Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

Der Mond ist gar nicht so viel anders als der Schwarzwald, der Pfälzer Wald oder die Alb - zumindest wenn es um den Müll geht. Der Mensch als solcher wirft nämlich anscheinend gerne Dinge weg. Irgendwohin. Darüber spricht SWR Aktuell-Moderator Ralf Hecht mit David Beck aus unserer Wissenschaftsredaktion.

Spanien ist also Weltmeister. Donald Trump drängt sich ins Siegerfoto - und Gianni Infantino ist immer noch FIFA-Chef. Aber wie lange noch? Darüber spricht SWR Aktuell-Moderator Christian Hauck mit Thomas Kistner, Sportredakteur bei der Süddeutschen Zeitung.

Der Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sorgt für eine neue Personaldebatte in Berlin. Für die schwarz-rote Koalition kommt der Wechsel zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Die Bundesregierung hat wichtige Reformen angekündigt. Im Gespräch mit dem SWR sagte der erste parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, die Zusammenarbeit mit der Union könne trotzdem stabil weitergehen. SPD sieht Koalition weiter arbeitsfähig Wiese betonte, die Koalitionsfraktionen hätten zuletzt als Stabilitätsanker der Regierung funktioniert. Spahns Rücktritt sei wegen des Verlusts an Glaubwürdigkeit jedoch die richtige Konsequenz gewesen. Jetzt müsse die Union die Nachfolge schnell klären, damit die gemeinsame Regierungsarbeit fortgesetzt werden könne.

Nach dem lebensgefährlichen Sturz eines Bahnmitarbeiters aus einem fahrenden Zug bei Ettlingen gibt es Kritik an der Entscheidung des Amtsgerichts Karlsruhe, den mutmaßlichen Angreifer wieder auf freien Fuß zu setzen. Wie SWR-Reporterin Ninja Degen im Interview mit SWR Aktuell Radio-Moderator Jonathan Hadem berichtet, war der 26-jährige Sicherheitsmitarbeiter am Freitagabend bei einer Fahrscheinkontrolle in eine Auseinandersetzung mit einem Fahrgast geraten. Dabei wurde eine Zugtür beschädigt. Der Bahnmitarbeiter stürzte bei Tempo 120 aus dem fahrenden Zug und wurde lebensgefährlich verletzt.

Nach dem Rücktritt von Keir Starmer vor vier Wochen bekommt Großbritannien einen neuen Premierminister. Der neue Labour-Parteichef Andy Burnham soll heute von König Charles III. offiziell mit der Regierungsbildung beauftragt werden. Er ist bereits der siebte Premierminister seit dem Brexit-Referendum vor zehn Jahren. Regierungswechsel ohne Neuwahlen möglich Die Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in London, Canan Atilgan, sieht die Ursache für die häufigen Regierungswechsel vor allem im britischen politischen System. Ein Premierminister kann dort auch ohne Neuwahlen abgelöst werden, wenn er den Rückhalt der eigenen Partei verliert. Zudem spielten Führungsstärke und Charisma eine größere Rolle als etwa in Deutschland, so Atilgan im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.

Dass der Staat irgendwo sparen muss, ist klar- auch weil sowohl die Sanierung von Straßen, Brücken und anderer Infrastruktur als auch der Wiederaufbau der Bundeswehr etliche Hundert Milliarden Euro kosten. Die Bundesregierung kürzt nun auch bei der Wärme für die Wohnungen der Bürger: Die Förderung für Wärmepumpen und klimafreundliche Heizungen soll drastisch sinken. Ob man nun eiligst noch eine neue Heizung in Auftrag geben soll, das schätzt Saidi Sulilatu vom Geld-Ratgeber Finanztip im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderator Sebastian Felser ein.

Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt. Diese Woche: Das Kinospektakel "Die Odyssee" von Starregisseur Christopher Nolan. Warum fasziniert der alte Stoff des antiken griechischen Dichters Homer uns noch heute? Und wieviel Freiheit darf sich ein Regisseur bei einer solchen Verfilmung erlauben? Das klärt Christoph Quarch im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.

Jeder erinnert sich an die Klassenkeile, die Pausenhofschlägerei in der Schulzeit. Aber da passiert weit mehr: Mobbing, ja sogar Erpressung und sexuelle Übergriffe. Die Gewalt an deutschen Schulen hat deutlich zugenommen. Dagegen will Simon Reinöhl etwas tun. Gemeinsam mit seinem Bruder bietet er ein Anti-Gewalt-Training an.

Auch wenn der legendäre ARD-Sportreporter Manno Breuckmann vor der WM 2026 geschworen hatte, außer den Spielen der deutschen Nationalelf so wenig wie möglich von „diesem aufgeblähten Turnier“ zu schauen: In SWR Aktuell gesteht er ein, dass er doch als Fußballfan mehr Spiele als gedacht verfolgt hat. Und er wiederholt im Interview mit Andreas Fischer seine Kritik insbesondere an FIFA-Chef Infantino.

99 Menschen sind bundesweit im Juni bei Badeunfällen ertrunken. Das ist die höchste Zahl in einem Monat seit dem Hitzesommer 2003. Grund ist oft Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, sagt Sebastian Hess von der DLRG Württemberg.

Tags, Graffitis, Murals – coole Schriftzüge, bunte Wandgemälde: früher waren sie als Sachbeschädigung und Schmierereien auf S-Bahnwagen oder an Brücken verschrien – heute sind sie zur Kunst geworden, zur "Street Art". Der Grafitti-Künstler Milo hat diese Entwicklung miterlebt. Seit 25 Jahren ist er aktiv, hat im Raum Ulm zahlreiche Bilder gesprayt. Jetzt gibt er Workshops an Schulen.

In Teilen Baden-Württembergs haben Unwetter und Starkregen zu umgestürzten Bäumen und überfluteten Straßen geführt. In Reutlingen musste die Feuerwehr am späten Nachmittag und Abend laut Polizei 17 Mal ausrücken. Dort waren auch Keller vollgelaufen. Verletzt wurde niemand. In Lichtenstein im Kreis Reutlingen ist im Dachstuhl eines Gebäudes ein Feuer ausgebrochen, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen hat. Auch in der Bodenseeregion hatte es gestern wegen Unwettern viele Feuerwehreinsätze gegeben. "Ganz vorbei ist es noch nicht", sagt Meteorologe Hartmut Mühlbauer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. "Das geht noch bis Freitagabend und die Nacht auf Samstag hinein." Der Donnerstag verlaufe allerdings voraussichtlich anfangs eher ruhig. An den meisten Orten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz scheine den ganzen Tag die Sonne. Erst gegen Abend tauchten örtlich neue Gewitter auf. Der Freitag sei dann verbreitet gewittrig und sehr schwül, örtlich mit neuer Unwettergefahr.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat heute das Niedrigwasser-Informationssystem vorgestellt. Es soll Kommunen und Bürger darüber informieren, wie es um Flüsse, Bäche und Seen bestellt ist. Ein Experte erklärt, wie es funktioniert und warum Gewässerschutz wichtig ist.

Die EU plant einen strengen und gestaffelten Schutz für Jugendliche in den Sozialen Medien. Minderjährige sollen vor Suchtgefahren und schädlichen Inhalten bewahrt werden. Unter 13 Jahren sollen Kinder nur unter Aufsicht der Eltern und zu pädagogischen Zwecken Zugang bekommen. Darüber soll es davon abhängen, inwieweit Plattformen nachweislich für Sicherheit sorgen. Risikoreiche Dienste sollen erst ab 15 oder 16 Jahren erlaubt sein. Vor diesem Hintergrund hat eine Studie untersucht, wie sich Soziale Medien auf das Wohlbefinden von Jugendlichen auswirken. Daran hat auch der SWR teilgenommen. Sabine Feierabend von der SWR Medienforschung in SWR Aktuell: "Manche Jugendlichen sagen, sie hätten mit Social Media Zeit vertrödelt und sie fühlen sich schlecht, weil sie ihren anderen Aufgaben nicht nachgekommen sind." Dabei mache es einen Unterschied, welche Plattformen die Jugendlichen nutzen. "Da gibt es TikTok, Instagram, Snapchat, die für viele Jugendliche eine hohe Bedeutung haben. Und bei den Plattformen, die den Jugendlichen nach eigenem Bekunden nicht guttun, da liegt TikTok auch ganz vorn", sagt die Medienforscherin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.

Rauchen so lange teurer machen, bis möglichst niemand mehr raucht. Das ist einer der Gedanken hinter der geplanten Erhöhung der Tabaksteuer. Der zweite ist, dass die Bundesregierung so natürlich auch mehr Geld in die Staatskasse bekommt. Eine Packung Zigaretten könnte, wenn der Plan umgesetzt wird, bald 12 Euro oder mehr kosten. Andere Länder haben das Konzept „Rauchen unbezahlbar machen“ schon probiert. Sabina Ulbricht ist Präventionsforscherin an der Uni Greifswald und Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnisses "Nichtrauchen". Sie erklärt im SWR-Aktuell-Interview mit Andreas Fischer, wie erfolgreich das im Ausland war und ist.

Bürger und Unternehmen sollen es mit dem Staat leichter haben – und dadurch Zeit und Geld sparen. Das ist ein Versprechen der Bundesregierung, die ihre heutige Sitzung deshalb zum "Entlastungskabinett" umgetauft hat. Es ist nicht die erste Runde dieser Art. Wo schon Entlastungen greifen und was noch geplant ist, erklärt Berlinkorrespondent Chris Bedrow im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderator Andreas Fischer.

Läden dicht am Sonntag – das gilt ausser bei uns in dieser Striktheit nur noch in Österreich und Polen. Alle übrigen Länder haben die Öffnungszeiten teils unterschiedlich weit liberalisiert. In Frankreich, Spanien oder Belgien gelten Ausnahmen für Tourismusgebiete, in Skandinavien, Portugal, Italien gibt es praktisch keinen Ladenschluss. Auch in Deutschland fordert die Wirtschaft eine Abkehr von der Sonntagsruhe. Warum das aber nicht so leicht wäre, erklärt SWR-Wirtschaftsredakteurin Stefanie Geissler: "Dafür müsste die Verfassung geändert werden. Die Sonntagsruhe ist nämlich im Grundgesetz festgeschrieben. Das geht auf eine Regelung aus der Weimarer Reichsverfassung zurück, wonach der Sonntag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung dienen solle." Das findet DIHK-Präsident Peter Adrian nicht mehr zeitgemäß und fordert Sonntagsöffnung auch bei uns. Welche Argumente er vorlegt und was die Bundesregierung und die Gewerkschaften dazu meinen, darum geht's im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Ralf Hecht.

Tom ist beim Technischen Hilfswerk. Vor fünf Jahren hat er bei der Flutkatastrophe im Ahrtal geholfen. Tom ist der Star eines Kinderbuchs. Ausgedacht hat ihn sich Petra Liemersdorf. Warum, das erzählt sie hier. Die Kinderbuchautorin und Zeichnerin Petra Liemersdorf lebt in Oberdürenbach im Landkreis Ahrweiler. Schon die vorherigen Bücher über Tom, den THW-Helfer, drehen sich um das Thema Katastrophenschutz. Als sie dann die Katastrophe vor fünf Jahren hautnah erlebte, habe sie gar nicht anders gekonnt, als die Geschichte zu schreiben, sagt die Kinderbuchautorin in SWR Aktuell: "Mein gesamter Freundeskreis war von der Flut betroffen und hatte kaputte Häuser." Toms Abenteuer soll Mut machen Worum geht's? "Tom und seine Frau Jana gehen nach der Flut in den Einsatz. Vordergründig geht es um die Katastrophe. Zu Tausenden kommen die Menschen aus ganz Deutschland ins Ahrtal, um zu helfen. Das Leitthema ist der Zusammenhalt und die Mitmenschlichkeit." Eine Mutmachgeschichte soll es sein, betont die Autorin. Ein schwieriger Punkt: Wie macht man das Leid erträglich? Schließlich kostete die Flut im Ahrtal 135 Menschen das Leben. "Den Tod ausklammern, das geht nicht. Das würden die Kinder merken. Ich habe das also angesprochen, indem ich sehr behutsam eingeflochten habe, dass zum Beispiel der Toten mit einer Kerze gedacht wird." Das sei ein bekanntes Ritual und lasse die Kinder nicht in einer Ohnmacht zurück. "Es zeigt ihnen, es ist etwas Trauriges passiert, aber wir halten zusammen." Bei den Bildern hat Petra Liemersdorf auf drastische Darstellungen verzichtet. "Man kann sagen, sie sind etwas weichgespült", sagt die Autorin, die ihre Kinderbücher auch selbst illustriert, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex. Eine besondere Rolle spielt der Hund Wuschel. Er schafft, was den vielen erwachsenen Helfern nicht gelingt. Was das ist, das erfahren Sie im Podcast.

Iran und USA haben sich zwar längst auf eine Waffenruhe geeinigt, nur eingehalten wird sie nicht: Die USA greifen immer wieder den Iran aus der Luft an, und der Iran schießt auf US-Basen in der Region, vor allem in den Golfstaaten wie Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emirate oder Katar. Die können weniger bis gar kein Öl und Gas mehr durch die Meerenge von Hormus transportieren. Wie die Golfstaaten diese enorme Belastung aushalten können, schätzt im SWR-Aktuell-Gespräch bei Andreas Fischer der Nahostexperte Christian Hanelt von der Bertelsmann Stiftung ein.

Dass es gerade immer wieder sehr heiß wird und sehr wenig regnet, macht Menschen zu schaffen, den Bauern sowieso – und auch den Binnenschiffern. Wenn in den Flüssen immer weniger Wasser ankommt, sinken die Pegelstände und die Schiffe können weniger Ladung transportieren. Was das für Folgen hat und warum ein Schiff aus den 70er Jahren Erleichterung bringt, erklärt Binnenschiffer Dominik Mnich im SWR-Aktuell-Interview bei Andreas Fischer.

Seit vergangenem Jahr werden antisemitische Vorfälle in Baden-Württemberg erstmals systematisch ausgewertet. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus hat 335 Vorfälle im Land registriert. Der Projektleiter Robert Ogmann spricht dabei von der "Spitze des Eisbergs". In SWR Aktuell schildert er einen Fall, der ihm besonders aufgefallen ist: "In Kehl wurden vier als jüdisch erkennbare Mitglieder der dortigen Gemeinde von einer zufällig vorbeikommenden Person bespuckt und beleidigt. Der Täter sagte: Fuck Israel und Free Palestine. Er begründete sein Handeln mit seiner israelkritischen und propalästinensischen Haltung." Judenfeindlichkeit gibt es von rechts, von links und aus dem Islam. Eine Form ist derzeit nach Ansicht Ogmanns besonders problematisch: "Wir haben es den anti-israelischen Aktivismus genannt. Im Fokus steht da das Feindbild Israel und zunehmend auch der Zionismus. Wir reden von Vernichtungswünschen, die auf Demonstrationen gerufen werden oder als Schmierereien und auf Aufklebern, die an Hochschulen zu finden sind." Was die Politik dagegen tun sollte, wollte SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies von Robert Ogmann wissen.

Zuerst die gute: Es ist vielleicht gar nicht so schlimm. Jetzt die schlechte: Mit Sport werden wir es nicht los, meint ein Mediziner. Nur mit einer Ernährungsumstellung.

Gerade ist das Spiel des Jahres 2026 gekürt worden. Gewonnen hat „Dito“ – ein Begriffsspiel, bei dem es darum geht, zu erraten, was Mitspieler mit einem bestimmten Begriff in Verbindung bringen. Ausgedacht haben sich das Spieleentwickler. Wie Michael Palm. Er betreibt außerdem den Comic- und Spieleladen „Seetroll“ in Konstanz. In SWR Aktuell erklärt er, wie aufwändig es ist, ein Spiel zu entwickeln: "Wir hatten schon Spiele, die haben wir in drei Monaten entwickelt. Dann wiederum haben wir sechs Jahre an einem Spiel getüftelt." Für Michael Palm aber kein Problem. "Ich habe das Glück, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte", verrät er SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex. Denn auch seine Familie, die Frau und die beiden Söhne spielen gerne und oft. Und worauf kommt es bei einem guten Spiel an? "Es ist wichtig, dass das Spiel unterschwellig ist. Die Spielregeln müssen leicht verständlich sein, damit man sich nicht viel merken muss. Und das Thema muss frisch sein."

Fünf Jahre ist die Hochwasserkatastrophe jetzt her – und längst sind nicht alle Schäden an Erft, Kyll und vor allem an der Ahr behoben. In unserer SWR-Aktuell-Serie „5 Jahre nach der Ahrtal-Flut: Schicksal als Chance?“ geht es heute um die versprochenen Verbesserung beim Hochwasserschutz. Ob da beim Wiederaufbau genug eingeplant und eingebaut worden ist, darüber hat SWR-Aktuell-Moderator Andreas Fischer mit Lothar Kirschbauer gesprochen. Der ist Professor für Siedlungswasserwirtschaft und Wasserbau an der Hochschule Koblenz.

Es gibt unzählige „Welttage“, und der 13. Juli ist einer der „unruhigsten“ – denn es ist der Welt-ADHS-Tag. Viele denken immer noch, die „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ sei eine Krankheit, die nur für Minderjährige relevant sei, die sich schon irgendwann „herauswachsen“ werde. Doch auch Erwachsene leiden unter ADHS. Erklärungen der ADHS-Spezialistin Lydia Weber (Uniklinik Tübingen) im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderator Andreas Fischer.

Welcher Artikel gehört vor welches Wort? Warum hängen die Deutschen so viele Wörter einfach hintereinander? Warum teilen sie Verben so auf, dass der erste Teil am Anfang des Satzes steht und der zweite ganz am Ende? Das sind nur einige der Probleme, auf die die 15-einhalb Millionen Menschen treffen, die, weltweit betrachtet, Deutsch als Fremdsprache lernen. In Mannheim treffen sich ab heute über 100 Jugendliche aus 66 Ländern zur „Deutscholympiade“ des Goethe-Instituts. Worum es geht, erklärt dessen Generalsekretär Johannes Ebert im SWR-Aktuell-Gespräch mit Andreas Fischer.

Ob Online-Shopping oder Online-Banking – wo Angebote locken, lauern auch Betrüger.

Die meisten Menschen wollen alt werden, aber nicht alt aussehen. Kollagen-Produkte sollen helfen. Tun sie das?

Der Disney-Animationsfilm "Vaiana" ist als Realfilm im Kino. SWR Aktuell-Filmkritikerin Anna Wollner schätzt ein, ob sich ein Kinobesuch lohnt.

Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt. Diese Woche geht's um kleine und größere Weinfeste, traditionelle Stadtfeste und Jahrmärkte: Der Juli ist nämlich der Monat, in dem die öffentlichen Festaktivitäten hochgefahren werden. Sie sind sozialer Kitt, gelebtes Brauchtum - und genau das will der Philosoph sehen. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler sagt Quarch: "Ich meine, das deutsche Verb 'feiern' verlangt streng genommen ein Akkusativobjekt - also etwas, das gefeiert wird." Das könne von der Kirchweih über ein Vereinsjubiläum bis hin zum Wandel der Jahreszeiten alles Mögliche sein, aber die Feste dürften nicht beliebiger Kommerz werden. "Das ist es dann auch, worin sich die Menschen treffen - also, was das Fest zu einem sozialen Ereignis macht."

Förderanträge für eine klimafreundlichere Heizung können aktuell nicht gestellt werden. Erst ab 21. Juli und dann gelten neue Regeln.

Andreas Backhaus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Er hat also die Entwicklung der Bevölkerung im Blick: speziell in Deutschland, aber auch weltweit. Zum Weltbevölkerungstag am 11. Juli hat er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler einen Ausblick gegeben, wie es mit der Bevölkerungsstruktur in Deutschland und im Südwesten weitergehen könnte.

Der Bundestag geht in die Sommerpause. Vorher will die Regierung noch einige ihrer wichtigsten Reformprojekte vom Parlament verabschieden lassen. Immerhin tue sich was, sagt Uwe Wagschal im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler: "Es ist einiges passiert, würde ich sagen." Der Professor für Politikwissenschaft von der Uni Freiburg zählt unter anderem die Reformen bei Gesundheit und im Rentensystem auf, Änderungen bei der Grenzsicherung, bei Sozialleistungen oder das sogenannte "Sondervermögen". Viele dieser Punkte seien aber auch kritisch zu sehen. So komme die Umstellung des Rentensystems viel zu spät und "Sondervermögen" seien gleichzeitig der Weg in die Schuldenwirtschaft.

Vielen graut vor der nächsten Hitzewelle. Wir alle erinnern uns an die vergangenen Wochen. Das war kein Sommer-Spaß mehr, das war in vielen Fällen dramatisch: Die Juni-Hitze Ende Juni hat vorläufigen Schätzungen des Berliner Robert-Koch-Instituts zufolge Tausende Menschen in Deutschland getötet. Das sei nicht überraschend, eine Übersterblichkeit sei schon in früheren Hitzewellen vorgekommen, sagt Julia Hellmann vom LMU Klinikum in München. Sie forscht am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner sagt sie aber auch: "Ende Juni - das ist wahnsinnig früh im Jahr." Außerdem könnten Gegenmaßnahmen nicht schnell genug greifen: "Es werden ja Programme aufgelegt, die mehr Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen oder in Krankenhäusern beinhalten, aber wir sind nicht schnell genug und die Finanzierung fehlt oftmals." Es fehle also nicht an Lernbereitschaft. "Wir sind einfach zu langsam."

Im Fall des in Rheinland-Pfalz getöteten Zugbegleiters Serkan Çalar ist der Angeklagte zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil des Landgerichts Zweibrücken lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge - und ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht habe dem 26-jährigen Angeklagten nicht nachweisen können, dass er den Zugbegleiter mit den Schlägen habe töten wollen, so der Richter am Landgericht Zweibrücken. Ein Indiz: "That will teach him", soll der Angeklagte gesagt haben, berichtet SWR-Reporter Andreas Kahlmeyer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr. Daraus habe das Gericht gefolgert, dass der Angeklagte nicht mit dem Tod des Zugbegleiters gerechnet habe. Zugunsten des Angeklagten habe auch gesprochen, dass er keine Vorstrafen hat und versucht habe, sich zu entschuldigen.

Der VW- Aufsichtsrat berät heute über die neuen Sparpläne des Konzernvorstands. Dabei soll es auch um die Zukunft des Audi-Werks in Neckarsulm im Kreis Heilbronn gehen.

Lang anhaltendes, kühleres Wetter mit ausgedehnten, aber gut verteilten Regenphasen - das wär's jetzt, denkt sich Marieke Frassel von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Zumindest wäre das für die Flüsse und Seen im Land dringend nötig, denn die aktuelle, leichte Abkühlung bei anhaltender Trockenheit hat die Lage noch nicht entscheidend verbessert: "Die Mosel hat immer noch knapp über 25 Grad und wir sehen ja auch in der Vorhersage, dass es wieder wärmer wird", sagt Frassel im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner. "Gerade für die Tiere, die im Wasser leben, kann die Hitze Stress bedeuten." Der Stoffwechsel beschleunige sich, dadurch brauchen die Tiere mehr Sauerstoff, der allerdings in warmem Wasser deutlich abnimmt.

Wenn es um Robotik geht und Künstliche Intelligenz, scheiden sich oft die Geister: Die einen fürchten eine Zukunft, in der die Maschinen immer mehr Macht an sich ziehen - der "Terminator" lässt grüßen. Die anderen versprechen schier unbegrenztes Wachstum und Wohlstand zum Nulltarif - Elon Musk zum Beispiel sagt, er glaube, mit Künstlicher Intelligenz, die alle Arbeit übernimmt, liefen wir nicht nur auf ein Zeitalter des Überflusses zu, sondern des "Super-Überflusses". Realistisch ist vermutlich keines dieser Szenarien. Mit realistischen Szenarien beschäftigt sich David Rieger. Er ist Geschäftsführer von "Neura Robotics" - eine Firma mit dem Motto "We serve humanity", die für knapp 100.000 Euro humanoide, KI-gesteuerte Roboter anbietet. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr relativiert er die Disruption durch den Wegfall von Arbeitskräften durch Künstliche Intelligenz: "Bis 2030 werden wir allein in Europa rund sieben Millionen weniger Arbeitskräfte haben", argumentiert Rieger. Das werde allein durch den demographischen Wandel geschehen. Es brauche Roboter, um Wohlstand zu erhalten und diese Aufgaben überhaupt zu bewältigen.

Die Saison der Stadt- und Weinfeste startet, doch Wetter und Wirtschaft stellen die Schausteller vor Herausforderungen.

Der Zugbegleiter Serkan Çalar wurde im Februar in einem Regionalzug bei Landstuhl im Kreis Kaiserslautern so heftig geschlagen, dass er zwei Tage später an seinen Verletzungen starb. Auslöser war die Kontrolle eines 26-jährigen Passagiers ohne Ticket, den Çalar deshalb aufforderte, auszusteigen. Am Landgericht Zweibrücken sind heute die Plädoyers im Prozess um Çalars Tod gehalten worden: Die Staatsanwaltschaft fordert 12 Jahre Gefängnis, sie geht von Körperverletzung mit Todesfolge aus. Die Nebenklage wertet die Tat als Mord aus niedrigen Beweggründen und fordert lebenslange Haft. Die Verteidigung des Angeklagten spricht von Körperverletzung mit Todesfolge in einem minderschweren Fall und fordert eine Freiheitsstrafe von maximal 10 Jahren. Wie die jeweiligen Seiten ihre Wertung der Tat begründen, erklärt SWR-Reporter Andreas Kahlmeyer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner.

Der größte Akku Deutschlands ist ein See - der Schluchsee im Südschwarzwald. Und das dank einer über 100 Jahre alten Technologie: Für Pumpspeicherkraftwerke werden Tunnel unter den See gegraben und mit Turbinen ausgestattet. Das Wasser aus dem See lässt man in die tiefer gelegene Kraftwerks-Turbine rauschen und erzeugt somit Strom, wenn es gerade sonst zu wenig gibt. Zum Beispiel während einer "Dunkelflaute". Ist dann an einem windigen oder sonnigen Tag zu viel Strom da, lässt sich das Wasser wieder von unten hochpumpen. Flächendeckend durchsetzen konnte sich diese Art der Stromerzeugung nie: zu teuer, zu groß, zu aufwändig. Doch als ein Bauteil im künftigen Energiewende-Mix könnte sie nun eine Art Comeback feiern. Die Schluchsee-Werk AG plant zumindest den Umbau seiner Pumpspeicheranlagen, um sie besser auf den heutigen Bedarf abzustimmen. Wie der aussieht, erklärt Manuel Baumann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe für nachhaltige Energietechnologien am KIT, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr.

Der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von CDU und CSU, Jürgen Hardt, hat keine Angst vor dem NATO-Gipfel in der Türkei. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler zeigt sich Hardt als Optimist: "Die NATO ist eindeutig stärker, als das noch vor einem Jahr der Fall war", sagt er. Das liege an eingehaltenen, finanziellen Zusagen sowie den neuen NATO-Mitgliedsländern in Skandinavien, Finnland und Schweden.

Wie so viele Autokonzerne steckt auch Porsche mit seinem Stammwerk in Stuttgart massiv in der Krise. Um dramatische 90 Prozent ist der Gewinn im letzten Jahr eingebrochen. Seitdem läuft ein Sparprogramm – und das beinhaltet offenbar doppelt so viele Stellenstreichungen wie bisher bekannt. Nach einem Bericht im Handelsblatt sollen weitere 4.000 Jobs wegfallen – über die bereits vereinbarten 3.900 hinaus. Wie Porsche überhaupt so tief in die Krise rutschen konnte, nach dem enormen Boom vor ein paar Jahren, erklärt SWR-Wirtschaftsredakteurin Stephanie Geißler im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner.