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65 Jahre Pflege in einem Gespräch: Christa Olbrich, Krankenschwester und Pflegewissenschaftlerin, blickt zurück – und nach vorn. Warum lohnt sich der Blick in die Pflegegeschichte? Und was bedeutet das für die Zukunft der Profession, für Akademisierung, Kompetenz und den Umgang mit KI?In dieser Folge:- Warum die Prägung durch Orden und Frauenrolle bis heute nachwirkt- Wie die deutsche Pflege in den 1980ern „aufwachte" und begann, sich zu fragen: Was ist Pflege eigentlich?- Was Pflegekompetenz wirklich bedeutet – und warum sie keine Tätigkeit ist- Der zähe Weg der Akademisierung und die Rolle einzelner Pionierinnen- Welche Chance die Pflege in KI hat, um zur „Seele der Pflege" zurückzufindenWichtige Links:Zum JobboardZum EventkalenderSchau dir unseren neuen Videokurs an!Jetzt Übergabe Mitglied werdenÜbergabe bei Instagram
In dieser (extra scharfen) Fanfolge nehmen Lenia und Luisa das bekannte Online-Beratungsportal „Frag Beatrice“ unter die Lupe. Ausgelöst durch einen Tipp aus der Community checken die beiden, welche Ratschläge dort zum Thema Sexarbeit verteilt werden. Spoiler: Es wird boomerig und vorurteilsbehaftet. Anhand konkreter Leserbriefe – wie dem einer 17-Jährigen, die ihr Taschengeld aufbessern will, oder eines verheirateten Mannes, der sich in eine Prostituierte verliebt hat – diskutieren die beiden über die Realität ihres Berufs. Sie räumen radikal mit alten Klischees über stinkende, gewalttätige Freier auf und erklären, wie professionelle Distanz im Escort wirklich funktioniert. Besonders intim wird es, als Lenia und Luisa über das Thema Eifersucht sprechen. Sie beleuchten das Phänomen des „Male Guarding“ und die Frage, wie Partner mit dem bildhaften Kopfkino klarkommen, wenn die Freundin im Puff arbeitet. Zum Schluss dürft ihr abstimmen, welche Frage Lenia und Luisa an Beatrice senden sollen.
In dieser Nuttensprechstunde geht es um eine Frage aus der Community: Eine Hörerin ist emotional völlig bei einem Mann und eigentlich wünscht sie sich eine Beziehung mit ihm. Wäre da nicht ein Thema, das sie nicht loslässt: Sein Penis ist kleiner, als sie es sich wünschen würde. Wie wichtig ist Penisgröße wirklich für erfüllenden Sex? Und was, wenn emotional alles passt, körperlich aber Zweifel bleiben? Lenia und Luisa sprechen offen über ihre eigenen Erfahrungen mit Männern, die kleiner ausgestattet waren, räumen mit einigen Vorstellungen auf und überlegen gemeinsam, worauf es beim Sex am Ende wirklich ankommt.
Vor dem NATO-Gipfel - was bedeutet der TKMS-Deal für Norddeutschland? │ Alle Augen auf Ankara - was plant US-Präsident Trump für die NATO ?│ Emanzipation der Europäer - wie puffern sich die übrigen Mitgliedsstaaten gegen ständige US-Kurswechsel? │ Rekrutierung im Ausland - wie wirbt Moskau neue Soldaten für den Ukrainekrieg an? │ Vorwürfe gegen UNRWA - was bringt Israel gegen das Hilfswerk vor? │Schreck in Syrien - wer zündete Sprengsätze während des Besuchs von Macron?
Virginia Woolf's Night & Day | Zwischen Mathematik und Emanzipation: Lohnt sich das Historiendrama? In diesem Podcast verrät euch Stu dank Sven, ob sich „Virginia Woolf's Night & Day“ lohnt und warum sich ein Kinobesuch ab dem 9. Juli auszahlen könnte. London im Jahr 1910: Katharine Hilbery (Haley Bennett), Enkelin eines berühmten Dichters, interessiert sich weit mehr für Mathematik als für eine standesgemäße Ehe. Als ihre Familie sie dazu drängt, ihren langjährigen Freund William (Jack Whitehall) zu heiraten und ihre wissenschaftlichen Ambitionen aufzugeben, gerät ihr Leben aus dem Gleichgewicht. Bei einer Teegesellschaft begegnet sie der engagierten Frauenrechtlerin Mary (Lily Allen) und dem charmanten Verleger Ralph Denham (Elyas M'Barek), der ihre Überzeugungen gehörig ins Wanken bringt. Während ein Komet den Himmel über London erhellt und persönliche Schicksalsschläge alles verändern, muss Katharine erkennen, dass ihre größte Entdeckung nicht in den Sternen, sondern in ihrem eigenen Herzen auf sie wartet. Viel Spaß mit der neuen Folge vom Tele-Stammtisch! Trailer Werdet Teil unserer Community und besucht unseren Discord-Server! Dort oder auch auf Instagram könnt ihr mit uns über Filme, Serien und vieles mehr sprechen. Website | Youtube | PayPal | BuyMeACoffee Großer Dank und Gruß für das Einsprechen unseres Intros geht raus an Engelbert von Nordhausen. Thank you very much to BASTIAN HAMMER for the orchestral part of the intro! I used the following sounds of freesound.org: 16mm Film Reel by bone666138 wilhelm_scream.wav by Syna-Max backspin.wav by il112 Crowd in a bar (LCR).wav by Leandros.Ntounis Short Crowd Cheer 2.flac by qubodup License (Copyright): Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Heute wird's akrobatisch: Lenia und Luisa sprechen über ungewöhnliche Sexstellungen und verraten, an welchen Orten sie schon kreativ werden mussten – vom berühmten Ohrensessel eines schwedischen Möbelhauses bis zu spontanen Verrenkungen vor dem Bett oder im Badezimmer. In der Rubrik Liebestagebuch erzählt Luisa außerdem von einem lang ersehnten Erlebnis: Zum ersten Mal geht es für sie in einen Stripclub – ein Punkt, der seit Jahren auf ihrer Fucketlist stand. Ob sich die Erwartungen erfüllt haben? Zwischendurch wird noch spontan über Dirty Talk diskutiert, bevor Lenia und Luisa selbst aktiv werden: Vor dem Mikrofon probieren die beiden verschiedene Positionen aus. Das Ergebnis? Viel Gelächter, jede Menge Verrenkungen und die Erkenntnis, dass manche Ideen auf dem Papier deutlich einfacher aussehen als in der Praxis.
Für Theologieprofessor Thomas Söding ist Maria weit mehr als eine Identifikationsfigur katholischer Frömmigkeit. Entscheidend sei das biblische Bild der Frau aus Nazareth: die Mutter Jesu, die Gottes Ruf in Freiheit annimmt und so den Weg für die Menschwerdung ebnet. Maria stehe nicht für Unterordnung, sondern für eine Freiheit, die aus dem "Ja" zu Gott und den Menschen erwachse. Moderne Begriffe wie Emanzipation ließen sich zwar nicht einfach auf das Neue Testament übertragen, dennoch könne Maria Frauen bis heute inspirieren.Zugleich warnt Söding vor überbordender Marienverehrung und kitschigen Verklärungen. Maßstab müsse immer die Heilige Schrift bleiben. Im Evangelium von der Begegnung Marias mit Elisabeth erkennt er eine zentrale Botschaft: Maria macht sich auf den Weg zu den Menschen – ein Vorausbild des Wirkens Jesu. Ihr Lobgesang, das Magnificat, eröffne eine Hoffnungsperspektive, in der Gott die Mächtigen entmachtet und die Niedrigen erhöht. Diese Verheißung sei Auftrag und Ermutigung für Christinnen und Christen bis heute.Aus dem Lukasevangelium:In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück. (Lk 1,39-56)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
Studien stellen bei jungen Männern problematische Männerbilder fest, Nationalräte von links bis rechts fordern den Bundesrat auf, sich mit der toxischen Männlichkeit zu befassen. Was ist los mit den Jungs? Michael Koger ist Co-Leiter der einzigen Fachstelle für Buben und junge Männer der Schweiz. Erfolgreich, stark, den Frauen überlegen: das Bild, das Buben anstreben, hat oft mit Dominanz zu tun, sagt Koger. Er führt an Schulen Workshops mit Jungs-Gruppen durch. Dabei erlebt er die jungen Männer in einem Spannungsfeld: Die Erwachsenenwelt erwarte von ihnen, dass sie empathisch und fürsorglich sind, in der Schule aber müssten sie nach wie vor den harten Typen markieren, um ernst genommen zu werden. Wir als Gesellschaft hätten angenommen, dass die Jungs im Zuge der Emanzipation der Frauen ihre Rolle finden. Doch das fand nur bedingt statt. Sie gingen vergessen, wir hätten sie sich selbst und Social Media überlassen. Der Sozialpädagoge Michael Koger ist Co-Leiter der Fachstelle «OH BOY*» ihn Zürich und zu Gast bei Simone Hulliger.
Leibwäsche, Nachtwäsche, Bettwäsche, Tischwäsche: Mehr als 700 Stücke konnte eine bürgerliche Aussteuer um 1900 umfassen. Hier wird die Geschichte bürgerlichen Wohnens, der Emanzipation von Frauen, aber auch die Entwicklung der Textilkunst kenntlich. Von Hilka Dirks www.deutschlandfunk.de, Essay und Diskurs
Onanieren. Masturbieren. Selbstbefriedigung. Irgendwie klingen all diese Begriffe nicht besonders sexy, finden Lenia und Luisa. Inspiriert von einer Nachricht aus der Community machen sich die beiden deshalb im Rahmen der Erfindung der Woche auf die Suche nach einem neuen Wort für Self-Pleasure. Dabei wird diskutiert, gesammelt, verworfen und neu erfunden. Welche Begriffe fühlen sich gut an, welche gar nicht – und warum fällt es uns bis heute so schwer, entspannt über Selbstlust zu sprechen? Außerdem erzählt Luisa vom sogenannten „Freestylen“ im Escort-Kontext und von einem Erlebnis, bei dem ein Hotel den Plan unerwartet durchkreuzt hat.
Ingeborg Bachmann gehört zu den grossen Stimmen der europäischen Nachkriegsmoderne – und zu den widersprüchlichsten. Aufgewachsen im Schatten von Krieg und Nationalsozialismus, findet die 1926 geborene Kärntnerin früh zur Literatur – und macht das Schreiben zu ihrem existenziellen Projekt. Eine atemberaubende Karriere führt die Autorin von Wien über Paris nach Rom. Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch prägen Bachmanns Leben ebenso wie Brüche, Krisen und Rückzüge. In den 1960er-Jahren gerät das Leben der Schriftstellerin zunehmend aus dem Gleichgewicht. Zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin wird das Werk Ingeborg Bachmanns aus verschiedenen Blickwinkeln neu beleuchtet. Sichtbar wird eine Autorin, die bei allem Streben nach Emanzipation in den Verstrickungen ihrer Zeit gefangen blieb – existenziell und künstlerisch. ____________________ Redaktion: Günter Kaindlstorfer ____________________ Produktion: SRF 2026 ____________________ Dauer: 54'
Die Debatte mit Natascha Freundel, Teresa Präauer und Regina Schilling "Therapie schadet nie." (Teresa Präauer) Ingeborg Bachmann lacht, als sie zum Fernsehreporter sagt: „Die Männer sind unheilbar krank. Wissen Sie das nicht? Alle!“ Die Interviewszene von 1971 ist zentral in Regina Schillings Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Zum 100. Geburtstag der solitären Schriftstellerin Bachmann springt hier ihre Aktualität ins Auge: Ihr Erforschen (und Erleiden) dessen, was heute strukturelle männliche Gewalt gegen Frauen genannt wird. Ihre Behauptung eines „Ichs“, das nach einer anderen Freiheit sucht, nach einem anderen „Du“, jenseits männlicher und weiblicher Zuschreibungen. Seit Bachmanns tragischem Tod im September 1973 hat sich viel verändert. Künstlerinnen sind keine Ausnahmen mehr. Geschlechter sind fluide und kommunizieren „auf Augenhöhe“. Wirklich? Die Filmemacherin Regina Schilling und die Schriftstellerin Teresa Präauer denken über das enigmatische Erbe der Ingeborg Bachmann und Frauen im Kunstbetrieb heute nach. Teresa Präauer ist Schriftstellerin und lebt in Wien. Ihr Roman »Für den Herrscher aus Übersee« erhielt 2012 den aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt. Seither entstanden zahlreiche Bücher, u. a. ausgezeichnet mit dem Erich-Fried-Preis 2017, dem Ben-Witter-Preis 2022 sowie dem Bremer Literaturpreis 2024 für »Kochen im falschen Jahrhundert«. Demnächst erscheinen: »Nie mehr weinen – Tränenkunde für Fortgeschrittene« (Essay, Residenz Herbst 2026) sowie »Guten Abend, Herr Morgan«, 3.12.2026 Theater in der Josefstadt, Kammerspiele. Regina Schilling ist Dokumentarfilmerin und war 2001 bis 2024 mitverantwortlich für das Programm der lit.COLOGNE. Zu ihren vielfach ausgezeichneten Filmen zählen „Bierbichler“ (2007), „Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule“ (2011, Co-Regie Luzia Schmid,) und „Titos Brille“ (2014). „Kulenkampffs Schuhe" (2018) wurde u.a. mit dem Grimme-Preis, dem 3sat-Dokumentarfilmpreis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2022 folgte ihr Künstlerportrait „Igor Levit. No Fear“ und 2023 der ZDF-Dokumentartilm „Diese Sendung ist kein Spiel - die unheimliche Welt des Eduard Zimmermann, Moderator und Erfinder von Aktenzeichen XY“. "Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war" mit Sandra Hüller, Paul Celan, Hans-Werner Henze und Max Frisch startet am 25.6.2026 in den deutschen Kinos. Kapitel: 00:00:00 Intro und Lieblingssätze 00:03:25 "Die Krankheit der Männer." 00:05:57 Erste Begegnungen mit Bachmann 00:09:23 Bachmann wiederlesen 00:14:23 Erste Gewalterfahrung (Sandra Hüller liest aus "Malina") 00:25:33 "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar." 00:28:03 Kunstschaffende Frauen gestern und heute 00:33:53 Mit Männern leben 00:38:26 "Ich habe kein Geschlecht mehr." (Gebärmutter-OP) 00:41:04 Todesarten-Projekt 00:47:31 Aus der männlichen Position erzählen 00:50:57 Lese-Empfehlungen 00:53:27 Zweiter Gedanke: Die Männer sind unheilbar krank? 00:54:58 Outro und Podcast-Tipp: DER VERBOTENE VATER - Schicksal eines französischen Besatzungskinds https://1.ard.de/alles-geschichte-der-verbotene-vater Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
„Ihr sprecht viel zu wenig über die negativen Seiten der Sexarbeit.“ Mit dieser Nachricht einer Hörerin setzen sich Lenia und Luisa in dieser Folge auseinander. Gemeinsam sprechen sie darüber, warum schwierige Erfahrungen im Podcast bislang eher selten Thema waren. Einerseits möchten sie Kund:innen nicht pauschal schlecht darstellen, andererseits haben beide das Gefühl, für diesen Beruf besonders gut geeignet zu sein. Doch heißt das automatisch, dass es keine Schattenseiten gibt? Ausgehend von den Erfahrungen der Hörerin diskutieren die beiden über Situationen, die auf Dauer belastend sein können: wiederkehrende Grenzüberschreitungen, unerwünschte Berührungen, das Gefühl ständiger Wachsamkeit während eines Dates und die Herausforderung, danach wieder herunterzufahren. Außerdem geht es um die Frage, wie unterschiedlich Menschen körperliche Nähe und Sexualität erleben. Während die Hörerin das Thema „in jemanden eindringen lassen“ als Belastung beschreibt, haben Lenia und Luisa darauf noch einmal eine ganz eigene Perspektive. Zum Schluss erzählt Luisa von zwei negativen Erlebnissen aus ihren ersten Jahren in der Sexarbeit – und davon, was sie daraus gelernt hat.
Auch wenn wir uns dem Sommer mit großen Schritten nähern, ist bei meiner heutigen Rezension von Sommerlektüre keine Spur. Dabei könnte man doch meinen, dass es in einem Roman der, zumindest zu einem großen Teil, in einer von Männern bewohnten WG oder besser gesagt Kommune im Berlin der DDR recht freiheitlich und locker-leicht zugehen müsste und man beschwingt in die Lektüre starten könnte. Und hat nicht Rosa Luxemburg schon gesagt: „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.“? Ich behalte diesen Gedanken im Kopf und komme später darauf zurück.Im Aufbau Verlag erschien dieses Jahr der Roman Mit beiden Händen den Himmel stützen der gebürtigen Berlinerin Lilli Tollkien, die damit ihr literarisches Debüt gab. Darin begleiten wir ihre Protagonistin Lale, die wir quasi schon vor ihrer Geburt kennenlernen, als sie uns beschreibt wie es sich anfühlt im Bauch ihrer Mutter, diesem geschützten und gleichzeitig ungeschützten Raum zu sein, denn der Schutz des Kindes hängt maßgeblich vom Verhalten der Mutter ab. Durch deren vorgeburtlichen Drogenkonsum entwickelt jedoch auch ihr Baby, Lale, unsere Protagonistin, eine Abhängigkeit und startet in ihr Leben mit einem Drogenentzug und es ist das Jahr 1980. Einige Zeit später, Lale ist circa anderthalb Jahre, wird ihrer Mutter das Sorgerecht entzogen und der Vater, der ohnehin nicht auf der Geburtsurkunde erscheint, fährt wegen eines Banküberfalls ins Gefängnis ein. Daraufhin kommt sie ins Heim, eine Zeit die sowohl für die Leserin als auch die Protagonistin eine Leerstelle bilden und ein Jahr später, Lale ist zweieinhalb wird sie von Karlheinz, einem Freund von Lales Vater, als Pflegekind aufgenommen und findet so ihren Weg in seine Wohngemeinschaft. Dies ist jedoch kein bloßer Akt der Nächstenliebe, sondern ein Freundschaftsdienst für Lales Vater, der Karlheinz beim letzten Bankraub nicht verpfiffen hat und die 700 Mark, die er zusätzlich für sein Pflegekind bekommt, tun ihr Übriges. In der WG wohnen neben Karlheinz noch drei weitere Männer, nämlich Wolfgang, Ansgar und Frank und, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, schließlich auch Lales Vater.In diesem Umfeld wächst Lale ohne feste Strukturen und Regeln auf. Was für andere Kinder eher die Ausnahme wäre, nämlich viele Süßigkeiten zu essen, lange wach zu bleiben und ständiges Fernsehen, ist für sie der Normalzustand. Doch es wird schnell deutlich, dass dieses Leben nichts begehrenswertes für sie darstellt. Es sind ihre Bewunderung für das zu Hause ihrer Freundin Lina, das aufgeräumt ist und in dem es gut riecht, aber vor allem die Schule und die damit verbundenen Regeln und Abläufe die ihr Halt geben.„Die Schule ist mein Anker. Alle Abläufe wiederholen sich, und es gibt eindeutige Regeln. Die Klassenlehrerin ist immer nüchtern, und alles scheint einem beruhigenden Plan zu folgen, die Stuhlkreise, die Schulmilch, die Hofpausen und das Lesen in der bunten Fibel. Das Beste aber ist die Normalität der anderen oder dass, was ich mir darunter vorstelle.“ (S.33/34)Ihre Sehnsucht nach Regeln, Ordnung und Stabilität scheinen nicht verwunderlich, stehen sie doch im starken Gegensatz zu ihrer tatsächlichen Lebenswelt, die geprägt ist von Männern, die unter dem Deckmantel der Freiheit ein Leben jenseits von Konventionen führen, die revolutionär sein wollen und über Philosophien schwadronieren, in deren Leben aber Alkohol, Drogen und Machtmissbrauch an der Tagesordnung stehen und denen Lales Wohlbefinden egal ist.Als Lale mit 14 Jahren aus der Männer WG auszieht, zunächst in eine betreute Mädchen WG, hat sie längst ihre Erfahrungen mit Alkohol und Drogen und was noch viel schlimmer ist, mit sexuellem Missbrauch gemacht und musste aufgrund schulischer Probleme auf eine Hauptschule wechseln. Mit 16 Jahren bezieht sie zum ersten Mal alleine eine Wohnung. Auch von diesem Punkt aus begleiten wir sie weiter durch ihr Leben, dass durch ihre Kindheit so negativ geprägt ist, dass es für sie unendlich schwer ist erwachsen zu werden, herauszufinden was sie wirklich möchte – in beruflicher wie persönlicher Hinsicht – aber auch ihre Traumata zu verarbeiten. Wir begleiten Lale auf der Suche nach sich selbst, immer umgeben von der Frage, wer sie eigentlich ist, wer sie sein möchte. Diese tiefgreifenden persönlichen Fragen rühren vor allem auch vom quasi nicht vorhandenen elterlichen Schutz und der Vernachlässigung, die sie durch ihre Eltern erfahren musste. Während ihre Mutter aufgrund ihrer Heroinabhängigkeit nicht in der Lage ist für ein Kind zu sorgen und im Leben ihrer Tochter nur selten und unzuverlässig auftaucht und schließlich auch an ihrer Sucht stirbt, ist der Vater aufgrund seiner politischen Aktivitäten und Raubüberfälle oft physisch nicht vorhanden. Wenn doch, scheint seine Aufmerksamkeit dann eher seinen wechselnden Partnerinnen denn seiner Tochter zu gelten. Dieses Fehlen der Eltern und damit auch das Fehlen von Vorbildern oder Leitfiguren zusammen mit dem fehlenden elterlichen Schutz sowie der Tatsache, dass Lale sich nahezu allein in einer grenzenlosen und gefährlichen Erwachsenenwelt behaupten muss, prägen und traumatisieren sie. Dem chronologischen Erzählstrang, mit dem Lilli Tollkien uns dabei durch die Handlung führt, sind aber auch immer wieder Auslassungen und Vorausschauen auf Lales späteres Leben eingestreut.Die Freiheit der Andersdenkenden beschränkt sich dabei auf ihre eigene ganz persönliche Freiheit, durch deren Ausleben sie Grenzen anderer überschreiten, in denen es vor allem zu Vernachlässigung und Missbrauch kommt und somit ein Umfeld entsteht, in dem Gewalt verharmlost und normalisiert wird. Die Mitglieder der Kommune, die sich nach außen progressiv geben, werten Frauen zu Objekten ab, die vor allem zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse, sei es sexueller Natur oder der Erledigung häuslicher Pflichten, dienen. Empathie, Gleichberechtigung, Respekt oder Schutz erfahren die Frauen, zu denen auch Lale – ein Kind – gehören nicht. Rücksichtsloses Verhalten wird als politisches Ideal getarnt.„Der Geruch meiner Kindheit setzt sich zusammen aus Schwarzer-Krauser-Tabak, Bier und stockiger Wäsche. Aus Sperma, Haschisch und Überbackenem.“ (S.67)Und später beschreibt die Protagonistin:„Mit Genugtuung beobachte ich, wie die Erwachsenen mit sich ringen, wenn ich ein Schnapsglas leere, wenn ich am Joint ziehe, die Schule schwänze oder betrunken auf irgendeinem Schoß in der Kneipe sitze, wie sie zu spüren scheinen, dass etwas an der Situation falsch ist und sie dennoch Teil davon sind und nichts sagen.“ (S.118)Dennoch sind Lilli Tollkiens Sprache und Beschreibungen nicht anklagend. Es ist aber schmerzhaft zu lesen, wie Lale versucht, Halt und Sinn, ja sich selbst in ihrem Leben zu finden. Es ist eine Geschichte über Suche und Kampf um Selbstermächtigung und Emanzipation, die die Frage aufwirft, wer man hätte sein können und wer man ist. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Freiheit – das ist eine Parole, der sich viele gern verpflichten. Freiheit – die Raum gibt zur Selbstverwirklichung und Selbstentfaltung, die lockt. Sie hat Anziehungskraft. Freiheit – Zauberwort für die Emanzipation des Menschen, sei es um jeden Preis. Doch: Freiheit, die nicht verantwortet wird vor Gott, endet im Chaos. Das lehrt uns die Geschichte – […]
Ingeborg Bachmann gehört zu den großen Stimmen der europäischen Nachkriegsmoderne – und zu den widersprüchlichsten. Aufgewachsen im Schatten von Krieg und Nationalsozialismus, findet die 1926 geborene Kärntnerin früh zur Literatur – und macht das Schreiben zu ihrem existenziellen Projekt. Eine atemberaubende Karriere führt die Autorin von Wien über Paris nach Rom. Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch prägen Bachmanns Leben ebenso wie Brüche, Krisen und Rückzüge. In den 1960er-Jahren gerät das Leben der Schriftstellerin zunehmend aus dem Gleichgewicht. Zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin wird das Werk Ingeborg Bachmanns aus verschiedenen Blickwinkeln neu beleuchtet. Sichtbar wird eine Autorin, die bei allem Streben nach Emanzipation in den Verstrickungen ihrer Zeit gefangen blieb – existenziell und künstlerisch.
Die Astrostluts sind zurück! Diesmal geht es um einen Hörer, der vor einer schwierigen Entscheidung steht: Lisa oder Vroni? Die eine lebt polyamor, die andere monogam – und beide scheinen ihren ganz eigenen Platz in seinem Leben zu haben. Lenia und Luisa legen die Tarotkarten und schauen, welche Botschaften sich hinter Karten wie der Gerechtigkeit oder den fünf Münzen verbergen. Was sagen die Karten über die Dynamik mit den beiden Frauen? Welche Herausforderungen und Chancen zeichnen sich ab? Und helfen die Astrostluts am Ende tatsächlich bei der Entscheidungsfindung?
Christian Berndt beleuchtet, wie der Bravo-Starschnitt die Jugendzimmer revolutionierte und zum Symbol für jugendliche Emanzipation und Popkultur wurde.
Am kommenden Montag ist der 150. Todestag der französischen Schriftstellerin George Sand. Aus diesem Anlass macht sich die Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant diese Woche „Gedanken für den Tag“ über Sand, die sich zeitlebens für die Emanzipation der Frauen und gegen die Monarchie eingesetzt hat. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 05.06.2026
Dating-Apps sind praktisch – aber was passiert eigentlich, wenn man das Handy weglegt und Menschen einfach im echten Leben anspricht? Genau das wollen Lenia und Luisa herausfinden. An einem Montagabend in Berlin starten die beiden ihr Real-Life-Dating-Experiment. Anfangs läuft es eher schleppend, doch dann fasst Lenia sich ein Herz und spricht eine Frau an, die allein an einem Tisch sitzt. Auch Luisa sammelt erste Flirt-Erfahrungen und verteilt spontan ihren Instagram-Namen. Später führt der Abend die beiden in eine Hotelbar – und zu einer Gruppe Männer, die sehr unterschiedliche Reaktionen auslösen. Zwischen spontanen Begegnungen, Flirtversuchen und Diskussionen über Millionäre stellt sich am Ende die entscheidende Frage: Sind Dating-Apps wirklich nötig – oder haben wir einfach verlernt, Menschen im echten Leben kennenzulernen?
Von Max und Moritz bis zum Sams: Viele Kinderbuchhelden sind unsterblich. Zugleich werden Kinderbücher politischer und vermitteln Werte wie Individualität, Emanzipation und Mut.
Die Logistikbranche steht vor großen Herausforderungen – insbesondere beim Thema Fachkräfte. Gleichzeitig bleibt sie in vielen Bereichen eine Männerdomäne: Nur rund 22 Prozent der Beschäftigten im Bereich Verkehr und Lagerei sind Frauen, bei Berufskraftfahrerinnen sogar deutlich weniger. In dieser Folge von VerkehrsRundschau Funk sprechen Tabea Schulz und Christian Bonk mit Ruth Pflaum, Unternehmerin und Vorsitzende des Netzwerks „Logistik ist weiblich“, über Realität, Zahlen und Perspektiven. Im Fokus stehen die Fragen: Warum sind Frauen in operativen Berufen noch immer unterrepräsentiert? Welche Fortschritte gibt es beim Nachwuchs? Und was müssen Unternehmen konkret tun, um Frauen zu gewinnen, zu fördern und langfristig zu halten? Außerdem geht es um Ausbildung, Unternehmenskultur, Vereinbarkeit und die Rolle von Netzwerken und Initiativen in der Branche.
1926 veröffentlicht die US-Vogue eine Skizze von Coco Chanel: Das "Kleine Schwarze" sprengt modische Regeln, wird zum Symbol der Selbstbestimmung und gilt bis heute als Klassiker. Von Steffi Tenhaven.
Als am 1. Juni 1961 "die Pille" nach Deutschland kommt, warnen Kirche, Ärzte und Politik. Frauenrechtlerinnen feiern sie, andere kritisieren Risiken und Abhängigkeiten. Von Veronika; Biermann Bock.
Am 8. Juni jährt sich der Todestag von George Sand zum 150. Mal. Sie schrieb ihre Romane unter diesem männlichen Pseudonym und machte sich für die Emanzipation der Frauen stark. Ihre sozialkritischen Schriften und Romane wurden viel gelesen. Literaturwissenschaftlerin Brigitte Schwens-Harrant macht sich diese Woche „Gedanken für den Tag“ über die Schriftstellerin. Gestaltung: Alexandra Mantler – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 01.06.2026
Die zweite Episode unserer Jubiläumsfolge widmet sich der Etablierung der Partisanenarmee, der Integration von Frauen in ihre Reihen sowie dem Zusammenhang von Widerstandskampf und weiblicher Emanzipation. Wir sprechen über die großen Schlachten des Krieges und den entscheidenden Beitrag der Frauen zum Sieg über die faschistischen Besatzer. Außerdem geht es um die Entstehung des künftigen Jugoslawiens und darum, wie es den Partisaninnen und Partisanen gelang, zunächst als Alliierte im Kampf gegen die Nationalsozialisten anerkannt und schließlich auch militärisch unterstützt zu werden. Dabei helfen uns der Militärhistoriker Klaus Schmider von der Militärakademie Sandhurst und die feministische Historikerin Ivana Pantelić vom Institut für Zeitgeschichte in Belgrad. Darüber hinaus erfahrt ihr, wie es um die Proteste und die Pressefreiheit in Serbien steht, wie Serben im Auftrag Russlands als Agenten in Frankreich und Deutschland eingesetzt werden, warum der Belgrader Polizeichef mutmaßlich versuchte, eine Leiche verschwinden zu lassen, und in welchen kroatischen Städten künftig ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot eingeführt wird.
Zwei Community-Fragen, zwei moralische Grenzbereiche: In dieser Rubrikenfolge diskutieren Lenia und Luisa wieder eure Menage-Morale-Themen. Zuerst geht es um die Frage, wann man in einer „halbwegs monogamen“ Beziehung eine Affäre gestehen sollte. Direkt nach dem Sex? Gar nicht? Oder gibt es überhaupt einen guten Zeitpunkt dafür? Luisa erzählt außerdem von einer eigenen Erfahrung mit einem Ex-Partner, der ihr sein Fremdgehen gebeichtet hat. Danach wird's intim: Eine Hörerin berichtet von einem Sexleben, bei dem sie sich zunehmend außen vor fühlt. Nach kurzer Penetration masturbiert ihr Partner alleine bis zum Höhepunkt – ohne wirkliche Nähe oder Aftercare danach. Ist das egoistisch, nachvollziehbar oder einfach schlechte Kommunikation?
ab 1:34 Min. - Tillmann Bendikowski: Ein Jahr im Mittelalter - Essen und Feiern, Reisen und Kämpfen, Herrschen und Strafen, Glauben und Lieben | Gelesen von Daniel Buser | 12 Std. 20 Min. | DAV || ab 13:20 Min. - Konzertlesung nach George Orwell: 1984 | Mit Sylvester Groth und der Musik von Stefan Weinzierl | 1 Std. 30 Min. | Buchfunk || ab 21:56 Min. - Annett Gröschner: Schwebende Lasten | Gelesen von Michaela Winterstein | 7 Std. 36 Min. | C.H. Beck Verlag || ab 30:37 Min. - Eva Rottmann: Kurz vor dem Rand | Gelesen von der Autorin | 5 Std. 27 Min.| Ab 14 Jahren | Buchfunk
Lenia ist monogam. Nachdem Monogamie vor gar nicht allzu langer Zeit noch kritisch beäugt wurde, gibt es jetzt plötzlich einen kompletten Kurswechsel. Wie kam's dazu – und wie funktioniert Monogamie, wenn man Sexarbeit macht? Gemeinsam sprechen Lenia und Luisa darüber, welche Regeln gelten, wo Grenzen anfangen und welche Situationen plötzlich komplizierter wirken als gedacht. Wie harmlos sind Küsschen zur Begrüßung, gemeinsames Einschlafen oder emotionale Nähe außerhalb der Beziehung? Für Lenia ist besonders spannend, dass Bedürfnisse jetzt nicht mehr einfach außerhalb der Beziehung ausgelagert werden können. Stattdessen geht es darum, Dinge innerhalb der Partnerschaft zu lösen – notfalls auch mit Paartherapie. Außerdem reagieren die beiden auf Nachrichten aus der Community und Lenia spricht offen darüber, bei welchen Themen sie in ihrer neuen monogamen Beziehung besonders aufmerksam bleiben möchte.
Wir dokumentieren die Einleitung zur 15. Armutskonferenz in St. Virgil und den Vortrag von Nina Verheyen zum Thema Der Leistungsglaube zwischen Ungleichheit und Emanzipation. Eine historische Spurensuche.
Sie flieht aus adliger Enge in ein Leben voller Kunst, Literatur und unzählige Liebhaber. Franziska zu Reventlow, geboren am 18. Mai 1871, lebt radikal selbstbestimmt. Von Christian Kosfeld.
Gleiche Rechte für Männer und Frauen gibt es in westlichen Gesellschaften noch nicht lange, und wo es sie gibt, wollen immer mehr Männer das Rad zurück drehen. Chancengleicheit gibt es in vielen Situationen immer noch nicht. Länder in denen Frauen sich unterordnen müssen, Kulturen in denen Frauen rechtlos sind, gibt es immer noch viel zu viele. Vor diesem Hintergrund trifft ROSE besonders hart. Der einzige Weg für eine Frau, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, ist die Hose – also sich als Mann auszugeben. Mit allem, was das bedeutet: im Krieg kämpfen, Bären töten, alleine Verantwortung zu tragen. Rose schafft das alles, sie „steht ihren Mann“. Aber irgendwann kommt man ihr durch einen Zufall auf die Schliche. Und die patriarchale Gesellschaft nimmt grausam Rache … Starke Inszenierung in düsterem Schwarzweiss mit einer schon wieder so intensiven Sandra Hüller, dass einem die Luft wegbleibt. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna, Hendrik und Thomas.
ab 1:20 Min.- Elizabeth Strout: Erzähl mit alles | Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth | Gelesen von Gabriela Blum | 8 Std. 57 Min. | Der Hörverlag || ab 12:14 Min.- Christoph Peters: Entzug | Gelesen von Nico Holonics | 10 Std. 7 Min. | Der Hörverlag || ab 22:34 Min.- Lena Gorelik: Alle meine Mütter | gelesen von Inka Löwendorf | 6 Std. 51 Min. | Argon-Verlag || ab 28:29 Min.- Marie-Aude Murail: Über kurz oder lang | aus dem Französischen von Tobias Scheffel | Gelesen von Johannes Quester | 3 Std. 20 Min.| Ab 12 Jahren | Der Diwan
Ein Songtext bringt Lenia und Luisa ins Diskutieren: Darf man „Freiersohn“ sagen – und ist das wirklich besser als „Hurensohn“? Die beiden sprechen darüber, warum bestimmte Begriffe gesellschaftlich akzeptierter wirken als andere und welche Doppelmoral rund um Sexarbeit bis heute existiert. Während Sexarbeitende oft abgewertet werden, gelten andere Rollen – vom „Pimp“ bis zum Casanova – plötzlich als cool oder sogar bewundernswert. Eine Rubrikenfolge über Sprache, gesellschaftliche Bilder und die Frage, warum manche Klischees so hartnäckig bestehen bleiben.
Viel ist von toxischer Männlichkeit die Rede. Was aber ist mit den neuen Vätern? Zeigen sie nicht, wie sehr sich die Männer im Laufe der Emanzipation auch verändert haben?
Wie fühlt sich heißes Wachs auf der Haut an – und wo wird es unangenehm? Lenia und Luisa widmen sich dem Thema Wax Play und machen einen Selbstversuch live in der Folge. Bevor es losgeht, sprechen die beiden darüber, wie sie zu dem Thema gekommen sind und welche Erfahrungen sie bisher damit gemacht haben. Auch Sicherheitsaspekte spielen eine Rolle – denn bei aller Neugier sollte man wissen, worauf man sich einlässt. Dann wird ausprobiert: Wie unterschiedlich reagieren verschiedene Körperstellen? Wo ist es überraschend intensiv, wo vielleicht weniger als gedacht? Und was passiert, wenn man die Hitze falsch einschätzt? Am Ende ziehen Lenia und Luisa ein ehrliches Fazit: Was hat überrascht, was würden sie wieder machen – und was eher nicht?
Vor allem jüdische Frauen in Berlin um 1800 waren Gastgeberinnen von Salons, Orte des Austauschs und der Emanzipation. Hanna Lotte Lund erklärt ihre historische Rolle.
Manche Fantasien bleiben im Kopf – andere werden irgendwann Realität. Lenia hat sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt, über den die beiden schon öfter gesprochen haben – sogar mit Expert:innen. Während Luisa sich das für sich selbst überhaupt nicht vorstellen kann, war es für Lenia ein intensives und lang erwartetes Natursekt-Erlebnis, über das sie offen spricht: Ihr Lover hat endlich in sie reingepinkelt. Lenia und Luisa tauschen sich darüber aus, wie unterschiedlich Grenzen, Neugier und Lust sein können – und warum es manchmal genau diese individuellen Vorlieben sind, die Sexualität so spannend machen.
In dieser Episode spricht Christian Hammes mit Harald Sporleder, CIO von Lingohr Asset Management, über Kapitalmärkte in einer Phase geopolitischer Verdichtung, strukturell höherer Kapitalkosten und wachsender Zweifel an passiven Standardallokationen. Sporleder verbindet die Perspektive eines systematischen Value-Investors mit einer ausgeprägt makroökonomischen und geopolitischen Lesart der Märkte. Im Zentrum steht die Frage, wie Investoren auf eine Welt reagieren sollten, in der Energie, Rohstoffe, politische Handlungsfähigkeit und regionale Wachstumsräume wieder zu entscheidenden Bewertungsfaktoren werden. 1. Der Iran-Konflikt und ein dauerhaft höherer Ölpreis werden als Belastung für Inflation, Europa und energieabhängige Volkswirtschaften eingeordnet. 2. Die Dominanz amerikanischer Technologie- und Hardwarewerte wird als Konzentrationsrisiko beschrieben, das passive Indexstrategien verletzlicher macht. 3. Emerging Markets, Small und Mid Caps sowie traditionelle Bewertungskennzahlen erscheinen als mögliche Alpha-Quellen jenseits überfüllter Marktsegmente. Das Gespräch ist damit eine nüchterne Einladung, Diversifikation nicht nur als Streuung, sondern als bewusste Emanzipation von dominierenden Indexlogiken zu verstehen.
"Kein Mucks!" – der Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka (Neue Folgen)
Gleich zwei Stereo-Hörspiele präsentiert Bastian Pastewka in dieser Doppelfolge – beide basieren auf Kurzgeschichten von Henry Slesar, der unter anderem Drehbücher für Alfred Hitchcock schrieb. Im ersten wird ein Student beim Schummeln erwischt und beobachtet dann nachts zusammen mit einem Freund das Haus seines Professors. Wo ist eigentlich die Professorengattin? Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Im zweiten Hörspiel wird ein Betrüger vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Er hatte sich selbst gestellt. Aber das von ihm gestohlene Geld ist immer noch verschwunden. Bastian Pastewka präsentiert: Hüte und Schachteln und Einer, der nicht ausreißt Von Henry Slesar Mit Bernhard Minetti, Friedhelm Ptok, Rolf Schult, Paul Edwin Roth, Günter Pfitzmann u.a. Regie: Rolf von Goth und Friedhelm von Petersson rbb (SFB) 1975/1966 Podcast-Tipps: Professor van Dusen https://1.ard.de/professor-van-dusen Widerworte aus der Küche – Emanzipation in den 70ern https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:8d050aa92d8282b3/
Die Angriffe auf den Sozialstaat nehmen zu. Nicht nur neoliberale Thinktanks und Ökonomen machen mit – auch der sozialdemokratische Vize-Kanzler Lars Klingbeil spricht sich dafür aus, die Familienversicherung für Ehepartner abzuschaffen. Das sei ein Anreiz für diese, selbst arbeiten zu gehen. Mitunter wird dies sogar als Schritt zu mehr Emanzipation verkauft.Um die "Reformvorschläge" zu verstehen, lohnt es sich zunächst, die Entstehung und Entwicklung der Krankenversicherung in den Blick zu nehmen. Was gern als milde Gabe des Wohlfahrtsstaats verstanden wird, ist eigentlich anders zu begreifen: Umverteilt wird durch die allgemeine Krankenversicherung zwar sehr wohl, aber nur innerhalb der Klasse der Lohnabhängigen – von Besserverdienern zu Geringverdienern, von Singles zu Familien.In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die heikle Thematik. Literatur/Quellen:Bericht der Finanzkommission Gesundheit: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/F/FinanzKommission_Gesundheit/FinanzKommissionGesundheit_Erster_Bericht_20260330.pdfDr. Kornelia van der Beek/Christian Weber: “Solidarität in der GKV: Was leistet die beitragsfreie Familienversicherung?”, online verfügbar unter: https://www.wip-pkv.de/fileadmin/DATEN/Dokumente/Veroeffentlichungen/Solidaritaet_GKV_Was_leistet_die_Familienversicherung.pdf?Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören – oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft. Vielen Dank!Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/aboutTermine:Wolfgang ist am 16.4. in Köln zu Gast: https://www.instagram.com/p/DWog0IPCHMe/Wolfgang ist am 17.4. in Bad Nauheim zu Gast: https://www.bad-nauheim.de/de/erlebnisreich/veranstaltungen/podiumsdiskussion-bildung-macht-popkultur-wer-praegt-die-gesellschaft~867039Ole ist am 24. April in Ravensburg:https://www.imblauensessel.de/Ole ist am 27. April in München:https://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/kaempfen-fuer-die-freiheit/
Ab 1:36 Min. - Dita Zipfel: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt | Gelesen von Lisa Hrdina | 6 Std. 11 Min. | DAV || Ab 11:32 Min. - Gisèle Pelicot: Eine Hymne an das Leben - „Die Scham muss die Seite wechseln“ | Gelesen von Maria Hartmann | 9 Std. | Hörbuch Hamburg || Ab 22:03 Min. - Navid Kermani: Sommer 24 | Gelesen von Jens Harzer | 4 Std 37 Min | Argon Verlag || Ab 29:16 Min. - Katharina Bendixen: Taras Augen | Gelesen v. Lennart Hillmann, Kaja Sesterhenn, Cornelia Tillmanns | 8 Std. 40 Min. | Ab 14 Jahren | Der Diwan Verlag
Diesen Sonntag am 8. März ist Internationaler Frauentag oder auch Weltfrauentag. Entstanden ist er als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Damals forderten Frauen Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Vieles, aber nicht alles davon ist heute Realität – auch nicht hier in Deutschland. Deswegen kämpfen Frauen und FLINTA*s weiterhin. Was hier in der Region geplant ist, hören Sie von Annika ...
Im März 1961 sorgen vier Frauen in Uniform für Aufsehen: Erstmals überwachen Polizistinnen den Parkraum. Ein Erfolg im jahrelangen Kampf um Gleichberechtigung im Dienst. Von Jana Magdanz.
Nach der Rede von US-Aussenminister Rubio an der Münchner Sicherheitskonferenz hat sich gezeigt: Der Graben zwischen den USA und Europa bleibt, die einstige Wertegemeinschaft verkommt zu einer punktuellen Zweckallianz. Europa muss sich emanzipieren - doch es tut sich schwer mit der Geschlossenheit. Alle Themen: (00:00) Intro und Schlagzeilen (01:11) Zerwürfnis mit den USA: Europas steiniger Weg der Emanzipation (04:27) Nachrichtenübersicht (09:51) Wird das internationale Klima-Engagement der Schweiz weggespart? (14:35) Wie gross ist die Gefahr einer Rückkehr des IS in Syrien? (22:29) Tanzen hilft im Umgang mit Parkinson
Ohne Frauensolidarität, Frauennetzwerke und Räume nur für Frauen hätte es wohl kaum Emanzipation gegeben. Doch haben solche Veranstaltungen auch heute noch Sinn? Die Autorin und Künstler-Agentin Heike-Melba Fendel findet: eher nicht. Von Heike-Melba Fendel www.deutschlandfunkkultur.de, Politisches Feuilleton
Ursula März verknüpft im Roman "Mein gelber Pullover" die Reise einer jungen Frau 1989 nach Stromboli mit dem Aufwachsen in Mittelfranken in den 60ern. Es geht um den Verlust von Kindern und wie eine traumatisierte Elterngeneration das Leben formt. März,Ursula www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Ursula März verknüpft im Roman "Mein gelber Pullover" die Reise einer jungen Frau 1989 nach Stromboli mit dem Aufwachsen in Mittelfranken in den 60ern. Es geht um den Verlust von Kindern und wie eine traumatisierte Elterngeneration das Leben formt. März,Ursula www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Désirée ist Schauspielerin, Autorin und Entertainerin/Unterhaltungskünstlerin - eine die aneckt und polarisiert. Ich wollte von ihr wissen, wie sie gelernt hat, mit ihrer öffentlichen Wahrnehmung, Ablehnung und Klischees umzugehen. Wir sprechen darüber, wie es war, in einem Berliner Frauenhaushalt aufzuwachsen, was es bedeutet, ein Star aus Notwehr zu sein. Außerdem über das Leben zwischen Hochkultur und Trash-TV und warum sie als Berufsbezeichnung eigentlich Göttin angemessen findet. WERBEPARTNER & RABATTE: https://linktr.ee/hotelmatze MEIN GAST: http://www.desiree-nick.de/ DINGE: Désirées Buch: “Nice to meet you, Berlin!” https://bit.ly/3LOkTij Désirées Buch: “Bockwurst & Champagner - Zu Gast bei Désirée Nick” https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1071343371 Matze und Désirées erste Begegnung: https://bit.ly/4r9fgLG TEAM: Lukas Hambach - Produktion Annie Hofmann - Redaktion Mit Vergnügen - Vermarktung und Distribution Hotel Matze live - https://eventim.de/artist/hotel-matze/ 18.11.2025 – Köln – Volksbühne am Rudolfplatz 06.12.2025 – Berlin – Deutsches Theater Berlin MEIN ZEUG: Mein Fragenset LIEBE: https://beherzt.net/liebe Mein erstes Fragenset: https://beherzt.net/matze Meine Spendenaktion: https://machmit.wellfair.ngo/hotel-matze-spendenaktion-2025 Mein Newsletter: https://matzehielscher.substack.com/ YouTube: https://bit.ly/2MXRILN TikTok: https://tiktok.com/@matzehielscher Instagram: https://instagram.com/matzehielscherHotel LinkedIn: https://linkedin.com/in/matzehielscher/ Mein Buch: https://bit.ly/39FtHQy
Sie ist fast taub, unterschätzt, entschlossen – und Vorbild für Frauen: Am 23.10.1905 wird Gertrude Ederle, die erste Frau, die den Ärmelkanal durchschwimmt, geboren. Von Martina Meißner.