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In dieser Folge mit Anika, Robin und Meike: „Mein Traumjob bei Facebook und wie ich all meine Ideale verlor“ von Sarah Wynn-Williams (übersetzt von Dorothee Merkel), „Das Wasser wiegt schwerer als die Zeit“ von Ginevra Lamberti (übersetzt von Annette Kopetzki) und „Sehnsucht“ von Szczepan Twardoch (übersetzt von Olaf Kühl). Der Preislistenpodcast ist mal wieder on top of its game: Wir gratulieren den Gewinnerinnen des Women's Prize for Fiction und Nonfiction, lassen den International Booker Revue passieren und freuen uns auf den Children's Booker sowie den regulären Booker, um dann unser Augenmerk gen Klagenfurt zu richten, wo der Ingeborg-Bachmann-Preis in Bälde sein 50-jähriges Jubiläum feiert – wir haben bereits unsere Popcorn-Vorräte aufgestockt und freuen uns auf süße und salzige Debatten vor laufenden Fernsehkameras!
Übermorgen jährt sich der Todestag der französischen Schriftstellerin George Sand zum 150. Mal. Aus diesem Anlass hat sich die Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant diese Woche „Gedanken für den Tag“ über George Sand gemacht. Schwens-Harrant ist übrigens auch dieses Jahr wieder Jurorin beim Ingeborg Bachmann Preis. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 06.06.2026
Mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis wurde er 2024 endgültig einem breiten Publikum bekannt: Der Schriftsteller Tijan Sila lebt und arbeitet in Kaiserslautern. Im Gespräch erzählt er von seiner besonderen Verbindung zur Stadt, vom Schreiben neben seiner Arbeit als Berufsschullehrer und dem Familienalltag mit seiner kleinen Tochter, von Kriegserfahrungen als literarischem Stoff – und von seiner Kinderbuchreihe „Lila Leuchtfeuer“, die er gemeinsam mit seiner Frau entwickelt hat.
Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Martin Adam und Terézia Mora „Wir müssen bei Null anfangen.“ (Terézia Mora) Ungarn hat einen neuen Ministerpräsidenten: Péter Magyar hat den Rechtspopulisten Viktor Orbán besiegt und verspricht, das korrupte System seines Vorgängers zu beseitigen und Ungarn zu liberalisieren. Ähnlich wie schon drei Jahre zuvor Donald Tusk in Polen. Dessen Bürgerkoalition gewann 2023 gegen die PiS-Partei. Ist der Rechtspopulismus in Polen und Ungarn damit besiegt? Oder sind die Schäden am Rechtsstaat irreparabel? Weder Magyar noch Tusk sind links, doch bei allen Ähnlichkeiten gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ungarn und Polen auf dem Weg zurück zu liberalen demokratischen Strukturen. Die deutsch-ungarische Schriftstellerin Terézia Mora nennt Magyar einen Populisten, der aber sehr inklusive Inhalte vertrete. Der ehemalige Warschau-Korrespondent Martin Adam beobachtet eine Schädigung des politischen Systems durch Illiberale, die nur mit eigenen, liberalen Ideen zu besiegen seien. Der ungarische Historiker Krisztián Ungváry zieht Parallelen zum Mauerfall 1989. Martin Adam ist freier Journalist und war bis September 2025 ARD-Korrespondent in Warschau und Host des Podcasts „In Polen“. Im Quadriga-Verlag ist sein Buch erschienen: „Experyment - Was wir aus Polens Kampf gegen den Rechtspopulismus lernen können“. Terézia Mora ist Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Übersetzerin. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Deutschen Buchpreis sowie dem Georg-Büchner-Preis für ihr Gesamtwerk. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:02:31 Aktuelle Aufbruchstimmung in Ungarn 00:06:49 Die Wende in Polen 2023 00:10:37 Lebensrealität unter FIDESZ und PiS 00:15:55 It´s the economy stupid- Es geht um Geld 00:22:38 Schreckgespenst EU-Austritt 00:29:40 Unterschiede Ungarn und Polen 00:31:16 Kann der Wandel schnell kommen? 00:36:40 Stolpersteine Gerichte und Präsident 00:40:23 Herausforderer sind keine Linken 00:48:45 Was kann Deutschland lernen? 00:54:57 Der Zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
Es beginnt mit einem Mord. Amata Haller hat ihren Chef Heinz Brockhaus umgebracht, bei einem gemeinsamen Roadtrip an die Ostsee. Das ist gleich am Anfang klar. Und: Sie hat keine Reue. Die Spannung in Sharon Dodua Otoos zweitem Roman "So in etwa ist es geschehen" entsteht nicht aus der Frage, ob Amata diesen Mann getötet hat – sondern warum. Eine Geschichte, die Rassismus, Macht und Wut verhandelt – und die Frage stellt, wie tief Diskriminierungserfahrungen sitzen können. Anne-Dore und Sharon treffen sich im Berliner Büro der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und sprechen über May Ayim, Straßenumbenennungen, Männer wie Brockhaus, produktive Diskussionen und Mikroaggressionen, die sich in etwas viel Größeres verwandeln können. Der Ort Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) https://isdonline.de Die Autorin Sharon Dodua Otoo wurde 1972 in London geboren. 2016 gewann sie den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2021 erschien ihr Debütroman "Adas Raum". Sie hat vier Söhne und lebt in Berlin. Das Buch Sharon Dodua Otoo: "So in etwa ist es geschehen", S. Fischer, 144 Seiten, 22,00 Euro. Sharon empfiehlt Jessica Mawuena Lawson: "Kekeli", Verbrecher Verlag, 246 Seiten, 24,00 Euro. Anne-Dore empfiehlt Judith Schalansky: "Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist", Suhrkamp Verlag, 176 Seiten, 24,00 Euro.
Sie ist eine der bekanntesten Schwarzen Autorinnen Deutschlands: Sharon Dodua Otoo. Die Britin lebt schon seit 20 Jahren in Berlin. 2016 erschien ihr Erzählband "Herr Gröttrup setzt sich hin": Ein gesellschaftskritischer aber auch humorvoller Text in dem ein zu weich gekochtes Ei die eigene Identität hinterfragt. Mit diesem Text gewann Sharon Dodua Otoo auf Anhieb den renommierten Ingeborg Bachmann Preis - als erste britische und auch als erste Schwarze Autorin überhaupt. 2022 erschien "Adas Raum", ihr sehr erfolgreicher Debütroman. Und heute erscheint nun Sharon Dodua Otoos von vielen lang ersehnter, neuer Roman "So, in etwa, ist geschehen". Georgina Fakunmoju hat das Buch gelesen.
Falls ihr es nicht nach Köln geschafft habt oder alles nochmal nachhören wollt: wir freuen uns, dass wir am Sonntag endlich den live-Mitschnitt von Rashas Gespräch mit der grandiosen Terézia Mora in der Comedia in Köln mit euch teilen können. Dort haben die beiden am 26. Februar vor einem voll besetzten Publikum im Rahmen des Literaturfestivals ‚kindly invited‘ über das Werk der Schweizer Schriftstellerin Adelheid Duvanel gesprochen. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön für die Einladung und Organisation an das ganze ‚kindly invited‘-Team und das Literaturhaus Köln! Die Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Ungarischen Terézia Mora hat schon mehrere viel gelobte Romane geschrieben. Auch ihr letzter 2023 erschienener Roman „Muna oder Die Hälfte des Lebens“, in dem die junge Protagonistin aus der ostdeutschen Provinz einem Mann verfällt, der nicht gut für sie ist, wurde für die Shortlist des Deutschen Buchpreises ausgewählt. Neben ihren Romanen hat Terézia Erzählungen, Essays und Drehbücher verfasst, bereits zwei Poetik-Vorlesungen veröffentlicht und sie wurde schon mit so ziemlich jedem Preis, mit dem man im deutschsprachigen Literaturbetrieb ausgezeichnet werden kann, geehrt. Darunter sind der Ingeborg-Bachmann-Preis, der Georg-Büchner-Preis für ihr Gesamtwerk und der Deutsche Buchpreis für ihren 2013 erschienen Roman „Das Ungeheuer“. Für ihr Gespräch mit Rasha hat sich Terézia gewünscht, über die 1936 geborene und 1996 verstorbene Schweizer Autorin und Journalistin Adelheid Duvanel zu sprechen. Ähnlich wie die Beziehung Munas, der Protagonistin von Terézias letztem Roman und wie ihr in der Folge hören werdet, hatte die Ehe der Schweizer Autorin Adelheid Duvanel toxische Züge. So soll ihr Mann, ein Maler, sie davon abgebracht haben, selbst in seiner Disziplin künstlerisch tätig zu werden. Das Schreiben hat sie jedoch nicht aufgegeben, sodass wir heute ihre jüngst vom Limmat Verlag in einer Gesamtausgabe gesammelten sehr kurzen, dafür aber sehr dichten Erzählungen, Feuilletons, Kolumnen und Briefe nachlesen können. In der Folge widmen sich Rasha und Terézia besonders der Entschlüsselung einiger von Duvanels Erzählungen, die Rasha als „dunkle, kleine Diamanten“ bezeichnet, sprechen über das Verhältnis von Biografie und Text, die Voraussetzungen fürs Schreiben sowie über das Entdecken, Wiederentdecken und Vergessen von Autorinnen. Als Produzentinnen standen Rasha auch für diese Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
Literatur und Kritik: Körper, ein Verb – von Simon Froehling(Hördauer ca. 11 Minuten)Wir dürfen Beiträge aus Ausgabe 575/576 von Literatur und Kritik für unser Literaturpodcastradio vertonen. Es hat den Themenschwerpunkt BERÜHRUNGEN, und die Rubriken „Umfrage“ und „Ein Tag im Leben“, Rezensionen von Neuerscheinungen österreichischer Autorinnen und Autoren sowie weiteren Beiträgen. In dieser Sendung hören Sie: einen Beitrag vonSimon Froehling, geboren 1978 ist schweizerisch-australischer Doppelstaatsbürger. Neben rund einem Dutzend Theaterstücken und Hörspielen hat er zwei Romane veröffentlicht und war sowohl für den Ingeborg Bachmann Preis als auch den Schweizer Buchpreis nominiert Neben seiner Arbeit als freier Autor ist er als Dramaturg und stellvertretender künstlerischer Leiter am Tanzhaus Zürich tätig.Wir danken dem Verlag und dem Autor für die kostenlose Überlassung der Nutzung für diese Sendung.Diese Sendung hat Ihnen gefallen?Unsere Live-Sendung in München/Schwabing oder im Pixel (Gasteig, Mü)Sprecher, Regie und Realisation Uwe Kullnick
Der britische Schriftsteller Julian Barnes und die deutsche Schriftstellerin Helga Schubert haben einiges gemeinsam: mit achtzig oder über achtzig Jahren sind sie beide in fortgeschrittenem Alter. Und sie haben beide ein Buch veröffentlicht, in dem sie Rückschau halten und über das Leben nachdenken. Julian Barnes ist einer der bedeutendsten britischen Schriftsteller und Booker-Preisträger. Er wird 80 und verabschiedet sich vom Schreiben. Mit «Abschied(e)» legt er sein letztes Buch vor: eine Mischung aus Liebesgeschichte, Erinnerungen und Gedanken über Vergänglichkeit und Leben. Julian Barnes erzählt von einer Jugendliebe, die nach 40 Jahren neu beginnt, von seiner eigenen Krankheit und vom Rätsel der Erinnerung. An seiner Seite: Jimmy, ein Hund, der ihn über Bewusstsein bei Mensch und Tier nachdenken lässt. Jennifer Khakshouri stellt das Buch vor. In der DDR schrieb die Psychologin und Schriftstellerin Helga Schubert jahrzehntelang bespitzelt und ohne Anerkennung. Als sie 1980 zum Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen war, durfte sie nicht ausreisen. 2020 kam die zweite Einladung. Mit 80 Jahren gewann Helga Schubert sensationell den Preis, der eigentlich für Newcomer gedacht ist. Seither ist sie aus der deutschen Literatur nicht mehr wegzudenken. In ihrem jüngsten Buch «Luft zum Leben. Geschichten vom Übergang» zieht sie Bilanz - mit einer Sammlung neuer und alter Texte aus ihrem ganzen Schaffen. Ein berührendes und beflügelndes Buch, findet Literaturredaktorin Franziska Hirsbrunner. Buchhinweise: Julian Barnes. Abschied(e). Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. 256 Seiten. Kiepenheuer&Witsch, 2026. Helga Schubert. Luft zum Leben. Geschichten vom Übergang. 288 Seiten. dtv, 2025.
Tijan Sila wurde 1981 in Sarajevo geboren, kam mit seiner Familie 1994 nach Deutschland, studierte in Heidelberg Anglistik und Germanistik und unterrichtet heute an einer Berufsschule in Kaiserslautern. Das ist sein Brotberuf. In seinem literarischen Leben schreibt Tijan Sila Bücher. "Tierchen unlimited" war sein autobiografischer Debütroman 2017. Es folgten "Die Fahne der Wünsche" und sein Buch "Krach" über eine Jugend in der pfälzischen Provinz und Punkszene. Große Aufmerksamkeit erhielt Tijan Sila mit seinem zweiten autobiografischen Roman "Radio Sarajewo", 2023, über den bosnischen Bürgerkrieg und seine Flucht. Ein Jahr später, 2024, wurde Sila mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis für seinen Text "Der Tag, an dem meine Mutter verrückt wurde" ausgezeichnet. Zum Wintersemester 2025/26 hat Tijan Sila nun die Poetikdozentur in Hannover übernommen. Damit ist er Poetikdozent Nummer vier in Hannover, nach den Schriftstellerinnen Lena Gorelik, Ann Cotton und Nava Ebrahimi. Über das, was Tijan Sila während seiner Dozentur in Hannover vorhat, spricht er in NDR Kultur à la carte mit Alexander Solloch.
Wie bleiben wir menschlich, wenn der Alltag immer härter wird? Mit dieser Frage setzt sich Nava Ebrahimi in ihrem neuen Roman auseinander. «Und Federn überall» spielt auf einem Geflügelschlachthof und verknüpft das Leben von sechs Figuren. Berührend, hochaktuell und meisterhaft konstruiert! Die iranisch-deutsche Schriftstellerin Nava Ebrahimi erhielt 2021 den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis. Seither spielt sie in der obersten Liga der deutschsprachigen Literatur. Dass ihr diese Anerkennung vollkommen zu Recht gebührt, beweist sie auch mit ihrem neuen Roman. «Und Federn überall» spielt auf einem Geflügelschlachthof. 650.000 tote Hühner täglich. Der Roman ist eine Kritik an der Massentierhaltung und an kaltem, unmenschlichem Effizienzstreben. Er handelt aber auch von der Suche nach Heimat, von Flucht und Vertreibung sowie von dem Wunsch, geliebt zu werden. All diese Themen stecken in diesen 350 Seiten, ohne überladen zu wirken. «Ein grossartiges Buch», sagt SRF-Literaturredaktorin Katja Schönherr, die «Und Federn überall» ihrer Kollegin Franziska Hirsbrunner im Podcast vorstellt. __________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Nava Ebrahimi: «Und Federn überall». 352 Seiten. Luchterhand, 2025. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch ____________________ In dieser Episode zu hören: Nava Ebrahimi, Schriftstellerin ____________________ Hosts: Katja Schönherr und Franziska Hirsbrunner ____________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
Helga Schubert wurde von der Stasi überwacht, ihre Texte wurden zensiert, ihre Manuskripte von den Verlagen abgelehnt. Publizieren durfte sie ihre Bücher aber in der Bundesrepublik. Die DDR kassierte einen Großteil der Honorare ein. Nach der Wende verfiel Helga Schubert in ein langes literarisches Schweigen. Bis sie 2020 mit 80 Jahren überraschend den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann und für ihr Buch "Vom Aufstehen" für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Heute erscheint unter dem Titel "Luft zum Leben" ein neuer Band mit Erzählungen von Helga Schubert. Für radio3 hat es Frank Dietschreit gelesen.
Anton Weyrothers Literaturpodcast, Episode 74:Bei den neunundvierzigsten Tagen der Deutschsprachigen Literatur gab es im Sommer 2025 wieder 14 Autorinnen und Autoren zu entdecken, die um den Ingeborg-Bachmann-Preis konkurrierten. Übertönt wurden deren Texte aber aus meiner Sicht leider durch unschöne Szenen, die sich in den Diskussionen der Jury abgespielt haben. Ich danke dem Verlag S. Fischer für die Gelegenheit, das Jubiläumsjahr 2025 als "Thomas Mann Botschafter" zu begleiten. Mehr Infos zum Thomas-Mann-Jahr auf:https://www.thomasmann.de/ni - mit natürlicher Intelligenz hergestellt: https://weyrother.net/ni/Meine Website "Anton Weyrothers Literaturbetrieb":https://weyrother.netMein Youtube-Kanal:https://www.youtube.com/@antonweyrotherAktuelle Podcast-Folgen:https://anchor.fm/anton-weyrotherMein Instagram: https://www.instagram.com/antonweyrother/?hl=de#bachmannpreis #klagenfurt #tddl #literatur
Pünktlich zum Erscheinen des neuen Romans von Kaśka Bryla erscheint auch unser Gespräch mit der Autorin, das Irene vorab im Juni mit ihr geführt hat. Nach “Roter Affe” und “Die Eistaucher” ist “Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich” nun ihr dritter Roman. Einen Auszug daraus hat Kaśka Bryla auf Einladung von Brigitte Schwens-Harrant beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 gelesen. Der Roman führt uns zurück in den Sommer 2020, in dem überall Angst und Verunsicherung herrscht, auch auf dem Wagenplatz, wo die Autorin wohnt und mit einem schweren Covid-Verlauf kämpft. Kraft geben ihr die Gespräche mit ihrem Vater, die sie vor dessen Tod auf Tonband aufgezeichnet hat und die sie innerlich weiterführt. Er war als Mitglied der polnischen Untergrundarmee im Gulag interniert, und seine Widerständigkeit hat sie geprägt. Kraft gibt ihr auch das verletzte Krähenbaby Karl, für das sie sorgt, solange es nicht fliegen kann. “Mutig, zärtlich und schonungslos erzählt Kaśka Brylas Roman vom Kampf ums Überleben unter widrigen Bedingungen” schreibt der Verlag - und wir können das nur unterschreiben.
Wer gewinnt den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis 2025? Vierzehn Autorinnen und Autoren stellen sich im österreichischen Klagenfurt der Kritik der siebenköpfigen Jury unter der Leitung von Klaus Kastberger. Eine Sondersendung zur 49. Ausgabe der legendären Tage der deutschsprachigen Literatur am Wörthersee. Mit Musik der österreichischen Band Granada. Am Mikrofon: Carsten Otte
Ein Gurkenglas war der Aufreger beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2024. In diesem Jahr ist der Wettbewerb bisher skandalfrei. Das mag auch am weltpolitischen Geschehen liegen. Autor:innen, Jury und Gäste sprechen über Zurückhaltung, Höhe- und Tiefpunkte. Gerk, Andrea; Raue, Stefan; Porombka, Wiebke; Muzur, Lina; Strässle, Thomas; Seb www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Ein Gurkenglas war der Aufreger beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2024. In diesem Jahr ist der Wettbewerb bisher skandalfrei. Das mag auch am weltpolitischen Geschehen liegen. Autor:innen, Jury und Gäste sprechen über Zurückhaltung, Höhe- und Tiefpunkte. Gerk, Andrea; Raue, Stefan; Porombka, Wiebke; Muzur, Lina; Strässle, Thomas; Seb www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
14 Autorinnen und Autoren treten beim diesjährigen Bachmannpreis in Klagenfurt gegeneinander an: vier aus Österreich, acht aus Deutschland und zwei aus der Schweiz. Drei Tage lang lesen sie aus bislang unveröffentlichten Texten vor, aus denen eine Jury um den österreichischen Literaturkritiker Klaus Kastbeger die Gewinnerin oder den Gewinner auswählt. Bevor morgen der Ingeborg-Bachmann-Preis 2025 verliehen wird, fasst Holger Heimann die bisherigen Literaturbeiträge zusammen.
Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
Ein Gurkenglas war der Aufreger beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2024. In diesem Jahr ist der Wettbewerb bisher skandalfrei. Das mag auch am weltpolitischen Geschehen liegen. Autor:innen, Jury und Gäste sprechen über Zurückhaltung, Höhe- und Tiefpunkte. Gerk, Andrea; Raue, Stefan; Porombka, Wiebke; Muzur, Lina; Strässle, Thomas; Seb www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Väter beeinflussen das Leben maßgeblich - ob durch Liebe, Gewalt oder Abwesenheit. Das ist auch beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurth zu hören. Denn viele Texte drehen sich um Väterrollen. Die Begeisterung bleibt am ersten Tag allerdings aus. Porombka, Wiebke www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Väter beeinflussen das Leben maßgeblich - ob durch Liebe, Gewalt oder Abwesenheit. Das ist auch beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurth zu hören. Denn viele Texte drehen sich um Väterrollen. Die Begeisterung bleibt am ersten Tag allerdings aus. Porombka, Wiebke www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
(00:00:47) Zwischenstand von der 49. Ausgabe des Literatur-Happenings. (00:06:16) Ländlermusik trifft auf Son und Rumba: Volkskulturfest «OBWALD» mit Kuba als Gastland. (00:11:37) Einer der diesjährigen Schweizer Musikpreise geht an die Zürcher Bratschistin, Sängerin, Komponistin und bildende Künstlerin Charlotte Hug. (00:16:13) Französischer Streamingdienst «Deezer» deklariert Musik, die mit KI hergestellt wurde. Die Reaktionen sind positiv. (00:20:24) Zugspitze: Höchster Deutscher Berg neu mit zwei Gipfelkreuzen. Eine Glosse.
Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
Väter beeinflussen das Leben maßgeblich - ob durch Liebe, Gewalt oder Abwesenheit. Das ist auch beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurth zu hören. Denn viele Texte drehen sich um Väterrollen. Die Begeisterung bleibt am ersten Tag allerdings aus. Porombka, Wiebke www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
2021 gewann die iranisch-deutsche Schriftstellerin Nava Ebrahimi den Ingeborg-Bachmann-Preis mit ihrem Text “Der Cousin” über die Fluchtgeschichte eines schwulen Tänzers. Gestern Abend nun haben im österreichischen Klagenfurt die Tage der deutschsprachigen Literatur begonnen, an deren Ende am Sonntag erneut die Vergabe des Bachmannpreises steht. 14 Autorinnen und Autoren treten bzw. lesen gegeneinander, darunter acht aus Deutschland. Und die Eröffnungsrede hielt als Trägerin des Preises Nava Ebrahimi mit dem Text “Drei Tage im Mai”. Anne-Dore Krohn hat ihn gehört.
Gerk, Andrea www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
„Vielleicht würden wir keine Gedichte mehr brauchen, hätten wir den Weg gefunden, eine Welt ohne Gewalt zu schaffen“. Infolge des russischen Angriffskriegs bezeichnet sich die ukrainische Schriftstellerin Tanja Maljartschuk als gebrochene Autorin, die ihr Vertrauen in die Sprache verloren hat. Bereits im Jahr 2011 ging sie ins Exil, lebt seither in Wien und schreibt vor allem über das Grauen des Kriegs und die Existenz in der Emigration. 2018 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis. Bekannt wurde ihr Text „Russland, mein Russland, wie liebe ich dich“ – mit dem Zusatz: „Bitte rette uns nicht!“
Der Peter-Huchel-Preis 2025 geht an die Autorin Olga Martynova und ihren Gedichtband „Such nach dem Namen des Windes“. Der Preis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnung für deutschsprachige Lyrik. Er ist mit 15.000 Euro dotiert. Preisstifter sind der Südwestrundfunk und das Land Baden-Württemberg. Olga Martynova wurde 1962 in Sibirien geboren und ist in Leningrad aufgewachsen. 1991 zog sie nach Deutschland. Die Autorin schreibt neben Gedichten auch Romane und Essays. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den renommierten Ingeborg Bachmann Preis.
Der Peter-Huchel-Preis 2025 geht an die Autorin Olga Martynova und ihren Gedichtband „Such nach dem Namen des Windes“. Der Preis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnung für deutschsprachige Lyrik. Er ist mit 15.000 Euro dotiert. Preisstifter sind der Südwestrundfunk und das Land Baden-Württemberg. Olga Martynova wurde 1962 in Sibirien geboren und ist in Leningrad aufgewachsen. 1991 zog sie nach Deutschland. Die Autorin schreibt neben Gedichten auch Romane und Essays. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den renommierten Ingeborg Bachmann Preis.
Abl Fleischmann ist zehn Jahre alt, als seine Mutter in den Westen flieht. Schutzlos bleibt Abl der repressiven Erziehung durch Vater und Bruder ausgesetzt. Er flieht in seine Gedankenwelt, will nur "Mick und die Stones" sehen. Und tatsächlich: Sie sollen am 20. Jahrestag der DDR nahe der Mauer spielen. Abls Hoffnungen werden der autoritären Sprache des Vaters und den Phrasen eines Radioreporters entgegengesetzt. Für seine Erzählung erhielt Ulrich Plenzdorf 1978 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Hörspieladaption wurde mit dem Prix Futura 1988 ausgezeichnet. Mit Dirk Nawrocki, Uta Hallant, Gert Haucke, Helmut Zierl, Wolfgang Reinsch, Günther Sauer, Fred C. Siebeck, Maren Kroymann, Mark Oliver Bögel u. v. a. | Hörspielbearbeitung: Ulrich Plenzdorf, Norbert Schaeffer | Regie: Norbert Schaeffer | Produktion: SDR/HR/NDR 1987
Diese Folge entstand als Kooperation mit der bpb und ist die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion „What we're talking about when we‘re talking about migration”. Sie fand am 28. Juni 2024 im Rahmen der Jahrestagung „Dimensionen der (p)ostmigrantischen Gesellschaft – mittel-, ost- und südosteuropäische Perspektiven auf die deutsche Migrationsdebatte“ der Projektgruppe Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Ev. Akademie Tutzing statt. Eingeleitet wird das Podium von Dr. Anna Delius, einer der Projektleiterinnen von der bpb. Podium: • Maria Alexopoulou, Principal Investigator, Zentrum für Antisemitismusforschung/Technische Universität Berlin • Nane Khachatryan, Projektleiterin, Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland – DaMOst e.V., Halle (Saale) • Julia Boxler, Journalistin und Filmemacherin, x3 Podcast, Berlin Moderation: Emilia Smechowski, Autorin „Wir Strebermigranten“ und Chefredakteurin ZEIT Magazin PROGRAMM der Jahrestagung (Tagungs-Flyer) Erwähnungen: Anastasiia Marsheva - Arbeitstitel des Dissertationsprojektes: Ost, Post-Ost und danach: Ethnienübergreifende Identitätskonstrukte in Deutschland und Tschechien (Betreuer: Prof. Dr. Dirk Uffelmann, Prof. Dr. Andreas Langenohl) X3 Folge 87 mit Aleksandra Lewicki und Darja Klingenberg Abschlusskonferenz: Antiosteuropäischer Rassismus. Brauchen wir eine "Osterweiterung" der Rassismusdebatte? in Berlin am 26./27. September 2024 zum Forschungsprojekt “Diskriminierung von Menschen osteuropäischer Herkunft auf dem Arbeitsmarkt. Institutionelle und individuelle Kontexte” Band “Antislawismus, Antiosteuropäischer Rassismus: Geschichte und Gegenwart” von Hans-Christian Petersen und Jannis Panagiotidis, 2024, Beltz Krsto Lazarevic “Der Pass muss her!” (jetzt.de, 2015) Erica Zingher “Was wächst auf Beton” (taz, 2020) Saša Stanišic "Herkunft" (Luchterhand, 2019) Tijan Sila “Radio Sarajevo” (Hanser, Preisträger Ingeborg-Bachmann-Preis 2024) Neue Deutsche Medienmacher*innen
Der Ingeborg-Bachmann-Preis ging zu Recht an Tijan Sila, meint Literaturkritikerin Wiebke Porombka. Gefehlt haben ihr beim Wettbewerb abseitigere Texte und als Themen die großen Krisen der Gegenwart. Zudem könne die Punktevergabe transparenter werden. Porombka, Wiebke www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
(00:00:43) Gestern ist einer der deutschsprachigen Literatur-Höhepunkte des Jahres zu Ende gegangen: das Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis im österreichischen Klagenfurt. Warum der deutsche Autor Tijan Sila verdient gewonnen hat, das verrät unsere Literaturredaktorin im Gespräch. Weitere Themen: (00:05:17) Der Schwyzer Kantonsrat verweigert die Finanzierung: Ist die Bibliothek Werner Oechslin in Einsiedeln nun am Ende? (00:09:23) Plötzlich Prüfungsgegenstand: Wie es sich für Schweizer Autorinnen und Autoren anfühlt, wenn ihre Werke plötzlich auf der Maturaliste auftauchen. (00:14:02) Kultur, aber auch viel Politik: ein Bericht vom «Festival der jüdischen Kultur» im polnischen Krakau. (00:18:10) Ungewöhnliche Premiere am Theater St. Gallen: Bei «Skywards» wird an der Aussenwand des Theaters getanzt.
Der Ingeborg-Bachmann-Preis ging zu Recht an Tijan Sila, meint Literaturkritikerin Wiebke Porombka. Gefehlt haben ihr beim Wettbewerb abseitigere Texte und als Themen die großen Krisen der Gegenwart. Zudem könne die Punktevergabe transparenter werden. Porombka, Wiebke www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Kurz vor seinem Tod 1977 ließ der Vater des deutschen Wirtschaftswunders und Bundeskanzler Ludwig Erhard durch einen Ghostwriter, seinen Pressesprecher Hans "Johnny" Klein, seine Erinnerungen aufschreiben. Jetzt erst erblicken sie - 47 Jahre nach Erhards Tod - das Licht der Öffentlichkeit. Ein Gespräch mit dem Herausgeber Ulrich Schlie über Erhards "Erfahrungen für die Zukunft" (Econ) / Zum Tod des heute in Tirana verstorbenen großen albanischen Erzählers Ismail Kadare. Ein Nachruf von Antonio Pellegrino / "Der Tag, an dem meine Mutter verrückt wurde" - Tijan Sila gewinnt den Ingeborg-Bachmann-Preis 2024. Ein Rückblick auf die 48. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt von Anne-Dore Krohn / "Der Ernst des Lebens" - Der neue Roman von Ulrich Peltzer (S. Fischer) / Das literarische Rätsel
Porombka, Wiebke; Linß, Vera www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Die Themen: Die „schnelle Brille“ als Trend; Wettlesen um den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis; Der Tag des Verzeihens; Tom und Bill Kaulitz in der Serie „Kaulitz und Kaulitz“; Angelique Kerber fährt ohne Erfolgserlebnis nach Wimbledon und das Ankertattoo am Hoden von Markus Söder Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee
(00:00:47) Wie schlagen sich die drei schweizer Beiträge? (00:05:17) Die Kunstsammlung des Industriellen und Waffenproduzenten Emil Bührle sorgt seit längerem für Kontroversen: Müssten Werke zurückgegeben werden an jüdische Sammler? Heute sind neue Forschungsergebnisse angekündigt. Was ist zu erwarten? (00:09:38) Die Comic-Zeitschrift «Strapazin» verschafft dem Untergrund eine Plattform. Nun wird sie 40. (00:14:12) Der Film «Mothers' Instinct» ist ein mörderisches Spiel mit der Angst vor dem mütterlichen Ungenügen.
Porombka, Wiebke www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Die Themen: Flugbegleiterin bricht sich Wirbelsäule bei Turbulenzen; Strack-Zimmermann entschuldigt sich für Beleidigungen; Zerbricht Israels Regierung?; EU beschließt Obergrenze für Bargeld; Die nominierten des Ingeborg-Bachmann-Preis; Darryl McDaniels von Run DMC wird 60 und ein medizinischer Notfall bei Mike Tyson Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffee
Die Auswahl der 14 Nominierten für die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt im Juni steht fest. Es sind vor allem junge, vielversprechende Stimmen. Für den Ingeborg-Bachmann-Preis ist Bühnenpräsenz gefragt. Porombka, Wiebke www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Die Auswahl der 14 Nominierten für die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt im Juni steht fest. Es sind vor allem junge, vielversprechende Stimmen. Für den Ingeborg-Bachmann-Preis ist Bühnenpräsenz gefragt. Porombka, Wiebke www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Für das Buch «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» wurde Laura Leupi für den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Das Buch suche eine Sprache für das Unaussprechliche, urteilt die Jury. Leupi ist zu Gast bei David Karasek live von den Solothurner Literaturtagen. Anhand der Buchstaben des Alphabets thematisiert Laura Leupi sexuelle Gewalt in Schlagworten. Für "Das Alphabet der sexualisierten Gewalt wurde Laura Leupi für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Das Urteil der Jury: "Eindringlich und eindrücklich, schonungslos und aufrichtig, mutig und klug greift Leupi ein brennendes Thema auf und nähert sich ihm auf vielen Wegen und vielen verschiedenen Formen". Laura Leupi nutzt Prosa und Lyrik, um über erlebte sexualisierte Gewalt zu sprechen. Leupi ist zu Gast im «Tagesgespräch» live von den Solothurner Literaturtagen.
Sharon Dodua Otoo is a British writer with a Ghanaian background who lives in Berlin. She became known for her first short story in German, "Herr Gröttrupp setzt sich hin", for which she won the Ingeborg Bachmann Prize in 2016. On Thursday 23 November, she will be reading from her first novel Ada's Welt at the Goethe-Institut in Sydney. We spoke to her. - Sharon Dodua Otoo ist Britin mit ghanaischem Hintergrund, die in Berlin lebt. Bekannt geworden ist sie mit ihrer ersten, auf deutsch verfassten Kurzgeschichte Herr Gröttrupp setzt sich hin, wofür sie 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen hat. Am Donnerstag, den 23. November liest sie aus ihrem ersten Roman Ada's Welt im Goethe-Institut in Sydney. Wir haben mit ihr gesprochen.
2020 erfuhr Helga Schubert eine späte Anerkennung, auch wenn sie schon lange als Schriftstellerin tätig war: Ihr wurde der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen. Als Schriftstellerin in der DDR geriet sie ins Visier der Stasi - ihr Werk "Lauter Leben" war das einzige, das in der DDR verlegt wurde. Ihr neuestes Buch "Der heutige Tag" ist eine Liebeserklärung an ihren schwerkranken Mann, den sie seit Jahren hingebungsvoll pflegt. Moderation: Nina Sonnenberg.
2020 erfuhr Helga Schubert eine späte Anerkennung, auch wenn sie schon lange als Schriftstellerin tätig war: Ihr wurde der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen. Als Schriftstellerin in der DDR geriet sie ins Visier der Stasi - ihr Werk "Lauter Leben" war das einzige, das in der DDR verlegt wurde. Ihr neuestes Buch "Der heutige Tag" ist eine Liebeserklärung an ihren schwerkranken Mann, den sie seit Jahren hingebungsvoll pflegt.
Dieses Mal ist Necati Öziri bei Mascha Jacobs zu Gast. Da er Kurzbiografien hasst, sind seine Offiziellen ganz schön geworden. „Necati Öziri, geboren in einer der vielen grauen Ecken des Ruhrgebiets („Hölle Hölle Hölle!"), hat Philosophie, Germanistik und Neue Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul und Berlin studiert. Er lebt in Berlin sein drittes Leben, schreibt, macht Theater und manchmal einen auf Intelelli, wofür ihm sein sechzehnjähriges Ich wahrscheinlich eine Schelle verpassen würde. In seinen Texten ist natürlich alles wahr. Öziri war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und unterrichtete an der Ruhr-Universität Bochum formale Logik, bis er feststellte, dass Logik die Welt nicht besonders gut beschreibt. Seitdem versucht er zu schreiben, nicht wie die Welt ist, sondern wie sie sich anfühlt. Er ist erbitterter Feind von Kälte, Lactose und Kurz-Biographien. Als Theaterautor schreibt er für das Maxim Gorki Theater, das Nationaltheater Mannheim und das Schauspielhaus Zürich. Öziri trifft sich regelmäßig mit alten Versionen seiner selbst, sie sitzen in Schulheften voller Kaffeeflecken herumblätternd auf dem Boden von Ämtern und warten (worauf eigentlich?) oder sie chillen auf Bänken am Bahnhof und bieten ihm einen Joint an. Bei den 45. Tagen der deutschsprachigen Literatur (dem Ingeborg-Bachmann-Preis) gewann er den Kelag-Preis und den Publikumspreis. Als Kurator leitete er zudem das Internationale Forum des Theatertreffens der Berliner Festspiele. Bei Wut und anderer Erregung dunkelrote Färbung der Ohren.“ Sein Debütroman „Vatermal“ ist am 27. Juli bei Classen erschienen; Necati Öziri steht mit diesem Roman zurecht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Ihm ist ein Buch gelungen, das sehr berührend und exzellent geschrieben und lustig und traurig zugleich ist. Mitgebracht hat er Kassandra von Christa Wolf in der Sammlung Luchterhand erschienen. Und James Baldwin Beale Street Blues veröffentlicht im Rowohlt Verlag in einer Übersetzung von Nils Thomas Lindquist. Der Roman und diese Texte führen Mascha Jacobs und Necati Öziri zu einem Gespräch über die Unterschiede zwischen Theater- und Prosatexten, Gefühle, Sounds, Gegengeschichten, nahbare Figuren, Polizeigewalt, Rassismus und Ehrlichkeit. Kurz erwähnt werden neben den mitgebrachten Lieblingstexten: Chimamanda Ngozi Adichie: The danger of a single story https://www.ted.com/talks/chimamanda_ngozi_adichie_the_danger_of_a_single_story Hannah Gadsby: Nanette https://www.netflix.com/title/80233611
Als die heute über 83 Jahre alte Schriftstellerin Helga Schubert um die 50 war, ging die DDR in die Knie; der Staat, in dem sie nur unter Einschränkungen als Schriftstellerin arbeiten konnte; für sie ein Befreiungsschlag. Im Gespräch mit Julia erzählt Helga Schubert über den Wert der Gedankenfreiheit, die geheuchelte Emanzipation der Frau in der DDR und das Zusammenleben mit ihrem geliebten Mann, dem Psychologie-Professor Helm, mit dessen Pflege sie so stark eingebunden ist, dass sie heute kaum mehr das Haus verlassen kann. Denn davon handelt auch ihr aktuelles Buch "Der heutige Tag", das nach knapp einem Jahr in die 21. Auflage geht und so viele Menschen berührt. Vor drei Jahren hat sie mit 80 Jahren den begehrten Ingeborg-Bachmann Preis für ihren grandiosen Text "Vom Aufstehen" erhalten – es ist also nie zu spät für den großen Durchbruch; bekannt aber war Helga Schubert schon vorher. Auf die Frage, wie sie sich seit der Lebensmitte verändert habe, sagt sie: "Ich bin im Alter kompromissloser geworden. Den Kontakt mit destruktiven Menschen tue ich mir nicht mehr an, und ich sorge mich nicht mehr um das Morgen.“Tipps & Links zur Folge"Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe" von Helga Schubert (dtv Verlag, 272 Seiten, ISBN: 978-3-423-44136-0)sowie„Vom Aufstehen“, ebenfalls Helga Schubert. ..................................................Ihr habt Anregungen, wollt uns Eure Geschichte erzählen oder selbst bei uns zu Gast im Podcast sein? Dann schreibt uns beiden persönlich, worüber Ihr gern mehr wissen würdet, was Euch bewegt, rührt, entsetzt und Freude macht an podcast@brigitte.de. Wir freuen uns auf Euch! Und bewertet und abonniert unseren Podcast gerne auch auf Spotify, iTunes, Amazon Music oder Audio Now. Noch mehr spannende Beiträge findet Ihr zudem auf Brigitte.de sowie dem Instagram- oder Facebook-Account von BRIGITTE –schaut vorbei! +++ Weitere Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: https://linktr.ee/menoanmich +++Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien findet Ihr unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.htmlUnsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.
Mit ihrer Erzählung "Pong" überzeugte sie 1998 beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Später folgten unter anderem der Preis der Leipziger Buchmesse 2009 für "Apostoloff" oder der Georg-Büchner-Preis 2013. Jetzt ist Sibylle Lewitscharoff mit 69 Jahren verstorben. 2011 war sie zu Gast in "Eins zu Eins. Der Talk". Moderation: Sybille Giel
Der Krieg hat in der Ukraine innenpolitische Konflikte größtenteils aus dem Diskurs verdrängt. Doch die anfängliche Einigkeit der Abgeordneten weicht langsam alten Lagerbildungen zwischen den Parteien. Olivia Kortas erzählt, warum die Demokratie ins ukrainische Parlament zurückkehrt. Gestern trafen die Regierungschefs der sieben wichtigsten Industriestaaten im bayrischen Schloss Elmau ein, um den G7-Gipfel zu beginnen. Dort wurde die Lage der Welt breit diskutiert, heute wird der ukrainische Präsident Selenskyj sich dazuschalten. Anna Sauerbrey, Außenpolitikexpertin für ZEIT ONLINE, ist vor Ort und berichtet davon, ob es einen "Marshall-Plan" für die Ukraine geben wird und die G7 noch die richtige Institution für globale Krisen ist. Und sonst so? Ana Marwan gewinnt für ihren Text den Ingeborg-Bachmann-Preis. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit/Redaktion: Lennard Simmons, Christina Felschen Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Politik in der Ukraine: Schulterschluss war gestern (https://www.zeit.de/2022/26/politik-ukraine-krieg-parlament-rada) G7-Gipfel: G7-Spitzen beraten in Elmau – Hunderte Gegner protestieren (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-06/g7-gipfel-treffen-start-schloss-elmau) Ana Marwan: Wechselkröte (https://files.orf.at/vietnam2/files/bachmannpreis/202219/911867_fh_ana_marwan_wechselkrte_911867.pdf)
Sharon Dodua Otoo erzählt Geschichten über Identität und Akzeptanz und setzt sich in Vereinen und Initiativen gegen Rassismus und für Diversität ein. Mit dem Text "Herr Gröttrup setzt sich hin" gewann sie 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2021 erschien ihr erster Roman "Adas Raum". Moderation: Stefan Parrisius