Wo bleibt mein Rundfunkbeitrag? Welche Zukunft haben die Öffis? Warum ist Privatfunk so, wie er ist? Wie geht es den Papiermedien? Antworten gibt's im Medienmagazin - immer samstags, 18.00 bis 19.00 Uhr. Ein MUSS für alle Beitragszahler! Jetzt und hier als Podcast...
radioeins (Rundfunk Berlin-Brandenburg)

Fast 25 Jahre gibt es die Band Klez.e, die im Post-Punk-Dark-Wave-Universum zu Hause ist. Nun steht das sechste Album der Berliner Formation an – und das laut eigenen Aussagen einen Wendepunkt der Band markiert.

Europa erlebt bereits im Frühjahr ungewöhnlich hohe Temperaturen. Doch wie berichten Medien über Hitze und Klimafolgen, ohne zu verharmlosen oder unnötige Ängste zu schüren? Darüber spricht Teresa Sickert mit Ann-Kathrin Büüsker, Klimajournalistin beim Deutschlandradio. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Verantwortung des Journalismus, der Einordnung von Extremwetterereignissen und dem Umgang mit Zukunftsängsten in der Klimakommunikation. Bundesfamilienministerin Karin Prien fordert, dass Kinder unter drei Jahren keinen Kontakt zu Smartphones und Tablets haben sollten – notfalls auch per Gesetz. Torsten Krause von der Stiftung Digitale Chancen diskutiert mit Teresa Sickert, was die Forschung tatsächlich über Bildschirmnutzung im frühen Kindesalter weiß, welche Risiken belegt sind und ob Verbote oder Medienbildung der bessere Weg sind. Mit DASDING ist Anfang Juni eine neue gemeinsame Jugendwelle von SWR, hr und SR gestartet. Die bisherigen Jugendwellen der Sender wurden zusammengeführt. Was bedeutet das für regionale Identität, junge Zielgruppen und die Zukunft des Radios? Tom Kölm, Programmchef bei FRITZ vom rbb ordnet ein, welche Chancen und Herausforderungen in solchen Kooperationen liegen.

Drei Jahre nach ihrem Debüt präsentiert Marlène Colle mit "Heilige Scheiße" ein Werk, das private Bestandsaufnahme mit politischem Anspruch verknüpft. Zwischen Darkpop und Indie markiert das Album markiert eine thematische Weiterentwicklung von der “Feier der Kaputtheit” hin zu expliziten gesellschaftlichen Analysen. Ihr Debütalbum "Schade kaputt" thematisiert das menschliche Scheitern und den Umgang mit Unvollkommenheit. Und auch auf ihrem neuen Album erforscht sie diese Bilder weiter – taucht aber tiefer ein in das Systemische dahinter. So setzt sich Colle mit Vermögensverteilung ("Kein Arschloch") und zeitgenössischen Schönheitsidealen (“4&fck40") auseinander oder referenziert aktuelle feministische Literatur ("Bald") und entwirft das Szenario einer bevorstehenden gesellschaftlichen Revolution. Zudem findet sich in den neuen Liedern von PAULA PAULA auch immer wieder die Erkenntnis, dass dem Menschsein der konstante Verlust innewohnt. Entstanden ist "Heilige Scheiße" gemeinsam mit Kristina Koropecki (Cello, Backing Vocals und Produktion), Daniel Freitag (Synths, Produktion), Moritz Bossmann (E-Gitarre), Joda Foerster (Drums, Percussion) und Gisbert zu Knyphausen (Bass) im Studio. Die insgesamt zehn Lieder bewegen sich zwischen Chanson-haften Melodien und düsterem Art-Pop – und nach dem freudigen Debüt vor zwei Jahren, folgt mit "Heilige Scheiße" nun der würdige Nachfolger von Marlène Colle, mit dem sie dann im Herbst auf Tour geht.

Bilderbuch haben eine neue Single auf den Markt gebracht. "Push Reality" heißt der Song der österreichischen Band und kommt am Freitag raus. Aus diesem Anlass haben wir mit Sänger Maurice Ernst gesprochen, der, wie vor jeder Veröffentlichung, angenehm nervös und voll Vorfreude ist, was dazu gehört, erzählte er. Ein Release darf - auch nach 20 Jahren Bandgeschichte - nie egal werden, so der Musiker. Wie sich der neue Song anhört, wie er entstanden ist, über ihr Erfolgsrezept, über Songs mit deutschen Texten, über all das haben wir uns mit Maurice Ernst ganz ausführlich unterhalten.

Jungstötter: Fabian Altstötter im Interview zu seinem neuen Album "Substained"

Nach dem verheerenden Angriff auf das ARD-Studio in Kiew berichtet Korrespondent Florian Kellermann über die Lage vor Ort. Zudem beleuchtet das Medienmagazin auf radioeins die verschleppte EU-Richtlinie gegen SLAPP-Klagen sowie versteckte antisemitische Chiffren im Netz.

Die Band aus Innsbruck hat ein Händchen für melodieselige, gefühlvolle Pop-Songs mit deutschen Texten, arbeitet derzeit an ihrem Debütalbum und veröffentlicht demnächst die dritte Vorab-Single daraus.

Achtsamkeit und Nähe, Mitgefühl und Verantwortung – das sind die thematischen Eckpfeiler, auf denen das Werk von Alin Coen ruht. Ganz besonders gilt dies für ihr neues Album "Du bedeutest mir die Welt", eine musikgewordene Umarmung und Liebeserklärung.

"Never Gonna Give You Up" – so lautete das Motto der re:publica 26. Die digitale Gesellschaftskonferenz rief dazu auf, nicht aufzugeben angesichts der multiplen Krisen in unserer Welt. In dieser Ausgabe des Medienmagazins blicken wir darauf, was das für den krisengebeutelten Journalismus bedeutet. Warum KI die Medienkrise nicht lösen wird +++ Street Credibility statt Elfenbeinturm – wie Arbeiter*innenkinder den Journalismus retten +++ Wie Menschen in Deutschland heute über Medien denken +++ Wer sendet hier eigentlich? Motivationen & Einstellungen in der deutschen Podcastszene

Unlängst zum "Record Store Day Talent 2026" gekürt, besucht uns das Berliner Shoegaze-Quartett mit dem blumigen Namen, um sich und seine frisch "vinylisierte" Debüt-EP "A Little Death" sowie die aktuelle Single "Erasure" vorzustellen.

Beim Deutschen Podcast Award wurden am vergangenen Mittwoch (13.5.) in insgesamt 24 Kategorien herausragende Podcasts aus Deutschland sowie die kreativen Köpfe vor und hinter dem Mikrofon ausgezeichnet. Mittendrin im Großen Sendesaal des rbb war natürlich auch Teresa Sickert. Der rbb ist beim Deutschen Podcast Award gleich doppelt ausgezeichnet worden. Geehrt wurde zum einen der Podcast "Wissen mit Johnny" in der Kategorie Wissenschaft, Technologie und Bildung. Das Format ist eine Koproduktion von Fritz vom rbb und Team Johnny. Außerdem erhielt der Podcast "LEGION: House of Scam" den Preis in der Kategorie Business. Dabei handelt es sich um eine Koproduktion von rbb, NDR und Undone 2025.

Aufgewachsen in Inning am Ammersee und von der Underground-Szene ihrer zeitweiligen Wahlheimat Bristol geprägt, erschafft Molly Mogul in ihrer Kunst ein Hybrid aus Musik, Theater, Tanz und Visual Art, über das der Musikexpress schrieb: "Die Allround-Künstlerin (…) weiß auf jeden Fall, wie man Bilder erzeugt – ob nun mit dem Pinsel oder eben mit raumausfüllenden Synthesizern, die gerne mal so lang nachhallen wie in einer Tropfsteinhöhle." Mit "A Bouquet Of Hopes And Dreams" veröffentlichte sie vor Kurzem ihr Debütalbum.

"Supergeil"? Auch, klar. Aber eben beileibe nicht nur: Friedrich Liechtenstein ist ein echter Renaissance-Mann, oder zu Deutsch: Tausendsassa, der mit einer beneidenswerten Leichtigkeit lässig schwebend sämtliche Genres, Schubladen und Kunstkategorien transzendiert. Im August 2025 besuchte er uns zuletzt im studioeins, um über sein damals aktuelles Projekt "Meine 100 besten Ideen" zu plaudern, heute stellt er seine neue EP "Schnittchen permanent" vor und macht bei der Gelegenheit auch Appetit auf seine musikalische Lesung am 7. Juni in der Marie im Bundestag.

Im Medienmagazin geht es um die schwierige Lage freier Journalistinnen und Journalisten. Ausgehend von einem Artikel von Mareice Kaiser sprechen wir über sinkende Honorare, unsichere Auftragslagen und die Frage, wie lange sich freier Journalismus noch tragen lässt. Außerdem ordnet Elisa Kautzky vom Berufsverband Freischreiber die strukturellen Probleme der Branche ein. Außerdem zu Gast: Sonja Gillert. Sie spricht über den neuen Podcast "104h Blackout", der den Berliner Stromausfall vom Januar 2026 rekonstruiert – und über die Audio-Strategie des Tagesspiegel. Zum Schluss schauen wir darauf, warum öffentlich-rechtliche Sender verstärkt auf Publikumsformate setzen. Zum Schluss schauen wir mit Medienmagazin-Reporter Michael Meyer darauf, warum öffentlich-rechtliche Sender verstärkt auf Publikumsformate und Bürgersprechstunden setzen – und was sich Programmverantwortliche davon versprechen.

Das Medienmagazin ist in dieser Woche auf Redaktionsbesuch bei netzpolitik.org. Teresa Sickert besucht Redaktionen in Berlin und Brandenburg, um zu zeigen, wie vielfältig unsere Medienlandschaft hier ist. Netzpolitik.org ist eine deutsche Nachrichten-Website zu digitalen Grund- und Freiheitsrechten. In der Redaktion beschäftigt man sich vor allem mit Themen wie Netzpolitik, Open Source Software, Telekommunkationsgesetzen oder staatlicher Überwachung. Wie arbeitet eine kleine Redaktion, mit besonderen Themen, die sich fast ausschließlich über Spenden finanziert? Darum geht es heute im Redaktionsbesuch im Medienmagazin.

Vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlichte Emma-Jean Thackray ihr zweites Album "Weirdo", das – wie auch schon sein Vorgänger "Yellow" 2021 – mit einer ein- beziehungsweise vierstimmigen "Hit!"-Wertung im radioeins-Soundcheck bedacht wurde. Damit kam die "Londoner Jazz-Sensation" auf die "Shortlist", also in die engere Auswahl an Kandidat*innen für das "Album des Jahres 2025", und setzte sich letzten Endes gegen starke Mitstreiter wie Blood Orange, Die Heiterkeit oder Turnstile durch. Emma-Jean Thackray besucht uns im studioeins, um den Soundcheck-Award persönlich entgegenzunehmen.

Der mysteriöse Maskenmann operiert im Grenzbereich zwischen Pop, Jazz und (Neo-)Klassik, und stiftet auch mit seinem neuesten Album "I Am Not Lambert" positive Verwirrung: Warum ist er auf einmal "nicht Lambert"? Und warum singt er (erst) jetzt auf einmal und schreibt sogar "richtige Songs"? Fest steht: Lambert "kitzelt das Elfenbein", um mal eine schaurig-schöne englische Redensart einzudeutschen, seit über einer Dekade mit großem Erfolg. So hat der "vermutlich in Berlin lebende" Pianist in beispielsweise Bela B. einen prominenten Fan, und gemeinsam mit Muff Potter-Sänger/Gitarrist Thorsten "Nagel" Nagelschmidt im vergangenen Jahr ein gelungenes Weihnachtsalbum veröffentlicht. Am 8. Mai nun erscheint "I Am Not Lambert", für das er eine illustre Freund*innenschar ins Studio gebeten hat, darunter Kat Frankie, Dekker und Rob Goodwin.

Neun Jahre nach ihrem letzten Longplayer kehren die Düsseldorfer Punk-Legenden am 29. Mai mit ihrem definitiv letzten Studioalbum zurück. Frontmann Campino spricht auf radioeins über das "Bauchgefühl", den richtigen Zeitpunkt für den Abschied zu finden, und die Motivation hinter dem neuen Werk. Mit einer massiven Stadiontour im Sommer, darunter am 11. Juli im Berliner Olympiastadion, verabschiedet sich die Band von ihren Fans.

Ausgesprochen atmosphärisch geht es heute im studioeins zu, denn mit den Liedern ihres neuen Album "Rituals" entführt uns die italienische Singer-Songwriterin Charlie Risso in ein "hypnotisches Traumland zwischen Licht und Schatten" – und bringt sogar noch einen ganz besonderen weiteren Gast mit.

Das Landgericht Berlin hat Teile der CORRECTIV-Recherche "Geheimplan gegen Deutschland" untersagt. Konkret geht es um die Einordnung eines Treffens und den Begriff eines "Masterplans". Wie blickt die Redaktion von CORRECTIV auf das Urteil? Und wie ordnet der Deutsche Journalisten-Verband dieses ein? Außerdem: Konflikt in Berlin-Kreuzberg um das Portal Nius. Anwohner protestieren gegen den Sitz des Mediums, NIUS spricht von einem Angriff auf die Pressefreiheit. Wie ist diese Situation rechtlich und gesellschaftlich einzuordnen? Dazu Einschätzungen vom Juristen und Journalisten Ulf Buermeyer. Und in den Mediennews: Mehr als 28.000 Beschwerden bei der FSM – viele davon zu KI-generierten Missbrauchsdarstellungen. Außerdem: Gemeinsame Forderungen von ARD, ZDF und Verlagen zur Regulierung von KI-Plattformen. Und: Neue Sparpläne bei der Deutsche Welle – was bedeutet das für das Angebot?

Bei Kabochi Gitau alias Kabeaushé wird künstlerische Freiheit (ebenso wie Song- und Albumtitel) großgeschrieben: Mit seinem explosiven Mix aus allerhand möglichen und unmöglich scheinenden Einflüssen, Versatzstücken und Ideen von französischer Barockmusik und Marschrhythmen über cineastische Soundflächen und Chöre bis zu Hip-Hop, Rock und Pop-Collagen begeisterte er bereits im Februar, als er beim Besuch im studioeins sein neues Album "IGGY SWAGGERING UNGRATEFUL INCESSANT LITTLE PEEEAAAAAAAA" vorstellte.

2025 hatten We Are Scientists gleich doppelt Grund zum Feiern: Nicht nur brachten sie mit "Qualifying Miles" ihr mittlerweile neuntes Album heraus, sondern jährte sich auch die Veröffentlichung ihres (offiziellen) Debüts und Durchbruchswerks "With Love And Squalor" zum 20. Mal. Nun bekommen – leicht verspätet – auch die Berliner Fans Gelegenheit, dies gemeinsam mit der New Yorker Band live zu zelebrieren. Zur Einstimmung auf ihr morgiges Konzert im Lido besuchen uns die beiden heute im studioeins.

Debatte um Druckfrisch: Autorinnen wie Ildikó von Kürthy, Elke Heidenreich und Sophie Passmann werfen Denis Scheck Sexismus vor. Die ARD widerspricht. Mit Insa Wilke sprechen wir über Grenzen und Maßstäbe moderner Literaturkritik. Nach der Wahl in Ungarn und dem Sieg von Péter Magyar: Welche Chancen gibt es für mehr Pressefreiheit nach Jahren unter Viktor Orbán? Einschätzungen von ARD-Korrespondent Oliver Soos. Außerdem: Warum Deutschlands langsames Internet auch auf Entscheidungen von Helmut Kohl zurückgeht – im BR-Podcast "Die Entscheidung" und die Mediennews der Woche.

Lisa Bassenge nennt den Jazz ihre "Homebase" – doch auf ein Genre reduzieren lässt sich die Berliner Ausnahmesängerin keineswegs. Heute besucht sie uns für ein Interview und natürlich einige Höreindrücke, denn Lisa Bassenge ist diese Woche die radioeins-Lokalmatadorin.

Heute besucht uns ein echtes Multitalent im studioeins: Katy Pinke aus New York ist sowohl bildende Künstlerin, als auch Schauspielerin und Musikerin. Dass dabei die Grenzen fließend sind und sich die einzelnen Tätigkeitsfelder gegenseitig beeinflussen, dokumentiert (nicht nur) ihre neue EP "Wonder". Deren vier Stücke, die zwischen 44 Sekunden und 2:50 Minuten dauern, sind nämlich quasi eine Art Fortsetzung oder Erweiterung von Pinkes Ausstellung in der Kate Oh Gallery in Manhattan Anfang des Jahres, in der sie Malerei, Skulptur und Animation zu einer immersiven Installation verband.

Das ZDF verpflichtet Talkshow-Gäste künftig, nicht mit Personen oder Organisationen auf Sanktions- oder Terrorlisten zusammenzuarbeiten – darunter auch Listen der US-Behörde Office of Foreign Assets Control. Mit Christian Mihr von "Reporter Ohne Grenzen" geht es um die Frage: Ist das ein eine notwendige rechtliche Absicherung oder potenzieller Eingriff in die Pressefreiheit? Anlässlich der Wahl in Ungarn sprechen wir mit ARD-Korrespondent Oliver Soos über die eingeschränkte Medienlandschaft im Land. Klassische Medien stehen unter Druck, unabhängige Stimmen weichen ins Digitale aus. Gleichzeitig gewinnen Social Media an Bedeutung – auch als Raum für Desinformation und Deepfakes. Mit ARD-Faktenchecker Pascal Siggelkow geht es um Desinformation: Welche Fake News kursieren rund um die Wahl? Welche Rolle spielen Plattformen – Verstärker oder Korrektiv? Medienreporter Michael Meyer informiert uns über Kolumnen in Deutschland: Warum sie polarisieren, warum Männer dominieren – und welche Rolle Anfeindungen gegen Journalistinnen spielen. Eine Sendung über Medienmacht, Verantwortung – und die Frage, wer überhaupt noch zu Wort kommt.

Es geht auch "herrenlos": Auf ihrer neuen EP "Senza Padrone Baby", die am 8. Mai erscheint, begeistert die in Köln lebende Multiinstrumentalistin, Produzentin und Sängerin Maika Küster mit übersprudelndem Elektro-Pop zwischen Eighties-Ästhetik, Italo-Disco-Flair und Zukunftsmelodien, veredelt mit einer feinen (Post-)Punk-Attitüde. Ein dräuender Synthie-Ton, E-Drums, die sich warmzulaufen scheinen, und eine tiefgepitchte Stimme, die einigermaßen unverständliche, aber latent drohend klingende Worte spricht, um mit einem diabolischen Lachen zu schließen – so beginnt "Michek's House Party" und damit die EP "Senza Padrone Baby" – ein wilder (musikalischer) Ritt, facettenreich, detailverliebt und aufregend. Der Nachfolger von Maikas 2024er Debütalbum "Holy Noon" fordert während seiner etwa zwanzigminütigen Laufzeit nicht weniger als volle Aufmerksamkeit, belohnt diese aber mit einem Füllhorn an Ideen, geprägt von "einer künstlerischen Haltung, die Komplexität nicht scheut und Pop nicht für naiv hält." Die studierte Jazzsängerin und Komponistin schuf bereits Musik für Theater, darunter Produktionen am Schauspielhaus Bochum und an der Volksbühne Berlin, tourte durch Europa, Südostasien und den Nahen Osten und engagiert sich für mehr Sichtbarkeit von FLINTA-Personen im Jazz. Heute besucht sie uns im studioeins, um im Interview über sich und ihre neue EP zu sprechen, und anschließend auch einen Eindruck davon zu geben, wie diese Songs live klingen.

"Ich wollte nie nach Berlin" heißt die neue EP der in Berlin lebenden Österreicherin, die ihre Musik als "Art-Pop, irgendwo zwischen Streicheln und Beißen" bezeichnet. Auf dem fünf (teils im Vorarlberger Dialekt gesungene) Stücke umfassenden Werk behandelt sie Themen wie auf die Spitze getriebene körperliche Selbstoptimierung, Einsamkeit, den Stand von Gleichberechtigung in den 2020er-Jahren, und setzt zudem mit "Nie wieder" ein klares politisches Statement gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck.

Das so melancholisch-gefühlvoll gesungene wie (dank dezenter House-Beats) auch prima tanzbare "Utopia" bescherte Lie Ning Platz 40 der von den radioeins-Hörer*innen gewählten "100 besten Songs" des Jahres 2022, und auch das ein Jahr später folgende "Error" erfreute sich großer Beliebtheit. Nun meldet sich der in Berlin geborene und aufgewachsene, derzeit in London lebende Künstler mit der EP "Bullfight" und dem erklärten Ziel, damit Trost in schwierigen Zeiten zu spenden, zurück.

Zwölf Jahre nach "Zum Glück in die Zukunft II" präsentiert Marten Laciny alias Marteria auf dem nächste Woche erscheinenden dritten Teil der Reihe "eine Mischung aus indirekt politischen und offen persönlichen Liedern." Damit demonstriert der gebürtige Rostocker einmal mehr nachdrücklich, dass er einer der originellsten, wichtigsten und somit zu Recht erfolgreichsten deutschen Rapper ist. icht "zwei Finger an den Kopf", sondern Hand aufs Herz: So erfolgreich die beiden ersten Teile von "Zum Glück in die Zukunft" auch waren, irgendetwas fehlte – schließlich waren die titelinspirierenden Abenteuer von Marty McFly und "Doc" Brown ja auch als Trilogie in die Filmgeschichte eingegangen. Nun wird Abhilfe geschaffen: Nachdem Laciny mit dem Album "Keine Intelligenz" und der dazugehörigen Tour 2024 sein "Alter Alter Ego" Marsimoto quasi zu Grabe getragen hatte, war es offenbar an der Zeit, innezuhalten und sich neu zu orientieren. Folgerichtig entstand aus dieser Phase der Reflexion der dritte "Zum Glück"-Teil, war doch die Idee der so betitelten Platten "stets: verarbeiten, was in den Jahren zuvor passiert ist, bei Marten Laciny und in der Welt." Und so schließt sich ein Kreis, "auch wenn nicht immer alles rund lief." Die neuen Tracks zeigen einen Wortschmied in Hochform, der eine breite Palette an Themen aufgreift: Von Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Geborgenheit inmitten konstanter Überforderung ("Babylonia") über die eigene Rolle als "Troublemaker und Schlagzeilenlieferant" ("Problemarten") bis hin zu einer Liebeserklärung an die Musik beziehungsweise das Dasein als Musiker ("Schenk mir ein Intro"), der mit einer gehörigen Portion Selbstironie auch den Blick auf die gelegentliche eigene Divenhaftigkeit ("Mariah Carey") nicht scheut.

"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen", schrieb einst Ludwig Wittgenstein. Liv Solveig würde wohl ergänzen: "..oder singen." Denn genau das tut sie auf ihrem neuen Album "Everything I Didn't Say". Darauf geht es um das "Zwischenmenschliche: um Begegnung und Entzweiung, um das Auseinanderleben von Menschen, um das schmerzhafte Sich-nicht-verbinden-Können." All die (bislang) ungesagten Dinge formte sie zu zehn fesselnden Songs, "größer, kantiger und entschlossener als alles zuvor." In den ein oder anderen davon dürfen wir heute schon mal reinhören, und so manches mehr zu den Hintergründen erfahren wir von Liv Solveig selbst, denn sie ist diese Woche unsere Lokalmatadorin.

Der Fall um Collien Fernandes und Christian Ulmen sorgt für breite Aufmerksamkeit – und wirft grundsätzliche Fragen auf: über digitale Gewalt, Deepfakes und die Verantwortung von Medien. Wie viel öffentlich relevantes Wissen darf hinter einer Paywall stehen? Darüber sprechen wir mit SPIEGEL-Redakteur Lukas Eberle. Deepfakes sind auch eine reale Bedrohung für Journalist*innen. Laut Reporter ohne Grenzen wurden weltweit über 100 Fälle dokumentiert. Auch bekannte Stimmen wie Susanne Daubner oder Jens Riewa sind betroffen. Wir sprechen mit Juliane Leopold, Chefredakteurin Digitales bei der ARD über die Folgen für die Tagesschau. Außerdem: Mit Wedium startet eine neue europäische Social-Media-Plattform – mit Identitätsprüfung, weniger Algorithmen und mehr Jugendschutz. Kann das eine echte Alternative zu TikTok & Co. sein? In den Mediennews: Ein wegweisendes US-Urteil gegen Instagram und YouTube wegen Suchtgefahr, strengere EU-Pläne gegen sexualisierte Deepfakes – und ein weiterer Angriff auf die Pressefreiheit in der Türkei.

Morgen steht Betterov im ausverkauften Huxleys Neue Welt in Berlin auf der Bühne. Mit seinem Album "Große Kunst" berührt er erneut mit persönlichen Geschichten – von Familie, Prägung und der Flucht seines Vaters aus der DDR – bevor er in diesem Jahr mit "Goldener Retriever" auch literarisch debütiert.

Gleich mit zwei spannenden Neuigkeiten besucht uns Sophia Kennedy heute im studioeins: Nicht nur veröffentlichte sie gerade zwei besondere Songs, sondern wird sie demnächst auch als "Die Sendung"-Moderatorin das radioeins-Abendprogramm bereichern!

Ob nun als Teil von Zugezogen Maskulin oder solo: Moritz Wilken alias Grim104 ist eine der wichtigsten Stimmen im zeitgenössischen deutschen Hip-Hop – ein Genre, in dem er tief verwurzelt ist und das er zugleich auf respektvolle Art transzendiert. So auch auf seinem neuen Album "No Country For Old Grim", das morgen erscheint. Dass er ein genauer Beobachter der Welt im Großen wie Kleinen ist, der den alltäglichen "Hustle" weder glorifiziert noch ignoriert, beweisen nicht nur Songs wie "Ich töte Anders Breivik" (Platz 72 der "100 besten Lieder über das Verbrechen" bei den radioeins-Sommersonntagen 2024) oder "Crystal Meth in Brandenburg" (Platz 78 der "100 besten Drogenlieder", 2021). Auch in seinem Podcast "Zum Dorfkrug" hat der 37-Jährige bereits mit Gästen wie Bill Kaulitz, Jennifer Rostock, Hadnet Tesfai oder Felix Lobrecht ausführlich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Wahrnehmung geredet. Thematisch dementsprechend wenig, in Idee und Darbietung hingegen sehr wohl ein ums andere Mal überraschend behandelt auch sein neues Album mit dem so wortwitzigen wie tieftraurigen Titel "No Country For Old Grim" das Spannungsfeld zwischen dem behüteten Aufwachsen in der norddeutschen Provinz und dem Leben in Berlin. Angesichts des Elends vor der Großstadtwohnungstür träumt er vom "Haus in Lübars" und sinniert über die Kluft zwischen denen, "die den Smoothie bestellen" einerseits, und denen, "die den Smoothie in einem kaputten Mitsubishi Colt liefern" auf der anderen.

Die Berliner Künstlerin Fee Aviv Dubois kann bereits einige erfolgreiche Theatermusikproduktionen vorweisen, und ihr Song "Ladybitch" war 2022 nicht nur Teil des Soundtracks des gleichnamigen Films, sondern gab diesem sogar seinen Titel. Ihre neue EP "Decay" vermag aber auch ganz ohne visuelle Unterstützung zu fesseln, um nicht zu sagen: das vielzitierte Kopfkino in Gang zu setzen. Und so ganz nebenbei beantwortet sie auch noch eine von Trent Reznor (Nine Inch Nails) vor vielen Jahren gestellte Frage. "What have I become?" hieß es 1994 im Song "Hurt", im Original von Nine Inch Nails und 2002 durch die eindringliche Version von Johnny Cash quasi in den Heiligenstand erhoben, also etwa: "Was ist nur aus mir geworden?" Diesen bitteren Moment des Bilanzziehens greift Fee Aviv nun in ihrem Stück "I Don't Feel" auf, indem sie kontert: Wieso geworden? "Ich war schon immer so." ("You’re asking what I’ve become – but I have always been this way."). Interessanterweise ist dieses Lied das vielleicht "heiterste" auf ihrer neuen EP "Decay", oder zumindest das gelassenste. Klar, wenn "Verfall" draufsteht, wäre es etwas naiv, rosarotgefärbte Sorglos-Pop-Songs zu erwarten. Leichte Kost ist dies also wirklich nicht, dafür umso lohnendere. Mal mit an Laurie Andersons Großtat "O Superman" erinnernden Stimmverfremdungen und Elektroklängen, mal mit fragilen Gitarren unterlegt; hier in Düsternis schwelgend, dort sich zornig aufbäumend, gelingt der Mittzwanzigerin ihr Vorhaben, "nicht nur ein Soundbild innerer Zerrissenheit, sondern auch eine Auseinandersetzung mit weiblichen Selbstbewusstsein" zu schaffen: "ein Stück zwischen Verletzlichkeit und Widerstand, das bleibt, wenn es verhallt."

Der Dresdener Musiker zelebriert auf seiner neuen EP "Lush Life" das süße Leben, und liefert mit seinen souligen, gefühlvoll-groovenden Pop-Songs auf den Spuren von Vorbildern wie Jordan Rakei, Stevie Wonder und Benny Sings auch gleich noch den passenden Soundtrack dazu.

In dieser Ausgabe des Medienmagazins nimmt uns Teresa Sickert mit zu ihrem Redaktionsbesuch bei der Tageszeitung „taz“. Sie ist interessiert daran, was sich seit der Seitenwende, wie die taz ihren Abschied von der täglichen Printausgabe hin zur digitalen Ausgabe betitelte, verändert hat. Denn damit ist die taz die erste überregionale Zeitung Deutschlands, die den Schritt ins Digitale gewagt hat. Teresa Sickert widmet ihr die ganze Sendung.

Als Sänger der besonders in Großbritannien erfolgreichen Band Lea Porcelain wurde er bekannt, nun hat Markus Nikolaus mit "The Acid Kids" sein erstes Solo-Album veröffentlicht. Darauf präsentiert er "Psychedelic Rock für die Technogeneration".

Liebe, Freiheit und Selbstakzeptanz sind die Themen, die Michael Lane auf seinem Ende Januar erschienenen neuen Album "Live Free" in sanften Songs zwischen Folk und Pop vertont. Am 21. März 2026 wird der Deutsch-Amerikaner diese bei einem Konzert im Kulturhaus Insel live vorstellen – und heute eine Auswahl davon im studioeins.

Im aktuellen Medienmagazin geht es um ARD Sounds: Aus der bisherigen ARD Audiothek wird eine neue gemeinsame Audio-Plattform der ARD. Was steckt hinter dem Neustart, welche Strategie verfolgt die ARD damit – und warum sollten Nutzerinnen und Nutzer künftig diese App installieren? Darüber spricht Moderatorin Teresa Sickert mit Stefan Köhler, Leiter Programm-Management der ARD Audiothek. Im Faktencheck geht es um Influencer in Dubai: Nach Raketenangriffen in der Golfregion verbreiten einige Social-Media-Accounts ein Bild von völliger Normalität. Auffällig ist, dass viele Posts sehr ähnlich formuliert sind. Was steckt dahinter, und wie lassen sich solche Inhalte überprüfen? Einschätzungen dazu von Pascal Siggelkow vom ARD Faktenfinder. Ein weiteres Thema: Einsamkeit und Radikalisierung unter Jugendlichen. Welche Rolle spielen Plattformen wie TikTok oder Instagram dabei? Das erklärt die Bildungsforscherin Nina Kolleck. Ihr neues Buch: "Der Kampf in den Köpfen – Wie TikTok, Instagram & Co unsere Kinder manipulieren". In den Mediennews der Woche geht es unter anderem um Kritik an mangelnder Perspektivenvielfalt beim Deutschlandradio, um den Fall eines angeblichen „Bürgergeld-Influencers“, der Redaktionen täuschte – und um den überraschenden Personalwechsel bei der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Zwei Musiker aus Süddeutschland haben sich in Berlin gefunden, und still und leise ein ganz besonderes Album aufgenommen, das für große Begeisterung sorgt – und die Vorfreude auf das gemeinsame Konzert von Ralph Heidel und Finn Ronsdorf mit der befreundeten Lisa Harres am 3. Mai schürt. "Dass es kein Party-Album ist, dürfte natürlich klar sein – aber es ist wirklich das Gegenteil von langweilig", schwärmte radioeins-Moderatorin Christiane Falk (Laut & Kantig), als sie "The Wings Of The Fly" von Ralph Heidel & Finn Ronsdorf im Februar als unseren "Favorit Musik" vorstellte, und das Album mit einer "Wolke, die einen sanft bettet" verglich. Und auch die radioeins-Soundcheck-Jury zückte einhellig die "Hit!"-Wertung für dieses kompromisslose, "aus dem Raum gefangene" Kunstwerk. Was läge also näher, als die Schöpfer dieser wundersam entschleunigten Musik als Lokalmatadore zum Gespräch zu bitten? In diesem erfahren wir mehr über die beiden und ihre Zukunftspläne, die unter anderem ein Konzert mit der Überschrift "Friends With Oranges" am 3.5. in der Volksbühne beinhalten, für das sich auch die Schriftstellerin, Filmemacherin, Produzentin und Musikerin Lisa Harres zu ihnen gesellt.