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Er ist Mitte 20, hat bereits mehrere Bestseller veröffentlicht und denkt über seine Karriere wie ein Unternehmer: Autor Colin Hadler spricht mit uns über Erfolgsdruck, Zielgruppenstrategie und die Frage, wie man Leserinnen und Leser über Jahre hinweg mitnimmt.Außerdem geht es um seinen neuen Roman "Firewatch", um Genrewechsel, den österreichischen vs. deutschen Buchmarkt, und warum Lesungen heute mehr Entertainment als Wasserglas sein müssen.Eine Folge über Talent, Disziplin und erstaunlich viel Kalkül.--Lesungstermine und mehr über Colin Hadler erfahrt ihr auf seiner Homepage oder seinem Instagram-Kanal.Seinen neuen Roman Firewatch (dtv) könnt ihr u.a. bei Genialokal bestellen.Buchtipps:Colin empfiehlt Daniel Galttauer - In einem Zug (DuMont).Tina empfiehlt Paul Austers New-York-Trilogie als Comic-Adaption (Reprodukt). --Feedback könnt ihr uns gerne an alles@buchmarkt.de schicken, oder über Instagram.
Nach „Sophie L.“ habe ich direkt im Anschluss mit“Anna O.“ weitergemacht- und bleibe mit der Frage zurück, wieso zum Teufel ich dieses geniale Buch nicht früher gelesen habe. Denn in „Anna O.“ arbeitet Matthew Blake ebenfalls mit verschiedenen Erzähl- und Zeitebenen und breitet vor seinen LeserInnen eine Geschichte aus, die es in sich hat: Denn … „2451: Matthew Blake – Anna O.“ weiterlesen
Wäre es nicht großartig, journalistische Inhalte so flexibel zu nutzen wie inzwischen Musik per Streamingdienst – einzelne Texte statt gleich ein ganzes Abo? Diese Idee will Swantje Dake mit ihrem Start-up umsetzen. Die ehemalige Chefredakteurin Digital der Zeitungsgruppe Stuttgart stellt im Gespräch mit Gastgeber Christian Jakubetz ihr neues Projekt Unlock vor, eine Plattform für Paid Content, die Leserinnen und Leser ihre Inhalte individuell zusammenstellen lässt. Dake erklärt, warum frühere Modelle gescheitert sind, weshalb der Markt heute reifer ist und welche Rolle Personalisierung und verändertes Mediennutzungsverhalten spielen. Es geht um Geschäftsmodelle für Verlage, um eine faire Erlösverteilung nach dem User-Centric-Modell und um die Frage, wie viel Vielfalt und Kontrolle Nutzer wirklich wollen. Hier soll Unlock demnächst starten: https://unlock-it.news/de
Wie lange wird es die Tageszeitung aus Papier noch geben? Wie sehr hat sich die Arbeit in der WAZ-Redaktion in Essen verändert? Braucht es Lokaljournalismus in Zukunft überhaupt noch – und wovon soll er finanziert werden? Wie geht man mit Kritik wie „Lügenpresse“ um? Diese und weitere Fragen diskutiert Radio-Essen-Host Christian Pflug mit Linda Heinrichkeit, der Leiterin der WAZ-Lokalredaktion hier bei uns in Essen. Geboren Ende der 80er-Jahre, führte ihr Weg über andere Städte wie München irgendwann zurück ins Ruhrgebiet. Obwohl sie noch kein Jahr im Amt ist, ist sie thematisch aber bereits fest in der Stadt verankert. Ihre überstrahlende Eigenschaft im Interview: Optimismus. Selbst Kritik und böse Kommentare können ihr meist nichts anhaben – außer einmal, als es an ihre persönlichen Grenzen ging. In der Redaktion liebt Linda Heinrichkeit offene Diskussionen ohne Vorgaben von oben – und das als Redaktionsleitung der WAZ Essen. Lieber lässt sie Pro- und Contra-Argumente gegenüberstellen, als ein Meinungsdiktat vorzugeben. In ihrem Team gibt es unterschiedliche Perspektiven: „linksgrün“ und eher akademisch geprägte Meinungen treffen dabei auf liberale Stimmen. Wichtiger als jede interne Ideologie sind für sie aber die Rückmeldungen der Leserinnen und Leser, auch wenn die Kommentare in den sozialen Medien manchmal viel Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen. Die neueste Folge „Essen im Ohr“ gibt einen Einblick in den Alltag einer Redaktion, die längst online aktiv ist und sich gleichzeitig um neue Digital-Abos bemüht. Außerdem beantwortet Heinrichkeit die Frage, ob es sich heute noch lohnt, den Berufswunsch „Lokaljournalistin oder Lokaljournalist“ zu verfolgen – mit ehrlichen, aber optimistischen Einblicken. Wer erfahren möchte, wie moderne Lokalredaktionen arbeiten, Kritik begegnen und den Spagat zwischen Tradition und Zukunft meistern, der sollte bei der neuesten Podcastfolge von „Essen im Ohr“ reinhören. In der Rubrik „Mensch“ geht es um alle möglichen Persönlichkeiten hier in unserer Stadt. Hat Euch die Folge „Essen im Ohr“ gefallen? Dann hinterlasst gerne eine Bewertung und abonniert den Podcast, damit Ihr keine neue Folge verpasst. Unser Podcast erscheint immer dienstags – zuhören könnt Ihr auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform. Ihr habt einen Vorschlag für einen Gast für unser neues Format mit den Kategorien Gesundheit, Sport und Mensch? Oder möchtet uns Lob oder Kritik schicken? Dann meldet euch gerne per E-Mail unter podcast@radioessen.de.
In dieser Folge interviewen wir einen Diggytalk Stammgast: André Marx, einen der bekanntesten Autoren der „Die drei ???“-Bücher.Ein zentrales Thema ist sein Rücktritt als Autor. Nach vielen Jahren der Arbeit an den Abenteuern von Justus, Peter und Bob hat André Marx angekündigt, sich aus dem aktiven Autorenkreis zurückzuziehen. Für viele Fans ist dies ein emotionaler Moment, denn Marx hat mit seinen Geschichten die Reihe über Jahrzehnte entscheidend geprägt.Die Reaktionen der Fans auf diese Nachricht sind gemischt: Einerseits herrscht große Dankbarkeit für die unzähligen spannenden Fälle, andererseits Trauer darüber, dass ein prägender Autor künftig nicht mehr neue Geschichten beisteuern wird.Besonders viel Aufmerksamkeit erregt sein letztes Buch „Der rote Büffel“, das gleichzeitig eine Art Abschiedswerk darstellt. In diesem Buch zeigt André noch einmal seine Stärken: packende Spannung, clevere Rätsel und eine durchdachte Handlung, die die Fans begeistert und gleichzeitig nostalgische Erinnerungen weckt.Es ist ein gelungener Abschluss seiner Zeit bei den „Die drei ???“-Büchern und ein Buch, das viele Leserinnen und Leser noch lange begleiten wird.Ein weiteres spannendes Thema in dieser Folge ist der neue Kinofilm „Die drei ??? – Toteninsel“, der auf dem gleichnamigen Buch von André Marx basiert. Der Film bringt die Abenteuer der drei Detektive auf die große Leinwand und richtet sich sowohl an langjährige Fans als auch an ein jüngeres Publikum, das die Geschichten vielleicht zum ersten Mal kennenlernt. Wie sehr André Marx die Welt von „Die drei ???“ geprägt hat ist unschwer zu erkennen – sowohl mit seinen Büchern als auch durch den Einfluss auf aktuelle Projekte wie den Kinofilm. Sein Rücktritt markiert das Ende einer Ära, aber gleichzeitig feiern Fans sein Lebenswerk und freuen sich auf neue Medienadaptionen, die seine Geschichten lebendig halten.Viel Freude beim Zuhören – und folgt uns auf Instagram (@diggytalk) für exklusive Einblicke aus den Bereichen Hörspiel, Synchron und Film.Impressum: www.diggytalk.de/impressum.html© 2026 Diggytalk – eingetragene Marke von Dominik Grote Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Im Podcast spricht Maike Werkmeister offen über ihren Weg von der Journalistin zur erfolgreichen Bestsellerautorin. Bekannt wurde sie zunächst durch ihre Arbeit für die BRAVO, wo sie Popstars interviewte und ein Leben zwischen Redaktionen, Tourneen und Großveranstaltungen führte. Diese Zeit war prägend, aber auch extrem fordernd. Der Wunsch, eigene Geschichten zu erzählen, begleitete sie jedoch schon damals und wurde langfristig zum entscheidenden Wendepunkt ihrer Karriere.Der Durchbruch als Autorin kam nach mehreren unveröffentlichten Romanprojekten. Mit ihrem Debüt gelang ihr der Einstieg in den Publikumsverlag, gefolgt von einer Reihe erfolgreicher Romane, die regelmäßig Bestsellerlisten erreichten. Im Gespräch macht sie deutlich, dass literarischer Erfolg kein Zufallsprodukt ist, sondern das Zusammenspiel aus Text, Timing, Verlag, Marketing und Ausdauer erfordert. Gleichzeitig betont sie die Unsicherheiten des Marktes und den hohen Erwartungsdruck, der mit kommerziellem Erfolg einhergeht.Werkmeister beschreibt ihren Schreiballtag als strukturiert, aber auch einsam. Viele Stunden verbringt sie allein am Schreibtisch, fernab der Öffentlichkeit, mit der kontinuierlichen Herausforderung, neue Stoffe zu entwickeln. Nach mehreren Büchern in engem Veröffentlichungsrhythmus entschied sie sich bewusst für eine kreative Pause, um Qualität, Lebenserfahrung und persönliche Balance nicht zu verlieren.Ein weiteres Thema des Gesprächs ist ihre enge Beziehung zu Orten, insbesondere zu Hamburg und Norderney, die in ihrem Leben und in ihren Romanen eine wichtige Rolle spielen. Städte, Landschaften und Alltagsbeobachtungen dienen ihr als emotionale Anker und Inspirationsquellen. Dabei geht es weniger um Kulissen als um Stimmungen und Lebensgefühle, die sie literarisch übersetzt.Der Podcast zeigt Maike Werkmeister als reflektierte Autorin, die Erfolg nüchtern einordnet, kreative Prozesse transparent macht und den Beruf des Schreibens jenseits von Klischees beschreibt. Im Mittelpunkt stehen nicht Glamour oder Selbstinszenierung, sondern die kontinuierliche Arbeit am Erzählen von Geschichten, die Leserinnen begleiten, unterhalten und emotional erreichen.Hier geht es zu Daniel Kaisers Podcastempfehlung in der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/barmbek-bump-prange-vs-rohde/urn:ard:show:f477382001b93bef/
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Träumst du auch davon, ein eigenes Buch zu schreiben? Ein Expertinnen-Buch? Dann geht's dir so wie mir. Und dann kennst du bestimmt auch die Fragen, die dabei auftauchen: „Woher soll ich die Zeit nehmen, um ein Buch zu schreiben?“ „Welches Thema interessiert meine Leserinnen?“ und „Wo fange ich überhaupt damit an?“ In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Melanie Eschle von Expertinnen-Buch genau darüber. Du hörst in dieser Folge: - Warum so viele Buchideen scheitern, bevor sie überhaupt in die Realität umgesetzt werden - Wie du aus viel Expertise ein Buch-Thema entwickelst - Für wen du dein Buch wirklich schreibst – und warum das alles verändert - Wie viel Struktur es dafür braucht (und welche unterschiedlichen Schreib-Typen es gibt) - Wie ein Buch entstehen kann, auch wenn du dich nicht ein Jahr lang in einem Haus in der Toskana einschließen kannst Links zur Folge: Website von Melanie Eschle: https://expertinnen-buch.de 0€ Checkliste: Buch-Projekt: https://bit.ly/Checkliste-Buchprojekt Melanie bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/melanie-eschle-744401188/
In Stuttgart läuft die größte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, die CMT. Neben Reisetrends wie Wandern, Golf und Wellness geht es um Camping, um Wohnmobile, Wohnwagen und Zubehör für den Campingurlaub. Ingo Wagner ist Chefredakteur der Zeitschrift CARAVANING. Er sieht als Trend die Rückkehr zu günstigen und einfachen Einstiegsmodellen, nachdem Wohnwagen und Wohnmobile in den vergangenen Jahren immer teurer und luxuriöser geworden sind. Wagner in SWR Aktuell: "Alle Hersteller sind auf der Suche nach neuer Kundschaft. Unsere Zeitschrift hat Leserinnen und Leser gefragt, warum sie sich keinen neuen Caravan oder ein neues Wohnmobil kaufen. Und da steht an Nummer eins der Hindernisse der hohe Preis. Das sehen die Hersteller auch, trotz eines ungebrochenen Trends zum Campingurlaub. Und da wird gegengesteuert." Entsprechend würden wieder verstärkt schlichter ausgestattete Einstiegsmodelle angeboten. Auch die Zielgruppe sei jünger geworden, sagt Ingo Wagner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerald Pinkenburg.
Ein absolutes Must-Read! Im zweiten Band seiner Reihe mit den ProtagonistInnen Simon Dorn und Lea Wagner bindet Jan Beck das topaktuelle Thema KI gekonnt in eine unfassbar spannende Story ein, die die LeserInnen vor Abgründe stellt – denn was alles möglich wäre und sein könnte, kann man sich eigentlich kaum vorstellen. Gleichzeitig muss sich der … „2447: Jan Beck – Dorn. Zimmer 203“ weiterlesen
In dieser Episode widmen wir uns dem spannenden Krimi "Mieses Spiel um schwarze Muscheln" von Bernd Stelter. Das Buch entführt uns in die ruhige Welt des Inspekteurs Piet van Houvenkamp, der beim Angeln nach und nach in einen mysteriösen Mordfall verwickelt wird. Die Geschichte nimmt ihren Anfang, als Piet beim Angeln eine Leiche entdeckt – den Muschelfischer Jakobus Schuten, der unter einem Jutesack verborgen ist. Diese entsetzliche Entdeckung entfaltet sich als klarer Mord und nicht als Selbstmord, was Piet zu einem Ermittler macht, der sich mit einer Vielzahl von Verdächtigen konfrontiert sieht. Die Dynamik innerhalb des Krimis wird durch die Interaktionen zwischen Piet und seiner Assistentin Annemieke verdeutlicht, die sowohl die Ermittlungen als auch die Komplexität ihrer Herkunft und Beziehung beleuchten. Es stellt sich schnell heraus, dass die beiden eigentlich nicht zuständig für diesen Fall sind, doch der Kollege von Piet, der bald Vater wird, fordert ihn auf, das Kommando zu übernehmen. Piet, der ein gutmütiger Mensch ist, nimmt die Herausforderung an und gerät in einen Strudel aus Intrigen und persönlichen Konflikten. Besonders bemerkenswert sind die irreführenden Wendungen und die Neugierde, die Herr Stelter in seinen lebhaften Beschreibungen der Charaktere und des Örtchens Yerseke aufbaut, das für seine Muscheln bekannt ist. Die Campergruppe von "De Grevelinge" bringt zusätzlich Spannung in die Geschichte, während die Leserinnen und Leser die Verbindungen zwischen den Figuren und den Mord entwirren müssen, was die Erzählung gleichzeitig unterhaltsam und fesselnd macht. Ein weiterer interessanter Aspekt des Buches ist die liebevoll dargestellte Kulinarik, die auch das Thema Essen und Kultur aufgreift. Chester Blumberger, ein exzentrischer Foodblogger, wird in die Geschehnisse hineingezogen, was die Neugier der Camper und damit auch das Leseinteresse verstärkt. Die geschickte Verknüpfung von Verbrechen mit Elementen des Alltags, wie dem Campingleben und der Esskultur, verleiht der Geschichte eine vielschichtige Dimension. Abschließend kann festgehalten werden, dass "Mieses Spiel um schwarze Muscheln" nicht nur spannend ist, sondern auch mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Bernd Stelter meistert es, eine unterhaltsame sowie analytische Erzählweise zu verbinden. Das Buch eignet sich perfekt für alle, die auf der Suche nach einem Krimi sind, der in einer sympathischen und lebhaften Welt spielt, und ich lade jeden ein, sich in den Buchläden umzusehen und vielleicht das Abenteuer selbst zu entdecken. Die Leserschaft wird positiv überrascht sein von diesem Werk, das sowohl Spannung als auch humorvolle Momente bietet.
Folge #305: Heute spreche ich mit Vanessa von heartlines über das besondere Verlagskonzept "Based on a True Story" und es kommen einige Leserinnen zu Wort die unser Buch "Chasing our Forever" bereits gelesen haben. Ich habe Sie nämlich gefragt, was Sie besonders an unserem Buch gemocht haben und die Antworten haben mich zu Tränen gerührt. Macht es euch gemütlich und viel Spaß beim Hören!
Die Basler Literaturzeitschrift «Das Narr» hat ihre aktuelle Ausgabe ganz der Mundart verschrieben. Es gibt viele neue Stimmen und besondere Dialekte zu entdecken – auch von ausserhalb der Schweiz. Die Literaturzeitschrift «Das Narr» ist in der Schweiz bereits eine eine kleine Institution. Seit 2011 hat sie sich der Publikation literarischer «Stimmen, die anderswo noch nicht gehört werden» verschrieben, und das rund dreimal jährlich. Die aktuelle Ausgabe des «Narr» geht ungewohnte Wege: Sie ist voll und ganz der Mundart verschrieben. Oder genauer gesagt: den Mundarten, denn die Texte im Heft stammen aus den verschiedensten Dialektregionen der Schweiz und sogar auch unserer deutschsprachigen Nachbarländer. Ein Text ist gar in einer neu erfundenen Mundart verfasst. Das Heft mit seinem kurzen Geschichten, Gedichten und einem Essay ist gleichermassen ein idealer Startpunkt für Leserinnen und Leser mit wenig Mundart-Erfahrung, die Lust auf etwas Neues zum «schnöigge» haben, und für eingefleischte Mundartliteratur-Fans eine inspirierende Versammlung weniger bekannter Mundartautorinnen und -Autoren, die es zu entdecken gilt. Anhand dieser Narr-Ausgabe lassen sich diverse wesentliche Fragen rund ums Mundartschreiben diskutieren: Wer tut das? Mit welcher Motivation? Wo sind die grössten Fallen beim Schreiben im Vergleich zum Hochdeutschen als Standardsprache? Und was ist, wenn die Leserinnen und Leser gar nicht verstehen, was da geschrieben ist? Diesen Fragen gehen wir in der Sendung nach mit Stephan Germann, Tanja Arx und Valérie Hug, die Texte zum Narr beigetragen haben, sowie mit Narr-Redaktor Benjamin Bieri. Natürlich gibt es auch diverse Textbeispiele zu hören. In der zweiten Hälfte der Mundartstunde beantworten wir zwei Fragen aus dem Publikum: Wir erklären den Unterschied zwischen den Zeitangaben «Foif ab ...» und «Füf über ...» und wir gehen der Frage nach, warum es auf Schweizerdeutsch so viele Konstruktionen mit dem Verb «tun» gibt. Erklärt wird ausserdem auch die Herkunft des Familiennamens Brülisauer.
Liebe Leserinnen und Leser,kann unsere kleine Nischenradiosendung - die sich mit Produkten für einen doch größeren Markt, nämlich den der Literatur beschäftigt - eine kleine edgy Show sein, wenn sie schamlos Bestseller anpreist?Kann sie, aber nicht heute. Denn wir kommen gleich zu Beginn zum Urteil eines Wohlfühlbuches: der 5. Band der Whodunit-Reihe des Thursday Murder Clubs, im Original “The Impossible Fortune” ist eine große Empfehlung, deren Bestsellertum nicht hoch genug gewürdigt werden kann, schafft es doch Tausendsassa und Autor Richard Osman, neben einer spannenden Whodunit Story komplexere Charaktere zu erschaffen, deren Wertesystem manchmal überraschend konträr zu den aktuellen gesellschaftlichen Annahmen existiert und auch noch die komplexen Fragen des menschlichen Lebens nicht nur zu stellen, sondern auch Antworten zu finden. So. Hier sollten alle erstmal das Buch lesen, denn nun gibt es auch Spoiler und besonders ein Krimi lebt davon, überraschend zu sein (wenn er denn gut genug ist, ohne allzu unglaubwürdig - sprich hanebüchen - zu sein). Also: Spoileralert!Los geht's: The Impossible Fortune, im Deutschen irgendwie holprig “Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code”. Da wollen wir aber nicht meckern, denn die ersten 4 Titel der Reihe wurden geradezu mustergültig übersetzt:1. The Thursday Murder Club - Der Donnerstagsmordclub2. The Man Who Died Twice - Der Mann, der zweimal starb3. The Bullet That Missed - Die Kugel, die daneben ging4. The Last Devil to Die - Der letzte Teufel stirbtEditorisch möchte ich aber kurz anmerken, dass ein Code nicht “unlösbar” ist. Vielleicht ist er nicht bekannt, d.h. es fehlen Informationen, aber unlösbar? Na ja.Besonders schön bei allen Serien* ist das Wiedertreffen bekannter Charaktere, die man sehr mag oder eben nicht, in allem lässt sich Genuss finden, aber das Gehirn giert nach Bekanntem, und so tauchen sie wieder auf: Die Protagonisten des Thursday Murder Clubs: Elisabeth Best, Ex-Geheimdienstmitarbeiterin, die ehemalige Krankenschwester Joyce Meadowcroft, Ex-Gewerkschaftsführer Ron Ritchie und der Psychiater Dr. Ibrahim Arif. Diese leben in der gehobenen Seniorenresidenz in Coopers Chase in einem fiktionalen Dorf und lösen Mordfälle. Ursprünglich wollten sie alte, ungelöste, sogenannte Cold Cases aufklären, beschäftigen sich aber dann - einer Mischung aus Neugierde, Impertinenz und Lebenserfahrung geschuldet - mit aktuellen Morden.Wer bis hierhin gelesen hat, ohne “The Impossible Fortune” zu lesen, muss ab jetzt mit Spoilern leben. Also: Der Thursday Murder Club hatte bisher ein eher ruhiges Jahr. Das ist nicht besonders verwunderlich, denn Autor Richard Osman begann im letzten Jahr eine weitere Serie. Dazu kommt, dass im fiktiven Thursday Murder Club Imperium Elisabeth, als Ex-Spionin eine der Treiberinnen des Clubs, ihren geliebten Ehemann Stephen verlor (Altersdemenz) und tief in ihrer Trauer lebte.Die Bücher dieser Reihe werden immer aus 2 Perspektiven erzählt. Neben der des Autors und einer sich daraus ergebenden allwissenden Draufsicht lesen wir gelegentlich Tagebuchaufzeichnungen von Joyce. Diese sind besonders interessant, zeigen sie uns doch klarer, welche Informationen dem Quartett der Rentnerdetektive eventuell noch gar nicht vorliegen, schenken aber auch reizvolle Interpretationen von Joyce, die uns daran erinnern, dass jede*r die Welt mit anderen Augen sieht. Eine der wundervollsten Fähigkeiten von Richard Osman ist es, mit liebevollen Augen auf die von ihm geschaffenen Personen zu schauen. Dabei sind diese im ersten Moment oft kurz holzschnittartig und prototypisch, wozu sicher ihre meist kurzen Nachnamen beitragen (Best, Ritchie, Lloyd, Johnson, Townes), nach und nach werden weitere Facetten sichtbar.Beginn des Plots ist die von Joyce seit Jahrzehnten ersehnte Hochzeit ihrer nicht mehr ganz jungen Tochter Joanna, die den im vorliegenden Werk neu eingeführten Gatten Paul (Brett) ehelichen wird. Die (Selbst)beschreibung von Joyces Erwartungen und sich daraus ergebenden Konflikte auf dem Weg zur Trauung, die denen ihrer Tochter fasst komplett diametral gegenüberstehen, sind schreiend komisch, aber auch von viel Wärme und Liebe geprägt. Durch Paul und seinen Freundeskreis ergeben sich für den Thursday Murder Club neue Herausforderungen.Zunächst einmal müssen alle nach der Hochzeitsfeier mit den Nachwirkungen klarkommen. Das fällt einigen sehr leicht (auf Schnaps verzichtet, Aspirin vom Schlafengehen mit einem großen Glas Wasser), einigen schwerer und einige sterben fast. Die Seiten, auf denen Richard Osman den Ex-Gewerkschafter Ron auf seine körperlich harten Auseinandersetzungen mit der Polizei während der Zeit der großen Bergarbeiterstreiks in Großbritannien zurückblicken lässt und das dann im Vergleich zum aktuellen Kater als unverhältnismäßig leicht abtut, gehören ohne Zweifel zur Kategorie “große Literatur”.Außerdem geht es um Autobomben, Geldanlagen, Cold Storage und Bitcoin. Besonders die beiden letzteren Punkte nutzt Richard Osman zu demonstrieren, wie wenig Ahnung alle altersübergreifend eigentlich haben, welche Mittel und Tricks sie benutzen, ihre Nicht-Ahnung zu verschleiern, und welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn sie sich offenbaren und dadurch ganz neue Erkenntnisse gewinnen.The Impossible Fortune ist in einem schnellen Tempo geschrieben, dass immer wieder Pausen einlegt, wenn sich die Protagonisten untereinander treffen und miteinander sprechen. Dabei findet Richard Osman nahtlose Übergänge zu sehr lustigen Seitensträngen, wenn Connie Johnson, eine erfolgreiche Drogendealerin (die einst kurz im Knast saß, wohin sie der Thursday Murder Club gebracht hatte) als Mentorin tätig wird, weil ihr Ibrahim dies empfohlen hatte und es damit endet, dass sie einer sehr jungen Frau bei ihrem ersten großen Raubüberfall hilft. Überhaupt mischen sich bei Richard Osman “respektable” und kriminelle Lebensweisen wohltuend ohne Bewertungen, denn von irgendwas muss man ja leben. Ohne kriminelles Leben keine Gesellschaft und schon gar kein Thursday Murder Club. Dabei sind die Kriminellen unter den (ehemals) Reichen, unter den Gelegenheits- und unter den Berufskriminellen zu finden, die z.B. die Nachfrage nach Drogen bedienen. Nur weil etwas verboten ist, heißt es nicht, dass es automatisch schlecht oder gut ist und schon gar nicht, dass es keinen Markt dafür gibt. Das nimmt dann teils sehr komische Züge an, bis die Erkenntnis (bei den Leserinnen und den Handelnden im Buch) einsetzt, dass die zugrundeliegenden Werte nicht vergessen werden können, wenn das Leben ein gelungenes sein soll. Diese Erkenntnis gelingt dann den Protagonistinnen selbst, dabei stoßen sie immer wieder an Grenzen, zerstören diese aber auch. Manchmal wird es auch sehr traurig, wenn es um die Einsamkeit geht - teils aus falschen Lebensentscheidungen, teils aus Altersgründen, wenn enge Geliebte und Freunde sterben. Das zeigt aber auch, wie wichtig die selbstgewählten Bande sind, die Freunde, mit denen man sich austauscht, mit denen man sein Leben lebt.Die Sichtbarkeit der Älteren und Alten, denen oft mit Unverschämtheit, Arroganz und selbstgefälligen Annahmen begegnet wird, spielt nie eine offensichtliche Rolle, überrascht aber immer wieder. Jede*r blamiert sich und macht sich zur Feile, das können alle, auch die Jungen, und nicht zu knapp. Bis auf wenige Ausnahmen (den richtigen Arschlöchern) gesteht Richard Osman seinen Figuren aber Würde zu, die auch durch gelegentlichen Slapstick nicht erschüttert werden kann. Da werden vegane Kaffees besucht, Krafttraining gemacht und zur Playlist “Sounds of the Rainforest” meditiert.Daneben schreckt Richard Osman nicht vor harten Themen zurück, diesmal ist ein wichtiger Nebenstrang des Whodunit die eheliche Gewalt. Suzie, die Tochter von Ron, setzt sich mit Waffengewalt gegen ihren Ehemann zur Wehr und bittet zunächst nur ihren Bruder, nicht aber ihren Vater um Hilfe. Der hat währenddessen mit enttäuschenden Erkenntnissen über sein Leben zu tun und wird am Ende einige seiner wichtigsten Lebensglaubenssätze über Bord werfen, um seiner Tochter und bei der Lösung des Falls zu helfen. Denn das kann man auch gut ohne Spoiler verraten: Der Thursday Murder Club wird seinen Fall lösen und nebenbei seine (und damit unsere) Welt besser machen. Die Schlüssel zur Lösung und zum Leben sind Liebe, Freundschaft und Solidarität. Und weil es Richard Osman erschaffen hat, passiert das Ganze in schöner Sprache, mit intelligenten Spannungs- und Handlungsbögen, überraschenden Wendungen und einem liebevollen Blick auf die Menschen. Viel Spaß beim Lesen! This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
In Teil 2 dreht sich bei Q&A mit Martin M. Lintner alles um die Themen KI, Heimat, Freude, Pflege und Wohnkosten. Und um Aberglaube.Was ist Q&A? Wie war Teil 1?Im Dezember geht es bei SALTO change um das Thema „Die Ethik des Wandels““. Bei Q&A werden Fragen der LeserInnen und Leser zum Monatsthema gesammelt und sortiert. Einige Tage später schalten wir uns online mit dem Experten des Monats zusammen und er beantwortet die ausgewählten Fragen. In Teil 1 beantwortet Experte Martin M. Lintner komplexe Fragen zu Gentechnik beim Menschen, spricht über Zwei-Klassen-Medizin, Formen der Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, zu künstlicher Befruchtung mit Samen- oder Eizellspenden sowie die Leihmutterschaft. Thematisiert wird auch das Thema Schwangerschaftsabbruch.Mehr zum Thema:Martin M. Lintner„Egoistisch und unmoralisch?“Q&A: Die Serie SALTO change Zu den SALTO PodcastsSALTO abonnieren
Sie sei die Aktie des kleinen Mannes, hieß es noch vor nicht allzu langer Zeit von der Briefmarke, die zu sammeln bis vor ein, zwei Generationen zumindest unter männlichen Zeitgenossen als echtes Massenphänomen galt. 1925 hatte die Hochzeit der Philatelie gerade erst begonnen, und so passt es ins Bild, dass die Bergedorfer Zeitung just in ihrer Weihnachtsausgabe „Die Kunst des Briefmarkensammelns“ in einem gleichlautenden Text feiert. Da der 27. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, musste die Festtagszeitung für die Leserinnen und Leser, wie für die Hörerinnen und Hörer unseres Podcast, noch einen vierten Tag reichen. Aber Sammlerinnen und Sammler haben die Feiertage vermutlich eh mit ihren Alben und neuen Marken unter dem Weihnachtsbaum verbracht. Es liest Rosa Leu.
In Teil 1 von Q&A zum Monatsthema geht es mit Martin Lintner um grundlegende und angewandte Fragen der Ethik anhand aktueller bioethischer Themen.Was ist Q&A? Wann folgt Teil 2?Im Dezember geht es bei SALTO change um das Thema „Die Ethik des Wandels““. Bei Q&A werden Fragen der LeserInnen und Leser zum Monatsthema gesammelt und sortiert. Einige Tage später schalten wir uns online mit dem Experten des Monats zusammen und er beantwortet die ausgewählten Fragen. Teil 2 folgt ab Montag, 29. Dezember, dann dreht sich Q&A mit Martin M. Lintner um die Themen KI, Heimat, Freude, Aberglaube, Pflege und Wohnkosten. Seien Sie wieder dabei.Mehr zum Thema:Martin M. LintnerQ&A: Die Serie SALTO change Zu den SALTO PodcastsSALTO abonnieren
Buchempfehlungen sind eine Unmöglichkeit und zu unterlassen! Es gibt 170 Millionen Buchtitel, aktuell, und jedes Jahr kommen 2,2 Millionen hinzu. Es gibt 8,3 Milliarden Menschen auf der Welt und jeder ist dem anderen fremd. Wie kann man da auf die Idee kommen, jemand könne jemandem anderen halbwegs kompetent sagen, was er als nächstes lesen solle? Jeder weiß das und alle ignorieren es.Spätkapitalistischen Wirtschaftsunternehmen verzeiht man das Generve noch, ihr einziger Existenzgrund ist, Dir S**t zu verkaufen. Literaturnewsletter und -podcasts sind da schon grenzwertiger, wie viel Sendungsbewusstsein ist zu viel Sendungsbewusstsein? Jedes. Immerhin ist das Abonnement freiwillig. Aber Freunde sollten es besser wissen. Und dennoch empfiehlt unser ehemaliger Rezensent für das Studio B, Heiko Schramm, mir unerschrocken immer wieder Bücher, die sicher hervorragend, nützlich und vergnüglich sind, wenn man, sagen wir, vorhat, einen mittelgroßen Karibikstaat geheimdienstlich zu unterwandern oder, sicher auch nützlich zu wissen, als Außenminister der Vereinigten Staaten 3-Letter-Word-Agencies gegeneinander ausspielen möchte. Kurz, ich bin begeistert, es wärmt mir das Herz, dass mir zugetraut wird, den Nahostfriedensprozess entscheidend voranzubringen, aber mir fehlt einfach die Zeit, mich in die oft kiloschweren Werke einzuarbeiten; der Mord an JFK bleibt vorerst ungeklärt.Entsprechend erfreut und reserviert war ich, als Mr. Schramm mir vor meiner Exkursion nach Japan zwei Bücher auf die Leseliste setzte, die ich bitte in Asien beginnen möge. Kein “vielleicht”, kein “wenn es passt”, es war eine Anweisung, der ich besser Folge leiste. Immerhin waren die Titel japanisch, die Autoren bekannt:“Shibumi” von Trevanian (Das Pseudonym von Rodney William Whitaker, einem Mid-Century Bestsellerautor)und“Satori” von Don Winslow, genau dem, der Untertitel lautet “A Novel based on Trevanian's Shibumi” - interessant.“Shibumi” fängt spektakulär an. Heftig überzeichnetes CIA-Personal - der Veteran, Zigarre im Mundwinkel; der intrigierende Chef mit seinem an seinen Rockzipfeln hängenden Assistent, jedes Wort mitschreibend - werten eine “Aktion” aus. Auf einem Flughafen in Rom gab es eine Schießerei und wir verstehen die Worte, aber nicht wirklich den Zusammenhang - Geheimdienste halt. Zunächst werden zwei Israelis erschossen, dann die Schützen, die Japaner sind (?) aber irgendwie für die PLO arbeiten und dann doch für die CIA und wiederum von derselben erledigt werden, inklusive zwei, drei italienischen Kindern und Opas. Krass. Was geht ab?!Unklar. Was nicht an der Beschreibung liegt. Die ist brillant, vorstellbar, actionorientiert und trotz des vielen Blutes irgendwie fast “leicht”. Wir sehen das ganze aus den Augen der beteiligten Agenten, die das wiederum auf einem richtigen Zelluloidfilm sehen, aufgenommen von CIA-Agenten speziell für das Debriefing. Das gibt uns einen ersten Hinweis auf die Ära, in der wir uns befinden. Da ich wie immer komplett ahnungslos ins Buch gegangen bin, ist für mich noch unklar, wann es geschrieben wurde. Der erste Hinweis sind die sehr “Achtziger”-Meinungen des Veteranen-Agenten hinsichtlich des ihm zugeteilten Wingman. Dieser ist der Sohn eines Palästinenserführers, er wird im gesamten Buch als “Ziegenhüter” beschrieben werden. Das geht heute natürlich nicht mehr. Nicht weil heutzutage Rassismus gecancelt ist, sondern weil ein solch offensichtlicher Sarkasmus heute nicht mehr funktioniert. Entgegen der allgemeinen Annahme ist die Ursache aber nicht, dass wir jetzt alle supersensibel sind oder gar woke, sondern weil spätestens seit 9/11 antimuslimischer Rassismus hoffähig geworden ist und als Reaktion darauf ein solcher Sarkasmus gekennzeichnet werden muss, in rot, plus Warnung auf dem Cover und Herausgabe des Buches an Deutsche Linke nur gegen Ausweis. Trevanian, als Meister der Ironie, ist dankbarerweise in 2005 gestorben und musste den ganzen Quatsch nicht mehr miterleben, wir, als Leserinnen eines Buches aus 1981, müssen uns erst wieder einarbeiten. Die Ironie ist nicht nur an der offensichtlich übertriebenen Wortwahl zu erkennen, Trevanian legt seinem weltgewandten und weit rumgekommenen Haupthelden starke Thesen zu allen möglichen internationalen Akteuren in den Mund, jeder bekommt sein Fett weg.Bis der Japanschwerpunkt, wegen dessem mir das Buch ins Handgepäck beordert wurde, ins Spiel kommt, vergehen ein paar Seiten und zwar bis unser Protagonist, Mr. Hel (ein L) eingeführt wird. Das traf sich, kam doch auch ich erst recht spät in Japan zum Lesen und so koinzidierte die Jugend von Mr. Hel, als Sohn einer Russin und eines Deutschen, aufwachsend im Japan der späten 2. Weltkriegsjahre (mit den bekannten verheerenden Auswirkungen) mit meiner Reise durch die Stätten ebendieser Geschichte, kulminierend mit einem Besuch des Friedensmuseums in Hiroshima just zu dem Zeitpunkt, als im Buch die erste Liebe von Mr. Hel dahin zu ihren Eltern zurückkehrt, Anfang August 1945. Das wirkt.Beschrieben wird im Roman, seltsam schwebend zwischen Action und Betrachtung, die Suche eines weißen, kulturellen Japaners nach Shibumi. Shibumi ist eines dieser klassischen unübersetzbaren japanischen Worte, die darauf hinauslaufen, dass Du am Ende vor deinem Steingarten im Regen sitzt und meditierst.Bis er diesen Zustand findet, muss Nicolai Hel irgendwie Geld verdienen und, ausgebildet in exotischen Kampfkünsten, dem Brettspiel Go und gesegnet mit einer (minderen) Superpower, beschließt er, Terroristen zu jagen. Das macht er gegen Geld, aber, wenn es ihm in die Moral passt, auch Pro Bono. Dass er dabei einer erklecklichen Zahl von Akteuren auf die Füße tritt, kommt mit dem Terrain und, wie er selbst bemerkt, hat er eine Menge negatives Karma angehäuft. Zum Killen braucht es neben Geschick auch Glück und das hält nicht ewig, weshalb Nico mit fünfzig im Ruhestand ist und ein altes Schloss im Baskenland renovierend um einen japanischen Garten erweitert, was man so macht, als Auftragsmörder a.D. Aber natürlich ist das nicht das Ende des Romans, womit die Spoiler enden.Das alles ist genauso leicht geschrieben wie hier rezensiert, hier wird nicht viel ernst genommen und die Story eher zum Anlass, das ganze Geheimdienstgewerbe samt ihrer staatlichen Auftraggeber zu kommentieren, auszulachen, zu kritisieren und dass da niemand lebend rauskommt, dafür ist Rodney William Whitaker aka Trevanian bekannt. Man amüsiert sich köstlich, es erinnert, nicht nur wegen der epikuräischen Einschübe, an Simmels “Es muss nicht immer Kaviar sein” und im Stil ein bisschen an die “Neal Carey”-Serie von Don Winslow, die, na was für ein Zufall, zur selben Zeit rauskam. Deren Markenzeichen waren eingeschobene dutzendseitenlange Essays zu eher obskuren Themen (Chinesische Geschichte, Punks in London). Das macht Trevanian auch gern, hier in “Shibumi” ist es das Höhlenklettern, im Englischen so schön “Spelunking” genannt, dass bis zum letzten Seilknoten beschrieben wird. Trevanian schafft es dann gerade noch, den Essay zum Thema mit einem späten Plotpoint sinnvoll zu machen, aber selbst ohne dieses Kunststück ist dieser Stil ein sehr angenehmer Throwback in eine Zeit vor den formalistischen Serientrillern des industriellen Whodunnitzeitalters: alle Bücher 360 Seiten lang und genau bei 180 Seiten muss der Midpoint, die entscheidende Wendung, passiert sein. In “Shibumi” philosophiert der Autor zu dem Zeitpunkt noch gelassen über die Herkunft der Baskischen Sprache und wir freuen uns über die Unberechenbarkeit der Be- und Entschleunigung. Es ist alles ein bisschen japanisch. Ach né.Gleichzeitig ist es ein interessanter Blick in das Mindset der Achtzigerjahre und abgesehen von der nicht vorhandenen Scheu, Araber, Briten, Amis und alle anderen Drumrum ein bisschen aufs Klischéeis zu führen, ist es durchaus frappierend, wie viele der Aussagen zum Zustand der Politik hellseherisch wirken, bis man merkt, dass man das verkehrtherum sieht - ja, die Politik war schon immer korrupt, lange bevor Techbros dem Präsidenten einen Goldenen Ballsaal bauten, weil der so gut nach ihrer Pfeife tanzen kann.Ich sag: “Danke, Heiko, Top Treffer, Spitzenbuch!” und somit auch Nichtjapanreisenden empfohlen.Das sah um 2011 herum auch der große Don Winslow so. Irgendwann zwischen den brillanten beiden “Savages” Büchern (damals besprochen von Irmgard Lumpini) meinte old Don noch ein Buch einschieben zu müssen, das man heute gemeinhin als Fanfic definiert. Er schreibt in “Satori” die Geschichte von Nicholai Hel weiter, oder genauer, er füllt die Lücken in der Biografie, wie wir sie in “Shibumi” lasen. Und das macht zunächst durchaus Sinn, der Autor des Originals ist lange tot und die erfundene Figur damit verdammt zu einem einzigen Auftritt, was liegt näher als ihm einen weiteren zu geben, und warum nicht von Don Winslow, der, siehe oben, seine schriftstellerische Karriere in ähnlichem Stil begann.Leider/zum Glück, je nach Perspektive, hat sich Don Winslow stilistisch weiterentwickelt. Dramaturgisch sind seine Romane deutlich komplexer aber auch zielstrebiger geworden - etwas, was man von “Shibumi” nicht wirklich behaupten kann. Entsprechend groß ist der Bruch, wenn man “Satori” direkt im Anschluss liest. Wo Trevanian sich Zeit nimmt für einen Ausflug in Kommentare zur Weltpolitik oder die gefährliche Welt des Spelunking, füllt Don Winslow die Lücken im Lebenslauf des Nicolai Hel auf und es ist, sorry, “Malen nach Zahlen”. Wo Trevanian uns in Hel's Lebensgeschichte mit albernem Nonsens unterhält, zum Beispiel der Story, wie Hel zum “Lover der Stufe IV” wurde, inklusive der Beschreibung, was Stufe I bis III sind und wie man diese Skills als Waffe einsetzen kann - und ich muss nicht erklären, dass das alles lustiger Blödsinn ist - langweilt uns Don Winslow mit einer peinlichen Sexszene, die wohl in die Vita von Nico Hel passt, aber leider komplett das Sujet des Originalromans “intelligente Spionagekomödie” verfehlt. Das liegt natürlich daran, dass Don Winslow seit der Neal Carey Reihe ein brillanter Schriftsteller und Storyteller geworden ist, dabei aber an Humor eingebüßt hat. In seinen Spätwerken fallen mir ein paar Szenen mit Sean Callan und Stevie O'Leary, den Teenager-Gangstern aus Hell's Kitchen in “Tage der Toten” ein, die ein bisschen Slapstick machten, bis alles in ernsthaft blutigen Massakern versank und damit war Schluss mit Lustig.Genauso geht Don Winslow auch an “Shibumi” heran und das ist dann halt ziemlich langweilig, Fanfic halt, und ich bin nach einem Viertel im Buch ernsthaft gelangweilt und kann das alles nicht empfehlen.Dafür, wie gesagt, umso mehr Trevanians Original “Shibumi”, denn was wäre die Welt ohne Buchempfehlungen?! This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit lobundverriss.substack.com
Im letzten DeepDive in diesem Jahr sind die Chefredakteure von heise online und der c't, Volker Zota und Torsten Beeck, zu Gast im Podcast. Wir sprechen über die Entwicklungen der letzten Monate und die Vor- und Nachteile von KI. Mit dem Transkript dieser Podcast-folge wollen wir auch die Fragen unserer Leserinnen und Leser beantworten. Denn ob wir heutzutage noch eine Nachricht glauben, hat immer mehr damit zu tun, ob wir der Quelle vertrauen. Und nur durch Transparenz können wir das Vertrauen in unseren Journalismus erhalten. Die nächste Folge des KI-Updates hört Ihr am 05. Januar 2026. === Anzeige / Sponsorenhinweis === Dieser Podcast wird von einem Sponsor unterstützt. Alle Infos zu unseren Werbepartnern findet ihr hier. https://wonderl.ink/@heise-podcasts === Anzeige / Sponsorenhinweis Ende === Artikel zur Podcastfolge: https://heise.de/-11117168 https://www.heise.de/thema/KI-Update https://pro.heise.de/ki/ https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz https://the-decoder.de/ https://www.heiseplus.de/podcast https://www.ct.de/ki
In dieser Folge von „Kreis und Quer“ zieht Chefredakteur Björn Knips Bilanz: Ein Jahr ist er nun im Amt - Zeit zurückzublicken auf bewegte Monate, prägende Entscheidungen und die Herausforderungen, denen sich Redaktion und Verlag stellen mussten. Gleichzeitig richtet Knips den Blick nach vorn: Welche Visionen hat er für die journalistische Arbeit der Zukunft? Wie will die Kreiszeitung ihre Leserinnen und Leser weiterhin zuverlässig informieren und welche neuen Wege sollen eingeschlagen werden? Ein persönliches, offenes und zukunftsorientiertes Gespräch.Kreis und Quer ist ein Podcast der Mediengruppe Kreiszeitung. Produktion dieser Folge: Melanie Scharfe. Feedback und Anregungen gerne an podcast@kreiszeitung.de. Impressum: https://www.mediengruppe-kreiszeitung.de Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Die Berühuhrung So sei es wohl - äs isch so schön - bisch dü da - die Fortsetzung ? U ja ich suechuuu di nu immärrr u nei di Nidwaldernin isch sid her nimmääää inä Ladu cho. Villicht scho. Bi ja nid immer da u dä dü da viellicht doch da u i de nid u dü da da unär all dänu Däne u danüüü LIIIT, villicht inä Gletscherspaltu kiiit ? Nid ver nid häniii dä nid gfundu u i meintiii wir miesssä um Ladu nu Baryvox fairkaufen ? Dann könnte ich dich schneller orten? An den verstecktesten Orten ? ( Baryvox = Lawinen Verschüttetensuchgerät ) LVS - Avalanche Transeiver. - Partner Inst.f-Schnee.FLOCK.inv. - S-Fee. Heute möchte ich Euch etwas schönes erzählen ja von einer kurzen Berührung die mich so rührte. Nun denken sich wohl einige und ja die verehrten Leserinnen und Leserinnen dieser doch so schönen Geschichte oder eben auch die Zuhörer:innen bei Radio Supersaxo - Jetzt wird der in seinen alten Tagen auch noch romantisch? Gut ich könnte ja auch eine Geschichte schreiben über den kreative Nachlass von Häfliger - Supersaxo - die Idee mit der Akademie des gepflegten Schneeflockeninventars und die Fusion mit KI. Sie haben es ja sicher gelesen, in der NZZ oder so ? Disneys KI und OPEN AI fusionieren. Dies bewegte auch Häfliger-Supersaxo dazu - die Begegnung mit OPEN AI zu suchen. Ihr Inventar quasi der KI zur Verfügung zu stellen und für viel Geld zu verkaufen. Win-Win ? Nur damit der kreative Nachlass auch weiter lebt, sollte ihnen was zustossen oder so oder sie werden im neuen Zürcher Krimi entführt und Dominique Kuster und Borchert ….. ? Nei die Woche ging es ja auch unter anderem um eben ja das Testament, die inneren Organe der ETH Zürich nach dem Hinscheiden zu überlassen - ja Forschung halt eben und so oder so ? Es ging diese Woche aber auch um nun ja Caritas, Dignitas, Prostatas, Patienteverfügung und vieles mehr doch eigentlich befinden wir uns hier und jetzt wirklich in einer romantischen Geschichte. Ach ja Patientverfügung war noch so - to do. Habe ich schon erwähnt? U wenn es nicht mehr geht ?Suchen und finden sie bitte das Gespräch - unheimlich wie toll einem geholfen wird. Mann muss die Hilfe einfach auch annehmen und für einmal auch sehr dankbar sein. Danke Schweiz. Schön bist du noch hier. Nun stellt Euch einmal vor die Schweiz würde auswandern und darf man seinen Sohn Unico nennen? Nun so ein Unico Supersaxo ? Als ich wäre bereit? Obwohl noch mal so schreiende Babys und Karotten Brei ? Zeugungsfähig ? Freude am ZEUGEN und gerade läuten die Zeugen Jehovas an der Tür. Nun ja Karma halt. Habe ihnen ja erzählt, der Teufel ist Italiener ? Die Geschichte mit Telefonino ? Ich gehe ja davon aus, dass also auch Hunde nicht ewig leben und würde ich mir dann einen neuen Hund ? Nun ja, dann könnte ich Ihn ja UNICO taufen? Hunde werden ja nicht getauft, warum eigentlich nicht und beichten dürfen die ja auch nicht. Im Institut für Schneeflockeninventar haben sie ja nun auch wegen „Kurzarbeit" in Zusammenarbeit mit - ein Herz für Tiere - herausgefunden - ja im Auftrag der Studie halt = dass Hundebesitzer lieber Zeit mit Ihren Hunden verbringen als mit anderen Menschen. Auch Hunde untereinander verbringen Zeit lieber mit Menschen ! Auch ja und wir haben ja eine neue Nachbarin. Genau - vis a vis und nein nicht im gleichen Haus? Die hat nun seit Tagen ihren Vorhang noch nicht einmal zu gezogen. Ich gehe schwer davon aus, dass das es ein Zeichen ist für eine offene Beziehung sein könnte ? Also so offene - weit geöffnete Vorhänge oder deute ich das falsch? Das mit der HausGEMEINschaft ist erledigt, vieles noch offen. Besoffen - hoffen. Hasselhoff. David Hasselhoff. Eine Geschichte muss ich Euch aber noch erzählen und nein wir gehen gleich zur Berührung aber da kam einä inä Ladu. Kaufte sich ein Bier und meinte zu mir : a so a Bier na dum schifahrääää isch scho eppis schöns. U i geantwortet - i findu Sex na dum Schifahru isch äu sehr schön. U Er : ja aber Sex chaniiii hie nid chäufuuu. U i : Wart grad - fräguuu grad Chefin u weisch däraa hentsch gerade die Kinderzulagen gestrichen, weil Kids nun Erwachsen und aus der Lehre u di cha viellicht a so a finanzielle Feriensubvention gut gebrauchen? Somit währe das mit dem Fremdenverkehr auch geklärt. Nicht wahr ? Die Berührung. Bin ja immer noch so was von gerührt. Sicher auch berührt. Die Berührung - sie hat mich gerührt. Ja und gerührt, kann definitiv auch schön sein. Es beschreibt eine tiefes, warmes Gefühl der emotionalen Berührung, oft durch etwas unerwartetes oder emotionales ausgelöst, wie eine herrliche Geste, ein Lied oder eine Geschichte, die das Herz berührt, und eine Träne der Freude oder Rührung hervorgerufen werden kann. Ein Zustand der als wohltuend und verbindend. Da war diese kleine Berührung. Handfläche an Handfläche. Handflächen die sich in einander verflechten. Es wird wohl stimmen, wenn behauptet wird, dass wir uns wenn wir nach Sex verlangen, gar nicht den Sex suchen? Nein - wie das Institut für Schneeflockeninventar in Saas-Fee in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für sorgenlosen Geschlechtsverkehr und der Dienstelle für mehr Spontanküsserei heraus geforscht hat und und berichten und : es ist die Nähe nach der wir uns sehnen. Die Suche nach Nähe oder eben ja - die kurze Berührung. Den KICK der Berührung ? Wir suchen vielleicht auch nur diesen einen schönen verführerischen Augenkontakt. Finden werden wir ein gemeinsames Lächeln? Gemeinsam am Humor feilen ? Sich dabei nie beeilen ? Nein, eigentlich wollen wir gar keinen Sex ! Wir wollen doch nur diese kurze Berührung, ja und gerührt sein, davon ! Nur so bisschen ein wenig Haut an Haut ? Eine ja zärtlich ungewollt schöne Berührung ? Nie im Leben würde ich mich wagen, dich anzumachen, vielleicht ja eben gemeinsam lachen? Vielleicht sehnen wir uns ja einfach auch nur nach etwas Austausch im Kuschelkaffee ? An Hengert - so könnte man ja auch ein Bistro taufen? Wo der Hengert zum Konzept gehört ? Oder gehen gemeinsam an die TanzBAR - so wie sie tanzt so liebt sie - so wie sie kocht - so kuschelt sie ? ( Oder eben auch ER oder ÄS ? ) Wann haben Sie zum letzten man getanzt? Ich ? 438 Tage ! Mit Christa. Am kantonalen Jodlerfest. MitChrista. Wir sehen uns nach einander - und nein wirklich nicht - es ist nicht den Sex den wir suchen - wollen - brauchen und ok ob das nun schon altersbedingt ist? Ist es denn schon so weit. Doch schon bereit? Kuscheln ? Häfliger-Supersaxo im Kuschelmodus ? Weihnachtsblues ? Sie welche sich ja schon vor Jahre outeten als die Kuschelverfechter ? Kuscheln ist der Sex im Altersheim - so singen es auch d`wildu Spitzbuebu ! Live im Radio Supersaxo. Aber nein. Hallooooo erst mal !!! Sound by Loisach Marci - Avalanche u Polo Hofer - ich suechu dich ! www.radiosupersaxo.net
Jane Austen wird 250 und bleibt erstaunlich aktuell. Warum ihre Liebesgeschichten, Heldinnen und Beziehungsmodelle bis heute Leserinnen und Leser faszinieren.
Heute wenden wir uns einem Schriftsteller zu, dessen Lebensweg untrennbar mit einem der dramatischsten Kapitel des Zweiten Weltkriegs verbunden ist. Viktor Nekrassow diente als junger Offizier in Stalingrad und erlebte die verheerenden Kämpfe nicht aus der Distanz, sondern unmittelbar in den Schützengräben, Seite an Seite mit seinen Kameraden. Gerade deshalb ist sein Werk so bemerkenswert: Es eröffnet die Möglichkeit, den Kampf um Stalingrad aus einer sowjetischen Perspektive zu betrachten. Bemerkenswert ist zudem Nekrassows literarischer Werdegang. Bevor er zu schreiben begann, hatte er keinerlei Erfahrung als Autor. Gerade diese Unmittelbarkeit seiner Beobachtungen und sein Stil machten sein Debüt so kraftvoll. Mit seinem Roman In den Schützengräben von Stalingrad gelang ihm auf Anhieb ein Werk, das weit über die Grenzen der Sowjetunion hinaus Aufmerksamkeit erregte. Das Buch wurde zu einem internationalen Erfolg, brachte ihm schlagartig Weltruhm ein und erschien schließlich in mehr als dreißig Sprachen – ein Beleg dafür, wie sehr seine präzise, schonungslose Darstellung des Kriegsgeschehens die Leser und Leserinnen weltweit berührte.
Aromatherapie für die Ohren mit Eliane Zimmermann & Sabrina Herber
Wir ziehen Bilanz und möchten uns bei euch bedanken – bei 6.290 Abonnentinnen und auch bei all denen, die nur mal rein hören. Wir gehören laut der Statistik des großen Anbieters zu den "am meisten geteilten Podcasts". Er bescheinigt uns zudem insgesamt 98.000 Wiedergaben und 35.000 gehörte Stunden. Hätten wir das bei unserem eher schüchternen Start vor 4 Jahren – im Oktober 2021 – so konkret ausgemalt? Ganz sicher nicht!„Wir machen den Weg frei“: Es geht heute u. a. um die penetrationsverstärkende Wirkung von einigen Bestandteilen von ätherischen Ölen. Ernsthafte Konsequenzen bei der Einnahme von Medikamenten wie Blutdrucksenkern sowie von Chemotherapeutika können folgen. Auch erinnern wir daran, dass es sich bei ätherischen Ölen um extreme Konzentrate handelt, sie müssen darum sorgsam verdünnt werden.Wir lesen dieses Mal etliche Rückmeldungen zu erfolgreichen Behandlungen unserer LeserInnen, wir kommentieren und ergänzen diese. Eine Leserin konnte zur Verblüffung ihrer Gynäkologin ihre Myome los werden. Ein kleines Kind konnte sich nach einem Jahr mit Dellwarzen in kürzester Zeit wieder einer schönen Haut erfreuen.Eine andere Frau hatte trotz diverser Maßnahmen, inklusive einer chirurgischen Intervention, immer grenzwertige Werte in Richtung HPV-Befall, so dass um die Gesundheit ihres Gebärmutterhalses gefürchtet werden musste. Unsere Rezeptur half ihr endlich. Auch sprechen wir über Viren, die uns im Winter mit HNO-Krankheiten quälen, und wie sie effektiv durch würzige Naturdüfte reduziert werden können.Alles Gute für die Feiertage, gebt auf eure Leber acht! Unsere nächste Folge wird am 9. Januar 2026 erscheinen.Konnten dir unsere Rezeptideen und Tipps bereits helfen?! Magst du uns zu mehr REICHWEITE verhelfen und empfiehlst unseren Podcast weiter? Danke für deine/Ihre Unterstützung durch den Kauf in unserem Shop oder über unsere Empfehlungs-Links, auch über eine kleine Spende "für einen Kaffee" freuen wir uns: Eliane und/oder Sabrina.Magazin Duft-Detektiv zum Öle-LexikonZitronenmyrte Ravintsara Gewürznelkenknospe Zimtrinde Sternanis IngwerCalophyllumSchwarzkümmelöl Viralys , auch im Task Force-SetSabrinas "Rezeptewelt" (kostenfrei)Artikel & Fotos DellwarzenArtikel Zäpfchen herstellen und Material zur HerstellungBuch über Epigenetik Die Macht unserer Gene von Dr. Daniel Wallerstorfer Buch Basics Ätherische Öle Folge 95 über unsere (Fach)BücherProf. Jürgen Reichling über Lippen-HerpesUnser "Rezepte-Buch" AromapraxisBuch Aromatherapie für KinderRezeptur Myome im Buch Aromatherapie für FrauenArtikel Französische AromatherapieViel hilft viel? Die französische Schule der AromatherapieVideo: Wie viel Oregano-Kraut steckt in einem Tropfen Oreganoöl, im Garten von Eliane geerntetQuickfinder: Rezepte, Artikel, Seminare und Informationen aus (bislang) fünf großen Aromatherapie-Themenbereichen: (Resistente) Krankheitskeime reduzieren, Schmerzen lindern, Frauen-Beschwerden, Tumorerkrankungen begleiten, Bronchitis & CoHunger auf seriöses und firmenunabhängiges Wissen? Regelmäßige Informations-Häppchen – ohne Extra-Kosten – im neuen WhatsApp-Kanal oder in unserem Telegram-Kanal Aufzeichnungen unserer über 40 webSeminare:: HAFTUNGSAUSSCHLUSS :: Alle Informationen in unserem Podcast beruhen auf unserer langjährigen Erfahrung, auf traditionellen Anwendungen, sowie – sofern bereits durchgeführt – auf wissenschaftlichen Arbeiten. Unsere Tipps dienen ausschließlich Ihrer Information und ersetzen niemals eine gründliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose bei einer gut ausgebildeten Heilpraktikerin oder beim qualifizierten Arzt. Ganzheitlich verstandene Aromatherapie berücksichtigt vorrangig individuellen Besonderheiten, dies ist nur in einem persönliche Gespräch möglich. Unsere zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen verwendet werden. Das vollständige Impressum befindet sich jeweils auf den beiden Websites der Autorinnen, jede Haftung wird ausgeschlossen.
Seit vielen Jahren zeigen die Leserinnen und Leser der Allgemeinen Zeitung, der Wormser Zeitung sowie der Kinderzeitung Kruschel jedes Mal aufs Neue, wie stark eine Gemeinschaft sein kann. In der Weihnachtsaktion „Leser helfen“ sammeln die Lokalredaktionen Spenden für soziale Projekte in der Region, die dringend Unterstützung brauchen - die Aktion bringt regelmäßig beeindruckende Summen zusammen. Laura Loch, Volontärin der VRM, spricht mit zwei Gästen, die wie kaum andere wissen, was diese Aktion ausmacht: Michael Bermeitinger, langjähriger Redakteur, stellvertretender Vorsitzender von „Leser helfen“ und mittlerweile seit 23 Jahren mit dabei, und Katharina Petermeier, Leiterin der Lokalredaktionen in Rheinland-Pfalz. Sie verraten in dieser Folge: Wie „Leser helfen“ entstanden ist, welche besonderen Momente die Aktion geprägt haben und wo die Reise künftig hingehen soll. Alle wichtigen Links zur "Leser helfen": https://www.allgemeine-zeitung.de/schwerpunkte/leser-helfen/ https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/leser-helfen-2025-diese-projekte-koennen-sie-unterstuetzen-5127917 https://vrm.de/unsere-produkte/vrm-engagement Geschichten aus den unterstützten Projekten: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kreis-mainz-bingen/verbandsgemeinde-nieder-olm/nieder-olm/hilfe-fuer-beduerftige-in-nieder-olm-brotkorb-braucht-spenden-5196236 https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/worms-rueckt-zusammen-carla-und-rotary-unterstuetzen-tafel-5148923 https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/kleine-elsa-ploetzlich-auf-der-mainzer-kinderintensivstation-5213318 https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/stadt-mainz/wo-ehrenamtliche-der-mainzer-tafel-an-ihre-grenzen-stossen-5071651 Ein Angebot der VRM.
In der Podcastfolge 746 ging es um ein grundlegendes Problem der Strafjustiz: Viele Strafurteile sind sprachlich und strukturell so schwer verständlich, dass Betroffene sie kaum nachvollziehen können. Diese Episode knüpft daran an. Sie zeigt konkret und praktisch, wie ein verständliches Urteil entsteht. Duri Bonin überlegt zuerst, wie man den Sachverhalt klar darstellt. Am besten chronologisch, in der Vergangenheitsform und ohne unnötige Passivkonstruktionen. Unwichtige Details sollen wegfallen. Jeder Satz muss eine Frage beantworten: „Hilft diese Information, den Fall zu verstehen?“ Danach fragt er sich, wie eine präzise Beweiswürdigung aufgebaut ist. Ein Gericht soll sich auf die strittigen Punkte konzentrieren, die wichtigsten Beweismittel benennen und die eigenen Gedankenschritte offenlegen. Ein Urteil überzeugt nur, wenn klar wird, warum das Gericht einer Version glaubt und einer anderen nicht. Dafür braucht es keine Wiederholung ganzer Aussagen, sondern klare, nachvollziehbare Gründe. Weiter geht Duri der Frage nach, wie eine verständliche rechtliche Subsumtion gelingt. Gesetz und Sachverhalt müssen verknüpft werden. Ein gutes Urteil zeigt, warum ein Tatbestandsmerkmal erfüllt ist – nicht nur, dass es erfüllt ist. Juristische Begriffe sollten in Klammern kurz erklärt werden, damit auch Leserinnen und Leser ohne juristische Vorbildung folgen können. Die Folge macht sichtbar, warum Fokussierung auf das Wesentliche so wichtig ist. Ein Urteil darf nicht im Unwichtigen ersticken. Alles, was für die Entscheidung entscheidend ist, muss klar und nachvollziehbar ausgearbeitet werden. Alles andere kann und soll gekürzt werden. Dazu braucht es Mut zur eigenen Sprache, Mut zur Ehrlichkeit. Klarheit in Sprache, Struktur und Argumentation ist ein Zeichen von Professionalität. Verständlich zu schreiben bedeutet keinen Verlust an Tiefe. Im Gegenteil: Wer etwas wirklich verstanden hat, kann es einfach erklären. Wer sich hinter Floskeln, Textbausteinen und Satzketten versteckt, zeigt eher Unsicherheit. Und genau diese Unklarheit kann ein Grund für ein Rechtsmittel sein, weil man sich nicht verstanden fühlt. Diese Episode richtet sich an Strafrichter, Gerichtsschreiberinnen und Auditoren, Strafverteidigerinnen und Staatsanwälte, Journalistinnen, Studierende des Strafrechts – und an alle, die wissen möchten, wie Rechtsprechung funktioniert und wie man ein gutes Strafurteil schreibt. Links zu diesem Podcast: - Das Buch zum Podcast: [In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung](https://www.duribonin.ch/produkt/in-schwierigem-gelaende/) - Anwaltskanzlei von [Duri Bonin](https://www.duribonin.ch) Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören
Die Diskussion zeigte, dass auch Verlage längst KI einsetzten. Dabei geht es jedoch nicht um die Inhalte der Bücher. Vielmehr wird KI dort eingesetzt, wo repetitive und wenig fordernde Arbeiten zu erledigen sind, wie beispielsweise bei der Erfassung von Metadaten und bei internen Prozessen. Wie läuft in den Verlagen der Prozess der Implementierung? Und wo liegen die Grenzen für den KI-Einsatz? Die Runde diskutierte auch über mögliche Kennzeichnungen, urheberrechtliche Grauzonen und die Frage, ob der Staat die KI-Firmen stärker regulieren müsse. Sind billige, mit der KI-erstellte Kinderbücher oder Sachbücher, die Amazon fluten, eine Bedrohung für die Verlage? Wie sieht es bei der KI-Unterstützung für Covermotive und Übersetzungen aus? Die zunehmende Herausforderung für Bibliotheken ist zudem die Erkennung von eingereichten Titeln mit KI-Inhalten z. B. für die Onleihe. Spannend wurde es beim Thema Kreativität und Beziehung zu den Leserinnen und Lesern. Bei Büchern, so betonte es Tom Kraushaar, gehe es paradoxerweise nicht nur um den reinen Inhalt. Die Verbindung zu einer Autorin oder einem Autor, zu einer echten Person und ihrem Text, spiele eine zentrale Rolle. Nicht nur auf Lesungen und Veranstaltungen, sondern auch auf den digitalen Plattformen wie BookTok zeige sich: Menschen suchen auch beim Lesen die Beziehung zu Menschen, nicht zu Algorithmen. Ein Gespräch über den aktuellen Stand beim Umgang der Verlage und Bibliotheken mit KI und letztendlich darüber, was das Buch im Kern ausmacht. Hören Sie den vollständigen Mitschnitt der der Diskussion vom 26.11.2025 auf den 75. Stuttgarter Buchwochen im Podcast des literaturcafe.de. Nutzen Sie den Player unten nach dem Beitrag. Leider funktionierte die Mikrotechnik auf der Bühne nicht ganz zuverlässig. Wir bitten die leichten Störgeräusche zu entschuldigen.
Das erfolgreiche Autorenduo Julius und Emina Seiffert bringen den zweiten Kinderkrimi heraus, der nicht nur die jungen Leserinnen und Leser in seinen Bann zieht, sondern auch noch ein hervorragender Stadt- und Gastroführer ist. Außerdem spannende Hintergrundinfos zu einem ganz besonderen Gebäude - dem Nicht-fertig-Haus - samt seinen Kreativ- und DIY-Projekten in der Kultur- und Szenemeile Alte Bürger Bremerhaven.
Goethes Faust – der Klassiker quält und begeistert Leserinnen und Theatergänger nun seit 217 Jahren. Man könnte meinen, dass über Faust in diesen zwei Jahrhunderten alles gesagt wurde. Vielleicht alles gesagt, aber noch nicht alles gezeigt und bebildert. Denn jetzt macht die Comiczeichnerin Nele Heaslip Faust Eins zu einer Graphic Novel. Es ist ein gewaltiges Projekt, dessen erster Band jetzt erscheint, passenderweise auch ganz klassisch gezeichnet mit Feder und Tusche, ohne Computertechnik also. Warum Faust, warum Faust heute und warum als Comic? Fragen, über die Max Bauer mit Nele Heaslip gesprochen hat.
In dieser dritten Episode nehmen wir Südtirol unter die Lupe: Es wird wärmer bei uns - und trockener. Doch was bedeutet der Klimawandel konkret für unsere Täler, Städte und Berge? Und was passiert, wenn der Raum Bozen–Meran im Sommer tatsächlich unerträglich heiß wird? Georg Kaser erklärt, wie sich Stadtplanung, Landwirtschaft und unsere Lebensräume verändern – und warum ausgerechnet der k.u.k. Wienerwald dabei als Vorbild dienen kann.Int diesem neuen Q&A-Format beantworten Expertinnen und Experten die Fragen unserer Leserinnen und Leser. Aus den zahlreichen Fragen für den Klimaforscher Georg Kaser haben wir fünf zentrale Themen ausgewählt – von globalen Kipppunkten bis zu lokalen Folgen. In fünf Episoden, die täglich erscheinen, erklärt Kaser, was die Wissenschaft wirklich weiß, wo Risiken liegen und welche Maßnahmen jetzt notwendig sind – politisch wie persönlich. Mit dieser Serie möchten wir Orientierung geben und Raum schaffen für fundierte Diskussionen. Mehr zum Thema:Georg KaserDas Spiegelei-Problem des KlimasSchneefallgrenze steigt um 500 MeterGletscher adieu?“Non c'è più nulla da proteggere”Q&A: Die Serie Zu den SALTO PodcastsSALTO abonnieren
In dieser zweiten Episode beginnen wir erneut mit einer zentralen Frage und wechseln von der globalen auf die lokale Ebene: Was bedeutet ein Überschreiten der 2-°C-Grenze weltweit? Extremereignisse werden weiter zunehmen – sie tun es bereits. Und wie würde sich das auf die Schneefallgrenze in unseren Bergen auswirken? Mithilfe schweizerKlimamodelle erklärt der renommierte Klimaforscher Georg Kaser, was auf uns zukommt.Mit diesem Q&A-Format beantworten Expertinnen und Experten die Fragen unserer Leserinnen und Leser. Aus den zahlreichen Fragen für Professor Kaser haben wir fünf zentrale Themen ausgewählt – von globalen Kipppunkten bis zu lokalen Folgen. In fünf Episoden, die täglich erscheinen, erklärt Kaser, was die Wissenschaft wirklich weiß, wo Risiken liegen und welche Maßnahmen jetzt notwendig sind – politisch wie persönlich.Mit dieser Serie möchten wir Orientierung bieten und Raum schaffen für fundierte Diskussionen.Mehr zum Thema:Georg KaserDas Spiegelei-Problem des KlimasGletscher adieu?“Non c'è più nulla da proteggere”Q&A: Die Serie Zu den SALTO PodcastsSALTO abonnieren
Der Klimawandel betrifft Südtirol heute schon spürbar – von extremen Temperaturen bis zu schwindenden Wasservorräten. Viele Menschen fragen sich: Was kommt auf uns zu? und Was können wir tun?SALTO startet deshalb ein neues Q&A-Format: Expertinnen und Experten beantworten die Fragen unserer Leserinnen und Leser. Für den Auftakt konnten wir Prof. Georg Kaser, einen der renommiertesten Klimaforscher des Alpenraums, gewinnen.Aus den zahlreichen Einsendungen haben wir fünf zentrale Themen ausgewählt – von globalen Kipppunkten bis zu lokalen Folgen. In fünf Episoden, die täglich erscheinen, erklärt Kaser, was die Wissenschaft wirklich weiß, wo Risiken liegen und welche Maßnahmen jetzt notwendig sind – politisch wie persönlich.Mit dieser Serie möchten wir Orientierung geben und Raum schaffen für fundierte Diskussionen. Die erste Episode ist ab sofort online und hier erfahrt ihr auch, was der Klimawandel mit Spiegeleiern gemeinsam hat.Mehr zum Thema:Georg KaserKlimawandel? Ich hätte da 'ne Frage...“Non c'è più nulla da proteggere”Gletscher adieu?„Greta Thunberg ist zu radikal“
Lange waren Regionalzeitungen profitabel, doch ihr Geschäftsmodell bröckelt: Werbung wandert ins Internet ab, ein Abo für eine Zeitung leisten sich immer weniger. Die «Südostschweiz» sucht einen Ausweg aus der Krise und stösst auf Kritik aus Politik, Kultur und Medienwissenschaft. Bei der letzten überregionalen Zeitung Graubündens sind die Abozahlen im letzten Jahrzehnt um einen Drittel gesunken. Jetzt will die «Südostschweiz» die Wende mit einem Journalisten-Duo aus Deutschland schaffen: Joachim Braun und Nikola Nording. Sie setzten auf digitale Medien und wollen Inhalte, die möglichst viele Leser und Leserinnen interessieren. Im Zentrum stehen die «User-Needs», deutsch die Nutzerbedürfnisse. Der neue Kurs löst Unmut in Kultur und Politik aus. Auch Medienexperten üben Kritik. Auf dem Prüfstand stehen die Medien als vierte Gewalt und als Pfeiler der Demokratie. «Entscheidend sind die nächsten zwei bis drei Jahre, ob wir es schaffen oder nicht», sagt Susanne Lebrument. Zusammen mit ihren beiden Brüdern Silvio und Pesche kämpft sie als Miteigentümerin des Familienunternehmens «Somedia» um das Erbe ihres Vaters Hanspeter Lebrument. Der Film von Paula Nay und Stefanie Hablützel ist eine Produktion des Rätoromanischen Radio und Fernsehens (RTR). Erstausstrahlung: 13.11.2025
Irrer Typ, dieser JEAN PAUL (1763-1825): Las wie ein Verrückter (alles), schrieb wie ein Besessener (55.000 Seiten), wurde geringgeschätzt (Schiller, Goethe) und hochverehrt (Celan, viele viele Leserinnen und Leser). Ein Sprachmagier war er, ein Sprachschöpfer und Sprachegroßrausbringer: Begriffe wie "Angsthase" und "Weltschmerz" kennen wir durch Jean Paul, sie sind sozusagen die Schaumkronen auf seinem wildbewegten Meer aus Sprache. Zum 200. Todestag dieses Schriftstellers am 14.11. ein Gespräch mit Barbara Hunfeld von der Forschungsstelle Jean Paul an der Universität Würzburg.
Lange waren Regionalzeitungen profitabel, doch ihr Geschäftsmodell bröckelt: Werbung wandert ins Internet ab, ein Abo für eine Zeitung leisten sich immer weniger. Die «Südostschweiz» sucht einen Ausweg aus der Krise und stösst auf Kritik aus Politik, Kultur und Medienwissenschaft. Bei der letzten überregionalen Zeitung Graubündens sind die Abozahlen im letzten Jahrzehnt um einen Drittel gesunken. Jetzt will die «Südostschweiz» die Wende mit einem Journalisten-Duo aus Deutschland schaffen: Joachim Braun und Nikola Nording. Sie setzten auf digitale Medien und wollen Inhalte, die möglichst viele Leser und Leserinnen interessieren. Im Zentrum stehen die «User-Needs», deutsch die Nutzerbedürfnisse. Der neue Kurs löst Unmut in Kultur und Politik aus. Auch Medienexperten üben Kritik. Auf dem Prüfstand stehen die Medien als vierte Gewalt und als Pfeiler der Demokratie. «Entscheidend sind die nächsten zwei bis drei Jahre, ob wir es schaffen oder nicht», sagt Susanne Lebrument. Zusammen mit ihren beiden Brüdern Silvio und Pesche kämpft sie als Miteigentümerin des Familienunternehmens «Somedia» um das Erbe ihres Vaters Hanspeter Lebrument. Der Film von Paula Nay und Stefanie Hablützel ist eine Produktion des Rätoromanischen Radio und Fernsehens (RTR). Erstausstrahlung: 13.11.2025
Günter Grass war ein deutscher Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker, der sich zeitlebens durch seine persönliche Biografie verpflichtet sah, einen Beitrag zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands zu leisten. In seinen frühen Werken schildert er eindringlich das Heranwachsen seiner Protagonisten im Umfeld des NS-Regimes, während seine späteren Romane den allmählichen Verlust historischer Erinnerung im Zuge des Generationswechsels thematisieren. Auch der Verlust seiner Heimat Danzig bildet ein wiederkehrendes und prägendes Motiv seines Schaffens. Grass' Sprache zeichnet sich durch eine außergewöhnliche stilistische Dichte und den bewussten Einsatz rhetorischer Mittel aus, die seine Leserinnen und Leser zum Nachdenken und kritischen Hinterfragen anregen sollen. Seine öffentliche Präsenz, die ihm nicht nur nationale, sondern auch internationale Anerkennung und schließlich den Nobelpreis für Literatur einbrachte, nutzte er zugleich als Plattform für politisches Engagement. Als langjähriger Wahlkampfhelfer der SPD pflegte er enge Beziehungen zu den ehemaligen Bundeskanzlern Willy Brandt und Gerhard Schröder, die er sowohl beratend als auch begleitend unterstützte. Grass gilt als herausragendes Beispiel für das fruchtbare Zusammenspiel von Literatur, Kunst und Politik. Mit seiner Stimme als Intellektueller verstand er es, gesellschaftliche Missstände zu benennen, Diskurse anzustoßen und das politische Geschehen aktiv mitzugestalten.
Am 30. November entscheidet die Stimmbevölkerung von St. Moritz, ob das Islas Areal für 114 Millionen Franken entwickelt werden soll. Geplant sind eine neue Eishalle und eine Wertstoffsammelstelle. Im Gegenzug soll etwa an anderen Orten in der Gemeinde mehr Wohnraum für Einheimische entstehen. Weitere Themen: · Die Romanische Nachrichtenagentur Fundaziun Medias Rumantschas (FMR) stellt seit dieser Woche täglich drei Artikel gratis zur Verfügung. Kritik daran kommt von der Somedia, während FMR-Chefredaktor erklärt, man wolle damit vor allem mehr – auch junge – Leserinnen und Leser erreichen. · Die Zeitungen il Grigione Italiano sowie die Online-Plattformen il Bernina, la Bregaglia und il Moesano spannen künftig zusammen. Sie planen einen gemeinsamen Internetauftritt – ein Projekt, das auf eine politische Initiative zur Förderung der italienischsprachigen Medien im Kanton Graubünden zurückgeht.
Am 20. Oktober 2025 wurde im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Gespaltenes Europa - Perspektiven für eine neue Zusammenarbeit in der Diplomatischen Akademie in Wien auch die erste Printausgabe des Libratus-Magazins mit dem Titel Verwirrung und Vernunft präsentiert. Libratus-Herausgeberin Gudula Walterskirchen berichtet im Gespräch mit radio klassik Stephansdom-Chefredakteur Christoph Wellner über die Diskussion und blättert kommentierend durch das neue Heft: "Vor über einem Jahr erschien die erste Ausgabe des Libratus Magazins – damals als reines Online-Magazin. An die 400 Artikel und Kommentare sind seither erschienen. Aufgrund der positiven Reaktionen gehen wir nun den nächsten Schritt: eine gedruckte Ausgabe des Libratus Magazins mit neuen Inhalten. Somit kommen wir dem Wunsch vieler Leserinnen und Leser nach, auch auf Papier, bequem auf dem Sofa in Ruhe in einem Heft zu schmökern."
(00:38) Klaus Doldinger: Nachruf auf einen einflussreichen europäischen Jazzmusiker. Weitere Themen: (05:01) Japanische Regisseurin Satoko Ichihara inszeniert antiken Stoff mit modernem Twist. Niedlich und Brutal zugleich. (09:44) Donaueschinger Musiktage: Ein ruhiger Jahrgang für Neue Musik. (14:25) Catwalks als Kunstform: Vitra Design Museum zeigt Geschichte der Modenschau. (18:35) Kölner Verlag bringt neues Buch-Label «Kiwi Space» für junge Leserinnen und Leser.
Locarno, im schönen Tessin am Lago Maggiore gelegen, ist heute vor allem als mondäne Urlaubsdestination sowie für ihr alljährliches Filmfestival bekannt. 1925 indes quartierte sich für 12 Tage im Oktober einmal auch die große Weltgeschichte in dem schweizerischen Städtchen ein. Die Verträge von Locarno, die hier ausgehandelt wurden, verlangten allen europäischen Teilnehmerstaaten erhebliche Kompromissbereitschaft ab; dafür bescherten sie dem Kontinent aber auch einige Jahre der Hoffnung auf dauerhaften Frieden und Verständigung. Vor den Delegationen, die in der Regel von den Außenministern angeführt wurden, trafen vielfach bereits die Journalisten ein. So auch von der Wilhelmsburger Zeitung, die ihre Leserinnen und Leser am 3. Oktober, zwei Tage vor Konferenzbeginn, bereits einmal mit dem Veranstaltungsort, seiner Lage und seiner Geschichte vertraut machte. Unsere Berichterstatterin vor Ort heißt Rosa Leu.
Gutenbergs weltgeschichtliche Erfindung „Mit Gutenberg hat der Buchdruck innerhalb weniger Jahrzehnte fast die gesamte Welt erobert“, erklärt Prof. Gerhard Lauer im Gespräch mit SWR KULTUR und betont damit die einzigartige Wirkung dieser technischen Revolution. Schon früh wurden nicht nur bestätigende, sondern auch „sehr, sehr viele Perspektiven auf die Welt zugelassen und die Verbreitung auch heterodoxer Schriften, also Schriften, die gar nicht in das Weltbild des einen oder der anderen passten, waren eben an der Tagesordnung“. Bücher als Motor gesellschaftlicher Umbrüche Dass Literatur Gesellschaft verändern kann, zeigt für Lauer das Beispiel Onkel Toms Hütte, das den amerikanischen Bürgerkrieg beeinflusste. „Bücher können eine ganze Gesellschaft und auch ganze Nationen prägen“, so der Mainzer Buchwissenschaftler. Von Bestsellern bis BookTok Auch heutige Trends sieht Lauer positiv, denn Social-Media-Plattformen führten „dazu, dass aus kleinen Leuten große Leser werden“. Selbst Klassiker wie Jane Austen oder Dostojewski seien dadurch wieder verstärkt präsent. Bücher als Fundament der Demokratie Für die Demokratie sei entscheidend, dass Leserinnen und Leser erfahren, „meine Perspektive auf die Welt ist nicht die einzige“. Genau diese Fähigkeit zur Auseinandersetzung mache die Stärke des Buches bis heute aus.
Das Theologiestudium finanzierte sich Corinne Dobler mit dem Militärdienst, in dem sie es bis in den Offiziersrang des Hauptmanns schaffte. Sie war für das Blaue Kreuz mit der alkoholfreien Bar unterwegs und testete im Auftrag der psychiatrischen Klinik Burghölzli das Zusammenspiel von Ecstasy und blutdrucksenkenden Mitteln, spielte Gitarre und Trompete, kaufte sich ein Motorrad, lernte Gleitschirmfliegen. Inzwischen ist die Pfarrerin der Kirchgemeinde Bremgarten-Mutschellen auch als Seelsorgerin beim Sozialwerk Pfarrer Sieber angestellt. Für die Zeitung reformiert. widmet sie sich in der Rubrik Lebensfragen Anliegen der Leserinnen und Lesern und sucht etwa eine Antwort darauf, wie man richtig betet und auf wen man sich wirklich verlassen kann. Zu Gast bei Felix Reich am Stammtisch erzählt sie, was sie antreibt und was sie in der Seelsorge und in der Gemeinschaft mit den unterschiedlichsten Menschen gelernt hat.
Ein Spaziergang durch Dublin ist auch eine Reise durch die Literaturgeschichte. Zwischen alten Bibliotheken, lebhaften Buchläden und Statuen von Joyce und Wilde wird klar: Bücher gehören hier zum Alltag. Warum die Iren Geschichten so lieben – und Dublin ein Paradies für Leserinnen und Leser ist. Reportage von Theresa Hübner
„Amal“, das bedeutet auf Arabisch so viel wie „Hoffnung“. Die gleichnamige Nachrichtenplattform liefert Nachrichten und Hintergrundinfos von Geflüchteten für Geflüchtete. Dabei funktioniert sie ähnlich wie eine klassische deutsche Lokalzeitung, nur auf Arabisch, Ukrainisch und Farsi. Eine der drei Lokalredaktionen sitzt in Frankfurt am Main. Themen sind etwa Tipps gegen die Hitze, das Aus für den Chef der Deutschen Bahn oder das Frankfurter Nachtleben. „Weil wir denken, dass es auch wichtig ist, dass man so ein bisschen Klatsch und Tratsch mitkriegt und ein bisschen weiß, wie ticken die Deutschen, worüber sprechen sie.“, sagt die Journalistin und Geschäftsführerin von Amal News, Julia Gerlach. Die Mitarbeiter*innen von „Amal“ produzieren Nachrichten und Kurzvideos auf Facebook und Instagram. So auch die syrische Redakteurin Souzan Nasri: „Umgangssprache spielt eine große Rolle und Sprachstellen, um diese Kombination und die Kommentare mit unseren Leserinnen und Lesern zu schaffen.“ Das Nachrichtenangebot soll demnächst noch deutlich ausgeweitet werden. Amal hat dafür vor kurzem eine Förderung von fast 3,3 Millionen Euro aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU erhalten. Mit dem Geld wird gerade eine KI entwickelt, die Nachrichten in verschiedene Sprachen überträgt und für die sozialen Netzwerke optimiert. Ziel ist es, demnächst auch Geflüchtete in anderen Städten oder auf dem Land zu erreichen.
Steve Heitzer hat ein Buch geschrieben mit dem Titel "Hellwach am Leben". Mehr als ein guter Buchtitel! Es beschreibt authentisch, wie Steve (mit Tirolern ist man schnell per "Du") im Leben steht, wie er mit Kindern (er und seine Frau haben vor über 20 Jahren einen Kindergarten gegründet) umgeht und was sein Herzinfarkt im Februar 2023 in ihm ausgelöst hat.Der Theologe und Achtsamkeitslehrer (u.a. im Haus der Achtsamkeit) lädt die Leser und Leserinnen ein, ihn auf seinem "Weg zu einer tragfähigen Spiritualität" zu begleiten. Er teilt seine kostbaren Erfahrungen, aber auch Fragen an das Leben, ohne sich damit aufzudrängen.Veronika Bonelli hat ihn zu einem inspirierenden Gespräch getroffen.Bücher von Steve Heitzer: Hellwach am Leben, Tyrolia VerlagKinder sind nicht für Feiglinge, arbor verlag
Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten jährlich 871'000 Menschen weltweit aufgrund von Einsamkeit sterben. Und das Gefühl, schmerzhaft allein zu sein, nimmt zu. Die WHO warnt deshalb vor einer globalen Epidemie der Einsamkeit.Besonders stark betroffen sind junge Menschen. Unter ihnen häufiger Männer, insbesondere wenn sie in Armut leben.Warum ist das so? Was bedeutet das für die Gesellschaft und für uns persönlich? Und wie steht es um die Einsamkeit in der Schweiz? Antworten darauf gibt Kulturredaktorin Alexandra Kedves in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».Mehr zum Thema: Hintergründe zur WHO-Studie: Epidemie der Einsamkeit«Wochenlang kaum geredet»: Berichte von Leserinnen und LesernInterview mit Janosch Schobin: Warum Männer einsamer sind Unser Tagi-Spezialangebot für Podcast-Hörer:innen: tagiabo.chHabt ihr Feedback, Ideen oder Kritik zu «Apropos»? Schreibt uns an podcasts@tamedia.ch
Erlesene Auswahl; geht besser: Die New York Times hat die 100 BESTEN FILME DES 21. JAHRHUNDERTS ermitteln lassen. Einmal von 500 Menschen aus der Branche und einmal von den Leserinnen und Lesern des Blatts. Das können Andi, Eddy und Schröck nicht einfach so stehen lassen. Deswegen gehen sie heute erstmal die Branchen-Liste durch, um jeweils 3 Filme rauszuschmeißen und durch 3 andere zu ersetzen. Was folgt, ist eine wie immer exquisit koordinierte und akribisch durchstrukturierte Unterhaltung rund um Filme wie REQUIEM FOR A DREAM, PADDINGTON 2, IRREVERSIBEL oder TROPIC THUNDER, mit dem einen oder anderen Abstecher zu Titeln wie DRIVE, RRR oder LA GRANDE BELLEZZA bis hin in die Gefilde von BOYHOOD, BLACK PANTHER, GET OUT, OPPENHEIMER oder CAROL. Darüber hinaus geht es natürlich um diverse andere Filme, die sich auf der Liste befinden, während Sidney Sweeney, Zendaya und der Rest vom EUPHORIA-Cast ebenfalls einen kleinen Redeanteil erhalten und nebenbei auch noch die Frage zu klären ist, wen wir unserer Meinung nach ernsthaft synchronisieren könnten. Das alles nachdem Eddie ein wenig von ECHO VALLEY berichtet, Andi von AUDITION schwärmt und Daniel über DER PATE und DER WEISSE HAI: DIE GESCHICHTE HINTER DEM BLOCKBUSTER eben auf das Synchronisationsthema kommt. Es lässt sich demnach festhalten: alles beim Alten. Dabei wünschen wir Euch nun viel Spaß. Bleibt gesund und gut drauf und teilt uns gerne mit, welche 3 Filme Ihr austauschen würdet. Tschüssikowski. Rocket Beans wird unterstützt von fritz-kola. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
„Groß-Velten“: Wenn man diesen Begriff in einschlägigen Internet-Suchmaschinen eingibt, stößt man auf – nichts. Erstaunlich ist das vor dem Hintergrund unseres heutigen Podcast-Artikels aus den Altonaer Nachrichten vom 14. Juli 1925, der seine Leserinnen und Leser über ein angeblich schon weit fortgeschrittenes Projekt unterrichtet, welches wenige Kilometer nördlich von Groß-Berlin, eben ausgehend von der alten brandenburgischen Ofenstadt Velten, eine gigantische Millionenmetropole für zahllose Fabriken und Arbeiter in den märkischen Sand setzen und die Hauptstadt Berlin dadurch entlasten wollte. Der mit “t.t.” zeichnende Autor erweckt nicht den Eindruck, hier von einer vagen utopischen Zukunftsidee zu berichten, sondern beschreibt die Bauvorhaben als äußerst ausgereift und konkret. Für das Jahresende, 1925 wohlgemerkt, prophezeit er Velten bereits 400.000 Einwohner. Es blieb dann aber doch bei etwas über 7.000, heute sind es gut 12.000. Was aus dem Projekt geworden ist oder ob wir hier schlicht einer journalistischen Scharlatanerie aufgesessen sind, ... weiß Rosa Leu auch nicht.
«Die Schweiz wird geformt von Wasser, Wetter, Stein – und Volksabstimmungen.» Unter diesem Motto steht das Buch «Heute Abstimmung!» von David Hesse und Philipp Loser. Sie beleuchten 30 Volksabstimmungen, welche die moderne Schweiz seit 1848 geprägt haben. Der Historiker David Hesse und der Journalist Philipp Loser nehmen in ihrem Buch «Heute Abstimmung!» die Leserinnen und Leser mit auf einen Streifzug durch die Geschichte wichtiger Volksentscheide. Sie geben anhand von 30 Abstimmungen Einblick in die Mechanik der direkten Demokratie. Es sind Entscheide, die die Schweiz verändert haben dank einem griffigen Instrumentarium, das zeigt: Wer in der Schweiz stimmberechtigt ist, kann Einfluss auf die Gestaltung und Entwicklung des Landes nehmen. Buchhinweis: Hesse, David und Loser, Philipp. Heute Abstimmung! 30 Volksentscheide, die die Schweiz verändert haben. Zürich 2024. (Limmat Verlag) Erstsendung: 3. Januar 2025
Vorsicht: dieser Text handelt von Sex und Gewalt! Literarische Produkte werden heute gern mit Triggerwarnungen versehen, um LeserInnen vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Besteht etwa die Gefahr, dass das Publikum entmündigt wird? Von Justina Schreiber
Vor 30 Jahren gab es kein ChatGPT, kein Social Media, keine Smartphones, und nicht einmal Google. Es gab Telefonzellen. Und die Nachrichten wurden im Fernsehen vorgelesen oder in Printzeitungen gedruckt. Doch dann ging am 2. Februar 1995 derStandard.at online - und zwar als erste deutschsprachige Tageszeitung der Welt. Plötzlich gab es die Nachrichten auch am Personal Computer. Und schon bald darauf wurden die bis dahin stummen Leserinnen selbst zu Kommentatoren. Wir sprechen heute darüber, wie derStandard.at die Medienwelt revolutionierte und, wo er in weiteren 30 Jahren sein wird.