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Nach dem Zweiten Weltkrieg muss sich das Schauspielhaus Zürich neu orientieren. Während viele Künstler in ihre Heimat zurückkehren, rücken die Schweizer Autoren in den Vordergrund. Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt prägen die Nachkriegszeit des Theaters und führen es zu neuen Erfolgen. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 endet für das Schauspielhaus Zürich die Ära als «Hochburg des freien Wortes» und Zufluchtsort für verfolgte Künstler. Die Exilbühne braucht es so nicht mehr. Viele Mitglieder des Emigranten-Ensembles zieht es wieder nach Deutschland. Andere wählen den umgekehrten Weg nach Zürich. Nun stehen Emigrantinnen neben Künstlern auf der Bühne, die von den Nazis jahrelang bejubelt worden sind. Das führt zu Spannungen und Kritik. In dieser Phase spielt Dramaturg Kurt Hirschfeld einmal mehr eine entscheidende Rolle. Er fördert gezielt Schweizer Autoren, allen voran Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Frisch, der vor dem Krieg noch ein Kritiker des Schauspielhauses war, feiert kurz vor Kriegsende seine erste Premiere als Theaterautor. Zusammen mit Dürrenmatt prägt er die Nachkriegszeit des Theaters massgeblich. Stücke wie Frischs «Andorra» oder Dürrenmatts «Die Physiker» werden zu grossen Erfolgen und sorgen dafür, dass das Schauspielhaus nochmals eine glanzvolle Zeit hat. Der Ruf des Theaters beruht auf dem Emigranten-Ensemble. Und später auf den Erfolgen von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Ihr Entdecker Kurt Hirschfeld bleibt dem Schauspielhaus ein Leben lang treu bleibt – auch für kurze Zeit noch als Direktor. Nach seinem Tod geht für das Schauspielhaus eine weitere Ära zu Ende. Und danach kann es lange nicht mehr an diese grossen Zeiten anknüpfen. Der Mythos als Exilbühne aber ist bis heute geblieben. ____________________ In dieser Episode zu hören: Dagmar Walser, Theaterredaktorin Pinar Karabulut, Co Intendantin Schauspielhaus Zürich Hannah Schünemann, Chefdramaturgin Schauspielhaus Zürich ____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Vera Deragisch ____________________ Literatur: Bachmann, Dieter/Schneider, Rolf (Hsg.) (1987): Das verschonte Haus – Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Ammann Verlag. Neue Schauspiel AG (1978): Vom Variété zum neuen Schauspielhaus – Die Geschichte des Schauspiels in Zürich. Peter Felix. Schoop, Günther (1957): Das Zürcher Schauspielhaus im Zweiten Weltkrieg. Oprecht. Buns, Brigitte/deutsches Theatermuseum (Hsg.) (2007): Werft Eure Hoffnung über die Grenzen. Theater im Schweizer Exil und seine Rückkehr. Henschel. Kröger, Ute /Exinger, Peter (1998): In welchen Zeiten leben wir! Das Schauspielhaus Zürich 1938 -1998. Limmat Verlag. Amrein, Ursula (2004): Los von Berlin. Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich», Chronos Verlag. ____________________ Links: SRF2 Kontext über die Bühnen-Diskussion 2021: Kann das weg? – Das Theater um den Pfauen - Audio & Podcasts - SRF DRS-Sendung Passage 2015: Kurt Hirschfeld – der Zauberer im Zürcher Schauspielhaus - Audio & Podcasts - SRF DRS-Sendung Schauplatz 1988: https://www.srf.ch/play/tv/schauplatz/video/50-theaterjahre-neue-schauspiel-ag--50-jahre-schauspielhaus?urn=urn:srf:video:51b69199-2663-4193-b99e-456454a4bd25 SRF-Kritik Hirschfeld-Film: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-kurt-hirschfeld-spaeter-applaus-fuer-einen-vergessenen ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.
Die Debatte mit Natascha Freundel, Marko Martin und Kateryna Mishchenko "Die Dystopie klarer denken, um sie nicht Gestalt werden zu lassen." (Marko Martin) "Atomkraft? Nein danke" war schon zum Motto der gesamtdeutschen Energiepolitik geworden, da zeigte Russlands umfassender Überfall auf die Ukraine, wie abhängig Deutschland von russischen Energielieferungen war. Mehr noch: Russland droht Europa mit Atomwaffen und hält damit die europäische Verteidigung in Schach. Plötzlich taucht in der deutschen Energie- und Verteidigungspolitik eine neue Atom-Debatte auf. Der Schriftsteller Marko Martin und die ukrainische Essayistin und Verlegerin Kateryna Mishchenko über den Supergau in Tschernobyl vor 40 Jahren, über den deutschen Atomausstieg und die russische Besetzung der AKW Tschernobyl und Saporischschja in der Ukraine. Aufgezeichnet im Deutschen Theater Berlin am 18. Mai 2025 – in Kooperation mit DT Kontext zu "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt. Marko Martin ist Schriftsteller und Sachbuchautor. Zuletzt erschien von ihm "Freiheitsaufgaben" (Klett-Cotta/Tropen 2025), worin er beschreibt, wie er zur vieldiskutierten Rede beim Bundespräsidenten im Schloss Bellevue im Februar 2024 kam. Kateryna Mishchenko ist eine ukrainische Essayistin, Übersetzerin und Verlegerin. 2023 erschien ihr zusammen mit Katharina Raabe herausgegebenes Buch „Aus dem Nebel des Krieges. Die Gegenwart der Ukraine“. 2025 folgte darauf "Geteilter Horizont, Die Zukunft der Ukraine". Kapitel: 00:00:00 Into/ Der erste Gedanke 00:01:50 Müssen wir die Atombombe wieder fürchten? 00:13:35 Supergau Tschernobyl 1986 – Erfahrungen DDR und Ukraine 00:27:03 Besetzung AKW Saporischschja und Tschernobyl (2022) 00:33:29 Atomausstieg Deutschland und neue Atomkraft-Debatte (SMR) 00:42:29 Russlands Atombomben-Drohung 00:48:39 Neue europäische Abschreckung mit Frankreich und Großbritannien? 00:54:06 Zuschauerfrage: Von Kubrick zum MAD-Magazin 00:56:50 Alltagsheldinnen, Verantwortung, Widerstand, Würde 01:00:20 Outro/ Der zweite Gedanke Podcast-Tipp: NEIN DANKE? - Warum Atomkraft uns spaltet (6 Folgen) https://www.ardsounds.de/sendung/nein-danke-warum-atomkraft-uns-spaltet/urn:ard:show:455af99291b87cc8/ Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
In Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie Die Physiker tarnen sich drei Wissenschaftler in einer psychiatrischen Anstalt als Geisteskranke, um ihre Entdeckungen vor der Welt zu schützen. Das Drama zeigt, wie sich die Situation zuspitzt, nachdem alle drei Männer ihre Krankenschwestern ermordet haben, um ihre Identitäten zu wahren. Während die Physiker glauben, durch ihre Selbstisolation die Menschheit vor der Vernichtung zu bewahren, entpuppt sich die Anstaltsleiterin Dr. von Zahnd als die eigentlich Wahnsinnige. Sie hat die Erkenntnisse längst kopiert, um selbst die Weltherrschaft zu übernehmen. Der Beitrag hebt die Groteske des Stücks hervor, die die ethische Verantwortung der Forschung in einer absurden, unkontrollierbaren Welt thematisiert. Abschließend wird die zeitlose Relevanz des Werkes betont, die sinnlose Suche nach der Weltformel. Dürrenmatt stellt die moralische Verantwortung der Wissenschaft in „Die Physiker“ als ein unlösbares Paradoxon dar, in dem die individuelle Ethik des Wissenschaftlers zwangsläufig an der Unvorhersehbarkeit des Zufalls und den Machtmechanismen der Welt scheitert.Das zentrale Thema des Stücks ist die Frage, ob Wissenschaftler für die (oft tödlichen) Auswirkungen ihrer Entdeckungen verantwortlich sind und ob sie diese Erkenntnisse überhaupt kontrollieren können.Im zweiten Akt des Dramas diskutieren die drei Physiker ihre gegensätzlichen Standpunkte zur wissenschaftlichen Ethik:Kilton (Newton) – Die „reine“ Wissenschaft: Er vertritt die Position der Autonomie der Physik. Der Wissenschaftler hat die Pflicht, Pionierarbeit zu leisten und sein Wissen der Allgemeinheit zu übergeben. Für Newton sind Forscher nicht für die Anwendung ihrer Ergebnisse zuständig; die Verantwortung liegt allein bei der Menschheit.Eisler (Einstein) – Die instrumentalisierte Wissenschaft: Er sieht den Wissenschaftler in der Pflicht, sich für ein politisches System zu entscheiden und diesem zu dienen. Die Verantwortung für die Nutzung der Forschungsergebnisse schiebt er auf die Politiker und den Staat ab.Möbius – Die Ethik des Verzichts: Er verkörpert den verantwortungsbewussten Forscher, der die verheerenden Auswirkungen seiner „Weltformel“ erkennt und beschließt, sein Wissen zurückzunehmen. Seine Lösung ist die Isolation im Irrenhaus und das Vortäuschen von Wahnsinn, um die Menschheit vor der Vernichtung zu schützen.Dürrenmatts Kernaussage, die Möbius am Ende des Stücks formuliert, lautet: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden“. Damit entlarvt der Autor die Hoffnung, Wissen geheim zu halten, als Illusion. Sobald eine Erkenntnis existiert, wird sie früher oder später von jemandem genutzt werden – im Falle des Stücks von der wahnsinnigen Chefärztin Dr. Mathilde von Zahnd, die Möbius' Manuskripte heimlich kopiert hat.Dürrenmatt illustriert in seinen „21 Punkten zu den Physikern“, warum Möbius' moralischer Plan scheitern muss:Individuelle vs. kollektive Lösung: Punkt 17 besagt: „Was alle angeht, können nur alle lösen“. Jeder Versuch eines Einzelnen, ein globales Problem im Alleingang zu bewältigen, ist nach Punkt 18 zum Scheitern verurteilt.Die schlimmstmögliche Wendung: Durch den Einbruch des Zufalls nimmt die Geschichte die schlimmstmögliche Wendung. Möbius flüchtet ausgerechnet in das Sanatorium einer Person, die wirklich wahnsinnig ist und nach der Weltherrschaft strebt.Der Kalten Krieg ist Background und die Atombombe war real seit Japan 1945. Dürrenmatt zeigt, dass die Wissenschaft ihre ursprüngliche Unschuld verloren hat und zum Instrument der Apokalypse geworden ist. Diese Thematik wird in modernen Interpretationen oft auf aktuelle wissenschaftliche Herausforderungen wie Künstliche Intelligenz, Gentechnik oder den Klimawandel übertragen.Die moralische Verantwortung der Wissenschaft also eine Last, die der einzelne Forscher nicht allein tragen kann, da er in einer verkehrten Welt lebt, in der die Vernunft machtlos gegenüber dem Wahnsinn und dem Zufall ist. Wie heute noch mehr.
In Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie Die Physiker tarnen sich drei Wissenschaftler in einer psychiatrischen Anstalt als Geisteskranke, um ihre Entdeckungen vor der Welt zu schützen. Das Drama zeigt, wie sich die Situation zuspitzt, nachdem alle drei Männer ihre Krankenschwestern ermordet haben, um ihre Identitäten zu wahren. Während die Physiker glauben, durch ihre Selbstisolation die Menschheit vor der Vernichtung zu bewahren, entpuppt sich die Anstaltsleiterin Dr. von Zahnd als die eigentlich Wahnsinnige. Sie hat die Erkenntnisse längst kopiert, um selbst die Weltherrschaft zu übernehmen. Der Beitrag hebt die Groteske des Stücks hervor, die die ethische Verantwortung der Forschung in einer absurden, unkontrollierbaren Welt thematisiert. Abschließend wird die zeitlose Relevanz des Werkes betont, die sinnlose Suche nach der Weltformel. Dürrenmatt stellt die moralische Verantwortung der Wissenschaft in „Die Physiker“ als ein unlösbares Paradoxon dar, in dem die individuelle Ethik des Wissenschaftlers zwangsläufig an der Unvorhersehbarkeit des Zufalls und den Machtmechanismen der Welt scheitert.Das zentrale Thema des Stücks ist die Frage, ob Wissenschaftler für die (oft tödlichen) Auswirkungen ihrer Entdeckungen verantwortlich sind und ob sie diese Erkenntnisse überhaupt kontrollieren können.Im zweiten Akt des Dramas diskutieren die drei Physiker ihre gegensätzlichen Standpunkte zur wissenschaftlichen Ethik:Kilton (Newton) – Die „reine“ Wissenschaft: Er vertritt die Position der Autonomie der Physik. Der Wissenschaftler hat die Pflicht, Pionierarbeit zu leisten und sein Wissen der Allgemeinheit zu übergeben. Für Newton sind Forscher nicht für die Anwendung ihrer Ergebnisse zuständig; die Verantwortung liegt allein bei der Menschheit.Eisler (Einstein) – Die instrumentalisierte Wissenschaft: Er sieht den Wissenschaftler in der Pflicht, sich für ein politisches System zu entscheiden und diesem zu dienen. Die Verantwortung für die Nutzung der Forschungsergebnisse schiebt er auf die Politiker und den Staat ab.Möbius – Die Ethik des Verzichts: Er verkörpert den verantwortungsbewussten Forscher, der die verheerenden Auswirkungen seiner „Weltformel“ erkennt und beschließt, sein Wissen zurückzunehmen. Seine Lösung ist die Isolation im Irrenhaus und das Vortäuschen von Wahnsinn, um die Menschheit vor der Vernichtung zu schützen.Dürrenmatts Kernaussage, die Möbius am Ende des Stücks formuliert, lautet: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden“. Damit entlarvt der Autor die Hoffnung, Wissen geheim zu halten, als Illusion. Sobald eine Erkenntnis existiert, wird sie früher oder später von jemandem genutzt werden – im Falle des Stücks von der wahnsinnigen Chefärztin Dr. Mathilde von Zahnd, die Möbius' Manuskripte heimlich kopiert hat.Dürrenmatt illustriert in seinen „21 Punkten zu den Physikern“, warum Möbius' moralischer Plan scheitern muss:Individuelle vs. kollektive Lösung: Punkt 17 besagt: „Was alle angeht, können nur alle lösen“. Jeder Versuch eines Einzelnen, ein globales Problem im Alleingang zu bewältigen, ist nach Punkt 18 zum Scheitern verurteilt.Die schlimmstmögliche Wendung: Durch den Einbruch des Zufalls nimmt die Geschichte die schlimmstmögliche Wendung. Möbius flüchtet ausgerechnet in das Sanatorium einer Person, die wirklich wahnsinnig ist und nach der Weltherrschaft strebt.Der Kalten Krieg ist Background und die Atombombe war real seit Japan 1945. Dürrenmatt zeigt, dass die Wissenschaft ihre ursprüngliche Unschuld verloren hat und zum Instrument der Apokalypse geworden ist. Diese Thematik wird in modernen Interpretationen oft auf aktuelle wissenschaftliche Herausforderungen wie Künstliche Intelligenz, Gentechnik oder den Klimawandel übertragen.Die moralische Verantwortung der Wissenschaft also eine Last, die der einzelne Forscher nicht allein tragen kann, da er in einer verkehrten Welt lebt, in der die Vernunft machtlos gegenüber dem Wahnsinn und dem Zufall ist. Wie heute noch viel mehr.
Endlich mal wieder eine richtig klassische Folge Lehrersprechtag. Klar, die letzten Folgen waren auch super toll und spannend und klasse und so, aber so ist auch mal wieder schön. Beim Gequassel hat sich schon wieder ordentlich was angestaut und so öffnen die Studienräte nun alle Schleusentore und sprudeln drauflos. Von aktuellen politischen Ereignissen geht's über Kinderthemen wie dem Kindergeburtstag des nun siebenjährigen Juniorpielers bis hin zu etwas zu spannenden Praktikumsbesuchen des Herrn Batzke. Im Klopper geht's um ein allseits bekanntes Drama in zwei Akten und in der mündlichen Prüfung ist die Faunakenntnis des Herrn Pieler gefragt. Alex liest aus dem Tierebuch seines Sohnes vor und Martin muss das Tier erraten. Genial, oder? Da könnt ihr sogar mitraten, liebe SV. Als Hausaufgabe gibt's dann noch einen Film über Verliese und Drachen. Was will man mehr? Ach ja, diverse Medientipps gibt's auch noch!
Teilchen oder Welle – das war die Frage? " eine Rezension von Manfred Orlick – Literaturkritik.de(Hördauer ca. 08 Minuten)Vor hundert Jahren wurde unser Denken durch bahnbrechende Forschungen in der Physik revolutioniert. Atomphysik, Quantenmechanik, Relativitätstheorie und Kosmologie krempelten in wenigen Jahren unser Weltbild völlig um. Vor allem in den 1920er Jahren war die Welt der Physik in Aufruhr. Die Physiker machten sich auf den Weg zu den Atomen im Innersten der Welt und erneuerten unser Verständnis von Raum und Zeit. Sie standen vor der Herausforderung, die Natur des Lichts zu verstehen: Ist es eine Welle oder ein Teilchen? Mit ihren zumeist theoretischen Überlegungen sprengten sie die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft......Von Manfred OrlickDen Text der Rezension finden Sie hierSprecher ist Matthias PöhlmannRegie und Realisation Uwe KullnickDiese Sendung hat Ihnen gefallen? Hören Sie doch mal hier hinein
(00:00:48) «Tabak und Schokolade» - so heisst der neue Roman des Basler Schriftstellers Martin R. Dean. Darin erkundet er seine Wurzeln. Die reichen weit zurück bis in die dunkle Zeit des Kolonialismus - und wirken bis heute nach. Unser Kritiker ist begeistert. Weitere Themen: (00:05:13) So vielfältig ist figurative Malerei – beim «Salon der Gegenwart» im Kunsthaus Zofingen und in den «oxyd Kunsträumen» in Winterthur hängen schon mal 60 Gemälde an einer Wand. (00:09:53) Herausforderung Haushalt – das Buch «Küchengespräche» von Samuel Geiser und Heidi Kronenberg widmet sich der Frage, wer kocht, putzt, wäscht und tröstet. (00:14:38) Ein Theaterbrocken, lässig inszeniert: Friedrich Dürrenmatts «Die Physiker» überzeugt in der Inszenierung vom Theater Kanton Zürich.
Als ein Streit eskaliert, gelingt es Diebner, Wirtz gegen Heisenberg auszuspielen. Die Physiker drohen zu entzweien, doch Weiszäcker spielt das Spiel nicht mit. Er erinnert sich an das erste Treffen mit Heisenberg in seiner Kindheit. Der ist in seinen Verhören mit Rittner inzwischen an einem Wendepunkt angelangt: Er erzählt von Albert Speer und der Gründung des Uranprojekts. Epsilon – Die Heisenberg-Protokolle. Ein FYEO Original. Folge 6 – Krieg der Welten Mit Norman Matt, Uve Teschner, Ingo Abel, Stefan Brentle und Erik Schäffler Entwicklung: Günter Merlau und Johanna von Renteln Drehbuch und Regie: Günter Merlau Sounddesign und Schnitt: Thalia Darkow Musik Leopold Thiel In weiteren Rollen: Sabine von Rosenberg-Lipinsky, Ruben von Rosenberg-Lipinsky und Oliver Erwin Schönfeld Produziert von Günter Merlau und Isabel Lübbert-Rein Gesamtleitung FYEO: Benjamin Risom, Luca Hirschfeld & Tristan Lehmann Epsilon – Die Heisenberg-Protokolle ist ein FYEO Original von LAUSCH medien.
Heisenberg erinnert sich an eine schicksalhafte Begegnung auf den Gängen der Münchner Universität. Im Verhörzimmer trifft er auf ein bekanntes Gesicht: Sein Freund Samuel Goudsmit ist jetzt wissenschaftlichen Leiter der Operation Epsilon. Von ihm erfährt Heisenberg, was es mit seiner Festnahme auf sich hat. Gleichzeitig geraten seine Kollegen vom Uranprojekt in die Hände der Alliierten. Epsilon – Die Heisenberg-Protokolle. Ein FYEO Original. Folge 2 – Die Physiker Mit Norman Matt, Uve Teschner, Mirko Thiele, Ingo Abel, Erik Schäffler, Peter Weiß und Marco Rosenberg Entwicklung: Günter Merlau und Johanna von Renteln Drehbuch und Regie: Günter Merlau Sounddesign und Schnitt: Thalia Darkow Musik: Leopold Thiel In weiteren Rollen: Saskia Brzyszczyk, Achim Schülke und Wolfgang Häntsch Produziert von Günter Merlau und Isabel Lübbert-Rein Gesamtleitung FYEO: Benjamin Risom, Luca Hirschfeld & Tristan Lehmann Epsilon – Die Heisenberg-Protokolle ist ein FYEO Original von LAUSCH medien.
Das "Gottesteilchen" das im Jahr 2012 erstmal von der Welt der Physik entdeckt wurde, schlug Zeilen, das Higgs-Boson Teilchen wurde entdeckt und erklärte uns somit endlich wo der Masse herkam die auf meiner Wage nach zu viel Sushi zu sehen war. Dies wurde zumindest so den Medien aufgefasst. Es stimmte natürlich nicht, zwar wurde das Teilchen entdeckt das die Kraft im Higgs-Feld vermittelt doch es ist nicht für die Masse auf unserer Wage verantwortlich, sie erklärt nur warum Elektronen überhaupt erst Masse haben, doch dass Gottesteilchen ist nicht dafür verantwortlich. Internationale Nachrichtenmedien wie die New York Times und die BBC verkündeten die Entdeckung eines obskuren subatomaren Teilchens. Doch der Medienrummel um das Higgs-Boson ebbte recht schnell ab. In der Physik jedoch ging es gerade erst richtig los. Die Physiker waren sich zwar sicher, dass sie das Higgs-Boson gefunden hatten, aber sie waren sich nicht zu 100 % sicher. Die Daten waren vorläufig, und um sich ihres Erfolges völlig sicher zu sein, mussten Gegenkontrollen durchgeführt werden. In den folgenden zehn Jahren stützten viele Messungen ihre ursprüngliche Behauptung. Doch eine neue Messung, die von Wissenschaftlern durchgeführt wurde, die die im CERN-Labor aufgezeichneten Daten analysierten, könnte eine neue und andere Geschichte der Physik erzählen. Ein Higgs-Boson zerfällt auf eine sehr seltsame Art und Weisde: Ein statistischer Zufall? Oder haben wir wirklich soeben eine neue Physik beobachtet die uns bisher unbekannt war. Empfohlenes Video: https://www.youtube.com/watch?v=yNZ2byqbg1Q Abonniere jetzt die Entropy, um keine der coolen & interessanten Episoden zu verpassen! Das unterstützt mich natürlich und hilft mir meinen Content zu verbessern und zu erweitern! Hier abonnieren: https://www.youtube.com/channel/UC5dBZm6ztKizdUnN7Puz3QQ?sub_confirmation=1 ♦ MEINE NEUE WEBSITE - WISSENSCHAFT IM ÜBERBLICK: https://www.entropywse.com ♦ MERCH: https://yvolve.shop/collections/vendors?q=Entropy ♦ PATREON: https://www.patreon.com/entropy_wse ♦ TWITTER: https://twitter.com/Entropy_channel ♦ INSTAGRAM: https://www.instagram.com/roma_perezogin/ ♦ INSTAGRAM: https://www.instagram.com/entropy_channel/ ♦ DISCORD-SERVER: https://discord.gg/xGtUAaAw98 ♦ GOODNIGHT STORIES: https://open.spotify.com/show/5Mz5jx2lm7DXN3FizSigoJ
CommunityD – Lehrerporträt | Deutsch lernen | Deutsche Welle
Wenn die Deutschlehrerin an Deutsche denkt, fallen ihr nicht nur Pünktlichkeit und Disziplin ein, sondern auch die „Wanderlust“. Sie selbst hat ihr Herz an Heidelberg verloren.Name: Carla Land: Argentinien Geburtsjahr: 1988 Beruf: Grundschul- und Deutschlehrerin an einer deutschen Auslandsschule in Argentinien Das mag ich an der deutschen Sprache: Den Klang und den Wortschatz. Ich unterrichte Deutsch, weil … ich einfach leidenschaftlich gern unterrichte und mich auch schon immer für die deutsche Sprache interessiert habe. Das ist typisch deutsch für mich: Pünktlich und diszipliniert zu sein, gern zu basteln und wandern zu gehen. Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland: Heidelberg und Umgebung. Mein deutsches Lieblingsessen: Brezel, Currywurst und Sauerkraut. Mein deutsches Lieblingswort: „Wanderlust“. Ein Wort, das man z. B. auch in Italien, Spanien und im englischen Sprachraum kennt. Außerdem wandere ich selbst gern. Mein deutsches Lieblingsbuch: Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“. Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht: Die Märchen der Brüder Grimm. Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache: Die Aussprache, die Artikel und einige Regeln der Grammatik – vor allem, weil sich Spanisch und Deutsch ziemlich unterscheiden. Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin: Wenn ich merke, dass meine Schülerinnen und Schüler wirklich Spaß am Deutschunterricht haben. Meine Erfahrungen mit den Deutschlernangeboten der Deutschen Welle: Ich verwende gern Texte und Videos mit Aufgaben sowie die Nachrichten im Unterricht.
Unsere beiden Halbzeit Protagonist:innen Raoul Schoregge und Inga Dietrich haben für ihren HALBZEIT Podcast eine neue Rubrik entwickelt: Denn weder sie, wir noch die sogenannten Anderen wissen in der heutigen schnelllebigen Zeit noch etwas wahrhaftiges und wertvolles von Ihrem jeweiligen Gegenüber. Um also auch in unser aller persönlicher Geschichten mehr Nachhaltigkeit zu bekommen soll sich das nun unter der unbedingt nicht als Alkohol verherrlichenden Titel zu verstehenden Serie „Ich trink Ouzo, was machst Du so?“ ändern. Unter diesem Motto interviewen sich Inga und Raoul unter anderem gegenseitig oder auch beide zusammen interessante Dritte oder Vierte. In den zukünftigen Episoden folgen also Gespräche über besondere Projekte aus den Bereichen Gott, Kunst, Theater, Politik und Welt. In der nun aktuellen Folge geht es um die PHYSIKER von Dürrenmatt, in denen Inga Dietrich gerade im Zuge einer außergewöhnlichen Inszenierung im Speckgürtel Berlins den Newton gibt. Sie berichtet auf spannende Weise von Ihrer Erfahrung mit diesem Klassiker der Moderne. Wer also genannte Tragikomödie nur noch mit dem schlechten Gewissen des Halblesens aus der eigenen Schulzeit kennt sollte unbedingt reinhören.https://www.raoulschoregge.de
Zeit ist das große Rätsel des Universums. Die besten unter den Physikern haben sich ihre Hirne zermartert, was es wohl mit der Zeit auf sich habe. Lange Zeit schien die Welt eine Uhr zu sein, in der alle Zahnräder perfekt ineinander greifen. Die Sicherheit dieses deterministisch-mechanistischen Weltbildes ist jedoch seit Einstein und dem Wissen über die kaum übersehbaren Wechselwirkungen natürlicher Prozesse (Stichwort: Klimawandel) abhanden gekommen. Die Physik liefert immer nur eine sehr beschränkte Vorstellung von Zeit, die mehr Maschinen als Lebewesen entspricht. Was aber wäre ein Verständnis der Zeit, das sich gewissermaßen „auf der Höhe der Zeit“ befindet? Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2022/04/oekom-podcast_31-Lesch-Physik_Zeit.pdf
Während Hawking sich diese Woche der Frage widmet ob man die Zukunft vorhersehen kann, zeigen wir uns nachsichtig und liefern euch die Module Quantenphysik I, Quantenphysik II und Quantenphysik-Zyklus I im Schnelldurchlauf. Dabei stellen wir fest: Zwischen korrekter Selbsteinschätzung und absoluter Vermessenheit liegt manchmal nur ein Quantensprung. Glossar Eintrag: Tripple-Air-Sign - irgendwas mit Sternzeichen (Synonyme: Quatsch, Blödsinn, Mumpitz). Des Weiteren bietet die Identifikation mit dem Tripple-Air-Sign ein Indiz für eine abslolut uninspirierte Persönlichkeit. Stabile Seitenlage Podcast - das Tripple-Air-Sign der Podcastszene.
Leseratten aufgepasst! In der heutigen Folge dreht sich nämlich alles und das Thema Bücher. Felix und Johanna droppen ihre Empfehlungen ganz exklusiv und ausgewählt für euch! Welches Buch mit Felix geheimen Zweitnamen zu tun hat und warum Johanna bei einem Buch weinen musste, erfahrt ihr hier und jetzt in brillanter Qualität in allen Farben, die die Welt der Podcasts zu bieten hat. Gönnt euch!
Ein Dramatiker im Spannungsfeld zwischen Schweiz und Weltbühne. "Theater als Gesellschaftskritik" nennt Gabriele Knetsch ihr Porträt zum 100. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt. Der Autor ist weltberühmt für seine Dramen "Der Besuch der alten Dame" und "Die Physiker".
Friedrich Dürrenmatt zählt mit seinen nahezu dreißig Stücken zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dramatikern des 20. Jahrhunderts. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren feierte er mit Der Besuch der alten Dame oder Die Physiker große Theatererfolge, die mit ihrer Aktualität und Popularität bis heute zu den meistgespielten Stücken auf deutschen Bühnen gehören. Auch seine abgründigen Parabeln und spannenden Kriminalromane – denken wir nur an Der Richter und sein Henker oder Das Versprechen mit ihren eigenbrötlerischen Kommissären Bärlach und Matthäi – gehören längst zum Bildungskanon unserer Zeit, ja sie sind Teil der Schullektüre geworden. … von Manfred Orlick Den Text des Essays finden Sie hier Sprecher ist Uwe Kullnick
Am 5. Januar 1921 kam Friedrich Dürrenmatt im Emmental zur Welt. Mit «Der Besuch der Alten Dame» und «Die Physiker» eroberte er die Bühnen der Welt. Aber bewegt er noch heute die Welt? Und ist der Schweizer Schriftsteller und Denker noch zeitgemäss? Durchaus, sagt Literaturredaktor Julian Schütt im «Treffpunkt». Vieles an Dürrenmatt sei bis heute modern. Und nur schon die Tatsache, dass seine Stücke bis heute zu den meistgespielten auf deutschsprachigen Raum gehören deutet darauf hin, dass Dürrenmatts Werk bis heute relevant ist.
Zwei Theaterstücke machten Friedrich Dürrenmatt berühmt: Die Tragikomödie "Der Besuch der alten Dame" und die Parabel "Die Physiker". Sich selbst sah er als einen "Moralisten aus Nihilismus".
Zwei Theaterstücke machten Friedrich Dürrenmatt berühmt und reich: "Der Besuch der alten Dame", eine tragische Komödie über die Käuflichkeit der Menschen, und "Die Physiker", eine Parabel auf den Fortschrittsglauben, der die Auslöschung der Menschheit riskiert. Auch als Krimi-Autor wollte er jeden Plot bis zur schlimmst-möglichen Wendung weiterdenken. Autor: Christoph Vormweg
Der Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt war schon zu Lebzeiten weltberühmt: Seine Theaterstücke „Der Besuch der alten Dame“ oder „Die Physiker“ gehörten vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den meistgespielten Werken an deutschsprachigen Bühnen. Dürrenmatts Kriminalromane wie „Der Verdacht“ oder „Der Richter und sein Henker“ stehen weiterhin in schulischen Lehrplänen. Seine Arbeiten sind in über 50 Sprachen übersetzt, es gab Hollywood-Verfilmungen und Broadway-Musicals. Wie lässt sich diese Erfolgsgeschichte erklären? Und wie aktuell ist das Werk jenes Dramatikers und Erzählers, der nun 100 Jahre alt geworden wäre? Carsten Otte diskutiert mit Mathilde Lehmann - Dramaturgin und Theaterregisseurin, Martin Ebel - Literaturkritiker beim Züricher „Tages-Anzeiger“ , Ulrich Weber -Kurator des Dürrenmatt-Nachlass im Schweizerischen Literaturarchiv
Es sind zwei Theaterstücke Dürrenmatts, die den Schweizer Schriftsteller auch hundert Jahre nach seiner Geburt im Kanon der hiesigen Schullektüre halten. Auch, wer keine oder keine guten Erinnerungen an „Der Besuch der alten Dame“ oder „Die Physiker“ hat, kann jetzt eine Entdeckung machen. Ob mit der neuen siebenhundert Seiten starken Biographie von Ulrich Weber oder doch eher mit den Erzählungen von Dürrenmatt selbst, verrät Simon Strauß im Gespräch.
In einer Irrenanstalt wohnt der Forscher Möbius. Er hat einige Erfindungen gemacht, die die Menschheit auslöschen könnten. Um das zu vermeiden, tut er so als wäre er verrückt. Kultcomedian Dieter Nuhr erklärt, worum es in dem Drama von Friedrich Dürrenmatt geht.
Wie schon am Folgentitel unschwer zu erkennen ist, befinden sich die beiden Studienräte im intellektuellen Spagat zwischen kontemporären politischen Themen und historischen Ereignissen der Antike. Geschichte wiederholt sich - oder besser nicht? Solcherlei Fragen stellen sich auch dem Herrn Batzke, der sich nämlich in der mündlichen Prüfung in dystopische Welten hinein- und auch wieder hinausdenken muss. Einen etymologischen Fußabdruck hat Herr Pieler bei schwerer körperlicher Arbeit entdeckt und der Batzke hat endlich mal wieder einen prototypischen Klopper der Woche am Start. Darüber hinaus empfiehlt er noch den Podcast "Gegenwartsgeplapper" aus Berlin. Klingt das etwa nach einer Folge Lehrersprechtag wie aus dem Lehrbuch? Jawohl! Denn die beiden Herren sind auch endlich mal wieder im Auto unterwegs. Das Gedicht ist übrigens aus Friedrich Dürrenmatts "Die Physiker", das kennt ihr ja alle, ne?! Last but not least: Vielen Dank nochmal allen Hörer*innen für die rege Teilnahme am Call-to-Action zum Thema Soundtrack für einen Road Trip. Das Ergebnis könnt ihr in der Spotify Playlist "Lehrersprechtag calls to action: Road Trip" nachhören! #bestecommunity #blm #justiceforjacob
Am 26.04.1986 geschah die Nuklearkatastrophe von Chernobyl. Heute, 34 Jahre danach sprechen wir darüber. Warum? Weil wir dort waren. Und weil das Thema aufgrund der starken Waldbrände in der Sperrzone derzeit die Welt in Atem hält. Unsere Erlebnisse aber auch unser Wissen und unsere Ansichten verbinden wir in dieser Folge zu einem genüsslichen Cocktail für eure Ohren. Und gelacht wird natürlich auch! Außerdem gibt es auch dieses Mal erlesene Leckerlis für euch. // Unsere Buchempfehlung: Friedrich Dürrenmatt - Die Physiker (https://amzn.to/3axHAz6). Der Kurzfilm: Seven Years of Winter (2011). // Wir auf Instagram: https://www.instagram.com/yeswecanoe // Wir im Netz: https://www.goldenesmeerscheinchen.de
Ein verschlafenes Nest in den Pyrenäen ist der Treffpunkt für eine Gruppe hoch spezialisierter Physiker. Verhandelt wird eine Realität jenseits dessen, was der Mensch erfahren kann – mit dem Potenzial, die Welt zu verändern.
Eine Gruppe von Mathematikern und eine Gruppe von Physikern fahren mit dem Zug zu einer Tagung. Jeder Physiker besitzt ein Ticket, dagegen hat die Gruppe der Mathematiker nur ein einziges Billett. Plötzlich ruft einer der Mathematiker: «Der Kondukteur kommt!», worauf sich alle Mathematiker in eine der Toiletten zwängen. Der Kondukteur kontrolliert die Physiker, sieht, dass das WC besetzt ist und klopft an die Tür: «Das Zugbillett bitte!» Einer der Mathematiker schiebt die Fahrkarte unter der Tür durch und der Kontrolleur zieht zufrieden ab. Auf der Rückfahrt beschliessen die Physiker denselben Trick anzuwenden und kaufen nur ein Ticket für die ganze Gruppe. Sie sind sehr verwundert, als sie merken, dass die Mathematiker diesmal überhaupt keine Fahrkarte haben. Dann ruft einer der Physiker: «Der Kondukteur kommt!». Sofort stürzen die Physiker in das WC, die Mathematiker machen sich etwas gemächlicher auf den Weg zu einem anderen WC. Bevor der letzte der Mathematiker die Toilette betritt, klopft er bei den Physikern an: «Das Zugbillett bitte!» Was lernen wir daraus? Die Physiker wenden mathematische Verfahren an, ohne sie wirklich zu verstehen.
David und Felix waren mit ihrer Familie im Theater und sahen "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt. Zu diesem Anlass wird auch die gedruckte Fassung besprochen.
Auch in der 21. Folge gibt es mal wieder feinste literarische Kost! In dieser Folge: “Schloss Gripsholm” von Kurt Tucholsky, “American Gods“ von Neil Gaiman und “Die Physiker” von Friedrich Dürrenmatt
"Ich bin zum Theater aus der Atmosphäre heraus gegangen" - Gustav Knuth über die Anfänge seiner Karriere Mit siebzehn Jahren ist er von zu Hause ausgerissen, um Schauspieler zu werden. Und es war die richtige Entscheidung, denn Gustav Knuth, der unzählige Theater- und Filmrollen übernahm, erfreute sich beim Publikum großer Popularität. Von zu Hause ausgerissen Zur Welt kam Gustav Knuth am 7.7.1901 in Braunschweig. Nach der Volksschule nahm er neben einer vom Vater aufgezwungenen Schlosserlehre auch Schauspielunterricht, den ihm seine ältere Schwester finanzierte. Die ersten Schritte auf der Theaterbühne, nachdem er von zu Hause fort war, machte er am Stadttheater von Heidelberg. Ein Jahr später, 1919, wechselte er nach Harburg, später an das Stadttheater in Basel, an das Stadttheater Altona, und schließlich an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg. Sein schauspielerisches Talent weckte auch das Interesse von Gustaf Gründgens, der ihn 1937 an das Preußische Staatstheater in Berlin engagierte. Das Spektrum der Rollen, die ihm angeboten wurden, reichte vom jugendlichen Helden bis hin zu Charakterrollen. So feierte er große Erfolge in dem Märchen "Und Pippa tanzt" von Gerhart Hauptmann, in dem Stück "Munken Vendt" von Knut Hamsun oder auch in "Liliom“ von Ferenc Molnár. Doch auch der Film wurde auf den jungen Schauspieler aufmerksam: bereits 1935 stand Gustav Knuth zum ersten Mal vor der Kamera. In der Komödie "Der Ammenkönig" von Hans Steinhoff verkörperte er an der Seite von Käthe Gold und Theo Lingen den Hans Stork. Und es sollten noch weit mehr Filmrollen werden, die ihm angeboten wurden. Auf der Leinwand und auf dem Fernsehschirm Neben seiner Tätigkeit auf der Bühne des Schauspielhauses Zürich, auf der er ab 1949 große Erfolge feierte, übernahm Gustav Knuth unzählige Filmrollen. So wirkte er unter anderem in der Komödie "Das Geheimnis der Roten Katze" an der Seite von Heinz Rühmann mit, war in der Komödie "Der Theodor im Fußballtor" zusammen mit Theo Lingen und Hans Moser zu sehen, mimte den Senator Brandstetter an der Seite von Hans Albers und Heinz Rühmann in dem Film "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins", war auch der Vater von Sissi in der Rolle des Herzogs Max von Bayern. Auch für Fernsehproduktionen griff man gerne auf das Talent von Gustav Knuth zurück. So verkörperte er unter anderem Isaac Newton in der SDR-Produktion nach Dürrenmatts "Die Physiker" von Fritz Umgelter, in der ZDF-Serie "Eine Frau bleibt eine Frau" spielte er an der Seite von Lilli Palmer den Eberhard Müller, unvergessen bleibt auch sein Gustav Hackendahl in der siebenteiligen SWF-Serie "Der eiserne Gustav", die 1979 gedreht wurde. Insgesamt zählt das Portal "ofdb.de" über elf Dutzend Filme, in denen Gustav Knuth mitwirkte. Der Künstlerstammtisch Die Beliebtheit von Gustav Knuth wusste die ARD auch auf eine andere Weise zu nutzen. In den Jahren 1973 bis 1976 wurde die Unterhaltungssendung „Der Künstlerstammtisch“ produziert, die von dem Schauspieler moderiert wurde. Auf http://www.fernsehserien.de/ ist über diese Sendung zu lesen: "Gesprächsrunde mit Gustav Knuth und jeweils 4 prominenten Gästen, die wahre und erfundene Künstleranekdoten zum Besten gaben. Dabei waren den Gästen die Geschichten des jeweiligen Erzählers meist genauso neu wie den Zuschauern." Nicht immer erhielt diese Talkrunde gute Kritiken. So schrieb etwa "Der Spiegel" vom 20.10.75 unter anderem: „Unsere Lieblinge sind im Stande, auch ohne teure Texter eine typische, also trostlose TV-Show auf die Beine zu stellen.“ Doch bei dem Fernseh-Publikum erfreute sich die Runde großer Beliebtheit. Gustav Knuth wurde auch mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Goldenen Kamera. Er starb am 1.2.87 in Küsnacht bei Zürich. In seinem kurzen Nachruf schrieb „Der Spiegel“ am 9.2.87 auch: "Teuherzig, verschmitzt, mit leicht gekniffenem rechten Auge polterte der grundgütige Graubart über Filmleinwand und Fernsehschirm, ein Prachtexemplar von kreuzbravem Papa und Großvater". Im Juni 1976 sprach DW-Redakteur Herbert Fricke mit Gustav Knuth über seine Arbeit. Autor: Andreas Zemke Redaktion: Diana Redlich