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Der Komponist, Pianist und Honorarprofessor Rudi Spring ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Er hinterlässt ein vielfältiges Werk und prägte Generationen junger Musikerinnen und Musiker.
Preuss, Thorsten www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Der Münchner Pianist und "Musikdurchdringer" Jürgen Plich stellt jeden Dienstag um 20 Uhr große klassische Musik vor. Er teilt seine Hör- und Spielerfahrung und seine persönliche Sicht auf die Meisterwerke. Er spielt selbst besondere, unbekannte Aufnahmen, erklärt, warum die Musik so und nicht anders klingt und hat eine Menge aus dem Leben der Komponisten zu erzählen. Sonntags um 10 Uhr in der Wiederholung.
Struck-Schloen, Michael www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Weinbergs Leben liest sich wie das Drehbuch zu einem Hollywood-Film: Er musste vor den Nazis fliehen, heiratete in eine einflussreiche Moskauer Familie ein, geriet dann aber zwischen die Mühlräder des Stalin-Terrors...
Oft ist sie totgesagt worden: die Oper. An diese Sterbeurkunde hat der Komponist Detlev Glanert nie geglaubt und mittlerweile 14 Stücke für das Musiktheater geschrieben. Darunter ist seine Auseinandersetzung mit Grillparzers Drama "Die Jüdin von Toledo", aber auch märchenhaftes wie "Leyla und Medjnun". Und eine Oper nach Theodor Fontane "Oceane" zählt zu den Höhepunkten zeitgenössischen Musiktheaters. In Schubladen lässt sich der Komponist dabei nicht stecken.
Die Muttersprache ist ein zentrales Thema des schweizerisch-nigerianischen Komponisten Charles Uzor. Gemeint sind die eine Sprache oder auch zwei Sprachen, die man als Kind ohne Unterricht erlernt. In seinem grossen Zyklus «Mothertongue» macht sich Charles Uzor auf die Suche nach seinen weit verzweigten Wurzeln. Sie führen ihn zurück zur Musik des späten Mittelalters und zur Geschichte und Gegenwart afrikanischer Sprachen. Zugleich hat sich die Arbeit des Henze-Schülers in den letzten Jahren, insbesondere seit dem Tod von George Floyd, zunehmend politisiert. Uebernahme vom Südwestdeutschen Rundfunk - Erstausstrahlung 13.02.2025
Der Krieg in Europa war bereits für beendet erklärt worden. Doch auf der Suche nach Widerstandsnestern im Gebirge stießen die Alliierten auch auf geflüchtete Familien, darunter auch Anton Webern mit seiner Familie. Als der Komponist nichtsahnend zum Rauchen vor das Haus trat, passierte es. Unsewr ZOOM berichtet von Weberns tragischem Tod.
Der österreichische Komponist Leopold Brauneiss hat sich intensiv mit Arvo Pärt und seinem Werk auseinandergesetzt. Daraus entstand ein Buch, eine Freundschaft mit Arvo Pärt und auch in seinen eigenen Kompositionen setzt er sich zum Beispiel mit Pärts Tintinnabuli-Stil auseinander. Im Musikgespräch erzählt er, wie Arvo Pärt außerhalb der Musik und warum der Jubilar ein distanziertes Verhältnis zur Avantgarde hat.
Akustisches Klavier, Live-Elektronik und Improvisation: mit seinen eindringlichen Klangwelten spielt Martin Kohlstedt sein Publikum in Rausch und Ekstase. Dahinter steckt nicht nur viel Leidenschaft, sondern auch ein ausgeklügeltes Kompositionssystem, das ans Programmieren erinnert. Neben dem intellektuellen Spiel mit der Musik widmet sich Martin Kohlstedt vor allem der Natur. Als Sohn eines Försters engagiert er sich für den Wald der Zukunft.
Die Zwölf machte ihn berühmt. Arnold Schönberg, Erfinder einer neuartigen Kompositionsmethode. Er fürchtete fast Nichts mehr als die Dreizehn. Und er litt sein Leben lang an Asthma. Der Komponist lebte nicht immer gesund, auch wenn er ein bekennender Sportnarr war. Er war immer auch fähig zur selbstironischen Betrachtung seiner eigenen Person und hatte Freude daran, Legenden zu stricken. Einmal überlebte er seinen eigenen Todesfall. Eine gar nicht komische Geschichte.
Mehr Star-Besetzung geht kaum: Jazzlegende Benny Goodman und der Shootingstar des Broadway und Konzertpodiums Leonard Bernstein spielen 1963 die Uraufführung von Francis Poulencs Klarinettensonate. Der Komponist erlebt diese Premiere allerdings nicht mehr ... Von Christoph Vratz.
Struck-Schloen, Michael www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Immer wieder schreibt die Liebe die ungewöhnlichsten und seltsamsten Geschichten. Warum sollte es in der Kunst anders sein als im wahren Durchschnittsleben? Ungleiche Paare, auch die Musikgeschichte hat einige davon zu bieten, Mozart und Constanze, Gustav und Alma Mahler, das sind nur zwei der Beziehungen, über die wir bis heute tratschen und diskutieren. Der Komponist und das Model. Unser ZOOM blickt in eine weitere spektakuläre Musik-Beziehungskiste.
Die Geschichte davon, wie eine Naturkatastrophe drei sehr unterschiedliche Männer zusammenbringt - und diese ein altes Rätsel lösen. Der Klimaphysiker Michael Sigl erforscht das Klima auf der Erde zu längst vergangenen Zeiten. Walter Bersinger verbringt seit seiner Pension viel Zeit mit einem privaten Recherche-Projekt, das sich um die Schweiz-Reisen eines seiner Lieblings-Komponisten dreht. Der Komponist - der dritte Protagonist dieser Geschichte - heisst Felix Mendelssohn Bartholdy und reiste im Sommer 1831 während fünf Wochen einmal quer durch die Schweiz. Eine Reise, die gezeichnet ist von heftigen Unwettern und rätselhaften Phänomenen am Himmel. Durch einen Zufall lernen sich Walter Bersinger und Michael Sigl kennen. Es gelingt ihnen schliesslich, die Ursache hinter dem katastrophal schlechten Wetter im Sommer 1831 zu lösen und zu erklären, warum Felix Mendelssohn Bartholdy damals dermassen verregnet wurde. Das Ende. Die Sommerserie der Radio-Wissenschaftsredaktion. Folge 3/7 (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Die Geschichte davon, wie eine Naturkatastrophe vor 200 Jahren den Menschen Angst vor einem Weltuntergang bereitet. Und wie zwei sehr unterschiedliche Männer ein altes Rätsel lösen. Der Klimaphysiker Michael Sigl erforscht das Klima auf der Erde zu längst vergangenen Zeiten. Walter Bersinger verbringt seit seiner Pension viel Zeit mit einem privaten Recherche-Projekt, das sich um die Schweiz-Reisen eines seiner Lieblings-Komponisten dreht. Der Komponist - der dritte Protagonist dieser Geschichte - heisst Felix Mendelssohn Bartholdy und reiste im Sommer 1831 während fünf Wochen einmal quer durch die Schweiz. Eine Reise, die gezeichnet ist von heftigen Unwettern und rätselhaften Phänomenen am Himmel. Durch einen Zufall lernen sich Walter Bersinger und Michael Sigl kennen. Es gelingt ihnen schliesslich, die Ursache hinter dem katastrophal schlechten Wetter im Sommer 1831 zu lösen und zu erklären, warum Felix Mendelssohn Bartholdy damals dermassen verregnet wurde. Das Ende. Die letzte Sommerserie der Radio Wissenschaftsredaktion. Folge 3/7 In der Sendung zu Wort kommen: - Michael Sigl, Klimaphysiker, Universität Bern - Walter Bersinger, früher Verwalter einer Pensionskasse, seit einigen Jahren pensioniert Publikation von Michael Sigl: pnas.org/doi/10.1073/pnas.2416699122 Webseite von Walter Bersinger: walterbersinger.ch/mendelssohn-reise-1831/ Hörpunkt-Stunde von 2011 zu Felix Mendelssohns Reise von 1831: srf.ch/audio/hoerpunkt-toene-aus-dem-reisekoffer/felix-mendelssohn-zu-fuss-durch-die-schweiz?uuid=46d1bcc7-45fb-4660-ab17-77345138fff6
Wenn das Meer bei sengender Hitze zu weit weg ist, muss manchmal doch das nächstgelegene Freibad zum Abkühlen und Abschalten herhalten. Eine Glosse von Komponist Gordon Kampe über seine chlorhaltigen Erfahrungen aus dem Freibad.
Nicolas Senn widmet dem 20-Jahr-Jubiläum des Heirassa-Festival eine Sendung und zeigt ein paar Highlights des traumhaften Festivals in Weggis LU am Vierwaldstättersee. Mit dabei sind vielseitige Musikformationen aus der ganzen Schweiz, die mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire begeistern. Seit 20 Jahren steht das Heirassa Festival in Weggis LU im Zeichen der gepflegten Innerschweizer Musik. Nach dem Tod des Komponisten und Gründer der Kapelle Heirassa, Alois Schilliger (1924-2004), widmete ein emsiges OK und die Gemeinde Weggis ihrem Volksmusikstar ein eigenes Festival. Es hat zum Ziel, den Innerschweizer Stil zu erhalten und weiterzuentwickeln. In den letzten 20 Jahren hat sich das Heirassa zu einem Fixpunkt im Volksmusikkalender gemacht, und die Besuchenden können innert vier Tagen über 40 verschiedene Musikformationen sehen und hören. Die Musiker der Ländlerkapelle Bühler-Fischer sind Stammgäste am Heirassa-Festival. Mit der klassischen Innerschweizer-Besetzung begeistern sie die Zuschauenden mit Kompositionen der legendären Kapelle Heirassa, aber auch mit Stücken aus der eigenen Feder. Der Name der Appezöllemusig 9050 bezieht sich auf die Postleitzahl von Appenzell. Die vier jungen Musiker bringen als Akkordeonduo aber auch mit Hackbrett die Ostschweizer Musik an den Vierwaldstättersee. Die beiden Volksmusikstars Willi Valotti und Carlo Brunner waren die letzten 20 Jahren für das musikalische Programm am Heirassa Festival zuständig. Carlo Brunner, der Erfolgskomponist und Entertainer, und Willi Valotti, als ehemaliges Mitglied der Heirassa Kapelle, haben für Abwechslung und viele Highlights am Festival gesorgt. Nun übergeben sie den Stab an Dani Häusler und Severin Barmettler. Zuvor stehen sie aber noch einmal zusammen auf der Bühne und musizieren. Natürlich spielen sie mit Willis Wyberkapelle ein Stück von Alois Schilliger. Die Berner Formation Swiss Ländler Gamblers begeistert mit viel virtuoser Spielfreude und musikalischem Witz und haben so ihren ganz eigenen Stil gefunden. Das Nachwuchstalent Flurina Plattner aus Meggen LU gehört zu den vielversprechendsten Jodlerinnen der Schweiz. Mit Ihrer ausdrucksstarken Stimme und eindrucksvollen Bühnenpräsenz überzeugt sie regelmässig die Jurorinnen und Juroren an Gesangswettbewerben und natürlich auch ihr Publikum. Heidi und Ruedi Wachter-Rutz vom renommierte Akkordeonduo Wachter-Rutz prägen seit Jahrzehnten die Schweizer Volksmusik- und Akkordeonszene. Ihre Eigenkompositionen sind unverkennbar. Aktuell stehen aber die Werke von Stanti Schönbächler im Mittelpunkt. Der Komponist war Ruedi Wachters Onkel. Dieses Jahr wäre Stanti 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass gibt es eine Konzertreihe und ein eigenes Notenheft. Walter Grimm war mit seiner Kapelle schon vor 20 Jahren am 1. Heirassa Festival. Natürlich darf die Kapelle Walter Grimm auch an der Jubiläumsausgabe nicht fehlen. Der Bläser feiert in diesem Jahr auch selbst, nämlich seinen 65. Geburtstag.
Der Komponist und Musiker Florian Reithner im Gespräch mit Alice Herzog.
Drama, Baby! – Der neue Podcast des Staatstheaters Darmstadt
Zu Gast in dieser Folge sind Sopranistin Anne-Fleur Werner, Bassbariton Oliver Zwarg und Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt, der Alban Bergs „Wozzeck“ neu inszeniert hat (Premiere: 17. Mai 2025). Der Komponist hat Georg Büchners Dramenfragment mit packender, hochexpressiver Musik als Oper komponiert. Sie wurde vor hundert Jahren uraufgeführt, doch der Stoff ist so aktuell wie damals. Wir sehen Szenen eines Menschenversuchs und einen Femizid. Aber hätte es auch anders kommen können? Das ist die zentrale Frage, die Karsten Wiegand in seiner Inszenierung stellt. Wie bringt man so ein Werk heute auf die Bühne? Wie schwer ist Alban Bergs Oper zu singen? Und warum musste Wozzeck-Darsteller Oliver Zwarg fast nackt in einen Darmstädter Teich steigen? Das möchte Podcast-Host Mariela Milkowa von ihren Gästen wissen. Infos & Tickets zu Wozzeck Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Im Jahr 1965 ließ Steve Reich zwei Tonbänder mit minimal unterschiedlicher Geschwindigkeit gleichzeitig laufen und entdeckte so das Prinzip des "Phase Shiftings", das zum Grundprinzip seiner Musik wurde. Mit einfachsten Mitteln erzielte er zuweilen faszinierende Effekte rhythmischer Verschiebung. Weil seine Musik zur Tonalität zurückkehrte, sah man Steve Reich anfangs skeptisch, heute gilt er als Klassiker.
Tranceartige, spirituelle Musik macht Paras Sibalukhulu aus Südafrika. Derzeit tritt er in der Schweiz auf. – Der französische Komponist und Dirigent Pierre Boulez (1925-2016) hinterliess ein Werk, das nachwirkt, etwa das Forschungs- und Kreationslabor IRCAM in Paris. Trancehafte Musik mit ungeheurer Dringlichkeit und ein Publikum wie an einem Gospel-Gottesdienst: Das hat Jonas Ruther erlebt, als er mit südafrikanischen Musikern zwischen Johannesburg und Capetown tourte. Seine intensiven Konzert-Erfahrungen möchte der Schweizer Schlagzeuger nun auch mit dem hiesigen Publikum teilen und lädt seine südafrikanischen Musikerkollegen deshalb in die Schweiz ein. Kurz vor der Tour hat sich Annina Salis über die einzigartige Energie des südafrikanischen Jazz unterhalten, mit Jonas Ruther und dem südafrikanischen Zulu-Sänger Paras Sibalukhulu. Am 26. März wäre Pierre Boulez 100 Jahre alt geworden. Der Komponist und Dirigent war einer der wichtigsten Avantgardisten des 20. Jahrhunderts. Er prägte die neue Musik mit seinen Kompositionen und schuf bis heute führende Institutionen. Etwa das IRCAM in Paris: Boulez entwickelte dieses Forschungs- und Kreationslabor für elektronische Musik, und dessen Direktor Frank Madlener erzählt, wie Boulez' Ideen heute noch inspirieren. Der Komponist initiierte auch die Lucerne Festival Academy: «Er hat uns mit seiner Energie, Disziplin und Leidenschaft bereichert», sagt der Dramaturg Mark Sattler.
So vielseitig wie er war kein anderer Musiker des 20. Jahrhunderts. Pierre Boulez war Komponist, Dirigent, Theoretiker, Gründer von Institutionen und Visionär. Ein Portrait zum 100.Geburtstag. // Von Thomas von Steinaecker/ WDR 2025/ www.radiofeature.wdr.de Von Thomas von Steinaecker.
So vielseitig wie er war kein anderer Musiker des 20. Jahrhunderts. Pierre Boulez war Komponist, Dirigent, Theoretiker, Gründer von Institutionen und Visionär. Ein Portrait zum 100.Geburtstag. // Von Thomas von Steinaecker/ WDR 2025/ www.radiofeature.wdr.de Von Thomas von Steinaecker.
Momente sammeln - an außergewöhnlichen Orten, in den Bergen, in Kirchen, am Meer - daraus schöpft der Dresdner Künstler Sven Helbig die Inspiration für seine Musik. Was zählt, ist das Gefühl, das wir beim Hören erleben, sagt er, egal, ob im großen Konzertsaal oder im Szeneclub. Und so komponiert er für die Pet Shop Boys genauso wie für den Dresdner Kreuzchor, der gerade sein "Requiem A" uraufgeführt hat. Genre-Grenzen existieren für Sven Helbig nicht, seine Kunst bringt er auf die Bühne, an die Wand und in unsere Ohren. Und welche Musik hat ihn selbst geprägt? Was legt er am liebsten auf?
Momente sammeln - an außergewöhnlichen Orten, in den Bergen, in Kirchen, am Meer - daraus schöpft der Dresdner Künstler Sven Helbig die Inspiration für seine Musik. Was zählt, ist das Gefühl, das wir beim Hören erleben, sagt er, egal, ob im großen Konzertsaal oder im Szeneclub. Und so komponiert er für die Pet Shop Boys genauso wie für den Dresdner Kreuzchor, der gerade sein "Requiem A" uraufgeführt hat. Genre-Grenzen existieren für Sven Helbig nicht, seine Kunst bringt er auf die Bühne, an die Wand und in unsere Ohren. Und welche Musik hat ihn selbst geprägt? Was legt er am liebsten auf?
Genial oder größenwahnsinnig? Diese Tondichtung von Richard Strauss aus dem Jahr 1898 polarisiert bis heute: ein Meisterstück wie ein Film: mit einem Helden, einer großen Liebe und feindlichen Widersachern. Der Komponist blickt zurück auf seinen künstlerischen Lebensweg und zieht dabei alle Register seiner facettenreichen Klangsprache. Von Martin Zingsheim.
Er ist einer der meistverfilmten Musiker der Vergangenheit: Johann Sebastian Bach. Der Filmjournalisten Knut Elstermann hat ein Buch über Bach im Film geschrieben. Von Harald Asel
Der Komponist Wladimir Tarnopolski floh aus Russland unmittelbar nach Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine. Dabei ist er Dreh- und Angelpunkt der zeitgenössischen Musik in Moskau: Professor am Konservatorium, Festivalleiter und unermüdlicher Brückenbauer zwischen Russland und dem westlichen Europa. Jetzt schreibt der 1955 in der Ukraine geborene Tarnopolski aus dem deutschen Exil gegen die Gewalt und das Unrecht in seiner Heimat an.
Röhrlich, Dagmar www.deutschlandfunk.de, Forschung aktuell
Wenzel, Tobias www.deutschlandfunkkultur.de, Fazit
Egon Wellesz gehörte zu den bekanntesten Komponisten der 1920er Jahre: Im Wien um 1900 wird er zunächst von Mahler geprägt, später als Schüler von Arnold Schönberg, dessen erster Biograf er auch wird. Nach dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 emigriert der Sohn ungarischer Juden nach England und macht auch als Musikwissenschaftler Karriere. 50 Jahre nach seinem Tod wird er allerdings kaum mehr gespielt - BR-KLASSIK stellt ihn vor.
Es ist eines der meistgespielten Werke des französischen Spätromantikers, und es ist ein recht ungewöhnliches Requiem: Auf dramatische Ausbrüche wie in den Requiems von W. A. Mozart oder G. Verdi wartet man vergebens. Die Intensität ist bei Fauré nach innen gerichtet, sanfte und ätherische Klangwelten dominieren in dieser rund 40 Minuten langen Totenmesse. «Es besitzt den sanften Charakter, den auch ich habe», sagte der Komponist selber dazu. Und: «Man hat gesagt, dass es keine Angst vor dem Tod ausdrücke; jemand hat es ein ‹Wiegenlied des Todes› genannt. Doch so empfinde ich den Tod: als glückliche Befreiung, als Streben nach dem jenseitigen Glück eher denn als schmerzhaften Übergang.» Der Komponist schrieb eine erste, klein besetzte Kammerfassung 1887-1888 nieder, überarbeitete sein Requiem jedoch noch zwei Male bis zur Fassung für grosses Orchester, Orgel sowie Bariton- und Sopran-Solo, welche erst 1900 uraufgeführt wurde. Sie hat sich dann aber im Konzertbetrieb durchgesetzt. Gäste von Moritz Weber sind die Zürcher Sopranistin und Schauspielerin Claudia Dieterle und der Musikkritiker und Organist Peter Hagmann.
W. A. Mozarts «Là ci darem la mano» ist das bekannte Duett, in welchem der Schwerenöter Don Giovanni die frisch verheiratete Bauernfrau Zerlina in sein Schloss lockt. Dem Opernfan Frédéric Chopin gefiel dies offenbar so gut, dass er einen Variationszyklus über diese eingängige Melodie komponierte. Dieses Werk, sein op. 2, existiert in zwei Versionen: Als Konzertstück für Klavier und Orchester sowie als Klavier-Solokomposition. Es folgt formal dem klassischen Muster mit immer brillanter werdenden Veränderungen inklusive einer dramatischen Mollvariante. Chopin umrahmte das bravouröse Ganze jedoch mit einer improvisatorischen Einleitung und einer Polonaise als krönende Coda. Dieses erste grössere konzertante Werk aus seiner Feder war und blieb auch später nicht nur eines seiner eigenen Lieblingsstücke, sondern es wurde auch vom Publikum und von der Kritik allseits euphorisch aufgenommen. Der Komponist und Musikjournalist Robert Schumann schrieb später in seiner Rezension dieses Stücks: «Hut ab, ihr Herren, ein Genie». Chopin widmete dieses Herzensstück seinem «Leben», seinem geliebten Tytus Woyciechowski, dem er ausserdem während Jahren zahlreiche briefliche Liebeserklärungen schickte wie «ich liebe nur Dich» oder «nur Du hast Macht über mich». Anfang September 1828, als er sein op. 2 bereits in den Druck gegeben hatte, schrieb er ihm: «Über die Variationen habe ich (vielleicht zu kühn) Deinen Namen gesetzt. (Das Herz wollte es so, die Freundschaft verbot es nicht, und Du, nimm es mir nicht übel). [...] Nochmals Küsse - Küsse.» Und der pianistisch begabte Tytus nahm diese Widmung freudvoll an mit den Worten: «J'accepte avec plaisir». Zum 175. Todestag des polnischen Nationalkomponisten am 17. Oktober vergleichen wir zum ersten Mal in der Diskothek unterschiedliche Aufnahmen dieses frühen Meisterwerks des 17-Jährigen Chopin. Die Gäste von Moritz Weber sind der Schweizer Pianist Christian Chamorel und der Musikjournalist Christian Wildhagen.
Rowohlt, Axel www.deutschlandfunkkultur.de, Studio 9
Beethovens Totenschädel berühren oder in einem finsteren Kerker sitzen und das Elend längst verstorbener Gefangener am eigenen Leib erfahren - Erlebnisse dieser Art sind es, die den Komponisten Anton Bruckner faszinieren und inspirieren. Was ist es, das die Faszination des Makabren ausmacht? Autorin: Katharina Neuschaefer (BR 2023)
Beethovens Totenschädel berühren oder in einem finsteren Kerker sitzen und das Elend längst verstorbener Gefangener am eigenen Leib erfahren - Erlebnisse dieser Art sind es, die den Komponisten Anton Bruckner faszinieren und inspirieren. Was ist es, das die Faszination des Makabren ausmacht? Von Katharina Neuschaefer (BR 2023)
In der Musikwelt ist ein Solist jemand, der im Rahmen einer Gruppe einen eigenen Part spielt, häufig sehr anspruchsvoll und so ragt er oder sie heraus. Sie sind die bekannten, grossen Musiker in diesen Ensembles und erhalten spezielle Aufmerksamkeit. Gegenüber dem Solo gibt es das Kom. Kom wie in Kommunikation oder Kommunion und vielleicht sogar Komponist. Es ist das gemeinsame, das hier im Vordergrund steht: die Gemeinschaft. Der Komponist, der für alle die Kunstwerke, Lieder, Songs schreibt. Und ein Solo hat da vielleicht auch Platz - aber immer im Kontext des Ganzen. Überhaupt ist ein Solist häufig nur dort ein Solist, wo es eine Gemeinschaft mit anderen gibt, sonst ist er oder sie einfach Musikmachender. Solo ohne Kom geht also nicht wirklich, aber Kom ohne Solo schon. Kom stellt die einzelne Person weniger in den Fokus, aber das Ganze. Und doch geht das Ganze ohne die Einzelnen nicht. Daher: äussere Aufmerksamkeit ist nicht immer ein Mass für die Bedeutsamkeit. Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Kritiker rühmen Ferruccio Busonis Virtuosität: "Es gibt gute Pianisten und es gibt große Pianisten. Und es gibt Busoni." Doch der Klassik ist der Komponist und Dirigent zu modern, der Moderne zu klassisch. Von Michael Struck-Schloen.
Eine Autobiografie in Tönen komponiert Smetana 1876. Der Komponist ist auf dem Gipfel, gilt als Schöpfer der tschechischen Nationalmusik. Doch über seinem Leben liegt ein Schatten: die hereinbrechende Taubheit. In seinem 1. Streichquartett blickt er zurück auf Freuden und Qualen seines Lebens. Von Christoph Vratz.
Der Komponist und bildende Künstler Ari Benjamin Meyers denkt Musik und Kunst neu und verschiebt die Grenzen zwischen den Disziplinen. In der Kunsthalle Mainz läuft das Publikum etwa über eine riesige Bodeninstallation aus Druckplatten des Mainzer Musikverlags Schott. Außerdem kann jeder Zuschauer Kunstwerke aktivieren, am Flügel spielen und so Teil einer Komposition von Erik Satie werden, die wiederum hundertfach als Partitur an der Wand hängt. Partizipation und gemeinsames Proben ist Teil des künstlerischen Konzepts von Ari Benjamin Meyers.
Er hat für den Pianisten Emanuel Ax ein Klavierkonzert geschrieben, hat für die Geigerin Lisa Batiashvili komponiert oder für den Cellisten Yo-Yo Ma: der Schwede Anders Hillborg. In Skandinavien widmet man ihm immer wieder umfangreiche Konzertreihen, in den USA ebenfalls. Ein Gespräch im Café in Stockholm.
Im zweiten Teil von Zack Snyders „Rebel Moon“-Reihe auf Netflix müssen sich Kora und ihre Truppe gegen die Armee der Mutterwelt wehren. Auf Paramount+ startet eine neue Animationsserie zum Videospiel „Ark“ und bei WOW gibt es eine Doku über den Filmkomponisten Hans Zimmer. Hier entlang geht's zu den Links unserer Werbepartner: https://detektor.fm/werbepartner/was-laeuft-heute >> Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/kultur/was-laeuft-heute-rebel-moon-teil-2-die-narbenmacherin-ark-the-animated-series-hans-zimmer-der-komponist-hollywoods
Im zweiten Teil von Zack Snyders „Rebel Moon“-Reihe auf Netflix müssen sich Kora und ihre Truppe gegen die Armee der Mutterwelt wehren. Auf Paramount+ startet eine neue Animationsserie zum Videospiel „Ark“ und bei WOW gibt es eine Doku über den Filmkomponisten Hans Zimmer. Hier entlang geht's zu den Links unserer Werbepartner: https://detektor.fm/werbepartner/was-laeuft-heute >> Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/kultur/was-laeuft-heute-rebel-moon-teil-2-die-narbenmacherin-ark-the-animated-series-hans-zimmer-der-komponist-hollywoods
Im Auftrag eines Domherrn aus Cádiz komponierte Joseph Haydn 1786 ein Orchesterwerk für den Karfreitag. Die ergreifende Passionsmusik gibt als Streichquartett und als Oratorium. Der Komponist hielt das meditative Werk aus sieben langsamen Sonatensätzen für eines seiner besten. Von Christoph Vratz.
Händel und Telemann sind seine Fans, mit seiner Musik will er die Texte verdeutlichen: Reinhard Kaiser, getauft am 12.1.1674, wird im 18. Jahrhundert als bedeutendster deutscher Opernkomponist gefeiert. Von Christoph Vratz.
Jürgen Balitzki, Margarete Wohlanwww.deutschlandfunkkultur.de, Aus den Archiven
1902 vollendet Debussy seine einzige Oper. Zeitgleich entwickelt Sigmund Freud seine Psychoanalayse. Der Komponist erkundet das Unbewusste mit einer zukunftsweisenden Musik: Sein Klangstrom folgt einer Art Traumlogik und schmiegt sich eng an die Sprache. Von Sueverkruep.
„Unruhe stiften“ sei sein Job, sagt Ketan Bhatti. Der Komponist hat Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ vertont und eine Hip-Hop-Bearbeitung von Bachs „wohltemperiertem Klavier“ verfasst. Genre-Grenzen sind für ihn zum Aufbrechen da.Schreyl, Marcowww.deutschlandfunkkultur.de, Im GesprächDirekter Link zur Audiodatei
„Unruhe stiften“ sei sein Job, sagt Ketan Bhatti. Der Komponist hat Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ vertont und eine Hip-Hop-Bearbeitung von Bachs „wohltemperiertem Klavier“ verfasst. Genre-Grenzen sind für ihn zum Aufbrechen da.Schreyl, Marcowww.deutschlandfunkkultur.de, Im GesprächDirekter Link zur Audiodatei