Wie entsteht der Gugiiföhn, weshalb werden auf dem Jungfraujoch immer die stärksten Winde gemessen, weshalb sinken die Temperaturen in La Brevine teilweise auf unter minus 30 Grad oder wie entstehen die kleinen Windteufel? Das Wetter und seine vielfältigen Phänomene beeinflusst unser Leben, macht…
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

In den Bergen ist sehr viel Schnee gefallen - und diese eisige Decke hat eine überraschende Eigenschaft. Wir schauen uns die "Daunenjacke der Natur" genauer an und wie sie in der Tierwelt und in den Alpen wirkt. In den letzten zwei Wochen hat es in den Alpen sehr viel geschneit – mit entsprechend grosser Lawinengefahr. So gefährlich Schnee auch sein kann, so faszinierend ist seine Eigenschaft als natürlicher Isolator. Frischer Pulverschnee besteht zu einem Grossteil aus eingeschlossener Luft, und Luft leitet fast keine Wärme. Genau deshalb enthalten auch modernes Isolationsmaterial und Daunenjacken viel Luft. Dank der isolierenden Wirkung von Schnee bleibt es in einem Iglu oder in einer Eisbärenhöhle deutlich wärmer (also weniger kalt) als in der arktischen Umgebung. Dieser Effekt tritt auch bei uns auf: Im Winter bremst eine Schneedecke auf gefrorenen Seen das weitere Eiswachstum. Umgekehrt schützt eine Schneedecke die Gletscher im Sommer unter anderem deshalb vor der aufkommenden Wärme.

Die Fasnacht soll Winterdämonen vertreiben, damit der Frühling Einzug halten kann. Die Tage werden länger, wärmer wird es auch, aber auch nach der Fasnacht kann es noch bis in tiefste Lagen schneien. Wir vergleichen Schneetage vor und nach dem Aschermittwoch. In der Stadt Luzern markiert der Aschermittwoch das Ende der Fasnacht. Im langjährigen Vergleich fällt im Durchschnitt vor dem Aschermittwoch an ungefähr 10 Tagen Schnee. Nach dem Aschermittwoch sind es vier Mal weniger. Eine bessere Bilanz was das Vertreiben der Schnee-Dämonen angeht hat die Basler Fasnacht, denn sie findet immer etwas später statt.

Seit längerem regnet es auf der Iberischen Halbinsel immer wieder. Im Süden von Spanien, in der Region Cádiz hat es seit zwei Wochen gebietsweise in wenigen Tagen so viel geregnet wie sonst in einem ganzen Jahr. Die enormen Wassermassen haben zu grossen Überschwemmungen geführt. Und es ist noch nicht vorbei, es regnet in diesen Tagen noch stark weiter. Es wird bereits von einem Jahrhunderereigniss gesprochen.

Bald geht es los mit den 25. Olympischen Winterspielen in Norditalien. Wo finden die vielen Wettkämpfe statt und was ist beim Wetter zu erwarten? Es gibt acht Orte, an denen Wetterkämpfe sowie Eröffnungs- und Schlussfeiern stattfinden werden. Diese befinden sich über die drei Regionen Lombardei, Trentino-Südtirol und Venetien verteilt. Zwischen dem Hauptort Mailand und Antholz im Südtirol, wo um die Biathlon-Medaillen gekämpft wird, liegen Luftlinie fast 300 Kilometer. Auch bezüglich Meereshöhe gibt es grosse Gegensätze. In Verona - die Schlussfeier findet im römischen Amphitheater statt - liegt man nur knapp 60 Meter über dem Meeresspiegel. Der höchstgelegene Austragungsort ist Livigno nahe der Schweizer Grenze mit rund 1800 Meter Höhe. Von mildem Frühlingswetter bis zu tiefstem Winter ist somit alles möglich.

SRF Meteo liefert Wetterprognosen für bis zu einer Woche im Voraus. Weiter reichen sie nicht, denn darüber hinaus werden die Vorhersagen zu ungenau. Eine Wetterprognose ist nichts anderes als eine lange Berechnung. Aus der aktuellen Richtung und Geschwindigkeit der Luft wird beispielsweise berechnet, wohin sie sich in Zukunft bewegen wird. Luft bewegt sich allerdings schnell: In einem Tag legt sie etwa die Strecke von Madrid bis Bern zurück, in einer Woche sogar die Distanz von Texas oder Madagaskar bis in die Schweiz. Bei solch großen Entfernungen führen selbst kleinste Ungenauigkeiten in den Ausgangsdaten zu erheblichen Abweichungen im Ergebnis – und damit zu falschen Wetterprognosen. Da es unmöglich ist, den genauen Zustand des Wetters überall auf der Welt perfekt zu erfassen, lassen sich kleine Fehler in den Berechnungen nicht vermeiden. Das bedeutet: Nach einem gewissen Zeitraum wird jede Wetterprognose zwangsläufig unzuverlässig.

Der Guggiföhn kann den Skirennen am Lauberhorn einen Strich durch die Rechnung machen. Strömt der Südföhn im richtigen Winkel über das Jungfraujoch, kann sogenannter Guggiföhn entstehen. Dieser sorgt für stürmische, manchmal sogar orkanartige Böen im Bereich des Guggigletschers sowie am gegenüberliegenden Lauberhorn.

Die Rennfahrer am Chuenisbergli kämpfen auch mit den Temperaturen. Sie bestreiten den Riesenslalom bei einer Lufttemperatur von rund -3 Grad bei Spitzengeschwindigkeiten von etwa 100 km/h. Aber nicht nur der Windchill-Effekt nimmt Einfluss auf die gefühlte Temperatur. In der zweiten Kalenderwoche war Schlottern angesagt. -37 Grad auf der Alp Hintergräppelen oder -14 Grad in Bern und in Zürich bleiben uns in Erinnerung. Zwar wurde es auf Freitag vorübergehend milder, aber gleichzeitig kam der Wintersturm GORETTI und wirkte mit dem Windchill- Effekt auf unser Temperaturempfinden. Auf Samstag strömt wieder kältere Luft zur Schweiz und nun stehen die Grossen rennfahrer in Adelboden am Chuenisbergli am Start. Sie kämpfen nicht nur mit der schwersten Slalomstrecke der Welt, sondern auch mit den Temperaturen. Sie bestreiten den Riesenslalom bei einer Lufttemperatur von rund -3 Grad bei Spitzengeschwindigkeiten von etwa 100 km/h. Aber der Windchill-Effekt ist nur einer von vielen Einflüssen wie wir die Temperatur fühlen.

Wo finden Engadinerinnen und Enagdiner sowie Leute die dort Ferien machen die passenden Wetterprognosen? Mit den Informationen für den Süden resp. die Alpensüdseite ist man oft schlecht bedient. Wie wird das Wetter im Engadin? Einige Leute konsultieren dazu den Wetterbericht für den Süden. Doch bei diversen Wetterlagen unterscheidet sich das Wetter im Engadin deutlich vom Wetter auf der Alpensüdseite. Als inneralpines Tal gibt es im Engadin sowohl Wettereinflüsse aus Norden als auch aus Süden. Und sogar innerhalb des Engadins gibt es grosse Gegensätze. Das Unterengadin ist etwas häufiger von Norden her beeinflusst, das Oberengadin oft auch aus Süden.

Wir schauen zurück auf die bemerkenswerten Wetterereignisse von 2025: Von Schnee über Gewitter, Sturm bis Martini-Sommer. Eines voraus: Das Jahr 2025 wird voraussichtlich als das viertwärmste seit Messbeginn enden, dies gemäss Berechnungen des Bundes. Besonders mild und auch schneearm waren die ersten drei Monate. Heiss wurde es im Juni und August, etwas weniger sommerlich im Juli. Viel Wetter brachte besonders auch der November.

Die Weihnachtsgeschichte wie sie in der Bibel geschrieben steht, macht keinen Hinweis auf Schnee. Auch klimatologisch ist Schnee in Bethlehem eher die Ausnahme. Weisse Weihnachten sind vermutlich eine Erfindung der letzten 200 Jahre. Liest man die Weihnachtsgeschichte in der Bibel, ist der einzige Hinweis auf das damalige Wetter der Stern, welcher zum Christkind führt. Ob Schnee am Boden lag oder nicht, bleibt unklar. Die Wintermonate in Bethlehem sind zwar oft nass, aber es ist deutlich wärmer als bei uns. Schnee kommt vor, ist aber selten. Einer der ersten, der das Bild der Weissen Weihnachten geprägt hat, ist der Autor Charles Dickens mit "A Christmas Carol" von 1843.

Die heutige Wetterfrage steht ganz im Zeichen des Samichlauses und kommt draum als Sprüchli daher. ... Uf mina Wettercharta da gsehni, plusgrad gits sogar in Rovaniemi wenigstens tuats döt oba no knapp schneia bi üs ischs räga, das isch doch zum schreia. ... Drum bitte bitte liaba chlaus, chasch dafür sorga Dass wenigstens d Christchindli a ladig Schnee tuat bsorga?

Die Reise der Schneeflocken von weit oben bis zur Schneefallgrenze ist komplex. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsintensität und Wind entscheiden, wie weit Schneeflocken unter die Nullgradgrenze fallen können. Die Schneefallgrenze ist die Höhe, in der Schneeflocken auf ihrem Weg zur Erde zu Regen werden. Genauer gesagt die Höhe, in der Niederschlag zur Hälfte als Schneeflocken und zur Hälfte als Regentropfen fällt. Auf den ersten Blick scheint das einfach: Dort, wo die Temperatur über null Grad steigt. Doch tatsächlich ist dieser Übergang ein komplexer Prozess. Schneeflocken schmelzen nicht sofort, sondern langsam – es entsteht ein Mischbereich aus Schnee und Regen. Normalerweise liegt die Schneefallgrenze 200 bis 400 m unter der Nullgradgrenze. Bei trockener Luft kann sie durch Sublimation deutlich tiefer sinken – in Extremfällen sogar 1000 m unter die Nullgradgrenze, sodass es bei +7 Grad noch schneit. Auch starke Schneefälle und der Kaltluftsee im Flachland können dafür sorgen, dass Schneeflocken weit unter die ursprüngliche Nullgradgrenze fallen. Das einfache Wort «Schneefallgrenze» wird dem komplexen Zusammenspiel nicht wirklich gerecht.

Heute gibt es vielerorts einen Eistag. Was ist eigentlich eine Eistag und wie lange bleibt es denn kalt. Dieser und anderen kalten Fragen geht die Wetterfrage nach. Von einem Eistag spricht man in der Meteorologie, wenn die Temperaturen den ganzen Tag über unter Null Grad liegen. Es gibt noch weitere sogenannte Lufttemperaturabhängige Kenntage, z.B. der Frosttag, der Sommertag oder die Tropennacht. Lange halten die tiefen Temperaturen nicht an, schon bald wird es wieder milder.

In der Schweiz gab es am Donnerstag und Freitag gebietsweise Temperaturen über 20 Grad. Mit 23.5 Grad wurde es in Delémont am wärmsten. Dies entspricht dort einem neuen Temperaturrekord für den Monat November. Solch hohe Temperaturen im Spätherbst oder Winter hängen von zwei Faktoren ab. Erstens muss in der Höhe relativ warme Luft zur Schweiz geführt werden. Zweitens ist Wind nötig, damit diese warme Luft bis an den Boden heruntergemischt und erwärmt wird. Die Sonneneinstrahlung hat zu dieser Jahreszeit nur noch einen geringen Einfluss. Am Donnerstag konnte dies sehr gut beobachtet werden. So wurden in der Delémont dank Südwestwind auch nachts Temperaturen um 20 Grad gemessen.

Viele mögen den Nebel nicht besonders, weil er im Winterhalbjahr im Flachland die Sonne verdeckt. Doch er ist wichtig für den Wasserhaushalt von vielen Pflanzen, in einigen Regionen stellt er sogar eine Trinkwasserquelle dar. Der Nebel sorgt im Winterhalbjahr im Flachland oft für trübe Stimmung. Doch es gibt ganze Ökosysteme, die auf Nebel angewiesen sind. In Regionen mit wenig Niederschlag wird er mit Hilfe von Netzen eingefangen und daraus Trinkwasser gewonnen. Und auch in der Schweiz steigern wohl nicht wenige Bergbahnen ihren Umsatz besonders an nebligen Wochenenden.

Hurrikane zu verhindern ist ein alter Wunsch – ob durch Impfen, Laser, Windturbinen oder gar Atombomben. Doch all diese Ideen bleiben technisch und politisch unrealistisch. Seit Jahrzehnten träumen Forschende davon, Hurrikane zu bremsen oder gar zu verhindern. Die Ideen reichen von wissenschaftlich bis skurril: Hurrikane impfen, mit Lasern beschiessen, Windturbinen einsetzen oder sogar Atombomben zünden. In den 1960er- und 70er-Jahren versuchten die USA im Projekt Stormfury, Hurrikane mit Silberjodid zu „impfen“. Dadurch sollten mehr Eiskristalle entstehen, die die Struktur des Sturms verändern und seine Winde abschwächen. Doch ob das tatsächlich funktionierte, konnte nie bewiesen werden. Auch moderne Ansätze – etwa Laserstrahlen aus dem All, die die Atmosphäre stabilisieren sollen, oder Tausende Windräder entlang der Küste – bleiben reine Theorie. Und die Idee, eine Atombombe zu zünden, hätte kaum Wirkung und wäre hochgefährlich dazu: Luft und Meerwasser würden radioaktiv verseucht. Fazit: Hurrikane lassen sich weder stoppen noch steuern – die Natur ist schlicht zu gross, zu komplex und zu mächtig.

Sturmtief Benjamin hat ordentlich getobt am Donnerstag. Herbststürme sind aber grundsätzlich etwas Normales. Anfangs Woche fielen nahe Paris Baukrane um, war das auch ein Herbststurm? Die Wetterfrage geht genau dieser Frage nach. Herbststürme in der Stärke von «Benjamin» gibt es alle paar Jahre. An mehreren Stationen gehörte Benjamin zu den stärksten im Monat Oktober. Lokal aber, wie in Bière/VD, wurde mit 125 km/h seit über 30 Jahren noch nie eine so starke Böe gemessen wie am Donnerstag. Auf Korsika wurden Böen bis 169 km/h registriert. Es gab einige Verletzte durch umgestürzte Bäume. Es kam sogar ein Mensch beim Baden ums Leben, weil das Wasser durch ein Gewitter unerwartet schnell anstieg. Bereits am Montag fielen bei einem Sturm im Norden von Paris Baukrane um. Dies war aber kein Herbststrum, sondern ein Tornado, der in Zusammenhang mit einem kräftigen Gewitter enstand.

Aktuell ist er im Flachland Dauergast: Nebel oder Hochnebel. Beeinflusst das Wetter im Sommer die Nebelhäufigkeit im Winter? Frau Werner fragt: «Sind nach dem regenreichen Sommer wiederum nebelreiche Wintermonate zu erwarten, da der Boden feucht und wassergesättigt ist?» Betrachtet man Messdaten (1890-2024), findet man praktisch keinen Zusammenhang zwischen Nebeltagen im Winter und Regen im Sommer. Dies obwohl ausreichend Feuchtigkeit wichtig ist für die Bildung von Nebel oder Hochnebel. Der Grund dürfte sein, dass sich im Winterhalbjahr bei Hochdruckwetter fast immer Nebel oder Hochnebel bilden. Die benötigte Feuchtigkeit ist meist vorhanden. Die Wetterlage entscheidet demnach über Nebel oder nicht. Andere Einflüsse sind sekundär.

Die theoretischen Zeiten für Sonnenaufgang und -untergang stimmen für das Flachland recht gut. In den Alpentälern sieht es anders aus, dort sorgen die Berge im Süden bei tiefstehender Sonne für viel Schatten. Im Extremfall zeigt sich die Sonne während mehreren Monaten nicht. Im Herbst werden die Tage spürbar kürzer, aktuell beträgt die Tageslänge in Bern noch gut 11 Stunden. Doch bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember schrumpft sie um weitere 2½ Stunden. Während im Flachland die theoretischen Zeiten für Sonnenaufgang und -untergang recht gut zutreffen, machen sie für viele Alpentäler wenig Sinn. Berge im Süden decken die tiefstehende Sonne häufig ab - an einigen Orten gibt es im Winterhalbjahr während längerer Zeit keinen Sonnenstrahl. Besonders betroffen sind Orte wie Vals/GR, Emmetten/NW oder Bristen/UR, wo die Sonne teils über mehrere Monate nicht direkt sichtbar ist. Wer wissen will, wann die Sonne tatsächlich aufgeht oder untergeht - und nicht nur theoretisch - findet auf solartopo.com präzise Angaben, basierend auf einem Höhenmodell inklusive Berg- und Talprofilen. Und keine Sorge: Auch wenn die Sonne sich gerade rar macht - sie kommt wieder, spätestens im Frühling.

Frost ist nicht gleich Frost. Bei Luftfrost ist die Temperatur 2 m über dem Boden unter 0 Grad, bei Bodenfrost die Temperatur bei 5 cm. Der Unterschied entsteht bei klaren und windstillen Nächten durch den kalten Boden. Man unterscheidet zwischen Luftfrost und Bodenfrost: Die Lufttemperatur misst man 2 m über dem Boden, die Bodentemperatur nur 5 cm. In der Wettervorhersage und in den Apps wird nur die Lufttemperatur angegeben. Deshalb kann das Gras am Morgen gefroren sein, obwohl die App Plusgrade anzeigt. Die Ursache liegt beim Boden: In klaren, windstillen Nächten strahlt er viel Wärme ab und kühlt stark aus. Die Luft direkt darüber wird durch den Kontakt ebenfalls kalt, während die Luft in 2 m Höhe wärmer bleibt. Wolken wirken wie ein Pfannendeckel, der die Wärme zurückhält. Wind vermischt die Luft – die Temperatur bleibt ähnlich Neben Warnungen in der SRF Meteo App gibt es eine Faustregel, um Bodenfrost abzuschätzen: Bei klarer, windstiller Nacht rund fünf Grad von der Tiefsttemperatur in der App abziehen. Wer empfindliche Pflanzen schützen will, sollte sich daran orientieren.

Ein Kaltlufttropfen, ein isoliertes Tief in grosser Höhe, sorgt für wechselhaftes und kühles Herbstwetter. Wettermodelle tun sich schwer, seine genaue Position und Zugbahn zu berechnen, was Prognosen ungenau macht. Ein Kaltlufttropfen ist ein abgeschlossenes Tiefdruckgebiet in der Höhe. Er wirkt wie ein Staubsauger, der das Wetter durcheinanderwirbelt und wechselhaftes Wetter bringt. Wettermodelle haben Mühe, seine genaue Lage und Bewegung zu berechnen. Dies ist vergleichbar mit einem Tropfen Öl auf heisser Suppe. Die automatisch generierte Prognose in den Wetter-Apps liefern deshalb nur ungenaue Prognosen.

Im September merken wir es deutlich: Die Tage werden spürbar kürzer. Aber warum passiert das gerade jetzt? Am Montag die Tag-und-Nacht-Gleiche und die Sonne steht senkrecht über dem Erdäquator. Um diese Zeit ändert sich der Sonnenstand besonders rasant. Deshalb verlieren wir in einer Woche über 20 Minuten Tageslicht. In den längeren Nächten kühlt es im September immer stärker ab, vor allem wenn es sternenklar ist. Doch tagsüber kann es weiterhin sommerlich warm werden. Speziell in diesem Jahr wurden neue Septemberrekorde aufgestellt.

Der Herbst ist da – und das Wetter hat pünktlich umgestellt. Mit dem Jetstream über der Schweiz hat die typische Dynamik dieser Jahreszeit begonnen. Mit dem meteorologischen Herbstbeginn haben sich die stabilen Hochdrucklagen verabschiedet und das Wetter in der Schweiz zeigt sich zunehmend wechselhaft. Während in Südeuropa weiterhin Sonne und Wärme dominieren, ist es in Nordeuropa kühler geworden. Diese Gegensätze sind typisch für den Herbst: Die stärkste Sonneneinstrahlung verlagert sich südwärts, während die Nächte im Norden rasch länger werden. An der Grenze zwischen warmer und kalter Luft verläuft der Jetstream – ein Starkwindband in rund 10 km Höhe. Der Jetstream verläuft derzeit über Mitteleuropa und lenkt Tiefdruckgebiete und Fronten über die Schweiz. Das Resultat: häufige Wetterwechsel mit Wolken, Regen und Wind. Dennoch sind die Fronten teils nur wenig aktiv und allzu grosse Temperaturstürze bleiben aus. Gründe dafür sind unter anderem die im Frühherbst milde Meeresluft, während die kalte Polarluft noch weit entfernt ist. Mit Westwind bleibt es auch in den kommenden Tagen dynamisch: Am Sonntagmorgen gibt es Flocken bis auf rund 2300 m, am Montag wird es 25 Grad warm – bevor bereits die nächste Kaltfront folgt.

Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter, sondern auch mystische Nebelstimmungen. Früher glaubte man, darin spuken Geister – heute wissen wir mehr. Mit dem September beginnt nicht nur der meteorologische Herbst, sondern auch die Zeit, in der sich die Landschaft wieder häufiger in Nebel hüllt. Warum gerade jetzt vermehrt Nebel entsteht, welche Wetterlagen ihn begünstigen – und was es mit dem Brockengespenst auf sich hat – erklärt SRF-Meteorologin Sabine Balmer.

Beim Burning Man Festival 2025 in der Black Rock Desert, Nevada, ereignete sich vor einigen Tagen ein Haboob. Dieser intensive Staubsturm, typisch für Wüstenregionen, überraschte die Festivalbesucher mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h und reduzierte die Sichtweite zeitweise drastisch. Haboobs entstehen, wenn kalte Luft aus Gewittern auf den Boden trifft und Staub aufwirbelt. Obwohl Staubstürme in der Region nicht ungewöhnlich sind, war die Intensität dieses Ereignisses bemerkenswert. Haboobs können auch gefährlich werden, z.B. wenn man am Autofahren ist oder wenn schädliche Substanzen aufgewirbelt und somit auch eingeatmet werden.

Ein Regentropfen beginnt als unsichtbarer Wasserdampf, wird zum Eiskristall, stösst zusammen, wächst und schmilzt beim Fallen. Auf dem Weg zur Erde verändert er seine Form von einer Kugel zum Burgerbrötli. Am Ende landet er am Boden oder verdampft in der Luft – die Reise beginnt von vorn. Die Reise eines Regentropfens beginnt hoch oben in der Atmosphäre – nicht als Tropfen, sondern als Wasserdampf. Wenn feuchte Luft aufsteigt und sich abkühlt, bilden sich bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt Eiskristalle - dies ist der wichtigste Prozess. Ist die Luft wärmer bilden sich Wassertröpfchen. Die Eiskristalle wachsen in der Wolke rasch an und werden schwerer - sie fallen. Auf dem Weg zur Erde durchqueren sie wärmere Luftschichten, schmelzen und werden zu Regentropfen. Dabei stossen sie mit anderen Regentropfen zusammen und wachsen. Sie können aber auch in kleinere Tropfen zerfallen. Ihre Form ähnelt dabei nicht einer Träne, sondern ist durch den Luftwiderstand abgeflacht – ähnlich einem Hamburgerbrötchen. Erreicht der Tropfen zum Schluss die Erdoberfläche, wird er Teil des Wasserkreislaufs: Er kann versickern, verdunsten oder in Flüsse und Meere gelangen. So beginnt seine Reise irgendwann erneut – als unsichtbarer Dampf, als schwebender Kristall oder als fallender Tropfen.

In den letzten Tagen ist aufgefallen, dass der Himmel bei wolkenlosem Himmel nicht immer blau, sondern teilweise eingetrübt und eher weisslich ist. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Ein wolkenloser Himmel ist nicht immer blau, wenn die Luft nicht sauber oder ganz trocken ist. In den letzten Tagen sorgten beispielsweise Russpartikel von Waldbränden in Kanada und Südfrankreich sowie Saharastaub für einen zeitweise getrübten Himmel. Zudem war die Luft in gewissen Höhen etwas angefeuchtet. Diese feuchteren und "schmutzigen" Luftschichten sorgen für eine Trübung des Himmels durch zusätzliche Lichtstreuung. Warum ist der Himmel eigentlich blau? Dass der Himmel meist blau erscheint, hängt mit dem Sonnenlicht zusammen. Dieses besteht aus dem gesamten Farbspektrum. Die einzelnen Farben haben unterschiedliche Wellenlängen. Dabei ist das rote Licht langwellig und das blaue Licht kurzwellig. Die Farbe des Himmels hängt von den Wellenlängen des Lichts ab. In der Atmosphäre gibt es viele kleine Luftteilchen. Auf dem Weg des Sonnenlichts durch die Atmosphäre stossen vor allem die kurzwelligen blauen Lichtanteile mit diesen Luftteilchen zusammen und werden gestreut. Die anderen Farben werden aufgrund ihrer längeren Wellenlänge weniger stark gestreut. Da für unser Auge nur die gestreuten Farben sichtbar sind, erscheint der Himmel blau. Warum ist die Wolke weiss? Die Wassertropfen einer Wolke sind deutlich grösser als die kleinen Luftteilchen. An ihnen wird nicht nur der kurzwellige blaue Anteil des Sonnenlichts, sondern das gesamte Farbenspektrum gestreut. Alle sichtbaren Farben zusammen ergeben die Farbe Weiss, weshalb eine Wolke für unsere Augen weiss erscheint.

Multifunktionale Wetterballone: Die einen erforschen damit die Höhe der Nullgradgrenze. Für andere beginnt nach dem Platzen die spannende Suche nach den Resten, die zurück auf den Boden fallen. Während der aktuellen Hitzephase nähert sich die Nullgradgrenze der 5000 m - Marke. Dank Wetterballonen kann die exakte Höhe gemessen werden. Wetterballone steigen aber noch viel höher, auf rund 30-35 km. Dort platzen sie und sinken mit einem Fallschirm zurück auf den Boden. Dank GPS-Sensor können die Überreste gefunden werden - für einige ein spannendes Hobby.

Frau Romberg hat in der letzten Woche ein Gewitter beobachtet. Es hat dabei stark geregnet, war aber fast windstill. Es kam die Frage auf, warum manche Gewitter Sturmböen mit sich bringen und es bei anderen lediglich stark regnet. Ist die Luft schon vor dem Gewitter feucht, ist starker Wind im Zusammenhang mit Gewittern unwahrscheinlich. Wenn die Luft vor dem Gewitter trocken ist, ist starker Wind wahrscheinlicher. Die starken Winde im Zusammenhang mit Gewittern werden downbursts genannt. Dies sind Fallwinde unterhalb einer Gewitterwolke. Damit diese Winde schnell werden, muss die Luft unterhalb der Wolke kalt werden und sozusagen zu Boden fallen. Dies beschleunigt die Fallwinde. Die Luft wird dann kalt, wenn viel Regen in trockner Luft verdunstet. Darum ist eine hohe Wolkenbasis mit trockener Luft darunter nötig, damit viel Regen verdunstet und es folglich kräftig windet. Wenn die Wolken tief hängen und es feucht ist, kann Gewitterregen praktisch ohne Wind auftreten.

Grundvoraussetzung für Regenbogen sind Regen und Sonne. Die farbintensivsten Regenbogen entstehen bei uneingeschränktem flachem Sonnenschein, grossen Regentropfen und einer abziehenden dunklen Wolke. Folgende Bedingungen müssen für die schönsten Regenbogen erfüllt sein: 1. Tiefer Sonnenstand: Je tiefer die Sonne steht, desto grösser und eindrucksvoller erscheint der Regenbogen. Frühmorgens oder am späten Nachmittag und Abend stehen die Chancen am besten. In den Sommermonaten um die Mittagszeit ist die Sonne meist zu hoch. Dann kann sich gar kein Regenbogen bilden. 2. Grosse Tropfen: In grossen Tropfen wird das weisse Sonnenlicht stärker gebrochen und besser in die Spektralfarben aufgespalten. Das macht den Regenbogen besonders leuchtend und klar. Bei kleineren Tropfen wirken die Farben oft blasser oder verschwommener. 3. Dunkler Hintergrund: Wenn hinter dem Regenbogen noch eine dunkle Wolke abzieht, erhöht sich der Kontrast. Der Regenbogen hebt sich als Farbspektakel deutlich vom Himmel ab.

Temperaturen von 40 Grad und mehr wurden nördlich der Alpen noch nie gemessen. In wenigen Jahrzehnten dürfte das aber Teil des Schweizer Wetters werden. Ein neuer Forschungszweig hinterfragt, ob das wirklich noch Zukunftsmusik ist. Der aktuelle Sommer brachte bereits zahlreiche Hitzetage mit 30 Grad und mehr. Eines von vielen Wettermodellen bei SRF Meteo zeigte vor kurzem Anzeichen eines neuen Rekords: Gemäss dem Modell wären 40 Grad und mehr, vielleicht sogar ein neuer Landesrekord möglich gewesen (bisher in Grono/GR: 41,5 Grad). Diese spezifische Prognose hat sich nicht bewahrheitet. Dennoch wissen die ETH-Forschenden im Team von Erich Fischer, dass rund 43 Grad bereits heute möglich sind. Auch wenn sehr unwahrscheinlich, helfen diese «Worst-Case»-Szenarien, um zu untersuchen, ob das Gesundheitssystem, die Energieversorgung oder die Landwirtschaft auf mögliche Extremfälle vorbereitet sind. Ausserdem steigt deren Wahrscheinlichkeit mit fortschreitender Klimaerwärmung an. Ohne Klimaschutz rechnet MeteoSchweiz damit, dass beispielsweise in Genf bereits in wenigen Jahrzehnten die 40-Grad-Marke in jedem Sommer überschritten wird. Im Klima am Ende des Jahrhunderts gälten die bisherigen Rekordsommer wie 2003 oder 2018 gar «kühler als normal».

Der Juli begann mit grosser Hitze von bis zu 36 Grad. Eine Woche später folgte ein markanter Temperatursturz mit Schnee in den Bergen. Ist das aussergewöhnlich oder normal? Unser Mitteleuropäisches Klima ist geprägt von Gegensätzen: Warme oder gar heisse Phasen wechseln sich typischerweise mit Zeiten ab, in denen unterdurchschnittliche Temperaturen herrschen. Während solchen Kaltphasen sind auch in den Monaten Juli und August immer wieder Schneefälle in den Bergen möglich. In Arosa/GR auf gut 1800 Meter über Meer gibt es im langjährigen Mittel einmal pro Sommer messbaren Neuschnee. In den letzten Jahrzehnten wurden diese sommerlichen «Wintereinbrüche» jedoch seltener.

Alles ist bereit für das Fest, aber Gewitter sind angesagt – zumindest in der App. Fällt alles ins Wasser? Nein, es besteht Hoffnung. Gewittervorhersagen sind schwierig und können sich schnell ändern. Neben Wetter-Apps sollte man auch Wettertexte zu lesen, um auf der sicheren Seite zu sein. Wetter-Apps zeigen auf die Stunde genau an, wie das Wetter wird. Bei stabilem Wetter ist dies möglich. Ist es gewittrig, kann sich das Wetter schnell ändern. Apps werden von Wettermodellen gefüttert. Diese versuchen durch physikalische Prozesse das Wetter zu berechnen. Gerade mit Gewittern haben die Modelle Mühe, da sie kleinräumig und kurzlebig sind. Eine langfristige Prognose für einen bestimmten Ort ist bei Gewittern nicht möglich. Zeigen Apps aber Gewitter an, sollte man an einem Plan B überlegen. Das Potential für Gewitter besteht. Kurz vor dem Fest hilft die Radar-Animation. Dort wird der aktuelle Zustand der Gewitter für die nächsten Stunden interpoliert. Es muss nicht so kommen, aber es ist eine Näherung. Zur Vorbereitung auf ein Fest sollte man immer auch den Wettertext lesen, der – anders als die Prognose in der App – durch Meteorologinnen und Meteorologen erstellt wird.

Die vergangene Woche war heiss, die kommende Woche wird wahrscheinlich noch heisser. Warum wird es aktuell so heiss? Der vergangene Mittwoch war vielerorts der bisher heisseste Tag im 2025. Verbreitet gab es 31 bis lokal gut 34 Grad. In der kommenden Woche wird es wieder ähnlich heiss, oder sogar noch etwas heisser. Wo kommt die Hitze her? Hitze, oder auch Hitzewellen wie nächste Woche, setzt sich aus drei Mechanismen zusammen: · Transport: die heisse Luft wird in die Schweiz transportiert · Absinken: unter einem Hoch sinkt die Luft ab und erwärmt sich dabei · Aufheizen: die Luft wird hierbei uns durch die Sonne aufgeheizt Wie kühlen wir uns ab? · Schatten · Lüften am Morgen · viel trinken · ins Wasser springen Doch wie kühl sind unsere Seen eigentlich. Kurz: gar nicht mal so kühl.

Das X-Alps gilt als das härteste Gleitschirmrennen der Welt. Nur zu Fuss oder fliegend bewältigen Athlet*innen hunderte von Kilometern quer durch die Alpen. Das Renngeschehen wird dominiert vom Wetter, doch wie genau? Das X-Alps gilt als das härteste Gleitschirmrennen der Welt. Nur zu Fuss oder fliegend bewältigen Athlet*innen hunderte von Kilometern quer durch die Alpen. Das Renngeschehen wird dominiert vom Wetter. Wir werfen einen Blick auf die entscheidenden Elemente und aktuelle Geschehnisse.

Das Empfinden der Sommerwärme hängt nicht nur von der Temperatur, sondern auch von der Luftfeuchtigkeit ab. Es gilt: je feuchter die Luft, desto unangenehmer die Sommerwärme. Wenn es heiss ist, beginnen wir zu schwitzen. Der Schweiss verdunstet, wodurch sich unser Körper wieder abkühlt. Wenn die Luft feucht ist, funktioniert dieser Prozess nicht gut. Die Luft ist dann schwül.

Die Gräserpollen sind in der Luft. Rund 70 Prozent aller Pollenallergikerinnen und -allergiker reagieren auf Gräserpollen. Und Regen muss nicht immer eine Entspannung bringen, bei Gewittern reden die Fachleute sogar von Gewitterathma. Was steckt dahinter?

Die Wetter- und Klimadaten des Bundes werden frei verfügbar. Jede oder jeder kann bereits jetzt viele Daten von MeteoSchweiz frei über das Internet beziehen. Aktuell sind zwei Arten von Daten verfügbar. Einerseits Messdaten und andererseits Prognosedaten von Wettermodellen. Allerdings braucht es für den sinnvollen Einsatz der Daten von Wettermodellen Expertenwissen. Bei den Messdaten sieht dies anders aus. Um herauszufinden, wann der stärkste Sturm in Bern im Jahr 2010 war, braucht es nur etwas Einarbeitungszeit und technische Grundkenntnisse. Beziehen kann man die Daten über das Open Data Portal von MeteoSchweiz.

In den vergangenen Tagen konnten wir immer wieder lesen, dass es im kommenden Sommer zu extremen Hitzewellen kommen werde. Auch andere Berichte über Peitschen und Walzen sorgen regelmässig für Aufsehen. Was hat es damit auf sich? Berichte in Online-Medien über das Thema Wetter und Klima haben zurzeit Hochkonjunktur. Mit einem knackigen und dramatischen Titel sorgen diese wahrscheinlich für viele Klicks. Diese Artikel enthalten meist einen wahren Kern. Aber aufgepasst: Oft werden sie zusätzlich mit Behauptungen und Theorien aus weniger seriösen Quellen angereichert. Und so entsteht aus der Möglichkeit für einen zu warmen Sommer - was in Zeiten des Klimawandels nichts Aussergewöhnliches ist - ein extremer Hitzesommer, der uns bevorstehen soll. Und im Winter wird aus einer schlappen Kaltfront mit einem Schäumchen Neuschnee plötzlich eine unglaubliche Schneewalze, die auf uns zu rollt. Also Vorsicht bei Superlativen - informieren Sie sich bei Wetterthemen auch auf den Portalen der Wetterdienste. Dort werden diese Meldungen nüchterner eingeschätzt und oft auch relativiert.

Bei strahlendem Sonnenschein sind viele Leute besser gelaunt als bei Regenwetter. Bei jedem Mensch ist das unterschiedlich. Eine wissenschaftliche Studie hat aufgrund von Kommentaren in den sozialen Medien den Einfluss des Wetters auf die Gefühle untersucht.

Im Frühling wird es langsam wärmer und trotzdem kann es manchmal plötzlich wieder richtig werden. Haben die Eisheiligen damit zu tun und ist die Natur danach vor Frost sicher?