Die RedakteurInnen des Online-Magazins seitenwaelzer stellen hier verschiedene Formate auf die Beine. Von kommentiertem Weltgeschehen über Freizeit bis hin zu spannenden fictional Podcasts findet sich hier sicher für jede/n etwas.

Zum Abschluss unserer Reihe über den Großen Nordischen Krieg richten Moritz und Michi den Blick auf eine der schillerndsten Figuren dieser Epoche: August den Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen. Bekannt für seine legendäre Körperkraft und seinen barocken Prunk, war August zugleich ein politischer Taktiker, der mit seinem Griff nach der polnischen Krone das Machtgefüge in Osteuropa entscheidend beeinflusste. Die beiden sprechen über seine Ambitionen, seine Bündnisse gegen Schweden, seine Niederlagen gegen Karl XII. und seine Rückkehr auf den Thron. Dabei geht es nicht nur um Militärpolitik, sondern auch um Hofkultur, Dresden als barocke Metropole und die Frage, wie viel Substanz hinter dem Mythos des „Starken“ steckte. Eine Folge über Machtstreben, Prestige und das große Finale eines Krieges, der Nordeuropa neu ordnete.

In dieser Folge richten Moritz und Michi den Blick auf eine der prägendsten Figuren des Großen Nordischen Kriegs: Zar Peter I., besser bekannt als Peter der Große. Während Karl XII. militärisch brillierte, arbeitete Peter langfristig an einer radikalen Umgestaltung seines Reiches. Die beiden sprechen über Peters Jugend, seine Reisen durch Westeuropa, seine Reformen von Militär, Verwaltung und Gesellschaft sowie über den Aufbau einer modernen Flotte und die Gründung Sankt Petersburgs als „Fenster nach Europa“. Gleichzeitig geht es um die dunkleren Seiten seiner Herrschaft. Harte Repression, Zwangsarbeit und ein kompromissloser Regierungsstil. Eine Folge über Macht, Modernisierung und den Moment, in dem Russland endgültig zur europäischen Großmacht wurde.

Das große Finale! Unsere Held*innen haben sich durch einen schwierigen Fall gewunden und zwischen Kirche und Krawall folgt ein großes Finale, mit dem die Geschichte ihr Ende findet. Anschließend hört ihr noch eine kleine Bewertung vom Team zum Abenteuer und dem fantastischen System FATA MUNDI. Also unbedingt dranbleiben. Wir begeben uns in die spätantike Stadt Worms, in der uns ein finsteres Geheimnis und die eine oder andere Verschwörung erwarten. In diesem Systemtest spielen wir ein spannendes Abenteuer auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspielsystems FATA MUNDI von Jonas Renz. Das System legt dabei Wert auf ein besonders authentisches Setting, wobei ihr uns die eine oder andere Freiheit sicher verzeiht ... Titelmusik: Monk chant atmosphere von Tomas_Herudek unter Pixabay Content License Spielleitung: Jonas Renz (Boardgame Historian)

Zum Abschluss unserer dreiteiligen Tolkien-Reihe kehren wir noch einmal mit voller Besetzung nach Mittelerde zurück. Nachdem Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft bereits in den letzten beiden Episoden mit uns in die Biografie und die Lore rund um J.R.R. Tolkien eingetaucht sind, schließen wir nun gemeinsam den Kreis und feiern Folge 401 mit Michi, Moritz und vielen Abschweifungen. Wir beantworten Fragen aus der Community, führen die Lebensgeschichte Tolkiens zu Ende und reflektieren, wie sein Werk im 20. und 21. Jahrhundert rezipiert, weiterentwickelt und manchmal auch vereinnahmt wurde. Natürlich bleibt es nicht bei einem stringenten Ablauf. Es geht um Lieblingscharaktere, Rezeption im Kino, absurde Funfacts, Elben-Dramen, Schattenseiten des Fandoms und die Faszination, die Tolkien über Generationen hinweg ausgelöst hat. Ein herzliches Dankeschön geht an Annika und Tobias für ihre Expertise, Begeisterung und den Humor, mit dem sie diese Trilogie zu etwas Besonderem gemacht haben.

Zur Feier der 400. Folge geht Moritz mit zwei ausgewiesenen Tolkien‑Expert*innen — Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG) — auf eine tiefgehende Reise durch die Welt von Der Herr der Ringe. Die DTG, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Verständnisses von Tolkien, seiner Werke und ihrer Hintergründe, bringt umfassende Perspektiven ein, die weit über die bekannten Geschichten von Frodo und Gandalf hinausgehen. Gemeinsam beleuchten die drei die Entstehungsgeschichte der Legenden von Mittelerde, Tolkiens Inspirationsquellen (von Sprachentwicklung über nordische Mythologie bis zu eigenen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg), die Struktur der verschiedenen Kulturen und Völker (Elben, Menschen, Zwerge, Orks, Hobbits usw.), zentrale mythologische Motive und erzählerische Techniken sowie spannende Details zur Weltkonstruktion, die in Der Herr der Ringe, aber auch in Der Hobbit und Das Silmarillion steckt. Die Folge richtet sich an Tolkien‑Einsteigerinnen wie an passionierte Fans und verbindet fundierte Lore‑Insights mit unterhaltsamen Diskussionen. Eine Episode, die zeigt, wie viel Tiefgang, historische Substanz und kreative Genialität hinter Mittelerde steckt.

Ein weiterer Schritt ins Unbekannte: Die Reise unserer Held*innen ist noch nicht zu Ende. Die spannende Pen-&-Paper-Geschichte geht weiter. Wir wünschen ganz viel Spaß. Wir begeben uns in die spätantike Stadt Worms, in der uns ein finsteres Geheimnis und die eine oder andere Verschwörung erwarten. In diesem Systemtest spielen wir ein spannendes Abenteuer auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspielsystems FATA MUNDI von Jonas Renz. Das System legt dabei Wert auf ein besonders authentisches Setting, wobei ihr uns die eine oder andere Freiheit sicher verzeiht ... Titelmusik: Monk chant atmosphere von Tomas_Herudek unter Pixabay Content License Spielleitung: Jonas Renz (Boardgame Historian)

Zum Auftakt unserer dreiteiligen Sonderreihe zur 400. Ecke‑Folge begrüßen Moritz und Michi zwei ausgewiesene Tolkien‑Expert*innen: Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG), einem gemeinnützigen literarischen Verein zur Förderung des Lebens, Werks und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit J.R.R. Tolkien. Die DTG wurde 1997 gegründet, hat ihren Sitz in Köln und zählt über 1.600 Tolkien‑Begeisterte; sie organisiert Veranstaltungen wie das Tolkien Thing, Tolkien Tage und Stammtische. Gemeinsam zeichnet das Team Tolkiens Lebensweg nach, von seiner Kindheit über die prägenden Erfahrungen im Ersten Weltkrieg bis hin zur akademischen Karriere in Oxford, seiner Leidenschaft für Sprachen und Mythologie und den Ursprüngen der Ideen, die später zu Der Hobbit und Der Herr der Ringe wurden. Dabei beleuchten sie sowohl den Menschen Tolkien als auch den Einfluss, den sein Werk auf Literatur, Fandom und Wissenschaft bis heute ausübt. Eine Folge für alle, die Tolkien nicht nur als Autor kennen, sondern ihn als Mensch verstehen wollen.

Im Schatten des schwedischen Königs Karl XII. und des russischen Zaren Peter des Großen stand ein weiterer Herrscher, der den Lauf des Großen Nordischen Krieges entscheidend mitprägte: Friedrich IV. von Dänemark und Norwegen. In dieser Folge schauen Moritz und Michi auf dessen politischen Ehrgeiz, seine frühen Niederlagen gegen Schweden, seine überraschende Rückkehr ins Kriegsgeschehen und die diplomatischen wie militärischen Strategien, mit denen Dänemark versuchte, seinen Einfluss im Ostseeraum zu sichern. Eine Episode über kluge Allianzen, gescheiterte Feldzüge und die Frage, ob Friedrich wirklich der stille Gewinner des Konflikts war.

Frohes neues Jahr! Neue Herausforderungen, alte Fragen – und mittendrin unsere Held*innen. Hört rein und begleitet uns auf dem nächsten Abschnitt unseres Abenteuers! Wir begeben uns in die spätantike Stadt Worms, in der uns ein finsteres Geheimnis und die eine oder andere Verschwörung erwarten. In diesem Systemtest spielen wir ein spannendes Abenteuer auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspielsystems FATA MUNDI von Jonas Renz. Das System legt dabei Wert auf ein besonders authentisches Setting, wobei ihr uns die eine oder andere Freiheit sicher verzeiht ... Titelmusik: Monk chant atmosphere von Tomas_Herudek unter Pixabay Content License Spielleitung: Jonas Renz (Boardgame Historian)

Im Zentrum dieser Folge steht eine der wichtigsten Wendepunkte im Großen Nordischen Krieg: die Schlacht von Poltava im Jahr 1709. Moritz und Michi zeichnen nach, wie es zur Konfrontation zwischen dem schwedischen König Karl XII. und dem russischen Zaren Peter dem Großen kam. Sie beleuchten die Vorgeschichte, die militärische Lage und den katastrophalen Verlauf der Schlacht für das schwedische Heer. Poltava bedeutete nicht nur das Ende von Karls Russlandfeldzug, sondern auch das endgültige Ende der schwedischen Großmachtstellung. Russland hingegen trat mit diesem Sieg auf die europäische Bühne.

Remember, remember the 5th of November ... Ein Ereignis, das in die Geschichte eingegangen ist und bis heute nachhallt. Eine große Verschwörung, der Dominik und Robin sich in der neuen Folge auf die Schliche begeben haben und aufklären, was damals in England passiert ist und wie es überhaupt zur sogenannten "Pulverfass-Verschwörung" gekommen ist.

Die Reise nimmt ihren Lauf: Unsere Held*innen-Gruppe steht erneut vor unerwarteten Situationen und muss schwierige Entscheidungen treffen. Wir begeben uns in die spätantike Stadt Worms, in der uns ein finsteres Geheimnis und die eine oder andere Verschwörung erwarten. In diesem Systemtest spielen wir ein spannendes Abenteuer auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspielsystems FATA MUNDI von Jonas Renz. Das System legt dabei Wert auf ein besonders authentisches Setting, wobei ihr uns die eine oder andere Freiheit sicher verzeiht ... Titelmusik: Monk chant atmosphere von Tomas_Herudek unter Pixabay Content License Spielleitung: Jonas Renz (Boardgame Historian)

In dieser besonderen Jahresabschlussfolge blicken Moritz und Michi auf zwölf Monate voller historischer Kuriositäten, spannender Recherchen und lustiger Aufnahmen zurück. Welche Themen sind ihnen besonders im Gedächtnis geblieben? Welche Gäste haben Eindruck hinterlassen? Welche Folgen waren für sie echte Highlights und was hätte auch ruhig in der Schublade bleiben können? Vom Adventskalender bis zu langen Interviewstrecken, von den Seevölkern bis LEGO, das Podcastjahr 2025 hatte einiges zu bieten. Dazu gibt's wie immer Anekdoten aus dem Aufnahmekeller, ehrliche Rückblicke und vielleicht auch schon einen kleinen Ausblick auf das kommende Jahr.

Als am 26. Dezember 2004 ein verheerender Tsunami Südostasien traf, wurden Hunderttausende Menschen getötet, doch in Khao Lak, Thailand, verhinderte ein zehnjähriges Mädchen eine Tragödie. Tilly Smith erkannte die Zeichen: Das Zurückweichen des Meeres und das Zittern des Bodens hatte sie wenige Wochen zuvor im Geografie-Unterricht kennengelernt. Sie schlug Alarm und mehr als hundert Menschen konnten sich in Sicherheit bringen. In dieser Folge erzählen Moritz, Michi, Robin und Dominik die unglaubliche, aber wahre Geschichte von Tilly Smith, sprechen über Naturkatastrophen, Bildung und den Moment, in dem Schulwissen Leben rettete.

Jack Churchill – besser bekannt als „Mad Jack“ – war nicht nur ein britischer Offizier im Zweiten Weltkrieg, sondern auch eine der schillerndsten und ungewöhnlichsten Figuren der Militärgeschichte. Während andere mit Maschinengewehren kämpften, führte Churchill seine Einsätze mit Schwert, Langbogen und Dudelsack an. Moritz und Dominik erzählen in dieser Folge, wie der exzentrische Soldat nicht nur Feinde mit mittelalterlichen Waffen überraschte, sondern auch mehrmals gefangen genommen wurde und trotzdem immer wieder zurückkehrte. Eine Folge über Mut, Wahnsinn und die Frage, ob man wirklich verrückt sein muss, um Geschichte zu schreiben.

Wenn es draußen kalt wird, spricht jeder über Temperaturen, aber kaum jemand weiß, wie Skalen wie Celsius, Fahrenheit oder Kelvin eigentlich entstanden sind. In dieser Weihnachtsfolge werfen Moritz und Michi einen historischen Blick auf die Entwicklung unserer Temperatursysteme. Sie erzählen von Daniel Gabriel Fahrenheit und seinem Thermometer mit Alkoholfüllung, von Anders Celsius und seinem anfangs „verkehrten“ Gefrierpunkt, aber auch von weniger bekannten Namen wie Réaumur oder Kelvin. Eine Folge über Forschergeist, wissenschaftliche Genauigkeit und die Frage, wie man aus heiß und kalt eine Zahl macht, pünktlich zum Fest mit Minusgraden und Glühwein.

Ein Elefant in der Schwebebahn? Klingt wie ausgedacht, ist aber genau so passiert. In dieser Folge erzählen Michi und Dominik die Geschichte von Tuffi, dem jungen Elefanten, der 1950 in Wuppertal zu PR-Zwecken mit der berühmten Schwebebahn fahren sollte, bis er in Panik geriet, die Tür durchbrach und in die Wupper stürzte. Das Tier überlebte, der Skandal war perfekt. Die beiden beleuchten nicht nur die kuriose Aktion selbst, sondern auch den historischen Kontext, die Rolle des Zirkus Althoff und wie dieses Ereignis bis heute das kollektive Gedächtnis der Stadt prägt. Eine Geschichte zwischen Sensation, Tierliebe und Verantwortung.

Leopardenkostüme, vergiftete Krallen und ein geheimer Kult: In dieser Folge widmen sich Moritz und Dominik den sogenannten Leopardenmorden, die vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für Angst und Schrecken in Teilen Westafrikas sorgten. Im kolonialen Kontext gerieten zahlreiche Morde an Einheimischen und Europäern in den Fokus, bei denen die Täter offenbar in Leopardenfellen unterwegs waren und ihre Opfer mit Klauen und Zähnen attackierten, oder es zumindest so aussehen ließen. Wer waren diese „Leopardenmenschen“? War es ein Ritual, eine politische Bewegung oder einfach nur ein Mythos? Eine Folge über Aberglaube, koloniale Deutungsmacht und die dunklen Seiten des Menschseins.

Tief im Osten Sibiriens liegt eine der tödlichsten Erinnerungsstätten an den stalinistischen Terror: die Straße von Magadan nach Kolyma, auch bekannt als Straße der Knochen. In dieser Folge berichten Michi und Dominik über das gigantische Gulag-System in der Region Kolyma, in dem Hunderttausende Menschen durch Arbeit, Hunger, Gewalt und Kälte ums Leben kamen. Die beiden erzählen, wie diese „Todesstraße“ überhaupt gebaut wurde, welche Rolle der Goldabbau spielte und warum Kolyma als Synonym für das Leid in den sowjetischen Straflagern gilt. Eine Folge über Geschichte, Gewalt und das Erinnern an eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts.

In dieser Folge widmen sich Moritz und Dominik einem der bekanntesten Kryptiden des 20. Jahrhunderts: dem Mothman. Ab 1966 berichteten die Bewohner von Point Pleasant in West Virginia von einer seltsamen, geflügelten Gestalt mit roten, leuchtenden Augen. Waren es Massensuggestion, ein großer Vogel oder doch etwas Übernatürliches? Die beiden erzählen die Chronologie der Sichtungen, die mediale Hysterie, die später mit dem Einsturz der Silver Bridge verknüpft wurde, und warum der Mothman bis heute fester Bestandteil der amerikanischen Popkultur ist. Eine Folge zwischen Folklore, Mystery und den Mechanismen moderner Legendenbildung.

„Der physiologische Schwachsinn des Weibes“ – was heute nach blankem Sexismus klingt, war im 19. Jahrhundert eine weit verbreitete medizinische Auffassung. In dieser Folge erklären Michi und Dominik, wie die damalige Wissenschaft versuchte, gesellschaftliche Rollenbilder mit angeblichen biologischen Fakten zu untermauern. Dabei geht es nicht nur um den französischen Arzt Paul Broca und seine Schädelmessungen, sondern auch um Hysterie-Diagnosen, Ausschlüsse aus dem Bildungssystem und die lange Tradition, Frauen systematisch zu unterschätzen – medizinisch, sozial und politisch. Eine Folge über die gefährliche Verbindung von Wissenschaft und Vorurteil.

Auch in dieser Episode erwarten euch neue Begegnungen, spannende Entwicklungen und so manche Überraschung. Seid dabei, wenn unsere Geschichte in den finsteren Gassen von Worms weitergeht! Wir begeben uns in die spätantike Stadt Worms, in der uns ein finsteres Geheimnis und die eine oder andere Verschwörung erwarten. In diesem Systemtest spielen wir ein spannendes Abenteuer auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspielsystems FATA MUNDI von Jonas Renz. Das System legt dabei Wert auf ein besonders authentisches Setting, wobei ihr uns die eine oder andere Freiheit sicher verzeiht … Titelmusik: Monk chant atmosphere von Tomas_Herudek unter Pixabay Content License Spielleitung: Jonas Renz (Boardgame Historian)

Eierlikör! Für viele ein weihnachtliches Muss, für andere ein flüssiger Albtraum. Doch woher kommt dieses merkwürdig sämige Getränk eigentlich? Moritz und Dominik klären auf: Die Ursprünge reichen weit über den deutschen Tellerrand hinaus, bis nach Südamerika, wo ein cremiges Getränk aus Avocados und Rum die Kolonialherren begeisterte. Als es in Europa keine Avocados gab, musste eine Alternative her – und so wurde der Eierlikör erfunden, wie wir ihn heute kennen. Eine Folge über kolonialen Kulturtransfer, deftige Rezepturen und ein Getränk, das man entweder liebt oder belächelt.

Im zweiten Teil über den Großen Nordischen Krieg begleiten Moritz und Michi den schwedischen König Karl XII. auf seinem verhängnisvollen Weg Richtung Russland. Was als brillanter Feldzug begann, endet in einer katastrophalen Niederlage bei Poltawa. Die beiden erzählen, wie sich das Machtgefüge Nordeuropas verschob, warum Schweden seine Großmachtstellung verlor und Russland zur dominierenden Kraft aufstieg. Sie werfen einen Blick auf die politischen Intrigen, militärischen Wendepunkte und das tragische Ende eines Monarchen, der nie aufgab und dabei fast alles verlor. Eine Folge über Ehre, Größenwahn und das Ende einer Ära.

Kaum zu glauben, aber im 17. Jahrhundert wurden Tulpenzwiebeln in den Niederlanden zeitweise teurer gehandelt als ganze Häuser. In dieser Folge nehmen Michi und Dominik die sogenannte Tulpenzwiebelblase unter die Lupe, eine der frühesten dokumentierten Spekulationsblasen der Wirtschaftsgeschichte. Wie konnte es dazu kommen, dass eine Blume zur wertvollsten Anlage überhaupt wurde? Wer profitierte, wer verlor? Und was hat das mit unserem heutigen Finanzsystem zu tun? Eine Episode über menschliche Gier, Marktmechanismen und den Moment, in dem alles zu platzen drohte.

Er gilt als der bekannteste Militärfriedhof der Vereinigten Staaten: der Arlington National Cemetery in Washington, D.C. Doch was heute als würdevolle Ruhestätte für gefallene Soldaten, Präsidenten und Unbekannte gilt, hat eine bewegte Geschichte. Moritz und Dominik erzählen in dieser Folge, wie das Gelände einst zum Besitz von George Washingtons Familie gehörte, warum ausgerechnet der Bürgerkrieg zur Umwidmung führte und wie aus der einstigen Plantage ein nationales Symbol wurde. Eine Folge über Erinnerungskultur, politische Zeichen und die Toten, die Geschichte schreiben.

Warum wiegt ein handelsüblicher Hefewürfel genau 42 Gramm? Und wieso steckt in einem Em-eukal-Bonbon eine kleine Papierfahne? In dieser Folge gehen Michi und Dominik zwei Alltagsfragen auf den Grund, deren Antworten überraschend tief in Geschichte, Marketing und gesellschaftliche Entwicklungen hineinreichen. Sie erzählen, wie sich die Hefegröße historisch ergab, vom Bäckerbedarf bis zur Verpackungsnorm und warum ein Kinderarzt in Nürnberg einem Bonbon eine Fahne verpasste. Eine Folge über unscheinbare Details, die mehr mit uns zu tun haben, als wir denken.

Am 24. Oktober 1975 legten in Island über 90 Prozent der Frauen ihre Arbeit nieder – bezahlte wie unbezahlte. Sie gingen nicht zur Arbeit, kochten nicht, passten nicht auf Kinder auf und machten vor allem eines: sichtbar, wie essenziell ihre Rolle für die Gesellschaft war. Moritz und Dominik erzählen, wie es zu diesem einzigartigen Protest kam, was an diesem Tag geschah und warum der „Frauenstreik“ bis heute als Wendepunkt für Gleichberechtigung und Frauenrechte in Island – und weit darüber hinaus – gilt.

In dieser Folge nehmen Michi und Dominik einen eher unbekannten, aber äußerst spannenden Vorgang unter die Lupe: den sogenannten „Tausch Altbayerns“. Im Zeitalter der Dynastien und Diplomatie wechselten ganze Landstriche mit einem Federstrich den Besitzer. Die Region, die wir heute als Altbayern kennen, war dabei mehrfach Spielball von Machtinteressen. Was steckte hinter diesen Gebietstauschen? Wer profitierte und wer hatte das Nachsehen? Eine Folge über Landesgrenzen, politische Deals und historische Ironie.

Als William Henry Harrison 1841 zum neunten Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, hielt er die längste Antrittsrede der Geschichte, bei kaltem Wetter, ohne Mantel oder Hut. Nur einen Monat später war er tot. In dieser Folge beleuchten Moritz und Dominik die Hintergründe seines überraschenden Todes, seine politischen Ambitionen, den historischen Kontext der Wahl und warum seine Amtszeit bis heute in keinem Geschichtsbuch fehlt.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entfesselt sich ein gewaltiger Konflikt im europäischen Norden: der Große Nordische Krieg. Schweden, unter der Führung des jungen Königs Karl XII., sieht sich einer mächtigen Koalition aus Russland, Dänemark und Polen gegenüber. In dieser ersten Folge zur Reihe widmen sich Moritz und Michi den frühen Erfolgen Schwedens, der Schlacht bei Narva, Karls Feldzügen gegen Dänemark und Polen sowie dem politischen und militärischen Umfeld, das zu diesen Auseinandersetzungen führte. Warum griffen so viele Mächte Schweden gleichzeitig an? Wie konnte ein 18-jähriger König sie zurückschlagen? Und was passierte, bevor er den verhängnisvollen Entschluss fasste, nach Russland zu marschieren?

Diese Folge dreht sich um einen pelzigen Kriegshelden: den Braunbären Wojtek. Während des Zweiten Weltkriegs schloss sich das Tier der polnischen Armee an. Zunächst als Maskottchen, später sogar offiziell mit Rang und Nummer. Michi und Dominik erzählen, wie Wojtek zu den Soldaten kam, warum er Kisten mit Munition trug und wie er nach dem Krieg weiterlebte. Eine unglaubliche Geschichte irgendwo zwischen Tierfreundschaft, Propaganda und Kriegsalltag.

Am 19. April 1943 unternahm der Schweizer Chemiker Albert Hofmann eine ganz besondere Fahrradfahrt und das unter dem Einfluss von LSD, das er kurz zuvor synthetisiert und versehentlich aufgenommen hatte. Dieser „Bicycle Day“ gilt als Geburtsstunde des psychedelischen Zeitalters. Moritz und Dominik erzählen die kuriose Geschichte hinter dieser ungewöhnlichen Entdeckung, sprechen über Hofmanns Selbstversuch und ordnen die Ereignisse kultur- und wissenschaftsgeschichtlich ein.

In dieser Folge erzählen Michi und Dominik von einem nahezu vergessenen Kapitel der Atomgeschichte: dem sogenannten „Demon Core“. Dieses kleine Stück Plutonium hätte eigentlich Teil einer Atombombe werden sollen, doch zweimal kam es bei Experimenten zu tödlichen Unfällen, als Physiker im Manhattan-Projekt mit der kritischen Masse spielten. Die Geschichte des Demon Core ist ein beklemmendes Beispiel für Hybris, Risiko und das oft unterschätzte Gefahrenpotenzial wissenschaftlicher Forschung.

Was sollen eigentlich diese Punkte über manchen Buchstaben? Dominik und Moritz widmen sich in dieser Folge dem Ursprung der Umlaute (also ä, ö und ü) und erklären, warum es sie überhaupt gibt, was sie mit alten Handschriften zu tun haben und wieso sie in anderen Sprachen oft fehlen oder anders geschrieben werden. Eine kleine Sprachgeschichtsstunde für zwischendurch.

ECKE HANSARING ADVENTSKALENDER 2025 - Türchen 3

In der ersten Folge unseres Adventskalenders reisen Dominik und Moritz zurück in die Weimarer Republik und beleuchten den Fall des sogenannten „Würger vom Lichtenmoor“. Ein brutaler Mord im ländlichen Niedersachsen sorgt 1928 für Aufsehen, nicht nur wegen seiner Grausamkeit, sondern auch wegen der gesellschaftlichen Begleitumstände und der medienwirksamen Ermittlungen. Was wissen wir heute über Täter, Motiv und Justiz? Und wie wurde der Fall damals in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Wie konnte aus einer kleinen, oft übersehenen jüdischen Bewegung eine der prägenden Weltreligionen entstehen? In dieser Folge haben Moritz und Michi Unterstützung von Jonas Renz, Kirchenhistoriker an der Universität Gießen. Gemeinsam zeichnen sie die Entwicklung des frühen Christentums nach, von der Zeit Jesu über die missionarische Arbeit des Paulus bis hin zur zunehmenden Ausbreitung im Römischen Reich. Sie sprechen über die Vielfalt frühchristlicher Gruppen, die Konflikte mit römischer Autorität, die Herausforderungen durch Verfolgung, innere Uneinigkeit und Konkurrenz durch andere religiöse Strömungen. Außerdem geht es um die Rolle von Konzilien, Briefen und Theologen, die das Christentum allmählich formten, sowie um die entscheidende Wende, als Kaiser Konstantin die neue Religion nicht mehr bekämpfte, sondern förderte. Eine Folge über Anfänge, Umbrüche und den langen Weg von der Randerscheinung zur Staatsreligion.

In den dunklen Gassen der Stadt braut sich etwas zusammen. Unsere Gruppe muss sich nicht nur äußeren Gefahren stellen, sondern auch mit ihren eigenen Zweifeln und Geheimnissen umgehen. Wir begeben uns in die spätantike Stadt Worms, in der uns ein finsteres Geheimnis und die eine oder andere Verschwörung erwarten. In diesem Systemtest spielen wir ein spannendes Abenteuer auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspielsystems FATA MUNDI von Jonas Renz. Das System legt dabei Wert auf ein besonders authentisches Setting, wobei ihr uns die eine oder andere Freiheit sicher verzeiht ... Titelmusik: Monk chant atmosphere von Tomas_Herudek unter Pixabay Content License Spielleitung: Jonas Renz (Boardgame Historian)

Es werden 22 Todesfälle mit der Öffnung des Grabes des Tutanchamun in den 1920er Jahren in Verbindung gebracht. Doch welche von ihnen sind wirklich auf einen Fluch zurückzuführen? Welche vielleicht natürlich erklärbar? Und warum musste wollte man das Grab überhaupt öffnen? Dominik und Michael beleuchten in dieser Folge den neuzeitlichen Hype um Agypten, besprechen die Produktion von Mumia und schauen hinter die Legende vom Fluch des Pharao.

In dieser besonderen Museumsfolge waren Michi und Moritz im LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne zu Besuch und haben gemeinsam mit Kurator Matthias Bensch die Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“ erkundet. In der Ausstellung dreht sich alles um die Kulturgeschichte des gemeinsamen Essens, von prunkvollen Banketten und religiösen Speisungen über die Mahlzeiten der einfachen Leute bis hin zu aktuellen Fragen rund um digitale Ablenkung, soziale Isolation und kulinarische Identität. Gemeinsam schauen die drei auf bedeutungsvolle Objekte, diskutieren Symbolik, Rituale und Machtverhältnisse am Tisch und lassen dabei auch persönliche Perspektiven nicht außen vor. Eine Episode über die große kulturelle Bedeutung einer alltäglichen Handlung - gespickt mit archäologischen und gesellschaftlichen Einsichten.

Die Reise durch das spätantike Worms geht weiter: Neue Begegnungen, unerwartete Wendungen und die eine oder andere Herausforderung warten auf unsere Held*innen. Folge 2 unseres Systemtest-Abenteuers. Wir begeben uns in die spätantike Stadt Worms, in der uns ein finsteres Geheimnis und die eine oder andere Verschwörung erwarten. In diesem Systemtest spielen wir ein spannendes Abenteuer auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspielsystems FATA MUNDI von Jonas Renz. Das System legt dabei Wert auf ein besonders authentisches Setting, wobei ihr uns die eine oder andere Freiheit sicher verzeiht … Titelmusik: Monk chant atmosphere von Tomas_Herudek unter Pixabay Content License Spielleitung: Jonas Renz (Boardgame Historian)

In dieser besonders langen und tiefgehenden Folge sprechen Michi, Moritz und Stefan Leenen vom LWL-Museum für Archäologie und Kultur über das Leben, die politische Rolle und die gewaltsame Ermordung von Engelbert I. von Köln. Als Erzbischof, Reichsverweser, Protektor und Machtmensch prägte Engelbert im frühen 13. Jahrhundert die Geschicke des Heiligen Römischen Reiches, besonders im Rheinland und Westfalen. Doch sein Aufstieg und seine kompromisslose Politik forderten viele Gegner und endeten am 7. November 1225 in einem der spektakulärsten politischen Morde des Mittelalters. Die drei zeichnen den Weg Engelberts von der höfischen Karriere bis zum Märtyrertod nach, analysieren seine Rolle als Kirchenfürst und weltlicher Machtfaktor und beleuchten die Tat selbst sowie ihre juristischen, religiösen und erinnerungskulturellen Folgen. Eine Episode voll historischer Tiefe, politischer Intrigen, biografischer Spannung und der Frage: War Engelbert Heiliger, Tyrann oder beides?