POPULARITY
Categories
Frau Goethe liest (FGL) - "Sturmland" von Miriam Georg –Rezension(Hördauer ca. 9 Minuten)Schicksale zwischen Ebbe und Flut. Norderney, 1860. Cora kommt als Gouvernante auf die Insel. Sie begleitet den Architekten Alexander Klaasen, dessen Tochter in der Nordseeluft zu Kräften kommen soll. Nachdem ein Ausflug aufs Meer in einer Rettungsaktion endet, wird der Tagelöhner Onnen engagiert. Er kennt die Insel und die Tücken der Gezeiten ganz genau.In Sturmland zeichnet Miriam Georg Norderney so anschaulich, dass die Insel zu einem eigenständigen Bestandteil der Geschichte wird. Der Roman von Miriam Georg ist im Juli 2026 im Rowohlt Verlag erschienen.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin Heike StepprathHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe KullnickIch heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen. Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
Sie gilt als neuer Star des Literaturbetriebs: Emma Rodenstock, eine junge Lyrikerin, die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. So scheint es zumindest, bis eine junge Journalistin zu recherchieren beginnt: Hat Emma Rodenstock wirklich selbst geschrieben oder beruht ihr Erfolg auf fremden Texten? Die Autorin Özge İnan inszeniert in ihrem zweiten Roman "Die Dichterin" ein Spiel um Authentizität, Selbstvermarktung und gesellschaftskritische Posen im Social-Media-Zeitalter, dem auch der Literaturbetrieb nicht entkommt. Geht das auf? Eine Rezension von Susanne Lang.
Haufen, Sammlung, Geschichte?Einige kritische Notizen zu Helmuth Kiesels „Geschichte der deutschsprachigen Literatur” der Jahre 1933 bis 1945(Hördauer 15 Minuten)Es ist kaum verwunderlich, dass die Literatur der Jahre 1933 bis 1945 in der Germanistik nicht zu den zentralen Feldern gehört. Zwar gibt es eine Reihe von Texten, die seit den 1950er Jahren immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, und selbst die im engeren Sinne nationalsozialistisch belastete Literatur war immer wieder Gegenstand literaturwissenschaftlicher Arbeiten, ohne dass der Gegenstand auf die Forschenden selbst zurückschlug. Aber politisch wie literarisch stand und steht die Zeit trotz einer Reihe von breit anerkannten Texten wie – hier die dem eigenen Geschmack geschuldete Auswahl – Anna Seghers‘ Transit und Das siebte Kreuz, Bertolt Brechts Lyrik oder Heinrich Manns Henri IV.-Romane – in der Wertschätzung und Aufmerksamkeit weit insbesondere hinter der Weimarer Klassik und der Klassischen Moderne zurück. Ganz davon abgesehen, dass es in dieser Zeit eine Vielzahl politisch desaströser Texte gibt – ja, es geht hier um Literaturgeschichte, und auch die gehören dazu. Aber wer tut sich sowas gern an, wenn man dem entgehen kann? …“Eine Rezension von Walter DelabarDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
Auch die Rechten denkenMaik Tändler hat eine umfängliche Darstellung der rechten Intelligenz in der alten Bundesrepublik vorgelegt.Hördauer 17 MinutenDas Buch von Maik Tändler hat den Titel Armin Mohler und die intellektuelle Rechte in der Bonner Republik. Der titelgebende Mohler (1920-2003) war auch zu Lebzeiten einer größeren Öffentlichkeit nicht sonderlich bekannt; und heute hat er nur für wenige Eingeweihte eine Bedeutung. Da diese allerdings zum inneren Kreis der Neuen Rechten im Land gehören – Mohlers Schriften werden im Antaios Verlag von Götz Kubitschek neu ediert und dienen als intellektuelle Referenz für neurechtes Denken –, kann eine Erforschung seines Lebens und Denkens erkenntnisfördernd sein. Tändlers Studie leistet das in überaus reichem Maß. Sie dürfte bis auf weiteres ein Standardwerk für die Beschäftigung mit dem rechtskonservativen Milieu allgemein und der „intellektuellen Rechten“ besonders in der „Bonner Republik“ sein …“Eine Rezension von Gerhard PoppenbergDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
Der Schriftsteller Rolf Dieter Brinkmann war ein extrem fleißiger BriefeschreiberDer Wallstein Verlag startet eine kritische und kommentierte Edition seiner Korrespondenz(Hördauer ca. 9 Minuten)„Rolf Dieter Brinkmann, geboren am 16. April 1940 im oldenburgischen Vechta, gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Lyriker der Nachkriegszeit. Sein literarisches Werk zeichnete sich durch eine innovative Bildsprache aus, in die er bewusst Elemente der Alltagssprache und der US-amerikanischen Popkultur übernahm. Außerdem integrierte er Elemente von Beat, Mode und visuellen Medien in sein Werk, um es unmittelbar erfahrbar zu gestalten. Sein bedeutendstes Werk, der Gedichtband Westwärts 1 & 2, der heute als Schlüsseltext der deutschen Literaturgeschichte gilt, erschien erst wenige Tage nach dem Tod des Autors bei einem tragischen Verkehrsunfall in London am 23. April 1975. Die darin versammelten Texte formulierten das Lebensgefühl einer jungen Generation …“Eine Rezension von Manfred OrlickDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
"Wie die Mütter, so die Töchter" von Judith Hoersch - eine Rezension von Constanze Bettac - Literaturkritik.deJudith Hoerschs „Niemands Töchter“ erzählt von komplexen Mutter-Tochter-Beziehungen, generationsübergreifenden Traumata und der Suche nach der eigenen Identität„Unsere Mütter hatten ihr Geheimnis. Und beide wollten das Richtige tun“, fuhr Isabell fort und ließ den Satz zwischen ihnen schweben. Er brauchte keine Antwort.Vier Jahrzehnte, vier Perspektiven, vier Frauen: Marie, Gabriele, Alma und Isabell. Durch nicht chronologisch erzählte Momentaufnahmen entwickeln sich Stück für Stück ihre individuellen Lebenswege. Jede Geschichte beschäftigt sich auf ihre eigene Art und Weise mit dem Verhältnis der Frauen zu ihren Müttern und der eigenen Mutterschaft. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Berlin und der Eifel, erschließt sich mit jedem weiteren Kapitel das Beziehungsgeflecht der Figuren zueinander …“Eine Rezension von Constanze BettacDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
"Alte Frauen" von Verena Lueken - eine Rezension von Miriam Seidler - Literaturkritik.deIn dem Band „Alte Frauen“ geht Verena Lueken der Frage nach der Besonderheit des Alters nach, ohne über das Alter sprechen zu wollen„Sind alte Frauen ein sexy Thema?“, fragt die Regisseurin und ehemalige Präsidentin der Akademie der Künste, Jeanine Meerapfel, die Journalistin Verena Lueken, als diese sich mit ihr zu einem Interview verabredet. Eine direkte Antwort auf diese Frage versucht Lueken mit ihrem Essayband Alte Frauen nicht zu geben. Vielmehr betont sie, dass das Buch, das elf Portraits von Frauen mit viel Lebenserfahrung versammelt, eine „Sammlung von Erzählungen und Berichten aus einer besonderen Perspektive auf das Leben zu einer bestimmten Zeit“ sein soll. Die „bestimmte Zeit“ ist dabei die fortgeschrittene Lebenszeit aller ihrer Gesprächspartnerinnen …“Eine Rezension von Miriam SeidlerDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
"Revolutionäre im Hühnerstall" von Fernando Aramburu - eine Rezension von Peter Mohr von Peter Mohr - Literaturkritik.deFernando Aramburus Roman „Fabula“ kann nicht vollends überzeugenHördauer 07 Minuten„Ich kenne Freunde, die sich nicht mehr begrüßen. Familien, die sich zerstritten haben aus politischen Gründen. Das ist wirklich sehr schade“, bekannte Fernando Aramburu über die Zeit, in der sein Anfang diesen Jahres veröffentlichter Roman Fabula spielt. Wir befinden uns im Jahr 2011, das Jahr, in dem die ETA ihren blutigen Kampf für ein unabhängiges Baskenland nach mehr als fünfzig Jahren eingestellt hat. …“Eine Rezension von Peter MohrDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
"Nachrichten aus der Gefahrenzone des Begehrens" von David Wojnarowicz - eine Rezension von Nora Eckert - Literaturkritik.deDavid Wojnarowicz‘ „The Waterfront Journals“ liegen nun mit fast dreißigjähriger Verspätung endlich in deutscher Übersetzung vor – ein nach wie vor verstörender Klassiker der queeren LiteraturUnstillbare Lebensgier und höchste Lebensgefahr verlaufen offenbar entlang derselben Grenzlinie. Das ist, wenn wir so wollen, die Quintessenz aus all den kleinen Geschichten, die der US-amerikanische Autor David Wojnarowicz wie im Vorbeischlendern aus dem queeren Alltag der späten 1980er Jahre in den USA und hauptsächlich in New York an allen möglichen und unmöglichen Orten und zufällig aufgeschnappt hat. Es sind Geschichten von Existenzen, die wie Balanceakte anmuten mit der allgegenwärtigen Gefahr des Absturzes. Diese oft gewaltvollen erzählerischen Miniaturen sind wie Blitzlichter in Prosa und gleichen der Straßenfotografie, die gleichermaßen ein ganzes Leben in ein Bild zu verpacken vermag. Einen Roman ergeben die Prosastücke zwar nicht, auch wenn das auf dem Titel wohl als Einsortierhilfe fürs Bücherregal steht, aber es durchzieht und verbindet sie fast alle ein heißer Strom mit Namen Sehnsucht …“Eine Rezension von Nora EckertDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
Frau Goethe liest (FGL) - "Der Totengräber und der Orden des Teufels" von Oliver Pötzsch – Rezension(Hördauer ca. 9 Minuten)Diesmal geht es um Ritualmorde, Geheimbünde und Sigmund Freud. Es geht nach Wien, 1896. Inspektor Leopold von Herzfeld wird zu einem Leichenfund gerufen. Eine junge Frau wurde ermordet. Der Täter hat mit ihrem Blut okkulte Zeichen auf ihren Körper gemalt. Alles deutet auf einen Ritualmord eines Geheimbundes hin.Der Tote und der Orden des Teufels bietet einen fesselnden Kriminalfall und interessante Einblicke in gesellschaftliche Entwicklungen, die weit über die eigentliche Geschichte hinausgehen. Die Kombination aus historischem Krimi mit komplexen Figuren, sorgfältiger Recherche und überraschenden Wendungen bekommt eine unbedingte Leseempfehlung. Der Roman von Oliver Pötzsch ist am 25. Juni 2026 im Ullstein Verlag erschienen.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin Heike StepprathHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt und Ton: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe KullnickIch heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
Frau Goethe liest (FGL) - "Meeresdunkel" von Till Raether – Rezension(Hördauer ca. 10 Minuten)Mallorca, für viele ein Sehnsuchtsort. Sonne, Meer. Entspannte Tage unter Pinien. Das Zirpen von Zikaden. Genau mit dieser Erwartung im Gepäck reist Henrike in Till Rasters Thriller „Meeresdunkel“ auf die Baleareninsel.Meeresdunkel verbindet eine Urlaubsreise, wie sie viele kennen, mit einem dichten Spannungsaufbau. Der Thriller von Till Raether ist im April 2026 im Rowohlt Verlag erschienen.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin Heike StepprathHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
Im April 1936 brach in Palästina ein Volksaufstand gegen die britische Kolonialherrschaft und den sich ausbreitenden zionistischen Siedlerkolonialismus aus. Der Aufstand hielt drei Jahre an und umfasste einen Generalstreik, Massendemonstrationen und einen Guerillakrieg. Der Spielfilm „Palästina 36“ hat dieser „allerersten Intifada“ ein Denkmal gesetzt. Eine Rezension von Leon Wystrychowski.Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.Weiterlesen
Eine Rezension zum Buch „Denn dein ist die Liebe“ ist überschrieben mit dem Satz: „Liebevoller kann man der Homophobie evangelikaler Kreise nicht Paroli bieten!“ Wenn das mal nicht spannend klingt. Verfasst hat dieses Buch nämlich die Gästin der aktuellen Hossa-Folge: Flora Montán ist Autorin und lebt in Bremen. Und sie hat eine Roman-Reihe geschrieben, deren Handlungen eben dort spielen. Genauer gesagt im Kirchen- und Gemeindeumfeld Bremens. Im Gespräch mit Jay, Marco und Gofi erzählt sie, wie sie auf die Idee kam eine Liebesgeschichte zu erfinden, in der sich ein konservativer Pastor, der durch seine homophobe Äußerungen auffällt, in eine Person verliebt, die ihr Christsein so ganz anders lebt als er selbst und inwieweit Figuren und Plot möglicherweise auf echten Begebenheiten und Personen basieren, die in letzter Zeit in Bremen für Aufsehen sorgten. Außerdem geht es um Happy-Ends und Utopien und wie das Erzählen von Geschichten uns dabei helfen kann, uns eine bessere Welt, im Großen, wie im Kleinen, vorstellen zu können. Und um Geschichten aus dem Mikrokosmos einer Kirchengemeinde - von Fusionsangst bis Kirchenasyl und Aktivismus. Ein spannender und persönlicher Talk über Glaube, Queerness und die Liebe, die alles überwindet. Noch ein Hinweis in eigener Sache: Natürlich wird HOSSA TALK immer kostenlos bleiben! Allerdings macht Deine Spende es uns leichter möglich, den Podcast zu produzieren und trotzdem unseren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Das kann ein einmaliger Betrag sein, aber auch ein kleiner regelmäßiger Betrag. Egal wie Du Dich entscheidest: Wir sind für jede Hilfe sehr, sehr dankbar! Informationen dazu findest Du hier: https://hossa-talk.de/spenden/
In Zusammenarbeit mit den Ruhrfestspielen zeigt das Schauspiel Essen ein Stück über eine Sexarbeiterin, eine Youtuberin und andere Menschen zwischen Berlin und Beijing. Eine Rezension von Stefan Keim. Von WDR 3.
„Ist es eine Komödie?“ Fragte sich Thomas Bernhard, oder „Ist es eine Tragödie“? Was würde der 1989 verstorbene, österreichische Schriftsteller wohl heute sagen, wo wir verzweifelt bemüht sind, den Humor zu wahren? Zitat Thomas Bernhard: „Ich hatte mich… in das Schreiben geflüchtet. Ich schrieb und schrieb, ich weiß nicht mehr, Hunderte, Aberhunderte Gedichte, ich existierte nur, wenn ich schrieb, mein Großvater, der Dichter, war tot, jetzt durfte ich schreiben… jetzt getraute ich mich, jetzt hatte ich dieses Mittel zum Zweck, in das ich mich mit allen meinen Kräften hineinstürzte, ich mißbrauchte die ganze Welt, indem ich sie zu Gedichten machte… „ Das Zitat stammt aus dem Werk „Die Kälte“ von 1981. Wie wunderbar, wenn jemand seine Methode gefunden hat, sich selbst wieder herzustellen. Unser Autor Andreas Engl hat die seine: Wenn es für ihn eng wird, greift er nach seinen wichtigen Autoren. Hören Sie seine Rezension „Im Schatten des Genies“ zu „Der Untergeher“ von Thomas Bernhard. Sprecher: Ulrich Allroggen
"Die Aushöhlung des Rechtsstaats?" - eine Rezension von Gertrud Winkler - Literaturkritik.de(Hördauer 14 Minuten)Law Statt Order - Der Kampf um den RechtsstaatDer Rechtsstaatsbegriff wird in politischen Diskursen und Entscheidungen ordnungspolitisch umgedeutet und verengt. Im Zentrum steht nicht mehr der Schutz der Freiheit des Einzelnen vor staatlicher Willkür, sondern die Legitimierung staatlicher Eingriffe in individuelle Rechte zur Durchsetzung öffentlicher Sicherheit und Ordnung. Im Zuge dieser Umdeutung ist, so Pichl (Professor für Recht und soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences) „der liberal-demokratische Gehalt des Rechtsstaats(-begriffs) in den letzten Jahren zusehends ausgehöhlt und bis zur Unkenntlichkeit verste …“Eine Rezension von Gertrud Nunner-WinklerDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
Ein Sachbuch wie ein Abenteuerroman: Bojan Pancevski, Autor und Journalist für das Wallstreet Journal, im Gespräch mit Eva Konzett und Tessa Szyszkowitz über die spektakulärste Sabotage-Operation der modernen Geschichte, geplant in einer Bar in Kiew.Eine Rezension des Buches von Bojan Pancevski mit dem Titel „Die Nord-Stream-Sprengung“ finden Sie hier.„Die Nord-Stream-Sprengung“ ist im faltershop erhältlich. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Frau Goethe liest (FGL) - "UND SIE SCHENKTEN IHNEN EIN ZUHAUSE" von Laura Baldini – Rezension(Hördauer ca. 9 Minuten)Was bleibt von einem Zuhause, wenn Krieg alles zerstört, und wie finden Kinder Halt in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist?Der Roman „Und sie schenkten ihnen ein Zuhause“ von Laura Baldini erzählt genau davon. Er ist im April 2026 bei PIPER erschienen.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin Heike Stepprath Hat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
Wenn unsere Kollegen bei den nationalen Leitmedien ernst nähmen, was sie gerne über sich selbst kundtun, müssten sie sich jetzt schämen und über Konsequenzen nachdenken. Denn Fabian Goldmann hat in seinem Buch „Staats(Räson)funk“, soeben beim Manifest-Verlag erschienen, akribisch untersucht, was sie im Fall des Gaza-Kriegs publiziert haben. Eine Rezension von Renate Dillmann.Dieser Beitrag ist auchWeiterlesen
Frau Goethe liest (FGL) - "Der Duft des Strandhafers" von Gabriella Engelmann – Rezension(Hördauer ca. 7 Minuten)Flucht, Schweigen und die Suche nach Heimat. Gabriella Engelmann setzt in ihrem Roman "Der Duft des Strandhafers" die Dilogie um die Bücherfrauen von Listland fort. Wie schon in "Der Gesang der Seeschwalben" wird auch in diesem Buch das nordfriesische Lebensgefühl spürbar. Gabriella Engelmann gelingt ein tiefgründiger Wohlfühlroman der berührt, ohne zu beschönigen. "Der Duft des Strandhafers" ist im März 2026 im Knaur Verlag erschienen.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin und Moderatorin Heike Stepprath Hat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt und Tontechnik: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
„Dius“ von Stefan Hertman – eine Rezension von Constanze Matthes - Zeichen und Zeiten(Hördauer 08 Minuten)„Was bedeutet es, poetisch zu leben?“Er steht eines Tages unverhofft vor seiner Tür. Der Schüler macht seinem Lehrer ein ungewöhnliches Angebot. Anton, Dozent an der Kunsthochschule, geht darauf ein. Fortan sind er und sein Schützling Egidius, genannt Dius, nahezu unzertrennlich. Und nicht nur der Lehrer fragt sich mehrfach, wer ist denn nun eigentlich der Mentor. Stefan Hertmans gibt in seinem neuesten Roman einer ungewöhnlichen, aber auch ungewöhnlich innigen und intensiven Freundschaft zwischen zwei Männern unterschiedlichen Alters Raum. Den Volltext dieser Rezension findest Du hierWenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.Unsere Live-Sendungen in Schwabing
Frau Goethe liest (FGL) - "In den Scherben das Licht" von Carmen Korn – Rezension(Hördauer ca. 7 Minuten)Der Roman "In den Scherben das Licht" von Carmen Korn beginnt im Jahr 1946. Nach dem zweiten Weltkrieg liegt die Stadt in Trümmern. Viele Menschen haben ihre Bleibe verloren und suchen in den Überresten der Mauern Schutz. Die vierzehnjährige Gisela hat im Bombenhagel ihre Mutter und ihre Schwester verloren. Als sie einen Keller entdeckt, hofft sie auf ein sicheres Zuhause. Der Keller ist jedoch schon bewohnt.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin Heike Stepprath Hat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick
"Im Duft der Maronen: Die Chronik eines Sterbens" von Dieter R. Fuchs - eine Rezension von Uwe KullnickHördauer Rezension ca. 6 min, Gespräch ca. 72 Minuten"Im Duft der Maronen": Die Chronik eines Sterbens – Dieter R. Fuchs im Gespräch mit Uwe KullnickDer Autor inszeniert in diesem Roman das Kopfkino eines greisen Mannes an den letzten Tagen vor dessen Tod im Hospiz. Nicht als Tragödie, sondern wie ein dokumentarisches Schauspiel voller bewegender Rückblicke und großer Gefühle. Es ergibt sich schlaglichthaft ein authentisches Gesamtbild dieses Menschen, das von der absoluten Endphase des Lebens aus rückwärts wie ein Mosaik aus prägenden Erlebnissen zusammengefügt wird. Die Leser*innen begleiten ein würdevolles Abschiednehmen, wie man es sich im Sterbebett wünschen möchte. Eine Mut machende Geschichte, die tief hinein in ein Thema führt, das in unserer Gesellschaft oft als Tabu behandelt wird.Zu Beginn wird die Krankengeschichte des sterbenden Protagonisten skizziert und man erlebt in der Onkologie dessen Einsicht in den nahenden Tod mit. Mit der Einweisung in eine geriatrische Klinik und anschließend in ein Hospiz nimmt die Haupthandlung ihren Lauf. Die LeserInnen erleben über den Zeitraum von wenigen Wochen die körperlichen, neuronalen und psychischen Veränderungen mit, bis zu seinen Empfindungen beim Schwinden der mentalen Fähigkeiten. Am Ende steht sein realistisch dargestellter Tod.Dr. Dieter R. Fuchs, Jahrgang 1952, recherchiert und schreibt mit der gleichen Leidenschaft, mit der er vier Jahrzehnte lang als Naturwissenschaftler und Forschungs-Manager tätig war. Bei seiner Arbeit in Materialentwicklung, Umweltforschung und Kulturgüterschutz faszinierten ihn vor allem internationale Erfahrungen. Er wirkte an Expeditionen im Iran mit, lebte lange im Jemen sowie in Dubai und bereiste beruflich wie privat die ganze Welt. Die Begegnung mit Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe bedeutet für ihn echte Bereicherung. Als Präsident des unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen gegründeten Weltdachverbandes der Angewandten Forschung WAITRO engagierte er sich ehrenamtlich für mehr Miteinander zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.Seit Eintritt in den Ruhestand widmet er sich dem Schreiben von Romanen. Hierbei spielte anfangs seine private Leidenschaft für asiatische Kunst eine besondere Rolle, vor allem Netsuke genannte japanische Schnitzereien sowie chinesische Toggles und Amulette. Seine mystischen Geschichten um diese kleinen Objekte laden den Leser auf Reisen in fremde Sphären und Zeiten ein. Bei solchen Grenzwanderungen treten fantastische Zusammenhänge hervor, die historisches, natur- und kunstwissenschaftliches Wissen vermitteln und darüber hinaus auf unterhaltsame Weise die Fantasie anregen. In späteren Jahren wechselte er zu anderen, existenzielleren Genres und Themen.Beim Fabulus-Verlag erschien im September 2015 der Debut-Roman "Der Tanz der Häsin". Im Schwarzer-Drachen-Verlag dann im August 2017 sein historischer Roman über Japan "Hannya - im Bann der Dämonin". In 2018 folgte der Urban Fantasy Thriller "Zhulong - ein Drache erwacht". Drei Bände der Trilogie "Der Masanao-Adler" liegen als Manuskript vor, der erste Band erschien 2020 beim Karina Verlag. Im Oktober 2025 erschien beim Tredition Verlag sein Entwicklungsroman „Im Duft der Maronen - Die Chronik eines Sterbens“ in dem er das gesellschaftlich oft tabuisierte eigene Sterben ins Zentrum seiner Erzählung setzt. Außerdem erschienen über 30 Kurzgeschichten und Gedichte von ihm in verschiedenen Anthologien und Literatur-Journalen.Vielleicht mögen Sie auch diese Sendung Kommen Sie doch auch einfach mal zu unseren Live-Aufzeichnungen nach SchwabingRedaktion, Realisation, Vertonung Uwe Kullnick
Dell, Matthias www.deutschlandfunkkultur.de, Nachspiel
Pünktlich zum Black History Month hat der Verbrecher Verlag das Debüt der jungen afrodeutschen Jessica Mawuena Lawson herausgebracht. Eine Rezension von Birgit KoßJessica Mawuena LawsonKekeliVerbrecher VerlagBerlin, 2026bei amazonbei ThaliaRezension lesen
"Ein Schweizer Dichter des poetischen Realismus" - eine Rezension von Manfred Orlick - Literaturkritik.de(Hördauer ca. 13 Minuten)Conrad Ferdinand Meyer (1825–1898) gehörte neben Gottfried Keller (1819-1890) und Jeremias Gotthelf (1797-1854) zu den wichtigsten deutschsprachigen Schweizer Autoren des 19. Jahrhunderts, der vor allem durch seine historischen Novellen und Romane bekannt wurde. Seine Werke genießen im Vergleich zu Keller heute allerdings merklich weniger Aufmerksamkeit. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm erst im Alter von über 45 Jahren. …“Eine Rezension von Manfred OrlickDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation: Uwe Kullnick
"Paul McCartney nach den Beatles" - eine Rezension von Manfred Orlick - Literaturkritik.de(Hördauer 11 Minuten)Gut zehn Jahre nach dem ersten Auftritt der Beatles löste sich die erfolgreichste Band der Musikgeschichte 1970 faktisch auf, obwohl sich der offizielle Akt noch bis zum 9. Januar 1975 hinzog. Während John Lennon seinen Ausstieg intern bereits im September 1969 bekanntgegeben hatte, erklärte Paul McCartney am 10. April 1970 seinen Rücktritt. Zehn Jahre lang schienen die vier Freunde als Einheit unerschütterlich, doch waren in dem Quartett aus Liverpool immer mehr Konflikte und persönliche Differenzen aufgetreten. Nun gingen John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr getrennte Wege. Zwar äußerte John Lennon: „Es ist nur eine Band, die auseinandergeht. Es ist nicht das Ende der Welt“, doch kam die Trennung der Beatles einem Erdbeben gleich …“Eine Rezension von Manfred OrlicDen Text der Rezension finden Sie hierKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation Uwe Kullnick
Frau Goethe liest (FGL) - "Die weisse Nacht" von Anne Stern – Rezension und Kurzinterview(Hördauer ca. 17 Minuten, Interview ab ca. 7 min)Mit "Die weisse Nacht" beginnt eine neue Krimireihe von Anne Stern. Wie schon Hulda Gold agiert auch Alfred König in Berlin, allerdings dieses Mal nach dem zweiten Weltkrieg. Über ihre Motivation und die Hintergründe zu ihrem neuen Buch hat uns Anne Stern auch ein kurzes Interview gegeben.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin und Moderatorin Heike StepprathHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt und Tontechnik: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe KullnickIch heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen. Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
"Nicht nur Heidelberg und München!" – eine Rezension von Dirk Kaesler - Literaturkritik.de. Das Ehepaar Hübinger verortet Max Weber in Berlin(Hördauer ca. 11 min)Wien ist eine Stadt, die Erinnerung als Architektur baut, in Fassaden, Institutionen, Familiennamen – und in den Baulücken, die Vertreibung hinterlässt. Lange bevor Österreich Österreich hieß, setzt Olaf Links Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938 zu einem historischen Vorspann an, Ostarrichi um das Jahr 1000.Mit welcher deutschen Stadt verbindet man den Universalgelehrten und Soziologen Max Weber (1864-1920) am ehesten? Bisher waren es zwei deutsche Städte, die bei dieser Frage miteinander konkurrierten: Heidelberg und München.Obwohl er seinen ersten Lehrstuhl für „Nationalökonomie und Finanzwissenschaft“ an der Großherzoglich Badischen Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg erhielt und vor seiner Zeit in München an der Universität Wien die Lehrkanzel für „Politische Oekonomie“ vertrat, sind Freiburg und Wien aus diesem Konkurrenzspiel ausgeschieden. Immerhin erinnert in Freiburg eine Gedenktafel am Haus Schillerstraße 22 daran, dass er dort in den Jahren 1894 bis 1897 gewohnt hat.…“Eine Rezension von Silvio BartaDen Text der Rezension finden Sie hierHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese SendungKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in MünchenTechnik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation Uwe Kullnick
"Wiener Erinnerungsarchitektur und die Wiederkehr des Judenhasses" - eine Rezension von Silvio Barta - Literaturkritik.de. Olaf Links „Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938“ zeigt, wie Veränderung Ängste schürt und Judenhass mobilisiert(Hördauer 12 min)Wien ist eine Stadt, die Erinnerung als Architektur baut, in Fassaden, Institutionen, Familiennamen – und in den Baulücken, die Vertreibung hinterlässt. Lange bevor Österreich Österreich hieß, setzt Olaf Links Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938 zu einem historischen Vorspann an, Ostarrichi um das Jahr 1000. Entlang der Monarchen – beginnend bei Leopold I. aus dem Haus Babenberg – verdichtet sich in den Porträts von Herrschern und Befehlshabern ein wiederkehrendes Muster: ein Wechselbad aus Duldung und Ablehnung des Judentums, aus pragmatischer, für beide Seiten gewinnbringender Kooperation und immer neuen Wellen der Verfolgung. Phasen, in denen jüdisches Leben als ökonomisch und kulturell „nützlich“ gilt, kippen in Abwehr, Stigmatisierung und Gewalt. Dieses Spannungsverhältnis prägt das Zusammenleben von Menschen jüdischen und nichtjüdischen Glaubens in vielen europäischen Städten seit über tausend Jahren. Doch hier wird es als Wiener Geschichte erzählt. …“Eine Rezension von Silvio BartaDen Text der Rezension finden Sie hierHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese SendungKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation Uwe Kullnick
Nach 100 Jahren bleibt die Wirkung von Franz Kafkas Werken ungebrochenDie Anthologie „Kafka gelesen“ versammelt Beiträge von 27 renommierten Autor*innen(Hördauer 8 Minuten)In seiner Satiresammlung Lieblose Legenden (1952) hatte Wolfgang Hildesheimer eine Kurzgeschichte mit dem Titel Ich schreibe kein Buch über Kafka aufgenommen. Dabei hatte er sich – „wie schließlich jeder sensible Intellektuelle“ – mit dem Gedanken getragen, doch über Kafka zu schreiben. Allein der Umstand, dass seine „sämtlichen Bekannten bereits an einem Buch über Kafka schrieben“, hatte ihn schließlich von seinem Vorhaben abgehalten. …“Eine Rezension von Manfred OrlickDen Text der Rezension finden Sie hierHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese SendungKommen Sie doch einmal in unsere Live-Aufzeichnungen in München Sprecher, Realisation: Uwe Kullnick
Frau Goethe liest (FGL)"Bernadette ändert ihr Leben" von Barbara Handke – Rezension(Hördauer ca. 7 Minuten)Barbara Handke gelingt mit Bernadette ändert ihr Leben ein feinfühliger Roman über kleine und große Wendepunkte im Leben. Bernadette steckt irgendwie fest in ihrem Leben. Sie nutzt die Chance, beruflich für einen Monat nach Madrid zu gehen und diese turbulente Stadt bringt sie mächtig in Bewegung. Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin Heike StepprathHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
"Der Gemeine Lumpfisch" von Ned Beauman - Rezension von Michael Fassel - Literaturkritik.de(Hördauer ca. 9 min)Das Geschäft mit dem ArtensterbenNed Beaumans polit-satirischer Ökothriller „Der gemeine Lumpfisch“ zeigt eine Welt in naher ZukunftLiterarische Darstellungen klimabedingter Katastrophenszenarien haben derzeit Hochkonjunktur. Gegenwärtig entwerfen zahlreiche Romane eine in nicht allzu ferner Zukunft existierende Welt, die sich angesichts des Klimawandels radikal verändert. Der britische Schriftsteller Ned Beauman setzt sich in seinem Roman Der gemeine Lumpfisch (2023) mit dem Artensterben auseinander. Der unter anderem mit dem Encore Award ausgezeichnete Autor greift in einem ungewöhnlich humorvoll-sarkastischen Ton aber auch weitere brisante Themen unserer Zeit in einer immer komplexer werdenden Welt auf …“Eine Rezension von Michael FasselDen Text der Rezension finden Sie hier.Schnitt Jupp Stepprath, Realisation Uwe Kullnick
Frau Goethe liest (FGL)"Wir dachten, das Leben kommt noch" von Elisabeth Sandmann – Rezension(Hördauer ca. 9 Minuten)Elisabeth Sandmann gelingt mit Wir dachten, das Leben kommt noch ein feinfühliger Roman über Mut, Loyalität und die Last des Schweigens. Zwischen den Fronten des Zweiten Weltkriegs und den Nachwirkungen im Jahr 1990 entfaltet sich auf zwei Zeitebenen ein Netz aus Erinnerung, Schuld und dem Wunsch nach Wahrheit.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin Heike StepprathHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.
In dieser Episode widme ich mich der Rezension von "Vergiftete Hoffnung", einem packenden Kriminalroman von Mara Pfeiffer. Die Geschichte beginnt mit dem Überraschungsauftritt von 05-Profi Finn Ringer bei Jo Zinn, die zunächst wenig begeistert ist – nicht zuletzt aufgrund der tragischen Ereignisse, die sie in Verbindung zu Finn bringen. Der Plot entfaltet sich als Finn die journalistische Neugierde von Jo weckt, als er von Ugonna Okorie erzählt, einem jugendlichen Flüchtling, der in der U19 des FSV Mainz 05 spielt. Die Handlung nimmt Fahrt auf, als Finn mit Dopingvorwürfen konfrontiert wird, die sich mysteriös umgeben, und Jo sich einem intensiven Rechercheprozess widmet. Diese Recherche wird zu einer Flucht aus ihren eigenen persönlichen Schwierigkeiten, die sie ablenken sollten: Probleme mit ihrem Freund Hans, die Entscheidung, mit ihm zusammenzuziehen, und Konflikte mit Luca und seinem Vater Tom über das Sorgerecht. Mit jeder Seite wird Jo klarer, dass die Geschichte um Ugonna nicht nur professionell, sondern auch tief mit ihrem eigenen Leben verwoben ist, und die ersehnte Ruhe scheint in immer weitere Ferne zu rücken. Mara Pfeiffer überzeugt mit einer prägnanten Sprache und einer kurzweiligen Erzählweise, die sowohl durch ausgeklügelte Dialoge als auch durch spannende Wendungen besticht. Die Intrigen und der Mut der Charaktere erzeugen eine Dramatik, die den Leser in den Bann zieht, und bilden eine spannende Hommage an die Stadt Mainz und den Verein FSV Mainz 05. Die gut strukturierten Charaktere, einschließlich der komplexen Beziehung zwischen Joe, ihrem Liebesleben und den Problemen, die sie als alleinerziehende Mutter meistert, tragen zur Tiefe der Geschichte bei. Während ich dem Verlauf der Handlung folge, wird mir immer deutlicher, dass Mara Pfeiffer ein Gespür für realistische Charaktere und deren Beziehungsdynamiken hat. Ihr Protagonist Jo Zinn, der als Journalistin arbeitet, ist durch ihre Herausforderungen, sowohl im Beruf als auch im Privatleben, greifbar und nachvollziehbar. Die Verbindung von Fiktion und Realität wird besonders spürbar durch die Nennung bekannter Namen und Bezüge zur Region. Ich stelle schließlich in Frage, ob ein Kriminalroman tatsächlich immer einen Mord beinhalten muss. Vielleicht hätte ich mir ein wenig mehr Fokus auf die Herausforderungen von finde Flüchtlingen in der Gesellschaft gewünscht, insbesondere in Bezug auf Ugonna Okorie. Doch trotz meiner Anmerkungen über den Wunsch nach umfassenderer Kriminalität bleibt der Roman durchweg fesselnd. Ich bin gespannt, was Mara Pfeiffer in zukünftigen Romanen noch bereithält, und halte Ausschau nach weiteren Geschichten über Mainz 05. Die Leser dürfen sich auf unterhaltsame Momente und tiefgehende Denkanstöße freuen, und selbst wenn man mit Mainz 05 nicht viel anfangen kann, bietet das Buch genügend Reiz, um es zu lesen und die Stadt besser kennenzulernen. "Vergiftete Hoffnung" ist im Societäts-Verlag erschienen und kann in jeder Buchhandlung für 9,99 Euro bestellt werden.
„Wir, die Völker der Vereinten Nationen (sind) fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat, unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob groß oder klein, erneut zu bekräftigen, …“ So beginnt die Charta der Vereinten Nationen, unterzeichnet am 26. Juni 1945 in San Francisco von 50 Mitgliedsstaaten. Heute, 80 Jahre später, reibt man sich verwundert die Augen: Was ist nur geworden aus diesem Menschheitstraum, geboren aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs? Wohin man auch schaut, überall wuchern Krisen, Spannungen oder Kriege. Die Tatsachen sind ernüchternd. Die Welt hat nie wirklich aufgehört, Kriege zu führen – trotz aller Bekenntnisse. Der ehemalige UN-Diplomat und Europaabgeordnete für das BSW, Michael von der Schulenburg erinnert in seiner äußerst lesenswerten Denkschrift „Nie wieder Krieg – die Charta der Vereinten Nationen“, was aus unserer Welt hätte werden können, anhand aktueller Beispiele warum es nicht so kam und warum wir uns heute mehr denn je an die Charta erinnern sollten. Unser Autor Jonny Rieder hat den Text gelesen und seine Gedanken dazu notiert. Unter folgendem Link können Sie das Pdf zu diesem Büchlein kostenlos aufrufen und herunterladen: https://bsw-ep.eu/wp-content/uploads/DIGITAL_Nie-wieder-Krieg-Die-Charta-der-Vereinten-Nationen.pdf Sprecherin: Sabrina Khalil Foto: Hazzy – Skulptur: „Non-Violence“ von Carl Fredrik Reuterswärd (1934-2016) Radio München www.radiomuenchen.net/ @radiomuenchen www.facebook.com/radiomuenchen www.instagram.com/radio_muenchen/ twitter.com/RadioMuenchen https://odysee.com/@RadioMuenchen.net:9 https://rumble.com/user/RadioMunchen Radio München ist eine gemeinnützige Unternehmung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen. GLS-Bank IBAN: DE65 4306 0967 8217 9867 00 BIC: GENODEM1GLS Bitcoin (BTC): bc1qqkrzed5vuvl82dggsyjgcjteylq5l58sz4s927 Ethereum (ETH): 0xB9a49A0bda5FAc3F084D5257424E3e6fdD303482
Der italienische Politikberater Giuliano da Empoli ist bekannt geworden mit seinem jüngst verfilmten Roman "Der Magier im Kreml" über einen Spin Doctor Wladimir Putins. In seinem neuen Essay "Die Stunde der Raubtiere" (C. H. Beck) unternimmt er eine Reise zu anderen Schaltzentren der autokratischen Macht und zu weiteren modernen Fürsten, die er im Weißen Haus genauso verortet wie im Silicon Valley. Eine Kritik / "Onigiri" (Carl Hanser Verlag): Das Roman-Debüt der Münchner Autorin Yuko Kuhn ist eine deutsch-japanische Familiengeschichte / "Ist es Liebe" (Rowohlt Berlin) - Die Schauspielerin Valery Tscheplanowa hat einen neuen Roman geschrieben. Eine Rezension / "Warum es so gekommen ist" (C.H. Beck): Der 86-jährige Historiker Heinrich August Winkler legt seine Erinnerungen vor. Eine Kritik / Édouard Louis schreibt seine Autofiktion fort mit der Geschichte seines verstorbenen Bruders: "Der Absturz" (Aufbau) / Das literarische Rätsel
Frau Goethe liest (FGL)"Herrliche Zeiten - Dem Himmel so nah" von Peter Prange – Rezension(Hördauer ca. 10 Minuten)Mit Herrliche Zeiten – Dem Himmel so nah gelingt Peter Prange erneut ein packender historischer Roman, der Geschichte lebendig macht und die großen Umbrüche der Zeit verdeutlicht. Zwischen persönlichen Schicksalen, politischen Machtspielen und technischen Visionen entfaltet sich ein Panorama, das die Lesenden tief in die Epoche hineinzieht.Eine Rezension von Heike Stepprath.Sprecherin Heike StepprathSchnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe KullnickHat Ihnen diese Rezension gefallen, mögen Sie vielleicht auch diese Sendung.Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.
In seinem neuen Buch „Die fehlenden Worte“ bietet Thorsten Bohnenberger (wenn auch fiktiv) genau das an, worauf viele Betroffenen der Corona-Maßnahmen immer noch vergeblich warten – eine ernst gemeinte Entschuldigung der Verantwortlichen. Eine Rezension von Martin Beck. Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar. Es war Jens Spahn, der im April 2020Weiterlesen
"Auf Achse. Arbeit, Wohnen und die Zukunft der Mobilität" (Reclam) nennt der Göttinger Philosoph Johannes Müller-Salo sein neues Buch über das Pendeln: zur Arbeit, zu den Verwandten, den Fernbeziehungen. Wir vergessen bei alledem "das Pendeln der anderen" - und welche enormen Auswirkungen die Vorrangstellung des Autos gegenüber Bus und Bahn auf das Erscheinungsbild von Stadt und Land hat. Ein Gespräch mit dem Autor / "Der Name an der Wand" (Rowohlt): Der Franzose Hervé Le Tellier legt einen semidokumentarischen Roman über die Résistance vor. Kritik im Gespräch / Marita Krauss‘ Biografie "Ludwig I. von Bayern. Träume und Macht" (C.H. Beck). Eine Rezension / "Hör zu! Was Musik mit uns macht" (Penguin): Der Niederländer Michel Faber lehrt uns, ihr zu lauschen. Eine Besprechung / Das literarische Rätsel
Neues Buch: Ayelet Gundar-Goshens "Ungebetene Gäste". Eine Rezension von Christoph Leibold. Letzte Ausstellung vor dem langen Shutdown: Der deutsche Fotograf Wolfgang Tilmans im weltberühmten Centre Pompidou von Paris. Von Cai Rienäcker, ARD Paris. Bitte keinen schwulen Namenspatron: US-Kriegsschiff 'USNS Harvey Milk‘ soll umbenannt werden. Von Wolfgang Landmesser, ARD Washington.
Zum Tod von Brian Wilson. Christoph Lindemann über den US-Komponisten der Beach Boys, der Popsongs als exquisite Klanggebilde schuf. Mit Julian Ignatowitsch. Das neue Neil Young-Album "Talkin' To The Trees". Von Malte Borgmann. Neues Buch: "Vom Staat zur Marke. Die Geschichte des Nation Branding". Eine Rezension von Annette Beyer.
Die Problemimmobilien in Göttingen beschäftigen seit Samstag auch das Junge Theater Göttingen. Denn dort läuft nun das dokufiktionale Theaterstück „Stadt aus Gold.“ Eine Rezension von Jonathan Müller.
Der in Erlangen geborene deutschamerikanische Literaturwissenschaftler Martin Puchner lehrt in Harvard und legt mit "Kultur. Eine neue Geschichte der Welt" (Klett-Cotta) ein kurzweiliges Buch über die weltweite Verflechtung verschiedenster Kulturräume vor. Eine Historie von Verschmelzung, Konflikten, Umwälzungen und wechselseitiger Befruchtung, die zeigt: Kulturgeschichte ist die Geschichte permanenter kultureller Anleihen und Aneignungen. Ein Gespräch mit dem Autor / Baskische Tragödie: Fernando Aramburo und sein Roman "Der Junge" (Rowohlt) erzählt von einer Gasexplosion und ihren Folgen / Willkommen im Reich der Zombies: Anne de Marckens preisgekrönter Roman "Es währt für immer und dann ist es vorbei" (Suhrkamp). Eine Rezension / "Gespensterfische": Svealena Kutschke lässt ihren neuen Roman in einer psychiatrischen Anstalt spielen (Schöffling & Co). Eine Kritik / Das literarische Rätsel
Von ekstatischen Geburten bis zu berauschten Oktopussen: Racha Kirakosian entmystifiziert in „Berauscht der Sinne beraubt“ populäre Vorstellungen über Ekstase und zeigt, wie vielfältig und kontextabhängig dieses faszinierende Phänomen wirklich ist. Eine Rezension von Oliver Pfohlmann
Nun, da US-Präsident Trump darangehen will, gemeinsam mit dem begeisterten Ministerpräsidenten Israels, Netanjahu, den Gazastreifen endgültig von den Palästinenserinnen und Palästinensern zu säubern und nach den bewährten Kriterien der Immobilienbranche für seine Klienten herzurichten, herrscht in der westlichen Welt plötzlich Überraschung und Empörung. Eine Rezension von Norman Paech. Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
Das neueste Buch des Propaganda-Forschers Jonas Tögel „Kriegsspiele – Wie NATO und Pentagon die Zerstörung Europas simulieren“ gibt einen erhellenden Einblick in die Militärplanung und -strategien zu einem möglichen Krieg zwischen Russland und dem westlichen Bündnis und ist ein leidenschaftliches Plädoyer für den Frieden. Eine Rezension von Maike Gosch. Dieser Beitrag ist auch als Audio-PodcastWeiterlesen
Wolfgang Büscher ist mit seinen Büchern "Berlin-Moskau. Eine Reise zu Fuß", "Hartland" sowie "Asiatische Absencen" der größte literarische Reporter deutscher Sprache. Jetzt hat er sich in die Wüste aufgemacht und auf die Spuren des Abenteurers, Mönchs und Aristokraten Charles de Foucauld begeben, der 1916 von Dschihadisten vor seiner Einsiedelei auf dem Assekrem-Plateau ermordet wurde. Ein Gespräch mit dem Autor über "Der Weg. Eine Reise durch die Sahara" (dtv) / "Sehr geehrte Frau Ministerin" (Klett-Cotta): Ursula Krechel, die Trägerin des Deutschen Buchpreises 2012, legt ein Roman-Triptychon vor. Eine Rezension / "Die Haut" (Rowohlt): Curzio Malapartes moderner Klassiker, neuübersetzt von Frank Heibert. Eine Kritik / "Parade" (Suhrkamp): Die Britin Rachel Cusk übt sich auch in ihrem neuen Roman in Schonungslosigkeit / Das literarische Rätsel
Die US-amerikanische Journalistin Abigail Shrier setzt sich in ihrem Buch „Bad Therapy. Why the Kids Aren't Growing up“ kritisch mit Psychotherapie, vor allem in Bezug auf Kinder, auseinander. Auch wenn das Buch offensichtliche methodische Schwächen hat, so könnte die Argumentation dennoch zu einer Debatte über eine kritischere Wahrnehmung von Psychotherapie beitragen. Eine Rezension von TobiasWeiterlesen
Auch wenn mich der von Wolfgang Bittner gewählte Titel seines vor wenigen Tagen im Verlag zeitgeist erschienenen Buches anfangs etwas irritierte, begriff ich bei der Lektüre recht schnell, dass bereits in der Kürze dieser prägnanten sechs Worte ein ganz wichtiger Teil seiner Botschaft enthalten ist. Eine Rezension von Winfried Wolk. Dieser Beitrag ist auchWeiterlesen