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Jennifer Khakshouri, Adriana Altaras, Philipp Tingler und – als Gast – der Literaturwissenschaftler und Kulturvermittler Rico Valär diskutieren über «Königin der Nacht. Ein kurzes Buch über meine Mutter» von Lukas Bärfuss, «Was nicht gesagt werden kann» von David Szalay, «Erzähl mir alles» von Elizabeth Strout sowie «Tamangur» von Leta Semadeni. Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss geht mit seinem autobiografischen Buch «Königin der Nacht» dahin, wo es schmerzt: Zu seiner Mutter, die ihn einen «Betriebsunfall» nannte, keine Liebe zeigte und alles andere als fürsorglich war. Der Büchner-Preisträger Bärfuss beschreibt, wie die Literatur ihn gerettet hat - und hinterfragt zugleich den Muttermythos in der Gesellschaft. Der Roman «Was nicht gesagt werden kann» gehört zu den bemerkenswertesten Neuerscheinungen des letzten Jahres. Er erzählt das Leben eines Mannes, der in einer ungarischen Plattenbausiedlung aufwächst und in die englische High Society aufsteigt. In kargen Dialogen und fragmentarischen Episoden beschreibt er eine Figur, unter deren Coolness unverarbeitete Traumata liegen. Pulitzerpreisträgerin Elizabeth Strout erschafft seit vielen Jahren in ihren Romanen einen Kosmos. Darin beschreibt sie das Lebensgefühl und die politische Stimmung an der nordamerikanischen Ostküste. Ihre Figuren sind liebenswert, wenn auch nicht immer sympathisch. In «Erzähl mir alles» begegnen sich die Hauptfiguren aus verschiedenen vergangenen Romanen. Leta Semadeni ist eng mit dem Engadin verbunden und schreibt Lyrik und Prosa, auf Deutsch und auf Rätoromanisch. Für ihr Lebenswerk wurde sie mit dem Schweizer Grand Prix Literatur ausgezeichnet. Der Roman «Tamangur» wurde neu aufgelegt. Er handelt vom Leben eines Kindes, seiner Grossmutter und der schmerzvollen Abwesenheit des Grossvaters in einem abgelegenen Bergdorf.
«Königin der Nacht. Ein kurzes Buch über meine Mutter», so heisst das neue Werk von Lukas Bärfuss, einem der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller und Dramatiker. Darin verarbeitet er die schwierige Beziehung zu seiner Mutter. Sie nannte ihren Sohn einen «Betriebsunfall», ein Ärgernis. Sie vernachlässigte ihn und liess ihn schliesslich völlig allein: Mit 15 lebte Lukas Bärfuss auf der Strasse und schlief zwischen Kartonschachteln. Bärfuss verknüpft in seiner Arbeit vielfach die eigene Geschichte mit sozialkritischen Elementen – so auch in diesem Werk. Neben seiner eigenen Vergangenheit thematisiert er den Umgang der Schweizer Behörden mit mittellosen Menschen. Literaturredaktorin Nora Zukker findet, «Königin der Nacht» sei «ein harter, ein roher und ein unglaublich naher Bericht aus dem Inneren seiner Kindheit in Armut». In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» gibt sie Einblicke in das neue Werk und ordnet dessen Bedeutung ein. Host: Philipp Loser Produzentin und Sprecherin: Jacky Wechsler Hier den Text von Nora Zukker lesen Schriftsteller, Dramatiker und Publizist: Lukas Bärfuss Interview mit Lukas Bärfuss: «Privilegierte Menschen leiten ihre Rechte aus dem Stammbaum ab» Lukas Bärfuss redet von «Diebstahl», Forscher sprechen von «Training»: Der Streit um KI-Daten erreicht die Schweiz Unser Tagi-Spezialangebot für Podcast-Hörer:innen: tagiabo.chHabt ihr Feedback, Ideen oder Kritik zu «Apropos»? Schreibt uns an podcasts@tamedia.ch Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.
"Ich kannte das Gefühl der Mutterliebe nicht,“ heißt es in Lukas Bärfuss‘ Essay über seine Mutter, den er den faszinierenden Titel "Königin der Nacht“ gegeben hat. Die Literaturagenten sprechen mit Bärfuss über eine Existenz auf der Nachtseite des Lebens – und mit Birgit Birnbacher über Mutterliebe zu einem Sohn mit ADHS. Außerdem gibt es eine Führung durch die "Mutter aller Bibliotheken“ in Berlin, die Stadtbibliothek, die in dieser Woche 125 Jahre alt wird. Und wir klären, wie Comic-Ikone Lucky Luke in den gläsernen Sarg von Schneewittchen kam.
Gutzeit, Angela www.deutschlandfunk.de, Büchermarkt
Karches, Nora www.deutschlandfunk.de, Büchermarkt
Was macht ein gutes Leben aus? Eine existentielle Frage, die die Philosophie seit vielen hundert Jahren zu deklinieren versucht. Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss, vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis, ist in seinen Theaterstücken, seinen Romanen und Essays immer auch auf der Suche nach einer vernünftigen, einleuchtenden Antwort auf diese nicht unkomplizierte Frage. Auch deshalb vielleicht gehört dazu die reflektierte Suche nach seinen biografischen Wurzeln. Lukas Bärfuss stellt sich in seinen Texten seiner Herkunft, den Lebensgeschichten seiner Eltern, die natürlich nicht folgenlos für den Sohn sein konnten. "Vaters Kiste" (2022) war das Buch über seinen Vater, 2023 schrieb er den autofiktionalen Roman "Krume Brot". Jetzt ist das Buch über seine Mutter erschienen: "Königin der Nacht". In NDR Kultur à la carte spricht Lukas Bärfuss mit Andrea Schwyzer über das "gute Leben", seine Arbeit, die Provokationen der Literatur und über sich.
Lukas Bärfuss schreibt in "Königin der Nacht" über seine Mutter, die ihn ständig demütigte und keine Liebe entgegenbrachte. "Ich bin ihr nicht böse", sagt er. Er wollte aber verstehen, was sie dazu getrieben hat. Einige Antworten hat er gefunden. Bärfuss, Lukas www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Lukas Bärfuss schreibt in "Königin der Nacht" über seine Mutter, die ihn ständig demütigte und keine Liebe entgegenbrachte. "Ich bin ihr nicht böse", sagt er. Er wollte aber verstehen, was sie dazu getrieben hat. Einige Antworten hat er gefunden. Bärfuss, Lukas www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Rencontre avec Lukas Bärfuss et sa traductrice Camille Luscher, animée par Yannick Stiassny
Lesart - das Literaturmagazin (ganze Sendung) - Deutschlandfunk Kultur
Lukas Bärfuss schreibt in "Königin der Nacht" über seine Mutter, die ihn ständig demütigte und keine Liebe entgegenbrachte. "Ich bin ihr nicht böse", sagt er. Er wollte aber verstehen, was sie dazu getrieben hat. Einige Antworten hat er gefunden. Bärfuss, Lukas www.deutschlandfunkkultur.de, Lesart
Wer ist für mein Lebensglück verantwortlich – ich selbst oder die Gesellschaft? Lukas Bärfuss erkundet in «Königin der Nacht» seine Mutter. Sie war bettelarm, vulgär und frei von Mitgefühl für ihren Sohn. Felix Münger unterhält sich mit dem Autor über die Macht von Prägungen. Bärfuss' Suche nach der Mutter entpuppt sich auch als Suche nach sich selbst. Was hat sich von der hartherzigen Mutter auf ihn übertragen – im Guten, wie im Schlechten? Indem der mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnete Autor die Spur aufnimmt, gelangt auch einiger politischer Sprengstoff ans Licht. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Lukas Bärfuss. «Königin der Nacht». Ein kurzes Buch über meine Mutter. 127 Seiten. Rowohlt, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: literatur@srf.ch ____________________ In dieser Episode zu hören - Lukas Bärfuss, Schriftsteller ____________________ - Host: Felix Münger ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
Schweizer Eishockey-Team startet gegen die USA in die Heim-WM, Treffen zwischen Trump und Xi ohne klare Ergebnisse, Crowdfunding prägt Abstimmungskampf zur 10‑Millionen‑Initiative, «Königin der Nacht» – neues Buch von Lukas Bärfuss
(00:42) Gleichstellung war ihr grosses Thema - ihre Kunst wurde skandalisiert. (04:21) Richard Wagners Antisemitismus - Bericht bringt neue Erkenntnisse. (09:02) Welche Themen prägen dieses Jahr die Solothurner Literaturtage? (14:12) Lukas Bärfuss`autobiografischer Text «Königin der Nacht» prangert an, wie die Schweiz mit sozial schlechtgestellten Menschen umgegangen ist. (18:09) Quasi ein barocker ESC: der Euro-Baroque Song Contest an der 80. Ausgabe des internationalen Bachfests in Schaffhausen. (23:05) Preisgekrönter Schweizer Dokumentarfilm «Unter Pflanzen - ein Perspektivenwechsel» von Antschi von Moos geht der Kommunikation von Pflanzen auf die Spur.
Martin Piekar spricht über seine im Gulag geborene Mutter; Petra Morsbach erzählt ein nur oberflächlich betrachtet unspektakuläres Frauenleben.
Als der Schweizer Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss fünfzehn, sechzehn Jahre alt war, stahl ihm seine Mutter erst das Geld, das er für ein Stipendium bekommen hatte, und schmiss ihn dann aus dem Haus, und Bärfuss lebte fortan auf der Straße und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch, eine Beziehung zu seiner Mutter hatte er dann nie wieder. Nun hat er ein Buch über sie geschrieben, „Königin der Nacht. Eine kurze Geschichte über meine Mutter“. Gerrit Bartels hat das Buch für uns gelesen.
Der Schweizer Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss erkundet in seinem autobiografischen Buch das Leben seiner Mutter und sein Verhältnis zu einer Frau, die keine Mutter sein wollte.
Laura de Weck, Lukas Bärfuss, Samira El Ouassil und Wolfgang M. Schmitt sprechen über: Michel Houellebecq, «Sie wollen uns erzählen» von Birgit Birnbacher, «Ich, die ich Männer nicht kannte» von Jacqueline Harpman, «Der Beweis meiner Unschuld» von Jonathan Coe sowie «Schleifen» von Elias Hirschl. Der französische Skandalschriftsteller Michel Houellebecq hat ein Chanson-Album aufgenommen: «Souvenez-vous de l' homme». Während er in den Texten den Untergang der Menschheit thematisiert, klingt das musikalisch gut gelaunt und entspannt. Konsequent für den Provokateur, der den Untergang der westlichen Zivilisation seit Langem herbeischreibt. Alle sprechen über ADHS und die steigende Zahl der Diagnosen. Birgit Birnbacher hat mit «Sie wollen uns erzählen» einen Roman geschrieben, in dem ein Junge und seine Mutter an ADHS leiden. Darin hat sie eine Sprache gefunden, um das spezifische Gefühl der kognitiven Überforderung darzustellen: ein Roadtrip von Figuren mit knisternden Nerven. Der Roman «Ich, die ich Männer nicht kannte» wurde auf der Plattform Tiktok gefeiert. Dadurch wurde die belgische Autorin Jacqueline Harpman wiederentdeckt. Ihr dystopischer Text, nun ins Deutsche übersetzt, wird auch vom Feuilleton gefeiert. Er erzählt von Frauen, die unter Tage gefangen gehalten werden, und stellt existenzielle Fragen, vor allem jene: Was macht uns zu Menschen? Der englische Schriftsteller Jonathan Coe ist berühmt für seine satirischen Gesellschaftsromane wie «Middle England». Sein neuestes Werk «Der Beweis meiner Unschuld» handelt vom Einfluss der neokonservativen Netzwerke seit den 1980er-Jahren. Neben der Krimihandlung spielt Coe auf unterhaltsame Weise mit verschiedenen literarischen Genres. Elias Hirschl ist Musiker, Poetry-Slammer und macht bereits mit seinem dritten literarischen Werk auf sich aufmerksam: Im hochgelobten Roman «Schleifen» erzählt er erfindungsreich vom Einfluss der Sprache auf das Leben. Im Zentrum steht Wissenschaftlerin Franziska Denk, sie an einem bemerkenswerten Symptom leidet: Wenn sie von einer Krankheit hört oder liest, erkrankt sie daran.
Was ist da denn schon wieder los gewesen? Eine Woche voller bunter Themen: Liebesglück, Trennungen, beendeten Shows und neue Verkündungen. Da haben wir wieder einiges zu bereden gehabt. Schaut doch einfach mal rein!00:00 Intro01:16 Reality Awards10:02 Serkan und Vanessa21:50 After AYTO-Reunion24:23 Love Hunter: Tim & Edin sind zusammen28:05 Gewinner von PuP, Reality Backpackers, The5030:59 Realitystar Academy34:29 Trennung Iris & Stefan36:40 Neuer Song von Gigi & Kay One40:00 Reality-Aus von Lukas B.43:23 Outro
Dal titolo lo avrete capito, protagoniste di questa puntata sono le donne. Donne scrittrici, donne libraie, donne regine della notte, donne sorelle, donne coraggiose, donne golose! Come Laurie Colwin, scrittrice americana che amava gustare e preparare il pan di zenzero con la glassa al cioccolato, oppure Emily Dickinson che amava scrivere poesie in cucina ma anche cucinare torte al cocco.Di loro e di altri scrittori e dei loro gusti a tavola o attorno alla cucina ci parlerà il francesista Giuseppe Scaraffia a proposito del libro uscito per L'ippocampo edizioni A tavola con gli scrittori.La regina della notte sarà invece al centro della chiacchierata con Lukas Bärfuss ospite questa settimana degli Eventi Letterari Monte Verità.Dalle regine alle libraie pontremolesi è un attimo, Andina e Stella saranno infatti le protagoniste del racconto di Franco Faggiani, scrittore e giornalista tornato in libreria per Fazi con il suo nuovo romanzo La luce del primo mattino.
Dal titolo lo avrete capito, protagoniste di questa puntata sono le donne. Donne scrittrici, donne libraie, donne regine della notte, donne sorelle, donne coraggiose, donne golose! Come Laurie Colwin, scrittrice americana che amava gustare e preparare il pan di zenzero con la glassa al cioccolato, oppure Emily Dickinson che amava scrivere poesie in cucina ma anche cucinare torte al cocco.Di loro e di altri scrittori e dei loro gusti a tavola o attorno alla cucina ci parlerà il francesista Giuseppe Scaraffia a proposito del libro uscito per L'ippocampo edizioni A tavola con gli scrittori.La regina della notte sarà invece al centro della chiacchierata con Lukas Bärfuss ospite questa settimana degli Eventi Letterari Monte Verità.Dalle regine alle libraie pontremolesi è un attimo, Andina e Stella saranno infatti le protagoniste del racconto di Franco Faggiani, scrittore e giornalista tornato in libreria per Fazi con il suo nuovo romanzo La luce del primo mattino.
Will man in einer Großstadt den Menschen entkommen, steigt man in ein Taxi. Leider muss man mit dem Taxi irgendwohin fahren und kann sich nicht ziellos durch die Gegend kutschieren lassen. Genau vor diesem Dilemma stand ich. Abstrakte Kurzgeschichte von Lukas Böhl.
Bitte rennt uns jetzt nicht die Hütte ein - JA, Kroppi wird sein Buch veröffentlichen, wir sind allerdings aktuell noch in der Kreativphase! Der Buchtitel "ICH - Weltklasse" beschreibt auf subtile und zugleich bescheidene Weise den Charakter von Philipp Kropfelder. Ein Mann, der trotz Welterfolgen so bodenständig und nahbar wie kein Zweiter ist. +++WERBUNG+++Die letzte Podcast Folge für dieses Jahr wird euch präsentiert von Böhme Immobilien – Ihr wollt unkompliziert den Immobilienmarkt überblicken? Dann können wir euch das Team von Lukas Böhme einfach wärmstens empfehlen! Euer Anliegen – egal ob Immobilenkauf / -Verkauf oder Mieten wird transparent und fair umgesetzt, denn am Ende sollt ihr zufrieden auf euer Immobilienprojekt zurückblicken Böhme Immobilien findet ihr in Gera, in der Goethestraße 1
(00:34) «Die Schweiz als Kolonie» – ein gepfefferter neuer Essay von Lukas Bärfuss. Weitere Themen: (05:25) Zum 200. Todestag – wieso es sich auch heute noch lohnt Jean Paul zu lesen. (09:49) Kurznachricht: Zustimmung zum Plan P gegen Pfarrerinnenmangel und Pfarrermangel. (11:34) Zwischen Selbstbestimmung und Nähe – die Basler Choreografin Tabea Martin zeigt ihr neues Stück «Is that all there is». (15:53) Ein Familienstück mit Tiefgang: Das Theater St. Gallen zeigt «Das Mondmädchen».
®In questa puntata di “Alice” con Lukas Bärfuss faremo un viaggio verso le origini di ognuno di noi, un viaggio che può essere difficile, doloroso ma soprattutto rivelatorio. Il tema del lascito, dell'eredità come chiave per accedere a se stessi, al proprio io nell'affermazione della propria identità è al centro del nuovo libro dello scrittore svizzero da poco uscito per L'Orma editore dal titolo Il cartone di mio padre. Storia e critica di un'eredità. E in effetti, un cartone, una scatola di banane, è tutto ciò che a Bärfuss resta di un padre assente e indebitato. Guarderemo insieme a lui cosa c'è in questa scatola, perché è cosi importante e rifletteremo sul concetto di eredità, cosi fondamentale nella nostra società capitalista. E la questione identitaria, delle proprie origini è al centro - anche se in modo diverso - del romanzo della siciliana Linda Scaffidi che ci racconta la storia di Youssef, detto Peppe, che vive e cresce a Palermo nel quartiere di Ballarò e ama la poesia. Uscito per Fazi editore, Le sette fate di Youssef è un romanzo di formazione intenso e potente sul coraggio silenzioso di chi deve lottare ogni giorno per diventare se stesso, in nome di ciò in cui crede.Prima emissione: 20 settembre 2025
®In questa puntata di “Alice” con Lukas Bärfuss faremo un viaggio verso le origini di ognuno di noi, un viaggio che può essere difficile, doloroso ma soprattutto rivelatorio. Il tema del lascito, dell'eredità come chiave per accedere a se stessi, al proprio io nell'affermazione della propria identità è al centro del nuovo libro dello scrittore svizzero da poco uscito per L'Orma editore dal titolo Il cartone di mio padre. Storia e critica di un'eredità. E in effetti, un cartone, una scatola di banane, è tutto ciò che a Bärfuss resta di un padre assente e indebitato. Guarderemo insieme a lui cosa c'è in questa scatola, perché è cosi importante e rifletteremo sul concetto di eredità, cosi fondamentale nella nostra società capitalista. E la questione identitaria, delle proprie origini è al centro - anche se in modo diverso - del romanzo della siciliana Linda Scaffidi che ci racconta la storia di Youssef, detto Peppe, che vive e cresce a Palermo nel quartiere di Ballarò e ama la poesia. Uscito per Fazi editore, Le sette fate di Youssef è un romanzo di formazione intenso e potente sul coraggio silenzioso di chi deve lottare ogni giorno per diventare se stesso, in nome di ciò in cui crede.Prima emissione: 20 settembre 2025undefinedundefinedundefined
In questa puntata di “Alice” con Lukas Bärfuss faremo un viaggio verso le origini di ognuno di noi, un viaggio che può essere difficile, doloroso ma soprattutto rivelatorio. Il tema del lascito, dell'eredità come chiave per accedere a se stessi, al proprio io nell'affermazione della propria identità è al centro del nuovo libro dello scrittore svizzero da poco uscito per L'Orma editore dal titolo Il cartone di mio padre. Storia e critica di un'eredità. E in effetti, un cartone, una scatola di banane, è tutto ciò che a Bärfuss resta di un padre assente e indebitato. Guarderemo insieme a lui cosa c'è in questa scatola, perché è cosi importante e rifletteremo sul concetto di eredità, cosi fondamentale nella nostra società capitalista. E la questione identitaria, delle proprie origini è al centro - anche se in modo diverso - del romanzo della siciliana Linda Scaffidi che ci racconta la storia di Youssef, detto Peppe, che vive e cresce a Palermo nel quartiere di Ballarò e ama la poesia. Uscito per Fazi editore, Le sette fate di Youssef è un romanzo di formazione intenso e potente sul coraggio silenzioso di chi deve lottare ogni giorno per diventare se stesso, in nome di ciò in cui crede.undefinedundefinedundefined
Natascha Fioretti intervista Lukas Bärfuss, ospite di Babel - Festival di letteratura e traduzione, per presentare il suo libro uscito per L'Orma editore dal titolo Il cartone di mio padre. Storia e critica di un'eredità, con la traduzione di Margherita Carbonaro.
In questa puntata di Alice con Lukas Bärfuss faremo un viaggio verso le origini di ognuno di noi, un viaggio che può essere difficile, doloroso ma soprattutto rivelatorio. Il tema del lascito, dell'eredità come chiave per accedere a se stessi, al proprio io nell'affermazione della propria identità è al centro del nuovo libro dello scrittore svizzero da poco uscito per L'Orma editore dal titolo Il cartone di mio padre. Storia e critica di un'eredità. E in effetti, un cartone, una scatola di banane, è tutto ciò che a Bärfuss resta di un padre assente e indebitato. Guarderemo insieme a lui cosa c'è in questa scatola, perché è cosi importante e rifletteremo sul concetto di eredità, cosi fondamentale nella nostra società capitalista. E la questione identitaria, delle proprie origini è al centro - anche se in modo diverso - del romanzo della siciliana Linda Scaffidi che ci racconta la storia di Youssef, detto Peppe, che vive e cresce a Palermo nel quartiere di Ballarò e ama la poesia. Uscito per Fazi editore, Le sette fate di Youssef è un romanzo di formazione intenso e potente sul coraggio silenzioso di chi deve lottare ogni giorno per diventare se stesso, in nome di ciò in cui crede.undefinedundefined
«Lázár» von Nelio Biedermann weckt grosse Erwartungen. Ausserdem diskutieren Jennifer Khakshouri, Adriana Altaras, Lukas Bärfuss und Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer über "Ungebetene Gäste" von Ayelet Gundar Goshen, "Riccardino" von Andrea Camilleri und "Sonntag" von Olivier Schrauwen. Eine Sensation: «Lázár», der Roman des 22-jährigen Schweizers Nelio Biedermann wird bereits in 19 Sprachen übersetzt. Dabei erscheint das Buch gerade erst auf deutsch. Der historische Roman ist inspiriert von Nelio Biedermanns Familie: Er erzählt die Geschichte einer ungarischen Adelsfamilie im 20. Jahrhunderts. Seine Figuren hüten Geheimnisse. Sie glühen vor Sehnsucht, verzweifeln über die Politik. Sie lieben, hassen – und vor allem überleben sie. Ein Hammer fällt von einem Balkon und tötet einen Menschen. Das ist die Ausgangssituation des Romans «Ungebetene Gäste». Dieser liest sich wie ein Krimi um Themen wie Lügen und Schuld, Liebe und Mitgefühl, Vorurteile und Rassismus. Autorin Ayelet Gundar-Goshen ist Psychotherapeutin und eine der bekanntesten Stimmen der israelischen Literatur. Sie schreibt packend über Themen, die in Nahost die aktuellen Konflikte befeuern. Commissario Montalbano ist Italiens berühmtester Ermittler. Sein Schöpfer Andrea Camilleri schrieb Krimis im Jahrestakt und griff mit Vorliebe aktuelle gesellschaftliche und politische Probleme auf. Camilleri war auch Regisseur, Drehbuchautor. «Riccardino», sein letzter Montalbano-Fall, entstand bereits 2005 und durfte nach Wunsch des Autors erst nach dessen Tod 2019 erscheinen. In diesem Jahr wäre Camilleri hundert Jahre alt geworden. Die Graphic Novels des Belgiers Olivier Schrauwen gelten als Meilensteine der Comickunst. So auch sein aktueller Band «Sonntag», der einen Menschen in seiner puren Existenz zeigt – und in innovativer Bildsprache. Minutiös und schonungslos zeichnet Schrauwens das Innenleben und die Gedankenströme eines Mannes. Alltagsbeobachtungen an einem Sonntag, ohne Angst vor Banalitäten.
durée : 00:04:48 - Le Son d'Avignon - par : Marie Sorbier - Le dramaturge suisse allemand Lukas Bärfuss, auteur de nombreuses pièces de théâtre, est à Avignon pour découvrir la mise en scène de sa pièce "Malaga" par Renaud Danner à l'Artéphile. - invités : Lukas Bärfuss Écrivain et dramaturge suisse; Claire Stavaux Traductrice et éditrice
Moderatorin Laura de Weck, Lukas Bärfuss, Gerhard Pfister und – als Gast – die Autorin und Podcasterin Samira El Ouassil diskutieren über spannende Neuerscheinungen. Der japanische Autor Uketsu ist der erfolgreichste Vertreter des «Sketch-Mystery»-Romans. Es sind fesselnde Spannungsromane, die Zeichnungen und Diagramme enthalten. Damit hat Uketsu, der stets mit weisser Maske auftritt, das Krimi-Genre in Japan verändert. Der Band «Seltsame Bilder» erscheint nun auf Deutsch. In «Russische Spezialitäten» erkundet Dmitrij Kapitelman mit sarkastischem Humor eine Welt, die Russlands Propaganda nicht standzuhalten vermag. Die Familie des Autors betreibt im Osten Deutschlands, in Leipzig, einen Laden mit russischen Spezialitäten. Trotz seiner Liebe und Hochachtung der Mutter gegenüber belastet der Krieg ihr Verhältnis schwer. Nora Osagiobares origineller Debütroman «Daily Soap» ist als Seifenoper konzipiert und nimmt das Genre gleichzeitig auf die Schippe. Es geht um Reiche und Arme, Schwarze und Weisse. Und vor allem geht es um Rassismus in der Schweiz. Nora Osagiobare, in der Schweiz aufgewachsen, weiss genau, wovon sie schreibt: Ihr Vater stammt aus Nigeria. Christoph Hein ist einer der bedeutendsten Schriftsteller Deutschlands. Er gilt als Chronist der DDR. Seine Romane «Drachenblut» oder «Landnahme», erzählen davon, wie während der DDR die Diktatur in private Beziehungen eingreift. Nun hat er mit «Das Narrenschiff» einen Bestseller-Roman geschrieben, der die DDR von den Anfängen bis zu ihrem Ende episch erzählt.
Dynamo Dresden ist zurück in der 2. Bundesliga – Zeit für eine große Saisonbilanz. In der letzten Folge vor der Sommerpause blicken Tino und Jens gemeinsam mit den Sportjournalisten Thomas Nahrendorf (TAG24/Dresdner Morgenpost) und Lukas Böhme (Kicker/DPA) auf die Aufstiegssaison 2024/25 zurück. Welche Spiele waren entscheidend? Warum hat es diesmal mit dem Aufstieg geklappt? Und wie groß war der Anteil von Trainer Thomas Stamm? Natürlich geht der Blick auch nach vorn: Welche Lehren lassen sich für die kommende Zweitliga-Saison ziehen? Wie sollte Dynamo den Kader verstärken – und mit welcher Strategie?
(00:58) Amelie Schüle, Direktorin des Bieler Photoforums Pasquart, spricht über ihre Leidenschaft für die Fotografie. Weitere Themen: (14:32) 100. Geburtstag Jean Tinguely – Geburtstagsausstellung im Musée Rath in Genf. (18:36) Gruseliges Geburtstagsgeschenk – zum 100. Geburtstag von Jean Tinguely lässt das Museum Tinguely zwei junge Künstler eine Geisterbahn gestalten. (23:14) Die Art Basel expandiert nach Qatar – was Elke Buhr, Chefredaktorin des Kunstmagazins Monopol, von dem Deal hält. (27:56) Uraufführung in Basel: Fussballoratorium «Der 7. Himmel» bringt Sport und Musik zusammen. (32:53) Neues Stück von Lukas Bärfuss – «Sex mit Ted Cruz» am Schauspielhaus Zürich taucht ein in die Welt der US-amerikanischen Republikaner.
(00:12) Christoph Marthaler hat ein Musiktheater herausgebracht: «Tiefer Graben 8», benannt nach einer Wiener Adresse von Ludwig van Beethoven – Über Wohnungsnot und -verlust, von dem auch Beethoven betroffen war. Weitere Themen: (04:57) Lukas Bärfuss hat seinen Roman «Die Krume Brot» fürs Theater Basel bearbeitet – der Premierenbericht. (09:23) Hilfsprojekte in Bangladesch – Bildung als Waffe gegen die Abwärtsspirale. (13:25) Künstliche Intelligenz generiert Videos – Was hat es damit auf sich? (18:20) Er war ein Meister an der Tabla – Der Musiker Zakir Hussein ist tot.
Jennifer Khakshouri, Lukas Bärfuss, Nina Kunz und – als Gast – der Chansonnier Michael von der Heide diskutieren über «Unmöglicher Abschied» von Han Kang, «Die Spielerin» von Isabelle Lehn, «Die schlechte Gewohnheit» von Alana S. Portero sowie «Lindt & Sprüngli – zwei Familien, eine Leidenschaft» von Lisa Graf. Die deutsche Autorin Lisa Graf hat einen historischen Roman über die Geschichte des Schweizer Chocolatier- Unternehmens «Lindt und Sprüngli» geschrieben. Damit ist sie auf den Bestsellerlisten gelandet. Was steckt hinter dem Erfolg und was hat sie aus der zweifellos interessanten Wirtschaftsgeschichte gemacht? Die koreanische Schriftstellerin Han Kang hat kürzlich den Literaturnobelpreis entgegengenommen. Fast gleichzeitig ist ihr neuester Roman «Unmöglicher Abschied» auf deutsch erschienen. Poetisch erzählt sie von einem historischen Trauma in der koreanischen Geschichte. Die Geschichte kreist um ein Massaker auf der koreanischen Insel Cheju im Jahre 1948. Lange wurde die Gewalt tabuisiert, obgleich fast jede Familie auf der Insel betroffen ist. Die Geister der Vergangenheit bewegen auch die Figuren im Roman. Mit ihrem dritten Roman greift die deutsche Schriftstellerin Isabelle Lehn einen wahren Kriminalfall auf: «Die Spielerin» handelt von einer Frau, die als Bankerin in Zürich, später als Buchhalterin der kalabrischen Mafia Geld wäscht und dabei Millionen verdient. Isabelle Lehn umkreist diese Figur hinter ihrer unscheinbaren Fassade, indem sie sie literarisch aus vielen Perspektiven beleuchtet. «Die schlechte Gewohnheit» ist der Debutroman der spanischen Schriftstellerin Alana S.Portero. Als Transkind wächst die Erzählerin in den 1980er Jahren in einem Arbeiter- und Drogenquartier von Madrid auf. In eindringlicher und poetischer Sprache erzählt Portero von einer jungen Frau, die versucht, ihr Schicksal entgegen aller Umstände selbst in die Hand zu nehmen. Die Bücher der Sendung sind: Lisa Graf: «Lindt &Sprüngli – Zwei Familien, eine Leidenschaft» (Penguin) Han Kang: «Unmöglicher Abschied» (Aufbau) Isabelle Lehn: «Die Spielerin» (S.Fischer) Alana S. Portero: «Die schlechte Gewohnheit» (Claassen)
Invité: Lukas Bärfuss. Ces dernières années, les attaques contre la démocratie ont augmenté. Elles viennent de lʹextérieur, de certains régimes autoritaires. Mais aussi de lʹintérieur – on peut entres autres penser à lʹattaque du Capitole aux Etats-Unis en 2021 et à son équivalent brésilien lors de la défaite de Jair Bolsonaro deux ans plus tard. La démocratie est aussi régulièrement questionnée ici en Suisse: poids de lʹargent, force des lobbys ou encore populisme. A cela viennent encore sʹajouter les défis suscités par les réseaux sociaux et lʹintelligence artificielle. La démocratie va-t-elle sʹen sortir? Tribu reçoit lʹécrivain, essayiste et dramaturge Lukas Bärfuss, qui se passionne depuis longtemps pour cette question de lʹavenir de la démocratie.
Sie brillieren in ihren jeweiligen Disziplinen: Lukas Bärfuss auf dem weissen Blatt, das er mit seinen Worten und Sätzen veredelt und Judith Wyder auf offenem Feld, Hügeln und Bergen. Was treibt die beiden zu Höchstleistungen an? Lukas Bärfuss (52) sagt von sich, sein Leben klinge wie eine Ansammlung von Räubergeschichten. Nicht zu unrecht. Nach 9 Jahren verlässt er die Schule und mit 15 Jahren lebt er auf den Strassen von Thun. Er arbeitet u.a. als Eisenleger, Gabelstaplerfahrer und Gärtner und findet Unterschlupf in Büchereien und Bibliotheken. Oft sei er nur geduldet gewesen, erzählt Bärfuss, der später eine Lehrabschlussprüfung als Buchhändler absolviert und sich fortan, um sich selbst unter Druck zu setzen, als «freischaffender Schriftsteller» vorstellt. Die Rechnung ging auf: Bärfuss ist Büchner-Preisträger, weltweit bekannter Schriftsteller und Theaterautor, etwa der Neuauflage des diesjährigen «Einsiedler Welttheaters». Judith Wyder (36) Der starke Bewegungsdrang wird ihr von den Eltern in die Wiege gelegt. In Zimmerwald bei Bern aufgewachsen, absolviert Judith Wyder schon Orientierungsläufe in der elterlichen Wohnung. Ausgestattet mit einem tadellosen Orientierungssinn wird sie später 5-fache OL-Weltmeisterin und Spitze im Trailrunning. Doch mit 31 Jahren, an Weihnachten 2019, der Schicksalsschlag: Sie erleidet einen Schlaganfall und dies mitten in der Schwangerschaft. Doch Judith Wyder schafft es zurück auf Weltklasse-Niveau. Ihr Wissen gibt sie heute auch in Coachings weiter. Judith Wyder und Lukas Bärfuss sind zu Gast bei Olivia Röllin am Sonntag, 8. September im Stadttheater in Solothurn. Türöffnung ist um 9 Uhr. Die Plätze sind begrenzt und sehr begehrt.
Fischer, Karin www.deutschlandfunk.de, Kultur heute
Lukas Büffel ist VFX Artist, kennt sich also hervorragend mit Spezialeffekten aus und weiß, was er tun muss, damit auch die kleinsten Bewegungen und Details in einem Spiel hübsch aussehen. Dieser Job führte ihn in der Vergangenheit zum Branchenkoloss Goodgame, einigen anderen, kleineren Studios und schließlich, ganz frisch, zu Tiny Roar in Hamburg. Während dieser Reise machte Lukas Büffel aber noch mehr, als nur Spezialeffekte: Er entwickelte dutzende eigene, kleine und experimentierfreudige Spiele, die auch auf der Playdate-Konsole erschienen - ein Handheld mit Kurbel. Im Gespräch mit Dom Schott erzählt Lukas von seinem eigenen, bunten Portfolio, dem Wert von Experimentierfreudigkeit in der Spieleentwicklung und wie er sich inmitten einer Branche fühlt, die regelmäßig von Turbulenzen durchgeschüttelt wird.
1924 feierte «Das grosse Welttheater» auf dem Klosterplatz in Einsiedeln SZ Premiere. Nun kommt Lukas Bärfuss' Neufassung zur Uraufführung. 500 Laien zeigen vollen Einsatz. «Kulturplatz Extra» rollt die Geschichte auf und begleitet Menschen aus dem «Spielvolk» bis zum grossen Auftritt. 100 Jahre nach der Premiere von Calderóns «Das grosse Welttheater» auf dem Klosterplatz von Einsiedeln SZ wirft Lukas Bärfuss mit seiner zeitgenössischen Neufassung existenzielle Fragen auf. Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür zu sterben? Welche Rolle spiele ich im Leben? Rund 500 Laien sind bei diesem Spiel – vor und hinter den Kulissen – mit dabei; vom Enkel bis zur Grossmutter. Ein Spiel, das Generationen verbindet und den Zusammenhalt im Dorf stärkt. Das Klosterdorf Einsiedeln SZ zeichnet eine barocke Theatertradition aus. Auf dem Klosterplatz wurde aber erstmals 1924 Theater gespielt, obwohl dieser einst sogar nach speziellen akustischen Gesichtspunkten gestaltet wurde. Die Wahl des Stückes fiel auf «Das grosse Welttheater» des spanischen Dramatikers Pedro Calderón de la Barca in der Übersetzung von Joseph von Eichendorff. Die Aufführung: weniger Kunstgenuss als vielmehr seelische Erhebung. Am Stückende gab es keinen Applaus; das Spielvolk stimmte zusammen mit dem Publikum «Grosser Gott, wir loben Dich» an. In den 1960er-Jahren sorgte das Mysterienspiel aber je länger je mehr für Unmut. Kritisiert wurde die nicht mehr zeitgemässe, gottgewollte hierarchische Ordnung. Eine rigorose Neuausrichtung wagte die Welttheater-Gesellschaft aber erst 2000 mit Autor Thomas Hürlimann und Regisseur Volker Hesse, auch wenn Calderóns Grundgedanken integraler Bestandteil blieben. Nun hat sich Lukas Bärfuss den Stoff vorgeknöpft. Das Kloster gab den Segen zu seinem Stück, das selbst vor Kindsmissbrauch in der Kirche nicht Halt macht. Über ein halbes Jahr lang wurde geprobt. Das «Spielvolk» war mit Feuereifer dabei. Freizeit und Ferien wurden dem Spiel geopfert. Gemeinsam haben Einsiedlerinnen und Einsiedler Grosses geschaffen. Gemeinsam wagen sie einen schonungslosen Blick auf das menschliche Leben. Von der Jugend bis zum Tod. Der Film rollt die 100-jährige Geschichte auf, gräbt im Archiv, birgt Anekdoten, erinnert sich mit Menschen, die seit Jahren zum «Spielvolk» gehören an Skurriles und Unvergessliches und begleitet Alte und Junge, vom Schicksal heimgesuchte und Lebenshungrige bis zum grossen Auftritt.
Seit genau 100 Jahren wird auf dem Einsiedler Klosterplatz über die zentralen Fragen des menschlichen Daseins verhandelt – durch das grosse Welttheater, 1655 von Pedro Calderón de la Barca verfasst. Heuer hat der Schriftsteller Lukas Bärfuss dem in die Jahre gekommenen Stück neues Leben eingehaucht. Das Stück handelt genauso vom Glück, wie der Suche danach und den Rollen, die die Menschen in der Geschichte der Welt spielen. Der Autor hat selbst ein bewegtes Leben hinter sich: Er verliess nach neun Jahren die Primarschule und arbeitete unter anderem als Tabakbauer, Eisenleger, Gabelstaplerfahrer und Gärtner. Zwischen seinem 16. und 20. Lebensjahr war er ohne festen Wohnsitz und lernte, «was es heisst, arm zu sein in einem Land, in dem es Armut eigentlich nicht geben sollte». Später wurde er Buchhändler und Schriftsteller, 2019 Büchner-Preisträger. Was ist ein gutes Leben für ihn? Wie beeinflusst die eigene Biografie die Antwort auf diese Frage und wie verhindert man, am Gewicht dieser Frage zu verzweifeln? Im Gespräch mit Olivia Röllin bespricht Lukas Bärfuss die Aufgabe der Literaten in der Welt, warum man seine Rolle im Leben oft erst versteht, wenn sie schon abgespielt ist und wer eigentlich über das Leben richtet, wenn es kein Jenseits gibt.
Invité: Lukas Bärfuss. Chaque personne se demande à un moment de sa vie ce quʹelle va laisser après sa mort. Peut-être sʹinterroge-t-elle aussi sur ce quʹelle a reçu. Cela peut être de lʹargent, mais aussi des valeurs ou des problèmes à régler. Lʹhéritage interroge les notions dʹorigine, de généalogie, de famille, de responsabilité. Comment définir et appréhender lʹhéritage aujourdʹhui? Tribu en parle en compagnie de Lukas Bärfuss, écrivain et dramaturge. Il publie aux éditions Zoé "Le carton de mon père. Réflexions sur lʹhéritage".
1924 feierte «Das grosse Welttheater» auf dem Klosterplatz in Einsiedeln SZ Premiere. Lukas Bärfuss' Neufassung soll 2024 für Gänsehaut sorgen. 500 Laien zeigen vor und hinter den Kulissen vollen Einsatz. «Kulturplatz» gräbt im Archiv und begleitet Menschen aus dem «Spielvolk» zum grossen Auftritt. 100 Jahre nach der Premiere von Calderóns «Das grosse Welttheater» auf dem Klosterplatz von Einsiedeln SZ wirft Lukas Bärfuss mit seiner zeitgenössischen Neufassung existenzielle Fragen auf. Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür zu sterben? Welche Rolle spiele ich im Leben? Rund 500 Laien sind bei diesem Spiel – vor und hinter den Kulissen – mit dabei; vom Enkel bis zur Grossmutter. Ein Spiel, das Generationen verbindet und den Zusammenhalt im Dorf stärkt. Über ein halbes Jahr lang wurde geprobt. Das «Spielvolk»: mit Feuereifer dabei. Freizeit und Ferien wurden dem Spiel geopfert. Gemeinsam haben Einsiedlerinnen und Einsiedler Grosses geschaffen. «Kulturplatz» rollt die 100-jährige Geschichte auf, gräbt im Archiv, birgt Anekdoten, erinnert sich mit Menschen, die seit Jahren zum «Spielvolk» gehören an Skurriles und Unvergessliches und begleitet Alte und Junge, vom Schicksal heimgesuchte und Lebenshungrige bis zum grossen Auftritt. Das Klosterdorf Einsiedeln zeichnet eine barocke Theatertradition aus. Auf dem Klosterplatz wurde aber erstmals 1924 Theater gespielt, obwohl dieser einst sogar nach speziellen akustischen Gesichtspunkten gestaltet wurde. Die Wahl des Stückes fiel auf «Das grosse Welttheater» des spanischen Dramatikers Pedro Calderón de la Barca in der Übersetzung von Joseph von Eichendorff. Die Aufführung: weniger Kunstgenuss als vielmehr seelische Erhebung. Am Stückende gab es keinen Applaus; das Spielvolk stimmte zusammen mit dem Publikum «Grosser Gott, wir loben Dich» an. In den 1960er-Jahren sorgte das Mysterienspiel aber je länger je mehr für Unmut. Kritisiert wurde die nicht mehr zeitgemässe, gottgewollte hierarchische Ordnung. Eine rigorose Neuausrichtung wagte die Welttheater-Gesellschaft aber erst 2000 mit Autor Thomas Hürlimann und Regisseur Volker Hesse, auch wenn Calderóns Grundgedanken integraler Bestandteil blieben. Nun hat sich Lukas Bärfuss den Stoff vorgeknöpft. Das Kloster gab den Segen zu seinem Stück, das selbst vor Kindsmissbrauch in der Kirche nicht Halt macht. Eva Wannenmacher fragt Lukas Bärfuss, wie viel Provokation einkalkuliert ist. Und sie trifft Abt Urban im Kloster mit einem gewissen Staunen, dass der Abt keine Einwände hatte gegenüber der frivolen und sehr expliziten Szene, die Kindsmissbrauch thematisiert. Im Wissen, dass auch im Kloster Einsiedeln Missbrauch immer wieder ein Thema war.
Im Sommer kommt das Einsiedler Welttheater hundert Jahre nach der ersten Spielzeit zum 17. Mal als Freilichttheater vor der barocken Klosterkirche zur Aufführung. Die zeitgenössische Nachdichtung des barocken Moralspiels hat Lukas Bärfuss verfasst, Büchnerpreisträger und eminent politischer Autor. Im Gespräch gibt der Autor Lukas Bärfuss Auskunft über seine Beziehung zu Einsiedeln und dem «Grossen Welttheater» von Pedro Calderón de la Barca. Worin liegt seine Perspektive auf das barocke Welt-Erklärungs-Stück? Wie überschreibt er das Drama und seine Figuren? Wie eng ist das Korsett? Was bleibt vom barocken Spiel übrig? Was verbindet ihn persönlich und als Schriftsteller mit Einsiedeln und seiner Theatertradition? Was kann Theater mit Laiendarsteller:innen in seinen Augen leisten, was macht es besonders? Mit Lukas Bärfuss spricht Andreas Klaeui. Welttheater Einsiedeln: Premiere am 11. Juni (Ausweichdatum 12. Juni), Vorstellungen bis 7. September
Laura de Weck, Lukas Bärfuss, Daniela Strigl sowie – als Gast – die Schauspielerin Katja Riemann sprechen über «Sie sagt. Er sagt.» von Ferdinand von Schirach, «Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung» von Barbara Yelin, «Glänzende Aussicht» von Fang Fang sowie über «Minihorror» von Barbi Marković.
Im «Best-of Doppelpunkt» präsentiert Radio 1-Chef Roger Schawinski Auszüge aus Gesprächen mit drei interessanten Persönlichkeiten, welche im zweiten Halbjahr 2023 bei ihm zu Gast waren. Dieses Mal mit Filippo Leutenegger, Zürcher Stadtrat und FDP-Präsident, Lukas Bärfuss, Schweizer Schriftsteller und Patricia Boser, Radio- und TV Frau. Songs: Baila - Zucchero, Fix - Speakers Corner Quartet, Olhos Coloridos - Sandra de Sá
Lukas Bärfuss, das ist der weltbekannte Schriftsteller, Büchner-Preisträger, Ehrendoktor. Lukas Bärfuss, das ist auch der zeitweilig Obdachlose, der Arbeitslose, der Sohn eines Delinquenten. Warum wir mehr sind als unsere Herkunft, und wer am Klassismus ein Interesse hat: Barbara Bleisch fragt nach. Lukas Bärfuss hat das Erbe seines Vaters ausgeschlagen. Denn ausser Schulden hat der Vater seinem Sohn nichts hinterlassen. An Hab und Gut zurückgeblieben ist einzig eine Kiste, die der Schriftsteller jahrelang nicht angerührt hat. Als er sie öffnet, findet er darin nichts Nennenswertes – kommt aber ins Sinnieren über die eigene Herkunft, über seine Familiengeschichte, übers Erben und über Hinterlassenschaften. Seine Gedanken hat er in seinem neuesten Buch «Vaters Kiste» zu einem sehr persönlichen Essay gewoben, in dem er auch von seiner Zeit als Obdachloser berichtet und dem lebenslangen Ringen, seine Herkunft abzustreifen. Barbara Bleisch trifft den grossen Schweizer Intellektuellen zu einem Gespräch über Familie und Abstammung, über Generationengerechtigkeit und über die «Herkunftsneurose». Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 27. November 2022.