung

Play Episode Listen Later Jun 16, 2022 48:52


Monsieur Chabre wartet ungeduldig auf einen Stammhalter, der sich auch nach vier Ehejahren noch nicht einstellen will. Und das, obwohl seine Ehefrau Estelle bildhübsch und zudem blutjung ist. Auf Anraten des Hausarztes fährt das Ehepaar in ein Seebad an der Atlantikküste. Neben Romanen wie «Nana», «Der Totschläger» oder «Germinal» sind die Novellen und Erzählungen des grossen französischen Naturalisten Émile Zola (1840-1902) fast in den Hintergrund getreten. Dabei sind diese erzählerischen Kleinodien hinreissend reizvoll: wildromantische Ecken Frankreichs leben da auf, Personen unterschiedlichster Stände und Wesensart werden feinsinnig durchleuchtet, charmante Begebenheiten ausgeplaudert und menschliche Schicksale mit einer fesselnden Mischung aus Realismus und Dramatik geschildert. 7 Erzählungen wurden mit verschiedenen Schauspielern neu eingelesen und sind in den Sommermonaten im «Lesungspodcast» zu hören. Sprecherin: Désirée Meiser – Regie: Susanne Heising – Produktion: SRF 2012

Zwischenhalt
Der Churer Domschatz

Zwischenhalt

Play Episode Listen Later Aug 29, 2020 28:13


Teils waren die Kostbarkeiten des Churer Domschatzes seit Jahrzehnten nicht zu sehen. Nun präsentiert ein neues Museum die Reliquienschätze und die Churer Todesbilder. Nun tanzen sie wieder in Chur: Kaiserin, König, Bäuerin bis hin zum Bettler. Sie alle trifft der Tod, ohne Standesunterschied, - das wollten die Todesbilder aus dem 16. Jahrhundert vermitteln. Nun tun sie dies wieder in neuem Glanz. Das neue Churer Domschatzmuseum präsentiert zudem kirchliche Kleinodien aus vielen Jahrhunderten. Autorin: Léa Burger Die serbisch-orthodoxe Hochzeit kennenlernen Die traditionelle serbisch-orthodoxe Hochzeit dauert mehrere Tage. Heute feiert die Hochzeitsgesellschaft meist nicht mehr so lange. Aber auch in der Schweiz werden Braut und Bräutigam zum Ehepaar gekrönt. Reichverzierte Kronen schweben während der Zeremonie über ihren Köpfen. Was das bedeutet, erklären zwei Erzpriester, die uns in das serbisch-orthodoxe Trauungsritual einführen. Autorin: Kathrin Ueltschi Glocken der Heimat: römisch-katholische Kirche Bennau SZ

Podcast Bistum Passau
Kleinodien im Bistum Passau - Wallfahrtskirche St. Anna

Podcast Bistum Passau

Play Episode Listen Later Aug 28, 2020 2:58


Die Wallfahrtskirche St. Anna bei Ering. Aus dem 13. Jahrhundert ist überliefert, dass damals Innschiffer an dem Ort eine Kapelle zu Ehren der Hl. Mutter Anna errichteten. 1520 entstand der gotische Bau, wie er heute noch zu sehen ist. Die Blütezeit der Wallfahrt zur St. Anna war vom 17. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert. Wir haben das Schmuckstück mit der Buchautorin Maria Lenk besucht, sie hat ein Buch über Wallfahrtsorte geschrieben und zählt die St. Anna zu ihren Lieblingskirchen.

Podcast Bistum Passau
Kleinodien: Ein Radiobeitrag über das Wallfahrtskirchlein Handlab

Podcast Bistum Passau

Play Episode Listen Later May 20, 2020 2:33


Viele wundersame Geschichten ranken sich um das kleine Wallfahrtskirchlein in Handlab bei Iggensbach. Gebaut wurde sie vor rund 500 Jahren nach einem regelrechten "Ehedrama". Selbst unser ehemaliger Papst Benedikt war als Kardinal schon einmal hier zu Gast. Ein Radiobeitrag von Lars Martens über ein besonderes Wallfahrtskirchlein.

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Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart
#0024 - Frühstück (live, Bonus)

Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart

Play Episode Listen Later Dec 11, 2019 68:38


Jaha, im Winter werden sie ausgepackt, die großen Kleinodien, die wir für unsere werten Zuhörer*innen das Jahr über eingesammelt und hinterm Haus versteckt haben; Wie etwa dieses ganz besonders schöne Livemitschnittchen, das wir im Juli auf dem „Unabhängige Lesereihen Festival“, kurz Ulf, im Z-Bau zu Nürnberg aufgezeichnet haben. Da unsere Radiobrezelsalzer Eisi und Meisi in das Morgenessensprogramm des Festivals hineingebucht wurden, schrob sich das Thema für diese Ausgabe wie von selbst: das Frühstück. Also wiesen sie flugs die Festivaldirektion an, doch bitteschön ein reich gedecktes Frühstücksbuffet aufzutragen, um sich dem Themenkomplex ganz praktisch nähern zu können. Und so fressen sich Hartmut und Magdalena quer durch alle Frühstücke, die man sich nur ausdenken kann: Gabelfrühstück, breakfast continental, Champagnerfrühstück, Arbeitsfrühstück und der ganze Klimbim. Mit einer dicken Träne auf der Wange nehmen wir Abschied von Herrn Paschulke und finden heraus, warum Napoleon Goethe zum Brunch einbestellt hat. Auch schön: Nicht nur tischen unsere Autor*innen geistige Nahrung in Form von reichhaltigen Texten auf, sondern stellen sich auch souverän den doofen Fragen des Herrn Professors entgegen. Bong Appetitz! Ihr Pappy der Redaktionspapagey Die Autor*innen: Theobald Fuchs Andreas Lugauer Ronja Paffrath Felix Benjamin Sarah Grodd und Lukas Ullinger

Mitternachtsreigen
#493 - Selected by Neuroticfish

Mitternachtsreigen

Play Episode Listen Later Aug 28, 2019 59:25


Nachdem Sascha Mario Klein mit seinem Projekt Neuroticfish (gemeinsam mit Henning Verlage), gegründet in den frühen 90ern, auf dem WGT 2008 sein Abschiedskonzert spielte, sich ein paar Jahre später mit einem beeindruckenden „Sign Of Life“ zurückmeldete, scheint er nun eifriger, kreativer und produktiver denn je. Großartige Live-Auftritte auf Festivals, zuletzt am Berg-Fest, M’era Luna oder sogar am Terminus Festival in Kanada und wunderbare neue Releases machen das Duo präsenter denn je zuvor. In den typischen Klangfarben von Neuroticfish, einer Mischung aus Elementen des Synthpop, Trance, EBM (auch wenn seitens Neuroticfish gerne postuliert wird „EBM is dead“) und Industrial, erwarten den Fan kluge, edle, überaus perfekte und fesselnd dargebrachte Kleinodien des musikalischen Schaffens des Künstlers. Woraus Sascha seine Inspiration zieht, welche Tracks ihm Freude machen, das hat er für uns und für euch in eine ganz besondere Selektion gepackt. Sie wird auch euch packen, ganz gewiss! Homepage: Neuroticfish Facebook: Neuroticfish Releases: ANTIDORON (12/2018) | FLUCHTREFLEX (07/2019) | Kauft CDs! #musichasavalue

CD-Tipp
#01 L'Arpeggiata & Christina Pluhar - "Himmelsmusik"

CD-Tipp

Play Episode Listen Later Nov 14, 2018 4:30


Musik als Himmel auf Erden: Früher sahen die Künstler in den wohlgeordneten Tönen einer Komposition tatsächlich das irdische Abbild des Kosmos. Dies galt insbesondere für die Kirchenmusik. Christina Pluhar hat sich auf die Spuren solcher himmlischen Klänge gemacht. Was sie fand, sind Kleinodien aus längst vergangener Zeit.

Heimat lesen
#01 Carry Brachvogel: Im Weiß-Blauen Land: Drei bayerische Kleinodien

Heimat lesen

Play Episode Listen Later Oct 28, 2018 25:19


Carry Brachvogel wurde 1864 in München geboren und war Schriftstellerin und eine Leitfigur der Frauenbewegung. Marlen Reichert liest aus Brachvogels Werk "Im Weiß-Blauen Land" die Episode "Drei bayerische Kleinodien".

Framing – der Filmpodcast
Podcast: Allerlei Welten, die es zu retten gilt – Berlinale 2018 (Tag 8)

Framing – der Filmpodcast

Play Episode Listen Later Feb 22, 2018 24:26


Museo von Alonso Ruizpalacios wühlt sich durch aztekische Kleinodien, Yocho (Homecoming) von Kiyoshi Kurosawa sammelt sich den Menschen Konzept für Konzept zusammen – und Whatever Happens Next von Julian Pörksen gurkt befreit durch die Nebenschauplätze des Kinos.

Der Eskapodcast
Folge 58 – Sammlerglück und Sammelwahn

Der Eskapodcast

Play Episode Listen Later Sep 18, 2016 40:40


Kitzelnde Fingerspitzen und Glücksgefühle: Seine Sammlung zu erweitern macht unglaublichen Spaß! Im Schrank eines jeden Rollenspielers stehen dessen liebste Schätze und beständig ziehen sie weitere Kleinodien an: Tut sich ein Sammler bloß Gutes oder ist er der Sklave seines Unterbewusstseins? … Weiterlesen →

Lesung - Klassiker, Philosophie, Gedichte von Goethe, Trakl, Heine, Kant, Nietzsche und Lessing gelesen von Elisa Demonki u.

Daß Klugheit uns retten kann, will ich euch in einer kurzen Erzählung zeigen. Saladin, dessen Tapferkeit so groß war, daß sie ihn nicht nur aus einem unbedeutenden Manne zum Sultan von Babylon machte, sondern ihm auch zu zahlreichen Siegen über sarazenische und christliche Könige verhalf, hatte in verschiedenen Kriegen und infolge seiner Prunksucht seinen ganzen Schatz verschwendet; da er nun aber aus irgendeinem Anlaß eine große Summe Geldes brauchte und gar nicht wußte, wo er sie in der Eile hernehmen sollte, fiel ihm ein reicher Jude namens Melchisedek ein, ein Geldverleiher in Alessandrien, der ihm wohl helfen konnte, wenn er wollte; doch war der so geizig, daß er aus freien Stücken es wohl nicht tun würde, und Gewalt wollte er nicht gern anwenden. Da jedoch die Not ihn drängte, bemühte er sich, ein Mittel zu finden, um den Juden gefügig zu machen und kam auf den Einfall, ihn doch unter irgendeinem Vorwande zu zwingen. Er ließ ihn also zu sich rufen, begrüßte ihn sehr freundschaftlich, nötigte ihn zum Sitzen und sagte: "Guter Freund, ich habe von vielen Leuten gehört, daß du ein sehr kluger Mann bist und in göttlichen Dingen einen sehr großen Scharfsinn besitzt. Deshalb möchte ich gern von dir wissen, welche von den drei Religionen du für die wahre hältst; die jüdische, die sarazenische oder die christliche?" Der Jude, der ein wirklich kluger Mann war, erriet sofort, daß Saladin nur darauf ausging, ihn in seinen Worten zu fangen, um irgendeinen Streit mit ihm heraufzubeschwören, und erkannte, daß er keine der drei Religionen mehr loben dürfte als die beiden anderen, damit Saladin seine Absicht nicht erreiche. Da er nun eine Antwort finden mußte, die ihm keine Schlinge legte, bot er seinen Scharfsinn auf und sagte: "Herr, Eure Frage ist trefflich, aber wenn ich Euch sagen soll, wie ich über diese Dinge denke, muß ich Euch eine Geschichte erzählen. Oftmals habe ich, wenn ich nicht irre, von einem vornehmen, reichen Manne gehört, der unter anderen Kleinodien in seinem Schatz auch einen sehr schönen und wertvollen Ring besaß, den er wegen seiner Kostbarkeit und Schönheit gern in Ehren halten und auf ewig im Besitze seiner Nachkommen wissen wollte; deshalb ordnete er an, daß derjenige unter seinen Söhnen, dem er diesen Ring hinterlassen würde, gleichzeitig auch sein Erbe und von den andern als der erste geehrt und geachtet werden sollte. Sein Sohn, dem dieser Ring zufiel, machte es bei seinem Tode ebenso, und so ging dieser Ring von Hand zu Hand, viele Generationen hindurch. Schließlich aber kam er in die Hand eines Mannes, der drei schöne, tugendhafte und gehorsame Söhne hatte, die er alle drei gleich liebte. Und jeder der Jünglinge bat, da er die Wirkungen des Ringes kannte und danach trachtete, den Vorrang zu bekommen, den Vater, der schon alt war, bei seinem Tode ihm den Ring zu hinterlassen. Der wackere Mann, der sie alle drei in gleichem Maße liebte und selber nicht wußte, wen er zu seinem Erben machen sollte, sann darauf, alle drei zufriedenzustellen, da er einem jeden den Ring versprochen hatte. Er ließ deshalb von einem geschickten Meister zwei andere Ringe machen, die dem ersten so ähnlich waren, daß der Besitzer des Ringes kaum den echten herausfinden konnte. Als er seinen Tod nahen fühlte, gab er jedem seiner Söhne heimlich einen Ring. Nachdem nun der Vater gestorben war, machten alle drei Anspruch auf das Erbe und den Vorrang und legten zum Zeichen ihrer Berechtigung den Ring vor. Da aber sah man, daß die Ringe einander so ähnlich waren, daß man den echten nicht mehr herausfinden konnte: daher blieb die Frage, wer der wahre Erbe des Vaters sei, unentschieden und ist noch heute ungelöst. Und das gleiche erwidere ich auch, gnädiger Herr, auf die Frage nach den drei Religionen, die von Gott dem Vater den drei Völkern gegeben sind. Jeder glaubt die Erbschaft des Vaters und die wahren Gebote in seinem Besitz zu haben, wer sie aber in Wahrheit sein eigen nennt, ist, wie bei den Ringen, noch unentschieden." Saladin erkannte, wie geschickt der Jude der Schlinge ausgewichen war, die er ihm hatte legen wollen. Er beschloß deshalb, ihm sein Anliegen offen vorzutragen und ihn zu fragen, ob er ihm dienlich sein wolle. Zugleich aber erzählte er ihm, was ihm widerfahren wäre, wenn er eine weniger kiuge Antwort gegeben hätte. Der Jude stellte ihm freiwillig jede gewünschte Summe zur Verfügung, und Saladin zahlte ihm später alles zurück. Außerdem aber machte er ihm große Geschenke, erhob ihn zu hohen Ehren und blieb sein Freund, solange er lebte. Bild: Saldin aus dem 15. Jahrhundert Übersetzer: Christian Friedrich Voß Lesung: Elisa Demonkí Musik: Ulrike Theusner