In Systemrelevant analysieren führende Wissenschaftler:innen der Hans-Böckler-Stiftung gemeinsam mit Moderator Marco Herack, was Politik und Wirtschaft bewegt: makroökonomische Zusammenhänge, ökologische und soziale Herausforderungen und die Bedingungen einer gerechten und mitbestimmten Arbeitswelt – klar verständlich und immer am Puls der politischen Debatten. Mit dabei: Sebastian Dullien, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) - twitter: @SDullien Bettina Kohlrausch, Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) - twitter: @BettiKohlrausch Johanna Wenckebach, Direktorin des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeitsrecht (HSI) - twitter: @jo_wenckebach Daniel Hay, Direktor des Instituts für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U.) Dorothea Voss, Leiterin der Forschungsförderung.

In dieser Episode sprechen HSI-Direktor Ernesto Klengel und Christina Hießl, Professorin für Arbeitsrecht an der KU Leuven und Gastprofessorin für soziale Absicherung an der Yonsei University in Seoul, über die wegweisenden Entscheidungen internationaler Gerichtshöfe zum Streikrecht und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt in Europa – und warum das jüngste Urteil des Internationalen Gerichtshofs so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Außerdem analysieren Klengel und Hießl aktuelle Fälle aus Ungarn und Deutschland, die zeigen, wie prozessuale Hürden das Streikrecht aushebeln können. Sie werfen auch einen kritischen Blick auf den Umgang mit Datenschutzverletzungen am Arbeitsplatz. Diskutiert wird die Frage, wie die Rechte von Arbeitnehmer*innen in einer sich wandelnden Arbeitswelt gesichert werden können.

Homeoffice war vor Corona ein Randphänomen. 2020 versetzte der erste Lockdown der mobilen Arbeit dann einen riesigen Schub. Wie ist es heute? Welche Menschen arbeiten vor allem mobil, und was wäre, wenn sie wieder häufiger ins Büro müssten? Was das alles mit Vertrauen zu tun hat, erörtert Marco Herack in dieser Folge mit Bettina Kohlrausch, der Direktorin des WSI und mit Helge Emmler, dem Leiter des Referats WSI-Datenzentrum.

HSI-Direktor Ernesto Klengel und Arbeitsmarkt-Experte Toralf Pusch vom WSI diskutieren, warum die Bundesregierung nun gerade Hochverdiener ins Visier nimmt, welche Auswirkungen eine Lockerung des Kündigungsschutzes haben könnte und ob die Argumente für diese Reformen wirklich stichhaltig sind. Gemeinsam mit Moderator Marco Herack beleuchten sie rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsequenzen – von Abfindungen bis hin zu neuen Unsicherheiten am Arbeitsplatz.

Deutschland galt zuletzt als wirtschaftlicher Problemfall: kaum Wachstum, schwache Produktivität, Rezession. Doch neue Zahlen des statistischen Bundesamtes verändern dieses Bild. Nach den jüngsten Revisionen fiel die Rezession 2024 schwächer aus als bislang angenommen, 2025 wuchs die Wirtschaft bereits wieder leicht. Für IMK-Direktor Sebastian Dullien ergibt sich daraus ein deutlich positiveres Bild der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklung und damit auch eine neue Grundlage für die Debatte über Deutschlands Wirtschaftsschwäche. Doch wie kann sich die wirtschaftliche Vergangenheit plötzlich verändern? Was die neuen Zahlen verändern und wo die wirtschaftlichen Probleme weiterhin liegen, hört ihr in der aktuellen Folge von Systemrelevant.

Die AfD geht bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 mit knapp 44 Prozent als stärkste Kraft hervor. Wer hat die vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestufte Partei gewählt und warum? In dieser Folge tauchen WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch und Moderator Marco Herack in die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Hintergründe ein, beleuchten die Rolle von Frust, sozialer Unsicherheit und dem Gefühl, nicht mehr dazuzugehören. Wir hinterfragen, wie Parteien und Politik auf diese Herausforderungen reagieren – und was jetzt dringend passieren muss.

In dieser Folge beleuchtet Christina Schildmann, die Direktorin unserer Forschungsförderung, die brisante Verbindung zwischen Big Tech, künstlicher Intelligenz und antidemokratischen Tendenzen. Wir diskutieren, wie Tech-Milliardäre und rechte Bewegungen Einfluss auf Gesellschaft und Arbeit nehmen – und welche Allianzen sich dagegen formieren. Mit Lisa Basten von "Arbeit der Zukunft" werfen wir einen Blick auf die anstehende LABOR.A-Konferenz in Berlin, die unter dem Motto "Human" am 15.9. die Chancen und Risiken der digitalen Transformation beleuchtet. Wir sprechen über neue Narrative, konkrete Beispiele aus Politik und Wirtschaft sowie die Frage, wie KI menschlicher und demokratischer gestaltet werden kann. Die kostenfreie Anmeldung zur Online-Teilnahme an der LABOR.A ist noch möglich! Wir hatten bei der Aufnahme technische Schwierigkeiten - bitte entschuldigt die schwankende Audio-Qualität in dieser Folge!

Im Podcast werden anhand der Ergebnisse einer neuen IMK-Analyse die Unterschiede zwischen gemessener und gefühlter Kaufkraft der deutschen Bevölkerung beleuchtet. Sebastian Dullien, Jan Behringer und Moderator Marco Herack erläutern in der Folge, wie Preissteigerungen im Alltag unsere Wahrnehmung beeinflussen – und was das für den Konsum, das Sparverhalten und das Vertrauen in die Politik bedeutet. Zudem gehen sie der Frage nach, welche Auswirkungen staatliche Maßnahmen wie beispielsweise der Tankrabatt haben und warum Eingriffe in Preise so umstritten bleiben.

Halbleiter sind eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Gleichzeitig ist ihre Produktion weltweit auf wenige Unternehmen und Standorte verteilt. Fehlt nur ein Bauteil, können ganze Wertschöpfungsketten ins Stocken geraten. Europa ist auf andere Regionen angewiesen, verfügt aber selbst über wichtige Kompetenzen. Christina Schildmann und Sarah Hinz erklären, wer bei Halbleitern von wem abhängt und wie Europa seine Position stärken kann.

Sebastian Dullien (Direktor IMK) schaut hinter die Kulissen der geplanten Einkommensteuerreform: Was steckt wirklich hinter den großen Ankündigungen von Regierung und Opposition? Wie viel Entlastung tatsächlich bei den Menschen ankommt und welche politischen Kompromisse dahinterstehen. Warum die Erwartungen an eine große Steuerreform oft größer sind als das, was am Ende umgesetzt wird. Wie wenig Spielraum im Haushalt bleibt, wo die Grenzen der Umverteilung liegen und weshalb selbst kleine Änderungen große Debatten auslösen.

Seit 1946 verbindet das WSI seine Forschung mit den Interessen von Beschäftigten. Was im Betrieb passiert, prägt unsere Demokratie. WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch erklärt, warum Gute Arbeit in Zeiten von KI, Fachkräftemangel und Stellenabbau wichtiger denn je ist.

In dieser Folge tauchen wir tief ein in die spannende Schnittstelle zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen. Christina Schildmann (Forschungsförderung) und Prof. Dr. Nick Kratzer (ISF München) diskutieren, wie Kooperationen Innovationen vorantreiben, wo kulturelle und strukturelle Spannungen entstehen und warum die Attraktivität des Anderen oft auch Herausforderungen birgt. Wir nehmen euch mit hinter die Kulissen von Akquisition, Kollaboration, Spin-offs und Inkubation – und zeigen, warum echte Innovation ein ganzes Ökosystem braucht. Dabei räumen wir mit Mythen rund um Regulierung und Innovationskraft auf und werfen einen kritischen Blick auf die Rolle von Betriebsräten und Mitbestimmung. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie Zukunftsstrategien wirklich entwickelt werden – jenseits von Hype und Silicon-Valley-Klischees. (Zusammenfassung von Podigee AI)

Mehr Beteiligung, kaum rechte Zugewinne: Die jüngsten Betriebsratswahlen machen Mut. Doch es braucht weniger Hürden, verlässlichen Schutz und klare Regeln für die Arbeitswelt von morgen. Isabel Eder und Ernesto Klengel sprechen im Podcast darüber, wie Mitbestimmung auch zukünftig ein starkes Fundament guter Arbeit bleibt.

Hohe Gaspreise treiben auch den Strompreis. Sebastian Dullien und Tom Bauermann erklären, wie das Iberische Modell Verbraucher*innen entlasten und Investitionen absichern kann.

Stahl steht für Arbeitsplätze, Wohlstand und politische Stabilität. Doch hohe Energiepreise, billige Importe und fehlende Planungssicherheit setzen die Stahlindustrie unter Druck. Warum grüner Stahl trotzdem eine Zukunft haben kann – und was die Politik jetzt tun muss, darüber sprechen Christina Schildmann und Patrick Kaczmarczyk.

Die Einigung des Koalitionsausschusses enthält zahlreiche Vorhaben, die das Arbeitsrecht betreffen. Geplant sind unter anderem längere sachgrundlose Befristungen, neue Regelungen zur Krankmeldung, Änderungen beim Kündigungsschutz sowie Vorhaben zur Mitbestimmung und Tarifautonomie. Doch was bedeuten diese Beschlüsse konkret für Beschäftigte und Unternehmen? In der aktuellen Folge von Systemrelevant spricht Marco Herack mit Ernesto Klengel, Direktor des Hugo Sinzheimer Instituts (HSI), über die arbeitsrechtlichen Folgen der Einigung. Gemeinsam ordnen sie die wichtigsten Vorhaben ein, diskutieren mögliche Auswirkungen und werfen einen Blick darauf, welche Pläne aus arbeitsrechtlicher Sicht kritisch zu bewerten sind, aber auch wo die Einigung positive Signale setzt.

Die Alterssicherungskommission hat ihre Vorschläge vorgelegt. In dieser Folge von Systemrelevant klärt Sebastian Dullien auf: Welche ökonomischen Folgen drohen? Was bedeutet die Kapitaldeckung bei der Rente wirklich? Und warum investiert Deutschland potenziell überwiegend in US-Aktien?

Gleiche Arbeit, ungleiche Bezahlung: Die neue Entgelttransparenzrichtlinie soll das ändern. Aber warum kommt sie nicht voran – und was würde sich konkret ändern? Darüber spricht Ernesto Klengel mit Marco Herack.

Wo beginnt Vertrauen in die Demokratie? Dorothee Spannagel und Jan Brülle zeigen, dass Vertrauen in die Demokratie nicht allein von politischen Einstellungen abhängt, sondern ebenso von Einkommen, materieller Teilhabe und der Sicherheit, das eigene Leben verlässlich planen zu können.

Mehr Schulden für Verteidigung, mehr Druck auf den Sozialstaat, mehr Streit über Investitionen: Auf dem IMK Forum wurde deutlich, warum sich die eigentliche Debatte nicht ums Sparen dreht – sondern um die Frage, welche Wirtschaft Deutschland künftig haben möchte.

Ein historisches Urteil zum internationalen Streikrecht, soziale Kriterien bei der öffentlichen Auftragsvergabe und aktuelle Entscheidungen zum kirchlichen Arbeitsrecht: Ernesto Klengel und Christina Hiessl ordnen neue Entwicklungen im europäischen und internationalen Arbeits- und Sozialrecht ein.

Union und SPD kündigen in ihrem Koalitionsvertrag an: „Wir werden die Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen zur Mitte der Legislatur senken.” Untere Einkommensschichten sollen entlastet werden. IMK-Direktor Sebastian Dullien diskutiert im Podcast darüber, ob die Pläne das Ziel erfüllen können. Dabei werden auch die Rolle der Mehrwertsteuer sowie die Notwendigkeit einer nachhaltigen Finanzpolitik beleuchtet.

Belegschaften werden immer diverser, doch ihr Alltag ist von Diskriminierung geprägt. Wie steht es um die Chancengerechtigkeit in Deutschland? Darüber sprechen Christina Schildmann und Annika Feith anhand einer neuen Studie.

In dieser Folge feiern wir 50 Jahre Mitbestimmung in Deutschland. Daniel Hay, Direktor an unserem I.M.U., erklärt die Bedeutung sowie historische Entwicklung des Mitbestimmungsgesetzes, wie es sich seit 1976 entwickelt hat und vor welchen Herausforderungen die Mitbestimmung heute und in Zukunft steht.

Ihr Zugangsrecht wurde zuletzt eingeschränkt: Doch ohne Kontakt zu den Beschäftigten in den Betrieben können Gewerkschaften wenig bewegen. HSI-Direktor Ernesto Klengel und Johanna Wenckebach, Justiziarin der IG Metall, analysieren, wie gewerkschaftliche Arbeit im digitalen Zeitalter gestärkt werden kann.

In der Schweiz ist ein hohes Arbeitspensum der Normalfall. Im Schnitt werden 41,7 Stunden pro Woche gearbeitet, deutlich mehr als in Deutschland. Das gilt oft als Beleg für Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg. Doch das hat Folgen: für Gesundheit, Vereinbarkeit und die Verteilung von Arbeit. Darüber sprechen wir in dieser Folge mit der Ökonomin Néomie Zurlinden von der Schweizer Gewerkschaft Unida und WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch.

In dieser Folge diskutiert IMK-Direktor Sebastian Dullien mit Moderator Marco Herack die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland, einschließlich des Energiepreisschocks, Krisenmanagement und Maßnahmen wie Tankrabatt und Entlastungsprämien der Bundesregierung. Sebastian Dullien erklärt die Hintergründe und bewertet die Wirksamkeit der politischen Maßnahmen.

Christina Schildmann, Direktorin unserer Forschungsförderung, und Tom Bauermann diskutieren die EU-Initiative zum Industrial Accelerator Act (IAA). Die Expert*innen analysieren Chancen und Risiken der geplanten Maßnahmen für die Zukunft der europäischen Wirtschaft.

In dieser Folge diskutieren wir die aktuellen Trends im Bereich Insourcing und Outsourcing, die Bedeutung für die Arbeitswelt und die Rolle der Betriebsräte. Christina Schildmann und Carsten Wirth beleuchten, warum Insourcing trotz der Vorteile noch wenig verbreitet ist und wie es die Arbeitsbedingungen verbessern kann.

IMK-Direktor Sebastian Dullien spricht über die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs. Die deutsche Wirtschaft könnte wieder wachsen – vorausgesetzt, der Iran-Krieg dauert nicht über den Sommer hinaus, die Energielieferungen durch die Straße von Hormus bleiben ungehindert und die Infrastruktur in den Golfstaaten weitgehend intakt. Von diesem Szenario geht das IMK in seiner aktuellen Konjunkturprognose aus.

Tarifbindung ohne Tarifvertrag? OT-Mitgliedschaften setzen das deutsche Tarifsystem unter Druck. Warum das zum Problem wird – und welche Lösungsansätze es gibt, erklärt HSI-Direktor Ernesto Klengel.

Was passiert, wenn Maschinen die Schriftsätze schreiben und der persönliche Kontakt vor Gericht immer seltener wird? Ernesto Klengel berichtet vom 15. Hans-Böckler-Forum: Über die digitalen und sozialen Herausforderungen unserer Arbeitswelt – von KI-Bescheiden über die prekäre Lage von Arbeitsmigranten bis sinkenden Betriebsratszahlen und was dagegen getan werden kann.

In dieser Episode besprechen Moderator Marco Herack, IMK-Direktor Sebastian Dullien und Autor Andreas Hoffmann („Die erfundene Bedrohung: Wie die alternde Gesellschaft dramatisiert wird und wem das nützt“) die Missverständnisse und falschen Annahmen rund um die Demografie-Debatte und das Rentensystem in Deutschland. Sie beleuchten die historischen Wurzeln der Debatte um die alternde Gesellschaft, die Unzuverlässigkeit von Prognosen und die Notwendigkeit, die Diskussion über die Zukunft der Rente und der Gesellschaft zu erweitern. Klar wird: Die Alterung der Gesellschaft ist nicht zwangsläufig negativ.

Marco Herack und WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch diskutieren die Herausforderungen und strukturellen Probleme der Teilzeit-Arbeit in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen. Im Podcast werden die gesellschaftlichen Erwartungen an Erwerbsarbeit beleuchtet sowie die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für eine gerechtere Verteilung von Arbeit zu schaffen. Die Diskussion zeigt: Die aktuellen politischen Debatten gehen oft an den Bedürfnissen der Beschäftigten vorbei.

Digitale Plattformen wirken neutral – doch Studien zeigen: Auch dort verdienen Frauen im Schnitt weniger. Wie sich die Bezahlung auf Plattformen zusammensetzt, warum Flexibilität zur Falle werden kann und welche EU-Regeln jetzt entscheidend werden, erklären Ernesto Klengel und Ulrike Spangenberg.

In dieser Episode von Systemrelevant sprechen Moderator Marco Herack, WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch und Felix Groell, Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall, über Transformationskonflikte, die durch die Digitalisierung und den sozial-ökologischen Wandel entstehen. Sie beleuchten Herausforderungen, die diese Transformationskonflikte für die Beschäftigten und die Gesellschaft mit sich bringen – und erörtern, was Gewerkschaften und Betriebsräte entgegensetzen können.

Moderator Marco Herack, Ernesto Klengel (HSI), Christina Hiessl (Katholieke Universiteit Leuven) und Malte Lübker (WSI) analysieren die aktuellen Urteile aus Brüssel und Straßburg. Im Zentrum steht das lang erwartete EuGH-Urteil zur europäischen Mindestlohnrichtlinie. Warum die Richtlinie trotz der Klagen aus Skandinavien Bestand hat, welche Auswirkungen die 60-Prozent-Median-Marke auf die deutsche Mindestlohnkommission hat und warum der EuGH das Bundesarbeitsgericht beim Thema Massenentlassungen in die Schranken gewiesen hat, wird in der 282. Ausgabe von Systemrelevant besprochen. Ein weiterer Blick fällt auf ein wegweisendes Urteil zum Datenschutz am Arbeitsplatz, das den Schutz persönlicher Handydaten stärkt.

In dieser Episode sprechen Marco Herack, Christina Schildmann und Thomas Lühr über die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland und die Herausforderungen der Transformation. Sie beleuchten die Ursachen der Erneuerungskrise in der Industrie und die Erfahrungen der Beschäftigten mit Veränderungen in ihren Unternehmen. Ein zentrales Thema ist der Innovationsstau, der durch bürokratische Strukturen und mangelnde Einbeziehung der Beschäftigten entsteht.

In dieser Episode von „Systemrelevant” sprechen Marco Herack, Christina Schildmann und Daphne Weber über die Rolle der extremen Rechten im Kontext der bevorstehenden Betriebsratswahlen 2026. Wie versuchen rechtsextreme Akteure Einfluss in Betrieben zu gewinnen? Eine von der Hans-Böckler-Stiftung beauftragte Studie von Kulturwissenschaftlerin Daphne Weber liefert am Beispiel des Vereins „Zentrum” Erkenntnisse zu gewerkschaftlichen Kampagnen von rechts. „Zentrum” bezeichnet sich selbst als „alternative” Gewerkschaft und pflegt enge Verbindungen zur AfD. Die Podcast-Folge schließt mit der Diskussion um die Frage, was Gewerkschaften rechten Gruppierungen und Einflüssen in Betrieben entgegensetzen können.

Donald Trumps Grönland-Pläne und Drohzölle belasten EU-USA-Beziehungen. Europa muss eigenständiger handeln und wirtschaftliche Folgen abfedern. In dieser Sonderfolge von "Systemelement" diskutieren Sebastian Dullien und Marco Herack die geopolitischen Spannungen, die durch Donald Trumps Drohungen, Grönland zu kaufen, und die damit verbundenen Strafzölle entstehen. Sie beleuchten die Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen und die europäische Handelspolitik. Dullien betont die Unzuverlässigkeit der USA als Handelspartner und die Notwendigkeit, sich auf eine eigenständige Verteidigungspolitik in Europa vorzubereiten. Die Diskussion umfasst auch die wirtschaftlichen Konsequenzen für Deutschland und die EU sowie mögliche Gegenmaßnahmen, um den Druck der USA abzufedern. (Zusammenfassung von Riverside AI)

In dieser Episode sprechen Marco Herack, Bettina Kohlrausch und Dorothee Spannagel über den Verteilungsbericht 2025 des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Sie analysieren die Einkommensverteilung, die gesellschaftlichen Konsequenzen von Ungleichheit und Armut sowie die Methodik der Datenerhebung. Die Gesprächspartner*innen beleuchten die Entwicklung der Ungleichheit sowie deren Einfluss auf die politische Teilhabe und das Vertrauen in Institutionen. Abschließend wird die zukünftige Verteilungspolitik und die Herausforderungen für die Gesellschaft thematisiert.

IMK-Direktor Sebastian Dullien gibt einen Ausblick auf die wirtschaftspolitischen Herausforderungen im neuen Jahr – und welchen Aufgaben sich die Bundesregierung 2026 stellen muss, um unseren Wohlstand zu sichern. Er beleuchtet die Notwendigkeit einer Reform der Schuldenbremse, die Rolle der Industriepolitik in Deutschland und der EU, sowie die Bedeutung der sozial-ökologischen Transformation. Zudem wird die schwierige Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt und die nötige Zuwanderung von Fachkräften thematisiert. Abschließend erörtern Moderator Marco Herack und Sebastian Dullien die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und deren Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft.

Der Podcast konzentriert sich auf die Schuldenbremsenreform in Deutschland und die damit verbundenen wirtschaftlichen und politischen Implikationen. Sebastian Dullien und Marco Herack diskutieren die Ergebnisse einer Umfrage, die zeigt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung die Reform befürwortet, insbesondere die Ausnahmen für Verteidigungsausgaben und das Sondervermögen. Die Diskussion beleuchtet auch die unterschiedlichen Meinungen der politischen Parteien und ihrer Wähler zu diesen Themen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, ob der Staat Kredite aufnehmen sollte, wobei die Mehrheit der Befragten dies für öffentliche Investitionen befürwortet. Der Track endet mit der Erkenntnis, dass eine gut kommunizierte und sinnvolle Reform der Schuldenbremse in der Zukunft breite Unterstützung finden könnte.

Der Podcast dreht sich um das Streikrecht und seine Bedeutung als Grundrecht in Deutschland. HSI-Direktor Ernesto Klengel diskutiert die rechtlichen Grundlagen, die im Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes verankert sind, und die Rolle der Gewerkschaften bei der Durchsetzung von Tarifverträgen. Er beleuchtet die Herausforderungen, die durch politische Vorschläge zur Einschränkung des Streikrechts entstehen, und die internationalen Entwicklungen, die das Streikrecht beeinflussen. Zudem wird die Bedeutung von Streiks für die Verbesserung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen hervorgehoben, sowie die rechtlichen und praktischen Hürden, die bei der Organisation von Streiks bestehen. Abschließend wird auf die zukünftigen Herausforderungen und die Notwendigkeit eines Kulturwandels im Umgang mit dem Streikrecht eingegangen.

In dieser Episode diskutiert IMK-Direktor Sebastian Dullien die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland, die Prognosen für 2026, die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, die Rolle des Konsums und des Außenhandels sowie geopolitische Faktoren, die die deutsche Wirtschaft beeinflussen. Sie beleuchten die Unsicherheiten im Bauwesen und die Notwendigkeit einer klaren Industriepolitik, um zukünftige Wachstumschancen zu sichern.

In dieser Episode diskutieren Christina Schildmann und Stefan Lücking von der Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung sowie der Studienautor René Lührsen die Herausforderungen und Chancen der digitalen Souveränität in Europa, insbesondere im Hinblick auf die Abhängigkeit von US-amerikanischen Tech-Unternehmen. Sie beleuchten die Rolle freier Software und die Sovereign Tech Agency als wichtige Akteure in der Schaffung einer offenen digitalen Infrastruktur. Zudem wird die Notwendigkeit staatlicher Unterstützung und die Bedeutung von Initiativen wie CENDIS hervorgehoben, um die digitale Unabhängigkeit zu fördern.

In dieser Episode diskutieren Marco Herack und Sebastian Dullien die aktuellen Entwicklungen im Rentensystem Deutschlands, insbesondere das Rentenpaket 2025. Sie beleuchten die Mütterrente 3, die Haltelinie und die finanziellen Aspekte des Rentensystems. Zudem wird das neu entwickelte Open Source Rentenmodell vorgestellt, das Transparenz in die Rentendebatte bringen soll. Die Diskussion umfasst auch die Herausforderungen des Erwerbsmarktes und die Notwendigkeit einer Rentenreform. (AI Zusammenfassung von Riverside)

WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch gibt einen Einblick in die vielfältigen Gründe für die weit verbreiteten Transformationsängste bei Beschäftigten und in der Bevölkerung. Diese waren Thema auf dem diesjährigen WSI-Herbstforum.

Wie die EuGH-Entscheidung zur Mindestlohnrichtlinie zu bewerten ist, was es mit assoziierter Diskriminierung auf sich hat und was es für Auswirkungen hat, wenn eine Kostenübernahme bei hochpreisigen Medikamenten abgelehnt wird, diskutieren HSI-Direktor Ernesto Klengel und die Professorin für Arbeitsrecht an der KU Leuven, Christina Hiessl.

Wie profitieren Arbeitnehmer*innen von KI – und kann die neue Technologie ihre Macht stärken? Darüber sprechen Christina Schildmann, Leiterin der Forschungsförderung, und Florian Butollo, Professor für Soziologie der digitalen Transformation und Arbeit. Diskutiert wird auch die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Kontext des Arbeitsplatzabbaus.

Menschen, die im Ruhestand weiterarbeiten, sind in vielen Betrieben längst gelebte Praxis. Dennoch plant die Bundesregierung, die Beschäftigung im Rentenalter weiter zu fördern. WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch und WSI-Wissenschaftler Florian Blank sprechen über damit verbundene Vorteile und Gefahren für Arbeitnehmer*innen.

In dieser Episode diskutieren Marco Herack und Sebastian Dullien die Herausforderungen und Entwicklungen des Sozialstaates in Deutschland. Sie beleuchten die Definition und Bestandteile des Sozialstaates, die Kosten und das Wachstum der Sozialausgaben sowie internationale Vergleiche. Zudem wird die Rolle des Sozialstaates in Krisenzeiten, der demografische Wandel, die Herausforderungen in der Pflegeversicherung und die Effizienzprobleme im Gesundheitswesen thematisiert. Abschließend wird auf die Notwendigkeit der Digitalisierung und die Wahrnehmung der Debatte eingegangen.