Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

Ein Meteorit ist am Sonntagabend in ein Hausdach in Koblenz eingeschlagen. Verletzt wurde niemand, obwohl sich Bewohner im Haus aufhielten. Das Leuchten am Himmel war laut Polizei sogar bis nach Baden-Württemberg zu sehen. Solche Ereignisse lassen sich meist nicht vorhersagen, sagt SWR-Wissenschaftsredakteur Uwe Gradwohl im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Laura Koppenhöfer. Besonders schwierig sei es, wenn ein Gesteinsbrocken aus Richtung der Sonne kommt. Dann könnten selbst moderne Beobachtungssysteme ihn kaum erkennen. Große Brocken sind selten Nach Angaben der Europäische Weltraumorganisation treten kleinere Meteoriten relativ häufig in die Erdatmosphäre ein. „Material in dieser Größenordnung kommt weltweit etwa alle zwei Wochen vor“, so Gradwohl. Meist verglühen die Brocken jedoch in der Atmosphäre oder landen unbemerkt auf der Erde. Gefährlich werden kann es erst bei deutlich größeren Objekten. Ein Beispiel ist der Meteorit von Tscheljabinsk in Russland im Jahr 2013: Beim Zerbrechen in der Atmosphäre entstand eine Druckwelle, die zahlreiche Fenster zerstörte und Menschen verletzte.

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg wollen die Grünen und die CDU eine Regierung bilden. Die Grünen wurden mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft vor der CDU mit 29,7 Prozent. Der Politikwissenschaftler Uwe Wagschal von der Universität Freiburg rechnet mit zähen Verhandlungen über Ministerien und politische Schwerpunkte. CDU könnte mehr Einfluss verlangen Es könnte Veränderungen in der Zusammensetzung der Regierung geben. Mehrere Ministerinnen und Minister scheiden möglicherweise aus, wodurch Posten neu verteilt würden. Mit jeweils 56 Mandaten im Landtag stehen beide Parteien nun auf Augenhöhe. Das stärke das Verhandlungspotenzial der CDU, während der Wahlerfolg stark auf Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir zurückgehe, so Wagschal im Interview bei SWR Aktuell.

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg wurde für die SPD, die von 2011 bis 2016 mit den Grünen in einer Koalition war, zum Desaster. Wird die SPD in BW nicht mehr gebraucht?

Die Linke hat den Einzug in den Landtag von Baden-Württemberg verpasst. Mit 4,4 Prozent blieb die Partei unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner sieht dennoch Unterstützung für eine linke Politik im Land. Das sagte sie im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch. Viele Wählerinnen und Wähler hätten trotz des engen Rennens zwischen Bündnis 90/Die Grünen und CDU die Linke gewählt, so Schwerdtner. Das zeige, dass es den Wunsch nach einer sozialen Stimme im Landtag gebe. Eine linke Opposition hätte der kommenden Regierung "Feuer machen" können. Fokus auf sozialen Themen im Wahlkampf Im Wahlkampf seien vor allem hohe Mieten und steigende Lebenshaltungskosten wichtige Themen gewesen. Gerade beim Thema Wohnen hätte die Linke aus Sicht Schwerdtners wichtige Impulse setzen können. Dass es dennoch nicht zum Einzug in den Landtag gereicht hat, führt sie auch auf das knappe Rennen um das Amt des Ministerpräsidenten zurück. Viele Menschen hätten verhindern wollen, dass CDU-Politiker Manuel Hagel Regierungschef wird und deshalb strategisch gewählt. ZITAT Herr Hagel hat jeden Anlass geboten, um die Grünen zu wählen Gleichzeitig räumte Schwerdtner ein, dass die Partei ihre Themen teilweise noch stärker auf Beschäftigte und Menschen mit Sorgen um ihre Arbeitsplätze ausrichten müsse. Blick geht in die Zukunft Besonders bei jungen Wählerinnen und Wählern habe die Linke deutlich besser abgeschnitten als bei Menschen mittleren Alters. Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz will die Linke nun stärker betonen, wie wichtig eine linke Opposition in den Parlamenten sei. Wenn die Partei nicht vertreten sei, fehle ein Korrektiv zu den Regierungsparteien, sagte Schwerdtner.

Die FDP ist raus aus dem Landtag von Baden-Württemberg. Sie holte nur 4,4 Prozent und scheiterte damit an der Fünf-Prozent-Hürde. War‘s das für die FDP in BW, Herr Rülke?

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg sieht die Grünen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner ihre Partei gestärkt. Der Wahlsieg sei "ein großartiger Erfolg für Cem Özdemir, für uns Grüne und wird uns auch im Bund Schwung geben", sagte sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch. Die Grünen wurden mit 30,2 Prozent stärkste Kraft und liegen damit knapp vor der CDU. Damit kann Özdemir voraussichtlich die Nachfolge des bisherigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann antreten und die grüne Regierungszeit im Land fortsetzen. Viele Stimmen wegen Özdemir, nicht wegen der Partei Dass viele Wählerinnen und Wähler ihre Stimme vor allem wegen Özdemir abgegeben haben, sieht Brantner nicht kritisch. Der Spitzenkandidat stehe selbst für zentrale Inhalte der Partei: wirtschaftliche Stärke, Innovation und Klimaschutz. Baden-Württemberg könne zeigen, dass sich eine starke Wirtschaft und Klimaschutz verbinden lassen. ZITAT Diese Kombi, zwischen Spätzle und Cyber-Valley, das ist was Programm ist, in der Person Cem Özdemir. Kritik der CDU am Wahlkampf Vorwürfe der CDU, die Grünen hätten in der Schlussphase einen unfairen Wahlkampf geführt, wies Brantner zurück. Hintergrund ist ein älteres Video des CDU-Politikers Manuel Hagel, das kurz vor der Wahl erneut verbreitet wurde. Laut Brantner habe es keine Kampagne gegeben. Entscheidend für den Wahlsieg sei gewesen, dass Özdemir nah an den Menschen gewesen sei und ihnen zugehört habe.

Die Vize-Chefin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Kemmer, bezeichnete den Wahlkampf der Grünen in Baden-Württemberg als "außerordentlich schmutzig". Dadurch sei Vertrauen zerbrochen.

Das Mikrobiom beschreibt die Gesamtheit der Mikroorganismen, die in unserem Körper leben, besonders im Darm. Wie stark unser Essen das Mikrobiom beeinflusst, erklärt Anna Dandekar.

Fürs Alter vorsogen ist wichtig. Aber wie investiert man in Zeiten von Kriegen, Krisen und globalen Unsicherheiten richtig?

"Der Film verlegt den politischen Diskurs in die Ehe", sagt SWR Aktuell Filmkritikerin Anna Wollner. Der Film "Gelbe Briefe" sei aktueller denn je.

In Baden-Württemberg wird am Sonntag (8. März) der Landtag neu gewählt. Etwa jeder Fünfte ist noch unentschlossen, wem er seine beiden Stimmen geben soll. Eine Orientierungshilfe kann der Wahl-O-Mat bieten. Doch der Philosoph Christoph Quarch sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem, dass er dieses Tool nicht nutzen würde.

Es gebe im Recht bereits viele Möglichkeiten, einen Femizid hart zu bestrafen. Diese würden aber von der Justiz oft nicht angewandt, sagt Nadine Weber von der ZIF. Warum, sagt sie hier.

Bei den Paralympischen Winterspielen kämpfen die weltbesten Athletinnen und Athleten in Italien um Medaillen. Ist für Biathletin und Langläuferin Anja Wicker aus Stuttgart Gold drin?

Am Sonntag (8. März) sind rund 7,7 Millionen Menschen in Baden-Württemberg zur Landtagswahl aufgerufen. CDU und Grüne liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der Bundespolitik ist die Stimmung angespannt. ARD-Hauptstadtkorrespondent Jim-Bob Nickschas sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem, worauf sich beide Parteien einstellen.

Seit einer Woche herrscht Krieg im Nahen Osten. Die USA und Israel greifen den Iran an. Der schlägt zurück. Die Nah-Ost-Expertin Kristin Helberg hält den Krieg für völkerrechtswidrig, auch wenn sich alle wünschten, dass das iranische Regime gestürzt werde. Aber der Weg zum "Regime-Change" sei der falsche, betont sie im Gespräch mit Jonathan Hadem.

Schüler-Proteste gegen das Wehrdienstmodernisierungsgesetz. Das Gesetz sei ohne große Beteiligung von Jugendverbänden verabschiedet worden, kritisiert der Landesschülerbeirat BW.

Wie können Zugbegleiter besser geschützt werden? Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter bei Landstuhl sucht die Ministerpräsidentenkonferenz nach Lösungen.

Der Krieg im Iran macht Diesel und Benzin an den Tankstellen teuer. Wohin steigen die Preise noch?

Das US-Militär setzt im Krieg gegen den Iran die Kopie einer Drohne ein, die im Iran erfunden wurde: Mit "Lucas" haben die USA die Shahed-Drohne der Iraner nachgebaut. Was kann sie?

Iraner im Ausland verfolgen den Krieg im Nahen Osten sehr intensiv. Zu ihnen zählt auch der Mannheimer Reza Shari. Wie denkt er über die aktuellen Entwicklungen?

Der Krieg im Nahen Osten lässt die Börse beben. Viele haben Angst um ihre Geldanlagen, andere versuchen, daraus Profit zu schlagen.

Der Landesjugendbeirat Rheinland-Pfalz hat eine eigene Kinder- und Jugendrechtecharta erarbeitet - und nimmt die Politik dabei in die Pflicht.

Die Angriffe auf den Iran durch die USA und Israel lösen Gegenangriffe aus. Diese ziehen die Gasversorgung in Mitleidenschaft.

Der Krieg im Nahen Osten dauert an. Die Menschen in Israel leben unter ständiger Bedrohung. Eine Autorin beschreibt ihren Alltag zwischen Schutzraum und wenigen Minuten im Freien.

Familienurlaub soll bezahlbar, nachhaltig und entspannt sein. Neben Hotels und Ferienwohnungen wird verstärkt nach anderen Unterkünften gesucht. Sind Jugendherbergen eine Alternative?

Im Krieg am Golf steht auch für die Türkei viel auf dem Spiel. Welche Interessen verfolgt der türkische Präsident Erdogan im Iran-Konflikt?

Baden-Württemberg wählt einen neuen Landtag. Auch 16-Jährige dürfen abstimmen. Parteien sind vermehrt auf Social Media aktiv.

Der Iran hat neben Zielen mit US-Militärstützpunkten in der Großregion vor allem Israel im Visier. Wie groß ist jetzt die Angst im Land?

Frauen haben im Schnitt weniger Wissen über Finanzmärkte als Männer. Laut dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung liegt das auch an mangelndem Selbstvertrauen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) setzt auf Künstliche Intelligenz (KI) bei der Vorhersage. Das Vorhersagemodell heißt Aicon und ist jetzt an den Start gegangen. Stefan Laps, Meteorologe aus dem ARD Wetter-Kompetenzzentrum sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck, wie KI die Wettervorhersage besser machen soll.

Die USA und Israel greifen den Iran weiterhin an. Das Mullah-Regime erwidert das Feuer. Raketen werden auf Israel abgeschossen. Auch die Golfstaaten stehen unter Beschuss. ARD-Korrespondentin Anna Osius sitzt in Dubai fest und berichtet im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem, wie sie die Situation erlebt.

Die USA und Israel greifen seit Samstag den Iran an. Das Mullah-Regime schlägt zurück. Die Vereinbarkeit der US-Angriffe mit dem Völkerrecht müsse geprüft werden, sagt CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem. Das sei aber nicht vordringlich. Vielmehr gehe es um die Sicherheit Israels.

Gürtelrose ist eine Krankheit, die vor allem ältere Menschen bekommen. Aber neue Untersuchungen zeigen: Auch jüngere Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen können ein deutlich erhöhtes Risiko für Gürtelrose haben. Deshalb wird die Impfung gegen die Krankheit jetzt in manchen Fällen schon ab 18 Jahren empfohlen. Wer sich impfen lassen sollte, und warum die Impfung auch noch einen überraschenden Zusatznutzen haben könnte - erklärt Lothar Zimmermann, Arzt und Journalist, im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.

Eine private Haftpflichtversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt, auch wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie springt ein, wenn man anderen einen Schaden zufügt, sei es Sach-, Personen- oder Vermögensschaden. Saidi Sulilatu, Chefredakteur beim Geldratgeber Finanztip, ist der Meinung, dass jede erwachsene Person eine solche Versicherung haben sollte. "Diese 30 bis 50 Euro im Jahr sind auf jeden Fall nicht zu viel ausgegeben." Ob Schäden in der Einbauküche der Mietwohnung oder Schlüsselverlust – was die Versicherung abdeckt, sollte man vor Abschluss überprüfen. Auch eine bereits bestehende Haftpflichtversicherung empfiehlt der Experte, unter die Lupe zu nehmen. Möglicherweise lohnt sich ein Wechsel. "Die Leistungen der Versicherungen sind besser geworden, aber nicht teurer." Was es bei einem Versicherungswechsel zu beachten gibt, erklärt Saidi Sulilatu im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerald Pinkenburg.

Mit den ersten Sonnenstrahlen startet bei vielen die Fahrrad-Saison. Wie man sein Rad fit macht und was beim E-Bike-Neukauf wichtig ist, erklärt ein Fahrrad-Experte.

Ein Fünftel der Menschen in Deutschland sind offen für autoritäre Ideen. Warum ist das so? Und wie kann starke Führung aussehen? Philosoph Christoph Quarch erklärt.

Der ESC, der Eurovision Songcontest ist Kult, und am Samstag findet das Deutsche Finale statt. Dann wird entschieden, wer Deutschland dann in Wien vertreten wird. Irving Wolther ist Sprach- und Kulturwissenschaftler – und er hat über den ESC promoviert. SWR-Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex hat mit „Doktor Eurovision“ gesprochen.

Es war wochenlang, unfreundlich regnerisch und kalt – und jetzt explodieren die Temperaturen. In Parks und Gärten fängt es an zu blühen und das Ende Februar. Was wir machen sollten, damit es den Pflanzen jetzt im Rest des Jahres gut geht, erklärt Anne Rostek, Pflanzenexpertin in der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin in Sulzburg, im SWR-Aktuell-Gespräch mit Ulrike Alex.

Das Verwaltungsgericht Köln hat zumindest vorläufig, im Eilverfahren, der AfD Recht gegeben: Der Verfassungsschutz dürfe die Partei vorerst nicht als „gesichert rechtsextrem“ einstufen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung darf der Geheimdienst die AfD nur als „extremistischen Verdachtsfall“ führen. Bei einer Einstufung als „gesichert rechtsextrem“ dürften die Ermittler mehr nachrichtendienstliche Mittel einsetzen. Ob das für Befürworter eines AfD-Verbots ein Rückschlag ist, erklärt Alexander Thiele, Professor für öffentliches Recht an der BSP Business and Law School in Berlin, in SWR Aktuell bei Florian Rudolph.

Die USA und der Iran sind im Gespräch. Die Gefahr eines Krieges ist damit aber nur bedingt gebannt.

Das über 11 Milliarden Euro teure Bahnprojekt „Stuttgart 21“ wird noch später fertig- das hat eine SWR-Recherche ergeben. In diesem Jahrzehnt wird es wohl nichts mehr. Bis 2029 wird - vielleicht - ein Teil fertig. Was das für Stuttgart und für den Rest von Bahn-Deutschland bedeutet, darüber spricht SWR-Aktuell-Moderator Florian Zelt mit SWR-Reporter Fabian Ziehe.

Ein Experiment von Viertklässlern aus Schallstadt im Schwarzwald ist auch für die NASA interessant. Die Kinder der Hector Kinderakademie für Hochbegabte hatten auf nachgemachtem Mondsand Gemüse wachsen lassen. Wie die NASA auf „Gemüse goes Mond“ aufmerksam geworden ist, erklärt Projektleiter Markus Paul im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.

Auch im Superwahljahr 2026 werden zu den sechs Landtagswahlen wohl mehr ältere Menschen gehen als das jüngere machen. Wie groß der Unterschied ist und woran die Scheu vor dem Wählen liegt, das hat Jonathan Hoffmann, Demokratieexperte bei der Bertelsmann-Stiftung untersucht. Im SWR-Aktuell-Gespräch mit Ulrike Alex erklärt, wieso jungen Menschen das Wählen trotzdem wichtig finden.