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Der Titel der heutigen Episode lautet: »Die Cannabis-Protokolle«, und mein heutiger Gast ist Stephan Schleim. Er war in Episode 67 im Jahr 2022 schon einmal zu dem Thema Wissenschaft, Hype und Realität zu Gast. Das war und ist eine wichtige Episode, die ich nur empfehlen kann nachzuhören, falls Sie sie verpasst haben sollten. Heute aber geht es um ein seit langer Zeit gesellschaftlich und politisch heiß umstrittenes Thema: Drogen und Abhängigkeit oder Sucht. Prof. Stephan Schleim ist promovierter Kognitionswissenschaftler, Wissenschaftsphilosoph und hat über 5.000 Studierende im Fach Psychologie ausgebildet, zuletzt als assoziierter Professor für theoretische Psychologie an der Universität Groningen (Niederlande). Zuvor war er Professor für Neurophilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 20 Jahren informiert er auch ein breites Publikum über Fortschritte in Psychologie, Hirnforschung und Psychiatrie, unter anderem in seinem Blog »Menschen-Bilder«. Anlass der heutigen Episode ist sein neues Buch: Die Cannabis-Protokolle. Medizin, Politik und Wissenschaft auf dem Prüfstand. Cannabis wird in dieser Episode ein Thema sein, aber es freut mich, dass wir das Thema Drogen, Abhängigkeit, Substanzen, die Menschen zur Bewusstseinsveränderung nehmen, aber auch Verhaltensweisen, die als Sucht bezeichnet werden, breit angehen. Es handelt sich um ein wirklich relevantes und hochinteressantes Thema, und eines, das perfekt in diesen Podcast passt, denn der Streit um die Frage, was als Droge gilt, was abhängig macht, wie man als Gesellschaft damit umgeht, geht mindestens ins 19. Jahrhundert zurück und wird uns mit Sicherheit noch lange in der Zukunft beschäftigen. Denn der Mensch verwendet seit jeher Substanzen verschiedener Art, um sich zu berauschen, sein Bewusstsein zu verändern sowie in bestimmten sozialen Kontexten und Ritualen. Wo liegt die Grenze zwischen Genuss, Ritual und Sucht? Diese und zahlreiche andere Fragen werden wir in diesem Gespräch thematisieren. Wir beginnen mit der Frage: Was ist eigentlich eine Droge? Woher kommt das Wort, was ist der philosophische und politisch-historische Hintergrund? Wie verändert sich der Begriff über die Zeit? Es gab die erste internationale Verbotsliste beim Opiumkongress in Genf 1925. Was wurde verboten und was waren die Folgen? Zunächst sollten vor allem Opiate verboten werden, aber dann ist durch Gesandte Ägyptens etwas Unerwartetes – was Cannabis betrifft – passiert! So manche Substanz wechselt auch zwischen Arznei und verbotener Substanz hin und her, als Beispiel erwähnen wir Kokain, aber auch Heroin. Wie scharf ist der Drogenbegriff eigentlich? Fallen etwa Substanzen wie Zucker hinein?Woher kommt der Begriff der Pharmazie – pharmakon? Auch in diesem Begriff spiegeln sich die unterschiedlichen Facetten von Substanzen und des Drogenbegriffs wider. Auch Begriffe wie Stimulantien und Genussmittel spielen in dieser Diskussion mit und machen den Diskurs nicht schärfer. Was empfinden wir heute als gefährlich? Hat sich unsere Furcht vor allen möglichen Substanzen ins Extreme gesteigert? Wie viel Eigenverantwortung gestatten wir Menschen noch? Oliver Sacks beschreibt seine Kindheit in England, das Zitat bezieht sich ca. auf die 1940er Jahre: »I had had not the least difficulty getting potassium cyanide from the chemist's, the pharmacy, down the road — it was normally used for collecting insects in a killing bottle — but I could rather easily have killed myself with the stuff. I gathered, over a couple of years, a variety of chemicals that could have poisoned or blown up the entire street but I was careful — or lucky.« — Oliver Sacks Welche Drogen werden in Deutschland und Österreich in welchem Umfang konsumiert? Wie wird (regelmäßiger) Drogenkonsum definiert? Auch die Definition von Drogen ist oftmals enumerativ – also aufzählend –, um das Problem der unklaren Definition zu umgehen. Ist folglich die Drogenpolitik janusköpfig und ist dies überhaupt vermeidbar? Werden psychoaktive Substanzen in den letzten Jahren stärker oder schwächer konsumiert? Und welche Rolle spielen »legale« Arzneien dabei? »In Deutschland hat man inzwischen so viele Antidepressiva Jahr für Jahr verschrieben, dass man fünf Millionen Menschen tagtäglich damit behandeln könnte.« Das hat sich seit 1990 verelfacht. Wie sieht es mit den verbotenen Substanzen aus? »Der Anstieg hat schon vor der Teillegalisierung [von Cannabis] angefangen.« Ergeben Verbote Sinn, wenn ein nennenswerter Teil der Bevölkerung diese ignoriert und Substanzen wie Cannabis für viele bereits zum Alltag geworden sind? Hat als Substanz der Wahl (Jugendlicher?) Cannabis Alkohol abgelöst? Ist man mit der Legalisierung zu weit gegangen? Welche Rolle spielt Werbung für pharmazeutische Substanzen (auch Cannabis) – auch da gibt es große Unterschiede zwischen den USA und Europa. Was ist unter diesen Rahmenbedingungen eine »vernünftige« Drogenpolitik, beziehungsweise welche Parameter sollte man hier berücksichtigen? Es gibt wohl einen Unterschied, ob der Konsum einer Substanz im Wesentlichen auf einen selbst wirkt oder andere betrifft, z. B. dadurch, dass der Konsument aggressiv wird oder sein eigenes Verhalten nicht mehr unter Kontrolle hat – denken wir an den Straßenverkehr oder das Verhalten in der Familie. Wie geht man damit um? Was sind positive und negative soziale Faktoren von Substanzkonsum, z. B. Alkohol? Wie sind kulturelle Einflüsse zu bewerten?Cannabinoid- und Opioid-Rezeptoren sind fast über das gesamte Gehirn verteilt – was bedeutet das? Unterschiedliche Opioide überwinden auch die Blut-Hirn-Schranke in unterschiedlichem Tempo, welche Folgen hat dies? »Opioidabhängigkeit ist eine der schwersten Abhängigkeiten – wenn man davon abhängig wird, was auch nicht alle werden.« Die Frage, wer überhaupt von einer Substanz unter welchen Umständen abhängig wird, ist somit eine hochinteressante Frage für sich selbst. Was ist folglich der Begriff der Sucht? Ist dieser einfacher zu definieren als der Begriff der Droge? Der Effekt ein und derselben Substanz – sei es Alkohol, Opioide oder Cannabis – hat offenbar auf unterschiedliche Menschen sehr unterschiedliche Wirkungen. Was auf manche entspannend wirkt, führt bei anderen zu einer Psychose. Was bedeutet diese Erkenntnis? »Der Trip, den man erfährt, ist eine Interaktion von Set und Setting.« Ein Beispiel ist die Nutzung von Heroin durch die US-Soldaten im Vietnamkrieg. Auch außerhalb dieses extremen Szenarios gibt es in unterschiedlichen Subkulturen unterschiedliche Akzeptanz für verschiedene Drogen. Was können wir davon lernen? Damit kommen wir zur Frage, was Abhängigkeit bedeutet und wie diese zustande kommt. Welche Rolle spielt das Über-Verschreiben von Schmerzmedikation durch Ärzte ab den 1990er-Jahren, mit dem Versprechen, Schmerz gehöre der Vergangenheit an und die Gefahr von Schmerzmitteln wäre in der Vergangenheit zum Schaden der Patienten überschätzt worden? »Ein Grund, warum der Konsum so zunimmt, ist meines Erachtens nach auch eine zunehmende soziale Verelendung vieler Gesellschaften.« Was ist Sucht, was bedeutet der Suchtbegriff? Sowohl in der historischen Betrachtung als auch in der aktuellen Situation? »Vor dem 20. Jahrhundert hat man wenig von Sucht gesprochen.« Der Psychiater Emil Kraepelin prägte für lange Zeit diese Diskussion. Der Suchtbegriff beginnt sich dann erst langsam zu entwickeln, zum Teil getrieben durch politische und religiöse Überzeugungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Begriff dann durch eine Kommission der Weltgesundheitsorganisation definiert – oder jedenfalls wird der Versuch unternommen. Der Suchtbegriff wird dann durch den Abhängigkeitsbegriff abgelöst. Warum? »Seit den 1980er-Jahren wird der Suchtbegriff in den USA von der Psychiatrie aufgegeben.« In Deutschland verwenden wir diesen Begriff allerdings permanent. Was bedeutet diese begriffliche Verwirrung in der Praxis? Wie wird also Abhängigkeit – von Substanzen, aber auch Verhalten – definiert? Meist wird Bezug genommen auf Kontrollverlust gepaart mit Dysfunktion. Was bedeutet dies konkret? »Man hat den Konsum nicht mehr unter Kontrolle und der Konsum führt zu verschiedenen Problemen.« Gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen psychischer und körperlicher Abhängigkeit und fallen Verhaltensweisen in dieselbe Kategorie? Was ist von Begriffen wie Sport-Sucht, Sex-/Porno-Sucht, (Video-)Spiel-Sucht, Arbeits-Sucht usw. zu halten? Was ist der Unterschied zwischen Sucht, Abhängigkeit und Impulskontrollstörung? Ein weiterer Begriff, der sich in diese Melange der oftmals unklar beschriebenen Begriffe mischt. »Man kann auch Sport so betreiben, dass man die Kontrolle verliert und dass er schädlich wird. Im Übrigen hat auch Sport psychische Wirkungen – Runners High. Man könnte eine Sport-Sucht mit den genannten Kriterien definieren. Warum macht man's nicht? Weil Sport moralisch toleriert und gefördert wird.« Was bedeutet das für eine »vernünftige« Drogenpolitik – von libertären Gedanken bis zur Frage, wie mit Schäden an der betroffenen Person und weiter zum individuellen Umfeld und zur Gesellschaft? »Obwohl die Leute immer weniger konsumieren, wird das Thema in den Medien immer extremer diskutiert.« Freier Markt oder Prohibition? Sollte man den Substanzkonsum kontrollieren? »Substanzkonsum ist etwas Normales.« Warum wird beziehungsweise wurde der Begriff »Marihuana« fallweise stigmatisierend verwendet? Was ist ein schadenbasierter Ansatz (Harm-based approach)? Welche quantitativen Folgen hatte etwa die (Teil-)Legalisierung von Cannabis in den USA und Deutschland im Vergleich etwa zu Österreich? Sobald es erlaubt ist, ist es für die Jugendlichen weniger anziehend? »Man kann Substanzen nie isoliert betrachten, man muss sich immer auch die soziale Praxis ansehen.« Verändert sich auch die Droge durch die Nutzung beziehungsweise durch gesellschaftliche Trends? So steigt etwa der THC-Gehalt in Cannabis über die letzten Jahrzehnte stetig (stark) an. Was hat es mit dem viel diskutierten Psychose-Risiko nach Cannabis-Konsum auf sich? »Über Jahrtausende unserer Menschheitskultur war Substanzkonsum in der Regel ritualisiert – entweder mit Freunden oder religiös eingebettet. Wir sind halt im 20. Jahrhundert in diese konsum-, massen- und individualisierte Gesellschaft hineingekommen, die dann eben auch dazu führt, dass manche Menschen diesen ritualisierten oder sozialen Kontext nicht mehr haben.« Was ist die Rolle von Wissenschaft bei diesen komplexen und wichtigen gesellschaftlich wesentlichen Fragestellungen? »Als Wissenschaftler ist ja meine Funktion nicht, der Gesellschaft zu sagen, wie sie ihre Politik gestalten sollte, aber ich versuche natürlich die Diskussion zu informieren.« Funktionieren Verbote überhaupt? Sehr viele Probleme erscheinen gerade durch den harten Kampf gegen Drogen erst zu entstehen?! Aber auch die Legalisierung kann man besonders ungeschickt gestalten, wie das gerade auch wieder in Deutschland zu beobachten ist. »Mit Verboten hält man gerade die Menschen mit den größten Problemen nicht ab und erzeugt viele neue Probleme.« Referenzen Andere Episoden Episode 148: Künstliche Vernunft? Ein Gespräch mit Jan Juhani Steinmann Episode 142: Games. A Conversation with Tom Vasel from the Dice Tower Episode 132: Fragen an die künstliche Intelligenz — eine konstruktive Irritation Episode 123: Die Natur kennt feine Grade, Ein Gespräch mit Prof. Frank Zachos Episode 121: Künstliche Unintelligenz Episode 116: Science and Politics, A Conversation with Prof. Jessica Weinkle Episode 111: Macht. Ein Gespräch mit Christine Bauer-Jelinek Episode 107: How to Organise Complex Societies? A Conversation with Johan Norberg Episode 67: Wissenschaft, Hype und Realität — ein Gespräch mit Stephan Schleim Fachliche Referenzen Homepage Stephan Schleim Menschen-Bilder Blog Stephan Schleim, Die Cannabis-Protokolle. Medizin, Politik und Wissenschaft auf dem Prüfstand, BoD (2026) Stephan Schleim, Perspektiven aus der Depressions-Epidemie. Was Depressionen sind und wie man sie behandelt, BoD (2026) Oliver Sacks, Uncle Tungsten, Memories of a Chemical Boyhood, Isis Publishing (2001) International Classification of Diseases 11th Revision, WHO Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5-TR)
Es werden schon viele Elektroautos verkauft in Deutschland – und doch könnten es mehr sein. Das liegt auch daran, dass die staatliche Förderung eingeschränkt wurde – und dass noch nicht klar ist, wie es weitergeht. Die deutschen Hersteller sind unterschiedlicher Meinung, was die Zukunft angeht: Porsche setzt zum Beispiel wieder auf den Verbrennermotor. Wo die Probleme liegen und warum der „Range Extender“ eine der Lösungen sein könnte, erklärt Lutz Eckstein, Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) an der RWTH Aachen, bei Andreas Fischer in SWR Aktuell.
O-Ton von Hannes Ullrich
Tanzen statt Tablette: Ärztinnen und Ärzte in der Stadt Zürich stellen neu auch Überweisungen für Tanzkurse, Gartenarbeit oder eine Schuldenberatung aus. Das Stadtparlament hat am Mittwoch einen Versuch für "Soziale Rezepte" genehmigt. Kosten wird er 2,5 Millionen Franken. Weitere Themen: * Stadt Schaffhausen will Steuern um 2 Prozentpunkte senken. * Nach wie vor arbeiten in Zürich mehr Frauen als Männer Teilzeit. * Illegales Spiellokal in der Stadt Zürich ausgehoben.
Homöopathie ist umstritten. Aus wissenschaftlicher Sicht helfen die Mittel nicht. Dürfen Ärzte ein Rezept für homöopathische Tropfen ausstellen ohne den Patienten darauf hinzuweisen? Unser Reporter zum konkreten Fall.
In dieser Folge berichtet unser Gast Dr. Pavel Khaykin über seine erfüllende Arbeit in seiner Praxis im Frankfurter Bahnhofsviertel, die sich neben der hausärztlichen Versorgung auf Suchtmedizin und Infektiologie spezialisiert hat. Er erklärt den Hörer/innen, wie man Berührungsängste überwinden kann, wie ein nicht stigmatisierender Umgang gelingt, welche Regeln zu beachten sind und was realistische Therapieziele bedeuten. Zudem macht er auf das Thema Medikamentenmissbrauch aufmerksam und beschreibt, wie die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen der Suchthilfe aussieht, was er sich in der Zusammenarbeit wünscht und wie man sich als Hausärztin oder Hausarzt zum Thema Suchtmedizin weiterbilden kann. ShownotesDie Praxis von Dr. Pavel KhaykinDas von Pavel Khaykin erwähnte Franziskus-Haus FrankfurtBtMVV - Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.Richtlinie der Bundesärztekammer zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung Opioidabhängiger Die von Herrn Khaykin erwähnte Drogenhilfeeinrichtung K9Drogennotdienst Frankfurtidh- Intergrierte Drogenhilfe e.V.Informationen zur Zusatz-Weiterbildung suchtmedizinische Grundversorgung der LÄKHInformationen zur Zusatz-Weiterbildung suchtmedizinische Grundversorgung der KVHLeitfaden Substitution von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen- enthält auch einen Bericht über einen Besuch in der Praxis von Pavel Khaykin Initiative „Junge Suchtmedizin“Übersicht über sexuell übertragbare Krankheiten (STIs)Begriffserklärung HIV-PrePLeitlinie zu HIV-PrePPodcastfolge ZFA Talks zum angeschnittenen Thema STIs bei Frauen Humanitäre Sprechstunden- Anlaufstellen für Menschen ohne oder mit ungeklärtem Krankenversicherungsschutz in FrankfurtUnser Seminarprogrammmehr Informationen zu unserem Angebot (Seminare, Mentoring, Fallkonferenzen, Beratung) und uns als Kompetenzzentrum Weiterbildung Hessenwir als Kompetenzzentrum Weiterbildung auf Instagramwir als Kompetenzzentrum Weiterbildung auf Facebookwir als Kompetenzzentrum Weiterbildung auf LinkedInUnser Standort an der Universität in Frankfurt am Institut für AllgemeinmedizinUnser Standort an der Universität in Gießen am Institut für hausärztliche MedizinUnser Standort an der Universität in Marburg am Institut für Allgemeinmedizinmehr Infos zum Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, den Förderern des Projekts
Ist es zulässig, für die Eintragung in ein Hunderegister eine Gebühr zu verlangen? Kann ein Ehrenamtler entlassen werden, wenn er rechtsextreme Ansichten preisgibt? Die Urteile der Woche mit Immo Hesse.
Vor gut drei Jahren hat der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die „Weltneuheit“ verkündet: Deutschland ist das erste Land, in dem es Apps auf Rezept gibt - die DiGA. Und wo stehen wir heute? Viele Ärzte sind beim Verschreiben von DiGA weiterhin zurückhaltend. Prof. Martin Möckel, Vorsitzender der DGIM-Arbeitsgruppe Digitale Gesundheitsanwendungen / KI in Leitlinien, sagt: Ärzte brauchen die Möglichkeit, DiGA zu testen und kennenzulernen, um sie sicher verordnen und anwenden zu können. Die DGIM hat einen Kriterienkatalog entwickelt und die Hersteller aufgefordert, kurze Schulungsvideos mit verschiedenen Aspekten ihrer Produkte bereitzustellen. Ein Haupthindernis ist nach Ansicht von Prof. Möckel auch, dass sich die digitalen Anwendungen noch nicht in einen übergeordneten Therapieplan integrieren lassen. Das werde sich aber mit Medizinprodukten höherer Risikoklasse ändern. Insbesondere im Bereich Diabetes und Herzinsuffizienz erwartet der Internist viel Dynamik. Schon jetzt gebe es Anwendungen, die über Wearables Biosignale empfangen und verarbeiten können. Hier sieht er einen Mehrwert für die Telemedizin. Und auch so könnte die Zukunft aussehen: Symptom-Checker, die auf KI basieren, kommen in der Notaufnahme eines Krankenhauses zum Einsatz. Ein Roboter registriert per Handschlag Körpertemperatur, Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Er holt die Identifizierungsdaten in der Sprache des Patienten ein und informiert die diensthabende Ärztin. Sie entscheidet aufgrund der Daten und Grundeinschätzung über die nächsten Schritte. Zum Folgen-Überblick: www.medical-tribune.de/o-ton-innere-medizin
GOOD WORK ist nicht gleich NEW WORK. Und GOOD WORK ist erst recht kein Feelgood Management. Für diese etwas sperrige Aussage braucht es manchmal etwas mehr Spucke und ein breites Kreuz in einer Arbeitswelt, die unaufhörlich "mehr Menschlichkeit" einfordert. Mark Poppenborg hat genau dieses breite Kreuz, denn er widmet sich dem Thementrias Führung, Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur seit vielen Jahren aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Und mit einer Haltung, die man im Business-Mainstream vergeblich sucht. Mark bietet durchaus mal klare Kante und erteilt oberflächlichen Management-Hypes eine klare Absage. Mit seiner Akademie Intrinsify bietet er - gemeinsam mit KollegInnen - die Modellwelt von Future Leadership an. Und was sich genau dahinter verbirgt, das entblättern wir Schicht für Schicht in diesem persönlichen Gespräch. Was lernen wir in dieser GOOD WORK Folge? In unserem Gespräch mit Mark Poppenborg sprechen wir über: - Kultur als Kraftfeld, das gegenwärtige Entscheidungen beeinflusst und von vergangenen Entscheidungen geprägt ist. - Die Schwierigkeit, Unternehmenskultur direkt zu gestalten - Die irrige Vorstellung, man könnte unmittelbaren Einfluss auf die Werte von Menschen nehmen - Woher Widerstand gegen Veränderung wirklich kommt - Was es mit dem Konzept der Seitenwindanfälligkeit auf sich hat - Warum Werkzeuge häufig soviel hilfreicher sind als Rezepte - Warum Führungsstile kein expliziter Bestandteil des Ansatzes Future Leadership von Intrinsfy sind. Hört rein in dieses Gespräch und geniesst die Klarheit und Präzision, mit der Mark seine klugen Gedankengänge mit uns teilt. Interview: Jule Jankowski Werbehinweis: Die heutige Folge wird freundlicherweise unterstützt von der R+V Versicherung. Das genossenschaftlich organisierte Unternehmen legt viel Wert auf eine gesunde Arbeitskultur und fördert Gemeinschaftsleistung. Aktuell sind einige Stellen vakant. Hier geht es direkt zu einer Übersicht der offenen Stellen: jobs.ruv.de In unserem GOOD WORK Salon versammeln sich spannende Zeitgenossen: Echte Vordenker:innen, Paradiesvögel ebenso wie fleissige Arbeitsbienchen, Leute aus der Mitte und aus den Nischen unserer Arbeitswelt - kurz: ein bunter Reigen an Menschen, die mit uns ihre klugen Gedanken und gelebten GOOD WORK Geschichten teilen wollen. Die Salongespräche laden ein zu einer wahrhaftigen Begegnung mit diesen Menschen. Im gleichermaßen tiefgründigen wie leichtfüßigen Dialog mit ihnen werden wir uns ausgewählten Phänomenen der Transformation widmen. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten Platz sein für die menschliche Perspektive. Wir rücken ein Stückchen näher heran an unsere Gäste und laden Sie ein, etwas aus ihrem persönlichen Leben mit uns zu teilen. Der Kontext ist und bleibt die Transformation unserer Arbeitswelt auf ihren unterschiedlichen Bühnen. Unsere fünf GOOD WORK Prinzipien bleiben weiterhin als Struktur im Hintergrund bestehen. Wir sprechen künftig auch immer über gelungene Beziehungsgestaltung, flexible Strukturen, digitale Balance, gelebte Agilität und das Denken in Möglichkeiten. Die Zeit zu lernen ist: JETZT!
Gesund, schlank, entspannt, erfolgreich. Dein Podcast für ein erfülltes und erfolgreiches Leben.
Heute möchte ich Dich mal dazu anregen, Dir folgendes vorzustellen: Du bist Dein eigener Arzt und hörst Dir zu. Nimmst Deine Symptome wahr. Was würdest Du Dir verschreiben? Was würde auf dem Rezept stehen, das Du Dir selbst ausstellst? Mehr Zeit für Dich? Mehr Ruhe? Mehr Bewegung? Auch mal „NEIN“ sagen? Was würde Dich wieder „ins Lot“ bringen? Höre mal in Dich hinein. Das ist eine schöne kleine Übung, die Du immer mal wieder für Dich machen kannst. Ich erzähle Dir in diesem healthy shot, warum auch ich diese Übung immer mal wieder anwende und ich gebe Dir Tipps und Impulse, wie Dein Rezept für Dein gesundes Leben in Balance aussehen könnte. Ich danke Dir für einen netten Kommentar, falls Dir der Podcast gefallen hat. Von
Du willst Heilpraktiker für Psychotherapie werden? Dann besuche jetzt unser kostenloses Online-Seminar (24 Stunden am Tag verfügbar) unter: https://www.online-heilpraktikerakademie.de/ ▶▶ Gefällt Dir das Video? ◀◀ Dann freuen wir uns über einen Daumen nach oben, einen Kommentar und wenn Du es an Menschen weiterleitest, denen es auch helfen kann. ► Kanal ABONNIEREN: http://bit.ly/HPA-ABONNIEREN ► Du interessierst dich für eine Ausbildung an unserer Heilpraktiker Akademie? Informiere dich hier oder starte direkt mit einem Kurs: https://www.online-heilpraktikerakademie.de/ ÜBER DIE HPA HEILPRAKTIKER AKADEMIE DEUTSCHLAND Die Heilpraktiker Akademie Deutschland ist Ausbildungsstätte für Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen für Psychotherapie und nutzt das Wissen aus über 26-jähriger Erfahrung eines Schulbetriebs für eine effiziente und integrative Ausbildung. Die HPA Lübeck wird von Dirk Schippel geleitet. Dirk Schippel ist langjähriger und erfolgreicher Therapeut, Coach, Lehrbuchautor und Trainer. ► Folge uns auch hier... FACEBOOK: https://www.facebook.com/HPAinDeutschland/ INSTAGRAM: https://www.instagram.com/hpa_deutschland/ WEBSEITE: https://www.heilpraktiker-akademie.de/ WEBSEITE DIRK SCHIPPEL: https://www.dirk-schippel.de/Subscribe to Traumberuf Heilpraktiker für Psychotherapie on Soundwise
Heute geht es unter anderem um die bevorstehende Landtagswahl am 8. Mai. Unser stellvertretender Chefredakteur Michael Behrendt gibt Einblicke in die aktuelle Lage sieben Tage vor dem Wahlsonntag. Bundesverkehrsminister Volker Wissing will Dithmarscher Delegation zum Thema Elbfähre empfangen. Der Brunsbütteler Apotheker Erk Levsen Johannsen will das Verschreiben cannabishaltiger Medikamente erleichtern.
Deutsch mit Schmidt | Der Kanal für fortgeschrittene Deutschlerner ( B1 / B2 / C1 )
Wort 1: verschreiben (Verb) – – – Wort 2: sagenhaft (Adjektiv) – – – --> https://www.deutschmitschmidt.de Für das komplette Transkript dieser Folge, inklusive einer Vokabelliste und exklusiver Arbeitsblätter besucht bitte: --> https://www.patreon.com/deutschmitschmidt Meine kostenlose Telegram-Gruppe: --> https://t.me/deutschmitschmidt Das Taschenbuch: "Sprachbausteine Deutsch B2: Teil 1 & 2" ist ab sofort bei Amazon erhältlich: --> https://www.amazon.de/dp/B09HG2RZBF Das Taschenbuch: "200 Fragen zu Nomen-Verb-Verbindungen" ist ab sofort bei Amazon erhältlich: --> https://www.amazon.de/dp/B09BGHWCQD "Deutsch mit Schmidt" ist ein Podcast, der sich an fortgeschrittene Deutschlerner auf den GER-Stufen B1, B2 und C1 richtet. Hierbei geht es hauptsächlich um den Aufbau und die Erweiterung des deutschen Wortschatzes. In jeder Folge werden zwei neue Wörter präsentiert, die mit jeweils vier aussagekräftigen Beispielsätzen erklärt werden.
„Service beyond the pill” ist momentan in aller Munde. Was damit gemeint ist, ist die Realisierung in der Pharmabranche, dass die Betreuung der PatientInnen nicht mit dem Verschreiben der „Pille” getan ist. PatientInnen brauchen heutzutage mehr Informationen und sind mittlerweile auch offener für Präventivmaßnahmen, als dies noch vor ein paar Jahren der Fall war. Damals lag der komplette Fokus auf der Therapie der Krankheit. Jetzt versucht man, der Krankheit vorzubeugen.Dabei kann auch Digitalisierung behilflich sein. Beispielsweise ist der Arbeitsalltag von KardiologInnen zu einem großen Teil bereits digital: Operationen werden live übertragen und Scans am Bildschirm betrachtet. Aber auch PatientInnen mit chronischen Krankheiten können besser mit diesen umgehen mit Hilfe von Technologie; die ersten Apps werden als Medizinprodukte verschrieben, Geräte können die Intensität von Anfällen vorhersagen und das Medikament aus dem 3D-Drucker ist auch kein reines Hirngespinst mehr. Somit bietet der Wandel von Cross-Channel-Marketing zu Omnichannel Marketing die Möglichkeit, zusätzliche Touchpoints für die KonsumentInnen zu kreieren. Dass dabei zusätzlich noch Daten gesammelt werden ist ein weiterer Vorteil, welcher MitarbeiterInnen wiederum vor eine neue Problematik stellt: Digital Literacy.Welche KPIs und Messwerte sind für mich als Sales-MitarbeiterIn relevant? Das muss gelernt sein. Zusätzlich müssen neue Organisationsstrukturen und Prozesse geschaffen werden, welche der zunehmenden Digitalisierung gerecht werden. Und dabei sitzen alle im gleichen Boot: Man weiß, es muss sich etwas verändern, aber bis jetzt gibt es kaum Best Practice Cases, von denen man sich abschauen könnte, wie genau dies vonstatten gehen soll. Genau diese Best Practice Cases zu erschaffen und Innovation im Unternehmen voran zu treiben, ist Dierk Bartels Aufgabe. Immer wieder neue Wege zu gehen und zu gestalten, ist die Leidenschaft des selbst ernannten „Innovation Junkie” und dafür sucht auch er sich Inspiration. Wo er diese findet und warum das „quantified self” uns auch in Zukunft noch begleiten wird, hören Sie in der zwanzigsten Folge des Healthcare Changers Podcast.Visit us on: LinkedIn | Facebook | InstagramRené Neubach: LinkedIn | Facebook | InstagramDominik Flener: LinkedIn | Facebook | Instagram
Tobias Leipold, Gründer und Geschäftsführer der eHealth-Tec GmbH und „Doc“ Heinz-Wilhelm Esser, „Rock'n'Roll Mediziner“ und Vordenker, sind unsere Gäste in dieser Folge. Beide gestalten in ihrer Rolle die Zukunft der Medizin mit und setzen Ideen um, die das Gesundheitssystem an verschiedenen Stellen transparenter, schneller und effektiver machen. Aufhänger ist das neu eingeführte e-Rezept, durch welches das Verschreiben und Einlösen von Rezepten wesentlich einfacher werden soll. An welchen Stellen können digitale Lösungen Ärzt*innen in ihrer Arbeit noch unterstützen? Wo gibt es bereits erste Ideen und innovative Lösungen und welche Faktoren begünstigen oder verhindern Digitalisierung in der Medizin? Steht der Digitalisierung im Gesundheitswesen eine Entmenschlichung entgegen? In diesem spannenden Quadrolog gehen wir - Dirk Sander und Oliver Kuschel - mit unseren Gästen diesen Fragen auf den Grund. Hört rein!
Sicherheit und der Ausblick auf eine planbare Karriere – das liest sich doch ganz gut, etwas worauf man bauen kann Für Fawad und Toni kam es anders. Gemeinsam ließen sie den Komfort von Sicherheit und Planbarkeit hinter sich, gründeten und verschrieben sich mit Haut und Haaren der „Guten Tüte“ – einem Unternehmen, dass uns mit regionalen Bio-Produkten versorgt. Sie sind als Team Fahrer, Kaufleute, Verhandlungsführer, Handwerker, Planer, Entwickler und Designer und noch vieles mehr. Das alles schafft man nur mit echter Überzeugung, einer glaubhaften Vision und dem festen Willen, alle Hindernisse zu meistern und sich einer Sache ganz hinzugeben. Die gute Tüte im Netzwww.diegutetuete.deDie gute Türe auf Linkedin: https://www.linkedin.com/company/diegutet%C3%BCte/
Guten Morgen, es ist Samstag! Thema des Tages geht heute mit Ihnen Waldbaden. Zumindest sollten wir das, sagen unsere Kollegen des STANDARD-Podcasts Besser leben. Martin Schauhuber und Selina Thaler haben recherchiert, wieso Waldspaziergänge tatsächlich so gesund sind, dass sie in Japan und Südkorea ärztlich verschrieben werden. Also viel Spaß beim Anhören und Rausgehen. Mehr Folgen von “Besser leben” finden Sie bei Apple Podcasts, Spotify und überall wo es Podcasts gibt.
In dieser Episode des Vegains DE Podcasts habe ich meinen Doktor Bruder zu Gast und wir reden über: Ist die Forschung komplett Spenden finanziert? Was hat er als Doktorarbeit gewählt? Hat dich Ferdi früher oft geärgert? Was war der bis jetzt schönste moment in seinem Leben? Was achtet und schätzt er am meisten an dir, seinem Bruder? Was hält er von Homöopathie? Woran erkennt man dass ein kind einen Hirntumor hat? Wie und durch welche Hilfe und Mittel konnte er sein Forschungszenterum aufbauen? Was würde er in der Welt ändern wenn er es könnte? Warum hat Ernährung so einen niedrigen Stellenwert im Medizinstudium? Wer ist sein Vorbild? Folgt meinem Bruder: IG: https://www.instagram.com/beck_lab/ YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=AJKh9ETv5Is Website: https://innovativemedizin.de/de/ Und Amazon smile nicht vergessen (Stiftung fuer Innovative Medizin) ➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖ YouTube Kanal: https://www.youtube.com/VegainsDE Englischer YouTube Kanal: https://www.youtube.com/Vegains Produkte/Dinge die ich schon lange habe, sehr gut finde und empfehlen kann: amazon.de/shop/vegainsde Webseite: https://vegains.org Mein Vegan Meal Planning App: https://get.vegains-app.com (kann man in den Einstellungen alles auf Deutsch stellen) Meine Transformation & Videos warum ich Vegan lebe: http://bit.ly/VeganPlaylist Patreon: https://www.patreon.com/vegains Instagram Deutsch: https://www.instagram.com/vegainsde/ Hauptkanal: https://www.instagram.com/vegainstrength/ Essen: https://www.instagram.com/vegainsfood/ Englischer Podcast: https://anchor.fm/vegains & Podcast YouTube Kanal ► https://www.youtube.com/vegainspodcast ➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖ Vivo Life* ist mein Supplement Sponsor (Vegan Protein, Maca, Macha, Omega-3, B-12, D3, Kreatin etc.) spare 10% mit VEGAINS10: http://bit.ly/2SJeJAQ KoRo* ist mein Grundnahrungsmittel Sponsor (Nussmus, Trockenfrüchte, Soja Crispies etc.) spare 5% mit VEGAINS5: https://www.korodrogerie.de Epidemic Sound* ist wo ich meine Musik herbekomme die ich kommerziell für Social Media benutzen darf. Mit meinem Link könnt ihr es kostenlos testen: http://bit.ly/VegainsEpidemicSound *Ihr bekommt Rabatt und ich erhalte eine Provision wenn ihr meinen Code benutzt.
Vorsicht: Diagnose! Nur, wenn's ein Leiden ist und Du die Ärztin brauchst. Sicher: Du bist nicht allein damit. Welcher Philipp zappelt neben Dir? Und falls ein Medikament zwingend wird: Verschreiben ist nicht «vollstopfen», und einnehmen ist nicht gleich «einwerfen». Schluck Deine Arznei mit einem Lächeln, wenn Du sie brauchst! Doch in welchem Umfeld musst Du erfolgreich sein? Was wird von Dir verlangt, das Du nicht schaffst? Was ein Defizit ist, bestimmen ja die anderen, oder? Klar: Du sollst funktionieren. Wie bringst Du Deinen Arbeitsstil in Einklang mit den Anforderungen? ADHS: aus der Zurichtung in die Psychiatrie hin zur Neurobiologie. Unsere Episode ist ein «Mutmümpfeli» für Deinen Umgang mit einer Störung.
Wurden den GKV-Versicherten im Jahr 2010 noch 562 Verordnungen pro 1.000 Versicherte ausgestellt, waren es 2018 nur noch 446. Das ist ein Rückgang um insgesamt 21 Prozent. Besonders stark rückläufig (−41 Prozent) waren Verordnungen insbesondere für Kinder und Jugendliche (Alterssegment 0–14 Jahre). Bei Neugeborenen und Säuglingen (0–1 Jahr) wurde der deutlichste Rückgang beobachtet. Hier hat sich die Verordnungsrate von 2010 bis 2018 fast halbiert: Von 630 Verordnungen im Jahr 2010 ging die Rate auf 320 Verordnungen pro 1.000 Versicherte im Jahr 2018 zurück (−49 Prozent). „Der starke Rückgang des Antibiotikagebrauchs im gesamten Alterssegment der 0- bis 14-Jährigen markiert einen tiefgreifenden Wandel in der pädiatrischen Versorgung“, stellte der Leiter des Forscherteams, Dr. Jörg Bätzing, fest. Ein Grund für den signifikanten Rückgang der Verordnungsraten könnten die zahlreichen bundesweiten Initiativen zur Stärkung eines angemessenen Antibiotikaeinsatzes (bekannt unter der englischsprachigen Bezeichnung „Antibiotic Stewartship“) in Deutschland sein, so Bätzing. Ein deutlich rückläufiger Verbrauchstrend konnte zudem in nahezu allen KV-Bereichen und für die überwiegende Zahl der eingesetzten Wirkstoffgruppen beobachtet werden. In der Region mit dem höchsten Antibiotikagebrauch (Saarland: 572 Verordnungen pro 1.000 Versicherte) lag die Verordnungsrate im Jahr 2018 etwa 1,8 höher als in der Region mit dem niedrigsten Gebrauch (Sachsen: 317). Starke Unterschiede in den Verordnungsraten unterstreichen die Bedeutung regional zugeschnittener Programme der KV-Bereiche zur Förderung eines rationalen Antibiotikaeinsatzes. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) Weitere Informationen finden Sie auf MEDIZIN ASPEKTE Originalpublikation: Holstiege J, Schulz M, Akmatov MK, Steffen A, Bätzing J. Update: Die ambulante Anwendung systemischer Antibiotika in Deutschland im Zeitraum 2010 bis 2018 – Eine populationsbasierte Studie. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Versorgungsatlas-Bericht Nr. 19/07. Berlin 2019. https://doi.org/10.20364/va-19.07
Oliver Neumann I Businessdoc / Solofolge mit Infos aus der Praxis Für viele bedeutet die unternehmerische Tätigkeit noch immer die Optimierung von Gewinnen und das Verschreiben oder Anordnen von unnötigen medizinischen Leistungen. Dies ist gerade im ärztlichen Kontext nicht nur mit der ärztlichen Ethik, sondern auch mit der Berufsordnung nicht vereinbar. Der Arzt der unternehmerisch tätig ist, ist aber viel mit der Verbesserung von betriebswirtschaftlichen Prozessen (Führung von Mitarbeitern (HR), Controlling, Organisation und Marketing) beschäftigt und zunächst einmal weit weg von Gewinnoptimierung. Doch in der Praxis - zum Beispiel bei dem Einstieg in eine Gemeinschaft, sind diese Dinge nicht immer sofort für den jungen Mediziner zu erkennen. Woran also Festmachen, ob ich mich für die eine oder die andere Praxis entscheiden soll. Ich nehme Euch mit in eine konkrete Beratungssituation und versuche Euch deutlich zu machen, das nicht nur ZDF (Zahlen-Daten-Fakten) wichtig sind, sondern auch das Bauchgefühl eine große Rolle für eine solche Entscheidung spielen kann. Ich bin der Überzeugung der Arzt ist in jedem Fall zum Unternehmer geeignet – aber es gibt eben unterschiedliche Unternehmertypen. Viele Praxistipps – deshalb unbedingt anhören Diesmal mit Gewinnspiel! Bitte schreibt mir bis zum 12. Mai eine Mail an info@businessdoc.online und bewertet den Podcast bei ITunes / Spotify (das sind die Teilnahmevoraussetzungen) Die ersten 3 Eingänge gewinnen automatisch und weitere 3 dann in der Verlosung. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
Oliver Neumann I Businessdoc / Solofolge mit Infos aus der Praxis Für viele bedeutet die unternehmerische Tätigkeit noch immer die Optimierung von Gewinnen und das Verschreiben oder Anordnen von unnötigen medizinischen Leistungen. Dies ist gerade im ärztlichen Kontext nicht nur mit der ärztlichen Ethik, sondern auch mit der Berufsordnung nicht vereinbar. Der Arzt der unternehmerisch tätig ist, ist aber viel mit der Verbesserung von betriebswirtschaftlichen Prozessen (Führung von Mitarbeitern (HR), Controlling, Organisation und Marketing) beschäftigt und zunächst einmal weit weg von Gewinnoptimierung. Doch in der Praxis - zum Beispiel bei dem Einstieg in eine Gemeinschaft, sind diese Dinge nicht immer sofort für den jungen Mediziner zu erkennen. Woran also Festmachen, ob ich mich für die eine oder die andere Praxis entscheiden soll. Ich nehme Euch mit in eine konkrete Beratungssituation und versuche Euch deutlich zu machen, das nicht nur ZDF (Zahlen-Daten-Fakten) wichtig sind, sondern auch das Bauchgefühl eine große Rolle für eine solche Entscheidung spielen kann. Ich bin der Überzeugung der Arzt ist in jedem Fall zum Unternehmer geeignet – aber es gibt eben unterschiedliche Unternehmertypen. Viele Praxistipps – deshalb unbedingt anhören Diesmal mit Gewinnspiel! Bitte schreibt mir bis zum 12. Mai eine Mail an info@businessdoc.online und bewertet den Podcast bei ITunes / Spotify (das sind die Teilnahmevoraussetzungen) Die ersten 3 Eingänge gewinnen automatisch und weitere 3 dann in der Verlosung. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
Dr. Gruschka ist es ein persönliches Anliegen darauf hinzuweisen, dass diese Folge verschreibungspflichtig ist. Verschreiben tut sie sie aber auch allen. So ist sie zu uns
In dieser Podcastfolge spricht Prof. Harald Schmidt mit dem Chefapotheker und Mitglied des Vorstands von DocMorris N.V., Prof. Dr. rer. nat. Christian Franken (Avantisallee 152, 6422 RA Heerlen, Niederlande, Email: christian.franken@docmorris.de) über Alltägliches und nicht so Alltägliches in einer Apotheke, digitale Rezepte und den Medikationsplan. Überraschende Erkenntnisse und Impulse warten auf Sie. Zum Thema Versandapotheken: Bundesverband https://www.bvdva.de und DocMorris https://www.docmorris.de. Zu Rezeptformularen: https://de.wikipedia.org/wiki/Rezept_(Medizin) und die Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung - BtMVV) https://www.gesetze-im-internet.de/btmvv_1998/BJNR008000998.html. Zur GesundheitsApp Vivy, die elektronische Patientenakte für's smartphone https://www.vivy.com. Informationen zum Medikationsplan der Kassenärztliche Vereinigung http://www.kbv.de/html/medikationsplan.php, der Bundesärztekammer http://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/telematiktelemedizin/medikationsplaene, sowie aus Sicht der Apotheker https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/947111/apotheker-kritisieren-medikationsplan-projekt-funktioniert-nicht.html https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83321/Apotheker-erklaeren-Medikationsplan-fuer-gescheitert, https://www.abda.de/fileadmin/assets/Medikationsmanagement/DAV_FAQ_BMP_20160629.pdf. Zum digitalen Rezept: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/07/17/17-laender-in-europa-schon-mit-e-rezept, https://www.aachener-nachrichten.de/politik/digitales-rezept-soll-2020-kommen_aid-34467235. Der heutige Pharmasong ist von Adam Kay & Amateur Transplants von dem Album "The Remains of Tom Lehrer" und trägt den Titel "The Drugs Song". Die Auswahl des Zitats fällt natürlich schwer. Fangen wir bei A an: "There's Aspirin, Adrenaline & also Aminophylline, Amphetamine, Adenosine, ..." u.s.w. Wer mich kontaktieren möchte und/oder Anregungen hat, kann dies gerne tun und zwar über LinkedIn: https://nl.linkedin.com/in/haraldschmidt , Twitter: @hhhw_schmidt , Facebook: harald.hhw.schmidt , Xing: Harald_Schmidt303 , Instagram: hhhw_schmidt, Email: harald.schmidt@gesundheithoch3.de . Folge direkt herunterladen
Cannabis aus der Apotheke? Seit dem 10. März dieses Jahres ist genau das möglich. Ärzte können ihren Patienten die Droge neuerdings per Rezept verordnen – allerdings nur in bestimmten Fällen. Patienten mit chronischen Schmerzen, HIV-Erkrankte oder im Zweifelsfall auch Patienten mit einem ADHS-Syndrom – ihnen allen kann der Konsum von Cannabis helfen. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und deswegen den Weg frei gemacht für das Kiffen gegen bestimmte Krankheitssymptome. Allerdings mit bislang noch nicht so durchschlagendem Erfolg. Zumindest hier im Allgäu halten sich viele Ärzte noch zurück mit dem Verschreiben von Cannabis. Das hat auch der Apotheker Daniel Hunold (31) festgestellt. In seiner Apotheke im Lyzeum in Kempten merkt er nichts davon, dass Cannabis mittlerweile verschrieben werden darf. In unserem Podcast sprechen wir mit Hunold über Cannabis als Arzneimittel und das Nutzen und die Nachteile der Droge.