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Deutschland beschleunigt die Aufrüstung – aber kann das Parlament noch wirksam kontrollieren? Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Verteidigungsausschuss des Bundestages, der eine besondere Stellung hat. „Sie macht sich auf jeden Fall darin bemerkbar, dass wir uns in jeder Sitzung unseres Ausschusses auch mit der verteidigungspolitischen Lage beschäftigen“, sagt Thomas Röwekamp MdB (CDU), seit 2025 Ausschussvorsitzender. Der Verteidigungsausschuss kann sich als einziger selbst zu einem Untersuchungsausschuss erklären. Er überwacht, „ob die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und unsere Fähigkeitsbeiträge zur Verteidigungsfähigkeit der NATO sichergestellt sind“. Fähigkeitslücken sollen gar nicht erst entstehen oder müssen schnell geschlossen werden. Der Verteidigungsausschuss kontrolliert Beschaffungen, ihren Zeit- und Kostenrahmen. Gründlich prüfen, ohne unnötig zu bremsen, das sei „kein Dilemma, was man nicht lösen kann“, zeigt sich Röwekamp überzeugt. Verbesserungsbedarf sieht er dennoch: Zwischen der Beratung von Militärstrategie und Fähigkeitsprofil der Bundeswehr und der konkreten Vergabe von Beschaffungen fehle die strategische Steuerung, die sich an den tatsächlichen Bedarfen orientiert. Moderator Dario Weilandt spricht mit dem Bundestagsabgeordneten über ganz konkrete „Baustellen“: die Reformagenda für den Umbau der Neubeschaffung (mit „wesentlichen“ und „richtigen Veränderungen“), das gestoppte Projekt FCAS (und welche Lehren man daraus ziehen kann) und die nicht überall gelingende Instandhaltung des militärischen Geräts (bei der Röwekamp vorhandene Fähigkeiten der Bundeswehr betont). Und es geht um Geheimnisse: Vieles wird im Verteidigungsausschuss nicht nur hinter verschlossenen Türen besprochen, sondern unterliegt auch der Geheimhaltung. Wie kann die gelingen, wenn bei solchen Sitzungen mitunter hundert Personen anwesend sind oder wenn insbesondere die AfD-Fraktion mit kleinen Anfragen wiederholt versucht, an sicherheitsrelevante Informationen zu kommen? Röwekamp sagt: „Wir klassifizieren sehr genau“. Im Atlantic Talk Podcast geht es auch um die Frage, wie das nötige Vertrauen in staatliche Institutionen (wieder) entstehen kann, wenn zugleich viele sicherheitspolitische Informationen geheim gehalten werden. Röwekamp sagt: „Indem man eine offene Kommunikation über die Sachverhalte pflegt und führt, die offen sind“. (Aufgezeichnet am 12.06.2026)
Armin Laschet rechnet mit einem jahrzehntelangen Weg der Ukraine in die EU. "Ich glaub, dass das in der Tat ein sehr, sehr langer Beitrittsprozess werden wird." Man könne sich vorstellen, "was da alles an Details zu verhandeln ist", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag.
Ein G7-Gipfel ist kein Kindergeburtstag und doch wird US-Präsident Donald Trump derzeit genauso behandelt: bloß nicht reizen, immer schön loben und im Mittelpunkt stehen lassen. Trump reist in Evian mit einer vermeintlichen „Iran-Einigung“ im Gepäck an, die bisher bloße Absichtserklärungen enthält. Gordon Repinski beleuchtet, wie leicht der US-Präsident über Wirtschaftskennzahlen lenkbar ist, während das Teheraner Regime die Fäden zieht und die iranische Bevölkerung im Stich gelassen wird. Im 200-Sekunden-Interview rechnet Armin Laschet (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, mit Trumps Außenpolitik ab. Für ihn ist der Deal kein Erfolg, sondern eine strategische Niederlage: Kein Regime-Change, keine Lösung für das Atomprogramm und im Gegenzug freigegebene Milliarden für Teheran. Gemeinsam mit Rasmus Buchsteiner blickt Gordon außerdem auf die bevorstehende Innenministerkonferenz in Hamburg. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) fordert Korrekturen. Die Unions-geführten Länder drängen auf ein generelles Cannabis-Konsumverbot im öffentlichen Raum. Das Berlin Playbook als Podcast gibt es jeden Morgen ab 5 Uhr. Gordon Repinski und das POLITICO-Team liefern Politik zum Hören – kompakt, international, hintergründig. Für alle Hauptstadt-Profis: Der Berlin Playbook-Newsletter bietet jeden Morgen die wichtigsten Themen und Einordnungen. Jetzt kostenlos abonnieren. Mehr von Host und POLITICO Executive Editor Gordon Repinski: Instagram: @gordon.repinski | X: @GordonRepinski. POLITICO Deutschland – ein Angebot der Axel Springer Deutschland GmbH Axel-Springer-Straße 65, 10888 Berlin Tel: +49 (30) 2591 0 information@axelspringer.de Sitz: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRB 196159 B USt-IdNr: DE 214 852 390 Geschäftsführer: Carolin Hulshoff Pol, Mathias Sanchez Luna Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz
Ausschuss für Kultur und Medien
Ausschuss für Sport und Ehrenamt
In der neuen Folge des Wandelwerker Podcasts spricht Anna mit Prof. Dr. Anke Kahl über den Deutschen Arbeitsschutzpreis. Anke ist Professorin für Arbeitssicherheit an der Bergischen Universität Wuppertal, Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und Jurymitglied beim Deutschen Arbeitsschutzpreis. Die beiden sprechen darüber, wer sich bewerben kann, welche Lösungen gesucht werden und warum nicht nur große Konzepte, sondern auch einfache betriebliche Ideen eine wichtige Bühne verdienen. Anke erklärt, welche Rolle Best-Practice-Beispiele für die Weiterentwicklung des Arbeitsschutzes spielen, warum Auszubildende, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Führungskräfte mit ihren Ideen mutig sichtbar werden sollten und wie Unternehmen gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Sicherheitskultur, Fachkräftesicherung und gesunde Arbeitsbedingungen zusammendenken können. Außerdem geht es um technische Lösungen, Sicherheitskultur in kleinen und großen Unternehmen sowie den Bewerbungsprozess für den Deutschen Arbeitsschutzpreis.
Ausschuss für Kultur und Medien
Ausschuss für Sport und Ehrenamt
Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie
Ausschuss für Kultur und Medien
Ausschuss für Sport und Ehrenamt
Fußball gibt uns allen regelmäßig große Freude und liefert stets Gesprächsstoff. Allerdings kann er nicht alles und lässt uns nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt fassungslos zurück. Die Gedanken des LokCast-Teams sind bei den Opfern und Angehörigen.In dieser Ausgabe kümmern sich die beiden Moderatoren Marko Hofmann und Thomas Franzky anfangs um die aktuellen Ereignisse. Zum 1. FC Lok geht der Blick zurück auf die Niederlage gegen den BFC Preussen und nach vorn auf das Saisonfinale. Der Gast Benjamin Schladitz ist seit Januar dieses Jahres Mitglied des Aufsichtsrates. Als Teil der aktiven Fanszene und ehemaliges Mitglied des Ausschusses für Vereinsstreitigkeiten fungiert er schon länger als Bindeglied zwischen Fans und Verein. Schaltet ein, es lohnt sich wieder!Anregungen, Kritik und (vor allem) Lob zu LokCast könnt ihr gern jederzeit an diese E-Mail-Adresse richten: lokruf-radio@t-online.de Spenden an LokCast und Lokruf: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=6MZTWYEMC8XC6
Kanzler Friedrich Merz reist heute nach Zypern, wo der informelle Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs unter der aktuellen Ratspräsidentschaft der Republik beginnt. Im Fokus stehen die Antworten auf den Iran-Krieg und die anhaltende Energiekrise. Gordon Repinski berichtet von der Reise und analysiert gemeinsam mit Hans von der Burchard, wie sich die EU weiter schwer tut Antworten auf die akute Iran-Krise zu finden, aber auch auf langfristige Fragen, wie den anstehenden Haushalt zum Beispiel. Während die EU berät, empfängt Berlin heute Reza Pahlavi, den Sohn des letzten Schahs des Iran. Er wird unter anderem auch mit Armin Laschet sprechen, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses. Laschet ist vorher Gast im 200-Sekunden-Interview. Mit ihm geht es um die Rolle Deutschlands und vor allem Europas bei einer möglichen Lösung der Blockade der Straße von Hormus. Mit Rixa Fürsen geht's dann noch nach Kiel. Dort stellt die Marine Minensuchboote vor. Einheiten, die schneller als gedacht in der strategisch wichtigen Straße von Hormus zum Einsatz kommen könnten. Rixa berichtet vom technologischen Alleinstellungsmerkmal dieser Boote, aber auch von der Skepsis in der Marineführung, dass Personal und Material womöglich aus Nord- und Ostsee abgezogen werden könnten. Das Berlin Playbook als Podcast gibt es jeden Morgen ab 5 Uhr. Gordon Repinski und das POLITICO-Team liefern Politik zum Hören – kompakt, international, hintergründig. Für alle Hauptstadt-Profis: Der Berlin Playbook-Newsletter bietet jeden Morgen die wichtigsten Themen und Einordnungen. Jetzt kostenlos abonnieren. Mehr von Host und POLITICO Executive Editor Gordon Repinski: Instagram: @gordon.repinski | X: @GordonRepinski. POLITICO Deutschland – ein Angebot der Axel Springer Deutschland GmbH Axel-Springer-Straße 65, 10888 Berlin Tel: +49 (30) 2591 0 information@axelspringer.de Sitz: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRB 196159 B USt-IdNr: DE 214 852 390 Geschäftsführer: Carolin Hulshoff Pol, Mathias Sanchez Luna Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
Ausschuss für Sport und Ehrenamt
Ausschuss für Kultur und Medien
Fachgespräch des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung
Anhörung des Ausschusses für Tourismus
Anhörung des Ausschusses für Gesundheit
Ausschuss für Kultur und Medien
Ausschuss für Sport und Ehrenamt
Anhörung des Ausschusses für Tourismus
Ausschuss für Kultur und Medien
Anhörung des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung
Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales
Zeitgeschichte erleben. Der Podcast der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
Katharina Focke: Verantwortung für Europa Vortrag und Gespräch am 10. März im Willy-Brandt-Forum Unkel Katharina Focke (1922–2016) gilt als bedeutende europapolitische Pionierin der Bundesrepublik. Sie war eine Politikerin der SPD und eine bedeutende Vertreterin der europäischen Idee im Nachkriegs-Deutschland. Focke trat 1964 der Partei bei und wurde 1966 in den Landtag von NRW gewählt, wo sie bis 1969 tätig war. Zu dieser Zeit konzentrierte sie sich auf europäische und soziale Fragen. Nach ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag 1969 ernannte Willy Brandt sie zur Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeskanzleramt. Sie fungierte als enge Beraterin in Bezug auf Europapolitik, Bildungsfragen und Bund-Länder-Beziehungen. 1972 wurde sie Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Focke trat 1979 bei den ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament an und war dort bis 1989 Abgeordnete. Sie setzte sich stark für Entwicklungs- und Zusammenarbeitspolitik ein und war von 1984 bis 1987 Vorsitzende des Ausschusses für Entwicklung und Zusammenarbeit. Außerdem war sie 1984 SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl. Der Historiker Tom Hillebrand wird in seinem Vortrag die europapolitische Karriere Fockes betrachten. In seinem laufenden Dissertationsprojekt untersucht er Fockes europapolitischer Erfolge und den Symbolcharakter Fockes für eine sich verändernde SPD in den 1960er und 1970er Jahren. Im Anschluss wird Scott Krause, Leiter des Willy-Brandt-Forums Unkel, ein Gespräch zwischen Tom Hillebrand und Karsten Brenner, ehemaliger Büroleiter Fockes, moderieren. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite: www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/ Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook: www.facebook.com/BundeskanzlerWillyBrandtStiftung/ YouTube: www.youtube.com/@BWBStiftung
Fachgespräch des Ausschusses für Kultur und Medien
Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz
Anhörung des Ausschusses für Gesundheit
Ausschuss für Kultur und Medien
Krieg im Nahen Osten: Ist ein Regimewechsel im Iran möglich? Und: Welchen Folgen hat die Eskalation am Golf für die Weltwirtschaft? Dazu im Studio zu Gast: Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses von der CDU Armin Laschet und die ARD-Nahost-Expertin Natalie Amiri. Außerdem der Unternehmer und Investor Carsten Maschmeyer, sowie die Journalisten Werner Sonne, Iris Sayram und Daniel Friedrich Sturm. Von Sandra Maischberger.
Ausschuss für Sport und Ehrenamt
Ausschuss für Kultur und Medien
Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie
Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
Anhörung des Ausschusses für Gesundheit
Ausschuss für Kultur und Medien
Anhörung des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung
Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
In Österreich sorgt der Tod von Christian Pilnacek, einem der mächtigsten Beamten des österreichischen Justizministeriums, weiterhin für Aufsehen. Am Mittwoch fand der Auftakt des Ausschusses statt - mit einem Lokalaugenschein beim Fundort der Leiche im niederösterreichischen Rossatz. AUF1-Innenpolitik-Redakteur Philipp Huemer war vor Ort und schildert seine Eindrücke.
Ausschuss für Kultur und Medien
Ausschuss für Sport und Ehrenamt
Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz
Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz
“Politik mit Anne Will“ diesmal live aus der Urania in Berlin: Zu Gast sind in dieser Folge die Politologin und USA-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook und Armin Laschet, CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Am Tag der Freilassung der zwanzig überlebenden israelischen Geiseln durch die Hamas und der Unterzeichnung des Friedensabkommens für Gaza sprechen unsere Gäste mit Anne Will über die Frage: Wie weit reicht Trumps Macht? Erst durch die Vermittlung des US-Präsidenten ist ein Frieden zwischen Israel und Gaza nach über zwei Jahren möglich geworden. Gleichzeitig nutzt Trump seinen Erfolg massiv zur Selbstinszenierung. Wie profitiert er von diesem Erfolg in Nahost? Hat er diplomatisches Talent bewiesen? Und wie sind die Aussichten für den Friedensprozess in Gaza, der nun in mehreren Phasen ablaufen soll, für deren genauen Ablauf aber vieles noch ungeklärt ist? Trumps Einsatz für den Frieden in Nahost steht im Widerspruch zu seiner Innenpolitik in den USA. Dort setzt er seit Beginn seiner Amtszeit alles daran, demokratische Institutionen zu schwächen, spricht von einem “Krieg im Inneren”. “Da sitzt ein Tyrann im Weißen Haus”, sagt Cathryn Clüver Ashbrook, die hinter dem vermeintlichen Chaos, das Trump und seine Administration in den USA anrichten, ein klares System erkennt. Dass sich die deutsche Bundesregierung den innenpolitischen Entwicklungen in den USA kritisch entgegenstellen könnte, hält Armin Laschet für “völlig ausgeschlossen”, zu schwierig sei die geopolitische Lage. Wie geht man also mit Trump um - und was kann verhindern, dass autoritäre Bewegungen auch in Deutschland immer stärker werden? Redaktionsschluss für diese Folge war der 13.10.2025, 19 Uhr.
Michael Roth saß 27 Jahre für die SPD im Bundestag, war zum Schluss der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses. Vor kurzem hat er die Politik verlassen und ein Buch mit dem beziehungsreichen Titel “Zonen der Angst” veröffentlicht. Mit Wolfgang spricht er über sein Leben und seine Flucht in die Politik, und warum er am Ende genau diesen Zufluchtsort verlassen musste. Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee
Michael Roth war fast 27 Jahre lang SPD-Abgeordneter, Staatsminister für Europa und zuletzt Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. Dann fasste er den Entschluss, aus der Politik auszuscheiden. Die Politik hatte ihn ausgebrannt. Über seine Zeit in der Politik und seine psychische Erkrankung hat er nun ein Buch geschrieben: „Zonen der Angst“. Darin spricht er offen über Selbstzweifel, psychische Krisen und den Umgang mit Angst in der Politik. Im Gespräch mit Anne Will erzählt Roth, warum ihn gerade die Auseinandersetzung um die richtige Ukraine-Politik in seiner Partei isolierte – und wie die Kritik aus den eigenen Reihen seine Krankheit verschärfte. Gemeinsam diskutieren sie, welche Rolle Angst in internationalen Krisen spielt: Wie reagiert die NATO auf russische Provokationen im Luftraum? Wie kann die Politik auf die Angst vieler Menschen vor einem Dritten Weltkrieg eingehen, ohne Putins Drohkulissen nachzugeben? Kann man Putins Machtpolitik überhaupt ohne Angst begegnen? Und wie sehr bestimmt Angst heute – in Moskau, Washington, Berlin – die Handlungsfähigkeit von Demokratien? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, der 23. September 2025 um 16 Uhr.
Angst zu scheitern, Angst Erwartungen anderer nicht zu erfüllen, Angst Verantwortung nicht angemessen tragen zu können. Die Beispiele die Michael Roth nennt, kennt er aus eigener Erfahrung sehr gut. Fast sein halbes Leben lang war er Berufspolitiker, unter anderem als Außenpolitiker der SPD, zuletzt als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Jetzt hat er ein Buch veröffentlicht - "Zonen der Angst". Im Gespräch mit SWR Kultur plädiert er dafür, mehr Gefühle in der Politik zuzulassen: „Die Zeiten sind so kompliziert und so komplex, dass wir alleine mit Sachargumenten Menschen nicht mehr erreichen. Und wenn wir das Emotionale nationalistischen, populistischen, bösen Kräften überlassen, die mehr auf Hass und Lüge setzen als auf Wahrhaftigkeit und auf Respekt, dann haben wir als liberale Demokratie verloren.“ Angst dürfe kein Dauerzustand werden, sondern müsse überwunden werden, so Roth mit Bezug auf das Ausscheiden von Ex-SPD Generalsekretär Kevin Kühnert. „(…) Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht nur den Lauten und den Wütenden und den Zornigen den politischen Raum überlassen, sondern dass auch die Sensiblen weiter an Bord bleiben.“ Hierfür appelliert er gegenüber Politker*innen für eine Kultur „der Nachsicht und des Verzeihens“. In Bezug auf Ängste die Russlands Präsident Putin bewusst schüre erwidert Roth: „Die einzige Sprache, die solche Typen verstehen, ist die Sprache der Stärke. Nicht frech werden, aber stark sein, wehrhaft sein.“
Die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hält Trumps Werben um Putin für gescheitert. In der Ukraine und im Nahen Osten muss Europa im eigenen Interesse entschiedener auftreten, verlangt die deutsche Sicherheitsexpertin, die als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung eine zentrale Funktion im Europaparlament hält. Das Gespräch fand am Rande des European Forum Alpbach 2025 statt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
In Syrien war die Hoffnung nach dem Sturz von Langzeitherrscher al-Assad gross, dass ein friedliches Zusammenleben aller Religionen und Volksgruppen möglich ist. Doch diese Hoffnung hat durch Angriffe auf Minderheiten einen Dämpfer bekommen. Ein Experte blick wenig optimistisch in die Zukunft. Weitere Themen: · Mehrere arabische Staaten haben den Terror der radikal-islamischen Hamas kritisiert. Die Herrschaft der Hamas im Gazastreifen müsse enden, steht in einem Schreiben, das Saudi-Arabien, Ägypten und Katar gemeinsam mit europäischen Ländern unterzeichnet haben. Die Hamas solle all ihre Waffen abgeben. Das sei ein bedeutender Schritt, sagt der Islamwissenschaftler Rainer Schulze. · Im Fall Jeffrey Epstein versucht die demokratische Partei im US-Senat zu erwirken, dass die Trump-Regierung geheime Unterlagen veröffentlicht. Dazu nutzen sie ein bisher kaum bekanntes Gesetz. Demzufolge kann die Herausgabe von Unterlagen gefordert werden, wenn fünf Senatorinnen und Senatoren eines bestimmten Ausschusses dafür stimmen. Es bleibe aber abzuwarten, ob die Trump-Regierung überhaupt darauf reagiere, sagt Politikwissenschaftlerin Sarah Wagner. · Künstliche Intelligenz (KI) prägt den Alltag immer stärker. Bald sollen auch Flugpreise von KI bestimmt werden. Die amerikanische Fluggesellschaft Delta setzt voll auf das sogenannte KI-Pricing, wie sie ankündigt. Damit werde die Preisgestaltung möglicherweise unfairer und unethischer, sagt Sarah Spiekermann, Professorin für Wirtschaftsinformatik und digitale Ethik.