Diskothek

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In der «Diskothek» reden wir über Musik und ihre Interpretationen. Zwei versierte Gäste mit guten Ohren vergleichen im Blindtest verschiedene Aufnahmen eines Werks und exponieren sich mit ihren Urteilen. In mehreren Hörrunden wird die Auswahl immer kleiner, bis die «beste» Aufnahme übrigbleibt – Spi…

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)


    • Feb 23, 2026 LATEST EPISODE
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    Diskothek-Revue Februar

    Play Episode Listen Later Feb 23, 2026 119:59


    Jeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - Robert Schumann: Kinderszenen. Leichte Stücke für Klavier op. 15 - Franz Schubert: Streichquintett C-Dur op. posth. 163 D 956 - György Kurtág: Játékok - zum 100. Geburtstag

    György Kurtág: Játékok. Spiele für Klavier

    Play Episode Listen Later Feb 16, 2026 119:59


    Am 19. Februar wird der ungarische Komponist György Kurtág 100 Jahre alt. In der Diskothek heute reden wir über eins seiner wichtigsten Werke: Játékok (ungarisch für «Spiele»). Das ist kein einzelnes Werk, sondern ein grosser Zyklus von Klavierstückchen. Vor über 50 Jahren begann Kurtág, pädagogische Miniaturen für den Klavierunterricht zu komponieren – es wurde zu einem Lebensprojekt: der Zyklus ist auf viele Hundert Stücke angewachsen, und er ist ein Archiv von Miniaturen, Studien, Skizzen, musikalischen Gedanken. Das Klavierduo Soós/Haag (Adrienne Soós und Ivo Haag) diskutieren Aufnahmen von einigen dieser Játékok für zweihändiges und vierhändiges Klavier.

    Franz Schubert: Streichquintett C-Dur op. posth. 163 D 956

    Play Episode Listen Later Feb 9, 2026 119:59


    Spätwerk mit 31 Jahren: Wenige Monate vor seinem Tod komponierte Franz Schubert eines seiner bedeutendsten Kammermusikwerke, sein Streichquintett in C-Dur. Obwohl Schubert damals schon sehr krank war, dazu arm und unbekannt, schuf er ein Werk von entrückter Klangschönheit. Schubert war damals noch immer tief betroffen vom Tod seines Vorbilds Beethoven. Und doch ging er in seinem Streichquintett weit über die Musik seines Meisters hinaus: Innerhalb der sinfonischen Form konnte er die Melodien so weit aufspannen, dass man beim Hören jedes Zeitgefühl verlieren kann. Jenny Berg diskutiert fünf Aufnahmen dieses Meisterwerks, gemeinsam mit der Musikjournalistin Julia Kaiser und dem Geiger Markus Fleck.

    Robert Schumann: Kinderszenen. Leichte Stücke für Klavier op. 15

    Play Episode Listen Later Feb 2, 2026 119:59


    Robert Schumanns Kinderszenen op. 15 (1838) gehören zu den poetischsten Klavierzyklen der Romantik. Trotz ihres Titels sind sie nicht primär als Musik für Kinder gedacht, sondern als Musik über Kindheit. Schumann selbst sprach von «Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere». Im Zentrum steht also Erinnerung: eine idealisierte, innere Vorstellung von Kindheit. Der Zyklus umfasst 13 Miniaturen, jede mit einem poetischen Titel wie Von fremden Ländern und Menschen, Hasche-Mann oder Träumerei. Die Musik entstand zuerst, die Überschriften wurden später ergänzt und sind daher eher assoziativ als streng programmatisch. Schumann wählt eine bewusste Einfachheit: klare Melodien und überschaubare Formen. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der technischen Virtuosität, sondern im Ausdruck – in feiner Dynamik, nuancierter Artikulation und lyrischem Klang. Besonders die berühmte Träumerei wurde zum Sinnbild sanfter Melancholie: nicht sentimental, sondern «innig». In der Diskothek werden sechs Interpretationen von Schumanns Kinderszenen verglichen. Wie unterschiedlich kann diese scheinbar einfache Musik klingen? Und wie viele Freiheiten darf sich eine Interpretin oder ein Interpret nehmen, ohne den Charakter dieser Miniaturen zu verlieren? Gäste von Eva Oertle sind die Musikwissenschaftlerin Cristina Urchueguía und der Pianist Manuel Bärtsch.

    Revue Januar

    Play Episode Listen Later Jan 26, 2026 120:00


    Jeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - Antonín Dvořák: Streichquartett F-Dur op. 96 «Amerikanisches» - Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur - Vincenzo Bellini: I Puritani. Oper

    Vincenzo Bellini: I Puritani. Melodramma serio in 3 Akten

    Play Episode Listen Later Jan 19, 2026 119:57


    Die Liebesgeschichte inmitten der Wirren des Englischen Bürgerkriegs im 17. Jahrhundert bietet Belcanto-Kunst vom Feinsten: Koloraturen, scheinbar endlos schwebende Melodiebögen und extrem hohe Spitzentöne für den Tenor. Der Cataneser Bellini wusste ganz genau, was seine Sänger konnten: In seiner letzten Oper schrieb er wenige Monate vor seinem Tod dem Starsänger Giovanni Battista Rubini die Partie des Arturo auf den Leib: extra hoch, nicht nur bis zum hohen C, sondern bis zum hohen F! Giulia Grisi war die erste Elvira, auch für sie komponierte er eine entsprechend vielschichtige und virtuose Partie. Selbstverständlich wollten und wollen alle Primadonnen und Primiuomini diese Rollen singen, und so gibt es auch diverse Gesamteinspielungen, allerdings eher wenige neueren Datums. Ein Belcantofeuerwerk in der Puritanerfestung und im Radiostudio; Gäste von Moritz Weber sind die Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer und der Tenor Rolf Romei.

    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur

    Play Episode Listen Later Jan 12, 2026 120:00


    Gustav Mahlers 9. Sinfonie ist Abschied und Aufbruch zugleich. Entstanden 1909, kurz vor seinem Tod, blickt sie existenziell auf Leben, Verlust und Vergänglichkeit. Zwischen tänzerischer Ironie, eruptiver Dramatik und dem entrückten Adagio-Finale entfaltet Mahler ein extremes Klangspektrum. In der Diskothek vergleichen wir prägende Aufnahmen und Interpretationen – und hören uns auch an, wie Mahler auf historischen Instrumenten der Zeit klingt. Gäste von Annelis Berger sind der Komponist David Philip Hefti und der Dirigent Manuel Oswald.

    Antonín Dvořák: Streichquartett F-Dur op. 96 «Amerikanisches»

    Play Episode Listen Later Jan 5, 2026 120:00


    Das «Amerikanische» Streichquartett von Antonín Dvořák gehört zu seinen beliebtesten Werken. In nur wenigen Tagen hat er es in den USA komponiert – in den Sommerferien auf dem Land, wo ihn das Gezwitscher seltener Vögel und die Melodien der indigenen Bevölkerung inspirierten. Damals war Antonín Dvořák Direktor des New Yorker Konservatoriums. Er sollte den dortigen Musikstudierenden zu einem «amerikanischen Volkston» verhelfen. Ob in seinem Streichquartett F-Dur op. 96 nun eher indigene amerikanische oder tschechische Melodien zu hören sind – oder der damals neue Jazz in New York – ist nicht zweifelsfrei zu klären. Die Mischung aus all dem ergibt auf jeden Fall den so reizvollen Dvořák-Klang. Jenny Berg diskutiert fünf Aufnahmen des Streichquartetts mit der Bratschistin Joanna Michalak und dem Musikjournalisten Christian Wildhagen.

    Diskothek-Revue Dezember

    Play Episode Listen Later Dec 29, 2025 119:57


    Jeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - George Gershwin: Rhapsody in Blue - Franz Schubert: Fantasie C-Dur für Violine und Klavier D 934 - Barockensembles feiern Geburtstag - Johann Sebastian Bach: Unser Mund sei voll Lachens. Kantate zum 1. Weihnachtsfeiertag für Soli, Chor und Orchester, BWV 110

    Johann Sebastian Bach: Unser Mund sei voll Lachens

    Play Episode Listen Later Dec 22, 2025 119:59


    Kantate zum 1. Weihnachtsfeiertag für Soli, Chor und Orchester, BWV 110 Bei dieser Diskothek geht es um eine Kantate von J.S. Bach, die der Komponist für die Weihnachtstage komponiert hat: «Unser Mund sei voll Lachens», BWV 110 für den ersten Weihnachtstag für Soli, Chor und Orchester. Ein schöner Titel für die Weihnachtszeit – und heiter ist denn auch der Eingangschor, bevor in der Tenor- und Alt-Arie auch der Schmerz ausgedrückt wird. Das Duett für Sopran und Tenor (Ehre sei Gott in der Höhe) hat schliesslich einen fast tänzerischen Charakter im Dreiertakt. Und der prächtige Schlusschor rundet diese Kantate ab. In der Diskothek werden mehrere Interpretationen verglichen. Gäste von Annelis Berger sind der Cembalist, Organist und Komponist Thomas Leininger und der Musikjournalist Michael Struck-Schloen. Erstausstrahlung: 18.12.2023

    Vier Jahrzehnte Klanggeschichte – neu gehört

    Play Episode Listen Later Dec 15, 2025 119:59


    Eine Entdeckungsreise mit The Hanover Band, Concerto Köln und Il Giardino Armonico. Die Jubiläen dreier prägender Klangkörper der historischen Aufführungspraxis bieten den Anlass, ihre interpretatorischen Ansätze einmal unmittelbar nebeneinander zu stellen: The Hanover Band feiert 45 Jahre, Concerto Köln und Il Giardino Armonico jeweils 40 Jahre. Drei Länder, drei Interpretationskulturen – und die Frage: Hat jedes Ensemble im Laufe der Zeit eine eigene musikalische Handschrift entwickelt? Alle drei verbindet ein zentrales Repertoirefundament: die Musik von Johann Sebastian Bach. Zum Jubiläum stellen wir ausgewählte Werke unmittelbar gegenüber. Das 1. Brandenburgische Konzert, das alle drei Ensembles aufgenommen haben, bildet den Ausgangspunkt: Lässt sich allein am Klangbild erkennen, welches Ensemble hinter welcher Aufnahme steht? Zwei der Ensembles haben zudem Vivaldis Vier Jahreszeiten eingespielt – ein ideales Werk, um im «Winter» kontrastierende Lesarten hörbar zu machen. Hört man das zwischen zwei Einspielungen rund 20 Jahre liegen? Auch Bachs Cembalokonzert d-Moll sowie Haydns Sinfonie «La Passione» treten im Doppelvergleich an. So entsteht ein vielschichtiges Panorama. In der Diskothek vergleichen wir Aufnahmen der drei Ensembles und fragen: Spielt man heute anders als vor 40 Jahren? Wie unterscheiden sich die Ensembles voneinander? Haben sie unverwechselbare Profile ausgebildet? Gäste von Eva Oertle sind die Geigerin Leila Schayegh und der Cembalist Jermaine Sprosse.

    Franz Schubert: Fantasie C-Dur für Violine und Klavier D 934

    Play Episode Listen Later Dec 8, 2025 119:54


    Eine seiner eigenen Lied-Melodien fantasierte der Komponist zu einem der schönsten aber auch schwierigsten Stücke des Geigenrepertoires aus. «Sei mir gegrüsst» ist die musikalische Keimzelle dieser knapp halbstündigen Fantasie, die über zarten Klaviertremoli und mit einer geradezu himmlischen Geigenmelodie anhebt. Die unheimlichen Herausforderungen des Geigenparts wie auch des Klavierparts gilt es möglichst mit Leichtigkeit zu bewältigen, vom virtuosen Variationensatz bis zum ungestümen Finale. Komponiert hat es Schubert 1827, ein Jahr vor seinem Tod, für den böhmischen Geigenvirtuosen Josef Slavík, den nicht nur Frédéric Chopin als den «zweiten Paganini» bezeichnete. Vorerst war dem «himmlischen» Werk kaum Erfolg beschieden, ein Kritiker verliess sogar den Saal, bevor es zu Ende war. Nun hat es sich aber längst als Juwel in Konzert und Diskografie etabliert. Gäste von Moritz Weber sind die Musikwissenschaftlerin Sibylle Ehrismann und die Geigerin Gwendolyn Masin.

    Diskothek

    Play Episode Listen Later Dec 1, 2025 119:44


    George Gershwin: Rhapsody in Blue

    Play Episode Listen Later Dec 1, 2025 120:00


    Ein gleitender Klarinettenaufschwung, der sich aus tiefem Grollen in helle Höhe erhebt, eröffnet George Gershwins «Rhapsody in Blue». Dieser markante Einstieg führt direkt in ein Werk, das bis heute als einer der erfolgreichsten Versuche gilt, Jazzidiom und klassische Form miteinander zu verweben. Die Idee zur «Rhapsody in Blue» soll Gershwin auf einer Zugfahrt gekommen sein – das rhythmische Rattern der Schienen inspirierte ihn zu den charakteristischen, energiegeladenen Motiven. Die Uraufführung 1924 wurde prompt zu einem Ereignis: Das Publikum reagierte begeistert auf diese neuartige Mischung aus orchestraler Klangpracht und jazzigem Drive. Annelis Berger bespricht mit der Dirigentin Graziella Contratto und dem Jazzpianisten Hans Feigenwinter fünf Aufnahmen dieses «Klassikers».

    Revue Oktober

    Play Episode Listen Later Nov 24, 2025 120:00


    Jeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - Alessandro Scarlatti: Kantate «Ombre tacite e sole» - Johann Sebastian Bach: Flötensonate h-Moll BWV 1030 - Frédéric Chopin: Cellosonate g-Moll op. 65

    Frédéric Chopin: Cellosonate g-Moll op. 65

    Play Episode Listen Later Nov 17, 2025 119:59


    Nur ausnahmsweise hat der Klavierpoet Frédéric Chopin die Welt seines eigenen Instrumentes erweitert. Besonders angetan war er offenbar vom dunkleren Klang des Violoncellos. Als junger Komponist hat er Musik fürs Cello geschrieben und dann noch einmal in späteren Jahren mit seiner Sonate für Klavier und Violoncello (so Chopins eigene Nennung, das Klavier kommt zuerst). Chopins Cellosonate trägt die hohe Opuszahl 65 und ist ein Werk, das er sich abgerungen hat. Ungewöhnlich viele Skizzen und Entwürfe belegen das. Chopin war sich bewusst, dass er beim Cello auf ihm wenig bekanntem Terrain unterwegs war. Beim Komponieren hatte der dann auch emotionale Berg- und Talfahrten, wie man in den Briefen lesen kann. Das Resultat überzeugt heutige Interpretinnen und Interpreten, wenn man sich die nicht gerade kleine Diskographie dieses Werkes vor Augen führt. Eine Schwierigkeit ist sicherlich das Finden einer Klangbalance zwischen der immer wieder auch vollmundigen Klavierstimme und dem tief liegenden Cello. Wie gut dies (und noch anderes) in fünf ausgewählten Aufnahmen realisiert wird, diskutiert in dieser Sendung Norbert Graf zusammen mit der Musikjournalistin Gabriela Kaegi und dem Pianisten Oliver Schnyder. Erstausstrahlung: 03.10.2022

    J.S. Bach: Flötensonate h-Moll BWV 1030

    Play Episode Listen Later Nov 10, 2025 119:59


    Johann Sebastian Bach hatte ein feines Gespür für die technischen Möglichkeiten und das klangliche Potential der Traversflöte - ein Instrument, das sich mehr und mehr etablierte und das Bach in seiner Leipziger Zeit immer häufiger anstelle der Blockflöte einsetzte. Die h-Moll-Flötensonate BWV 1030 komponierte Bach vermutlich um 1736–1737. Sie ist die längste und komplexeste von Bachs Flötensonaten und gilt als Höhepunkt seiner Auseinandersetzung mit dem Instrument. Anders als die meisten seiner anderen Flötensonaten ist BWV 1030 keine Triosonate mit Generalbass, sondern eine Sonate für zwei gleichberechtigte Partner: Flöte und Cembalo treten in einen engen Dialog, wechseln sich in Themenführung und virtuosen Passagen ab und schaffen so eine dichte musikalische Struktur. In der Diskothek werden sechs unterschiedliche Aufnahmen der Flötensonate BWV 1030 von J.S. Bach verglichen. Gäste von Eva Oertle sind der Flötist Marco Brolli und die Cembalistin Urte Lucht.

    Alessandro Scarlatti: Kantate «Ombre tacite e sole»

    Play Episode Listen Later Nov 3, 2025 119:59


    In diesen Tagen jährt sich der Todestag Alessandro Scarlattis zum 300. Mal. Zum Jubiläum widmen wir ihm eine Diskothek: Mit der Solokantate «Ombre tacite e sole». Darin beklagt ein verlassener Geliebter seine Einsamkeit, und Scarlatti findet dafür dramatische, opernhafte Töne. Über 600 Kantaten sind von Scarlatti überliefert. Auch mehr als hundert Opern hat er komponiert, dazu geistliche Musik, Concerti Grossi, und und und. Alessandro Scarlattis Musik entstand am Übergang vom Hochbarock zur Vorklassik und hat zahlreiche Komponisten beeinflusst – wie Georg Friedrich Händel oder Johann Adolf Hasse. Gäste von Jenny Berg sind die Musikwissenschaftlerin Silke Leopold und der Cembalist Thomas Leininger.

    Diskothek-Revue Oktober

    Play Episode Listen Later Oct 27, 2025 120:00


    Jeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte - Mel Bonis: Violinsonate fis-Moll op. 112 - Luciano Berio: Rendering für Orchester

    Luciano Berio: Rendering für Orchester

    Play Episode Listen Later Oct 20, 2025 119:59


    «Rendering» von Luciano Berio: Frühes 19. und späteres 20. Jahrhundert im Dialog. In seinen letzten Lebenswochen im Herbst 1828 hatte Franz Schubert Ideen zu einer neuen Sinfonie aufgeschrieben – es wäre dann seine 10. geworden. Die wenigen Noten sind nur als Skizzen für Klavier überliefert: Drei fragmentarische Sätze, mit Lücken zwischendrin. Und nun kommt ein anderer Komponist ins Spiel: Luciano Berio (der übrigens vor 100 Jahren geboren ist, am 24 10.1925). Berio nahm sich die Skizzen vor, orchestrierte sie und füllte die Lücken mit, wie er sagte, einem zarten Gespinst: Schubertmaterial, aber ins Heute heraufgeholt. Er schrieb quasi wie auf Zehenspitzen und renovierte, interpretierte das Original, ohne es zu vervollständigen oder zu rekonstruieren. Wie kann man das spielen? Von Schubert ausgehend und nach vorne, ins 20. Jahrhundert schauend? Oder gerade anders herum? Die Musikforscherin Angela Ida De Benedictis und der Oboist Matthias Arter diskutieren fünf Aufnahmen.

    Mel Bonis: Violinsonate fis-Moll op. 112

    Play Episode Listen Later Oct 13, 2025 120:00


    Mélanie Bonis studierte gemeinsam mit Claude Debussy am Pariser Konservatorium – und sie war so talentiert, dass sie viele Preise gewann. Über 300 Werke hat sie komponiert, meist unter der männlich klingenden Abkürzung «Mel Bonis». Denn Frauen traute man damals das Komponistenhandwerk nicht zu. Dabei liest sich Mélanie Bonis' Lebensgeschichte wie ein Roman: César Franck entdeckt ihr Musiktalent, vermittelt sie ans Pariser Konservatorium. Doch ihre Liebe zu einem Musiker wird von den streng katholischen Eltern verboten; sie verheiraten Mélanie mit einem wohlhabenden Industriellen. Sie sorgt für fünf Stiefkinder, drei leibliche Kinder und bekommt heimlich mit ihrer Jugendliebe eine uneheliche Tochter. Diese wächst bei Pflegeeltern auf – und verliebt sich später unwissend in ihren Halbbruder… Zwischen all dem hat Mélanie Bonis fast 300 Werke komponiert. Jenny Berg spricht gemeinsam mit der Geigerin Leila Schayegh und der Musikwissenschaftlerin Martina Wohlthat über Mel Bonis' Violinsonate in fis-Moll op. 112.

    W.A. Mozart: Die Zauberflöte. Singspiel in 2 Akten KV 620

    Play Episode Listen Later Oct 6, 2025 120:00


    Mozarts Zauberflöte: Bis heute ein Opernhit trotz altmodischen Rollenbildern. Seit über zwei Jahrhunderten fasziniert Mozarts «Die Zauberflöte» Menschen jeden Alters – vom Opern-Neuling bis zum erfahrenen Kenner. Die märchenhafte Geschichte und die eingängige, vielseitige Musik machen das Werk zu einem idealen Einstieg in die Welt der Oper. Ursprünglich für ein breites Publikum geschrieben, war das Libretto von Emanuel Schikaneder damals ein Spiegel seiner Zeit – mit allem, was heute auch kritisch gesehen wird: Altmodische Rollenbilder, patriarchale Strukturen und problematische Stereotype. Umso spannender ist es, wie heutige Produktionen diese Herausforderungen angehen, ohne Mozarts zeitlose Musik zu verändern. Nach neun Jahren kehrt die «Zauberflöte» zurück in die Diskothek – aus aktuellem Anlass: Eine neue Produktion am Theater Orchester Biel Solothurn unter der Leitung von Meret Lüthi (Les Passions de l'Âme) sorgt gerade für Aufsehen. Meret Lüthi und die Mezzosopranistin und Leiterin von Lied Basel, Silke Gäng, sind zu Gast bei Annelis Berger.

    Diskothek-Revue September

    Play Episode Listen Later Sep 29, 2025 119:58


    Jeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - Antonio Salieri: Les Danaïdes. Tragédie lirique en cinq actes - Richard Strauss: Der Rosenkavalier. Oper in drei Aufzügen - Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur «Titan»

    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur «Titan»

    Play Episode Listen Later Sep 22, 2025 119:59


    Ging heut Morgen übers Feld? Die 1. Sinfonie von Gustav Mahler. Arnold Schönberg liebte sie: «Eigentlich ist schon alles da, was ihn charakterisieren wird. Hier schon klingt seine Lebensmelodie an, die er zur höchsten Entfaltung bringt. Die Hingabe an die Natur und die Todesgedanken.» Und dazu auch noch das spätromantische Pathos, die volkstümlichen Melodien, die ironische Verfremdung, die Collagentechnik, die Überblendungen von Derbheit und Süsse. Die Harfenistin Sarah O'Brien und der Musikkritiker Jörn Florian Fuchs diskutieren fünf neuere Einspielungen dieser Sinfonie, die bei der Uraufführung durchfiel, dann ein Programm verpasst bekam - das dann Mahler aber wieder (inklusive eines der fünf Sätze) entfernte.

    Richard Strauss: Der Rosenkavalier. Oper in drei Aufzügen

    Play Episode Listen Later Sep 15, 2025 119:59


    «Die Szene ist reizend, wird sich komponieren wie Öl und Butterschmalz», schrieb Richard Strauss an seinen Librettisten Hugo von Hofmannsthal. Der «Rosenkavalier» mit seiner Geschichte um Liebe, Macht und Standesdünkel wurde 1911 mit überwältigendem Erfolg in Dresden uraufgeführt. Musikalisch gibt sich Strauss hier deutlich weniger progressiv als noch in seinen vorangegangenen Opern «Salome» und «Elektra». Seine schwelgerische Musik, gespickt mit anachronistischen Walzern und melancholischen Traum-Szenen, kam und kommt immer noch sehr gut beim Publikum an. Auch das Opernhaus Zürich eröffnet die Spielzeit 25/26 mit diesem Werk. In der Diskothek vergleichen wir fünf Aufnahmen dieser «Komödie für Musik». Gäste von Jenny Berg sind die Mezzosopranistin Claude Eichenberger und der Musiktheorie-Professor Michael Lehner.

    Antonio Salieri: Les Danaïdes. Tragédie lirique en cinq actes

    Play Episode Listen Later Sep 8, 2025 120:00


    Zwei verfeindete Zwillingsbrüder im alten Ägypten und Griechenland, eine Massenhochzeit, ein Massenmord und ein Schlussbild mit Furienchor und Feuerregen - Salieri lieferte dem Pariser Publikum bei der Uraufführung 1784 eine Dramatik und ein Spektakel, das man dort noch nicht gesehen hatte. Antonio Salieri landete mit seinen Danaiden einen Riesenerfolg, der noch Jahrzehnte nachwirkte. Über diesen Fünfakter schwärmten später auch Hector Berlioz sowie Richard Wagner, und Ludwig van Beethoven, nur einer der vielen berühmten Schüler des Hofkomponisten von Joseph II., kopierte Stellen des Werks im Unterricht, um davon zu lernen. Wohl wegen des aufkommenden Nationalismus am Anfang des 19. Jahrhunderts fielen Antonio Salieri und sein grosses, teils geradezu avantgardistisches Œuvre mit fast 40 Opern zwischen Stuhl und Bank: Für die Italiener war der bereits als Teenager ausgewanderte Salieri ein Wiener, für die Wiener blieb er Italiener, und für die Franzosen war er ein Deutscher. Er wurde somit in keinem der Länder, in welchen er so erfolgreich wirkte, zur nationalen Identifikationsfigur oder zum Nationalkomponisten erkoren. Zum Doppeljubiläum von Salieri, seinem 275. Geburtstag am 18. August und seinem 200. Todestag am 7. Mai 2025, besprechen wir in der Diskothek erstmals ein Werk dieses damals so beliebten und häufig gespielten Komponisten. Gäste von Moritz Weber sind der Salieri-Biograf Timo Jouko Herrmann und der Bassbariton Robert Koller.

    Frédéric Chopin: Études op. 25

    Play Episode Listen Later Sep 1, 2025 119:43


    Als Himalaya der Klavierliteratur werden sie gerne bezeichnet, die Klavieretüden von Frédéric Chopin. Sie stellen auch für heutige Pianistinnen und Pianisten immer wieder eine Herausforderung dar. Nicht nur rasend schnelle Finger, sondern auch ein grosses musikalisches Feingefühl braucht es dafür. Denn es sind keine technischen Fingerübungen im herkömmlichen Sinne mehr, sondern hochvirtuose Konzertstücke mit gewagter Chromatik, vielen überraschenden Wendungen und meisterhaft gestalteten Schlusstakten. Wie unterschiedlich die Interpretationen sein können, zeigt die Diskothek, in der sechs Aufnahmen im Vergleich stehen. Gäste von Eva Oertle sind die Pianistin Aglaia Graf und der Pianist Oliver Schnyder. Erstausstrahlung: 07.03.2022

    W.A. Mozart: Le nozze di Figaro

    Play Episode Listen Later Aug 30, 2025 119:59


    Dass die französische Revolution vor der Tür stand und auch in Österreich der Aufbruch in der Luft lag, zeigen uns Mozart und sein Librettist da Ponte mit ihrer ersten gemeinsamen Oper «Le nozze di Figaro». Wie sich der Diener Figaro und die Zofe Susanna gegen Adel und Standesdünkel wehren, ist politisch brisant und musikalisch brillant. Mozart und da Ponte gestalten nicht nur diese beiden Hauptfiguren, sondern auch die Nebenrollen vielschichtig und menschlich. In der Diskothek werden fünf Aufnahmen verglichen. Gäste von Annelis Berger sind die Operndramaturgin Julia Hölscher und der Cembalist und Dirigent Thomas Leininger. Erstausstrahlung: 30.09.2019

    Antonio Vivaldi: «Der Sommer» aus «Die vier Jahreszeiten»

    Play Episode Listen Later Aug 23, 2025 119:59


    Die Jahreszeiten und ihr Wechsel in der Natur haben viele bildende Künstler inspiriert, aber auch Musiker wie Giuseppe Verdi oder Astor Piazzolla. Die berühmtesten Jahreszeiten sind zweifellos «Le quattro stagioni» von Antonio Vivaldi. In vier Violinkonzerten schildert Vivaldi plastische Landschaftsbilder, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben: Süss murmelnde Bächlein und sanften Wind, schlafende Hirten, aber auch Blitz und Donner – der Fantasie sind bei dieser Musik keine Grenzen gesetzt. Vivaldi stellt den einzelnen Konzerten Sonette voran, die er wahrscheinlich selbst geschrieben hat. Der «Sommer» mit seiner unerträglichen Hitze, den surrenden Fliegen, dem Gesang von Kuckuck, Turteltaube und Stieglitz, aber auch dem heftigen Gewitter steht im Zentrum der Diskothek. Eva Oertle vergleicht mit ihren Gästen, den beiden Geigerinnen Barbara Doll und Leila Schayegh sechs Aufnahmen von Antonio Vivaldis berühmtem Violinkonzert op. 8 Nr. 2. Erstausstrahlung: 26.07.2021

    Ralph Vaughan Williams: Sinfonie Nr. 6 e-Moll

    Play Episode Listen Later Aug 11, 2025 119:59


    Vor etwas mehr als 150 Jahren wurde der englische Komponist Ralph Vaughan Williams geboren und auch wenn er in seiner Heimat als einer der wichtigen Musikgrössen gilt, bei uns ist seine Musik (noch) nicht wirklich bekannt geworden. Es gibt zwar die Hits wie «The lark ascending» oder die «Tallis-Fantasia», doch seine insgesamt neun Sinfonien beispielsweise werden in unseren Konzertsälen kaum gespielt. Die Musik von Vaughan Williams ist vielschichtig. Sinnlich-klangschön wie die beiden genannten Werke oder aber auch dissonant und energiegeladen wie in der 6. Sinfonie. Gustav Mahlers Votum, gemäss dem eine Sinfonie eine Welt aufbaut (und somit auch «die Welt» in sich aufnimmt), lässt sich auch auf Vaughan Williams Sechste übertragen. Die Welt, in der diese Sinfonie entstand, ist diejenige in Schockstarre nach dem Ende des 2. Weltkrieges: «Die erste Sinfonie nach Hiroshima», so hat ein Kommentator die Wirkung damals zusammengefasst. Dem Komponisten wäre es zwar lieber gewesen, die Leute hätten einfach eine Musik gehört und nicht eine Botschaft daraus gelesen. Aber vielleicht ist Vaughan Williams Musik auch einfach sehr bildstark; immerhin basiert ein Teil dieser Sinfonie auf einer Musik, die der Komponist für einen Kriegsfilm geschrieben hat. Der Tonmeister Andreas Werner und der Musikwissenschaftler Chris Walton hören sich zusammen mit Norbert Graf Ausschnitte aus fünf verschiedenen Aufnahmen an. Erstausstrahlung: 09.01.2023

    Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8

    Play Episode Listen Later Aug 4, 2025 119:59


    Er war ein Ausnahmetalent: schon seine Abschlussarbeit im Konservatorium – die 1. Sinfonie – feierte einen Riesenerfolg. Dmitri Schostakowitsch stand eine glänzende Zukunft bevor. Aber das politische System überzog ihn mit einem perfiden Katz-und-Maus-Spiel, es hofierte ihn als Staatskünstler, überschüttete ihn mit aber auch mit Angriffen, Drohungen und öffentlichen Demütigungen. Und Schostakowitsch unterwarf sich. Als er am 9. August 1975 starb, war er ein gebrochener Mensch. Seiner Musik hört man das an: die überschäumende Lebenslust ist am Ende einer abgrundtiefen Trauer gewichen. In der Diskothek besprechen die Geigerin Julia Fischer und der Cellist Benjamin Nyffenegger das achte seiner 15 Streichquartette. Es ist im Jahr 1960 komponiert, kurz nachdem Dmitri Schostakowitsch gezwungen wurde, in die KPdSU einzutreten.

    Johannes Brahms: Klavierquartett A-Dur op. 26

    Play Episode Listen Later Jul 28, 2025 119:59


    Rund 50 Minuten lang ist dieses berückend schöne Riesenwerk, es ist zugleich das am wenigsten bekannte der drei Klavierquartette von Brahms. Unter anderem mit diesem Stück stellte sich der Komponist dem Wiener Publikum vor, er selbst spielte die Uraufführung am 29. November 1862 im Musikvereinssaal, zusammen mit Mitgliedern des Hellmesberger Quartetts aus Wien. Bis kurz davor feilte Brahms an dieser Komposition und änderte manche Stellen erheblich: Er passte etwa die Verteilung von Begleitfiguren im ersten und zweiten Satz an, was im Autograf deutlich zu erkennen ist. Dieses Quartett steht in der lichten Tonart A-Dur. Es ist insgesamt eher im lyrischen und innigen Ton gehalten, aber in diesem bisweilen idyllischen Stimmungs-Kaleidoskop tun sich auch immer wieder tiefe und dramatische Abgründe auf. So etwa im langsamen zweiten Satz, in welchem Brahms das Lied «Die Stadt» von Franz Schubert zitiert. Das Finale schliesslich ist ein freudig-tänzerisches Rondo «all'ongarese». Es ist eines der umfangreichsten Kammermusikwerke des Repertoires überhaupt und stellt grosse Anforderungen an alle Spielenden, sowohl in kleinen Details wie auch in der Gestaltung der sehr gross angelegten Form. Gäste von Moritz Weber sind die Cellistin und Nationalrätin für den Kanton Genf Estelle Revaz und der Pianist Benjamin Engeli. Erstausstrahlung: 08.04.2024

    Henry Purcell: Fantasien für Gambenconsort

    Play Episode Listen Later Jul 21, 2025 119:59


    Kontrapunktische Kompositionsstudie oder geistreiches Gespräch unter Instrumentalisten? Die Fantasien von Henry Purcell zählen heute zu den beliebtesten Stücken für Gambenconsort – auch wenn sie die letzte Komposition für diese Art Ensemblemusik sind. Henry Purcell ist einer der letzten Komponisten, der Musik für Gambenconsort komponiert hat. Danach starb die Gattung aus; die Violine und ihre Virtuosität eroberte die Musikwelt. Henry Purcell ist in seinem kurzen Leben eigentlich mit anderen Werken berühmt geworden: seinen Opern, Schauspielmusiken und Songs. Doch seine Fantasien für drei- bis siebenstimmiges Gambenconsort sind heute so beliebt, dass sie in zahlreichen Aufnahmen vorliegen. Die komplexen kontrapunktischen Studien mit spannungsgeladenen Dissonanzen lassen den Interpretinnen und Interpreten in der Gestaltung viele Freiheiten, die von den Ensembles in den letzten Jahren immer weiter ausgereizt wurden. Jenny Berg diskutiert gemeinsam mit der Gambistin Jane Achtman und dem Cembalisten Thomas Leininger neuere Einspielungen. Erstausstrahlung: 13.03.2023

    Cécile Chaminade: Klaviertrio Nr. 2 a-Moll op. 34

    Play Episode Listen Later Jul 14, 2025 120:00


    Perfekt vernetzt war die Pariser Komponistin Cécile Chaminade. Von der grossbürgerlichen Familie, in deren Schoss sie als Achtjährige ihre ersten Stücke schreibt und in deren Salon an der Rue de Rome sie Konzerte gab und komische Opern aufführen liess, bis zu Verbindungen zur Pariser Komponistenszene um Ernest Chausson oder Emanuel Chabrier. Zweiundzwanzigjährig wurde Chaminade aktives Mitglied der renommierten société nationale de musique, in deren Konzerten ihre beiden Klaviertrios aufgeführt wurden. Ihre Reisetätigkeit führte sie in alle europäischen Länder und bis in die Türkei oder die USA. Diesen Erfolg bricht der Erste Weltkrieg. Chaminade ging vergessen – eine zeitlang. Mit Benjamin Herzog diskutieren der Pianist Oliver Schnyder und die Musikwissenschaftlerin Martina Wohlthat. Erstausstrahlung: 01.05.2023

    Erik Satie: «Sports et divertissements» und 1. Gnossienne

    Play Episode Listen Later Jul 7, 2025 119:59


    Erik Satie: Klangpionier zwischen Poesie und Provokation - sein Einfluss auf die moderne Musik ist bis heute spürbar – selbst ein Jahrhundert nach seinem Tod bleibt er ein Visionär und Grenzgänger. Seine Kompositionen begegnen uns überall – im Konzertsaal, im Fahrstuhl oder auf der Kinoleinwand. Saties Werke wirken bis heute überraschend frisch, eigenwillig und voller feinsinniger Ironie. Besonders die geheimnisvolle erste «Gnossienne» zieht das Publikum immer wieder in ihren Bann. Mit minimalistischen, schwebenden Klängen erschuf Satie ein Stück, das zwischen Traum und Wirklichkeit zu schweben scheint. Ebenso visionär ist sein Zyklus «Sports et divertissements», eine Sammlung musikalischer Miniaturen, die alltägliche Freizeitvergnügen pointiert und mit subtilem Humor vertont. Satie vereint darin Musik, Text und Bild zu einem multimedialen Gesamtkunstwerk, das seiner Zeit weit voraus war. In der Diskothek stehen verschiedene Aufnahmen von «Sports et divertissements» im Vergleich, sowie unterschiedlichste Arrangements der ersten «Gnossienne». Gäste von Eva Oertle sind die beiden Pianisten Manuel Bärtsch und Michael Arbenz.

    Felix Mendelssohn: Elias. Oratorium op. 70

    Play Episode Listen Later Jun 30, 2025 119:59


    Das Feuer fällt vom Himmel: So singt der Chor in Mendelssohns Oratorium «Elias» – eine verzweifelte Geschichte um Dürre, Armut und Glauben. «Elias» könnte Mendelssohns heimliche Oper sein – so dramatisch hat er die Geschichte des Propheten aus dem Alten Testament vertont. Eine der Hauptrollen hat der Chor: Er repräsentiert das Volk, das hin und her gerissen ist zwischen seinen Göttern. Felix Mendelssohn vertont hier eine Geschichte aus dem jüdischen Teil der Bibel. Mendelssohn war selbst vom Judentum zum Christentum konvertiert, und so stellt sein Oratorium auch für ihn eine Berührung mit dem Erbe seiner Väter dar. Zeitgleich zur neuen Bühnenfassung am Opernhaus Zürich vergleichen wir fünf Aufnahmen des Oratoriums in deutscher und englischer Sprache. Gäste von Jenny Berg sind der Sänger René Perler und die Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer.

    Cathy Berberian, Vokalartistin - zum 100. Geburtstag

    Play Episode Listen Later Jun 23, 2025 120:00


    Primadonna der Avantgarde: Vor 100 Jahren wurde die Sängerin Catherine Anahid Berberian geboren. Sie, die eine perfekte Belcanto-Technik besass, zog mit einem Stipendium nach Italien, mischte dort bald die Musikszene auf und wurde international berühmt als Interpretin zeitgenössischer Werke. Später erfand sie sich wieder komplett neu und entwickelte ihren eigenen schrill-humorvollen Stil, den sie «New Vocality» nannte und der bis heute Sängerinnen beeinflusst. In der Diskothek hören wir uns die Schlüsselwerke des berberianschen Universums an. Gäste von Annelis Berger sind die Sängerinnen Silke Gäng und Anne-May Krüger.

    Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 2 G-Dur Sz 95

    Play Episode Listen Later Jun 16, 2025 119:58


    Dieses beeindruckende Meisterwerk bringt unbändige Wildheit und fast abgeklärte Nachtmusik zusammen. Es ist aber auch für die Spielenden ein Werk der Extreme. Solist, Orchester und Dirigent haben alle Hände voll zu tun. Sogar Supervirtuos:innen schätzen den Solopart als «sadistische Musik» ein, oder als «das Schwierigste vom Schwierigsten». Derweil besticht Bartóks zweites von drei Klavierkonzerten aus dem Jahr 1931 durch seine Formvollendung, die fast berauschende Vitalität und die hochdifferenzierte Instrumentierung. Der stellenweise choralartige Mittelsatz berührt mit seiner Ruhe und dem klagenden «Gesang» des Klaviers, bis sich im irrwitzig schnellen Mittelteil wieder die funkelnde Virtuosität Bahn bricht. Gäste im Studio sind die Pianistin Judit Polgar und die Dirigentin Graziella Contratto.

    George Enescu: Streichoktett op. 7

    Play Episode Listen Later Jun 14, 2025 120:00


    Geniestreich eines 19-jährigen: Das ist das Streichoktett op. 7 von George Enescu aus dem Jahr 1900. Der rumänische Stargeiger und Komponist hat hier seinen Personalstil gefunden – schwelgerisch, ätherisch, aber mit dem Brodeln der beginnenden Moderne. Mit mehr als 40 Minuten Spieldauer ist das Streichoktett ein monumentales Werk geworden, das den Sinfonien des Fin de Siècle die Stirn bieten will. Heute ist es deutlich weniger bekannt als das Streichoktett von Felix Mendelssohn – aber es liegen genügend Aufnahmen für eine Diskothek vor. Gäste von Jenny Berg sind der Musikbibliothekar Markus Erni und die Geigerin Julia Schröder. Erstausstrahlung: 08.11.2021

    Georges Bizet: Sinfonie C-Dur op. 125

    Play Episode Listen Later Jun 2, 2025 119:59


    Den Namen Georges Bizet verbindet man vor allem mit seiner berühmten Oper Carmen und seiner Arlésienne Suite. Bizet hat aber bereits als 17-jährig eine Sinfonie komponiert, ein Werk voller jugendlicher Frische und Spielfreude. Die C-Dur-Sinfonie entstand 1855 während seines Studiums am Pariser Konservatorium – als Übungsstück, das zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt wurde. Erst 1935, fast 60 Jahre nach Bizets Tod, wurde die Partitur wiederentdeckt und in Basel (!) uraufgeführt. Die Sinfonie überrascht durch ihre Leichtigkeit und die melodischen Einfälle, die an Haydn und Gounod erinnern, aber auch bereits den unverwechselbaren Stil Bizets erkennen lassen. In vier Sätzen entfaltet sich ein farbenreiches Klangbild voller Esprit und Eleganz. Heute gilt die Sinfonie als eines der bedeutendsten Frühwerke der französischen Romantik. Zum 150. Todestag von Georges Bizet, der bereits im Alter von 37 Jahren verstorben ist, stehen in der Diskothek fünf Aufnahmen von Bizets Jugendwerk zur Diskussion. Gäste von Eva Oertle sind der Cellist Joachim Müller-Crepon und die Musikjournalistin Corinne Holtz.

    Diskothek-Revue Mai

    Play Episode Listen Later May 26, 2025 120:01


    Jeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In diesem Monat: - Marin Marais: Couplets de folies, aus Suite für Viola da gamba und b.c. - Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825 für Klavier - Gustav Mahler: Des Knaben Wunderhorn

    Gustav Mahler: Wunderhorn-Lieder

    Play Episode Listen Later May 19, 2025 120:01


    Je nach Zählung neun oder zehn Sinfonien hat Gustav Mahler geschrieben und ganze 46 Lieder. Kammermusik, Opern, Instrumentalkonzerte hingegen spielten im Leben des Komponisten Mahler so gut wie keine Rolle. Die Lieder nach Texten aus der Sammlung «Des Knaben Wunderhorn» sind mehr als nur Gelegenheitswerke und haben vielfach Eingang in Mahlers Sinfonien gefunden. «Das sind Felsblöcke, aus denen jeder das Seine formen darf», sagte Mahler über die Wunderhorn-Texte. Eigenwillig sind sie denn auch seine Vertonungen. Stark in der Textausdeutung und dies nicht nur in der Singstimme, sondern auch im Orchester. Aufs gute Zusammenspiel also kommt es hier an. Gäste von Benjamin Herzog sind die Sängerin Silke Gäng und der Dirigent Jan Schultsz.

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