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Sende uns Deine NachrichtWas passiert, wenn die mächtigsten Akteure der Welt nicht mehr Regierungen, Zentralbanken oder Militärs sind, sondern Betreiber von Rechenzentren und Entwickler von Künstlicher Intelligenz?In dieser Episode taucht Norman Müller tief in die Frage ein, wie sich globale Machtstrukturen durch KI verändern. Aufbauend auf den Gedanken des Soziologen Prof. Dr. Thomas Druyen diskutieren wir, warum Rechenzentren, Halbleiterfabriken und Foundation Models zur strategischen Infrastruktur des 21. Jahrhunderts werden.Wir sprechen über die Entstehung einer neuen digitalen Elite, die Rolle von KI bei der Steuerung von Informationen und Wahrnehmungen sowie die Frage, ob Europa im globalen KI-Wettbewerb noch eine gestaltende Rolle spielen kann.Am Ende steht eine entscheidende Erkenntnis: Je leistungsfähiger KI wird, desto wichtiger werden jene Fähigkeiten, die Maschinen niemals übernehmen können.Hier geht's zum Artikel:https://ventureaibriefing.substack.com/p/die-neue-weltmacht-denkt-nicht-demokratisch00:00 Ein Gedankenexperiment zur Macht der Zukunft02:20 Infrastruktur versus künstliche Intelligenz04:30 Warum KI eine völlig neue Form von Macht schafft07:00 KI als Filter unserer Wirklichkeit08:30 Wie KI-Systeme trainiert werden10:00 Das Blackbox-Problem erklärt12:00 Wer bestimmt die Werte einer KI?14:00 Der globale Wettlauf um KI-Infrastruktur15:30 Europas Rolle im KI-Wettbewerb18:00 Können Maschinen Menschen ersetzen?18:45 Die unüberwindbare Grenze der KI: VerantwortungSupport the show________________Wenn du uns dabei unterstützen möchtest, diesen Podcast zu einer Allianz von Zukunftsarchitekten der KI-Transformation zu machen, in der wir offen über Chancen, Risiken und reale Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz sprechen, dann abonniere uns auf Substack, YouTube, Spotify oder Apple Podcasts. Dein Abonnement kostet dich nichts, hilft uns aber sehr, noch mehr herausragende Persönlichkeiten für tiefgehende und inspirierende Podcast Gespräche zu gewinnen. Vielen Dank für deinen Support.Vernetze dich mit Norman auf LinkedIn:https://www.linkedin.com/in/muellernorman
Es gibt eine Fähigkeit, mit der wir Konflikte entschärfen, Vertrauen im Team aufbauen und gleichzeitig die eigene mentale Stärke schützen: Validierung.Validierung ist die bewusste Anerkennung der Gedanken, Emotionen und der erlebten Realität des Gegenübers. Diese psychologisch fundierte Praxis nimmt sofort den Druck aus schwierigen Gesprächen, löst Konflikte auf Augenhöhe und macht den Weg frei für echte, gemeinsame Lösungen.In dieser englischsprachigen Folge spricht Podcast-Host Vera Strauch mit der renommierten klinischen Psychologin und Beraterin Dr. Caroline Fleck über das Kern-Tool aus ihrem Bestseller „Validation: The New Psychology of Influence“. Erfahre, warum wir im Job viel zu oft ungefragte Lösungen bieten, obwohl unser Gegenüber etwas ganz anderes braucht und wie du emotionale Intelligenz in ein glasklares Führungsinstrument verwandelst.
Die wahrscheinlich wütendste Folge, seit es "Stimmen im Kopf" gibt. Bitte seht es uns nach. Nach insgesamt 180 gefüllten Seiten und 57.925 geschriebenen Wörtern – also ungefähr einem halben Roman – freue ich mich darauf, meine Aufmerksamkeit nun wieder anderen Themen zu widmen. Zumindest vorerst. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass der Fall Epstein nicht in Vergessenheit gerät, denn auch wenn die öffentliche Aufmerksamkeit in den vergangenen Wochen enorm war, kratzen wir bei der Aufarbeitung dieses Komplexes noch immer nur an der Oberfläche. Viele Fragen sind bis heute unbeantwortet und zahlreiche Personen aus Epsteins Umfeld wurden nie strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Andere einflussreiche Persönlichkeiten haben sich öffentlich nie zu ihrer Rolle oder ihren Verbindungen geäußert. Gut für sie, dass die Schlagzeilen langsam aus den Medien verschwinden, und auch das Interesse der Öffentlichkeit langsam weiterzieht. Um diesem leider allzu menschlichen Phänomen entgegenzuwirken, wird der Epstein-Komplex auf diesem Kanal auch in Zukunft immer wieder mal Thema sein - als regelmäßige Erinnerung daran, dass Machtstrukturen und die Folgen solcher Verbrechen sich nicht einfach auflösen, nur weil sie nicht mehr täglich in den Nachrichten stattfinden. Vielen Dank an alle, die diese Reihe bis hier hin begleitet haben. Hier wird dir geholfen: Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: https://www.hilfetelefon.de Hilfetelefon Gewalt gegen Männer: https://www.maennerhilfetelefon.de Telefonseelsorge: https://www.telefonseelsorge.de ***ANZEIGE*** Alle Infos zu unseren Kooperationspartnern: https://linktr.ee/podcaststimmenimkopf Flaconi: Bei Flaconi sparen Hörerherzchen mit unserem Code STIMMEN10 bis zum 15.06.2026 10% auf ihren Einkauf. Das Angebot gilt natürlich auch für Österreich über flaconi.at und für die Schweiz über flaconi.ch – Code und Gültigkeit bleiben dabei genau gleich. KoRo: Mit unserem Code STIMMENIMKOPF erhaltet ihr bei Koro 5% Rabatt auf euren Einkauf. Hier geht's zum Angebot: https://serv.linkster.co/r/8PglNuMojL // Kontakt // Denise Instagram: podcast.stimmenimkopf E-Mail: podcast.stimmenimkopf@gmail.com Pia Instagram: pia.liest_ Pia Web: www.pia-liest.de
Diese Folge erscheint, weil am 3.Juni Muhammad Ali seinen 10. Todestag hat – er wird The Greatest genannt und das nicht nur weil er so ein großer Boxer war, sondern auch ein großer Mensch – sein Kampf für Gleichberechtigung und der gleichen Würde für alle Menschen sollte bis heute Inspiration für uns alle sein In "Fight The Power" von Public Enemy wird dieser Widerstand gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit thematisiert. Der Song fordert die Menschen auf, sich gegen die Mächtigen zu erheben, die ihre Stimme und ihre Rechte unterdrücken. In einer Zeit, in der wir erneut mit autoritären Tendenzen konfrontiert sind, ist es wichtig, Alis Vermächtnis zu ehren und für Gerechtigkeit einzutreten. Die Parallelen zwischen Alis Kampf und den heutigen Kämpfen für soziale Gerechtigkeit sind unübersehbar. Der Mut, den Ali zeigte, ist eine Inspiration für die heutige Generation, die sich gegen Ungerechtigkeiten und Diskriminierung zur Wehr setzen will.In Gedanke 1 beantworten Sarzeh und Elgün vom BBZ-GV einige Fragen von mir, damit ihr merkt, wie unser Song und Muhammad Ali zusammenhängen."Fight The Power" ermutigt uns, gegen Vorurteile und Stereotypen anzukämpfen. Der Song fordert die Zuhörer auf, die Machtstrukturen zu hinterfragen, die oft von Vorurteilen und Ignoranz geprägt sind. Indem wir Alis Menschlichkeit und seine Botschaft des Friedens in den Vordergrund stellen, können wir dazu beitragen, ein differenzierteres Verständnis des Islams zu fördern und Vorurteile abzubauen.Die Werte, für die Ali einstand – Respekt, Gerechtigkeit und Frieden – sind universell und können uns alle inspirieren. Es ist wichtig, dass wir diese Werte in unserem täglichen Leben umsetzen und uns für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen. Indem wir Alis Beispiel folgen, können wir aktiv gegen Ungerechtigkeiten kämpfen und ein positives Bild des Islams fördern, das die Menschlichkeit und den Frieden in den Vordergrund stellt.Foto © Universal MusicHomepage: https://7tage1song.dePlaylist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ecInstagram: https://www.instagram.com/7tage1song/Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/Kontakt: post@7tage1song.deLink zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/1yo16b3u0lptm6Cs7lx4AD?si=ac1e031c8dd24454Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
Helena Barop – Geburt, Macht und FeminismusIn dieser Folge spricht Anja mit der Historikerin Helena Barop über ihr Buch Mythen, Macht und Muttermund und darüber, wie Geburt historisch, kulturell und politisch geprägt wurde. Gemeinsam tauchen sie tief in die Geschichte des Gebärens ein – von traditionellen Hebammenpraktiken bis hin zur zunehmenden Medikalisierung von Geburt.Die Folge beleuchtet, wie patriarchale Machtstrukturen unseren Blick auf Schwangerschaft und Geburt bis heute beeinflussen, weshalb Interventionen oft als selbstverständlich gelten und warum viele Frauen während der Geburt das Gefühl haben, Kontrolle zu verlieren. Gleichzeitig geht es um Selbstbestimmung, Vertrauen, Intuition und die Frage, wie eine respektvollere, menschenzentrierte Geburtskultur aussehen könnte.Eine intensive Folge über Körper, Macht, Angst, Medizin und die Rückeroberung von Geburt.Die Geschichte der Geburt von der Antike bis heuteWie Patriarchat Geburt geprägt hatDie Rolle von Hebammen und medizinischen InstitutionenMedikalisierung und Interventionen bei GeburtenKaiserschnitte und moderne GeburtspolitikGeburtstraumata und gesellschaftliche ÄngsteFeministische Perspektiven auf Schwangerschaft und GeburtVertrauen, Intuition und sichere GeburtsräumeWarum Beziehungen und Unterstützung während der Geburt zentral sindDie Frage, wem Geburt eigentlich „gehört“Themen der Folge
HIER KÖNNT IHR EINE KERZE FÜR SIGGI ANZÜNDEN: https://leben-lieben-leiden.de/siegfried-rueckel/Siggi (28.11.1962 - 06.05.2026) I Siggi ist tot. Ich habe ihn 2021 über meinen YouTube-Kanal kennengelernt.Sein Schicksal hat mich tief berührt. Wir haben gemeinsam über 30 Streams bestritten, über Sucht, Haft, Hoffnung, Rückfälle und das Leben gesprochen. 2024 habe ich ihn auf Bali besucht. Jetzt ist Siggi im Mai 2026 gestorben. Diese Folgen bleiben online. Zum Gedenken an einen Menschen, der für mich immer mehr war als nur seine Geschichte. Ruhe in Frieden, Siggi.-------------------------------------------------------Wie läuft eine Gerichtsverhandlung in Indonesien ab?Und wie sieht der Alltag im Bali-Knast wirklich aus?In dieser Folge geht es um den Prozess, den Gefängnisalltag und die Realität hinter Gittern.Um Drogen im Gefängnis, finanzielle Abhängigkeiten und die Tatsache, dass selbst eine Zelle Geld kosten kann.Eine Folge über Machtstrukturen, Angst und das Überleben in einem System, das nach eigenen Regeln funktioniert.Bali Knast, Gerichtsverhandlung, Indonesien, Gefängnis, Drogen im Gefängnis, Zellenmiete, Haft, wahre Geschichte, Gefängnisalltag, Drogenschmuggel
In dieser Folge sprechen Sabrina Müller und Aline Knapp mit Carlotta Israel und Aline Ott über historische Genderforschung und die Analyse von strukturellem Sexismus in Gesellschaft, Kirche und Theologie. Dabei werden Themen wie die Frauenordination im geteilten Deutschland sowie eine intersektionale, geschlechtersensible Auslegung neutestamentlicher Texte beleuchtet. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Konzept der Intersektionalität, um komplexe Diskriminierungserfahrungen und Machtverhältnisse in historischen sowie gegenwärtigen Kontexten sichtbar zu machen. Abschließend wird dazu aufgerufen, bestehende Machtstrukturen kritisch zu hinterfragen und Genderperspektiven als notwendige Grundlage für eine zukunftsfähige Theologie zu nutzen. Prof. Dr. Sabrina Müller, Lehrstuhlinhaberin für Praktische Theologie, Universität Bonn und Projektleiterin am UFSP Digital Religion(s), Universität ZürichInstagram: @sabrinamueller25 Aline Knapp, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Praktische Theologie, Universität Bonn und assoziierte Forscherin am UFSP Digital Religion(s), Universität ZürichInstagram: @aline.knapp Carlotta Israel wurde 2024 in München mit einer kirchengeschichtlichen Arbeit zu Frauenordination im geteilten Deutschland promoviert und ist seit April 2024 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Oldenburg. Man kann außerdem regelmäßig im online Magazin „Die Eule“ ihre Kolumne Sektion F lesen, in der sie sich mit intersektionalem Feminismus in Theologie und Kirche beschäftigt. 2021 hat sie zusammen mit anderen Forscher:innen die Kritischen Religionswissenschafts- und The*logietage ins Leben gerufen, die zur Vernetzung von intersektionaler religionsbezogener Forschung dienen und speziell auch Studierende ansprechen sollen. Aline Ott ist Ev. Theologin, sie arbeitet als Social Media Theologin in der ELKB und beendet aktuell ihre Promotion im Neuen Testament zum Thema: Intersektionale Paarbildung im Lukasevangelium. Und: Sie ist Mitbegründerin der studentischen Initiative Theoversity, die sich für mehr Vielfalt im Theologiestudium einsetzt. Da gibt es zum einen eine spannende Website mit Literaturlisten und zum anderen Podcastfolgen, die sich auch sehr lohnen. Impulse und EmpfehlungenVernetzung und Austausch:Theoversity Podcast Online-Lesekreis „Intersektional Lesen für Kirche Lernen“Kritische Religionswissenschafts- und Theologie-Tage„Bildet Banden“ – peergroups suchen, gemeinsam sichtbarer sein und sich gegenseitig den Rücken stärken Literaturtipps:Finsterbusch, K., Kraus, W., & Rösel, M. (Hrsg.). (2025). Update-Exegese 2.3: Grundlagen gegenwärtiger biblischer Frauen- und Geschlechterforschung. Evangelische Verlagsanstalt.Jaspers, L., Ryland, N., & Horch, S. (Hrsg.). (2024). Unlearn patriarchy. Ullstein Taschenbuch.Texte von Claudia Janssen und Marian Karzow (wegweisend für Intersektionalität in der Exegese) ShownotesCarlotta Israel:Website: https://uol.de/theologie/institut/personen/israel-carlotta & https://christinnentumsgeschichte.com/Sektion F: https://eulemagazin.de/ressort/sektion-f/Instagram: @christinnentumsgeschichte Herausgegebene Bücher:Bild – Geschlecht – Rezeption. Katharina von Bora und Martin Luther im Spiegel der Jahrhunderte, Leipzig 2021, gemeinsam mit Camilla Schneider.Frauenordination in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Interdisziplinäre Perspektiven, Stuttgart 2023, gemeinsam mit Sarah Banhardt und Jolanda Gräßel-Farnbauer. Aline Ott:Theoversity: https://www.theoversity.com Praktische Theologie Universität Bonn: https://www.etf.uni-bonn.de/de/fakultaet/praktische-theologie-religionspaedagogik/praktische-theologieInstagram: @pt_unibonn Gleichstellung der Universität Bonn: https://www.gleichstellung.uni-bonn.de/de Evangelische Hochschule Hessen: https://www.eh-hessen.deInstagram: @eh_hessen Transformationsstudien: https://transformationsstudien.deInstagram: @transformationsstudien
In dieser Folge spreche ich mit Peter Kotauczek über die fundamentale Rolle von Bitcoin als Eichmaß in einem zunehmend fragilen Finanzsystem. Wir analysieren, warum Bitcoin in jedes Portfolio gehört, wie politische Machtstrukturen über das Geldwesen auf das Volk einwirken und weshalb die bürokratischen Hürden in Europa echte Innovationen oft im Keim ersticken. Peter teilt seine persönlichen Erfahrungen aus Jahrzehnten im Investmentbereich, erklärt seine Sicht auf Michael Saylor und warum er Bitcoin eher als mathematische Recheneinheit denn als bloßes Zahlungsmittel betrachtet.LEADING PARTNER
Mit seinen digitalen Arbeiten hat Beeple die Kunstwelt nachhaltig verändert, nicht zuletzt durch den Verkauf seiner NFT-Serie Everydays: "Everydays (The Frist 5000 Days), 2022". In dieser Folge des WELTKUNST-Podcasts „Was macht die Kunst?“ spricht Lisa Zeitz mit dem Künstler über Technologie als prägende Kraft unserer Gegenwart und darüber, warum Kunst diese Entwicklung stärker reflektieren sollte. Im Gespräch geht es um digitale Bildproduktion, NFTs und künstliche Intelligenz, um neue Formen künstlerischer Praxis und um die Frage, wie sich Wahrnehmung in einer von Algorithmen gesteuerten Welt verändern kann. Beeple beschreibt seine tägliche Arbeitspraxis, spricht über den Einfluss technologischer Umbrüche auf seine Kunst und über Projekte, die digitale, physische und performative Elemente miteinander verbinden. Ein zentrales Beispiel ist seine Installation "Regular Animals, 2022", die derzeit in der Neue Nationalgalerie zu sehen ist: robotische Skulpturen, die Bilder generieren und damit Fragen nach Autorschaft, Stil und Machtstrukturen im digitalen Zeitalter aufwerfen. Der WELTKUNST-Podcast „Was macht die Kunst?“ wird in Partnerschaft mit Volkswagen Group Culture produziert.
Mit Phil Lojacono tauche ich tief in die Geschichte und die Mechanik unseres Geldsystems ein, um zu verstehen, warum Bitcoin heute notwendiger ist als je zuvor. Wir analysieren, wie das aktuelle Fiat-System durch ständiges Gelddrucken die menschliche Leistung entwertet und warum dieser "Sozialismus für Feiglinge" langfristig nicht funktionieren kann. Von den Ursprüngen des Handels über die Korruption von Machtstrukturen bis hin zu den neuen Möglichkeiten von Bitcoin-besicherten Krediten besprechen wir den harten Weg zurück zu einem fairen, transparenten und unbestechlichen Geld.- Phil auf X- Blockstream Capital PartnersLEADING PARTNER
Ist Kim Jong Un eigentlich Feminist? Wie hat sich die menschenrechtliche Situation in Nordkorea nach dem Tod seines Vaters, Kim Jong Il, verändert? Und welche Unterschiede prägen das Leben zwischen der Hauptstadt Pjöngjang und den abgelegenen Provinzen?In unserer neuen Podcast-Folge gehen Svenja und Sara diesen spannenden Fragen gemeinsam mit Thomas Schäfer nach – zweifacher ehemaliger Botschafter in Pjöngjang und profunder Kenner des Landes. Herr Schäfer berichtet von seinen langjährigen Aufenthalten in Nordkorea und gibt seltene Einblicke in das Leben unter einem der undurchsichtigsten Regime der Welt.Gemeinsam beleuchten wir die Machtstrukturen rund um Kim Jong Un, die verborgenen Regeln des Alltags und die Herausforderungen, Vertrauen in einem Umfeld ständiger Kontrolle aufzubauen. Diese Episode verbindet persönliche Erfahrungsberichte mit geopolitischer Analyse und zeigt, wie sich Nordkorea seit den letzten Jahren verändert – und wohin sich das Land entwickeln könnte, wenn Wandel tatsächlich einsetzt.Eine eindrucksvolle Folge für alle, die sich für Diplomatie in Extremsituationen, internationale Politik und die Dynamik autoritärer Systeme interessieren. Ein intimer Blick hinter die Mauern einer abgeschotteten Welt – ungeschönt, informativ und tiefgehend.Viel Spaß beim Hören und abonniert uns! *CREDITS: Sara Baldus, Sinu Krohner, Svenja WölleckeKonzept: Sara Baldus, Sinu Krohner, Svenja WölleckeModeration: Sara Baldus, Sinu Krohner, Svenja WölleckeSchnitt: Sinu Krohner _______________Wir freuen uns immer über Fragen und Anregungen, die ihr uns gerne per Mail an podcasts@netzwerk-junge-generation.de senden könnt.Spannende Infos und noch mehr interessante Themen rund um das Netzwerk und Korea findet ihr auch auf unseren weiteren Kanälen oder auf unserer Website:https://www.instagram.com/dkjnetwork/www.youtube.com/@jungegenerationDEKRhttps://netzwerk-junge-generation.de/
Künstliche Intelligenz benachteiligt Frauen, sagt die Wirtschaftsinformatikerin Eva Gengler. In ihrem Buch "Feministische KI" zeigt sie, wie sich Systeme gerechter gestalten lassen. Aurelie Winker hat sie gefragt, was sich dafür ändern muss.
Schluss mit Korruption und endlich politisch stabile Verhältnisse – dafür kämpft die Gen Z in Bulgarien. Mit einer Protestwelle hat sie die alte Regierung im vergangenen Dezember zu Fall gebracht und vorgezogene Neuwahlen erzwungen, die achten Wahlen in fünf Jahren. In dieser 11KM-Folge erzählt ARD-Korrespondent Andreas Bachmann, wie zwei Studenten es geschafft haben, die junge Generation mit TikTok-Videos für Politik zu interessieren. Ihr Ziel ist es, die Wahlbeteiligung deutlich zu steigern und dass das EU-Land Bulgarien sich endlich befreit von den alten Machtstrukturen, die bis nach Moskau reichen. Hier geht´s zur Weltspiegel-Doku von Andreas Bachmann “Wer regiert Bulgarien wirklich? Proteste, Oligarchen und eine Generation im Aufstand“:https://www.ardmediathek.de/video/weltspiegel/bulgarien-zwischen-gen-z-protest-und-wahl/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC8zYTA2Y2M2My0yZDNhLTQ0YmQtODU2YS1iMWYyMTRmMTQ3NjRfb25saW5lYnJvYWRjYXN0L3NlY3Rpb24vM2EwNmNjNjMtMmQzYS00NGJkLTg1NmEtYjFmMjE0ZjE0NzY0 Unser Podcast-Tipp ist “Schattendeals: Putins Geiseln” im Feed von 11KM Stories: https://1.ard.de/11KM_Stories_Schattendeals?=cp Diese und viele weitere Folgen von 11KM findet ihr überall da, wo es Podcasts gibt, auch hier in ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/urn:ard:show:4549910994dc2464/ An dieser Folge waren beteiligt: Folgenautor: Julius Bretzel Mitarbeit: Claudia Schaffer, Marc Hoffmann Host: David Krause Produktion: Laura Picerno, Regina Stärke, Hanna Brünjes und Marie Noelle-Svihla Planung: Nicole Dienemann und Hardy Funk Distribution: Kerstin Ammermann Redaktionsleitung: Yasemin Yüksel und Fumiko Lipp 11KM: der tagesschau-Podcast wird produziert von BR24 und NDR Info. Die redaktionelle Verantwortung für diese Episode liegt beim BR.
"Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten; und dennoch bleibt die Gewalt und vor allem die davon Betroffenen oft unsichtbar. Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht Alina Cyranek in ihrem Dokumentarfilm FASSADEN sichtbar. In FASSADEN erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen unzulänglich schützt. Die Erzählung wurde aus vier realen Erfahrungsberichten zu einer Geschichte verdichtet, um die Anonymität der Frauen zu wahren. Alle Ereignisse haben sich tatsächlich so zugetragen, nichts ist erfunden. Ein Tanzpaar erschafft in einer Blackbox Bilder einer Beziehung, hochästhetisch, physisch, poetisch und lässt somit Raum für Vielschichtigkeit und Komplexität solch einer Beziehung. Die Manipulation der Frau wird mittels Animation zunehmend sichtbar gemacht, indem einzelne Frames auf Papier ausgedruckt, bearbeitet und wieder in den Realfilm eingefügt werden. Den klassisch dokumentarischen Rahmen bilden Experteninterviews, die klar und sachlich die Machtverhältnisse und Beziehungsstrukturen einordnen. FASSADEN ist kein einfach konsumierbarer Film, sondern eine Herausforderung für die Zuschauenden. Häusliche Gewalt und die damit verbundenen Statistiken sind brutal, erschütternd, physisch. FASSADEN spiegelt all das in seiner Form wider, ist radikal und eigensinnig."
„Das Sein bestimmt das Bewusstsein!” Wer hat's gesagt? Na? Wieder keiner? Der olle Marx war's!Das wussten natürlich alle Lob und Verriss-Leserinnen aber vor hundert Jahren wusste das so ziemlich jeder, denn Karl Marx war noch ein bestimmender Philosoph und keine versubstantivierte Ideologie. Man baute seine politischen Bewegungen um, gegen oder für seine Schriften. Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten gegen Nationalisten, Zentrums- und Volksparteien – das waren nur ein Bruchteil der neuen politischen Bewegungen. Das endete in den Auswüchsen der Weimarer Republik mit ihren siebzehn Parteien im Reichstag und der daraus folgenden Lähmung des Parlamentarismus, aber auch die Nachbarländer kamen in den Strudel dieses Chaos, es war die Zeit. Ins polnische Parlament, den Sejm, kamen und gingen über die jahre gar zweiunddreißig Parteien. Politik, so kommt es einem mit dem Blick von heute vor, war Lebenszweck, war Sport, war Theater. Nach der Erstarrung des Lebens in den immergleichen Kreisläufen des Mittelalters, aufgebrochen durch die industrielle Revolution, die den Reichtum nur vom Adel zum Bürgertum verteilte, gab Marx den Habenichtsen Ideen (und Wege, diese zu verwirklichen!) an die Hand, um die Gesellschaft zu ihren Gunsten zu verändern. Der Erste Weltkrieg hatte zudem die Verkrustungen auf nationaler Ebene brutal aufgebrochen, mit dem Nebeneffekt zwei Dutzend Monarchien zu beenden. Neue Länder entstanden, alte vereinigten sich wieder und all diese Staaten brauchten neue Gesellschaftsmodelle.Die Unordnung war aufregend für alle, die nach vorn wollten, (ver-)störend für alle, die wollten, dass sich nichts verändere oder die einfach keine Chance sahen, am großen Rennen in die Zukunft teilzunehmen. Für alle, die gar nicht durchsahen oder durchsehen wollten, gab es natürlich immer die Alternative, auf die Basics zurückzufallen - der gute alte Rassismus: die dort zu braun, der zu blond, dem seine Nase zu platt und die andere zu hakelig. Das erdet und reduziert die Komplexität und die Juden haben eh schon immer gestört. Da können wir Deutsche mitreden, da sind wir Experten. Weshalb wir da eben eher nicht mitreden sollten und im Gegenteil recht dankbar sind, wenn andere die Stories erzählen vom Leben vor der Shoah: vom Überleben, vom Sterben und vom Töten. Über all das ist intensiv, gewalttätig und unendlich faszinierend zu lesen in “Der Boxer”, einem Roman, im Warschau der dreißiger Jahre spielend, in dem der polnische Autor Szczepan Twardoch uns die schwere Arbeit abnimmt, ein Bild von jüdischem Leben zu zeichnen in und außerhalb dessen, was von den Deutschen nur wenige Jahre später zum “Warschauer Ghetto” gemacht wurde – nicht, dass die polnische Mehrheit in der Stadt viel dagegen gehabt hätte. Aber das Buch hat eben nichts mit solchem Schwarz-Weiß-Holzschnitt zu tun, der herauskommen müssen, wenn das Tätervolk vom Opfervolk berichtet.Die Erzählerstimme im Buch ist Mojżesz, ein zur Handlung 1937 siebzehnjähriger Junge, streng jüdisch erzogen, lebend in Warschau, und da es damals nicht “ein” Warschau gab, braucht es die Qualifizierung: “links der Weichsel”, zwischen Nalewki und Zamenhofstraße, in Mirów und Muranów, dort, wo Warschau nicht wie Paris roch, sondern wie der Orient, wie uns Twardoch erzählt. Wir sind nicht wirklich lange im Buch, als wir erfahren, das Mojżesz Halbwaise ist. Sein Vater Naum Bernstein wurde umgebracht, gerade eben erst, zwei Tage vorm Pessachfest, und eigentlich müsste er in den Tempel, und wer bestellt eigentlich das Kaddisch, seine Mutter weint den ganzen Tag, sein Bruder ist zu klein dafür, also eigentlich sein Job, aber er hat Karten bekommen für den Boxkampf in der Stadt, das Team von Legia vs. dem von Makkabi, und wir lernen bald, wenn wir nicht ganz so firm sind in den ethnischen Hintergründen beider Teamnamen, hier kämpfen Polen gegen Juden, hier ist Prestige im Spiel oder sagen wir einfach: Rassismus. Die Eintrittskarte hat er von seinem Helden bekommen, Jakub Shapiro, dem Boxmeister des Viertels, ein schöner Mann, ein starker, ein reicher zudem, Frauen lieben ihn, Männer beneiden ihn und ausgerechnet der hat dem kleinen Mojżesz ein Ticket geschenkt und er darf mit ihm hinterher im Auto fahren, einem roten Chrysler, der aber nicht dem Boxer selbst gehört (der hat “nur” einen Buick), sondern seinem Chef, der unverholen “Der Pate” genannt wird und genau das ist, ein Pate, Chef der jüdischen Unterwelt: Schutzgeld, Prostitution, Drogen, das ganze Programm, der Boss im Viertel, der vor genau zwei Tagen Jakub, dem Boxer, den Auftrag gab, Mojżesz' Vater umzubringen. Und mit den beiden sitzt Mojżesz jetzt im Auto. Oha. Ok. Jesus… Sorry. Falscher Zungenschlag.Das alles weiß in dem Augenblick nur der erzählende Mojżesz, der das als fast Siebzigjähriger aufschreibt. Wir erfahrne das immer wieder in Zwischensätzen, kurz herausgerissen aus der Geschichte vom jungen Mojżesz, wie der alte kurz von der Schreibmaschine aufsteht und auf die Dizengoff Street in Tel Aviv runterschaut, aus seinem Apartment, das er viel zu selten verlässt.Warum schenkt der Mörder dem Sohn des Opfers Tickets zum Boxkampf? Warum, wie es sich entwickelt, nimmt er ihn in seine Obhut, lässt ihn bei sich leben, trainiert mit ihm, macht ihn zu seiner rechten Hand? Schuldgefühle? Scham? Nach einem Jahrzehnt im Dienst des “Paten” eigentlich unwahrscheinlich, wird uns dieses Rätsel bis zum Ende des Romans begleiten, ja, es ist das zentrale Thema des Buches und am Ende ein Baustein für so manche Wendung.Nicht nur mit dem Mord, sondern mit der Art und Weise desselben setzt das Buch den Ton für eine Gangsterstory, einen politischen Thriller, ein Moralitätenstück angesiedelt im Polen zwischen 1918 und 1939. Denn der Mord war brutal, Naum Bernstein wurde nicht einfach umgebracht, weil er seine Schulden nicht bezahlen konnte, er wurde gevierteilt und in die verschiedenen Seen in und um Warschau verteilt, in Teile zerhackt wie der weiße Hahn, den man zu Pessach über dem Kopf schwenkt und dem man hinterher den Kopf abschlägt auf dass man von allen Sünden erlöst sei. Religion, you know.So brutal ging es in der gesamten zweiten polnischen Republik zu, wie sie genannt wurde. Entstanden war sie aus den Wirren des ersten Weltkrieges und der Oktoberrevolution, nach denen Polen die Chance zur Wiedervereinigung ergriff und verspielte. Wie sich Polen mit wem wiedervereinigte? Frag Chat. Wer sich in Polen politisch mit wem stritt, zoffte, intrigierte, putschte: versuch es zu verstehen, überlies es, lies den hervorragenden Anhang des hervorragenden Übersetzers Olaf Kühl zuerst oder: Frag Chat. Es ist endlos kompoliziert.Derart verworrene politische Chaosjahre künstlerisch zu verarbeiten kann enorm abturnend sein, wie ich kürzlich lernen musste, in einem dreistündigen Theaterstück, geschrieben nur ein paar Jahre vorm Handlungszeitraum des “Boxer” vom doch großen Hans Fallada. Das Stück “Bauern, Bonzen und Bomben” wurde gegeben am Dresdner Staatsschauspiel und es wurde einzig durch die Schauspieler und vor allem das Bühnenbild herausgerissen. Denn ob die Sozis, der Bauernpartei oder den Nationalen gerade im Bürgermeisteramt einer holsteinischen Kleinstadt Demonstrationen erlauben oder verbieten, interessierte die Theatergängerin 1931 sicherlich, eventuell, hundert Jahre später aber eher nicht. Denn so etwas spannend zu erzählen braucht es keinen begnadeten und innovativen Autoren der “Neuen Sachlichkeit” wie Hans Fallada, da braucht es einen Punk, einen atemlosen, rücksichtslosen Schreiber wie Szczepan Twardoch der uns die politischen Wirren des Warschau zwischen den Weltkriegen in einer Brutalität, Schmutzigkeit und oft kaum auszuhalten schmerzevoll in einem Stakkato von Szene zu Szene zu Szene um die Ohren haut - wir kommen oft genug nicht hinterher. Nicht nur wegen der real existierenden polnischen Politikernamen, die wir nur anhand der Diakritika an den Buchstaben ausseinanderhalten können, jeder Ausspracheversuch muss scheitern. Der mit P und durchgestrichen I ist Präsident (Ja, war Józef Piłsudski nicht wirklich, it's complicated), der mit L und durchgestrichenem T der Staatsanwalt, wer war nochmal der mit D und dem Schwänzchen unter dem E?Geschrieben ist das Ganze in einem mir sonst eher unangenehmen wilden Herumgespringe in der Zeit, von 1929 nach 1918 nach 1926 nach 1988 und wieder zurück, dazu die vielen Namen, die nur mit hartem Training bei Ellroy oder Pynchon zu durchsteigen (oder zu ignorieren) sind – es ergibt sich ein Vertigo, wie es die Zeitzeugen der Epoche selbst erlebt haben müssen und welches wir Szczepan Twardoch mal als gewolltes Stilmittel unterstellen. Nach ein paar Seiten Eingewöhnung wandelt sich das leicht verwirrte Lesen in manisches Pageturnen – man legt das Buch nicht mehr weg, man will die nächste Episode, die nächste kleine Backstory eines Charakters (oft im Sinne von “was ein Charakter!”) lesen. Ja, das Buch ist lang, aber es ist brillant und unglaublich gut übersetzt.Und so hangelt man sich also durch den politischen Urwald der 2. polnischen Republik und lernt doch viel, wenn man sich drauf einlässt, und es wird nicht einfacher dadurch, dass praktisch alle handelnden Personen permanent Wodka trinken, koksen, Frauen vergewaltigen, politische Gegner misshandeln, einsperren, umbringen – oder sich im allerbesten Fall nur mit ihnen prügeln. Wir sind nach spätestens hundert Seiten so abgestumpft, dass wir erschrocken Mitleid mit Mördern haben, Sympathie für Rechtsradikale entwickeln, Geldeintreiber als wertvolle Ordnungsmacht der Gesellschaft akzeptieren. Nur Vergewaltiger bleiben geradeso außerhalb unseres Verständnishorizontes, aber auch nur, weil Twardoch sich entscheidet, diese am Ende doch eindeutig als Bösewichte zu belassen. Alle anderen bekommen eine schwere Kindheit, ein Kriegstrauma, eine körperliche Missbildung (und was für eine, Herrgott, wurde mir schlecht!) als mildernde Umstände in die Story geschrieben, damit wir uns ja nicht zu sicher sind in unseren Urteilen.Über allem hängt die Fata Morgana eines jüdischen Staates in Palästina. Manche träumen von einem Neuanfang in Eretz Jisra'el andere warnen davor, denn ist das nicht die endgültige Niederlage, die Viertel in die man verbannt wurde freiwillig zu verlassen? Und was ist, wenn das wieder nur ein Ghetto, diesmal von Brittanias Gnaden ist? "Und was ist eigentlich mit den Palästinensern die dort leben?”, fragen besonders Weitsichtige.Das sind sie also, die berühmten Umstände, dieses “Sein”, das das Bewusstsein prägt, welches Menschen in harten Situationen hart werden lässt und in brutalen brutal. In ihren Vierteln lebend seit Jahrhunderten, chancenlos auszubrechen, entwickeln die Warschauer Juden Codes, Verhaltensmuster, “Coping Mechanisms” würde man heute sagen; es bilden sich brutale Machtstrukturen heraus wie in allen zu engen Gesellschaften, Schutz wird geboten und bezahlt und, wenn nicht, entzogen, es entstehen innerhalb der Unterdrückten Unterdrücker und Unterdrückte, innerhalb der Verlierer Verlierer und Gewinner. Druck von außen, in Warschau der fast prähistorische Antisemitismus, erzeugt kaum Gegendruck nach außen, sondern einen inhumanen solchen nach innen.“Der Boxer” ist eine Betrachtung dieser Mechanismen aus mindestens drei Perspektiven: Da ist die Erfolgsgeschichte des Gangsters Jakub Shapiro, dem Boxer, wie er zurückgekehrt aus dem Krieg der Polen gegen die Sowjetunion, bei dem er als Soldat auf der Siegerseite stand (was eher Zufall war), zu etwas bringt: im Sport, im Leben, in der Unterwelt. Bei all seiner Brutalität fiebern wir mit ihm mit und halten zum Schläger, zum Mörder.Da ist die traurige Geschichte von Mojżesz Bernstein, der seinen Vater verliert und einen Vater gewinnt, in Jakub, der Junge, der, hätte man nicht seinen Vater ermordet, wohl nicht das geworden wäre, was er heute ist.Und da ist die Perspektive des alten Mojżesz, unseres Erzählers mit erfüllter Vergangenheit, Brigadegeneral a.D. in Tel Aviv, Ende der 80er.Alle drei haben ein Leben gelebt, das nicht einfach war und Kompromisse erforderte. Jeder der drei stellt sich moralisch nicht frei. Jakub, der Boxer, der Mörder, leistet Buße, indem er Mojżesz annimmt. Dieser, der Junggangster, hat am Ende keine Wahl. Was soll er machen, fragt er sich? Nicht mit seinem Helden mitrennen, zurück in das ärmliche vaterlose Haus? Er lässt seine Mutter und seinen Bruder im Stich, bewusst. Und derselbe Mojżesz, am Ende seines Lebens, der Brigadegeneral in der israelischen Armee war, hatte doch auch keine Wahl, so sagt er sich immer wieder, was soll man machen als Israeli mit Arabern um einen herum? Die Araber nicht erschießen?Wir entwickeln Verständnis und merken genauso zu spät wie unsere Protagonisten, dass man irgendwann auf dem Weg zum Monsterwerden nicht stehen geblieben ist. Nicht “Neyn! Nie! Lo!” gesagt hat und dass man all seine moralistischen Begründungen in die Tonne treten kann, wenn man sich nicht zeitig genug wiederfindet, sich nicht zeitig genug selbst widerspricht, eine Grenze zieht, nicht mehr jedes Mittel zum Zweck erklärt und sich selbst und andere belügt.P.S. Für eine mildere und differenziertere Geschichte aus dieser Zeit sei (ungelesen) dieses nagelneuer Buch empfohlen: “Here Where We Live Is Our Country: The Story of the Jewish Bund” von Molly Crabapple (klingt wirklich vielversprechend) und dieser Klassiker aus dem Jahr 1941 “Who Goes Nazi?” by Dorothy Thompson. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Erich Vad, ehemaliger General der Bundeswehr und militärpolitischer Berater von Angela Merkel, packt aus. Er kennt die Machtstrukturen aus erster Hand und spricht offen über die wahren Hintergründe geopolitischer Konflikte – und weshalb es speziell für Deutschland weitreichende Konsequenzen haben könnte, sollte sich die Lage im Iran weiter zuspitzen. Du erfährst, welche Warnsignale jetzt entscheidend sind und warum alles viel schneller außer Kontrolle geraten kann, als die meisten glauben. Am Ende bleibt die unbequeme Frage: Was bedeutet es für Deine Freiheit, wenn eine Eskalation nicht nur Preise explodieren lässt, sondern auch darüber entscheidet, wie selbstbestimmt Du Dich im Alltag noch bewegen darfst? 00:00 Intro 01:39 Kriege werden jahrzehntelang vorbereitet 10:14 Interessen der drei Hauptparteien (Israel, USA, Iran) 15:03 Warum eine Bodenoffensive in Iran militärisch aussichtslos ist 21:37 Globale wirtschaftliche Folgen (Öl, Dünger, Lieferketten) 32:57 Was hat sich bei modernen Kriegen verändert? 40:28 Bunker, Eliten & die dunkle These hinter den Kriegen 01:01:34 Was macht General Vad wirklich Sorgen? Die geäußerten Meinungen und Aussagen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken, ersetzen jedoch keine therapeutische oder medizinische Beratung. Bereit Dein Genie zu entdecken? Lebe selbstbewusster, freier & erfolgreicher mit genialen Video-Kursen aus unserer Online-Akademie: https://akademie.maximmankevich.com/
Seit über einem Jahrzehnt kämpft das feministische Kunst- und Aktivist:innenkollektiv Pussy Riot gegen Autoritarismus, patriarchale Machtstrukturen und staatliche Repression in Russland. In ihrer Performance „Riot Days“ erzählt Masha Alyokhina von Protest, Gerichtsprozessen, Gefängnis und Hungerstreiks – und davon, warum Widerstand trotz Exil und Verfolgung notwendig bleibt, auch nach 1507 Tagen Krieg in der Ukraine. Nach vier Jahren kehren Pussy Riot heute Abend in die Kaserne zurück. von Mirco Kaempf
In diesem Gespräch analysieren wir die aktuellen geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere die Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran. Wir diskutieren die rechtlichen Aspekte, strategische Überlegungen und mögliche Szenarien für die Zukunft. In diesem Gespräch werden komplexe geopolitische Themen wie die Rolle Irans, die Einflussnahme der USA, Chinas und Russlands sowie die möglichen Szenarien für den Nahen Osten und die globale Energiepolitik analysiert. Die Diskussion bietet tiefgehende Einblicke in die Machtstrukturen, regionale Konflikte und zukünftige Entwicklungen. (Zusammenfassung von Riverside AI)
Thu, 09 Apr 2026 17:06:03 +0000 https://feed.neuezwanziger.de/link/21941/17316553/e01aa72e-ebd5-44a0-b01f-ec71e45af6f8 122584b759af0854a3ec7475b1921647 Stefan und Wolfgang treffen sich vor dem Salon Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos: neuezwanziger.de Shownotes Wolfgang und Stefan blicken auf die aktuelle Nachrichtenlage und diskutieren das Ausbleiben einer Positionierung der Bundesregierung zur US-Politik im Iran sowie zu Israels militärischem Vorgehen im Libanon. Stefan berichtet von einer Reise ins Saarland und zieht Parallelen zwischen den Kriegerdenkmälern der Schlacht bei Spichern und der gegenwärtigen geopolitischen Situation. Zudem ordnen sie die neu eingeführten Meldepflichten für wehrfähige Männer in Deutschland ein. Salon Zur vollständigen Ausgabe 00:28:27 Peter Sloterdijk: Der Fürst und seine Erben Wolfgang und Stefan diskutieren anhand von Peter Sloterdijks neuem Buch die Rückkehr autokratischer Führungsfiguren. Sie erläutern, wie Sloterdijk Parallelen zu Machiavellis „Der Fürst“ zieht, um Politiker wie Donald Trump oder Wladimir Putin einzuordnen. Stefan beleuchtet die These, dass moderne Politik zunehmend durch eine kalkulierte „Fernethik“ geprägt sei, während Wolfgang herausarbeitet, inwiefern der Autor ein fatalistisches Bild der gegenwärtigen Demokratie zeichnet. 02:22:53 Sloterdijk in 1 Minute Wolfgang und Stefan fassen die Kernargumente aus Peter Sloterdijks Buch „Der Fürst und seine Erben“ zusammen. Sie resümieren die Diskussion über das Verhältnis von Volk, Macht und autokratischen Tendenzen innerhalb liberaler Demokratien. 02:24:04 Adrian Daub: Was das Valley herrschen nennt Das Gespräch wendet sich Adrian Daubs Analyse der Machtstrukturen im Silicon Valley zu. Wolfgang skizziert, wie Technologie-Milliardäre ihre Plattformen nutzen, um gesellschaftliche Diskurse zu dominieren. Stefan erläutert Daubs Unterscheidung zwischen sogenannten „Caretakern“ und „Creeps“ und wendet diese auf Personen wie Elon Musk an. Gemeinsam betrachten sie die elitäre Abkapselung und die ideologischen Fundamente der Technologiebranche. 03:33:19 Daub in 1 Minute In einem kurzen Fazit bündeln Wolfgang und Stefan die Hauptargumente aus Adrian Daubs Buch. Sie rekapitulieren die vorgebrachte Kritik an der unregulierten Machtausübung und dem Demokratieverständnis der Silicon-Valley-Akteure. 03:34:29 Ben Lerner: Transkription Wolfgang stellt den Roman „Transkription“ von Ben Lerner vor, in dem ein fiktives Interview mit einem 90-jährigen Mentor namens Thomas im Zentrum steht. Er ordnet ein, dass diese Figur stark an den deutschen Autor Alexander Kluge angelehnt ist. Das Gespräch beleuchtet die erzählerischen Ebenen des Buches, insbesondere den Umgang mit Erinnerungen und das Verhältnis der Generationen zueinander. 03:42:13 Haberman, Swan: How Trump Took the U.S. to War With Iran Ausgehend von einem Artikel der New York Times rekonstruieren Wolfgang und Stefan die regierungsinternen Prozesse in den USA, die zum Krieg mit dem Iran führten. Stefan schildert die Treffen im Situation Room und die Dynamiken zwischen Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Beratern wie Marco Rubio. Sie analysieren die Entscheidungsfindung der US-Administration und vergleichen diese Vorgänge mit der zuvor besprochenen Machtanalyse von Sloterdijk. 03:52:26 Jörg Baberowski: Am Volk vorbei Wolfgang präsentiert Jörg Baberowskis Buch „Am Volk vorbei zur Krise der liberalen Demokratie“ als Gegenentwurf zum gängigen Diskurs über den Schutz staatlicher Institutionen. Er gibt Baberowskis These wieder, dass liberale Institutionen und Gerichte den demokratischen Souverän zunehmend entmachten würden. Stefan und Wolfgang debattieren die Kritik des Autors, wonach sich die politische Klasse durch Verrechtlichung vor dem Volkswillen abschirme. 04:08:00 Timothy Snyder: The Next Coup Attempt – And How to Stop It Stefan analysiert einen Text des Historikers Timothy Snyder, der fünf mögliche Szenarien für einen erneuten Putschversuch von Donald Trump skizziert. Stefan bewertet Snyders Ansätze teilweise als realitätsfern, insbesondere im Kontext der parallelen US-Militärhandlungen im Iran. Wolfgang und Stefan vergleichen Snyders Fokus auf den Schutz der Institutionen abschließend mit der zuvor diskutierten Staatskritik von Baberowski. 04:17:28 Roman Widder: »War mir so nicht bewusst« Wolfgang bespricht einen Artikel von Roman Widder aus der Zeitschrift Merkur, der die mediale Rolle deutscher Militärexperten wie Carlo Masala thematisiert. Er referiert Widders Argument, dass der deutschen Öffentlichkeit die tatsächliche innenpolitische und gesellschaftliche Dynamik der Ukraine oftmals vorenthalten bleibe. Stefan und Wolfgang sprechen über die beschriebene Kluft zwischen westeuropäischen Projektionen und den Realitäten innerhalb der ukrainischen Gesellschaft. 04:27:13 Anna Holmes: The People Who Shun Super-Popular Pop Culture Stefan greift einen Text von Anna Holmes aus The Atlantic auf, in dem die Autorin ihre bewusste Vermeidung von Popkultur-Hypes beschreibt. Er erläutert Holmes' Argumentation, dass diese Aversion eine Reaktion auf den Verlust gemeinschaftlicher Seherlebnisse im Streaming-Zeitalter sei. Wolfgang ergänzt die Diskussion durch seine eigene Perspektive zur Allverfügbarkeit von Filmen und Serien. 04:32:33 Fanny Pigeaud: The DRC's security-for-minerals bargain Wolfgang fasst eine Reportage aus Le Monde Diplomatique über den Abbau von Mineralien in der Demokratischen Republik Kongo zusammen. Er beschreibt die marktbeherrschende Stellung Chinas bei Rohstoffen wie Kobalt und Lithium sowie die Versuche der USA, sich über private Initiativen Anteile zu sichern. Zudem verortet er die rohstoffpolitischen Interessen in dem anhaltenden bewaffneten Konflikt in der afrikanischen Region. 04:37:09 Alexander Malofeev: forgotten melodies Zum Abschluss verweist Wolfgang auf das Doppelalbum „Forgotten Melodies“ des Pianisten Alexander Malofeev. Er beschreibt die Werkauswahl, die Stücke von exilierten russischen Komponisten wie Nikolai Medtner und Sergej Rachmaninow umfasst. Zudem geht er kurz auf die musikalische Ausführung und die Hintergrundgeschichte der Kompositionen ein. Literatur Die Zeit der "großen" Männer ist keineswegs vorüber: Peter Sloterdijk schlägt für sein Buch "Der Fürst und seine Erben" Machiavellis "Der Fürst" auf und entdeckt deutliche Parallelen zu unserer Gegenwart mit Putin, Musk und Trump. https://www.suhrkamp.de/buch/peter-sloterdijk-der-fuerst-und-seine-erben-t-9783518001363 Peter Thiel, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg sind die ungekrönten Könige des Silicon Valley. Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub analysiert in "Was das Valley herrschen nennt" die Macht und die Ideologie der Tech-Milliardäre sowie den Vibe-Shift. https://www.suhrkamp.de/buch/adrian-daub-was-das-valley-herrschen-nennt-t-9783518128695 Kurz vor Alexander Kluges Tod hat ihn der Schriftsteller Ben Lerner in seinem Roman "Transkription" verewigt: https://www.suhrkamp.de/buch/ben-lerner-transkription-t-9783518432754 Die NYT-Reporter Jonathan Swan und Maggie Haberman rekonstruieren in einem Vorabdruck aus ihrem im Erscheinen begriffenen Buch "Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump", wie Donald Trump in drei Situation-Room-Sitzungen im Februar entschieden hat, sich Israels Iran-Schlag anzuschließen: https://www.nytimes.com/2026/04/07/us/politics/trump-iran-war.html Der Historiker und streitbare Geist Jörg Baberowski sieht die Demokratie nicht in Gefahr - und zwar nicht trotz, sondern wegen des Populismus. In seinem Buch "Am Volk vorbei" kritisiert er die liberale Demokratie und ihre Verfechter: https://www.chbeck.de/baberowski-volk-vorbei/product/40038683 Der Yale-Historiker Timothy Snyder buchstabiert in einem viel gelesenen Substack-Essay fünf historische Drehbücher durch, nach denen Trump im Schatten des Iran-Kriegs einen Putsch versuchen könnte - und was dagegen zu setzen wäre: https://snyder.substack.com/p/the-next-coup-attempt Der Schriftsteller Roman Widder rechnet mit den Ukraine-Experten in den deutschen Medien ab: https://www.merkur-zeitschrift.de/artikel/war-mir-nicht-so-bewusst-a-mr-80-3-54/ Die Atlantic-Autorin Anna Holmes wundert sich über ihre eigene Abneigung gegen alles, was gerade alle gucken müssen - "The Pitt", "Severance", "Slow Horses" - und kommt nach Gesprächen mit drei Sozialpsychologen zu einer überraschenden Diagnose: Nicht der Hype stört sie, sondern die einsame, asynchrone Rezeption, die das Streaming hinterlassen hat: https://www.theatlantic.com/culture/2026/03/pop-culture-hype-aversion/686312/ Fanny Pigeaud schreibt in "Le Monde diplomatique" über den Mineralienabbau im Kongo: https://mondediplo.com/2026/03/09DRC Der Pianist Alexander Malofeev widmet sich auf seinem Debütalbum "forgotten melodies" russischen Komponisten, die im Exil lebten: https://www.sonyclassical.com/releases/releases-details/forgotten-melodies full Stefan und Wolfgang treffen sich vor dem Salon no Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt 1807
Kann eine Nonne Feministin sein? Oder anders gefragt: Wie gehen weibliche Selbstbestimmung und katholischer Glaube zusammen? In dieser Folge spreche ich mit Schwester Janet, Delegatin der Franziskaner Missionsschwestern von Maria Hilf. Ein Gespräch über Berufung, Macht, Freiheit. Klöster waren historisch gesehen Orte, an denen Frauen Zugang zu Bildung, wirtschaftlicher Verantwortung und intellektueller Entfaltung hatten – lange bevor ihnen das außerhalb möglich war. Und trotzdem steht die katholische Kirche heute massiv in der Kritik, wenn es um Gleichberechtigung geht. Kann man Feministin sein und gleichzeitig Teil dieser Institution? Was bedeutet es, sich bewusst für Armut, Keuschheit und Gehorsam zu entscheiden?Und wo beginnt oder endet Selbstbestimmung?Wir sprechen über Körperlichkeit, Lust, Glauben, Machtstrukturen und darüber, warum dieses Thema viel komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheint.
Was passiert, wenn Frauen ihre Stimme erheben – in einer Welt, die sie lange nicht hören wollte?In dieser besonderen Episode #448 teile ich einen Highlight-Clip aus meinem Gespräch mit Collien Ulmen-Fernandes – aufgenommen Ende 2023. Damals haben wir über Rollenbilder von Frauen, Repräsentation in Medien und die Frage gesprochen, wer gesehen wird – und wer nicht.Heute hören wir dieses Gespräch anders.Denn was Collien in den letzten Wochen öffentlich gemacht hat, geht weit über dieses Interview hinaus. Es geht um Machtmissbrauch, um strukturelle Ungleichheit – und um den Preis, den Frauen zahlen, wenn sie sichtbar sind.Du hörst:warum Rollenbilder unsere Realität prägenwie stereotype Darstellungen Karrieren beeinflussenwarum Diversität mehr ist als ein Buzzwordund was es bedeutet, als Frau (und insbesondere als Woman of Color) sichtbar zu seinDiese Episode ist eine Einladung, genauer hinzuhören. Mit mehr Bewusstsein. Mit mehr Kontext. Mit mehr Verantwortung.Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt Collien Fernandes und allen Betroffenen digitaler sexualisierter Gewalt.+++Die ganze Folge mit Collien Fernandes kannst du dir hier anhören. Alle Links und Details findest du hier.Du willst 2026 deine Karriere selbst erzählen? Dann melde dich jetzt bei der Female Leadership Academy 2026 an und gestalte deine Leadership Karriere mit uns.Du brauchst mehr Infos? Melde dich hier zum Newsletter an.+++ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
(00:59) Der französische Dirigent Raphaël Pichon hat die Johannespassion neu aufgenommen - gemeinsam mit seinem Ensemble Pygmalion und dem Tenor Julian Prégardien. Weitere Themen: (05:14) Nina Hagen überrascht mit neuem Gospel-Album «Highway to Heaven». (09:49) «Tombola» von Jérémie Gindre spielt mit Erwartungen. Eine Mischung aus Reiseführer und Abenteuerroman. (13:49) Bühnen Bern inszenieren mit dem Stück «Trophäe» einen kritischen Blick auf Machtstrukturen und den Mythos des weissen Jägers.
Die Lust am Spiel zieht sich wie ein roter Faden durch Urs Hostettlers Leben. In seiner Jugend trat er als Liedermacher beim Folkfestival Lenzburg auf, dem ersten Openair der Schweiz. Später erfand er beliebte Gesellschaftsspiele wie «Tichu» oder «Kreml». Bis heute tüftelt er an neuen Spielen. Ob in der Musik oder beim Spielen - es ist immer das gemeinschaftliche Entwickeln, das Urs Hostettler interessiert: «Ich bin kein Solo-Künstler», sagt er. «Spiele kann man nicht allein erfinden.» Seine künstlerischen Anfänge gehen auf den Folk Club Bern zurück, wo der damalige Mathematik-Student seine ersten Auftritte als Liedermacher hatte. Später war er an der Organisation des Folkfestivals Lenzburg beteiligt, das in den 1970er Jahren zum Treffpunkt der Gegenkultur wurde und eine ganze Generation von Schweizer Musikern prägte. Ab den 80er Jahren begann Urs Hostettler, unkonventionelle Spiele zu entwickeln, in denen er seine Gesellschaftskritik mit satirischem Humor zum Ausdruck brachte: «Der wahre Walter» zum Beispiel nimmt den Fichen-Skandal aufs Korn; «Kreml» parodiert die sowjetischen Machtstrukturen. Aktuell testet Urs Hostettler ein neues Trump-Game, von dem er allerdings noch nicht weiss, ob es wirklich erscheinen wird. In Urs Hostettlers Schubladen schlummern viele Entwürfe und Aufnahmen, die er bisher nicht publiziert hat. In «Musik für einen Gast» stellt er mehrere wenig bekannte Lieder vor, spricht von seiner Faszination für alte Volkslieder und erinnert sich an aufwändige Live-Theater-Krimis, die er an verschiedenen Schauplätzen inszeniert hat. Und er erzählt, warum ihn sein Erfolgsspiel «Tichu» mittlerweile ein wenig langweilt. Die Musiktitel: - Urs Hostettler & Ueli Wenger: Spinnenetz - Gallis Erbe: Peter von Hagenbach - Chlöisu Friedli: Wohäre geisch - Lal & Mike Waterson: Fine Horseman - The Kinks: Days
Florian Homm – Ex‑Milliardär sowie einst selbst Teil der internationalen Finanz‑ und Machtelite ist ausgestiegen – und bricht sein Schweigen. Er kennt die Spielregeln der obersten Kreise, weiß, wie geopolitische Entscheidungen wirklich entstehen – und warum wirtschaftliche Interessen dabei eine zentrale Rolle spielen. Erfahre in diesem Gespräch die Wahrheit über die aktuellen Konflikte, finanzielle Machtstrukturen und weshalb insbesondere Deutschland auf mögliche Eskalationen kaum vorbereitet ist. Aus erster Hand erhältst Du wertvolles Insider-Wissen, zu dem nur wenige Zugang haben. Am Ende erkennst Du, was alles auf dem Spiel stehen kann, wenn der Blick für das Wesentliche verloren geht – und weshalb genau das so gewollt ist. 00:00 Intro 02:00 Wie ist die Wahrheit? 05:37 Du bist nichts, Du kannst was werden 17:15 Insider-Perspektive 28:04 Die Schattenseiten des Erfolgs 01:10:07 Geopolitische Analyse Free Homes Community von Florian Homm: https://freehomes.de/ Die geäußerten Meinungen und Aussagen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken, ersetzen jedoch keine therapeutische oder medizinische Beratung. Bereit Dein Genie zu entdecken? Lebe selbstbewusster, freier & erfolgreicher mit genialen Video-Kursen aus unserer Online-Akademie: https://akademie.maximmankevich.com/
Im Westjordanland haben israelische Einsatzkräfte auf das Auto einer Familie geschossen, die Eltern und zwei der Kinder sind tot. Auch in Gaza gab es Vorfälle. Auslandredaktorin Susanne Brunner erklärt: Solche Gewalt ist im Westjordanland und im Gazastreifen inzwischen beinahe an der Tagesordnung. Weitere Themen: · Der Bundesrat wendet im Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran das Neutralitätsrecht an. Die Grundlage dafür ist, dass er den Konflikt neuerdings als Krieg bewertet. Für diesen Schritt brauchte der Bundesrat fast zwei Wochen. Zu lang? Darüber sprechen wir mit Evelyne Schmid, Professorin für Völkerrecht an der Universität Lausanne. · In Kasachstan ändern sich die Machtstrukturen gerade grundlegend: Die Bürgerinnen und Bürger haben über eine neue Verfassung abgestimmt, weit über 80 Prozent haben sich für die Reform ausgesprochen. Offiziell soll sie das politische System modernisieren und breiter abstützen. Doch Kritikerinnen und Kritiker entgegen, sie vergrössere vor allem die Macht von Präsident Kassym-Schomart Tokajew – sogar Vergleiche zum russischen Machthaber Wladimir Putin werden gezogen. Was ist da dran? Die Einschätzung unseres Korrespondenten Calum MacKenzie. · Was für den Sport die Olympischen Spiele sind, ist für die Kunstwelt die Biennale di Venezia. Alle zwei Jahre findet die wohl wichtigste Schau für Gegenwarts-Kunst in Venedig statt. Im Mai ist es wieder soweit – und dabei ist zum ersten Mal seit vier Jahren auch Russland. Das sorgt schon Monate vor der Eröffnung für einen Eklat: Die EU und die Ukraine protestieren gegen die russische Teilnahme, die Festivaldirektion hingegen fordert eine "kulturelle Waffenruhe". Aber was für Kunst soll eigentlich im russischen Pavillon ausgestellt werden? Das erklärt die Kunsthistorikerin Sandra Frimmel.
Worte können töten – oder befreien. Ein Gedicht, gelesen zum richtigen Zeitpunkt, kann tausende Menschen bewegen. Die Kraft der Sprache in Kunst und Poesie, ihr Klang und Rhythmus sind nicht nur Mittel des kritischen Denkens, sie laden ein auf eine nie aufhörende Reise in die Abgründe und Wunder der Existenz. In ihrem Essay aus dem Jahr 2022 »Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils«, der mit dem WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis für kritische Kurztexte ausgezeichnet wurde, setzt Volha Hapeyeva despotischen Machtstrukturen ein vielstimmiges, poetisches und nomadisches Denken entgegen. Von Volha Hapeyeva SWR 2022
Hornung, Peter www.deutschlandfunk.de, Tag für Tag
In dieser Folge diskutieren wir die aktuellen Herausforderungen in der deutschen Wirtschaftspolitik, inklusive der Neubesetzung des Sachverständigenrats, Marktkonzentration im Lebensmittelhandel und die Bedeutung der Bundesbankbilanz. Experten analysieren die politischen und wirtschaftlichen Implikationen dieser Entwicklungen. In diesem Gespräch analysieren wir die Machtstrukturen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, die Rolle der Monopolkommission und die Auswirkungen auf Verbraucher, Landwirte und den Wettbewerb. Zudem diskutieren wir die Finanzlage der Bundesbank, die Zinspolitik der EZB und die Herausforderungen im deutschen Wirtschaftssystem. (Zusammenfassung von Riverside AI)
Was, wenn die Menschen, die heute Bunker bauen, auf etwas vorbereitet sind, das weit über das hinausgeht, was Dir öffentlich erzählt wird? In diesem intensiven Gespräch mit Christian Köhlert erhältst Du wichtige Einblicke in verborgene Machtstrukturen, gezielte gesellschaftliche Spaltung und geopolitische Inszenierungen. Du erfährst, wie Krisen genutzt werden können, um Deine Aufmerksamkeit bewusst auf Konflikte zu lenken – und was das konkret für Dich bedeutet. Diese Folge zeigt Dir, weshalb Du gerade in unsicheren Zeiten klare und bewusste Entscheidungen treffen solltest. Denn wenn Angst Dein Handeln bestimmt – was verlierst Du dadurch aus dem Blick, obwohl es für Deine Zukunft maßgeblich ist? Die geäußerten Meinungen und Aussagen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken, ersetzen jedoch keine therapeutische oder medizinische Beratung. Bereit Dein Genie zu entdecken? Lebe selbstbewusster, freier & erfolgreicher mit genialen Video-Kursen aus unserer Online-Akademie: https://akademie.maximmankevich.com/ 00:00 Intro 01:38 Von 9/11 über Militärerfahrung zu erster Recherche 12:33 Kontrolle durch Polarisierung 20:27 Spirituelle Agenda der Eliten, Hidden Hand Material & Seelenernte 54:55 Matrix-Hypothese & Great Reset als geophysikalischer/zyklischer Reset
Iran-Krieg: Patriot-Lieferung für Schweiz verzögert sich, Iran-Krieg: Wer profitiert von der Öl-Knappheit?, «Entlastungspaket 2027» trifft Schweizer Verkehr hart, Wahlen in Nepal: Frischer Wind oder alte Machtstrukturen?
Frauen drehen härtere Filme, davon geht die Doku „No Mercy“ aus. Die Regisseurin spricht über Machtstrukturen im Film – und welche Szenen man bei männlichen Filmemachern nie sieht.
Vera & Cordelia im Februar-Check-out: über Netzwerke als Schutzräume, Machtstrukturen, den Umgang mit schweren Nachrichten – und wie wir handlungsfähig bleiben, auch wenn die Welt gerade viel abverlangt.Der Februar war für viele von uns kein leichter Monat. Neben allem Schönen hat er auch Themen mitgebracht, die beschäftigen, erschüttern und wütend machen.In dieser Folge #440 des monatlichen Check-Outs sprechen Vera Strauch und Cordelia Röders-Arnold ehrlich über ihren Februar: über Ausritte und Karnevalsnächte, über einen Theaterabend zum Thema Macht und #MeToo, über den Umgang mit einer Nachrichtenlage (Triggerwarnung: Epstein Files), die überwältigen kann – und darüber, was uns trotzdem oder gerade deshalb in Bewegung hält.Ein zentrales Thema dieser Folge: Wie können wir angesichts von Machtmissbrauch in Netzwerken handlungsfähig bleiben? Was passiert, wenn Reichtum, Status und Abhängigkeiten ein System bilden, das sich selbst schützt? Und was bedeutet das für uns – in unserer Arbeit, in unseren Netzwerken, in unserem Alltag?Vera und Cordelia sprechen über:Die psychologischen Mechanismen hinter Informationsüberflutung – und warum das kein Zufall istWut als legitime Reaktion – und wie wir sie als Energie für Veränderung nutzen, ohne uns selbst zu verlierenFrauen-Netzwerke als Schutzräume und Gegengewicht zu toxischer MachtkonzentrationWas Systemveränderung wirklich bedeutet – und warum sie im Kleinen beginntWie wir mit belastenden Nachrichten umgehen, ohne uns abzustumpfen oder uns selbst zu überfordernWas ein Reit-Wochenende, ein Theaterstuck und ein viraler Instagram-Post mit Feminismus zu tun habenDiese Folge hat eine Triggerwarnung: Es wird über Machtmissbrauch und strukturelle Gewalt gesprochen. Keine Details, keine voyeuristischen Schilderungen – sondern ein ehrliches Gespräch über Strukturen, Muster und Handlungsmöglichkeiten. Pause jederzeit erlaubt und willkommen.Für alle, die sich nach einem Raum sehnen, in dem diese Dinge benannt werden – und in dem klar wird: Du bist nicht allein, und deine Gefühle sind berechtigt.+++Alle Links und Details findest du hier.Du willst 2026 deine Karriere selbst erzählen? Dann melde dich jetzt bei der Female Leadership Academy 2026 an und gestalte deine Leadership Karriere mit uns.Du brauchst mehr Infos? Melde dich hier zum Newsletter an.+++ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
In vielen vergangenen Folgen, in denen es um den Umgang in Evangelikalien mit Themen wie Sexualität, Machtstrukturen, Missbrauch oder Diversität ging, tauchte ein Thema immer wieder auf: Die sogenannte Purity Culture, also die Reinheits- bzw. Keuschheitsideologie, die in vielen evangelikalen Gemeinden propagiert und eingefordert wird und die vielerorts darüber entscheidet, wer dazu gehört und wer nicht. Höchste Zeit also endlich ausführlich darüber zu reden. Das tun Jay, Marco und Gofi in der aktuellen Folge mit Nana Myrrhe, die über dieses Phänomen und ihr eigenes Aufwachsen und Erleben in dieser Kultur ein Buch mit dem klangvollen Titel FEUCHT UND FROMM geschrieben hat. Nana ist Autorin, Sozialarbeiterin und Co-Host des Podcasts FCK PURITY. In all diesen Bereichen setzt sie sich für Körperwahrnehmung, sexuelle Selbstbestimmung und die Aufarbeitung spirituellen Missbrauchs ein. In Workshops, Vorträgen und auf Social Media thematisiert sie kritisch die Auswirkungen der sogenannten Purity Culture – insbesondere auf weibliche Sexualität und religiös geprägte Identitäten. Ein feuchtfröhlich-frommes Gespräch ohne Tabus über Freiheit, Sex und Körperlichkeit.
Was, wenn der Fall Jeffrey Epstein nur die Oberfläche ist – und darunter ein Netzwerk liegt, das Dich zutiefst erschüttert? In dieser Folge spricht der US-amerikanische Autor Collin McMahon darüber, warum das, was Du aktuell in den Medien hörst, nicht die ganze Wahrheit ist. Und weshalb Dir die entscheidenden Informationen bewusst verschwiegen werden, um etwas noch viel Größeres zu verbergen. Du erhältst Einblick in geheime Machtstrukturen, die zeigen, wie erschreckend eng Geld, Einfluss und politische Interessen wirklich miteinander verflochten sein können – und warum genau das den Fall bis heute so brisant macht. Am Ende bleibt die unausweichliche Frage: Wenn das alles stimmt – wer zieht im Hintergrund wirklich die Fäden? Collin McMahon's Buch: "Die Akte Epstein" https://bit.ly/4kI0uZu Die geäußerten Meinungen und Aussagen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken, ersetzen jedoch keine therapeutische oder medizinische Beratung. Bereit Dein Genie zu entdecken? Lebe selbstbewusster, freier & erfolgreicher mit genialen Video-Kursen aus unserer Online-Akademie: https://akademie.maximmankevich.com/
Die Epstein-Files können Straftaten und Machtstrukturen aufdecken, doch es herrscht das Informationschaos. Lehren aus dem Fall ziehen Annelie Naumann (Journalistin) und Bernhard Pörksen (Medienwissenschaftler). Beuting, Stephan; Naumann, Annelie; Pörksen, Bernhard
Die 352. IMR-Episode erscheint erneut gemeinsame mit der Bucerius Law School (Center on the Legal Profession / Bucerius Legal Innovation Hub). Zu Gast ist Prof. Dr. Madeleine Bernhardt und wir diskutieren gemeinsam, warum AI nicht nur ein Technologiethema ist, sondern vor allem ein Führungsthema. Es geht um die Frage, wie Kanzleien und Rechtsabteilungen AI sinnvoll implementieren und welche Rolle Emotionen, professionelle Identität und psychologische Sicherheit dabei spielen. Welche Auswirkungen hat es, dass Menschen KI-Systemen Absichten und Emotionen zuschreiben? Wie verändert sich kritisches Denken, wenn Chatbots Entwürfe bestätigen oder scheinbar objektiv Feedback geben? Und wie gelingt AI-Adoption in Partnerschaften mit unterschiedlichen Zukunftsbildern und Machtstrukturen? Anhand konkreter Beispiele aus dem Kanzleialltag erfahrt Ihr, wie Führungskräfte mit offenen Fragen, klaren Guardrails und einem Scientist Mindset Orientierung geben können. Viel Spaß!
Charlie Chaplin zählt zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Für ihn war Komik niemals bloße Unterhaltung oder Flucht aus der Realität, sondern ein Mittel, die Absurdität, Brutalität und Ungerechtigkeit der Welt sichtbar zu machen – und sie zugleich erträglich zu halten. Lachen bedeutete für Chaplin keine Verharmlosung, sondern konnte entlarven, bloßstellen und Machtstrukturen erschüttern. Besonders deutlich wird diese Haltung in den 1930er- und frühen 1940er-Jahren. Während Chaplin in Hollywood zu einer globalen Ikone wurde, stieg in Deutschland Adolf Hitler zur Macht auf – ein Mann, dessen äußere Erscheinung und Gestik eine irritierende Nähe zu Chaplins berühmter Leinwandfigur aufwiesen. Was zunächst Anlass für Spott und Karikaturen bot, entwickelte sich mit dem Fortschreiten der Geschichte zu einer beunruhigenden Konstellation. Beide waren Produkte derselben Epoche, einer Zeit, in der Film, Fotografie und Massenmedien begannen, politische Realität zu formen. Beide verstanden die Macht von Bildern, Gesten und Inszenierung – doch sie nutzten sie für gegensätzliche Zwecke. Während Chaplin das Lachen zur Humanisierung einsetzte und den Einzelnen sichtbar machte, nutzte Hitler Inszenierung zur Entmenschlichung und zur Mobilisierung von Hass und Gewalt. Diese Episode erzählt keine bloße historische Kuriosität, sondern stellt eine grundlegende Frage: Welche Verantwortung trägt Kunst in Zeiten politischer Extreme? Und kann Satire dem absolut Bösen etwas entgegensetzen – oder stößt sie an ihre Grenzen?
Nach tagelangen Protesten und einem brutalen Vorgehen des Regimes steht Iran unter massivem innerem Druck. Warum das Regime trotzdem hält – und weshalb gerade wirtschaftliche Machtstrukturen einen Sturz verhindern.
Iran steht nach tagelangen Protesten und einem brutalen Vorgehen des Regimes unter massivem Druck. Warum das Regime trotzdem hält – und weshalb gerade wirtschaftliche Machtstrukturen einen Sturz verhindern.
Der Sieg bei Hastings war erst der Anfang. Nach 1066 steht Wilhelm der Eroberer vor der Herausforderung, ein erobertes Königreich dauerhaft zu kontrollieren. Wir zeigen, wie er Widerstände brutal niederschlägt, neue Machtstrukturen etabliert und England grundlegend neu ordnet. Burgenbau, Landvergabe und Verwaltungsreformen werden zu zentralen Instrumenten normannischer Herrschaft. Ein Blick auf die Jahre nach der Schlacht – und darauf, wie aus einem militärischen Erfolg eine stabile Königsmacht entsteht.Erwähnte Podcast-Folgen:Wilhelm der Eroberer. Aufstieg der NormandieSchlacht von Hastings. Die Normannen erobern EnglandWer war Robin Hood? Über eine Kultfigur der englischen GeschichteStarke Frauen: Kaiserin Mathilda von EnglandRichard Löwenherz. Mythos eines Königs und RittersStreit um die Normandie. Die Belagerung von Gaillard 1203/4Reise ins Mittelalter. Die Normandie – Part IReise ins Mittelalter. Die Normandie – Part IIUnterstützt Epochentrotter via Steady oder Paypal!Epochentrotter Steady: https://steady.page/de/epochentrotter/aboutEpochentrotter PaypalLiteratur zum Weiterlesen:PELTZER, Jörg: 1066. Der Kampf um Englands Krone. München 2016.KRAUSE, Arnulf: Die Normannen. Eroberer – Ritter – Staatengründer. Wiesbaden 2019.WAßENHOVEN, Dominik: 1066. Englands Eroberung durch die Normannen. München 2016.SKIBA, Viola et. al. (Hrsg.): Die Normannen. Eine Geschichte von Mobilität, Eroberung und Innovation. Regensburg 2022.Epochentrotter WebseiteEpochentrotter DiscordEpochentrotter InstagramEpochentrotter FacebookEpochentrotter Twitch#europa #westeuropa #frankreich #england #mittelalterBild: WikiCommons, gemeinfrei Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Ein Mann, der in Blatten alles verloren hat und dem die Worte fehlen. Ein Satiriker, der seine Kritiker auslacht. Eine IKRK-Präsidentin, die vor dem "totalen Krieg" warnt. Das «Tagesgespräch» blickt auf die eindrücklichsten Gäste, Momente und Themen des Jahres zurück. Das Tagesgespräch-Team präsentiert die eindrücklichsten Momente aus rund 250 Sendungen des Jahres 2025. Besonders nahe ging das Gespräch mit Kulturwissenschaftler Werner Bellwald, der beim Bergsturz in Blatten seine Heimat verlor und offen über Trauer und Neubeginn sprach. Für Diskussionen sorgte Satiriker Harald Schmidt, der mit provokanten Aussagen über Rollenbilder und kirchliche Machtstrukturen aneckte. Auch grosse politische Themen wie die US-Zölle und das EU-Vertragspaket prägten das Jahr. Aufgefallen sind wiederum Live-Ausgaben vor Publikum – etwa das Gespräch mit Migros-Präsidentin Ursula Nold im ausverkauften Kaufleuten Zürich. Ein Jahresrückblick voller Stimmen, Streitgespräche und berührender Einsichten. Mit Karoline Arn, Simone Hulliger und David Karasek.
Film‑ und Serienanalyse zu Der Fremde, One Battle after Another, Family Plan 2, Wir kaufen einen Zoo & Pluribus In unserer neuesten Podcast‑Episode tauchen wir tief ein in fünf aktuelle und relevante Produktionen aus Film und Streaming. Die Mischung reicht von europäischem Arthouse‑Drama über Hollywood‑Blockbuster bis hin zu emotionalem Familienkino und einer viel diskutierten AppleTV+ Serie. Der Fremde (L'Etranger) – Francois Ozon interpretiert existenzielles Drama neu Ozon widmet sich erneut komplexen Charakteren und moralischen Grauzonen. Sein Film „Der Fremde“ erzählt die Geschichte eines Mannes, der nach einem schicksalhaften Ereignis zunehmend zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und innerer Leere zerrieben wird. Die Episode beleuchtet die filmische Umsetzung, die psychologische Tiefe und Ozons typische Handschrift. One Battle after Another – Paul Thomas Anderson & Leonardo DiCaprio in Höchstform PTA liefert ein intensives Drama über persönliche Konflikte, Machtstrukturen und die Frage, wie viele Kämpfe ein Mensch im Leben führen kann. Leonardo DiCaprio trägt den Film mit einer kraftvollen Performance. Wir sprechen über die Bildsprache, die Charakterentwicklung und die thematische Vielschichtigkeit. Family Plan 2 – AppleTV+ setzt die Action‑Comedy fort Mark Wahlberg kehrt zurück in seine Rolle als Familienvater mit Geheimnissen. Der zweite Teil kombiniert Humor, Action und Familienchaos. Wir analysieren, ob die Fortsetzung das Niveau des ersten Films halten kann und wie AppleTV+ das Genre weiterentwickelt. Wir kaufen einen Zoo – Feel‑Good‑Kino von Cameron Crowe Der Film mit Matt Damon bleibt ein emotionaler Klassiker. Wir sprechen darüber, warum die Mischung aus Familiengeschichte, Tierliebe und Neuanfang auch heute noch funktioniert und welche filmischen Elemente Crowe besonders stark einsetzt. Pluribus – Staffel 1 & Staffelfinale der AppleTV+ Serie Die Serie „Pluribus“ überzeugt mit politischer Spannung, komplexen Figuren und einem Finale, das viele offene Fragen beantwortet – und neue aufwirft. Wir diskutieren die wichtigsten Wendungen, die Charakterbögen und warum die Serie so viel Gesprächsstoff liefert. Timecodes: 00:00:00 Einleitung 00:01:54 Der Fremde 00:27:39 Wir tippen den nächsten Sneakfilm 00:30:13 One Battle after Another 00:40:42 Kinocharts und Neustarts 00:45:02 Family Plan 2 01:05:45 Wir kaufen einen Zoo 01:14:10 Pluribus S01 #SPOILER 01:22:17 Abschied ..............
Was ist "Die Welt von …?" Wenn wir über Video- und Computerspiele sprechen, die entweder elaborat ausgestaltete eigene Welten mit Hintergrundgeschichten haben oder über solche, die ihre Welt aus Literatur, Rollenspiel oder Film borgen, nehmen wir uns zuweilen die Zeit und sprechen ausführlicher über Lore jener Welten als das in den regulären Folgen möglich wäre. Im Format Die Welt von… erforschen Rahel Schmitz und Mháire Stritter die Legenden, die Geografie, die Geschichte, die Politik von diesen fiktiven Welten und holen sich dabei von Fall zu Fall ergänzende Expertise von ausgewiesenen Kennern und Kennerinnen der jeweiligen Welt. Worum geht's: Die Welt der The Elder Scrolls-Spiele ist kein klassisches Fantasy-Reich mit klaren Helden und Bösewichten, sondern ein komplexes Geflecht aus Kulturen, Mythen, Machtstrukturen und Widersprüchen. Tamriel ist ein Kontinent, der von Imperien beherrscht und zugleich von lokalen Traditionen, Religionen und ethnischen Spannungen geprägt ist. Götter existieren hier nicht nur als ferne Legenden, sondern greifen sichtbar in die Geschichte ein, während Wahrheit, Propaganda und Mythos oft ununterscheidbar ineinanderfließen. Die Spiele erzählen diese Welt selten direkt – sie erschließt sich über Bücher, Architektur, Rituale, Fraktionen und die Perspektiven ihrer Bewohner. In dieser Folge erkunden Rahel und Mháire die Eigenheiten dieser Spielwelt: ihre politische Struktur, die Rolle von Magie und Religion, das Nebeneinander von großer Historie und persönlicher Alltagserfahrung sowie die bewusste Mehrdeutigkeit vieler Erzählungen. Es geht darum, wie The Elder Scrolls Weltenbau betreibt, warum sich Tamriel je nach Region völlig anders anfühlt – und weshalb diese Serie bis heute eine der dichtesten und faszinierendsten Fantasy-Welten der Computerspielgeschichte hervorgebracht hat. Einen Gast gibt es auch: Diesmal kommt im Podcast neben den Sprecherinnen Louis Kresoviç zum Einsatz, der betreibt auf YouTube unter dem Namen Amemos den größten deutschsprachigen Lorecast zum Thema Elder Scrolls Podcast-Credits: Sprecher, Redaktion: Rahel Schmitz, Mháire Stritter Gast: Louis Kresoviç Audioproduktion: Sascha Blach, Christian Schmidt Titelgrafik: Paul Schmidt Intro, Outro: Nino Kerl (Ansage); Chris Hülsbeck (Musik) Die Podcastfolge, in der es um das Spiel Morrowind geht, ist parallel zu dieser Folge erschienen.
In dieser Folge sprechen Isabel und Lukas darüber, warum gutes Netzwerken nichts mit aufgesetztem Smalltalk zu tun hat und wie viel leichter es wird, wenn man echtes Interesse am Gegenüber entwickelt. Lukas erzählt, wie er als Kind eher „leutscheu“ war und erst später gemerkt hat, dass der Alltag unzählige Möglichkeiten bietet, soziale Interaktion zu üben – ohne Druck, ohne Eventatmosphäre. Wir diskutieren außerdem: - Wie kreatives Denken Gespräche öffnet, anstatt sie in Floskeln versanden zu lassen - Warum auch introvertierte Menschen Netzwerken lernen können – oft sogar auf sehr natürliche Art - Warum es hilft, nicht nach Kontakten zu suchen, sondern nach Perspektiven Wie immer driften die Beiden auch in andere Themen ab, die uns gerade beschäftigen: - Die neue Netflix-Doku über Puff Daddy und was sie über Machtstrukturen und Gruppendynamiken erzählt - Lukas' kurzer Fun Fact zur Evolution der Pferde, ausgelöst durch die Erfindung des Motors - Das neue Strategiepapier rund um Trump – und die Frage, was Europa daraus lernen sollte, wenn wir politische Entwicklungen nicht nur beobachten, sondern ernsthaft einordnen wollen Eine Folge über Menschen, Muster und die kleinen Momente, in denen wir entscheiden, ob wir uns öffnen oder verschließen. Ohne Pathos, ohne Networking-Gurus – einfach unsere Gedanken dazu.
„Uneingeschränkter Krieg“ gewährt einen tiefen Einblick in die Machtstrukturen der Kommunistischen Partei Chinas. Es ist ein Film, der viel Mut verlangt. Im Lichtmess-Kino in Hamburg feiert der Thriller seine Premiere am 12. November.