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"Über jedes Ereignis zu lachen und zu spaßen, sei das sicherste Heilmittel für ein solches Übel." so beschreibt Giovanni Boccaccio (1313-1375) in der Einleitung zu seinem "Decamerone" eine der ganz unterschiedlichen Reaktionen in der Bevölkerung auf die apokalyptischen Zustände, die seit 1348 in seiner Heimatstadt Florenz durch die Pest erzeugt wurden. Angesichts der ungeheuren Sterblichkeitsraten gingen die bislang geltenden Moralvorstellungen im Zeitraffer verloren, Verzweiflung und Abstumpfung machten sich breit. War es Gottes Strafe für die vorherigen Jahre des lasterhaften Wohlstands? Müssen die Menschen wieder gläubiger werden? Boccaccio lässt die 10 jungen Leute, die nach Fiesole fliehen und sich dort 10 Tage lang insgesamt 100 Geschichten aus aller Welt erzählen werden, zu anderen Erkenntnissen gelangen. Welche das sind und was das mit dem Leben Boccaccios zu tun hat, darüber sprechen wir in dieser Episode.
Von verhüllten Körpern in langen Kleidern mit Bleisäumen bis hin zum Skandal-Bikini: Bademode spielt immer auch mit Moralvorstellungen und spiegelt gesellschaftliche Strömungen wieder. Vor allem der Bikini emanzipierte die Frau wie kaum ein anderes Kleidungsstück, macht sie aber auch zum Sexsymbol. Im BikiniARTmuseum wird klar, wie viel Mut, Provokation und Freiheit in einem kleinen gelben, gepunkteten Zweiteiler stecken. Darüber unterhält sich Jörg Biesler mit dem Gründer des Museums: Alexander Ruscheinsky.
Schon vor dem Bikini habe es zweiteilige Bademode für Frauen gegeben, sagt Kulturwissenschaftlerin Catharina Rüß. Doch erst mit dem Bikini sei der Bauchnabel freigelegt worden. Das Kleidungsstück habe sich gegen die Moralvorstellungen seiner Zeit gestellt. Von WDR 5.
Abtreibungsrechte sind weltweit in Bewegung. Während einige Länder liberalere Gesetze verabschieden, verändern sich andere in eine restriktivere Richtung. Auch in Deutschland hat die Diskussion neue Dynamik gewonnen. Die Herausforderung: noch vor medizinischen Faktoren beeinflussen ethische Perspektiven und Moralvorstellungen die Debatte. Wo die einen für das Selbstbestimmungsrecht der Frau eintreten, befürchten andere mangelnden Schutz für das ungeborene Leben. Wie sind Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland geregelt, woher kommt die Debatte um die Gesetzgebung, und warum polarisiert das Thema wie kaum ein anderes in der Gesundheitspolitik? Darüber sprechen wir unter anderem mit Svenja Zölch von der Beratungsstelle ProFamilia und mit Cornelia Kaminski von der Aktion Lebensrecht für Alle e.V.
Im 2. Jahrhundert nach Christus gab es eine radikale Veränderung im Christentum. Der Charismatiker Montanus führte die erste evangelikale Bewegung der frühen Kirche an. Daraus entstand der Montanismus, der von der Frühen Kirche als Ketzerei gebrandmarkt wurde, legte den Schwerpunkt auf ekstatische Prophezeiungen, strenge Moralvorstellungen und die bevorstehende Wiederkunft Christi.In diesem Video sprechen Niklas Walder und Michael Zachwey mit Prof. tit. Dr. Gregor Emmenegger über die Ursprünge des Montanismus, seine Lehren, Schlüsselfiguren sowie die Gründe, warum die Mainstream-Kirche ihn letztendlich ablehnte.
Soll ein Stadtbild Realität verbessern oder sie unsichtbar machen? Sagt mein Blick auf ein Stadtbild mehr über die Stadt oder oder mich selbst aus? Klaus-Jürgen Grün und Irina Kummert im Gespräch darüber, wie gut oder wie schlecht wir selbst darin sind, Widersprüche auszuhalten und die Realität auszublenden – und wie sehr uns unsere Moralvorstellungen bei beidem helfen.
Diese Quellen bieten eine umfassende Analyse des Lebens und Wirkens von Bertolt Brecht, wobei sein revolutionärer Beitrag zum modernen Theater und zur Lyrik im Mittelpunkt steht. Sie beleuchten seine Zusammenarbeit mit Komponisten wie Kurt Weill und Hans Eisler, insbesondere bei Welterfolgen wie der „Dreigroschenoper“, die bürgerliche Moralvorstellungen durch eingängige Melodien und scharfe Gesellschaftskritik herausforderte. Ein zentrales Thema ist der Verfremdungseffekt, der das Publikum zur kritischen Distanz anregen sollte, sowie Brechts eigene dialektische Entwicklung vom Expressionisten zum politisch engagierten „Stückeschreiber“. Zudem thematisieren die Texte die persönlichen und künstlerischen Spannungen während seines Exils und seiner Rückkehr nach Ost-Berlin. Letztlich verdeutlichen die Quellen, dass Brechts Werk durch seine sprachliche Präzision und die Mobilisierung der Zuschauerintelligenz bis heute eine zeitlose Aktualität bewahrt.Bertolt Brecht bricht in seinen Gedichten Erwartungen systematisch durch dialektische Spannungsverhältnisse, die den Leser aus einer passiven Konsumhaltung reißen und seine Intelligenz mobilisieren sollen. Er nutzt dabei verschiedene Techniken des „dialektischen Sprungs“, um scheinbare Gewissheiten zu erschüttern:Brecht verwendet häufig eine Einlulltechnik, bei der er über mehrere Strophen eine bestimmte Erwartung oder ein Narrativ aufbaut, um dieses in der letzten Strophe radikal zu zerstören.Ein prägnantes Beispiel ist das Gedicht Was bekam des Soldaten Weib: Über mehrere Strophen werden prachtvolle Geschenke aus verschiedenen Städten (Schuhe aus Prag, Linnen aus Warschau, Seide aus Paris) aufgezählt, was den Eindruck erweckt, der Krieg lohne sich.Der dialektische Umschlag erfolgt in der letzten Strophe: Aus Russland erhält die Frau den Witwenschleier. Damit wird das zuvor mühsam errichtete „Gebäude“ der Kriegserträge eingerissen und die brutale Realität des Todes gegenübergestellt.In späten Gedichten wie Rückkehr nutzt Brecht dialektische Sprünge, um die Position des Sprechers zu verschieben.In der ersten Strophe tritt der Heimkehrer noch als souveränes Subjekt auf, das den Bomberschwärmen folgt und fragt: „Wie finde ich die Vaterstadt?“.In der zweiten Strophe verkehrt sich dieses Verhältnis: Nicht mehr das „Ich“ findet die Stadt, sondern die Stadt „empfängt“ den Heimkehrer. Der Heimkehrer wird zum Objekt, das im Zeichen des Todes (der Bomben und Feuersbrünste) steht, die er selbst mitgebracht hat. Dieser Sprung zwingt den Leser, die moralische Position des Heimkehrers neu zu bewerten.Brecht setzt oft Sätze unvermittelt nebeneinander, ohne die logische Verknüpfung (das „Scharnier“) mitzuliefern.In einem Beispiel stehen die „Schlächter“, die aus Bibliotheken treten, neben „Müttern“, die den Himmel nach Erfindungen der Gelehrten absuchen.Der Leser ist gezwungen, diesen gedanklichen Sprung selbst zu vollziehen und die Verbindung zwischen den gelehrten Erfindungen und der Zerstörungskraft der „Schlächter“ herzustellen.Manchmal bricht Brecht Erwartungen, indem er die eigentliche Pointe oder den „Sieg“ der Vernunft im Text gar nicht ausspricht.Im Gedicht Der Schneider von Ulm endet die Erzählung mit dem Absturz des Schneiders und dem Triumph des Bischofs, der behauptet, der Mensch werde nie fliegen.Der dialektische Sprung findet hier im Kopf des Lesers statt: Da dieser weiß, dass Menschen heute fliegen, erkennt er die Denkfaulheit der Autorität (des Bischofs), obwohl das Gedicht vordergründig das Scheitern des Schneiders schildert.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese dialektischen Sprünge bei Brecht als „Intelligenz-Appell“ fungieren. Er stellt die Dinge „auf den Kopf“, um dem Leser ein „frisches, neues, dreistes Urteil“ zu ermöglichen.1. Die „Destruktionsstrophe“ am Gedichtende2. Umkehrung von Subjekt und Objekt (Perspektivwechsel)3. Das Fehlen des logischen „Scharniers“4. Dialektik durch Auslassung (Appell an den Leser)5. Verfremdung bekannter Motive
Diese Quellen bieten eine umfassende Analyse des Lebens und Wirkens von Bertolt Brecht, wobei sein revolutionärer Beitrag zum modernen Theater und zur Lyrik im Mittelpunkt steht. Sie beleuchten seine Zusammenarbeit mit Komponisten wie Kurt Weill und Hans Eisler, insbesondere bei Welterfolgen wie der „Dreigroschenoper“, die bürgerliche Moralvorstellungen durch eingängige Melodien und scharfe Gesellschaftskritik herausforderte. Ein zentrales Thema ist der Verfremdungseffekt, der das Publikum zur kritischen Distanz anregen sollte, sowie Brechts eigene dialektische Entwicklung vom Expressionisten zum politisch engagierten „Stückeschreiber“. Zudem thematisieren die Texte die persönlichen und künstlerischen Spannungen während seines Exils und seiner Rückkehr nach Ost-Berlin. Letztlich verdeutlichen die Quellen, dass Brechts Werk durch seine sprachliche Präzision und die Mobilisierung der Zuschauerintelligenz bis heute eine zeitlose Aktualität bewahrt.Bertolt Brecht bricht in seinen Gedichten Erwartungen systematisch durch dialektische Spannungsverhältnisse, die den Leser aus einer passiven Konsumhaltung reißen und seine Intelligenz mobilisieren sollen. Er nutzt dabei verschiedene Techniken des „dialektischen Sprungs“, um scheinbare Gewissheiten zu erschüttern:Brecht verwendet häufig eine Einlulltechnik, bei der er über mehrere Strophen eine bestimmte Erwartung oder ein Narrativ aufbaut, um dieses in der letzten Strophe radikal zu zerstören.Ein prägnantes Beispiel ist das Gedicht Was bekam des Soldaten Weib: Über mehrere Strophen werden prachtvolle Geschenke aus verschiedenen Städten (Schuhe aus Prag, Linnen aus Warschau, Seide aus Paris) aufgezählt, was den Eindruck erweckt, der Krieg lohne sich.Der dialektische Umschlag erfolgt in der letzten Strophe: Aus Russland erhält die Frau den Witwenschleier. Damit wird das zuvor mühsam errichtete „Gebäude“ der Kriegserträge eingerissen und die brutale Realität des Todes gegenübergestellt.In späten Gedichten wie Rückkehr nutzt Brecht dialektische Sprünge, um die Position des Sprechers zu verschieben.In der ersten Strophe tritt der Heimkehrer noch als souveränes Subjekt auf, das den Bomberschwärmen folgt und fragt: „Wie finde ich die Vaterstadt?“.In der zweiten Strophe verkehrt sich dieses Verhältnis: Nicht mehr das „Ich“ findet die Stadt, sondern die Stadt „empfängt“ den Heimkehrer. Der Heimkehrer wird zum Objekt, das im Zeichen des Todes (der Bomben und Feuersbrünste) steht, die er selbst mitgebracht hat. Dieser Sprung zwingt den Leser, die moralische Position des Heimkehrers neu zu bewerten.Brecht setzt oft Sätze unvermittelt nebeneinander, ohne die logische Verknüpfung (das „Scharnier“) mitzuliefern.In einem Beispiel stehen die „Schlächter“, die aus Bibliotheken treten, neben „Müttern“, die den Himmel nach Erfindungen der Gelehrten absuchen.Der Leser ist gezwungen, diesen gedanklichen Sprung selbst zu vollziehen und die Verbindung zwischen den gelehrten Erfindungen und der Zerstörungskraft der „Schlächter“ herzustellen.Manchmal bricht Brecht Erwartungen, indem er die eigentliche Pointe oder den „Sieg“ der Vernunft im Text gar nicht ausspricht.Im Gedicht Der Schneider von Ulm endet die Erzählung mit dem Absturz des Schneiders und dem Triumph des Bischofs, der behauptet, der Mensch werde nie fliegen.Der dialektische Sprung findet hier im Kopf des Lesers statt: Da dieser weiß, dass Menschen heute fliegen, erkennt er die Denkfaulheit der Autorität (des Bischofs), obwohl das Gedicht vordergründig das Scheitern des Schneiders schildert.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese dialektischen Sprünge bei Brecht als „Intelligenz-Appell“ fungieren. Er stellt die Dinge „auf den Kopf“, um dem Leser ein „frisches, neues, dreistes Urteil“ zu ermöglichen.1. Die „Destruktionsstrophe“ am Gedichtende2. Umkehrung von Subjekt und Objekt (Perspektivwechsel)3. Das Fehlen des logischen „Scharniers“4. Dialektik durch Auslassung (Appell an den Leser)5. Verfremdung bekannter Motive
Mi 25.2. 20:30 Q&A in Englisch mit Regisseur Isiah Medina, Moderation Flavio Luca Marano Im Anschluss an die Schweizer Premiere von GANGSTERISM «Es gibt nur wenige Filmemacher:innen, die sich heute so sehr für die unermesslichen Möglichkeiten und transformierende Kraft der Montage interessieren wie Isiah Medina. Seit seinem Film 88:88 (2015), der sich ins kollektive Bewusstsein der Cine-ast:innen brannte, hat er still und leise eine Sammlung eigenwilliger, formal fesselnder und einzigartig aktueller Filme hervorgebracht, die sich mit der Schnelligkeit flüchtiger Gedanken durch mathematische Theoreme, ideologische Konzepte und unterschied-lichste Genres bewegen. Sein neuester Film, Gangsterism, verbindet das Gangs-terbild (wie es beispielsweise in Howard Hawks Scarface (1932) vorkommt) mit dem kinematografischsten aller Genres: dem Film über einen Film. Im Mittelpunkt steht der Gangster und Filmemacher Clem (Mark Bacolcol), der Schulden eintreibt, um seinen nächsten Film zu finanzieren, und gleichzeitig herauszufinden versucht, wer seine vor-herige Arbeit illegal online stellt. Gangsterism existiert ebenso sehr in dieser ein-fachen Handlungsbeschreibung wie in seinen ständig oszillierenden Rhythmen und sei-ner Analyse der Ökonomie, der Moralvorstellungen (oder dem Fehlen dieser) und der alltäglichen Realitäten des Filmemachens im Jahr 2025.» (ICA London, Feb 2026) In Kooperation mit «Major Critical Social Practice in Art Education», MA Art Education, DKV, ZHdK. Organisiert von Jumana Issa, Flavio Luca Marano, Píkqo Walker da Silva und Simon Weiler.
Alexander Dugin wird vielfach als das „Gehirn“ hinter Putins vom Westen unterstellten imperialistischen Bestrebungen angesehen — er selbst sieht sich als Rebell gegen den technokratischen Reset.„Europa hat die Verbindung zur eigenen Identität getrennt, Europa hat den eigenen Geist verraten.“ Der russische Philosoph Alexander Dugin versteht sich als Weckrufer — nicht nur für sein eigenes Volk. Russland solle zwar nicht die ganze Welt beherrschen, jedoch zu alter Größe zurückkehren, was den Anschluss der Ukraine miteinbeziehe. Dugin will Europa nach eigenen Angaben nicht bedrohen, sondern ihm nachbarschaftlich-jovial auf die Beine helfen. Jedes Land, jeder Kulturkreis solle zunächst zu sich selbst finden und geistige wie politische Fremdherrschaft abschütteln. Dies läuft auf sortenreine Kulturen hinaus, die sich jede Einmischung und Vermischung mit Fremdem verbitten. Der Westen sei nur eine von vielen Kulturen und solle jeden Anspruch aufgeben, anderen Weltgegenden seine Moralvorstellungen aufzuzwingen. „Der Liberalismus“ — das ist für Alexander Dugin eine Mischung aus Hyperindividualismus, Dekadenz und Laisser-faire. Dugin geißelt den Materialismus und den Verlust religiöser Bindungen und fordert die große Abwehrschlacht nichtwestlicher Nationen gegen eine toxische Mischung aus Schwulenparaden, Masseneinwanderung und Cyborg-Technologie. Teilweise wirken seine Ausführungen wie in den alternativen Medien übliche Binsenweisheiten; vielfach erscheinen sie durch krude Wortwahl verstörend reaktionär. Kritiker monieren, der Philosoph habe für die Zukunft kaum andere Rezepte als die Wiederbelebung von ein paar schlechten Ideen der Vergangenheit: nationale Großmannssucht vermählt mit Homophobie und einer Prise Bolschewismus. Die Frage, die viele westliche Medien im Zusammenhang mit Alexander Dugin beschäftigt, ist aber vor allem diese: Wie groß ist sein Einfluss auf Wladimir Putin? Haben wir in der Beschäftigung mit dem Vordenker auch den Schlüssel zu „Putins Gehirn“ in unseren Händen?Ein Standpunkt von Roland Rottenfußer.Verdächtig ist er in jedem Fall: ein aus zwei Silben bestehender russischer Name, der auf „-in“ endet. Und dann der lange Bart. Alexander Dugin wurde in westlichen Medien öfter mit Rasputin verglichen, dem Wanderprediger und Wüstling, der in der Abenddämmerung des Zarenreichs um 1900 zum einflussreichen Berater von Zar Nikolaus und Zarin Alexandra avancierte. Wenn man nicht allzu viele russische Persönlichkeiten der Geschichte kennt, ist die Versuchung offenbar groß, den Rasputin-Vergleich anzuführen. Reaktionär, fanatisch, wirre Ideen, ein langer Vollbart, ein Russe eben …Dabei wurden gegen den 63-Jährigen in der Westpresse noch schlimmere Beleidigungen ausgestoßen, etwa „Putins teuflisches Hirn“ oder „Putins Einflüsterer“. Das Image Alexander Dugins erinnert an „Schlangenzunge“, jene unerquickliche Gestalt aus J. R. R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“, die stets nahe dem Thron von König Théoden herumlungerte und dem Monarchen böswillige und hetzerische Reden ins Ohr zischelte.Moderner Rasputin, russischer Breivik?Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie vergleicht Alexander Dugin in seinem Buch „Anti-Europäer“ mit dem norwegischen Massenmörder Anders Breivik. Leggewie inszeniert sich als extremes Kontrastprogramm zu Dugin. Letzterer scheint den Liberalismus abgrundtief zu hassen; ersterer vermag hingegen nicht eine Spur von Verständnis für Spielarten des Nicht-Liberalen aufzubringen. Beide haben sich in ihren jeweiligen ideologischen Schützengräben verschanzt und pflegen ihre rhetorisch aufgehübschten Halbwahrheiten.Natürlich vermag Claus Leggewie Alexander Dugin keinen Mord nachzuweisen, er schreibt jedoch:„Dugin tötet nicht, er lässt töten“.Der Philosoph habe„als Schreibtischtäter Zugang zur Spitze eines imperialen Systems, dessen Herrschaftsmethode Staatsterror durchaus einschließt.“ Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Jahrzehntelang wurden ledige Schwangere im katholischen Irland dazu gezwungen, ihre Babys in Heimen zu gebären und dort zu lassen. Hunderte Kleinkinder starben in der Obhut von Staat und Ordensschwestern, andere wurden an Familien im Ausland verkauft. Ein nationales Trauma das lange verborgen blieb. Die Lokalhistorikerin Catherine Corless sitzt an ihrem Küchentisch nahe der westirischen Stadt Galway. In ihren Händen hält sie eine Liste mit Namen. 796 sind es insgesamt. Es sind die Namen der Kinder, die im nahen Mutter-Kind-Heim St. Mary's ums Leben kamen. Bis 1961 mussten ledige schwangere Frauen aus der Region ihre Kinder im St. Mary's gebären und im Alter von einem Jahr dort zurücklassen. Die Kinder wurden später adoptiert oder kamen in Pflegefamilien. Was die Mütter wollten, spielte keine Rolle. Zu mächtig war die katholische Kirche mit ihren Moralvorstellungen. Jahrzehntelang herrscht Schweigen über die toten Kinder von St. Mary's – bis Corless beginnt, ihre Liste zu schreiben. Doch mit der Liste ist ihre Suche noch nicht zu Ende. «Als mir klar wurde, dass im Heim Kinder gestorben sind, musste ich herausfinden, wo sie begraben wurden.» Corless macht sich gegen alle Widerstände auf die Suche und spürt ein Geheimnis auf, das das ganze Land verändern wird. Durch ihre Recherche hat Corless eines der dunkelsten Kapitel der irischen Geschichte ans Tageslicht geholt. «International» zeichnet ihre Suche nach und porträtiert Menschen, die die Kindheit im St. Mary's überlebt haben.
Jahrzehntelang wurden ledige Schwangere im katholischen Irland dazu gezwungen, ihre Babys in Heimen zu gebären und dort zu lassen. Hunderte Kleinkinder starben in der Obhut von Staat und Ordensschwestern, andere wurden an Familien im Ausland verkauft. Ein nationales Trauma das lange verborgen blieb. Die Lokalhistorikerin Catherine Corless sitzt an ihrem Küchentisch nahe der westirischen Stadt Galway. In ihren Händen hält sie eine Liste mit Namen. 796 sind es insgesamt. Es sind die Namen der Kinder, die im nahen Mutter-Kind-Heim St. Mary's ums Leben kamen. Bis 1961 mussten ledige schwangere Frauen aus der Region ihre Kinder im St. Mary's gebären und im Alter von einem Jahr dort zurücklassen. Die Kinder wurden später adoptiert oder kamen in Pflegefamilien. Was die Mütter wollten, spielte keine Rolle. Zu mächtig war die katholische Kirche mit ihren Moralvorstellungen. Jahrzehntelang herrscht Schweigen über die toten Kinder von St. Mary's – bis Corless beginnt, ihre Liste zu schreiben. Doch mit der Liste ist ihre Suche noch nicht zu Ende. «Als mir klar wurde, dass im Heim Kinder gestorben sind, musste ich herausfinden, wo sie begraben wurden.» Corless macht sich gegen alle Widerstände auf die Suche und spürt ein Geheimnis auf, das das ganze Land verändern wird. Durch ihre Recherche hat Corless eines der dunkelsten Kapitel der irischen Geschichte ans Tageslicht geholt. «International» zeichnet ihre Suche nach und porträtiert Menschen, die die Kindheit im St. Mary's überlebt haben.
Dieses Thema haben wir eine ganze Weile vor uns hergeschoben. Nicht, weil wir kein Interesse daran hatten, sondern weil es wahnsinnig komplex, fordernd, und für uns potenziell auch gefährlich ist. Denn der öffentliche Diskurs um sexualisierte Gewalt in den Medien und speziell der Pornografie wird überwiegend aggressiv und unsachlich geführt. Wir möchten dieser Entwicklung mit der heutigen Folge etwas entgegensetzen, haben dafür zahlreiche Interviews geführt, Studien gewälzt, und intensiv über unsere eigenen Moralvorstellungen nachgedacht.CW: Sexismus, sexualisierte Gewalt, Mord, Inzest Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Jahrzehntelang wurden ledige Schwangere im katholischen Irland dazu gezwungen, ihre Babys in Heimen zu gebären und dort zu lassen. Hunderte Kleinkinder starben in der Obhut von Staat und Ordensschwestern, andere wurden an Familien im Ausland verkauft. Ein nationales Trauma das lange verborgen blieb. Die Lokalhistorikerin Catherine Corless sitzt an ihrem Küchentisch nahe der westirischen Stadt Galway. In ihren Händen hält sie eine Liste mit Namen. 796 sind es insgesamt. Es sind die Namen der Kinder, die im nahen Mutter-Kind-Heim St. Mary's ums Leben kamen. Bis 1961 mussten ledige schwangere Frauen aus der Region ihre Kinder im St. Mary's gebären und im Alter von einem Jahr dort zurücklassen. Die Kinder wurden später adoptiert oder kamen in Pflegefamilien. Was die Mütter wollten, spielte keine Rolle. Zu mächtig war die katholische Kirche mit ihren Moralvorstellungen. Jahrzehntelang herrscht Schweigen über die toten Kinder von St. Mary's – bis Corless beginnt, ihre Liste zu schreiben. Doch mit der Liste ist ihre Suche noch nicht zu Ende. «Als mir klar wurde, dass im Heim Kinder gestorben sind, musste ich herausfinden, wo sie begraben wurden.» Corless macht sich gegen alle Widerstände auf die Suche und spürt ein Geheimnis auf, das das ganze Land verändern wird. Durch ihre Recherche hat Corless eines der dunkelsten Kapitel der irischen Geschichte ans Tageslicht geholt. «International» zeichnet ihre Suche nach und porträtiert Menschen, die die Kindheit im St. Mary's überlebt haben.
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere stürzt der irische Schriftsteller Oscar Wilde über viktorianische Moralvorstellungen. Aufgrund seiner Homosexualität wird er inhaftiert. Danach kann er nicht mehr schreiben. Er stirbt im Alter von nur 46 Jahren. Wakonigg, Daniela www.deutschlandfunk.de, Kalenderblatt
Sponsor der Folge: Legalexo – Jura lernen leicht gemacht Link zur kostenlosen Probeversion: https://www.legalexo.de/Kurz-erklaertBeschreibung des beworbenen Produkts Muster:Legalexo bietet Euch die besten Lernmaterialien für das Jurastudium. Mit Legalexo versteht Ihr alle klausurrelevanten Themen schneller und habt mehr Spaß am Lernen. Dafür stehen Euch über 500 Erklärvideos und 500 Übersichten online individuell und flexibel zur Verfügung, um euch bestmöglich auf das Examen vorzubereiten. Zurzeit habt ihr auch die Möglichkeit Legalexo 7 Tage kostenlos zu testen. https://www.legalexo.de/Kurz-erklaert
Hast du dich jemals gefragt, wie es klingt, wenn drei Männer gleichzeitig ihren Verstand und ihre Würde verlieren? Dann ist das hier deine Offenbarung. Du wirst Zeuge von Beichten über Körperflüssigkeiten, die du nie hören wolltest, und Analysen über Prominente, die schmerzhaft ins Leere laufen. Wir servieren dir eine unappetitliche, aber höchst unterhaltsame Mischung aus Alltags-Irrsinn, einer Prise Halbwissen und dem vielleicht längsten Witz der Welt. Schnall dich an, stell deine Moralvorstellungen auf stumm und lerne, warum eine rote Serviette Ehen retten kann. Du wirst es nicht bereuen. Vielleicht.
In dieser bewegenden Episode von Erfolgreich im Herzbusiness sprechen wir mit Coachin Claudia Pulla über ein Thema, das viele betrifft, aber nur selten offen angesprochen wird: den Kontaktabbruch in Familien. Ob Funkstille zwischen Eltern und Kindern, tiefsitzende Konflikte oder stiller Rückzug – Claudia kennt beide Seiten aus eigener Erfahrung und begleitet seit Jahren Menschen, die sich in dieser emotional anspruchsvollen Situation befinden. In dieser Folge erfährst Du: • Warum ein Kontaktabbruch nicht zwangsläufig eine Katastrophe ist und sogar heilsam sein kann • Wie Du Dich aus Vorwurf, Schuld und Erwartungsdruck befreist • Weshalb Frieden in Dir selbst der wichtigste Schlüssel für jede Veränderung ist • Welche Rolle gesellschaftliche Moralvorstellungen spielen und wie Du lernst, Deine eigenen Entscheidungen zu treffen • Wie Perspektivwechsel und bewusste Kommunikation neue Wege öffnen können Special: Claudia lädt zur kostenfreien „Woche der Befreiung“ ein – fünf kompakte Online-Sessions mit Übungen, Impulsen und Reflexionsfragen, um Klarheit zu gewinnen, innere Ruhe zu finden und den ersten Schritt in Richtung Selbstbestimmung zu gehen: https://docs.google.com/forms/d/1X3JCWyZad448aBzOs3WKdT56ROJ7FvY2xVs9CPrOXdA/edit Hier findest Du mehr Infos zu Claudia und ihrem Programm: www.kontakt-abbruch.de
In Tokyo wird ein neues Gebäude für Straftäter errichtet – der „Tokyo Sympathy Tower“. In diesem dürfen Leicht- wie Schwerverbrecher ein recht beschauliches Leben führen. Das Gebäude plant die ehrgeizige Architektin Sara Makina. Doch mit den Moralvorstellungen im heutigen Japan, dem steten Einfluss des Englischen und mit ChatGPT hat die Architektin einige Probleme. Mit „Tokyo Sympathy Tower“ – ein Roman voll Witz, Ironie und Tiefsinn – gewann die Autorin Rie Qudan den renommierten Akutagawa-Preis – vergleichbar mit unserem Büchner-Preis. Rezension von Andreas Puff-Trojan
In Tokyo wird ein neues Gebäude für Straftäter errichtet – der „Tokyo Sympathy Tower“. In diesem dürfen Leicht- wie Schwerverbrecher ein recht beschauliches Leben führen. Das Gebäude plant die ehrgeizige Architektin Sara Makina. Doch mit den Moralvorstellungen im heutigen Japan, dem steten Einfluss des Englischen und mit ChatGPT hat die Architektin einige Probleme. Mit „Tokyo Sympathy Tower“ – ein Roman voll Witz, Ironie und Tiefsinn – gewann die Autorin Rie Qudan den renommierten Akutagawa-Preis – vergleichbar mit unserem Büchner-Preis. Rezension von Andreas Puff-Trojan
Ein kleiner Exkurs in der Entstehung der eigenen Moralvorstellungen und wie leicht es eigentlich wäre, daraus WIRKLICH die EIGENEN Moralvorstellungen zu machen. Denn aktuell sind sie das nicht.
Thorsten Dietz und Tobias Faix – bekannt in der digitalen Kirche für ihren Podcast „Karte und Gebiet“, haben gemeinsam eine „Transformative Ethik – Wege zur Liebe“ veröffentlicht. In dieser Ethik zum Selberdenken bearbeiten die beiden Theologie-Professoren eine Vielzahl sexualethischer Konfliktthemen. Im yeet-Podcast erzählen sie, wie sie trotz unterschiedlicher Positionen zueinander gefunden haben; wie es ihnen zur Aufgabe geworden ist, verschiedene Positionen und auch Widersprüche innerhalb einer Person auszuhalten. Thorsten Dietz findet ihr hier auf Instagram. Tobias Faix findet ihr hier auf Instagram. „Transformative Ethik – Wege zur Liebe“ ist im neukirchener Verlag erschienen. Social Media für Glaube und Kirche - das ist der yeet-Podcast: [yeet](https://www.yeet.de)-Redakteur* innen befragen Expert* innen und Influencer* innen und begeben sich auf die Suche nach den großen und kleinen Perspektiven auf die digitalen Kirchen-Räume und Welten in den Sozialen Medien.
Mon, 07 Apr 2025 13:20:34 +0000 https://sozial.podigee.io/23-new-episode 4410ef8fbeb4a04d27d9dd3afcd5c3dd Diesmal geht es um die Anfänge der Sozialen Arbeit in der Schweiz. Wie haben sich diese gestaltet zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Es geht um paternalistische Haltungen und Behörden, die moralisch rigoros unterschieden zwischen richtiger und falscher Lebensart. Gerne schickten sie die Fürsorgerinnen direkt vor dem Zmittag in die Familien, und wenn das Essen nicht pünktlich auf dem Tisch stand, wurde das als Verstoss gegen die bürgerliche Norm gewertet. Dozentin Nadja Ramsauer erzählt im Gespräch mit Regula Freuler, wie sich die Armenfürsorge anfing zu einer Profession - zunächst nur für Frauen – zu entwickeln. Und wie es trotz rigider Moralvorstellungen auch immer wieder Sozialarbeiterinnen gab, die «out of the box» dachten, zum Beispiel Mentona Moser. Erwähnte Literatur: Mentona Moser: Die weibliche Jugend der oberen Stände. Betrachtungen und Vorschläge. Zürich, Schulthess, 1903. www.geschichtedersozialensicherheit.ch Wollt ihr mehr über Soziale Arbeit hören und lesen? Wir informieren euch über News aus Forschung, Studium und Weiterbildung in unserem Newsletter – jetzt abonnieren. 23 full no geschichte,soziale arbeit,schweiz,ursprung,mentona moser ZHAW Soziale Arbeit
Laurel "Scherzkeks" Koeniger ist endlich, nach vielen Jahren des Darbens, auf einen Aprilscherz reingefallen!Was auch besser ein Scherz geblieben wäre, ist generative KI, über die er euch in dieser Folge berichtet, enttäuscht von den schwachen Moralvorstellungen vieler Menschen.Ähnlich schwach müssen die Moralvorstellungen von Menschen sein, die Spam/Scam-E-Mails verschicken. Davon gibt es zuhauf und Laurel erklärt euch, warum ihr die Facebook-Accounts eurer Eltern lieber löschen solltet.
Im Jahr 1340 wird im Wiener Stadtrecht das Pfählen von Ehebrechenden erlaubt. Das soll abschrecken, aber auch die Institution der Ehe schützen. Von Maren Gottschalk.
Sex im alten Rom soll ausgelassen gewesen sein, das Mittelalter dagegen prüde. Wie die Menschheit durch die Jahrhunderte hindurch Sex hatte und wie er sein sollte, hat sich je nach Gesellschaft stark gewandelt. Und prägt unseren Sex noch heute. Waltz, Manuel www.deutschlandfunkkultur.de, Zeitfragen. Feature
Meditationsbeginn: 05:11 Geduld. Neugierde. Liebe. Drei Wurzeln, drei Grundqualitäten, die das Lebens-Fundament Vertrauen in dir nähren. Vertrauen, um mutigen Schrittes all den leuchtenden Sternen zu begegnen, die du in der vorherigen Rauhnacht visualisiert hast. Vertrauen, als dein Fundament. Ein Fundament, welches Stürme aus Angst und Misstrauen übersteht. Vertrauen, welches sich inneren Verletzungen stellt, Krankheiten und Tod mit geistiger Lebendigkeit gegenüber tritt und erniedrigender Scham den Garaus macht. Ein so stabiles Vertrauen in dir, dass du dem Leben mit Zuversicht, Freude und Lebenslust begegnet. Vertrauen, welches Moralvorstellungen besiegt und deinen kreativen Freigeist zum Tanzen bringt. In der zweiten Rauhnächte Meditation erfährst du dich als pure Lebenskraft. Heute pflanzt du ein Saatkorn mit einer sehr wertvollen Botschaft in dein Unterbewusstsein: Alles, was du brauchst, ist in dir. Freue dich auf neue Kraftressourcen. Freud dich auf ein Gefühl von Vollständigkeit und tiefem Vertrauen für die Umsetzung all deiner Wünsche und Ziele; all deiner Sterne am Himmelsfirmament. Willkommen zum Podcast „Weil du Liebe bist.“. Mein Name ist Lara Schäffer und ich hoffe sehr, dass du dich in der ersten Rauhnacht bereits mit deinem Sternenhimmel identifizieren konntest und einige Erkenntnisse durch die Nacht in deinen heutigen Tag mitgenommen hast. Ganz egal, was heute bei dir los ist, ob du gerade mitten im weihnachtlichen Familienchaos steckst, dein Kopf total gewuselt mit persönlichen Herausforderungen oder Organisationsthemen ist: JETZT ist DEINE Zeit. Yes!!! Glaube mir, ich bin bei dir und verstehe nur zu gut, wenn sich der Moment der so sehr ersehnten Stille eher später als früher einstellt und der Spagat zwischen Innen- und Außenwelt beinahe unmöglich erscheint. Genau DAS ist übrigens Hatha Yoga. Du verbindest die das Leben definierenden Herausforderungen der Dualität mit dem Einssein reiner Energie. Dazu zu einem anderen Zeitpunkt mehr. Bevor ich dich in die wunderschöne Meditation führe, noch ein paar letzte Worte zur gestrigen Meditation. Danke, dass Du bist. …weil du Liebe bist. Deine Lara Schreibe mir liebend gern, wie dir die Folge gefallen hat und welche Erkenntnisse du für dein eigenes Leben gewonnen hast. Mail: weilduliebebist-podcast@guru-granola.de Instagram: @gurugranola oder @laramadeby Hier erfährst du mehr über mein Unternehmen GURU Granola: https://guru-granola.com/pages/herzprojekt
Als die Mutter stirbt, steht ihr Sohn, der junge Gelehrte Lewis hilflos und allein da. Den schmerzhaften Prozess seines Erwachsenwerdens und Loslassens von alten Moralvorstellungen erzählt "Ein tugendhafter Mann" von Anita Brookner. Eine Rezension von Dorothea Breit. Von Dorothea Breit.
Florian Scheuba berichtet über eine Zeitenwende in der Geschichte menschlicher Moralvorstellungen, Gauner-Solidarität und ihre österreichischen Profiteure. Mit Deutschlands wichtigstem Medienwissenschaftler spricht er über die Verwechslung von Meinung mit Lüge, Elon Musk, Penisgrößen und den Kampf gegen Desinformation. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Otto Schily hat in einem spannenden Vortrag dargelegt, dass das Menschenbild, das allein auf das Gehirn als Erklärung für das Menschsein abstellt, nicht überzeugt. Ebenso weist er die Vorstellung zurück, unser Wille sei nicht frei und jede Handlung sei von vornherein festgelegt. Seine Ausführungen zum Menschenbild und zur Willensfreiheit greifen zentrale Fragen der modernen Neurowissenschaft und Philosophie auf und geben wichtige Denkanstösse zu den Grundlagen unserer Rechts- und Moralvorstellungen. Auf die Frage aus dem Publikum, ob der RAF-Prozess und die damit verbundenen Anfeindungen einen Einfluss darauf gehabt hätten, nicht mehr als Strafverteidiger tätig zu sein, weist Schily auf die psychische Belastung hin, die mit solch intensiven Verfahren verbunden sei. Über Otto Schily kommt Duri auf Heinrich Hannover zu sprechen. Ein weiterer Strafverteidiger-Gigant, auf dessen Schultern die heutige Rechtskultur steht. Diese Rechtskultur müsse Tag für Tag gepflegt werden. Feedback oder Fragen? Schreibe an [bonin@blra.ch](https://www.duribonin.ch). Als Strafverteidiger erhält man Einblicke in die unglaublichsten Fälle und arbeitet eng mit sehr unterschiedlichen und spannenden Menschen zusammen. Im Podcast [Auf dem Weg als Anwält:in](https://www.duribonin.ch/podcast) versucht der Anwalt [Duri Bonin](https://www.duribonin.ch) gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern (Beschuldigte, Verurteilte, Staatsanwälte, Strafverteidiger, Gutachter, Opfer, Unschuldige, Schuldige …) zu ergründen, wie diese ticken, was sie antreibt und wie sie das Rechtssystem erleben. Behandelt werden urmenschliche Themen. Bei genauerem Hinsehen findet man Antworten auf eigene Fragen des Lebens und der Gesellschaft. Links zu diesem Podcast: - [Die Würde des Menschen als zentraler Orientierungspunkt des demokratischen Rechtsstaates](https://www.eiz.uzh.ch/EIZ/web/eiz/event/OttoSchily.aspx), Referat von Dr. h.c. Otto Schily vom 29.10.2024 an der Universität Zürich - [#645 RAF und die Grenzen der Justiz: Lehren für den Umgang mit extremen Straffällen - Weshalb hat Otto Schily den Strafverteidigerberuf aufgegeben?](https://www.duribonin.ch/645-raf-und-die-grenzen-der-justiz-lehren-fuer-den-umgang-mit-extremen-straffaellen/) - Anwaltskanzlei von [Duri Bonin](https://www.duribonin.ch) - [Lehrbücher für Anwaltsprüfung und Anwaltsmanagement](https://www.duribonin.ch/shop/) - Das Buch zum Podcast: [In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung](https://www.duribonin.ch/shop/) Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören
In dieser Folge geht es darum, dass Jugendliche heutzutage „verschont“ und kaum auf den Ernst des Lebens vorbereitet werden. Wir lernen, uns erstmal zu entspannen und darauf zu vertrauen, dass alles gut wird - werden aber in der Zeit trotzdem von unfassbar vielen Einflüssen geformt, die uns zu einem schlichten Produkt der Gesellschaft machen. Meiner Meinung nach nimmt uns dies die Chance, eigene Standpunkte, Moralvorstellungen und Ziele zu entwickeln, die uns ein wirklich erfülltes Leben bescheren würden. Wenn wir mehr von uns erwarten und unser Potenzial voll ausschöpfen, können wir einen individuellen Lebensweg einschlagen, der uns glücklich macht und andere bereichert. Hoffentlich kann ich dir mit meiner Perspektive helfen, den für dich richtigen Weg durchzusetzen. Viel Spaß beim Anhören! Hier kannst du mich abonnieren & exklusive Inhalte anhören: https://podcasters.spotify.com/pod/show/banusjournal/subscribe Mein WhatsApp-Kanal: https://whatsapp.com/channel/0029VacCNG9DeONFf8H8n70y Mein Pinterest: https://pin.it/2jPEKUrUq Mein Spotify: https://open.spotify.com/user/0wsxz9qpvr7z4iakfdcqngj4a?si=46f9e599851d4085 Die Folge über Entscheidungen: https://open.spotify.com/episode6qwdAXDv0WzXqN7NXEDc4e?si=706cbef762ce48dd Die Folge über Verantwortung: https://open.spotify.com/episode/6O61PQItkX6a5x0qXcdHVf?si=5d636fbd52f64534 Die Folge über Routinen: https://open.spotify.com/episode/0gKJaL67VTpaHIBtUPopEz?si=a324ea6889e14260 Die Folgen über Freunde: https://open.spotify.com/episode/09HZyOku5HkGkPjKaVSna8?si=1b79284adf7f4480 https://open.spotify.com/episode/6otW9F8mD6eAxpS7sLf7yV?si=58b108161a5e46bf Die Folge über Beziehungen als Teenager: https://open.spotify.com/episode/6X3ilqeMtiv0mG7QokEcvK?si=6e2ea03d66cb4ccd Die Folgen über Kreativität: https://open.spotify.com/episode/7qlEEiAuKP0o87imYlS5Di?si=6102be72fc4f4879 https://open.spotify.com/episode/4DKkrRQ1WdDh06XnC99xYx?si=ad801741dda64dd8 Die Folgen über Ferien: https://open.spotify.com/episode/4gDtwT80mj1SMuVjUECMaj?si=0c1e2d449e224d97 https://open.spotify.com/episode/4s4DwYRkHhsaJs6JdG6SKD?si=b5e565ebb5254b51 Die Folgen über die Arbeitswelt: https://open.spotify.com/episode/6AwDYx0JNKSOvJcmJoIZVa?si=943cf2cd7e6c4da3 https://open.spotify.com/episode/6AoL4m2F2qqAkUF88zjtMo?si=26fe10b76fff4453 Die Folge über zwei Kulturen: https://open.spotify.com/episode/46HxkRxMxWYVMih44TbfCV?si=042e59e7321e4c5f
Ab17 - der tägliche Podcast mit Kathrin und Tommy Wosch. Montag bis Freitag. Morgens und AbendsInstagram: https://www.instagram.com/ab17podcastWhatsapp: https://www.whatsapp.com/channel/0029VaBSCV98kyyQceNs4A1ISchreib uns: kontakt@diewoschs.deIn dieser Episode von Ab 17 nehmen Kathrin und Tommy uns mit auf eine wilde Reise durch die kuriosesten Geschichten der Woche. Von einer Frau, die an einem Essener Kiosk 200 Kondome und eine Dose Bier klaut, bis hin zu einem skandalösen Po-Klaps auf der Betriebsfeier - kein Thema ist zu absurd, um nicht humorvoll beleuchtet zu werden. Mit viel Sarkasmus und einer Prise Ironie hinterfragen die beiden die Moralvorstellungen unserer Gesellschaft und lassen dabei auch persönliche Anekdoten nicht aus.Darüber hinaus geht es um die großen gesellschaftlichen und politischen Fragen: Ist es wirklich kein Super-GAU, wenn 30 % der Wähler radikale Parteien unterstützen? Was ist mit der Sex-Positivity unserer Zeit? Kathrin und Tommy nehmen kein Blatt vor den Mund und bieten eine erfrischende Mischung aus scharfsinniger Analyse und lockerer Alltagskomik. Eine Folge, die unterhält und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.Inhalt:00:00:10 Begrüßung: Kondome, Bier und die Frau aus Essen00:04:04 Kathrins Kiosk-Geschichte: Ein Trick mit zwei Bierdosen00:05:54 Der betrunkene Angeklagte: E-Bike-Klau und 3,6 Promille00:10:59 Wahlen und Alkohol: Ein gefährlicher Mix00:13:08 Die Atzen vs. AfD: Ein Song sorgt für Aufregung00:14:34 Abschied: Kathrin wünscht Tommy viel Spaß bei der Nacht der Kreativen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Wir leben in aussergewöhnlichen und turbulenten Zeiten. Terroranschläge, Kriege, Flüchtlingsströme, Pandemien, tiefe gesellschaftliche Spaltungen… Und auch uns Christen weht aufgrund unserer Moralvorstellungen ein immer eisigerer Wind entgegen. Wie sollen wir Jesus-Nachfolger leben und handeln in Zeiten wie diesen? Sollten wir die Menschen ermahnen, mehr nach biblischer Moralvorstellung zu leben? Oder sollten wir die Bibel mehr im Kontext unserer Gesellschaft lesen und die Werte und Prinzipien dem Zeitgeist anpassen? Sollen wir anfangen, politisch aktiv zu werden? Sollen wir uns in diesen Gesellschaftlichen Spaltungen bewusst auf die eine oder die andere Seite stellen?Oder sollen wir uns gar vom gesellschaftlichen Leben zurückziehen, um uns möglichst von weltlichen Einflüssen zu schützen? Was ist - in Zeiten wie diesen - unser Kern-Auftrag als Gemeinde in dieser Welt?
Ihre Briefromane gelten bis heute als ein lebhaftes Zeugnis weiblicher Sehnsuchtsvorstellung der Romantik. Bettina von Arnim war eine unkonventionelle Frau, die den gängigen Moralvorstellungen widersprach.
Ihre Briefromane gelten bis heute als ein lebhaftes Zeugnis weiblicher Sehnsuchtsvorstellung der Romantik. Bettina von Arnim war eine unkonventionelle Frau, die den gängigen Moralvorstellungen widersprach.
Wir haben oft über Zalando und Otto gesprochen bei Kassenzone, aber sehr selten mit den handelnden Personen. Alexander Birken, CEO der Otto Group, wird zum 1. März 2025 in den Aufsichtsrat der Gruppe wechseln und dürfte in seinem letzten Jahr die nächste Große Transformation zur Plattform einleiten. Vor über sieben Jahren habe ich ihn hier im Podcast schon getroffen, um über die generelle Transformation der Otto Gruppe zu sprechen, die mE nicht besser oder schlechter aufgestellt ist als Zalando und sich nun gegenüber Shein, Temu und TikTok Shop neu zu finden. Der Veränderungsdruck ist in den letzten sieben Jahren eher größer geworden, aber für ein Unternehmen was sich bereits so stark wandeln musste, ist ggf. die nächste große Veränderung nicht mehr so schwer - auch wenn die neuen Plattformen aus China nicht mit den Moralvorstellungen der Otto Gruppe vereinbar sind. Eine KassenzoneClassics Folge. Community: https://kassenzone.de/discord Feedback zum Podcast? Mail an alex@kassenzone.de Disclaimer: https://www.kassenzone.de/disclaimer/ Kassenzone” wird vermarktet von Podstars by OMR. Du möchtest in “Kassenzone” werben? Dann hier entlang. Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf/ https://twitter.com/supergraf Youtube: https://www.youtube.com/c/KassenzoneDe/ Blog: https://www.kassenzone.de/ E-Commerce Buch: https://www.amazon.de/gp/product/3866413076/
KIs haben Vorurteile, weil sie von Menschen mit Vorurteilen trainiert werden. Mannheimer Sprachforscher haben Psychotests mit Sprach-KIs gemacht, um rauszufinden, welche Werte und Moralvorstellungen die KI-Modelle haben.
(00:00:34) Wie verhält sich die römisch-katholische Kirche zum Liebesleben ihrer Angestellten? Aufgrund von kirchlichen Moralvorstellungen finden viele Seelsorgerinnen und Seelsorger keinen Platz in der Kirche. Oder sie sind zur Heimlichtuerei gezwungen. (00:05:03) Die Zukunft der Verhütung: Ein Blick auf die hormonfreie Pille für Männer. Wie weit ist die Forschung da? (00:08:22) Von Zahlen besessen: «Le théorème de Marguerite» – Ein Film über die Faszination der Mathematik. (00:12:37) Neue deutsche Übersetzung von Yves Raveys Roman «Taormina» veröffentlicht. (00:16:57) Das Phänomen Andrew Bond: Das Erfolgsgeheimnis des Schweizer Kinderliedermachers.
Fakt ab! live! - Wir sind am 3.2.2024 beim SWR Podcastfestival in Mannheim. Jetzt schnell Tickets sichern: https://www.swr.de/home/podcastfestival-100.html Diese Woche mit Julia Nestlen und Sina Kürtz. Ihre Themen sind: - Sag mir, welche Musik du hörst, und ich sage dir, welche Moralvorstellungen du hast! Naja, meint Julia... (00:47) - Hyänen mobben Löwen - aber eigentlich ist das ganz süß, findet Sina (11:05) - ZauberInnen sind emotional stabil (17:56) - Die Hände von AstronautInnen machen echt was mit … (24:02) Weitere Infos und Studien gibt's hier: Soundscapes of morality: Linking music preferences and moral values through lyrics and audio: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0294402 The Song Is You: Preferences for Musical Attribute Dimensions Reflect Personality: https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/1948550616641473 Determinants of hyena participation in risky collective action: https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rspb.2023.1390 Psychotic and autistic traits among magicians and their relationship with creative beliefs: https://www.cambridge.org/core/journals/bjpsych-open/article/psychotic-and-autistic-traits-among-magicians-and-their-relationship-with-creative-beliefs/A404241D8126664D0EDD1989288F431D Spacesuit Glove-Induced Hand Trauma and Analysis of Potentially Related Risk Variables: https://ntrs.nasa.gov/api/citations/20150003049/downloads/20150003049.pdf Habt ihr auch Nerd-Facts und schlechte Witze für uns? Schreibt uns bei WhatsApp oder schickt eine Sprachnachricht: 0174/4321508 Oder per E-Mail: faktab@swr2.de Oder direkt auf http://swr.li/faktab Instagram: @charlotte.grieser @julianistin @sinologin @aeneasrooch Redaktion: Charlotte Grieser und Chris Eckardt Idee: Christoph König
Gerner, Martinwww.deutschlandfunk.de, Tag für TagDirekter Link zur Audiodatei
#179 Wer hat solche Kombos? Der Lieblingsrapper eures Lieblingsrappers Shogoon und Newcomerin der Herzen Katha Pauer sind zusammen mit Josi im Studio. Ein intensiver Ritt von Ängsten vor und hinter der Bühne, das Einhalten von eigenen Moralvorstellungen und wie lange so eine Musiker*innenkarriere gehen kann. Außerdem gehts um Studios & Gnadenhöfe, Jan Delay & Sido und zusätzlich in dieser Ausgabe: der große Oktoberfest - Rant!
Am 19. Oktober 1957 stirbt Peter Stadelmann. Mit einem Wagenheber wird er erschlagen, dann in die Reuss geworfen, wo er ertrinkt. Die Täter: Ein Aargauer Gipser und seine norwegische Geliebte. Sie wollen nach Amerika und brauchen Geld. Die Zeitblende mit einer Wiederholung vom 10. Oktober 2020. Ihre Tat schreckt das ganze Land auf. Und sie verrät viel über die Schweiz der 1950er-Jahre. Es ist eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, als die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg noch wach war – und bereits der nächste Krieg, der «Kalte Krieg» drohte. Es werden Häuser und Autobahnen gebaut, die Schweizer kaufen sich ausländische Autos und Fernsehgeräte. Doch die 50er-Jahre sind auch eine Zeit der sozialen Ungleichheit, der rigiden Moralvorstellungen, der verklemmten Sexualität. Vor dieser Kulisse spielt sich dieser Kriminalfall ab: Der Gipser Max Märki, ein verheirateter Familienvater, und die norwegische Hilfsköchin Ragnhild Flater verlieben sich ineinander, wollen ausbrechen aus ihrem Millieu und aus der Armut – und wollen nach Amerika. Sie brauchen Geld. Doch der Versuch, den unschuldigen Peter Stadelmann auszurauben, geht schief. Sie bringen ihn um. Der Autor und Journalist Peter Hossli hat den Fall intensiv recherchiert und ein Buch geschrieben. Mit ihm zeichnet die «Zeitblende» diese Geschichte nach. Sie ist auch ein Sittengemälde der damaligen Gesellschaft, wie Monika Dommann, Geschichtsprofessorin an der Universität Zürich, ausführt. __ Diese Zeitblende wurde erstmals am 10. Oktober 2020 ausgestrahlt. In zwei Wochen erscheint wieder eine neue Ausgabe.
Nach seinem Erscheinen war in der Pop-Kultur nichts mehr so wie früher. Seine Musik durchbrach Rassenschranken und sein Hüftschwung die damals verknöcherten Moralvorstellungen. Der Beginn von Jugendkultur. (BR 2015)
Wir sind im Energiekrieg, das Gas ist knapp und plötzlich fehlt uns etwas, was wir eigentlich als schmutzig und niedrig empfinden: die Energie. Warum hat sie so einen schlechten Ruf? Aus dem Physikunterricht erinnert man sich vielleicht noch: Es gibt kinetische Energie, Strahlungsenergie, elektrische Energie. Pflanzen nehmen die Energie der Sonne auf, Tiere fressen die Pflanzen und verwandeln die aufgenommene Energie in Bewegungsenergie, bis der Mensch das Tier erjagt und verspeist und mit der aufgenommenen Energie sein Gehirn versorgt, um eine mathematische Gleichung zu lösen. Alles ist Energie, nichts ist denkbar ohne Energie und deshalb ist es ein bisschen überraschend, dass die Energie einen so schlechten Ruf hat. Es fing alles an mit Prometheus, der den Göttern das Feuer geraubt und den Menschen gebracht hatte: Seither wächst die Zivilisation in dem Maße, in dem sie ihre Energieproduktion zu steigern vermag. Historiker wie Ian Morris bemessen den Zivilisationsstand von Gesellschaften am Maß ihrer Energieproduktion und doch lautet in progressiven Milieus in Europa die Parole: je weniger Energie, desto besser! Jedes Joules ist eines zu viel! "Degrowth!" Das sagte sich indes leicht nur, solange die Energie noch im Überfluss vorhanden war. Das hat sich radikal geändert. Energie ist zu einem zu knappen und zu teuren Gut geworden. Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begeistern sich in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts für die Energie: Ist sie die Maßeinheit, in der sich alles, was Menschen tun, beziffern lässt? Wie haben in der Geschichte der Menschheit verschiedene Energiequellen unsere Moralvorstellungen geprägt? Und was macht gerade die grünen, erneuerbaren Energien zu so einer hoffnungsvollen Erfindung, auf die selbst ein Prometheus stolz wäre?
Es ist verständlich, dass unser Blick auf die Zwanziger Jahre in Berlin, die sexuelle Freizügigkeit bestimmter Milieus sowie die Tanz-, Party- und Drogenszene hervorhebt, macht dies doch einen Teil der Anziehungskraft von Serien wie Babylon Berlin aus. Die „Goldenen Zwanziger“, der „Tanz auf dem Vulkan“ leben von dieser Seite Berlins, die es auch zweifellos gab. Wieviel verklemmter und puritanischer andere Teile der Gesellschaft mit der Sexualität umgingen, zeigten uns etwa der Prozess gegen die Aufführung von Schnitzlers Reigen, oder der Kampf der Sexualreformer. In der heutigen Folge druckt die liberale Berliner Volks-Zeitung vom 17. Oktober die Forderung nach einer Reform der schulischen Sexualkunde ab. Es solle endlich das geleugnete Organ zu seinem Recht kommen. Wie es uns immer wieder in der journalistischen Landschaft der Zwanziger Jahre begegnet, kommt es hier auch zu der Situation, dass der tatsächlich progressive Autor bei seinem Kampf gegen veraltete Moralvorstellungen selbst gleichzeitig nicht frei ist von zeittypischen homophoben Überzeugungen. Es liest Frank Riede.
Schon mal etwas von erotischer Intelligenz gehört? Das klingt spannend, dachten sich Ann-Marlene und Caro und sind direkt tiefer in die Materie eingetaucht. Schnell wurde klar, dass erotische Intelligenz ganz viel mit sich mögen und sich zeigen, sich etwas zutrauen zu tun hat. Ihr seid neugierig und wollt auch wissen, warum erotisch intelligente auf falsche Moralvorstellungen pfeifen und was diese besondere Fähigkeit noch ausmacht? Dann hört rein!
1941 verprügelte er Hitler, jetzt liegt er auf der Couch und kämpft mit seinen Identitätskrisen: Captain America. Ein Superheld, der als Nationalsymbol die amerikanischen Moralvorstellungen leben sollte und nun genau damit ringt.Von Markus Metz und Georg Seeßlenwww.deutschlandfunkkultur.de, FreistilDirekter Link zur Audiodatei
Freizügige Kleider in der Schule, Aufklärung im Unterricht und sexuelle Übergriffe. Mit drei Petitionen aus dem Bündner Mädchenparlament beschäftigte sich heute der Grosse Rat. Beim Thema Kleidervorschriften für Mädchen entwickelte sich eine Debatte über Moralvorstellungen. Weitere Themen: * Parlament spricht 9,5 Millionen Franken für Special Olympics World Winter Games 2029. * Kein WEF aber ein World Ethic Forum: Im August soll über eine bessere Welt diskutiert werden. * Nachhaltigkeit als Leitschnur bei der frisch sanierten Chamanna Cluozza im Nationalpark.
Zahlenfans wissen natürlich welche Mystik der 69 innewohnt - sie steht logischerweise für Botschaftsübermittlungen von Engeln. Und ist das nicht exakt das, was “Engel vor die Säue” seit Tag 1 anbietet? (rhetorische Frage) Auch diese Folge macht da wieder keine Ausnahme. Engelsgesicht Thomas Cool berichtet mit tränenerstickter Stimme von Unzulänglichkeiten, Peinlichkeiten, Verfehlungen, mangelndem Können und wie er von Erzengel Bastiel aufs Übelste geshamed wurde. Gleichzeitig deckt dieser aber einen ungeheuren Skandal und eine Lücke in Thomas' sonst so lückenlosen Moralvorstellungen auf. Krawall ist vorprogrammiert, denn Engelslocke Frank bläst ins gleiche Horn und hat verschiedene Beschwerden auf seinem rundlichen Herzen. Und als wäre das nicht genug, taucht auch noch ein topmotivierter Gast auf, der mit seinen besonderen Fähigkeiten, alles in den Schatten stellt, was einen Schatten wirft. Erleuchtet ihr seid! Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/EulenvordieSaeue
Lange war die Musikwissenschaft von konservativen Moralvorstellungen und Homophobie geprägt, Straightwashing war gang und gäbe. Seit den 90er-Jahren ist die historische Forschung offener und freier geworden. Immer mehr Wissenschaftler:innen interessieren sich für die Homosexualitätenforschung. Auch deren Mehrwert für die Rezeption von Musik und Kunst wurde erkannt. Die Homosexualität von berühmten Künstler:innen zu untersuchen und zu benennen kann aber nach wie vor ein heikles Unterfangen sein. • Homosexualitätenforschung bei Pjotr Iljitsch Tschaikowsky • Die gängigsten Praktiken des Straightwashings: von Zensur bis zu gezielter Fehlinformation • Hat die Homosexualität von Kunstschaffenden einen Einfluss auf deren Werk? • Gründe für die lange vorherrschende Homophobie in Biografik und historischer Forschung Im Podcast zu hören sind: • apl. Prof. Dr. Kadja Grönke, Musikwissenschaftlerin und stellvertretende Vorsitzende der Tschaikowsky-Gesellschaft e.V., Tübingen • Corinne Rufli, Historikerin, Doktorandin zur Lesbengeschichte der Schweiz am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: kontext@srf.ch Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext