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In "Die Ozeanschwimmerin" erzählt Charlotte Tarnowski von Sophie, die nach dem tragischen Verlust ihres Mannes und ihres Sohnes vor dem emotionalen Nichts steht. Von Ute Schneider.
Zum 100. Geburtstag der Schauspielerin Marilyn Monroe, die nur gerade mal 36 Jahre alt wurde, gibt es zwei prächtige Sonderausgaben im Verlag Schirmer und Mosel. Von Heike Knispel.
Es ist wieder soweit, Krimiexperte Mike Altwicker und Heike Knispel haben einen ganzen Stapel 1a Krimis für Sie zusammengestellt. Eine Stunde Krimivergnügen, nervenzerfetzende Spannung und Kriminalfälle von Australien bis ins Ruhrgebiet. Von Mike Altwicker.
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Im Mai 2026 hat Lx Radio Mira-Kristin vom QueerHistoryMonth Hamburg zu Gast. Vom 1. bis 31. Mai wird Hamburg wieder zum lebendigen Archiv: Beim QueerHistoryMonth wird gezeigt wie vielfältig, mutig und kreativ queere Geschichte ist. Im Interview erzählt Mira-Kristin, wie die Idee für den QueerHistoryMonth entstanden ist und welche spannenden Formate und Veranstaltungen es in diesem Monat in Hamburg zu erleben gibt. https://queerhistoryhamburg.de/ Außerdem gibt es wie immer eine Buchrezension, sowie den queerfeministischen Newsflash.
Im Sommer 1949 erreicht Elsa Island als eine von knapp 300 jungen Frauen aus Deutschland, die dem Ruf der isländischen Bauernpartei gefolgt sind. Von Ute Schneider.
Der aktuelle Podcast widmet sich Robert Harris' Roman „Vergeltung“ – einem Buch, das den November 1944 mit beklemmender Präzision zurückholt. Während das Deutsche Reich in einer letzten verzweifelten Offensive die neu entwickelte V2-Rakete gegen England einsetzt, schildert Harris die Ereignisse aus zwei Perspektiven: den deutschen Ingenieur Rudi Graf, der im besetzten Holland die Starts überwacht, und die britische Offizierin Kay Caton Walsh, die einen Einschlag in London nur knapp überlebt. Was die Besprechung besonders hervorhebt: Der Sprecher ging zunächst mit Vorbehalten an das Thema heran – zu technisch, zu militärisch, zu oft erzählt. Doch Harris gelingt es, ihn schnell zu überzeugen. Der Roman zeigt beide Seiten des Krieges, ohne in einfache Schwarz-Weiß-Muster zu verfallen. Graf erscheint als idealistischer Wissenschaftler, der längst zwischen Pflicht, Schuld und Ernüchterung zerrieben ist. Kay dagegen verkörpert die Entschlossenheit der WAAF, eine Frau, die ihren Dienst mit Mut und Klarheit versieht. Sehr eindrücklich wird die Atmosphäre beschrieben: Harris' Schauplätze – Peenemünde, Scheveningen, Mechelen, das bombardierte London – wirken so plastisch, dass man sich mitten hineinversetzt fühlt. Die Spannung ist konstant spürbar, die Stimmung düster, aber nie effekthascherisch. Obwohl der Roman nicht brutal erzählt ist, rücken einem die Figuren erstaunlich nahe. Auch die Nebenwelten des Krieges – SS, Offiziere, Zwangsarbeiter, die erschöpfte Bevölkerung in Belgien und England – sind präsent, ohne dass Harris sie überzeichnet. Am Ende bleibt für den Sprecher vor allem eines: „Vergeltung“ geht unter die Haut. Der Roman zeigt die Komplexität des Krieges, ohne einfache Rollen zu verteilen. Keine „bösen Deutschen“ gegen „gute Engländer“, sondern Menschen in Extremsituationen, gefangen zwischen Moral, Überzeugung und Überleben. „Vergeltung“ erschien 2020 und ist für ihn ein herausragender Roman, der historische Spannung mit menschlicher Tiefe verbindet.
In den Dolomiten trifft der Autor Francesco auf den eigenwilligen Guido "Cognac" Contin. Von Andrea Halter.
In dieser Episode wird das Kinderbuch "Jackie Marrone rettet die drei kleinen Schweinchen" von Franziska Biermann vorgestellt, in dem Privatdetektiv Jackie Marone den Schweinchen hilft, ein mysteriöses Phantom in Bremen zu finden.
Das ist ein Buch mit Erzählungen über genau das: mittelalte Frauen, so zwischen 30 und 50. Von Heike Knispel.
Norbert Häring hat mit seinem neuesten Buch „Der Wahrheitskomplex – Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen“ einen umfassenden Überblick über die Akteure, Logiken und Verstrickungen eines Netzes aus NGOs, Regierungsstellen, journalistischen und anderen Akteuren vorgelegt, die im staatlichen Auftrag Zensur ausüben und sich dabei hinter der Bezeichnung „Zivilgesellschaft“ verstecken. Er zeichnet die Entwicklung seitWeiterlesen
Berlin, 2025: Die Gas-Lobby steht kurz vor dem großen Coup – ihr Mann Karsten Richter soll Minister werden. Von Heike Knispel.
In dieser Episode tauchen wir ein in die wunderbare Welt von Egon Wurm, einer unverwechselbaren Figur aus den Kinderbüchern von Richard Scarry. Gemeinsam erkunden wir die Geschichten, die sich um diesen einzigartigen Regenwurm drehen, der nicht nur Fußball spielen kann, sondern auch abenteuerlustig durch die große Stadt fährt. Ich teile meine persönliche Verbindung zu dieser Figur und hinterfrage, was es mit mir macht, ein Kinderbuch zu sehen, das eine so vertraute Figur präsentiert. Diese emotionale Reise zurück in meine eigene Kindheit wird durch die charmanten Illustrationen und die liebevollen Texte, die von Kathi Hersch übersetzt wurden, noch verstärkt. Egon Wurm, der heimliche Star in Scarrys Universum, lehrt uns nicht nur das Zählen und fördert unsere Kreativität, sondern bringt auch vieles mit sich, das wir mit unseren eigenen Kindern erleben können. Ich reflektiere über die Bedeutung dieser gemeinsamen Erlebnisse und die Möglichkeiten, die sich durch das Entdecken der Geschichten mit unseren Kindern eröffnen. Durch das gemeinsame Suchen von Egon in den Bildern und das Üben von Zahlen entwickeln wir eine tiefere Bindung, die von Spaß und Lernen geprägt ist. Besonders hervorheben möchte ich die künstlerische Gestaltung des Buches, die nicht nur die kleinen Leserinnen und Leser fasziniert, sondern auch die Eltern berührt. Die Illustrationen sind schlicht, aber eindrucksvoll, und sie transportieren eine Botschaft von Liebe und Wärme, die ich aus meiner eigenen Kindheit mit Egon Wurm verbinde. Es ist diese nostalgische Verbindung, die mich dazu bewegt, zu sagen, dass dieses Buch in jedes Kinderzimmer gehört. Ich betone, wie wichtig es ist, die Geschichten von Egon Wurm weiterzugeben, nicht nur als unterhaltsame Lektüre, sondern als wertvolle Erinnerungen, die Generationen überdauern werden. Zum Schluss stelle ich fest, dass das neu veröffentlichte Buch, "Das allerbeste Buch von Egon Wurm", im Jahr 2021 im Diogenes Verlag erschienen ist und für Kinder ab zwei Jahren geeignet ist. Mit einem Preis von 16 Euro ist es ein kleines, aber wertvolles Stück, das in jedem Haushalt Platz haben sollte. Dieses Buch ist mehr als nur eine Sammlung von Geschichten; es ist ein Werkzeug, um unsere gemeinsamen Erlebnisse zu bereichern und die Fantasie unserer Kinder zu fördern.
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
In der Aprilsendung hört ihr ein Interview mit der Historikerin Anna Hájková über ihre Arbeit und "Queeres Verlangen im Holocaust". Ausserdem haben wir einen Punkkommentar, eine Buchrezension und einen queerfeministischen Newsflash.
Im Sommer 2003 bilden fünf unzertrennliche Jugendliche im irischen Kinlough eine eingeschworene Clique, deren emotionaler Mittelpunkt die charismatische und ungestüme Kala ist. Von Ute Schneider.
Herbert Grönemeyer gilt spätestens seit dem Erfolg seines Albums "Mensch" als prägende Figur der deutschen Popmusik und hat den Kampf um den Popthron für sich entschieden. Von Ute Schneider.
In dieser Episode beschäftigen wir uns mit dem Buch "Geteilte Träume" von Ulla Mothes, das einen tiefen Einblick in das Leben einer jungen Frau im Berlin der 1990er Jahre bietet. Die Protagonistin Inke lernt, dass sie als Säugling in der DDR adoptiert wurde, was sie auf eine emotionale Reise zu ihren biologischen Wurzeln schickt. Die Frage, wer ihre leiblichen Eltern sind und warum sie zur Adoption freigegeben wurde, wird zum zentralen Thema dieser Erzählung und am Ende berührt sie die komplexen Beziehungen zu zwei Familien, die um sie ringen. Wir diskutieren die emotionalen und psychologischen Herausforderungen, mit denen Inke konfrontiert wird, als sie immer mehr über ihre Herkunft erfährt. Ihre Suche nach Identität und Zugehörigkeit ist geprägt von der Zerrissenheit zwischen ihrer vermeintlichen Familie, die sie liebevoll aufgezogen hat, und ihrer leiblichen Mutter, die ein ganz anderes Leben hatte. Die Erzählung beleuchtet die verschiedenen Facetten des Lebens in der DDR, von Zwangsadoptionen bis hin zu den Ausgangssperren und dem Mangel an Freiheit, den viele Menschen erlitten haben. Außerdem reflektiere ich persönlich über die Gefühle, die mich beim Lesen des Buches begleitet haben. Ich teile meine eigenen Gedanken darüber, wie es wäre, plötzlich herauszufinden, dass man adoptiert wurde, und welche inneren Konflikte das hervorrufen könnte. Die Tragik, die sich entfaltet, als Inke erfährt, dass sie ihrer Mutter nichts spenden kann, wirft Fragen zu Identität und Blutbindung auf. Wir tauchen tiefer in die Erinnerungen Inkes ein, die von den Geschichten ihrer Familie erzählt werden. Von den Herausforderungen, denen sich ihre leibliche Mutter Petra gegenüber sieht, bis hin zu den historischen Kontexten der deutsch-deutschen Teilung und den schmerzhaften Erfahrungen von Fluchtversuchen. Die Erzählweise von Mothes schafft eine dichte Atmosphäre, die es ermöglicht, die komplexen Emotionen und die Realität der Betroffenen nachzuvollziehen. Der Roman erfordert daher ein gewisses Maß an emotionaler Distanz, und ich gestehe, dass ich anfangs zögere, dieses Buch zu lesen, weil ich die Thematik als belastend empfinde. Dennoch zeigt Mothes durchweg Mitgefühl und Verständnis für die Charaktere, was den Roman trotz seiner schweren Themen lesenswert macht. Ich bin überzeugt, dass "Geteilte Träume" ein wichtiges Werk ist, um Verständnis für die deutsch-deutsche Geschichte zu fördern und den Leser dazu einzuladen, die Grautöne des Lebens zu erkennen. Abschließend kann ich nur empfehlen, sich "Geteilte Träume" zu Gemüte zu führen. Es bietet nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch wertvolle Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Akteure dieser Zeit. Ich freue mich auf zukünftige Werke von Ulla Mothes und bin gespannt, welche weiteren Geschichten sie zu erzählen hat.
Das ist eine große, spannende Familiensaga, die in Australien spielt und mit einem entsetzlichen Unfall beginnt, der im Weiteren das Leben aller Protagonisten bestimmt. Von Heike Knispel.
In dieser Episode befasse ich mich intensiv mit dem Buch "Engelsgrund" von Linus Geschke. Der Klappentext stellt bereits die düstere Prämisse vor: Es handelt sich um eine gefährliche Jagd zwischen Jäger und Gejagtem, die in einem spannenden Thriller entfaltet wird. Im Zentrum steht Carla Diaz, die, tief besorgt um das Leben ihrer Tochter Malin, als frühere Kollegin von Bond an den Ex-Polizisten Alexander Born herantritt. Zwei junge Frauen, die der Sekte Cernunnos angehörten, wurden brutal ermordet aufgefunden, und Carla befürchtet, dass auch Malin das nächste Opfer sein könnte. Die düstere Atmosphäre wird durch die Handlungsorte untermalt; das Setting in den Ardennen, wo ein ehemaliges Sanatorium als Hauptquartier der Sekte dient, steigert die Spannung und gibt dem Leser das Gefühl, Teil dieser bedrohlichen Welt zu sein. Mein persönlicher Eindruck von Geschkes Stil ist durchweg positiv. Die komplexe Beziehung zwischen den Charakteren und die psychologischen Elemente der Sekte werden geschickt verwoben, während die Erzählung durch temporeiche Wendungen begeistert. Als Borns Rückholmission misslingt, wird das Geschehen noch vielschichtiger, da Born sich dazu entschließt, den Kriminellen André Wolkow um Hilfe zu bitten. Die Spannung steigt, als sich Wolkow mit einem jungen Killer zusammen tut, der sich als Russlanddeutscher in die Sekte einschleicht. Dabei wird die Erzählung durch doppelte Spiele und persönliche Konflikte der Charaktere bereichert. Wolkows Handlungen scheinen nicht nur aus Altruismus motiviert zu sein, da er seine eigenen Interessen verfolgt und dadurch das Verhältnis zu Born weiter kompliziert. Der Thriller hält den Leser auf Trab mit brutalen Morden, die schockierende Details offenbaren, und zeichnet ein Bild der Inszenierung von Macht und Manipulation in Sekten. Ich habe das Gefühl, dass der Autor hier wichtige Themen anspricht, die sowohl spannend als auch nachdenklich stimmen. Trotz kleinerer konstruiert wirkender Elemente kann ich das Buch als Pageturner empfehlen, da es immer wieder zu fesseln vermag und die Charaktere lebendig und nachvollziehbar sind. Abschließend teile ich meine Begeisterung für die Figuren und ihre Dynamik. Ich fühle mich bereichert durch die Erlebnisse mit Alexander Born und Carla Diaz und bin gespannt, welche weiteren Geschichten Linus Geschke in Zukunft erzählen wird. "Engelsgrund" ist ein Buch, das nicht nur spannend ist, sondern auch in anderen Ländern Aufmerksamkeit verdienen könnte. Ich empfehle jedem, einfach in die Geschichte einzutauchen und sich von den fesselnden Charakteren und der packenden Handlung mitreißen zu lassen.
"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder ist eine vielschichtige Geschichte über Frauen, Familie und Generationen. Von Mike Altwicker.
In dieser Episode befassen wir uns eingehend mit dem Buch "Searching Lucy" von Christina Stein. Der Klappentext des Romans beschreibt das Verschwinden von Ambers Zwillingsschwester Lucy, das an Halloween in einer Vollmondnacht geschieht, nur einen Monat nach dem Verschwinden ihres Vaters. In einem Spannungsfeld von Trauer und Angst begibt sich Amber auf die Suche nach ihrer Schwester, ohne dass es bislang Verdächtige oder Anhaltspunkte gibt. Die immer drängender werdende Zeit lässt sie erkennen, dass jeder aus ihrem Umfeld der Täter sein könnte. Ihre Entschlossenheit, Lucy zu finden, führt sie zu außergewöhnlichen Methoden – sie bricht in die Häuser von Bekannten und Mitschülern ein, um Antworten zu finden. Ich teile meine persönlichen Eindrücke und Analysen des Buches, gehe dabei auf die tiefen Emotionen ein, die Christina Stein vermittelt. Es wird deutlich, dass Amber nicht nur mit dem Verlust ihrer Schwester, sondern ebenfalls mit der Verantwortung für ihre alkoholkranke Mutter und ihren kleinen Bruder kämpft. Diese komplexe Dynamik innerhalb der Familie wird eindrucksvoll dargestellt und bringt eine besondere Tiefe in die Handlung. Ich erörtere, wie Stein geschickt mit den Gefühlen der Charaktere spielt und dass die beschriebene Realität in vielen Familien oft ganz anders aussieht als sie nach außen hin scheint. Ein zentrales Element des Romans ist der bemerkenswerte Schreibstil von Christina Stein, der sehr warmherzig wirkt und gleichzeitig ein Vergrößerungsglas auf die gesellschaftlichen Probleme legt. Die Vereinsamung, mit der viele Menschen kämpfen, wird eindringlich thematisiert, und es wird spürbar, dass es in unserem Alltag oft niemanden gibt, dem wir uns anvertrauen können. Obwohl die Handlung einen typischen Jugendroman aufgreift, hebt sie sich durch die innovativen Ansätze, wie Ambers Einbrüche, ab und gibt dem Ganzen eine frische Perspektive. Abschließend äußere ich den Wunsch, dass Christina Stein uns nicht lange auf ihren nächsten Roman warten lässt, denn ihre Geschichten bieten wertvolle Einblicke und erreichen Leser in jeder Altersgruppe. "Searching Lucy" ist ein packender Roman, der sich an Jugendliche ab 14 Jahren richtet und im S. Fischer Verlag erschienen ist. Ich empfehle es jedem, der die Herausforderungen des Erwachsenwerdens und die Komplexität von Familienbeziehungen schätzt.
Frankreich im 19. Jahrhundert: Julien Sorel ist ein junger Mann, der es bis ganz nach oben schaffen will. In Paris sucht er sein Glück. Darum und um die Frage, ob Macht und Geld wirklich glücklich machen, geht es in Henri Beyles Buch „Le rouge et le noir“, oder zu Deutsch: „Rot und Schwarz”. Das stellt euch Jugendreporter Jonah in seinem Podcast vor.
Ein Inselsommer, der alles verändert … Von Ute Schneider.
Carla Bergmann, frisch als Praktikantin in der Lokalredaktion der Morgenpost, nimmt eine unscheinbare Polizeimeldung unter die Lupe – und stößt sofort auf Widersprüche. Von Ute Schneider.
In dieser Episode widme ich mich der Rezension des Buches "Ich habe Licht gebracht" von Anja Zimmer. Das Buch erzählt die bewegende Geschichte von Louise Otto, einer mutigen Frau des 19. Jahrhunderts, die entschlossen für soziale Gerechtigkeit und die Rechte der Frauen kämpft. Vom ersten Moment an, als Louise ein Schwefelhölzchen entzündet, zieht sich ihr Ziel, Licht in die Dunkelheit des Lebens der Arbeiter zu bringen, wie ein roter Faden durch ihre Existenz. Das Buch schildert eine Ära, in der junge Frauen wie Louise nicht einmal allein auf die Straße durften, sie jedoch den Mut findet, solo durch Deutschland zu reisen. Dabei beschreibt sie eindrücklich die Missstände des Industrieproletariats und bringt in ihren Gedichten sowie politischen Texten das Elend der arbeitenden Bevölkerung zur Sprache. Besonders eindringlich kritisiert Louise die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und fordert vehement Lohngleichheit und Erwerbsrechte für Frauen. Die Revolution von 1848 wird zur Kulisse für ihre Träume von Veränderung und dem Streben nach Gleichstellung. Ich beleuchte die Herausforderungen, denen Louise gegenübersteht, insbesondere als sie das blutige Ende des Dresdner Mai-Aufstands miterlebt und plötzlich in der Gefahr steht, selbst verfolgt zu werden. Ihre Reise ist nicht nur eine persönliche, sondern auch eine symbolische Auseinandersetzung mit der Unterdrückung und dem Kampf um Frauenrechte in einem repressiven politischen Klima. Als Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung leistet Louise einen bemerkenswerten Beitrag zur Schaffung eines Netzwerks der Solidarität. Anja Zimmers Erzählweise erfordert vom Leser eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen von Ungleichheit und sozialen Missständen. Es ist herausfordernd, aber gerade das macht das Buch so relevant und zeitgemäß. Louises Einblick in die Realitäten der Fabrikarbeit – wie der Verlust eines Arms bei der Stoffherstellung – zeigt die brutale Realität des Lebens der damals arbeitenden Menschen und verstärkt die Dringlichkeit ihrer Forderungen nach besseren Bedingungen. Ich reflektiere über die Parallelen zwischen Louises Kampf und den aktuellen Kämpfen um Gleichheit und Gerechtigkeit. Die Auseinandersetzungen um Pressefreiheit und die ständige Gefahr des Zensurversuchs, die sich wie ein Schatten über die Demokratie legen, sind Themen, die auch heute noch von Bedeutung sind. Der Roman fordert uns auf, die Errungenschaften der Vergangenheit zu schützen und für die Rechte aller Menschen zu kämpfen, unabhängig von Geschlecht oder sozialen Bedingungen. Abschließend ermutige ich die Zuhörer, das Buch selbst zu lesen und sich von Louises unermüdlichem Einsatz für Freiheit und Demokratie inspirieren zu lassen. Auch in der heutigen Zeit gilt es, gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen und sich für ein gleiches und respektvolles Miteinander einzusetzen. "Ich habe Licht gebracht" ist ein eindrucksvolles Werk, das uns die Augen öffnet für die Herausforderungen der Vergangenheit und die Aufgaben der Gegenwart.
Im Jahr 1987 steht Cora vor einer Entscheidung, die größer ist, als sie zunächst scheint: Sie muss den Namen ihres neugeborenen Sohnes eintragen lassen. Von Heike Knispel.
In dieser Episode wird Sasha Filipenkos „Der ehemalige Sohn“ behandelt, der Verlust und Identität im modernen Belarus thematisiert und die Auswirkungen des autoritären Regimes auf junge Menschen beleuchtet.
In dieser Episode bespreche ich das Kinderbuch „Post für Dich“, verfasst von Sophie Schönwald und illustriert von Anita Schmidt. Der Klappentext lädt ein, mit dem Charakter Bär einen Brief an seinen besten Freund Hase zu verfassen. Der Bär nimmt sich die Zeit, mit Sorgfalt zu überlegen, was er sagen möchte, und ist mit dem Ergebnis seines Schreibens äußerst zufrieden. Dabei wird ihm noch nicht bewusst, welche positiven Reaktionen sein Brief auslösen wird. Hase ist so erfreut über die liebevollen und durchdachten Worte der Bärs, dass er den Brief sofort weiterschickt, wodurch eine schöne Kettenreaktion entsteht. Ich erläutere, dass „Post für Dich“ nicht nur eine einfache Geschichte über Freundschaft ist, sondern auch ein Plädoyer für die schriftliche Kommunikation, insbesondere für handgeschriebene Briefe. Das Buch könnte als ein Werbebuch für die Briefpost betrachtet werden; es hebt hervor, dass das Erhalten eines handgeschriebenen Briefes eine ganz andere, viel persönlichere Erfahrung ist als das Empfangen einer E-Mail. Ich erinnere mich nostalgisch an die Freude, die ich verspürt habe, als ich die Post von meinen Brieffreunden aus verschiedenen Orten erhalten habe. Die liebevollen Details, die besondere Wahl des Briefpapiers und die schönen Schriftzüge haben die Briefe einzigartig gemacht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rolle der Brieftaube in der Geschichte, die an diesem Tag viel zu tun hat, da sie die Nachrichten durch den Wald verteilt. Die Freude und Aufregung, die die Waldbewohner beim Erhalt der Briefe empfinden, sind sehr anschaulich beschrieben. Diese Szenen wecken Erinnerungen an eigene Brieffreundschaften und die melancholischen Gedanken darüber, was aus alten Freunden geworden ist. Die Illustrationen von Anita Schmidt verdienen besondere Erwähnung, da sie die Geschichte wunderbar ergänzen. Jedes Waldtier wird liebevoll und detailliert dargestellt, was dem Leser die Möglichkeit gibt, sich vollständig in die gezeichnete Welt hineinzuversetzen. Die Zeichnungen sind so ansprechend, dass sie den Leser immer wieder zum Verweilen und Staunen anregen. „Post für Dich“ ist ein Kinderbuch aus dem Jahr 2020, das im Baumhaus Verlag erschienen ist und für Kinder ab 4 Jahren empfohlen wird. Es bietet nicht nur eine bezaubernde Geschichte, sondern inspiriert auch dazu, die Kunst des Briefeschreibens neu zu entdecken. Das Buch kann in jeder guten Buchhandlung für 15 Euro erworben werden. Es ist mehr als nur eine Erzählung; es ist ein Aufruf, den persönlichen Kontakt durch das Schreiben von Briefen zu schätzen und zu fördern. Viel Freude beim Lesen und beim Schreiben eigener Briefe!
Ein junger Dichter gerät in die Fänge eines Doppelagenten, als die Welt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ziemlich heikel wird. Von Heike Knispel.
In dieser Episode widme ich mich der Rezension des Buches "Einer muss doch anfangen" von Werner Milstein, das das Leben der berühmten Widerstandskämpferin Sophie Scholl beleuchtet. Am 9. Mai 2021, anlässlich ihres 100. Geburtstags, wird in diesem Werk auf eindrucksvolle Weise die Biografie einer der symbolträchtigsten Figuren im Kampf gegen das Hitlerregime betrachtet. Milstein nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Sophies Leben und hinterfragt, inwiefern ihr Werdegang auch heutigen Jugendlichen Orientierung und Sinn stiften kann. Die Erzählung beginnt mit einem Einblick in Sophies aufregende Kindheit, in der sie in einem von kritischen Gedanken und Kunst geprägten Umfeld aufwächst. Ihre Familie hat eine Vorliebe für 'entartete Literatur', was sich als bedeutend für ihre spätere Entwicklung herausstellt. Sophie und ihre Geschwister wuchsen in einem Haus auf, das Werte wie Toleranz, Gerechtigkeit und Empathie verleugnete und beeinflusste sie nachhaltig. Dabei war Sophie Scholl eine leidenschaftliche Jugendliche, die auch die Bündische Jugend wie die HJ erlebte, jedoch bald begann, das Regime und dessen Ungerechtigkeiten zu hinterfragen. Im Verlauf des Podcasts werde ich tiefer in ihre Beziehungen eintauchen, insbesondere die innige, aber oft umstrittene Liebe zu Fritz Hartnagel, die eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielt. Sophies Glaube an Gott sowie an die Freiheit prägten ihren Widerstand gegen das Unrecht, was sich in ihren Freundschaften und ihrer allgemeinen Neugier für Kunst, Literatur und Musik widerspiegelt. Diese Facetten ihres Charakters, ihre leider oft ungehobene Veranlagung zur Kunst, werden durch Zeichnungen, die im Buch abgedruckt sind, veranschaulicht und zeigen, wie vielschichtig Sophie Scholl tatsächlich war. Besonders bewegend sind die persönlichen Reflexionen, die ich beim Lesen des Buches hatte. Mir wurde schmerzlich bewusst, wie wichtig es ist, auch heute den Widerstand gegen Extremismus und Unterdrückung aufrechtzuerhalten. Dies regte mich an, über den Zustand der Demokratie in unserer Zeit nachzudenken und wie wichtig es ist, Kritikpunkte zu hinterfragen und Grundrechte zu verteidigen. Das Buch wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt und lässt mich oft nachdenklich zurück. Ich schließe die Episode mit der festen Überzeugung, dass die Geschichten von Menschen wie Sophie Scholl nicht nur historisch relevant sind, sondern auch als Quelle der Inspiration für künftige Generationen dienen sollten. Ihr Erbe lehrt uns, dass wir für unsere Überzeugungen einstehen müssen, und dass wir immer für Gerechtigkeit und Freiheit kämpfen sollten. "Einer muss doch anfangen" von Werner Milstein kann als Grundlage dafür dienen, die Gedanken über Demokratie und das Aufbegehren gegen Unrecht zu beleben.
Wir urteilen oft schnell, zu schnell? Judith Hoerschs Roman "Niemands Töchter" ist eine Geschichte von Müttern und Töchtern. Von Ute Schneider.
Edwin Chase ist überzeugt, dass sein Leben in ruhigen Bahnen verlaufen wird. Von Ute Schneider.
Das Buch ist ein Buch gegen den Krieg – allerdings kein gewöhnliches Buch. Kein Moralisieren; keine Risikoanalysen, Opferstatistiken, Schuldzuweisungen oder sonstige friedensethische Reflexionen und Anklagen, wie sie in Wissenschaft, Politik und Medien durchaus üblich sind. Das Buch setzt ziemlich emotionslos beim Kampfgeschehen direkt an, d.h. beim „Agieren“ und Portraitieren einzelner Soldaten, die die unterschiedlichsten WaffenWeiterlesen
Literaturprofessor Arthur Opp hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen und wiegt mittlerweile 250 Kilo. Von Heike Knispel.
Éric kriegt an einem Krisenpunkt in seinem Leben einen tollen Job im Ministerium für Außenhandel, aber er vermasselt einen wichtigen Termin. Von Heike Knispel.
Berlin, im Winter 1946/47. Der Krieg ist zu Ende, aber der Hunger und die Kälte halten die Stadt fest im Griff. Von Ute Schneider.
Tief unter Tage wartet ein Geheimnis, das niemals ans Licht kommen sollte. Von Andrea Halter.
Ein Haus voller Stimmen aus der Vergangenheit, die nicht schweigen. Von Andrea Halter.
Wer kennt nicht Patti Smith – Performerin, Sängerin, Punk der ersten Stunde, früher mit schwarzer, jetzt mit grauer Mähne, denn Patti wird in diesem Jahr 80. Von Heike Knispel.
Drei Frauen. Ein Jahrhundert. Ein Schicksal, das verbindet. In ihrem zeitgeschichtlichen Roman "Lebensbande" erzählt Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut und Opferbereitschaft. Von Andrea Halter.
Ein Name, der verlässlich für Qualität steht: Claudia Feldmann. Wo sie übersetzt, darf man zugreifen – und "Das Geschenk des Meeres", das Debüt von Julia R. Kelly, bestätigt das eindrucksvoll. Von Heike Knispel.
Unsere Buchexpertin Elke Heidenreich liest das ganze Jahr und stellt uns Bücher vor. Für Weihnachten hat sie gleich einen ganzen Stapel mitgebracht. Von Elke Heidenreich.
Der Roman erzählt von einer deutsch-japanischen Familie, durch die der Riss zweier Zivilisationen geht. Von Heike Knispel.
Hauptkommissar Groth kehrt Anfang der 90er widerwillig aus dem Westen in seine mecklenburgische Heimat zurück. Von Heike Knispel.
Er ist der absolute Krimiexperte: Mike Altwicker hat sechs Krimis für Sie ausgesucht, die er Ihnen empfehlen möchte. Von Heike Knispel.
Olek sitzt im Gefängnis, des Mordes an einem Geschäftsmann angeklagt – obwohl er ein felsenfestes Alibi hat, gesteht er die Tat. Von Heike Knispel.
„Herzlauschen“ erzählt mit feinem Gespür von zwei Menschen, die sich finden, ohne sich gesucht zu haben. Von Mike Altwicker.
Eine resolute Mutter, die das Leben leid ist, kündigt ihrer Tochter an, wann sie zu sterben vorhat. Von Elke Heidenreich.
In den 1960er Jahren führt der junge Thomas Flett ein raues Leben als Krabbenfischer im abgelegenen Küstenort Longferry. Von Mike Altwicker.
Der zweite Teil von Peter Pranges Familiensaga nimmt uns mit in die umbruchreiche Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Von Andrea Halter.
Charlie ist 15, lebt mit ihrer Mutter und ihrem Meerschwein Markus in einer kleinen Wohnung und verzweifelt am Leben. Von Heike Knispel.