Ist mein Penis zu kurz? Wie viel Porno braucht es im Bett? Ich werde nicht (mehr) feucht, warum? Diese und viele weitere Fragen rund ums Thema Sexualität sind auch heute noch - in allen Generationen - oft mit starker Scham verbunden. Oftmals mit der Folge, dass die Sexualität darunter leidet, Wünsche offen bleiben, Hemmungen und Barrieren weiter existieren. Doch das muss nicht sein! Bestsellerautorin, Paar- und Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning galt einst als Deutschlands erste Sexologin. Im RND-Podcast "Ach, komm!" will die gebürtige Dänin Unwissenheit und Scham abbauen - im Gespräch mit Magazin Redakteurin Caro Burchardt greift Henning die drängendsten Fragen auf und scheut auch vor frechen Antworten nicht zurück.
RedaktionsNetzwerk Deutschland

Er kommt zwar nicht so oft wie der vorzeitige Samenerguss vor, und dennoch ist der verzögerte Samenerguss und/oder ausbleibende Höhepunkt beim Mann gar nicht mal so selten. Die Ursachen dafür sind multifaktoriell, was aber immer zutrifft: Die Erregung ist in diesem Fall nicht hoch genug. Dabei müssen Samenerguss, Erektion und Orgasmus voneinander getrennt werden. Man(n) kann sehr wohl einen Orgasmus, aber keinen Samenerguss haben. Und eine Erektion ist nicht immer ein Zeichen für eine hohe Erregung. Auch ein Orgasmus ohne Erektion ist möglich. Ihr versteht nur noch Bahnhof? Dann hört unbedingt mal rein. Wir klären auf!

Manchmal ist es ein gut gehütetes Geheimnis, eine tiefe Sehnsucht nach Veränderung oder neuen sinnlichen Erfahrungen. Eine Lust und intensive Zuneigung, die da war, nicht selten aber unterdrückt - weil die Aufmerksamkeit so lange im Außen lag: So war es auch bei Rosa Rots erster Klientin: Ende 50, verheiratet, Mutter. Sie habe schon seit Jahren nicht mehr Männern hinterhergeschaut, sondern Frauen. Mit Rosa sollte sich diese Sehnsucht nun erfüllen. Die Künstlerin Rosa Rot bietet seit einigen Monaten Escort für Frauen an. Auch aus Protest, um den Mythos zu widerlegen, dass Sexarbeit einzig und allein aufs Patriarchat einzahlt (was sie in vielen Fällen auch nach wie vor tut, das wollen wir hier nicht verschweigen!). Und um zu zeigen: Ja, Frauen sind lustvolle Wesen, es braucht Orte, an denen sie ihre Fantasien und Wünsche ausleben können. Rosas Motto: " Stell dir vor, die Welte wäre nur für Frauen". Heute dürfen Ann-Marlene und Caro mit Rosa in ihre Welt abtauchen, und eine andere, noch wenig bekannte Seite der Sexarbeit zeigen. Seid ihr dabei?

Der Glaube kann Halt geben, er kann an anderer Stelle aber auch verunsichern. Etwa wenn er massiv in dein Leben und deine Lebensqualität eingreift – zum Beispiel beim Thema Sexualität. Unsere heutige Gästin, die Kulturwissenschaftlerin und Sexualtherapeutin Evelyn Schühle, hat an diesem Punkt genauer hingeschaut und ihre Masterarbeit zum Thema geschrieben. Dafür hat sie vor allem im Bereich der Freikirchen recherchiert und ist dort teils auf strenge Moralvorstellungen und konservativste Vorstellungen von Sexualität gestoßen. Nicht wenige der Kirchenmitglieder und Aussteiger sitzen heute bei ihr "auf der Couch", mit diversen partnerschaftlichen und sexuellen Problemen. Was sie eint: Alle fühlen sich in ihrer Sexualität massiv ausgebremst. Scham und Schuld haben die Oberhand, wenn es um das Ausleben von Fantasien und sexuellen Neigungen geht. Wie Betroffene sich von diesen tief verinnerlichten, (frei-)kirchlichen sexuellen Werten wieder trennen können, und ob der Weg in eine neue, befreite Sexualität gelingen kann, darüber sprechen wir heute mit Evelyn. Hört doch mal rein!

Stell dir bitte folgende Situation vor: Ihr seid gerade voll bei der Sache, und dann stellst du fest: Boah, mein Partner müffelt. Oder: Meine Partnerin macht so komische Geräusche beim Sex. Und plötzlich ist die Lust weg. Du traust dich aber nicht, das anzusprechen - und machst widerwillig weiter mit. Schön ist anders. Die wichtige Botschaft vorweg: Mit dieser Zurückhaltung bist du nicht allein. Vielen Menschen fällt es schwer, beim und rund um den Sex Kritik zu üben. Immerhin handelt es sich um eine sehr vulnerable Situation und man will sein Gegenüber nicht verletzen. Was also tun? Denn mitmachen, obwohl etwas nicht schön ist oder sogar sehr unangenehm ist, ist auch keine Lösung. Wir hätten ein paar (launige) Vorschläge für euch …

Wenn der Schmerz die Lust killt, dann sind nicht selten auch Erkrankungen des Unterleibs, bzw. der Vulva unmittelbar dafür verantwortlich. Über Lichen Sclerosus und Vaginismus haben wir bereits ausführlich gesprochen. Heute widmen wir uns vor allem der Endometriose und Vulvodynie. Natürlich nicht allein, denn das grätscht thematisch stark in den medizinischen Bereich. Deshalb steht uns heute, wie versprochen, noch einmal die Gynäkologin und Sexualmedizinerin Annekaren von Beckerath mit ihrer Expertise zur Seite. Mit ihr begeben wir uns auch auf die Spuren des koitalen Imperativs, oder auch PIV, im Kontext mit Schmerz - und grundsätzlich. Ihr dürft also sehr gespannt sein, denn heute gibt es wieder eine geballte Ladung medizinisches und sexologisches Wissen. Bis gleich!

Ihr lieben alle, zu unserer heutigen Episode hat uns wieder mal eine eurer Zuschriften inspiriert. Was ist in einer Therapie erlaubt – und was nicht? Wann ist Therapeut*innenverhalten übergriffig? Was dürfen Klient*innen und Patient*innen einfordern? Und wann ist es geboten, strikte Grenzen zu ziehen? Ihr werdet es merken: Das Thema hat bei Ann-Marlene einen Nerv getroffen, entsprechend emotional geht es heute zu. Denn die Antworten auf all die Fragen sind gar nicht immer so klar und höchst differenziert zu betrachten. Aber hört selbst.

Welche Rolle spielt Solosex bei Frauen jenseits der 70? Wie wichtig ist Sexualität in diesem Alter generell? Und: Kann man Solosex auch spät "lernen"? Wie so oft lautet die Antwort: Es kommt darauf an. Auf die eigene sexuelle Biografie, den daraus resultierenden Blick aufs eigene Genital (und Geschlecht) – und ein Stück weit auch auf den Partner, die Lebenssituation. Ines Rudolph ist Hebamme und Sexologin. In ihrer Masterarbeit hat sie sich intensiv mit dem Thema Solosex bei Frauen jenseits der 70 auseinandergesetzt und spannende Interviews dazu geführt. Über ihre Erkenntnisse und die Bedeutung von Solosex im "Alter" spricht sie heute mit uns. Happy welcome!

Mehr als sechs Jahre "Ach, komm!"-Podcast – und wir haben tatsächlich noch nie explizit über das Thema Erotik gesprochen … kaum zu glauben. Deshalb holen wir das heute nach. Denn erotische Momente gibt es in unserer aller Alltag reichlich. Manchmal sind wir uns dessen nur gar nicht so bewusst. Denn was ist Erotik überhaupt? So viel steht fest: Sie greift großzügig um sich: Sie kann sich in unserer Stimme, unserer Mimik, unseren Bewegungen, im Alltag an der Supermarktkasse, also in ganz unverhofften Momenten zeigen – mal ganz subtil und manchmal auch ein wenig expliziter. Doch nie als ganzes Huhn ;-) Als Huhn? Ihr werdet schon sehen, bzw. hören …

Kennt ihr diese unfassbar zähen Themen? Jene, die immer wieder auf den Tisch kommen. Bei denen man sich ewig im Kreis dreht – und am Ende doch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kommt. Immer wieder dieselbe ermüdende und frustrierende Leier. Die Gefahr ist groß, dass man, meist unangenehme, Themen zerredet. Weil dann doch aus falscher Zurückhaltung nicht die entscheidenden Sätze fallen, oder der Kern des Problems immer wieder elegant umschifft wird – aus Scham, Angst oder anderen Gründen. Wie bricht man aus diesem Teufelskreis aus? Wie können wir an unserer Kommunikation feilen, um am Ende schwere Themen wirklich abzuschließen? So viel verraten wir vorab: Ganz ohne Überwindung geht es nicht: Es sind die dunklen Ecken, die ausgeleuchtet werden wollen, vor allem auch die eigenen. Dafür braucht es Mut!

Was bedeutet es, wenn ein Mensch emotional nicht verfügbar ist? Zugegeben, die Erklärung fällt uns zunächst gar nicht so leicht, obwohl Ann-Marlene und Caro schon des Öfteren Menschen begegnet sind, die ihre Emotionen fest unter Verschluss halten. Oft lösen emotional nicht verfügbare Menschen beim Gegenüber zunächst mal eine Irritation aus. Etwas ist anders. Es entsteht keine echte Verbindung, die großen Emotionen, gemeinsames ausgelassenes Herumalbern etwa bleibt genauso aus, wie intensive Auseinandersetzungen. All das hat viel mit Schutz zu tun - und, wie so oft, auch mit Scham. Wie entsteht emotionale Nicht-Verfügbarkeit? Wie geht es Betroffenen und ihren nahen Personen? Und wie sieht der Weg zurück ins Spüren aus? Fragen über Fragen, denen wir uns heute annähern.

Wer als Paar in getrennten Schlafzimmern schläft, killt die Romantik - und damit früher oder später auch die Beziehung. So oder so ähnlich lautet das gängige Vorurteil. Aber was ist mit lautem Dauerschnarchen, ständigem Gewühle und Gewälze und extrem unterschiedlichen Schlafgewohnheiten (Fenster auf - Fenster zu, Licht an - Licht aus), über die so manches Paar in Konflikte gerät ... Killt all das nicht mindestens genauso die Romantik und früher oder später auch die Lust? Ann-Marlene legt sich fest: In getrennten Schlafzimmern steckt nicht selten auch eine Chance, nämlich mit alten Routinen zu brechen und der Beziehung so wieder ein wenig mehr Pfeffer zu geben. Vorausgesetzt, das Paar bleibt im Gespräch. Aber "Wag was, sag was" gilt ja ohnehin immer, das kennen unsere treuen Hörer*innen. Das gilt vor allem auch für den Wunsch nach einem eigenen Schlafzimmer ...

Wer willst du sein als Frau? Habt ihr euch diese Frage schon mal ganz bewusst gestellt - also die Hörerinnen unter euch? Unsere heutige Gästin Melanie Konti ist irgendwann an einen Punkt gekommen, an dem sie sich in gewisser Hinsicht neu gefunden hat. Alte Glaubenssätze erschienen ihr plötzlich unpassend, Beziehungskonzepte wurden hinterfragt - und auch das Lebenstempo. Als karrierefixierte Frau in der Unternehmensberatung gestartet, begleitet sie heute Frauen auf dem Weg zu einem erfüllten Sex- und Beziehungsleben. Ihr Tattoo aus früheren Zeiten dient ihr dabei als Mahnmal: "Ohne Fleiß kein Preis" - das war einmal. Stattdessen heißt es jetzt: "Pleasure statt Pressure". Der Weg dahin war mitunter holprig und von viel Selbstreflexion geprägt, aber rückblickend sagt Melanie: Es hat sich gelohnt.

Weit mehr als ein Jahrhundert war das weibliche Sexualorgan aus den Lehrbüchern verbannt. Dabei hatte der Freiburger Anatom Georg Ludwig Kobelt bereits im Jahr 1844 die bis dahin detailgetreuste Abbildung der Klitoris veröffentlicht, die später sogar in medizinische Standardwerke wie Gray's Anatomy aufgenommen wurde. Doch dann kam Freud, und der "Abgesang" auf die Bedeutung der Klitoris für die weibliche Sexualität nahm seinen Lauf. Der "Schaden", den der berühmte Mediziner und Psychoanalytiker den Frauen damit zufügte, ist enorm, sagt unsere heutige Gästin, die Gynäkologin Mandy Mangler. So weiß ein Großteil der Bevölkerung nicht einmal, wie das kleine Organ im weiblichen Becken (jenseits der Klitorisperle) aussieht – und die Mär vom vaginalen Orgasmus hält sich hartnäckig. Mangler hat mit ihrem Buch "Don't miss the Clitoris" das weibliche Lustorgan zurück ins Rampenlicht geholt – dorthin, wo es hingehört. Und die Bedienungsanleitung direkt mitgeliefert. Heute gibt es bei uns geballtes Klitoriswissen – lasst uns die Bildungslücke gemeinsam ein für alle Mal schließen.

Was tun, wenn Mann einfach keine Lust (mehr) auf Sex hat? So geht es aktuell einer unserer Hörerinnen mit ihrem Partner. Beide sind in den Fünfzigern, wobei sie einige Jahre älter als er ist. Ihn beschreibt sie als sehr unflexibel, eher passiv und mit einer fehlenden Impulskontrolle ausgestattet. Immer wieder kommt es zu "krassen Auseinandersetzungen", wie sie schreibt. Hinzu kommen Erektionsprobleme, zu frühes Kommen und eine Diagnose auf dem Spektrum. Alles in allem sind wir heute also mit einem ganz schön prallen Paket an Problemen konfrontiert. Gibt es angesichts der Themenfülle überhaupt Hoffnung auf Besserung? Denn: Probleme ansprechen und Konflikte austragen mag der Partner unserer Hörerin auch nicht ... Es ist wie so oft: Es kommt drauf an. Am Ende hat Ann-Marlene dann aber doch eine sehr konkrete Botschaft ...

"Mit einem kleinen Piksen fing alles an" – diesen Satz hat Ann-Marlene immer mal wieder im Podcast fallen lassen. Was sie damit meinte? Plötzlich auftretende Schmerzen beim Sex. Obwohl Sex bis dato eine reine Genusssache war, änderte sich, zumindest gefühlt, von jetzt auf gleich ziemlich viel. Erst habe sie ihren Freund als Verursacher des Schmerzes in Verdacht gehabt, erinnert sie sich. Doch dann wurde schnell klar, dass sich an der Beschaffenheit ihrer Intimschleimhäute etwas verändert hatte. Das ist nun einige Jahre her, und Trockenheit bei vielen Frauen im mittleren Alter ein echter Sex-Miesmacher. Die gute Botschaft: Dagegen lässt sich einiges tun. Was, verraten wir euch heute :)

Mit dem Stehvermögen ist es ab einem gewissen Alter so eine Sache ... Wenn dann auch noch das sexuelle Skript eine stabile Erektion verhindert, dann ist mindestens guter Rat gefragt. Und den geben wir, also Ann-Marlene, natürlich äußerst gerne. Unsere aktuelle Episode dreht sich um einen Fall aus unserer Community. Kurz erzählt: Unser Hörer, Anfang 50, hat nach dem Aus seiner langjährigen Ehe seit drei Jahren eine neue Partnerin. Alles läuft bestens, die Partnerschaft ist auf Augenhöhe und äußerst harmonisch, so schreibt er. Nur mit dem Sex ist das so eine Sache – weil da noch Altlasten aus der Ehe im Untergrund rumoren, und es mit dem Stehvermögen nicht so läuft, wie gewünscht. Aber ist dadurch gleich die ganze Partnerschaft in Gefahr, so wie es unser Hörer befürchtet? Und wann ist Sex eigentlich Sex? Wie sieht es mit Erwartungen auf beiden Seiten aus, und welche Rolle spielt das Alter, spielen die Vorerfahrungen tatsächlich? Wir klären auf!

Gefühle einfach wegdrücken? Sind wir ehrlich: Diese Taktik ging noch nie auf. Denn Gefühle sind nicht einfach weg. Stattdessen fristen sie ihr Dasein (mehr oder weniger lang) im Verborgenen, um sich dann mit geballter Kraft erneut zu präsentieren. Mitunter so heftig, dass Betroffene gar nicht wissen, wie sie mit diesem Gefühlsausbruch umgehen sollen. Zumal die Begleitsymptome auch massiv sein können: Nacken- und Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Herzrasen ... Um von seinen Gefühlen nicht gänzlich übermannt zu werden, ist es wichtig, möglichst früh zu lernen, wie sich Angst, Wut & Co. regulieren lassen. Das hat auch ganz viel damit zu tun, welche Bindungsmuster wir im Laufe unseres Lebens entwickelt haben und wie stark die damit verbundenen Emotionen in unsere Beziehungen hineinwirken. Heute widmen sich Ann-Marlene und Caro vor allem zwei Bindungsstilen – dem vermeidenden und dem ängstlichen. Sicher wird sich der ein oder die andere darin wiedererkennen ...

Für viele Paare ist es die emotionale Herausforderung schlechthin – einer von beiden geht fremd, nimmt damit dem anderen die Wahl und stellt die Beziehung an sich infrage. Von jetzt auf gleich scheint nichts mehr so, wie es einmal war. Betrug wiegt schwer, denn wenn das Vertrauen erst einmal gebrochen ist, lässt es sich nur schwer wieder aufbauen. Unmöglich ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil ... Heute sprechen Ann-Marlene und Caro über die wichtigsten Skills, die es braucht, um das Vertrauen in die Beziehung und das untreue Gegenüber wieder aufzubauen. Keine Frage, da sind beide Partner gefordert. Und es benötigt ein wenig Ausdauer, liebevolle Zuwendung und echtes Wollen.

Wenn der Berg der unerledigten Reparaturarbeiten zu groß wird … ja, was dann? Dann stehen viele Beziehungen bereits kurz vor dem Aus. Zu viele Vorwürfe, zu viele Verletzungen – oder auch zu viel Unausgesprochenes. Für gelingende Beziehungen und beständige Nähe sind regelmäßige Reparaturen essenziell – damit es gar nicht erst zum Sanierungsstau kommt. Wie das aussehen kann, welche Rolle Triggerpunkte dabei spielen und was Reparaturen verhindert, darüber sprechen Ann-Marlene und Caro heute. Dabei im Fokus: Susann Campbells „Five-Minute Relationship Repair“. Die US-Psychologin kann auf mehr als 50 Jahre Paartherapie zurückblicken. Sie sagt: Die Dynamiken sind immer ähnlich – und das entspricht auch Ann-Marlenes Beobachtungen bei ihren Klienten. Also, habt ihr Lust auf eine kleine Konfrontation? Sicher dürfte euch das ein oder andere sehr bekannt vorkommen …

Wenn aus einem Paar eine Familie wird, verändern sich manche (oft auch viele) Dinge grundlegend, nicht erst mit der Geburt des Kindes, oftmals bereits in der Schwangerschaft. Eine der größten Herausforderungen ist es wohl, trotz Elternschaft ein Paar zu bleiben, sich emotionale Intimität und körperliche Nähe zu bewahren, offen Ängste und Sorgen zu kommunizieren. Nur allzu häufig verlieren sich Paare über ihre neuen Rollen als Mütter und Väter aus dem Blick. Die Folge: sukzessive Entfremdung, Lust- und Sprachlosigkeit, zunehmende Konflikte - und manchmal steht am Ende sogar eine Trennung. Weil man zwar ein tolles Paar war, aber als Eltern nicht harmonierte. Wie lässt sich dieser Verlauf rechtzeitig bremsen, bzw. was braucht es, damit junge Eltern gar nicht erst in diesen Strudel aus Überlastung und Frustration geraten? Darüber sprechen Ann-Marlene und Caro heute mit der Hebamme und Sexologin Ines Rudolph, die diese vulnerable Lebensphase aus sämtlichen Perspektiven kennt.

Schlagen, an den Haaren ziehen, festhalten, würgen und heftige Stöße - "rough sex" (zu Deutsch: rauer, aggressiver Sex) wird als Spielart des einvernehmlichen Sex unter Paaren immer populärer. Elemente von Schmerz und Risiko sind bewusst gewollt, benötigen aber auch eine intensive Kommunikation zwischen den Partnern. Was ist okay, wann ist eine Grenze überschritten? Im Zweifelsfall muss die Zustimmung immer wieder neu eingeholt werden. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass es schnell zu rau wird, Grenzen überschritten werden. Was aber macht den Reiz des "rough sex" aus? Wer steht drauf? Was ist bei der Kommunikation entscheidend, und welche Rolle spielt "aftercare", also die Nachsorge nach dem Akt? Allesamt Fragen, die Ann-Marlene und Caro heute bewegen. Seid dabei!

Dating im digitalen Zeitalter? Das hat rein gar nichts mehr mit dem zu tun, was Ann-Marlene und Caro einst im analogen Zeitalter erlebten. Oder? Ghosting, Stalking, endloses Swipen, der Beziehung ein Label aufdrücken, sie exklusiv oder offen gestalten - das scheinen allesamt Phänomene dieser Tage zu sein. Fiona Lechner, 24 Jahre alt und Volontärin im RND, kennt sie nur zu gut, obwohl sie selbst schon länger in einer festen Beziehung ist. Zwar hat sie ihren Partner einst über eine Dating-App kennengelernt, und trotzdem blickt sie mit einer gewissen Verwunderung und auch ein wenig Unbehagen auf die heutige digitale Dating-Szene. Sich dort zu verlieren, wird einem recht leicht gemacht. Das kann mitunter ganz schön verunsichern. Bringen wir also etwas Licht ins Dunkel. Was dabei rumkommt, wenn analoge auf digitale Dater treffen, und ob früher wirklich alles besser war ;-), das erfahrt ihr in unserer neuen Episode von Ach, komm!

Viele Männer kennen sie, die kleine Beule am Morgen in der Hose, besser bekannt als die Morgenlatte. Irrtümlicherweise denken nicht wenige von ihnen, dass sie etwas mit dem Harndrang zu tun hat, der sich über Nacht aufgebaut hat. Doch weit gefehlt. Vielmehr ist die Morgenlatte ein Produkt der REM-Schlafphasen (Traumschlafphasen), die pro Nacht mehrmals auftreten. Darin werden die Eindrücke des Tages noch einmal lebendig, Emotionen verarbeitet - das Gehirn ist hochaktiv und konsolidiert sich. Was so putzig klingt, hat durchaus einen ernsthaften Hintergrund: Denn bleibt die Morgenlatte regelmäßig aus, sprich strömt das Blut nur spärlich durch den Penis, kann das z.B. ein Hinweis auf eine ernsthafte Gefäßerkrankung sein. Irrtümer und Wahrheiten rund um die Morgenlatte gibt es heute bei uns im Podcast - und selbstverständlich widmen wir uns auch der von Ann-Marlene spontan erfundenen "Morgenbirne", also quasi der Latte der Frau. Bis gleich, wir hören uns!

"Sei einfach authentisch! Sei du selbst!" Diese Empfehlung bekommt man nur allzu oft mit auf den Weg, etwa wenn unangenehme Gespräche anstehen oder neue Situationen, in denen man auf Menschen trifft, die einen vielleicht nicht so gut kennen, die man in gewisser Weise aber von sich überzeugen soll. Doch was macht Authentizität überhaupt aus? Ist es mit dem gut gemeinten Rat "Sei einfach du selbst!" wirklich getan? Oder mit Ann-Marlenes so oft ausgesprochener Empfehlung: "Wag was, sag was. Zeig dich." Nun ja, die Antwort lautet, wie so oft: Es kommt darauf an, auf dich, den Moment, dein Gegenüber - und auf deine blinden Flecke, den "Wuselfred" in dir. Fest steht: So einfach ist es nicht mit der Authentizität, das merken Ann-Marlene und Caro auch - und zäumen das Pferd von hinten auf. Es lohnt sich also heute ganz besonders, bis zum Ende dranzubleiben ;-)

Eigentlich sollte es selbstverständlich besprochen werden können, und doch liegt auf unserem heutigen Thema ein großes Tabu: Denn Sexualität in der Pflege kommt wohl in den Köpfen der meisten Menschen nicht vor - und das, obwohl das Thema in allen Lebenslagen und in jedem Alter präsent ist. Mehr noch: Das Thema existiert schlicht nicht, sagen unsere heutigen Gästinnen Judith und Hannah Burgmeier. Das wollen sie ändern. Die beiden Wahl-Bremerinnen haben Deutschlands ersten Pflegedienst mit dem Schwerpunkt auf Sexualität und geschlechtliche Vielfalt gegründet. Sie selbst beschreiben sich als Lebenskomplizinnen und Pflegeenthusiastinnen - wer den beiden Frauen zuhört, weiß ganz genau, wovon sie sprechen. Wie Pflege aussehen kann, wenn auch die Themen Sexualität und geschlechtliche Identität eine Rolle spielen dürfen, darüber sprechen wir mit Judith und Hannah heute - denn inzwischen umfasst ihr Pflegedienst ein 14-köpfiges Team. Und die zwei können auf jede Menge positive und berührende Erfahrungen zurückblicken.

Für Betroffene ist es ein Schock: Eine Affäre fliegt auf, und plötzlich wird einem der Boden unter den Füßen weggerissen. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Der eigene Partner/oder die Partnerin sind einem völlig fremd. Was tun? Während manche wüten, verharren andere in einer Art Schockstarre. Egal, was, alle Gefühle haben in diesem Moment ihre Berechtigung, aber ... Laut unserer heutigen Gästin, der Psychotherapeutin und Expertin in Sachen "Erste Hilfe bei Affären" Judith Gastner, sind die ersten Schritte nach dem Auffliegen einer Affäre entscheidend - und die entsprechen oft nicht dem ersten Impuls. Ihr Credo in dieser Phase: "Nähe schafft Distanz, Distanz schafft Nähe!" Was das genau bedeutet und welche Maßnahmen in einem derlei traumatischen Moment noch helfen können, darüber sprechen wir heute.

Wie kann unser eingeschlafenes Sexleben wieder Fahrt aufnehmen? Diese Frage habt ihr uns so oft gestellt. Über die ein oder andere Möglichkeit haben wir gesprochen, aber noch nicht über Rollenspiele. Das holen wir heute nach. Denn die kleinen Spielereien können ein echter erotischer Kick sein - vorausgesetzt, alle fühlen sich wohl damit. Denn eines ist ganz wichtig: Die Identifikation mit der Rolle muss da sein. Gelingt das nicht, wird das Spiel schnell zum Ernüchterungsmoment und droht ins Lächerliche abzudriften. Welche Rollen beliebt sind, wie die Anbahnung aussehen kann und welche Potenziale in der erotischen Spielerei stecken, dem nähern wir uns heute an - mit reichlich kreativen Ideen. Versprochen!

*TRIGGERWARNUNG* - in dieser Episode geht es auch um das Thema Suizid! Wenn du dich bei diesem Thema besonders belastet fühlst, solltest du diese Episode nicht alleine oder vielleicht besser zu einem anderen Zeitpunkt (oder gar nicht!) hören. Es gibt Situationen, in denen eine Trennung scheinbar unmöglich ist - etwa wenn die Beziehungsperson krank ist, unter extremen Ängsten leidet oder sogar damit droht, sich im Falle einer Trennung etwas anzutun. Viele Betroffene zermartern sich in derart herausfordernden Lebensphasen das Hirn und stecken massiv in einem Zwiespalt. Wohl wissend, dass sie gehen müssten und auch wollen, wäre da nicht das lähmende schlechte Gewissen und Verantwortungsbewusstsein, das sie davon abhält. Was kann in so einer Situation helfen, und hat das schlechte Gewissen am Ende immer recht? Keineswegs, denn letztlich gibt es aus jeder Situation einen Ausweg, auch wenn der manchmal zunächst nicht sichtbar ist. Aber hört selbst.

Es kann zu einem zermürbenden Gefühl werden, vor allem wenn dieser Zustand andauert – Monate oder gar Jahre. Soll ich gehen oder bleiben? Trennungen in der Lebensmitte sind für viele Menschen eine echte Herausforderung, gerade wenn Kinder im Spiel sind und es allein durch die Dauer an gemeinsamen Jahren so viel gibt, das einen verbindet. Ein gemeinsamer Freundeskreis, die Familien, gemeinsame Besitztümer, Erinnerungen und verbindende Erlebnisse, die Angst vor Einsamkeit im Alter, keinen neuen Partner oder eine Partnerin mehr zu finden. Kurzum: Oft gibt es viele gewichtige Gründe fürs Bleiben. Wäre da nicht dieses permanente Gefühl der Unzufriedenheit und Traurigkeit, des Ärgers und manchmal auch der Wut. Wie komme ich aus so einer Pattsituation raus, wenn keine klare Entscheidung möglich erscheint, der Beziehungszustand aber nicht mehr tragbar ist. Ann-Marlene und Caro haben da den ein oder anderen Denkanstoß - und Rat.

Heute starten wir mal mit einem eindrücklichen Bild, das aus der Übersetzung des chinesischen Worts Krise stammt - und zwar diesem hier: "Krise ist eine Chance, die auf einer gefährlichen Welle reitet". In unserem Fall heute ist die gefährliche Welle die Liebe. Denn immer wieder trifft Ann-Marlene auf Paare in ihrer Praxis, die zwar behaupten: "Wir lieben uns über alles." Wäre da nicht ein großes Aber. Denn oft passt das Benehmen der vermeintlich Liebenden nicht zu dieser Aussage. Weil sie sich permanent Vorwürfe machen, sich aggressiv anschweigen, wenn es zu Konflikten kommt, und eben ein Konflikt auf den anderen folgt - nicht selten dreht es sich dabei um die immer gleichen Themen. Wie geraten Paare in derlei Situationen? Was ist die Ursache? Und welcher Schritt ist nötig, um aus diesem oftmals zermürbenden Kreislauf auszubrechen? So viel verraten wir vorab: Liebe ist immer Entscheidung und Handlung zugleich. Und sie beginnt bei dir! Warum? Das erklären wir dir heute. Bis gleich!

Für Betroffene ist es ein äußerst schmerzvolles Erlebnis: Eine ihnen nahestehende Person bricht plötzlich und ohne Vorwarnung den Kontakt ab, ist wie vom Erdboden verschluckt. Nachrichten und Anrufe laufen ins Leere. Da ist einfach nichts mehr. Wer "geghostet" wurde, bleibt meist ratlos und mit vielen Fragen im Kopf zurück: "Wie konnte es soweit kommen?", "Was habe ich falsch gemacht?", "Wieso tut er/sie mir das an?". Antworten darauf hat Ann-Marlene – und zwar reichlich. Denn wer ghostet, gibt mehr von sich preis, als es ihm oder ihr in dem Moment bewusst ist. Am Ende ist es, wie so oft, auch eine Frage der Reife und des Selbstwerts. Aber hört selbst.

Spätestens wenn ein Kinderwunsch endgültig nicht mehr besteht, machen sich viele Paare Gedanken über alternative Verhütungsmethoden – und kommen dann recht schnell auf das Thema Sterilisation. Meistens geht es um die Sterilisation des Mannes, denn die ist deutlich risikoärmer und kostengünstiger. In selteneren Fällen, ziehen auch Frauen eine Sterilisation in Betracht. Allerdings gibt es grundsätzlich allerlei Vorbehalte: die Angst vor Entmännlichung, falschen und/oder verfrühten Entscheidungen und Risiken rund um den Angriff allgemein. Besonders groß sind die Vorbehalte dann, wenn Paare, bzw. Männer oder Frauen, sehr früh entscheiden, dass sie gar keine Kinder bekommen wollen. Nicht wenige Ärztinnen und Ärzte verweigern dann sogar den Eingriff in Ermangelung einer medizinischen Indikation. Was spricht für, was gegen eine Sterilisation? Ann-Marlene und Caro gehen Sorgen und Ängsten rund ums Thema auf den Grund.

ADHS in der Beziehung und Familie: Das kann schnell zu einer hochexplosiven Angelegenheit werden, vor allem wenn die Diagnose (noch) nicht bekannt ist und/oder Begleit- und Folgeerkrankungen wie Depressionen oder Süchte hinzukommen. Die studierte Psychologin, Paar- und Sexualtherapeutin Julia Kugler arbeitet in eigener Praxis mit Menschen auf dem Spektrum, darunter auch viele Betroffene von ADHS. Sie weiß um die besonderen Herausforderungen einer Neurodivergenz und was das für Beziehungen jeglicher Art bedeutet. Heute spricht sie darüber, wie sich ADHS im Zusammenleben bemerkbar macht, wann sich die Störung vor allem zeigt und was Betroffenen hilft. In "ihrer Zauberkiste" hat sie zudem allerlei kleine "Tricks", die das Zusammenleben erleichtern, wenn ADHS im Spiel ist.

Sie werden Screen-Teens genannt – von einer digitalen Pubertät ist die Rede. Das Smartphone ist heute fester Lebensbestandteil nahezu aller Kinder und Jugendlicher. Mehr noch: Ein nicht unbeträchtlicher Teil ihres Lebens spielt sich im virtuellen Raum ab. Nichts ist daher gefürchteter als die Strafe aller Strafen: das Handyverbot. Die Sorgen von Eltern, Wissenschaftler*innen und pädagogischen Fachkräften sind entsprechend groß, dass das Smartphone allzu übermächtig ist und sich negativ auf die Entwicklung unserer Kinder auswirkt. Teils sind diese Sorgen auch berechtigt. Doomscrolling, Cybermobbing und Sexting sind längst ebenso fester Bestandteil des Alltags. Aber kann ein Smartphone-Verbot per Gesetz für bestimmte Altersgruppen – so wie es gerade erst in Australien umgesetzt wurde – wirklich die Lösung sein? „Nein!“, sagt die Wissenschaftlerin, Medien- und Sexualpädagogin Madita Oeming. Heute diskutiert sie mit uns zum Thema und spricht darüber, was Eltern wirklich benötigen, um ihre Kinder durch diese vulnerable Lebensphase zu begleiten. Ganz klar: Diese Episode ist eine Pflichtausgabe für alle Eltern, enthält aber auch viele wertvolle Erkenntnisse rund um den gesellschaftlichen Diskurs zum Umgang mit dem Thema Sexualität. Also hört alle rein!

Auf Englisch klingt es so hübsch und rund, ganz so wie es sein soll. Denn heute geht es um "Sex Worth Having". Auf Deutsch: Sex, der es wert ist, ihn zu haben ... Puh, das klingt nach einem wilden Angehen. Ist es aber nicht, wenn ihr einmal für euch folgende Fragen geklärt habt: - Was ist Sex für mich überhaupt? - Und wie soll der Sex aussehen, den ich gerne immer wieder haben will? Studien geben darauf ziemlich eindeutige Antworten. Aber habt ihr euch auch schon einmal darüber Gedanken gemacht? Falls nicht, Ann-Marlene und Caro nähern sich dem Thema heute an und liefern jede Menge Inspiration. Immer mit dabei: die Karotte und der Esel :) Ihr auch?

Männer vernachlässigen ihre Gesundheit allzu oft sträflich – oft aus Scham und einem überholten Männlichkeitsbild. Entsprechend unbeliebt sind Vorsorgeuntersuchungen, die nur sehr zögerlich, wenn überhaupt, in Anspruch genommen werden. Mit der Wiedereinführung des Wehrdienstes kommt nun auch das Thema Musterung wieder auf den Plan – und damit der allseits gefürchtete Griff in den Schritt. Entsprechend emotional wird das Thema durch alle Generationen diskutiert. Manche sprechen von einem entwürdigenden und unnötigen Eingriff in die Intimsphäre, andere wie Olaf Theuerkauf, Vorstand der Stiftung Männergesundheit, sehen in der neuen Musterung durchaus eine Chance. Heute ist er unser Gast und Diskussionspartner. Herzlich willkommen bei Ach, komm, lieber Olaf!

Der Partner stirbt, ein schwerer Betrug erschüttert einen bis ins Mark oder, wie gerade in der Schweiz passiert, eine Feuersbrunst nimmt einem das Kind. Wenn das Unsagbare wahr wird, trägt das Betroffene von jetzt auf gleich völlig aus der Bahn. Was kann man in so einer Situation tun, und wie sieht der Weg zurück ins Leben aus? Steckt in derlei Lebensbrüchen am Ende sogar eine Chance? Darüber sprechen Ann-Marlene und Caro heute mit der Diplom-Psychologin Dr. Judith Gastner aus München. Zu ihren therapeutischen Schwerpunkten gehört unter anderem der Bereich Krisenbewältigung und Stabilisierung und natürlich noch so viel mehr.

Der Countdown für die Weihnachtsfeiertage läuft, der Stresspegel steigt - bei vielen. Die Schnappatmung setzt ein. Was hilft nun? Es klingt beinahe zu banal: erst einmal innehalten, sich sortieren, durchatmen. Wie das genau aussehen kann und wie aus: O du stressige, O du fröhliche (und besinnliche) Weihnachtszeit wird, darüber sprechen Ann-Marlene und Caro heute. Und natürlich geht's nicht nur darum. Wir hätten da außerdem noch ein paar ganz prickelnde Ideen für die Päckchen unterm Baum. Das Beste daran, die tollsten Geschenke müssen gar nicht so viel kosten - im Gegenteil! Merry Christmas ihr alle da draußen. Wir hören uns im neuen Jahr wieder. Bis dahin, kommt gut rein!

Wenn sich jemand wirklich für etwas begeistert, dann ist es unsere heutige Gästin Tanja Klein: Neurocoaching und EMDR sind für sie nicht nur irgendein Job, die Therapieformen sind ihre Berufung. Gerade wenn es um die Behandlung von Ängsten geht, erlebt Tanja immer wieder diese "magischen Momente" in ihrer Praxis. Nicht selten schleppen sich ihre Klienten da bereits jahrelang mit Angststörungen herum. Dabei kann deren Auflösung manchmal so einfach sein. Bei welchen Formen der Angststörung die Methode besonders hilfreich sein kann und wann sie besser nicht zum Einsatz kommt, darüber spricht Tanja heute bei uns im Podcast. Ach, und dann geht es auch noch um Musik, ums Klopfen und um Hilfe zur Selbsthilfe. EMDR sagt euch nichts? Vielleicht habt ihr die Anwendung der Methode schon mal in einem Kinofilm gesehen? Und zwar dann, wenn ein Klient, im Film meist eine schwer-traumatisierte Person, mit seinen Augen dem Finger des Therapeuten oder der Therapeutin folgt. Ihr seid neugierig geworden, habt vielleicht sogar selbst mit kleinen und großen Ängsten zu kämpfen? Dann hört doch mal rein!

Beziehung öffnen - oder lieber nicht? Und überhaupt, was ist, wenn sich dann einer "fremd"verliebt? Und wie gehe ich dann mit Eifersucht um? Es sind Fragen wie diese, mit denen sich viele Paare herumschlagen, die neue Wege gehen wollen. Weil sie die monogame Lebensweise grundsätzlich infrage stellen, oder ihre Beziehung schlicht zum Erliegen gekommen ist, eine Trennung aber nicht in Betracht gezogen wird. Einer, der auf all diese Fragen eine Antwort hat, ist Sinan Huemer. Er ist inzwischen so etwas wie ein alter Bekannter bei uns im Podcast ;-) und sagt von sich, dass er polyamor ist, es aber nicht mehr auslebt. Mit seiner Frau, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat, führt er bereits seit Jahren eine offene Beziehung, dabei war sie anfangs „streng monogam“. Und Sinan? Der hat immer schon geglaubt, dass Monogamie ein Märchen ist ... heute ist er wieder unser Gast. Wir freuen uns sehr, denn kaum einer bringt die Dinge so auf den Punkt, wie er es kann. Du hast auch schon mal über eine Öffnung der Beziehung nachgedacht? Dann solltest du hier heute unbedingt reinhören!

Eine schwere Erkrankung, ein unerfüllter Kinderwunsch oder der Verlust eines lieben Menschen: Manchmal sind die Lebensumstände so herausfordernd, dass Beziehungen darüber in die Brüche gehen, weil die Kraft ausgeht, die Konflikte nicht enden wollen - oder man sich als Paar einfach aus den Augen verliert. Und dann gibt es diese Paare, die gestärkt selbst aus schwersten Krisen hervorgehen. So wie das Paar, um das es heute geht. Was läuft in diesen Fällen anders? Was ist das „Erfolgsrezept“ dieser Paare? Ann-Marlene hat da einen schweren Verdacht ;-)

Dem Thema Unlust haben wir uns schon über so viele Pfade genähert, über den heutigen allerdings noch nicht. Dieser Trend erreichte uns aus den USA, genauer gesagt über unseren lieben Kollegen Hawe (Hans-Werner Klein) vom achwas.fm-Podcast. Einem Artikel der renommierten New York Times zufolge berichten zahlreiche Frauen auf Social-Media-Plattformen von einem Wundermittel gegen ihre eingeschlafene Libido. Die Rede ist von Testosteron. Teils in sehr hohen Dosen und Off-Label konsumiert, soll es ein regelrechter Booster sein - nicht nur im Bett, sondern auch im Alltag. Vor allem Best Agerinnen berichten von deutlich mehr Energie und plötzlich aufflammender und unbändiger Lust auf ihren Partner - allerdings auch von einigen unangenehmen, teils irreversiblen Nebenwirkungen. Grund genug für Ann-Marlene und Caro, der Sache einmal genauer auf die Spur zu gehen. Was kann Testosteron bei Frauen wirklich Gutes leisten – und was nicht? Hört rein, und begleitet uns auf unserer Spurensuche!