Irgendwas mit Energie – der energate-Podcast wendet sich an alle, die sich für die Energiewirtschaft interessieren. Interviews und Diskussionen mit den Menschen hinter der Energiewende liefern tiefe Einblicke in die aktuellen Herausforderungen der Branche. Gäste der energate-Redaktion sind prominente Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft.

EEG-Reform, Netzpaket, Gebäudemodernisierungsgesetz: Die Bundesregierung stellt derzeit die Weichen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien neu. In der Branche wächst jedoch die Sorge, dass die geplanten Gesetze nicht zum Turbo, sondern zum Hemmschuh für die Energiewende werden könnten. Bei den Berliner Energietagen sprachen wir mit Ursula Heinen-Esser, der Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), über die aktuellen Gesetzgebungsverfahren. Besonders kritisch sieht sie den sogenannten Redispatch-Vorbehalt, der neue Erneuerbarenanlagen in vielen Netzgebieten faktisch ausbremsen könnte.

In dieser Podcast-Folge diskutiert Reiner Hoffmann, ehemaliger DGB-Vorsitzender und heutiges Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung, die Herausforderungen der Energiewende. Er erläutert die Arbeit des Rates, der die Bundesregierung bei der Umsetzung ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Ziele berät. Hoffmann kritisiert die aktuelle politische Verunsicherung und mahnt zu mehr Planungssicherheit, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gegenüber internationalen Akteuren zu erhalten. Er plädiert leidenschaftlich dafür, den Übergang zu erneuerbaren Energien als großes Zukunftsprojekt zu begreifen, das ökologische Rücksichtnahme mit wirtschaftlichem Erfolg verbindet.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Eckpunkte für die neue Bio-Treppe veröffentlicht – und siehe da: Für 2045 fehlt eine Zielmarke. Logisch, weil Deutschland dann klimaneutral sein will? Oder bemerkenswert, weil genau das nicht alle Regierungsvertreter*innen wirklich wollen? Wir wagen eine Annäherung. Außerdem berichten wir von den Berliner Energietagen, wo wir mit Kraftwerks- und Speicherbetreibern, Stadtwerken und Wissenschaft über die bevorstehenden Kapazitätsauktionen gesprochen haben. Schnell zeigte sich: Hinter vielen Gemeinsamkeiten stecken erhebliche Konflikte. Zudem berichtet Ron Heinen von der Göttinger Energietagung, dem Klassentreffen der Regulierungsexperten.

Eine politische und mediale Kampagne hat die Wärmepumpen-Technologie in Verruf gebracht. Dabei werde häufig übersehen, dass die Technologie gegenüber anderen Heizsystemen klare Kostenvorteile biete, sagt Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer von Vaillant Deutschland, in dieser Sonderfolge des energate-Podcasts anlässlich der Berliner Energietage. Trotz anhaltender Diskussionen um das Gebäudeenergiegesetz bleibe die Nachfrage hoch. Warum der Vaillant-Deutschland-Chef weiterhin 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr für realistisch hält und weshalb die Technologie in Deutschland aus seiner Sicht günstiger sein könnte und woran es liegt, dass das nicht der Fall ist, hören Sie in dieser Folge.

Die Zustimmung zur Klimapolitik hat in den vergangenen Jahren spürbar abgenommen. Als ein zentraler Auslöser gilt vielen das Gebäudeenergiegesetz der Ampel-Regierung. Mit dem sogenannten Heizungsgesetz wurden Kosten und Zumutungen der Energiewende für viele Menschen erstmals unmittelbar greifbar. Doch die Entwicklung begann schon früher, sagt Silke Borgstedt in dieser Sonderfolge des energate-Podcast von den Berliner Energietagen. Die Geschäftsführerin des Markt- und Sozialforschungsinstituts SINUS erläutert, warum der Klimaschutz vor allem in der bürgerlichen Mitte an Rückhalt verloren hat - und weshalb aus ihrer Sicht eine pragmatische Kommunikation mit konkreten Zielbildern erfolgreicher ist als große politische Schlagworte.

Viel los in Berlin: Union und SPD streiten viel, derzeit bringen sie aber auch das ein oder andere Energiegesetz auf den Weg. In der heutigen Folge geben wir einen aktuellen Stand zu den letzten Änderungen am Kraftwerksgesetz, am Gebäudemodernisierungsgesetz und weiteren Gesetzgebungen für die Energiewende. Außerdem sprechen wir über Einblicke, die uns die Bundesnetzagentur im Rahmen eines Interviews in die Neuaufstellung der Stromnetzentgelte gegeben hat. Und Michaela Tix berichtet von einem Branchentreffen der Fernwärmeunternehmen, bei dem sie in dieser Woche in Kassel zu Gast war.

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter der Energate-Redaktion. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat ihre umstrittenen Pläne für die Reform der Energiewende in die Ressortabstimmung gegeben. Während sie die Kritik am Netzanschlusspaket und der EEG-Novelle offenbar kalt gelassen hat und die Gesetzentwürfe weitgehend unverändert geblieben sind, gibt es von der Kraftwerksstrategie Neues zu berichten. Und das betrifft nicht nur den neuen Namen: Gesetz zur Sicherung der Versorgungssicherheit Strom und zur Bereitstellung neuer Kapazitäten (StromVKG). Die Details und die Reaktionen schildern Michaela Tix, Carsten Kloth und Christian Seelos.

Viel Aufregung in dieser Woche um die Kraftwerksstrategie. Schreiben etwa Energiekonzerne am Ausschreibungsdesign mit, um Batteriespeichern zugunsten von fossilen Gaskraftwerken den Zugang zum Kapazitätsmarkt zu erschweren? Dieser Verdacht ist in dieser Woche zumindest aufgekommen. Wir zeichnen die Konfliktlinien um Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche nach und diskutieren die Tücken im Ausschreibungsdesign. Außerdem setzen wir uns mit den Vor- und Nachteilen dynamischer Netzentgelte auseinander, die derzeit im Zusammenhang mit dem sogenannten AgNes-Prozess der Bundesnetzagentur in der Diskussion sind. Dabei schauen wir auch auf eine aktuelle Studie, die solchen Netzentgeltmodellen eine angemessene Lenkungswirkung abschreibt.

Die Digitalisierung des Energiesektors bleibt eine zähe Angelegenheit, zumindest wenn es um den Smart-Meter-Rollout geht. 500 von über 800 grundzuständigen Messstellenbetreiber haben das Einbauziel zum Jahresende 2025 nicht erreicht. Warum die jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur dennoch auch positive Botschaften beinhalten, erfahren Sie in der aktuellen Podcast-Folge. Außerdem diskutieren wir darin über die Aussagen von Kanzler Friedrich Merz zum Kohleausstieg. Dieser hält das Zieljahr 2038 für unrealistisch. Was dahinterstecken könnte und wie wir die Debatte einschätzen, hören Sie in dieser Folge.

In dieser Woche befassen wir uns mit dem Hochlauf von zwei zentralen Energiewendetechnologien: Batteriespeicher und Biomethan. Beide stehen aufgrund neuer regulatorischer Rahmenbedingungen vor einer ungewissen Zukunft. Bei den Batteriespeichern ist es der AgNes-Prozess der Bundesnetzagentur, der den Projektierern unerwartete Kosten bescheren könnte. Beim Biomethan ist es eine neue Frist zur Trennung vom Gasnetzanschluss. Die Details dahinter und wie die betroffenen Unternehmen damit umgehen, schildern in dieser Folge Ron Heinen und Mareike Teuffer.

Spätestens mit dem massiven Angriff auf die katarische LNG-Produktionsanlage Ras Laffan verschärft sich die weltweite Energiepreiskrise massiv. Die Gaspreise ziehen nicht mehr nur im kurzfristigen Handel an, auch über den Jahresverlauf hinaus steigt das Gaspreisniveau - und mit ihm die Strompreise. Auf der politischen Ebene führt das zu einer vielschichtigen Debatte: Aussetzen der Merit Order, Eingriffe in den Emissionshandel, Wiederbelebung der Kernenergie oder der Rückgriff auf Fracking-Gas aus Deutschland. Vieles ist in der Debatte und wir versuchen, einen Überblick zu geben und diese Themen einzuordnen.

Eine bessere Synchronisation des Ausbaus der Erneuerbaren und der Netze ist ein wesentliches Ziel der Bundesregierung. Doch um den schnellen Ausbau der Erneuerbaren und den langsamen Ausbau der Netze zusammenzubringen, setzt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bisher vor allem auf weniger Tempo bei den Erneuerbaren. Ein Beispiel ist der hochumstrittene Redispatch-Vorbehalt. Das Beratungsbüro BET hat dazu nun einen Gegenvorschlag vorgelegt, den wir in der aktuellen Podcast-Folge erklären und besprechen. Außerdem in dieser Folge: Die Zeit drängt nicht nur bei der Kraftwerksstrategie, auch beim künftigen Kapazitätsmarkt drängt die Branche auf baldige Klarheit.

Der eskalierte Nahostkonflikt und die Blockade der Meeresenge von Hormuz sorgen für Nervosität im Gasmarkt. De Handelspreise steigen, auch wenn die Bundesregierung beschwichtigt. Die Unruhe im Markt strahlt natürlich aus auf die aktuellen energiepolitische Debatten, etwa um das Gebäudemodernisierungsesetz oder die EEG-Novelle, aber auch auf den Wasserstoffhochlauf. Zugleich werden die Rufe nach einer krisenfesten Energiestrategie und "Freiheitsenergien" lauter. Diese Gemengelage bietet ausreichend Diskussionsstoff für diese Podcast-Folge.

Noch vor den Landtagswahlen im März verständigen sich Union und SPD auf neue Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz. Die Union hat sich dabei weitgehend durchgesetzt: Die Erneuerbarenpflicht von 65 Prozent für neue Heizungen verschwindet aus dem Gesetz, stattdessen kommt eine "Bio-Treppe" und eine Grüngasquote im Gasnetz. Was das konkret bedeutet, wie die ersten Reaktionen ausfallen und was die Neuerungen für den Klimaschutz bedeuten, beleuchten wir in der neuen Folge. Außerdem werfen wir darin einen Blick in einem geleakten Entwurf für das künftige EEG. Vor allem für die Solarwirtschaft enthält dieser erhebliche Unannehmlichkeiten.

Ein geleakter Entwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium sorgt in der Energiebranche für reichlich Wirbel: In dem Entwurf geht es einerseits um neue Netzanschlussverfahren für Batteriespeicher und Rechenzentren und andererseits um Maßnahmen zur Synchronisierung von Netz- und Erneuerbarenausbau. Und hier wird es heikel, die Erneuerbarenbranche schlägt Alarm. Wir diskutieren die Details des Entwurfs und zeigen auf, warum Ministerin Reiche kommunikativ inzwischen ein Stück zurückrudert. Erklärungsbedarf gibt es auch bei der Gasversorgung. Die deutschen Gasspeicher haben sich in diesem Winter bisher stark entleert, am Wochenende rutschen die Füllstände über das Wochenende im Schnitt voraussichtlich unter die Marke von 20 Prozent. Warum das noch nicht zwangsläufig besorgniserregend ist und warum dennoch politischer Handlungsbedarf besteht, erläutern wir in der aktuellen Podcast-Folge.

Anstatt eines regulären News-Updates kommt heute eine Sonderfolge des energate-Podcasts, den wir in dieser Woche live auf der Energiemesse E-world in Essen aufgezeichnet haben. Host Christian Seelos spricht darin mit den Initiatoren von "Water für Ukraine", einer privat organisierten Hilfsorganisation, die mit hohem persönlichen Engagement Energie- und Wassertechnik in vom Krieg zerstörte Regionen in der Ukraine bringt. Elmar Thyen und Timo Bovi schildern ergreifend und berührend, was sie vor Ort erleben, und welche Hilfe sie angesichts der nachlassenden Aufmerksamkeit für die Notlage in der Ukraine momentan am dringendsten benötigen. Unterstützung tut Not - hier können auch Sie einen Beitrag leisten oder sich persönlich engagieren: [water4ukraine.de](https://water4ukraine.de/) Und hier geht es zum Partner der aktuellen Folge: [Essener Wirtschaftsförderung](https://www.ewg.de/)

Zum Redaktionsbesuch lädt die energate-Redaktion regelmäßig Akteure aus dem Energiemarkt nach Essen ein. In der heutigen Folge lässt das energate-Podcast-Team die Visite von Matthias Boxberger, CEO des Netzbetreibers Avacon, Revue passieren. Dabei geht es um die Resilienz kritischer Infrastruktur und die aktuellen Debatten um Netzanschlussverfahren. Zweites großes Thema dieser Folge ist die CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS), die gerade in der Industrie als großer Hoffnungsträger für die Dekarbonisierung gilt. Nachdem die politische Grundlage für den Einsatz von CCS-Technologien gelegt ist, geht es nun um die Frage, wie ein Markthochkauf gelingen kann. In dem Kontext beschäftigen wir uns Klagen von Gasförderunternehmen gegen europäische CCS-Vorgaben. Viel Spaß beim Hören! *"Irgendwas mit Energie" live auf der E-world! 12.02.26, 11 Uhr in der Podcast Lounge in Halle 4!* Im E-world-Live-Podcast von "Irgendwas mit Energie" spricht Host Christian Seelos mit den Initiatoren eines Ukraine-Hilfe-Netzwerks, das Transporte von Energie- und Wassertechnik in vom Krieg betroffene Regionen organisiert. Die Technik hilft dabei, die Wasserversorgung vor Ort aufrechtzuerhalten – oft unter schwierigsten Bedingungen. Die Gäste berichten von ihren Fahrten in die Kriegsregionen, erklären welche Technik vor Ort am meisten hilft und wie Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft unterstützen können.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gab in der zurückliegenden Woche ihre Premiere beim jährlichen Handelsblatt-Energiegipfel in Berlin. Die energiepolitische Todo-Liste für dieses Jahr ist lang, schnell soll es nun vor allem bei der Umsetzung der Kraftwerksstrategie, versprach sie. Doch zwischen der Ministerin und der ausführenden Bundesnetzagentur gibt es unterschiedliche Einschätzungen zum möglichen Umsetzungstempo. Wir schildern in der aktuellen Folge die Details. Zweites großes Thema dieser Folge ist die Kernfusion. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht in ihr die Zukunft der Energieversorgung, die nach seiner Lesart eines Tages sogar die Windkraft ablösen soll. Ob das aus heutiger Sicht realistisch ist und wo die Fusionstechnologie heute überhaupt steht, das skizziert Hannah Panzer in dieser Ausgabe. Viel Spaß beim Hören!

Der Industriestrompreis soll die deutsche Industrie von hohen Stromkosten entlasten, die Unternehmen erwarten sich aber nur eine kleine Linderung - und richten den Blick vielmehr auf strukturelle Reformen im Stromsystem. Welche das sind, diskutieren wir in der aktuellen Folge. Für den künftigen Strommarkt sind außerdem Speicher essenziell. Wie diese ihren Nutzen für das gesamte Stromsystem einbringen könnten, weiß Ron Heinen. Er hat sich in eine Studie von Neon/Consentec sowie in neues Papier der Bundesnetzagentur eingelesen.

Halleluja, mag der ein oder andere Akteur im Energiemarkt gerufen haben: Nach fast dreijährigen Verhandlungen über zwei Regierungen hinweg hat die EU-Kommission endlich grünes Licht für die geplante Kraftwerksstrategie signalisiert - zumindest für die Eckpunkte. In der aktuellen Folge erläutern wir die letzten Änderungen gegenüber den zuletzt bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung und analysieren, inwiefern sich die neue Kraftwerksstrategie unter Schwarz-Rot von den Eckpunkten aus der Ampelzeit unterscheidet - oder auch nicht. Außerdem werfen wir einen Blick auf die kontroverse Debatte um dynamische Netzentgelte. Unstrittig ist, dass das künftige Energiesystem möglichst umfangreiche Flexibilisierungssignale benötigt. Dynamische Netzentgelte sind dafür ein zentrales Instrument. Die Netzbetreiber führen ihrerseits aber die Komplexität solcher Entgelte als Gegenargument an. Alle Details in dieser Folge.

100 Stunden war der Berliner Südwesten ohne Strom. Wir blicken in der aktuellen Folge des energate-Podcasts auf die besonderen Umstände des Stromausfall, auf das Krisenmanagement und darauf, wie sich Deutschland besser auf solche Störungen der Energieinfrastruktur vorbereiten kann. Außerdem geht Michaela Tix der Frage nach, wie sicher die Gasversorgung angesichts sich leerender Erdgasspeicher derzeit ist. Trotz klirrender Kälte in einigen Teilen Deutschlands und Österreichs zeigt sich der Gasmarkt entspannt. Woran das liegt, hören Sie in der neue Folge von "Irgendwas mit Energie".

Im letzten Podcast des Jahres blicken wir auf das Energiejahr 2025 zurück: Auf den Start der neuen Bundesregierung, auf die Versprechungen aus dem Koalitionsvertrag, die bis heute an vielen Stellen unerfüllt sind, auf die heiklen Themen wie die Kraftwerksstrategie, das Gebäudeenergiegesetz, das so nicht mehr heißen soll, oder auf den Wasserstoffhochlauf, der nicht hochlaufen will. Viel Spaß beim Hören. Wir wünschen Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

Die Bundesnetzagentur hat den Rahmen für die künftige Netzentgeltregulierung festgezurrt und erntet von allen Seiten Kritik. Ron-David Heinen erläutert, wo die Netzbetreiber nachgeben mussten und wo die Bundesnetzagentur den Unternehmen im Rahmen des zweijährigen Konsultationsprozesses doch noch entgegenkam. Zudem stellen wir die Frage, ob der ausführliche Diskussionsprozess ein Vorbild für andere politische Prozesse sein könnte. Zweites Thema: Die deutschen Gasspeicher sind derzeit historisch tief befüllt. Mareike Teuffer berichtet anlässlich eines energate-Talks, der in der zurückliegenden Woche stattfand, über die Gründe dafür und warum Politik und Branchenvertreter recht unterschiedlich auf die Thematik blicken. Host Christian Seelos war außerdem unterwegs auf einer energate-Veranstaltung in der Schweiz und hat von dort mitgenommen, dass sich Innovationen wie dynamische Netzentgelte auch auf freiwilliger Basis und aus echtem Interesse an deren Wirkung realisieren lassen - ganz anders als in der Debatte, die aktuell in Deutschland geführt wird. Zum Schluss blicken wir zudem auf die Umbenennung des Gebäudeenergiegesetzes und machen der Bundesregierung dabei ein paar - nicht ganz ernst gemeinte - Vorschläge für eine alternative Benennung.

Ausnahmsweise nach statt vor dem Wochenende blicken wir in dieser Folge auf die aktuellsten Energiethemen: Die Bundesnetzagentur arbeitet weiterhin an einer neuen, energiewendetauglichen Netzentgeltstruktur. Aktuell im Fokus: Großverbraucher, die sich künftig deutlich flexibler verhalten sollen. Michaela Tix erläutert, was die Behörde dazu im Detail plant. Außerdem Thema in der aktuellen Folge: Anpassungen bei den Offshore-Windkraft-Auktionen und erste sichtbare Veränderungen beim Regelwerk für Batteriespeicher.

Wegen der Anreise zur energate-Weihnachtsfeier zeichnen wir unsere neue Folge am Montag, den 8. Dezember auf. Darin wird es u.a. um Neuerungen bei der Netzentgeltsystematik für Großverbraucher und um Probleme bei den Ausschreibungen neuer Offshore-Windparks gehen. Bis dahin wünschen wir einen fröhlichen Nikolaustag und einen besinnlichen zweiten Advent.

Der massenhafte Andrang auf die Stromnetze veranlasst Politik und Regulierung endlich zum Handeln. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat zu Beginn der Woche Neuerungen angekündigt: So soll für große Batteriespeicher künftig ein neues Netzschlussprozedere greifen, das es Netzbetreibern erleichtern würde, den Anschluss der Speicher stärker zu steuern. Zudem kündigte sie bei einer Podiumsdiskussion, die Podcast-Host Christian Seelos moderierte, neue Anschlusskriterien für sämtliche Technologien an. Damit lieferte die Ministerin genau das passende Futter für das energate-Forum, das diese Woche in Berlin stattfand und bei dem die Netzanschlussproblematik ebenfalls im Fokus stand. Welche gemeinsamen Lösungen sich Netzbetreiber und Betreiber von Rechenzentren vorstellen können, was die Bundesnetzagentur plant und wie sich möglicherweise aus der Engpasssituation neue Erlöse für Netzbetreiber ergeben könnten, darüber sprechen Christian Seelos und Michaela Tix aus der aktuellen Folge.

Die Regierung muss ihre Pläne zur Kraftwerksstrategie einschrumpfen, das ist seit letzter Woche klar. Was das für die unterschiedlichen Regionen in Deutschland bedeutet, darüber spricht Host Christian Seelos mit Carsten Kloth. Vor allem der Osten sorgt sich um seine Kraftwerksstandorte. Zugleich entbrennt eine Debatte über die Nutzung alter Kohleanlagen, denen die Bundesnetzagentur aus Gründen der Versorgungssicherheit die endgültige Abschaltung verwehrt. Im zweiten Teil der Folge spricht Rouben Bathke am Beispiel der Stadt Mannheim über die Herausforderungen des absehbaren Gasausstiegs. Ursprünglich wollte der Mannheimer Versorger MVV seine Gasnetze bis 2035 größtenteils stilllegen. Nach vehementen Protesten aus der Bevölkerung und der Wirtschaft rudert der neue MVV-Chef nun ein Stück weit zurück. Doch klar ist: Auch andere Städte und Gemeinden werden ihren Bürgerinnen und Bürgern beim Thema Gasausstieg irgendwann klaren Wein einschenken müssen. Zum Schluss liefern wir noch ein Update zum geplanten Industriestrompreis.

Bis 2030 will das Land Nordrhein-Westfalen aus der Kohleverstromung aussteigen. So sieht es eine Vereinbarung von Bund, Land und Betreiber RWE vor. Doch die weiterhin fehlende Kraftwerksstrategie lässt das Vorhaben immer unwahrscheinlicher werden. Denn ohne Ersatzkraftwerke kann NRW nicht auf seine Braunkohleanlagen verzichten. Rouben Bathke sprach darüber mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und berichtet im Podcast von ihren Forderungen an den Bund. Dieser hat sich zwar im Koalitionsausschuss neben Eckpunkten für einen Industriestrompreis und einen Deutschlandfonds auch auf die Grundzüge der Kraftwerksstrategie geeinigt, eine Verständigung mit der EU-Kommission steht aber weiter aus, berichtet Host Christian Seelos. Außerdem gehen wir im Gespräch mit Stefanie Dierks der Frage nach, wie lokale Preissignale dem künftigen, vor allem auf erneuerbaren Energien beruhenden Energiesystem mehr Stabilität geben könnten. Dynamische Netzentgelten könnten ein erster Ansatz sein, deren Umsetzung ist aber alles Andere als trivial.

Der Winter steht bevor und wir blicken in dieser Folge auf die aktuelle Situation der deutschen Erdgasspeicher. Zum Stichtag 1. November waren diese zu rund 75 Prozent befüllt, das sind fünf Prozent mehr als nach der gesetzlichen Füllstandsvorgabe - allerdings auch deutlich weniger als vor einem Jahr. Wir erläutern die Gründe dafür, welche Rolle das regulatorische Regelwerk dabei spielt und wie die Gasspeicherbetreiber mit dieser Situation umgehen. Zentrale Frage: Reicht das Gas für den Winter? Wir beleuchten die unterschiedlichen Blickweisen auf diese Frage. Außerdem Thema in der aktuellen Folge: Die EU bremst den CO2-Emissionshandel für Wärme und Verkehr. Ist das der Anfang von Ende des europäischen Emissionshandels?

Die energiewirtschaftliche Woche stand im Zeichen des sogenannten NEST-Prozesses, in dem die Bundesnetzagentur die Anreizregulierung für Energienetze auf ein neues Fundament stellen möchte. Viele Ideen sind dabei in der Branche umstritten. Jetzt biegt das entsprechende Festlegungsverfahren die Zielgerade ein. Grund genug, noch mal genauer auf die Vorschläge der Regulierungsbehörde und die jüngsten Änderungen zu schauen. Auf dem Metering Days in Fulda standen derweil der Smart-Meter-Rollout im Mittelpunkt der Diskussionen. Dabei wurden nicht nur über Wege zur Beschleunigung der Netzdigitalisierung gesprochen, die Marktteilnehmer rätselten auch darüber, welche Änderungen bei der Zuständigkeit für den Rollout das Bundeswirtschaftsministerium wohl plant.

Der Smart-Meter-Rollout kommt weiterhin nicht ins Rollen. Nach den Halbjahreszahlen der Bundesnetzagentur wird es selbst mit der geringen Pflichteinbauquote von 20 Prozent bis zum Jahresende eng. Zwar decken die Zahlen zum Pflichteinbau nicht alle Installationen ab, wie verschiedene Branchenvertreter betonen. Fehlendes Tempo bleibt dennoch ein Dauerproblem. Problematisch bleibt es auch bei den Netzanschlüssen. In der vergangenen Wochen haben wir die intensive Debatte über den Anschluss von Batteriespeichern aufgegriffen. Auch für die Projektierer von Rechenzentren werden fehlende Netzkapazitäten zum Problem, wie das Beispiel Frankfurt zeigt. Auch hier wird deutlich: Die Netze sind das Nadelöhr der Digitalisierung und der Energiewende. Außerdem blicken wir nach Brüssel, wo es rund um den EU-Gipfel zahlreichende energie- und klimapolitische Weichenstellungen gab. Zu einem neuen Klimaschutzziel sagen die Staats- und Regierungschefs ja, bei den erforderlichen Maßnahmen treten sie aber auf die Bremse.

Michaela Tix war bei der Inbetriebnahme eines Elektrolyseurs in Baden-Württemberg und berichtet in der neuen Folge von den Schwierigkeiten, den dort erzeugten Wasserstoff an den Kunden zu bringen. Erhoffte Abnehmer im nahegelegenen Industriepark bleiben aus, auch bei einer geplanten Wasserstofftankstelle gibt es Verzögerungen. Ron-David Heinen weiß ebenfalls von Schwierigkeiten zu berichten. Er ist unser Mann für alle Fragen um den Netzanschluss von Batteriespeichern. War das zuletzt vor allem ein Thema für die Übertragungsnetzbetreiber, rückt ein viel beachtetes energate-Interview das Thema jetzt auch in den Fokus der Verteilnetzbetreiber - und damit auch der Politik & Regulierung. Podcast-Host Christian Seelos war in dieser Woche in Sachen Emissionshandel unterwegs: Erst als Moderator bei der VIK-Jahrestagung, von dort berichtet er, warum die Industrie mit großer Sorge auf den Jahreswechsel und Neuerungen beim ETS 1 blickt. Auch der ETS 2 - also der Emissionshandel für Wärme und Verkehr - steht in der Kritik. Alles Details in der neuen Folge des energate-Podcasts.

Endlich sagt jemand aus dem Bundeswirtschaftsministerium das, was schon alle wussten: Im Jahr 2025 wird es keine Kraftwerksausschreibungen mehr geben. Auch der darauf aufbauende Kapazitätsmarkt verzögert sich. Die Gründe dafür, erläutert in der aktuell Folge energate-Politikredakteur Carsten Kloth. Dass viele Branchenvertreter von den Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums ohnehin nicht sonderlich begeistert sind, zeigte sich diese Woche bei einem energate-Talk, dessen Kerninhalte Rouben Bathke im Gespräch mit Christian Seelos zusammenfasst. Podcast-Host Christian Seelos war in dieser Woche außerdem auch noch branchenfremd im Einsatz und berichtet, warum die Bau- und Rohstoffindustrie genauso gebannt auf die neuen energiepolitischen Weichenstellungen blickt, wie die Energiebranche selbst.

Im aktuellen News-Update blicken wir auf die Senkung der Netzentgelte, die die Übertragungsnetzbetreiber für das kommende Jahr angekündigt haben. Brisant dabei: Die Senkung beruht auf einem finanziellen Zuschuss durch den Bund, der allerdings politisch noch gar nicht in trockenen Tüchern ist. Wir schlüsseln diese ungewöhnliche Konstellation auf und diskutieren, was von der Netzentgeltsenkung bei den Kunden ankommt. Außerdem: Rouben Bathke berichtet vom VKU-Stadtwerkekongress in Mainz, auf dem Bundeswirtschftsministerin Katherina Reiche einen mit Spannung erwarteten Auftritt hatte. Und Michaela Tix erzählt von ihrem Besuch im Antwerpener Hafen, der schon heute eine wichtige Drehscheibe der Gasversorgung Deutschlands ist und künftig bei der Wasserstoffversorgung und der CO2-Infrastruktur eine entscheidende Rolle spielen möchte.

In der aktuellen Folge blicken wir auf zwei große Branchentreffen der Gaswirtschaft und ihre Reaktion auf das Energiewende-Monitoring von Bundeswirtschaftswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Auffällig dabei: "Die" Gaswirtschaft gibt es eigentlich nicht mehr. Denn während Branchenvertreter in Bonn beim DVGW-Kongress vor allen neue Optionen für blauen Wasserstoff sehen, der aus Erdgas gewonnen wird, gibt es in Oldenburg bei der Tagung "Beyondgas" um die Zukunft für grünen Wasserstoff, der aus Ökostrom gewonnen wird. Außerdem spricht Rouben Bathke über neue Pläne der Bundesnetzagentur, um die Industrie stärker in die Flexibilisierung des Energiesystems einzubinden. Ein Thema mit erheblichem industriepolitischen Konfliktpotenzial.

Am 15. September hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den lange erwarteten Monitoring-Bericht zur Energiewende vorgelegt. Wer befürchtet hatte, dass das Papier die Säge an die Energiewende ansetzt, sah sich nicht unbedingt bestätigt. Das heißt aber keineswegs, dass die Kürzungspläne von Ministerin Reiche vom Tisch sind. Was genau im Monitoring steht, welche Schlüsse Ministerin Reiche daraus zieht und wie die Branche darauf reagiert, ist Thema dieser Folge. Außerdem berichtet Stefanie Dierks direkt von der Messe Husum Wind, dem Branchentreffen der Onshore-Windkraftindustrie. Auch dort war das Energiewende-Monitoring Thema.

Viele in Politik und Wirtschaft warten auf das Energiewende-Monitoring des Bundeswirtschaftsministeriums. Der Bericht soll die Basis legen für eine neue Energiepolitik der schwarz-roten Bundesregierung. Ob das Monitoring in der nächsten oder übernächsten Woche veröffentlicht wird, ist noch unklar. Kanzler Merz zieht aber jetzt schon seine Schlüsse und sagt: 'Mit weniger Erneuerbaren erreichen wir mehr Versorgungssicherheit.' Das sieht die zentrale Energiebehörde des Bundes - und nicht nur die - hingegen ganz anders. Unklar ist auch, wie Merz' Bekenntnis zu den nationalen und europäischen Klimazielen mit weniger Erneuerbaren und dem Rütteln am Verbrenner-Aus zu vereinbaren sein soll.

Der Bericht der Bundesnetzagentur zur Versorgungssicherheit war das große Thema der vergangenen Tage. Während Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sich mit dem Ergebnis bestätigt sieht, dass wir einen Zubau von Gaskraftwerken brauchen, fühlt sich die Speicherbranche übergangen. Stefanie Dierks fasst die Diskussion zusammen. Beim Zubau von Gaskraftwerken fühlt sich auch der Energiekonzern RWE angesprochen. Nikolaus Valerius, CEO von RWE Generation, hat bei seinem Redaktionsbesuch von den Plänen RWEs berichtet. Wir lassen seinen Besuch im Podcast Revue passieren. Und Michalea Tix berichtet von ihrem Besuch auf dem Deutschen Energierechtstag in Essen, wo vor allem die Netzregulierung im Zentrum der Diskussionen stand.

Der sogenannte 24-Stunden-Lieferantenwechsel im Strommarkt hält die Branche schon seit Längerem in Atem. Viele Marktteilnehmer haben mit den prozessualen Anforderungen zu kämpfen. In der heutigen Folgen schauen wir, wie es mit der Umsetzung klappt und diskutieren Sinn und Unsinn dieser neuen Regelung. Außerdem geht es um ein neues LNG-Terminal, das in diesen Tagen den Regelbetrieb aufgenommen hat, und Wirbel in der Bioenergiebranche.

Ein Besuch im Gaskraftwerk Hamm bietet Anlass, das Thema Kraftwerksstrategie und Kapazitätsmarkt noch mal anzugehen. Ron Heinen berichtet von seinem Austausch mit dem Kraftwerksbetreiber Trianel und die anstehenden politischen Entscheidungen zur Versorgungssicherheit. Und Mareike Teuffer gibt anlässlich aktueller Interviews zum Thema Wasserstoffmarkt einen Überblick über die Herausforderungen beim Markthochlauf.

Die neue Bundesregierung ist 100 Tage im Amt - und damit auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Grund genug für eine erste Bilanz ihrer Arbeit. Wo hat die ehemalige Westenergie-Chefin geliefert und wo ist sie Ergebnisse schuldig geblieben. Zahlreiche Verbände haben sich mit Einschätzungen zu Wort gemeldet, aber auch auf der Bilanzpressekonferenz des Energiekonzerns Eon zum Halbjahr kam das Thema zur Sprache. Wir fassen die Reaktionen zusammen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche war auf Sommertour und ausgerechnet in ihrer Heimat Brandenburg wurde sie wenig herzlich empfangen. In der Lausitz am Kraftwerksstandort Schwarze Pumpe hielt ihr die Gewerkschaft IGBCE Protest-Banner entgegen. Warum, das berichtet Christian Seelos, der Ministerin Reiche bei ihrer Sommertour begleitet hat, in dieser Folge. Außerdem Thema dieser Ausgabe: Der geplante Industriestrompreis der Bundesregierung sorgt in der Branche für Fragen und Kritik.

Bundesfinanzminister Klingbeil hat den Haushalt 2026 vorgestellt. Im Energiebereich nehmen vor allem die geplanten Strompreisentlastungen Milliardenbeträge in Anspruch. Für welche Energieposten mehr und wo weniger Haushaltsmittel vorgesehen sind, erläutern Carsten Kloth und Christian Seelos in dieser Folge. Außerdem gibt es vehemente Kritik am Gesetz zur Abschaffung der Gasspeicherumlage. Mit dem Ziel sind eigentlich alle einverstanden, mit Details und dem Prozess des Gesetzgebungsverfahrens allerdings überhaupt nicht. Das gilt auch für das laufende Energiewende-Monitoring durch das Bundeswirtschaftsministerium. Auch aus einer CDU-nahen Denkfabrik kommt nun Kritik. Dazu mehr in der aktuellen Folge.

Ron Heinen ist in dieser Woche der Frage nachgegangen, wann realistischerweise die ersten Kraftwerksausschreibungen in Deutschland erfolgen und wann die ersten Kraftwerke ans Netz gehen könnten. In der aktuellen Podcast-Folge spricht er über seine Recherche und zeigt die Fallstricke auf, die den Prozess noch weiter ausbremsen könnten. Außerdem berichtet Carsten Kloth von einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das den Druck auf die Klimapolitik nicht nur, aber auch in Deutschland spürbar erhöhen könnte. Und das in einem Umfeld, in dem Teile der Bundesregierung die klimapolitischen Ambitionen augenscheinlich ein wenig zurücknehmen wollen.

Seit 73 Tagen ist die neue Bundesregierung im Amt. Friedrich Merz zog in der Bundespressekonferenz bei seiner ersten Sommer-PK als Kanzler seine persönliche Bilanz. Wir haben zugehört und ziehen in der aktuellen Folge außerdem unser erstes Fazit zur Schwarz-Roten Energiepolitik. Außerdem berichtet Ron-David Heinen von aktuellen Diskussionen im boomenden Markt für Batteriespeicher. Dabei stehen die Netzanschlussverfahren der Netzbetreiber im Fokus.

Neue Zahlen zum Smart-Meter-Rollout: Noch immer kommen viele grundzuständige Messstellenbetreiber beim Smart-Meter-Rollout nicht voran. Derzeit drohen sie, die ohnehin schon nicht sonderlich hohe Quote beim Pflichtrollout zu verpassen. Rouben Bathke berichtet aber auch von erfreulichen Entwicklungen - und zwar dort, wo nicht Zwang der Treiber des Rollouts ist, sondern der freie Markt. Außerdem in dieser Folge: Ron Heinen kommt von einem Baustellenbesuch bei der Gleichstromtrasse Ultranet und liefert seine Eindrücke. Zudem gehen wir der Frage nach, wie PPAs die Marktintegration der erneuerbaren Energien beschleunigen könnten. Viel Spaß beim Reinhören.

Die Bundesregierung sendet ein klares Zeichen, dass die Gaskrise hinter uns liegt: Wirtschaftsministerin Reiche hat die Alarmstufe im Notfallplan Gas aufgehoben. Was das bedeutet, womit die Regierung den Schritt begründet und warum es an der Entscheidung auch Kritik gibt, beleuchtet das Podcast-Team von energate in der aktuellen Folge. Außerdem Thema in dieser Folge: Die Deutsche Energieagentur unterbreitet neue Vorschläge zur Finanzierung des Netzausbaus und in Berlin schwelt weiterhin der Streit um die Absenkung der Stromsteuer.

Erlebt die neue Bundesregierung gerade ihren Heizhammer? Das Vorhaben, die breit angekündigte Absenkung der Stromsteuer nur der Industrie, Land- und Forstwirtschaft zukommen zu lassen - und nicht Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie tausenden kleiner und mittlerer Unternehmen löst heftige Kritik aus. Auch aus dem eigenen Lager. Carsten Kloth und Christian Seelos besprechen in der aktuellen Folge die Details. Außerdem berichtet Rouben Bathke über das grüne Licht aus Brüssel für die Einführung eines Industriestrompreises. Was erstmal gut klingt, birgt einige Stolpersteine.

Die EU will endgültig raus aus russischem Gas. Noch immer stammen 20 Prozent des Erdgasverbrauchs der EU aus Russland. Damit soll nun bis spätestens Ende 2027 Schluss sein. Damit das gelingt, plant die EU-Kommission einen rechtlichen Kniff. Rechtsstreit kündigt sich bei der Neugestaltung der Netzregulierung an. Die Bundesnetzagentur hält trotz anhaltender Kritik der Netzbetreiber an ihrem Plänen zur Reform der Anreizregulierung fest. Michaela Tix liefert den aktuellen Stand und skizziert die weiterhin schwelenden Streitpunkte. Außerdem berichtet Ron Heinen über die jüngste Offshore-Ausschreibung. Der Bund nimmt darüber weniger Geld als in der Vergangenheit ein. Die aktuelle Kernfrage ist aber: Werden die bezuschlagten Offshore-Windparks überhaupt errichtet? Lesetipps zur Folge: [Haller: "Die Netzbetreiber können sich nicht mit jedem Argument durchsetzen"](https://www.energate-messenger.de/news/253766/die-netzbetreiber-koennen-sich-nicht-mit-jedem-argument-durchsetzen] [Jüngste Offshore-Auktion enttäuscht](https://www.energate-messenger.de/news/253779/juengste-offshore-auktion-enttaeuscht) [EU konkretisiert Verbot russischer Gasimporte](https://www.energate-messenger.de/news/253789/eu-konkretisiert-verbot-russischer-gasimporte)

Aus den Ländern regt sich Kritik an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: Der schleswig-holsteinische Energieminister Tobias Goldschmidt wirft ihr "Stammtischparolen" und eine Nähe zur Gaslobby vor. Rouben Bathke berichtet von seinem Interview mit dem Grünen-Politiker. Noch mehr kritische Worte: Der Chef des ostdeutschen Energieversorgers EnviaM, Stephan Lowis, lässt kein gutes Haar am sogenannten NEST-Prozess der Bundesnetzagentur zum Neustart der Netzregulierung. Michaela Tix berichtet von seinem Redaktionsbesuch. Außerdem: Gemischte Gefühle in der Windenergiebranche - Eine starke Zubaudynamik trifft auf rechtliche Verunsicherung und Zukunftsorgen. Ron Heinen gibt einen Stimmungsüberblick.

Klassentreffen der Energiebranche in Berlin: Carsten Kloth und Christian Seelos berichten in dieser Folgen vom ersten Auftritt von Neu-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche beim BDEW-Kongress. Zum Auftritt in ihrem "Wohnzimmer", wie Reiche selbst sagte, brachte die Ministerin einige News mit. Auf ihre Rede folgte aber auch Gegenwind. Außerdem berichtet Michaela Tix von einem Ausflug in den Industriepark Höchst in Frankfurt, wo Europas bislang größte E-Fuel-Anlage in Betrieb gegangen ist.