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Er hat den Kaiser gekannt und im Ersten Weltkrieg die bayerischen und preußischen Truppen befehligt. Im Zweiten Weltkrieg musste er ins Exil. Obwohl es immer wieder Versuche gab, die Monarchie in Bayern wieder einzuführen, blieb Rupprecht der letzte Kronprinz.
Es ist die wohl wichtigste Abstimmung des Jahres – und sie polarisiert. Soll die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 auf 10 Millionen gedeckelt werden – oder gefährdet ein solcher Eingriff die Stabilität des Landes? Ein Blick zurück zeigt: Die Schweiz hat eine lange Tradition, wenn es um Migrationsabstimmungen geht. Angefangen in den 60er-Jahren. Die Nachkriegs-Schweiz erlebte einen beispiellosen Boom. Strassen, Tunnel und Häuser entstanden im Akkord. Zwischen 1960 und 1969 verdoppelte sich auch die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte von 500'000 auf eine Million. Max Frisch schrieb damals den berühmten Satz: «Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.» In der ersten von zwei Spezialfolgen zur 10-Millionen-Initiative blicken die beiden «Apropos»-Hosts Alexandra Aregger und Philipp Loser auf die Geschichte der Migrationsinitiativen. Von der Debatte um die «Überfremdung» seit dem Ersten Weltkrieg über die Schwarzenbach-Initiative von 1970 – die knapp scheiterte und dennoch Politik machte – bis zur Einführung der Zuwanderungskontingente und später der Personenfreizügigkeit. Hosts: Alexandra Aregger und Philipp Loser Produzentin: Jacky Wechsler Mehr zum Thema «Die SVP spürt, dass etwas in der Luft liegt»: Warum der Abstimmungskampf jetzt aggressiver wird Kein anderes Land stimmt so oft über Ausländerfragen ab wie wir. Wieso? Was der einstige Hass auf «Tschinggen» mit der SVP-Initiative zu tun hat Wie viele Fachkräfte wandern tatsächlich in die Schweiz ein? Die Argumente der SVP im Faktencheck «Das ist ein Schock» – knappe Mehrheit will Ja zur 10-Millionen-Initiative sagen EU-Bürgerinnen, Asylbewerber und Ukraine-Flüchtlinge: Warum die Schweiz wirklich wächst Unser Tagi-Spezialangebot für Podcast-Hörer:innen: tagiabo.chHabt ihr Feedback, Ideen oder Kritik zu «Apropos»? Schreibt uns an podcasts@tamedia.ch Hosted by Simplecast, an AdsWizz company. See pcm.adswizz.com for information about our collection and use of personal data for advertising.
Barbara Tóth im Gespräch mit Oliver RathkolbÖKONOMIE DER ANGST. Die Rückkehr des nervösen Zeitalters„Rathkolb sieht große Ähnlichkeiten mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und hat sich an einen Epochenvergleich gewagt.“ KurierRadikalisierung, Autoritarismus, Kriegstreiberei, Xenophobie und Kontrollverlust: Wir alle spüren das nervöse Fieber, und es erinnert uns an längst vergangen geglaubte Zeiten.Oliver Rathkolb macht die Ursache an der »ersten und zweiten Turboglobalisierung« fest. Politische Umwälzungen, ökonomische Krisen und technologische Innovationen überfordern im Vorfeld des Ersten Weltkriegs wie auch heute die nationalen Gesellschaften und ihre politischen Eliten – und rufen die Raubritter der Wirtschaft auf den Plan. Irrationale Fehlentscheidungen in der Politik, eine Polarisierung der Bevölkerung und das Gefühl der Marginalisierung des Einzelnen wecken eine Sehnsucht nach dem »starken Mann« und einfachen, oft gewaltvollen Lösungen für komplexe Probleme.Steht uns ein neues autoritäres Zeitalter bevor?Oliver Rathkolb, geboren 1955, war langjähriger Vorstand und Professor des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur österreichischen und internationalen Zeit- und Kulturgeschichte sowie Herausgeber der Zeitschrift »zeitgeschichte« und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Hauses der europäischen Geschichte in Brüssel. Rathkolb ist Vorsitzender des Wiener Instituts für Kultur und Zeitgeschichte (VICCA) und des wissenschaftlichen Beirats des Kreisky Forums.Moderation: Barbara Tóth, Journalistin, Autorin und Historikerin, leitende Redakteurin in der Stadtzeitung FALTER
freie-radios.net (Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK))
Der deutsche Faschismus zwang einen Großteil deutscher & europäischer Künstler:innen & Intellektueller zur Flucht und ins Exil, Zehntausende suchten Zuflucht in Großbritannien. Viele dieser Exilant:innen waren ‚Doppeltgeflüchtete‘, oft hatten sie mindestens zwei Länder verlassen, bevor sie nach GB kamen. Es sind Biografien, die auch der „Geschichte von Revolutionen und Konterrevolutionen“ geschuldet sind: Die ungarischer Juden& Jüdinnen bspw., die nach der Zerschlagung der Sowjetrepublik 1919 aufgrund antisemtischer Progrome das Land verlassen hatten und nach Berlin oder nach Wien gegangen waren oder Biografien wie die von John Heartfield, der von Berlin über Prag und Paris nach London auswanderte. Hatherley argumentiert, dass diese Emigrantengeneration, obwohl ihr in Großbritannien misstraut, sie missachtet und oft verleumdnet und nach Kriegsbeginn auf der Isle of Man als „Enemy Aliens“ interniert wurde, letztendlich einen entscheidenden, transformativen Einfluss auf die britische Kultur hatte. (Denn) die Reaktion auf den Ersten Weltkrieg war in Großbritannien "eine Welle von Nostalgie, Fremdenfeindlichkeit und Abschottung" gewesen, es war "eines der kulturell dürftigsten Jahrzehnte in der Geschichte Großbritanniens – ein krasser Gegensatz zu den Entwicklungen auf dem Kontinent, insbesondere in Mitteleuropa." Der Schriftsteller Arthur Koestler beschrieb das 'menschliche' Klima Englands als angenehm und beruhigend, als „a kind of Davos for internally bruised veterans of the totalitarian age“. Diese Exilant:innen, von denen die meisten Juden und Jüdinnen und viele Kommunist:innen und Sozialist:innen waren, hinterliessen bleibende, wenn auch nicht unbedingt offensichtliche, Spuren in der britischen visuellen Kultur. Sie modernisierten, trotz aller Ablehnung und vieler Widerstände, den ästhetischen Konservatismus des ‚piefigen' Großbrittanniens der Zwischenkriegszeit. Hatherley beleuchtet Fotografie, Malerei, Architektur, Buchgestaltung und Verlagswesen. Dabei vermeidet er dennoch, in die Trope des 'good immigrants' zu verfallen, es geht ihm vielmehr um Ambivalenzen. Viele kulturelle Phänomene, die als durch und durch britisch gelten, von der Reihe ,Britain in Pictures" der 1940er-Jahre - produziert von einem Team überwiegend weiblicher Emigrant:innen - über James-Bond-Filmsets und das Pinguinbecken im Londoner Zoo sind Emigrant:innen zu verdanken. Ich spreche mit Owen u.a. über die Hintergründe der Entstehungsgeschichte seines tollen Buchs und seine Motivation, es zu schreiben. Über die Rezeption moderner Kunst in den Zwischenkriegsjahren in Großbritannien. Über die Architekten Naum Gabo, Erno Goldfinger und Berthold Lubetkin. Über die britische antifaschistische Antwort auf die Hetzkampagne in Form der Münchener Ausstellung Entartete Kunst' von 1937. Über Kurt Schwitters im Internierungslager und im Lake District. Über die eher konservativen Exilant:innen, wie Nikolaus Pevsner oder Friedrich Hayek. Unabhängig von ihrer jeweiligen politischen Ausrichtung glaubten sie alle an ,öffentliche Kultur und öffentlichen Luxus", stellt Owen Hatherley fest. My gratitude to Chris Povey to lending his voice to the poems of Kurt Schwitters. In der nächsten Folge: u.a.: Typografie & Buchdesign, Ruth Glass, Naum Gabo, Ernst Feibusch https://owenhatherley.co.uk/ https://www.penguin.co.uk/books/311898/the-alienation-effect-by-hatherley-owen/9780141989778
Heute vor 110 Jahren wurde in Berlin ein Stadion für die Olympischen Spiele eingeweiht, doch durch den Ersten Weltkrieg kam alles anders.
Wolfgang Tischer hat sich für den Podcast des literaturcafe.de mit Norbert Gstrein über die Entstehung des Werkes und die ambivalente Hauptfigur Adrian Reiter unterhalten. »Im ersten Licht«, erschienen im Hanser Verlag, gehörte zu den fünf nominierten Romanen für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 und das Gespräch entstand kurz vor der Preisverleihung. Im Interview auf der Messe erzählt Norbert Gstrein, wie ihn die britische Perspektive auf den Ersten Weltkrieg seit den 1990er Jahren nicht mehr losgelassen hat – eine Obsession, die sich in jahrzehntelanger Lektüre niederschlug und schließlich zur Keimzelle des Romans wurde. Warum musste der Blick auf den Krieg zwingend der eines Mannes sein, der selbst nicht gekämpft hat? Und was haben die britischen Kriegslyriker Wilfred Owen, Siegfried Sassoon und Robert Graves mit den Albträumen seiner Hauptfigur zu tun? Roman »Im ersten Licht« von Norbert Gstrein, erschienen im Hanser Verlag Roman »Im ersten Licht« von Norbert Gstrein, erschienen im Hanser Verlag Gstrein spricht über seine bewusste Entscheidung gegen eine sympathische Identifikationsfigur: Adrian Reiter ist kein Held, kein Widerstandskämpfer, sondern ein Mitläufer – einer, der sich chamäleonartig durch das 20. Jahrhundert laviert. Gerade darin liegt für Gstrein die eigentliche Herausforderung an die Lesenden: Wie schnell und wie billig beantworten wir die Frage, was wir »damals« wohl getan hätten? Positive Romanfiguren machen es uns leicht, moralisch korrekt zu antworten. Aber so leicht will es Gstrein den Lesenden nicht machen. Im Mittelpunkt des Romans stehen drei junge Männer, die in den Kriegen des vergangenen Jahrhunderts gekämpft haben und denen Adrian auf unterschiedliche Weise begegnen wird und die sein Leben für immer verändern werden. Außerdem geht es im Gespräch um Norbert Gstreins Arbeitsmethode – das lineare Schreiben, das Vertrauen in frühe Setzungen, die sich später erfüllen, die Suche nach dem richtigen Erzählton. Und warum wird im Roman bei jeder Jahreszahl erwähnt, dass die Hauptfigur nur ein Jahr jünger als das Jahrhundert ist? Hören Sie das vollständige Gespräch mit Norbert Gstrein über seinen Roman »Im ersten Licht« im Podcast des literaturcafe.de. Geführt wurde es am 19. März 2026 auf der Leipziger Buchmesse Norbert Gstrein: Im ersten Licht. Gebundene Ausgabe. 2026. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN/EAN: 9783446282971. 27,00 €
Im neuen Presseclub-Podcast sprechen unsere Hosts Ali und Björn mit Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip. Tenhagen war bis 2014 Chefredakteur der obersten Verbraucherinstanz Finanztest. Im Gespräch verrät er, warum er seinerzeit den Sprung von der Quasi-Behörde Stiftung Warentest in die Ungewissheit eines Start-ups gewagt hat. Tenhagen ist nicht ohne Grund der breiten Öffentlichkeit als Deutschlands prominentester Verbraucherschützer bekannt: Er sieht nach wie vor die Kosten von Finanzprodukten als zentrales Problem von Anlegern in Deutschland. Ausgangspunkt ist der internationale Vergleich: Während in den USA der Preiswettbewerb an der Kapitalmarktfront längst tobt und ETFs mit sehr niedrigen Kosten zum Standard gehören, zahlen deutsche Anleger für Fonds, Versicherungen und Vermögensverwaltungen deutlich mehr. Im zweiten Teil geht es um die Anlage im Alter: Warum brauchen gerade ältere Anleger eine nennenswerte Aktienquote, obwohl sie Sicherheit suchen? Die Frage, ob Tenhagen sein eigenes Geld so anlegt, wie er es den Leserinnen und Lesern von Finanztip empfiehlt, durfte natürlich nicht fehlen. Zum Schluss gibt es auch Literaturtipps von Ali, Björn und Hermann-Josef Tenhagen. Unser Gast hatte gleich zwei Empfehlungen im Gepäck: „Lichtspiel“ von Daniel Kehlmann, in dem es um die Verstrickungen des Regisseurs Georg Wilhelm Papst im nationalsozialistischen Kulturbetrieb geht. Tenhagens zweite Empfehlung: „All Your Worth: The Ultimate Lifetime Money Plan“ von Elizabeth Warren zur 50/30/20-Regel, in dem sie zeigt, wie Haushalte sparen, konsumieren und investieren sollten. Björns Empfehlung lautet: „MONEY“ von David McWilliams – die Geschichte der Menschheit aus der Perspektive des Geldes. Der studierte Historiker Ali hat das Buch „A Line in the Sand“ von James Barr von seiner Leseliste gegriffen. Es schildert die Geschichte der willkürlichen Grenzziehungen im Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg, deren Folgen uns bis heute begleiten.
Hoi Mitenand!In dieser Episode schauen wir uns an, wie die Schweiz den Ersten Weltkrieg erlebt hat. Obwohl das Land neutral blieb, veränderte der Krieg den Alltag stark: Die Armee wurde mobilisiert, viele Männer leisteten Aktivdienst, und die wirtschaftliche Lage wurde zunehmend schwieriger. Lebensmittel wurden knapp, Preise stiegen, und soziale Spannungen nahmen zu.Diese Folge ist Teil einer Serie über die Schweiz zur Zeit der Weltkriege. Sie richtet sich an Lernende auf etwa B1-Niveau, die ihr Hörverständnis im Schweizerdeutschen verbessern möchten.
Diesen Sonntag am 8. März ist Internationaler Frauentag oder auch Weltfrauentag. Entstanden ist er als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Damals forderten Frauen Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Vieles, aber nicht alles davon ist heute Realität – auch nicht hier in Deutschland. Deswegen kämpfen Frauen und FLINTA*s weiterhin. Was hier in der Region geplant ist, hören Sie von Annika ...
In dieser Folge sprechen wir mit einem Historiker über die Ursachen, den Verlauf und die weitreichenden Folgen des Ersten Weltkriegs. Zwischen Schützengräben, Giftgaseinsatz und globaler Machtpolitik beleuchten wir, warum dieser Krieg als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ gilt.*Mein Lieblingsbuch zum Ersten Weltkrieg gibt es bei C.C. Buchner: Hier klickenPerfekt für Lehrer, Referendare, Schüler und alle, die mehr über unsere Geschichte lernen möchten!Täglicher Geschichte Content auf Instagram: https://www.instagram.com/zeit.fuer.history/Diese Folge könnte dich auch interessieren:Wojtek: Ein Bär besiegt die Nazis: Hier klicken
„So furchtbar kann nicht einmal die Hölle sein“, schrieb ein Augenzeuge 1916 aus Verdun. Die längste Schlacht der Geschichte steht bis heute für Gasangriffe, endlose Schützengräben und eine Landschaft, die im Dauerfeuer der Artillerie unterging. Über 700.000 deutsche und französische Soldaten wurden getötet oder verwundet. Mit zahlreichen Augenzeugenberichten tauchen wir gemeinsam ein, in die schrecklichsten Tage des Ersten Weltkrieges.Täglicher Geschichte Content auf Instagram: https://www.instagram.com/zeit.fuer.history/Diese Folge könnte dich auch interessieren:Wojtek: Ein Bär besiegt die Nazis: Hier klicken
Nach dem Ersten Weltkrieg soll der Vertrag von Versailles eine neue Ordnung schaffen. Die Staaten sollen miteinander sprechen, statt sich zu bekämpfen, so die Vision von US-Präsident Woodrow Wilson. So entsteht der Völkerbund und Genf wird zum Sitz der Organisation. Doch warum gerade Genf? Die Stadt überzeugte die Delegierten, weil die Stadt dank dem Roten Kreuz bereits als Ort des Dialogs und der humanitären Zusammenarbeit galt und damit symbolisch für Frieden stand. Zudem setzte sich William Rappard in Versailles geschickt dafür ein, Genf als neutralen und gut vernetzten Standort des Völkerbunds zu positionieren. So wurde im November 1920 die erste Versammlung des Völkerbunds abgehalten. Erst 17 Jahre später bekam der Völkerbund mit dem Palais des Nations einen Hauptsitz. Doch der Zweite Weltkrieg lässt den Völkerbund in einen Tiefschlaf sinken. Nach dem Krieg wird er durch die UNO abgelöst. ____________________ Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde. ____________________ In dieser Episode zu hören: · Pierre-Etienne Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des Archivs und der Bibliothek der UNO in Genf · Jörg Leonhard, Professor für Geschichte an der Universität Freiburg ____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS) ____________________ Literatur: Kuntz, Joëlle (2011) : Genf. Geschichte einer Ausrichtung auf die Welt. Genf: Republik und Kanton Genf und Editions Zoé. Koller, Christian (2020): Vor 100 Jahren - die Schweiz tritt dem Völkerbund bei. In: sozialarchiv.ch. URL: https://www.sozialarchiv.ch/2020/01/15/vor-100-jahren-die-schweiz-tritt-dem-voelkerbund-bei/ ____________________ Links: Völkerbund im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026468/2015-04-15/ William Rappard im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006538/2012-06-22/ RTS-Sendung «Histoire vivante»: ONU, les débuts: https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-1-5-de-la-societe-des-nations-a-l-onu-28877584.html ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.
Markus Somm im Gespräch mit Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann über die komplexen Themen der finanziellen Rekonstruktion Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, die Herausforderungen der Wiedergutmachung an Israel und die Rolle der Amerikaner in Europa. Sie reflektieren über die Lehren aus der Geschichte, insbesondere im Hinblick auf den Ersten Weltkrieg und die Notwendigkeit, aus vergangenen Fehlern zu lernen. Das Gespräch beleuchtet auch die menschlichen Aspekte der Geschichte und die Herausforderungen, die mit der Schaffung einer stabilen Nachkriegsordnung verbunden sind.
In dieser Folge spreche ich mit der Autorin Susanne Goga über ihre jüngsten Projekte und über ihre Leib- und Magen-Ära für historische Romane und Krimis: den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik. Anhand ihrer neuesten Bücher, Die wilden Jahre (2025) und Die Geister von Beelitz (Erscheinungstermin: 19.2.2026) sprechen wir sprechen über Rechercheprozesse und über historische Themen und Personen, die in ihre Bücher einfließen: vom Düsseldorfer Schauspielstudent Gustav Gründgens über die ersten Berliner Polizistinnen Martha Mosse und Friederike Wieking bis hin zum legendären obersten Mordermittler der Weimarer Republik, Kriminalrat Ernst Gennat. Es geht um Frauenfiguren, Männlichkeitsbilder im Krimi-Genre, um queere Dimensionen und Familienbeziehungen. Freut euch auf eine Folge, in der wir (Geschlechter-)Geschichte mal aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten!Transparenzhinweis: Für die Erwähnung der Bücher ist keine Gegenleistung geflossen.***Hast du Lust, die Frauen von damals zu unterstützen? Auf Steady findest du drei freiwillige Abo-Modelle zur Auswahl. Vielen Dank für deinen Support!***Bild Susanne Goga: Thomas Rabsch***historische Krimis, Frauenbewegung, Leo Wechsler, Susanne Goga, 1920er Jahre, queere Literatur, Polizei, Nationalsozialismus, Weimarer Republik, Kriminalromane, Geschichte, Literatur, Schreiben
Hoi Mitenand!In dieser Episode übt ihr euer Schweizerdeutsch und erfahrt mehr über die Geschichte der Schweiz.Wir sprechen darüber, warum die Schweiz im Ersten Weltkrieg neutral geblieben ist und welche politische, geografische und gesellschaftliche Ausgangslage es vor 1914 gab.Diese Folge ist Teil einer Serie über die Schweiz zur Zeit der Weltkriege. Sie richtet sich an Lernende auf etwa B1-Niveau, die ihr Hörverständnis im Schweizerdeutschen verbessern möchten.
In dieser Folge zeigt Robert eine über 100 Jahre alte Faltkamera (ICA Icarette II 500/1), Baujahr 1914-1926), die er geschenkt bekommen hat - komplett mit militärischem Fotografieberechtigungsschein aus dem Ersten Weltkrieg! Die Kamera funktioniert noch und Robert will damit tatsächlich fotografieren. Themen dieser Folge:
Ein unberechenbarer Donald Trump verunsichert die Weltwirtschaft. Ständige Zollandrohungen und Eroberungsphantasien beunruhigen die Märkte. Die MAGA-Politik scheint keine Grenzen zu kennen – oder sitzt die Trump-Administration einer Illusion von Handlungsfreiheit auf?Bemerkenswerterweise beziehen sich Analysten und Ökonomen derzeit auf einen Text, der vor dem Ersten Weltkrieg entstand, um zu erklären, dass die Handlungsmacht von Trump kleiner sein könnte, als er es wahrhaben will. „Macht oder ökonomisches Gesetz“ heißt die Abhandlung des Ökonomen und österreichischen Finanzministers Eugen von Böhm-Bawerk, in der argumentiert wird, dass die politische bzw. jede außerwirtschaftliche Macht stets vom ökonomischen Gesetz eingehegt werde.In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über diese Schrift und diskutieren, ob man sie tatsächlich auf die Gegenwart beziehen sollte.Literatur:Eugen von Böhm-Bawerk: Macht oder ökonomisches Gesetz?, online: https://archive.org/details/zeitschriftfrv23geseuoft/page/2/mode/2upHandelsblatt über „Sell America“: https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/maerkte-boersen-wieder-in-sorge-die-sell-america-stimmung-ist-zurueck/100193444.htmlRainer Hank: https://rainer-hank.de/blog/hanks-welt/wer-stoppt-trump/Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank!Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/aboutVeranstaltungen:Am 3. Februar ist Wolfgang in Frankfurt:https://www.spd-bockenheim-ffm.de/2025/12/15/polittalk-mit-ina-harwig-und-wolfgang-m-schmitt/Am 5. Februar ist Ole in Leipzig:https://www.dielinkebt.de/service/termine/detail/wehrpflicht-und-aufruestung-wer-bezahlt-die-rechnung/Am 6. Februar ist Wolfgang in Köln:https://www.instagram.com/p/DT-OYY2AuLu/?img_index=1Am 13. Februar sind Ole und Wolfgang in Hamburg:https://tickets.centralkomitee.de/product/91257/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-11-04-2026
Zur Feier der 400. Folge geht Moritz mit zwei ausgewiesenen Tolkien‑Expert*innen — Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG) — auf eine tiefgehende Reise durch die Welt von Der Herr der Ringe. Die DTG, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Verständnisses von Tolkien, seiner Werke und ihrer Hintergründe, bringt umfassende Perspektiven ein, die weit über die bekannten Geschichten von Frodo und Gandalf hinausgehen. Gemeinsam beleuchten die drei die Entstehungsgeschichte der Legenden von Mittelerde, Tolkiens Inspirationsquellen (von Sprachentwicklung über nordische Mythologie bis zu eigenen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg), die Struktur der verschiedenen Kulturen und Völker (Elben, Menschen, Zwerge, Orks, Hobbits usw.), zentrale mythologische Motive und erzählerische Techniken sowie spannende Details zur Weltkonstruktion, die in Der Herr der Ringe, aber auch in Der Hobbit und Das Silmarillion steckt. Die Folge richtet sich an Tolkien‑Einsteigerinnen wie an passionierte Fans und verbindet fundierte Lore‑Insights mit unterhaltsamen Diskussionen. Eine Episode, die zeigt, wie viel Tiefgang, historische Substanz und kreative Genialität hinter Mittelerde steckt.
Zur Feier der 400. Folge geht Moritz mit zwei ausgewiesenen Tolkien‑Expert*innen — Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG) — auf eine tiefgehende Reise durch die Welt von Der Herr der Ringe. Die DTG, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Verständnisses von Tolkien, seiner Werke und ihrer Hintergründe, bringt umfassende Perspektiven ein, die weit über die bekannten Geschichten von Frodo und Gandalf hinausgehen. Gemeinsam beleuchten die drei die Entstehungsgeschichte der Legenden von Mittelerde, Tolkiens Inspirationsquellen (von Sprachentwicklung über nordische Mythologie bis zu eigenen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg), die Struktur der verschiedenen Kulturen und Völker (Elben, Menschen, Zwerge, Orks, Hobbits usw.), zentrale mythologische Motive und erzählerische Techniken sowie spannende Details zur Weltkonstruktion, die in Der Herr der Ringe, aber auch in Der Hobbit und Das Silmarillion steckt. Die Folge richtet sich an Tolkien‑Einsteigerinnen wie an passionierte Fans und verbindet fundierte Lore‑Insights mit unterhaltsamen Diskussionen. Eine Episode, die zeigt, wie viel Tiefgang, historische Substanz und kreative Genialität hinter Mittelerde steckt.
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Kurz nach dem Ersten Weltkrieg konnte die Wiener Arbeiterpartei ihre Stadt umgestalten: Sie baute tausende Wohnungen, besteuerte Luxus, krempelte die Gesundheitsversorgung um. Das Rote Wien wollte anderen Städten ein Vorbild sein.
Zum Auftakt unserer dreiteiligen Sonderreihe zur 400. Ecke‑Folge begrüßen Moritz und Michi zwei ausgewiesene Tolkien‑Expert*innen: Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG), einem gemeinnützigen literarischen Verein zur Förderung des Lebens, Werks und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit J.R.R. Tolkien. Die DTG wurde 1997 gegründet, hat ihren Sitz in Köln und zählt über 1.600 Tolkien‑Begeisterte; sie organisiert Veranstaltungen wie das Tolkien Thing, Tolkien Tage und Stammtische. Gemeinsam zeichnet das Team Tolkiens Lebensweg nach, von seiner Kindheit über die prägenden Erfahrungen im Ersten Weltkrieg bis hin zur akademischen Karriere in Oxford, seiner Leidenschaft für Sprachen und Mythologie und den Ursprüngen der Ideen, die später zu Der Hobbit und Der Herr der Ringe wurden. Dabei beleuchten sie sowohl den Menschen Tolkien als auch den Einfluss, den sein Werk auf Literatur, Fandom und Wissenschaft bis heute ausübt. Eine Folge für alle, die Tolkien nicht nur als Autor kennen, sondern ihn als Mensch verstehen wollen.
Zum Auftakt unserer dreiteiligen Sonderreihe zur 400. Ecke‑Folge begrüßen Moritz und Michi zwei ausgewiesene Tolkien‑Expert*innen: Annika und Tobias von der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. (DTG), einem gemeinnützigen literarischen Verein zur Förderung des Lebens, Werks und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit J.R.R. Tolkien. Die DTG wurde 1997 gegründet, hat ihren Sitz in Köln und zählt über 1.600 Tolkien‑Begeisterte; sie organisiert Veranstaltungen wie das Tolkien Thing, Tolkien Tage und Stammtische. Gemeinsam zeichnet das Team Tolkiens Lebensweg nach, von seiner Kindheit über die prägenden Erfahrungen im Ersten Weltkrieg bis hin zur akademischen Karriere in Oxford, seiner Leidenschaft für Sprachen und Mythologie und den Ursprüngen der Ideen, die später zu Der Hobbit und Der Herr der Ringe wurden. Dabei beleuchten sie sowohl den Menschen Tolkien als auch den Einfluss, den sein Werk auf Literatur, Fandom und Wissenschaft bis heute ausübt. Eine Folge für alle, die Tolkien nicht nur als Autor kennen, sondern ihn als Mensch verstehen wollen.
Krieg klingt heute anders als früher. "Shellshocked" nannte man im Ersten Weltkrieg die zitternden Soldaten, die Granatenbeschuss traumatisiert hatte. Heute kreisen surrende Drohnen am Himmel und suchen nach Zielen. Das Geräusch quält die, die überleben noch lange nach ihrem Einsatz. Von Christian Schiffer und Fritz Espenlaub.
Astrophysiker Karl Schwarzschild zog in den Ersten Weltkrieg. Er verfasste epochale Werke zur Allgemeinen Relativitätstheorie und der Existenz von Schwarzen Löchern. Von der Front kehrte er als Invalide zurück und verstarb an einer Hauterkrankung. Lorenzen, Dirk www.deutschlandfunk.de, Sternzeit
Keine Frage, Egon Erwin Kisch war ein Teufelskerl. Stets schneller als die Konkurrenz. Immer da, wo es brannte. Ein Held der investigativen Reportage. Der Meister der journalistischen Enthüllung. Spätestens als er mit dem später mehrfach verfilmten Fall von Oberst Alfred Redl im Jahr 1913 die wohl pikanteste Spionagegeschichte Europas vor dem Ersten Weltkrieg aufdeckte. All das schreiben wir Kisch heute zu. Aber was, wenn Kisch sich das vor allem selbst zugeschrieben hat? War der Journalist, nach dem bis heute die wichtigste Reportage-Kategorie beim jährlichen „Stern“-Preis benannt ist, genauso ein fantasievoller Hochstapler wie nicht wenige der Menschen, über die er geschrieben hat? Das Feature begibt sich in Prag, in Kischs Geburtsstadt, auf eine detaillierte Spurensuche und macht erstaunliche Entdeckungen.
In der neuen Episode von Porta, dem History-Podcast von volksfreund.de: Nach dem Ersten Weltkrieg ist Deutschland politisch und wirtschaftlich zerrüttet und das Rheinland besetzt. Ein Ereignis aus dem Jahr 925 sorgt in diesen Zeiten für nationalbetonte Festlichkeiten - auch in Trier. Denn dort fand ein besonderes Schauspiel statt.
Erst im Mai dieses Jahres ist es zu einer Einigung zwischen dem Haus Hohenzollern und der Bundesregierung gekommen über den Umgang mit den enteigneten Immobilien und Wertgegenständen. Dabei ging es nicht nur um die Folgen des Zweiten Weltkriegs, sondern auch noch um den Besitz, der nach dem Ersten Weltkrieg enteignet worden war. Es endete also ein Streit, der bereits vor mehr als 100 Jahren seinen Anfang genommen hatte. Damals erhoben zahlreiche Fürstenhäuser gegenüber der Weimarer Republik Forderungen nach Restitutionen und Entschädigungen. Der Hamburger Anzeiger vom 16. Dezember berichtet über den Stand der Verhandlungen, ungeschickte Kommunikationsstrategien und stellt auch die Frage, ob man bei den Fürstenhäusern überhaupt von Privatbesitz sprechen kann, wenn die gesamte Gesellschaft sich über einen langen Zeittraum hinweg am Aufbau der Besitztümer beteiligt hat. Frank Riede liest.
Der Historiker Schulze Wessel nennt die Ukraine den „blinden Fleck“ deutscher Politik: Ausbeutung im Ersten Weltkrieg, Vernichtung im Zweiten, danach Ignoranz. Heute steht Deutschland an der Seite der Ukraine – doch alte Muster wirken fort. Stövesand, Catrin www.deutschlandfunk.de, Andruck - Das Magazin für Politische Literatur
»Ihr schlagt den Besiegten kurz und klein und laßt ihn verdorren und sticken. Ihr raubt an der Weichsel und am Rhein, wir sollen ein Amen euch nicken. Ihr sprecht vom Säbel und seiner Gefahr, von teuflischen deutschen Listen, die Schuld am Kriege sei klipp und klar – Und ihr? Die dicksten Imperialisten!« Diese Zeilen stammen – überraschend – von Kurt Tucholsky, einem Autor, der dem linken Spektrum zugerechnet wird und später von den Nationalsozialisten verfolgt wurde. Während Tucholsky selbst noch rechtzeitig nach Schweden fliehen konnte, gehörten seine Bücher zu den ersten, die den Flammen der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zum Opfer fielen. Doch stellt er in diesem Gedicht tatsächlich die von der Entente behauptete deutsche Alleinschuld am Ersten Weltkrieg infrage? Die Antwort bleibt rätselhaft: Eindeutig ist lediglich, dass Tucholsky die Schuldzuweisung mit dem Vorwurf des »Imperialismus« gegenüber den Siegermächten verbindet. Dadurch verleiht er seiner Kritik am Versailler Vertrag eine rationalere Grundlage, als es ein bloßer Appell an nationale Empfindungen vermocht hätte. Tucholsky stand damit auf einer Linie, die auch die intellektuellen Gegner des Versailler Vertrags insgesamt prägte: Während der rechte Flügel jegliche deutsche Schuld weitgehend bestritt, leugnete der linke Flügel zwar die Alleinschuld, erkannte jedoch eine deutsche Mitschuld an – und grenzte sich zugleich scharf von nationalistischen Positionen ab. So wird deutlich, dass der Weg in den Widerstand gegen das NS-Regime und letztlich ins Exil selten geradlinig verlief, sondern von Ängsten, Zweifeln und inneren Widersprüchen begleitet war.
Im Osten Belgiens wird Deutsch gesprochen. Zu Belgien kam das Gebiet vor gut 100 Jahren eher zufällig und nur widerwillig. Aber heute fühlen sich die Deutschsprachigen pudelwohl in Belgien. Eine Reportage über eine unbekannte Minderheit. Die Deutschsprachige Gemeinschaft im Osten Belgiens, an der Grenze zu Deutschland und Luxemburg, ist etwas so gross wie der Kanton Jura; und das Gebiet zählt gerade einmal 80'000 Einwohnerinnen und Einwohner - nicht einmal ein Prozent der belgischen Gesamtbevölkerung. Es überrascht daher kaum, dass sogar viele Belgierinnen und Belgier die Deutschsprachige Gemeinschaft nicht kennen. Das Gebiet war (wie Belgien) ursprünglich Teil der Niederlande. Nach den Napoleonischen Kriegen wurde es am Wiener Kongress 1815 Preussen zugeschlagen und kam 1920 als Entschädigung für deutsche Zerstörung im Ersten Weltkrieg zu Belgien. Viele wurden zu Beginn nicht warm mit der neuen Zugehörigkeit zu Belgien, obwohl die deutsche Sprache in die Verfassung aufgenommen wurde. Im Zweiten Weltkrieg begrüssten daher viele den Einmarsch der Deutschen Wehrmacht. Mittlerweile glücklich in Belgien Nach dem Krieg geriet die deutsche Sprache dann in Verruf. Und trotzdem konnte sie sich halten - im Gegensatz zu anderen ursprünglich deutschsprachigen Gebieten wie dem Elsass oder Lothringen. Das ist wohl ein Nebeneffekt des Streits zwischen niederländischsprachigen Flamen und französischsprachigen Wallonen. Im Zuge dieses Streits wurden immer mehr Kompetenzen vom belgischen Staat an die Sprachgemeinschaften übertragen - auch an die Deutschsprachige Gemeinschaft. So geniessen die deutschsprachigen Belgierinnen und Belgier eine weitreichende Autonomie, die sie als Teil Deutschlands oder Luxemburgs niemals bekämen. Entsprechend zufrieden sind sie mittlerweile mit der Zugehörigkeit zu Belgien - im Gegensatz zu den sich ständig streitenden Flamen und Wallonen. Die Deutschsprachigen gelten daher auch als die «letzten Belgier». In unserer Reportage aus dem ostbelgischen Hauptort Eupen spüren wir der wechselhaften (Sprach-)Geschichte und dem heutigen Selbstverständnis nach. Ausserdem stellen wir darin auch die noch lebendigen Mundarten Ostbelgiens vor und erfahren, wie man in Ostbelgien mit der dominanten Nachbarsprache Französisch umgeht. Wie sagt man «gediegen» auf Schweizerdeutsch? In unserem Mundart-Briefkasten gehen wir der Frage nach, welches schweizerdeutsche Wort eigentlich dem hochdeutschen «gediegen» entspricht. Und wir wollen wissen, ob Verben auf «-le» wie «bäschtele, nöisle, säichele, grümschele» und so weiter immer eine negative Bedeutung tragen. Ausserdem klären wir, was der Familienname Gschwind ursprünglich bedeutet haben könnte. Buch-Tipps: ⦁ Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung (Hg.): Deutsch in Europa. Vielfalt Sprachnormen und Sprachgebrauch. Vierter Bericht zur Lage der deutschen Sprache. Tübingen 2025 (Gratis-Zugriff: https://elibrary.narr.digital/xibrary/start.xav?start=%2F%2F%2A%5B%40node_id%3D%27159318%27%5D#/text/9783381135226?_ts=1762597524176) ⦁ Carlo Lejeune (Hg.): Grenzerfahrungen. Eine Geschichte der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. 5 Bände. Eupen 2013-2019.
Zwei Reisende im Zug. Der eine berichtet von einem blinden Kunstsammler und seiner verschwundenen Sammlung in den Jahren der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg; der andere von einem Hausierer in Wien mit phänomenalem bibliografischem Gedächtnis, der ebenfalls verschwindet. Hörspiel nach den Novellen "Die unsichtbare Sammlung" und "Buchmendel" von Stefan Zweig. Mit Christian Grashof, Dietrich Körner, Gerd Ehlers u.v.a. Bearbeitung: Hans Bräunlich Regie: Horst Liepach Rundfunk der DDR 1986
Die Dolchstoßlegende, dergemäß wahlweise Linke, Demokraten und/oder Juden Schuld an der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg gewesen seien, zählte zu den wirkmäßigsten rechten Verschwörungstheorien der Weimarer Republik. Im Herbst 1925 wurde um sie in München sogar ein Prozess geführt: Martin Gruber, Chefredakteur der Münchener Post, hatte die Süddeutschen Monatshefte wegen der Verbreitung der Dolchstoßlegende der Geschichtsverfälschung bezichtigt, woraufhin deren Herausgeber Paul Nikolaus Cossmann Gruber verklagte. Prominente Personen der Zeitgeschichte wurden in den Zeugenstand gebeten, unter ihnen etwa der ehemalige Reichskanzler Philipp Scheidemann, von dessen Vernehmung in seiner Ausgabe vom 31. Oktober auch der Hamburger Anzeiger berichtete. Es liest Frank Riede.
Über viele Jahrhunderte, seit dem späten Mittelalter bis zum Ersten Weltkrieg, standen weite Teile des Vorderen Orients unter türkischer Herrschaft. Nach der Niederlage des Osmanischen Reiches an der Seite der Mittelmächte fielen das alte Zweistromland, der heutige Irak, sowie Palästina nun als Mandatsgebiete an das Vereinigte Königreich, Syrien und der Libanon gerieten unter französische Verwaltung, und hier wie dort regte sich schnell Widerstand gegen die neuen Kolonialherren im fernen Europa. Insbesondere im multiethnischen und multikonfessionellen Syrien führte dies Mitte der 1920er Jahre zu blutigen Aufständen, die vom französischen Militär höchst gewaltsam bekämpft wurden. Die Ergebnisse der Geschichtsforschung lassen befürchten, dass die Opferzahlen, die die Wilhelmsburger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 29. Oktober 1925 allein aus Damaskus vermeldet, nicht altem anti-französischem Ressentiment in Deutschland entsprangen, sondern relativ realistisch waren. Es liest Rosa Leu.
Wie stark Zölle die wirtschaftliche Dynamik zu behindern und den gesellschaftlichen Wohlstand auszubremsen vermögen, ist dieser Tage wieder zu besichtigen. Vor einhundert Jahren, in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, war dies nicht nur eine transatlantische, sondern auch eine innereuropäische Thematik, denn nach dem Ersten Weltkrieg frönten teilweise auch die kleinsten der neuentstandenen Nationalstaaten dem Ideal der Autarkie. Dass dies dem Kontinent ökonomisch kaum wieder auf die Sprünge helfen würde, wurde relativ schnell klar, weshalb die vorsichtig positiv stimmenden Ergebnisse der Konferenz von Locarno vielerorts zum Anlass genommen wurden, über den Weg in eine europäische Zollunion nachzudenken. Entsprechende Vorgriffe auf eine europäische Einigung finden sich mit etwas ungeklärter Autorschaft auch in den Altonaer Nachrichten vom 28. Oktober 1925 formuliert. Frank Riede hat sie sich angesehen.
Schon vor 100 Jahren wurde ein Diskurs über erneuerbare Energien geführt. Denn Deutschland hatte den Ersten Weltkrieg verloren und damit auch Kohlereviere zum Beispiel in Oberschlesien. Es gab ein Energieproblem und es wurde nach Alternativen gesucht. Riede, Frank; Sollich Robert www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen. Feature
Der zweite Teil von Peter Pranges Familiensaga nimmt uns mit in die umbruchreiche Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Von Andrea Halter.
Die ifa-Galerie Stuttgart zeigt den epochalen Zyklus „Der Krieg“ von Otto Dix zusammen mit junger zeitgenössischer Kunst zum Ersten Weltkrieg und zu aktuellen Konflikte.
Dass sich die westlichen Mächte in der durch Kolonialismus und Überlegenheitsgefühl geprägten Einschätzung vermeintlich weniger entwickelter Länder oftmals täuschten, thematisiert der heutige Artikel aus dem Hamburger Anzeiger vom 18. September. Galt vor dem Ersten Weltkrieg das Osmanische Reich als „Kranker Mann am Bosporus“ und China als ressourcenreiches Land, das sich mit einem geringen militärischen Aufwand kontrollieren ließe, so stellte sich das Kräfteverhältnis 1925 bereits anders dar. Der junge Staat Türkei rang mit den Engländern um die Vormachtstellung im heutigen Irak und China konnten die Kolonialmächte nicht mehr ihren Willen durch militärische Macht aufzwingen. Der Autor dieser Einschätzung der Lage ist Paul Rohrbach einer der meistgelesenen kolonial- und außenpolitischen Kommentatoren von Weimar. Er vertrat großdeutsche und kolonialistische Ziele für Deutschland und engagierte sich in der Akademie zur wissenschaftlichen Erforschung und Pflege des Deutschtums – ist also dem rechten Spektrum der politischen Landschaft zuzuordnen. Zugleich belegt seine Person aber, dass seine Ansichten trotz teilweiser ideologischer Überschneidung nicht automatisch in den Schoß der NSDAP führten. Rohrbach protestierte gegen die Machtübernahme und zog sich dann aus der Politik zurück. Es liest Frank Riede.
Es war eine große Menschheitsutopie: Wo über Grenzverläufe und Staatszugehörigkeiten bislang überwiegend ein paar Großmächte entschieden – bald in kriegerischen Schlachten, bald diplomatisch am Konferenztisch –, sollten derartige Fragen nach dem Ersten Weltkrieg durch den neugegründeten Völkerbund geklärt und dabei die Interessen aller Staaten und Menschen gleichermaßen berücksichtigt werden. Dass dies erwartungsgemäß nicht konfliktfrei abging und es auch nach bald sieben Jahren des Friedens noch ein paar harte Nüsse zu knacken gab, davon handelt der nachfolgende Artikel aus dem Hamburger Anzeiger vom 4. September 1925. Deutsche Themen streift der Text dabei nur am Rande, in seinem Zentrum steht vielmehr die Lösung der sogenannten Mossul-Frage, bei der es nicht zuletzt um gewinnträchtige Bodenschätze ging. Dass der Blick auf die arabische Welt nicht nur in den europäischen Staatskanzleien, sondern auch in den Redaktionsstuben noch immer arg kolonialistisch geprägt war, geht nicht nur aus despektierlichen Formulierungen des Artikels über den Kulturstand im Irak hervor, sondern auch aus den mindestens um das Zehnfache zu niedrig eingeschätzten Einwohnerzahlen Mossuls und Basras, die hier genannt werden. Das Wort hat Frank Riede.
Die Karriere des Frankens beginnt mit einem Fehlstart. Weil er nur in Silber geprägt wird und der Silberpreis in den 1850er Jahren massiv ansteigt, wird der Franken anfangs kaum als Währung benutzt. Und auch bei den Banknoten herrscht Chaos, bis 1907 die Nationalbank gegründet wird. Der Schweizer Franken ist bis zum Ersten Weltkrieg ein schwächelndes Anhängsel des französischen Francs. Der Bund prägt anfangs bewusst nicht genug Münzen, um den eigenen Bedarf zu decken, sondern verlässt sich darauf, dass auch ausländische Münzen fürs Zahlen in der Schweiz eingesetzt werden. Diesem "Münzparasitismus" setzt die sogenannte Lateinische Münzunion in den 1860er Jahren engere Grenzen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts werden Banknoten wichtiger. Anders als bei den Münzen herrscht hier immer noch der Föderalismus. Banknoten sind Sache der Kantone. Rund fünfzig Banken drucken eigene Schweizer Frankennoten. Mit dem neuen Bankengesetz reisst der Bund das Monopol an sich - und brummt den Banken im historischen Vergleich sehr hohe Eigenkapitalpolster auf. Uneinigkeit unter den Kantonen führt aber dazu, dass die Schweiz erst ab 1907 eine Zentralbank hat, die Schweizerische Nationalbank. _____________________ In der Episode zu hören: • Ernst Baltensperger, Emeritierter Volkswirtschaftsprofessor und Autor von «Der Schweizer Franken – Eine Erfolgsgeschichte» • Michael Kasch, Chef von Orell Füssli Sicherheitsdruck _____________________ Hier lernt ihr die Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.
Douglas MacArthur – Held, Stratege, Egomane. Kaum eine Figur der US-amerikanischen Militärgeschichte ist so bewundert und zugleich so umstritten. Von Geburt an im Schatten der Uniform – Sohn eines Generals, geboren auf einem Militärstützpunkt – war sein Lebensweg früh gezeichnet: Der Krieg wurde sein Beruf, das Kommando sein Element. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg, führte die US-Truppen im Pazifik gegen Japan, lenkte die alliierte Besatzungspolitik nach 1945 und wurde zur Schlüsselfigur im Koreakrieg. Sein Einfluss reichte weit über das Schlachtfeld hinaus: In Japan prägte er demokratische Reformen, die bis heute nachwirken. Doch so groß seine Erfolge, so ausgeprägt war auch sein Ego. MacArthur war ein Mann mit Sendungsbewusstsein – hochintelligent, entschlossen, aber auch autoritär und konfliktreich. Seine Entlassung durch Präsident Truman 1951 markierte den Bruch zwischen militärischer Macht und ziviler Kontrolle. In dieser Folge blicken wir auf das Leben eines Mannes, der als Fünf-Sterne-General Geschichte schrieb – und dabei selbst zur politischen Figur wurde. Wer war Douglas MacArthur wirklich: ein Held der Freiheit oder ein General, der sich selbst zu ernst nahm?
Die guten alten Passdokumente sind einfach nicht tot zu kriegen. Schengen sollte sie eigentlich vergessen machen, aber seit einigen Jahren nehmen Grenzkontrollen auch innerhalb der Europäischen Union wieder zu und mit ihnen die Wichtigkeit der ‘richtigen‘ Ausweispapiere. Vor einhundert Jahren war die Situation diesbezüglich noch schlimmer – vor allem weil die Menschen sich an eine Zeit vor dem Ersten Weltkrieg erinnern konnten, in der das Reisen durch Europa schon einmal deutlich entbürokratisiert war. „Öffnet die Grenzen!“, fordert deshalb das Pinneberger Tageblatt vom 26. August 1925 und erkennt in einem Europa der abgerüsteten Passkontrollen eine Utopie der Völkerverständigung. Ein Text der zurück- und vorausschaut, hier gelesen von Frank Riede.
Nach dem Ersten Weltkrieg besetzen die alliierten Siegermächte Frankreich, Belgien, die USA und Großbritannien ab 1919 die deutschen Westgebiete bis zum Rhein - Trier und die Eifel inklusive. Ein lang zurückliegendes Ereignis soll in diesem Zusammenhang die Menschen im Rheinland einen, überall wird die Zugehörigkeit der besetzten Gebiete zu Deutschland gefeiert. Wir schauen zurück, was damals in diesen Jahrtausendfeiern los war.
Der Zeppelin galt in den 1920er Jahren als absolute Zukunftstechnologie und entsprechend stolz war man hierzulande ob der deutschen Herkunft, die in der Benennung nach seinem Erfinder, Ferdinand Graf von Zeppelin, überdeutlich zum Ausdruck kam. Im Sommer 1925 feierte der Erstaufstieg des Prototyps immerhin auch schon sein 25. Jubiläum, und gerade der Umstand, dass das Reich seine Luftschiffe, die den Ersten Weltkrieg überlebt hatten, den Siegermächten ausliefern musste, überhöhte den Mythos vom deutschen Zeppelin paradoxerweise noch weiter. Die Überstellung des LZ 126, des sogenannten Amerikaluftschiffs, 1924 in die USA bzw. die vorausgehenden Rundflüge über Deutschland waren ein gesellschaftliches Ereignis, in dessen Zeichen auch noch die Feierlichkeiten im darauffolgenden Sommer standen. Von diesen berichteten am 21. August die Altonaer Nachrichten, und für uns war Rosa Leu am Bodensee.
Armenien, das kleine Land im Südkaukasus, hat kaum Freunde in der Region: Es sieht sich bedroht von den beiden grossen Nachbarn Aserbaidschan und Türkei, daran vermag auch das aktuelle Friedensabkommen (noch) nichts ändern. Eine Reise durch das verängstigte Bergland. Die Lage ist ungemütlich, seit Jahrzehnten schon. Im Osten Armeniens liegt Aserbaidschan, das Land, das vor zwei Jahren die armenische Bevölkerung aus Bergkarabach vertrieben hat und wo der Machthaber sogar Ansprüche auf ganz Armenien formuliert. Im Westen wiederum grenzt Armenien an die Türkei. Das Land, das sich bis heute weigert, anzuerkennen, dass es im Ersten Weltkrieg an der armenischen Bevölkerung einen Völkermord verübt hat. Bemühungen darum, das Verhältnis zum grossen Nachbarn zu normalisieren, stocken weiterhin. Zwar konnte sich das kleine Armenien lange auf Russland als Schutzmacht abstützen. Doch seit dem Ukrainekrieg setzt der Kreml seine Prioritäten anders. Dafür verkündet Donald Trump, mit einem neuen Abkommen Frieden in den Südkaukasus gebracht zu haben. Doch sein Vertrag mit Armenien und Aserbaidschan ist unverbindlich und lässt viele Fragen offen. Eine Reise durch die Grenzgebiete Armeniens zeigt: Die Unsicherheit im Land ist gross, die Debatte um den richtigen Umgang mit den Nachbarn nimmt die gesamte Politik in Beschlag. Trotzdem hat die Armenierin Schahane Chatschikjan Hoffnung: «Wir werden nie mit allen beste Freunde sein, aber gute Verhältnisse sind möglich.»
Armenien, das kleine Land im Südkaukasus, hat kaum Freunde in der Region: Es sieht sich bedroht von den beiden grossen Nachbarn Aserbaidschan und Türkei, daran vermag auch das aktuelle Friedensabkommen (noch) nichts ändern. Eine Reise durch das verängstigte Bergland. Die Lage ist ungemütlich, seit Jahrzehnten schon. Im Osten Armeniens liegt Aserbaidschan, das Land, das vor zwei Jahren die armenische Bevölkerung aus Bergkarabach vertrieben hat und wo der Machthaber sogar Ansprüche auf ganz Armenien formuliert. Im Westen wiederum grenzt Armenien an die Türkei. Das Land, das sich bis heute weigert, anzuerkennen, dass es im Ersten Weltkrieg an der armenischen Bevölkerung einen Völkermord verübt hat. Bemühungen darum, das Verhältnis zum grossen Nachbarn zu normalisieren, stocken weiterhin. Zwar konnte sich das kleine Armenien lange auf Russland als Schutzmacht abstützen. Doch seit dem Ukrainekrieg setzt der Kreml seine Prioritäten anders. Dafür verkündet Donald Trump, mit einem neuen Abkommen Frieden in den Südkaukasus gebracht zu haben. Doch sein Vertrag mit Armenien und Aserbaidschan ist unverbindlich und lässt viele Fragen offen. Eine Reise durch die Grenzgebiete Armeniens zeigt: Die Unsicherheit im Land ist gross, die Debatte um den richtigen Umgang mit den Nachbarn nimmt die gesamte Politik in Beschlag. Trotzdem hat die Armenierin Schahane Chatschikjan Hoffnung: «Wir werden nie mit allen beste Freunde sein, aber gute Verhältnisse sind möglich.»
"The Divided Heart" ist ein preisgekrönter englischer Film aus dem Jahr 1955, der zu großen Teilen in St. Johann in Tirol gedreht wurde. Der Film wurde überwiegend in der Südtiroler Siedlung gedreht, einer Wohnsiedlung für Landsleute, die nach dem Ersten Weltkrieg von Tirol abgetrennt worden waren. Obwohl die Dreharbeiten damals für großes Aufsehen in dem Tiroler Dorf sorgten, ist der Film und die damaligen Ereignisse weitgehend in Vergessenheit geraten. Audiotraveller Henry Barchet hat sich 70 Jahre nach der Premiere auf die Spuren des Films begeben.
Um den zähen Grabenkampf an der Westfront voranzutreiben, setzen die Deutschen 1915 zum ersten Mal Giftgas ein. Vom Chemiker Fritz Haber stammt die Idee, Chlorgas einzusetzen – mit verheerender Wirkung.**********Ihr hört in dieser "Eine Stunde History":00:05:49 - Deutschlandfunk-Nova-Reporter Armin Himmelrath lässt zwei Soldaten zu Wort, die den ersten Giftgaseinsatz miterlebt haben.00:09:22 - Die Journalistin Susanne von Schenck hat über den Einsatz, die Wirkung und die Folgen des Giftgas-Einsatzes im Ersten Weltkrieg recherchiert.0021:02 - Die Münchner Historikerin Margit Szöllösi-Janze hat eine Biografie über den "Vater des Gaskriegs", den Chemiker Fritz Haber geschrieben.00:34:27 - Der Chemiker Alexander Kelle vom Berliner Institut für Friedensforschung beschreibt den Versuch, chemische Waffen weltweit unter Kontrolle zu halten.**********Den Artikel zum Stück findet ihr hier.**********Ihr könnt uns auch auf diesen Kanälen folgen: TikTok und Instagram .**********In dieser Folge mit: Moderation: Markus Dichmann Gesprächspartner: Dr. Matthias von Hellfeld, Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte
„Massenwahn“ nennt Richard David Precht die aktuelle Begeisterung für militärische Aufrüstung in Politik und Gesellschaft. Precht fühlt sich an den Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert, als die europäischen Mächte wie Schlafwandler in den Ersten Weltkrieg zogen und nicht miteinander sprachen. Markus Lanz verweist auf das Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin. Dort sei klar geworden, dass Putin derjenige ist, der „absolut kein Interesse daran hat, dass es endlich zu einem stabilen Frieden kommt“. In dieser Folge fragen sich die beiden außerdem: Wird Deutschland vom Land der Autoindustrie zum Land der Panzerindustrie? Könnten es Europas Armeen im Ernstfall mit Russland aufnehmen? Und brauchen wir die Wehrpflicht zurück?